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Content:
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Kostenloses Mitnahme-Exemplar Titelthema: Humor Im Interview – Satiriker Oliver Maria Schmitt GLOSSE – CHRISTOPH SONNTAG ÜBER SCHWÄBISCHEN HUMOR Außerdem: Lustig auf Facebook posten & die besten Karikaturen Deutschlands INTERVIEW DES MONATS MIT DEN HAUPT- STADT-RAPPERN VON K.I.Z. Thekenphilosophen – Heilbronner Gastronomen geben Tipps fürs Leben Nr. 39 Oktober/November 2015 bricht aus!

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Natur- wissenschaft & Technik ... zum Anfassen! Auch für Hipster – nicht nur für Nerds. Die lern- und erlebniswelt für Jung & alt ÖFFNUNGSZEITEN: Montag bis Freitag 9:00 – 18:00 Uhr Samstag, Sonntag, Feiertage 10:00 – 19:00 Uhr experimenta gGmbH Kranenstr. 14 · 74072 Heilbronn Telefon 07131 / 887950 www.experimenta-heilbronn.de

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Liebe Leserinnen, liebe Leser, Hanix Nr. 39 herzlich willkommen im neuen Hanix. Nach vier ereignisreichen Jahren Magazingeschichte, Sage und Schreibe 38 Online-Ausgaben mit weit über 5000 Seiten Inhalt, drei gedruckten Best-of-Ausgaben und inzwischen über 5000 Facebook-Fans ist es für uns an der Zeit, regelmäßig zu drucken. Ab sofort wird das Heft im Zweimonatstakt an über 1000 Auslagestellen im Stadt- und Landkreis Heilbronn (und auch etwas darüber hinaus) ausliegen. Natürlich wird Hanix in gewohnter Manier auch weiterhin, multimedial angereichert, unter www.hanix-magazin.de und über die keosk.-App für Smartphones und Tablets abrufbar sein. Das alles gibt es, anders als bei der GEZ, gebührenfrei! In den vergangenen Wochen und Monaten hat das Magazin viele Änderungen erfahren, um für die Herausforderung Print gewappnet zu sein. Wir haben unsere redaktionellen Abläufe angepasst, neue Autoren gewonnen, dem Magazin einen optischen und inhaltlichen Relaunch verpasst, das Logo verändert und den Heftrhythmus justiert, um ein unabhängiges, anspruchsvolles, unterhaltsames, informatives und schönes Magazin aus Heilbronn zu erschaffen. Wir finden, es ist gelungen. Trotz vieler Neuerungen bleibt im Magazin viel Altbekanntes erhalten. Liebgewonnene Rubriken wie der Historische Schuss (diesmal ein Zeitungsverkäufer von 1952), der Brief an die Heimat (diesmal aus Nepal), das Interview des Monats (mit den Rappern von K.I.Z.) sind weiter vertreten. Und auf gute Fotos legen wir immer noch großen Wert. Aber auch neue Formate (Taschenkontrolle, Mein Lieblingsding, Abenteuer um die Ecke, Thekenphilosophen, Dinge die Heilbronner nicht sagen) haben es in diese Ausgabe geschafft. Lasst euch überraschen. EDITORIAL Humor ist diesmal der Themenschwerpunkt. Wir trafen unter anderem Satiriker, Autor und Romancier Oliver Maria Schmitt zum Interview in der Kaffeebucht am Neckarufer. Der gebürtige Heilbronner spricht mit uns über seinen Bestseller »Ich bin dann mal Ertugrul«, was an Mario Barths Humor falsch ist und weshalb Schmitts Trauergemeinde beim Hesser vis-a-vis des Heilbronner Hauptfriedhofes einkehren muss, um richtig zu liegen. Darüber hinaus gibt’s Politik & Gesellschaft (Steffen Schoch – Der Markenmacher von Heilbronn), Sport (Fußballtrainer Marijo Maric), Wirtschaft (Tripsdrill-Chef Helmut Fischer), Kultur (Querdenker und Störenfriede am Heilbronner Theater), Kunst (Fünf Jahre Kunsthalle Vogelmann & Globale Karlsruhe), Musik (A-cappella-Band Delta Q aus Berlin spielt auf neuem Heilbronner Festival), Ausgehtipps, interessante Menschen und einen umfangreichen Veranstaltungskalender mit guten Terminen aus Heilbronn, der Region und aus Stuttgart, Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe. Schließlich nimmt ein Großstädter gerne eine Stunde Fahrzeit in Kauf, um ein gutes Konzert oder eine Ausstellung zu besuchen. Und wir Heilbronner sind doch Großstädter, oder!? Viel Spaß mit dieser Ausgabe von Hanix. Es ist die 39ste. Über Lob, Kritik, Anregungen, ganz allgemein über Feedback zum Magazin, freuen wir uns riesig. Am besten per Mail: info@hanix-magazin.de

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Impressum VERLAG / HERAUSGEBER HANIX MEDIA Marcel Kantimm & Robert Mucha GbR Wilhelmstraße 56 74074 Heilbronn USt.-ID: DE 271248199 Vertreten durch: Marcel Kantimm Robert Mucha CHEFREDAKTEUR Robert Mucha (V.i.S.d.P.) REDAKTION Friedemann Orths REDAKTIONELLE MITARBEITER Dr. Bernhard Stumpfhaus, Leonore Welzin, Nicolai Köppel, Brigitte Fritz-Kador, Matthias Marquart, Sascha Wartha, Maria Maroge, Sarah Baudenbacher AUTOREN UND MITARBEITER Marc Thorwartl, Christoph Sonntag, Sebastian Staudenmayer, Helen Hofmann, Mares Baudewijns, Ralph Munz, Sibel Taylan, Thomas Aurich, Oliver Maria Schmitt, Annette Geisler ARTDIREKTION Raimar Schurmann FOTOGRAFEN UND ILLUSTRATORINNEN Christoph Voy, Meli Dikta (www.blickboutique.de) Memo Filiz (www.memografie.com) Ulla Kühnle (www.freiraum-photos.de) Kathrin Leisterer (www.nanovo.de) Lisa Maria Klotz (www.lisamariaklotz.de) Patrick Labitzke (www.patrick-labitzke.de) LEKTORAT Maria Maroge & Friedemann Orths VERMARKTUNG & SALES Maike Endresz (verantw.) Gabriela Würfl-Sodo VERLAGSKOORDINATION / ADMINISTRATION / SOCIAL MEDIA Marcel Kantimm DRUCK Druckerei Ziegler GmbH & Co. KG Auwiesen 1 74924 Neckarbischofsheim VERTRIEB Auslage an ca. 1.000 Stellen im Stadt- und Landkreis Heilbronn KONTAKTE info@hanix-magazin.de Maike Endresz: maike.endresz@hanix-magazin.de Marcel Kantimm: marcel.kantimm@hanix-magazin.de Robert Mucha: robert.mucha@hanix-magazin.de Die Meinungsäußerungen in diesem Magazin liegen in der alleinigen Verantwortung der jeweiligen Autoren und geben nicht zwingend die Meinung des Verlages und der Redaktion wieder. COPYRIGHT 2015 Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieses Magazins darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form, gleich welcher Art, reproduziert werden. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung des Verlages strafbar. EIN HEFT ÜBER HUMOR UND DAS LEBEN IN DER MARKEN-STADT HEILBRONN 6 Hin- & Weggucker Der Bildvergleich Diesmal: Kleiderkammer vs. Jagst 8 Stadt-, Land- und Metroleben Unsere Veranstaltungstipps für Oktober und November 14 Streifzug durch das Heilbronner Land und drumherum Diesmal mit wilden Fotos, burlesquen Damen & ausgezeichnetem Design 18 600 Sekunden KÖPPELS ZEHN MINUTEN HEILBRONN Mann in Grün 20 Taschenkontrolle bei Dominic Schweizer aus der Data 77112-Bar 22 Heilbronner Studis Thomas Groh hängt gerne auf seiner Terrasse ab – mit Blick auf den Knast 23 Mein Lieblingsding HEILBRONNER ZEIGEN IHR LIEBSTES STÜCK Diesmal: DJ Sven Francisco und sein Jimi-Hendrix-Poster 24 Abenteuer um die Ecke Im Sportwettenbüro 26 Politik & Gesellschaft Steffen Schoch – Der Markenmacher von Heilbronn INHALT Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 28 Sport Marijo Maric – Alles dreht sich um Fußball. Nun als Sportdirektor und Cheftrainer in Freiberg. 30 Kultur Humorvolle Kleinkunst & Störenfriede und Querdenker am Heilbronner Theater 32 Musik Delta Q aus Berlin treten beim Aha-Cappella-Festival in Heilbronn auf. 34 Wirtschaft Tripsdrill-Chef Helmut Fischer erzählt, wie er den Vergnügungs- und Wildpark mit seinen Brüdern weiterentwickelt. 36 Kunst Fünfjähriges Jubiläum der Kunsthalle Vogelmann, Kunstwerk Nussdorf & Globale Karlsruhe 38 Film Arthaus-Tipp »Im Sommer wohnt er unten« & alle drei Teile von Zurück in die Zukunft INHALT 42 Interview des Monats K.I.Z. Die Berliner Rapper im Gespräch vor ihrer »Hurra die Welt geht unter«-Tour. 46 Titelthema Satiriker Oliver Maria Schmitt im Interview, Christoph Sonntag über schwäbischen Humor, lustiges Posten auf Facebook & die besten Karikaturen Deutschlands 54 Heilbronn – A Nice Place To Come From DIE OLIVER MARIA SCHMITT- KOLUMNE Beckenbauers cooles Unter- Oberzentrum 56 Brief an die Heimat Helen und Sebastian schreiben von ihren Erlebnissen in Nepal 58 Historischer Schuss Der Zeitungsverkäufer am Heilbronner Hauptbahnhof, 1952 60 .jpg BILDERGALERIE U. a. von der diesjährigen Alleycat Fahrrad-Schnitzeljagd 64 Veranstaltungskalender Gute Termine für Oktober und November 82 Tiere ab 18 Von Lisa Maria Klotz Diesmal: Der Klöter HUMOR

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Hanix Nr. 39 MITTWOCH, 19. AUGUST 2015 14:01 UHR IMLINSTRASSE 10, HEILBRONN Foto: Meli Dikta Zum Glück sind die Heilbronner nicht so drauf, wie die Menschen in Heidenau. Seit einiger Zeit gibt es in Heilbronn in der Imlinstraße 10 eine privat organisierte Kleiderkammer. Dort kann Kleidung für die in Heilbronn ankommenden Flüchtlinge immer mittwochs ab 14 Uhr abgegeben werden. Gebraucht wird alles, im Besonderen aber sportliche, zeitgemäße Männerbekleidung in den Größen »S« und »M«. Wer darüber hinaus helfen möchte bei der Kleiderannahme und -ausgabe oder beim Sortieren der Kleidung, ist auch gerne gesehen. HINGUCKER

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DONNERSTAG, 27. AUGUST 2015 10:53 UHR JAGST, JAGSTHAUSEN Foto: Robert Mucha Die natürliche Jagstidylle täuscht. Zu sehen ist kein naturbelassenes Kleinod sondern eine tödliche Giftbrühe. Am 23. August gelangte mit Ammonium kontaminiertes Löschwasser in die Jagst. Seitdem ist im Jagsttal nichts mehr, wie es vorher war. Tausende Fische starben einen qualvollen Erstickungstod. Die giftige Blase hat den Fluss auf einer Länge von über 100 Kilometern zerstört. Mindestens zehn Jahre wird es dauern, bis sich der Fluss samt Fischbestand von der Naturkatastrophe erholt haben wird. Für schöne Postkartenmotive taugt die Jagst aber allemal noch. Leider trügt das Bild. Hanix Nr. 39 WEGGUCKER

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TIPPS FÜR HEILBRONN Ausstellung bis 14. November THE DESIGNERS REPUBLIC (IAN ANDERSON UK) – ATOMS VECTORS PIXELS GHOSTS Complex 23, Heilbronn Ian Anderson, Gründer des legendären Design-Studios The Designers Republic adaptierte in Zusammenarbeit mit dem Heilbronner Gestalter Daniel Glaser die multimediale Kunstinstallation »Atoms Vectors Pixels Ghosts« des Design- Kollektivs auf die Räumlichkeiten des Complex 23. The Designers Republic sind für ihren innovativen Design-Ansatz weltweit bekannt. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. November zu sehen. Konzert 15. Oktober BIRÉLI LAGRÈNE & JERMAINE LANDSBERGER TRIO Altes Theater, Heilbronn Das gemeinsame Konzert von Biréli Lagrène und dem Jermaine Landsberger Trio steht unter dem Motto »Modern Gypsy Jazz«. Ihre Musik verknüpft Modern Jazz mit Funkiness, von lyrischen Balladen zum energiegeladenen Blues, Eigenkompositionen bis hin zu Songs von Django Reinhardt, über die sie sich solistisch auf höchstem Niveau bewegen. Ein Jazz-Spektakel der Superlative! Clubbing 16. Oktober RIDERS ON THE STORM – BUTTERFLY CULTURE Club Mobilat, Heilbronn Das bundesweit aktive Heilbronner Drum & Bass-Netzwerk Riders on the Storm startet nun im Club Mobilat in seine sechste Saison. Unter dem Motto »Butterfly Culture« werden zu diesem Opening Sounds aus Berlin (Survey/Invisible/ DSC14/Translation), Frankfurt (Pasch/ Voltage/Nachtbeben/Mixmag), Stuttgart (MC Haze/Freaq Festival), Reutlingen (Danielson & MC J. J. Jules/Basskultur/ Random Concept Germany) und natürlich Heilbronn (Me2You Crew/Dnbradio.com) die feierwütige Crowd mit Beats und einer ordentlichen Portion Bass versorgen. Clubbing 23. Oktober LA SYCTHEMÚ The Rooms Club, Heilbronn La Sycthemú ist die neue elektronische Partyreihe. Den Auftakt macht The Analog Roland Orchestra (Pressure Suit, Pastamusik). Michal ist der Musiker und Dirigent hinter diesem Orchester. Bereits mit 15 Jahren gabs den ersten »Korg MS 20«-Synthesizer, mit 16 Jahren die erste »Roland TR 606«-Drummachine. Seine extrovertierte und analoge Live- Performance wird uns an diesem Abend zum Tanz auffordern! Mit von der Partie sind auch Waltha Himmel (kyo hospital, La Sycthemú), der Macher und DJ der legendären »Rotkäppchen auf elektronischer Reise« sowie der »Anfang von Allem« – Yyrla Fe (La Sycthemú). Konzert 4. November SIDO – LIEBE-LIVE 2015 Festhalle Harmonie Heilbronn Am 4. November beehrt Sido nun endlich Heilbronn. Aus den grauen Plattenbauten des Märkischen Viertels zu Deutschlands Entertainer Nummer 1, mit Herzblut, eisernem Willen und unerschütterlicher Liebe zur Musik: Die Geschichte von Sido ist oft erzählt worden. Irgendwann ging das alles auch ohne Maske. Lesung 18. November MANUEL MÖGLICH – DEUTSCHLAND ÜBERALL & GESCHICHTEN AUS »WILD GERMANY« Club Mobilat, Heilbronn Auf der Suche nach Deutschen und Deutschem in aller Welt lässt der Journalist Manuel Möglich, bekannt durch seine Serie »Wild Germany« auf ZDFneo, nichts aus. Und so ist sein erstes Buch »Deutschland überall« nicht nur eine Sammlung abenteuerlicher Erlebnisse, sondern auch ein Spiegel von Urdeutschem in allen Klimazonen dieser Welt. Der etwas andere Heimatabend beschreibt Geschichten hinter den Geschichten. Das Wortspiel »alles ist möglich« klingt bei ihm natürlich doppeldeutig, ist aber Programm. STADTLEBEN Hanix Nr. 39

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Für Existenzgründer, Kreative und IT-Freaks – die Innovationsfabrik Heilbronn Bald auch mit attraktivem Co-Working-Angebot! Kontakt: Bernd Billek, Tel. 07131 6257-46 bernd.billek@stadtsiedlung.de www.innovationsfabrik.de

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DIE TIPPS FÜR REGION Konzert 18. Oktober GÖTZ ALSMANN & BAND: BROADWAY Neubausaal, Schwäbisch Hall Nach seinem Abstecher nach Paris, aus dem die mit Platin ausgezeichnete CD »In Paris« und das gleichnamige Erfolgs-Live-Programm hervorgingen, machen sich Götz Alsmann und seine Band auf Richtung Broadway – den Ort, wo klassische Musicals und unsterbliche Revueschlager seit jeher das Rückgrat des »American Songbook« bildeten. Kein Wunder, dass es schon in den frühesten Tagen dieser Epoche deutschsprachige Fassungen der großen Klassiker des Broadway gab. Diese Texte, weitgehend in Vergessenheit geraten, hat Götz Alsmann, der König des deutschen Jazzschlagers, aus den Tiefen seiner Archive ausgegraben und gestaltet mit seinen Musikern nun einen faszinierenden Abend mit einem Programm, das den Broadway und seine Protagonisten feiert. Slampoetry 29. Oktober AFTER WORK MEETS SLAM Audi Forum, Neckarsulm Den Kick-off der neuen Kulturserie »After-Work meets …« übernehmen die beiden Poetry-Slammer Pierre Jarawan und Alex Burkhard. Mit dabei sind diesmal auch die Singer-Songwriter Robin Brunsmeier und Peter Fischer. Unter dem Motto »Mehr Musik. Mehr Slam. Mehr Wortwitz« präsentieren die vier Künstler auf der Bühne eine Mischung aus Poetry und Song-Slam mit Live-Musik. Vor und nach dem Kulturprogramm sorgt DJ Double D für die richtige Feierabend- Stimmung. Jeder Gast erhält zudem ein Freigetränk. Schiller-Jubiläum 6. bis 15. November MARBACHER SCHILLERWOCHE Diverse Veranstaltungsorte, Marbach 10. November in Marbach am Neckar: Es ist Schiller-Geburtstag. Anlass genug, dem großen Sohn der Stadt eine ganze Schillerwoche zu widmen. Höhepunkte sind die Verleihung des Schillerpreises der Stadt Marbach und die Schillerrede, zu der die Deutsche Schillergesellschaft jedes Jahr eine bekannte Persönlichkeit einlädt. Das Kulturprogramm reicht von Theater über Musik und Lesungen bis hin zu Kabarett. Schiller-Nationalmuseum und Literaturmuseum der Moderne laden ein zu einem Tag der offenen Tür. Die Bräuche zu Schillers Geburtstag haben teilweise eine über 100 Jahre alte Tradition: das Läuten der Schillerglocke Concordia, der Blumengruß der Marbacher Grundschüler am Schillerdenkmal oder die musikalische Huldigung vor Schillers Geburtshaus. Vortrag 18. November HEILBRONNER ARCHITEKTUR-GESPRÄCHE IN DER REGION Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall Regional : Bauen – so lautet das Motto der Heilbronner Architekturgespräche, die diesmal in der Kunsthalle Würth zu Gast sind. Mit seinem Vortrag unter dem Motto »Ort und Mensch« wird der Vorarlberger Architekt Bernardo Bader aus Dornbirn die Veranstaltungsreihe in diesem Jahr abrunden. Die vielfach ausgezeichneten Arbeiten aus dem Büro Bernardo Bader Architekten zeigen eindrücklich, wie in einer ländlich geprägten, voralpinen Landschaft Kindergärten, Wohnhäuser oder ein islamischer Friedhof sensibel in die Umgebung eingebunden werden und auf die regionalen Bautraditionen des Vorarlberg verweisen. Markt 27. November – 13. Dezember ALTDEUTSCHER WEIHNACHTSMARKT Altstadt, Bad Wimpfen Einer der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands öffnet alljährig an den ersten drei Adventwochenenden seine Tore. Ein vorweihnachtliches Wochenende im romantischen Ambiente, mit verführerischen Adventsdüften, Glühwein und der bezaubernden Kulisse der mit vielen Lichtern und Tannenzweigen geschmückten mittelalterlichen Fachwerkstadt Bad Wimpfen, ist garantiert. LANDLEBEN Hanix Nr. 39

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DIE TIPPS FÜR S, MA, HD & KA Kunst Gesamter Oktober STREET-ART IN MANNHEIM: STADT.WAND.KUNST Mannheim Grauer Städte Mauern zu einer öffentlichen Galerie zu machen, ist das Ziel von Stadt.Wand.Kunst. Die vier Initiatoren – GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft, Montana-Cans, Geschäftsstelle kulturelle Stadtentwicklung und Alte Feuerwache – laden zusammen nationale und internationale Künstler aus der Street-Art-Szene ein, in verschiedenen Stadtteilen Mannheims großflächige freie Hausfassaden zu gestalten. Im Juli ging die Aktion in die dritte Runde, eingeladen waren die Künstler SOBEKCIS und STOHEAD, die an Freiflächen des Benjamin Franklin Villages, der Zeppelinstraße und im S5 ihre Kunst an die Wand brachten. Im Oktober kommt schließlich SatOne, der die Street-Art in der Zeppelinstraße fortführen wird. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich das bunte Treiben anzuschauen. Musik 2. Oktober bis 14. November 17. ENJOY JAZZ-FESTIVAL Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen Zum 17. Mal findet das Enjoy Jazz-Festival auf den Bühnen der Rhein-Neckar-Region statt. Besucher dürfen sich auf Weltstars und junge Nachwuchstalente, Weitgereiste und Heimspieler, Jazz und Anderes freuen. Das Festival bietet hochkarätig besetzte und vielseitige Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt auf Jazz, aber auch angrenzenden Genres wie Klassik, Pop, Rock, Hip-Hop oder Elektro. Unter den Highlights des diesjährigen Festivals sind große Namen wie das David Murray Infinity Quartet oder James Farm, aber auch innovative Talente wie Snarky Puppy oder Young Fathers. Kino 9. bis 24. Oktober 64. INTERNATIONALES FILMFESTIVAL Heidelberg, Mannheim Das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg stellt jedes Jahr noch unbekannte Regisseure und ihre Filme vor, die alle von einem hohen Bewusstsein für ihre Arbeit angetrieben werden und eine starke persönliche Vision verfolgen. Aus diesem Grund dürfen auch nur Newcomer-Regisseure am Wettbewerb in Mannheim und Heidelberg teilnehmen, also Filmemacher, die bestenfalls in ihrem Heimatland und noch nicht international bekannt sind. Aus 1000 Einreichungen werden dem Publikum so 30 bis 40 Geheimtipps präsentiert. Kino/Musik 16. Oktober DER PATE – LIVE IN CONCERT Liederhalle, Stuttgart Zum ersten Mal erleben Zuschauer in ganz Europa einen der wohl besten Filme überhaupt, live begleitet von einem Symphonieorchester. Das zeitlose Meisterwerk von Francis Ford Coppola »Der Pate« (1972) wird auf einer großen Leinwand in HD gezeigt, während die unvergänglichen Melodien von Nino Rota live von einem Symphonieorchester aufgeführt werden. Lesung 4. November ENOH MEYOMESSE IM GESPRÄCH MIT HANS THILL ZKM, Karlsruhe Im Rahmen der GLOBALE-Lesungsreihe »Writers for Freedom – Der weltweite Kampf für freie Meinungsäußerung« im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) spricht der kamerunische Dichter Enoh Meyomesse über seine Erfahrungen. 2011 war Meyomesse bei den Präsidentschaftswahlen angetreten, jedoch wurde ihm die Kandidatur aufgrund vermeintlicher formaler Fehler verweigert. 2012 wurde der Aktivist schließlich zu sieben Jahren Haft verurteilt. Überraschenderweise kam er im April diesen Jahres frei. Der Besuch der Lesung ist kostenlos. Sport/Entertainment 14. November WRESTLING: WWE LIVE Porsche-Arena, Stuttgart Wer kennt sie nicht, die muskulösen Kämpfer, die all ihre Probleme im Ring lösen? Nun ist die größte amerikanische Prowrestling-Organisation, World Wrestling Entertainment (WWE), zu Gast in der Porsche-Arena in Stuttgart. Neben den actiongeladenen Matches können sich die Zuschauer am 14. November auf eine spektakuläre Show und die Stars »in echt« freuen – normalerweise kennt man die Wrestler schließlich nur von der heimischen Mattscheibe. METROLEBEN Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 Kapitel

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Prima Klima! Internetbestellungen liefern wir in Heilbronn* per Fahrrad. Schnell und versandkostenfrei! * Infos über die Liefergebiete und Lieferzeiten finden Sie auf www.osiander.de a Klima_92x127m_HN_.indd 1 12.08.2015 08:49:21 FOCUS OPEN 2015: INTERNATIONALER DESIGNPREIS BADEN-WÜRTTEMBERG Am 16. Oktober findet die Preisverleihung der Focus Open 2015, dem internationalen Designpreis Baden- Württembergs, statt. Anschließend öffnet die dazugehörige Ausstellung, bei der die Werke der Teilnehmer bestaunt werden können. Foto: Design Center Baden- Württemberg Preisgekröntes Brillen-Design von ROLF Spectacles aus Tirol. Hanix Nr. 39 Steuerberatung Buchhaltung Unternehmensberatung Existenzgründungsberatung Ich berate Sie kompetent, unkompliziert und flexibel. Gerne komme ich nach Terminvereinbarung zu Ihnen nach Hause oder ins Büro. Auch abends oder am Wochenende. Marion Keicher, Steuerberaterin Meimsheimer Weg 4, 74226 Nordheim Telefon 07133/962157 info@steuerbar-keicher.de www.steuerbar-keicher.de Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Unternehmen und Designagenturen aus aller Welt um die begehrten Auszeichnungen des internationalen Designpreises Baden-Württemberg beworben. Die Produktinnovationen kamen aus Europa, Asien und den USA; aus allen Einsendungen wählten die Juroren insgesamt 64 Preisträger aus. Eine besondere Auszeichnung ist der Mia Seeger Preis, der an den Design-Nachwuchs verliehen wird: 68 Bewerbungen aus 27 Hochschulen nahmen an dem Preis teil, der mit insgesamt 10 000 € ausgelobt war. Die feierliche Preisverleihung mit Urkundenübergabe findet am 16. Oktober 2015 in Kooperation mit der Stadt Ludwigsburg statt. Zur Preisverleihung im Scala Ludwigsburg, mit anschließender Ausstellungseröffnung, werden wieder mehrere hundert Besucher aus Industrie, Designwirtschaft, Politik und Wissenschaft und Lehre erwartet. In einer individuell inszenierten Ausstellung in den Räumen des MIK-Museums in Ludwigsburg werden alle prämierten Produkte im Original präsentiert. Während der Laufzeit werden zusätzlich Führungen angeboten. Die preisgekrönten Exponate werden dort bis zum 22. November 2015 präsentiert. ◆ STREIFZUG DURCH STADT, LAND UND REGION

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GANZ SCHÖN WILD WILDLIFE FOTOGRAFIEN DES JAHRES Eine Sonderausstellung der experimenta Heilbronn Foto: Bruno D'Amicis THE »PETITS FOURS« IM REDBLUE Willkommen auf einer Zeitreise der exquisiten Art mit Europas erfolgreichster Burlesque- Revue »The Petits Fours«! Foto: PR Hanix Nr. 39 Eine wunderbar wilde und eindrückliche Fotoausstellung ist noch bis zum 11. Oktober in der experimenta Heilbronn zu bestaunen und gleichermaßen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene faszinierend. Naturfotografien berühren uns auf vielfältige Weise. Denn sie sind keine bloßen Abbilder der Natur. Wir werden zu stillen Beobachtern einer außergewöhnlichen Begebenheit. So eröffnen uns die Bilder eine neue Sicht auf das einzigartige, vielfältige und manchmal auch dramatische Naturgeschehen auf unserer Erde. Seit nunmehr 50 Jahren beweist dies der weltweit größte und prestigeträchtigste Wettbewerb für Naturfotografie: der Wildlife Photographer of the Year. Erfahrene Profis beteiligen sich ebenso wie Amateure und junge Nachwuchstalente. Aus mehr als 41.000 Einsendungen aus 96 Ländern wählten die internationalen Juroren des BBC Wildlife Magazine und des Natural History Museum die 100 besten Bilder für diese Ausstellung aus. Sie zeigen anrührende Tierporträts, bezaubernde Pflanzenbilder, beeindruckende Unterwasseraufnahmen und stille Landschaftsgemälde ebenso wie dramatische Jagdszenen oder schockierende Bilder vom Raubbau an unserem Planeten. Der renommierte Wettbewerb gilt als »Weltmeisterschaft der Naturfotografen«. Er hat zum Ziel, unseren Blick auf die Natur, unseren Umgang mit ihr und unseren Einfluss auf sie zu hinterfragen. Darüber hinaus fördert der Wettbewerb auch die Arbeit von Naturfotografen. Er bietet ihnen eine Plattform, die das gesamte Spektrum von Naturmotiven und Genres der Naturfotografie umfasst. Durch sein internationales Renommee und durch die Vielfalt an Stilrichtungen, Techniken und Betrachtungsweisen der Natur inspiriert er eine neue Generation von Fotokünstlern zu frischen und innovativen Werken. Begleitend zur Ausstellung hat das Team der experimenta ein spannendes Programm entwickelt. Große und kleine Besucher ab sieben Jahren können die Ausstellung als Tieranwalt erleben und sich auf eine spannende Reise ins Tierreich begeben, dabei die Tiere als ihr persönlicher Anwalt bei ihrem Vorhaben unterstützen. Wer mag, erhält die notwendige Akte zur Bearbeitung kostenfrei beim Besuch der Wildlife-Ausstellung. Am 3. Oktober ist der bekannte Naturfotograf und Filmemacher Axel Gomille mit seinem Vortrag »Zu wild?« zu Gast in Heilbronn. Die Kernfrage, die Gomille dabei interessiert, ist, was es bedeutet, wenn die Natur uns, mit allem was dazugehört, näher rückt? Die Rückkehr der Wölfe oder Bären nach Deutschland zeigt, wie schnell dabei die Stimmung kippen kann. Ist ein Leben Seite an Seite mit wilden Tieren noch möglich? Der Naturfotograf berichtet, wie ein Miteinander zwischen Mensch und wildem Tier gelingen kann. Sein Vortrag stützt sich dabei auf zahlreiche Erfahrungen, die er in Projekten mit Tigern, Bären und Wölfen sammeln konnte. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Sieger des Foto-Wettbewerbes von experimenta und Hanix bekannt gegeben. ◆ Burlesque, Tanz und Ballett, Gesang und Comedy – das sind die Zutaten für die außergewöhnliche Show der »Petits Fours«. Ganz im Stile der legendären Dita von Teese zeigt sich das Ensemble reizvoll, aber doch keusch auf eine ganz besondere Art und Weise. Das Programm ist eine bunte Mischung aus Musik der 30er- bis 50er-Jahre und wird durch raffinierte Kostüme und aufwendige Requisiten perfekt ergänzt. Das Publikum erwartet eine reizvolle Zeitreise in die Ära der Andrew Sisters, des Swing und des Lindy Hop. Wen das neugierig gemacht hat und wer sich für einen Abend in die Vergangenheit versetzen lassen möchte, der sollte am 16. Oktober ins Redblue kommen, denn dort treten die »Petits Fours« zum ersten Mal in Heilbronn auf und laden zum »Varietézauber mit einem Hauch Frivolität – zeitlos, zauberhaft«. ◆ STREIFZUG DURCH STADT, LAND UND REGION

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Dinge, die Heilbronner nicht sagen Thekenphilosophen Ludwigsburg ist attraktiver als Heilbronn. In jeder Ausgabe stellen wir unseren vier Thekenphilosophen eine knifflige Frage aus dem Leben. Das Szenario: Der Gast sitzt an der Theke, weiß nicht weiter und fragt den Wirt nach dem richtungsweisenden Ratschlag. Unser Thekenszenario diesmal: Der liebenswerte Stammgast ist pleite, der Gerichtsvollzieher steht demnächst sicher auch vor der Tür. Doch das Blatt scheint sich zu wenden. Der arme Schlucker hat einen 500 Euro schweren Geldbeutel gefunden. Soll er ihn samt Bargeld abgeben oder die Kohle behalten? Protokoll: Friedemann Orths, Fotos: Ulla Kühnle Ralph Munz, u. a. The Rooms Club Keine Frage, den Geldbeutel zurückbringen! Ehrlich währt am längsten. Wer gibt, der kriegt auch wieder, ich glaube an Karma Mares Baudewijns, Eckstein Ich bin eine ehrliche Haut und muss dem Gast deshalb raten, den Geldbeutel zurückzubringen. Die 500 € reißen es wahrscheinlich sowieso nicht mehr raus und die andere Person benötigt das Geld bestimmt auch. Wäre es jetzt ein Aktenkoffer vom DFB in dem zehn Millionen wären, dann wäre das was anderes … Auch glaube ich, dass dann etwas gutes zurückkommt, schließlich sieht man sich immer zwei Mal. Zum Trost würde ich den Gast aber natürlich einladen. Sibel Taylan, Data 77112 Schwere Frage. Aber ich würde dem Gast raten, den Geldbeutel zurückzugeben. Alleine schon deshalb, weil ich es mir selbst wünschen würde, dass ich meine Sachen wiederbekomme. Ums Geld geht es mir da nicht, sondern eher um die Papiere, die man dann alle wieder besorgen müsste. Ich glaube auch an Karma und so was kommt immer zurück. Ehrlichkeit und Nächstenliebe zahlen sich immer aus. Wenn es wirklich so schlecht mit den Finanzen steht, könnte man den Geldbeutelbesitzer ja fragen, ob man sich was leihen kann. Thomas Aurich, u. a. Winterdorf Den Geldbeutel auf jeden Fall dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Ich glaube an das Gute im Menschen. Zehn Prozent Finderlohn sind Standard, mit den 50 Euro kann der Gast dann einen schönen Abend in meinem Lokal verbringen. Hanix Nr. 39 16 SMALLTALK

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#ashtag #eilbronn Unsere Social-Media-Rückschau zu Heilbronn. Mal spannend und unterhaltsam, oft langweilig und öde. Wir schlagen uns für euch durchs Heilbronner Twitterund Facebook-Dickicht und scrollen auch da, wo es wehtut. Heilbronner Bumsluder Auf Twitter scrollen wir unter dem #ashtag #eilbronn erstaunlich oft an Heilbronner Fickludern vorbei. Unsere journalistische Neugier weckten unter anderem folgende Hashtags: #adult #benutzt #cumshot #facial #fick #free #geil #german #heilbronn #luder #porn #video #xxx. Also draufgeklickt auf den tinyurl-Link und ein ums andere Mal enttäuscht, dass wir, egal ob bei Annas Tube, Vickys Tube oder beim Account von Temple Of Cum und wirklich vielen anderen Accounts immer wieder auf toten Seiten oder bei professionellen Bezahl-Webcam-Anbietern landeten und nie bei einer Adresse in Horkheim, Neckargartach, Biberach oder Heilbronn Ost. Enttäuschend! Blitzerdienst auf Twitter Sympathisch kommt der Twitter- Account von @blitzerdienstHN daher. Schnörkellos kommen hier mehrmals täglich Blitzer-Warnungen. Dabei sind die schönsten Tweets akkurat und gerne auch LAUT auf den Punkt. Das schätzen wir. Beispiel gefällig: ACHTUNG!!! BLITZER PFAFFENSTRASSE HÖHE NR. 33 – WEISSER VW!!! 50 ERLAUBT!!! Aber auch Unfälle und Staus werden gemeldet. Fazit: Spart bares Geld und Zeit. Ewig gültige Schülerweisheit Den besten Tipp fürs Fortbewegen mit dem ÖPNV hat uns Instagramer ttv_kosta auf dem Twitter-Kanal von Heilbronner Bilder gegeben: Bus immer letzte Reihe by ttv_kosta. Wissen wir doch. Alte Schule. Und im Unterricht auch immer ganz hinten Platz nehmen. (Foto oben) Heilbronn statt Harvard Heilbronn bleibt glücklos, wenn es um Erwähnung in überregionalen Gazetten und Medien geht. So tweetete Die Zeit als Appetizer für einen Onlineartikel: »Die Ängste von Professoren: Nicht mehr gewählt werden, keine Eliteuniversität sein, Heilbronn statt Harvard.« (Foto unten) Wie der frische schwarze Asphalt in der Morgenkühle dampft – ganz schön cool, diese Straßenbauer hier. Wir schaffen Verbindungen und sind Ihr Wegbereiter. Einbau Asphaltdeckschicht Ja, unser Herz schlägt für den Straßenbau. Dabei behalten wir einen kühlen Kopf und setzen mit sicherer Hand die schweren Maschinen ein. Schneider Bau GmbH & Co. KG 74074 Heilbronn · Hans-Rießer-Straße 18 Telefon 0 71 31 / 94 43 - 0 www.IhrWegbereiter.de http://www.facebook.com/IhrWegbereiter

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600 Sekunden dauert Nicolai Köppels ganz persönlicher, subjektiver Heilbronn- Eindruck an dieser Stelle. Diesmal: Von ganzkörpergrünen Hirnverzichtern in der Fuzo, die es so nur in Heilbronn gibt. Von Nicolai Köppel Foto: Ulla Kühnle Mann in Grün Ich weiß nicht mehr, was mich am Dienstagmorgen vor drei Wochen dazu brachte, um halb zehn Uhr morgens in der Fußgängerzone herumzulaufen. Hatte ich einen Termin und war zu früh? Und warum kann man in dieser neuen Kolumne keine Lacher einspielen? Nachbesserungsbedarf von bislang Nichtbewährtem entsteht oft schon beim ersten Gebrauch. Die Heilbronner Fußgängerzone gibt es aber doch schon seit vielen Jahren! Nur: herumgesprochen hatte sich das an diesem Dienstagmorgen noch nicht ausreichend – meine alte Angst, jemandem zu begegnen, dem ich nicht begegnen will, konnte sich prima ausbreiten: Die Fuzo war so übersichtlich leer, dass es unmöglich schien, auch nur einen einzigen Passanten zu ignorieren. Außer natürlich, man wäre abgelenkt – im Nachhinein weiß ich aber nicht mal mehr, was ich hier verloren hatte. Bin ich froh, dass ich jetzt hier am Schreibtisch sitzen kann! Etwa in Höhe Hafenmarktpassage sah ich es. Ein Mann kam auf mich zu. Er war nicht zu übersehen, denn er war – grün. Nicht in Uniform, nicht Schnittlauch, nicht nur Hemd und Hose – dieser Mann war … total grün. Leuchtend grün wie ein Irlandurlaub-Schnappschuss vor der automatischen Photoshop-Farbkorrektur, grün wie ein Chlorophyll-Neon-Smoothie. Ich kapierte: Dieser Vollkoffer trug einen nahtlos wirkenden Ganzkörperanzug ohne Sehschlitz. Das war eigentlich kein Mann (wennschon das Einzige, was man sauber erkennen konnte, war, dass es sich nicht um eine Frau handelte), es war ein vollverkleidetes humanoides Etwas, nur in seiner geschmeidigen Alienhaftigkeit bizarrer als ein Möbelhaussympathieträger-Walking-Act in Gestalt dessen, was sich irgendwelche Idioten eine Etage höher als zum Beispiel putzigen Bären vorstellten. Der hier war nichts, er war nur grün. Und er war nicht etwa artistisch oder gar anatomisch ansehnlich unterwegs. Er hatte krumme Beine und eine ganz leichte Wampe, die knapp über seinem deutlich sichtbaren Bauchnabel begann. Im Näherkommen klärte sich auch die Natur seines Zickzackkurses, der eben genau jener erwähnten relativen Leere der morgendlichen Fußgängerzone geschuldet war: Dieser arme Irre drückte jedem, dessen er habhaft werden konnte, einen Flyer in die Hand, und davon hatte er einen gehörigen Stapel dabei, den er sich nicht scheute, Behelfs eines aus der Vogelperspektive geistesgestört wirkenden Laufpensums loszuwerden, indem er unablässig zum nächsten Passanten rannte, der ihm entgegenkam – was er aber mangels Masse nicht hinkriegte. Deswegen kam er auf mich zu, dieser in Vollgrün verpackte Hirnverzichter. Hatte man ihm erzählt, es sei cool, so was zu machen? Oder hatte er keine Freunde, die ihm rechtzeitig das Gegenteil erzählten? Längst hatte ich mich an den Rand irgendeines Gebäudes gedrückt und wollte so durch offensive Untätigkeit dem Aktionismus seines Treibens immerhin so weit Einhalt gebieten, dass er einsehen konnte, dass ich nicht interessiert war. Erzwingen kann man so was nicht, aber mein psychoenergetischer Grundzustand war hoch – ich hatte ja sonst nichts zu tun und zweifle heute daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt wirklich wusste, warum ich in der Fußgängerzone war. Er kam auf mich zu. Er steuerte mich an, eilig und direkt, den Flyer (natürlich war der auch grün) in der schon schier ausgestreckten Hand. Jedoch einen knappen Meter vor mir hob er den Kopf, vermutlich trafen sich unsere Blicke … Da schüttelte er plötzlich den Kopf und drehte bei, schnurstracks auf eine alte Frau mit Gehhilfe zu, die sich wehrlos in der Mitte der Fußgängerzone fortbewegte. Weil die keine Hand freihatte, legte er ihr seinen Flyer in den Gehhilfenkorb und eilte weiter. Als die alte Frau an mir vorbeikam, sah sie mich an und sagte: »So was gibt es auch nur in Heilbronn!« ◆ Nicolai Köppel hat sich 2008 in Heilbronn verliebt. Mittlerweile haben sie geheiratet und wohnen hier. Er denkt sich diese Kolumne »600 Sekunden« nicht aus, sondern lässt sie jedesmal extra passieren. Mehr gibt’s hier: www.nicolaikoeppel.de 600 SEKUNDEN Hanix Nr. 39

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Karl Schmidt-rottluff, Blauer Mond, 1920, VG Bild-Kunst, Bonn 2015 Karl Schmidt-rottluff reiner auSdrucK | 10.10.2015–17.01.2016 5 Jahre KunSthalle Vogelmann www.museen-heilbronn.de in heiLBrOnn Kapitel 19

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Dominic Schweizer hat sich gesucht und im DATA gefunden Ein sozialisolierter Nerd oder schrulliger Antiheld wie aus der amerikanischen Serie The Big Bang Theory – so stellt man sich gelegentlich Computer-Spezialisten vor. Dominic Schweizer ist ITler. Doch weder menschenscheu, sonderlich, noch stillos oder freaky. Der 30-Jährige weiß, was er will. »Sich selbst finden, ohne viel Zeit mit der Suche zu verschwenden.« Das bedeutet, entsprechend Entscheidungen zu treffen. Manchmal auch solche, die nicht konform gehen mit dem elterlichen Wunsch. Zum Beispiel seinen soliden Job einen Tag die Woche zu reduzieren, um Teilhaber einer subkulturellen Musikbar zu werden – ohne wirtschaftlichen Vorteil. So geschehen. Seit Juni führt Dominic gemeinsam mit Sibel Taylan das Data 77112 in der Heilbronner Schulgasse. Seine Partnerin Sibel startete vor über acht Jahren das Von Maria Maroge Fotos: Meli Dikta unkonventionelle Barprojekt, geöffnet an nur drei Abenden von Donnerstag bis Samstag. »Hier wurde ich vom Gast zum Inhaber«, erklärt der Neugastronom, der noch zwei jüngere Geschwister hat. Er lebt heute in der Nordstadt Heilbronns. Nach seiner Schulzeit landete er über verschiedene Stationen in der EDV. Wie passen also IT und alternative Kneipe zusammen? Wir suchen die Antwort über eine Taschenkontrolle. Zeig mir deinen Inhalt und ich sag dir, wer du bist! Dominic öffnet seine Gürteltasche: Smartphone, Ladegerät, Lego-USB- Stick, Zahnseidesticks, Allergietabletten, Beruf: ITler und Teilhaber der Data-Bar Jahrgang: 1985 Berufung: Freigeist Kaugummi, Tabak, kleine Fotokamera, Schreibblock und Schlüsselbund. Pragmatisch. Praktisch. Unaufgeregt. Auf den ersten Blick. Schärft man seinen eigenen Fokus, fällt auf: Eine Fotokamera mit Film trotz Smartphone? »Ich liebe es, analog zu fotografieren, die Bilder entwickeln zu lassen und sie in Papierform zu archivieren.« Einmal den Auslöser gedrückt und darauf vertrauen, dass die Botschaft gelingen mag. Anschließend selektieren, bearbeiten oder löschen ist nicht. Und der Turnschuh an seinem Schlüsselanhänger? Der verrät eine seiner Leidenschaften. »Ich habe einen Schuhtick, ein Faible für Sneaker«, gesteht er gelassen und doch etwas verlegen. Ein Frauenlaster eigentlich. Er lacht. »Die meisten Frauen, die ich kenne, haben weniger Schuhe.« Er verrät, dass er knapp 70 Paar besitzt, viele bereits verkauft hat, um sich neue wieder anzueignen. Materiellen Bedürfnissen will er aber nicht zu viel Bedeutung beimessen. Gewisse Vorzüge genießen, aber nicht überbewerten. Ein zweiter Schlüsselanhänger hängt an seinem Bund, ein Medaillon. »Das habe ich von Sibel erbeutet, wegen der Bedeutung: Es geht dabei um die Legende von Troja und dass nicht alles ist, wie es scheint! Heute gibt es viel Schein!« Darum fühle er sich im Data wohl, sein Herz hänge daran. Diesen Ort bezeichnet er als anders, authentisch. »Hier darf man sein! Hier ist jeder willkommen!« Es ist zwanglos, wertefrei. Musiker dürfen sich einfach in den Kalender eintragen, wenn sie auftreten oder auflegen möchten. Musikrichtungen werden alle gespielt. Selbstbedienung an der Theke gilt hier. Die Karte ist an die Wand notiert. Neulich wurde ein Flohmarkt vor der Tür organisiert. Das fand Anklang und soll wiederholt werden. Es wird viel selbst gemacht, die Gäste tragen zum Ambiente bei, gestalten mit, zum Beispiel mit mitgebrachten Dingen von Blumen bis hin zur Markise. »Wir haben ein enges Verhältnis zu vielen unserer Gäste! Data ist einfach eine Leidenschaft. Es gibt uns viel zurück.« Er könne gut mit Menschen. Hier will er sein. ◆ TASCHENKONTROLLE Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 DOMINIC SCHWEIZER LEERT SEINE TASCHEN

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STUDIEREN PROBIEREN Schnuppertage der Hochschule Heilbronn Sontheim | Am Europaplatz | Künzelsau | Schwäbisch Hall Thomas Groh »Wenn ich etwas brauche, finde ich es hier sofort« 2015 DIENSTAG, 3. NOvEMBER MITTwOcH, 4. NOvEMBER DONNERSTAG, 5. NOvEMBER PROGRAMM-INfOS www.hs-heilbronn.de/schnupperstudium ANMELDUNG schnupperstudium@hs-heilbronn.de _Studieren_Probieren_Hanix_92x127mm_2015-08-05_V1_RZ.indd 1 07.08.2015 10:18:18 Thomas Groh gefällt Heilbronn. Kein Wunder: Er kommt aus Darmstadt. Wir sprachen mit dem 19-Jährigen über sein Studentenleben in Heilbronn. Ein Gespräch mit Robert Mucha Foto: Memo Filiz Hanix Nr. 39 HEIMATSTADT:Darmstadt ALTER: 19 Jahre HOCHSCHULE: DHBW Heilbronn STUDIUM: BWL Konsumgüterhandel im 2. Semester für LIDL NEUE BILDER Malerei der Aborigines 18. Oktober 2015 - 5. Juni 2016 Betty Kuntiwa Pumani, Antara, 2015 KUNSTWERK I SAMMLUNG ALISON UND PETER W. KLEIN I SIEMENSSTR. 40 I 71735 NUSSDORF GEÖFFNET MITTWOCH BIS FREITAG UND SONNTAG VON 11 - 17 UHR I WWW.SAMMLUNG-KLEIN.DE Hanix: Du bist im Januar nach Heilbronn gezogen, wie ist dein Eindruck von der Stadt? Thomas: Ich finde Heilbronn echt schön. Gerade die Allee, die ja neu gemacht wurde und die Innenstadt gefällt mir. Hier kann man angenehm etwas trinken oder essen. Ich hätte es mir echt schlimmer vorgestellt und bin überrascht, wie groß die Stadt doch ist. Und man merkt, dass sich Heilbronn immer weiter entwickelt. Hergezogen hat dich aber doch die Uni und nicht die Stadt … Logisch. Das Studium hat mich quasi dazu gezwungen, hierher zu ziehen. Aber ich bin immer gerne hier, wenn ich Uni habe. Welche deiner Bedürfnisse befriedigt Heilbronn? Das Nachtleben hier ist klasse. Es gibt so viele Angebote, von Shisha- über Cocktailbars bis hin zu jeder Menge geiler Clubs zum Beispiel das Buko oder den Rooms Club. Und wo gibt es noch Nachholbedarf? Es könnte ein paar mehr Shoppingmöglichkeiten geben. Gerade im Modebereich würde ich mir mehr Möglichkeiten wünschen. Und ein Supermarkt, der bis 0 Uhr offen hat, fehlt mir. HEILBRONNER STUDIS

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Hanix Nr. 39 Wie erkundest du Heilbronn? Gehst du bewusst auf Entdeckungstouren oder passiert das eher unbewusst? Man lernt die Stadt durch die Kommilitonen kennen, mit denen man etwas trinken geht oder feiert. Auch in der Mittagspause läuft man mal kurz in die Innenstadt und bekommt so viel mit. Fährst du oft nach Hause übers Wochenende? Selten. Oftmals lohnt es sich gar nicht, da ich hier auch viele Freunde habe und dann mit denen etwas am Wochenende unternehme. Wenn ich etwas brauche, finde ich es hier sofort. Wie sieht es bei deinen Kommilitonen aus? Am Anfang sind viele nach Hause gefahren, aber mittlerweile ist das kaum noch Könntest du dir vorstellen, nach deinem Studium hier wohnen zu bleiben? Wenn sich die Chance ergibt, in der Zentrale arbeiten zu können, dann auf jeden Fall. Warum also eigentlich nicht? Es bietet sich schon an, gerade weil hier so viel passiert und passieren wird in der Zukunft. Ist das auch ein Thema bei den anderen Studenten? Auf jeden Fall, wir reden regelmäßig darüber, wie sich Heilbronn verändert und wie gut uns das gefällt. ◆ Du bist StudentIn in Heilbronn und hast Lust uns deine Lieblingsplätze in der Stadt zu zeigen? Schreib uns an info@hanix-magazin.de mit dem Betreff: HEILBRONNER STUDI Als Belohnung für eine Veröffentlichung bekommst du einen 50-Euro-Gutschein vom Pearls and Diamond (www.pearls-diamond.de) in Heilbronn. Die Liebe zur Musik macht dich zuweilen auch idealistisch. In seiner Wohnung über den Dächern der Heilbronner Innenstadt zeigt uns Sven, was er daheim am liebsten hat. Ein Gespräch mit Sarah Baudenbacher Fotos: Meli Dikta »If I’m free, it’s because I’m always running« Sarah: Zeig mir dein Lieblingsstück! Was hast du für uns? Sven: Da hängt es! Ein Jimi Hendrix- Plakat, original von 1969. Stuttgart Beethovensaal, presented by Lippmann & Rau. Das waren zu der Zeit ziemlich große Konzertveranstalter, die damals viele Größen aus England und den USA nach Deutschland geholt haben. Was macht es für dich so besonders? Zum einen mag ich die Musik. Dann ist das Motiv an sich sehr geil und durch den grafischen Hintergrund, den ich als Gestalter habe, ist es abgefahren, zu wissen, dass das Motiv nicht mit Photoshop o.Ä. gemacht worden ist. Da hat sich jemand (Günther Kieser) ein Foto von einem Verstärker oder Synthesizer genommen und dann wahrscheinlich in Kleinarbeit ausgeschnitten und über das Bild gelegt. Das Bild von Hendrix im Hintergrund gibt es als bekanntes Postermotiv. Ein bekanntes Hendrix-Standard-Motiv, wie er so dransteht. Normal noch mit einem Joint in der Hand, der wurde aber meist rausretuschiert bei den Exemplaren, die für den breiten Verkauf bestimmt waren. Mein Plakat samt Motiv ist das Originalbild. Ich weiß nur nicht, ob sie es nur für das Plakat gestaltet haben … ein Plattencover-Motiv ist es aber auf keinen Fall geworden. Wo hast du es her? Das hing früher mal im Creme 21. Ich bin da rein, habe es gesehen und wollte es MEIN LIEBLINGSDING haben. Es war Liebe auf den ersten Blick. 14 Jahre ist das inzwischen her. Als sie im Creme umgebaut haben, passte das 70er- Jahre-Poster nicht mehr zum neuen Club- Interieur. Ich habe meine Chance gesehen, bin hin und habe gefragt … Wie viel müsste ich dir hinlegen, damit du es wieder hergibst? Unverkäuflich, Sarah. ◆ NAME: Sven Freikowski ALTER: 35 BERUF: Webdesigner BERUFUNG: die Musik (legt u.a. als Sven Francisco im Rooms Club und Flavour auf) WÜRDE SEIN LIEBLINGSSTÜCK TAUSCHEN GEGEN…: Nix!

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WETTBÜRO Was kostet nicht viel, lässt sich innerhalb eines Tages in der Region erledigen und bringt im besten Fall auch noch Spaß? In jeder Ausgabe begeben wir uns auf die Suche nach ebensolchen Aktivitäten, die man in Heilbronn erleben kann. Ein Abenteuer um die Ecke eben. Für unser erstes Abenteuer besuchten wir das Wettbüro am Kaiser-Friedrich-Platz. Hanix Nr. 39 Von Friedemann Orths Fotos: Memo Filiz Fast jeder mag Fußball, die Saison ist noch jung, Bundesliga schaut man sowieso jeden Samstag. Warum also die Sache nicht mal ein bisschen aufpeppen und das ganze in ein Wettbüro verlegen? Sicher kribbelt es doch noch ein bisschen mehr, wenn man echtes Geld auf die Ergebnisse setzt. Ich begebe mich also auf die Mission, zumindest die schwarze Null unter dem Strich stehen zu haben. Wird mir am Ende Reichtum oder der Spott der Redaktion sicher sein? Mit 100 Euro betrete ich das Wettbüro. Runde Tische, rote Sessel, jede Menge Flachbildschirme an den Wänden. Auf drei läuft gerade noch die Premiere League, auf dem Rest sind nur rot und grün blinkende Zahlen zu erkennen. Das sind die Quoten der Wettanbieter, die sich minütlich ändern können. In der Ecke steht ein Kaffee- und Getränkeautomat, auch ein Zigarettenautomat ist vorhanden. Als Nichtraucher ist das Lokal eine Nahtoderfahrung. Das Wettbüro ist schon gut gefüllt, die beliebtesten Plätze sind nicht 24 ABENTEUER UM DIE ECKE

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etwa vor dem riesigen HD-Fernseher, der die Spiele live zeigt, sondern vor den Quotenbildschirmen. Die sind schneller als das TV-Bild. Ich werde misstrauisch beäugt, unsere Kamera scheint ein paar Gäste nervös zu machen. Meinen Einsatz mache ich an einem Automaten mit Touchscreen. Die Bedienung ist kinderleicht, nachdem man der Maschine seine Scheine verfüttert hat, kann man zwischen den verschiedenen Sportarten und Ligen wählen. Dritte finnische Eishockeyliga? Kein Problem. Ich tippe die fünf Nachmittagsspiele, die ich auch live im Wettbüro verfolgen werde. 50 Euro möchte ich für eine Kombiwette setzen, die anderen 50 setze ich auf die einzelnen Spiele. Zehn Euro pro Spiel; getippt wird jeweils der Sieger. Eine Kombiwette ist eine Wette, bei der man verschiedene Ereignisse kombinieren kann. Also zum Beispiel einen Sieg der Bayern bei gleichzeitiger Niederlage von Schalke und einem Unentschieden bei Hannover. Ziemlich riskant, dafür ist die Quote natürlich ungleich höher. Ich entscheide mich für eine relativ »sichere« Kombiwette und setzte auf Sieg der Favoriten. Auch bei den einzelnen Wetten gehe ich auf Nummer sicher, einziger Risikotipp ist ein Sieg Darmstadts bei Schalke. Die Quote ist einfach zu gut, bei meinen zehn Euro Einsatz könnte ich über 70 gewinnen. Und kurz nach Anpfiff geht mein Puls schon in die Höhe: Darmstadt führt tatsächlich! Hoffentlich bleibt das so bis Spielende! Auch bei den anderen Partien läuft es nicht schlecht, bis auf den Rückstand der Bayern verläuft alles nach Plan. Zur Halbzeit wäre ich deutlich im Plus. Doch dann passiert es: Schalke gleicht aus, Köln führt plötzlich gegen Wolfsburg und Bayern tut sich unerwartet schwer gegen Hoffenheim. Und so kommt es, wie es kommen musste: Nachdem so viele Spiele enttäuschend Unentschieden ausgingen, habe ich am Ende satte 50,50 Euro Verlust gemacht. Fazit: Wer einen besonderen Kick beim Fußballschauen erleben möchte und Raucher ist, für den ist ein Besuch im Wettbüro sicher spannend. Für mich wäre es auf Dauer jedoch zu frustrierend. Ich rege mich ja schon ohne Geldeinsatz genug über die Ergebnisse auf. ◆ SCHWIERIGKEITSGRAD: Einfach DAUER: Zwei Stunden ORT: Jedes Wettbüro (Wettbüro am Kaiser-Friedrich-Platz) AUSRÜSTUNG: Geld, gute Nerven. Optional: 5er-BMW oder AMG. KOSTEN: 100 Euro Wetteinsatz, 1,50 Euro für Cola aus dem Automaten TIPP: Quoten vorher im Internet checken. Auch ein Blick auf Tabelle und vorherige Leistungen der Mannschaften lohnt sich immer. Die Aus- und Weiterbildungsprogramme der Bundesagentur für Arbeit. Nutzen Sie den Arbeitgeber-Service und erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Beschäftigten und Ihr Unternehmen weiterbringen können. Informieren Sie sich jetzt unter www.dasbringtmichweiter.de Kapitel

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Steffen Schoch kennt Heilbronn, seine »Markenkompetenz« hat er schon früher bewiesen. Jetzt soll er die Stadt zur »Marke« machen. Sie will sich besser verkaufen, nach innen und nach außen. Eine Marke setzt ein gutes Produkt voraus – ist Heilbronn schon so weit? Und wie lautet die »Markenbotschaft«? Die Stadt will ein neues Image und eine bessere Wahrnehmung ihrer selbst, also den Tigersprung in die Zukunft. Er könnte auch als Bauchlandung enden. Von Brigitte Fritz-Kador Fotos: Memo Filiz Der Markenmacher von Heilbronn Wie kommt ein Wort in die Welt? Einer sagt es, die anderen plappern es nach – und schon hat man eine Marke. Wer zuerst auf den Gedanken kam, Heilbronn zur Marke zu machen, wird sich nicht mehr nachvollziehen lassen. Und wie sagte es schon Goethe: »Denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.« Marke – dieses Wort wird in Heilbronn derzeit wie ein Mantra gebetet, bei jeder Gelegenheit, vor allem in den kaum mehr zu überblickenden Bürgerforen, Bürger-Cafés, Bürgertreffs, Bürgeranhörungen, wo immer sich Verwaltungsspitze und Meinungsführer äußern. Der Hype um dieses Wort geht einher mit der Hochkonjunktur eben dieser Bürgerbeteiligung. Die Einbeziehung der »vox populi«, der Stimme des Volkes, auf inhaltliche, stadtgestaltende und -prägende Prozesse zeigt nicht nur Mut, sich der Diskussion zu stellen, sondern auch Entscheidungsschwäche und Angst vor Verantwortung, nach dem Motto: »Wenn es schief geht: Wir waren es nicht allein!« Weltberühmte Architekten und Städteplaner warnen längst davor. Es gibt auch im 21. Jahrhundert Dinge des Öffentlichen, die sich nicht für Abstimmung auf dem Marktplatz eignen. Heilbronn ist im Umbruch und Aufbruch, das sagt OB Harry Mergel genauso oft, wie »Marke«. Zum Marken-Macher von Heilbronn ist Steffen Schoch (49) gekürt worden. Er sitzt noch keine hundert Tage in seinem Büro, von hier aus sieht er das Rathaus, in seinem Fenster spiegelt sich die Astronomische Kunstuhr. Der Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH (HMG) hat einst die »Region der Weltmarktführer« erfunden. Er hat zu allem eine Meinung – äußert sie jedoch nicht immer. Noch ist das Gelände etwas vermint, die Erbhöfe für das neue Konstrukt des Heilbronn-Marketing aufzugeben ist nicht allen leicht gefallen. Dieses neue Gebilde sieht Schoch an der Spitze von vier gleichberechtigt verteilten Aufgabengebieten in der Verantwortung bekannter Namen wie Frieder Wagner oder Jörg Plieschke. Voraussetzung für die Neuaufstellung war die Zusammenführung von bisheriger HMG, Stadtinitiative e. V., die sich bis dato ungebremst als »Stadt in der Stadt« gerieren durfte, und Verkehrsverein. Von OB Harry Mergel im Wahlkampf versprochen, wird die Liaison, kaum vollzogen, als geglückt gepriesen, der Praxistest steht aber noch aus. Schoch arbeitet mit dem, was er hat. In seiner Vita bringt er mit, was er als »Markenmacher« braucht. Marken wiederum generieren »Markenbotschafter«. Das Württembergische Kammerorchester dafür einzusetzen, böte sich an. Die kommen rum und die Besucher ihrer Konzerte gehören sicher nicht zu den geistig Armen. Die Stadt entdeckt sich selbst – mit professioneller Hilfe von außen – und will aus sich heraus. Doch selbst noch so ausgeklügelte Prozesse, wie sie sich BWler und frisch gekürte Masterabsolventen artverwandter Studiengänge gerne ausdenken und sie im Rahmen der Bürgerbeteiligungsverfahren abspulen, ersetzen eines nicht: die Steffen Schoch hat Reflexion und Emotion, die das Markenmachen und eine Marke hervorrufen sollen. als Person des öffentlichen Lebens »Herrschaften, wo bleibt das Herzblut?« eine Facebook-Seite möchte man bei so viel in Kästchen, Schaubildern und Kurven verpackter Theorie aus- auf der er ergänzend zu anderen Seiten über aktuelle Veranstaltungen und Projekte in der Stadt Heilbronn informiert. POLITIK & GESELLSCHAFT Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 rufen. Wir denken bei Penaten an Baby-Popos und bei Knorr an die Duftwolke über Heilbronn, aber was bringt uns dazu »Heilbronn« zu denken, zu fühlen, zu erinnern – und zu mögen? Auch wenn diese Profis suggerieren, wofür sie bezahlt werden, nämlich dass sich eine Marke herstellen lässt, Schoch weiß, dass dem nicht ganz so ist. Wissen das auch die, die erwartungsvoll in seinen Suppentopf danach schauen, was hier köchelt? Er will aus den angestoßenen Prozessen Meinungsbilder geformt sehen, die die vielen Vorteile Heilbronns zusammenführen, zu einem Markenbild formen und dabei Markentreiber sein, auch nach dem Motto: »Was kriege ich, was ist drin?« Für das »drin« einfach mal das Alphabet der Heilbronn-Vorzüge aufsagen von A wie Autobahnanschluss, B wie Buga, C wie Bildungscampus, D wie …? Die Pfunde, mit denen die Stadt wuchern kann, sind bekannt, manche über-, manche unterschätzt. Da hilft Ehrlichkeit. Bei der Einweihung des WTZ III im vergangenen August im Zukunftspark Wohlgelegen gab es, in all der Lob-Seligkeit und Marken-Prophetie, einen solchen Augenblick der Wahrheit als Mergel daran erinnerte, es sei nur wenige Jahre her, dass Heilbronn als schwerfälliger und angeschlagener Tanker galt, als Schiff, das seine besten Tage hinter sich hatte »denn dem allgemeinen Strukturwandel in Deutschland von der Industriegesellschaft hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft schien unsere Stadt kaum gewachsen«. Es steht auch die Frage: Wo bleibt das Originäre? Wo das unverwechselbare Festival, die innovative Messe, wo schält sich etwas heraus aus der vorhandenen Subkultur im Industriegebiet? Im produktiven Bereich ist der Wandel also geschehen, aber im konsumptiven? Wegen einer Aufführung am Theater Heilbronn muss man nicht anreisen, eher schon wegen des einen oder anderen Klassikkonzertes in der Harmonie oder wenn die Toten Hosen im Frankenstadion toben. Die Städtischen Museen mit Kunsthalle Vogelmann und Kunstverein sind über das Stadium »Geheimtipp« hinaus. Sie sind in Heilbronn der letzte institutionelle Ort, an dem frei von kommerziellen Interessen Kultur gemacht und geboten wird und sie kämpfen als Eisbrecher erfolgreich gegen das Heilbronn-Phänomen mangelnder nationaler Wahrnehmung. Wer wird künftig am Weinsberger Kreuz ab und hinein nach Heilbronn fahren? Zum Beispiel um die experimenta II zu sehen: Geniale Architektur, an die das Marrahaus nicht rankommt, aber immerhin einen Punkt setzt, schon deshalb weil dessen Fassade so sehr an die erinnert, die experimenta- Architekt Matthias Sauerbruch dem Museum Brandhorst in München gegeben hat. Aber es steht auch die Frage: Wo bleibt das Originäre? Wo das unverwechselbare Festival, die innovative Messe, wo schält sich etwas heraus aus der vorhandenen Subkultur im Industriegebiet? Bisher ist Heilbronn ein gemischter Salat mit guten Zutaten aber ohne Eigengeschmack und ohne Kultur als Verkaufsargument. Will man da nur auf die Wundertüte der Buga warten? Um dieses Thema redet Schoch behutsam herum. Weindorf und Volksfest lassen sich von der DHBW und der Hochschule beraten, neue Konzept-Ideen verpassen – warum nicht. Nur sollte man sich nicht gleich so sehr an sich selbst besaufen, dass die Attraktivität Heilbronns mit der von Heidelberg gleichgesetzt DER MARKENMACHER VON HEILBRONN wird, samt der Vorstellung, Heilbronn könnte für Studenten »das Heidelberg von morgen« werden. So etwas vollendet sich, wenn überhaupt, mit der Finanzausstattung der Schwarz-Stiftung, wobei man auch dort weiß, dass Atmosphäre und Ausstrahlung nicht mit noch so viel Geld herbeigeplant werden kann. Wie bei Menschen das persönliche Charisma, so sind Ausstrahlung und Anziehungskraft einer Stadt nicht ins Letzte hinein definierbar und herstellbar – und das ist gut so. Denn es kommt dabei immer auch auf die Menschen an. Schoch spricht von 125 000 Multiplikatoren, die Heilbronn haben könnte. Solche, wie er. Und da ist noch der Neckar, der fließt seit Reichstadtzeiten nach dem Willen der Bürger durch die Stadt und machte sie einst reich. Schon vor Schochs Amtsantritt war er die »Dauerwelle« von Heilbronn. Nach lang andauernden und hohen finanziellen Anstrengungen durch die Stadt für Infrastruktur und Outfits schwappt erst jetzt Lebensqualität übers Ufer. Die späte Entdeckung der Chancen durch diese einmalige Lage wird derzeit konterkariert durch inadäquaten Aktionismus. Den sollte Schoch – anders als der Neckar – kanalisieren. Die Anziehungskraft der Einkaufsstadt ist – gelinde gesagt – ausbaufähig. Auch dieses Thema steht auf Schochs Agenda. Leerstehende Läden und zum Beispiel ein Modeangebot, das im ästhetischen und qualitativen Anspruch kaum Höherem genügt – H&M kann sich zweimal halten! Entsprechende Kaufkraft hat Heilbronn – sichtbar am Parkplatz vom Breunigerland in Ludwigsburg. Eleganz auf Heilbronns Straßen – niemand scheint sie zu vermissen. Für die Zahl der Modegeschäfte mit gehobenem Niveau reicht eine Hand, genauso für andere Lifestyle-Läden. Schoch will Atmosphäre in der Stadt schaffen, Aufenthaltsqualität, mit Erreichbarkeit trumpfen, In-House-Angebote abstimmen, die Sinn machen, Belebtheit soll zu allen Tageszeiten, also auch in den Abend hinein herrschen. Schön als Vorstellung, aber umsetzbar in der Realität? An diesen Problemen hat sich die Stadtinitiative schon jahrelang abgearbeitet. Darf man das alles wollen und fordern? Schon, wenn man so volltönend von Marke spricht und sich von der Masse vergleichbarer Städte abheben will. Man stelle sich vor, Castrop-Rauxel, Villingen-Schwenningen, Kaufbeuren oder Lehr in Ostfriesland würden zeitgleich ihren Markenkern entwickeln und ebenfalls mit solchem Anspruch auftreten? Der Markenwahn hat epidemische Züge angenommen, dem sich nicht mal Metropolen wie Berlin und Hamburg entziehen. Der Unterschied: Gerade diese Städte waren, bevor sie »Marke« werden wollten, vor allem eines: Sie waren ein Begriff. Und da wäre man wieder bei Goethe angelangt. Vielleicht sollte Heilbronn erst einmal versuchen, ein Begriff zu werden. Goethe stand übrigens am 28. August 1797, seinem 48. Geburtstag, auf dem Heilbronner Wartberg und schrieb in sein Tagebuch: »Alles was man überblickt, ist fruchtbar!« – mit dem »r« an der richtigen Stelle. ◆

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Heilbronner, kroatischer Nationalspieler, Familienvater, Sportdirektor, Trainer und Inhaber einer Fußballschule – im Gespräch mit Hanix gewährt Marijo Maric (38) tiefe Einblicke in sein Leben. Von Marc Thorwartl Fotos: Memo Filiz Alles dreht sich um Fußball Auf der Tribüne des Sportclubs Blau-Weiß im Heilbronner Stadtteil Horkheim lässt Marijo Maric seinen Blick gedankenversunken über die Rasenfläche gleiten. »Anfang der 80er-Jahre habe ich – wie alle anderen Kinder auch – jede freie Minute auf dem Bolzplatz verbracht oder im Garten gespielt, ehe ich mit fünf Jahren in den Verein kam.« Der ist längst Geschichte. 2012 ging der ESV Heilbronn in der TG Böckingen auf. In der E-Jugend wechselte er zum damaligen Fußballaushängeschild der Region: dem VfR Heilbronn. »Der spielte Oberliga. Das war die dritthöchste Klasse im deutschen Fußball.« Und hatte eine exzellente Jugendarbeit. Maric hatte die eingebaute Torgarantie. Das blieb nicht unbemerkt. Es folgten Berufungen in diverse Auswahlteams, und schnell wurde der DFB auf ihn aufmerksam. Er sollte für die deutschen Nachwuchsteams starten. Doch er zögerte, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben. »Tief in mir drin hatte ich das Gefühl, dass ich für Kroatien spielen wollte.« Mit 18 wechselte er zum Drittligisten TSF Ditzingen. Dort benötigte er genau zwei Spiele, damit höherklassige Vereine auf ihn aufmerksam wurden. Es war eine englische Woche angesagt. »Sowohl gegen den SSV Ulm als auch Quelle Fürth wurde ich jeweils in der zweiten Halbzeit eingewechselt.« Gegen die Domstädter traf er dreimal, gegen die Bayern doppelt. Einen Tag später meldete sich der VfB Stuttgart, bot ihm einen Dreijahresvertrag an und holte ihn in die Landeshauptstadt. Sein dortiger Trainer: Jogi Löw. Beim Bundesligisten lief es nicht wie gewünscht: »Ich war zu ungeduldig und wollte unbedingt spielen.« Doch meist fand er sich bei der Amateurmannschaft der Schwaben wieder. Deshalb bat er zum Saisonende um Vertragsauflösung und wechselte nach Mannheim, ehe er 1999 beim VfL Bochum zum zweiten Mal in der höchsten Liga auflief. Maric erzielte acht Tore. Das reichte nicht. Der Ruhrpott-Club stieg ab. »Am Ende der Saison rief mich der kroatische Nationaltrainer Otto Baric an. Er wollte, dass ich für die Auswahl spiele. Allerdings musste ich bei einem Erstligisten unter Vertrag stehen.« Deshalb wechselte er nach Kärnten und damit erfolgte die Berufung ins Nationalteam. Acht Spiele bestritt er für Kroatien. Das Highlight: Die Partie in Ipswich gegen England: »Ich durfte von Beginn an mit Ivica Olic stürmen.« Es wurde das Spiel seines Lebens. England trat damals mit allen Stars wie Beckham, Campbell, Ferdinand oder Scholes an. »Ich hatte zwei gute Chancen. Doch Englands Keeper David James, der damals sein Debüt feierte, hatte einen Sahnetag erwischt.« Trotzdem wurde er direkt nach Spielende von Scouts der Premier-League-Clubs Leeds United und Newcastle angesprochen. Er war nur einen Schritt vom ganz großen Fußball und Gehalt entfernt. Aber die Regularien machten ihm einen Strich durch die Rechnung: »Kroatien war damals nicht in der EU. Deshalb hätte ich, um in England spielen zu dürfen, 75 Prozent der kroatischen Länderspiele der letzten beiden Jahre absolviert haben müssen.« Egal wie er rechnete, er kam nur auf 67 Prozent. Damit platzte der Traum von der Insel. Er ging zurück nach Deutschland, spielte noch mehrere Jahre in der 2. Bundesliga und machte sich Gedanken über die Laufbahn nach der Profikarriere. »Fußball war mein Leben. Ich wusste, dass ich ihm irgendwie erhalten bleiben möchte.« Ein Bandscheibenvorfall beendete 2009 seine aktive Laufbahn. Den Krankenstand nutze er, um die A-Lizenz zu erwerben. 2010 eröffnete er seine Fußballschule. Es folgten diverse Trainerposten, zeitgleich begann er ein Sportmanagement-Fernstudium. Im Januar dieses Jahres trat der Oberligist Freiberg mit dem Angebot, den Posten des Sportdirektors zu übernehmen, an ihn heran. Maric sagte zu. »Das ist schon eine völlig neue Situation, wenn du am Verhandlungstisch mit Spielern plötzlich auf der anderen Seite sitzt.« Doch dann der Schock: Drei Tage, ehe das Vorbereitungstraining begann, bat der damalige Freiberg-Coach Ramon Gehrmann um Vertragsauflösung, um zum KSC in die A-Junioren Bundesliga zu wechseln. Der erfolgreichste württembergische Oberligist der letzten Jahre stand urplötzlich ohne Trainer da. Maric erinnert sich: »Der Präsident fragte mich, ob ich eine externe Lösung bevorzuge oder in Personalunion auch als Trainer tätig sein könnte.« Maric entschied sich für die Doppelfunktion. »Das Traineramt ist genau mein Ding.« Zumal er für sein Fernziel, den Fußball-Lehrer an der Hennes-Weisweiler-Akademie, wenigstens ein Jahr als Chefcoach eines Verbandsligisten oder höherklassigen Vereins tätig gewesen sein muss. »Ich habe ganz klare Ziele. Im Sport und im Beruf. Dem Fußball-Lehrer werde ich alles unterordnen.« ◆ Marijo Maric hat als Cheftrainer und Sportdirektor in den ersten fünf Saisonspielen mit dem SGV Freiberg acht Punkte geholt. SPORT Hanix Nr. 39

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Eine Sache nehmen wir ganz besonders Ernst: Ihren Fahrspaß. Erleben Sie den 911 Targa 4 GTS: bei uns im Porsche Zentrum Heilbronn. Porsche Zentrum Heilbronn PZ Sportwagen Vertriebs-GmbH Stuttgarter Straße 111 74074 Heilbronn Tel.: +49 7131 5034-200 Fax: +49 7131 5034-220 info@porsche-heilbronn.de www.porsche-heilbronn.de Kraftstoffverbrauch (in l/100 km): innerorts 13,9 – 12,5 · außerorts 7,7 – 7,1 · kombiniert 10,0 – 9,2; CO 2 -Emissionen: 237 – 214 g/km

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Was die Kleinkunst in Sachen Humor so zustande bringt. Von Leonore Welzin Keine reine Männersache – oder das fürchterliche Lachen der Chinesen Wenn die Nächte länger und die Tage grauer werden, meldet sich die Spaß-Fraktion zu Wort. Hochsaison für Kleinkunst, Kabarett und Comedy. Mit 40 Plätzen ist der Kulturkeller die kleinste unter den feinen Adressen. Aber auch Komödienhaus und Brackenheim mischen spaßeshalber mit. »DER KLÜGERE GIBT NACHHILFE«: An Selbstbewusstsein mangelt es dem deutschsprachigen Poetry-Slam-Champion Philipp Scharri nicht, ob er hält, was sein Titel verspricht, wird der Abend (2. Oktober) im Dunkel des Kulturkellers ans Licht bringen. Eine Woche später präsentiert Hirnschrittmacher HG. Butzko seine hoffentlich amüsant erhellende »Super Vision« (9. Oktober). Oft rennt uns die Zeit davon. »Soll sie doch«, sagt Henning Schmidtke, »lassen wir ihr ruhig mal einen Vorsprung. Die wird sich noch umgucken«. Der Klaviervirtuose präsentiert ein Kabarett-Programm über die Zeit. »HETZKASPER – ZU BLÖD FÜR BURNOUT«, noch nie hatten Menschen so viel Zeit wie heute, und doch hetzen wir durchs Leben. Wir hetzen zur Arbeit, zum Sport, zum Yoga. Unser Wappentier ist kein Adler, sondern der frühe Vogel, der den Wurm fängt, Symbol freiwilliger Volks-Verhetzung. Klingt gut, nix wie hin, am vorletzten Samstag im Oktober (24. Oktober). Wieso sind ausgerechnet Reiche gegen Mindestlöhne und feiern trotzdem Charity-Bälle? Weshalb bekommen Manager Bonus-Zahlungen, nicht jedoch Krankenschwestern? Warum ist das Haus Europa eine Eigentümergemeinschaft und keine WG? »ICH GLAUB, ES HACKT« (13. November) sagt der Kölner Komiker Robert Griess und rechnet ab mit einer Welt, in der nicht mehr Solidarität und Empathie als noble Charakter-Eigenschaften gelten, sondern Egoismus und Gier. Auch Madeleine Sauveur hat die Schnauze voll. In ihrem neuen Programm »HIN UND WEG – DER MANN BLEIBT DA«, wie immer musikalisch begleitet vom fabelhaften Clemens Maria Kitschen, beschreitet die vielseitige Musik-Kabarettistin und Chansonniere neue Wege, lässt ihr Publikum teilhaben an ihren skurrilen und bisweilen todkomischen Erlebnissen in der Fremde (20. November). Im Komödienhaus erwartet das Publikum am 1. Oktober (bis 14. November) ein »MÄNNERHORT«, also bestes Boulevardtheater mit geschliffenen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. Am 8. Oktober gönnt sich dort DJANGO ASÜL einen »Boxenstopp«, um nach 20 Jahren zu sehen, wo er gelandet ist. Und um nachzuvollziehen, welche Strecke zurückgelegt wurde. Stimmte die Richtung? Passte das Tempo? Gab es unvorhergesehene Vorkommnisse? Was hat den Fahrer geprägt? Wie entwickelte sich der Fuhrpark im Laufe der Zeit? Schließlich rundet am 22. November Baden-Württembergs bestgehütetes musikalisches Kleinod »Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle« den Oktoberreigen ab. Als Fünfzehnter der Männerriege tummelt sich Özcan Cosar an der Humorfront. Der gelernte Zahnarzthelfer, Bühnen-Multitalent und schlitzohrige Waffe vom schwäbischen Bosporus besticht mit »ADAM & ERDAL – DER UNZERTRENNLICHE«, am 31. Oktober in der Brackenheimer Schlosskapelle. Drei Wochen später holt SALUT SALON im Bürgerzentrum zum weiblichen Counterstrike aus: »Ein Karneval der Tiere und andere Phantasien« heißt das neue Programm der vier Vollblutkünstlerinnen aus Hamburg: Angelika Bachmann (Geige), Iris Siegfried (Geige und Gesang), Anne-Monika von Twardowski (Klavier) und Sonja Lena Schmid (Cello). Die musikalische Schlagfähigkeit des Streichquartetts unterfüttert von Artistik, Charme und Humor hat bereits den Chinesen, wenn nicht das Fürchten, so doch das fürchterliche Lachen gelehrt. ◆ Hanix Nr. 39 Madeleine Sauveur im Kulturkeller »Salut Slanon« im Bürgerzentrum Brackenheim 30 KULTUR

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Die kommende Spielzeit am Theater Heilbronn ist »Querdenkern und Störenfrieden« gewidmet. Es sind die unkonventionellen Geister, die Nonkonformisten und »Ketzer«, die unsere Welt voranbringen.Von Leonore Welzin Querdenker, Neutöner und andere Störenfriede Die Erde dreht sich um die Sonne. Sie ist nicht mehr der Mittelpunkt des Universums. Heute Allgemeingut, revolutionierte diese Erkenntnis das Weltbild der Menschen des 17. Jahrhunderts. Für die Kirche und ihren Schöpfungsmythos war das ein Sakrileg. Hätte der Mathematiker, Physiker und Philosoph Galileo Galilei (1564 – 1642) am Kapitel heliozentrischen Weltbild festgehalten, wäre er auf dem Scheiterhaufen gelandet. Für Bertolt Brecht (1898 – 1956), in seiner Zeit ebenfalls ein oppositioneller Intellektueller, ist »Das Leben des Galilei« Ausgangspunkt für das gleichnamige epische Drama und Exempel für den Widerspruch Wahrheit versus Leben: Bleibt er bei der Wahrheit, bezahlt er mit dem Leben, will er sein Leben retten, ist er gezwungen zu lügen. »Die entscheidenden Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen«, mit dem Zitat von Walter Jens eröffnet der Intendant des Heilbronner Theaters, Axel Vornam, die Spielzeit 2015/16. Sie ist »Querdenkern und Störenfrieden« gewidmet. Es seien die unkonventionellen Geister, die Nonkonformisten und »Ketzer«, so Vornam, die unsere Welt voranbringen. Allerdings ist das Risiko der Unerschrockenen erheblich, denn der Mainstream, die politisch und wirtschaftlich Mächtigen machen Front auf die gefährdete Spezies unangepasster Visionäre. Beispielhaft für das Spielzeitmotto ist neben Brechts »Leben des Galilei« Wolfgang Amadeus Mozart, ein großer Nonkonformist, der zu Lebzeiten als unbequemer Neutöner galt. Von ihm gibt es »Die Zauberflöte« zu sehen sowie das »Requiem« in einer Choreografie von Mario Schröder mit dem Ballett Leipzig. In Michael Frayns »Der nackte Wahnsinn« greift das Leben selbst als permanenter Störfall in die künstlerische Arbeit der kleinen Theatergruppe ein, in Willy Russels Konversationskomödie »Rita will’s wissen« entflieht eine bildungshungrige Friseuse ihrem Milieu, um Literatur zu studieren – bei einem völlig frustrierten Professor. Lebensklugheit trifft auf Zynismus und Bildungsdünkel. Erstmals in Heilbronn wird Heiner Müller inszeniert: »Der Auftrag« schildert den gescheiterten Versuch dreier Abgesandter der Französischen Revolution, auf Jamaika einen Sklavenaufstand zu initiieren und auf diese Weise die Revolution in die Karibik zu exportieren. Paradebeispiel eines unkonventionellen Typen, der gerade, weil er neue Wege geht, zu hervorragenden Lösungen bei Problemen aller Art kommt ist »Der Lebkuchenmann« von David Wood. Das Kindermusical zur Weihnachtszeit erzählt von Mut und Freundschaft. ◆

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Delta Q beschreibt sich selbst als eine Band aus Berlin, die Mundmucke macht. Und das überaus erfolgreich. Zum Start des in Heilbronn stattfindenden »AHA! CAPPELLA«-Festivals trafen wir uns mit den vier Protagonisten und plauderten über rückwärts koordinierte Videos, hervorragend googlebare Bandnamen und den Schwabenhass rund um den Prenzlauer Berg. Von Sascha Wartha Foto: Delta Q A-cappella-Pop – Made in Berlin Hanix: Hallo Delta Q. Erzählt uns doch bitte etwas über eure Geschichte. Wann habt ihr eure Band gegründet? Delta Q: Wir begannen Anfang 2012 mit dem Projekt Delta Q und sind jetzt tatsächlich schon drei Jahre am Musizieren. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Wie seid ihr auf den Namen Delta Q gekommen? Der erste Gedanke war in irgendeiner Form den Buchstaben Q in den Namen einzubauen, da der Buchstabe Q sehr gut googlebar ist und somit schnell gefunden werden kann. Zudem waren wir uns einig, kein Wortspiel in unserem Namen verwenden zu wollen, da dies in der A-cappella-Szene unserer Meinung nach zu oft aufgegriffen wird. Nach vier oder fünf DIN-A4-Seiten voller Namen begannen wir auszuschließen, bis Delta Q übrig blieb. Delta ist der vierte Buchstabe im griechischen Alphabet. Im Nachhinein hat sich dann auch noch herausgestellt, dass dieser Name auch für die Wärmekonstante in der Physik steht. Wärme und Energie – das stellen wir in gewisser Weise auch dar. Euer Interesse am Thema Musik wurde sicherlich nicht erst mit der Gründung eurer Band geweckt. Seid ihr im Einzelnen schon vor eurer Delta Q-Zeit in anderen Band-Projekten aktiv gewesen, womöglich sogar mit Instrumenten? Ja, natürlich haben wir uns alle schon vor unserer Band-Zeit ambitioniert mit dem Thema Musik auseinandergesetzt. Leo und Basti haben schon zu Schulzeiten gemeinsam musiziert. Wir spielten Schlagzeug, Gitarre oder auch Klavier. Jedoch vereint uns schon im Speziellen das Thema Gesang. Da sich unsere Geschmäcker in puncto Musik sehr ähnelten, war der Schritt eine eigene Mundmucke-Band zu gründen irgendwann naheliegend. Begann das Ganze für euch mit dem Stellenwert eines lockeren Hobbys oder eher dem eines großen Projektes? Tatsächlich sind wir mit ganz großen Zielen gestartet. Wir wollten uns definitiv einen Namen in der A-cappella-Szene machen, was ganz gut gelungen ist. Im Idealfall können wir irgendwann von der Band leben. Das ist uns in den bisherigen drei Jahren Delta Q noch nicht gelungen. Aber wir können behaupten, auf einem ganz guten Weg dorthin zu sein. Wie kann man sich eure Proben vorstellen? Sitzt ihr alle gemeinsam zwei Mal in der Woche in einem Raum und jeder musiziert mit dem Mund vor sich hin, bis das Gefühl einer Jamsession entsteht? Einfach mal so vor sich hin jammen gestaltet sich bei einer A-cappella-Band etwas schwierig. Bei Instrumenten hast du ja die Möglichkeit so etwas wie Akkorde als roten Faden vorzugeben. In unserer Musik sollte sich jeder seines Parts bewusst und auch sicher sein, damit sich das Ganze nach etwas anhört. Der Arbeitsschritt dorthin wird in der Regel im Vorfeld und am Schreibtisch gemacht. Wie würdet ihr eure Musik beschreiben? Als modernen A-cappella-Pop. Wir versuchen viele Stile zu bedienen, haben klassische Stücke in unserem Repertoire, wie auch moderne und abgefahrene Sachen. Zum Beispiel unsere Deichkind-Hommage. Die Vielfalt macht uns, ebenso unser Publikum, aus. Im Zuge unserer Recherche zu diesem Interview ist uns die außerordentlich künstlerische Komponente einiger eurer Videos auf YouTube aufgefallen. Geschieht so etwas bei euch in Eigenregie oder habt ihr Leute vom Fach damit beauftragt? Ähm … Dankeschön erstmal, denn das sind ausschließlich Ergebnisse, die wir in Eigenproduktion erzielen. Da hilft uns das Wissen von Leo ungemein, der hat Grafik-Design studiert und sehr viele coole Ideen, die er umsetzen möchte und das dann auch kann. Zum Beispiel unser erstes Video zu unserem Adele- Hanix Nr. 39 MUSIK

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Hanix Nr. 39 Coversong »Rolling in the deep«. Als klar war, wir möchten auch ein Video dazu machen, waren wir uns einig etwas zu erschaffen, das so im eigentlichen Leben nicht möglich war. Es entstand die Idee, das Video rückwärts zu koordinieren. Nach massivem Brainstorming und vielen Experimenten zum Thema, was denn rückwärts richtig cool aussieht, haben wir dazu ein grobes Drehbuch geschrieben, an dem wir uns orientieren konnten. Bald tretet ihr auf dem AHA! CAPPELLA-Festival in Heilbronn, neben einigen anderen bundesweit bekannten A-cappella-Bands, auf. Das Festival findet vom 19. November an für drei Tage erstmals statt. Wie verhält sich das in der A-cappella-Szene, kennt man die anderen Bands persönlich? Tatsächlich kennt man sich. Die Szene ist ja noch recht überschaubar und sehr herzlich. Da kann es schon mal passieren, dass sich Bands auf verschiedensten Konzerten über den Weg laufen. Dann sitzen wir beisammen und essen oder unterhalten uns im Backstage-Bereich. Wir mögen das sehr gerne. Als Band seid ihr ja eine Menge zusammen unterwegs. Plaudert doch mal etwas aus eurem Nähkästchen. Welches Erlebnis ist euch besonders in Erinnerung geblieben? Ein Erlebnis, an das wir uns immer wieder erinnern, war die Reise über ein Wochenende zu einem Festival in Rumänien. Der gemeinsame Flug oder unsere Fahrt in einem als VIP-Bus ausgebauten Lieferwagen, in dem es über Fernseher hin zu einem Kühlschrank alles gab – mit solch einem Teil fuhren wir dann durch das ärmliche Land mit durchaus kargen Landschaften. Das war schon ein Widerspruch in sich, sehr surreal. Und dann natürlich auch das eigentliche Konzert auf einem riesigen Hügel mit einer wunderbaren Aussicht. Das war ein Wochenende wie im Film. Das trickreiche Rückwärts-Video von Delta Q zum Adele-Cover »Rolling in the Deep« hat mittlerweile über 60.000 Klicks auf Youtube erlangt und wurde zum Gewinner des European Choir Video Awards in Turin (Italien) gekürt. Den Schwabenhass, den es teilweise in Berlin gibt, speziell in der Gegend um den Prenzlauer Berg, sucht man hier in unserer Band vergeblich. Wie sieht eure Zukunftsplanung mit Delta Q aus? Was steht für euch oben auf der Liste? Ganz oben steht die Fertigstellung unserer CD. Die ist schon komplett eingesungen und hängt ein wenig in der Produktionsschleife. Aber wir sind dran und sie wird dann tatsächlich bis Ende dieses Jahres erhältlich sein. Darüber hinaus haben wir in diesem Jahr noch viele Konzerte und sind auch des öfteren im Süden der Republik anzutreffen. Zum Abschluss würde uns noch die Perspektive einer Berliner Band hier auf den Süden und uns Schwaben interessieren. Könnt ihr die Menge eurer Vorurteile überhaupt beziffern? Also an sich haben wir überhaupt keine Vorurteile dem Schwabenland gegenüber. Wir kommen sehr gerne hierher, ins sogenannte Ländle. Dafür sprechen das hervorragende Essen und die überaus schöne Landschaft. Ab und an werden wir nach Konzerten hier im Süden etwas mit eurer Kultur konfrontiert, so war ein Satz eines Konzertbesuchers mal: »Nicht geschimpft ist schon gelobt.« Den Schwabenhass, den es teilweise in Berlin gibt, speziell in der Gegend um den Prenzlauer Berg, sucht man hier in unserer Band vergeblich. ◆ DELTA Q präsentiert: LEIDENSCHAFT FASZINATION & DES GESANGS 19.11. - 21.11.2015 Mund- & Stimmenkunst at its best! Do, 19.11.2015, 20:00 Unter der Pyramide Große Eröffnungsshow mit mundARTmonika medlz The London Quartet Moderation: Peter Martin Jacob Fr, 20.11.2015, 20:00 BOXX - Junges Theater Delta Q Fr, 20.11.2015, 20:30 Distel Lit Lounge HörBänd Sa, 21.11.2015, 20:00 Harmonie VIVA VOCE Tickets in Heilbronn: Tourist-Information & Heilbronner Stimme im Internet: www.reservix.de Infotelefon: 07131 / 56 24 15 www.ahacappella-heilbronn.de Veranstalter: Stadt Heilbronn

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Tripsdrill – das sind 77 Hektar Erlebnis pur. Eine Erfolgsgeschichte, die vor 86 Jahren mit der Altweibermühle begann. Heute verfügt Deutschlands erster Erlebnispark über mehr als 100 Attraktionen, zählt jährlich über 720.000 Besucher und neben 80 ganzjährig angestellten Mitarbeitern finden dort während der Saison etwa 240 Menschen Arbeit. Ein Gespräch mit Tripsdrill-Geschäftsführer Helmut Fischer. Von Matthias Marquart Fotos: Ulla Kühnle Ein Park als Passion Hanix: Wann sind Sie hauptberuflich im Erlebnispark eingestiegen? War das schon immer Ihr Wunsch? Helmut Fischer: 1996 habe ich die Geschäftsführung zusammen mit meinen Brüdern Dieter und Roland von unserem Vater Kurt übernommen, doch im Betrieb haben wir schon von klein auf ausgeholfen und mitgearbeitet. Schon als Bub, wenn ich auf dem Heimweg von der Schule war und sah, dass sich die Flügel der Altweibermühle drehten, wusste ich: Es ist Betrieb und wir helfen mit. Roland hinter der Theke, Dieter bei den Tieren und ich meist an den Attraktionen. Ich fand das immer toll, wenn ich eine der Attraktionen des Parks bedienen durfte, aber auch an der Kasse oder in der Gastronomie habe ich gerne mitgearbeitet. Insofern stand nie infrage, ob ich etwas anderes machen wollte. Wir alle sind da reingewachsen und es war klar, dass wir den Betrieb einmal übernehmen würden. In der langen, 86-jährigen Geschichte des heutigen Erlebnisparks gab es viele Höhen und Tiefen. Was waren Ihre unternehmerischen Highlights beziehungsweise Tiefschläge? Der größte Tiefschlag war mit Sicherheit der, als die 1929 von meinem Großvater Eugen Fischer erbaute erste Altweibermühle 1946 nach einem Blitzschlag in Flammen aufging. Als mein Vater aus dem Krieg zurückkam – der Opa blieb in Stalingrad vermisst – baute er die Mühle mit meiner Mutter wieder auf. Das war der Grundstein für den heutigen Erlebnispark, der seitdem Stück für Stück gewachsen ist. Ein besonderer Höhepunkt war dabei sicherlich die Einweihung unserer Katapult-Achterbahn »Karacho« 2013, aber auch sonst war jede neue Attraktion im Park für mich ein ganz eigenes Highlight. Worin liegen aus Ihrer Sicht die größten Unterschiede im Vergleich zu anderen Verügngungsparks? Wir sind der älteste Erlebnispark Deutschlands und der zweitälteste Europas. Und diese Tradition macht sich bemerkbar. Unser Motto lautet: Qualität, Authentizität, Originalität. Wir legen viel Wert darauf, dass wir alle Attraktionen harmonisch in den Park, die Natur und Landschaft integrieren. Bei uns sollen sich die Besucher auch erholen und entspannen können, weshalb wir auf Musik und Werbung im Park nahezu gänzlich verzichten. Statt einer Reizüberflutung entsteht so ein einzigartiges Flair. Außerdem spielt die Thematisierung und Regionalisierung der Attraktionen bei uns eine große Rolle. Die Baumstämme beim »Doppelten Donnerbalken« wurden zum Beispiel von einer echten Eichenrinde abgegossen, das Sägewerk um die Holzachterbahn stammt aus Bönnigheim, das Waschhaus erinnert an längst vergangene Zeiten und auch das Weinbaumuseum spiegelt die Region, um nur einige Beispiele zu nennen. Tripsdrill ist ein klassischer Familienbetrieb. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich? Wie sind die Geschäftsbereiche bei Ihnen in Cleebronn aufgeteilt? Und war Ihr Familienbetrieb vor internen Zwistigkeiten gefeit? Der große Vorteil eines Familienbetriebes liegt in den kurzen Wegen und der Möglichkeit, jederzeit schnell und flexibel entscheiden zu können. Große Parkkonzerne tun sich da aufgrund ihrer oft sehr komplexen Strukturen wesentlich schwerer. Und auch wenn es bei uns ab und an Meinungsverschiedenheiten gibt, sind diese schnell beigelegt – da ist keiner nachtragend oder sauer. Bei der Aufteilung der Geschäftsbereiche gab es zu keiner Zeit Differenzen. Jeder von uns hat seit frühester Jugend an seine Leidenschaft und Passion ausgelebt. Nach der Schule habe ich deshalb auch in Heilbronn Touristik studiert. Mein Bruder Roland hat eine klassische Ausbildung zum Koch und Restaurantfachmann absolviert und zeichnet sich für den gastronomischen Hanix Nr. 39 Helmut Fischer ist am 17. Juli 1954 geboren und ist Vater zweier Söhne. WIRTSCHAFT

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Hanix Nr. 39 Bereich Tripsdrills verantwortlich. Dieter hat sich immer schon für Tiere und die Natur interessiert und folgerichtig in der Stuttgarter Wilhelma eine Ausbildung zum Tierpfleger gemacht. Er kümmerte sich von 1996 bis zu seinem Ausscheiden 2014 als Geschäftsführer um das Wildparadies sowie die Gärtner- und Landschaftsabteilung. Diesen Bereich hat seitdem sein Sohn Andreas übernommen. Wie wichtig ist Ihnen Familie? Familie hat für mich einen extrem hohen Stellenwert. Das ergibt sich auch schon aus der Natur der Sache. Als Geschäftsführer eines Erlebnisparks – bleibt man da immer ein Kind beziehungsweise muss man das bleiben? Na ja, kindisch darf man nicht sein (grinst). Aber klar, man muss sich vor allem in Kinder aber auch in Jugendliche und Erwachsene hineinversetzen können, genau beobachten und erkennen, welche Bedürfnisse gefragt sind und was vielleicht noch fehlen könnte. Woher bekommen Sie Ihre Ideen für neue Attraktionen? Wir entwickeln alle Attraktionen selbst, denn uns ist jedes Detail wichtig. Anregungen bekommen wir da genügend in der Region, manchmal auch von Besuchern oder von anderen Parks. Dabei laufen wir aber nicht jedem Trend nach. Was nicht zu uns passt, hat bei uns auch nichts verloren. Wir sind wohl unvergleichbar, wenn es darum geht, wie der Park die regionale Geschichte aufnimmt und umsetzt. Außerdem arbeiten wir ohne Kulissen – bei uns ist alles echt. Wenn wir eine Idee haben, arbeiten wir mit Planern zusammen, die internationale Erfahrung haben. Bis dann die neue Attraktion gebaut und umgesetzt wird, können Jahre vergehen. Haben Sie einen Lieblingsplatz im Park? Mein Lieblingsplatz ist meist dort, wo die neueste Attraktion zu finden ist. Zum Abschluss des Gesprächs noch fünf kurze Fragen. Viel Zeit für privaten Müßiggang werden Sie nicht zur Verfügung haben. Trotzdem: Was sind Ihre Hobbys und wie entspannen Sie sich? Der Park ist mein Hobby. Abends, wenn alles abgeschlossen ist, mache ich gerne noch eine Runde durch den Park und das Wildparadies. Vor allem dort kann ich gut abschalten und entspannen. Was bringt Sie zum Lachen? (Grinst) Da gibt es vieles – vor allem aber Comedians wie TRIPSDRILL Wir sind wohl unvergleichbar, wenn es darum geht, wie der Park die regionale Geschichte aufnimmt und umsetzt. Außerdem arbeiten wir ohne Kulissen – bei uns ist alles echt. Bülent Ceylan, den ich in seinen Anfängen im Bönnigheimer Kulturkeller live erlebt habe. Was nervt Sie? Mangelnde Loyalität und Hinterlistigkeit. Wovor haben Sie Angst? (Lacht) Also das hat mich noch niemand gefragt – vielleicht vor dem Bösen Wolf. Wobei werden Sie schwach? Sahnetorte. Was sind Ihre Ziele – beruflich, privat – haben Sie noch Träume und Wünsche? Mein Ziel ist es den Park weiter auszubauen, die Anzahl der Übernachtungs- und Zweitagesgäste zu erhöhen und auch in Zukunft viele zufriedene Gesichter unter den Besuchern zu sehen. Vor allem Letzteres ist mir wichtig. Privat würde ich gerne mal richtig Urlaub machen. Den Letzten hatte ich in den 70er- Jahren beziehungsweise bei Besuchen anderer Parks in Europa oder den USA – immer verbunden mit Terminen und Arbeit. Einmal sechs Wochen Sommerurlaub im Campmobil in unberührter Natur – das wäre schon noch ein Wunsch von mir. Skandinavien oder Kanada würde mir gefallen. ◆ GUT FÜR UNS. AUSGEZEICHNET FÜR SIE. Denn bereits zum 10. Mal sind wir vom Great Place to Work ® Institute als einer von „Deutschlands Besten Arbeitgebern“ ausgezeichnet worden. Profitieren Sie von unserem Know-how und lernen Sie uns kennen: Als einer der bundesweit erfolgreichsten Personaldienstleister können wir uns ganz auf die Bedürfnisse unserer Kunden und Bewerber einstellen – so nah, so groß und so spezialisiert, wie Sie uns brauchen. Wir freuen uns auf Sie! DIS AG Industrie • Office & Management Moltkestraße 6-8, 74072 Heilbronn 07131 9916910 heilbronn@dis-ag.com www.dis-ag.com

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Von Dr. Bernhard Stumpfhaus Fotos: ZKM Karlsruhe, Kunstwerk Nussdorf, Heilbronner Museen 300 Tage GLOBALE-DIGITALE in Karlsruhe Das 300-jährige Jubiläum der Stadt Karlsruhe feiert das ZKM vom 19. Juni 2015 bis 16. April 2016 mit 58 Veranstaltungen von verschiedensten Formaten. Die Globale ist ein ungeheures, konzeptionelles Mammut-Projekt, das es sich zur Aufgabe macht, die Kunst, ihre Techniken und Strategien, ihre Vernetzungen mit anderen Disziplinen und spezifischen Qualitäten im Zeitalter der digital fundierten Globalisierung zu beleuchten. Der Übervater und Metakurator dieses ›ambitionierten‹ Vorhabens ist Peter Weibel. Auf seinen kulturtheoretischen Thesen vom Menschen als technischem Wesen, dessen Errungenschaften die Natur als ihn umgebendes Medium abgelöst haben, fußt das Projekt. Der Mensch habe, so Weibel, den verschiedenen Bio-Sphären eine eigene Info-Sphäre hinzugefügt und umgebe nun seinerseits mit einer technisch-digitalen Exo-Evolution die natürliche. Folglich verhalte sich die Kunst der Welt gegenüber nicht mehr nur abbildend, sondern greife experimentierend, gestaltend und produzierend in sie verändernd ein. Diese Epoche einer Renaissance 2.0 umfassend anschaulich zu machen, ist die Aufgabe eines unter dem Dach des ZKM agierenden internationalen Kuratorenteams. In zwei, leider schon beendeten Präsentationen konnte man bereits erfahren, wie man sich die Realisierung jenes Mega-Konzepts vorzustellen hat. Auf der einen Seite wurde in Zusammenar- beit mit Klimatechnikern von Transsolar eine Wolke in einer mehrstöckigen Halle vom Künstler Tetsuo Kondo so eingerichtet, dass das Museum selbst als Exo-Sphäre erfahrbar wurde. Auf der anderen Seite war eine mehrere Räume umfassende audio-visuelle Installation von Ryoji Ikeda zu betreten. Hier wandelte der Betrachter auf und zwischen den Visualisierungen von Datenströmen so umher, dass er von ihnen umgeben als Micropartikel zu schweben schien. Solche überwältigenden und mit der Idee des Erhabenen spielenden Projekte sind keineswegs bloß ästhetisch oder allein unterhaltend gemeint. Ihre ethischen und sozialpolitischen Impulse werden durch die Eingangs- und Ausgangsveranstaltungen markiert: So begannen die 300 Tage mit einem Tribunal gegen die Verfehlungen des 20. Jahrhunderts und werden am 16. April enden mit einem Symposium zum Ausblick auf eine Next Society. In den kommenden Monaten werden im Haus wie in der Stadt Installationen, Musikevents, Symposien, Performances, wissenschaftliche Experimente präsentiert, deren Terminkalender im Internet einzusehen ist. ◆ Das Museum KUNSTWERK in Nussdorf Die attraktive Ausstellungshalle ist das Aushängeschild des auf mannigfaltige Weise kulturpolitisch engagierten Unternehmers Peter W. Klein. Von Heilbronn aus liegt knapp 60 Kilometer entfernt, bei Vaihingen an der Enz der kleine Ort Nussdorf. In seinem Gewerbegebiet beherbergt er das Museum Kunstwerk. Der Name ist Konzept, bezieht er sich doch auf die vielschichtige Verknüpfung von Kunst und Industrie. Architektonisch spielt das vom Pforzheimer Architekten Folker Rockel entworfene, 2007 in Betrieb genommene Museum schon allein optisch mit Stahlträgern, metallenen Treppen, großzügig angelegten Wänden und Licht spendenden Fenstern auf Industriearchitektur an. Auch setzt es das unmittelbar anliegende Werksgebäude fort, den ehemaligen Firmensitz des Museumsgründers und Sammlers, Peter Klein. Der geräumige und effektvolle Museumsbau ist an sich schon eine Reise wert. Die das breite Publikum ansprechenden, thematisch kuratierten Ausstellungen speisen sich aus der Sammlung des Geschäftsmanns. Mit großem persönlichen Einsatz widmet er sich dem Ankauf zeitgenössischer Malerei und Fotografie. Der stetig wachsende Fundus umfasst mittlerweile über 2 000 Arbeiten, wobei der Unternehmer die Biografien seiner Künstler langfristig begleitet. Sekundiert wird diese Sammelleidenschaft von der Alison und Peter Klein Stiftung, die sich vor allem der Förderung der Bildungsinstitutionen nicht nur der Region widmet. Es gehört zu den erklärten Zielen der Stiftung – zurzeit besonders aktuell – etwa die »Pflege des Dialogs zwischen Religionen und Weltanschauungen«. Es geht dem Sammler und nebenher sehr passionierten Marathonläufer Peter Klein nicht allein um die Erweiterung des eigenen Bestandes als Kapitalanlage. Vielmehr dokumentiert die Sammlung sein explizites politisches Interesse. Sie umfasst Motive, Themen Hanix Nr. 39 Mammut-Projekt: Die Globale Karlsruhe ist ein ungeheures, konzeptionelles Mammut-Projekt mit 58 Veranstaltungen KUNST

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Hanix Nr. 39 Im Kunstwerk Nussdorf trifft moderne Architektur auf eine beeindruckende Privatsammlung des Unternehmers Peter W. Klein und Träume einer sich durch die Globalisierung wandelnden Gesellschaft von China, Australien über Europa bis nach Amerika. Peter Klein sieht seine besondere Verantwortung in der Unterstützung der Bildung und Ausbildung der Jugendlichen als der Verantwortungsträger der Zukunft. Dabei ist er sich seiner Ausnahmestellung durchaus bewusst, denn die zumeist global agierenden Firmen sehen sich heute mehr den Aktionären, weniger der Gesellschaft verpflichtet, der sie entwachsen sind. Vom 18. Oktober 2015 bis 5. Juni 2016 wird die Ausstellung Neue Bilder. Malerei der Aborigines gezeigt. ◆ Wegbereiter des Expressionismus in Heilbronn Die Heilbronner Museen feiern das fünfjährige Jubiläum der Kunsthalle Vogelmann mit einer biografischen Schau des Malers Karl Schmidt-Rottluff. KUNST In Kooperation mit dem Brücke- Museum Berlin werden vom 10. Oktober 2015 bis zum 17. Januar 2016 unter dem Titel Reiner Ausdruck über 90 Gemälde, Aquarelle und Druckgrafiken des Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff zu sehen sein. Der Künstler war Mitbegründer der Künstlergruppe Brücke, deren Mitglied Otto Müller die Kunsthalle bereits präsentiert hat. Auch war Schmidt-Rottluff vor 60 Jahren Teilnehmer der Documenta 1 in Kassel. Wir erinnern uns: Die Kunsthalle Vogelmann öffnete vor fünf Jahren spektakulär ihre Pforten mit Kunstaktionen im Haus selbst wie in der Stadt. Möglich gemacht hatte den Neubau an der Harmonie eine großzügige Spende des Unternehmers Ernst Franz Vogelmann, ein leidenschaftlicher Gegner jeglicher Mittelmäßigkeit. Wohl auch deshalb kann die Kunsthalle neben der Dualen Hochschule, die gleichzeitig ihren Betrieb aufnahm, und neben der ein Jahr früher eröffneten experimenta, als einer der Exzellenzpunkte der Stadt Heilbronn gelten sowie als Ausweis eines hier neu erwachten Bürgerengagements. So ist es nicht ohne Pointe, dass ausgerechnet das Lebenswerk des Künstlers Schmidt-Rottluff gezeigt wird: Denn der Maler gilt als Gründervater und Mitbegründer eines neuen Stils in Deutschland. Die Präsentation seines Lebenswerkes in Heilbronn fügt sich durchaus bestens dem Bild von Aufbruch und Umgestaltung der Stadt im Allgemeinen und der Kunsthalle Vogelmann im Besonderen. Zudem reiht sich diese Jubiläumsausstellung in bereits durchgeführte Ausstellungskonzepte ein. Von Otto Müller, einem engen Weggefährten Schmidt-Rottluffs, war schon die Rede. Weiterhin ist in diesem Zusammenhang die Präsentation des an Kunstgeschichte und Impressionismus interessierten Bildungsbürgers Theodor Heuss zu nennen, der als Kunstkritiker und -mäzen begann und darauf aufbauend zu einem präsidialen Botschafter einer anderen Kultur Deutschlands in der Welt nach dem zweiten Weltkrieg wurde. Auch George Grosz, ein Mitgestalter von Dada und postmodernem, urbanem Sehen, war bereits in den Heilbronner Museen kennenzulernen. Und nicht zuletzt ist Hermann Hesse zu erwähnen, dieser malende Therapeut seiner selbst, der in seinen Aquarellen die Kraft fand, schreibend dem Schicksal zu widerstehen. Diese Künstler und Förderer der Kunst haben stilistisch zwar wenig miteinander zu tun; sie folgen in den Heilbronner Museen auch eher einer assoziativen Reihe. Doch gerade wegen ihrer Unterschiede, gerade durch die lose Folge im Ausstellungskonzept gewähren diese historischen Zeitgenossen einen erhellenden Überblick über die widersprüchlichen und vielgestaltigen Ansätze in der Kultur eines keineswegs einheitlichen, oppositionellen Deutschland während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit Schmidt-Rottluff wird nun ein weiterer Künstler präsentiert, der den Wandel vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik prägend miterlebt hat. Wie viele Zeitgenossen stand der 1884 in Rottluff geborene Maler zunächst unter dem Einfluss französischer Kunst, des Impressionismus, des Fauvismus, van Goghs. Als Architekturstudent gründete er gemeinsam mit Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl und Erich Heckel 1905 in Dresden die Künstlergruppe Brücke; der Name, ein Zitat aus Nietzsches Schrift Also sprach Zarathustra, ist Programm. Ziel dieser ausdrücklichen Jugendbewegung war es, im Angesicht der Erfahrungen überkommener Bürgerlichkeit und Entfremdung im Großstadtdschungel eine neue, unentfremdete Identität von Wollen und Wirken, von Natur und Zivilisation zu erreichen. Schmidt-Rottluff wie seine Künstler-Kollegen entwickelte in Malerei und Druckgrafik einen kontrastreichen Stil von expressiver Einfachheit. Allerdings kam es bald, 1913, zum Bruch der Gruppe. Im Ersten Weltkrieg diente Schmidt-Rottluff als Armierungssoldat in Russland. Zwischen den Kriegen entwickelt er seinen Malstil weiter im Sommer auf Reisen u.a. nach Pommern, ins Tessin, in den Taunus, im Winter in seinem Berliner Atelier. Während des Dritten Reiches wurden über 600 seiner Arbeiten von den Nationalsozialisten eingezogen und seine Kunst als entartet diffamiert. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, in der jungen Bundesrepublik, erfährt Schmidt-Rottluff eine breite und umfangreiche Würdigung. 1947 erhält er einen Lehrstuhl an der Berliner Hochschule für bildende Künste. 1955 ist er Teilnehmer der 1. Documenta in Kassel. Er regte die Einrichtung eines Museums an, welches 1967 als Brücke-Museum Berlin – ermöglicht auch durch die Übereignung der umfangreichen Bildersammlung des Malers – in Berlin realisiert wurde. 1976 stirbt Karl Schmidt-Rottluff als hoch angesehener Maler und Mitbegründer des Expressionismus in Berlin. ◆ Karl Schmidt-Rottluff, Mädchen bei der Toilette, 1912, © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

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Im Sommer wohnt er unten In der deutschen Komödie »Im Sommer wohnt er unten« müssen sich zwei grundverschiedene Brüder im Ferienhaus ihrer Eltern miteinander arrangieren. Von Michael Meyns (filmstarts.de) Ab 29. Oktober 2015 In den Universum Arthaus-Kinos Heilbronn Deutschland/ Frankreich 2015 Genre: Komödie, Drama Länge: 100 Minuten FSK: 12 Für die Eröffnung der Sektion Perspektive Deutsches Kino bei der Berlinale ausgewählt zu werden ist durchaus eine Ehre, 2015 wird sie Tom Sommerlatte mit seinem Regiedebüt »Im Sommer wohnt er unten« zuteil. Ein großes künstlerisches Risiko bedeutet diese Auswahl zwar nicht, dafür ist die Geschichte um zwei Paare, die während einiger Urlaubstage in einem Haus in Südfrankreich mit Versäumnissen, zerstobenen Träumen und allerlei anderem Zwischenmenschlichem konfrontiert werden, letztlich zu konventionell. Doch im Rahmen dieser bekannten, schon oft variierten Geschichte macht Sommerlatte wenig falsch und vieles richtig: Sein vielsprachiges Darsteller-Quartett überzeugt auf dem schmalen Grat zwischen Ernst, Sarkasmus, falschem Pathos und Klamauk, vor allem aber vermeidet es der Regisseur und Drehbuchautor, die zahlreichen angerissenen Themen zu simplen Lösungen zu führen. Sommerhaus, Frankreich: Matthias (Sebastian Fräsdorf), ein Endzwanziger ohne Job und Ehrgeiz, lebt vom Geld des Vaters in den Tag hinein und hält seine französische Freundin Camille (Alice Pehlivanyan) und deren kleinen Sohn Etienne (William Peiro) aus. Überraschend kommt Matthias’ älterer Bruder David (Godehard Giese) schon früher als geplant mit seiner Frau Lena (Karin Hanczewski), um im Haus seinen Urlaub zu verbringen. David ist auf den ersten Blick das genaue Gegenteil von Matthias: erfolgreicher Banker, oberflächlich und herrisch. Während Lena unbedingt schwanger werden will, ist David nicht nur von Kindern genervt und legt sich schnell mit Camille an, wobei Matthias schweigend zuschaut. Doch bald offenbart sich, dass die Brüder mehr gemein haben, als ihnen lieb sein kann … Dass diese geradezu klassische Konstellation nicht wie meist üblich bis zum Äußersten getrieben wird, am Ende eben nicht alles anders wird, es zu keiner großen Katharsis kommt, ist eine der größten Stärken von Tom Sommerlattes erstem Langfilm als Regisseur. Ruhig beobachtet er das Geschehen, deutet in oft pointierten Dialogen die Konflikte an und spielt die oft absehbaren Drehbuchwendungen aus. Großes erzählerisches Risiko geht Sommerlatte mit seinen souveränen Variationen bekannter Muster zwar nicht ein, doch durch sein gutes Gespür insbesondere für die Darsteller (schließlich ist er selbst ursprünglich Schauspieler) und für erzählerische Details ist ihm ein Film gelungen, der neugierig macht auf weitere, dann hoffentlich gewagtere Arbeiten dieses vielversprechenden Regisseurs. ◆ Fazit Mit »Im Sommer wohnt er unten« legt Tom Sommerlatte ein zwar vor allem inhaltlich weitgehend konventionelles, aber dennoch durchaus sehenswertes Regiedebüt vor. Mit viel Feingefühl variiert er Familienkonflikte, die auch auf der Kinoleinwand bereits unzählige Male ausgetragen wurden. »Die Leichtigkeit der Inszenierung, die präzise gezeichneten Figuren samt ihrer überzeugenden Darsteller machen dieses Debüt zum formidablen Vergnügen. Ein gelungenes Debüt – das nicht nur wegen der grandios kitschigen Blumen-Tapeten im Gedächtnis bleibt.« (programmkino.de) »Im Sommer wohnt er unten« gewinnt auf dem 11. Festival des Deutschen Films den Filmkunstpreis; auf dem 11. achtung berlin – new berlin film award den Preis des besten Spielfilms und des besten Hauptdarstellers (Godehard Giese); eröffnete am 6. Februar 2015 auf der 65. BERLINALE die Sektion Perspektive Deutsches Kino und wurde für den Preis Bester Erstlingsfilm nominiert! ◆ ARTHAUS-KINOTIPP Hanix Nr. 39

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AUSSERDEM IM KINO Alles steht Kopf Start: 01.10.2015 Riley ist elf Jahre alt und gerade in eine neue Stadt mit ihren Eltern gezogen. Jetzt hat sie viel um die Ohren: neue Schule, neue Stadt, neues Zuhause. Sie hat es echt nicht leicht. Und dann sind da plötzlich diese neuen Gefühle, die sie verunsichern. Beim Erwachsenwerden helfen ihr jedoch fünf Emotionen in ihrem Verstand: Freude, Angst, Zorn, Abscheu und Traurigkeit, die gemeinsam zusammenarbeiten, um Riley zu helfen. Er ist wieder da Start: 08.10.2015 66 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs erwacht Adolf Hitler plötzlich in Berlin. Doch was ist in der Zwischenzeit überhaupt in Deutschland geschehen? Der Führer kann es nicht fassen. Ausländer, Demokratie und sogar die gute alte Reichsmark wurde vom Euro ersetzt. Hitler ist entsetzt. Vor allem, da ihn zwar jeder wiedererkennt, ihn jedoch sofort für Kapitel einen äußert guten Imitator hält. So findet Adolf Hitler schließlich Unterschlupf bei einem Kioskbesitzer und startet eine Laufbahn als Entertainer. Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Timur Vermes, auch mit dokumentarischen Szenen. In denen trifft die Figur Hitler auf – teils prominente – Bürger. Triple Feature – Zurück in die Zukunft Start: 21.10.2015 »Zurück in die Zukunft« – die legendäre Filmreihe findet am 21. Oktober 2015, dem Tag an dem Michael J. Fox im Film in der Zukunft landet, den Weg zurück ins Kino. Start ist um 18:30 Uhr, Ende ist circa um 0:30 Uhr. Back-to-the-Future- Fans haben hier die einzigartige Möglichkeit, alle drei Teile der kultigen Trilogie auf der großen Leinwand zu erleben und so Marty und den Doc in der »Zukunft« willkommen zu heißen. Spectre Start: 05.11.2015 Fans warten schon seit Jahren auf den vierten Teil der James Bond-Reihe mit Daniel Craig in der Hauptrolle. In »Spectre« wird der smarte Brite mit seiner Vergangenheit aus »Skyfall« konfrontiert. Steve Jobs Start: 12.11.2015 Nicht das komplette Leben von der Geburt bis zum Tod Steve Jobs wird in diesem Biopic von Danny Boyles behandelt, sondern die Ereignisse hinter den Kulissen von drei Produktpräsentationen. Macintosh (1984), NeXT (1988) und iPod (2001). Der Film beschreibt die Probleme und Machtkämpfe in der Firma Apple und basiert auf dem Buch von Walter Isaacson. Tribute von Panem – Mockingjay 2 Start: 12.11.2015 Die als Buch unter dem Namen »The Hunger Games« veröffentlichte Trilogie von Suzanne Collins fand vor ein paar Jahren den Weg auf die Leinwand und war dort ebenso erfolgreich wie auf Papier. Nun erscheint im November endlich der letzte Teil der packenden Saga in 3D.

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»Wir wollen spielen, bis wir rausgeschmissen werden!« Im November sind Maxim, Nico, Tarek und ihr DJ Craft, besser bekannt unter dem Namen K.I.Z., auf großer »Hurra die Welt geht unter«-Tour. Das gleichnamige Album chartete im Juli direkt auf die Eins und ist seitdem nicht nur im Munde alter K.I.Z.-Fans. Auf Tournee machen die Berliner Rapper dabei auch in Mannheim und Stuttgart halt. Aus diesem Grund sprachen wir mit Maxim über das neue Album und die Tour, das Texten, Politik und DIE PARTEI und lüften ein uraltes Geheimnis. Von Friedemann Orths Fotos: Christoph Voy gerechnet. Definitiv eine schöne Erfahrung, wenn man sich etwas traut und dann dafür belohnt wird. Also hattet ihr auch ein bisschen Angst, dass eure alten Fans enttäuscht sein könnten? Ich hatte nicht damit gerechnet, dass das Album so gut ankommen würde. Klar finde ich das Album großartig und wir waren total von ihm überzeugt, aber wir waren uns nicht sicher, wie die Fans es annehmen würden. Die hätten schließlich auch den alten K.I.Z.-Style vermissen können. Dass es nun so positiv aufgenommen wurde, freut mich. Wir haben eben sehr gute Fans! Der große Unterschied zu euren vorherigen vier Alben besteht darin, dass ihr textlich ernster geworden seid und anstelle eures Trademark-Battlerap durchaus gesellschaftskritisch daherkommt. Nicht, dass ihr das nicht vorher auch gewesen wärt. Doch warum jetzt so deutlich und nicht mehr durch die Blume wie noch bei »Sexismus gegen Rechts«? Wir haben uns einfach vorgenommen, die Themen, die ja schon immer auf den Alben präsent waren, komplett durchzuziehen. Wir haben uns also eine kleine Aufgabe gestellt. Eine Art Mutprobe, um uns selbst zu beweisen, dass wir so etwas eben auch können. Was jetzt nicht heißen soll, dass wir die Sachen, die wir vorher gemacht haben, schlecht finden oder nie mehr machen wollen. Ich finde es immer noch zum Grölen, einfach wahllos irgendwelche Mütter, Väter, Schwestern oder Brüder zu beleidigen. Im Gespräch mit K.I.Z. Hanix Nr. 39 Hanix: Wie gehts dir? Bist du im Festival-Stress? Maxim: Ich finde Festivals ganz angenehm. Die dauern zwei bis drei Tage, und obwohl wir viele Pressetermine zwischen den Auftritten haben, finden wir trotzdem Zeit, uns auszuruhen. Außerdem können wir bei Festivals ein bisschen was trinken, weil wir nicht so lange durchhalten müssen wie auf Tour. Und wir können uns die anderen Bands anschauen, das finde ich immer schön. Euer neues Album »Hurra die Welt geht unter« ist seit Juli draußen, ihr findet im Feuilleton statt, wart sofort auf Platz 1 der Charts. Trotz oder vielleicht gerade wegen eures neuen, durchaus ernsteren »Stils«. Fühlt sich gut an, oder? Auf jeden Fall! Wir haben uns etwas getraut und etwas Neues ausprobiert. Mit dem großen Erfolg haben wir aber nicht INTERVIEW DES MONATS

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Hanix Nr. 39 Texten ist immer harte Arbeit. Auch beim zehnten Battlesong muss ich Neues erfinden. Eure neue »Reife«, wie es manche Kritiker nennen, sorgt natürlich dafür, dass ihr nun auch ernstere Themen ansprecht. Beispielsweise in »Verrückt nach Dir«, dessen Text von einem Stalker und nicht erwiderter Liebe handelt. Fällt es euch schwerer solche Texte zu schreiben als eure klassischen Punchlines, in denen es eher ums »Mütterschänden« geht, wie ihr es ausdrückt? Texten ist immer harte Arbeit. Auch beim zehnten Battlesong muss ich Neues erfinden. Wenn man ein Thema schon öfter behandelt hat, dann muss man natürlich beim nächsten Mal schneller, besser und geiler sein. Deshalb kann ich nicht sagen, was mir schwerer oder leichter fällt. Wir haben einen anderen Anspruch beim neuen Album. Auf jeden Fall mag ich die Abwechslung. Mehr zu gesellschaftskritischen Themen: In Zeiten von Pegida, Freital und Angriffen auf Flüchtlingsheime ist es schön, Lines wie »Denkt ihr die Flüchtlinge sind in Partyboote gestiegen/Mit dem großen Traum im Park mit Drogen zu dealen?« in »Boom Boom Boom« zu hören. Habt ihr eventuell den Anspruch, mit euren Texten in Zukunft die Welt ein Stück weit besser machen? Nö. Mit Rapsongs die Welt verbessern zu wollen ist zu hoch gegriffen. Musik sollte immer von Herzen kommen und wir reden nun mal von Dingen, die uns am Herzen liegen. Natürlich würden wir uns freuen, wenn so viele Menschen wie möglich unsere Ansichten teilen würden, da wir diese eben für richtig halten. Aber ich halte mich nicht für einen Missionar oder Prophet, der die Welt mit seiner Musik vor dem Abgrund retten will. Habt ihr denn selbst Kontakt oder Verbindungen zu Flüchtlingen? Ja schon, es gibt familiäre Kontakte. Und wir wohnen ja beim Görlitzer Park in Berlin und haben dort unser Studio. Dort ist auch die Schule in der Ohlauer Straße zum Flüchtlingsheim umfunktioniert worden. Da bekommt man einiges mit. Aber die Thematik war schon immer interessant für uns, da es in unserem Freundeskreis Leute gab, die ständig Angst hatten, am nächsten Tag abgeschoben zu werden. Das waren Begebenheiten, bei denen der deutsche Staat deutlich seine Zähne gefletscht hat. In den neuen Bundesländern, so kommt es in der medialen Berichterstattung rüber, ist die Ablehnung von Flüchtlingen besonders groß. Dabei waren es doch gerade die Bürger der ehemaligen DDR, die selbst zu Flüchtlingen wurden und in ein »neues« Land integriert wurden. Haben diese Menschen aus ihrer eigenen Geschichte nichts gelernt? Grundsätzlich macht einen eine reine Erfahrung ja nicht schlauer. Man muss sich dieser Erfahrung stellen. Und zur Zeit der Wende, oder eigentlich schon vor der Wende, wurde diesen Leuten ein extremer Nationalismus eingetrichtert. Als die DDR dann wieder zu Deutschland gehörte, wurde den Menschen ständig vorgetragen, dass sie jetzt Deutsche sind. Und dass sie als Deutsche Rechte und vor allem Vorrechte gegenüber Leuten, die keine Deutschen sind, haben. Deshalb sehe ich dort eigentlich keinen Widerspruch. Dieser neue Nationalismus, der den Menschen penetrant eingehämmert wurde, sorgte dafür, dass die Leute das jetzt ernst nehmen. Da wundert es mich nicht, dass manche diesen Nationalstolz jetzt viel zu ernst nehmen und nicht mehr nur Lena Meyer-Landrut oder die Nationalmannschaft feiern. Womit wir wieder bei ganz Deutschland wären … Genau. Ich muss dazu sagen, dass viele Menschen nur ein Problem mit dem »hässlichen Deutschen«, diesem »Standard- Nazi«, haben. Die haben etwas gegen die Prolls und denken, unter den gebildeten Menschen gäbe es keine Nazis. Und das K.I.Z. K.I.Z. von links nach rechts: DJ Craft, Nico, Maxim und Tarek

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halte ich für eine sehr elitäre Denkweise. Es liegt nämlich nicht unbedingt an der Dummheit der Leute, dass sie zu Nazis werden, sondern daran, dass sich diese Menschen bestimmte Gedanken zurechtlegen. Und diese Gedanken erkenne ich in jeder Gesellschaftsschicht. So sind bei Pegida eine Menge gebildeter Menschen mitgelaufen. Und das ist nicht nur ein Problem, das im Osten auftritt. Zumindest Nico und du seid ja in der Vergangenheit schon Kandidaten für »DIE PARTEI« gewesen. Allerdings scheint ihr auf die schiefe Bahn geraten zu sein und posiert nun in diktatorisch anmutenden Militär-Outfits. Man käme schnell auf die Idee, Satire hinter euren politischen und musikalischen Aktivitäten zu vermuten. Ihr spielt gerne mit Satire und Ironie, oder? Nee. Wir sind der PARTEI schon immer nah gewesen, weil sie auch eine autoritäre Struktur hat. Dort ist jedem klar, wer das Sagen hat. Wir nutzen lediglich den demokratischen Apparat für unsere Machtübernahme und bleiben deshalb auch unserer Linie treu. Obwohl sich doch einige Parteimitglieder etwas im demokratischen Sumpf verloren haben. Wie lange benötigt ihr für eure Texte? Habt ihr in diesem Sinne feste »Arbeitszeiten« oder ist das ein laufender Prozess? Feste Arbeitszeiten haben wir uns schon vorgenommen und uns dann zu bestimmten Zeiten getroffen, aber das wird meistens nix. Entweder hat man ziemlich schnell keinen Bock mehr oder macht drei Tage durch. Und wir arbeiten schon sehr lange an einem Text. Da wird zuerst ein Grundtext geschrieben und dann sagt jemand von uns was dazu, also was er scheiße und was er gut findet und so weiter. Wir haben da eine sehr strikte Qualitätskontrolle. Und die Qualitätskontrolle wird nur von euch durchgeführt? Ja. Klar, manchmal zeigt man das einem Manager oder anderen Musikerkumpeln, aber Nico und Tarek sind die Einzigen, von denen ich mir Kritik wirklich zu Herzen nehme. Kritik von anderen höre ich mir natürlich auch an, aber die hilfreichste Kritik kommt immer von den beiden. Untereinander ergänzen wir uns da sehr gut. Und was passiert, wenn ihr euch mal uneinig seid? Also wenn ihr die Reime von jemandem einfach schlecht findet oder sie euch nicht gefallen? Kommt so etwas manchmal vor? Das kommt ab und an mal vor, aber wir verbieten uns untereinander nichts. So etwas ist noch nie vorgekommen. Manchmal ist einer von etwas total überzeugt, aber ein anderer findet, dass es doch nicht so geil ist. Bei genauerer Betrachtung merkt jeder von uns meistens schnell selbst, dass an der Meinung des anderen was dran ist, und schleift von sich aus weiter am Text. Wir reden uns gegenseitig aber nichts aus und sind da ziemlich locker. Wir sind eben ziemlich coole Typen. Vorletzte Frage: Promote eure Tour! Was erwartet die Fans bei euren Auftritten? Ja! Gerade hatte ich deswegen ein Treffen und wir haben uns wegen der Tour beraten, was wir dort machen könnten. Das kann ich jetzt natürlich nicht alles verraten. Allerdings werden wir vorher mal wieder richtig proben, was wir echt selten machen. Wir werden uns überlegen, wie wir die neuen Songs, die wir jetzt auf den Festivals noch nicht so oft gespielt haben, auf der Tour performen werden. Wir überlegen uns ein paar Showeinlagen und hoffen, dass wir so lange wie möglich spielen dürfen. Bis wir rausgeschmissen werden. Da das Interview jetzt beendet ist, noch eine letzte Frage, bei der ich es verkraften kann, wenn du sofort auflegst. Die Frage, die nach selbst mehrminütiger Recherche in den Untiefen des Internets kaum vorzeigbare Ergebnisse brachte: Wofür steht K.I.Z. eigentlich? K.I.Z. steht vor allen Dingen für Liebe. Und die Abkürzung, die Buchstaben? Das habe ich vergessen. Wir hatten das irgendwann mal aufgeschrieben, aber aus dem Zettel hat sich irgendjemand einen Joint gedreht und ihn geraucht. Deshalb wissen wir selbst nicht mehr, was die Abkürzung bedeutet. ◆ K.I.Z. sind mit ihrer »Hurra die Welt geht unter«-Tour am 17. November im MAIMARKT CLUB IN MANNHEIM, am 1. und 2. Dezember im LKA-LONGHORN IN STUTTGART und am 11. Dezember im SUBSTAGE IN KARLSRUHE. K.I.Z. Hanix Nr. 39

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Titelthema: [S. 48–53] HUMOR Mit: »Wenn sie dich für unterbelichtet halten, dann lassen sich die Großkopferten dazu hinreißen, sich selbst zu exponieren. Und wenn man Glück hat, entsteht so im besten Fall Komik.« Oliver Maria Schmitt Oliver Maria Schmitt → S. 48 Christoph Sonntag → S. 52 Nicolai Köppel → S. 53 Deutscher Karikaturenpreis → S. 53 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 Artwork: Kathrin Leisterer Kapitel 47

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IM GESPRÄCH MIT OLIVER MARIA SCHMITT »Es gibt niemals einen Grund, keine Witze zu machen« Hanix Nr. 39 Zwischen seinen Reisen nach Skandinavien und Italien und zig Talkshowauftritten trafen wir den gebürtigen Heilbronner und neuerdings Bestseller- Autor Oliver Maria Schmitt (49) in der Kaffeebucht am Neckarufer in Heilbronn. Bis in den späten Abend hinein sprachen wir mit dem Autor über isländische Shitstorms, Menschen, die Satire nicht verstehen, englischen Humor, Mario Barth und Currywurst vom Silzer. Von Robert Mucha Fotos: Ulla Kühnle TITELTHEMA: HUMOR

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Hanix Nr. 39 Hanix: Oliver, hast du inzwischen Islandverbot? In deinem Bestseller »Ich bin dann mal Ertugrul« beschreibst du die Vulkaninsel in deinem Text »Sachliche Betrachtung einer Insel« als »eine einzige dampfende, stinkende, qualmende und alle in den Bann ziehende Natur- und Intellektualgemeinheit«. OMS: Ich nehme an, dass ich dort kein allzu gern gesehener Gast mehr bin. Allerdings war ich verblüfft und auch etwas begeistert davon, endlich Teil eines Shitstorms im Internet sein zu dürfen. Das ist ja auch was Schönes. Wie kam es zur Pöbelei gegen Island? Moooment mal! Hier wurde nicht gepöbelt, sondern ein ganz offensichtlich frei erfundener Reisetext – der einzige fiktive im Buch – von unkundigen Lesern für bare Münze genommen. Der Text wurde vor vier Jahren ursprünglich von der FAZ bestellt, als Island Gastland der Frankfurter Buchmesse war. Die Redaktion fragte sich, was man zu diesem Anlass bringen könnte, da praktisch jeder Mensch Island supersympathisch findet. Es ist die Heimat von Björk und Sigur Rós, das Land der Elfen und Trolle – alle lieben Island! Also wurde gewünscht, dass man auch mal etwas gegen Island schreiben müsste, worauf ich die hier nachzulesende Island-Beschimpfung anbot. Und was sagte die FAZ dazu? Der Text spielt natürlich mit Vorurteilen und reiner Unkenntnis. Da stehen Dinge wie: »In den Straßen fließt der Tran, der Verkehr geht nicht voran«, also reine Spielereien, absurder Blödsinn. Das wollte die FAZ dann so auch nicht drucken, ich musste den Text zweimal umschreiben und in eine verquaste Konjunktivform bringen. Am Ende schrieb ich ein Scheininterview mit Islands Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness, der mir dann alles aus Sicht eines Isländers »erzählte«. Im Konjunktiv. Das fiktive Interview wurde dann auch gedruckt, allerdings lebt ein satirischer Text eher vom Austeilen und sinnlosen Schimpfen. Deshalb fand ich ihn eher missglückt. Im Buch ist jetzt die Originalversion zu lesen, die in Island für so viel Aufregung gesorgt hat. Der Text wurde von Welt Online nachgedruckt und schlug riesige Wellen – bis nach Island. Grundsätzlich schreien immer die Dummen am lautesten, wie man ja jetzt auch in Sachsen sehen kann. Diejenigen, die Satire verstehen, lachen darüber und haben ihren Spaß. Hast du mit dieser Resonanz aus dem Norden gerechnet? Auf keinen Fall. Ich hätte nie gedacht, dass den Text überhaupt jemand online liest, die Welt hat schließlich schon im Print kaum Leser. Da der Text nicht als Satire gekennzeichnet war, haben ihn viele Unverständige – und die sind ja immer in der Überzahl – ernst genommen, für bare Münze. Deshalb war die Wut so groß und ist von Island hierher übergeschwappt, ich wurde sogar als geisteskrank beschimpft. Darüber habe ich mich natürlich gefreut. Ein Satiriker wird zwangsläufig Ziel von Beschimpfungen des Pöbels? Grundsätzlich schreien immer die Dummen am lautesten, wie man ja jetzt auch in Sachsen sehen kann. Diejenigen, die Satire verstehen, lachen darüber und haben ihren Spaß. Wenn ihnen der Text besonders gut gefallen hat, dann schreiben sie dir OLIVER MARIA SCHMITT vielleicht noch eine kleine Mail. Max Goldt hat mal gesagt, dass das Internet ein Spielplatz sei für griesgrämige, perspektivlose Männer zwischen 30 und 70, die im Netz eine Plattform haben, um Hass, Ekel und Besserwisserei loszuwerden. Diese Leute spammen bei jeder Zeitung die Kommentarspalten voll, um sich mitzuteilen. Du hast aber auch schon mal wohlwollend über Island geschrieben Ich war ein langes Wochenende da und habe für die FAZ eine Reportage über das Phänomen der »Runtur« geschrieben – einem wöchentlichen Saufexzess, der sich durch die Innenstadt Reykjavíks zieht. Das wäre vielleicht auch ein Modell für Heilbronn! Reykjavík ist ja tagsüber eine stinklangweilige kleine Stadt, in der nichts passiert. Aber am Wochenende verwandelt sich jede Lokalität in der Hauptstraße zu einem Club, jedes Restaurant räumt die Tische auf die Seite, stellt ein Soundsystem auf und dann wird richtig getrümmert, die ganze Nacht. Die komplette isländische Jugend fährt in die Stadt und macht »Tailgating«, also Kofferraumpartys wie in den USA und die Polizei drückt währenddessen alle Augen zu. Viele Europäer und Amerikaner fliegen extra wegen dieser »Runtur« nach Island. Wenn man das mit Städten wie Hannover oder Stuttgart vergleicht, die ungefähr die gleiche Einwohnerzahl wie ganz Island haben, kann man wirklich beeindruckt von der isländischen Partyszene sein. Deine Reisereportagensammlung »Ich bin dann mal Ertugrul«, die Ende April erschien, geht inzwischen in die 3. Auflage und ist ein Verkaufsschlager. In den Medien, vom Frühstücksfernsehen bis hin zu gebührenfinanzierten Talkshows, wird das Buch gelobt und du darfst »On Air« 15-Minuten-Monologe dazu halten. Hast du mit diesem großen Erfolg – das Werk ist zwischenzeitlich in der Spiegel-Bestsellerliste gelandet – gerechnet? Überhaupt nicht. Vor allem, dass ich zur Talkshowhure wurde, hat mich echt überrascht. Aber ich mache das für »Ertugrul«, und wenn schon das Feuilleton keine Werbung macht, muss ich das eben selbst übernehmen. Wie viele Exemplare wurden inzwischen verkauft? Zahlen habe ich noch keine, die sind wohl im kleinen fünfstelligen Bereich. Damit bin ich aber zufrieden, vor allem weil ich vorher schon ein paar Flops hatte. Aber der Verkauf ging gut los, und wie ich schon in der NDR-Talkshow gesagt habe: Wenn jetzt jeder mithilft und 30 bis 40 Exemplare kauft, dann könnte es sich zu einem echten Bestseller entwickeln! Die Kundenrezensionen auf Amazon sind bis auf zwei, drei Ausnahmen überschwänglich. Die humorvolle Schreibe wird allenthalben erwähnt. Das Buch ist aber kein Witze-Buch, sondern versammelt Reisereportagen, die humorvoll geschrieben sind und auf Land und Leute eingehen. Und deine Scherze gehen auch oft auf eigene Kosten. Wer also ein Witzefeuerwerk erwartet, wird vielleicht enttäuscht … Also, diese Amazon-Rezensionen habe ich natürlich alle selbst geschrieben. Aber Spaß beiseite: Die meisten Texte wurden für bürgerliche Publikationen wie die Frankfurter Allgemeine, die Zeit oder GEO Saison geschrieben und haben einen eher journalistischen Impetus. Ich mache aber immer meine eigenen Geschichten daraus, und die sind tendenziell eher komisch. Du hast für deine Reportagen die ganze Welt bereist, warst in so exotischen Ländern wie Oman, Simbabwe, Nordkorea oder sogar Österreich. Vor Ort hast du Menschen mit deinem Humor provoziert, zum Beispiel als du bei einer Gourmandise in Bordeaux die besten Weine der Welt verköstigt hast und dann eine Assemblage,

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einen Mix aus einem guten, körperreichen französischen Wein und sehr guter Cola vorschlugst … Wenn du als Deutscher in Frankreich über Wein reden willst, wirst du sowieso nicht ernst genommen, die würden deutschen Wein nicht mal zum Kochen verwenden. Wenn man also diese Art von Dünkel rauskitzeln möchte, dann geht das am besten, indem man sich selbst als totalen Idioten hinstellt. Wenn sie dich für unterbelichtet halten, dann lassen sich die Großkopfeten dazu hinreißen, sich selbst zu exponieren. Und wenn man Glück hat, entsteht so im besten Fall Komik. Wie funktioniert das bei dir mit dem Humor? Das magische Wort bei Humor ist Fallhöhe. Eine klassische Definition besagt, der Witz sei die kürzeste Verbindung zwischen zwei entfernt liegenden Dingen. Diese Verbindung wird aber nicht argumentativ oder logisch hergestellt, sondern eben durch eine Scheinlogik, einen Witz. Wer diese Scheinlogik durchschaut, weiß auch, wie die eigentlich »richtige« Verbindung wäre. Für diese Erkenntnisleistung belohnt man sich mit dem Lacher. Und hier sind wir bei der Fallhöhe: Beim satirischen Schreiben musst du etwas aufbauen, was dann in kürzester Zeit zu Fall gebracht wird. Je höher die Kurve der Erhabenheit geht und je tiefer der Absturz ins Banale ist, desto größer ist der Lacher – wenn er vom Leser dechiffriert werden kann. Schreibst du auch ernste Texte? Die kann man an einer Hand abzählen. Ich kann meistens gar nicht anders schreiben, das ist einfach meine Art der Mitteilung. Selbst wenn ich die traurige Aufgabe hatte, Nachrufe für verstorbene Titanic-Mitarbeiter zu schreiben, war da irgendwo immer noch ein Witz mit drin. Es gibt niemals einen Grund, keine Witze zu machen. Du nimmst dich auch mal selbst gerne auf die Schippe. Wieso eigentlich? Man muss ja nicht das Geschehen selbst der Lächerlichkeit preisgeben, man kann immer auch sich selbst lächerlich machen. Denn wer hat schon das Recht, andere zu belehren? Deshalb finde ich belehrende politische Leitartikel auch meistens extrem fragwürdig. Sich selbst als dumm beziehungsweise unwissend hinzustellen, finde ich da doch erfrischender, ist meistens auch ehrlicher. Außerdem entsteht so eine bessere Bindung zum Leser, denn der weiß ja auch nicht alles. Wenn man Witze macht, über die 95 Prozent der Konsumenten lachen, dann heißt man Mario Barth. Und dann hat man etwas falsch gemacht. Kannst du es ertragen, wenn nicht über deine Witze gelacht wird? Ja, aber das ist immer von einer gewissen Enttäuschung begleitet. Man fragt sich sofort: Hab ich das nicht klar gemacht? War das nicht eindeutig komisch? Aber wenn man im komischen Bereich tätig ist, weiß man, dass man es nie allen recht machen kann. Wenn man Witze macht, über die 95 Prozent der Konsumenten lachen, dann heißt man Mario Barth. Und dann hat man etwas falsch gemacht. Mit nettem Schmunzelhumor kann ich nichts anfangen, wobei ich überhaupt keine Probleme mit extrem schlechten, flachen Kalauern habe. Die Mischung macht’s. In welchem Land ging man am entspanntesten mit deinem provozierenden Witz um? Und wo hat man dem Schmitt’schen Scherz am wenigsten abgewinnen können? Das ist schwer zu sagen, da es ja immer darauf ankommt, in welchen Kreisen man sich bewegt. Aber in England habe ich gemerkt, dass man dort als Ironiker oder Sarkast niemals alleine ist. Dafür gibt’s viel zu viele sympathische Irre und Verrückte, bei denen die Liebe zum Bizarren und Humor unbedingte Lebenseinstellung ist. Dort habe ich mich sehr wohl gefühlt. Welche Länder möchtest du denn noch bereisen und vielleicht sogar auf die Schippe nehmen? Ich würde gerne mal nach Israel, denn die Israelis sollen den schwärzesten Humor überhaupt haben. Naja, müssen sie ja auch. Nach Russland möchte ich auch noch, ich war bisher nur in Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg. Heute eine Art russische Vorhölle, die Stadt mit den meisten AIDS-Toten Europas und dem höchsten Crack-Verbrauch. Quasi das Heilbronn des Baltikums. Dort bin ich mit Humor nicht weitergekommen, da geht’s ums nackte Überleben. Du verdienst mit deinem Humor deinen Lebensunterhalt. Das klingt nicht witzig … Ein hartes Brot? Hartes Brot ist es nicht, allerdings auch kein Kuchen. Es ist vielleicht keine Arbeit wie jede andere, aber es ist eine Arbeit, die ich täglich mache, um davon leben zu können. Ich könnte weder von meinen Büchern, meinen Lesungen, oder meiner journalistischen Tätigkeit leben, aber alle drei zusammen ergeben ein Einkommen, von dem ich leben kann. Dass alles mit Humor zu tun hat, hat mir noch nie geschadet, da nur sehr wenige humoristisch schreiben können. Davon leben zu können empfinde ich immer noch als Geschenk. Sozusagen eine verlängerte Pubertät. Natürlich hast du auch einen Facebook-Account. Wie nutzt du soziale Medien für dich? OLIVER MARIA SCHMITT Hanix Nr. 39

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Ich habe mir vor vier Jahren einen offiziellen Facebook-Account zugelegt, nachdem ein Scherzbold dort unter meinem Namen unterwegs war und Unsinn gepostet hat. Zuvor war ich aber auch mit einer falschen Identität bei Facebook: als Peter Uhnemann, ein kleiner, dicker Schwuler, der unbedingt mit Stefan Mappus befreundet sein wollte, dem dicken, doofen Schwulenhasser, der mal das Ländle regiert hat. Darüber habe ich dann einen Titanic-Artikel geschrieben. In Zeiten von Social Media gieren einige Humoristen, Comedians und Gagschreiber nach Facebook-Likes für lustige Posts. Verspürst du auch den Druck auf allen digitalen Kanälen in hoher Taktung witzig sein zu müssen? Nein. Manchmal habe ich Lust und mir fallen am Tag drei Dinge ein, manchmal aber auch zwei Wochen lang nichts. Und dann bleibt das auch so. Wenn ich etwas Interessantes habe, dann poste ich es. Drei Geschichten deines Buches spielen hier, in deiner Heilbronner Heimat und dem Umland. Wieso zieht es dich immer wieder hier her? Wenn das Wort »Heimatdichter« fällt, dann stehe ich auf und gehe! Obwohl ich mich eigentlich überall auf der Welt zuhause fühle, niemals Heimweh habe und froh darüber bin, Heilbronn mit 20 Jahren verlassen zu haben, bin ich trotzdem genauso gerne hier. Die Heimat prägt einen schon und ich habe zahlreiche schöne Erinnerungen an Heilbronn. Und noch mehr schlechte. Und beim Hesser fühle ich mich sowieso wie zuhause. Wenn ich eines Tages hier auf dem Heilbronner Hauptfriedhof begraben werden sollte und meine Trauergemeinde hinterher beim Hesser einkehren kann, dann haben er und ich alles richtig gemacht. (lacht) Können Heilbronner über dich lachen? Oder ist dein Gefühl, dass man hier froh ist, dass du weggezogen bist? Das weiß ich doch nicht. Ich hatte hier sowohl gute als auch schlecht besuchte Lesungen. Vielleicht kann ich ja das harte Heilbronner Herz am 22. Oktober mit meiner »Ertugrul«-Lesung in der Osianderschen Buchhandlung in der Fleiner Straße erwärmen. Fühlst du dich hier in deinem Heilbronn anerkannt und wertgeschätzt für deine Arbeit, die ja bundesweit als Qualitätsarbeit gewürdigt wird? Nein. Das ist aber auch nicht schlimm. Wenn ich hier bin, bin ich absolut privat. Ich besuche meine Mutter und meine Schwester, treffe alte Freunde und gönne mir ein Essen im Ratskeller, der die beste schwäbische Küche im ganzen Ländle hat. Und eine Currywurst beim Silzer nehme ich auch immer mit. Die schmeckt zwar überall gleich schlecht, in Heilbronn aber am besten. ◆ Oliver Maria Schmitt liest am 22. Oktober 2015 in der Osianderschen Buchhandlung aus seinem Buch »Ich bin dann mal Ertugrul: Traumreisen durch die Hölle und zurück«

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SCHWABEN UND HUMOR Von Christoph Sonntag Das Telefon klingelt. Robert Mucha, Chefredakteur vom Hanix-Magazin ist dran. »Christoph«, fragt er mich, »kannst du für unsere neue Hanix-Printausgabe eine Glosse für uns schreiben? Das Thema wäre: Gibt es einen speziellen Heilbronner Humor?« »Ja!« »Ja heißt, Du schreibst die Glosse?« »Nein, ja heißt: Es gibt einen speziellen Heilbronner Humor!« Und schon bin ich mittendrin: Heilbronn ist Großstadt genug, dass sich die Menschen in der Szene auskennen und Qualität fordern. Es ist aber kleinzellig genug, dass die Menschen noch nicht so abgevespert sind und sich immer noch freuen, wenn du zu ihnen kommst. Ich hatte kürzlich einen sagenhaften Auftritt im proppenvollen Stadttheater und ich erinnere mich gerne an viele Shows im Alten Theater zu Sontheim, wo es dem Ehepaar Bulling über Jahre gelungen ist, die größten Namen der Szene nach Heilbronn zu ziehen. Insofern ist der Heilbronner Humor dem allgemeinen schwäbischen sehr verwandt. Zu diesem habe ich in meinem neuen Buch »So, jetzt wär des au gschwätzt«, erschienen im Heyne-Verlag, folgendes geschrieben. Und schon bin ich wieder draußen und wünsche weiterhin viel Vergnügen beim Lesen! Euer Christoph Sonntag! »Die Schwaben haben keinen Humor.« (Wolfgang Thierse) So einfach wie der ehemalige Bundestagspräsident und Nebenerwerbs-Rübezahl-Imitator Wolfgang Thierse aus Berlin kann man es sich nun wirklich nicht machen. Allerdings ist die Beziehung zwischen dem Schwaben und dem Humor zweifellos eine durchaus ambivalente. Von daher ist es aber auch sehr spannend, einmal näher darauf einzugehen. Gerade als Kabarettist macht man natürlich manchmal selbst durchaus schmerzhafte Erfahrungen mit der speziellen Art des schwäbischen Humors. Besonders eindrücklich ist mir ein Erlebnis im Kopf geblieben: Während einer Veranstaltung, die an sich gut lief und dem Publikum großen Spaß machte, nahm ich aus den Augenwinkeln immer mal wieder einen Mann wahr, der mit verschränkten Armen und fest zusammen gekniffenen Lippen der Show folgte. Irgendwann spielte der Rest der Zuschauer für mich gar keine Rolle mehr – mein Ziel war, diesen Menschen wenigstens einmal zu einem herzhaften Lachen zu bringen. Meine besten Pointen spielte ich in seine Richtung, aber mehr als ein paar Mal ein ganz leichtes Zucken seiner Mundwinkel – und selbst das kann Einbildung gewesen sein – war nicht drin. Nach der Veranstaltung war ich sehr enttäuscht darüber, diesen Eisklotz nicht zum Schmelzen gebracht zu haben. So saß ich dann kurz nach der Show im Foyer, als der betreffende Humorverächter mit einem breiten Grinsen auf mich zueilte und mir freundschaftlich seine Hand auf die Schulter legte: »Herr Sonntag, des war supr! I hann mi scho lang nemme so amüsiert! I hann mi dor ganze Abend so zamme reiße müsse, damit I net laut raus lach!« Tja, so ist er halt, der Schwabe: So wie er den dicken Daimler gerne in der Garage versteckt, so geht er eben manchmal auch mit seinen Gefühlen um! Schauen wir mal Richtung Alb, denn gerade dort hatte es der Humor in früheren Zeiten schon etwas schwer, sich zu entwickeln, denn zu lachen gab es oft herzlich wenig. Der harte Arbeitsalltag und die Prägung durch den Pietismus waren eher nicht dafür geeignet, allzu viel Heiterkeit zu produzieren. Da konnte es schon einmal sein, dass fröhliches Auftreten schon per se verdächtig schien, verbunden mit dem Wunsch, dieses doch im privaten Rahmen auszuleben. Nicht von ungefähr wird die Herkunft des Spruches »Er geht zum Lachen in den Keller« den Schwaben zugeschrieben. Und doch gibt es eine vielschichtige Beziehung zwischen den Schwaben und dem Humor, aber auf der anderen Seite gibt es auch genügend Belege dafür, dass der Schwabe dem Lachen und Feiern ganz und gar nicht abgeneigt ist. Neben den traditionellen Festen und Feiern, bei denen der Schwabe seine gute Laune zeigt, hat das Ländle natürlich auch viele Persönlichkeiten hervorgebracht, die beweisen, dass dem Schwaben der Humor durchaus nicht fremd ist, zum Beispiel Mathias Richling, Uli Keuler oder Thomas Freitag. Der Schwabe kann vor allem über eines lachen – und das macht ihn, liebe außerschwäbischen Leser, seien Sie ehrlich, doch eigentlich auch ein bisschen sympathisch: über sich selbst und seine Eigenarten. Wobei er es doch auch immer schafft, selbst leicht negativ besetzte Eigenschaften so zu drehen, dass er dabei in einem guten Licht dasteht, wie man an folgendem Beispiel zum Thema »Sprache« durchaus sehen kann: Am 8. Tag verteilte Gott die Dialekte. Als er mit allen Volksstämmen durch war, beschwerte sich der Schwabe, er hätte keinen abbekommen. Da besann sich Gott und sagte schließlich: »Ha, no schwätzat halt wie i!« ◆ TITELTHEMA: HUMOR Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 ICH MAG DEINE WITZE! Mit Humor kann man auf Facebook Aufmerksamkeit erzeugen. Wer das Spiel mit den virtuellen Gags im Netz verinnerlicht, bekommt virtuelle blaue Daumen zur Belohnung. Doch das schafft nur, wer auch im wahren Leben die Lacher auf seiner Seite hat. Von Nicolai Köppel Auch das noch: Von Twitter halte ich mich von Anbeginn an fern, weil mir in 140 Zeichen nur bestenfalls amüsanter Schwachsinn einfällt – und jetzt bestellt die Hanix-Redaktion bei mir diesen 190 Wörter umfassenden Text, der eine Anleitung für lustiges Posten auf Facebook darstellen soll. Hier kenne ich mein Publikum und kann die Pointe zielgruppengerecht designen. Aktuell habe ich 656 Freundesnasen auf Facebook, die mir zu 83 Prozent sogar persönlich bekannt sind, es zumindest mal waren. Aber was ist »Leute, die sich nicht weigern, mit mir auf Facebook befreundet zu sein« für eine Zielgruppe? Für meine letzten zehn Posts, die witzig gemeint waren, gab es zusammengezählt 179 Daumen, aber von nur insgesamt 56 Leuten. Und 42 Kommentare von überschaubaren elf Freunden. Das klingt traurig. Oder elitär. Quasi beides. Gleichzeitig. Witztechnisch günstige dramaturgische Fallhöhe hätten wir also schon. Nur komisch ist das eher nicht. Schlussendlich gilt: Wer im wirklichen Leben nicht lustig ist, wird auch bei Facebook ohne offensichtlichen Pointen- oder Witzbilderdiebstahl nicht punkten. Da ist die virtuelle Realität schon verdammt nahe am Original. Am Ende zählt nur der Witz an sich. Daher die Frage: Dürfen Veganer eigentlich feucht knutschen? Daumen hoch für die richtige Antwort! ◆ TITELTHEMA: HUMOR »WIR SIND EIN WITZ! DEUTSCHER KARIKA- TURENPREIS 2015« Vom 9. November 2015 bis 28. Februar 2016 sind die Ergebnisse des Wettbewerbs »Wir sind ein Witz!« zum »Deutschen Karikaturenpreis 2015« im Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim zu sehen – eine Ausstellung, die die Zeichenkunst in den Mittelpunkt stellt. Karikaturen machen Spaß, sie haben aber darüber hinaus die Kraft, mit wenigen Strichen Wahrheiten zu vermitteln. Mit den Mitteln der Satire entlarven sie Missstände, Verlogenheit und Bigotterie in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Privatleben. Diesem Genre möchte der »Deutsche Karikaturenpreis« zu größerer Aufmerksamkeit und Anerkennung verhelfen. Unter Karikaturisten gilt der Preis als der bedeutendste seiner Art in Deutschland. Ein wechselndes Jahresmotto gibt jedem Wettbewerb seinen thematischen Rahmen. 25 Jahre nach der Deutschen Einheit stellt sich eine Frage: Gibt es eigentlich einen (gesamt-) deutschen Humor? Und wenn ja, wie sieht der aus? Spießig, wie die Hausordnung im Rostocker Plattenbau? Um die Ecke, wie der Schuss aus einem G36-Gewehr? Glänzend, wie die Politur einer S-Klasse? Oder »patriotisch«, wie ein Montagsspaziergang in Dresden? Worüber lachen die Deutschen in Ost und West und vor allem: Warum lachen andere über uns? ◆ Rudi Hurzlmeier, Versteckte Fette, 1. Preis »Deutscher Karikaturenpreis« 2014

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Die Oliver Maria Schmitt- Kolumne Beckenbauers cooles Unter-Oberzentrum Was weiß die Welt von Heilbronn? Wurde ich früher in der Fremde gefragt, woher ich komme, dann fingen die Probleme auch schon an. Zwar kam der Name der Stadt mitunter recht vertraut vor (»Sounds a little bit like ›Heil Hitler‹!«), aber korrekt verorten konnte sie keiner. Ich sagte dann meistens: Liegt irgendwo in der Nähe von Heidelberg. Wie soll man einem Fremden Heilbronn auch erklären? »It’s a very famous Käthchenstadt« – das versteht doch keine Sau. »It’s in the middle of the Unterland« – und wo soll das sein, dieses Unterland? Braucht man dafür ein Visum? »It’s a city at the river Neckar« – und was ist mit Stuttgart, Tübingen, Neckarwestheim? Vor dreißig Jahren, als Heilbronn mit dem Atomraketenstandort Waldheide noch gelegentlich in der Weltpresse auftauchte, war das einfacher – aber dieses markante Alleinstellungsmerkmal wurde ja leider aufgegeben. Etwa zu dieser Zeit hatte sich Heilbronn auch einen neuen, coolen Titel zugelegt: »Oberzentrum der Region Franken«. Das hatte internationale Power, hatte Schmiss und Sexiness, das klang wild und verrückt. Doch damit nicht genug – in notorischer Selbstüberschätzung, im Sog der sprudelnden Schwarz-Millionen packte Foto: Ulla Kühnle die kreuzverrückte Neckarmetropole noch einen drauf und nennt sich nun ganz selbstbewusst: »Wissensstadt«. Einfach so, paff. Was aber soll das sein, eine Wissensstadt? Eine hochintelligente Stadt, die ganz viel weiß? Hat Heilbronn überhaupt Abitur? Wurde es jemals eingeschult? Die Frage ließ mich nicht los, deshalb gab ich für wenig Geld eine Umfrage in Auftrag und führte sie der Einfachheit halber vor Ort gleich selbst durch. Um es gleich vorwegzunehmen: Die Ergebnisse waren leider erschütternd! Fünfundachtzig Prozent aller Heilbronner wussten überhaupt nicht, dass sie in einer Wissensstadt wohnen; zwei Drittel der Befragten wollten von einer Wissensstadt gar nichts wissen; und siebzig Prozent wussten ohnehin nicht mehr weiter. Viele fragten zurück, ob durch den bizarren Heilbronner Move nun Neckarsulm, Künzelsau und Öhringen automatisch zu »Unwissensstädten« wurden. Außerdem gaben gut neunzig Prozent der Neunzigjährigen an, sowieso von nichts gewusst zu haben, besonders in den Jahren von ’33 bis ’45. Die Generation der Unter- 30-Jährigen hingegen wusste nicht, was Sache ist, und erst recht nicht, wo der Barthel den Most holt. Interessant auch diese Zahlen: Über sechzig Prozent der Umfrageteilnehmer waren der Meinung, dass das Weindorf ein Stadtteil von Heilbronn sei, und vierundsiebzig Prozent glaubten zu wissen, dass die Kaiserstraße eigentlich nach Franz Beckenbauer benannt wurde – was natürlich falsch ist, denn die Straße wurde nach einer dort beheimateten Filiale von »Kaiser’s Kaffeegeschäft« benannt. Eine tröstliche Zahl zum Schluss: Immerhin dreizehn Prozent aller Wissensstadtbürger wussten, dass moderater Alkoholkonsum zwischen regelmäßigen Besäufnissen durchaus gesundheitsfördernd sein kann – allerdings nicht während des Weindorfs, und schon gar nicht bei Weinen unter 13 Prozent. Seit ich nun weiß, dass Heilbronn eine Wissensstadt ist, habe ich’s in der Fremde viel leichter. Denn so kann man die unbekannte unterländer Oberzentrums-Käthchenstadt am Neckar vielleicht am besten erklären: Heilbronn, sage ich dann, ist seit über tausend Jahren das geistige, kulturelle und intellektuelle Zentrum der Gegend rund um Heilbronn. And in English we call it ›knowledgetown‹ – it’s really a nice place to come from. Oliver Maria Schmitt, Jahrgang 1966, ist Romancier und Journalist. Für seine Reportagen wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Henri-Nannen-Preis 2009. Sein Buch »Ich bin dann mal Ertugrul: Traumreisen durch die Hölle und zurück« erschien 2015 beim Rowohlt Verlag. HEILBRONN – A NICE PLACE TO COME FROM Hanix Nr. 39

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atters Printed Raimar Schurmann Design Obere Neckarstraße 8 74072 Heilbronn T 07131 2046130 raimar.schurmann@hotmail.de www.raimarschurmann.de Nothing Matters

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Ein Brief von Helen Hofmann (35) und Sebastian Staudenmayer (35) aus Nepal Liebe Heimat, weit weg bist du gerade. So ungefähr sieben Tagesmärsche, vier Tage in schrottreifen Bussen und einen Flugtag weit entfernt. Wir sind hier in Mugu, ungefähr eine Stunde von der chinesischen Grenze entfernt in einer entlegenen Ecke Nepals. Gleichzeitig bist du uns sehr nahe, da wir uns nach den strapaziösen Wanderungen der letzten Wochen wieder sehr auf dich freuen: auf Freunde, Familie, die Vielfalt des Essens, ein Bett, ein Livekonzert und vieles mehr. Dennoch ist es wunderschön hier zu stehen, in diesem tibetischen Dörfchen auf knapp 4000 Meter Höhe des östlichen Himalayagebirges. Die letzten Ausländer seien hier vor über fünf Jahren durchgekommen haben uns die Militärs am Checkpoint erzählt. Eigentlich hat uns das Erdbeben in Kathmandu hier hingespült. Nur durch einen Zufall waren wir nicht mittendrin im Epizentrum, sondern 500 Kilometer weit entfernt im Bardia Nationalpark. Wir saßen im Paradies und hatten nur via Internet über das Beben erfahren. Natürlich wollten wir sofort helfen, doch die Nepalesen rieten uns ab. Unsere Familien daheim wollten uns nach dem Schock so bald wie möglich in die Arme schließen. Wir waren unsicher, ob wir diese Reise überhaupt noch fortführen dürfen. Letztendlich überzeugten uns unsere nepalesischen Freunde mit dem Argument, dass Nepal mehr geholfen sei, wenn wir als Touristen blieben: damit wir unserer Heimat später erzählen können, welch ein tolles Reiseziel ein Großteil Nepals auch nach dem Beben noch ist. So sind wir nordwärts gefahren in eine sehr unerschlossene Region, deren wichtigste Handelsroute so aussieht wie in Deutschland ein vernachlässigter Waldweg. Wir verbrachten für 260 Kilometer Straße zwei volle Tage in altersschwachen Bussen auf dem Karnali Highway, der offensichtlich gefährlichsten Straße Nepals. In eine Bergflanke gefräst schlängelt sich die »Autobahn« über ungesicherte Steilhänge, an deren Fuß man zig Lastwagenwracks sieht, die leider weniger Glück hatten. Im Bus erzählte uns ein junger Nepalese, dass ein richtiges Leben erst wirklich erfüllt sei, wenn man einmal am Rara See gewesen sei. Also los zum Rara See, dem größten und am höchsten gelegenen See Nepals. Von Jumla, der letzten Stadt mit einer richtigen Straße, sind allerdings noch drei Tagesmärsche über hohe Bergpässe zu wandern. Der Weg führt uns durch bezaubernde Flusstäler, in denen das dörfliche Leben sehr bäuerlich geprägt ist. Hier werden die Felder durch Ochsenkraft gepflügt, Männer hacken Holz, Frauen kochen und Kinder tragen ihre Geschwister durch die Gegend. Die Leute sind sehr gastfreundlich, dabei angenehm unaufdringlich. So ungefähr stelle ich mir das Nach sieben Monaten Reisen durch Indien und Nepal sind Helen und Sebastian jetzt offiziell Neu-Fleiner. Für Helen ging es in ihrer Selbstständigkeit als Saxophonistin gleich weiter mit Konzerten und sommerlichen Hochzeitsgigs. Sebastian startet ab Oktober seinen neuen Job als Geschäftsführer der Energieagentur Ludwigsburg. Beide sind Musiker (Gitarre & Saxophon) und immer offen für musikalische Begegnungen, vor allem hier in der neuen Heimat. Einen kleinen Einblick in ihr Schaffen bieten das Musikprojekt CamArtJam auf www.camartjam. com und Helens Internetseite 56 www.saxophonfrau.de. BRIEF AN DIE HEIMAT

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Hanix Nr. 39 ländliche Leben um Heilbronn vor gar nicht allzu langer Zeit auch vor, wenngleich die Heilbronner wahrscheinlich um ein vielfaches wohlhabender waren und sind. Dann endlich: der See! Atemberaubend schön ist er umgeben von schneebedeckten Bergen und unberührten Wäldern, in denen man sich herrlich herumtreiben kann. Die Natur hat ein urtümliches Riesenformat, man sieht meterdicke Birken, blühende Rhododendronwälder und immer wieder das kristallklare Wasser des Sees. Wir sind gleich eine ganze Woche dortgeblieben und haben uns sogar ein kleines bisschen heimisch gefühlt. Es gibt eine einzige Übernachtungsmöglichkeit am See, nämlich das Naturschutzhaus des Nationalparks. Man schläft auf Holzpritschen und isst mit den Rangern des Parks. Apropos Essen: der berühmte Nepalesische Dal Bath besteht aus Unmengen Reis mit Linsen, vergleichbar zu Spätzle mit Soss’. Zum Frühstück Dal Bath, zum Mittagessen ebenfalls und – kein Witz: zum Abendessen auch. Wir können gar nicht in Worte fassen, liebe Heimat, welch phantastische Hirngespinste wir während vier Wochen Dal Bath zu heimischem Essen hatten ... Gemüse! Käse! Maultaschen! Inspiriert verliessen wir Rara und folgten frisch ausgeruht einem Hochgebirgstal, das in die entlegenen Regionen Dolpo und Mugu führt, sowie die einzige Handelsroute nach China darstellt – bis heute mit Eselskaravanen und zu Fuss. An die zehn Stunden Wanderung pro Tag machten uns etwas zu schaffen, aber dafür schmeckt dann auch Dal Bath wieder gut und die einfachen Unterkünfte erschienen uns wie 5-Sterne- Lodges. Auf ungefähr halber Strecke änderten sich Menschen, Dörfer und Essenszubereitung, da wir vom hinduistischen Süden in den buddhistischen Norden vordrangen. Im Grunde genommen könnte man die Region mit seinen typischen Tempeln, Anbaumethoden, Kleidungsstil et cetera als Exil-Tibet bezeichnen. Auch hier wurden wir gastfreundlich eingeladen, am täglichen Leben teilzuhaben und unsere Geschichten, soweit es die Sprachkenntnisse zuließen, auszutauschen. Immerhin konnten wir auf nepalesisch um Essen und Schlafplatz verhandeln und sogar ein paar Witze erzählen. Wenn keine Konversation mehr möglich war, haben wir einfach auf Schwäbisch weitererzählt, dann kam die Message auch irgendwie an. Und Musik, ja Musik verbindet alle Menschen dieser Welt! Mugu Village selbst ist ein kleines Nest, das aufgrund der harten Witterung nur zwei Monate im Jahr bewohnt ist. Die felsigen Häuser ducken sich eng an die Steilhänge des Tales. Die Menschen hier haben ein sehr ungewöhnliches Auskommen: Jeden Sommer pilgern an die 8000 Glücksritter in die umliegenden Berge, um Yarsagumba zu suchen. Das sind Pilze, die sich unterirdisch durch eine Insektenlarve fressen und sehr schwer zu sammeln sind. Sie werden getrocknet und als Aphrodisiakum nach China verkauft. Es herrscht eine richtige Goldgräberstimmung, wenn einem die langen Menschenkaravanen aus dem Tal entgegenkommen. Wie von jeder Reise in eine fremde Kultur bringen wir viele Eindrücke und Erlebnisse mit und kehren mit einem veränderten Blick zurück. Es ist ein Geschenk, reisen zu dürfen und ein Glück, wieder in ein Zuhause zurückzukommen. Wir sind sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit und den Mut dazu hatten. Es schärft den Blick auf dich, liebe Heimat, und man sieht wieder klarer, was man an dir schätzt und was einem nicht gefällt. Wir haben dich trotzdem lieb, Deine Helen und Sebastian PS: Liebe Heimat, wir haben dir auch noch ein Geschenk mitgebracht. Wir hatten unsere Instrumente und ein Aufnahmegerät dabei und haben einen audiovisuellen Blog von unseren Abenteuern erstellt: www.o-toene.com Für jetzt 4 Millionen Menschen in Baden-Württemberg sind wir nicht nur da, sondern ganz nah. Das macht uns zur größten und stärksten Gemeinschaft im Land, wenn es um die Gesundheit geht. aok-bw.de AOK Baden-Württemberg ZGH 0059/09 · 08/15 · Foto: www.gettyimages.com BRIEF AN DIE HEIMAT ZGH_0059_09_AZ_4-Mio-HNF_92x127.indd 1 07.08.15 10:13

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Der historische Schuss Für den Fotografen C. A. Müller hatte diese Aufnahme wohl Symbolcharakter: Der junge Journalist übernahm damals – 1952 – die Heilbronn-Redaktion der Stuttgarter Zeitung. Und vielleicht hat er auch ein bisschen nachgeholfen, damit die aktuelle Ausgabe der Stuttgarter Zeitung hier die Blicke auf sich zieht. Aber auch ohne den persönlichen Hintergrund zu kennen, strahlt dieses Foto – trotz der Ruine des Heilbronner Hauptbahnhofgebäudes als Kulisse – etwas Positives aus. Denn es zeigt, dass es wieder ein vielfältiges Angebot an freier, unabhängiger Presse gab. So hatte der Zeitungsverkäufer neben der unübersehbaren Stuttgarter Zeitung selbstverständlich die Heilbronner Stimme und vermutlich auch die Rhein-Neckar-Zeitung im Angebot. Alle drei Tageszeitungen waren nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründet worden, von Männern, die sich der Demokratie und Meinungsfreiheit verpflichtet fühlten und die von der amerikanischen Militärregierung eine Zeitungslizenz erhalten hatten. In Heilbronn waren das im März 1946 Werner Distelbarth und Hermann Schwerdtfeger gewesen; die erste Ausgabe ihrer Heilbronner Stimme erschien am 28. März 1946. Schon am 5. September 1945 hatten in Heidelberg die Gründer der Rhein-Neckar-Zeitung eine Lizenz erhalten – zu ihnen gehörte auch Theodor Heuss, der in jungen Jahren (von 1912 bis 1918) Chefredakteur bei der Heilbronner Neckar-Zeitung gewesen war. Die erste Ausgabe der Stuttgarter Zeitung erschien wenig später, am 18. September 1945. Mitherausgeber war Erich Schairer, der ebenfalls mit der Heilbronner Zeitungsgeschichte verbunden ist. Im Januar 1920 hatte er hier die Heilbronner Sonntags-Zeitung gegründet, die als eine der ersten anzeigenfreien Zeitungen Deutschlands gilt. 1925 zog Erich Schairer mit seinem Wochenblatt nach Stuttgart um. Neben der Tagespresse konnten sich die Reisenden des Jahres 1952 bei unserem Heilbronner Zeitungsverkäufer auch mit Illustrierten wie der Quick, der Neuen Illustrierten und dem Readers Digest (Das Beste) eindecken sowie mit einem kleinen Sortiment an aktuellen Lore-Romanen. (Foto und Text: Stadtarchiv Heilbronn) Zeitungsverkäufer, 1952 DER HISTORISCHE SCHUSS Hanix Nr. 39

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Jens Krönke Ferdinand-Braun-Straße 17 Blue Office 2.0 Businesspark Schwabenhof 74074 Heilbronn T 07131 / 203 99 - 6 F 07131 / 203 99 - 82 www.kroenke-stb.de info@kroenke-stb.de Krönke StB Die kostenlose «Krönke Steuerberater-App» steht für Sie zum Download bereit. Diese finden Sie in Ihrem App-Store unter «Steuerberater Krönke».

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.jpg Alleycat Fahrrad-Schnitzeljagd, Checkpoint Hanix-Redaktionsbüro & Data 77112 Bar, Heilbronn, 22.08.2015, 17:12 Uhr bis 21:27 Uhr Fotos: Meli Dikta .JPG – BILDERGALERIE Hanix Nr. 39

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[1] Neckarbummler, Ausflugsfahrt, Heilbronn, 28.07.2015, 15:49 Uhr [2] Street Food Festival, Handmade Sandwich, Heilbronn, 12.07.2015, 18:37 Uhr [3] Creme21, Jamaican Cream – Yardstyle Sound @ Creme21, Heilbronn, 13.06.2015, 1:43 Uhr [4] Kultparty, Zelt eines Partygastes, Acker zwischen Kleingartach und Michelbach, 31.07.2015, 21:39 Uhr [5] Unterländer Volksfest, Besucherin Betsie, Heilbronn, 9.08.2015, 17:26 Uhr [6] Unterländer Volksfest, Fahrgeschäft, Heilbronn, 24.05.2015, 15:28 Uhr Fotos: Meli Dikta, Memo Filiz & Robert Mucha Hanix Nr. 39 .JPG – BILDERGALERIE

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[7] Wengertfeschd am Wartberg, Senioren in Carohemden, Heilbronn, 8.08.2015, 20:33 Uhr [8] Wengertfeschd am Wartberg, Festzelt im Dämmerlicht, Heilbronn, 8.08.2015, 21:37 Uhr [9] Kultparty, Partycamper vor Wohnmobil, Acker zwischen Kleingartach und Michelbach, 31.07.2015, 19:07 Uhr [10] Moneyboy, Konzert im Mobilat Club, Heilbronn, 27.06.2015, 2:14 Uhr [11] AchSommer! Oder: Oh, wie schön ist der Panda da, Sommerfest des Achso! e. V. auf dem Gaffenberg, Heilbronn, 25.07.2015, 17:21 Uhr Fotos: Meli Dikta, Memo Filiz & Robert Mucha 9 10 Hanix Nr. 39 .JPG – BILDERGALERIE

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Termine Oktober 2015 Do 01. Osiandersche Buchhandlung, Heilbronn Hasnain Kazim »Plötzlich Pakistan – Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt« (Lesung) Als Korrespondent für den Spiegel zog er nach Islamabad und erlebte ein mehr als widersprüchliches Land. experimenta, Heilbronn Wildlife Photographer of the Year (Fotoausstellung) Bis 11. Oktober. Naturfotografien machen uns zu stillen Beobachtern einer außergewöhnlichen Begebenheit. Die Bilder eröffnen uns eine neue Sicht auf das einzigartige, vielfältige und manchmal auch dramatische Naturgeschehen auf unserer Erde. Seit nunmehr 50 Jahren beweist dies der weltweit größte und prestigeträchtigste Wettbewerb für Naturfotografie: der Wildlife Photographer of the Year. Altes Theater, Heilbronn Frank Lüdecke – Schnee von Morgen (Kabarett) Das Alte Theater eröffnet sein Kabarett-Programm mit Frank Lüdecke. Gemeinsam mit den Kabarettle-Veranstaltern heißt es ab jetzt jeden Monat: Es gibt was zu Lachen im Alten Theater Heilbronn. Kaffeehaus Hagen, Heilbronn Taiga Tigers – Himmel unter uns (Konzert) Musik vom Balkan, Europa und Übersee gespielt und gesungen von Nataša Rikanović (Gesang) und Petra Hilser (Akkordeon). Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. Theater Heilbronn, BOXX Tschik (Theater) Ein großartiges Stück vom aufregenden Sommer des Erwachsenwerdens, von der Schönheit und den Schmerzen der ersten Liebe, von riesiger Abenteuerlust und großer Dummheit und von tollen Menschen in der deutschen Provinz. Nach dem Roman von Wolfgang Herndorrf. Mobilat, Heilbronn Out of the Dark (Clubbing) Gothic, Darkwave, EBM, Industrial, Mittelalter, 80ies. redblue, Heilbronn Ingmar Stadelmann – Was ist nur los mit den Menschen (Comedy) Ingmar Stadelmann – der sympathischste »Bäd Ass« der Comedy und Gewinner des Deutschen Comedypreis 2014 »Bester Newcomer« kommt nach Heilbronn ins redblue! Tollhaus, Karlsruhe Max Mutzke (Konzert) Die MAX-Tour 2015 Kammertheater Karlsruhe The Blues Brothers (Theater) Slapstick-Komik, Tempo und Wortwitz vereinen sich in dieser Hommage an zwei unvergleichlich coole Typen. Capitol, Mannheim Rick Kavanian (Comedy) Nach drei erfolgreichen Bühnenprogrammen ist Rick Kavanian mit seinem neuen Programm »Offroad« wieder da. Fr 02. Kulturkeller, Heilbronn Philipp Scharri – Der Klügere gibt Nachhilfe (Kabarett) Der deutschsprachige Poetry- Slam-Champion 2009 spielt sein Bühnenprogramm »Der Klügere gibt Nachhilfe« im rasanten Wechsel von Reimkultur, frechen Liedern und brillantem Stand-Up. Altes Theater, Heilbronn Oderhähne & Gauwahnen (Kabarett) Die Nacht der deutschen GemEIN- HEIT. Ein Vierteljahrhundert vereint im Tanz um das goldene Kalb. Theaterschiff, Heilbronn Männer und andere Irrtümer (Theater) In der One-Woman-Show, inszeniert von Cosima Greeven übernimmt Amelie Sturm insgesamt 25 Rollen. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. Theater Heilbronn, BOXX Tschik (Theater) Ein großartiges Stück vom aufregenden Sommer des Erwachsenwerdens, von der Schönheit und den Schmerzen der ersten Liebe, von riesiger Abenteuerlust und großer Dummheit und von tollen Menschen in der deutschen Provinz. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Komm mal Tanzen (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit T-Watch. Theaterhaus Stuttgart Ivo Papasov & wedding band (Multiphonics Festival on tour) (Konzert) Als Schöpfer der zeitgenössischen Balkanmusik ist Ivo Papasov schon seit langem Teil der Weltkultur. ZKM, Karlsruhe GLOBALE: Tomás Saraceno (Ausstellung) Tuning Gravity’s Strings. Bis So, 29.11.2015. Halle 02, Heidelberg KC Rebell: Fata Morgana Tour (Konzert) Er ist längst kein Straßenrapper! Dies bewies »KC Rebell« bereits mit dem einen oder anderen Song seines Nummer-1-Albums »Rebellution«. Stadthalle, Heidelberg 17. Enjoy Jazz Festival – Hugh Masekela (Konzert) Eröffnungskonzert. Rund sieben Wochen lang bietet das Festival vielseitige Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt auf Jazz, aber auch angrenzenden Genres. Sa 03. Theaterschiff, Heilbronn Männer und andere Irrtümer (Theater) In der One-Woman-Show, inszeniert von Cosima Greeven übernimmt Amelie Sturm insgesamt 25 Rollen, von der betrogenen Ehefrau über den untreuen Ehemann bis hin zu ihren lieben 01. – 03.10.2015 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 Freundinnen und der türkischen Nachbarin. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Techno @ Bukowski (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit Josh:Tek. Theaterhaus Stuttgart Juliette Gréco: Merci! (Konzert) Nach 2012 kommt SIE nun zum siebten und letzten Mal ins Theaterhaus. Jubez, Karlsruhe Go Go Berlin (Konzert) Die dänische Rock-Entdeckung. Karlstorbahnhof, Heidelberg Enjoy Jazz-Festival: The Bug // Sirens (Konzert) Zu Beginn des Jahres stellte The Bug sein neues »Sirens«-Projekt im Berliner Berghain vor, mit seinem Reggae-Soundsystem und einer Bassdröhnung, dass es im Club vermutlich noch Tage später nachhallte. So 04. Botanischer Obstgarten, Heilbronn Herbstmarkt (Markt) Zum 13. Mal veranstaltet der Förderverein Garten- und Baukultur Heilbronn e.V. seinen »Erzeuger-Verbraucher-Markt«. 04. – 07.10.2015 Theater Heilbronn, BOXX Tschik (Theater) Ein großartiges Stück vom aufregenden Sommer des Erwachsenwerdens, von der Schönheit und den Schmerzen der ersten Liebe, von riesiger Abenteuerlust und großer Dummheit und von tollen Menschen in der deutschen Provinz. Studio Theater, Kulturwerk, Merlin, Stuttgart ImproKessel: Das 7. Stuttgarter Improvisationstheaterfestival (Improtheater) 4. bis 11. Oktober 2015. Beim Stuttgarter Improkessel in diesem Jahr präsentieren drei Stuttgarter Improtheater-Ensembles dem Stuttgarter Publikum bereits zum siebten Mal ein Programm der Extraklasse. Theaterhaus Stuttgart Juristenkabarett: Frauen und Anwälte zuerst (Premiere / Kabarett) Das Stuttgarter Juristenkabarett ist wieder unterwegs auf seinem Lieblingsverkehrsmittel – dem Ozeandampfer. Capitol, Mannheim Caterina Valente & Peter Alexander (Konzert) Jeannette Friedrich, Bernd Nauwartat und Dieter Scheithe laden sich Gäste ein. »Heut’ liegt was in der Luft«. Karlstorbahnhof, Heidelberg Enoy Jazz Festival: Young Fathers (Konzert) Anfang 2015 begegnete man allerorts der Musik der Young Fathers, einer ziemlich originellen, aber nicht sehr bekannten Hip-Hop- Crew aus dem schottischen Edinburgh. Mo 05. Altes Theater, Heilbronn Gonzo’N’Friends (Konzert) Immer montags, immer mit unterschiedlichen Special Guests, immer ein Fest! Complex23 / Café Bar Daneben, Heilbronn Kaffeeklatsch mit Kind (Familiennachmittag) Alle Mamas, Papas, Omas, Opas, Onkel und Tanten sind herzlich willkommen zum Kaffee trinken und Kuchen essen in gemütlicher Atmosphäre. Di 06. Porsche-Arena, Stuttgart An Evening with Crosby, Stills & Nash (Konzert) Schon mehr als vier Jahrzehnte dauert die musikalische Partnerschaft von David Crosby, Stephen Stills & Graham Nash. Friedrichsbau Varieté, Stuttgart 100 Jahre Piaf - Chanson Divine (Konzert) Mit der außergewöhnlichen Hommage »Chanson Divine« lässt Evi Niessner die Seele der dramatischen und glanzvollen Zeit der Piaf wieder auferstehen und setzt dem Spatz von Paris ein Denkmal zum 100. Geburtstag. Mi 07. Theaterhaus Stuttgart Harald Martenstein liest: Die neuen Leiden des alten M. (Lesung) Deutschlands Kolumnist Nummer eins dreht jetzt erst richtig auf. Er liest aus seinem Buch »Die neuen Leiden des alten M.« Alte Seilerei, Mannheim CHRIS TALL: »Selfie von Mutti! Wenn Eltern cool sein wollen …« (Comedy) Chris Tall zeigt in seinem neuen Solo »Selfie von Mutti! Wenn Eltern cool sein wollen …« die Tücken der modernen Technik und wie sie sich auf die Beziehung zwischen Eltern und Kindern auswirken kann. JEDEN MONTAG JEDEN SONNTAG HIGHLIGHTS IM OKTOBER KABARETT FRANK LÜDECKE - Schnee von Morgen Was wir heute lernen, ist Schnee von morgen und war gestern schon falsch. Donnerstag, 1. Oktober 2015 VVK: 22 € zzgl. VVK-Gebühr / AK: 24 € KABARETT ODERHÄHNE & GAUWAHNEN Die Nacht der deutschen GemEINHEIT. Ein Vierteljahrhundert vereint im Tanz um das goldene Kalb. Freitag, 2. Oktober 2015 VVK: 15 € zzgl. VVK-Gebühr / AK: 18 € BLUEGRASS CHRIS JONES & THE NIGHT DRIVERS + COUNTRY ROB ICKES & TREY HENSLEY Frisch, unverwechselbar und in bester Nashville-Tradition. DIENSTAG, 13. Oktober 2015 VVK: 20 € zzgl. VVK-Gebühr / AK: 24 € JAZZ BIRELI LAGRENE & JERMAINE LANDSBERGER TRIO Bireli Lagrene einer der größten und besten Jazz-Gitarristen weltweit! Donnerstag, 15. Oktober 2015 VVK: 25 € zzgl. VVK-Gebühr / AK: 35 € POP & ROCK KATRIN MEDDE & BAND Eine Vollblutmusikerin deren Eigenkompositionen direkt ins Herz treff en. Freitag, 16. Oktober 2015 VVK: 14 € zzgl. VVK-Gebühr / AK: 18 € MESSE TANZ IST ... Ein buntes Festival rund um den Tanz �ür jede Frau, jeden Mann, Familie & Kind. Sonntag, 25. Oktober 2015 Eintritt: 5 € (Karten können reserviert werden) ROCK RELATION + HIGH TIDE + STRANGELET Samstag, 31. Oktober 2015 GONZO N FRIENDS Immer mit unterschiedlichen Special Guests, immer ein Fest! jeden Montag, Einlaß ab 18:30 Uhr Eintritt: 8 € an der Abendkasse FREIES TANZEN WAVE Laß die Woche hinter Dir, starte befreit in den Montag jeden Sonntag, Einlaß ab 19:15 Uhr Eintritt: 12 € an der Abendkasse VORSCHAU AUF NOVEMBER POP ROLAND BLESS (PUR) - CD Präsentation Freitag, 6. November 2015 KABARETT THOMAS SCHRECKENBERGER Samstag, 7. November 2015 SINGER-SONGWRITERIN CHRISTINA LUX Freitag, 13. November 2015 BEATLES ROLF SUTER & REGINA DEGADO + RAINER GRANZIN Donnerstag, 19. November 2015 FUNK SIR WALDO WEATHERS Freitag, 20. November 2015 SINGER-SONGWRITER NILS BRUNKHORST & BAND Freitag, 27. November 2015 TANZ BALETTSCHULE KLING Samstag, 28. November 2015 KARTENVORVERKAUF & RESERVIERUNG unter: www.altes-theater-heilbronn.de www.facebook.com/altestheaterheilbronn.de ALTES THEATER Heilbronn, Sontheim • Lauff ener Straße 2 07131 / 59 22 0 • info@altes-theater-heilbronn.de

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Alte Seilerei, Mannheim FAHRENHAIDT – »Book of Nature« (Konzert) FAHRENHAIDT ist moderner Nature-Pop – von der Natur inspiriert und mit zeitgemäßer Elektronik umgesetzt. Capitol, Mannheim Pawel Popolski: »Der wissen der Wenigste …« (Comedy) Pawel Popolski, der älteste Enkel von Opa Piotrek, ist mit Kofferschlagzeug, Piano und vielen Flaschen Wodka vom polnischen Zabrze aufgebrochen um neue, unerhörte Geschichten aus der Welt der Popmusik zu erzählen. Halle 02, Heidelberg Frittenbude – Küken des Orion Tour 2015 (Konzert) Frittenbude live ist wie eine Kneipenschlägerei auf Acid mit Kuscheltieren. Do 08. Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn Kunstverein Heilbronn: Thomas Feuerstein »Psychoprosa« (Ausstellung) Bis 22. November. 1968 in Innsbruck geboren, verbindet Thomas Feuerstein auf eindrucksvolle Weise die Kunst mit wissenschaftlicher Versuchsanordnung. Seine Installationen sind begehbare Kunstwerke. Kaffeehaus Hagen, Heilbronn Verliebt, verlobt, verschwunden! (Theater) Nach dem Riesenerfolg 2013-2014 in München in der Komödie im Bayrischen Hofl, kommt das fulminante Ein-Frau-Stück, »Verliebt, Verlobt, verschwunden« auf die Bühne des Kaffeehaus Hagen. Theater Heilbronn, Komödienhaus Theater Spezial! Groß.Klein. Kunst: Django Asül – Boxenstopp (Kabarett) Im Herbst 1995 stand Django Asül erstmals vor zahlendem Publikum. Er machte sich auf eine Rei- se, deren Verlauf und Dauer ungewiss war. Statt eines Diaabends präsentiert Django Asül Klassiker aus diesen zwei Jahrzehnten. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Hochschule Heilbronn 6. Heilbronn Hospitality Symposium In der Aula des Bildungscampus findet das 6. Heilbronn Hospitality Symposium mit dem Schwerpunkt auf das Thema »System trifft Individualität - Wer kann von wem Lernen und Profitieren?« als inspirierende Dialogplattform statt. Theaterhaus Stuttgart The Real Group (Konzert) The Real Group ist ein 1984 in Stockholm gegründetes A-cappella-Quintett, so benannt zu Ehren der Jazz-Standards-Sammlung Real Book. Kulturzentrum Merlin, Stuttgart Nagel: Drive-By Shots – Stories & Fotos (Lesung) Thorsten Nagelschmidt, besser bekannt als Nagel, ist Autor, Musiker und Künstler. Bis 2009 war er Sänger, Texter und Gitarrist der Band Muff Potter. Sein literarisches Debüt »Wo die wilden Maden graben« erschien 2007. Jubez, Karlsruhe Manu Delago: Handmade (Konzert) Der Hangvirtuose und Percussionist in Björks Band / Support: La Petite Rouge Karlstorbahnhof, Heidelberg Enoy Jazz-Festival: Troyka (Konzert) Troyka nennen Tim Berne, Aphex Twin, Deerhoof und Flying Lotus als Einflüsse und charakterisieren ihre Musik lustvoll als »polyrhythmic post-dance, haunting trip-hop and atmospheric post-rock«. Fr 09. Kulturkeller, Heilbronn HG. Butzko – Super Vision (Kabarett) HG. Butzko, der Hirnschrittmacher des deutschen Kabaretts, ist wieder im Kulturkeller. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Pariser Leben (Operette) »Tollheit durchrast diese fünf Akte«, schrieb der Librettist Ludovic Halévy über Offenbachs Komposition. »Die betörende Musik stürmt dahin, reißt mit, verwirrt die Sinne, putscht auf und nimmt den Atem. Alles tanzt, alles wirbelt dahin …« Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn In bester Gesellschaft (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Welcome: Björn Scheuermann (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit Björn Scheuermann. Tollhaus, Karlsruhe Gernot Hassknecht (Comedy) Innerhalb kürzester Zeit avan- cierte er zum Kult-Star der ZDF heute-show: Gernot Hassknecht. Die Fans kennen und lieben ihn als cholerischen Kommentator. Substage, Karlsruhe Pothead (Konzert) Pothead, das ist ehrliche Rockmusik, die ihren unverkennbaren Ursprung in den 90ern hat. Badisches Staatstheater, Karlsruhe Monty Pythons Spamalot (Musical) Ein neues Musical, liebevoll zusammengeklaut aus dem Monty Python Film »Die Ritter der Kokosnuss«. Stadthalle Heidelberg Alligatoah (Konzert) Nach den großen Festivals und ausverkauften Hallen zieht es Alligatoah im Oktober zurück in die schönsten, ausgewähltesten und familiärsten Etablissements des Landes. Sa 10. Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn Städtische Museen: Karl Schmidt-Rottluff - Reiner Ausdruck (Ausstellung) Bis 17. Januar. Zum fünfjährigen Jubiläum der Kunsthalle Vogelmann widmen die Städtischen Museen dem Maler Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) eine umfangreiche Werkschau mit retrospektivem Charakter. In Kooperation mit dem Brücke-Museum Berlin. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, BOXX Homo Faber – Pocketversion (Theater) Die erfolgreiche Inszenierung von 08. – 10.10.2015 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 Intendant Axel Vornam jetzt in einer »Pocketversion« nicht nur für Schülerinnen und Schüler in der BOXX. Theater Heilbronn, Großes Haus Pariser Leben (Operette) »Tollheit durchrast diese fünf Akte«, schrieb der Librettist Ludovic Halévy über Offenbachs Komposition. »Die betörende Musik stürmt dahin, reißt mit, verwirrt die Sinne, putscht auf und nimmt den Atem. Alles tanzt, alles wirbelt dahin …« Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Addicted to the Music (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit T-Watch. Kunstmuseum Stuttgart I Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920 (Ausstellung) Die Ausstellung zeigt anhand herausragender Künstler wie Otto Dix, Piet Mondrian, Jackson Pollock, Andy Warhol, K.R.H. Sonderborg, A.R. Penck und Jean-Michel Basquiat, wie der Jazz das 20. Jahrhundert hindurch eine bemerkenswerte Rezeption in der Kunst hervorgerufen hat. Bis 6. März 2016. Theaterhaus Stuttgart Gernot Hassknecht (Comedy) Innerhalb kürzester Zeit avancierte er zum Kult-Star der ZDF heute-show: Gernot Hassknecht. 11. – 13.10.2015 Die Fans kennen und lieben ihn als cholerischen Kommentator. Kulturverein Tempel, Karlsruhe La Nuit Bohème (Party) Zeitreise in die Ära der 20er- und 30er-Jahre: La Nuit Bohème, eine der erfolgreichsten Veranstaltungsreihen in der Metropolregion Rhein-Neckar, öffnet nun zum zweiten Mal am 10. Oktober 2015 Tür und Tor im Kulturzentrum Tempel in Karlsruhe. So 11. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. Harmonie, Heilbronn Marco Rima: Hellwitzia-Tour 2015 (Comedy) Früher war alles besser! Natürlich stimmt das so nicht, es war alles anders. Oder, wenn man Marco Rima glaubt: »Es war alles anders-besser!« redblue, Heilbronn Der kleine Prinz (Familienkonzert) »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« Dies ist nur eine der klugen Botschaften aus dem wunderbar seltsamen Jahrhundertwerk. Innenstadt, Heilbronn Jazz & Einkauf (Shopping & Musik) Traditionell werden Shoppingwütige am zweiten Oktoberwochenende zwischen 13 Uhr und 18 Uhr auf fünf Bühnen mit Pop, Jazz und Loungemusik beschallt. Complex23 / Café Bar Daneben, Heilbronn Ritterrüstung und Kettenhemd (Theater) Ein spannendes und lustiges Stück Familienunterhaltung für Menschen ab fünf Jahren. Theaterhaus Stuttgart Gut gegen Nordwind (Show) Mit Alexandra Kamp und Ronald Spieß. Schleyerhalle, Stuttgart Take That (Konzert) Take That, der erfolgreichste britische Live-Act aller Zeiten, geht wieder auf Tour. Alte Feuerwache, Mannheim Tocotronic (Konzert) Nachdem Tocotronic vor Kurzem erst ihr neues Album für Mai 2015 angekündigt haben, werden die Hamburger Indie-Rocker im Herbst 2015 auf große Tour gehen. Karlstorbahnhof, Heidelberg Enoy Jazz-Festival: Christian Muthspiel: für und mit Ernst (Konzert) Der österreichische Schriftsteller Ernst Jandl sah sich zwar nie als lyrischer »Sänger«, aber seine Gedichte hatten doch von Beginn an eine Nähe zur Musik. Halle 02, Heidelberg New Model Army (Konzert) Nach über 30 Jahren Bandgeschichte ist der charismatische Sänger, Gitarrist und Gründer JUSTIN SULLIVAN noch immer auf Tour – stärker und ausdrucksvoller als je zuvor. Mo 12. Altes Theater, Heilbronn Gonzo’N’Friends (Konzert) Immer montags, immer mit unterschiedlichen Special Guests, immer ein Fest! Theater Heilbronn, BOXX Homo Faber – Pocketversion (Theater) Die erfolgreiche Inszenierung von Intendant Axel Vornam jetzt in einer »Pocketversion« nicht nur für Schülerinnen und Schüler in der BOXX. Capitol, Mannheim Andrea Sawatzki (Lesung) Die »Tatort«-Kommissarin liest aus ihrem neuen Roman »Der Blick fremder Augen«. Nationaltheater Mannheim, Theatercafé Enjoy Jazz-Festival: Cobody (Konzert) Einer für alle, alle für einen. An die drei Musketiere erinnert der groovende Live-Sound von Cobody, was nicht mit der Anzahl der beteiligten Musiker zu tun hat, sondern eher mit einer undogmatischen Haltung zu dem, was zu tun ist. Di 13. Altes Theater, Heilbronn Chris Jones & The Night Drivers + Rob Ickes & Trey Hensley (Konzert) Frisch, unverwechselbar und in bester Nashville-Tradition. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Theater Heilbronn, BOXX Tschik (Theater) Ein großartiges Stück vom aufregenden Sommer des Erwachsenwerdens, von der Schönheit und den Schmerzen der ersten Liebe, von riesiger Abenteuerlust und großer Dummheit und von tollen Menschen in der deutschen Provinz. Karlstorbahnhof, Heidelberg Zugezogen Maskulin (Konzert) Zugezogen Maskulin vergessen nicht. Sie können es nicht. Sie wollen es nicht. Zugezogen Maskulin sind wie der Finger, der sich

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in die offenen Wunden dieses Landes legt und darin herum bohrt. Mi 14. Deutschordensmuseum, Bad Mergentheim Heilbronner Architekturgespräche (Vortrag) Vortrag von Prof. Matthias Siegert (Stuttgart, Büro von M). Das Büro von M aus Stuttgart beschäftigt sich neben der Realisierung von Gebäuden in historischem Umfeld mit der Konzeption von Ausstellungen und temporären Installationen. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Franz Wittenbrink, dessen Liederabend »Männer« einer der Renner der letzten beiden Spielzeiten im Großen Haus war, hat auch den Damen der Schöpfung ein großartiges Programm gewidmet: »Sekretärinnen«. Theater Heilbronn, BOXX Tschik (Theater) Ein großartiges Stück vom aufregenden Sommer des Erwachsenwerdens, von der Schönheit und den Schmerzen der ersten Liebe, von riesiger Abenteuerlust und großer Dummheit und von tollen Menschen in der deutschen Provinz. Alte Feuerwache, Mannheim Enjoy Jazz-Festival: David Murray Infinity Quartet feat. Saul Williams (Konzert) Murray und Williams – auf diese Kombination darf man gespannt sein. Do 15. Altes Theater, Heilbronn Bireli Lagrene & Jermaine Landsberger Trio (Konzert) Bireli Lagrene einer der größten und besten Jazz-Gitarristen weltweit! Kaffeehaus Hagen, Heilbronn Die unerhörten Abenteuer von Sheldon & Mrs. Levine (szenische Lesung) Sie ist eine der heikelsten Beziehungen, die zwischen Mutter und Sohn. Sam Bobrick und Julie Stein haben eine böse Komödie geschrieben, die nur aus Briefen besteht, Briefen zwischen einem 30-jährigen Sohn, der endlich von zu Hause weggelaufen ist, und seiner dennoch allgegenwärtigen Mutter. LKA Longhorn, Stuttgart Bushido (Konzert) Nach der letzten erfolgreichen, komplett ausverkauften Konzerttour folgt im Herbst 2015 die Carlo Cokxxx Nutten 3 Tour. Tollhaus, Karlsruhe Sebastian Pufpaff »Auf Anfang« (Kabarett) Der Schein regiert die Welt, ob als Zahlungsmittel oder Fassade. Das Wir ist zum Ich verkümmert und fristet sein Dasein in den digitalen Legebatterien von Facebook, Twitter und Spiegel-online. Doch wir sind anders. Substage, Karlsruhe Russkaja – Peace, Love and Russian Roll Tour 2015 (Konzert) Seit knapp 10 Jahren sind Russkaja unterwegs auf dieser Welt und verbreiten Turbo-Polka für die Gesundheit! Jubez, Karlsruhe Lambert (Konzert) Der mysteriöse Antilopenmasken-Pianist. Fr 16. Innovationsfabrik, Heilbronn handgewandt ’15 - Messe für Angewandte Kunst (Kunstmesse) Hochwertiges Design, originelle Objektkunst, formschöne Gebrauchsgegenstände, eine Fülle einzigartiger Werke erwartet die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von 700 Quadratmetern. Altes Theater, Heilbronn Katrin Medde & Band (Konzert) Eine Vollblutmusikerin, deren Eigenkompositionen direkt ins Herz treffen. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife- Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Riders on the Storm (Clubbing) Drum and Bass at its finest. Bukowski, Heilbronn Rey & Kjavik @ Heilbronn (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit Rey & Kjavik und Marc Moosbruger. redblue, Heilbronn The Petits Four (Burlesque- Show) Einer Zeitreise der exquisiten Art mit Europas erfolgreichster Burlesque-Revue »The Petits Fours«! Die 30er-Jahre waren romantisch, aufregend und manchmal etwas lasziv. Das Ensemble der Petits Fours holt eben diese Zeit zurück. Liederhalle, Stuttgart Der Pate - Live in Concert (Kino/ Konzert) Das zeitlose Meisterwerk von Francis Ford Coppola »Der Pate« (1972) wird auf einer großen Leinwand in HD gezeigt, während die unvergänglichen Melodien von Nino Rota live von einem Symphonieorchester aufgeführt werden. Hanix Nr. 39 14. – 16.10.2015

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Hanix Nr. 39 Tollhaus, Karlsruhe Timo Wopp (Kabarett) Moral – Eine Laune der Natur Badisches Staatstheater, Karlsruhe Rio Reiser – König von Deutschland (Konzert) Eine musikalische Biografie von Heiner Kondschak. In »Rio Reiser – König von Deutschland« werden der Sänger und seine Band wieder lebendig – im Zentrum steht dabei die Musik, die live von Schauspielern gespielt und gesungen wird. Substage, Karlsruhe Mothers Finest (Konzert) The Legendary Funk Rock Group on Tour 2015. Als Erfinder des Funk-Rock spielen Mothers Finest auch heute ein »enormes Brett«, sind aber offen für Metal, Blues und Soul. Kulturfenster, Heidelberg Bernd Gieseking – Gefühlte Dreißig (Kabarett) Bernd Gieseking präsentiert: Hoffnungskabarett für Männer um die Fünfzig. Sa 17. Innovationsfabrik, Heilbronn handgewandt ’15 - Messe für Angewandte Kunst (Kunstmesse) Hochwertiges Design, originelle Objektkunst, formschöne Gebrauchsgegenstände, eine Fülle einzigartiger Werke erwartet die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von 700 Quadratmetern. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, BOXX Nur ein Tag (Theater) Was, wenn man nur einen einzigen Tag zu leben hätte? Als Wildschwein und Fuchs der Eintags- 17. – 18.10.2015 fliege beim Schlüpfen zusehen, ahnen sie schon, dass es besser wäre, gleich abzuhauen. Wie die Tiere versuchen, alles Glück dieser Welt in einen einzigen Tag zu quetschen, ist ein unglaublicher Spaß. Aber das Stück hat auch eine berührende Tiefe, denn es geht ums Sterben und darum, seine Zeit zu nutzen. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn God save the Queen (Clubbing) Britpop & Indie. An den Turntables Andrew und Thilo. Bukowski, Heilbronn Burhan back again (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit Burhan und France Ari. Complex23 / Café Bar Daneben, Heilbronn »Wollüstig bis schwülwarm« FSK 18 ( Lesung, Schauspiel & Musik) Ein erotischer Abend. In Geschichten, Liedern und Gedichten wird von den unterschiedlichen Facetten der Erotik erzählt. Capitol, Mannheim Lisa Fitz (Kabarett) »WELTMEISTERINNEN – gewonnen wird im Kopf« Die renommierteste politische Kabarettistin bringt es erneut auf den Punkt. Karlstorbahnhof, Heidelberg Enoy Jazz-Festival: Maribou State (Konzert) Nach einer ganzen Reihe von EPs, die zwischen heruntergebremstem Dubstep und atmosphärischem House changierten, haben Maribou State im Sommer ihre erste LP »Rituals« veröffentlicht. So 18. Innovationsfabrik, Heilbronn handgewandt ’15 - Messe für Angewandte Kunst (Kunstmesse) Hochwertiges Design, originelle Objektkunst, formschöne Gebrauchsgegenstände, eine Fülle einzigartiger Werke erwartet die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von 700 Quadratmetern. Neubausaal, Schwäbisch Hall Götz Alsmann & Band (Konzert) Broadway heißt das neue Programm des Meisters des deutschen Jazzschlagers. Theaterschiff, Heilbronn Alexander Bertsch (Lesung mit Liedern) Zuerst die etwas andere Vorstellung des Romans von Alexander Bertsch gemeinsam gelesen von Karin Fu und dem Autor, unterbrochen von Liedern und Songs aus dem Buch. Theater Heilbronn, BOXX Dantons Tod – Pocketversion (Theater) März 1794, Phase II der Französischen Revolution, die als Terreur in die Geschichtsschreibung eingehen sollte. Das Volk hungert, die Guillotine arbeitet pausenlos. Auf dem Höhepunkt dieser Schreckensherrschaft werden zwei Führer der Revolution zu erbitterten Gegnern: Georges Danton, Justizminister der Revolutionsregierung, und Maximilien de Robespierre, Kopf der Jakobiner und unversöhnlich in seinem Hass gegen alle Feinde der Revolution. Theater Heilbronn, BOXX Nur ein Tag (Theater) Was, wenn man nur einen einzigen Tag zu leben hätte? Als Wildschwein und Fuchs der Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen, ahnen sie schon, dass es besser wäre, gleich abzuhauen. Wie die Tiere versuchen, alles Glück dieser Welt in einen einzigen Tag zu quetschen, ist ein unglaublicher Spaß. Aber das Stück hat auch eine berührende Tiefe, denn es geht ums Sterben und darum, seine Zeit zu nutzen. Theater Heilbronn, Großes Haus Pariser Leben (Operette) »Tollheit durchrast diese fünf Akte«, schrieb der Librettist Ludovic Halévy über Offenbachs Komposition. Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern. redblue, Heilbronn Kayar Yanar – Around the World (Comedy) Kaya Yanar, der rastlose Weltenbummler unter den Comedians, ist wieder im redblue. Theaterhaus Stuttgart Joe Bauers Flaneursalon (Show) Die wahre Stuttgarter Liederund Geschichtenshow mit der Buch-Präsentation des Autors: »In Stiefeln durch Stuttgart – Von Komakäufern und Rebellen«. Tollhaus, Karlsruhe Konstantin Wecker mit Band (Konzert) »Ohne Warum« Badisches Staatstheater, Karlsruhe Der Prophet (Premiere / Theater) Das opulente Werk, in Karlsruhe zuletzt 1921/22 aufgeführt, kommt zur Spielzeiteröffnung in einer Neuinszenierung von Tobias Kratzer auf die Bühne. Alte Feuerwache, Mannheim Cheesecakes & Mixtapes (Talk und Musik) Zu Gast: Marcus Staigerr, Gründer des legendären Berliner Hip- Hop-Labels Royalbunker und Chefredakteur von rap.de. Am Abend stellt er seinen Roman »Das Leben ist ein Hundesohn« in einer Lesung vor. Schatzkistl, Mannheim Miss Amüsgöll (Konzert) Französische Chansons und deutsche Verrücktheiten. Halle 02, Heidelberg Kayef live (Konzert) Rund fünf Jahre, rund 25 Millionen Videoaufrufe & 300 000 Facebook-Fans später gehört der heute

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19-jährige Düsseldorfer zu den derzeit populärsten deutschsprachigen Musikern im Netz. Mo 19. Altes Theater, Heilbronn Gonzo’N’Friends (Konzert) Immer montags, immer mit unterschiedlichen Special Guests, immer ein Fest! Theater Heilbronn, Großes Haus Frankenstein – The Monster & The Myth (Theater) Kaum ein anderer Klassiker hat so viele Bühnenadaptionen und Verfilmungen erfahren wie Mary Shelleys »Frankenstein«. Diese sehr temporeiche Produktion ist Komödie und Horrorthriller zugleich und steckt voller visueller Reize. Theater Heilbronn, BOXX Nur ein Tag (Theater) Was, wenn man nur einen einzigen Tag zu leben hätte? Als Wildschwein und Fuchs der Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen, ahnen sie schon, dass es besser wäre, gleich abzuhauen. Karlstorbahnof, Heidelberg Zeruya Shalev und Maria Schrader »Für den Rest des Lebens« (Lesung) Zeruya Shalevs vielfach ausgezeichnete Trilogie über die moderne Liebe – »Liebesleben«, »Mann und Frau«, »Späte Familie« – wurde in über zwanzig Sprachen übertragen. Zeruya Shalev gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Di 20. Buga-Gelände, Heilbronn Bundesgartenschau Heilbronn 2019: Baustellenführung Es wird der Baufortschritt gezeigt und der aktuelle Planungsstand erläutert. Theater Heilbronn, BOXX Autor im Gespräch (Talk) Zu Gast bei Wolfgang Niess (SWR) im Oktober Terézia Mora. Eine Koproduktion mit der Stadtbibliothek Heilbronn und dem SWR-Studio Heilbronn. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. Alte Feuerwache, Mannheim Enjoy Jazz-Festival: Aki Takase La Planète Quartett (Konzert) Aki Takase denkt in Projekten. Oftmals arbeitet sie mit vorhandenem Material, das nicht einfach nur verwendet, sondern weiterund umgeschrieben wird. Mi 21. Esszimmer, Heilbronn Aromamenü Herbst (Kochkurs) Monika Hinderer entdeckt mit ihren Kursteilnehmern herbstliche Aromen. Theater Heilbronn, BOXX Krieg – Stell dir vor, er wäre hier (Theater) Jeder, der sich mit Janne Tellers Text auseinandersetzt, wird Flüchtlinge mit anderen Augen betrachten. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Porsche-Arena, Stuttgart, Cirque du Soleil – Varekai (Show) »In einem Traumwald treffen sich Akrobatik und Schönheit«. Weitere Termine: 22., 23., 24., 25. Oktober. Alte Feuerwache, Mannheim Sophie Hunger – Supermoon Tour 2015 (Konzert) Sophie Hungers Alben »Monday’s Ghost« (2008), »1983« (2010) und »The Danger of Light« (2012) als auch ihre Live-Auftritte wurden von der Europäischen Presse mit viel Lob besprochen. Capitol, Mannheim Boylesque Show (Show) Burlesque Herren, Betörende Sänger und Charmante Comedians. »Mit Musik der 20er- bis 60er- Jahre«. Do 22. Kaffeehaus Hagen, Heilbronn Taiga Tigers – Himmel unter uns (Konzert) Musik vom Balkan, Europa und Übersee gespielt und gesungen von Nataša Rikanović (Gesang) und Petra Hilser (Akkordeon). Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife- Krise ein. Theater Heilbronn, Komödienhaus Theater Spezial! Groß.Klein. Kunst: Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle (Musik) Nach über 20 Jahren Tingelei durch Deutschlands Süden machen sich die STUMPFES auf zu neuen Ufern. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. Osiandersche Buchhandlung, Heilbronn Oliver Maria Schmitt (Lesung) Heimspiel für Oliver Maria Schmitt. Der Satiriker, Journalist und Romancier liest in seiner Geburtsstadt aus seinem Buch »Ich bin dann mal Ertugrul – Traumreisen in die Hölle und zurück«. Jubez, Karlsruhe 16. Karlsruher Science Slam (Science-Slam) Forscherinnen und Forscher aus Baden, Schwaben und der Pfalz zeigen, dass es auch anders geht! Angetrieben von der Überzeugung ihres einen Projektes treten Studenten und Doktoranden gegeneinander an und kämpfen um den Titel »Master of Science Slam«. Fr 23. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife- Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz un- 19. – 23.10.2015 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 terschiedlichen Männertypen ein Profil geben. The Rooms Club, Heilbronn La Sycthemú (Clubbing) Die neue elektronische Partyreihe. Mit The Analog Roland Orchestra, Waltha Himmel & Yrla Fe. Mobilat, Heilbronn Irgendwas ist immer (Clubbing) Watch out for details. Bukowski, Heilbronn So klingt: Broombeck (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit Broombeck und Raum & Zeit. Staatsgalerie Stuttgart Poesie der Farben (Ausstellung) In der Sonderausstellung »Poesie der Farben« bilden Werke der Künstler Beckmann, Campendonk, Dix, u.a. ein großartiges Panorama der Klassischen Moderne. Bis 14. Februar 2016. LKA Longhorn, Stuttgart Irie Révoltés (Konzert) Irie Révoltés: Das ist der Sound für die Revolte. Das ist der Sound für die Barrikaden. Capitol, Mannheim Glasperlenspiel (Konzert) Das erfolgreiche Songwriter-Duo mit neuem Album »Tag X«. Maimarktclub, Mannheim Bushido (Konzert) Nach der letzten komplett ausverkauften Konzerttour folgt im Herbst 2015 die Carlo Cokxxx Nutten 3 Tour. Kulturfenster, Heidelberg Anny Hartmann – Ist das Politik, oder kann das weg? (Kabarett) Sie ist unbequem und gesellschaftskritisch. Sa 24. Kulturkeller, Heilbronn Henning Schmidtke: Hetzkasper – Zu blöd für Burnout (Kabarett) Oft rennt uns die Zeit davon. »Soll 24. – 28.10.2015 sie doch«, sagt Henning Schmidtke, »lassen wir ihr ruhig mal einen Vorsprung. Die wird sich noch umgucken«. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife- Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Basement Soul (Clubbing) Funky, Soulig, Black! Bukowski, Heilbronn Rave on Chris Sonaxx (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit Chris Sonaxx und Oliver Gross. Complex23 / Café Bar Daneben, Heilbronn Wunderbare Katze (Konzert) Die schrägschönen Gitarren des Maiki Mai und Sängerin Gudrun Mohácsis Gesang, engelsgleich bis aufgekratzt, sind das Markenzeichen der Art-Pop-Band. Tollhaus, Karlsruhe Pe Werner & Band (Konzert) Pop & Rock. Jubiläumstour »Von A nach Pe«. Halle 02, Heidelberg ASP – Verfallen Tour 2015 (Konzert) Verfallen – Der Band ASP verfallen ist man spätestens nach einem ihrer fulminanten Live-Auftritte. So 25. Altes Theater, Heilbronn Tanz ist … (Messe) Ein buntes Festival rund um den Tanz für jede Frau, jeden Mann, Familie & Kind. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Franz Wittenbrink, dessen Liederabend »Männer« einer der Renner der letzten beiden Spielzeiten im Großen Haus war, hat auch den Damen der Schöpfung ein großartiges Programm gewidmet: »Sekretärinnen«. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. Alte Feuerwache, Mannheim Kunst gegen Bares (Open Stage) Wieder ist »Kunst gegen Bares« in der Alten Feuerwache zu erleben. Mo 26. Altes Theater, Heilbronn Gonzo’N’Friends (Konzert) Immer montags, immer mit unterschiedlichen Special Guests, immer ein Fest! Theater Heilbronn, BOXX Tschik (Theater) Ein großartiges Stück vom aufregenden Sommer des Erwachsenwerdens, von der Schönheit und den Schmerzen der ersten Liebe, von riesiger Abenteuerlust und großer Dummheit und von tollen Menschen in der deutschen Provinz. Porsche-Arena, Stuttgart Kid Ink (Konzert) West-Coast-Rapper Kid Ink kommt mit seinem brandneuen Top-10-Album »Full Speed« auf Deutschland-Tour. Hip-Hop deluxe! Karlstorbahnhof, Heidelberg Ulrich Peltzer (Lesung) liest aus »Das bessere Leben«. Wer im 20. Jahrhundert jung war, hat von einer anderen Gesellschaft geträumt. Die damaligen Revolutionäre leben heute in einer radikal kapitalistischen Welt. Di 27. Theater Heilbronn, BOXX Tschik (Theater) Ein großartiges Stück vom aufregenden Sommer des Erwachsenwerdens, von der Schönheit und den Schmerzen der ersten Liebe, von riesiger Abenteuerlust und großer Dummheit und von tollen Menschen in der deutschen Provinz. Capitol, Mannheim Ralf Bauer & Pat Fritz (Musikalische Lesung) Eine unterhaltsame und kurzweilige Reise durch die dichterischen Künste, gespickt mit musikalischen und szenischen Überraschungen. Alte Feuerwache, Mannheim Enjoy Jazz-Festival: Snarky Puppy (Konzert) Wer wissen will, wie tight der Groove von Snarky Puppy ist, schaue sich im Netz »Something« feat. Lalah Hathaway an. Dafür gab es 2014 einen Grammy für die beste R&B-Performance. Mi 28. experimenta, Heilbronn Sonderausstellung »Muskel Spiele« (Ausstellung) Bis 10. April. Springen, Balancieren, Tanzen, Fahrradfahren, Werfen: Wer weiß schon genau, was ein Körper alles kann?

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Theater Heilbronn, BOXX Jekyll & Hyde (Live-Hörspiel) Das Publikum hat nicht nur seinen Spaß an der schauerlich-spannenden Geschichte, sondern vor allem auch am Live-Erlebnis, denn hier kommt nichts aus der Konserve. Do 29. Audi Forum, Neckarsulm After Work meets Slam (Slam Poetry & Musik) Mehr Musik. Mehr Slam. Mehr Wortwitz. So lautet das Motto der neuen Kulturserie im Audi Forum. Kaffeehaus Hagen, Heilbronn Verliebt, verlobt, verschwunden! (Theater) Nach dem Riesenerfolg 2013-2014 in München in der Komödie im Bayrischen Hofl kommt das fulminante Ein-Frau-Stück, »Verliebt, Verlobt, verschwunden« auf die Bühne des Kaffeehaus Hagen. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Franz Wittenbrink, dessen Liederabend »Männer« einer der Renner der letzten beiden Spielzeiten im Großen Haus war, hat auch den Damen der Schöpfung ein großartiges Programm gewidmet: »Sekretärinnen«. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. Complex23 / Café Bar Daneben, Heilbronn GanzKurzNoch – Live Podcast (Talkrunde) Im Jahre 2015 reisten zwei friedliche Bewohner fremder Planeten auf die Erde. Das sind die Abenteuer eurer Moderatoren. Begleitet sie auf ihrer unfassbaren Reise. Merlin, Stuttgart LAKS – Tour der Sieger 2015 (Kabarett) Jedes Jahr werden von einer zehnköpfigen Fachjury, bestehend aus Veranstaltern, KünstlerInnen und Medienvertretern fünf Kleinkunstpreise des Landes Baden-Württemberg ausgelobt. Substage, Karlsruhe Donots – Karacho Tour (Konzert) Rotziger Punkrock, der die Hallen zum Ausrasten bringt: Die Donots wissen eben, wie sie jedes Konzert zum Ereignis des Jahres machen! Fr 30. Harmonie, Heilbronn Max Raabe & Palast Orchester »Eine Nacht in Berlin« (Konzert) Das Programm ist gespickt mit Überraschungen aus der ganzen Welt. Esszimmer, Heilbronn Menü Orange (Kulinarik) Monika Hinderer zaubert in ihrer Küche Variationen vom Kürbis. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wen man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas ist immer (Clubbing) Watch out for details. Bukowski, Heilbronn Marky B. @ Bukowski (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit Marky B und Daniel Calisse. Theaterhaus Stuttgart The Ukulele Orchestra of Great Britain (Konzert) The Ukulele Orchestra of Great Britain ist das originale und weltweit erste Ukulele-Orchestra. ZKM, Karlsruhe GLOBALE: Allahs Automaten (Ausstellung) Als Teil der »Exo-Evolution« erkundet die Ausstellung anhand herausragender Beispiele die reiche und faszinierende Welt der Automaten, die im »L’Age d’or« der arabisch-islamischen Kulturen zwischen dem frühen 9. und dem 13. Jahrhundert entwickelt und gebaut wurden. Bis 6. März 2016. Alte Feuerwache, Mannheim Catch a Fire (Konzert) Mit: Eizi Eiz, Denyo, DJ Mad, DJ Dynamite, Tropf, uvm. Support: Nasou, Malik. Im Anschluss Aftershowparty mit DJ MoERockZ. Sa 31. Audi Forum, Neckarsulm Die Nacht der Hexen und Zauberer (Gruselspaß für Kids) Eine Nacht mit abenteuerlichen Geschichten von Hexen und Zauberern und anderen besonderen Erlebnissen. Kulturforum, Brackenheim Özcan Cosar: Adam & Erdal – Der Unzertrennliche (Kabarett) Wenn Özcan Cosar die deutschen und türkischen Befindlichkeiten unter die Lupe nimmt, geht’s richtig lustig zu. Als Stuttgarter, der seine Wurzeln im Bosporus hat, steht er mit 30 Jahren mitten in seinem bunten, interkulturell geprägten Leben und lässt uns daran teilhaben. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wen man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Wortsport (Clubbing) Watch out for details. Bukowski, Heilbronn Monster im Bukowski (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Mit Alex Monster und Maurice. Konzerthaus, Karlsruhe Mario Adorf liest »Schauen Sie mal böse!« (Lesung) Mario Adorf erzählt die schönsten Geschichten aus seinem Schauspielerleben. Nationaltheater, Mannheim Enjoy Jazz-Festival: Apparat (Konzert) Immer in Bewegung bleiben! Als Sascha Ring aka Apparat zuletzt bei Enjoy Jazz spielte, hatte der Electronica-Star gerade »dieses old-schoolige Ding namens Song« für sich entdeckt. Stadthalle, Heidelberg Urban Priol (Kabarett) Ob es um den Irak geht (»Shit happens«), das Rentnerproblem (»Ehret die Alten, eh’ sie erkalten«) oder eine Begegnung zwischen Gerhard Schröder und Arnold Schwarzenegger: So schnell kann man gar nicht lachen, wie die Pointen aus dem Mund dieses begnadeten Unterhalters purzeln. 29. – 31.10.2015 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 Termine November 2015 So 01. Theater Heilbronn, BOXX Nur ein Tag (Theater) Was, wenn man nur einen einzigen Tag zu leben hätte? Als Wildschwein und Fuchs der Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen, ahnen sie schon, dass es besser wäre, gleich abzuhauen. Theaterhaus Stuttgart JazzNights: Michael Wollny – Nachtfahrten Solo-Duo-Trio (Konzert) Mit seinen gerade einmal 36 Jahren ist Michael Wollny bereits gelungen, wofür andere Jazzmusiker erst zu biblischem Alter gelangen mussten. Alte Feuerwache, Mannheim Enjoy Jazz-Festival: Aaron Goldberg (Konzert) »Jazz rebelliert gegen das Vergangen-Sein«, schreibt der Pianist Aaron Goldberg programmatisch im Booklet zu seinem aktuellen Album »The Now«. Karlstorbahnhof, Heidelberg The Whiskey Foundation (Konzert) Lässt man sich einmal von dem ästhetisch anstößigen Flair verführen, wird man nicht nur in seinem Verlangen nach qualitativ 01. – 05.11.2015 Kulturkeller, Heilbronn Halpern & Johnson (Theater) Am Grab seiner vor Kurzem verstorbenen Frau lernt Halpern unerwartet Johnson kennen und erfährt, dass dieser der Liebhaber seiner Frau war – wenn auch vor ihrer Ehe. Auf diesem Drahtseil der Emotionen über das Doppelhochwertiger Musik befriedigt, sondern von der Kreativität und Leidenschaft der jungen Musiker tief berührt. Mo 02. LKA Longhorn, Stuttgart Kitty, Daisy & Lewis (Konzert) Kitty, Daisy & Lewis: Drei Geschwister aus dem Londoner Vorort Kentish Town um die 20, die mit einer Leidenschaft und authentischer Originaltreue die Musik der 40er- und 50er-Jahre wieder aufleben lassen. Capitol, Mannheim Marianne Sägebrecht mit Josef Brustmann und Andy Arnold (Literarisches Konzert) »Sterbelieder fürs Leben«: Nichts gehört wohl so sehr zum Leben wie das Sterben. Di 03. Hochschule Heilbronn Studieren probieren (Studieren zur Probe) Bis zum 5. November finden die Studienschnuppertage an der Hochschule Heilbronn am Campus Sontheim und am Campus Am Europaplatz statt. Karlstorbahnhof, Heidelberg Enjoy Jazz-Festival: Curtis Harding (Konzert) Manche Musiker sind, schon, wenn sie das allererste Mal auf der Bildfläche erscheinen, ein Versprechen: Bei Curtis Harding, einem Mittdreißiger aus Atlanta hat man genau diesen Verdacht. Mi 04. Harmonie, Heilbronn Sido (Konzert) Vom ewig polternden Provokateur und Outsider zum Freidenker und kritischen Geist. Alles echt und entwaffnend ehrlich. »Zu nett für das Ghetto; und zu Ghetto für die Spießer« heißt es in einem seiner neuen Titel. Oder wie er seinen Marsch durchs Leben selber beschreibt: »Zu gerade für die Straße; und zu Straße für die Nachbarschaft«. Esszimmer, Heilbronn Aromamenü Herbst (Kochkurs) Monika Hinderer entdeckt mit ihren Kursteilnehmern herbstliche Aromen. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. Substage, Karlsruhe Bullet For My Valentine (Konzert) Die walisischen Metalcore-Giganten Bullet For My Valentine gehen im Herbst auf Deutschland-Tour! Halle 02, Heidelberg Archive Live (Konzert) Vor kurzem haben Archive auf den Festival-Bühnen des Hurricane und des Southside gestanden. Wie im vergangenen Frühjahr, als die Briten den ersten Teil ihrer Deutschland-Tour bestritten hatten, überzeugte das Londoner Musiker-Kollektiv mit einer fantastischen Show. Do 05. leben einer Frau balancieren Rolf Rudolf Lütgens und Wolfgang Beigel im Kulturkeller. Mobilat, Heilbronn Out of the Dark (Clubbing) Gothic, Darkwave, EBM, Industrial, Mittelalter, 80ies. Schleyerhalle, Stuttgart Eros Ramazzotti (Konzert) Eros Walter Luciano Ramazzotti Molina gehört zu den populärsten italienischen Künstlern. LKA Longhorn, Stuttgart Heino – Schwarz blüht der Enzian (Konzert) Live bringen Heino und seine Band das Rockspektakel im Herbst 2015 auf die Bühne. Tollhaus, Karlsruhe Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten (Konzert) Pigor & Eichhorn sind wohl die kabarettistischsten unter den Musikern und die musikalischsten unter den Kabarettisten.

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Schatzkistl, Mannheim Bill Mockridge – Alles frisch?! (Comedy) Mit ansteckender Energie und voller Lebensfreude zeigt Bill, wie man es schafft, im Kopf jung und frisch zu bleiben. Dabei taucht er tief ein in die Geheimnisse des Alterns. Halle 02, Heidelberg Enjoy Jazz-Festival: The Low Frequency in Stereo (Konzert) Die aktuelle Besetzung, mit neuem Gitarristen Øystein Braut strotzt vor Inspiration aus unzähligen Nebenprojekten und verspricht eine einzigartige, atemberaubende Show. Fr 06. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife- Krise ein. Theater Heilbronn, BOXX Tschik (Theater) Ein großartiges Stück vom aufregenden Sommer des Erwachsenwerdens, von der Schönheit und den Schmerzen der ersten Liebe, von riesiger Abenteuerlust und großer Dummheit und von tollen Menschen in der deutschen Provinz. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Techno @ Buko (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Liederhalle Mozartsaal, Stuttgart Heather Nova (Konzert) Die bermudische Musikerin Heather Nova kommt mit ihrem neuen Album »The Way It Feels« auf Tour! Theaterhaus Stuttgart Christine Prayon – Die Diplom-Animatöse (Kabarett) Gehen Sie bei der Wahl Ihrer Abendveranstaltung auf Nummer Sicher: Entscheiden Sie sich für Künstler mit Gütesiegel. LKA Longhorn, Stuttgart SDP (Konzert) Der SpaceTourbus der besten Liveband hinter dem Mond landet im Herbst 2015 sicher auch in deiner Nähe! Sei dabei, wenn es heißt: Abheben zur Landung im Party-Wahnsinn! Substage, Karlsruhe Riverside (Konzert) Mit: Lion Shepherd & The Sixxis. Love, Fear And The Time Machine Tour 2015. Badisches Staatstheater, Karlsruhe 1. Nachtklänge – El Cimarrón (Konzert) Autobiographie des geflohenen Sklaven Esteban Montejo. Jubez, Karlsruhe Christian Springer – »Oben Ohne« (Kabarett) Christian Springer macht seinem Namen alle Ehre. Er springt, grantelt, lärmt und wütet. Und holt dabei kaum Luft. Kein Zweifel, Christian Springer ist die lebende Herzattacke. Alte Seilerei, Mannheim 9mm »Nitro Killers« Tour 2015 (Konzert) Neues Outfit, neues Album: 9mm sind zurück! Halle 02, Heidelberg Herrenmagazin – »Sippenhaft«-Tour (Konzert) »Sippenhaft« ist ein Album mit Texten voller Wahrheit und einer Musik, in der die Melancholie ein ebenso bedeutendes Zuhause findet wie die Freude an unglaublich pointierten Pop-Songs. Sa 07. Ebene 3, Heilbronn Soul Connection (Konzert) Schweißtreibender Soul, kerniger Funk und erdiger Rhythm and Blues: Mit neuer Rhythmsection entführen die acht Musiker von Soul Connection in die schwarze Musik. DJ-Support: Sven Francisco. 70ies Funk, Disco and Rare Grooves. Altes Theater, Heilbronn Thomas Schreckenberger (Kabarett) Kabarett im Alten Theater. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife- Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Who the F*ck (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Techno @ Buko (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. redblue, Heilbronn Bernd Kohlhepp – Hämmerle privat (Comedy) Bernd Kohlhepp liest, spielt und singt aus Hämmerles Rock ´n´ Roll Tagebuch, aus seinen geheimen Aufzeichnungen sowie der schwäbischen Weltgeschichte. Theaterhaus Stuttgart Florian Schroeder: Entscheidet Euch! (Kabarett) Ausgehen oder zuhause bleiben? Bier oder Wein? Mieten oder kaufen? Heiraten oder trennen? Geschüttelt oder gerührt? Jeden Tag treffen wir 100000 Entscheidungen. Da muss man ja bekloppt werden. Maimarktclub, Mannheim Polita 3D Musical (Musical) »Polita« ist das erste Musical, das komplett mit 3D-Technik produziert wurde und somit im wahrsten Sinne des Wortes neue Maßstäbe im Live-Entertainment setzt. Capitol, Mannheim Mic Donet (Konzert) Rise & Shine Tour 2015. Ein perfekter Soul-Abend der Extraklasse. So 08. Kulturkeller, Heilbronn Reden ist Silber, erzählen ist Gold (Erzählabend) Drei Erzählerinnen und ein Erzähler führen Sie – mal ernsthaft, mal augenzwinkernd – durch Liebe, Lüge, Niedertracht, Glück und Traum, List und Zufall. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe. 06. – 08.11.2015 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 Theater Heilbronn, BOXX Krieg – Stell dir vor, er wäre hier (Theater) Jeder, der sich mit Janne Tellers Text auseinandersetzt, wird Flüchtlinge mit anderen Augen betrachten. Selten kann Theater mit seinen Möglichkeiten eindringlicher begreifbar machen, was wäre wenn … Schleyerhalle, Stuttgart Mötley Crüe – The Final Tour (Konzert) Eine der legendärsten und kultigsten Rockbands haben stetig die Musikwelt geprägt, Mötley Crüe. Sie haben nun ihre letztmalige Tournee angekündigt. Porsche-Arena, Stuttgart Polita 3D Musical (Musical) »Polita« ist das erste Musical, das komplett mit 3D-Technik produziert wurde und somit im wahrsten Sinne des Wortes neue Maßstäbe im Live-Entertainment setzt. Substage, Karlsruhe Madsen – Kompass-Tour 2015 (Konzert) Im August bringen die Indie- Rocker Madsen ihr neues Album »Kompass« raus, im November geht’s auf gleichnamige Clubtour! Halle 02, Heidelberg Astronautalis (Konzert) Nach dem fulminanten Auftritt beim Maifeld Derby sind Astronautalis wieder zurück in der Region! Mo 09. Altes Theater, Heilbronn Gonzo’N’Friends (Konzert) Immer montags, immer mit unterschiedlichen Special Guests, immer ein Fest! Theater Heilbronn, BOXX Krieg – Stell dir vor, er wäre hier (Theater) Jeder, der sich mit Janne Tellers Text auseinandersetzt, wird Flüchtlinge mit anderen Augen betrachten. Selten kann Theater mit 09. – 12.11.2015 seinen Möglichkeiten eindringlicher begreifbar machen, was wäre wenn … Halle 02, Heidelberg Ferris MC (Konzert) Raffinierte Textideen, eine ganz eigene, gleichermaßen verspielte und direkte Sprache gepaart mit musikalischer Offenheit. Stadthalle, Heidelberg Enjoy Jazz-Festival: James Farm (Konzert) Mit Joshua Redman, Aaron Parks, Matt Penman, Eric Harland. Das kollektiv angetretene Allstar-Projekt spielt nun zum zweiten Mal beim Festival. Di 10. Theater Heilbronn, BOXX Die Leiden des jungen Werther (Theater) Goethes erster Roman, entstanden 1774, wurde ein echter Bestseller und ließ den Autor über Nacht berühmt werden. Theater Heilbronn, Großes Haus Pariser Leben (Operette) »Tollheit durchrast diese fünf Akte«, schrieb der Librettist Ludovic Halévy über Offenbachs Komposition. Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern. Theaterhaus Stuttgart Rüdiger Hoffmann – Aprikosenmarmelade (Comedy) Rüdiger Hoffmann weiß genau, was hilft, wenn im Leben mal wieder die nötige Süße und Leichtigkeit fehlt: Aprikosenmarmelade mit viel Humor. Mi 11. Esszimmer, Heilbronn Menü »Variationen von der Ente« (Kochkurs) Monika Hinderer entdeckt mit ihren Kursteilnehmern verschiedene Zubereitungsarten für Ente. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, BOXX Die Leiden des jungen Werther (Theater) Goethes erster Roman, entstanden 1774, wurde ein echter Bestseller und ließ den Autor über Nacht berühmt werden. Theater Heilbronn, Großes Haus Pariser Leben (Operette) Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. Theaterhaus Stuttgart Banned from Utopia plays Frank Zappa (Konzert) Zusammen nennen sie sich Banned From Utopia – angelehnt an das Zappa-Album »Man From Utopia«. Dieses hochkarätige Ensemble mit Musikern unzähliger Mothers- und Zappa-Platten gibt Klassiker aus sämtlichen Schaffensperioden des überragenden Künstlers zum Besten. Porsche-Arena, Stuttgart Five Finger Death Punch & Papa Roach (Konzert) Mit 10 Nr. 1-Singles und über 25 Top 10-Singles, Millionen Video-Streams und Fans auf der ganzen Welt kommt DAS Metal-Package in diesem Herbst in die deutschen Konzerthallen. Capitol, Mannheim Enissa Amani (Comedy) Die Wahlkölnerin, deren Vater lieber aus dem kommunistischen Manifest als aus Benjamin Blümchen vorlas, wurde im Iran geboren, wuchs aber in Frankfurt auf. Enissa sagt über sich selbst, sie sei eine Tussi. Do 12. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Franz Wittenbrink, dessen Liederabend »Männer« einer der Renner der letzten beiden Spielzeiten im Großen Haus war, hat auch den Damen der Schöpfung ein großartiges Programm gewidmet: »Sekretärinnen«. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. Hochschule Heilbronn Ökonomie und Ethik (Tagung) Heute und morgen: Tagung »Ökonomie und Ethik« der Hochschule Heilbronn, Campus Am Europaplatz. Theaterhaus Stuttgart Maybebop: Das darf man nicht (Konzert) Maybebop – vier Stimmen, die staunen lassen. Ihre Bühnenshows sind einzigartig, turbulent, und vor allem kurzweilig. Theaterhaus Stuttgart Backblech – Die Nacht der Gewohnheit (Konzert) Backblech entführt das Publikum mit ihrer Hommage an die Langzeitbeziehung in »Die Nacht der Gewohnheit«. Porsche-Arena, Stuttgart Marilyn Manson (Konzert) Er ist eine der schillerndsten Figuren der Musikwelt und steht für Kreativität, Charisma und Schockpotential.

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Tollhaus, Karlsruhe Michael Wollny (Konzert) Jazz: Nachtfahrten – Solo – Duo – Trio Stadthalle, Heidelberg Enjoy Jazz-Festival: Cécile McLorin Salvant (Konzert) »Haltung, Eleganz, Soul, Humor, Gefühl, Kraft, Virtuosität, Erkenntnis, Intelligenz, Tiefe und Schönheit« – kein geringerer als Wynton Marsalis hat sich zu dieser Eloge hinreißen lassen, adressiert an die Sängerin Cécile McLorin Salvant. Fr 13. Osiandersche Buchhandlung, Heilbronn Osiander Lesenacht (Lesehappening) Lieben Sie Bücher? Das Osiander-Team bietet die Gelegenheit, bis in die Nacht in allen Büchern zu schmökern und zu blättern. Osiander sorgt für Getränke und leckere Knabbereien. Das Einzige, was mitgebracht werden muss, ist viel Lust zum Lesen. Esszimmer, Heilbronn Menü »Ente gut – alles gut« (Kulinarik) Monika Hinderer kredenzt Ente in Variationen. Kulturkeller, Heilbronn Robert Griess – Ich glaub, es hackt (Kabarett) Der Kölner Komiker Robert Griess bietet großartiges politisches Kabarett, frech, treffend, schonungslos. Altes Theater, Heilbronn Christina Lux (Konzert) Ein Singer-Songwriter-Abend. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Techno @ Buko (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Porsche-Arena, Stutgart Sido – Liebe Live 2015 (Konzert) Es geht um die Liebe: Nachdem SIDOs aktuelles Album »30-11- 80« längst Goldstatus erreicht hat, widmet sich der Künstler mit seinem Team voll der Tour. LKA Longhorn, Stuttgart Tocotronic – Tour 2015 (Konzert) Nachdem Tocotronic vor Kurzem erst ihr neues Album für Mai 2015 angekündigt haben, werden die Hamburger Indie-Rocker im Herbst 2015 auf große Tour gehen! Tollhaus, Karlsruhe Chaostheater OROPAX (Theater) »Chaos Royal« Capitol, Mannheim Marek Fis (Comedy) »Baustelle Europa«. Ein Pole packt ein/aus! Kulturfenster, Heidelberg Martin Fromme – Besser Arm ab als arm dran! (Comedy) Er ist Deutschlands einziger asymmetrischer Komiker. Karlstorbahnhof, Heidelberg Enjoy Jazz-Festival: Andy Stott & Laurel Halo (Konzert) »Weird Pop« – eine gewisse Ratlosigkeit transportiert dieser auf die abstrakten Singer/Songwriter-Soundscapes aus Ambient, Samples, Dub & Sub Bass von Laurel Halo gemünzte Terminus. Sa 14. Audi Forum, Neckarsulm Joris – Hoffnungslos Hoffnungsvoll Tour (Konzert) Der Newcomer der deutschen Singer-Songwriter-Szene kommt mit seinem Hit »Herz über Kopf« ins Audi Forum Neckarsulm! Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Theater Heilbronn, Komödienhaus Männerhort (Theater) »Männerhort« ist bestes Boulevardtheater mit geschliffenen, pointenreichen Dialogen, viel Situationskomik und Futter für vier Schauspieler, die ganz unterschiedlichen Männertypen ein Profil geben. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Bus di Dance (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Techno @ Buko (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Porsche-Arena, Stuttgart WWE Live (Sport) Die weltbesten WWE Superstars sind Garanten für ebenso spannende wie unterhaltsame Ringduelle. Theaterhaus Stuttgart David Leukert (Kabarett) Schau Liebling, der Mond nimmt auch zu! Unkorrektes Kabarett. Merlin, Stuttgart Yael Deckelbaum: »Enosh« (Konzert) Die Medien feiern sie seit geraumer Zeit als die israelische Joni Mitchell, aber auch Vergleiche zu Ausnahmesängerinnen wie Carol King oder Björk stehen immer wieder im Raum. Schwarzwaldhalle, Karlsruhe The Wise Guys (Konzert) A capella. »Läuft bei euch«-Tour. Karlstorbahnhof, Heidelberg Thees Uhlmann – Sophia, der Tod und ich (Lesung) Mit seiner Band Tomte und als Solokünstler feiert Thees Uhlmann große Erfolge. Er hat schon für verschiedene Zeitungen und Magazine geschrieben. Sophia, der Tod und ich ist sein erster Roman. Kulturfenster, Heidelberg Philip Scharri – Kreativer Ungehorsam (Kabarett) Philipp Scharri ist ein manisch-kreativer Bühnenderwisch. Der Deutschsprachige Poetry- Slam-Champion 2009 entführt sein Publikum auf eine tempound geistreiche Achterbahnfahrt durch feinste Reimkultur. So 15. Theater Heilbronn, BOXX Nur ein Tag (Theater) Was, wenn man nur einen einzigen Tag zu leben hätte? Als Wildschwein und Fuchs der Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen, ahnen sie schon, dass es besser wäre, gleich abzuhauen. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 13. – 15.11.2015 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Theaterhaus Stuttgart Michael Hatzius – Echstasy (Comedy) Michael Hatzius ist wieder auf Echse. Der mehrfach preisgekrönte Puppenspieler und Comedian präsentiert seine neue Soloshow. Tollhaus, Karlsruhe Albert Hammond (Konzert) Albert Hammond schreibt seit über 40 Jahren Hits. Aus seiner Feder stammen Welthits wie »The Air that I breathe« (Hollies), »99 Miles from LA« (Art Garfunkel) oder »One Moment in Time« (Whitney Houston). Capitol, Mannheim Wigald Boning (Bildervortrag) Was Einkaufszettel über uns verraten. »Butter, Brot und Läusespray.« Halle 02, Heidelberg Boy – We were here-Tour (Konzert) Mitte Mai gaben BOY bekannt, dass sie im September mit den Songs ihres neuen Albums »We were here« in die Clubs zurückkehren werden. Mo 16. Theater Heilbronn, BOXX Nur ein Tag (Theater) Was, wenn man nur einen einzigen Tag zu leben hätte? Als Wildschwein und Fuchs der Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen, ahnen sie schon, dass es besser wäre, gleich abzuhauen. Theaterhaus Stuttgart Gerhard Polt und die Well-Brüder aus’m Biermoos (Kabarett) Im Zusammenspiel von Gerhard Polt und den Wellbrüdern entsteht ein unterhaltsamer »Bairischer Abend« der besonderen Art, fernab von weiß-blauer Weißwurstidylle und Bierseligkeit. 16. – 19.11.2015 Maimarktclub, Mannheim Fettes Brot (Konzert) »Du bringst dich mit – ich bring mich mit.« (aus »Toten Manns Disco«) … eine Hand wäscht die andere. Das klingt nach einem fairen Deal unter Piraten! Stadthalle, Heidelberg Reinhold Messner – Leben am Limit (Vortrag) Messners nie enden wollende Sehnsucht nach den eigenen Grenzen, den höchsten Gipfeln der Welt und seine Faszination für ihre erhabene Schönheit spiegeln sich im Titel seines Vortrags »Leben am Limit« wieder. Di 17. Theaterschiff, Heilbronn Patrick Salmen & Quichotte (Rätselabend) Die bekannten Slam-Poeten Patrick Salmen und Quichotte laden zum kulturellen Rätsel-Soirée ein. Nach dem Erfolg des ersten Rätselbuches »Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn, es ist zu schwierig« legen sie den langersehnten zweiten Band vor. Theaterhaus Stuttgart Torsten Sträter: Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben (Kabarett) Comedy mit integrierten Lesungselementen: Klingt erst mal wie Reklame für einen Couchtisch, ist aber nur die nüchterne Beschreibung für eines der lustigsten Stand-up & Sit-down-Lese-Comedy-Kabarett-Programme überhaupt. Mi 18. Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall Heilbronner Architekturgespärche (Vortrag) Vortrag von Bernardo Bader (Dornbirn (A), Bernardo Bader Architekten). Wie sich in einer ländlich geprägten, voralpinen Landschaft neue Kindergärten, Wohnhäuser oder ein islamischer Friedhof in die Umgebung einbinden und auf die regionalen Bautraditionen des Vorarlberg verweisen, zeigt der Architekt Bernardo Bader. Theaterschiff, Heilbronn vocaldente (A-cappella-Konzert) Mit einer einzigartigen Mischung aus perfektem Satzgesang, originellen Arrangements, geistreichen selbstironischen Moderationen, umwerfenden Choreographien und frischem Auftreten auf hohem Niveau, begeistert das Quintett unverwechselbar charmant ihr Publikum. Mobilat, Heilbronn Mario Möglich – Deutschland überall & Geschichten aus »Wild Germany« (Lesung) Auf der Suche nach Deutschen und Deutschem in aller Welt lässt der Journalist Manuel Möglich, bekannt durch seine Serie »Wild Germany« auf ZDFneo, nichts aus. Hochschule Heilbronn Studieninformationstag (Infoveranstaltung) Abiturienten von heute und morgen können sich über das Studienplatzangebot der Hochschule Heilbronn informieren. Am Campus Sontheim. Substage, Karlsruhe Monsters Of Liedermaching (Konzert) Die Monsters, wie sie abgekürzt genannt werden, sind bekannt für ihre spontanen Show-Einlagen und ihrem Potpourri aus Songs der verschiedenen Solo-Projekte der Monster-Musiker. Alte Seilerei, Mannheim PA SPORTS – »Eiskalter Engel« Tour 2015 (Konzert) Ruhrpott-Rap vom Feinsten – das ist PA Sports. Der Essener ist seit Jahren eine feste Größe in der Szene, seine Alben finden grundsätzlich ihren Weg in die Charts. Karlstorbahnhof, Heidelberg The Jon Spencer Blues Explosion (Konzert) Prêt à écouter 20 Jahre Countdown. Do 19. Unter der Glaspyramide, Heilbronn Aha! Cappella Festival (Konzert) Eröffnungsshow des neuen A-cappella-Festivals in Heilbronn. Mit mundARTmonika, medlz & The London Quartett. Altes Theater, Heilbronn Rolf Suter & Regina Degado + Rainer Granzin (Konzert) Mal funky-rockig, mal basilektrisch; die Sängerin und Saxophonistin Regina Degado entführt ihr Publikum einfühlsam in ihre Gedanken und Bilderwelt. präsentiert: LEIDENSCHAFT FASZINATION & DES GESANGS 19.11. - 21.11.2015 Mund- & Stimmenkunst at its best! The London Quartet, medlz, mundARTmonika, Delta Q, HörBänd & VIVA VOCE www.ahacappella-heilbronn.de

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Theaterschiff, Heilbronn vocaldente (A-cappella-Konzert) Mit einer einzigartigen Mischung aus perfektem Satzgesang, originellen Arrangements, geistreichen selbstironischen Moderationen, umwerfenden Choreographien und frischem Auftreten auf hohem Niveau, begeistert das Quintett ihr Publikum. Theater Heilbronn, Großes Haus Die Zauberflöte (Oper) »Die Zauberflöte« ist die Lieblingsoper der Deutschen. Sie hält den unangefochtenen Spitzenplatz in den Aufführungsstatistiken der bundesrepublikanischen Musiktheater. Die Staatsoperette Dresden, deren Inszenierungen »Gräfin Mariza« und »Hello Dolly!« beim Heilbronner Publikum große Begeisterung hervorriefen, ist mit der »Zauberflöte« erneut am Berliner Platz zu Gast. redblue, Heilbronn Bülent Ceylan – Haardrock (Comedy) Authentisch und sympathisch und immer individuell an die jeweilige Auftrittssituation angepasst präsentiert Ceylan sein inzwischen achtes abendfüllendes Programm »Haardrock«. Substage, Karlsruhe DANKO JONES (Konzert) Er ist und bleibt der egomane Sexprotz, der er immer war: Seine Band hat er nach sich selbst benannt, die Songs drehen sich hauptsächlich um ihn selbst, seine Autos, Mädels, seine Geschlechtsteile nebst seinen testosteron-geschwängerten Fantasien. Fr 20. Theater Heilbronn, BOXX Aha! Cappella Festival (Konzert) A-cappella-Konzert der ziemlich coolen Berliner Combo Delta Q. Distel Lit Lounge, Heilbronn Aha! Cappella Festival (Konzert) Konzert von HörBänd im Rahmen des Aha! Cappella Festivals. Kulturkeller, Heilbronn Hin und weg – der Mann bleibt da (Chanson-Kabarett) Madeleine Sauveur, die komisch-vielseitige Musik-Kabarett-Chansonniere hat die Schnauze voll. Das hält sie aber keineswegs davon ab zu singen, zu plaudern und zu lästern. Spätestens, wenn sie ihre wunderschönen, teils witzigen, teils anrührenden Lieder singt, liegen ihr die Freunde des geistreichen Chanson-Kabaretts zu Füßen. Altes Theater, Heilbronn Sir Waldo Weathers (Konzert) It’s time to get funky! Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife- Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Die Zauberflöte (Oper) »Die Zauberflöte« ist die Lieblingsoper der Deutschen. Sie hält den unangefochtenen Spitzenplatz in den Aufführungsstatistiken der bundesrepublikanischen Musiktheater. Die Staatsoperette Dresden, deren Inszenierungen »Gräfin Mariza« und »Hello Dolly!« beim Heilbronner Publikum große Begeisterung hervorriefen, ist mit der »Zauberflöte« erneut am Berliner Platz zu Gast. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn God save the Queen (Clubbing) Brittpop mit Andy und Thilo. Bukowski, Heilbronn Techno @ Buko (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. redblue, Heilbronn Bülent Ceylan – Haardrock (Comedy) Authentisch und sympathisch und immer individuell an die jeweilige Auftrittssituation angepasst präsentiert Ceylan sein inzwischen achtes abendfüllendes Programm »Haardrock« mit der gewohnt hohen Gagdichte. Tollhaus, Karlsruhe Fat Freddy’s Drop (Konzert) Fat Freddy’s Drop ziehen ihren Einfluss aus nahezu jedem Eintrag im Lexikon der schwarzen Musik. Eine soulige Stimme und jazzige Harmonien treffen sich mit Delay und Hall. Karlstorbahnhof, Heidelberg Ariel Pink (Konzert) Ariel Pink kehrt mit einem neuen Album zurück – dieses Mal ohne Haunted Graffiti. »pom pom« ist somit eine Art Soloalbum, aber auch wieder nicht so richtig. Halle 02, Heidelberg José González (Konzert) Der als Singer und Songwriter berühmt gewordene José González kehrt auf die Bühne zurück. Kulturfenster, Heidelberg Andrea Bongers – »Bis in die Puppen« (Comedy) Kind weg, Mann weg, Hund tot – und jetzt? Geht’s ab – bis in die Puppen! Andrea Bongers ist die Powerfrau aus dem Hamsterrad. Sa 21. Harmonie, Heilbronn Aha! Cappella Festival (Konzert) Die Ansbacher Band Viva Voce wird A-cappella das Haus rocken. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, Großes Haus Die Zauberflöte (Oper) »Die Zauberflöte« ist die Lieblingsoper der Deutschen. Sie hält den unangefochtenen Spitzenplatz in den Aufführungsstatistiken der bundesrepublikanischen Musiktheater. Die Staatsoperette Dresden, deren Inszenierungen »Gräfin Mariza« und »Hello Dolly!« beim Heilbronner Publikum große Begeisterung hervorriefen, ist mit der »Zauberflöte« erneut am Berliner Platz zu Gast. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Dubwars (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Techno @ Buko (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theaterhaus, Stuttgart Alfons: Wiedersehen macht Freunde (Kabarett) ALFONS, der Kultreporter der ARD erklimmt zusammen mit seinem Puschelmikro erneut die Bühne. Theaterhaus Stuttgart Maximum Rock (Lesung & Live-Musik) Maximum Rock: Eine rockmusikalische Zeitreise vom Summer of Love bis Woodstock. Was ist eine Rocklesung? Nicht mal Google kennt die Antwort – wir schon! Capitol, Mannheim Jan Plewka singt Rio Reiser (Konzert) Der SELIG-Frontmann mit seiner musikalischen Hommage an Rio Reiser. Es spielt die Schwarz-Rote Heilsarmee. Karlstorbahnhof, Heidelberg Paper Aeroplanes (Konzert) Das Waliser Duo Paper Aeroplanes geht mit ihrem aktuellen Album im November auf »Joy«- Tour und setzt so als Solo-Headliner die Double-Feature-Tour »More Tales from Britain« vom April fort. 20. – 21.11.2015 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 So 22. Theater Heilbronn, Großes Haus Die Zauberflöte (Oper) »Die Zauberflöte« ist die Lieblingsoper der Deutschen. Sie hält den unangefochtenen Spitzenplatz in den Aufführungsstatistiken der bundesrepublikanischen Musiktheater. Die Staatsoperette Dresden, deren Inszenierungen »Gräfin Mariza« und »Hello Dolly!« beim Heilbronner Publikum große Begeisterung hervorriefen, ist mit der »Zauberflöte« erneut am Berliner Platz zu Gast. Theater Heilbronn, BOXX Homo Faber – Pocketversion (Theater) Die erfolgreiche Inszenierung von Intendant Axel Vornam jetzt in einer »Pocketversion« nicht nur für Schülerinnen und Schüler in der BOXX. Mobilat, Heilbronn Wortsport (Clubbing) Watch out for Details. ZKM Medientheater, Karlsruhe Panama Pictures (NLD): ALPHA – the new wilderness (Tanz) Die Körpersprache von Führungskräften! Mit ihrer aktuellen Performance übergibt Panama Pictures den Tanzboden den Männern. Drei Tänzer und zwei chinesische Stangenakrobaten wirbeln über die Bühne, klettern, rutschen und balancieren auf den Stangen oder aufeinander. Alte Feuerwache, Mannheim Sundaykick (Konzert) Kicks’n Sticks ist ein professionelles Jazz-Orchester aus der Metropolregion Rhein-Neckar und vereint viele der besten hier lebenden Jazzmusiker. Die Band umfasst einen Musiker-Pool von über 30 Musikern, aus denen sich die jeweilige aktuelle Konzertbesetzung bildet. Alte Seilerei, Mannheim FISH – »30th Anniversary of Misplaced Childhood« (Konzert) Fish wird zum 30-jährigen Jubi- 22. – 25.11.2015 läum das komplette Album ein letztes Mal live präsentieren, was bei allen Ex-Marillion-, Noch-Marillion- und natürlich bei den alten und neuen Fish-Fans absolutes Entzücken auslöst! Capitol, Mannheim Pettersson & Findus (Kindertheater) Ein Theaterstück nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Sven Nordqvist. »Eine Geburtstagstorte für die Katze«. Capitol, Mannheim BigBand² (Konzert) Unterhaltung im Quadrat: »Swing ’n’ Fun«. Karlstorbahnhof, Heidelberg Philip Simon (Kabarett) Ende der Schonzeit. Vor der Befreiung aus der Zwangsjacke stellt sich die Frage: Wie verrückt ist wahnsinnig? Philip Simon geht auf die Jagd nach dem Wahnsinn des Lebens und so absurd es auch sein mag, so befreiend ist seine Freude an der Sinnlosigkeit politischer Debatten. Halle 02, Heidelberg Gregor Meyle – »DAS BESTE KOMMT NOCH« Tour 2015/16 (Konzert) Wer Gregor Meyle schon einmal live erlebt hat, weiß, es gibt keine inszenierte Bühnenversion des Künstlers. Sein Auftritt ist 100% Gregor Meyle. Mo 23. Altes Theater, Heilbronn Gonzo’N’Friends (Konzert) Immer montags, immer mit unterschiedlichen Special Guests, immer ein Fest! Theater Heilbronn, BOXX Homo Faber – Pocketversion (Theater) Die erfolgreiche Inszenierung von Intendant Axel Vornam jetzt in einer »Pocketversion« nicht nur für Schülerinnen und Schüler in der BOXX. Maimarktclub, Mannheim Alt-J (Konzert) Die Alternative-Rocker von Alt-J sind eine waschechte Studentenband. Kennengelernt haben sie sich während des Studiums im englischen Leeds. Die allerersten Aufnahmen entstanden noch im Wohnheim der Universität. Seitdem ist viel passiert. Karlstorbahnhof, Heidelberg Tonbandgerät – Wenn das Feuerwerk landet Tour (Konzert) Ihren Träumen haben TONBAND- GERÄT einfach Taten folgen lassen. Und das mit beachtlichem Erfolg. Di 24. Porsche-Arena, Stuttgart Dr. Eckart von Hirschhausen – Wunderheiler (Kabarett) Hirschhausen kehrt zurück an seine Wurzeln: Medizin und Magie. Merlin, Stuttgart Kanonenfutter (Improtheater) Wenn sich ein Haufen verrückter Menschen abschussbereit in die erste Reihe stellt, Sätze wie Kugelhagel um die Ohren fliegen und ein einziges Wort aus dem Publikum reicht, um eine großartige Geschichte entstehen zu lassen – dann darf man das nicht verpassen. Rosengarten, Mannheim DAVID GOLDRAKE: IMAGINA- RIUM – The Secret Arts Gallery (Magieshow) Nach erfolgreichen Auftritten und ausverkauften Shows in Europa und den USA geht der Magier und Mentalist DAVID GOLDRAKE mit seinem neuen Programm erstmals in Deutschland auf Tournee. Capitol, Mannheim Ryan Sheridan (Konzert) Nach großer Nachfrage kommt der Ire zurück nach Deutschland. Mi 25. Theater Heilbronn, BOXX Anne und Zef (Theater) Der niederländische Autor Ad de Bont kombiniert das durch ihr Tagebuch weltberühmt gewordene Schicksal von Anne Frank mit dem eines der vielen Jungen aus Albanien, die sich jahrelang wegen Blutrachefehden ihrer Familien versteckt halten müssen. Theaterhaus, Stuttgart Axel Hacke: Das kolumnistische Manifest. Das Beste aus 1001 Kolumnen (Lesung) Seit 25 Jahren schreibt Axel Hacke für das Magazin der Süddeutschen Zeitung, vom berühmten »Kleinen Erziehungsberater« über »Das Beste aus meinem Leben« zu »Das Beste aus aller Welt«. Tausend Texte sind so entstanden. Porsche-Arena, Stuttgart Thriller – Live (Show) THRILLER – LIVE feiert das Phänomen Michael Jackson und würdigt mit einer grandiosen Show seine größten Hits und seinen unverwechselbaren Tanzstil. Kulturkabinett, Stuttgart Das Traumfresserchen (Märchentheater) Ein musikalisches Märchentheater nach Michael Ende. In Schlummerland ist es für alle Leute das Wichtigste, gut zu schlafen. Derjenige, der am Besten schlafen kann, ist der König. Karlstorbahnhof, Heidelberg Rangleklods – »Straitjacket tour« (Konzert) Die Kombination aus einer einzigartigen Herangehensweise und den unzähligen intensiven Live-Auftritten der Band hat bereits für viele Liebhaber der Klänge von Rangleklods gesorgt.

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Do 26. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theaterhaus Stuttgart Suchtpotenzial: Alkopop 100 Vol.% (Comedy) Von Ariane Müller & Julia Gámez Martin. Gewinner des PRIX PAN- THEON 2015. Porsche-Arena, Stuttgart Fettes Brot – »Teenager vom Mars« Tour 2015 (Konzert) Deutschlands dritt-bis fünftbeliebteste Band gehört zu den an zwei Fingern abzuzählenden Überlebenden der ersten großen deutschsprachigen Rapwelle Anfang der 1990er Jahre und kann auf mittlerweile 11 Alben zurückblicken. Tollhaus, Karlsruhe Axel Hacke: Das kolumnistische Manifest. Das Beste aus 1001 Kolumnen (Lesung) Seit 25 Jahren schreibt Axel Hacke für das Magazin der Süddeutschen Zeitung, vom berühmten »Kleinen Erziehungsberater« über »Das Beste aus meinem Leben« zu »Das Beste aus aller Welt«. Tausend Texte sind so entstanden. Capitol, Mannheim Özcan Cosar (Comedy) »Du hast dich voll verändert!«. Auch bei seinem zweiten Programm darf hemmungslos gelacht werden. Fr 27. Altstadt, Bad Wimpfen Altdeutscher Weihnachstmarkt (Weihnachtsmarkt) Einer der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands öffnet alljährig an den ersten drei Adventwochenenden seine Tore. Altes Theater, Heilbronn Nils Brunkhorst (Konzert) Singer-Songwriter-Musik. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife-Krise ein. Theater Heilbronn, BOXX Jekyll & Hyde (Live-Hörspiel) Das Publikum hat nicht nur seinen Spaß an der schauerlich-spannenden Geschichte, sondern vor allem auch am Live-Erlebnis, denn hier kommt nichts aus der Konserve. Das »Kino für die Ohren« ist handgemacht und entsteht an jedem Vorstellungsabend aufs Neue. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Franz Wittenbrink, dessen Liederabend »Männer« einer der Renner der letzten beiden Spielzeiten im Großen Haus war, hat auch den Damen der Schöpfung ein großartiges Programm gewidmet: »Sekretärinnen«. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Techno @ Buko (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. LKA Longhorn, Stuttgart SALTATIO MORTIS (Konzert) Mit offenen Augen durch die Welt gehen, sich immer wieder neu erfinden, stets kritisch hinterfragen und kein Blatt vor den Mund nehmen, dies gehört zu den markantesten Eigenschaften der Spielleute von Saltatio Mortis. Badisches Staatstheater, Karlsruhe Hänsel und Gretel (Theater) Märchenspiel von Engelbert Humperdinck. Ab 6 Jahren. Dichtung von Adelheid Wette. Kulturzentrum Tempel, Karlsruhe Manuel Liñán »SINERGIA« (Show) Der Flamenco-Shooting-Star aus Spanien! Schatzkistl, Mannheim Knacki Deuser – Seltsames Verhalten (Comedy) Der Ex-Mr. NightWash entwickelt sich immer mehr zum deutschen »Lord of Stand-up«. In dem Maße wie er sich im letzten Jahr noch einmal komplett neu als Solo-Künstler erfunden hat, wurde auch seine letzte Tour immer erfolgreicher. Capitol, Mannheim FÜENF: Bock drauf! (Konzert) Wo die Band ihr Maul aufreißt, klappen erfahrungsgemäß die Kinnladen runter, rollen Köpfe, brechen Herzen und entgleist Mimik. Kulturfenster, Heidelberg Jens Neutag – »Das Deutschland-Syndrom« (Kabarett) Ist Angela Merkels berühmte »Rauten-Geste« nur Teil einer perfiden Hypnosemethode? Wählen wir die Kanzlerin nur deshalb immer wieder, weil wir gar nicht anders können? Halle 02, Heidelberg Wanda – Lässigkeit mit Wiener Schmäh (Konzert) Nachdem bei der gerade absolvierten Tour zu viele Fans vor der Tür bleiben mussten, kommen die fünf Österreicher um Namensgeber Michael Marco Wanda im November auf eine fast zweiwöchige Tour in die großen Clubs. Sa 28. Altstadt, Bad Wimpfen Altdeutscher Weihnachstmarkt (Weihnachtsmarkt) Einer der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands öffnet alljährig an den ersten drei Adventwochenenden seine Tore. Altes Theater, Heilbronn Ballettschule Kling (Tanz) Ballett im Alten Theater Kulturforum, Brackenheim Glen David Andrews & The Sazerac Swingers (Konzert) Auf der Bühne entwickelt der Posaunist und Sänger eine nahezu unglaubliche Energie, die selbst im von erstklassigen Musikern großzügig bedachten New Orleans ohne Vergleich ist. The Sazerac Swingers haben sich als eine der besten europäischen Bands etabliert, die den aktuellen, jungen New Orleans Jazz so spielen, wie er tatsächlich heutzutage in seiner Geburtsstadt zu erleben ist. Theaterschiff, Heilbronn Mann über Bord (Musiktheater) Wenn man älter ist als der Vater der letzten Bettgespielin, wenn Haare am Kopf ausgehen und dafür in den Ohren wachsen, wenn die Falten tiefer werden, dann setzt für gewöhnlich die Midlife- Krise ein. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will’s wissen (Theater) »Rita will’s wissen« ist eine intelligente Konversationskomödie und eine warmherzig erzählte Geschichte zugleich. Die Komödie spielt mit Klischees und stellt sie gleichzeitig infrage. Theater Heilbronn, Großes Haus Pariser Leben (Operette) »Tollheit durchrast diese fünf Akte«, schrieb der Librettist Ludovic Halévy über Offenbachs Komposition. Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. 26. – 28.11.2015 Hanix Nr. 39

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Hanix Nr. 39 Bukowski, Heilbronn Techno @ Buko (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theaterhaus Stuttgart Bernd Lafrenz – Der Widerspenstigen Zähmung (Theater) Frei nach Shakespeare. Schleyerhalle, Stuttgart Deep Purple – Live in Conert (Konzert) Erstmals seit zwei Jahren kommen DEEP PURPLE wieder auf Gastspielreise nach Deutschland! Tollhaus, Karlsruhe Hagen Rether (Kabarett) »Liebe« Kulturzentrum Tempel, Karlsruhe Scenario Battle – 2 vs. 2 European Breakdance Championship (Breakdance) Zum ersten Mal fand beim Tanzfestival 2014 das Scenario Battle statt. Aufgrund des Erfolges und der Resonanz geht man in die zweite Edition. 16 internationale Teams treten zum Scenario Battle an. Halle 02, Heidelberg Andreas Kümmert (Konzert) Andreas Kümmert kennen wohl die meisten durch die dritte The Voice of Germany-Staffel, aus welcher der Schützling von Max Herre als strahlender Gewinner hervorging. So 29. Harmonie, Heilbronn Jürgen von der Lippe – Was soll ich sagen …? (Comedy) Wenn einer weiß, wie und was er sagen soll, dann der Meister des geschliffenen Satzes? Altstadt, Bad Wimpfen Altdeutscher Weihnachstmarkt (Weihnachtsmarkt) Einer der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands öffnet alljährig an den ersten drei Adventwochenenden seine Tore. 29. – 30.11.2015 Audi Forum, Neckarsulm Walter Sittler liest Dieter Hildebrandt (Lesung) Walter Sittler, den Hildebrandt nicht nur als vielseitigen und facettenreichen Schauspieler, sondern auch für sein politisches und soziales Engagement schätzte, verleiht den letzten Gedankenblitzen Hildebrandts so viel Authentizität, dass der Meister da oben seine helle Freude dran hätte. LKA Longhorn, Stuttgart ITCHY POOPZKID – SIX TOUR 2015 (Konzert) ITCHY POOPZKID gelten nicht ohne Grund als eine der umtriebigsten und dabei erfolgreichsten Punkrockbands des Landes. Tollhaus, Karlsruhe Comedy Battle Finale Saison 2015 (Comedy) Willst du nicht auch die Creme de la Creme des Comedy Battles live miterleben? Dann komm am 29.11.2015 ins Tollhaus Karlsruhe und lass dich von den besten Teams aus Stuttgart, Köln, Karlsruhe und Düsseldorf bespaßen. Substage, Karlsruhe THE LEVELLERS (Konzert) Rock, Punk, gemischt mit keltischen Folk-Elementen, Gitarre, Bass, Schlagzeug plus Fiddle, Mandoline und Harmonica sind die Kennzeichen der Levellers, die seit 1988 durch die Lande ziehen und von einer besseren Welt, dem ewigen Kampf um Gerechtigkeit und größerer Liebe singen. Kulturzentrum Tempel, Karlsruhe Sabine Seume Ensemble – »Die Goldbergs« (Tanztheater) Sabine Seume, bekannt für ihre hochphysischen Inszenierungen für ein junges Publikum, treibt gemeinsam mit der Pianistin Vasilena Krastanova und ihrem Tänzer-Ensemble ein einfallsreiches Spiel mit der Musik. Konzerthaus, Karlsruhe Dodokay – Die Welt auf Schwäbisch (Comedy) Ob Barack Obama, Dschungel-Indianer oder Herr Vader – dank Dominik »Dodokay« Kuhn sprechen sie alle schwäbisch. Seit über fünf Jahren synchronisiert der Schwabe alles, was ihm unter die Finger kommt und hat damit bei Fans im Internet und im Fernsehen einen gewaltigen Erfolg. Schatzkistl, Mannheim Die Spitzklicker – Querbeet (Kabarett) »Querbeet«, das neue Best-of- Programm der Spitzklicker, ist ein Streifzug durch die bereits gespielten 31 Programme mit Szenen, die inhaltlich immer aktuell bleiben, Klassikern, die das Kabarett-Ensemble selbst immer wieder gerne spielt. Capitol, Mannheim Frau Holle (Kindertheater) Das beliebte Kindermärchen. Wer kennt es nicht, das Märchen von Frau Holle? Capitol, Mannheim Budenzauber (Kindertheater) Mitmachtheater für die Kleinsten. Hund, Katze und Maus feiern gemeinsam Weihnachten. Mo 30. Altes Theater, Heilbronn Gonzo’N’Friends (Konzert) Immer montags, immer mit unterschiedlichen Special Guests, immer ein Fest! Theaterhaus Stuttgart Kein Aufwand (Kabarett) Musikalisch-kabarettistische Lesung von und mit Andreas Martin Hofmeir und seiner Tuba, begleitet von Guto Brinholi an der Gitarre. LKA Longhorn, Stuttgart Mark Forster (Konzert) Mit einem gesunden Mix aus »Bauch und Kopf« hat sich Mark Forster nach oben gesungen. Das Tourfinale zum Hit-Album! Dezember/ Januar- Ausgabe Hanix erscheint 30.11.2015 Besuche auch facebook! info@hanix-magazin.de www.hanix-magazin.de

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Tiere ab 18 Lisa Maria Klotz kam wahrscheinlich durch Geburt zur Welt. Seitdem zeichnet, malt und spielt sie am liebsten Quatsch. Zur Beruhigung backt Lisa Pfannkuchen und ihr animalisches Buch »Tiere ab 18« soll man sich und anderen gefälligst in großer Stückzahl bestellen! Check da Shit out: www.tiereab18.de Mehr zu Lisa gibt’s hier: www.lisamariaklotz.de Hanix Nr. 39 TIERE AB 18

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Alle 38 bisher erschienenen Ausgaben sowie unsere drei Best Offf-Ausgaben von Hanix findet ihr in unserem Online- Archiv unter www.hanix-magazin.de Für Smartphones und Tablets gibts Hanix über die kostenlose »keosk.«-App.

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noch natürlicher und es schwimmen äste drin.