Flash Download 3D-Zeitschrift benötigt das Flash 10.1 Plugin von Adobe.
Download von adobe.com

Bitte Stellen Sie sicher dass Javascript
in Ihrem Browser aktiviert und erlaubt ist.


Content:
1
Nº2 8 MAI 2014 THEMENSCHWERPUNKT: M ark e tin g IM G E S P RÄCH: MC RE NE MC RENE WAR EINER DER TALENTIERTESTEN HIP-HOPPER DES LANDES. DANN LANDETE ER IM CALLCENTER. DER FREESTYLER SETZTE ALLES AUF EINE KARTE UM AUF DIE BÜHNE ZURÜCKZUKEHREN. IM MOBILAT LIEST ER AUS SEINEM BUCH. AUSSERDEM: PORSCHE, HARLEY DAVIDSON, DATA 77112, YARDSTYLE, BRAD PITCH, JOSEF BEUYS, VATERKOLUMNE, UNSERE SCHEINDEMOKRATIE, EIN BRIEF AUS MEXICO, FOTOLIA, SPEEDGIRLS, DISTEL LIT LOUNGE, BLUE VEIINS UND VIELES MEHR! Nº2 8 MAI 2014 THEMENSCHWERPUNKT: M ark e tin g IM G E S P RÄCH: MC RE NE MC RENE WAR EINER DER TALENTIERTESTEN HIP-HOPPER DES LANDES. DANN LANDETE ER IM CALLCENTER. DER FREESTYLER SETZTE ALLES AUF EINE KARTE UM AUF DIE BÜHNE ZURÜCKZUKEHREN. IM MOBILAT LIEST ER AUS SEINEM BUCH. AUSSERDEM: PORSCHE, HARLEY DAVIDSON, DATA 77112, YARDSTYLE, BRAD PITCH, JOSEF BEUYS, VATERKOLUMNE, UNSERE SCHEINDEMOKRATIE, EIN BRIEF AUS MEXICO, FOTOLIA, SPEEDGIRLS, DISTEL LIT LOUNGE, BLUE VEIINS UND VIELES MEHR!

2
N º4 DAS UNTERLAND AUS DER VOGELPERSPEKTIVE: EIN RUNDFLUG ÜBER UNSERE HEIMAT Nº2 O KT 2 011 DEZ 2011 / JAN 2012 Nº5 FEB 2012 N º1 SEP 2 0 11 HEILBRONNER ANSICHTEN: EIN FOTOGRAFISCHER STREIFZUG IM GESPRÄCH: REINHOLD GALL INNENMINISTER VON BADEN-WÜRTTEMBERG DER KÜHLSCHRANK VON...: FALKEN-KAPITÄN LUIGI CALCE DAS LÄNGSTE INTERVIEW HEILBRONNS: OLIVER MARIA SCHMITT, AUTOR DES »BESTEN ROMANS ALLER ZEITEN«, ÜBER HEILBRONN UND MEHR tei l t, e i l t , N º3 NOV 2011 IM GESPRÄCH: HEILBRONNS OBERBÜRGERMEISTER HELMUT HIMMELSBACH IM GROSSEN INTERVIEW URBAN-ART: DER NECKARSULMER MARC C. WOEHR SORGT MIT SEINER URBANEN KUNST FÜR AUFMERKSAMKEIT DER KÜHLSCHRANK VON...: PATRICIA MAYER UND DEM INSEL HOTEL IM GESPRÄCH: DIE BEATSTEAKS VOR IHREM KONZERT IN HEILBRONN VOLKSABSTIMMUNG ZU STUTTGART 21: REINHOLD GALL BEANTWORTET DIE WICHTIGSTEN FRAGEN WELTREISE: ZWEI HEILBRONNER WOLLEN OHNE FLUGZEUG UM DIE WELT SKULPTUREN-IKONE: FRANZ ERHARD WALTHER ÜBER SEINE AUSSTELLUNG IN DER KUNSTHALLE VOGELMANN EXKLUSIV IM INTERVIEW: 1899 HOFFENHEIM-COACH HOLGER STANISLAWSKI ÜBER BADISCHEN DIALEKT UND KÜHE MELKEN. GEFÄHRLICHER EINSATZ: DER HEILBRONNER MATTHIAS MARQUART HAT IN AFGHANISTAN EIN DURCH UND DURCH KORRUPTES LAND VORGEFUNDEN. FASCHING! FASCHING! FASCHING!: DIE NARREN SIND WIEDER LOS. weilt, B I L D U N G ENERGIE BIKEPOLO IM OLGA-COURT: EIN ACTIONVIDEO ÜBER EINE SPORTART, DIE IN HEILBRONN IM KOMMEN IST heilt. Z E I T A RM U T REBELLION Nº1 Nº 6 MRZ 2012 Nº2 Nº 7 APR 2012 Nº3 Nº4 INTERVIEW DES MONATS: DER SCHWÄBISCHE KABARETTIST CHRSITOPH SONNTAG FÜLLT INZWISCHEN DIE PORSCHE-ARENA. EIN GESPRÄCH ÜBER ALTE UND NEUE ZEITEN. KULTURBEUTEL: POETRY SLAM IN HEILBRONN. WIR TRAFEN UNTER ANDEREM DEN DEUTSCHSPRACHIGEN MEISTER IM CAFÉ WILHELM. Nº4 Nº 9 INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT STEFFEN MÖLLER. ER IST IN POLEN EIN STAR. WIR SPRACHEN VOR DER EM MIT DEM MULTITALENT ÜBER TIPPS FÜR POLENREISENDE UND PILZESAMMELN. MUSIKKOFFER: BARONS UP! FELIX VON RACKNITZ VERANSTALTET IM SCHLOSS HEINSHEIM ANSPRUCHSVOLLE KONZERTE UND STEHT IN JAGSTHAUSEN BEI DEN BURGFESTSPIELEN AUF DER BÜHNE. JUNI / JULI 2012 Nº5 Nº1 0 AUG 2012 Nº8 MAI 2012 AUSBILDUNG IM UNTERLAND: EIN BESUCH BEI GETRAG, DEN GETRIEBE- UND ZAHNRADEXPERTEN AUS UNTERGRUPPENBACH Gesundheit INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT HERBERT FEUERSTEIN, DEM EHEMALIGEN SIDEKICK VON HARALD SCHMIDT MUSIKKOFFER: EIN GESPRÄCH MIT Ö(ZKAN) ÜBER TÜRKISCHE FOLKLORE, HIP-HOP & ROCKMUSIK HÄLDENRENNEN BEI BRETZFELD: DIE OFFIZIELLE SKATEBOARD-DOWNHILLMEISTERSCHAFT IN EINDRUCKSVOLLEN FOTOGRAFIEN INTERVIEW DES MONATS: MUSEUMSDIREKTOR DR. MARC GUNDEL IM GESPRÄCH BRIEF AN DIE HEIMAT: AUSWANDERER MICHAEL MÜLLER KEHRT AUS SÜDAFRIKA IN DIE LÖWENSTEINER BERGE ZURÜCK HIER SIND DIE INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT DEN BULLINGS, DEN MACHERN DES ALTEN THEATERS MAROKKO – GLOBETROTTER PATRICK ORTWEIN WEISS JETZT: MAN WEISS NIE WORAUF MAN SICH EINLÄSST AUSSTELLUNG IN DER ZIGARRE: ARTBASEL HEAR ME RIGHT HERE – MIT MALEREI, TAGS, GRAFFITI, ZEICHNUNGEN UND PERFORMANCE* FUSSBALL: EIN GESPRÄCH ZUR FUSIONSIDEE IM HEILBRONNER FUSSBALL – MIT HARRY MERGEL, GERD KEMPF & WERNER MENOLD ä nd e uslä KUNSTREGION: VESPA-KULT IN SINSHEIM. ZUM 66. GEBURTSTAG DES SCHICKEN ITALIENERS WIDMET DAS TECHNIKMUSEUM SINSHEIM DEM ROLLER EINE SONDERAUSSTELLUNG. HIER GEHT‘S ZUM QUIZ! FUSSBALL MACHER IM UNTERLAND: MARIJO MARIC WIRD NICHT NUR TRAINER DES NEUGEGRÜNDETEN FC UNION HEILBRONN. ER BETREIBT AUCH EINE FUSSBALLSCHULE. KINDER Nº6 Nº11 SEP 2012 Nº7 Nº 1 2 OKT 2012 Nº8 Nº13 NOV 2012 Nº9 N º1 4 DEZ 2012 / JAN 2013 Nº10 Nº15 FEB 2013 KULTURBEUTEL: EIN SNEAKER-FACHGEPLÄNKEL MIT MÄNNERN, DIE MEHR SCHUHE ALS IHRE FRAUEN BESITZEN. KULTURBEUTEL: POETRY SLAM IN HEILBRONN. WIR TRAFEN UNTER ANDEREM DEN DEUTSCHSPRACHIGEN MEISTER IM CAFÉ WILHELM. KUNSTREGION: VESPA-KULT IN SINSHEIM. ZUM 66. GEBURTSTAG DES SCHICKEN ITALIENERS WIDMET DAS ECHNIKMUSEUM SINSHEIM EM ROLLER EINE SONDERAUSSTELLUNG. INTERVIEW DES MONATS: THOMAS STROBL ÜBER SEINEN SCHWIEGERVATER, JUNGSOZIALISTEN UND ELEKTROBEATS KUNSTREGION: DAS »FALSCHE HASENMAHL« & DIE »TO BE SUPPOSED TO DO SOMETHING«-AUSSTELLUNG IM FOTOGRAFISCHEN RÜCKBLICK IM GESPRÄCH: OTTFRIED FISCHER DER PRACHTBAYER ERZÄHLT DEN UNTERSCHIED ZWISCHEN FANS DES FC BAYERN UND 1860 MÜNCHEN UND ERKLÄRT WIESO BAD TÖLZ NICHT ZU ÖSTERREICH GEHÖRT, WIE ES HEC-FANS IMMER MEINEN EIN BRIEF AN DIE HEIMAT AUS COSTA RICA SEGELFLIEGEN IN DER REGION IM GESPRÄCH: ULRICH KIENZLE DER JOURNALIST A. D. ÜBER SEIN INTERVIEW MIT SADDAM HUSSEIN UND DIE GEMEINSAMKEITEN VON SCHWABEN UND ARABERN STUTTGART STAMMHEIM: EINE FOTOSTRECKE HINTER GITTERN HEILBRONNS THEATERINTENDANT AXEL VORNAM KENNT SEIN ERFOLGSGEHEIMNIS NICHT IM GESPRÄCH: TED BAUER DER HEILBRONNER VERTRITT JAMES GILL, EINEN DER GRÖSSTEN POP-ART-KÜNSTLER UNSERER ZEIT AU S „ F O R E V E R YO U N G “ A L P H AV I L L E RIDERS ON THE STORM: DJ ASHLEY AAMES VERANSTALTET DIE BESTEN DRUM´N´BASS-PARTYS DER STADT WIRTSCH A FT PIERRE GATTINGER ERZÄHLT DIE GESCHICHTE DES MOBILAT-CLUB ESS EN & T R INKEN WELTREISE: ZWEI HEILBRONNER WOLLEN OHNE FLUGZEUG UM DIE WELT SC H A F F E , SC H A F F E H Ä U S L E BAU E ! JUG E N D BABEL WORLD: DER CHINESE DU ZEHNJUN STELLT BABELARTIGE STADTLANDSCHAFTEN IM ZKM-KARLSRUHE AUS Nº11 Nº16 MÄRZ 2013 Nº12 N º1 7 APRIL 2013 Nº13 Nº18 MAI 2013 Nº14 N º1 9 JUNI / JULI 2013 Nº15 Nº20 AUG 2013 IM GESPRÄCH: POLIZEICHEF ROLAND EISELE ÜBER DEN POLIZISTENMORD VOM APRIL 2007 UND DEN NAHENDEN NSU-PROZESS IM GESPRÄCH: POLIZEICHEF ROLAND EISELE ÜBER DEN POLIZISTENMORD VOM APRIL 2007 UND DEN NAHENDEN NSU-PROZESS BRIEF AN DIE HEIMAT: ÜBER DAS ARBEITEN FÜR DIE KANADISCHE ÖLINDUSTRIE BEI -40 GRAD IM GESPRÄCH: HEC-KAPITÄN LUIGI CALCE ÜBER SEINE DEUTSCHLAND-TOUR, ERNST RUPP UND VERLETZUNGEN MUSIKKOFFER: YEN STEHEN VOR DEM DURCHBRUCH - EIN BAND-PORTRAIT IM GESPRÄCH: SCHAUSPIELERIN ALEXANDRA KAMP ÜBER BEKNACKTE SONGTEXTE, OHRWÜRMER UND BERLIN KUNSTREGION: WUNDERBARE SCHWARZWEISS FOTOGRAFIEN VON ROBERT HÄUSSER BRIEF AN DIE HEIMAT: ÜBER DAS ARBEITEN FÜR DIE KANADISCHE ÖLINDUSTRIE BEI -40 GRAD KUNSTREGION: DESIGN IKONEN I M GE SPR ÄCH: STEFAN KUNTZ ÜBER DAS DFB-POKALSPIEL DES 1. FC KAISERSLAUTERN GEGEN NECKARSULM KU N ST R E GI ON : STREET ART AUS BERLIN UND SHAOLIN MÖNCHE H A N DA R B EI T AROUND THE WORLD: DER HEILBRONNER PATRICK ORTWEIN BLICKT AUF ÜBER EIN JAHR WELTREISE ZURÜCK WO H L F Ü H L E N HERRENWAHL: NICOLAI KÖPPEL ERINNERT SICH AN SEINE ERSTEN TANZSCHRITTE ZURÜCK 9. MAI HANIX PRÄSENTIIERT »MASHED POTATOES« IM MOBILAT: LIVEBANDS, LESUNG & DJ MIT KAÉLA, WUNDERBARE KATZE, NICOLAI KÖPPEL & ASHLEY AAMES KULTURBEUTEL: POETRY SLAM IN HEILBRONN. WIR TRAFEN UNTER ANDEREM DEN DEUTSCHSPRACHIGEN MEISTER IM CAFÉ WILHELM. AUTO Nº19 N º 24 DEZ 2013 N E C K A R N E CK AR : MIT TEXTEN VON MARK TWAIN UND HANS CHRISTIAN ANDERSEN Nº16 Nº17 Nº18 Nº2 3 NOV 2013 Nº20 I M G E S P R Ä C H: TOMISLAV MARIC ÜBER SEIN CO-TRAINER DASEIN BEIM VFB STUTTGART, DEN UNSINN IM FUSSBALL ZU PLANEN UND BERUFSVERKEHR AUF DER A81 KU N ST R E G I O N : HEILBRONNER MUSEEN IM ZEICHEN DES TURMES + aktuelle Informationen zum Kometen Ison I M G E SP R Ä C H : EX-GREENPEACE-CHEF GERD LEIPOLD UND SCHAUSPIELR WALTER SITTLER ÜBER IHR BUCH "ZEIT, SICH EINZUMISCHEN" M E I N E P L ATTE N K I STE : SARAH HORNSBY MAG ES ROCKIG, FOLKIG UND MELANCHOLISCH B R I E F A N D I E H E I M AT: DIESMAL AUS KOPENHAGEN HIMMEL FOTOST R E C K E : CANCUN MEXICO - AM RANDE DES TOURISMUS Nº21 Nº22 Nº23 Nº24 Nº25

3
Nº26 MÄRZ 2014 Nº27 APRIL 2014 IM G ESPRÄCH: TV-MODERATORIN UND AUTORIN KATRIN BAUERFEIND ÜBER ZEUGEN JEHOVAS, SCHWÄBISCHE LIEBLINGSWÖRTER UND RAUCHERCAFÉS IN HEILBRONN S TA D T O B E R H A U P T KULTURB EUTEL: RALPH UND ALEXANDRA MUNZ ÜBER DIE BEVORSTEHENDE SCHLIESSUNG DES HIP ISLAND, STECKER ZIEHENDE BÜRGERMEISTER UND IHRE STRANDBAR ALS WAHLKAMPFTHEMA MUSIKKOF F ER : ROCKSTAR UND FUSSBALLFAN THEES UHLMANN ÜBER SEINE LIEBE ZU ST. PAULI, EINEN GUTEN RUF IN SCHLECHTEN KREISEN UND OMAS AN DER SUPERMARKTKASSE Studieren IM GESPRÄCH: EX-PROFI ANKE HUBER IST SPORTLICHE LEITERIN DES PORSCHE TENNIS GRAND PRIX IN STUTTGART. WIR TRAFEN DIE EHEMALIGE NUMMER 4 DER WELT, UND SPRACHEN ÜBER EXTRAVAGANTES INTERIEUR IHRES ERSTEN PORSCHE, DIE LUSTLOSIGKEIT INTERVIEWS ZU GEBEN UND WIE SIE DIE AKTUELLEN SPIELERINNEN DOCH DAZU ÜBERREDET. AU SS E R D E M : WHO THE FUCK SIND »WHO THE FUCK«?, STREETPHOTOGRAPHY AUS NEW YORK, EINE STEILGEHENDE HEILBRONNER FACEBOOKGRUPPE, GLOCKEN-GIESSEN, EIN BRIEF AN DIE HEIMAT AUS AUSTRALIEN, EINE HEILBRONNER ABITURKLASSE VON 1922 UND VIELEM MEHR … Nº26 Nº27

4
WIR FEIERN UNSERE ERSTE BEST-OFFFPRINTAUSGABE MIT GROSSEM TAMTAM! Oder einfach bestellen unter: info@hanix-magazin.de Watch out! HANIX gibts jetzt auf Papier! Am 30. April 2014 ab 20 Uhr in der Oststraße 18 in Heilbronn Natürlich kann auch das HANIX-Best-offf-Heft für einen schlappen Fünfer erworben werden! Unterstützt von: Watch out! Deko: Illuminierter Schnickschnack und hängende Federn Essen: Chili con Carne / Chili sin Carne Getränke: Faire Preise Eintritt: Frei HANIX gibts jetzt auf Papier! Gedruckt in einem Etablissement in deiner Nähe! Ab dem 7. April 2014 Livemukke: »Das Neue Haus« (Elektroriental Tüb-Hop) Ab dem 7. April 2014 Das HANIX-»Best-of«-Magazin mit dem Besten der Ausgaben 1 bis 25 Verblüffende Kartentricks und Zaubereien: Kris Rampmaier Film: Heilbronner Krimikomödie »Spitzendeal« per Beamer auf Bettlaken Das HANIX-»Best-of«-Magazin mit dem Besten der Ausgaben 1 bis 25 Gedruckt in einem Etablissement in deiner Nähe! Oder einfach bestellen unter: info@hanix-magazin.de Vinyl: DJ Brad Pitch

5
E D I TO R I A L »Sagt den Leuten nicht, wie gut ihr die Güter macht, sagt ihnen, wie gut eure Güter sie machen.« (Leo Burnett, amerik. Werbeleiter) Liebe Leserinnen, liebe Leser, in dieser Ausgabe geht es ums Werben und Verkaufen, kurz »Marketing«. Jeder kennt Marketing und ist tagtäglich von privaten oder unternehmerischen Marketing-Maßnahmen umzingelt. Doch was bedeutet Marketing eigentlich? Wir haben bei Wikipedia nachgeschaut: Der Begriff Marketing bezeichnet zum einen den Unternehmensbereich, dessen Aufgabe es ist, Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten; zum anderen beschreibt dieser Begriff ein Konzept der ganzheitlichen, marktorientierten Unternehmensführung zur Befriedigung der Bedürfnisse und Erwartungen von Kunden und anderer Interessengruppen. Damit entwickelt sich das Marketingverständnis von einer operativen Technik zur Beeinflussung der Kaufentscheidung hin zu einer Führungskonzeption. Wir haben mit vielen Marketing-Experten gesprochen, um dem ganzen Näher zu kommen. Der Marketing-Leiter von Fotolia, der Heilbronner Murat Erimel behauptet, dass jedes Unternehmen Fotos braucht. Red Bull versucht durch am Reissbrett entworfene Fußballklubs in die Bundesliga aufzusteigen. RB Leipzig kämpft nun um die Lizenz für die 2. Liga. Die DFL moniert, dass das Vereinslogo zu nah am »Red Bull«-Logo sei. Über den Bereich des Industriemarketings hat DHBW-Professorin Yvonne Zajontz geforscht, da dieser Marketingbereich aus wissenschaftlicher Sicht kaum Beachtung fand. Sibel Taylan eröffnete vor sieben Jahren das Data, ein subkulturelles Kleinod in Heilbronns Innenstadt. Nach drei Jahren hatte sie es abgegeben, um nun »zurück in der Zukunft« erneut den Laden zu übernehmen. Wir haben sie besucht. Ein Highlight im Mai wird das Gentleman-Konzert im Hip Island sein. Mitorganisiert haben den Event die Jungs von Yardstyle, die wir im Heilbronner Beachclub zum Gespräch getroffen haben. MC Rene war einer der erfolgreichsten Hip-Hopper Deutschlands. Eigene TV-Show, eigenes Label und so weiter. Dann stieg er aus und arbeitete zwei Jahre im Callcenter, um danach alles auf eine BahnCard100 zu setzen und zurück auf die Bühne zu gelangen. Ohne festen Wohnsitz reiste er durch Deutschland, trat in Landgasthöfen vor Provinzlern auf oder synchronisierte Pornos, um sich etwas zu verdienen. Herausgekommen ist dabei ein Buch und neue Tracks, die er im Heilbronner Mobilat zum Besten geben wird. Und natürlich liest er auch aus dem Buch vor. Wir unterhielten uns mit dem AltHip-Hopper über sein Abenteur. Inzwischen hat er wieder einen festen Wohnsitz. Nach Heilbronn wird er trotzdem mit dem Zug anreisen. Viele weitere Geschichten und Gespräche gibt es in dieser HANIX-Ausgabe. Wir wünschen viel Vergnügen. Und jetzt ab in die Stadt unser Best-of-Heft kaufen! Kostet nur fünf Euro und ist das beste Printmagazin, das es je in Heilbronn gab. Eure Markenfetischisten und Werber vom HANIX-Team. Ein Fußballklub am Reissbrett entworfen: RB Leipzig steigt in die 2. Bundesliga auf. Wenn die DFL den Betriebsklub lässt. Der Betriebsklub nimmt die 50+1 Regel nicht zu genau. Alles auf eine Karte gesetzt und sich nicht verzockt: MC Renes Weg ist sicher nichts für jedermann. Job gekündigt, Klamotten und Wohnungseinrichtung verschenkt und ohne festen Wohnsitz mit dem Zug jahrelang durch Deutschland gefahren, um zurück auf die Bühne zu kommen. Er hat es geschafft.

6
BEDIENUNG DES MAGAZINS

7
Über dem Magazin befindet sich eine Funktionsleiste. Das Briefsymbol ermöglicht Weiterempfehlungen auf diversen sozialen Netzwerken Wir mögen unser Bildergalerie-Feature. Hinter diesem Fotos-Icon, das auf den entsprechenden Seiten einfliegt und blinkt, verbergen sich weitere Fotos. Einfach draufklicken. Wenn dieses Icon hereinfliegt und blinkt, weist es darauf hin, dass bei einem Klick auf das Film-Icon der auf der Seite hinterlegte Film startet. Ab und an werden vorgelesene Texte oder O-Töne aus Interviews ins Magazin integriert. Das Ton-Icon steht hierfür. Wie immer startet die Funktion bei einem Klick auf das Icon. Eigentlich selbsterklärend. Blinkt und leuchtet dieses Icon ist davon auszugehen, dass sich dahinter gute Musik verbirgt Wem die Vollbildansicht nicht ausreicht, kann in der oberen Funktionsleiste über die Vergrößerungslupe noch weiter ins Magazin hinein zoomen. Mit der Schlagwortsuche lassen sich gesuchte Artikel leicht finden. Das gesuchte Wort muss aus mindestens drei Buchstaben bestehen. Mit einem Klick auf dieses Icon gelangt man direkt zum Inhaltsverzeichnis.Dieses Icon ist jeweils auf der ersten Seite eines Beitrages zu finden. Jeweils an beiden Seitenrändern sind die Navigationspfeile. Einfach drauf klicken, um umzublättern. Per Doppelklick auf eine Seite wird ebenfalls umgeblättert. Oder man zieht mit der gedrücktem rechten Maustaste die Seiten von außen nach innen um einen animierten Blättereffekt zu erhalten. Unser Magazin lässt sich nur mit der jeweils aktuellsten Version des Flash-Players genießen. Kostenloser download hier: http://get.adobe.com/de/flashplayer/ Uns auf der kostenlosen »keosk«-App zu finden ist, zugegeben, nicht ganz einfach. Hinterlegt ist HANIX im Keosk hier: SHOP -> MAGAZINE -> LIFESTYLE -> ALTERNATIV

8
I N H A LT HANIX Nº28 20 B RAD PI TC H MEINE PLATTENKISTE 24 HOC H H AC K I G HEIMATLIEBE 52 S C H E IN D E M OK RATIE KENFM ÜBER: DJ Brad Pitch scratcht gerne. Deshalb finden sich in seiner Plattenkiste ausschließlich Hip-Hop-Alben. Wir zeigen fotografische Liebesgrüße an und aus unserer Heimatregion. Diesmal mit toten Ratten, Katzen und hochhackigen Schuhen auf dem Marktplatz. Journalist Ken Jebsen fragt sich diesmal, wie es sich eigentlich mit unserer Demokratie verhält und muss feststellen, dass es dabei gewaltig hapert. S I B EL S D ATA KULTURBEUTEL YARDS T Y LE MUSIKKOFFER 90 I M G E S P RÄCH: M C R EN E INTERVIEW DES MONATS Sibel Taylan eröffnete vor sieben Jahren das Data, ein subkulturelles Kleinod in Heilbronns Innenstadt. Nach drei Jahren hatte sie es abgegeben, um nun »zurück in der Zukunft« erneut den Laden zu übernehmen. Wir haben sie besucht. Seit 2002 gibt es Yardstyle in Heilbronn. Und weil so viel Konstanz gefeiert werden muss, haben die Jungs mit dafür gesorgt, dass Gentleman im Mai im Heilbronner Hip Island auftritt. Wir sprachen mit den Jungs unter anderem über den hohen Frauenanteil auf ihren Partys. MC Rene war einer der erfolgreichsten Hip-Hopper Deutschlands. Dann stieg er aus und arbeitete im Callcenter und danach alles auf eine Karte zu setzen, um zurück auf die Bühne zu gelangen. Ohne festen Wohnsitz reiste er durch Deutschland, trat in Landgasthöfen auf oder synchronisierte Pornos.

9
D I S T E L L I T LO U N G E , B LU E V E I I N S & OFFENE WEINGÜTER STADTLEBEN / LANDLEBEN 14 - 18 IRIS HEISER HEILBRONNER STUDIS 96 - 1 29 MARKETING TITELTHEMA WER IST DER HÜBSCHE MANN NEBEN MAMA? VATERKOLUMNE »Der Stil einer guten Markenwerbung muss der Stil einer jungen Dame sein, die sich niemals hemmungslos und gewalttätig aufdrängen darf, sondern die sich mit der heimlichen Kunst der Verführung in das richtige Licht setzt, bis die Männer ihr Opfer bringen.« Hans Domizzlaf, Werber, verfasst um 1920 WEINVILLA MITTAGSTISCHTEST B E U Y S B RO C K VO S T E L L & M Y T H O S H A R L EY KUNSTREGION 74 - 88 S C H U H E N AC H M A S S SPIEGELREFLEX G EW I N N M A L W I E D E R ! QUIZ M E X I CO , M E X I CO BRIEF AN DIE HEIMAT 48 COV ER I M VE RG LEI C H MUSIKUSS V E RO N I K A N OWAG - J O N E S FROM NEW YORK TO HEILBRONX F RO M WA L L TO S C R E E N TO EV E RY T H I N G , P L A K AT 2 0 0 5 VIA ARCHIV Uwe Gramlich kennt sich aus in der Musik. Bisher kritisierte er für uns Platten, nun sucht er Plattencover, die sich ähneln. R E K L A M E F Ü R D I E S TA D T, 1 8 9 7 HISTORISCHER SCHUSS V E R A N S TA LT U N G E N MAI VERANSTALTUNGSKALENDER

10
DAS HANIX TEAM W ER UND W I ES O ? EINE VORSTELLUNG MIT BEWEGGRÜNDEN ROBERT MUCHA HERAUSGEBER & REDAKTION MARCEL KANTIMM HERAUSGEBER, KOORDINATION & SOCIAL MEDIA Es war mein lang gehegter Kindheitstraum, auf die Frage nach meiner Tätigkeit, guten Gewissens »HANIX« antworten zu können. Heilbronn ist besser als sein Ruf und hat deshalb dieses Magazin verdient. WA S I S T H A N I X ? Das m u l t i me di a l e Ma g a z i n f ü r d i e Re gio n He ilb ronn – für Le ser, d i e i n t eres s ier t , k ulture ll aufg e schl osse n un d n eu g ier i g a u f ei n en alte rnative n Blick a uf St adt - . L a n d k reis - u n d S ze ne k ultur s ind . WER MACHT HANIX? He ilbron n e r Me d ien - u n d Ku l t u r s c h affe nd e , d ie i hre Er fah r u n g en u . a . in Ber l in , Münch e n, Stuttg ar t o de r Hamb u r g g es a m m el t h a b e n und nun e twas in i h re r He im a t b e weg en w o l l e n. WA S W I L L H A N I X ? SARAH BAUDENBACHER MEDIABERATERIN Das m u l t i me di a l e Ma g a z i n f ü r L eute und Ge se llsc h aft de r Reg i o n Heil b ro n n will m it s panne nde n , u n t e r h a l t s a m en u n d in f o r mative n Be iträg e n d i e re g i on ale Med ien l a n d s c ha f t be re ich e rn. Ich bin hier geboren und finde es schön, die Stadt und ihre schwäbische Toskana mal ein wenig zu beweihräuchern. HANIX zeigt Heilbronn von einer anderen Seite.

11
STEVEN ZULEGER VIDEO MARIA SANDERS REDAKTION & MODERATION FLORIAN GEIGER GRAFIK & REDAKTION Das Pergament, ist das der heil´ge Bronnen, woraus ein Trunk den Durst auf ewig stillt? Erquickung hast du nicht gewonnen, wenn sie dir nicht aus eigner Seele quillt. »HANIX« zeigt unsere Region aus einer neuen Perspektive und kombiniert originelle Ideen mit kompetenter Schreibe. Das hat mir gefallen. Ein neues Magazin ist immer eine großartige Sache, aber live mitzubekommen, wie es heranwächst ist einfach fantastisch! PHILIPP KIONKA FILM & IDEE RAFAELA JECKLE REDAKTION MEHMET FILIZ FOTO So haben die geguckt als ich sagte »Lasst es uns digital machen!« Dann haben wir es getan. Wieso ich mitmache? Ganz einfach: Ich liebe diese Idee! Für mich ist dieses Magazin eine Leidenschaft. Ich wurde entführt, gefesselt, gefoltert und gezwungen mit den schnieckesten Menschen der Stadt zusammen zu arbeiten. Danke dafür!

12
RAIMAR SCHURMANN ART DIREKTION KATHRIN LEISTERER ILLUSTRATION LISA HOFMANN GRAFIK Ich liebe Magazine und fand das Konzept super. Und klar – die Herausgeber sind gute Freunde! Alles cool! Konfuzius sagt: »Die Zeit war reif. Ein epochales Magazin für Heilbronn.« Kathrin sagt: »Ich bin dabei!« Ich liebe diese Stadt und bei allem was Heilbronn schöner macht bin ich dabei. SARAH FISCHER FILM & SCHNITT JOSHUA ENDRESZ KOLUMNIST LEO VOLLAND ILLUSTRATION Ich bin der Überzeugung, dass man neues ausprobieren sollte. Ich war sofort Fan der »HANIX«-Idee. Es macht Spaß, dabei mitzuwirken. Ich schreibe für's HANIX weil ich jedem meine Meinung sagen will. Ja, ich empfinde so etwas wie Heimatverbundenheit – und deshalb finde ich toll, wenn in Heilbronn interessante Dinge passieren.

13
SASCHA WARTHA REDAKTION PHILIPP SEITZ SOUND ULLA KÜHNLE FOTO Ich bin sehr stolz, an diesem Projekt mitwirken zu dürfen. Darüber hinaus möchte ich dabei sein, Geschichte(n) zu schreiben. Ein multimediales Magazin muss nicht nur gut aussehen und interessant sein sondern auch gut klingen. Die Zeit für so ein Projekt ist in Heilbronn gekommen. Neue Impulse tun der Stadt und der Region gut. Und mir auch. KRIS RAMPMAIER VIDEO MAVINGA PETRASCH NEW YORK VIDEO HARALD RIEGG REDAKTION Videos zu machen ist keine Zauberei, sondern meine Leidenschaft. Ist doch klar, dass New York City dabei sein muss, wenn Heilbronx ein neues Magazin bekommt. Ich bin kein Philosoph! Ich bin ein Kurzgeschichten Schreiber.

14
STADTL EBEN: MAI 2014 FRISCHE, JUNGE GESICHTER IN DER DISTEL LIT LOUNGE Die e n g ag i e r te Ver l eg er i n Ma r io n vo n Hag e n le is te te s ich d e n Luxus , mi tten i n He ilbron n e i n e r u h ig e L o u n g e m it am bitio nie r te m k ulinaris ch e n und kulturellen Ange bot e i n zu r ic h t en . Nu n m o c h t e d ie Dam e nich t m e h r s o re ch t und wu rde glückl iche r we i se b e i d er Su c he n a c h p a s se nd e n Nach fo lg e rn fünd ig . Peter von Ribbeck hat in den letzten Monaten schon als weit gereister Haubenkoch, der sich seine Sporen unter anderem in Berlin und Kanada verdient hat, in der Distel Lit Lounge die Gäste kulinarisch versorgt. Zusammen mit der Künstlerin Özlem Kögel, beide verbindet eine langjährige Freundschaft, wird das neue GastgeberTeam seine Gäste nun willkommen heißen. Kögel und von Ribbeck beschreiben sich als junges, neugieriges, kreatives und ambitioniertes Team, das stets neue Ideen entwickeln will, um Gäste der »kleinen Oase« mitten in der Stadt kulinarisch als auch kulturell zu verwöhnen. Saisongerechte und wenn möglich von lokalen Produzenten stammende Lebensmittel sind den neuen »Loungern« wichtig. Ebenso ein abwechslungsreiches kulturelles und künstlerisches Programm, das in Zukunft aber auch jüngeres Publikum anziehen soll. Beispielhaft dafür war die Eröffnungsveranstaltung Ende April, als zu Soul Music von DJ King Dynamite aus Berlin, der die Gäste mit vielen original 45s und einem wie gewohnt hochexplosiven Set zum Tanzen brachte. Leckeres Essen gab es obendrauf natürlich auch. Dabei möchten Kögel und von Ribbeck das gediegene, kulinarische Ambiente bei gleichzeitiger Gemütlichkeit in der Distel Lit Lounge im Geiste Marion von Hagens fortführen. GEÖFFNET IST DIE DISTEL LIT LOUNGE IN ZUKUNFT DONNERSTAGS UND FREITAGS SCHON AB 11:30 UHR UND SAMSTAGS WIE GEWOHNT AB 19:00 UHR.

15


16
STADTL EBEN: MAI 2014 BLUE VEIINS REMIX Bl u e Veiin s m el d en s ich nach e ine r k re ative n Paus e im An s c hl u s s a n ih re To ur le tzte n Jah re s m it e ine r n eu e n Single zur ück . Als kleines Geschenk veröffentlichen sie einen Remix ihres Songs »Letter of an Interlude« aus ihrem aktuellen Album »222« kostenlos zum Download. Der Remix entstand als Neuinterpretation des Songs durch David Ruess, Patrick Held als auch Benjamin Fischer. Die Heilbronner Band befindet sich derweil im Songwriting für ein neues Album und verspricht neben vielen neuen Einflüssen auch eine Herbsttour, um die neuen Tracks live vor Publikum zu präsentieren. Lasst euch überraschen und holt euch die Single ab sofort kostenlos zum Download auf soundcloud als auch facebook. KONTAKT ZUR BAND: WWW.FACEBOOK.COM/THEBLUEVEIINS

17
Kreissparkasse Heilbronn präsentiert: 14 BANDS · KINDERPROGRAMM 25.07-28.07.14

18
L ANDLEBEN: MAI 2014 DAS WEINLAND W Ü RT T E M B E RG Das Weinland Württemberg ist das viertgrößte Weinbaugebiet Deutschlands und kann mit seiner reichhaltigen Rebenvielfalt glänzen. Besonders der Rotweinanteil ist sehr hoch und erstreckt sich von unterschiedlichen Burgundersorten über Spezialitäten wie Trollinger und Lemberger bis zu Acolon und ausgesuchten Cuvées. Jedoch auch beliebte Weißweine wie Riesling, Silvaner und Kerner sind hier zu finden. 62 selbstständige Weingärtnergenossenschaften und eine Zentralgenossenschaft sorgen jährlich für hervorragende Weine für Kenner. In diesem Jahr wird zum zweiten Mal der »Tag der offenen Weingüter« unter dem Motto »360 Grad Württemberg« vom Verein Württemberger Weingüter e.V. organisiert. Am 3. Und 4. Mai gibt es verschiedene Aktionen rund um den Württemberger Weinradweg. Zum Programm gehören auch die geöffneten Türen von über 30 Betrieben, bei denen man sich von der Weinproduktion ein genaueres Bild machen kann. Hierbei kann man an Weinverkostungen und Kellerführungen teilnehmen und vom Winzer selbst erfahren, was es bedeutet seine Reben selbst das ganze Jahr über zu pflegen und im Herbst dann zu lesen. Auch Weingut Rolf Heinrich aus Heilbronn nutzt diese Gelegenheit, um an beiden Tagen individuelle Betriebsführungen anzubieten. Die Weine können im Verkaufsraum getestet werden und die zugehörige Besenwirtschaft sorgt für Verpflegung. Außerdem besteht die Möglichkeit an einem Gewinnspiel teilzunehmen, bei dem es Heinrich – Weine als Preise gibt. Am 4. Mai wird mit der »Tour de Wein« die Radsaison eröffnet. Die Strecke besteht aus drei Teilstrecken à 40 km, die als Startpunkte Marbach, Maulbronn und Obersulm und als Ziel Nordheim haben. Von verschiedenen Hotels wird das ganze Wochenende ein Programm angeboten, zu denen auch die Weinerlebnisführer gehören. Diese wurden seit 2009 ausgebildet, um Gästen und Einheimischen das Weinland Württemberg näher zu bringen. Sie sorgen für ein buntes Programm aus Touren, Weinverkostungen, Weinberg – und Kellerführungen sowie Weinseminare. Aber auch für Busbegleitungen und mehrtätige Weinreisen sind sie zuständig.

19
SPL ATZ? SBILDUNG E N D E N AU SIE BIET WIR DEN AZUBI-F ILM! Interesse? azubifilm@formatfilm.tv Ihre Ausbildungsplätze werden von uns in einem Film dargestellt und Ihre Botschaften so direkt den Azubis von Morgen präsentiert. Nach dem Erscheinen im Magazin, gehen die Nutzungsrechte zur Zweitverwertung (facebook, Messe-Display etc.) an Sie über. Mehr Infos unter www.formatfilm.tv

20
MEINE PL ATTENKISTE: DOMINIK BRELL PROTOKOLL: ROBERT MUCHA FOTOS: PATRICK LABITZKE B R A D P I TC H : H I P H O P D O N ´ T S TO P ! Br ad Pi t c h hei ß t im w a hren L e be n Do m inik Bre ll. Se it 11 Jah re n le gt der e h e mal i g e d eu t s c he Vizem eis te r im Fre e s tyle -Scratch e n in Clubs auf. Dab e i w ar er in v iel en Hei l b ro nne r Tanzlo k alitäte n, wie be is pie ls wei se im Mob i l at b ei d en Wo r t s p o r t - Pa r tys o d e r d e r Ne ck arlus t, als Re s id e nt-D J a m Star t. Ab e r au c h i m Fr a n k f u r t er Club Silbe rgo ld o d e r auf R ad io X m it sei nen We g g e fäh r t en vo n » Th e K i d z Mak e No iz« lie ß e r s e ine Platte n s pre chen. Wir w ar fe n e in en Bl i c k i n d ie Vinylk is te d e s Hip-Ho p-Fans , d e r abe r a uch ma l Me tal l i c a aufl eg t , wen n es d a s Publik um zuläs s t. Dabe i fie l e s Brad Pit ch sehr s c hwer, s i c h a u f f ünf Lie bling s albe n fe s tzule ge n.

21
MEINE PL ATTENKISTE: DOMINIK BRELL Ich möchte mich auf keine wertende Reihenfolge festlegen, sondern die Platten in der umgekehrten Reihenfolge des Erscheindatums nennen. Die Platten, auf die ich mich jetzt festgelegt habe, höre ich mindestens neun von zwölf Monaten auf meinem iPhone. Gerne auch, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Die erste Platte ist aus dem Jahr 2007 von der kanadischen Elektrofunk-Kombo Chromeo und heißt »Fancy Footwork«. Ein großartiges Album, bei dem ich fast jedes Lied in voller Lautstärke mitsinge. Ich erwische mich des öfteren dabei, wie ich im Rückspiegel und aus den Seitenfenstern heraus checke, ob mich Leute beobachten. Ich würde die Musik als vintage 80er-Jahre Funk mit schöner Talkbox bezeichnen, dazu noch Bass, Synthesizer, Drums und gut ist. Eine Platte, die ich erwähnen muss, ist »Superseal Breaks« von DJ QBert, die im Herbst 2000 heraus kam und ein reines Scratch-Album ist. DJ Qbert ist ein Pionier des Turntablism und er war Mitglied der Rock Steady Crew. Das Album ist eine Schallplatte, die nicht zum normalen Abhören gedacht ist, sondern ausschließlich Beatloops und kurze Geräusch- und Stimmen-Samples enthält. Diese Platte habe ich insgesamt schon neunmal gekauft, denn sie ist mein 08/15 Scratch-Tool. Wenn ich warme Finger bekommen will, lege ich »Superseal Breaks« auf. Als nächstes Album nenne ich »The Unseen« von Quasimoto, einem Alter Ego von Madlib. Die Platte erschien im Sommer 2000 und ist für mich das einzige von Madlib produzierte Album, auf dem ich jeden Beat mag. Eines der besten Alben, die ich in meinem Leben gehört habe. Die Platte ist durchgehend saugut produziert und die Texte sind lustig. Sehr unterhaltsam. Von 1996 ist das Album »Fenster zum Hof« von den Heidelberger Stieber Twins. Eigentlich muss man zu Martin und Chris und deren Debütalbum nicht mehr viel sagen. Jeder kennt die beiden. Für jeden, der in den Neunzigern seine Hip-Hop-Sozialisation in Deutschland genossen hat und der eine wahre Liebe zu Hip Hop empfindet, ist dieses Album so etwas wie die Bibel oder die Zehn Gebote des Hip Hop. Vor sechs, sieben Jahren habe ich Martin sogar mal kennengelernt. Er hat mir von einem Perkins-Park-Erlebnis erzählt. Eine sehr unterhaltsame Person! Und die Platte ist eigentlich auch permanent auf meinem Handy drauf. Diese Platte zu nennen ist vielleicht ein bisschen klischeebehaftet, aber jeder kennt die vielleicht bekannteste deutsche Rap-Zeile: »Ich weiß, das, was ich weiß, das weiß ich: Rap ohne Weitsicht, uhh, ich weiß nicht.« Die letzte Platte, die ich an dieser Stelle nenne, ist von Gil Scott-Heron »Glory - The Gil Scott-Heron Collection« von 1990. Ich hatte von ihm noch nie ein freistehendes Album gehört, sondern immer nur einzelne Songs. Deshalb dieses Best-of-Album, das ich mir irgendwann gekauft habe. Auf diesem Album kann ich persönlich fast jeden Song durchhören. Auch hier haben viele Songs Mitsingpotenzial. Ein Album mit sehr viel Consciousness. Ständig geht es um Probleme, um Drogenmissbrauch, soziale Ungerechtigkeiten und so weiter. Mich zieht das bei ihm aber nie runter. Ich finde es einfach nur schönes Storytelling, wunderbar anzuhören. Es ist wie ein gutes Drama zu sehen, ich meine jetzt aber nicht so eines, wie es Forrest Gump ist.

22
HEILBRONNER STUDIS Iris He i se r w ar i n d er Wel t u n t er we gs , um s panis ch in Granad a zu le rne n und i hr Abitur i n Ne u seel a n d z u b a u en . Zu m Fe ie rn ve rläs s t s ie d ie Stad t R ich tung Stuttga r t. Ih re Hausar b e i t en s c hrei b t s i e g er ne in d e r K affe e buch t am Ne ck ar. Zum Ausglei ch kle tte r t si e ode r s p a z ier t a u f d er Wald h e id e . Zuge zo ge ne Stud e nte n brauchen i hrer Me inu n g n ac h m ehr a l s ei n e K n ei p e nto ur, um d ie Stad t lie be n zu le rne n. »DIE STUDENTEN BRAUCHEN MEHR ALS EINE KNEIPENTOUR UM DIE STADT KENNENZULERNEN« FOTOS: MEHMET FILIZ Name: Alter: Iris 24 Heiser Jahre Heilbronn Hochschule: Studiengang: Hochschule Heilbronn Tourismusmanagement

23
HEILBRONNER STUDIS: IRIS HEISER

24
FOTOGRAFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION H E I M A T L I E B E FOTOGRAFIEN VON MELI DIKTA & ROBERT MUCHA

25


26
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION KATZENFERNSEHEN Viele Katzen, im Besonderen Wohnungskatzen, gucken gerne oft stundenlang aus dem Fenster. Eine Art Katzenhobby. Jeder Vogel, jeder Passant oder auch nur ein Windstoß sind interessant. Wenn sie normal fressen und auch sonst »ansprechbar« sind sollte aber alles in Ordnung sein.

27
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION TOTE RATTE VORM HAUSEINGANG Kein schöner Anblick, morgens vor dem Hauseingang. Ob der Nager durch Rattengift oder einen Katzenbiss das Zeitliche gesegnet hat, ließ sich nicht ermitteln.

28
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION DAS SCHLIMMSTE BEFÜRCHTEN Das Malen des Teufels ist in Redensarten genauso verboten wie das Nennen seines Namens. Dahinter steckt die Vorstellung, dass man mit bestimmten Zeichen das Böse beschwören könne, ebenso wie die Segenszeichen »C + M + B« am Dreikönigstag über der Haustür angebracht werden, um das Unheil abzuwehren. Tatsächlich lautete die ursprüngliche Formulierung der Redensart: »Man braucht den Teufel nicht über die Tür zu malen, er kommt von selbst ins Haus«

29
STEFAN DITTRICH TILL MAUSHAKE MARC OLIVER OLSCHEWSKI HARALD RIEGG LUISE SCHUBERT HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION ANZEIGE SPITZENDEAL Die charmanteste, abgefahrenste und lustigste Krimikomödie, die je aus Heilbronn kam. Ein Film von Nicolai Köppel DVDs und29 Poster unter www.spitzendeal.com

30
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION FUCK LOVE - GIVE ME DIAMONDS Es waren einmal ein Junge und ein Mädchen, die liebten sich sehr. Doch dann kam (wahlweise) eine Schlampe / ein Hurenbock daher und ruinierte alles. Ende! So muss die Geschichte ungefähr gelaufen sein, die dem/der unbekannten Schreiber(in) der kurzen, prägnanten Zeilen bei den Heilbronner Liebesschlössern widerfahren ist.

31
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION STRAßENGALGEN Diese verwahrloste Puppe in der Holzstraße fand ihren Tod durch Erhängen. Ihr Ableben wurde kaum registriert, da alle Menschen nur auf die Displays ihrer Smartphones konzentriert waren.

32


33
BOULE: SPIEL UND SPORT, KULTUR UND LEBENSGEFÜHL Was für Außenstehende ein eher wirres Durcheinander von silbrig glänzenden oder rötlich rostenden Stahlkugeln um eine farbig lackierte wesentlich kleinere Holzkugel ist, bedeutet für Eingeweihte das ultimative Freizeitvergnügen. Die Rede ist vom Boulespiel, einem besonders in Frankreich verbreiteten, aber in weiten Teilen der ganzen Welt beliebten Spiel. So auch im Heilbronner Wertwiesenpark, wo sich mittlerweile eine veritable Senioren-Boule-Szene entwickelt hat.

34
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION KRÄUTERHEXE Schon seit vielen Jahrhunderten können Wild- und Gartenkräuter wahre Wunder wirken. Ihre geheimnisvollen Kräfte haben Kräuterfrauen in traditionellen Rezepten gebündelt. Auch heute noch liefert die Natur die besten Ideen für harmonische Augenblicke zum Wohlfühlen. Aus ihren »Hexenkesseln« zaubern sie Kräutermischungen für Heilgetränke und Tees, sowie Rezeptideen für die Küche und Schönheitstipps.

35
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION OCCUPY VOGELHAUS Diese gelbe Gummiente hat gut lachen, hat sie es sich doch in einem komfortablen Vogelhäuschen bequem und gemütlich gemacht. Ob richtige Vögel bemerken, dass da ein falsches Federvieh eingezogen ist, vor dem sie keine Angst zu haben brauchen?

36
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION GLÜCKSHORMONE Bier und in diesem Fall auch ein bierenes Werbeschild an der Ecke Karlstraße/Oststraße erzeugt zahlreiche Wirkungen: Es ist anregend, fördert die Entspannung und hebt die Stimmung. Die Effekte werden den natürlichen Inhaltsstoffen und dem Alkohol in dem Getränk zugeordnet. Oder der Vorstellung, ein kühles Bier bei blauem Himmel und Sonnenschein zu genießen. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Tatsächlich konnten Wissenschaftler in einer Studie feststellen, dass allein der Geschmack von Bier ausreicht, um Glückshormone im Gehirn freizusetzen.

37
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION SCHÖN GEFÄHRLICHE STREIFEN AM HIMMEL!? Nur in den seltensten Fällen sind die atmosphärischen Bedingungen in unseren Breiten dafür geeignet, dass sich unmittelbar nach den Flugzeugen langlebige (d.h. persistente) Kondensstreifen bilden können, die mit der Zeit auch noch sichtbar anwachsen. Dieses normalerweise äußerst seltene Schauspiel erleben wir jedoch mittlerweile nahezu täglich. Es ist daher wohl so, dass die vielen Streifen am Himmel, die sich langsam zu ausgedehnten Wolkenfeldern ausbreiten, in der Regel keine gewöhnlichen Kondensstreifen sind, sondern zusätzliche chemische Verbindungen enthalten.

38
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION BALKONIEN Warme Frühlingstage beglückten die Heilbronner im April. In mediterane Gefilde fahren, war nicht nötig. Um sich vor Sonnenbrand und indiskreten Blicken zu schützen, spannten zig Balkonier wie hier in der Karlstraße ihre Sonnenschirme und Markiesen und fühlten sich ein bisschen wie Spanier oder Italiener.

39
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION FENSTERFREI Wenn ein Haus einen so schönen roten Neuanstrich erhält, würden Fenster nur stören. Dieses Wohnhaus in der Heilbronner Mosergasse kommt auf der Rückseite komplett ohne Tageslicht aus.

40
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION GUNTHER STILLINGS SKULPTUREN IM ÖFFENTLICHEN RAUM Die Heilbronner Museen featuren aktuell den Bildhauer Gunther Stilling und dessen Werke. Der Mensch steht im Mittelpunkt des plastischen Werks von Gunther Stilling. Seine Werke machen den Betrachter betroffen und verweisen auf die Gefährdungen der menschlichen Existenz durch Krieg, Terror und Machtmissbrauch. Seit wenigen Jahren arbeitet Stilling auch an abstrakten Stahlskulpturen, u.a. entstanden in diesem Kontext die monumentalen Skulpturen vor dem Parkhaus des Landratsamts Heilbronn und im Innenhof des Heilbronner Bankhauses. Die Ausstellung schlägt den Bogen von frühen kleinplastischen Arbeiten bis hin zu aktuellen, teils großformatigen Skulpturen. Gezeigt wird darüber hinaus auch eine exemplarische Auswahl von größeren Werken im öffentlichen Raum.

41
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION DER BERÜHMTESTE SOHN DER STADT Zum Robert Mayer Jahr zeigt das Haus der Stadtgeschichte eine Sonderausstellung. Im Dreiklang des Festjahr-Mottos: »Energie. Wissen. Heilbronn« widmet sich die Ausstellung vor allem dem Heilbronn-spezifischen Aspekt. Denn hier in seiner Geburtsstadt hat Robert Mayer den größten Teil seines Lebens verbracht. Hier zu sehen ist die Mayer-Statue auf dem Heilbronner Marktplatz.

42
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION ZEIGT HER EURE SCHUHE Über die Pflastersteine auf dem Heilbronner Marktplatz kommen nur routinierte Stiletto-Läuferinnen unfallfrei. Die Dame im Hintergrund bevorzugt hingegen flache, sichere Espandrillos.

43
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION AUSRANGIERT Auf einem Autohof in der Karmeliterstraße unweit des Alten Friedhofes steht diese US-Stretchlimousine und rostet traurig vor sich hin. Wer früher wohl von ihr chauffiert wurde? Die Monroe vielleicht? Oder die Garbo? Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

44
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION CABRIOWETTER Bei über 20 Grad und mehreren Sonnenstunden am Tag haben die Cabriofahrer der Region ihre Dächer heruntergelassen, um zu cruisen und dabei eine gesunde Gesichtsfarbe zu erlangen.

45
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION KLETTERGITTER Das gitterne Tor des Hafenmarktturmes wurde von diesen Kids spontan zur Freeclimbingfläche umgewandelt. Bietet sich ja auch an.

46
HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION HELICOPTERFLUG UNTER DER B27 Wenn auf dem Neckarsulmer PichterichGelände der Flohmarkt stattfindet, wird auch an Kinder gedacht. Einige bunte Fahrgeschäfte hoffen auf kleine Passagiere. Oft herrscht aber Flaute. Ist halt doch eine andere Generation.

47


48
» G E C OV E RT - S A M E S A M E B U T D I F F E R E N T « TEXT: UWE GRAMLICH Di e Ve r pa c k u n g s p i el t a u c h in d e r h e utige n Ze it e ine im m e ns wichti ge Rol l e - m ehr S c h ei n a l s Sei n . So übte n Platte ncove r auf m ich s ch o n i mmer e ine n op ti sc h en Rei z a u s , d er a uch d as Inte re s s e we ck te , d ie s e n Inh alt kennenzu l e r n e n , wa s z u m a n c h er Üb erras ch ung füh r te . A ls e in be s o nd e rs g elungenes Be i sp i e l f ü r ein e per f ek t e Ei nh e it vo n C ove r und Mus ik , is t für m ich da s Al b u m 'God ' vo n ' R i p R ig & Panic', d ie alle in d urch d as Mo tiv d e r Hülle di e g an ze En er g i e, Wi l d hei t u nd A g g re s s ivität d ie s e r Mus ik wid e rs piegelt. Im Lau f d er l et z t en Ja h r zehnte h at s ich e ine unübe rs ch aubare Me n ge von Cove r n an g ehä u f t , d eren ver m eintlich e Band bre ite h ie r als g anz, gan z klei ner Ei n b l i c k, d o c h o f t n u r in ein e r Wie d e rh o lung o d e r Variatio n, zu s ehen i st.

49
MUSIKUSS: GECOVERT - DIESMAL SCHMETTERLINGE UND HÄNDE ARGOS 2012 cruel symmetry BUCKCHERRY 2010 black butterfly MAHAON 2012 the awakening NOCTRNAL BLOODLUST 2013 grimoire

50
MUSIKUSS: GECOVERT - DIESMAL SCHMETTERLINGE UND HÄNDE PTSD 2013 a sense of decay TINEIDAE 2012 lights ATMOURNING'SEND 2012 same HEART IN HAND 012 almost there

51
MUSIKUSS: GECOVERT - DIESMAL SCHMETTERLINGE UND HÄNDE PATHWAYS 2013 everything has changed SACRED MOTHER TONGUE 2012 a light shines THE LAST OF OUR KIND 2012 a diamond in the rough VICOLO INFERNO 2012 hourglass

52
TEXT: KEN JEBSEN FOTOS: ARCHIV SCHEIN-DEMOKRATIE. FREIHEIT, ETHIK, DEMOKRATIE - FED. Angela Merkel verliert dieser Tage vollständig ihr Gesicht. Sie macht keine eigenständige Politik. Keine Politik für ein europäisches Europa. Sie vertritt nicht die Interessen des deutschen Volkes. Angela Merkel ist eine hundertprozentige Marionette Washingtons und tanzt nach der Pfeife derer, die sie in der Hand haben. Die Franchise-Fratze des Kapitals. Nur so ist ihr Verhalten im Fall Krim zu erklären. Angela Merkel stellt jetzt die komplette Energiepolitik der BRD in Frage. Sie will weg vom russischen Erdgas! Diese Entscheidung ist weit mehr als ein Wechsel des Energieanbieters. Hier geht es um das von Washington befohlene Ausheben tiefer Gräben. Uns, Deutschland, verbindet mit Russland und der russischen Föderation weit mehr als große Gaslieferungen. Wir haben eine sehr alte gemeinsame Geschichte. Wir sind Nachbarn auf dem selben Kontinent. Aber wir haben zusammen auch rund 6000 deutsch-russische Firmen. Vor allem mittelständische Betriebe. Hier geht es um hunderttausende von Arbeitsplätzen, nicht nur in Deutschland. Hier geht es auch um »Wandel durch Handel« bei unseren russischen Nachbarn. Diesen Wandel aber wollen WIR überhaupt nicht, wobei WIR nicht UNS die Deutschen meint, sondern die Strippenzieher aus den USA. Sie haben überhaupt kein Interesse an einer guten Nachbarschaft zwischen Europa und der Russischen Föderation. Für diese US-Wirtschaftselite ist ein sich zu gut verstehender eurasischer Kontinent ein Konkurrent. Es gibt viele Wege, diesen Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen.

53
KENFM ÜBER ...: SCHEIN-DEMOKR ATIE. FREIHEIT, ETHIK... Lange wurde über den Hebel Währungsmanipulation agiert. Bis heute gibt es keine europäische Ratingagentur für den Euro. Wer wissen will, was der Euro wert ist, muss sich an die USA, die Wallstreet wenden. Es sind im wesentlichen drei große US-Ratingagenturen, die die Europäische Gemeinschaftswährung bewerten. Moody‘s, Standard&Poors, Fitch. Sie alle werden von den Banken, deren Aktien sie bewerten, bezahlt. Befangenheit? Merkel sieht das nicht so. Es sind US-Banken, die hinter den Kulissen in Europa ganze Staaten vorsätzlich in eine finanzielle Schieflage bringen, um später über den Europäischen Rettungsschirm vor allem jene Staaten auszurauben, die noch liquide sind. Das Geld, das auch die BRD z.B. Richtung Griechenland überweisen MUSS(!), dient vor allem, um die Gläubiger aus Übersee und England zu bedienen. Oder Griechenland kauft dafür Rüstung! Der griechische Bürger verhungert parallel an der ausgestreckten Hand und muss zusehen, wie westliche Konzerne das »Tafelsilber« des Landes verhökern, obwohl vor der Küste Griechenlands, im Mittelmeer, Gasvorkommen mit Werten im dreistelligen Milliardenbereich liegen. Diese Vorkommen aber sind um so lukrativer zu vermarkten, wenn erstens die griechische Infrastruktur an die späteren Investoren des Gasbooms verramscht wird, und zweitens der europäische Gasmarkt eine »Bereinigung« erfährt. Die russischen Gasriesen wie Gazprom oder Rosneft müssen unter allen Umständen aus dem Geschäft gemobbt werden. Auch das ist das Ziel der Krim-Krise. Gesteuert aus Übersee. Man will die erfolgreiche russische Wirtschaft behindern. Rosneft in etwa hat sich die Tage bei Pirelli eingekauft. Und ist damit größer als Exxon. Und Gazprom, ebenfalls ein Gigant, betreibt in der BRD auch noch die größten Speicher für Gas. Das ist eine Abhängigkeit ja. Aber die wurde von der BRD vor allem unter Schröder vorangetrieben, um sich aus der Abhängigkeit von Öl aus Middle East zu befreien. Schröder wurde Aufsichtsratsmitglied der Nord-Stream AG. Einem Projekt, das von Russen und Deutsche ZUSAMMEN realisiert wurde. Die USA waren außen vor. Neid? Angela Merkel möchte die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas jetzt gegen die Abhängigkeit von amerikanischem Gas tauschen. Es geht also NICHT um Unabhängigkeit, wie behauptet wird. Es geht darum, dass in Zukunft nicht in Moskau, sondern an der Wallstreet die Kassen klingeln, wenn in Deutschland Gas verbraucht wird. Die USA wollen nicht länger in die Röhre schauen, und wenn, dann soll sich darin Gas aus den Händen der USA befinden, das Richtung Europa fließt. Auch Deutschland soll als neuer großer Abnehmer

54
KENFM ÜBER ...: SCHEIN-DEMOKR ATIE. FREIHEIT, ETHIK... für amerikanisches Gas ins Boot geholt werden, Gas, das in Nordamerika vor allem via umweltzerstörendem Fracking gefördert wurde. Aber auch im Mittelmeer sollen US-Firmen wie Mobile Energy das Gasloch stopfen, das entstehen wird, wenn Angela Merkel auf Anweisung des Friedhofnobelpreistägers im Weißen Haus, Wladimir Putin den Gashahn zudreht. Chef-Lobbyist bei Noble Energy ist Dollar-Bill Clinton. DER Dollar-Bill Clinton? Der Zigarrenfetischist kann sich auch auf seine Hauptfrau HELLary Clinton verlassen, wenn es darum geht, dass das eigene Aktienpaket bei Noble Energy durch die Decke geht. Sie vergleicht dafür auch schon mal Putin mit Hitler. Hitler bleibt eben der Hit, wenn man in die Propaganda-Charts möchte. Als Frau Clinton noch im Außenministerium jobbte, tütete sie jede Menge Gas-Förderverträge für die USA ein. Vor allem im Großraum Mittelmeer, wo Noble Energy aktuell große Gasfelder VOR der Küste Israels, und damit für Jerusalem betreibt. Ob auch das überschüssige Gas aus Israel Putins Gas in Europa ersetzen wird? Wir halten fest: Nicht die Russen drehen der BRD den Gashahn zu, wie immer als Warnung an die Wand gemalt wird, sondern Merkel plant zukünftig, sich noch weiter als sowieso schon in die Abhängigkeit amerikanischer Energieversorger zu begeben. Ob die USA uns damit mal erpressen werden? Wenn wir in Europa zu selbständig werden? Als dessen Motor? Wir, die KenFM-Redaktion, haben im Kern kein Problem damit, dass eine Regierungschefin wie Merkel einen Reißschwenk vollzieht, wenn eine Regierung, die man bisher als Partner verstand, Moskau, für deren eigenes Verständnis merkwürdig handelt. Aber sind ausgerechnet die USA die klügere Wahl, um Merkwürdigkeiten und Willkür auszuschließen? Merkels harte Haltung gegenüber einer ausländischen Regierung wäre angebracht gewesen, als heraus kam, dass die NSA nicht nur Deutschland flächendeckend ausspähen, sondern auch das private Mobiltelefon der Kanzlerin und ihres Umfeldes konsequent abhören. Das ist mehr als Spionage. Das ist Verrat auf höchster Ebene. Und dennoch ist Washington der beste Freund, vor allem von Angela Merkel. Warum ist das so? Was weiß man bei der CIA über die Vergangenheit unserer Kanzlerin, oder auch von unserem Militärpfarrer Gauck, der par-

55
KENFM ÜBER ...: SCHEIN-DEMOKR ATIE. FREIHEIT, ETHIK... allel noch eine Art Praktikum im Bundespräsidialamt ausübt? Beide stammen aus der ehemaligen DDR und werden ihre Leichen im Keller haben. »Verhelfe Personen mit belastender DDR-Geschichte in deutsche Spitzenämter und habe sie anschließend fest in der Hand.« Sicher, das ist nur eine Theorie, doch sie liegt auf der Hand. Als während der Wirren des Zusammenbruchs der DDR, 1989, auch die wichtigsten Akten der Stasi, später als »Rosenholz«-Akten bekannt geworden, über Umwege an die CIA verkauft wurden, flog nicht nur der NATO-Spion der DDR, Rainer Rupp, auf. Deckname »Topas«. Es sind auf diesem Weg noch ganz andere »Informationen« nach Übersee gelangt. Und diese Informationen werden bis heute genutzt. Wetten, dass? Als die Akten später wieder an das wiedervereinigte Deutschland übergeben wurden, waren sie in Teilen geschwärzt. Aber waren sie darüber hinaus auch überhaupt noch vollständig? Niemand weiß das. Offiziell. Wer die Vermutung zugrunde legt, dass brisantes Material von jedem Geheimdienst immer auch genutzt wird, um Personen in hohen politischen Ämtern zu erpressen, also auf Kurs zu bringen und zu halten, dem wird vieles klar, wenn es in etwa um die Politik Angela Merkels und ihr Verhalten gegen- über der Supermacht geht. Merkels Handeln kennt deutsche Interessen nur als Abfallprodukt. Merkel dient vor allem den Interessen der USA. Sie ist die Statthalterin einer Außenkolonie. Das lässt sich leicht beweisen: Angela Merkel sagte keinen Mux zu Edward Snowden im Exil. Also in Moskau. Unter dem Schutz Putins. Damit akzeptiert sie das Verhalten der USA. Angela Merkel sagte keinen Mucks, dass die NSA ihre Spionagetätigkeit ja keineswegs aufgegeben hat, sondern ausbaut! Vor allem in der BRD. Die Abhörgeräte auf den Dächern der Britischen und der US-Botschaft in Berlin, vis à vis des Reichstages, stehen nach wie vor und Merkel lässt sich das gefallen. Damit vertuscht sie die Handlungen Washingtons. Sie sagt keinen Mucks, dass über Sie persönlich bei der NSA ganze Aktenberge existieren. Schweigt Sie aus Nostalgie? Der alten Zeiten wegen? Angela Merkel sagt keinen Mucks, dass die USA permanent Menschen auf der ganzen Welt via Drohne ermorden lassen. Damit deckt sie staatlichen Mord. Angela Merkel spricht vor allem über Medien zu uns, die nur oberflächlich in deutscher Hand sind. »Operation Mockingbird« ein Begriff? Wer es sich antun will und den aktuellen »Bericht« des Ex-Bild Chefredakteurs Nikolaus Blome bei Spiegel-Online ließt, wo Blome die Aussagen des Altkanzlers F. Steisslinger, Theodor Heuss, 1950-57 Schirmherr und Förderer: Ehrensenator Otto Rettenmaier Partner / Unterstützung: 15.03.–29.06.2014 THEODOR HEUSS UND DIE KUNST SE GROS DIE MS IL ÄU JUB U SCH A >> KUNSTHALLE VOGELMANN Städtische Museen Heilbronn, Allee 28, www.museen-heilbronn.de

56
KENFM ÜBER ...: SCHEIN-DEMOKR ATIE. FREIHEIT, ETHIK... Großeltern, damals. Verweigert den Respekt für Kriegstreiber in den Redaktionen oder den Parlamenten. Sagt NEIN und handelt so. Schaltet ab, und lasst die Zeitungen am Kiosk. Vergesst hohle Begriffe wie Links und Rechts. Diese Umschreibungen für Gesinnungen sind heute nichts mehr wert. Sie sollen euch verwirren und vor allem passiv machen. Wenn ein Oliv-»Grüner« wie Cem Özdemir den Kanzler a.D., Helmut Schmidt, kritisiert, macht Cem Özdemir damit in Wahrheit Werbung für die Politik der NATO. Kampfbomberpolitik. Cem Özdemir wurde in einem Think Tank gestählt, der sich European Council on Foreign Relations nennt, aber vor allem US-Interessen IN Europa vertritt. Wenn Oliv-Grüne wie Rebbeca Harms und Daniel Cohn-Bendit den anderen Altkanzler, Gerhard Schröder, via EU-Antrag einen Maulkorb verpassen wollen, da auch er sich zu Putin äußerte und dem Westen »Diplomatie« empfahl, sind auch diese Grünen NATO-Kriegstreiber. Auch die Grünen haben uns in den Jugoslawienkrieg geführt. Eine Zäsur in der deutschen Geschichte. Die NATO hat sich ganz offen von einem Verteidigungsbündnis zu einem Angriffsbündnis gewandelt. Sie operiert weit außerhalb der NATO-Grenzen und betreibt, wie der Schweizer Historiker und NATO-Spezialist Daniele Ganser es ausdrückt, »Erdölbeutezüge«. Dieser Begriff schließt Erdgasbeutezüge mit ein. Wir rollen langsam aber unsicher auf einen Krieg zu. Und CDU, SPD, aber auch die Grünen stehen Gewehr bei Fuß und sind die Ketten dieses US-Panzers, der erneut zum Schuss kommen will. Diese Volksvertreter gehorchen durch die Bank den Anweisungen aus Übersee, wobei die Formulierung »durch die Bank« auch »durch die FED« lauten könnte. Und sollte. Alle Probleme dieser Welt laufen bei der FED zusammen. Der amerikanischen Zentralbank. Gegründet in einer Nacht-und-Nebel-Aktion 1913. Am 23. Dezember, als alle, die es hätte interessieren müssen, im Geiste schon in den Weihnachtsferien waren. Die Gründung der FED war unter vielen anderen Papieren, die es auch abzusegnen galt, versteckt und wurde rasch durchgewunken. Bisher war es in den USA verboten, ungedecktes Papiergeld in Umlauf zu bringen. Mit dem FED-Gesetz änderte sich das. Ein FEDdes Geschäft. Bis heute. Die Gegner der FED, Banker wie Benjamin Guggenheim, Isidor Straus und John Jacob Auster kamen leider alle um. Sie sanken mit der Titanic. John Pierpont Morgan, der ebenfalls eine Passage auf dem Luxusliner gebucht hatte, sagte kurzfristig ab. Dafür war seine Bank J.P.Morgan anwesend, als man auf Jekyll Island bereits 1910 ein Clubtreffen veranstalte. Getarnt als Entenjagd. Hier wurde die FED auf Helmut Schmidt attackiert (Schmidt hätte Putins Verhalten verteidigt), dem fällt auf, dass von den rund 800 Kommentaren der Leser kein(e) einzige(r) Blomes Meinung ist! Inzwischen wacht sogar der deutsche Michel auf. Die Propaganda der deutschen Leitmedien steht in eklatantem Widerspruch zu dem, was auf der Straße gedacht wird. Wenn man sich ansieht, wie Claus Kleber beim Heute Journal versuchte, den Siemens-Chef Joe Kaeser lächerlich zu machen, da dieser es gewagt hatte, als Chef von Siemens den Dialog mit Russland aufrecht zu erhalten, muss man sich fragen, was daran noch Journalismus sein soll? Wieso MUSS man als Bürger für diese Art der »Berichterstattung« auch noch eine Zwangsabgabe leisten? Lehnt euch auf! Werdet militant! Wie Stephan Hessel riet. Ziviler Ungehorsam ist Pflicht in diesen Tagen, oder wie Brecht sagte: »Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.« Seid nicht passiv wie eure

57
KENFM ÜBER ...: SCHEIN-DEMOKR ATIE. FREIHEIT, ETHIK... dem Papier geboren und dann über Lobbyarbeit auf den Weg gebracht. Die FED ist eine private Bank! Der Begriff »Federal« täuscht bis heute vor, dass es sich bei der FED um eine Regierungsbehörde handelt. Dem ist nicht so. Die FED ist so staatlich, wie die Mafia gemeinnützig ist. Beide Organisationen stehen über dem Gesetz. Nur dass die FED sich nicht mit Bandenkriegen zufrieden gibt. Die FED finanziert internationale Konflikte. Weltkriege. Im Anschluss kann sich jeder über Umwege bei der FED einen Kredit holen, um das Zerstörte wieder aufzubauen. Der Krieg ist der Vater aller Dinge. Dieser Vater setzt als eigentliche Massenvernichtungswaffe vor allem Schulden ein. Schulden sind um so effektiver, je weniger es gelingt, ihre Zinsen zu bedienen. Das ist Krieg in Friedenszeiten. Die FED druckt und bewertet als private Bank für die US-Regierung den US-Dollar, als die mächtigste Währung auf diesem Globus, während sie über ihre Beteiligungen an allen großen Konzernen, Banken, Imperien und Pressehäusern der Welt auch JEDEN US-Wahlkampf von JEDEM Kandidaten »unterstützt« und zum Erfolg führt. Ihr gehören quasi alle Jockeys eines Rennens. Ihr gehören die Pferde selbst. Die Rennbahn. Und jeder, der auf ein Pferd wettet, tut das mit dem Geld der FED. Die FED hat Geld wie Heu. Vor allem seit Nixon sich 1971 von der Golddeckung verabschiedete, um sich so den Krieg in Vietnam weiter leisten zu können. Krieg auf Pump. Seither explodierte die Menge der Weltwährung wie eine Handgranate in einem Munitionsdepot. Geld und Waren stehen in keinem gesunden Verhältnis mehr. Das System muss kollabieren wie ein Gebäude, bei dem man aus dem Keller immer mehr Mauerwerk entfernt, während oberhalb aus dem ehemaligen Einfamilienhaus ein Wolkenkratzer entsteht. Diese Art der Finanzarchitektur wird zusammenfallen wie das WTC 7. Ob die BBC dann auch wieder 20 Minuten vor dem eigentlichen Zusammenbruch von diesem Crash als schon stattgefunden berichten wird? Hinzu kommt, dass in unseren Tagen Geld im Computer als Bits und Bytes erzeugt wird. Per Tastendruck. Giral-Geld. Geld aus dem Nichts. Die FED steuert das alles. Sie ist über ihre Schulden-Politik die DUNKLE Seite der MACHT auf diesem Planeten, da sie die größte Zentralbank der Welt ist. Die FED kontrolliert von den 193 offiziellen Staaten (Krim und Palästina nicht mitgerechnet) in den meisten Ländern die Nationale Währung. Immer, wenn die NATO - auch nur ein FED-Tool - in ein Land einmarschiert, um dort »Demokratie zu exportieren«, ist das erste, was sie unternimmt, das alte Zentralbankensystem durch eine FED-Filiale zu ersetzen. So wird im Anschluss die Landeswährung an den US-Dollar angedockt und synchronisiert. Schulden als zukünftiger Knebel, zwangsverordnet durch FED Werkzeuge wie Weltbank oder IWF. Die Goldreserven des »befreiten« Landes werden im Gegenzug einge-

58
KENFM ÜBER ...: SCHEIN-DEMOKR ATIE. FREIHEIT, ETHIK... zogen. Statt dessen gibt es überall Fiat-Money. Geld, das aus Luft besteht, das aber auf der ganzen Welt genommen werden muss. Rund 700 Militärbasen der USA weltweit sind ein Druckmittel, das sich sehen lassen kann. Zusätzlich zur Androhung von Gewalt gibt es den OPEC-Deal: Willst du Erdöl auf dem Weltmarkt kaufen, benötigst du US-Dollar. Ohne Dollar, kein Öl. Punkt. Putin hat sich diesem Deal widersetzt, unterläuft den Dollar und verkauft an der Rohstoffbörse in St. Petersburg Gas und Öl gegen Rubel. Amerika hasst Putin dafür und hat diesem Treiben den Krieg angesagt. Putin gefährdet die Oberhoheit des US-Dollars, der in Wahrheit weniger Wert ist als Klopapier. Statt »In God we Trust« müsste es »In Kot we Trust« heißen. Aktuell erleben wir über den Hebel Ukraine/Krim einen Krieg der FED gegen Russland, gegen die Russische Föderation und gegen die Partner Putins. China! Angela Merkel hat seinerzeit bereits eine Staffel Patriot-Flugabwehr-Raketen plus deutsche Soldaten an die Grenze zu Syrien verlegen lassen. Eine Quasi-Flugverbotszone. Ohne UN-Mandat! Aber auf Befehl Washingtons, und da ist die UN ein Club, den man zum Narren halten kann. Angela Merkel wird auch ohne mit der Wimper zu zucken gegen Russland in den Krieg ziehen, wenn D.C. es verlangt. Sie wird den Tod deutscher Soldaten, gefallen für die Interessen der Besitzer amerikanischer Energieversorger, mit der Standarderklärung »Alternativlos« verkaufen. An ihrer Seite die Magda Goebbels unserer Zeit. Frau von der Leyen. Nur dass Magda damals nicht im Kriegsministerium herrschte und sich für mehr »Präsenz« an den NATO-Außengrenzen aussprach. Sie würde wohl am liebsten einen Feldzug auf Stalingrad befehlen. Krieg auf PumpS. Wir sind von Irren umgeben. Sie handeln, wie sie handeln, da das Gesetz unseres Wirtschaftssystems, das auf Zins und Zinseszins beruht, kollabieren muss. Das ist schlichte Mathematik. Wirtschaftskrebs, unendliches Wachstum also, benötigt alle Jahre einen »reinigenden« Krieg, um wieder von vorne beginnen zu können. Platz zu schaffen. Das ist die Politik der FED und sie hat viele Namen: Demokratieexport. Also Wachstum. Friedenssichernde Massnahmen, also das Schicken von Truppen, um Märkte zu erobern. Also Wachstum. Fusion. Also Wachstum. Harmonisierung, also Übernahme. Wachstum. Freihandelsabkommen, also Schlucken des Gegners. Wachstum. Globalisierung. Krebs im Endstadium. Wachstum XXL. Wenn wir die FED als den Tumor allen Übels nicht endlich aus unserem Wirtschaftssystem entfernen, wird es zu einem Krieg kommen. Einem Krieg, der final dazu dient, fälligen Zinseszins zu bedienen. Wir leben tatsächlich in einer SCHEIN-Demokratie. Und die FED stellt sich keiner Wahl. Sie herrscht einfach. Wir, die Bürger, müssen die FED-OP autark durchführen, denn die FED wird sich nicht selber in ein Klinikum einweisen. Es gibt ein Leben außerhalb der FED. Es führt auch über die Abkoppelung von Arbeit an Geld. Nachhaltigkeit ohne Wachstum. Das Bankgeheimnis der Zukunft ist, dass die FED keine Zukunft hat. Dieses Geheimnis verschwindet. Mit der FED. Sollte die FED nicht verschwinden, verschwinden WIR. Die FED ist der sichere Tod. Das hat sie nicht nur während zweier Weltkriege bewiesen, die von den Schergen der FED und damit der FED selber angeschoben und finanziert wurden. Als Modell, Märkte zu erobern. Das Gesetz des Wachstums. Mit tödlichen Folgen. Hitlers amerikanische Geschäftsfreunde waren Marionetten der FED. Der

59
KENFM ÜBER ...: SCHEIN-DEMOKR ATIE. FREIHEIT, ETHIK... Marshall-Plan war ein Geschäftsmodell der FED. Abgewickelt über die FED-Filiale in Europa. Der BIZ. Der Bank für internationalen Zahlungsverkehr. Wir müssen raus aus diesem PRIVATEN Geldsystem, das nur ein einziges Ziel kennt. Profit. Dieser Profit geht über Leichen und zerstört den gesamten Planeten. Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine Zweite im Kofferraum. Haben wir aber nicht. Und von Zinsen werde ich nicht satt, wenn um mich herum alles zerstört wurde. Die FED aufzulösen, ihr globales Monopol zu beenden, ist keine absurde Idee von naiven Menschen, die wenig Ahnung haben von Ökonomie und Finanzen, sondern im Gegenteil. Das Ende der FED wurde u.a. von dem immer wieder US-Präsidentschaftskandidaten Ron Paul öffentlich gefordert. Auch in Buchform. Dass er es bis heute nie ins Weiße Haus geschafft hat, ist logisch. Der größte Sponsor, der nötig ist, um einen US-Wahlkampf zu finanzieren, fiel automatisch weg. Die von der FED abhängige Industrie. Wir, die Menschen im 21. Jahrhundert, haben über das Netz die Möglichkeit, die Propagandatools der FED, die unterwanderte Presse zu umgehen. Die NSA unternimmt alles, um dieses Netz unter seine Kontrolle zu bekommen. Wer finanziert die NSA? Die Regierung der USA. Wer stellt diese Regierung? Na? Wir können uns heute selber informieren. KenFM tut das. Aber wir müssen uns auch organisieren. Auf die Straße gehen. In Massen. Jeder, der von einem Weltkrieg betroffen wäre, muss seinen Hintern ins Rennen bringen. Allein das Atomwaffenarsenal und die Maschinerie, die für unsere »Sicherheit« installiert wurde, für die Stabilität einer FED-Welt, hätte die Menschheit in der Vergangenheit immer wieder um Haaresbreite ausgelöscht. Dass wir noch nicht einem Atomkrieg »aus Versehen« zum Opfer gefallen sind, ist reiner Zufall! Stoppt all das. Unsere Führer sind wahnsinnig. Wir kennen sie nicht anders, daher erscheint uns dieser alltägliche Wahnsinn normal. Ist es »normal«, wenn man Atomwaffen, die die Menschheit schon heute X-mal in die Luft sprengen können, für Milliarden »modernisiert«, um ihre Schlagkraft zu erhöhen? Für den XXL-Tod? Lernt von den Bürgern der DDR. Sie haben ihr System gekippt. Aber FRIEDLICH! Deshalb: Die Montagsdemo ist zurück. In Berlin am Brandenburger Tor ab 18 h. Montags. Jeden Montag! Aber auch bundesweit. Macht euch schlau. Werdet aktiv. Wir appellieren an euren gesunden Menschenverstand. Überlasst die Entscheidung, ob Krieg oder Frieden auf der Krim nicht schwer-Kriminellen! Nicht gekauften Volksvertretern oder embeddeten Pressemenschen. Werdet selber aktiv. Aktivitst - wer aktiv ist! Sofort. Lernt aus der Geschichte. Es darf nie wieder eine Stunde Null geben. Und es wird nie wieder eine Stunde null geben, denn ein Krieg mit Russland endet in einem nuklearen Inferno. Steh auch DU auf! Sprich mit deinen Freunden, Nachbarn. Geh‘ FÜR DEN FRIEDEN auf die Straße und sorge so dafür, dass wir dieses Wirtschaftssystem, das ohne Mord und Todschlag nicht auskommt, ins Archiv schicken. Auch friedlich! Freiheit - Ethik - Demokratie. Auch so könnte man FED übersetzen. Wer in Europa den Frieden bewahren will, muss das amerikanische Volk aus der Geiselhaft der FED befreien. Die FED war ein Fehler. Auch John F. Kennedy wusste das, als er sagte: »Irrtümer werden erst dann zu Fehlern, wenn man sich weigert, sie zu korrigieren.« Wer ein Problem erkennt und nichts zu seiner Beseitigung unternimmt, ist möglicherweise ein Teil dieses Problems. Sei Du Teil der Lösung. Über KenFM: KenFM ist ein freies Presseportal, eine Plattform, die bewusst eines das Internet um als einziges ganzen Verbreitungsmedium Sendegebiet nutzt, das auf klassische den UKW-Radios deutschsprachigen Raum auszudehnen. KenFM steht für politische Statements und aufwendig produzierte Spezialsendungen. Darüber hinaus führt KenFM jede Woche Interviews zu tagesaktuellen Ereignissen. KenFM wurde jahrelang durch GEZ Gebühren ermöglicht, stieß dabei aber immer häufiger an die Grenzen dessen, was KenFM unter Pressefreiheit verstand. KenFM wird heute ausschließlich von den Usern finanziert. KenFM geht es nicht um die Quote, sondern um Relevanz. KenFM kann heute so arbeiten, da die Redaktion ausschließlich dem User verpflichtet ist und nicht einer Intendanz mit Parteibuch. Die finanzielle Unterstützung der User macht KenFMs Arbeit überhaupt erst möglich. KenFM versteht sich selbst daher auch als das Portal all derer, die KenFM mit ihrem Geld den Auftrag gegeben haben, im Dreck zu wühlen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Weitere Infos und wie man KenFM unterstützen kann: http://www.kenfm.de/unterstuetze-kenfm/

60
»WER IST DENN DER HÜBSCHE MANN NEBEN MAMA?« Ste he n Väte r e i gen t l ic h p er m a n en t vo r schwier i g e n En t s c hei d u n g en ? Vo r d ie s e r einfach e n En tsc hei d u n g s t eh t d ies m al a uch u n se r Vat erk o l u m n is t . TEXT: NICOLAI KÖPPEL FOTOS: FOTOLIA Ja, ja: wenn man Kinder hat, ändert sich alles. Wissen wir. Glauben wir. Denken wir uns. Was aber gern vergessen wird, ist: es ändert sich alles auch ohnehin, Nachwuchs oder nicht. Meine Schwester hat keine Kinder, weil sie glaubt, dass sie dann so deutlich spüren würde, wie sie selbst älter wird. Ich merke, dass ich älter werde, indem ich in den Spiegel schaue – und wenn ich weiß, dass ich die letzten 463 Nächte kindbedingt weniger Schlaf bekommen habe als ursprünglich (und damit meine ich Tag für Tag) geplant, und wenn ich dann heute so aussehe, wie ich heute eben nun mal aussehe, denke ich eher: hey dafür geht’s eigentlich noch. Gut, Werbung könnte man heute mit mir nicht mehr machen, aber was sollte das denn jemals für Werbung gewesen sein, die mit meinem Gesicht drauf wirkungsvoller wäre? Ich will jetzt nichts hören. Trotzdem versucht man, die Zeit anzuhalten, Momente zu konservieren. Ich habe nie soviel fotografiert wie seit ich Vater bin. Das hat sich also geändert. Geändert hat sich aber auch der Umgang mit gemachten Fotos: hat man frü60 her die fünf unverschwommenen Bilder eines 36er-Films liebevoll und im Bewusstsein knallharter Chronistenpflicht sorgfältig vom Fachmann entwickeln lassen und mit lächerlich liebevoller Hingabe unter Zuhilfenahme von Fotokleber und Fotoecken in irgendwelche Fotoalben hineinorganisiert, drucken heute noch die wenigsten ihre Bilder überhaupt aus und kleben sie irgendwo ein. Der Rechner ist ja eh an, also guckt man mal kurz, und wenn es ein Bild von vor der letzten Sicherungskopie sein soll, muss man halt mal die Festplatte suchen oder sowas. Das hat zur Folge, dass unser Sohn zwar mitkriegt, wie ich ihn ständig fotografiere, aber nicht weiß, warum ich das mache. Muss ja auch nicht sein. Es gibt ja im Haus genug fertige Fotoalben, die Geschichten erzählen und Fragen aufwerfen. »Wer ist denn der hübsche Mann neben Mama?« – »Das bin ich, mein Sohn.« – ungläubiger Blick, der in Kopfschütteln übergeht: »Neeee, du bist unrasiert und müde und viel älter!« – und meine eigenen alten Kinderfotos haben fast die gleiche Wirkung: »Papa, was hab

61
DIE VATERKOLUMNE: WER IST DENN DER HÜBSCHE MANN...? ich denn da für einen hässlichen Pulli an?« – »Das bist gar nicht du, mein Sohn, das bin ich!« – und er guckt mich an, als würde ich versuchen, mit irgendwas sehr Abstrusem anzugeben, um irgendwas zu erreichen, was ihm völlig unklar ist. Wir sehen uns ähnlich. Das ist Evolution: ein Neugeborenes, von dem mir meine Mutter sagt, dass es genau wie ich als Kind aussieht, läuft weniger Gefahr, von mir aus gekränkter Eitelkeit nicht ernährt zu werden. Der Nachwuchs kann gedeihen und pflanzt sich irgendwann fort. Warum Männer ab 40 in der Überzahl beginnen, immer mehr wie ihre eigene Mutter auszusehen, wird von einem biologischen Modell erklärt, das noch nicht vorliegt. Ich freu mich drauf. Schön ist es auch, mit dem Sohn durch die Stadt zu schlendern. Vorletzte Woche wurden wir sogar in der Wurstbraterei angesprochen, von einem Werbefuzzi. Der Kleine sei ja total hübsch, ob der schon mal richtig professionell fotografiert worden sei? Natürlich, sage ich, denn meine Kamera hat schließlich Autofokus. So richtig für Werbung, fragte der Fuzzi weiter? Das nun wieder nicht, sage ich, und er gibt mir seine Karte und drängt mich, ihm meine Telefonnummer aufzuschreiben, und ich bin völlig überrumpelt und viel zu faul, um das zu verweigern. Wird schon nichts passieren, denke ich. Worum geht’s denn eigentlich, frage ich und bekomme zur Antwort, da sei nächste Woche ein Fototermin für eine große Werbesache und er suche noch einen total süßen, ausdrucksstarken kleinen Star dafür. Ich bin geschmeichelt. Auf dem Heimweg sehe ich zum ersten Mal überhaupt, dass es viel Plakatwerbung mit Kindern gibt – aber keins davon ist so niedlich und schön wie mein Sohn, denke ich. Kein einziges. Ich kaufe ein paar Elternzeitschriften und blättere sie durch: Tatsache, die nehmen lauter komische Kinder für sowas, wahrscheinlich weil sie es nicht schaffen, für ihre komischen Versicherungen, komischen Parteien und komischen Müsliriegel echt hübsche Kinder zu finden. Ist ja auch nicht erstrebenswert, denke ich, das Gesicht seines eigenen Kindes quasi zu verkaufen, damit es Leute verleitet, sich mit etwas zu beschäftigen, das es nötig hat, dafür ein unschuldiges Kind herzunehmen. Ende des Gedankenganges, denke ich, Ende der Geschichte. Wirklich? Ganz Gallien? Natürlich nicht. Drei Tage später ruft der Werbefuzzi an. Ich weiß sofort, dass er es ist, denn ich habe seine Nummer in unseren Kurzwahlspeicher eingespeist, damit ich gleich weiß, wenn er anruft. Wer nicht vorbereitet ist auf die perfiden Strukturen des ausbeuterischen Systems, wird glatt von ihnen in die nächste Ecke argumentiert und dann steht man da. Will ja keiner. Regt mich auf, das. Also gehe ich atemlos ran. »Ja?« »Schönen guten Tag, ich rufe wegen dem Werbeshooting an. Ich möchte das jetzt wirklich gern mit ihrem Kleinen machen!« »Kommt überhaupt nicht in Frage«, sage ich so kalt wie möglich. »Ach, das ist aber schade. Jetzt hab ich all den anderen schon abgesagt.« »Pech«, sage ich und bereue in diesem Moment, dass ich schon so kalt zu ihm war, dass ich die Kälte meiner Stimme jetzt nicht noch steigern kann. »Ich meine ja nur«, sagt der enttäuschte Werbefuzzi am anderen Ende der Leitung, »es ist eben ein so gut bezahlter Einsatz.« Jetzt kommt er mir damit, denke ich. Und er traut sich noch nicht mal, die Karten auf den Tisch zu legen. Mit Andeutungen ein schlechtes Gewissen zu machen, das ist sowas von passiv-aggressiv, denke ich und beschließe, ein anständiges Maß eindeutig aktiver Aggression dagegenzusetzen und ihn aus der Reserve zu locken, damit er vielleicht mal merkt, was für niedere Instinkte er da verfolgt und zu bedienen versucht und überhaupt, denke ich und frage eisig: »Was soll denn das nun wieder heißen?« »Naja«, kuscht er, »ein halber Tag bei uns im Studio, wir brauchen vier verwertbare Fotos, und für jedes zahlen wir sechshundert Euro.« »Warten Sie einem Moment«, versuche ich, ihm ins Wort zu fallen, »ich bin hier nur die Putzhilfe. Ich hole Ihnen Herrn Köppel an den Apparat!« Man muss ja schließlich auch an die Zukunft denken. Wieviele Fotoalben und Fotoecken man sich da kaufen kann! Hoffentlich muss der Kleine keinen allzu hässlichen Pulli für die Aufnahmen anziehen. Und wenn, denke ich, das muss er dann irgendwann mit seinem eigenen Sohn klären.

62
M ITTAGS T ISC H T E ST TEXT: ROBERT MUCHA FOTOS: MEHMET FILIZ We r ke n n t da s Pro b l em n i c ht : Mittags paus e - abe r wo h in zum E s s e n. Desha lb haben w i r u n s d a z u en t s c hl o s s en , e ine n re gio nale n Mittag s tis ch -Te s t zu sta r ten. Die smal w are n w ir i n d er W E I N VILL A in d e r Cäcilie ns traße . Ge te s te t wurde nebe n de m Ge sch m a c k a u c h d i e Ges ch wind ig k e it, d ie Fre und lich k e it d e s Ser vi cePe rs on al s, n atü r l i c h d er Prei s u n d auch d ie ind ivid ue lle n Eig e nh e ite n der L oka lität. Im Te st h a b en wir u n s f ü r das um ge k e h r te Sch ulno te n-Sys te m e ntschi eden. Da s b ed eu t et , d a s s d ie 6,0 d ie Hö ch s tno te is t.

63
MITTAGSTISCHTEST: WEINVILL A WEINVILLA CÄCILIENSTRASSE 66 | 74072 HN T 07131 676712 5,5 Preise 7,50 - 19,20 EUR Geschmack 5,5 Geschwindigkeit 15 Minuten Apfelschorlen-Index (0,5l) 3,50 EUR Individualität Über 100 versch. Weine Service

64
ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT TEXT: FLORIAN DIETZ FOTOS: ULLA KÜHNLE Wäre Hei l b ro n n ein Fil m , wäre Sibe l Taylan ve rm utlich Do c Brown, de n m a n a l s d ie per s o nifizie r te Mis ch ung aus ze rs tre ute m und de n n o c h s y m pa t h is c h- g e niale m Pro fe s s o r aus d e n » Zur ück in di e Zu kun ft « - Fil m en in b es t er Erinne r ung h at. De utlich we nige r e rgra ut, ab e r m i t m i n d es t en s g en aus o vie le n Id e e n und Ge is te s blitze n, di e i h re n g es u n d en Ta t en d rang m it aus re ich e nd Stro m ve rs o rge n . »Ic h b i n ein Ba u c hm en s c h « , s agt s ie vo n s ich s e lbs t. Und wie d a s bei Bauc h m e n s c hen s o is t , m a c ht s ie e infach , be vo r ih r Ko pf auch nur ha lbwegs ü b e r Si n n o d er Un s i n n a bwä ge n k o nnte . Ih r pe rs ö nlich e r Fluxk o m p ensa tor i st das Da t a 7 7 1 1 2 , d a s d i e Sch ulg as s e in He ilbro nn übe r d ie le t zten si e b en Ja hre wo h l s o g epräg t h at, wie e s k e in and e re r Lad e n n ur a n s a t z we is e h ätte tun k ö nne n.

65
KULTURBEUTEL: DATA 77112 Am 30. März 2007 realisierte sie ihren Traum von der eigenen Bar, den sie dann knapp drei Jahre lang träumte. »Ich wollte eigentlich nur zwei Plattenspieler, meine Freunde um mich herum und gutes Bier trinken«, übersetzt die gelernte Schauwerbegestalterin, die sich gerne scherzhaft als »türkische Gastarbeiterin« bezeichnet, mit einem breiten Grinsen ihr damaliges Bauchgefühl. Mit der Unterstützung ihrer Eltern und dem Zufall, dass der Vermieter ein Bekannter ihres damaligen Freundes war, eröffnete sie als 1-Frau-Team ihre Bar, ohne sich groß Gedanken über Miete oder ähnliches zu machen. Dank ihrem Umfeld wurde diese schnell zur Anlaufstelle für eine Szene, die in Heilbronn sonst keine großartig anderen Ausgehmöglichkeiten für sich sah. »Wir bildeten schon so eine kleine Subkultur mitten in der Innenstadt«, erzählt Sibel von ihrer Anfangszeit. Kuriose Geschichten gibt es über die ersten knapp drei Jahre so viele, dass es ihr schwerfällt einzelne herauszupicken. Kurios auch der Name: Gut ein halbes Jahr arbeitete Sibel in Frankfurt und fuhr deshalb tagtäglich am Autound Technikmuseum in Sinsheim vorbei – mit bestem Blick auf das russische Flugzeug Tupolew, das am Heck die 77112 als Typenbezeichnung trägt. Sie ist die einzige russische Maschine vom diesem Flugzeugtyp, die außerhalb Russlands besichtigt werden kann. »Als ich die Tupolew 77112 das erste Mal gesehen habe, war mir klar, dass sie etwas ganz Besonderes ist«, erzählt Sibel. Aus der Nähe war sie dann so überwältigt, dass ihr jedes einzelne Haar zu Berge stand. Magisch, geheimnisvoll, unantastbar. »Also gab ich meiner Bar die Nummer dieses Schlachtrosses«, war die einzig logische Schlussfolgerung. Ein kleines Miniaturmodell ziert die Inneneinrichtung, die viele bunte Elemente vereint. »Kumpels von mir haben auch mal ein riesiges Modell der Tupolew aus Karton gebaut, das ging fast vom einen Raumende zum anderen. Die Leute konnten hier zum Teil nicht mal mehr aufrecht stehen, aber trotzdem hing das Teil da circa ein Jahr lang«, erzählt sie freudestrahlend. Und das Data? »Geleitet durch den Transfer der Daten, die in der Musik liegen, überbrückst du Distanzen. Du verbindest dich mit Menschen und tauschst dich aus«, liest Sibel vor. Nach zwei Jahren und neun Monaten wollten ihr Körper und ihr Geist nicht mehr. Sie beschloss das Data an zwei Freunde abzugeben und widmete sich fortan über mehr als vier Jahre dem Schreiben. In einer Art Tagebuch dokumentiert sie ihre Erfahrungen und das Durchlebte und ist nun nebenbei auf der Suche nach einem Verleger, der »verrückt genug ist, das alles zu veröffentlichen.« 340 Seiten in insgesamt 13 Kapiteln hat die Frau mit dem ansteckenden Lachen über diesen Zeitraum geschrieben – und online bereits auch schon größtenteils veröffentlich. Sechs Kapitel sind aktuell online, die restlichen sind »noch im Koma«, wie sie sagt. Diese will sie nochmals überarbeiten und dann wohl wieder online stellen. »Nun bin ich ja wieder im Data und das alles geht scheinbar wieder von vorne los«, erklärt sie ihren Drang, das Erlebte in Worten festzuhalten. Die aktuellsten Aufschriebe bestehen größtenteils aus Halbsätzen – mal auf Deutsch, mal auf Englisch – und sind eher Kunstform als reine Dokumentation. Mal geht es um die Beobachtung einer süßen Rosine auf dem Weihnachtsmarkt, die in keinen passenden Stollen passen will und dann von einer Freundin mit einem Korb voller

66
KULTURBEUTEL: DATA 77112 Schokolade beschenkt wird, worauf hin sie Pipi ins Rosinenauge bekommt. Ein anderer Eintrag beschäftigt sich mit dem Gedanken, auf den Bus wartende Leute bei einer Slow-Motion-Fahrt durch eine 30er-Zone zu erschießen. Zurück in der Zukunft ist das Data nun seit Kurzem wieder ihr neuer alter Hauptjob. Die alten Betreiber konnten niemanden finden, der den Laden weiterführt und sie wollte ihr Baby nicht so ohne Weiteres schließen. Also ist sie nun zurück an alter Wirkungsstätte und fühlt sich auch wieder wohl darin. Konzerte, Lesungen und Ausstellungen sowie jegliche Art von Kunst sollen stattfinden. In Ihren Worten: »Es ist ein Raum, ein Ort, wo sich junge und alte DJs, unabhängig von der Musikrichtung, die sie auflegen, die Klinke in die Hand drücken und wir alle abfeiern können.« Die Kundschaft hat sich, wie so vieles in Heilbronn, über die sieben Jahre verändert. »Es sind schon noch viele Leute von früher hier, aber es kommen neue dazu und alte sind eine Weile weg, finden dann aber, wenn sie in Heilbronn sind, immer wieder hier hin zurück«, philosophiert Sibel über ihre Kundschaft. Die Szene sei nicht mehr so alternativ wie früher, weil sich die Gesellschaft mehr geöffnet hätte. Gespannt ist sie auch auf den Austausch mit den Studenten, die es mehr und mehr nach Heilbronn zieht. Von Mittwoch bis Samstag ist das Data zukünftig an vier Tagen geöffnet. Die Gastronomieerfahrung hat Sibel so einiges gelehrt. »Ich musste viele Bußgelder bezahlen«, erinnert sie sich. Ein Nachbarschaftsstreit wegen Ruhestörung landete vor Gericht und endete mit einem Bußgeld und saftigen Strafen für ihre Freunde, die zu Unrecht wegen Falschaussage angezeigt wurden. Dies wurmte sie sogar so sehr, dass sie zwei Jahre nach dem Verfahren den Richter nochmals besuchen wollte, keinen Termin bekam und ihm deshalb einen Brief schrieb, auf den sie nie eine Antwort erhielt. Ihren inneren Frieden hat sie damit wiederhergestellt, die Situation mit den Anwohnern hat sich entspannt. Sie ist mehr bei sich selbst angekommen und fühlt sich in der Umgebung ihrer Familie und Freunde pudelwohl. »Die Resonanz der Leute ist überwältigend. Schaue ich in ihre Augen, sehe ich ihre Freude, dass der Laden weitergeht. Ganz ehrlich, es gibt leider immer noch wenige Locations, wo du so sein kannst, wie du bist und ausschaust, ohne ver- oder beurteilt zu werden. Ich wollte erst nicht wieder den Laden machen, doch die beiden Ex-Betreiber-Jungs, Marcus Schrott und Hannes Buchwald, denen ich so sehr dankbar bin für alles, die gaben mir den letzten Kick! Es ist eine Ehrensache – Handspucke mit Marcus – wir spuckten uns vor ein paar Jahren mal, beide stockbesoffen aber stockernst in die Hände mit den Worten: »Also, entweder du oder ich sorgen dafür, dass das Data 77112 weitergeht!« Und meine Freundin Arun von Rizze Razze sagte mir erst neulich, dass sie nicht schlafen konnte, weil sie grübelte und grübelte, was sie wohl ohne das Data tun solle. Also das und vieles mehr zeigt mir deutlich, dass es richtig war und ist, wieder hier im Cockpit zu sein. Hart aber sehr herzlich. Ich bin sehr stolz hier sein zu können«, erklärt sie ihre Verbundenheit zum Data. Lediglich bei der Dauer möchte sie sich erneut nicht festlegen: »So was weiß man doch nie so genau, vielleicht werde ich ja morgen von einem wilden Busfahrer platt gefahren. Aber wenn du weißt, du kannst anderen Menschen was Gutes tun damit, macht dich das Selbst auch glücklich. Und um das geht es doch auch: viel Spaß, Musik und Liebe! Alla hop!« SIBELS TAGEBUCH ONLINE: HTTP://SCIFI77112.WORDPRESS.COM/

67


68
INTERVIEW: SASCHA WARTHA FOTOS: MEHMET FILIZ »WIR SIND ALLESAMT SEHR AT T R A K T I V E T Y P E N « Hätt e n si e n i c ht Ih re Fi n g er i m Spie l, würd e uns h ö ch s twah rs ch e inlich ni cht der de ut sc h e Re gg a e Su per s t a r Gen t le m e n d ie s e n Mo nat in He ilbro nn be e hren. Geht e s im Un te r l an d u m Reg g a e u n d Dance h all So und s ind d ie s e Jung s nicht wei t. Wi r trafe n u n s m i t Y AR D S T Y L E i m Hip Is land 2.0, d e r Lo catio n Ih re s bis la ng größten Clous u n d p l a u d er t en g a n z en t spannt übe r Fraue nübe rs ch us s , s tink e nde Ki f f er u n d zwe i K i l o Tr a u b en i m Back s tage be re ich . Eine Ho m m ag e an He i lbronn.

69
MUSIKKOFFER: YARDSTYLE eine sehr überschaubare Reggae Szene in Heilbronn, wir waren schon froh wenn wir bei Wind und Wetter im Hof 30 Leute beschallen durften. Über die Jahre, die Konstante mit der wir auch immer wieder große Acts nach Heilbronn geholt haben ist hier richtig was entstanden. Dafür ernten wir bis weit über die Stadtgrenzen hinaus Respekt und Anerkennung der Szene. H A N I X — Wie habt Ihr zueinander gefunden? Y A R D S T Y L E — Im Kern kennen wir uns jetzt schon seit über dreißig Jahren. Oli und Marc sind Zwillingsbrüder. Philip ist seit jeher der beste Freund, wohnte in der gleichen Straße und war im selben Kindergarten. Frank haben wir 2007 kennengelernt, er kam dann 2008 Offiziell als DJ, der sogenannte Selector dazu. Zwischendurch kam noch der ein oder andere für eine gewisse Zeit dazu, diese mussten jedoch aus familien- oder jobtechnischen Gründen wieder aufhören. Interessanterweise gab es bis Heute noch nie so wirklich Probleme innerhalb der YARDSTYLE Crew. H A N I X — Mit euren festen Veranstaltungen im Club Mobilat, dem Creme 21 sowie dem Hip Island 2.0 habt Ihr eine ganze Menge zu tun. Dazu kommen noch Auftritte in der ganzen Republik. Wie habt Ihr untereinander die anstehenden Aufgaben verteilt? H A N I X — Erzählt mal die Geschichte zu YARDSTYLE? Y A R D S T Y L E — YARDSTYLE steht für ein 2002 gegründetes Reggae und Dancehall Soundsystem aus Heilbronn, bestehend aus den Brüdern Marc und Oli, sowie Philip und Frank. Maßgeblich wurden wir durch Philips älteren Bruder und dessen Freunde Mitte und Ende der Neunziger auf diese Musik aufmerksam. Einige von uns machten Anfang der 2000er im Rootsclub in der Paulinenstraße erste Erfahrungen mit dem Auflegen. Wir beschlossen uns alle zusammen zu tun und spielten unsere ersten Termine gemeinsam im Deutschhofkeller. Ein Jahr später entstanden erste Kontakte zu DJ Kaiser und Wortsport, die uns die Möglichkeit gaben auf deren Lounge vor dem bis dahin für uns größten Publikum zu spielen. Von diesem Zeitpunkt an waren wir als Resident Reggae und Dancehall Sound auf der Wortsportlounge dabei und bekamen eine eigene Veranstaltung im Club Mobilat. Anfänglich war es Das ist eigentlich ganz Simpel. Der Oli ist unser Operator. Er kümmert sich um alles was außerhalb der Bühne stattfindet. Zum Beispiel die Finanzen, die Pflege der Homepage und unserer Facebook-Seite oder das Anschließen der Anlage. Marc und Frank sind die Männer, die für den Sound sorgen. Philip ist der Mann am Mikrofon, der der die Leute unterhält, aufweckt und mitnimmt. Das Gestalten unserer Werbung in Form von Flyern und Plakaten haben wir outgesourced, worüber wir auch sehr froh sind. Da ist ein richtiger Wiedererkennungswert geschaffen worden und wir sind über die Zusammenarbeit mit unserem Grafiker hoch zufrieden. Im Bereich Promo sind wir von Natur aus eher zurückhaltend. Durch die Stadt zu laufen, Menschen mit »ey, das ist das Allergeilste, unsere Party- da musste unbedingt hinkommen« anzusprechen war nie unser Ding. Wir wollen die Qualität für sich sprechen lassen. Gerade am Anfang war es schwierig, es hat schon eine Weile gedauert, bis sich die BUSS DI DANCE Party, unsere erste regelmäßige Veranstaltung behauptet hat. Das ist eben nicht Titten, Techno und Trompeten, ein Event der alleine vom Namen her schon die Leute zieht. Wir haben über die Jahre und durch die Konstanz, mit der wir arbeiten, die Größe unserer heutigen Veranstaltungen erreicht. YARDSTYLE —

70
MUSIKKOFFER: YARDSTYLE H A N I X — Auf euren Veranstaltungen wird Deshalb wollen wir uns auch nicht beklagen. H A N I X — Bei euch vermittelt sich der Eindruck das Ihr allesamt sehr entspannte Typen seid. Was bringt euch zur Weißglut? unweigerlich von der Masse an attraktiven Frauen erschlagen. Woher rührt der Erfolg beim weiblichen Geschlecht? Das rührt offensichtlich daher, das wir allesamt sehr attraktive Typen sind. Nein, im Ernst. Wir wissen es nicht so genau. Erst kürzlich bei unserer zweiten JAMAICAN CREAM Veranstaltung im Creme 21 meinte ein Türsteher zu uns, dass der Frauenüberschuss des vergangenen Events wirklich der Wahnsinn sei und uns ist es auch schon aufgefallen, dass die ersten drei Reihen vor der Bühne meist in Frauenhand sind. Woran das aber genau liegt, wissen wir auch nicht genau. Vielleicht liegt es daran, dass unsere Musik sehr tanzbar und partytauglich ist. Mal politisch motivierte Themen ausgeblendet, geht es doch in erster Linie bei Reggae um ein Lebensgefühl, um Spaß und Freude. Das wird sicher in irgendeiner Form auf die Tanzfläche übertragen. Und die Regel lautet: Hast du Frauen im Club, dann hast du auch die Männer. Alle sind zufrieden und der Vibe ist nach wie vor fantastisch. YARDSTYLE — sind eigentlich durchweg sehr gechillt, es gibt nur wenige Themen die uns wirklich nerven. Grundsätzlich kümmern wir uns zum Beispiel sehr gerne um das Wohl unserer Künstler. Übertriebene Starallüren unserer gebuchten Gäste können jedoch ein Limit erreichen, bei dem wir schon mal deutlich unseren Unmut zum Ausdruck bringen. So zum Beispiel zwei Kilo Trauben unverzüglich im Backstage Bereich zu fordern. Jungs, die sich nicht benehmen können, anfangen Gäste anzurempeln oder Ihr Bier verschütten braucht auch kein Mensch. Beim Musikmachen selbst, und davon kann wahrscheinlich jeder DJ ein Lied singen, stören dann doch die ein oder anderen unpassenden, teils genrefremden Musikwünsche. Aber damit lernt man sich im Lauf der Jahre zu arrangieren. Insgesamt gibt es wirklich gar nicht so viele Dinge die uns stressen. Auch im Privaten. Wir erwarten Ehrlichkeit von unseren Y A R D S T Y L E — Wir

71
MUSIKKOFFER: YARDSTYLE Mitmenschen und diese wird uns in der Regel auch zuteil. Real recognize real oder auch: Gleich und gleich gesellt sich eben gern. Ein offener und ehrlicher Umgang miteinander ist für uns und unseren Freundeskreis selbstverständlich, da entstehen überhaupt nicht die riesigen Probleme. H A N I X — Via Social Media bekommt man das Gefühl Ihr verreist auch immer mal wieder gemeinsam. Abendkasse überhaupt noch eine Chance eine Karte zu ergattern? Teils, teils. Wir werden ja recht häufig gebucht, sind von dem her schon häufig zusammen unterwegs. Anfang des Jahres waren wir gemeinsam drei Wochen in Thailand. Aber an sich geht jeder seiner Wege. Oli und Philip vereisen jedoch öfter miteinander. Im August spielen wir eine kleine Portugal Tour, sind dort an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im Einsatz. Das ist auch irgendwie eine Art von gemeinsamen Urlaub für uns. Wir möchten unsere Gemeinschaft nicht missen, gerade in Phasen in denen man örtlich durch Studium oder Beruf voneinander getrennt ist. Das regelmäßige Musik machen führt uns dann doch immer wieder zusammen. YARDSTYLE — H A N I X — Diesen Monat fahrt Ihr ja gemeinsam mit Diginights, Catch a fire und dem Hip Island in Form von Gentleman richtig dicke Geschütze auf. Wie laufen die Vorbereitungen zu solch einem großen Event? Also wir können nur allen dringend empfehlen den Vorverkauf zu nutzen. Das Hip Island kann auch nur eine begrenzte Zahl von Gästen aufnehmen. Im Moment gibt es noch Karten, die könnt Ihr im Nova Cane Store in der Fußgängerzone oder in der Parfümerie Aktzente in der Stadtgalerie erwerben. Natürlich kann man auch über die Diginights Vertriebswege an Karten kommen. Also, wenn Ihr sicher bei diesem tollen Event dabei sein möchtet, sichert euch die Karten schon jetzt. Ist wirklich eine gutgemeinte Empfehlung. YARDSTYLE — H A N I X — Wie seinen erwähnt, öffnete Reggae in ja Gentleman mit die Charterfolgen Deutschland Türen. Wie steht es um euer musikalisches Output? Ist eigene Musik zu schreiben und zu produzieren eine ernsthafte Option für euch? Moment sind wir noch ganz entspannt. Der Vorverkauf ist gut angelaufen, das beruhigt uns in gewisser Weise ein wenig. Die in dieser Sache starke Partnerschaft zu Diginights mit Ihrer Professionalität gibt uns auch ein sehr gutes Gefühl. Als wir von der anstehenden Gentleman mit Soundsystem Tour erfuhren war uns sofort klar zuschlagen zu müssen. Nicht nur wegen uns, weil uns dieser Künstler schon viele Jahre begleitet, er dem Reggae in Deutschland die Türen öffnete und auf der ganzen Welt unterwegs ist und Respekt erntet. Sondern auch wegen den Leuten hier, quasi als Dankeschön für die vielen tollen Jahre der Unterstützung. Ohne diesen Support wäre Reggae und Dancehall in Heilbronn nicht das, was es geworden ist. Du schaust dir als Veranstalter die Kosten an und begreifst welch ein großer Haufen an Geld das ist, den du in die Hand nimmst. Aber wir sehen uns in dieser Kombination sehr gut aufgestellt. Es ging uns nie ums Geld, es ist das Herz das entscheidet. Und wir wollen diesen Superstar hier haben, in unserer Stadt und in dieser traumhaften Sommerlocation. Wir freuen uns mega darauf. H A N I X — Welches Feedback bekommt Ihr seitens der Comunity auf dieses Event und gibt es an der Y A R D S T Y L E — Im Wir sind tatsächlich gerade dabei uns ein Studio einzurichten, allerdings nicht mit dem Ziel selbst Riddims zu produzieren. Irgendwie wäre es natürlich schon eine gute Sache eigene Tracks zu basteln. Der einzige, der von uns in dieser Richtung aktiv ist, ist Philip. Der mischt am Mikrofon immer mal wieder bei verschiedenen Projekten mit, zum Beispiel beim aktuellen FreidenkerAlbum »Stadtnomade«, für das er ein paar Zeilen schrieb. 2009 hat er mit den Jungs auch ein Video zu deren Song »Weit weg« aufgenommen. Da singt er die Hook. Ganz toller Titel, solltet Ihr euch unbedingt mal auf youtube reinziehen. Vielleicht können wir von ihm in Zukunft ein paar eigene Sachen erwarten. Wir anderen lassen mal alles auf uns zukommen. Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin bei unseren Veranstaltungen und YARDSTYLE Soundsystem Gigs. YARDSTYLE — H A N I X — Der Sommer steht vor der Türe. Lässt sich euer Südsee Karibik Flavour in den warmen Monaten einfacher transportieren, oder seht Ihr das Jahreszeiten unabhängig? Der Sommer passt natürlich mit seiner guten Stimmung und der Wärme hervorragend zu der Musik die wir spielen. Aber für uns persönlich macht es keinen großen Unterschied im Sommer oder im Winter aufzulegen. Durch die Reggae Musik transportierst du ja immer ein Stück weit das Feeling des Sommers. Natürlich gibt es inhaltlich wichtige Themen die Jamaika bewegen, dennoch ist es positive Musik, deren Vibe du sofort catchst. Eine spürbare Lockerheit kommt dann von alleine und du YARDSTYLE —

72
MUSIKKOFFER: WHO THE FUCK wirst unweigerlich nach einigen Stücken gedanklich an die Orte des Ursprungs dieses Sounds getrieben. Und schon hast du den Sommer ein wenig in deinem Kopf, egal ob es November ist und es im Hof des Mobilats aus Eimern regnet. Aber natürlich freuen wir uns über die hoffentlich sonnenreichen Monate. Mittwochs im Hip Island auflegen und du siehst die Leute mit Sonnenbrillen im Liegestuhl oder im Sand. Das ist schon was Feines. H A N I X — Wie die Technoszene mit Extasy wird eure Musik zwangsläufig mit Marihuana Konsum in Verbindung gebracht. Wie steht Ihr zum Dauerthema Legalisierung? Also zum ersten distanzieren wir uns von Drogen in jeglicher Form. Zum zweiten ist das absolutes Klischeedenken. Jeder der Reggae hört hat Dreadlocks und ist ständig bekifft. Was uns aber schon ein wenig bei dem Thema Marihuana stört, ist diese Kriminalisierung im Gegensatz zum Alkohol- und Zigarettenkonsum. Das sind Suchtmittel, die mitunter einen viel größeren Schaden anrichten. Selbstverständlich geht es beim Kiffen auch um die Stabilität der eigenen Psyche. Ist da alles in geregelter Ordnung dient das Ganze ja eher der Entspannung. Für eine Legalisierung spricht durchaus der Einsatz von THC bei diversen Krankheiten. Eine kontrollierte Abgabe hätte außerdem auch den Effekt, das kriminelle Dealer mittelfristig damit aufhören müssen den Kindern das Zeug YARDSTYLE — zu verkaufen. Der ganze Schwarzmarkt mit schlechtem und gesundheitsschädlichem gestrecktem Marihuana würde einbrechen. Dann soll halt der Staat dafür Geld in Form von Steuern abgreifen. Das Kiffen auf Partys ist ja seit der Nichtraucherregelung für die Gastronomie nur noch schwer umzusetzen, denn das Kiffen hat einen Nachteil. Es stinkt. Es im geheimen in einem rauchfreien Club zu tun ist heutzutage fast unmöglich. Das ist ja etwas ganz anderes mit anderen Substanzen, die man sich mal kurz auf der Toilette zuführt oder vor dem Club im Auto. Diese Geschichten sind ja nicht wirklich ein Thema der Reggae Kultur. Also wir denken, dass auf unseren Partys der illegale Drogenkonsum nicht vorhanden ist. H A N I X — Immer wieder kehren kreative Köpfe der Stadt den Rücken zu und ziehen weg. War es für euch jemals ein Thema der Musik wegen die Stadt zu verlassen? Nein, im Gegenteil. Wir sind sehr stolz darauf, was wir in punkto Reggae und Dancehall hier erreicht haben. Und wir fühlen uns noch nicht am Ende angekommen. Im Gegenteil, wir sind voll motiviert und sprühen vor Tatendrang. Wir bekommen von unserer Szene und von unseren künstlerischen Gästen immer wieder das Feedback wie toll es doch in Heilbronn ist. Das wissen wir absolut zu schätzen und damit fühlen wir uns super wohl. Persönlich sind wir der Überzeugung, das du YARDSTYLE —

73
MUSIKKOFFER: YARDSTYLE in einer verhältnismäßig kleinen Stadt mit geschätzten 120000 Einwohnern trotzdem Gleichgesinnte findest. Du hast hier halt nicht von allen Dingen zehn Stück, sondern eines. Aber das reicht uns. Unser Tag hat auch nur 24 Stunden und unsere Woche 7 Tage. Wir haben einen großen Freundeskreis und sind hier zu Hause. Für uns passt hier alles. H A N I X — Was steht für euch als YARDSTYLE Soundsystem in diesem Jahr noch an? POW MOVEMENT aus Köln für dieses Jahr an. Jeder der weiß wie eine YARDSTYLE Geburtstagsparty abläuft, der weiß das bedeutet Abriss pur. Es wird einiges passieren, natürlich auch hier vor Ort in Heilbronn. H A N I X — Eure Message an die HANIX Leser lautet? Jahr steht noch einiges an. Zunächst natürlich unser Highlight mit Gentleman im HIP ISLAND 2.0 am 28.05. Wir sind darüber hinaus in Dresden und in Stuttgart im ZOLLAMT sowie im UNIVERSUM auf der I <3 JAMAICA PT.2 und der SUMMERTURN am Start. Im August sind wir wie bereits erwähnt in Portugal mit einer Minitour für zwei Wochenenden zu Gange. Im Mai ist die nächste BUSS DI DANCE, einen Monat versetzt dazu die JAMAICAN CREAM im Creme 21. So geht es natürlich mit tollen Künstlern die wir nach Heilbronn lotsen bis zum Jahresende weiter. Außerdem sind wir in diesem Jahr noch in Würzburg, in Trier, in München und in Konstanz. Es steht noch die 12 Jahre YARDSTYLE Party mit POW Y A R D S T Y L E — Dieses Kopf oben halten und sich nicht beirren lassen. Alles kommt so, wie es kommen soll. Auch auf einen schlechten folgt in der Regel ein neuer Tag. Und nach einem Tief kommt das nächste Hoch. Just relax, lean back. Do good – and good things will follow. YARDSTYLE —

74
»BEUYS BROCK VOSTELL« Erstmals werden die drei bedeutenden deutschen Aktionskünstler der Nachkriegsmoderne Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell gemeinsam in einer groß angelegten Schau präsentiert. Die befreundeten Künstler, die bei wichtigen Aktionen und Ausstellungen in den 1960er-Jahren gemeinsam aufgetreten sind, bildeten aus der Erfahrung des Krieges ihre eigenen stilbildenden Positionen und verfolgten dabei die radikale Emanzipation des Individuums und die Reform bzw. Revolution des Lebens. Durch die gemeinsame Präsentation der drei verschiedenen Positionen der Performativität wird eine neue Perspektive auf die heute in allen Museen der Welt hofierten performativen Künste erarbeitet. 9.11.2014 24.05.2014 bis ZKM Karlsruhe Bisher hat die Kunstgeschichte die Werke von Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell nur jeweils singulär behandelt, ohne den jeweiligen nationalen und internationalen Kontext. Damit sind nicht nur individuell wichtige Aspekte und Leistungen der einzelnen Künstlerpersönlichkeiten vernachlässigt worden. Durch den Mangel einer kontextuellen Zusammenschau ist auch die Bedeutung dieser drei Künstler für die performative Wende verloren gegangen. Die Künstler waren befreundet und sind Mitte der 1960er-Jahre bei wichtigen Veranstaltungen wie dem Festival der Neuen Kunst am 20. Juli 1964 in Aachen, der Life Sendung des Zweiten Deutschen Fernsehens für die Sendereihe Die Drehscheibe (1964) und dem sogenannten 24 Stunden Happening in der Galerie Parnass in Wuppertal (1965) gemeinsam aufgetreten. Indem ihre Zusammenarbeit nun erstmals recherchiert und umfassend ausgestellt wird, eröffnen sich neue Perspektiven auf das künstlerische Schaffen der drei Künstler und die Kunst der Nachkriegszeit. Die Ausstellung zeigt, dass die drei Aktionskünstler auf ihre Weise einflussreiche wie stilbildende Positionen der Performativität geschaffen haben und an der Bildung eines erweiterten Werkbegriffs beteiligt waren – etwa der Skulptur als Handlung und der

75
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Einbeziehung des Publikums. Darüber hinaus wird sichtbar, dass alle drei Künstler in der Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen einen gemeinsamen thematischen Schwerpunkt aufweisen. Eine weitere Parallele zwischen Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell, die in der Ausstellung nachvollziehbar wird, besteht in der Neudefinition der Lehre. Die drei Künstler erfanden die Lehre als Aufführungskunst, in deren Mittelpunkt das Vermitteln und Aufklären, das Agieren und Agitieren sowie die Diskussion und die Demonstration stehen. Ausgelöst durch Aktionen, Bilder und Reden sollte eine Bewusstseinsveränderung des Betrachters erreicht werden, die zum übergeordneten Ziel der radikalen Emanzipation des Individuums führt. Im Mittelpunkt der Aktionen und Demonstrationen von Beuys, Brock und Vostell stehen demnach die Zivilgesellschaft und die Demokratie. Nachdem sich die Künstler in den 1950er-Jahren verstärkt auf die Vergangenheit, insbesondere den Holocaust, bezogen haben, war in den 1960er-Jahren der Entwurf sozialer Utopien ihr gemeinsames Anliegen – wenngleich der Weg dorthin sehr unterschiedlich beschritten wurde. Mit der Ausstellung Beuys Brock Vostell vertieft das ZKM | Karlsruhe seine thematischen Schwerpunkte Performativität und Partizipation. Nach der Präsentation der Arbeiten der Pionierinnen der Performance-Kunst in der Ausstellung Moments (2012) und der Auseinandersetzung mit dem erweiterten Werkbegriff in der Ausstellung Franz Erhard Walther. Raum durch Handlung (2012) werden 2014 erstmals drei bedeutende deutsche Aktionskünstler der Nachkriegsmoderne, Joseph Beuys, Bazon Brock und Wolf Vostell, gemeinsam in einer groß angelegten Schau präsentiert. Diese Künstler haben bereits in den 1950er-Jahren die neue Tendenz, die Kunst aus den Ateliers in den öffentlichen Raum zu führen, erkannt und in künstlerische Praktiken umgesetzt. PUBLIKATION ZUR AUSSTELLUNG ERSCHEINT IM HATJE CANTZ VERLAG EIN UMFANGREICHER QUELLEN- UND DOKUMENTATIONSBAND MIT ZAHLREICHEN BISHER UNVERÖFFENTLICHTEN BILD- UND TEXTMATERIALIEN. HERAUSGEGEBEN VON PETER WEIBEL, WIRD DIE CA. 600 SEITEN UMFASSENDE PUBLIKATION IM GESAMTEN DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM VERTRIEBEN.

76
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Bazon Brock, Die Linie von Hamburg Gemeinsame Aktion von Bazon Brock und Friedensreich Hundertwasser an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, 18.–20. Dezember 1959 Fotografie, s/w Photo-Graphik-Witting Foto:

77
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Joseph Beuys, »Kukei, Akopee - Nein!, BRAUNKREUZ – FETTECKEN – MODELLFETTECKEN« während des Festival der Neuen Kunst 20. Juli 1964 Fotografie, s/w Foto: Peter Thomann

78
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Joseph Beuys und Wolf Vostell während des Festival der Neuen Kunst 20. Juli 1964 Fotografie, s/w Foto: Peter Thomann

79
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Rolf Jährling, Wolf Vostell, Bazon Brock, Eckhart Rahn, Joseph Beuys, Tomas Schmit, Charlotte Moorman, Nam June Paik in der Galerie Parnass zum Abschluss des 24 Stunden Happening, Wuppertal 5. Juni 1965 Fotografie, s/w Foto: Ute Klophaus

80
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Aktion Bazon Brock, Der Satz während des 24 Stunden Happening Galerie Parnass, Wuppertal 5. Juni 1965 Fotografie, s/w Foto: Ute Klophaus

81
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Joseph Beuys, Büro der Organisation für direkte Demokratie auf der documenta 5 im Museum Fridericianum 1972 Joseph Beuys und Hans Hollein Fotografie, s/w Foto: Brigitte Hellgoth

82
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Wolf Vostell, Das Ei 1977 Entwurf zum Medien-Environment auf der documenta 6 Collage Sammlung Museo Vostell Malpartida

83
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Joseph Beuys, Honigpumpe am Arbeitsplatz auf der documenta 6 im Museum Fridericianum 1977 Farbfotografie Foto: Georg Freitag

84
KUNSTREGION: BEUYS BROCK VOSTELL Bazon Brock, Neue Besucherschule auf der documenta 6 1977 Fotografie, s/w Foto: unbekannter Fotograf

85
RAIMAR SCHURMANN raimar.schurmann@hotmail.de T 07131 2046130

86
» M Y T H O S H A R L E Y - D AV I D S O N - 1 1 1 J A H R E G R E AT A M E R I C A N FREEDOM MACHINES« Di e Au s s t el l u n g im De uts ch e n Zwe irad - und N S U - Mu s eu m zeigt d e n We g zum Myth o s – vo m B o b b er ü b er E as y R id e r zum Kults tatus d er Ma rk e – Mo to rräd e r g e baut für d e n A m e r i c a n Wa y o f Drive . Präs e ntie r t we rd e n nich t nur d er n i hre auch Tr a n sk o ntine ntal-Mas ch ine n, h er a us rage nd e Mo d e lle aus s o nder Fr ü hg es c h ic h t e. Ein we ite re s High ligh t s ind Bl i c k e i n d a s s po r tlich e Eng age m e nt d e r älte s te n Mo t o r r a d f a b r ik d e r We lt.

87
KUNSTREGION: MYTHOS HARLEY DAVIDSON 111 JAHRE BOBBER, CHOPPER, SPORTSTER UND DRESSER - MYTHOS, GESCHICHTE UND SPORT 10. APRIL 2014 – 25. JANUAR 2015 IM DEUTSCHEN ZWEIRAD- UND NSU-MUSEUM NECKARSULM ÖFFNUNGSZEITEN: DI–SO, FEIERTAG 9-17 UHR DO 9-19 UHR Die Harley transportiert Bilder einer Welt der Größe und des Erfolgs, der Standhaftigkeit, der Rebellion und des Andersseins, des weiten, endlosen Lands, in dem Freiheit noch möglich scheint. Auch deshalb, weil dieses Motorrad ausgebremste Zeit ist, ein Saurier in unserer satten Welt der Moderne, in der piepsende Handys und exakt gebundene Krawatten für viele den Alltag regieren. Für andere, die oft schon länger diesen Kult leben, ist es ein greifbares Stück scheinbar ungebundenen und ursprünglichen Daseins, eine Lebensphilosophie, die so einige sich bis heute vom Mund absparen. Als kalifornische Motorradclubs sporlich und rebellisch Ende der 1940er Jahre mit ihren umgebauten Harleys in den öffentlichen Fokus gerieten, ahnte niemand, dass sie damit eine Welle auslösten, die bis heute anhält. Den Wellenschlag erhöhte das Road-Movie »Easy Rider« von 1969. Damit war das Fundament zum Mythos gefestigt. Ein Knucklehead-Bobber und Captain Americas PanheadChopper sind der Einstieg in die Ausstellung, gefolgt von

88
KUNSTREGION: MYTHOS HARLEY DAVIDSON 111 JAHRE XLCH Sportster mit 1000 ccm repräsentiert in der Ausstellung eine eigene Linie in der Modellpalette, geboren 1957 als Reaktion auf die englischen Sportmotorräder. Highway Cruiser und Full Dresser sind ein weiterer wichtiger Eckpunkt des Erfolgs – Knucklehead, Panhead, EGlide und die klassische Police-Harley stehen dafür. Kuratorenführungs-Termine entnehmen Sie bitte der Webseite des Deutschen Zweirad- und NSU-Museums: www.zweirad-museum.de MYTHOS HARLEY-DAVIDSON 111 JAHRE GREAT AMERICAN FREEDOM MACHINES Harley-Davidson, seit 1903 auf dem Markt präsent, überstand zwei Weltkriege, Wirtschaftskrisen, den Rückgang der Produktionszahlen in den fünfziger Jahren sowie die Invasion der englischen und japanischen Motorradfirmen. Statt unterzugehen schaffte es die »Company« zur Weltanschauung ihrer treuen Fangemeinde zu werden. Oft kopiert, nie erreicht, gelang es Harley-Davidson, den Status eines Mythos zu erreichen. den Serien-Kreationen aus Milwaukee. Willie G. Davidson, Erfinder des Harley-Baukastens, gestaltete Modelle wie die erste Super Glide und den Café Racer. Sturgis, Softail und Custom Springer sind Höhepunkte seines Schaffens, die der Firma den Nimbus geben, als einzige Motorradmarke anscheinend veraltete Technik nur aus nostalgischen Gründen wieder in Serie auf dem Markt zu bringen. Das geht natürlich nur, wenn man auch Geschichte hat, dazu 111 Jahre: Das 1917er J-Modell, eine 1928er JD aus zweiter Hand, die rare RLDX für Deutschland von 1934 und eine 1944er WLA zeigen in absolutem Originalzustand Zeit- und Technikgeschichte pur. Nicht vernachlässigt sind die sportlichen Ambitionen der Company, die vor allem in Amerika zur Legende wurden. Zu sehen ist die fast unschlagbare Dirt Track-XR 750 wie auch ein 1000er Eight-Valve-Racer. Von diesen innovativen Board Track-Rennern sind nicht einmal eine Handvoll erhalten geblieben. Dieses rare Exponat von 1924 wird hier in Deutschland erstmals präsentiert. Eine frühe Pioniergeist, Zähigkeit und handwerkliches Können der vier Gründer, Traditionsbewusstsein und Beharrlichkeit ihrer Mitarbeiter, Händlerbindung und Treue gegenüber ihren Zulieferern sowie natürlich die Zuverlässigkeit der Motorräder brachten Harley-Davidson binnen weniger Jahre an die Spitze: 1919 war das Werk in Milwaukee der größte Motorradhersteller der Welt.

89
Stellen Sie sich vor, Sie treffen Ihre Jugendliebe wieder. Und alles ist wie früher. Warum nur vorstellen? Der neue 911 Targa 4S. Porsche Zentrum Heilbronn Ab 10.05.2014 bei uns im Porsche Zentrum Heilbronn. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. PZ Sportwagen Vertriebs-GmbH Stuttgarter Straße 111 74074 Heilbronn Tel.: +49 7131 5034-200 Fax: +49 7131 5034-220 www.porsche-heilbronn.de Kraftstoffverbrauch (in l/100 km): innerorts 13,9–12,5 · außerorts 7,7–7,1 · kombiniert 10,0–9,2; CO2-Emissionen: 237–214 g/km

90
»ICH SYNCHRONISIERE KEINE PORNOS MEHR« INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTOS: OLIVER RATH, PERIPHERIQUE & MIRKO POLO Das al t e Le b e n hin t er s ic h l a s s en . De n Jo b h ins ch m e iße n, d ie Wo h nung kündi gen, Hab u n d Gut ver s c h en k en . Al l es , was ble ibt, is t e in Ko ffe r, d ie Bah ncard 100 und das Zi e l : zur ü c k a u f d ie Bü hn e. Re né El K h azraj e ak a M C Re ne , Jah rga ng 1976, galt in de n 9 0 er Ja h ren a l s ein er d e r tale ntie r te s te n Hip-Ho ppe r d e s La ndes. Er hatte e i n e n Pl at t en ver t r a g , t a u s en de Fans , e ine Sh ow be i Viva und s päte r ei n ei gene s Mu si kl ab e l. A m An f a n g s t eh t s e ine ve rr ück te Id e e buch s täblich A lle s a uf ei ne Kar te zu se t ze n. Er rei s t ein Ja hr l ang d urch De uts ch land und tritt in Landga sthöfe n un d Fu ßg än g er zo n en a u f m i t d e m Zie l auf d ie Büh ne als Stand -up-Comedi a n zur ückzuke h re n. Zwö l f Mo n a t e, 102 Auftritte , 146 560 Sch ie ne nk ilo m e ter sp ä ter ve r fas st e r al l e Er l eb n i s s e i n ei n em Buch und d as vo n ih m s e lbs t e ing e le sene Hörbuch e r sc h e i n t a u f ein em U S B Sp eich e rm e d ium im innovative n Lo o k e iner Ba hncard 1 0 0 auf der ein So u n d t r a c k zum Buch m it s e ch s e xclus ive n So ngs zu hören is t! Nu n b e su c h t M C Ren e Heil b ro nn, um vo n d e r Re is e zu e r zäh le n.

91
INTERVIEW DES MONATS: MC RENE HANIX — René, am 22. Mai trittst Du im Heilbronner Mobilat-Club auf um aus deinem Buch »Alles auf eine Karte - Wir sehen uns im Zug« vorzulesen. Dazu wird es noch Stand-Up-Comedy und Rap geben. Wirst Du mit dem Zug kommen? von Karlsruhe beispielsweise dachte ich auch ich kann mit der BahnCard100 fahren, musste dann aber noch fünf Euro für den Bus drauflegen. Das geht aber alles und mich kann prinzipiell nichts aufhalten. HANIX — Du warst erfolgreicher Rapper mit eigener TV-Sendung und eigenem Label. Dann bist Du aus dem Business ausgestiegen, im realen Leben im Callcenter gelandet und hast als Stefan Eckert Versicherungen verkauft. War der Aufprall härter als erwartet? Also wenn Heilbronn noch einen Bahnhof hat, wovon ich schwer ausgehe, werde ich auf jeden Fall mit dem Zug kommen. Das war ja die letzten vier Jahre mein Leben und ich finde die Bahn immer noch das entspannteste Transportmittel. MC RENE — HANIX — Die Reise wird beschwerlich, Heilbronn hat nämlich keinen IC, geschweige denn ICE Anschluss. Aber das dürfte dich nicht schrecken, oder? Immerhin hast Du vier Jahre deines Lebens ohne festen Wohnsitz im Zug verbracht. Alles, was Du hattest, war eine BahnCard 100 und ein Koffer mit Klamotten. Das schreckt mich nicht ab, dann fahr ich eben mit dem RegioExpress. Ich bin das gewohnt und auch im Odenwald, wo ich mein Buch eingelesen habe, bin ich mit irgendwelchen Bimmelbahnen gefahren. Ich bin in vielen kleineren Städten aufgetreten, in der Nähe MC RENE — Es ging eigentlich, da dies ja ein schleichender Prozess war. Ich war eben sehr jung, als ich mit dem HipHop-Business in Kontakt kam. Ich wollte dann auch für mich selbst erwachsen werden und ja, ich habe dann im Callcenter gearbeitet, weil ich natürlich, wie jeder andere auch, meine Miete bezahlen muss. Und wenn ich das durch meine Musik nicht kann, muss ich mir eben was anderes suchen. Ich habe das eher als Erfahrungswert gesehen. Schwierig wurde es erst, als ich bemerkt habe, dass dies jetzt zur Gewohnheit wird. Das heißt, als ich gemerkt habe, dass ich nur noch Stefan Eckert bin und meinen Job MC RENE —

92
INTERVIEW DES MONATS: MC RENE ausschließlich mache, um meine Kosten zu decken. Das hat mich nachdenklich gemacht. HANIX — In einem Interview hast Du gesagt, dass sich der Beginn deiner ungewissen Zugreise angefühlt hat, wie von einer Klippe zu springen, von deren Rand man das Wasser nicht sehen kann, aber weiß, dass es da ist. Bei so einem Klippensprung hätten uns die Beine geschlottert. Hattest Du auch Angst? Ja das weiß ich noch. Ich hatte meinen ersten Auftritt in Bielefeld und bin dann nach Köln gefahren, das war im Jahr 2010. MC RENE — HANIX — Auf die Schnapsidee alles auf eine Karte zu setzen, um als Comedian zurück auf die Bühne zu gelangen, hat dich ein Kollege aus dem Callcenter gebracht. Hast Du noch Kontakt zu ihm und weißt Du, ob er immer noch Versicherungen am Telefon verscherbelt? Man kann das nicht nur als ein Gefühl beschreiben. Es war eher eine Mischung aus Angst vor der Ungewissheit, da ich ja nicht wusste, was in den nächsten zwei bis drei Monaten passieren wird. Gleichzeitig verspürte ich aber auch eine gewisse Freude und Abenteuerlust. Durch das Trennen von allem Besitz habe ich ganz klar auch eine neue Leichtigkeit für mich entdeckt. Überwiegend habe ich für mich versucht diesen Spirit »Wow, ich mach das jetzt wirklich« einfach mitzunehmen und ich glaube das ist mir ganz gut gelungen. MC RENE — HANIX — Weißt Du noch, wohin deine erste Fahrt ging? Er sitzt definitiv nicht mehr im Callcenter, da es die Firma nicht mehr gibt. Vielleicht ja auch dank meiner uneffektiven Mitarbeit. Wir sind aber nach wie vor in Kontakt und gut befreundet. MC RENE — HANIX — Die Bahn Card hattest Du im Abo. Das bedeutete für dich während deiner Reise immer etwas tun zu müssen, um dir die Bahn Card für den nächsten Monat leisten zu können. Im Zuge dessen hast Du skurrilste Jobs angenommen. Auftritte in Landgasthäusern vor einer Handvoll Provinzlern oder Pornos synchronisieren gehörten dazu. Wird man irgendwann diesbezüglich schmerzfrei, wenn die eigene Fallhö-

93
INTERVIEW DES MONATS: MC RENE se gefühlt habe und es einfach durchziehen und machen wollte. Das Ganze hat sich dann alles so langsam entwickelt und ich konnte mich natürlich auch deshalb über Wasser halten, weil ich viel geringere Fixkosten als früher hatte. Es gab auch Wochen, in denen ich vier bis fünf mal bei Freunden geschlafen habe. Es war einfach so etwas wie ein Rausch. Du bist drin, machst weiter und irgendwann finden es immer mehr Leute gut, was du tust. HANIX — Inzwischen musst Du keine seichten Filme mehr synchronisieren? Das mache ich mittlerweile tatsächlich nicht mehr, aber es ist natürlich eine Geschichte in meinem Buch. MC RENE — HANIX — Du lebst inzwischen nach deiner Zeit als Bahnnomade in Köln. Wie fühlt sich ein fester Wohnsitz für dich an? Eher einschränkend oder genießt Du nach der langen Reise ohne Wohnung das, zumindest zwischenzeitliche, Angekommensein und die Sicherheit und den Komfort, den ein eigenes Bett bietet? he gegen Null tendiert oder war es jedes mal aufs neue wieder eine Überwindung für dich, den ehemaligen Rapstar und TV-Host? MC RENE — Für Leute, die sich nur über ihre Tätigkeit definieren, wäre das sicherlich ein Riesenproblem gewesen. Ich definiere mich allerdings eher über meine Persönlichkeit. Ich betrachte die Dinge, als Freestyle-Artist, eher wie ein Spiel, aber mit dem Bewusstsein, dass alles Erlebte später mein Kapital sein wird. Ich habe mich auf die Reise eingelassen, weil ich ein Geschichtenerzähler bin und eben Abenteuer erlebe. Ich habe mir auch immer gesagt, dass alles besser ist als ein normaler nine-to-five-Job und ich mich selbst aus der eigenen Scheiße ziehen kann. Der Status, den ich mal innehatte, bedeutet absolut nichts. Die Synchronisation von Pornos habe ich sogar noch als recht witzig betrachtet und empfunden. Letztendlich kommt mir meine geringe Fallhöhe von damals jetzt zu gute, da die Leute, vor denen ich auftrete, sehen, dass ich aus dem wahren Leben erzähle und es aber trotzdem geschafft habe. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mich damals ein bisschen wie der Indiana Jones der Glei- Natürlich freue ich mich darüber. Dieses »Angekommensein« ist ja auch symbolisch und jetzt eben noch dazu manifestiert in den eigenen vier Wänden. Ich habe aber das Bahnfahren noch nicht satt und muss ja immer noch zu meinen Auftritten kommen. Ich habe aber schon gemerkt, dass es Zeit wurde, wieder sesshaft zu werden. Ich wurde schon am Anfang gefragt, wie lange ich das alles machen will. Doch diese Frage hat sich für mich nicht gestellt zumal man dass ja auch jeden fragen könnte. Meine Mission habe ich geschafft, ich bin wieder zurück auf der Bühne und werde als Hip-Hop-Künstler jetzt anders wahrgenommen, so dass auch Leute vom Deutschlandradio anfragen, ob ich nicht irgendwas für sie machen möchte. Mein abzudeckendes Feld ist eben einfach größer geworden. MC RENE — HANIX — Hast du den Eindruck, dass du durch die Reise von Medien ernster genommen wirst? MC RENE — Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mich jetzt erwachsener fühle. Aber ernster genommen werde ich definitiv. Ich denke, dass was ich getan habe, muss mir erstmal jemand nachmachen und darauf bin ich auch sehr stolz. Ich glaube durch meine Geschichte kann man auch mit seiner eigenen Angst und mit dem immer vorhandenen Sicherheitsbewusstsein konfrontiert werden. Viele Menschen haben mir auch geschrieben, dass sie bei-

94
INTERVIEW DES MONATS: MC RENE spielsweise eine Weltreise gemacht haben. Natürlich nicht wegen mir, aber durch mein Auftreten ist eben ein Dialog entstanden, der für alle sehr fruchtbar sein kann. HANIX — Neben dem Buch, das während deiner Reise entstanden ist, kam auch ein von dir selbst eingelesenes Hörbuch auf einem USB-Stick in BahncardOptik heraus. Auf dem Stick ist aber auch noch ein Film und sechs Rapsongs drauf. Eingelesen hast Du das Buch hier um die Ecke im Odenwald und viele der Songs featuren ehemalige Weggefährten aus Heidelberg, wie Torch oder die Stieber Twins. Auch das Video zu deinem Song »Mein Leben ist ein Freestyle« wurde in Heidelberg gedreht. War Heidelberg als Stadt und die Heidelberger Hip-Hop-Pioniere in deiner Zeit des Reisens stets ein sicherer Hafen? Man hat den Eindruck, dass Du von dort viel Unterstützung und Support erfahren hast. die Stadt relativ klein ist, war das damals schon faszinierend, dass ich in dieser schönen Stadt meine, sagen wir mal, damaligen Mentoren gefunden habe, mit denen ich natürlich auch heute noch Kontakt habe. Das Video sollte einfach zeigen, dass ich Zug fahren kann aber niemals meine Roots vergessen werde. HANIX — Wie sieht aktuell dein Alltag aus und arbeitest Du an neuen Projekten? Du wirst ja nicht jeden Tag im Zug sitzen und durch Deutschland fahren? Oder doch? Wenn man es romantisch betrachten will, könnte man es so sehen. Der eigentliche Grund dafür ist aber ein anderer und liegt in der Vergangenheit. Als ich 15 war und davon geträumt habe von Braunschweig aus in eine andere Stadt zu reisen, habe ich die Möglichkeit bekommen nach Heidelberg zu gehen, wo es diese charismatische Hip-Hop-Generation von Pionieren gab. Da MC RENE — Dadurch dass ich die Kapitel mit Musik auffüllen wollte, bin ich momentan wieder in diesen musikalischen Fluss reingeraten, was ich eigentlich nicht vor hatte. Und jetzt könnte es sogar sein, dass ich bald ein neues Album fertig habe, weil wir sehr fleißig waren. Ein anderes Projekt, über das ich noch nicht konkret sprechen kann, wird auch bald realisiert. Das hat etwas mit einer, sagen wir mal, urbanen Berichterstattung zu tun. MC RENE — HANIX — Über die Deutsche Bahn wird viel gemeckert. Verspätungen und ausfallende Klimaanlagen sind oft der Anstoß der Kritik. Du warst sozusagen Poweruser der Deutschen Bahn. Kannst Du die Bahn weiterempfehlen oder ist die oft harsche Kritik berechtigt?

95
INTERVIEW DES MONATS: MC RENE Klar ist die Kritik berechtigt, da die Bahn ja ihre Dienstleistung gegen Bezahlung zur Verfügung stellt. Somit kann derjenige, der bezahlt, auch Kritik äußern. Ich habe da allerdings eine sehr neutrale Sichtweise. Ich kann eben kein Bahnhasser sein, denn wenn man das ist, muss man ja nicht mit der Bahn fahren. Die statistische Frage ist, ob ich mit dem Auto immer pünktlicher als mit der Bahn bin. Und somit muss man sich fragen, ob die Bahn auch kritisiert wird, weil sie, im Gegensatz zu den Autobahnen, ein Konzern ist, der Profite erwirtschaftet. Ich würde die Bahn weiterempfehlen, wenn man genau weiß, wie man reisen will und flexibel in den Zeiten ist. So muss man ja nicht unbedingt zu den Stoßzeiten fahren. Was ich mir allerdings wünschen würde, ist freies Internet in den Zügen, wie es in vielen Ländern Europas schon üblich ist. MC RENE — HANIX — Auf deinen Fahrten durch Deutschland hast Du viele unterschiedliche Menschen getroffen. Besteht zu einigen von ihnen immer noch Kontakt oder waren es stets kurze Momente des Kennenlernens, die beim Ausstieg auf einem Bahnhof endeten? MC RENE — Ich habe viele Leute getroffen, mit denen ich sehr interessante Gespräche geführt habe, mir war aber auch immer bewusst, dass das Gespräch am Zielbahnhof endet. Ich finde es einen sehr interessanten Gedanken, dass man eben nur dieses Zeitfenster hat und, wenn man nicht im selben Zug sitzen würde, dieser Kontakt gar nicht zu Stande gekommen wäre. HANIX — Dein Auftritt im Mobilat wird mehr als eine reine Lesung sein. Wie sieht das Programm aus? Und eine Frage, die die Oldschooler interessieren wird: Wirst Du auch rappen und freestylen? Klar werde ich auch rappen, weil das Ganze zu einer Symbiose geworden ist. Am Anfang habe ich reinen Stand-Up gemacht. Als das Buch kam, habe ich nur gelesen, dann habe ich gemerkt, dass ich alles sehr gut miteinander kombinieren kann. Was ich definitiv sagen kann ist, dass die Besucher meiner Auftritte eher positiv überrascht sind, weil es diese Form von Veranstaltung so eigentlich noch nicht gibt. Die Veranstaltung ist auf jeden Fall einen Besuch wert, es wäre auch schwierig, wenn ich davon nicht überzeugt wäre. MC RENE — Die Frage ist gleichzeitig auch die Antwort.

96


97
SPEEDLADIES - FRAUEN AUF MOTORRÄDERN Zwölf Studenten der Hochschule Heilbronn haben für den Speedladies Cup 2014 ein Marketingkonzept auf die Beine gestellt KOMMUNIKATIONSMASCHINE MURAT ERIMEL Der Marketing Director von Fotolia über die Königsdisziplin des Marketings DER RED BULL BLUFF Für die Fußballkultur ist RB Leipzig eine schallende Ohrfeige PROF. YVONNE ZAJONTZ MAG INDUSTRIEMARKETING In Deutschland sind die Industriegütermärkte mehr als vier Mal so groß wie die Konsumgütermärkte AUTHENTISCH SEIN DARF KEIN NACHTEIL SEIN P.A.S.-Geschäftsführer Oliver Frieß über die Wertschöpfungskette eines zugestellten Briefes JOSHIS MEINUNG Joshi schreibt diesmal über Werbung und findet die doof

98
MIT 280 ÜBERN ASPHALT Frauen auf Motorrädern kennen wir. Aber Frauen, die Motorrad auf Rennstrecken fahren - das ist echt was Besonderes. Denn es gibt noch nicht so viele von ihnen, die das machen. Zwölf Studenten der Hochschule Heilbronn haben für den Speedladies Cup 2014 ein Marketingkonzept auf die Beine gestellt. Wir haben mit ihnen gesprochen und erfahren, dass Gruppenarbeiten sehr spannend verlaufen können.

99
TITELTHEMA: MARKETING Text: Maria Sanders Fotos: Maria Sanders, Franz Waldmann, Vladimir Rejda und Helmuth Neumann Heike Findeisen ist begeisterte Rennfahrerin. »Ich bin durch meinen Freund zum Motorradsport gekommen«, sagt die 27-Jährige. Was anfangs als gemeinsames Hobby galt, entwickelte sich zu einer großen Leidenschaft. Im Mai 2009 machte die akademische Mitarbeiterin der Hochschule Heilbronn ihren Motorradführerschein. Einen Monat später fuhr sie das erste Mal auf einer Rennstrecke. »Es macht mir unglaublich viel Spaß«, sagt sie und lächelt übers ganze Gesicht. Ein atemberaubendes Gefühl, schließlich donnern die Rennfahrerinnen mit bis zu 280 Kilometer pro Stunde über die Rennstrecken. Hat man da keine Angst? »Nein, sonst würde es niemand machen«, sagt sie. Das Gefühl von endloser Freiheit ist stärker. Findeisen selbst ist schon 252 Kilometer pro Stunde gefahren, gemäß der hochgenauen Messung über den GPS-Satelliten. Doch ihr größter Erfolg war ihr erstes Regenrennen 2012. Dort hatte sie ihren ersten Pokal erhalten, und gibt zu: »Es ist ein tolles Gefühl, wenn man in die Boxen einfährt und andere klatschen oder einem auf die Schulter klopfen.« Sie fährt gerne auf der Rennstrecke, auch wenn Männer dabei sind. »Von ihnen kann man so manches lernen.« Dennoch weiß sie es sehr zu schätzen, dass es im Motorradrennsport mittlerweile auch Events für Frauen gibt, wie den Ladies Cup von Aktionbike, Ladies Trophy von Michael Fiala oder den Speedladies Cup von Jura Racing. Mit Sandra Albrecht, der Gründerin des Speedladies Cups, ist sie befreundet. Aber wer sind eigentlich die Speedladies? Sie sind eine Gemeinschaft von Frauen, die hohe Geschwindigkeit, heiße Reifen und das Dröhnen ihrer Motorräder lieben. Es ist ein Lebensgefühl. 2007 gründete Sandra Albrecht die Gemeinschaft der Speedladies. Immer wieder wurde sie Ansprechpartnerin für Belange rund um das Motorradfahren auf Rennstrecken. Und so kam es, dass sie Frauen mit gleichen Interessen zusammenbrachte, die ihre Erfahrungen und Erlebnisse miteinander teilen konnten. Das Interesse an Frauenrennen ist groß, doch »Frauen gehen bei diesem Motorradsport unter«. Es gibt einfach noch zu wenig Veranstaltungen für Frauen. Und bei der Konkurrenz seien sie eher Mitläufer. Das missfiel der 40-jährigen Oberösterreicherin. »Mir war gleich klar, ich muss das selber in die Hand nehmen«, sagt Sandra Albrecht und suchte nach geeigneten Partnern. »Mein Ziel war es, etwas Besonderes zu machen. Einen Event, an dem man Frau sein darf und sich dabei wohlfühlt.« Mit großem Erfolg: 2013 rief Albrecht den Speedladies Cup ins Leben, der über Jura Racing veranstaltet wird. An diesem Event nahmen 29 Frauen aus fünf verschiedenen Ländern teil und qualifizierten sich bei insgesamt fünf Rennen. »Sandra setzt sich enorm für die Speedladies ein«, sagt Heike Findeisen, »da wird es Zeit, dass sie auch mal was zurückbekommt.« Die Idee war geboren: Ein Marketingkonzept für den Speedladies Cup auszuarbeiten, um in Zukunft richtig durchzustarten. »Da sind mir gleich unsere Studenten eingefallen, die Marketing als Schwerpunkt studieren«, so Findeisen. Zustimmung gab es ebenfalls durch Professor Dr. Dirk Hass. Er ist Dozent im Studiengang Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement sowie International Marketing and Communication am Campus Künzelsau und leitete das Wahlpflichtfach. Für die Studenten eine gute Möglichkeit, um Theorie und Praxis miteinander zu vereinen. Gut zwei Monate lang haben zwölf Studentinnen und Studenten intensiv am Projekt gearbeitet. »Mir hat es sehr gefallen, dass unsere Konzepte später noch verwendet werden«, sagt Marina Schwinger, eine der Studentinnen. Sie studiert Marketing mit der Vertiefung Kommunikations- und Medienmanagement. Bei der Aufteilung für die strategische Marketingkonzeption konnte sie sich zwischen

100
TITELTHEMA: MARKETING zwei Gruppen entscheiden: Für die eine Gruppe, die ein Kommunikationskonzept ausarbeiten sollte, also wie sich die Speedladies präsentieren und von außen wahrgenommen werden. Oder für die andere Gruppe, die sich mit der Ausarbeitung eines Sponsorenkonzepts beschäftigte. »Mit Sponsoring kannte ich mich gar nicht aus«, beschreibt die 22-Jährige aus Blankenbach, nahe Aschaffenburg, »dort konnte ich am meisten lernen.« Herausfordernd fand sie manchmal die Gruppengröße und gemeinsame Termine zu finden. Einige Studenten haben andere Vorlesungszeiten, Nebenjobs und private Verpflichtungen. Das sei schon mal spannend gewesen, sich auf einen Termin zu einigen. Insgesamt habe ihr das Projekt »einen riesen Spaß gemacht«, so dass sie es gar nicht wirklich als Arbeit angesehen habe. Marinas Resümee: »Ein komplexes, aber irre spannendes Thema.« Ähnlich sieht das auch der Student Marc Rudolf aus Künzelsau. »Das Thema hat mich sofort angesprochen«, sagt er. Es sei auch praktisch gewesen, dass der Kurs in der vorlesungsfreien Zeit angeboten und ein großer Teil in dieser Zeit bearbeitet wurde. »Somit konnte ich mich ganz auf das Wahlpflichtfach konzentrieren«, ergänzt der 25-Jährige. Für sich erkannt hat Rudolf, dass es viel bringen kann, Situationen auch mal durch eine andere Perspektive zu betrachten. Und wie hat es der SpeedladiesInitiatorin Albrecht gefallen? Die Zusammenarbeit war »super gut« und die Studenten haben sich toll vorbereitet. Durch das Projekt habe sie Schwachstellen erkennt, die behoben werden können. »Das fand ich großartig«, so Sandra Albrecht, »weil man irgendwann betriebsblind wird.« Für sie eine große Bereicherung: »Tolle Menschen haben wirklich sehr tolle Arbeit geleistet!« WEITERE INFOS UNTER WWW.SPEEDLADIES.COM WWW.FACEBOOK.COM/SPEEDLADIESCUP WWW.HS-HEILBRONN.DE/BM WWW.HS-HEILBRONN.DE/MBM

101


102
»HEILBRONN SOLL ERSTMAL AT T R A K T I V E R W E R D E N A L S LUDWIGSBURG« Mu r at Er i m el i s t Ma rk et in g Dire cto r d e r Micro s to ck -A ge ntur Fo toli a . Wi r sp r a c h en m it d er Heil bro nne r Ko m m unik atio ns m as ch ine über sei n e e r ste n Ma rk et i n g er f a hr u ng e n als Juge nd lich e r, d ie Kö nigs d is zipli n de s Mark et in g u n d d a s St a nd o r tm ark e ting s e ine r He im ats tad t.

103
TITELTHEMA: MARKETING INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTOS: MEHMET FILIZ H A N I X - Murat, deine Jobbezeichnung bei Europas führender Microstock-Agentur Fotolia lautet Director Marketing, PR & BizDev (DACH). Das heißt, dass Du verantwortlich für die Vermarktung und die Generierung von Kaufanreizen für deinen Arbeitgeber und dessen Produkte sowie Dienstleistungen bist. Was macht dir persönlich am Anpreisen und Verkaufen Spaß? wann eine neue Stereoanlage zulegen. Mein Vater machte aber zur Bedingung, dass ich zuerst die alte verkaufen müsse. Dann habe ich in der Schule selbergemachte Flyer verteilt und Mitschüler zur Besichtigung zu mir nach Hause eingeladen. Das war das erste Mal, dass ich gemerkt habe, dass ich verkaufen kann. Ich musste ja für eine gebrauchte Stereoanlage Begehrlichkeiten schaffen, was funktioniert hat. H A N I X - Deine Augen leuchten, beim Erzählen. War das sozusagen dein Aha-Erlebnis, das Du quasi seit diesem Zeitpunkt ein Marketingmensch bist? Bei Fotolia habe ich das Glück, das ich behaupten kann, ein Überzeugungstäter zu sein. Ich vertrete ein Produkt, von dem ich selbst sehr angetan bin und das ich sehr cool finde. Auf der anderen Seite sind wir mit unserem Produkt, unseren Fotos, sehr willkommen bei vielen Kunden, nämlich bei allen, die Kommunikation professionell betreiben. Seien es große Agenturen und Verlage, mittelständische Unternehmen oder bei freischaffenden Grafikdesignern. Das ist ein sehr schöner Umstand, denn wir rennen offene Türen ein. Fotografie ist eine sehr greifbare Materie, die jeder kennt. Und täglich werden mehrere zehntausend Bilder gebraucht, sei es für Flyer, Mailings, Broschüren, Zeitungen und Magazine oder Blogs und Webseiten. Alles muss ständig illustriert werden und wir haben eine sehr große Auswahl, die diesen Bedarf in einem ökonomischen Budgetrahmen decken kann. Mit so einem Produkt an der Hand, macht Marketing und PR auch sehr viel Spaß, weil die Überlegung wegfällt, wie das Produkt besser dargestellt werden kann, als es eigentlich ist. Das gibt mir persönlich die Ruhe, Kraft und Gelassenheit, darüber zu reden, was das Produkt und die Firma eigentlich ausmacht. Wenn aufgrund dessen die Möglichkeit und Freiheit besteht, sich mit dem Look-and-Feel und den Markenkernwerten zu beschäftigen und diese herauszustellen, macht es besonderen Spaß, weil man losgelöst von den typischen Marketingkonventionen agieren kann. M U R AT E R I M E L H A N I X - Kannst Du dich noch erinnern, was das erste Produkt oder die erste Dienstleistung war, die Du als Kind verkauft hast? M U R AT E R I M E L - Nein, das kam anders und erst später. In meiner Schulzeit habe ich über einen Freund einen Ferienjob in der Marketing- und Werbeabteilung von Harman Deutschland, die High-End-Stereoanlagen hergestellt haben, bekommen. Eigentlich musste ich Werbematerialien für Messen abpacken, aber ich habe natürlich mitbekommen, dass es Fotoshootings gab oder dass mit Agenturen zusammengearbeitet wurde, was ich total spannend fand. Ich war in der Schule eher sprachbegabt und weniger in den Naturwissenschaften beheimatet. Und in der Marketingabteilung von Harman musste mit Worten agiert werden. Es mussten »catchy« Headlines kreiert und Kernaussagen auf wenige Zeilen heruntergedampft werden. Das ganze gepaart mit meiner Vorliebe für Technik war genau mein Spielfeld. M U R AT E R I M E L H A N I X - Wer dich kennt, bezeichnet dich gerne als Kommunikationsmaschine. Auch und gerade, wenn es darum geht, über Produkte und Dienstleistungen zu sprechen. Dabei kann es um dein täglich Brot, nämlich Fotos, gehen, aber auch um Sneaker, die Art und Weise, wie Du beim Bäcker bedient wurdest, oder um Zwiebelrostbraten. Du hast die Facebook-Gruppe »ZRB Rocks« (Anm. d. Redaktion »Zwiebelrostbraten Rocks«) gegründet, wo ein Austausch über und Tests von Zwiebelrostbraten in der Region stattfindet. Es scheint, Du bist geboren fürs Marketing und PR. Ist es deine Berufung? M U R AT E R I M E L - Als Jugendlicher wollte ich mir irgend103 Ich kann das nicht abstreiten. Ich un-

104
TITELTHEMA: MARKETING terhalte mich leidenschaftlich gerne und höre genau so gerne zu. Ich finde es ziemlich gut, wenn Menschen differenzieren und begründen können. Obendrein lasse ich mich selbst gerne anstecken und verführen. Diese Power und Macht gestehe ich guter Kommunikation zu, in dem sie die »Braut«, die ein Magazin, ein Auto oder jedes andere Produkt und jede andere Dienstleistung sein kann, sinnvoll schmückt. Und das fasziniert mich schon immer. Dazu muss ich auch gestehen, das ich Markenfetischist bin. Ich kann mich privat zum Beispiel stundenlang über Sneaker oder eben über Zwiebelrostbraten unterhalten. H A N I X - Kommen wir zu deinem Job zurück. Seit 2008 arbeitest Du für Fotolia. Zur damaligen Zeit hatten Microstock-Agenturen nicht den besten Ruf. Gerade bei professionellen Fotografen waren sie verpönt. Inzwischen haben sich diese Zeiten und auch die Wahrnehmung entscheidend geändert. Was hast Du mit diesem Imagewandel zu tun? Der Stellenwert von Microstock hat sich in den letzten Jahren sicherlich zum Positiven gewandelt. Vor allem traditionelle, teure Stockfotoagenturen und professionelle Fotografen haben propagiert, dass Microstock-Agenturen eine schlechte Foto-Qualität von M U R AT E R I M E L - Amateurfotografen anbieten. Ich muss einflechten, dass »Micro« von Micro-Payment kommt, sprich MicrostockAgenturen haben Bilder zu einem Bruchteil der Kosten von traditionellen Stockagenturen angeboten. Diese niedrigen Preise haben aber ganz schnell sehr viele Leute interessiert. Deshalb ist im Fotobereich Microstock sehr schnell zu einem ernst zu nehmenden Thema geworden. Inzwischen ist Microstock ein fundamentaler Bestandteil des internationalen Bildermarktes und nicht mehr wegzudiskutieren. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass Hard- und Software heutzutage auch Amateuren ermöglicht, zu einem bezahlbaren Preis Technik zu kaufen, die zumindest in der Theorie Ergebnisse wie von Profis ermöglicht. Die Qualität von Microstock-Fotografie ist dementsprechend auch deutlich gestiegen in den letzten Jahren, auch weil sich immer mehr professionelle Fotografen der Microstock-Fotografie widmen, da dieser digitale Marktplatz mit Millionen von Kunden natürlich interessant und attraktiv ist. Auch Fotografen haben die Fähigkeit betriebswirtschaftlich zu denken. Durch das Internet werden heute Fotos in wenigen Minuten gesichtet und ausgewählt. Und wenn einem Kunden ein Foto gefällt, interessiert er sich in erster Linie nicht für die Vita des Fotografen, sondern für das bezahlbare Foto,

105
TITELTHEMA: MARKETING das ihn anspricht. Mein Part hierbei war, dass ich versucht habe, diese Vorurteile, die es gab, aufzubrechen, indem ich einfach mit Fotografen gesprochen habe. Ich besuche immer noch viele Fachmessen, wo ich auf Fotografen treffe und mit diesen rede. Wenn die merken, dass hinter der Firma ganz normale Menschen stehen, mit denen man sich unterhalten kann, ändert sich das relativ schnell. Es ging uns um die Vermenschlichung unseres Angebotes. Wir haben also auch beispielhaft Fotografen ins Rampenlicht gestellt. Mit vielen zunächst skeptischen Fotografen pflege ich heute übrigens freundschaftliche Verhältnisse. H A N I X - Fotolias Claim verspricht »Europas Nr.1 kreative Ressource« zu sein. Fotolia hat inzwischen Sexappeal und auch viele namhafte professionelle Fotografen als Contributer. Schüttelt man dir inzwischen auf Fachmessen enthusiastischer die Hand als zu Beginn deiner Tätigkeit bei Fotolia? sen. Das haben wir ganz bewusst so »gespielt«. Es gibt bei uns einen menschlichen Wiedererkennungswert, man kann uns auch duzen. Damit haben wir kein Problem. Wir lassen einfach raus, dass wir Spaß bei der Arbeit haben und das merken die Leute. H A N I X - Einer, wenn nicht der Marketing-Coup Fotolias in den letzten Jahren war die TEN-Collection. Dabei geht es, zumindest vordergründig, nicht um den Verkauf von Fotolia Bildern und Grafiken. Die ersten beiden Staffeln der TEN Collection haben Design-Liebhabern in aller Welt Zugang zu einzigartigen Ressourcen gewährt und sie mit einigen der besten Digitalkünstler weit und breit vertraut gemacht. Einmal im Monat konnten Kreative allerorts eine von renommierten Künstlern erstellte original Photoshop-Datei herunterladen und nachverfolgen, wie Fotolia-Bilder für das Design bearbeitet und interpretiert wurden. Die Nutzer konnten über zwei Videos in die Welt des Künstlers eintauchen: Ein Lifestyle-Video, in dem der Künstler Einblick in sein Leben, seine Einflüsse und seinen Werdegang gibt, und ein Tutorial-Video, in dem er bestimmte Techniken und seinen kreativen Prozess erklärt. Klar. Ich glaube wir sind schon sehr beliebt inzwischen. Überwiegend sind die Kunden sehr zufrieden mit uns. Darüber hinaus sind wir eine sympathische Marke. Wir können auch über uns selbst lachen, wir stellen den Menschen in den Vordergrund. Deshalb gehen wir auch immer mit relativ vielen Mitarbeitern auf MesM U R AT E R I M E L -

106
TITELTHEMA: MARKETING Sprich, die TEN-Collection hat Fotolias Kunden aber auch Nicht-Kunden einen wirklichen Mehrwert, nämlich den intimen Einblick in die Arbeitsweise von Vollprofis, gegeben. Darüber hinaus hatte das ganze einen hippen Lifestyle Geschmack. Sind solche Kampagnen die Königsdisziplin des Marketing? Sprich, nicht auf den Verkauf abzielen, dabei trotzdem Neukunden generieren und das Firmenimage aufpolieren? M U R AT E R I M E L - Absolut. Für ein salesbetriebenes Unternehmen ist solch eine Kampagne aber schon grenzwer- rytelling. Als Marke muss man eine gewisse Größe und großes Selbstbewusstsein haben, um überzeugt davon zu sein, dass am Ende einer solch ungewöhnlichen Kampagne genug hängen bleibt, obwohl man sich so sehr zurück nimmt. Für Fotolia ist die TEN-Collection ein weltweites Kommunikations-Highlight und ein absoluter PR-Erfolg. Und wir konnten durch diese Kampagne zeigen, dass Fotolia-Content ursächlich da richtig beheimatet ist, wo solche kreativen Dinge entstehen. H A N I X - In diesem Jahr wartet die 3. Staffel mit einigen Neuerungen auf. Ihr bringt diesmal einen Digital-Artist und einen Fotografen zusammen und es entsteht ein Remix, wie man ihn aus der Musikbranche kennt. Der Fotograf shootet und übergibt dem Grafikdesigner sein Bild. Dieser remixt es in dem ihm eigenen Style. Das nächste Level der TEN-Collection wird gespielt. M U R AT E R I M E L - Ja, es ist der Wahnsinn. Wir haben diesmal fünf Artworks von zehn Künstlern. Eben je einem Fotografen und einem Digital-Artist. Wir nehmen uns diesmal noch mehr zurück, da nicht einmal mehr Fotolia-Content benutzt wird. Das zweite Artwork der 3. Staffel wird am 10. Mai erscheinen. H A N I X - Für die 3. Staffel der TEN-Collection hat Fotolia einige der namhaftesten Fotografen und digitalen Künstler an den Start gebracht. Unter anderem den deutschen Fotografen Paul Ripke, der eigentlich eher skeptisch gegenüber Microstock-Agenturen sein müsste. Wie hast Du ihn dazu gebracht, dabei zu sein? War es nur Geld, mit dem Du ihn zuschütten konntest, dass er gar nicht »Nein« sagen konnte, oder bedarf es hierfür auch noch anderer Argumente? tig. Aus einem ganz einfachen Grund: wenn man sich zum Beispiel unsere TEN-Collection anschaut, steht der Künstler absolut im Vordergrund. Die Firma Fotolia nimmt sich bis aufs äußerste zurück. Auch Fotolias Produkte finden sehr am Rande statt, selbst wenn Fotolia-Bilder orginäre Bestandteile des Endproduktes, der grafischen Collage der Künstler, sind. Was wir hier machen, ist klassisches Sto106 Die Argumente sind eigentlich ganz einfach, und dabei spielt Geld nicht die größte Rolle. Die Arbeit der Digital-Artists und der Fotografen findet oft im Hintergrund statt. Das Endprodukt wird meist dem Art Director gutgeschrieben. Mit der TEN-Collection streicheln wir im Prinzip die Seele der Digital-Artists und der Fotografen, da sie selten so im Vordergrund stehen, wie bei unserer Kampagne. Wir drehen zwei Videos, die ja auch das Leben, das Arbeitsumfeld und natürlich auch die konkrete Arbeit des Protagonisten beleuchten. Sie werden M U R AT E R I M E L -

107
TITELTHEMA: MARKETING porträtiert, sie kommen zu Wort, sie erfahren durch uns eine unglaubliche Aufmerksamkeit, die sie in dieser Breite nicht kennen. Das ist für diese Leute schon etwas Besonderes und aus deren Selbstverständnis heraus eine adäquate Würdigung ihres kreativen Schaffens. H A N I X - Eine weitere Neuerung ist »Fotolia Instant«. Hier experimentiert ihr auf dem Feld der Smartphone-Fotografie und der Verkaufbarkeit dieser Bilder. Mitmachen kann man nur über eine App. Wie sehen hierbei Fotolias Marketingstrategie und -tools aus? können. Für diese neue, mobile Generation wollen wir den kommerziellen Bildmarkt öffnen. H A N I X - Du lebst in Heilbronn und arbeitest so oft wie möglich von deinem Homeoffice aus. Wie empfindest Du das Heilbronner Stadt- und Standortmarketing? Sehr provinziell. Mich erreicht das Heilbronner Marketing zum Beispiel überhaupt nicht. Und ich würde behaupten, dass ich jemand bin, der für Marketingthemen Antennen hat und mit offenen Augen und M U R AT E R I M E L - Im Moment weisen wir über unsere eigenen Tools, wie die Webseite oder den Newsletter auf die mobile Fotografie und unsere App hin. Das Thema mobile Fotografie ist sicherlich hochinteressant für uns. Das iPhone ist momentan die meist benutzte Kamera auf der Welt. Durch die mobile Fotografie entstehen neue Looks, die in der Wahrnehmung der Menschen eine Rolle spielt. Wir wollen herausfinden, ob hierbei kommerziell verwertbares Material entsteht, welche Motive verlangen die Leute, gibt es einen Absatzmarkt. Und das Erstaunliche ist, dass es funktioniert. Ich bemühe oft den Spruch: »Die beste Kamera ist die, die Du dabei hast.« Es gibt einfach Situationen, die man nie fotografieren würde, wenn man nicht sein Handy zur Hand hat. Spontanität und Authentizität sind hier die Stichworte. Und jüngere Leute kennen diese neue, ganz eigene Bildsprache, bei der der letzte technische Schliff gar nicht das entscheidende ist, sondern das ehrliche, spontane Motiv. Sprich für uns ist das Thema eine interessante Spielwiese. Um das Thema zu befeuern, haben wir einen Contest ausgerufen. Das 2014 bestverkaufte Bild aus unserer Instant-Collection gewinnt 5000€. Dieses Preisgeld ist natürlich ein interessanter Anreiz. M U R AT E R I M E L H A N I X - Was versprichst Du dir durch »Fotolia Instant« für das Image deines Arbeitgebers? Werdet ihr noch mehr zum Hipster der Microstock-Agenturen? Das ist nicht unser primärer Fokus. Wir sind eine Bildagentur, die Bilder verkaufen will. Das heißt natürlich auch, dass wir Bilder suchen, die sich verkaufen lassen. Wir wollen keine Ästhetikpreise gewinnen. Wir haben keinen sozialen Community-Ansatz. Fotolia ist ein sozialer Marktplatz. Bei uns kann man sich für die Bilder keine Likes oder Follower abholen. Unsere Gratifikation für die Bilder ist Cash. Wir wollen vielleicht den Leuten, die zum Beispiel bei Instagram sehr erfolgreich sind, zeigen, dass sie mit ihren Bildern auch kommerziell partizipieren M U R AT E R I M E L - Ohren durch die Welt geht. Also frage ich mich, wie weit ist es für andere Leute relevant. Vielleicht ist die Strategie aber auch, dass nur außerhalb Heilbronns für Heilbronn geworben wird, was schade und nicht nachvollziehbar wäre. Denn meiner Ansicht nach muss man die Leute hier abholen, denn die Heilbronner sollten im besten Fall Botschafter ihrer Stadt werden. Mein Eindruck ist, ohne genau TITELTHEMA: MARKETING porträtiert, sie kommen zu Wort, sie erfahren durch uns eine unglaubliche Aufmerksamkeit, die sie in dieser Breite nicht kennen. Das ist für diese Leute schon etwas Besonderes und aus deren Selbstverständnis heraus eine adäquate Würdigung ihres kreativen Schaffens. H A N I X - Eine weitere Neuerung ist »Fotolia Instant«. Hier experimentiert ihr auf dem Feld der Smartphone-Fotografie und der Verkaufbarkeit dieser Bilder. Mitmachen kann man nur über eine App. Wie sehen hierbei Fotolias Marketingstrategie und -tools aus? können. Für diese neue, mobile Generation wollen wir den kommerziellen Bildmarkt öffnen. H A N I X - Du lebst in Heilbronn und arbeitest so oft wie möglich von deinem Homeoffice aus. Wie empfindest Du das Heilbronner Stadt- und Standortmarketing? Sehr provinziell. Mich erreicht das Heilbronner Marketing zum Beispiel überhaupt nicht. Und ich würde behaupten, dass ich jemand bin, der für Marketingthemen Antennen hat und mit offenen Augen und M U R AT E R I M E L - Im Moment weisen wir über unsere eigenen Tools, wie die Webseite oder den Newsletter auf die mobile Fotografie und unsere App hin. Das Thema mobile Fotografie ist sicherlich hochinteressant für uns. Das iPhone ist momentan die meist benutzte Kamera auf der Welt. Durch die mobile Fotografie entstehen neue Looks, die in der Wahrnehmung der Menschen eine Rolle spielt. Wir wollen herausfinden, ob hierbei kommerziell verwertbares Material entsteht, welche Motive verlangen die Leute, gibt es einen Absatzmarkt. Und das Erstaunliche ist, dass es funktioniert. Ich bemühe oft den Spruch: »Die beste Kamera ist die, die Du dabei hast.« Es gibt einfach Situationen, die man nie fotografieren würde, wenn man nicht sein Handy zur Hand hat. Spontanität und Authentizität sind hier die Stichworte. Und jüngere Leute kennen diese neue, ganz eigene Bildsprache, bei der der letzte technische Schliff gar nicht das entscheidende ist, sondern das ehrliche, spontane Motiv. Sprich für uns ist das Thema eine interessante Spielwiese. Um das Thema zu befeuern, haben wir einen Contest ausgerufen. Das 2014 bestverkaufte Bild aus unserer Instant-Collection gewinnt 5000€. Dieses Preisgeld ist natürlich ein interessanter Anreiz. M U R AT E R I M E L H A N I X - Was versprichst Du dir durch »Fotolia Instant« für das Image deines Arbeitgebers? Werdet ihr noch mehr zum Hipster der Microstock-Agenturen? Das ist nicht unser primärer Fokus. Wir sind eine Bildagentur, die Bilder verkaufen will. Das heißt natürlich auch, dass wir Bilder suchen, die sich verkaufen lassen. Wir wollen keine Ästhetikpreise gewinnen. Wir haben keinen sozialen Community-Ansatz. Fotolia ist ein sozialer Marktplatz. Bei uns kann man sich für die Bilder keine Likes oder Follower abholen. Unsere Gratifikation für die Bilder ist Cash. Wir wollen vielleicht den Leuten, die zum Beispiel bei Instagram sehr erfolgreich sind, zeigen, dass sie mit ihren Bildern auch kommerziell partizipieren M U R AT E R I M E L - Ohren durch die Welt geht. Also frage ich mich, wie weit ist es für andere Leute relevant. Vielleicht ist die Strategie aber auch, dass nur außerhalb Heilbronns für Heilbronn geworben wird, was schade und nicht nachvollziehbar wäre. Denn meiner Ansicht nach muss man die Leute hier abholen, denn die Heilbronner sollten im besten Fall Botschafter ihrer Stadt werden. Mein Eindruck ist, ohne genau

108
TITELTHEMA: MARKETING zu wissen, was im Stadtmarketing passiert, dass Heilbronn hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Als Fachmann erkenne ich keine Strategie, kein Konzept und keinen roten Faden. Wenn mir Sachen bezüglich des Stadtmarketings auffallen, empfinde ich sie als eher unglücklich. Die letzte Geschichte, über die ich mich sehr amüsierte, habe ich in der Heilbronner Stimme gelesen. Es ging um die gastronomische Erschließung der nördlichen Innenstadt. Und da sagt doch tatsächlich jemand, der für die Außendarstellung und das Marketing der Stadt mitverantwortlich ist, dass das Gebiet immer mehr zu einem Kultur- und Freizeitblock wird und Qualitäten entwickelt, wie das »Quartier Latin« in Paris. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Heilbronn sollte erstmal versuchen ansatzweise so attraktiv zu werden, wie Ludwigsburg, bevor man vom Pariser »Quatier Latin« spricht. Dieses Rumgeschmeiße mit Superlativen ist völliger Blödsinn. H A N I X - Welche Marketingstrategie und -kampagne würdest Du dir für Heilbronn wünschen? ne Generation ganz selbstverständlich zu einer Großstadt gehören. Anstatt sich zu feiern, wenn der nächste Billigklamottenfilialist ein weiteres leer stehendes Ladengeschäft angemietet hat, sollten junge Macher subventioniert werden. Hierzu müsste man sich aber auch mit den drei, vier Vermietern in der Innenstadt unterhalten und dort ein Qualitätsbewusstsein schaffen. Die Innenstadt ist aus meiner Sicht nicht einladend und das, obwohl hier wirklich Wohlstand und Reichtum herrscht. Das ist ein Armutszeugnis. Welche Gründe gibt es denn für Leute aus dem Umland in die Heilbronner Innenstadt zu kommen? Viele gibt es aktuell für mein Verständnis nicht. Heilbronn sollte mal Umfragen in Ludwigsburg, Heidelberg, Künzelsau, Öhringen oder Mosbach machen. Mich würde es interessieren, wie die Heilbronner Innenstadt dort wahrgenommen wird, und die Stadtverwaltung und deren Marketingexperten sollte es auch interessieren. H A N I X - Zum Schluss die Frage: Welches Marketing hat dich zuletzt so sehr beeindruckt, dass Du dir das Produkt oder die Dienstleistung geleistet hast, ohne das Du einen wirklichen Bedarf dafür hattest? Ich würde mir wünschen, dass von Stadtseite junge Gründer unterstützt werden, die Angebote schaffen wollen, die zum Beispiel Studenten und deren Lifestyle ansprechen, wie Cafes, Boutiquen oder Szeneläden unterschiedlichster Art. Angebote, die für eine junge, urbaM U R AT E R I M E L - Das iPad mini. Ich brauche das Ding nicht aber Apple hat mir das Gerät so schmackhaft gemacht, das ich mir eins kaufen musste. M U R AT E R I M E L -

109


110
TEXT: PHILIPP KÖSTER FOTO: DAVID VON BECKER ROT E L I N I E Im Fr ü hs o m m er s te igt R B Le ipzig in d ie zwe ite Bund e s liga a uf. Rec ht l i c h i s t d ie Filiale d e s Braus e h e rs te lle rs Re d Bull ni cht m ehr z u s t o p p en . Für d ie Fußballk ultur is t d e r K lub j e d och ei n e s c h a l l en d e Ohr fe ig e .

111
TITELTHEMA: MARKETING Wer in Leipzig den vollen Namen des größten örtlichen Fußballvereins sucht, muss lange suchen. Im Stadion ist er nicht zu finden, selbst im Impressum der Webseite wird er abgekürzt, nur wer tatsächlich in der Geschäftsstelle am Neumarkt vorbeischaut, findet ihn auf einer Wegetafel. Dritter Stock: Rasenballsport Leipzig e.V. Dass der Verein seinen Geburtsnamen gerne unter den Tisch fallen lässt, hat nachvollziehbare Gründe. Schließlich dient das Wortungetüm stets nur dazu, das Kürzel »RB« herzustellen. RB für Red Bull, den Finanzier des 100-MillionenEuro-Projekts in der größten Stadt Sachsens. 2009 tritt der Getränkehersteller aus dem österreichischen Fuschl am See in Leipzig ein und entwarf am Reißbrett einen Klub der neuen Generation. Spitzenfußball und familienfreundliches Entertainment nach amerikanischem Vorbild, alles immer im Dienste der Marke Red Bull. Im sechsten Jahr seines Bestehens gerät nun das unscheinbare Kürzel »e.V.« für »eingetragener Verein« ins Zentrum einer Debatte um den Klub und seine Zukunft im deutschen Profifußball. Weil sich RB, obwohl vollständig von einem Konzern gesteuert, mühsam ins Korsett des deutschen Vereinsrecht gezwängt hat, um so geschickt die 50 + 1-Regel zu umkurven, wird derzeit über marginal anmutende Passagen der Klubstatuten gestritten. Formell könnten ein derzeit noch viel zu hoher Mitgliedsbeitrag und die ebenfalls unüblichen Hürden für einen Vereinsbeitritt zur Lizenzverweigerung für RB Leipzig führen. Hinter dem juristischen Hickhack verbergen sich zwei grundsätzlichere Fragen. Die erste betrifft das Ver- hältnis des sächsischen Kunstvereins zu seinen Mitbewerbern in den Bundesligen. Verstößt das Red-Bull-Modell in neuer Qualität gegen Schrift und Geist der 50 + 1-Regel oder ist RB Leipzig nur die konsequente Weiterentwicklung konzerngelenkter Klubs, wie sie in Wolfsburg und Leverkusen ohnehin schon existieren? Die zweite Frage ist noch fundamentaler: Was bedeutet es für die Kultur des Fußballs, wenn sich Klubs im Profifußball tummeln, deren zentrales Anliegen die Profitmaximierung ist? Ist inzwischen ohnehin alles egal, weil der Profifußball bereits heute vom Kommerz bis zur Unkenntlichkeit entstellt worden ist? Oder gibt es einen kulturellen Konsens jenseits der Geldmacherei, für den es sich zu kämpfen lohnt? Ob es dieses richtige Fanleben im falschen gibt, wird sich jeder Anhänger schon einmal gefragt haben, dessen Herz an einem Verein hängt, der telefonbuchdicke Fankataloge veröffentlicht oder seine Trikotbrust an einen skrupellosen Hähnchenschlachter verhökert. Dass diese Frage nun am Beispiel von RB Leipzig diskutiert wird, hat mit dem nachweisbaren Erfolg des Projekts zu tun. Mittlerweile ist der Klub aus der Oberliga zweimal aufgestiegen und klopft als Tabellenzweiter der Dritten Liga an die Tür zur zweiten Bundesliga. Was der Debatte über RB und seine Rolle im deutschen Fußball eine plötzliche, gleichwohl durchaus vorhersehbare Dynamik gegeben hat. Den Startschuss gab DFLGeschäftsführer Andreas Rettig im Februar auf dem Berliner Fankongress, als er Schwierigkeiten bei der Lizenzvergabe andeutete und dabei insbeson111 dere auf die Vereinsstrukturen bei RB Leipzig abhob. Ein nachvollziehbarer Hinweis, denn die Lizenzierungsordnung der DFL verpflichtet in Paragraf 4 die Klubs ausdrücklich, die Rechte der Mitglieder bei der Berufung des Vereinsvorstandes sicherzustellen. Schon ein flüchtiger Blick auf die Satzung von RB macht jedoch klar, dass in Leipzig nichts weniger gewünscht ist als ein aktives Vereinsleben. Der Rasenballsport e.V. ist eine einzige Farce. Der Ehrenrat: ein Trio aus alteingesessenen Red-Bull-Prokuristen aus Fuschl. Der Vorstand: ebenfalls ein Trio aus langjährigen Gefolgsleuten des Firmengründers Mateschitz. Der Verein: hatte früher sieben und inzwischen elf stimmberechtigte Mitglieder, alle sind mit Red Bull verbandelt. Der Mitgliedsbeitrag: 800 Euro pro Jahr plus 100 Euro Aufnahmegebühr. Kaum verwunderlich, dass es seit der Gründung 2009 keinen einzigen Beitrittsantrag gab. So offensichtlich hier österreichische Kulissenschieber am Werk waren, so unproblematisch gestalteten sich in der Vergangenheit die Lizenzvergaben des Deutschen Fußball-Bundes und des sächsischen Landesverbandes. Das mochte daran liegen, dass der DFB dem Klub in den letzten Jahren stets wohlgesonnen war. Das muss bei den vielfältigen Verbindungen zwischen RB Leipzig und Verband nicht verwundern. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock war zuvor Geschäftsführer bei Red Bull Salzburg. Ulrich Wolter wiederum, der aktuelle Geschäftsführer des Klubs, kam von der Otto-Fleck-Schneise nach Leipzig. Als er bei seinem Amtsantritt gefragt

112
TITELTHEMA: MARKETING wurde, ob der Verein mit ihm auch ein Netzwerk hin zum Verband eingekauft habe, antwortete Wolter: »Gute Verbindungen sind nie abträglich.« Wobei zunächst nicht einmal gute Beziehungen notwendig waren, so willfährig erwies sich 2009 der Sächsische Fußballverband gegenüber RB Leipzig. Es bleibt bis heute ein veritabler Skandal, dass der Klub damals nicht gezwungen wurde, das Wappen den Regularien des Verbandes anzupassen, in denen es unmissverständlich heißt: »Die Neugebung (...) von Vereinszeichen zum Zwecke der Werbung sind unzulässig.« Das Emblem des Klubs enthält das zentrale Erkennungsmerkmal des Konzern aus Fuschl, zwei brünftige Stiere. Das konnte nur der nicht erkennen, der gerade einen tiefen Diener vor den neuen Investoren machte. Heute ist das Wappen überhaupt kein Thema mehr, nicht bei der DFL und nicht beim Fußball-Bund. In die Karten spielte RB Leipzig zudem die Laxheit im Umgang mit vergleichbaren Klubs. Denn das Thema der Klubstrukturen steht natürlich nicht zum ersten Mal auf der Agenda. Schon die TSG Hoffenheim hatte zunächst Statuten für den Verein und die ausgelagerte SpielbetriebsGmbH vorgelegt, die nur den Buchstaben nach die Anforderungen erfüllten, in der Praxis aber den Einfluss des Geldgebers Dietmar Hopp zementierten. Letztlich wurden sie aber durchgewinkt. »Folgt man dem juristischen Grundsatz der Gleichbehandlung, darf die Messlatte für RB Leip- zig nun nicht willkürlich höher gehängt werden als bei anderen Klubs«, sagt Dr. Rainer Koch, für Recht und Satzung zuständiger Vizepräsident des DFB. Der Verband hatte dem Klub nach intensiven Gesprächen signalisiert, durch Satzungsänderungen etwaige Bedenken gegen eine Lizenzerteilung ausräumen zu können. Bis die DFL klarstellte, dass sie sich im Falle eines Aufstiegs eine eigene strenge Prüfung der Vereinsstrukturen vorbehalte. Es offenbarte sich hier erstmals eine Kluft zwischen DFB und DFL, die zuvor, Rainer Koch zufolge, die Gespräche mit Leipzig im Einvernehmen geführt hatten. Die Äußerungen Rettigs auf dem Fankongress machten nun unmissverständlich klar, dass beim Ligaverband die Frage des Einflusses der Mitglieder deutlich schwerer gewichtet wird als beim DFB. »Wir nehmen die 50 + 1-Regel sehr ernst«, sagt Rettig. »Und wenn ein Klub als Verein und nicht als Kapitalgesellschaft auftritt, muss er seinen Mitgliedern die Möglichkeit der Mitbestimmung geben. Das ist der Geist der 50 + 1-Regel und ein hohes Gut!« Rettigs Ankündigung muss bei RB Leipzig eine gewisse Betriebsamkeit ausgelöst haben. Jedenfalls wurde alsbald nach Frankfurt gekabelt, man habe auf einer Mitgliederversammlung Ende Januar bereits die vom DFB geforderten Satzungsänderungen auf den Weg gebracht. Eine Senkung des horrenden Jahresbeitrags war jedoch dem Vernehmen nach nicht darunter. Das Hin und Her zwischen der DFL und dem Leipziger Klub gleicht derzeit einem Pokerspiel, das beide Seiten mit hohem Einsatz spielen. Klar ist, dass weder Ligaverband noch RB ein gesteigertes Interesse an einer gerichtlichen Auseinandersetzung haben. Auf die würde jedoch eine Lizenzverweigerung für den Klub unweigerlich hinauslaufen. Und vor Gericht würde die DFL haushoch verlieren, das weiß man auch in Frankfurt. Zugleich ist aber auch kaum vorstellbar, dass RB Leipzig sich seine horrenden Mitgliedsbeiträge gerichtlich bestätigen lassen möchte und dafür die DFL vor den Kadi zerrt. Denn es war stets strikte Politik von Red Bull, allein sportliche Schlagzeilen produzieren zu wollen. Ein schlagzeilenträchtiger Rechtsstreit widerspräche dieser Strategie. Ein klassisches Patt also, das beide Seiten zur Bewegung zwingt. Am Ende wird, soviel ist heute schon klar, RB Leipzig an seinen Statuten so weit herumschrauben, dass am Ende die Lizenzerteilung

113
TITELTHEMA: MARKETING für die zweite Bundesliga steht. Ein dramatischer Effekt wäre dem Showdown vor Gericht allerdings sicher. Erstens würde noch einmal gerichtsfest dokumentiert, wie unverfroren die Leipziger derzeit das Vereinsrecht dehnen und spreizen. Zweitens würde klar werden, dass die 50 + 1-Regel in ihrer derzeitigen Verfassung ein Höchstmaß an Rechtsunsicherheit birgt und allenfalls noch den Charakter eines Agreements unter Gentlemen trägt. Nur zur Erinnerung: Vor zwei Jahren hatte sich die Liga mit dem langjährigen Präsidenten von Hannover 96, Martin Kind, auf eine Aufweichung der Investorenbremse geeinigt, langjährige Partner dürfen demnächst die Mehrheit an deutschen Profiklubs übernehmen, so sie seit mindestens zwanzig Jahren als Sponsor den Verein unterstützen. Im Falle von Hannover 96 könnte Martin Kind, der seit 1997 als Sponsor aktiv ist, in drei Jahren problemlos die Mehrheit an der Lizenzspieler-KG erwerben. Die im Herbst 2011 formulierte Regelung ist jedoch derart schwammig und ungenau gefasst, dass sich inzwischen eine Arbeitsgruppe gebildet hat, die bis Ende des Jahres belastbare Paragrafen formulieren wird. Wie hoch das Thema im Ligaverband aufgehängt ist, zeigt die prominente Besetzung des Gremiums. Neben den DFLGeschäftsführern Rettig und Christian Seifert sind Karl Hopfner vom FC Bayern, Fürth-Präsident Helmut Hack und Stephan Schippers von Borussia Mönchengladbach dabei. Klar ist aber auch: Die schleichende Übernahme der Klubs durch Investoren und Konzerne werden auch die neuen Regelungen nicht aufhalten. Derweil tragen die Bemühungen der Verantwortlichen bei RB Leipzig, die Öffentlichkeit vergessen zu lassen, welch knallharte Kalkulation hinter dem Projekt steht, erstaunliche Früchte. Der Unterstützung durch die Lokalpolitik und die ortsansässigen Medien konnte sich der Konzern ohnehin von Anfang an sicher sein. Manch ein Bericht der »Leipziger Volkszeitung« oder des MDR wäre dem RB-Pressesprecher nicht schmeichelnder aus der Feder geflossen. Kein Wunder also, dass Dietrich Mateschitz der »LVZ« auch prompt eines seiner seltenen Interviews gab, bei dem Redakteur Guido Schäfer feststellen durfte, dass die Fans den Klub immer besser annähmen, um dann buckelnd zu fragen: »Ist diese Resonanz eine Abstimmung mit den Füßen, die den Kritikern des Bundesliga-Projekts den Wind aus den Segeln nimmt?« Gerne stimmte Mateschitz dieser Einschätzung zu. Daneben tummeln sich in den Reihen der Fußballprominenz zahlreiche Befürworter des Projekts. Franz Beckenbauer etwa, ein alter Duzkumpel von Mateschitz, rühmt sich gerne, den Standort Leipzig erst ins Gespräch gebracht zu haben. Nicht minder wortgewaltig, gleichwohl mit dünnen Argumenten trommelt seit Jahren Dampfplauderer Reiner Calmund für die Red-Bull-Filiale in Leipzig. Wer sich in Talkshows und Interviews für das Projekt in die Bresche wirft, bemüht in der Regel drei wiederkehrende Argumente. Gerühmt wird gerne die segensreiche Wirkung des RB-Projekts für den Fußballstandort Leipzig, der Spitzenfußball doch so sehr verdient habe. Und wer sich einmal von Geschäftsführer Wolter das bis 2015 entstehende Leistungszentrum erklären lässt, dessen Skizzen in der Geschäftsstelle an der Wand hängen, kann in dem 30 Millionen Euro teuren Neubau ein überzeugendes Bekenntnis zum Standort Leipzig sehen. Auch ist es das gute Recht ortsansässiger Oberbürgermeister und Landräte im Leipziger Speckgürtel, diese Investitionen zu bejubeln. Aus dem Munde von Fußballfunktionären klingen die Lobeshymnen jedoch merkwürdig, suggerieren sie doch, es gäbe ein natürliches Recht ausgewählter Städte

114


115
TITELTHEMA: MARKETING auf Profifußball und die Bundesliga sei letztlich ein verkapptes Konjunkturprogramm für strukturschwache Regionen. Ist dem so, erfahren demnächst sicher auch die Großstadt Essen, immerhin seit der Saison 1976/77 ohne Erstligisten und das bedauernswerte Bundesland Schleswig-Holstein, seit 1963 ohne Spitzenfußball, Aufmunterung und Unterstützung durch die Funktionäre. Die zweite Argumentationslinie hält RB Leipzig nur für eine Spielart ohnehin vorherrschender kommerzieller Strukturen im Profifußball. Was ist in Leipzig anders als in Wolfsburg und Leverkusen, wo keine Entscheidung gegen die Konzerne Volkswagen und Bayer getroffen wird, und in Hoffenheim, wo der ganze Klub vor Geldgeber Dietmar Hopp die Hacken knallen lässt? Und gibt es nicht in jedem Profiklub Funktionäre, die Fans routiniert als Kunden ansprechen und denen gesteigerte Umsätze im Fanshop mehr Wohlbehagen verursachen als ein glücklicher Sieg am letzten Samstag? Ja, lautet die Antwort, all das gibt es, und es macht den Anhängern das Leben oft schwer. Aber wer die Zustände in Leipzig kritisiert, muss die Verhältnisse in Wolfsburg und Leverkusen nicht befürworten. Und er kann sehr wohl unterscheiden zwischen Klubs, in denen die Identität durch allzu viel Geschäftemacherei beschädigt wird und Klubs, deren Identität die Geschäftemacherei ist. Das dritte Argument war ursprünglich einmal eines der Gegner und kreist um das Schlagwort »Tradition«. Kaum ein ursprünglich mal positiv besetzter Begriff wird heute in der Debatte so abwertend benutzt wie dieser. Er steht in der öffentlichen Wahrnehmung inzwischen für gewalttätige Ultras, halbseidene Funktionäre und querulatorische Ex-Spieler. Er steht nicht mehr für das, was ein Klub den Menschen bedeutet und was ihn im Innersten zusammenhält, übrigens ganz unabhängig davon, ob er nun 1905 oder 1949 gegründet wurde. Und nur deshalb darf Dietrich Mateschitz sein lächerliches Werbesprüchlein »Unsere Tradition ist die Zukunft« aufsagen, eine Floskel, die vor ihm bezeichnenderweise schon Dietmar Hopp für sein aseptisches Hoffenheimer Projekt bemüht hat. Letztlich verdichtet sich die Suche nach einer Position im Fall von Red Bull in der Frage, wie eine lebendige Fußballkultur aussieht und wie sich RB Leipzig dazu verhält. Über die Fußball- und Fankultur ist in den vergangenen Jahren häufig gestritten worden. Wenn es dabei einen Konsens gab, dann den, dass diese Kultur nur aus Leidenschaft, aus tiefer Passion für den Fußball entstehen kann. Diese Leidenschaft lässt 12 000 Frankfurter unter der Woche nach Bordeaux reisen und ebenso viele Gladbacher nach Rom. Sie lässt Fans schon Stunden vor dem Spiel vor den Stadiontoren un- geduldig auf Einlass warten. Und sie lässt Kiebitze bei Wind und Wetter zum Trainingsplatz pilgern, um dem Ersatzkeeper bei Dehnübungen zuzuschauen. Fans tun all das, weil sie sich sicher sind, dass ihr Verein diese Anstrengungen wert ist. Weil sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Weil sie glauben, dass es solch einen großartigen Klub wie den eigenen kein zweites Mal gibt, selbst wenn es sich nur um Arminia Bielefeld oder den VfL Bochum handelt. Und weil sie wissen, dass alle Akteure im Klub etwas Grundlegendes zusammenhält. RB Leipzig hat von Beginn an mit all dem nichts am Hut gehabt. Kalkül ersetzt hier konsequent Passion. Emotionen stehen hier im Dienste der Marke, was nicht ausschließt, dass die RBAngestellten ihrem Tagewerk mit Leidenschaft nachgehen. Sportdirektor Ralf Rangnick kann überzeugend von den Perspektiven des Leipziger Standorts schwärmen. Chefcoach Alexander Zorniger ist eines der großen Trainertalente hierzulande. Sie fühlen sich nur offenbar nicht dem verpflichtet, was den Fußball so besonders macht, seiner Kultur. Von den herrschenden

116
TITELTHEMA: MARKETING reicht, um mäßig ambitionierte Drittligisten in Schach zu halten. Er kann auf Lok Leipzig und die BSG Chemie schimpfen, die ja ihre Chance gehabt hätten. Er kann sich einreden, dass RB Leipzig ein Klub wie jeder andere ist. Er kann versuchen, das Vereinsleben aktiv mitzugestalten. Als Erstes kann er ja mal versuchen, Mitglied zu werden. Verhältnissen bekommt jeder einen Eindruck, der ein Drittligaspiel in der Leipziger Arena besucht. Beim am Ende mit 0:1 verlorenen Kick gegen den Tabellenletzten Wacker Burghausen bevölkern etwas mehr als 7000 Menschen das ehemalige Zentralstadion, was für die Liga und den Gegner eine ordentliche Zahl ist, was gleichwohl angesichts leer gebliebener 35 000 Plätze auch nicht gerade den Eindruck überschwappender Euphorie vermittelt. Im Fanblock fehlt es nicht an Zaunfahnen, Schwenkfahnen, Schals und Gesängen. Draußen fordert gar ein Schild Spenden für die nächste Choreografie ein. Es ist alles fast so wie überall sonst. Aber eben nur fast. Denn letztlich ist das, was sich da alle zwei Wochen in Leipzig abspielt, nur eine leidlich ausgefeilte Simulation von Fankultur. Echte Fankultur ist eine Kultur, die von Teilhabe und Kreativität lebt, von Witz und Spontaneität, und bisweilen auch davon, dass Grenzen ausgetestet werden. Womit ziemlich genau umrissen wäre, was der Klub nicht will. Aktive Fans, Ultrakultur, Mitbestimmung der Fans – all das kann gerne in Halle, Jena, Berlin stattfinden, nicht aber in Leipzig. Der Klub steht stattdessen für fusselfreies, cleanes Entertainment für die ganze Familie, planbar und überraschungsarm wie ein Musicalbesuch. Wer die Atmosphäre in der Arena elektrisierend findet, hält sicher auch beim siebten Besuch von Starlight Express die Spannung kaum aus. Nun argumentieren RB-Gefolgsleute, es könne sich doch auch in Leipzig eine Fankultur entwickeln. Kann sie das wirklich? Gibt es eine authentische Fankultur, deren Referenz ein Klub ist, der seine Existenz ausschließlich der unternehmerischen Entscheidung eines österreichischen Getränkemoguls verdankt? Ein Klub, der sich schon deshalb nicht für einzigartig halten kann, weil es ihn in New York und Salzburg noch ein zweites und ein drittes Mal gibt, wobei der Salzburger Klon bei seiner Gründung obendrein den Traditionsverein Austria Salzburg plattgemacht hat? Ein Klub, dessen Name »Rasenballsport« nicht von ungefähr an die kruden Konstruktionen erinnert, mit denen Quizsender früher den Zuschauern das Geld aus der Tasche zogen? Ein Klub, dessen eigentlicher Vereinszweck ist, Emotionen konsequent zu kapitalisieren? Wer all das ignorieren will, kann das tun. Er kann den Gedanken verscheuchen, wie es eigentlich wäre, wenn die ganze Liga nur noch aus Klubs wie RB Lepizig bestehen würde. Er kann behaupten, dass er wegen des schönen Fußballs zu RB Leipzig geht, wobei dessen Spielkultur derzeit gerade aus- DER TEXT STAMMT AUS 11FREUNDE - MAGAZIN FÜR FUSSBALLKULTUR. CHEFREDAKTEUR PHILIPP KÖSTER BESCHÄFTIGTE SICH MIT RB LEIPZIG, EINEM VEREIN, DER AM REISSBRETT ENTWORFEN WURDE UND SCHWAMMIGKEITEN IM VEREINSRECHT ZU NUTZEN WUSSTE, UM DIE 50+1 REGEL IM DEUTSCHEN FUSSBALL ZU UMSCHIFFEN. MITGLIED ZU WERDEN BEI RB LEIPZIG IST GAR NICHT EINFACH UND AUCH NICHT GEWÜNSCHT.

117


118
»IN DEUTSCHLAND SIND DIE INDUSTRIEGÜTERMÄRKTE MEHR ALS VIER MAL SO GROSS WIE DIE KONSUMGÜTERMÄRKTE« Be re i t s seit St a r t d es n eu en Stud ie nj ah re s 2013/ 14 is t d ie Pro fe s s ori n Dr. Yvonn e Za j o n t z f es t er Be s tand te il d e s Pro fe s s o re nte am s am C amp us He i l b ron n d er D H BW. Za j o ntz h at s ich auf Me d ie nm anage m e nt sow i e q ua n t it a t i ve u n d q u a l itative Mark tfo rs ch ung s pe zialis ie r t. Wi r sp r ac h e n m it d er Un t er l ä n d e rin übe r Frie d rich Lich te ns te in, wie s o In du st r i e m a rk et in g s o s pa n ne nd is t und Sch o ck k am pagne n.

119
TITELTHEMA: MARKETING INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTOS: MEHMET FILIZ H A N I X - Frau Professorin, Sie sind unter anderem Expertin für den Bereich Marketing. Welche Marketingkampagne hat Sie zuletzt nachhaltig beeindruckt und einen Kaufimpuls ausgelöst? Marketing für industrielle Güter, das, zumindest vordergründig, viel weniger Sexappeal ausstrahlt. Worin unterscheidet sich Konsumgütermarketing vom Industriemarketing? Die neue Marketingkampagne »Supergeil« von Edeka, die sich seit Februar auf Youtube befindet, hat mich sehr beeindruckt. Mit dem kuriosen Künstler Friedrich Liechtenstein ist Edeka ein MarketingHit gelungen und hat gleichzeitig Friedrich Liechtenstein über die Grenzen von Berlin bekannt gemacht. Virales Marketing bietet großes Erfolgspotential bei relativ geringem finanziellem Aufwand, weil Werbeplätze von Unternehmen nicht bezahlt werden müssen. Damit ist es Edeka gelungen, gerade jüngere Kunden mit geringer Markenloyalität für sich zu gewinnen. Eine weitere Kampagne, die mich beeindruckt hat, war die DHL-Kampagne »Trojaner-Post von DHL«, die die Konkurrenten des Paketzustellers zu unfreiwilligen Testimonals machte. Einen bewussten, direkten Kaufimplus haben beide nicht ausgelöst, aber die Kampagnen haben sich auf jeden Fall im Kopf verankert. Y VO N N E Z A J O N T Z H A N I X - Und der umgekehrte Fall? Welche Kampagne oder Strategie finden Sie grauselig und zum Davonlaufen? Der Hauptunterschied sind die Zielgruppen der Nachfrager. Während auf Konsumgütermärkten Privatpersonen als Nachfrager auftreten, sind es auf Industriegütermärkten Unternehmen und Organisationen, die Leistungen und Güter abnehmen. Y VO N N E ZAJONTZ H A N I X - Sie sind Mitautorin des Werkes »Industrielles Marketing«. Wie kamen Sie zu dem Schluss, dass es unbedingt ein Buch dazu geben muss, wie man Stahlträger und Autositze ordentlich vermarktet? Oder anders gefragt: Was ist so spannend am industriellen Marketing? Mit Studierenden habe ich in der Vergangenheit zahlreiche »Schockkampagnen« mit Hilfe der Eye-Tracking-Technologie untersucht. Dabei sind mir zahlreiche Werbeanzeigen im Kopf, die ich vielleicht nicht grauselig, aber sicherlich als bedenkenswert erachten würde. So hat beispielsweise der italienische Modehersteller Benetton in der Vergangenheit zahlreiche Marketingkampagnen produziert, die provozieren. Einige der Anzeigen waren meiner Meinung nach geschmacklos. Benetton bringt durch Skandalwerbung weniger seine Mode, sondern viel mehr seine Marke ins Gespräch. Y VO N N E Z A J O N T Z H A N I X - Wenn man vor der Aufgabe steht, Waschmittel oder Schokolade richtig anzupreisen, hat man sich schnell mit passenden Ratgebern eingedeckt, denn über das Konsumgütermarketing ist schon viel geschrieben worden. Anders verhält es sich beim In Deutschland sind die Industriegütermärkte mehr als vier Mal so groß wie die Konsumgütermärkte, aber die Wissenschaft hat sich in der Vergangenheit weit mehr auf das Konsumgütermarketing konzentriert. Das mag auch daran liegen, dass der Zugang zu Konsumgütern für Forscher einfacher ist. Einen Schokoriegel zu vermarkten klingt trivialer, als eine Drehmaschine zu vertreiben. Daher war es Marc Kuhn und mir ein Bedürfnis einen Beitrag hierfür zu leisten. Anhand vieler Fallbeispiele wird den Lesern des Buches das Agieren auf Industriegütermärkten verständlicher gemacht. Denken wir beispielsweise an den Investitionsgüterkonzern Thyssen-Krupp: Vor einigen Jahren versuchte das Unternehmen sich neu zu positionieren und seine Marke langfristig mittels einer neuen Kommunikationskampagne zu stärken. Obwohl das Unternehmen vor wiegend für die Herstellung von Industriegütern steht und damit nicht den Endkonsumenten, sondern vor allem andere Unternehmen anspricht, hat das Unternehmen eine groß angelegte Marketingkampagne realisiert, die sowohl im TV als auch in überregionalen und regionalen Tageszeitungen zu sehen war. Kinder von Mitarbeitern des Konzerns berichten über die Arbeit Ihrer Eltern bei Thyssen-Krupp (»Unser Papa hat die längste Fahrtreppe von Europa gebaut«). Gerade Y VO N N E ZAJONTZ -

120
TITELTHEMA: MARKETING sind auf Industriegütermärkten noch weitaus stärker verbreitet als auf Konsumgütermärkten. Hinter viralem Marketing stehen Marketingkampagnen, die Aufmerksamkeit erregen und sich rasend schnell – wie ein Virus- verbreiten. Dabei können die Anzeigen über Email, Zeitschriften, Prominente, Meinungsbildner und das Internet (Social Media Kanäle) gestreut werden. Virales Marketing wird das klassische Marketing nicht ersetzen, trotzdem wird es als zusätzliches, ergänzendes Kommunikationsinstrument immer stärker genutzt. Industrieunternehmen tun sich teilweise schwer damit, den Entwicklungen, vor allem im Social Media Bereich, Schritt zu halten. Sie werden vor große Herausforderungen gestellt. Virales Marketing konzentriert sich bisher vor allem auf den Konsumgüterbereich. In zahlreichen Bachelorarbeiten, die ich betreut habe und aktuell betreue, zeigt sich, dass sich zunehmend B2B-Unternehmen und Industriegüterunternehmen mit Social Media Strategien beschäftigen. H A N I X - Wieso hat es Sie persönlich nicht in eine schicke Marketingagentur gezogen, sondern in den solche Beispiele machen das Industriegütermarketing so interessant. HANIX Ist der Markt des industriellen Marketings finanziell attraktiver als das weit bekannte Konsumgütermarketing? Sie schreiben in ihrem Buch immerhin, das es beim industriellen Marketing um riesige Umsätze geht, die im Raum stehen. Y VO N N E Z A J O N T Z - Das Geschäftsvolumen pro Kunde im B2B-Bereich ist sicherlich höher als im B2CBereich. Daher rücken auf Industriegütermärkten die Kunden und damit die Kundenbeziehungen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Gemessen am Umsatz spielen Markttransaktionen auf Konsumgütermärkten quantitativ eine geringere Rolle, als dies auf Industriegütermärkten der Fall ist. Auf Industriegütermärkten sind Transaktionen, bei denen ein Unternehmen oder eine Organisation der Kunde ist, weitaus größer. H A N I X - Kann industrielles Marketing die heutzutage oftmals angestrebte Viralität auch erreichen oder ist Viralität für industrielles Marketing absolut zweitrangig? wissenschaftlichen und akademischen Bereich? Mich haben Forschung und Lehre schon immer fasziniert. Das ist meine Leidenschaft. Ich unterrichte sehr gerne, ich beschäftige mich gerne mit neuen Themen … Ich möchte jungen Menschen etwas beibringen und Ihnen auch zeigen, wofür Forschung gemacht wird. Vielen ist das gar nicht klar. Ich gehe in wissenschaftlichen Diskussionen auf. Das macht mir Spaß. Darüber hinaus ist die DHBW der perfekte Ort, um interaktiv mit Studierenden arbeiten zu können. Die Kurse sind nicht so groß, wie das an Universitäten der Fall ist. Die Vorlesungen leben von Interaktion. Nicht nur die Studierenden lernen etwas, sondern die Dozenten bekommen sehr viel über unterschiedliche Unternehmen mit. Das ist äußerst spannend. Y VO N N E Z A J O N T Z H A N I X - Für welches Konsumprodukt würden Sie gerne eine Marketingkampagne konzipieren? Oder ist kein Auto so spannend, dass es Sie reizen würde? Auch auf Industriegütermärkten müssen heutzutage einem zunehmend größeren Kundenspektrum in kurzer Zeit aktuelle Informationen präsentiert werden. Konventionelle Kommunikationsmittel Y VO N N E Z A J O N T Z - Konsumprodukt? Ich habe in der Vergangenheit zahlreiche Untersuchungen zu MaultaschenKampagnen durchgeführt. Ein äußerst spannendes Produkt und sicherlich eine Herausforderung für Unternehmen mit derartigen Produkten auch außerhalb von BadenWürttemberg zu punkten. Gerade die Konzeption von Marketingkampagnen für Produkte, die einen starken Y VO N N E Z A J O N T Z -

121
TITELTHEMA: MARKETING regionalen Fokus haben, reizt mich. H A N I X - Würde es Ihnen leichter fallen, eine Eisenbahnschiene zu verkaufen als sagen wir mal eine Feuchtigkeistcreme? Schwierige Frage. Als Konsument kenne ich mich sicherlich aktuell besser mit letztgenanntem Produkt aus. Dennoch ist das Industriegütermarketing für mich weitaus spannender aufgrund seiner Vielschichtigkeit und Komplexität. Dort hat man mit Buying Centern zu tun, mit Menschen, die nicht in Ihrer Funktion als Privatpersonen agieren, sondern mit Funktionsträgern eines Unternehmens, die sowohl die Controlling-Sicht, die Einkaufssicht oder auch Produktionssicht einnehmen. Das ist unglaublich interessant und herausfordernd. Kundenbeziehungen spielen eine viel größere Rolle, als dies auf Konsumgütermärkten der Fall ist. Y VO N N E Z A J O N T Z H A N I X - Marketingmaßnahmen, so heißt es, sind nur sehr schwer messbar, weshalb viele, gerade kleine und mittelständische Unternehmen ihrem Marketing und der PR keine allzu große Priorität beimessen. Sie sind im Besonderen auch in der empirischen Forschung tätig. Sprich, Sie entwickeln Methoden, um zu erforschen, welche Wirkungen Marketing hat. Sind die Wirkungen von Marketing wirklich so schwer messbar, wie oft behauptet wird? Wirkung eines aggressiven Marketings dennoch zielführend oder kann Marketing auch eine negative Wirkung haben und den Kunden vom Kauf abschrecken? Y VO N N E Z A J O N T Z Ziel der Kommunikation ist die Verankerung im Langzeitgedächtnis. Neue Forschungserkenntnisse zeigen, dass Werbeanzeigen die Sehnsucht, Lust und Vertrauen hervorrufen erfolgreicher sind als Anzeigen, die Ärger, und Ekel auslösen. Nervige Werbeanzeigen sollten möglichst vermieden werden. Erfolgreiche Marketingkampagnen sprechen Emotionen an, sind persönlich relevant, brennen sich ins Gedächtnis und aktivieren Erinnerungen. H A N I X - Sie sind gebürtige Unterländerin und nach Studienaufenthalten in Rheinland-Pfalz und Hessen, diversen Auslandsaufenthalten für Forschungszwecke und der Leitung des Zentrums für empirische Forschung an der DHBW in Stuttgart nun (auch) beruflich in ihre alte Heimat zurückgekehrt. Wie empfinden Sie das Städte- und Tourismusmarketing von Heilbronn und des Heilbronner Landes? Nach der Durchführung einer Werbekampagne sind Erfolgskontrollen notwendig. Es muss festgestellt werden, ob sich der Einsatz der Werbung überhaupt gelohnt hat und die gewünschte Wirkung erzielt wurde. Dennoch sind vor dem Release von Werbeanzeigen Werbewirkungsmessungen erforderlich. Kommt die Botschaft an? Was wird wahrgenommen? Was schreckt ab? Leider versäumen zahlreiche Unternehmen, auch Großunternehmen, derartige Messungen durchzuführen, was oftmals dazu führt, dass Kampagnen nicht erfolgreich verlaufen. Mein Steckenpferd ist die apparative Forschung, die Werbewirkungsforschung mittels Eye Tracking und Biofeedback. Ein äußerst spannender Themenkomplex und sicherlich aufgrund der Messungen nicht trivial. Y VO N N E Z A J O N T Z H A N I X - Woran arbeiten Sie gerade ganz konkret, um den Marketingbereich weiter zu erforschen? Ich beschäftige mich aktuell mit Emotionsmessungen und dessen Koppelung mit EyeTracking-Verfahren. Y VO N N E Z A J O N T Z H A N I X - Viele Menschen fühlen sich inzwischen von Werbung und Marketing erschlagen. Ist die subtile Ich bin tatsächlich im Landkreis Heilbronn aufgewachsen. Was in den letzten Jahren in Heilbronn städtebaulich als auch touristisch passiert ist, fasziniert mich. Mit der Experimenta haben wir sicherlich eines der größten und bedeutendsten Edutainment-Center in Deutschland. Die Bundesgartenschau wird in Heilbronn einiges verändern. Heilbronn hat noch viel Potenzial, aber einige touristische Highlights bieten die Stadt und der Landkreis. Beispielsweise den Weintourismus, das Weindorf, Tripsdrill, zahlreiche Rad- und Wanderwege oder schöne Seen. Y VO N N E Z A J O N T Z -

122
»AUTHENTISCH UND EHRLICH ZU SEIN DARF KEIN NACHTEIL SEIN« Se it fa st v i e r zi g Ja h ren s ehen wir a uf d e n He ilbro nne r Straße n d ie s e we iß en Flitze r mi t dre i o r a n g ef a r b en en Punk te n und d e r Ins ch rift P.A .S. Do ch w a s machen di e e i g e n t l ic h ? Wi r t r a f en uns im K ling e nbe rg e r Te nnis -C lubh e im mit de m Ge sc h ä f t s f ü h rer Ol iver Frie ß und s prach e n übe r Ho o te rs -Girls a ls Mark e t i n g -Maßn a hm e, d i e Wer t s c h ö pfungs k e tte e ine s zug e s te llte n Brie fes und häuslic h e Di sku s s io n en ü b er z u we nig Ze it.

123
TITELTHEMA: MARKETING INTERVIEW: SASCHA WARTHA FOTOS: ULLA KÜHNLE HANIX - Herr Friess, Vater gründete Unternehmen P.A.S im Jahre 1975. Genau. Mein Vater ging dabei bewusst aus seinem damaligen Angestelltenverhältnis heraus, mit dem Ziel einen Boten- und Kurierdienst zu gründen, was zu dieser Zeit noch einen exotischen Touch besaß. In jener Zeit war es selbstverständlich, das diverse kleinere Aufgaben innerbetrieblich gelöst wurden. Er hatte aber schon das sogenannte Outsourcing im Blick, also Dinge als Dienstleister den Firmenmitarbeitern abzunehmen. So kam es dann zustande, das er in diesem Jahr 1975 auch den ersten Kunden gewann. Diese Firma ist interessanterweise auch heute noch Kunde von uns. OLIVER FRISSAQ H A N I X - Wie genau sah die erste Dienstleistung damals aus? die Hoffnung, das Potenzial das ich zweifelsohne darin erkannte nachhaltig abzurufen. Ich komme ja ursprünglich aus anderen Branchen, also war es erforderlich mir zunächst einen Überblick über das eigene Leistungsspektrum und über den sich veränderten Markt zu verschaffen. Ich wollte das Angebot noch mehr auf die interne Dienstleistungen zuschneiden. Dabei ging es unter anderem auch um Druckoutput, Frankieren und auch Kuvertieren. In der Produktion nennt man das Wertschöpfungskette. Diese wollten wir komplett anbieten und auch abdecken. Von der Entstehung eines Briefes, bis ihn dann letztendlich der Empfänger in der Hand hält. HANIX War schon während Ihres Studiums das erklärte Ziel eines Tages die Firma Ihres Vaters übernehmen zu wollen? Die Grundidee war, dass wir als Bote morgens zur gewünschten Zeit zur Heilbronner Hauptpost fahren, die Postfächer der Firmenkunden leeren und die Sendungen zeitnah der Firma zustellen. So fing alles an. Es war naheliegend, das wer die Post morgens ins Unternehmen bringt natürlich auch die Möglichkeit anbietet, die zu versendende abends aus dem Unternehmen abzuholen. Folglich kam dies als nächster Schritt hinzu. Und so hat sich Leistung um Leistung ergeben und das Leistungsspektrum permanent erweitert. OLIVER FRIESS HANIX Sie übernahmen dann 2002 in zweiter Generation das Unternehmen Ihres Vaters. Kam es Ihnen dabei auf die traditionelle Fortführung und den Erhalt der Firma an oder sprühten Sie vor Tatendrang Dinge verändern zu wollen? Das kann man so nicht sagen. Da ich schon immer während der Semesterferien sehr viel Zeit in der Firma verbrachte, dachte ich mir schon das es schön wäre auch mal etwas anderes zu sehen und kennenzulernen. Die Hoffnung lag da insgeheim auf meinem jüngeren Bruder. Ich hätte ihm selbstverständlich den Vortritt gelassen. Aber als es dann konkret wurde und mein Vater begann von Ruhestand zu sprechen, wohnte mein Bruder längst in Saarbrücken und war beruflich wie auch familiär fest verankert. Dann war die einzige Lösung ein externer Verkauf. Das hat mir aber von Anfang an nicht so richtig gefallen. Also hat man sich unterhalten. OLIVER FRIESS HANIX Vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber. Machte sich der Druck plötzlich für Angestellte Verantwortung zu tragen bei Ihnen bemerkbar? Ich kannte die Firma natürlich schon recht gut, habe unzählige Ferien damit verbracht mein Taschengeld durch Ferienjobs etwas aufzubessern. Aber mit dem Einstieg als Geschäftsführer verband ich natürlich OLIVER FRIESS - Ein gewisser Druck entstand bei mir nicht erst mit dem Einstieg in das Unternehmen meines Vaters. Direkt nach dem Studium begann ich bei einem amerikanischen Pharmakonzern. Jeder der weiß, wie in solch OLIVER FRIESS -

124
TITELTHEMA: MARKETING einem Unternehmen gearbeitet wird, kann bestätigen, dass Druck dort an der Tagesordnung ist. Nach dieser Tätigkeit war ich in einer Firma in Heilbronn als Verkaufsleiter tätig, habe dort Personal sowie Umsatzverantwortung getragen. Von dem her war ich auf gewisse Weise auf diese Themen vorbereitet. Nichtsdestotrotz hat sich natürlich eine Menge verändert. Es ist meiner Meinung nach schon ein Unterschied, ob ich angestellt bin und nach getaner Arbeit frei entscheiden kann, ob ich mich gedanklich noch mit der Firma auseinandersetze oder ob ich Bestandteil der Geschäftsführung bin. Da sind permanent Gedanken da, speziell in den Anfangsjahren. Völliges Abschalten war sehr schwierig. Vor allem die eigene Familie muss des öfteren zurückstecken. Ich würde mich nicht als den typischen oder geborenen Macher bezeichnen, möchte die menschliche Komponente bei erfolgsorientiertem Denken nicht außer Acht lassen. Wenn es mir gut geht, geht es in der Regel auch den Mitarbeitern gut. Geht es der Firma und den Mitarbeitern gut, geht es normalerweise auch mir gut. HANIX Kann man es beziffern, welchen Anteil Marketing Ihrer täglichen Arbeitszeit ausmacht? OLIVER FRIESS - Marketing überhaupt ist? Es geht um Produkte, in unserem Fall um Dienstleistungen. Und es geht um Kommunikation, um Preispolitik und Absatz. Also folglich ist Marketing ein extremer Bestandteil meiner täglichen Arbeit. Gedanklich bin ich sowieso immer in der Firma, außer ich verlasse die Stadt. Fokussiertes oder spezielles Marketing wird dann ein Thema, wenn man eine Strategie oder ein zusätzliches Projekt verfolgt. Dann wird es speziell. Also grundsätzlich ist Marketing immer ein Bestandteil meines Handelns. H A N I X - Angenommen der Umsatz Ihres Unternehmens bricht auf dramatische Weise ein. Würden Sie auch zu verrückten Guerilla-Maßnahmen greifen oder sind Sie eher ein Verfechter des konservativen Werbestils? Da muss man sich zuerst fragen, was So wie zum Beispiel bei Hooters? Nur noch auf knapp bekleidete Mädels setzen? Letztendlich ist es so, dass das Wohl der Firma über allem steht. Es sind ja doch viele Einzelschicksale, die da mit dran hängen. Wir haben Mitarbeiter mit Familien, die brauchen natürlich Ihr Einkommen um diese zu versorgen. In einem sozialen und vernünftigen Rahmen, bei dem ich morgens noch aufstehen und in den Spiegel schauen kann, bewege ich mich frei. Die Mitarbeiter sollten natürlich auch mit den OLIVER FRIESS -

125
TITELTHEMA: MARKETING jeweiligen Dingen einverstanden sein. Es geht ja auch um nachhaltige Erfolge, ich denke zwielichtiger Aktionismus würde vielleicht kurzfristigen Erfolg bringen, dieser wäre aber nicht von Dauer. H A N I X - Sie stellen sich ja diesen Monat erstmals zur Wahl für den Heilbronner Gemeinderat. Inwiefern unterscheiden Amt? sich die Werbemaßnahmen eines Unternehmers zu denen eines Mannes in politischem Ich finde, wenn man für sich eine Linie gefunden hat, sei es privat oder beruflich sollte man dieser auch treu bleiben. Es kann nicht sein das man auf der einen Seite auf der Überholspur fährt und auf der anderen bildlich formuliert auf dem holprigen Acker. Authentisch und ehrlich zu sein darf kein Nachteil sein. Von dem her unterscheiden sich diese Maßnahmen in meinem Fall nicht im geringsten. OLIVER FRIESS HANIX Es entsteht aber doch der Eindruck, das man sich in einem politischen Amt an gewisse Spielregeln halten muss, um überhaupt mittelfristig von Kollegen und Parteien geduldet zu werden. Ich bewerbe mich um dieses Amt aus Interesse. Ich muss dieses Amt nicht begleiten. Das ist kein Teil eines politischen Karriere Plans. Ich möchte unabhängig bleiben und mich nicht auf Teufel komm raus verbiegen müssen. Was gegen meine Prinzipien geht, trage ich nicht mit. Ich war noch nie ein Freund davon, auf seinem Stuhl kleben zu bleiben und sich aus diesem Grund auf Dinge einzulassen, die eigentlich gegen die eigene Überzeugung gehen. Falls man bei bestimmten Themen auf enorme Widerstände, gemacht aus den persönlichen Interessen einer Partei oder deren Protagonisten stößt und für sich erkennt, diese nicht überwinden zu können, hätte ich kein Problem damit die Sache sein zu lassen, statt mir selbst untreu zu werden. Ich unterliege mit dieser Bewerbung keiner persönlichen Eitelkeit. Ich sehe einfach das die Altersstruktur nicht zeitgemäß ist. Mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen, Dinge von verschiedenen Perspektiven betrachten zu können. Das sind Attribute, die ich sehr gerne einbringen möchte. Ich bin zwar Mitglied einer Partei, sehe aber genauso schlechte und gute Vorschläge und Ansätze anderer Parteien. OLIVER FRIESS H A N I X - Wie kam es überhaupt zu Ihrem politischen Engagement? Mit fast 44 Jahren kann man Sie ja als Spätstarter bezeichnen. OLIVER FRIESS - Kinde vergleichen, aber es war ein schleichender Prozess. In Klingenberg, meiner Heimatgemeinde wurde ein neuer Bezirksbeirat gesucht. Einer meiner Fußballerkollegen ist selbst in diesem Amt tätig und sprach mich darauf an, ob ich mir das nicht vorstellen könnte. Da ich seit jeher ein gewisses politisches Interesse hatte, entschloss ich mich das zu tun und wurde Parteimitglied. Das Amt des Bezirksbeirats ist sehr vielschichtig, jedoch hat man keine Entscheidungsgewalt. Man wird angehört, kann aber keine autonomen Entscheidungen treffen. Im letzten Jahr kam dann Alexander Throm, seines Zeichens Mitglied des badenwürttembergischen Landtags, auf mich zu und fragte, ob ich bereit dazu währe, für den Heilbronner Gemeinderat zu kandidieren. Es war kurz vor den Sommerferien und ich hatte mit dieser Anfrage überhaupt nicht gerechnet. Ich erbat mir eine gewisse Zeit, um mir darüber Gedanken zu machen, so etwas will selbstverständlich auch mit der Familie besprochen werden. Ich entschied mich dazu, mich für diese Wahl aufstellen zu lassen. H A N I X - Fühlen Sie sich Ihrer Gemeinde Klingenberg in gewisser Form verpflichtet diverse Ämter auszuführen? Man kann das nicht mit der Jungfrau zum

126
TITELTHEMA: MARKETING Abschalten erst gibt, wenn wir als Familie zusammen wegfahren. Hier Zuhause hat ja jedes Familienmitglied auch eigene Interessen. Uns alle aufeinander abzustimmen ist schon eine Herkulesaufgabe. Man muss extrem darauf achten, das man den sogenannten Bogen nicht überspannt. HANIX dem Sollte es für Sie mit in den Heilbronner Einzug Gemeinderat klappen, was sind denn eigentlich Ihre Themen an denen Sie ansetzen möchten? O L I V E R F R I E S S - In solch einer kleinen Gemeinde konzentrieren sich verschiedene Aufgaben nun mal auf sehr wenige Personen. Die Bereitschaft Ämter zu übernehmen, welche natürlich sehr wichtig für eine Gemeinde sind, lässt doch arg nach. Ich bin sehr sportbegeistert, da liegt es natürlich nahe im Fußballklub, sei es Trainer der Jugendmannschaften oder als Betreuer aktiv mitzuhelfen. Genauso im ortsansässigen Tennis-Club. Da wirst du Mitglied, nach einigen Jahren bist du Schriftführer, in meinem Fall wurde ich nach einigen Jahren zweiter Vorsitzender, ein paar Jahre später Vorsitzender. Ich fühle mich in gewisser Weise wirklich verpflichtet, denn man muss etwas dazu beitragen das die Dinge erhalten bleiben und sich entwickeln. H A N I X - Bei diesem enormen Zeitaufwand durch die Firma und diverse Ämter ist sicherlich die Zeit mit der eigenen Familie knapp bemessen. Wie schaffen Sie sich Freiräume? Im Sportverein scheint das ja nur bedingt möglich. O L I V E R F R I E S S - Ja, das stimmt. Das sind keine Freiräume. Das ist eher der Wunsch etwas zu der sozialen Gemeinschaft beizusteuern. Denn wenn du selbst Kinder hast, bist du froh, wenn es solche Angebote gibt. Wirkliche Freiräume finde ich wirklich in der Zeit, die ich mit meiner Familie verbringe. Wenn auch die Kinder etwas von mir haben. Es ist wirklich schwierig sich Zeit herauszuschaufeln, führt auch immer mal wieder zu häuslichen Diskussionen. Wir haben für uns erkannt, dass es dieses wirkliche Das ist sehr vielschichtig. Als Unternehmer würde ich natürlich gerne wirtschaftsfreundliche Politik für den Standort Heilbronn mitgestalten. Wir haben viele Studenten hier in der Stadt. Jungen Unternehmern sollte man Anreize geben, hier zu bleiben. Behördengänge vereinfachen oder auch bestimmte Dinge zum Firmenstart kostenlos zur Verfügung stellen. Es muss einfacher gemacht werden etwas aufzubauen. Verkehrspolitisch sollten einige Dinge bürgerfreundlicher gestaltet werden. In einem konkreten Beispiel in meinem Ort geht es um eine Straße, die Kinder als Schulübergang nutzen. Da hätte ich als Vater gerne Tempo 30. Nun kommt als Grund dagegen, dass ja dann der Stadtbus Verzögerung hätte. Hallo? Da müssen unsere Kinder auf den Weg zur Schule drüber, das steht doch in keinem Verhältnis zu den paar Sekunden die ein Stadtbus möglicherweise verliert. Verkehrspolitisch muss man selbstverständlich zwischen solch einem Fall und den Anforderungen, beispielsweise in einem Industriegebiet unterscheiden. Das Thema Generationen, Alt und Jung beschäftigt mich sehr. Wir steuern ja mit Vollgas auf eine Situation zu, in der die Menschen immer älter werden und immer weniger Junge nachkommen. Das müssen wir miteinander lösen, zum Beispiel mit der Förderung von Mehr-Generationen-Häusern. Wir können immer noch von Älteren profitieren, wir sollten Jugendliche und Senioren wieder mehr miteinander verzahnen. Das Thema Sport und Vereine muss mehr unterstützt und gefördert werden. Als soziale Komponente einer Gemeinschaft sehe ich das Vereinsleben an sich als außerordentlich wichtig an. Sowohl im Breiten- wie auch im Leistungssport. An Themen mangelt es nicht. Es gibt sehr viel zu tun. OLIVER FRIESS -

127
info@memografie.com 0175-5629515 SHOOTING KEIN CENT BILLIGER* EURO *That shit cray.

128
JOSHIS MEINUNG

129
TITELTHEMA: MARKETING Marketing ist Werbung und PR ist auch Werbung. Nämlich Werbung für eine Firma, damit sie einen guten Eindruck macht. Es ist für eine Firma wichtig, dass sie, zum Beispiel, gut ihre Autos verkauft, aber das geht eben nicht nur mit schönen, bunten Bildern, sondern die Firma selber muss auch gut sein. Sie muss dann auch gute Projekte anbieten, sowas wie Spenden für einen guten Zweck oder dass Frauen mit Kindern weiter arbeiten können. Das geht gut, wenn die im Firmengebäude einen eigenen Kindergarten haben. Dann gehen Frauen da gerne arbeiten und reden gut über die Firma. Marketing ist aber auch Fernsehwerbung, zum Beispiel für Süßigkeiten, Puppen, Spielzeug, Eis, Klamotten… alles Mögliche halt. Manchmal ist die Werbung so berühmt, dass ganz viele den Werbespruch auswendig singen oder sagen können. Wenn das klappt, dann hat die Firma schlaue Leute, die das Marketing machen. Alle dort versuchen Werbung immer am besten zu machen, so dass man das Produkt auf jeden Fall kauft, auch wenn man es gar nicht braucht. Jeder will die allerbeste Werbung machen. Das kann man sich wie Krieg vorstellen: Alle versuchen die Kanone doller zu laden als der andere, um alles um sich rum kaputt zu machen. Fernsehwerbung und überhaupt Werbung ist scheiße, äääh, tschuldigung, ich meine doof. Finde ich zumindest. Weil, da ist man mitten in seiner Lieblingssendung und es ist grade ganz spannend, POFF, kommt die Werbung einfach reingeplatzt, die dann irgendwie ne halbe Stunde geht. Zumindest kommt es einem vor wie ne halbe Stunde. Dann geht die Sendung wieder ein Stückchen und wieder: die Werbung. Echt blöd ist es auch bei der Zeitung, da kommt jedes Mal eine Tsunami-Welle aus Prospekten und Werbezeugs übers Haus in die Tür geflutet. Oder wie ist das bei Euch so? Wenn ich morgens die Haustür aufmache um in die Schule zu gehen, kommt die ganze Welle aus Post, Zeitung, Werbung reingedingsbumst. Inklusive Postbote kostenlos dazu (bitte jetzt lachen!). Wirklich, das ist doch alles nur Altpapier, dass dann wieder ein armes Kind aus dem Haus in den Müll tragen muss. Das ist doch… ja, es ist scheiße. Tschuldigung, aber DAS musste jetzt sein. Das wars von mir, für heute. Bis zum nächsten Mal, Leute. (und noch was gereimt zum Abschluss) Euer Joshi

130


131
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS FOTOS: PATRICK LABITZKE S C H U H E N AC H M A S S Matth ias Vick e rm ann und Mar tin Stoya g r ündeten i m Jah r 2004 d ie Sch u hma nufak tur » Vick e rm ann & Stoy a «. Se itd e m we rd e n in der Ba denBad e ne r We rk s tatt Ma ßschuh e für ans pr uch s volle Kunden ge fe r tigt. Die be iden Schuhm ach e r le ge n We r t da ra uf ih r Fach wis s e n an ihr junges Te am we ite r zu g e ben und bild e n re g e lm äßig Na chwuchsk räfte aus um d as Tra di ti onsh and we rk zu be wahren.

132
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

133
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

134
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

135
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

136
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

137
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

138
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

139
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

140
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

141
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

142
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

143
SPIEGELREFLEX: SCHUHE NACH MASS

144
QU IZ D ICH GLÜ CK L I C H !

145
EINE FR AGE: QUIZ HANIX Nº28 FRAGE: WIE HIESS DIE HIP-HOP-SHOW AUF VIVA, DIE VON MC RENE MODERIERT WURDE, BEVOR ER AUS DEM HIP-HOP-BIZZ AUSSTIEG? MC RENE WAR EINER DER TALENTIERTESTEN FREESTYLER DER REPUBLIK UND HAT SOGAR IN EINEM SONG MIT FLAVOR FLAV VON PUBLIC ENEMY MITGEWIRKT. DANACH LANDETE ER IM CALLCENTER, UM ÜBERS BAHNFAHREN DURCH DEUTSCHLAND ZURÜCK AUF DIE BÜHNE ZU KOMMEN. ENTSTANDEN IST DURCH SEIN ABENTEUER EIN BUCH UND DIE ERFOLGREICHE BÜHNENRÜCKKEHR VON RENE. DISTEL LOUNGE PEARLS AND DIAMOND MC RENE LESUNG ISLAND 2 x 25€ Gutschein 1 x 50€-Gutschein 2 x 2 Tickets 2 x Saisonkarte Die Distel Lit Lounge hat neue Betreiber, die für unser Quiz zwei Gutscheine über je 25 Euro springen lassen. Sie können für Speisen oder Getränke eingelöst werden. Ob ihr den Gutschein für ein Abendessen, süffige Cocktails oder ausgiebiges Frühstücken einlöst bleibt euch überlassen. Lasst es euch schmecken im »Pearls«. MC Rene ist am 22. Mai im Mobilat, um aus seinem Buch zu lesen. Die Konzertund Künstleragentur Andrea Ehrler stiftet zweimal zwei Tickets für den Abend. Vielleicht wird es das Hip Island nach dieser Saison nicht mehr geben. Deshalb lautet die Parole: So oft wie möglich hin. Am beste mit einer Saisonkarte!. WER MEINT, DIE LÖSUNG ZU KENNEN, SCHICKT DIESE PER MAIL AN: QUIZ@HANIX-MAGAZIN.DE; BETREFF: FREESTYLE EINSENDESCHLUSS IST DER 16. MAI 2014. DER RECHTSWEG IST AUSGESCHLOSSEN. ALLE GEWINNER WERDEN SCHRIFTLICH BENACHRICHTIGT. DIE RICHTIGE ANTWORT AUF DIE FRAGE DES VORANGEGANGENEN QUIZ LAUTET: 1991 & 1994

146
EIN BRIEF VON DULCE RAMÍREZ BRIONES GELESEN VON: MARIA SANDERS; TON: PHILIPP SEITZ L I E B E H E I M AT, ich bin in Mexiko, in meinem Heimatland. Seit vier Jahren war ich nicht mehr hier und habe mein »Mexiko lindo« echt vermisst. Ich wollte am Anfang des Jahres einfach viel Energie und Sonne tanken. Da gibt es doch nichts Besseres, als die Pyramiden in Teotihuacán zu besuchen, dachte ich mir. Die Pyramiden der Azteken sind sehr bedeutende Orte in meinem Heimatland. Genauso berühmt und wichtig, wie eben die Pyramiden der Pharaonen in Ägypten. Die Pyramiden in Teotihuacán sind weltweit bekannt. Aber bestimmt hat sie noch nicht jeder gesehen, und kennt daher auch noch nicht ihre Geschichte. Deswegen erzähle ich dir ein bisschen davon: Teotihuacán ist eine ehemalige Stadt im mexikanischen Bundesstaat México. Die Ruinenstätte der Pyramiden liegt in der Nähe von Teotihuacán de Arista. Sie hat einige bemerkenswerte Stufentempel. 23 000 Einwohner leben im Municipio, also der Gemeinde von Teotihuacán. Die Kleinstadt selber befindet sich etwa 45 Kilometer nordöstlich von Mexikos Hauptstadt, nämlich von Mexiko-Stadt. Im 15. Jahrhundert etwa wanderten die Azteken in das Hochland von Mexiko Teotihuacán ein. Sie fanden eine seit mehreren Jahrhunderten verlassene Ruinenstadt vor. Für die Azteken war das ein ganz besonders mythischer Ort. Denn ihrer Meinung nach, ist das der Platz, an dem die Welt erschaffen und ihre Götter geboren wurden. Sie benannten die Stadt Teotihuacán, die bis heute diesen Namen trägt. Es gibt verschiedene Pyramiden in Teotihuacán und jede von ihnen heißt anders. So gibt es die Sonnenpyramide, die Mondpyramide, dann Ciudadela sowie der Tempel des Gottes Quetzalcoatl. Alle Denkmäler befinden sich entlang der »Straße der Toten«. Ich konnte nur auf die Sonnen- und Mondpyramiden klettern, weil ich dort erst spät angekommen bin und mir nicht mehr viel Zeit zum Besichtigen blieb. Aber es war trotzdem sehr schön und ich habe den Ort wirklich sehr genossen. Die Sonnenpyramide liegt im Zentrum von Teotihuacán. Mit einer Grundfläche von 222 mal 225 Metern, einer Höhe von gut 65 Metern und einem Volumen von rund einer Million Kubikmetern, ist sie die drittgrößte Pyramide der Welt. Sie wurde um 100 nach Christus in einem Arbeitsgang errichtet und war damit, das erste große Gebäude, das in Teotihuacán gebaut wurde. Die am nördlichen Ende der Straße der Toten gelegene Mondpyramide, entstand rund ein Jahrhundert nach der Sonnenpyramide. Sie ist wesentlich kleiner, als die Sonnenpyramide und wurde in mehreren Etappen errichtet. Die früheste Mondpyramide wurde um 100 nach Christus gebaut, bis 350 folgten insgesamt sieben Bauphasen. Die

147
BRIEF AN DIE HEIMAT: MEXICO STECKBRIEF Na me: D U LC E R A MÍREZ B R I O NE S Al t e r : 3 2 JA HRE Re i se z iel: M EX ICO Aufe nth alt: D e z. 20 13 - März . 2 0 14 Ciudadela war vermutlich eine höfische Anlage oder ein Palast, vergleichbar mit der »Verbotenen Stadt« in Peking. Das Zentrum der Anlage bildet ein Gebäudekomplex, bestehend aus Wohnanlagen sowie dem in der Mitte gelegenen Tempel des Gottes Quetzalcoatl. Die Ciudadela ist nur über einen kleinen Eingang zu erreichen. Der Platz im Inneren der Anlage ist immens groß. Bis zu 100.000 Menschen hatten dort Platz, weshalb vermutet wird, dass dieser auch für kultische Zwecke benutzt wurde. Die Bewohner von Teotihuacán hatten eine polytheistische Religion, die eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielte. Denn für die Menschen gab es mehrere Götter, die eine oder mehrere Aufgaben hatten. Die wichtigsten Götter waren unter anderem Quetzalcoatl - die »Gefliederte Schlange«, Tlaloc - der »Gott des Regens und des Ackerbaus« sowie Huehueteotl - der »Alte Gott«. Jeder Gott konnte auf unterschiedliche Weise in Erscheinung treten. Tlaloc zum Beispiel konnte eine Schlange, ein Vogel oder auch ein Jaguar sein. Um sie zu verehren wurden verschiedene Rituale durchgeführt, wie Wandmalereien oder Opfergaben. Bei der Frage, ob auch Menschen geopfert wurden, ist die Antwort eindeutig. Während der Ausgrabungen zwischen 1998 und 2004 wurden an der Mondpyramide mehrere Gräber mit Toten gefunden. Die menschlichen Überreste zeigten sichtbare Spuren von Gewaltanwendungen, aber auch Überreste von lebendig begrabenen Menschen. Es wird vermutet, dass dort ein Totenkult existierte, weil in deren Kunst oft Motive des Todes erkannt wurden. Ein ganz typisches Kennzeichen der teotihuacánischen Kunst, ist die Symmetrie. Sie ist an den Gebäuden ebenso gut zu erkennen, wie an dessen Anordnung und der gesamten Stadtplanung. Die Kleinstadt Teotihuacán war nach zwei Achsen in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung angeordnet und das gesamte Grundraster in eine bestimmte Richtung ausgelegt. Ob dabei religiöse Motive eine Rolle spielten, wie etwa bei den Maya, ist ungewiss. Die Gebäude in Teotihuacán wurden aus Stein und Lehmziegel gebaut. Du siehst also, Teotihuacán ist ein spannender Ort, und die Pyramiden einfach empfehlenswert. Ich liebe jeden Tempel dort. Dieser Ort ist unbeschreiblich beeindruckend. Man kann da etwas von meiner Kultur kennenlernen, und die Sonne auf eine ganz besondere Art genießen. Liebes Heilbronn, ich freue mich sehr auf dich und meine weitere Zeit in Deutschland. Hasta pronto Dulce Ramírez Briones

148
F R O M N E W Y O R K T O H E I L B R O N X G e gen i h re K re at iv it ät u nd i h ren Hu mor i st kei n K r aut ge w ac h sen. S c h au spieler i n u nd R e g i s seu r i n Veron i k a Now a g-Jone s ken nt d ie Bü h nen Ne w York s u nd B erl i n s. A l s 20 -jä h r ige u nter n a h m sie z wei Fluc ht ver suc he au s der e hem a l igen DDR u nd l a nde te i m K n a st. I h r Neu a n f a n g be g a n n 1974 i n We st-B erl i n, A n f a n g der 8 0 er-Ja h re d a n n der Um zu g n a c h Ne w York . Heute lebt u nd a rbeite t sie i n i hren beiden L iebl i n g s st ä dten. Da s n äc h ste T he ater st üc k »Ja z z Fau st« i st i n Pl a nu n g. M av i n g a be suc hte d ie K ü n st ler i n m it i h rer Ne w Yorker H A N I X- Cre w i n M a n h at t a n s We st Vi l l a ge.

149


150
CHIV VIA AR M AUS DE ARD NBO PIN AFIK VIA GR Noch so eine schöne Erinnerung an eine Zeit, die wohl der Höhepunkt medialer Aufmerksamkeit auf unser Schaffen war. Es war die erste Ausstellung, die wir zusammen mit dem Passage in Wiesbaden veranstalteten – und es kamen sicher über 500! Knallerparty und ein Abend, wie ihn Wiesbadens Kulturlandschaft leider selten sieht... LEO VOLLAND Leo Volland, Mitgründer von Via Grafik, ist in Heilbronn aufgewachsen ehe er nach dem Abi zum Malen, Studieren und Leben nach Wiesbaden gezogen ist.

151
From Wall To Screen To Everything™, Plakat, 2005

152
LESER B R IEFE Wow, ich bin sehr beeindruckt und überaus angetan von eurem Bestofff-Heft. Habe es beim Bäcker in Schwaigern in die Hände bekommen. Tolles Papier, schöne Fotos, ich muss sagen, ein rundum gelungenes Paket. Gerne mehr und öfter als Printversion. S A LV A T O R E P E P I , S C H WA I G E R N Liebes HANIX-Team, endlich mal ein Heilbronner Magazin, dass sich von Seite Eins bis zur letzten Seite auch mit bestem Gewissen so nennen darf. Eure Best-offf-Ausgabe ist schlicht der Knaller. Absolut dem Zeitgeist entsprechend mit einer wahnsinnig guten Haptik. Schön, dass ihr beim Papier nicht gespart habt und kein Hochglanzpapier gewählt habt. Die fünf Euro Verkaufspreis sind mehr als gerechtfertigt. Ich habe sogar zehn Euro investiert, da ich die Ausgabe mit schwarzem und weißem Cover wollte. MICHAELA MÜLLER, HEILBRONN Liebes HANIX-Magazin, eure Studieren-Ausgabe hat mir gut gefallen. Besonders interessant fand ich die Rubrik »Heilbronner Studis«. Tolle Fotos hat euer Fotograf da hinbekommen. Natürlich war der Protagonist auch sehr fotogen und sozusagen ein Schnittchen. Gerne mehr davon. Gebt den Heilbronner Studenten Gesichter und ein öffentliches Forum. HEIKE PETRULIG, NECKARSULM Hallo Redaktionsteam, ich wollte einfach mal ein Lob an euch loswerden. Jeden Monat so viel interessanten, abwechslungsreichen Inhalt zu produzieren nötigt mir Respekt ab. Und dann auch noch eine Printausgabe zu liefern, die hier in der Region für lange Zeit ihres gleichen suchen wird. Damit habt ihr ein Benchmark gesetzt. Toll und weiter so. MARKUS KLINGMANN, STUTTGART Sehr geehrte HANIX-Redaktion, ich bin im Porsche Zentrum Heilbronn auf ihr wunderschönes Heft gestoßen. Das Layout spricht mich total an. Natürlich wurde ich durch die Printausgabe auch neugierig auf ihre Online-Magazine. Auch hier: tolle Aufmachung, ein schöner Mix aus Frechheit, Intellektualität und interessanten Gesprächspartnern. Ich bleibe ihnen von nun an gewogen. MANUEL HER ZOG, EPPINGEN

153
I MP RESSU M Verlag und Redaktion 74ELF Marcel Kantimm & Robert Mucha GbR Kastanienweg 12 74080 Heilbronn E-Mail: info@hanix-magazin.de Herausgeber Marcel Kantimm Robert Mucha Chefredakteur Robert Mucha (V.i.S.d.P.) Redaktionelle Mitarbeiter Rafaela Jeckle, Maria Sanders, Leo Volland, Anette Geisler (Stadtarchiv Heilbronn), Sascha Wartha, Valerie Grübele, Joshua Endresz, Ken Jebsen, Nicolai Köppel, Dulce Ramírez Briones, Uwe Gramlich, Philipp Köster, Christian Wohlfeil E-Mail: redaktion@hanix-magazin.de Videoredaktion Philipp Kionka, Sarah Fischer, Mavinga Petrasch, Steven Zuleger, Eldon Phillips, Bryan Henao Bildredaktion Mehmet Filiz, Ulla Kühnle, Patrick Labitzke, Meli Dikta, Photo-Graphik-Witting, Peter Thomann, Ute Klophaus, Brigitte Hellgoth, Georg Freitag, Oliver Rath, Peripherique, Mirko Polo, David von Becker, Franz Waldmann, Vladimir Rejda, Helmuth Neumann Artdirektion Raimar Schurmann Grafik & Illustration Lisa Hofmann, Florian Geiger Audio Philipp Seitz (ANT Studio) IT-Support Martin Riemer (Easy NetworX / www.easy-networx.de) Vermarktung & Sales Sarah Baudenbacher sarah.baudenbacher@HANIXmagazin.de Marcel Kantimm (verantw.) marcel.kantimm@ HANIX-magazin.de Robert Mucha robert.mucha@ HANIX-magazin.de Verlagskoordination / Administration / Social Media Marcel Kantimm Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers bzw. der Redaktion wieder. Für die Richtigkeit von Angaben, Daten, Behauptungen etc. in den Beiträgen kann der Herausgeber bzw. die Redaktion keine Verantwortung übernehmen. Haftung für Links: Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer Homepage und machen uns diese Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf www.HANIX-magazin.de angebrachten Links. Herausgeber und Redaktion übernehmen keinerlei Haftung für die hier angebotenen Informationen.

154
DER HISTORISCHE SCHUSS TEXT UND FOTO: STADTARCHIV HEILBRONN Was wir hier auf diesem Foto sehen, ist Kulisse. Es sind die Bauten, die für die große Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung errichtet worden waren, die vom Mai bis September 1897 in Heilbronn stattfand. Auf dem Gelände des Stadtgartens und dem sich südöstlich anschließenden Areal war eine »Ausstellungsstadt« im Kleinen entstanden und man sollte sich von den historisierenden Ausstellungsgebäuden nicht täuschen lassen – innen präsentierte sich der aufstrebende Wirtschaftsstandort Heilbronn auf der Höhe der Zeit. Modern waren die gezeigten Produkte der ortsansässigen Firmen, innovativ die Werbematerialen, überhaupt war das ganze Konzept dieser »Leistungsschau« sehr fortschrittlich. Das zeigte sich den auswärtigen Gästen bereits bei der Anfahrt, die vom großstädtisch anmutenden Bahnhof mit dem damals neuen Verkehrsmittel der Elektrischen Straßenbahn zum Ausstellungsgelände transportiert wurden. Technischer Fortschritt und neue Marketingstrategien prägten die Heilbronner Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung. Wobei die schönen Künste zugegebenermaßen nur schmückendes Beiwerk waren. Immerhin wurde eine große Gemäldeausstellung gezeigt, täglich traten wechselnde Orchester auf und vor allem gab es Varieté mit durchaus renommierten, »international« bekannten Künstlern und Künstlerinnen. Und ganz neu und viel bestaunt waren auch die bewegten Bilder eines Kinematographen, der ebenfalls im Sommer 1897 dafür warb, dass sich Heilbronn in jenen Jahren als Stadt des »modernsten Fortschritts« verstand. Der Text und das Bild wurden wie immer vom Stadtarchiv Heilbronn zur Verfügung gestellt. In seiner Ausstellung »Heilbronn historisch!« im Otto Rettenmaier Haus / Haus der Stadtgeschichte (Eichgasse 1). ist unter anderem auch das Werbeplakat zur Ausstellung von 1897 zu sehen, das von dem bekannten Jugendstil-Künstler Adolf Amberg stammt.

155
Reklame für die Stadt, 1897

156
V E R A N S TA LT U N G E N IM MAI Mobilat OUT OF THE DARK Gothic, Darkwave, EBM, Industrial, Mittelalter, 80ies 1. Mai und Remixer und in Anbetracht seines jugendlichen Alters schon ziemlich umtriebig in der gesamtdeutschen Clublandschaft. Im Bukowski ist er heute allerdings zum ersten Mal am Start, also beschert ihm eine denkwürdige Jungfernfahrt ...! 2. Mai im Café Daneben / Complex 23 Schlechten FILMEN die ROTE KARTE! »KurzfilmSlam« für das 11. internationale low & no budget filmsharing Kurzfilmfestival Heilbronn 2014. Unter diesem Motto finden zum siebten Mal die Open Screenings 2014 in Heilbronn statt. Jeder darf mit abstimmen, welche der circa 50 ausgewählten Kurzfilme rausfliegen oder ins Festivalprogramm 2014 kommen. Ein großer gemeinsamer Spaß. Abwechslungsreich, spannend, witzig, unterhaltsam und interessant. 2. Mai Mobilat Basement Soul Wenn wir euch Anfang Mai davon überzeugen wollen, zum Feiern in Keller zu gehen, kann das nur einen Grund haben: die Basement Soul in die nächste Runde! Am 2. Mai stehen wie gewohnt DJ RoccZ und Caprice hinter den Turntables, um das Mobilat mit Funk-, Soul-, und Hop-Classics zu beschallen. 3. – 4. Mai Württemberger Weingüter Tag der offenen Weingüter - 360° Württemberg Jazzclub Cave 61 Ferenc und Magnus Quartett - »Fummq« Diese Formation um die Brüder Ferenc und Magnus Mehl hat sich ganz dem modernen, unverbrauchten Jazz verschrieben. Das knackige und spannungsgeladene Bandkonzept beinhaltet fetzige Eigenkompositionen und gefühlvolle Balladen. Ohne Berührungsängste schöpfen die Vier aus den Vollen der Jazzgeschichte, begeistern aber trotzdem mit ihrer ganz persönlichen, explosiven Musik, welche stets von unglaublicher Energie beseelt ist. 2. Mai Die Württemberger Weingüter rundherum zu erleben, dafür steht das Motto 360° Württemberg. 32 Weingüter im Anbaugebiet Württemberg öffnen am ersten Wochenende im Mai ihre Türen und laden ein zu einem Bick hinter die Kulissen. So individuell, wie die Wengerter in Württemberg sind, so individuell präsentiert auch jeder einzelne Betrieb sein eigenes Highlight. Bei Weinbergrundfahrten, Weinerlebnistouren, Kellerführungen und natürlich Weinverkostungen lernen Sie die Weinmacher persönlich kennen. 3. Mai Bukowski KLANG DER BEWEGUNG FLORIAN MUNKT, PLASMIQ, SHIDZO Substage, Karlsruhe SAMY DELUXE + DLX BND - Testosteron Tour 2014 Der Mai startet mit einer neuen Ausgabe von Klang der Bewegung, und diesmal haben die Hausherren Plasmiq und Shidzo vom gleichnamigen Kollektiv einen Gast aus München geladen: Florian Munkt ist 23, DJ, Producer Soviel steht schon mal fest: 2014 wird Deluxe! Denn nach dem grandiosen Mixtape »Perlen vor die Säue« und einigen exklusiven Release Shows im November geht es im Frühjahr 2014 mit dem Album »MÄNNLICH« in

157
VER ANSTALTUNGEN: MAI die zweite Runde für SAMY DELUXE. Der Albumtitel »Männlich« bezieht sich auf Samy Deluxes 18 Jahre Bühnenerfahrung, seinen Weg vom Reim-Youngster zum Rap-Genie mit unglaublicher Bühnenpräsenz, der mit atemberaubenden Raps ebenso überzeugt wie mit eingängigen Melodien. Ein weiteres Mixtape, ebenfalls 2014, wird dann die Trilogie komplett machen, von der Samy Deluxe befürchtet, dass sie wohl das Männlichste ist was Hip Hop Deutschland je erlebt hat. Aber nicht nur auf seinem neuen Album lässt der Meister der Punchlines es ordentlich krachen, auch live gibt es richtig was auf die Ohren. Rap vom Allerfeinsten dürfen die Fans erwarten wenn Samy Deluxe + Dlx Bnd ab 19.4.2014 auf Testosteron Tour gehen. Wir freuen uns sehr, dass Samy mit seiner Crew auch wieder im SUBSTAGE vorbei schaut und haben schon jetzt ein wenig - ähm - Frühlingsgefühle! 3. Mai die Familie des Kindes mit einem Scheck vom ehrenwerten Dr. Jekyll entschädigt. Kurze Zeit später wird ein angesehener Bürger ermordet und auch in seiner Nähe wurde der ominöse Mr. Hyde gesehen. Wieder gibt es eine Verbindung zu Dr. Jekyll: das mutmaßliche Tatwerkzeug war sein Spazierstock. Was hat der allseits beliebte Arzt Dr. Jekyll mit diesem Unmenschen Mr. Hyde zu tun? Niemand ahnt, dass die Experimentierlust des Doktors weit über die Erforschung von Medikamenten hinausgeht. Er hat ein Elixier entwickelt, mit dem man das Böse im Menschen vom Guten abspalten kann. Und er hat es an sich selbst ausprobiert. Tagsüber ist er der rechtschaffende, edelmütige Dr. Jekyll und in der Nacht das personifizierte Böse in der Gestalt von Mr. Hyde. Doch bald hat er sein Experiment nicht mehr im Griff … 3. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Überraschungskonzert 3. Mai Bukowski BROOMBECK ON DECK BROOMBECK, JOSH:TEK, FRANCE ARI Wenn man als Techno-Act auf Wikipedia nicht gelöscht wird, hat das eine gewisse Aussagekraft … Weil seine Referenzen bedeutend genug sind, kann man dort nachlesen, dass Broombeck ein seit 2008 existierendes Soloprojekt des Techno- und Techhouse-Musikers Marcus Schmahl aus Mainz ist. Und dass er damit elektronische Club-Musik für Plattenlabel wie Sébastien Légers Mistakes Music, Opossum Rec. und Monika Kruses Terminal M raushaut. Und dass er als Broombeck einen Haken an Vorzeige-Locations wie den Cocoon Club oder das Berghain machen kann, mit dem Track »Mono Turn« für mehr als sechs Wochen die Beatport-Charts angeführt hat, es auf Marco Carolas Time Warp-Compilation geschafft hat, und, und, und … Alternativ zum Nachlesen kommt Ihr am besten selbst vorbei und macht Euch ein Bild – Josh:tek und France Ari tun das auf jeden Fall auch ... 3. Mai Café Lilly´s, Stuttgart Budenzauber 8 Wir feiern den Zauber des Fruehlings, den dritten Geburtstag des zauberhaften Lilly´s, den Zauber der Nacht - Budenzauber acht ...!! 3. Mai Complex23 VERSION EXCURSION MIT CONSCIOUS HIFI Wir begeben uns auf eine Exkursion durch die MusikGeschichte mit Originalen Studio One und Treasure Isle Stücken der 60er und 70er Jahre aus dem Ska- und Rocksteady Bereich. Dazu gibt es Roots Reggae der späten 70er bis hin zu digitalem UK Dub und Heavy Roots. Das Ganze wird serviert mit reichlich Bass und viel Vinyl. 4. Mai Complex23 »Pinki & Ponko« oder »Mein Spielplatz ist dein Spielplatz« Theaterspielerei für Menschen ab drei Jahren – von und mit Udo Grunwald Theater Heilbronn, Kammerspiele Jekyll & Hyde - Live-Hörspiel nach Robert Louis Stevenson von Eike Hannemann Beunruhigende Dinge ereignen sich in London. Ein missgestalteter Mann mit Furcht einflößendem Gesicht trampelt völlig mitleidlos ein Kind nieder. Merkwürdig ist außerdem, dass der Täter, der sich als Mr. Hyde vorstellt, Alleinsein ist langweilig, Freundschaft schließen doch viel schöner – oder? Aber was ist das eigentlich, ein Freund? Können zwei, die so verschieden sind wie Pinki und Pon-

158
Auf der kostenlosen »keosk«-App im iTunes Store findet ihr HANIX hier: MAGAZINE > LIFESTYLE > ALTERNATIV GEHTS

159
VER ANSTALTUNGEN: MAI ko, überhaupt Freunde werden? Das Theater als Abenteuerspielplatz. »Pinki & Ponko – Mein Spielplatz ist dein Spielplatz« macht den kleinen und großen Zuschauern (von drei bis 103 Jahre) begreifbar, was Freundschaft bedeutet, wie sie wächst, und dass die Fantasie mehr Wünsche erfüllen kann, als jedes Kaufhaus der Welt. 4. Mai weltbesten Cellisten und ist auf allen wichtigen internationalen Konzertpodien zu hören. Xavier de Maistre wird als der Künstler gefeiert, dem es gelungen ist, die Harfe aus dem Bereich der zarten und sehr sanften Töne hervorzuholen, in den man sie allzu schnell einordnet. Seit 2001 ist er Professor an der Musikhochschule Hamburg. Das Trio bringt Werke von Maurice Ravel, Jacqes Ibert, Gabriel Fauré und Henriette Renié zu Gehör. 6. Mai Württemberger Weinradweg Radsaisoneröffnung – Tour de Wein Die Radsaisoneröffnung Heilbronner Land findet als Sternfahrt auf dem neuen Württemberger Weinradweg statt. Zur Einweihung der neuen Weinroute führt die Tour auf drei Routen zur zentralen Abschlussveranstaltung in Nordheim. Die Zwischenstopps und Trinkpausen werden einer Tour de Wein angemessen mit besonderen Weinerlebnissen gestaltet. Für alle drei Routen (ab Marbach, Maulbronn und Obersulm) wird ein Shuttle-Service angeboten und es sind Zwischeneinstiege möglich. Vor dem Start wird ein Bike-Check angeboten und ein »Besenwagen« begleitet die Tour. 4. Mai Universum Arthaus-Kino Heilbronner Dachsteinunglück – Filmvorführung 6. Mai Osiandersche Buchhandlung Helge Timmerberg: Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich Ebene 3 im Kulturforum K3 Tango Argentino Tanzabend Tango ist Sehnsucht, Geheimnis, Leidenschaft und Erotik. Wer vom Tango einmal berührt ist, der wird infiziert sein und der Sucht dieses Tanzes nachgeben müssen. Wer selbst nicht tanzen mag, kann bei einem gemütlichen Glas Wein auch einfach nur zuhören und zuschauen, wie andere Tango tanzen. Zuschauer und Mittänzer sind herzlich eingeladen! 4. Mai Lose Seiten eines Märchens, genannt »Die Perlenkarawane«. Seit einer Berliner Winternacht vor über dreißig Jahren ist Helge Timmerberg davon fasziniert – und von seiner Erfinderin Elsa Sophia von Kamphoevener. Als Mann verkleidet hatte sie an türkischen Lagerfeuern die besten Erzählungen gesammelt. Mit großer Wucht und Sinn für Komik schildert Timmerberg, wie die Geschichte der Märchenbaronin ihm immer wieder, an vielen Orten der Welt, Türen und Herzen und Geldbörsen öffnete. Die eigene Biografie wird bei ihm zu einer langen orientalischen Reise, die sich zwischen Ägypten, Marrakesch und Istanbul entscheidet. 7. Mai Jazzclub Cave 61 Konzert + Session: Verena Nübel und Band Deutschordensmünster St. Peter und Paul Reihe Magnificat - Die Kunst des Kanons Christian Abelein (Lauda) und Ensemble. 5. Mai Harmonie, Theodor-Heuss-Saal Kulturring Heilbronn: Trio Baiba Skride, Daniel Müller-Schott und Xavier De Maistre Ob atemberaubend, verrückt, wild, naiv und schmerzlich – gepaart mit traditionellen und modernen Grooves findet sie ihren Weg in die Ohren und Herzen des Zuhörers. Das Quartett bietet charakteristischen Vocal Jazz aus einer individuellen Mischung aus Jazz und Soul für das die Band bereits kurz nach ihrer Gründung den »Young Lions Jazz Award« erhielt und 2010 bei den Jazz Open Stuttgart begeisterte. 7. Mai Baiba Skride zählt zu den profiliertesten Geigerinnen unserer Zeit. Seit November 2010 spielt sie die Stradivari »Ex Baron Feilitzsch« von 1734, eine großzügige Leihgabe von Gidon Kremer. Daniel Müller-Schott zählt zu den Universum Arthaus-Kino VHS: Brasilien im Film: »Birdwatchers. Im Land der roten Menschen«

160
VER ANSTALTUNGEN: MAI Dokumentarfilm, Brasilien, Italien 2008, Regie: Marco Bechis – mit Einführung und Nachgespräch mit Dr. Andreas Wagenknecht, Medienwissenschaftler Universität Mannheim. 8. – 10. Mai 9. Mai Bukowski THE BOSS IS BACK INGO BOSS, CARMEN BERNABE, STROMPUNKT Distel Lit Lounge Französische Woche Wir lieben einfach Austern, Bouillabaise und Tarte au Chocolat. Teilen Sie unsere Passion und schauen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie! »Cuisine francaise à la Distel Lit Lounge« 9. Mai Kulturkeller Albert Camus »Das Missverständnis« Nach zwanzig Jahren Abwesenheit kehrt Jan, im Ausland inzwischen zu Ansehen und Vermögen gekommen, in sein trostloses Heimatdorf zurück. Er mietet sich in dem einsamen und heruntergekommenen Gasthaus ein, das seine Mutter und seine Schwester Martha betreiben. Jan verschweigt jedoch seine wahre Identität und hofft auf ein Zeichen der Wiedererkennung, wartet auf das »richtige« Wort … Doch die beiden Frauen, die ein dunkles Geheimnis teilen, erkennen ihn nicht und es kommt zu einem Missverständnis mit fatalen Folgen. Eine Inszenierung von Ingrid Richter-Wendel. 9. Mai Der Boss ist zurück! Mit der »Transistor EP«, 2003 auf Cocoon Recordings erschienen, hat Ingo Boss seinen Durchbruch gemacht. Den Gänsehaut-Track »Little Eternity« daraus nahm Sven Väth in seine Mix-CD »Sound of the Fourth Season« auf und der Ritterschlag kündigte sich an: Wenig später gab Ingo an Svens Seite seinen Einstand im Cocoonclub und hostete in der Folge mit Chris Tietjen seinen eigenen Abend. 2006 produzierte er zusammen mit REBOOT den erfolgreichen Remix des Technoklassikers »Quo Vadis« von G-Man und seit 2009 ist Ingo Teil des Cocoon Booking Rosters. Zwei Artist- und ein RemixAlbum später und zum mittlerweile dritten Mal ist Ingo endlich wieder im Buko zu Gast. Carmen Bernabe und Strompunkt stehen Spalier. Und ihr, wenn Ihr früh genug da seid, nicht in der Schlange vor der Tür ... 10. Mai Theater Heilbronn, Komödienhaus Data 77112 Musik vom Plattenteller Mit C8 und Soundrootz 9. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Improtheater »Ohne Gewähr« Wie aufregend, rührend und witzig kann Theater sein? Und vor allem: wie spontan? Wenn es sich um Improvisationstheater handelt, dann kann die Antwort nur lauten: Ziemlich! Gespielt und gesungen werden Szenen nach den Vorgaben der Zuschauer. Die setzt das Improtheater ohne jede Vorbereitungszeit und mit viel Lust am Fantasieren um; daraus können Romanzen, satirische Szenen, Gruselgeschichten, Märchen oder sogar ganze Romane erwachsen. Ziemlich beste Freunde - Komödie von Gunnar Dressler Philippe ist schwerreich, aber vom Hals abwärts gelähmt und braucht einen Pfleger. Driss, ein Kleinkrimineller, bewirbt sich um die Stelle. Während alle anderen Kandidaten mit guten Referenzen und Mitleid im Gepäck bei Philippe vorsprechen, besticht Driss durch seine unverblümt ehrliche Art. Am nächsten Tag hat er den Job und weiß zunächst nicht, ob er lachen oder weinen soll. Einen vom Kopf an Bewegungslosen zu füttern, mag ja noch gehen, aber einem Mann lange Stützstrümpfe anziehen! – Nein, das kommt für Driss überhaupt nicht in Frage. Jedenfalls nicht sofort. Mit der Zeit aber wird der bärenstarke, lebenslustige Driss unverzichtbar für Philippe. Er ersetzt ihm nicht nur Arme und Beine, sondern gibt ihm den Lebensmut zurück. Die beiden werden »ziemlich beste Freunde«. 10. Mai Data 77112 Lesung Mit Maschd (papiertigersex.wordpress.com)

161
BLog www.hanix-blog.de

162
VER ANSTALTUNGEN: MAI 10. Mai Bukowski ELEKTRONISCH IM SÜDEN HORACE, DJANGO, LA MAKA Die Jungs von der Südklang-Crew sind bekannt dafür, dass es bei ihren Gigs gerne mal ausufert … und heute ziehen sie ihren Gast Horace mit rein! Der steht bereits seit über zehn Jahren an den Turntables, machte sich erst auf kleineren regionalen Events durch seine energiegeladenen, straighten und treibenden Techno-Sets einen Namen. Später folgte dann seine eigene Veranstaltungsreihe namens »Tanzenspielen« im Mainzer Brückenkopf. Horace ist Resident auf den »Election«-Events, sowie fester Bestandteil des jährlich stattfindenden »Ganz weit draußen«-Festival. Regelmäßige Gastauftritte im Rhein-Neckar-Delta bei Feten wie »Auf und Davon« und »Fun in the Club« runden sein Artist-Profil ab. 10. Mai trecke kennen zu lernen. Für Nachwuchsläufer wird ein Mini-Marathon sowie ein Kinder-/Jugendlauf angeboten. Im Organisationspreis für die Erwachsenen ist u.a. das Veranstaltungs-Funktionshirt, eine Flasche TrollingerMarathon-Wein, personalisierte Startnummer, FinisherMedaille, perfekte Streckenverpflegung, Massage im Ziel, Meldebestätigung, Online-Urkunde und Ergebnisheft per Post enthalten. Neu: für Damen wird ab diesem Jahr ein tailliertes Laufshirt angeboten. 12. Mai Complex23 Kaffeeklatsch mit Kind Jazzclub Cave 61 Malene Mortensen (DK) mit Band Alle Mamas, Papas, Omas, Opas, Onkel und Tanten sind herzlich willkommen zum Kaffee trinken und Kuchen essen in gemütlicher Atmosphäre. Damit die Erwachsenen (den Kuchen) auch entsprechend genießen können, gibt es für die Kleinen eine gemütliche Spielecke, zum toben, spielen und lesen. 12. Mai Malene Mortensen ist eine blonde Schönheit, der der Ruf einer »Traumfrau« der europäischen Jazzszene vorauseilt. Die Dänin wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf, die Mutter Schlagzeugerin und Musiklehrerin, der Vater Trompeter. Tochter Malene singt schon bald im Chor, wird Frontfrau einer Rockband und nimmt an zahlreichen Wettbewerben teil - wie etwa dem Eurovision Song Contest. 11. Mai Kulturkeller Literatur am Montag: Victoria Wolff (1903 - 1992) Anne-Gabriele Michaelis erzählt aus dem Lebensbild und Werk der Schriftstellerin, ein/e Schauspieler/in liest die Texte von Victoria Wolff. 14. Mai Theaterschiff Armin Fischer 14. Heilbronner Trollinger - Marathon Die beliebte und größte Breitensportveranstaltung der Region wird wieder über 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland anziehen. Beide Laufstrecken in Deutschlands Rotweinregion Nr.1 sind Rundkurse und führen durch die herrliche Landschaft sowie durch die stimmungsvolle Atmosphäre der anliegenden Weinbaustädte und -gemeinden. Neben den zahlreichen Auszeichnungen und Preisen, z.B. für die Läufer/innen mit den originellsten Kostümierungen, wird auch die Meisterschaft der Region Franken und die Internationale Handwerksmeisterschaft gewertet, die Handwerker aus ganz Deutschland nach Heilbronn lockt. Walker/Nordic-Walker können sich offiziell für den Halbmarathon anmelden. Zudem gibt es die Möglichkeit, im Staffelwettbewerb (drei Läufer/innen) die Marathons162 Der vom Publikum und Presse als einzigartig bejubelte Klavierkomiker hat die 14. Mai Theater Heilbronn, Komödienhaus Maybebop - Weniger sind mehr Vier gute Freunde, zehn erfolgreiche Jahre, ein neues Album – das ist »Maybebop«. Die Vocalband aus Norddeutschland sind Sebastian Schröder, Oliver Gies, Lukas Teske und Jan Bürger – vier Stimmcharaktere vom Countertenor bis zum Kellerbass, vier Bühnentypen, vier kommunikative Talente mit einem hohen Spaßfaktor. »Maybebop« wechselt laufend das Genre. Da trifft Besinnliches auf Irrwitziges, Pop zeigt ganz neue Facetten, Jazz hat plötzlich seine eigene Qualität, Klassik

163
Filmformate im HA N I X Magazin Imagefilme Firmenfilme Kunst- und Kultureventfilme Kontakt: kionka@formatf ilm.tv

164
VER ANSTALTUNGEN: MAI und Volkslied präsentieren sich im neuen Gewand. Ihre Eigenkompositionen greifen Themen des Alltags auf, Skurriles und Berührendes, mal witzig, mal böse – mal hitzig und mal unheimlich sanft, aber immer rhythmisch präzise und stilsicher. Rock-Klassiker werden durch sensationelle Arrangements völlig neu gestaltet, immer mit stimmlicher Genauigkeit in Perfektion. Internationale Auszeichnungen und Awards dokumentieren die Qualität der Popformation: Gold in den Kategorien »Pop«, »Jazz« und »Comedy« bei der wichtigsten internationalen ACappella-Competition in Graz, erste Plätze bei Jury und Publikum beim A-Cappella-Award Baden-Württemberg und die CD-Produktion »Weihnacht« wurde in den USA als beste A-Cappella-Xmas-CD der Welt prämiert. 16. Mai Theaterschiff Macho Man August Versteh einer die Frauen! Daniel, Anfang 30, ist gerade verlassen worden - und das, obwohl er alles gemacht hat, was seine Freundin wollte. Schließlich haben ihm seine 68er–Eltern beigebracht, Frauen zu achten und zu respektieren. Das hat ihm als Jugendlicher auf Partys sehr geholfen: Während die Mädchen mit den anderen Jungs in der Ecke knutschten, hat er sie geachtet und respektiert. Und einer musste schließlich die ganzen Nudelsalate essen. Er fliegt in die Türkei. Dort passiert ein Wunder: Die bezaubernde Aylin, in die der ganze Club verliebt ist, interessiert sich für ihn. Daniel schwebt im siebten Himmel. Wird aber sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als er, zurück in Deutschland, Aylins türkische Großfamilie kennenlernt ... 16. Mai Galerie Rieker Ausstellung: Der Fotograf Manfred Rieker: »CART« Theater Heilbronn, Komödienhaus Gayle Tufts: LOVE. Der Namensvetter des Galeristen Manfred Rieker ist ein Meister des Lichts. Als Werbefotograf inszeniert er in seinen weiträumigen Studiohallen Fotografien von höchster Perfektion. Manfred Rieker beherrscht die Ästhetik der Verführung. Aus den Automobilikonen Buick und Cadillac aber auch Audi formt er mit Kunstlicht und analoger Fototechnik Objekte der Begierde. Der Glanz der profanen Autolacke wird unter seinen Händen zum Faszinosum. Nicht ein Abbild entsteht - es entstehen autonome Lichtkunstwerke! Osiandersche Buchhandlung Rainer Moritz: Dicht am Paradies: Ein Rendezvous mit Paris - Eine literarische Reise Paris ist die Stadt der Liebe, der Sehnsucht und der Literatur. Unzählige Romane gibt es folglich, die in Paris spielen, nicht zu überblicken die Gedichte, die den Mythos von Paris heraufbeschwören. Balzac, Zola, Rilke oder Julien Green hielten in ihren Werken die Magie der Stadt fest. Aus diesem Fundus schöpft Rainer Moritz, der erzählend und lesend durch das Paris der letzten Jahrhunderte führt und die Seine-Stadt in vielen kostbaren Momentaufnahmen zeigt. Restlos begeistert darf man von Gayle Tufts’ Gastspiel im Theater Heilbronn sein: In Ihrer neuen Soloshow mit Pianist, zeigt sich die 1960 geborene Vollblut-Entertainerin in der Blüte ihrer Jahre: energiegeladen, strahlend und verliebt. Und wenn Tufts aus diesen Begleitumständen ein Programm strickt, kann man sicher sein, dass Männer und Frauen Augen und Ohren spitzen, um ja nichts zu verpassen. Begleitet von dem »very begabten« Komponisten und Klavierspieler Marian Lux und unter der auf den Punkt gebrachten Regie von Melissa King macht sie die Bühne zum Schauplatz ihres in allen Regenbogenfarben schillernden Liebes-Lebens – eine zum Schreien komische Abrechnung mit sämtlichen handelsüblichen Stereotypen und Klischees zum Thema Liebe. Wie nebenbei erweitert sie die Szenerie um den Blick von außen auf ein Land, das eine Ex-Kommunistin und Physikerin zur Bundeskanzlerin gewählt hat. Die ingeniöse Entertainerin beherrscht die hierzulande rare Kunst, persönliche Erfahrungen in verführerisch glitzernde Showeinlagen zu verpacken, ohne dass deren Wahrheitsgehalt verloren geht. So lässt sie im schönsten Denglish herbe Abschiede Revue passieren, begibt sich wie Frau Merkel auf die Suche nach ihrem inneren Stralsund und verliebt sich immer wieder neu in das Land ihrer Wahl: Deutschland. Sie singt zu Herzen gehende Balladen und mitreißende Popnummern. Dabei

165


166
VER ANSTALTUNGEN: MAI setzt sie die Zuschauer einem Wechselbad der Emotionen aus, die eines gemeinsam haben: Sie fühlen sich echt an. 16. Mai Complex23 Zitat / Collage / Assemblage / Sample / Kompilation Treppengespräch mit Daniel Glaser anlässlich seiner usstellung: AAAAND IT`S DONE – Rapid Design Prototypes. So, wie es heute unmöglich ist, ohne weite Reisen authentische, unbearbeitete Natur zu betreten, so ist es beinahe unmöglich, etwas zu sagen, zu zeigen oder hören zu lassen, was nicht andere vor uns schon so geäußert hätten. Wir sehen die Welt in Bildern, die andere gemacht haben, hören Sounds und spielen Lieder, die von anderen sind, sprechen Worte, Sätze, Texte, die andere formuliert haben. Wir können offenbar nicht anders als Zitieren, Collagieren und Samplen. »Das gab’s schon bei den Simpsons!« ist ein berühmt gewordenes Zitat aus der Serie Southpark, als Butters verzweifelt danach sucht, sich einen authentischen Charakter zu geben. Kann in einer Kultur der Wiederholung überhaupt Authentisches oder gar Neues entstehen? Das Treppengespräch beschäftigt sich damit zu klären, was Zitat / Collage / Sample eigentlich sind, was diese Techniken gemeinsam haben, was sie unterscheidet und was sie bedeuten. Daniel Glaser ist dafür der beste Gesprächspartner. Er hat sich für seine Ausstellung mittels Kamera, Beamer, Rechner, Drucker, Plotter und viel Musik mit verschiedensten Arten des »Samplings« intensiv auseinandergesetzt. 16. Mai und kurz bevor sich der Track in der entstehende härte droht zu verlieren, bricht er ein damit sich die gnadenlose Atmosphäre vom neuen aufbauen kann. »Curtis Jones aka Green Velvet - The Flash« Diese Platte reflektiert die früheren Techno Raves und Club Nächte gewisser weise perfekt wieder. Techno ist nicht nur Musikstil sondern ein Lebensgefühl mit Höhen und Tiefen, Dunkelheit und Freude. Jens Leuchtenberger führt uns heute durch ein stück Geschichte mit Gänsehaut Garantie, es kommt von Herzen. Cameras ready prepare to flash! 16. Mai Jazzclub Cave 61 Lorenzo Petrocca Organ Trio feat. Fauzia Maria Beg Fauzia Maria Beg begann ihre Gesangslaufbahn 1982 in ihrer Heimatstadt Bombay. Dort gehört sie zur Elite der Jazz-Sängerinnen. Seit 1989 lebt sie in Stuttgart, wo sie mit großem Erfolg ihre Indischen Wurzeln in ihre musikalischen Projekte einbringt, es aber ebenso versteht, ihr Publikum mit authentischem Mainstream-Jazz, Samba und Bossa Nova zu überzeugen. Lorenzo Petrocca gehört zweifellos zur Elite der europäischen Jazzgitarristen. Mit seinem einfühlsamen Stil schafft er es, raffiniert delikate Akkorde aneinander zu fügen, um sogleich wieder in rasenden Staccatoläufen virtuos über das Griffbrett zu fegen - in einer Technik, die keine Schallmauer kennt. 16. Mai Bukowski FEIER DEIN LEBEN TH;EN, FRED MOODY, DANIEL CALISSE Data 77112 Musik vom Plattenteller Der JenZ spielt-dreht gute Punkund/oder Rockmusik! 16. Mai Mobilat »basic_unit« Good evening parents, tonight im gonna take you on a tour where the little kiddies go ... Das ist der Text von einen der unzähligen zeitlosen Techno Meilensteine aus den glorreichen 90gern. Startend mit einer super klar strukturierten Baseline / Hi Hat Combo peitsch sich das Stück allmählich immer höher durchs Arrangement Das Leben nimmt manchmal Umwege, aber grundsätzlich geht’s uns doch allen nicht so schlecht. Das sollte man sich immer mal wieder bewusst machen und das Leben einfach feiern! Das tun wir hier und heute mit den Laune-Garanten Moody & Calisse, und außerdem sind Th;en am Start. So nennt sich das 2013 gegründete Projekt des Produzenten- und Dj-Teams Thorsten Schuth & Vincenzo Giocchino aka Enzo, die sich bereits seit ihrer Jugend kennen und in den wilden Techno-Jahren aus den Augen verloren hatten. Jeder ging seiner Liebe zur Musik nach und verwirklichte eigene Projekte, bis man sich 2010 zufällig wieder traf. Die Freude war groß, und man entdeckte viele Gemeinsamkeiten in Sachen Leben und Musik. Th;en war die Konsequenz. Produziert wird was

167
PLAKAT NutzeN Sie eiN MediuM, daS garaNtiert auffällt. PlatziereN Sie ihre StelleNaNgebote auf eiNeM groSSflächeNPlakat. Mehr Informationen auf www.stellenplakat.de. Zeitraum: so lange bis Stelle erfolgreich besetzt! Kontakt: HETTENBACH GMBH & CO KG • Tel.: 07131 / 7930-0 • info@hettenbach.de

168
VER ANSTALTUNGEN: MAI gefällt. Keine Schranken oder Genres sollen Einfluss auf die Musik nehmen. Dass dies mit Bravour gelingt, zeigen die bisher entstandenen Tracks »You Go«, »My My« und »Weekend Girl« eindrucksvoll. 17. Mai Fehler dürfen wir nicht nochmal machen: Nie wieder sollten wir einem Mann ein politisches Amt anvertrauen, der kleiner ist als 1,69m. 17. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 The Nonchalat's Theater Heilbronn, Großes Haus König Lear Schauspiel von William Shakespeare König Lear will sein Reich unter seinen drei Töchtern aufteilen. Den größten Teil soll diejenige erhalten, die ihn am meisten liebt. Die beiden älteren Töchter Goneril und Regan erschmeicheln sich die Gunst des Vaters. Cordelia, die Jüngste, kann sich, obwohl sie ihren Vater sehr liebt, kein Lippenbekenntnis abringen. Darüber gerät Lear so in Wut, dass er Cordelia verstößt. Goneril und Regan erhalten je die Hälfte des Reiches unter der Bedingung, dass sie für ihren Vater sorgen. Doch Lears Töchter halten sich nicht an ihr Versprechen. Zur gleichen Zeit verstößt ein anderer Vater eines seiner Kinder: Graf Gloucester, ein Vertrauter des Königs, hat zwei Söhne, den ehelichen Edgar und den unehelichen Edmund. Da Edmund schnell an den Besitz herankommen will, bezichtigt er seinen Halbbruder, am Sturz des Vaters zu arbeiten. Der alte Graf glaubt ihm und Edgar muss fliehen. Was zunächst beginnt wie ein Märchen, endet als Tragödie. Faszinierend sind die beiden Geschichten um Realitätsblindheit und Wahrheitserkenntnis miteinander und mit den Konflikten zwischen Jung und Alt verwoben. Es gibt kein Gut und kein Böse, keine Sieger, nur Verlierer. 17. Mai Die fünf Musiker um Sven Bucholz sind allesamt keine Unbekannten in der Szene. Mit Funk, Hip Hop und Soul präsentiert sich die Band in der Ebene3 17. Mai Data 77112 Konzert, The Void ZWEI MENSCHLEIN, GEBOREN AUF DEM PLANETEN ERDE, SPIELEN PUNK ROCK MUSIK UND ERLEBEN FREUDE DABEI. UI, WIE TOLL! SIE LEBEN IN MAINZ & WIESBADEN … (http:// dasvoid.bandcamp.com/) 17. Mai Bukowski BUKOWSKI LIVE – 10 JAHRE ELEKTRONISCH! Kulturkeller Sebastian Schnoy »Von Napoleon lernen, wie man sich vom Abwasch drückt« - Kabarett Deutschlands schrägster Historiker Sebastian Schnoy nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise zu frühen Deutschen, antiken Griechen, Römern und allen, die unserem Kontinent ihren Stempel aufgedrückt haben. Dabei stellt er fest, dass Geschichte viel sympathischer wird, wenn man die Kriege einfach weglässt. Und die Jahreszahlen gleich dazu, schließlich wurde nicht mal Jesus an seinem Geburtstag geboren, sondern acht Jahre später. Wir Deutschen sind in der Evolution oft sitzengeblieben, als Barbaren, Vandalen ohne Sandalen, Germanen, Banausen und sind erst heute Maschinenbauingenieure. Und einen TOM SCHÖN, KLANGAGENTEN, KLEMMT & KNIRSCHT, PRAVI LOPOV, DANIELE LOMBARDI, MAURICE, T-WATCH EINE DEKADE ELEKTRONISCHE TANZMUSIK IM BUKOWSKI! Das lassen wir jetzt erstmal sacken, denn auch wenn es einem vorkommt, als wäre unser aller Lieblingsclub auch mit seiner elektronischen Ausrichtung schon immer da gewesen, weiß man doch: das ist als Lebensdauer sehr viel mehr, als die meisten anderen Clubs dieses Genres jemals schaffen. Und hier, das wisst Ihr selbst am besten, wurden die Stil-Grenzen NIE aufgeweicht, um mehr Leute zu erreichen. Darauf sind wir ziemlich stolz, und zwar, weil IHR es möglich gemacht habt! Die Liste der Gratulanten an den Decks zum Zehnjährigen ist dementsprechend fast so lang – ganze neun Mann reisen an, um ein Geburtstagsständchen in Bukowski-Tonalität zu spielen. Jeder, der in den letzten zehn Jahren mit uns getanzt hat, sollte heute Nacht dabei sein, aber Ihr wisst: Unsere Räumlichkeiten sind begrenzt. Darum sei rechtzeitiges Erscheinen dringend empfohlen ...!

169


170
VER ANSTALTUNGEN: APRIL

171
VER ANSTALTUNGEN: MAI 20. Mai Experimenta (Saal Kubus) Klang der Bewegung - IDENTITAET. Bei IDENTITAET handelt es sich um eine audio-visuelle Vorstellung dreier junger Künstler aus Heilbronn. Diese erschaffen aus elektronischer Musik, Sound-Design und Videoprojektionen ein kunstvolles und atmosphärisches Klangerlebnis. »Mittels des Zusammenspiels von Klang und Visualisierung zeichnen wir Träume unserer Existenz, Hoffnung und Zukunft.« Der Kartenpreis: 11,90 € im Vorverkauf und 14 € an der Abenkasse. 20. Mai Karlstorbahnhof, Heidelberg Jan Böhmermann, Schlimmer Als Jan Böhmermann / Literatursaison! Endlich mal unter Leuten: Fernsehungetüm, Radiobestie und Qualitätsjournalist Jan Böhmermann verlässt sein gewohntes Rundfunkhabitat und betritt die Livebühnen Digitalspartendeutschlands. Mit seinem neuen abendfüllenden Programm »Schlimmer als Jan Böhmermann« performt der preisgekrönte 32-jährige »Unterhaltungsjournalist des Jahres 2012« im Niemandsland zwischen Kabarett und Comedy. 21. Mai nur Country? Treffender ist der Begriff Americana, denn die Band vereint Einflüsse aus Rhythm´n´Blues, Sixties Soul, Country und natürlich Rock´n Roll. Durch enge Freundschaften in die Musikhauptstadt Nashville in den USA haben die vier Musiker aus Franken die Möglichkeit genutzt, den Spirit, der dort herrscht, tief einzuatmen. Live-Konzerte von Smokestack Lightnin' sind eine Hommage an die Blütezeit der amerikanischen Musikgeschichte der 50er bis 70er Jahre. Sie zelebrieren Rootsmusik und kreieren Alternative- Country wie kaum eine weitere deutsche Band. Starsky & Hutch wären dankbar gewesen für die Titelmelodie aus den Federn dieser Jungs. Diese Shows sind dann auch Bela B. zu Ohren gekommen, und so geschah es, dass der »Die Ärzte« Trommler ein Konzert in Hamburg besuchte. Daraus entstand sehr schnell eine musikalische und persönliche Freundschaft. Bela nahm die vier Smokestacks mit ins Vorprogramm seiner Solotour, und im Frühjahr 2013 enterten sie sogar zusammen ein Studio, um ein gemeinsames Album aufzunehmen, welches im Frühjahr 2014 erscheinen wird. 21. Mai Theater Heilbronn, Großes Haus Tanz! Heilbronn: Ultima Vez/Wim Vandekeybus (Brüssel) - What the Body Does Not Remember Substage, Karlsruhe BELA B & Smokestack Lightnin' Feat: Peta Devlin, Support: LYNDA KAY Mit seinen Freunden von der Band Smokestack Lightnin`, Peta Devlin und noch einigen illustren Bekannten, hat BELA B in den vergangenen zwei Jahren, wann immer es Zeit und Ort zuliessen, ein neues Solo-Album aufgenommen, das am 4. April erscheinen wird. Wer den ÄrzteSchlagzeuger Dirk Felsenheimer alias Bela B. kennt, weiss, dass der Mann immer mal wieder andere interessante Projekte neben seiner Stammband verfolgt. So auch hier im Verbund mit der Nürnberger Americana-Band Smokestack Lightnin` und der Hamburger Produzentin und Musikerin Peta Devlin, die einst bei der Frauenband Die Braut haut ins Auge aktiv war, zudem in der formidablen Country- Band Cow spielt. Smokestack Lighnin` bespielt nun seit vielen Jahren die Bühnen dieser Welt und das mit einer unaufhörlichen Kraft und Leidenschaft, die den Menschen das angestaubte Genre »Country« wieder mit Sexappeal und Coolness näher bringt. Ist es denn einfach Extremes Tempo, höchste Präzision, Fiebrige Spannung: Wim Vandekeybus' Meisterwerk läßt den Zuschauer atemlos zurück. Ausgangspunkt ist »die Intensität von Momenten, in denen etwas anderes über dich entscheidet, in denen du keine Wahl hast; wenn man sich verliebt, oder die Sekunde, bevor ein Unfall passiert« (W. Vandekeybus). Das sind Momente, in denen der Körper instinktiv und reflexhaft handeln muss. Daraus entwickelt der Choreograf in riskanten Arrangements eine dynamische und akrobatische Bewegungssprache, die die physischen Grenzen seiner neun Tänzerinnen und Tänzer auslotet. Sie stehlen sich die Kleider vom Leib und springen aufeinander los, Ziegelsteine fliegen durch die Luft und werden in letzter Sekunde gefangen. Die Szenen oszillieren zwischen lustvoller Wildheit, Aggression und spielerischem Humor, angetrieben von der pulsierenden Musik von Thierry de Mey und Peter Vermeersch. 22. Mai Theater Heilbronn, Kammerspiele Tanz! Heilbronn: Jolika Sudermann (Berlin/

172
VER ANSTALTUNGEN: MAI Amsterdam) - PULSE Doppelprogramm mit Angela Schubot/Jared Gradinger »Les Petites Morts – I hope you die soon«. Eein Trip, eine ekstatische Gruppenzeremonie, eine Techno-Mediation, ein Tanz auf der Grenze zwischen Persönlichkeit, kollektivem Bewusstsein und Massenhypnose. Fünf Menschen, getrieben von einem konstanten Rhythmus, pulsierend im selben ununterbrochenen Takt. Jeder von ihnen bewegt sich in seiner eigenen Weise, und je länger sie sich bewegen, desto ähnlicher werden sie einander, verschmelzen wie zu einem großen vibrierenden Organismus. Vibration ist in Zellen, Venen und Atomen. Das Herz schlägt, wir atmen, gehen, laufen, tanzen, kauen. Dieses Stück ist eine konsequente physische Erkundung des einfachsten aller Rhythmen: des Pulses. 22. Mai has also been released as Attack of the Blood Leeches, Demons of the Swamp,She Demons of the Swamp, and The Giant Leeches 22. Mai Mobilat MC Rene – Alles auf eine Karte – Rap-Lesung, Storys and Songs Theater Heilbronn, Kammerspiele Tanz! Heilbronn: Angela Schubot/Jared Gradinger (Berlin) LES PETITES MORTS – I hope you die soon; Doppelprogramm mit Jolika Sudermann »PULSE«. Sterben ist ein Vorgang, von dem behauptet wird, man könne ihn nur allein durchleben. Aber wie und auf welche Weise können zwei Körper zusammen auf der Bühne sterben? Kann man die Einsamkeit des Todes durch bedingungslose Gemeinsamkeit überwinden? Diese Paradoxie ist für Jared Gradinger und Angela Schubot der Ausgangspunkt ihrer zutiefst konzentrierten und kontemplativen Arbeit. Sie zeigen zwei atmende Körper in enger Umschlingung, entrückte Zustände, Zeitlosigkeit, existenzielle Nähe und sich allmählich entfaltende Stadien von Intimität und Auflösung. 22. Mai Das alte Leben hinter sich lassen. Den Job hinschmeißen, die Wohnung kündigen, Hab und Gut verschenken. Alles, was bleibt ist ein Koffer, Bahncard 100 und das Ziel: zurück auf die Bühne! René El Khazraje aka MC Rene, Jahrgang 1976, galt in den 90er Jahren als einer der talentiertesten Hip-Hopper des Landes, er hatte einen Plattenvertrag, tausende Fans, eine Show beim Musiksender Viva und später ein eigenes Musiklabel. Am Anfang steht seine verrückte Idee buchstäblich ALLES AUF EINE KARTE zu setzen. Er reist drei Jahre durch Deutschland und tritt in Landgasthöfen und Fußgängerzonen dem Ziel auf die Bühne zurückzukehren. Seine Erfahrungen und Erlebnisse aus dieser Zeit schildert er in seinem Buch »Alles auf eine Karte - Wir sehen uns im Zug«. Es wird ein Abend mit Geschichten voller skurriler Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, eine Zeitreise in die Geschichte des Hop, die Angst, als ewiger Newcomer zu enden und mit dem Versuch, Anfang dreißig noch mal auf Reisen zu gehen, als wäre man siebzehn. Eine Mischung aus Lesung, Comedy und Freestyle inklusive neuen RENE Tracks! 22. Mai Osiandersche Buchhandlung Meinhard Miegel: Hybris Complex23 Film: »Attack of the Giant Leeches (USA 1959)« Attack of the Giant Leeches is a low-budget 1959 science fiction film from American Internationa Pictures, directed by Bernard L. Kowalski and produced by Gene Corman. The screenplay was written by Leo Gordon. It was one of a spate of monster movies produced during the 1950s in response tocold war fears; in the film, a character speculates that the leeches have been mutated to giant size by atomic radiation from nearby Cape Canaveral. The film Größenwahn und Selbstüberschätzung sind Teil der menschlichen Natur. Doch erst heute werden sie als Erfolgsfaktoren kultiviert. Die Folgen sind u. a. krankhaft wuchernde Wirtschaftsaktivitäten, entfesselte Finanzmärkte, dysfunktionale Bildungs- und Infrastrukturen und globales Allmachtstreben. Miegel sieht in dieser allgegenwärtigen Hybris die wesentliche Ursache für die tiefgreifende Krise von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die exzessive Entwicklung unserer Lebenswelt überfordert alle: Einzelne und Gruppen, Unternehmen, Schulen und Universitäten, Parteien, Regierungen und internationale Organisationen. Ihre Kosten sind enorm, keine Volkswirtschaft kann sie stemmen. Die Lösung des Problems ist erprobt und zuverlässig: Es ist die Kunst der

173
Kreativzentru Heilbronn „Wir halten kreative Köpfe in Heilbronn und fördern junge Unternehmer/innen und Ideen“ (Philipp Kionka / FormatFilm) Räume zu vermieten Unser Kontakt Kreativzentrum Heilbronn Salzstrasse 27 • 74072 Heilbronn • www.kreativzentrum-heilbronn.de • kionka@formatfilm.tv Kreativzentrum Heilbronn

174
karrierestarten de 365 Tage Messe online rund um deinen Beruf w.fo Bild: ww l) irstsigna tolia.de (F folge uns auch auf www.facebook.com/karrierestarten

175
VER ANSTALTUNGEN: MAI Beschränkung die Rückkehr zu einem menschlichen Maß, das unsere individuellen und gesellschaftlichen Ressourcen schont und in ein neues Gleichgewicht bringt 22. Mai Distel Lit Lounge Der Pendragon Buchverlag im kleinsten Club zu Hause, immer auf der Mission für den guten Geschmack. Remixe und Eigenproduktion fernab vom Mainstream, die sich trotzdem in jedes DJ-Set nahtlos einpassen. Ziel100 weiß wo er hingehört und versteht, was man von ihm erwartet. Wir erwarten ihn heute Nacht im Bukowski, und stellen ihm Kaotee, System32 und unsere stilsichere Crowd zur Seite ... 23. Mai zu Gast in der Distel Lit Lounge 23. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Musikduo PIKE Theater Heilbronn, Komödienhaus Tanz! Heilbronn: EN-KNAP (Ljubljana) Ottetto (8 Swings for His Highness) Acht Musiker, eine Dirigentin, fünf Tänzer und ein Kollektiv aus Videokünstlern versammelt der slowenische Choreograph Iztok Kovac für eine schwungvolle Dekonstruktion von Stravinskys »Oktett«. Dieses außergewöhnliche Musikwerk für acht Blasinstrumente floppte bei seiner Erstaufführung 1923, aus heutiger Sicht markiert es den Beginn des Neoklassizismus in der Musikgeschichte. Im Zusammenklang von Tanz, Musik, Licht und Bühnenbild visualisiert »Ottetto« spielerisch die Beziehungen zwischen Tönen und Tänzern, Sichtbarem und Hörbarem. Das Ergebnis ist zugleich klug und humorvoll, elegant, abstrakt und originell. 23. Mai Das Musikduo kommt mit waghalsigen Interpretationen und einem abwechslungsreichen Musikmix von Blues, Jazz, Bossa Nova, Funk und Rock & Soul. Ein entspannter Abend auch für Tanzwütige geeignet. 23. – 31. Mai Festwiese Brackenheim 2. Brackenheimer Kultur-SPIEGEL-Zelt im Wiesental Theaterschiff Dann wackelt die Wand - ein Claire Waldoff-Abend Das freche Mundwerk der auf Lieder, Gassenhauer und Chanson im Berliner »Miljöh« spezialisierten Sängerin ist Schauspielerin und Sängerin Manuela Romberg wie auf den Leib geschneidert. Sie berlienert mit kesser Schnauze und verleiht der Szenerie durch ihren burschikosen Charme noch eine besondere Note. Lieder wie »Warum liebt der Vladimir», »Wegen Emil seiner unanständigen Lust« oder »Das war sein Miljöh« und andere Gassenhauer werden vorgetragen. Alles dreht sich um das Leben und die Lieder der Berliner »Kabarettkönigin« Claire Waldoff ( 1884- 1957). 23. Mai Der Spiegel-Zauber geht weiter: Nach dem überwältigenden Erfolg im Jahr 2012 startet im Mai die Neuauflage des Kultur-Highlights im Zabergäu: Das Kulturforum Brackenheim und die Stadt Brackenheim präsentieren mit freundlicher Unterstützung der Weingärtner StrombergZabergäu, der Brauerei Palmbräu und der Kreissparkasse Heilbronn das 2. Brackenheimer Kultur-SPIEGEL-Zelt im Wiesental. Erneut wird für dieses außergewöhnliche Festival auf der Festwiese gleich neben dem Bürgerzentrum ein spektakuläres Spiegelzelt aufgebaut, das mit seinem nostalgischen Ambiente an glamouröse Kabarettund Varieté-Veranstaltungen des vergangenen Jahrhunderts erinnert. Und natürlich wird dieser tolle Rahmen auch mit zahlreichen hochkarätigen kulturellen Veranstaltungen über zehn Tage mit Leben erfüllt. 23. – 24. Mai Distel Lit Lounge Grillopening und Championsleague Finale Bukowski IM GARTEN BEBEN MIT ZIEL100, KAOTEE, SYSTEM32 Seit 1988 dabei und noch lange nicht müde, dafür aber mit allen Wassern gewaschen. Auf den größten Raves und Ihr Chefkoch hat eine neue Grillstation! Die Sonne lacht und das Championsleague-Finale sind genug Gründe die Outdoorküche in unserer Garden-Lounge einzuweihen. Egal ob Steak, Seafood oder frisches Gemüse an diesem Wochenende kommt alles vom Grill! Wir zeigen das Spiel auf unserer Leinwand und stellen schon mal das Weißbier kalt;)

176
VER ANSTALTUNGEN: MAI 24. Mai Alter Friedhof Tanz! Heilbronn: Parken - Tanzprojekt mit Menschen aus Heilbronn Ein Park mit schönen alten Bäumen, mitten in der Stadt und doch ein bißchen abgelegen, Oase, Spielplatz, auch Trinkertreffpunkt. Wie erleben wir die Natur in der Stadt? Können wir noch Pause machen? Nehmen wir den Rhythmus der Jahreszeiten oder den eigenen Atem noch wahr? Wie wäre es, uns zu verlangsamen? Und wenn nichts mehr zu tun bleibt? Mit solchen Fragen beschäftigt sich das diesjährige Tanzprojekt. Zwei Gruppen - Jugendliche und Erwachsene - proben erstmals mit den Choreografinnen und Tanzpädagoginnen Lisa Thomas und Nina Kurzeja über einen Zeitraum von vier Monaten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren ein zeitgenössisches Tanztraining, improvisieren, schulen Bühnenpräsenz und Körperbewusstsein und entwickeln jeweils ein gemeinsames Tanzstück. Dazu kommt eine dritte Gruppe, die kurz und intensiv mit der Londoner Choreografin Rosemary Lee arbeitet und ihr Stück »Melt down« einstudiert. Die drei Arbeiten werden in einem gemeinsamen Programm auf dem Alten Friedhof präsentiert. Zum Abschluss des Festivals zeigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch eine kleine Überraschungsperformance auf dem Platz vor dem Theater. 24. Mai die Choreografien. Die Beispiele machen anschaulich, wie sehr sich die Sichtweisen von Tanz in Theorie und Praxis unterscheiden. Ein Verständnis des dahinter liegenden Wissens hilft, die jeweiligen Intentionen zu erfassen und den Tanz im Lichte dieses Wissens zu »lesen«. 24. Mai Theater Heilbronn, Großes Haus Tanz! Heilbronn: Cedar Lake Contemporary Ballet (New York) 16 technisch perfekte und ausdrucksstarke Tänzerinnen und Tänzer bilden das Ensemble von Cedar Lake Contemporary Ballet aus New York. Sie integrieren athletische Bewegungen und Ballett in zeitgenössische und populäre Formen und verbinden amerikanisches Entertainment auf höchstem Niveau mit anspruchsvollen Choreografien. 24. Mai Intersport Veranstaltungscenter redblue Bülent Ceylan - Haardrock Theater Heilbronn, Foyer Großes Haus Tanz! Heilbronn: Sabine Keller - Von den 20er Jahren zum zeitgenössischen Tanz Mit langen, wehenden Haaren steht er wie ein Fels in der tosenden Brandung seiner begeisterten und überschäumenden Fans und das macht ihn seit Jahren zu einem echten Haardrock-Idol. Ganz oben auf dem Comedy-Olymp, weiß Bülent Ceylan, wie er die Zuschauer begeistern kann und wie er ihre Zwerchfelle am besten durch massiert. Da wo er bei den »Wilden Kreatürken« aufgehört hat, macht er jetzt weiter mit seinen massenhypnotischen Fähigkeiten, seiner genialen Spontanität und den verrückten Ideen und Gags. 24. Mai Eine Einführung in die Entwicklung des Bühnentanzes/ Vortrag mit Videobeispielen. Manchmal scheint Zeitgenössischer Tanz schwer verständlich. Ein paar grundlegende Informationen zur Tanzgeschichte können den Zugang vereinfachen und den Sehgenuss erhöhen. Dieser Vortrag stellt beispielhaft einige unterschiedliche Tanzkonzeptionen vor und stellt Verbindungen zu Stücken des Festivals her. Nach dem Klassischen Ballett hat Tanz als Körperkunst seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts eine starke Entwicklung genommen. Die Bedeutungen des Tanzes sind Veränderungen unterworfen. Den verschiedenen Ansätzen liegen jeweils andere Vorstellungen von Körper und Bewegung zugrunde. Betrachtet werden die Funktion des Tanzes, der Probenprozess, das Verhältnis zur Musik, die Konstruktion der Bühne, die Themen und Jazzclub Cave 61 Maharaj Trio (IND) Indias leading Music Group - Das charismatische Vater und Söhne Trio aus Varanasi in Indien atmet große Freunde und Lebendigkeit in die Musik, die tausende von Jahren zurückreicht. Das Repertoire an Ragas, dem Herzen all ihrer Musik, kommt direkt aus den alten vedischen Texten. Jeder Raga enthält unendliches Potential für Improvisationen. 24. Mai Mobilat The Paisley Club presents Live: VAGUE (Underground Psych Rock / Austria)

177
VER ANSTALTUNGEN: MAI Was übrig bleibt, wenn drei elektrische Gitarren, eine Bassline, ein 'Tambourine Man' und ein treibendes Schlagzeug sich eine Bühne teilen kann ein Tontechniker zwar nicht mehr lokalisieren, aber eine Sinuskurve wird teilweise ganz schön hohe Wellen schlagen: Vague ist eine im Sommer 2013 gegründete Underground Rock Formation, eingängige Melodien in herabstürzende und mitreissend-brachiale Songs arrangiert und dabei nicht den Überblick für's nonkonformistische Ganze verliert. Lasst euch auf der Welle treiben oder reitet darauf, runter könnt jedoch nicht. Afterparty mit den Paisley Boys Manuel & Thomas, Psychedelic Visuals und dem tanzbarsten 60's Sound von original Vinyl! 24. Mai Bukowski TONSPORT PRÄSENTIERT: OLIVER BONDZIO, MIR CORBIN, PATRICK VANO VLADI- Nacht der Helden könnte dieser Samstag als Untertitel tragen, denn die Tonsport-Jungs Vladimir Corbin und Patrick Vano präsentieren einen ganz besondernen Gast im Buko: Oliver Bondzio, neben Ramon Zenker eine Hälfte des Duos Hardfloor, das mit seinen Veröffentlichungen auf dem Kultlabel Harthouse die internationale TechnoSzene stark geprägt hat. Und obwohl wir uns über solche qualitativen Hochkaräter an den Turntables natürlich freuen, seid am Ende Ihr die Helden unserer Nächte. Also lasst Euch auch in dieser bloß nicht lumpen und empfangt die Herren Musikanten ordentlich ... 24. – 25. Mai Geldpreise. Super – RTL – TOGGO Tour Fans aus dem süddeutschen Raum können sich schon auf den 24. und 25. Mai freuen. Dann ist die Roadshow der TOGGO Tour erneut in Verbindung mit dem am Samstag, 24. Mai stattfindenden traditionellen Heilbronner Kinderfest im Freizeitpark Wertwiesen zu Gast. Heilbronns MarketingChef Bernhard Winkler konnte diese beliebte Veranstaltung als einzige Stadt im Süddeutschen Raum nun schon zum neunten Mal für Heilbronn gewinnen. Mit an Bord der Roadshow: die Moderatoren des Kölner Familiensenders (Vanessa Meisinger, Mark Schepp und Paddy Kroetz) sowie u. a. der Kinderliedermacher HerrH und ein akrobatischer Fußballfreestyler der sein Können unter Beweis stellt. Für tanzfreudige Kinder steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: Das Team von Detlef D! Soost Kids Club tanzt zu aktuellen Hits auf der Tour-Bühne. Natürlich dürfen die Stars des Vorschulprogramms TOGGOLINO nicht fehlen. Während die Kleinen sich mit ihren TV-Lieblingen wie Bob der Baumeister und Mike der Ritter vergnügen, können sich die Eltern in entspannter Atmosphäre zurücklehnen oder ihre Kinder beim Spielen fotografieren. An zahlreichen Stationen wie dem Angelo!Klassenzimmer oder der Go Wild!-Kletterwand können Kinder sich nach Lust und Laune auspowern. Bei der Sally Bollywood-Detektivrally ist Köpfchen gefragt und gemeinsam mit den Reitern von Berk bricht man zu einem drachenstarken Abenteuer auf. Im vergangenen Jahr zählte die TOGGO Tour deutschlandweit über 500 000 Besucher. 25. Mai Wertwiesenpark Heilbronner Kinderfest 24.-25.05.2014 Karlstorbahnhof, Heidelberg CunninLynguists w/ DJ Thomax »Strange Universe European Tour« Beim 58. Kinderfest werden in Zusammenarbeit mit den Grundschulen 10 Spielstationen und diesmal die beliebte Wertwiesen-Rallye zum Thema »Burgenstrasse« durchgeführt. Die Betreuung der Spiele übernehmen wieder Lehrkräfte und Schüler von Heilbronner Grundschulen sowie die Hockeyabteilung der TSG Heilbronn. Jeder Schüler, der an mindestens fünf Spielen erfolgreich teilgenommen hat erhält einen Imbissgutschein. Zusätzlich erhält jeder teilnehmende Heilbronner Grundschüler einen Preis. Wer an der Wertwiesen-Rallye teilnimmt, hat dadurch zusätzlich die Chance, einen weiteren Preis zu gewinnen. Die drei Heilbronner Grundschulen mit der prozentual höchsten Beteiligung erhalten darüber hinaus Wer bei Südstaaten-Rap nur an Crunk, Partygebell und Gangsterposen denkt, wird bei den CunninLynguists eines besseren belehrt. Die Jungs aus Lexington, Kentucky und Atlanta, Georgia fallen nämlich über alle möglichen Styles her wie ein Ameisenbär über einen Termitenhügel. Die gespaltenen Zungen der MCs Deacon the Villain und Natti kennen keine Tabus und machen auch vor kontroversen politischen Themen nicht halt. Die Beats von Produzent Kno orientieren sich meistens an den klassischen Idealen des Oldschool, stechen aber durch teilweise extrem ungewöhnliche Samples aus Bereichen wie Blasmusik, Blues oder psychedelischer Hippiemusik. Bei aller Eigenwillig-

178
VER ANSTALTUNGEN: MAI keit versäumen es die Jungs aber nicht, für Höhepunkte zu sorgen: Mitreißende Clubhits wie »Seasons« featuring RJD2, »Lynguistics« oder »Never come down« gibt es sicherlich auch auf ihrem sehnlichst erwarteten neuen Album, das erst kurz vor der Tour erscheint. 25. Mai 28. Mai Theater Heilbronn, Foyer Großes Haus Tanz! Heilbronn: Publikumsgespräch zu »Parken« Das Publikumsgespräch findet mit Nina Kurzeja, Henrietta Hale, Rosemary Lee und Lisa Thomas statt. Die Choreografinnen berichten über den Proben prozess für das Heilbronner Projekt. Außerdem werden Unterschiede in der kulturellen Bildungsarbeit in Deutschland und England Thema des Gesprächs sein. 25. Mai Bukowski PASSIONIERT AM BEAT MICHAEL OTTEN, EASY L, DRUM POETS Leidenschaft für die Musik ist das A & O, wenn man im Bukowski Fuß fassen will: Michael Otten hat demnach das Zeug dazu. Er war mit elektronischen Parties in Bremen 1989 ganz früh mit dabei. Der Name des Ladens war »Crash«, und als er wegen Nachbarschaftsproblemen leider crashte, dauerte es trotz vieler Einzel-Gigs zehn Jahre, bis er im »Exzess« zu seiner nächsten Residency kam. Seit einigen Jahren hat Michael seinen Fokus Richtung Musikproduktion verlagert und bittet mit Easy L und den Drum Poets zum Tanz! 28. Mai Hip Island 2.0 Gentleman Theater Heilbronn, Kammerspiele Tanz!Heilbronn: shifts (Berlin) - Festina Lente – Make Haste Slowly Wer ist Publikum? Wer ist Akteur? An diesem Abend sind die Grenzen fließend. Die Zuschauer geben den Tänzern die Impulse und setzen sie in Bewegung. Festina Lente heißt übersetzt: Eile mit Weile. Mit großer Leichtigkeit entwickelt das Stück seine Dynamik aus dem Moment, heiter und verspielt, poetisch und irritierend. Das Publikum dirigiert Rhythmus und Fortgang des Geschehens: manchmal werden Bewegungen einzelner Tänzer gesteuert und dann wieder die der ganzen Gruppe. Jeder Zuschauer kann sich entscheiden, aktiv am kollektiven Prozess mitzuwirken oder passiv zu beobachten, das Tempo zu beschleunigen oder alles auf Anfang zu setzen. Endet der Abend im stillen Auseinandergehen oder in einem Happening? Können wir aufeinander zählen? 27. Mai Über Gentleman muss man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Die Karriere von Gentleman begann bei der Zusammenarbeit mit Freundeskreis, aus der das Lied Tabula Rasa hervorging. 1999 veröffentlichte er sein erstes Studioalbum » Trodin On« das in der deutschen Reggae Szene einschlug wie eine Bombe. In den nächsten Jahren veröffentlichte er mehrere Studioalben und ein Live Album. Die Alben »Confidence« und »Diversity« hielten sich mehrere Wochen auf Platz 1 der deutschen Album Charts. Aktuell ist er mit zwei Sängerinnen, Tamika und Treesha, sowie mit Rodney von Kingstone Sound auf Clubtour und wir sind mehr als stolz darauf ihn für eine Show im Hip Island gewonnen zu haben. Was gibt es schöneres als Reggae und Dancehall in Heilbronns schönster Open Air Location zu genießen? Nix! Deshalb schnell Karten im VVK sichern! 29. Mai Konditorei Süße Fee Pralinen Dorfplatz Murr 2. Radschnitzeljagd Wir stellen Trüffel, Schnittpralinen und Mandelsplitterpralinen her. Bitte eine Schürze mitbringen. 28. Mai Das 2. Rad-Schnitzel findet dieses Jahr am 29. Mai statt. Was wir schon einmal verraten können: Es wird sehr hügelig! Merkt Euch also den Termin vor, weitere Infos folgen ... Theater Heilbronn, Kammerspiele Literarische Mittagspause: »Grauen, Gold und Gauner« zum Live-Hörspiel »Jekyll & Hyde« 178

179
VER ANSTALTUNGEN: MAI 29. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Diamantweg Buddhismus Öffentlicher Vortrag des Buddhistischen Zentrums Heilbronn. 29. Mai Hip Island 2.0 Sonnentanz mit Klingande & Ninetoes Jetzt schon save! Wir präsentieren Euch wie schon im letzten Jahr zum Start der Saison den Sonnentanz! Dieses Jahr konnten wir zwei absolute Top Acts aus dem Deep House Bereich verpflichten. Niemand geringeres wie KLINGANDE aus Frankreich, die mit ihrem Hit »JUBEL« in Deutschland, Östereich und der Schweiz mehrere Monate die Nummer eins der Single Charts belegten, werden bei uns zu Gast sein und Live mit Unterstützung eines Saxophonisten bei uns performen. Außerdem konnten wir den absoluten Newcomer NINETOES dessen Clubhit »Finder« in der letzten Saison in jedem Club Ibizas und auf allen wichtigen Festivals von DJ größen wie Carl Cox, Luciano oder Loco Dice gespielt wurde für einen Gig bei uns verpflichten. 30. Mai legen. Oliver Kirstätter und Coffee rücken rücken zusammen mit einem ganz neuen Mitglied der Combo an: Sean Russell aus London zählt nicht nur ab sofort zur Crew, sondern hatte in der britischen Metropole schon die Ehre, im sagenumwobenen Ministry Of Sound aufzulegen. Der Laden steht nicht nur für die Entwicklung von House ab Beginn der frühen 90er, sondern gehört auch zu den größten Clubs der Welt. Krasses Kontrastprogramm zum Buko also, aber mit einer Prise Techno verschärft wird Russell auch hier bestimmt reinpassen ... 30. Mai Mobilat DUBWARS Resurrection 2014 Kulturkeller HG. Butzko »Herrschaftszeiten« - Kabarett Wenn Sie sich mit den Mächtigen beschäftigen wollen, wer kommt Ihnen dann in den Sinn? In der Verfassung heißt es: Alle Gewalt geht vom Volke aus. Doch als unsere Verfassungsväter diesen Satz formulierten, müssen sie in einer eigenartigen Verfassung gewesen sein. Denn wenn die Gewalt vom Volke erst mal ausgegangen ist, stellt sich doch sogleich die Frage: Wohin eigentlich? Und kehrt sie von da auch irgendwann mal wieder zurück? Und wenn das Volk mal ausgeht, womöglich auf die Straße, und dort dann ruft: »Wir sind das Volk! Keine Gewalt!« ist das dann inzwischen vielleicht eine präzise Beschreibung des gesellschaftlichen Zustandes. Und müsste es deswegen also nicht richtiger heißen: Alle Gewalt geht dem Volke aus! 30. Mai Bass ist an diesem Abend SHARP zuständig. Freuen dürft Ihr Euch auf RIDICK, der sich mal wieder mit einem »Drum & Bass«-Set austobt. Auch der Dubstep Floor wird zur Bass-Massage vom Feinsten. PETER ROCK wird Euch unter anderem mit selbst gebastelten Schmankerln verwöhnen und SIZE'MO wird mit seiner Selection nicht nur den Dancefloor zum Beben bringen. MODUL8, ein Teil von JAHDUBTAHZ, wird sicherlich die ein oder andere bassgewaltige Dub zum Besten geben. Und natürlich freuen wir uns auch auf SMASH und auf das lang überfällige Wiedersehen und -hören. Also poliert die Tanzschuhe und tanzt euch warm. Auch für das Wohl des Auges ist gesorgt, an diesem Abend werden Euch gleich zwei Visual Artists verwöhnen – WÜSUALS und STELLA BOLLAN. VERGESST BLOß NICHT das WARM-UP in der Bar Daneben im Complex 23, wo ihr Euch schon mal im passenden Rahmen zusammen mit der Crew einstimmen könnt. COME EARLY/STAY LATE! 30. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Kabarett GAUwahnen: Bundesgartenzwerge Bukowski MINISTRY OF SOUND SEAN RUSSELL, OLIVER KIRSTÄTTER, COFFEE Zum letzten Mal vor der Sommer-Spielpause sind die GAUwahnen als Bundes-Gartenzwerge unterwegs und decken »mit spitzer Zunge und Zipfelmütze« politische Machenschaften und Strobeleien auf. Sie fassen »mit Verve immer wieder heiße Eisen« an und reflektieren satirisch, was im Argen liegt. Denn Gartenzwerge wirken nicht nur hilfreich, sondern oft auch hinterlistig und verschlagen. Sie liefern Kohle und Salz und bauen Parks, in denen die Menschen ihre Sorgen verschwinden lassen. Heute schickt sich die Affection Crew an, die Bude zu zer179

180
VER ANSTALTUNGEN: MAI 31. Mai Theater Heilbronn, Kammerspiele Alice4 – We're all mad here Jugendclub »Auf einer unermesslichen Mitte treiben wir dahin, immer im Ungewissen und treibend und von einem Ende gegen das andere gestoßen. An welchem Grenzpfahl immer wir uns binden und halten möchten, jeder schwankt und entschwindet, und wenn wir ihm folgen, entschlüpft er unserm Griff und entgleitet uns und flieht in einer Flucht ohne Ende. Nichts hält uns zuliebe an. Das ist die Lage, die uns natürlich ist und in jedem Fall die gegensätzlichste zu unseren Wünschen; wir brennen vor Gier, einen festen Grund zu finden und eine letzte beständige Basis, um darauf einen Turm zu bauen, der bis in das Unendliche ragt; aber all unsere Fundamente zerbrechen, und die Erde öffnet sich bis zu den Abgründen.« (Blaise Pascal 1670). Und Alice fiel ... 31. Mai mit symbolhaften Darstellungen einen Einblick in die Absurdität der Existenz bietet. »Vielleicht ist alles, was ich geschaffen habe, eine einzige Peinlichkeit. Vielleicht ist aber auch das Dasein rundum eine ebensolche.« (Zitat aus »Königsallee«) 31. Mai Distel Lit Lounge Clemens Valentino Wir freuen uns sehr, Ihnen den mehrfach preisgekrönten Zauberer und Varietékünstler bei uns in der Distel Lit Lounge präsentieren zu dürfen. »Valentino spielt auf einer Klaviatur von Spielformen mit denen er seine Magie serviert und die er souverän und elegant beherrscht.« (Frankfurter Rundschau) Aus unserer Küche bieten wir Ihnen dazu ein viergängiges Überraschungsmenü mit Weinbegleitung an. Lassen Sie sich beim Essen verzaubern! 31. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Konzert 31. Mai Mobilat Wortsport Lounge Bukowski LUST AUF MEHR, YEAH! SASCHA LUXX, SR CRAMER, SHIE Der Letzte macht das Licht aus, weshalb wir den Gig von Sascha Luxx auf den letzten Öffnungstag des Monats gelegt haben ... . Gemeinsam mit seinem Schicker RecordsKollegen SR Cramer und Buko-Homie Shie gibt er an den Decks alles, um Euch einen würdigen Tanz aus dem Mai zu bereiten. Ihr wollt Euch trotzdem selbst die Lichter ausblasen in dieser Nacht? Tut, was Ihr nicht lassen könnt, unsere Getränkespecials vertragen sich bekanntlich auch mit Monatsende-Geldbeuteln ... 31. Mai Szene zwanghaft versucht den sogenannten »Oldskool HipHop« wieder aufleben zu lassen und somit die halbe Szene mit Begriffen um sich wie, »Boom Bap«, »Golden Era« oder »90er HipHop« In einer Zeit in der plötzlich verpöhnt ist düstere, aus Frankreich kopierte Plastikproduktionen mit einfallslosen Melodien zu verwenden bringt dieser junge Künstler einem gewohnten Hauch von Ironie und Humor die deutsche HipHop zurück zu den Kernelementen auf die es wirklich ankommt: authentischer Rap auf authentischen Beats, wie es schon immer aus dem Hause oder Nix üblich ist. Complex23 Ausstellungseröffnung Marc-Oliver Olschewski » Auszüge aus einem magischen Theater« Marc-Oliver Olschewski ist ein in Heilbronn lebender Künstler, der seit 2008 in verschiedenen Ausstellungen in der Region seine Arbeiten dem kunstinteressierten Publikum präsentiert. In seiner Ausstellung im Complex23 –Triangel Ausstellungsflächen- zeigt Marc-Oliver Bildarbeiten (Mischtechnik) bei denen er dem Betrachter

181
D I E N Ä C H ST E AUSGA BE H A N I X ER SC H E IN T A M 30. M A I 2 0 1 4

182
karrierestarten de 365 Tage Messe online rund um deinen Beruf w.fo Bild: ww l) irstsigna tolia.de (F folge uns auch auf www.facebook.com/karrierestarten

183
VER ANSTALTUNGEN: MAI Beschränkung die Rückkehr zu einem menschlichen Maß, das unsere individuellen und gesellschaftlichen Ressourcen schont und in ein neues Gleichgewicht bringt 22. Mai Distel Lit Lounge Der Pendragon Buchverlag im kleinsten Club zu Hause, immer auf der Mission für den guten Geschmack. Remixe und Eigenproduktion fernab vom Mainstream, die sich trotzdem in jedes DJ-Set nahtlos einpassen. Ziel100 weiß wo er hingehört und versteht, was man von ihm erwartet. Wir erwarten ihn heute Nacht im Bukowski, und stellen ihm Kaotee, System32 und unsere stilsichere Crowd zur Seite ... 23. Mai zu Gast in der Distel Lit Lounge 23. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Musikduo PIKE Theater Heilbronn, Komödienhaus Tanz! Heilbronn: EN-KNAP (Ljubljana) Ottetto (8 Swings for His Highness) Acht Musiker, eine Dirigentin, fünf Tänzer und ein Kollektiv aus Videokünstlern versammelt der slowenische Choreograph Iztok Kovac für eine schwungvolle Dekonstruktion von Stravinskys »Oktett«. Dieses außergewöhnliche Musikwerk für acht Blasinstrumente floppte bei seiner Erstaufführung 1923, aus heutiger Sicht markiert es den Beginn des Neoklassizismus in der Musikgeschichte. Im Zusammenklang von Tanz, Musik, Licht und Bühnenbild visualisiert »Ottetto« spielerisch die Beziehungen zwischen Tönen und Tänzern, Sichtbarem und Hörbarem. Das Ergebnis ist zugleich klug und humorvoll, elegant, abstrakt und originell. 23. Mai Das Musikduo kommt mit waghalsigen Interpretationen und einem abwechslungsreichen Musikmix von Blues, Jazz, Bossa Nova, Funk und Rock & Soul. Ein entspannter Abend auch für Tanzwütige geeignet. 23. – 31. Mai Festwiese Brackenheim 2. Brackenheimer Kultur-SPIEGEL-Zelt im Wiesental Theaterschiff Dann wackelt die Wand - ein Claire Waldoff-Abend Das freche Mundwerk der auf Lieder, Gassenhauer und Chanson im Berliner »Miljöh« spezialisierten Sängerin ist Schauspielerin und Sängerin Manuela Romberg wie auf den Leib geschneidert. Sie berlienert mit kesser Schnauze und verleiht der Szenerie durch ihren burschikosen Charme noch eine besondere Note. Lieder wie »Warum liebt der Vladimir», »Wegen Emil seiner unanständigen Lust« oder »Das war sein Miljöh« und andere Gassenhauer werden vorgetragen. Alles dreht sich um das Leben und die Lieder der Berliner »Kabarettkönigin« Claire Waldoff ( 1884- 1957). 23. Mai Der Spiegel-Zauber geht weiter: Nach dem überwältigenden Erfolg im Jahr 2012 startet im Mai die Neuauflage des Kultur-Highlights im Zabergäu: Das Kulturforum Brackenheim und die Stadt Brackenheim präsentieren mit freundlicher Unterstützung der Weingärtner StrombergZabergäu, der Brauerei Palmbräu und der Kreissparkasse Heilbronn das 2. Brackenheimer Kultur-SPIEGEL-Zelt im Wiesental. Erneut wird für dieses außergewöhnliche Festival auf der Festwiese gleich neben dem Bürgerzentrum ein spektakuläres Spiegelzelt aufgebaut, das mit seinem nostalgischen Ambiente an glamouröse Kabarettund Varieté-Veranstaltungen des vergangenen Jahrhunderts erinnert. Und natürlich wird dieser tolle Rahmen auch mit zahlreichen hochkarätigen kulturellen Veranstaltungen über zehn Tage mit Leben erfüllt. 23. – 24. Mai Distel Lit Lounge Grillopening und Championsleague Finale Bukowski IM GARTEN BEBEN MIT ZIEL100, KAOTEE, SYSTEM32 Seit 1988 dabei und noch lange nicht müde, dafür aber mit allen Wassern gewaschen. Auf den größten Raves und Ihr Chefkoch hat eine neue Grillstation! Die Sonne lacht und das Championsleague-Finale sind genug Gründe die Outdoorküche in unserer Garden-Lounge einzuweihen. Egal ob Steak, Seafood oder frisches Gemüse an diesem Wochenende kommt alles vom Grill! Wir zeigen das Spiel auf unserer Leinwand und stellen schon mal das Weißbier kalt;)

184
VER ANSTALTUNGEN: MAI 24. Mai Alter Friedhof Tanz! Heilbronn: Parken - Tanzprojekt mit Menschen aus Heilbronn Ein Park mit schönen alten Bäumen, mitten in der Stadt und doch ein bißchen abgelegen, Oase, Spielplatz, auch Trinkertreffpunkt. Wie erleben wir die Natur in der Stadt? Können wir noch Pause machen? Nehmen wir den Rhythmus der Jahreszeiten oder den eigenen Atem noch wahr? Wie wäre es, uns zu verlangsamen? Und wenn nichts mehr zu tun bleibt? Mit solchen Fragen beschäftigt sich das diesjährige Tanzprojekt. Zwei Gruppen - Jugendliche und Erwachsene - proben erstmals mit den Choreografinnen und Tanzpädagoginnen Lisa Thomas und Nina Kurzeja über einen Zeitraum von vier Monaten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren ein zeitgenössisches Tanztraining, improvisieren, schulen Bühnenpräsenz und Körperbewusstsein und entwickeln jeweils ein gemeinsames Tanzstück. Dazu kommt eine dritte Gruppe, die kurz und intensiv mit der Londoner Choreografin Rosemary Lee arbeitet und ihr Stück »Melt down« einstudiert. Die drei Arbeiten werden in einem gemeinsamen Programm auf dem Alten Friedhof präsentiert. Zum Abschluss des Festivals zeigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch eine kleine Überraschungsperformance auf dem Platz vor dem Theater. 24. Mai die Choreografien. Die Beispiele machen anschaulich, wie sehr sich die Sichtweisen von Tanz in Theorie und Praxis unterscheiden. Ein Verständnis des dahinter liegenden Wissens hilft, die jeweiligen Intentionen zu erfassen und den Tanz im Lichte dieses Wissens zu »lesen«. 24. Mai Theater Heilbronn, Großes Haus Tanz! Heilbronn: Cedar Lake Contemporary Ballet (New York) 16 technisch perfekte und ausdrucksstarke Tänzerinnen und Tänzer bilden das Ensemble von Cedar Lake Contemporary Ballet aus New York. Sie integrieren athletische Bewegungen und Ballett in zeitgenössische und populäre Formen und verbinden amerikanisches Entertainment auf höchstem Niveau mit anspruchsvollen Choreografien. 24. Mai Intersport Veranstaltungscenter redblue Bülent Ceylan - Haardrock Theater Heilbronn, Foyer Großes Haus Tanz! Heilbronn: Sabine Keller - Von den 20er Jahren zum zeitgenössischen Tanz Mit langen, wehenden Haaren steht er wie ein Fels in der tosenden Brandung seiner begeisterten und überschäumenden Fans und das macht ihn seit Jahren zu einem echten Haardrock-Idol. Ganz oben auf dem Comedy-Olymp, weiß Bülent Ceylan, wie er die Zuschauer begeistern kann und wie er ihre Zwerchfelle am besten durch massiert. Da wo er bei den »Wilden Kreatürken« aufgehört hat, macht er jetzt weiter mit seinen massenhypnotischen Fähigkeiten, seiner genialen Spontanität und den verrückten Ideen und Gags. 24. Mai Eine Einführung in die Entwicklung des Bühnentanzes/ Vortrag mit Videobeispielen. Manchmal scheint Zeitgenössischer Tanz schwer verständlich. Ein paar grundlegende Informationen zur Tanzgeschichte können den Zugang vereinfachen und den Sehgenuss erhöhen. Dieser Vortrag stellt beispielhaft einige unterschiedliche Tanzkonzeptionen vor und stellt Verbindungen zu Stücken des Festivals her. Nach dem Klassischen Ballett hat Tanz als Körperkunst seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts eine starke Entwicklung genommen. Die Bedeutungen des Tanzes sind Veränderungen unterworfen. Den verschiedenen Ansätzen liegen jeweils andere Vorstellungen von Körper und Bewegung zugrunde. Betrachtet werden die Funktion des Tanzes, der Probenprozess, das Verhältnis zur Musik, die Konstruktion der Bühne, die Themen und Jazzclub Cave 61 Maharaj Trio (IND) Indias leading Music Group - Das charismatische Vater und Söhne Trio aus Varanasi in Indien atmet große Freunde und Lebendigkeit in die Musik, die tausende von Jahren zurückreicht. Das Repertoire an Ragas, dem Herzen all ihrer Musik, kommt direkt aus den alten vedischen Texten. Jeder Raga enthält unendliches Potential für Improvisationen. 24. Mai Mobilat The Paisley Club presents Live: VAGUE (Underground Psych Rock / Austria)

185
VER ANSTALTUNGEN: MAI Was übrig bleibt, wenn drei elektrische Gitarren, eine Bassline, ein 'Tambourine Man' und ein treibendes Schlagzeug sich eine Bühne teilen kann ein Tontechniker zwar nicht mehr lokalisieren, aber eine Sinuskurve wird teilweise ganz schön hohe Wellen schlagen: Vague ist eine im Sommer 2013 gegründete Underground Rock Formation, eingängige Melodien in herabstürzende und mitreissend-brachiale Songs arrangiert und dabei nicht den Überblick für's nonkonformistische Ganze verliert. Lasst euch auf der Welle treiben oder reitet darauf, runter könnt jedoch nicht. Afterparty mit den Paisley Boys Manuel & Thomas, Psychedelic Visuals und dem tanzbarsten 60's Sound von original Vinyl! 24. Mai Bukowski TONSPORT PRÄSENTIERT: OLIVER BONDZIO, MIR CORBIN, PATRICK VANO VLADI- Nacht der Helden könnte dieser Samstag als Untertitel tragen, denn die Tonsport-Jungs Vladimir Corbin und Patrick Vano präsentieren einen ganz besondernen Gast im Buko: Oliver Bondzio, neben Ramon Zenker eine Hälfte des Duos Hardfloor, das mit seinen Veröffentlichungen auf dem Kultlabel Harthouse die internationale TechnoSzene stark geprägt hat. Und obwohl wir uns über solche qualitativen Hochkaräter an den Turntables natürlich freuen, seid am Ende Ihr die Helden unserer Nächte. Also lasst Euch auch in dieser bloß nicht lumpen und empfangt die Herren Musikanten ordentlich ... 24. – 25. Mai Geldpreise. Super – RTL – TOGGO Tour Fans aus dem süddeutschen Raum können sich schon auf den 24. und 25. Mai freuen. Dann ist die Roadshow der TOGGO Tour erneut in Verbindung mit dem am Samstag, 24. Mai stattfindenden traditionellen Heilbronner Kinderfest im Freizeitpark Wertwiesen zu Gast. Heilbronns MarketingChef Bernhard Winkler konnte diese beliebte Veranstaltung als einzige Stadt im Süddeutschen Raum nun schon zum neunten Mal für Heilbronn gewinnen. Mit an Bord der Roadshow: die Moderatoren des Kölner Familiensenders (Vanessa Meisinger, Mark Schepp und Paddy Kroetz) sowie u. a. der Kinderliedermacher HerrH und ein akrobatischer Fußballfreestyler der sein Können unter Beweis stellt. Für tanzfreudige Kinder steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: Das Team von Detlef D! Soost Kids Club tanzt zu aktuellen Hits auf der Tour-Bühne. Natürlich dürfen die Stars des Vorschulprogramms TOGGOLINO nicht fehlen. Während die Kleinen sich mit ihren TV-Lieblingen wie Bob der Baumeister und Mike der Ritter vergnügen, können sich die Eltern in entspannter Atmosphäre zurücklehnen oder ihre Kinder beim Spielen fotografieren. An zahlreichen Stationen wie dem Angelo!Klassenzimmer oder der Go Wild!-Kletterwand können Kinder sich nach Lust und Laune auspowern. Bei der Sally Bollywood-Detektivrally ist Köpfchen gefragt und gemeinsam mit den Reitern von Berk bricht man zu einem drachenstarken Abenteuer auf. Im vergangenen Jahr zählte die TOGGO Tour deutschlandweit über 500 000 Besucher. 25. Mai Wertwiesenpark Heilbronner Kinderfest 24.-25.05.2014 Karlstorbahnhof, Heidelberg CunninLynguists w/ DJ Thomax »Strange Universe European Tour« Beim 58. Kinderfest werden in Zusammenarbeit mit den Grundschulen 10 Spielstationen und diesmal die beliebte Wertwiesen-Rallye zum Thema »Burgenstrasse« durchgeführt. Die Betreuung der Spiele übernehmen wieder Lehrkräfte und Schüler von Heilbronner Grundschulen sowie die Hockeyabteilung der TSG Heilbronn. Jeder Schüler, der an mindestens fünf Spielen erfolgreich teilgenommen hat erhält einen Imbissgutschein. Zusätzlich erhält jeder teilnehmende Heilbronner Grundschüler einen Preis. Wer an der Wertwiesen-Rallye teilnimmt, hat dadurch zusätzlich die Chance, einen weiteren Preis zu gewinnen. Die drei Heilbronner Grundschulen mit der prozentual höchsten Beteiligung erhalten darüber hinaus Wer bei Südstaaten-Rap nur an Crunk, Partygebell und Gangsterposen denkt, wird bei den CunninLynguists eines besseren belehrt. Die Jungs aus Lexington, Kentucky und Atlanta, Georgia fallen nämlich über alle möglichen Styles her wie ein Ameisenbär über einen Termitenhügel. Die gespaltenen Zungen der MCs Deacon the Villain und Natti kennen keine Tabus und machen auch vor kontroversen politischen Themen nicht halt. Die Beats von Produzent Kno orientieren sich meistens an den klassischen Idealen des Oldschool, stechen aber durch teilweise extrem ungewöhnliche Samples aus Bereichen wie Blasmusik, Blues oder psychedelischer Hippiemusik. Bei aller Eigenwillig-

186
VER ANSTALTUNGEN: MAI keit versäumen es die Jungs aber nicht, für Höhepunkte zu sorgen: Mitreißende Clubhits wie »Seasons« featuring RJD2, »Lynguistics« oder »Never come down« gibt es sicherlich auch auf ihrem sehnlichst erwarteten neuen Album, das erst kurz vor der Tour erscheint. 25. Mai 28. Mai Theater Heilbronn, Foyer Großes Haus Tanz! Heilbronn: Publikumsgespräch zu »Parken« Das Publikumsgespräch findet mit Nina Kurzeja, Henrietta Hale, Rosemary Lee und Lisa Thomas statt. Die Choreografinnen berichten über den Proben prozess für das Heilbronner Projekt. Außerdem werden Unterschiede in der kulturellen Bildungsarbeit in Deutschland und England Thema des Gesprächs sein. 25. Mai Bukowski PASSIONIERT AM BEAT MICHAEL OTTEN, EASY L, DRUM POETS Leidenschaft für die Musik ist das A & O, wenn man im Bukowski Fuß fassen will: Michael Otten hat demnach das Zeug dazu. Er war mit elektronischen Parties in Bremen 1989 ganz früh mit dabei. Der Name des Ladens war »Crash«, und als er wegen Nachbarschaftsproblemen leider crashte, dauerte es trotz vieler Einzel-Gigs zehn Jahre, bis er im »Exzess« zu seiner nächsten Residency kam. Seit einigen Jahren hat Michael seinen Fokus Richtung Musikproduktion verlagert und bittet mit Easy L und den Drum Poets zum Tanz! 28. Mai Hip Island 2.0 Gentleman Theater Heilbronn, Kammerspiele Tanz!Heilbronn: shifts (Berlin) - Festina Lente – Make Haste Slowly Wer ist Publikum? Wer ist Akteur? An diesem Abend sind die Grenzen fließend. Die Zuschauer geben den Tänzern die Impulse und setzen sie in Bewegung. Festina Lente heißt übersetzt: Eile mit Weile. Mit großer Leichtigkeit entwickelt das Stück seine Dynamik aus dem Moment, heiter und verspielt, poetisch und irritierend. Das Publikum dirigiert Rhythmus und Fortgang des Geschehens: manchmal werden Bewegungen einzelner Tänzer gesteuert und dann wieder die der ganzen Gruppe. Jeder Zuschauer kann sich entscheiden, aktiv am kollektiven Prozess mitzuwirken oder passiv zu beobachten, das Tempo zu beschleunigen oder alles auf Anfang zu setzen. Endet der Abend im stillen Auseinandergehen oder in einem Happening? Können wir aufeinander zählen? 27. Mai Über Gentleman muss man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Die Karriere von Gentleman begann bei der Zusammenarbeit mit Freundeskreis, aus der das Lied Tabula Rasa hervorging. 1999 veröffentlichte er sein erstes Studioalbum » Trodin On« das in der deutschen Reggae Szene einschlug wie eine Bombe. In den nächsten Jahren veröffentlichte er mehrere Studioalben und ein Live Album. Die Alben »Confidence« und »Diversity« hielten sich mehrere Wochen auf Platz 1 der deutschen Album Charts. Aktuell ist er mit zwei Sängerinnen, Tamika und Treesha, sowie mit Rodney von Kingstone Sound auf Clubtour und wir sind mehr als stolz darauf ihn für eine Show im Hip Island gewonnen zu haben. Was gibt es schöneres als Reggae und Dancehall in Heilbronns schönster Open Air Location zu genießen? Nix! Deshalb schnell Karten im VVK sichern! 29. Mai Konditorei Süße Fee Pralinen Dorfplatz Murr 2. Radschnitzeljagd Wir stellen Trüffel, Schnittpralinen und Mandelsplitterpralinen her. Bitte eine Schürze mitbringen. 28. Mai Das 2. Rad-Schnitzel findet dieses Jahr am 29. Mai statt. Was wir schon einmal verraten können: Es wird sehr hügelig! Merkt Euch also den Termin vor, weitere Infos folgen ... Theater Heilbronn, Kammerspiele Literarische Mittagspause: »Grauen, Gold und Gauner« zum Live-Hörspiel »Jekyll & Hyde« 184

187
VER ANSTALTUNGEN: MAI 29. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Diamantweg Buddhismus Öffentlicher Vortrag des Buddhistischen Zentrums Heilbronn. 29. Mai Hip Island 2.0 Sonnentanz mit Klingande & Ninetoes Jetzt schon save! Wir präsentieren Euch wie schon im letzten Jahr zum Start der Saison den Sonnentanz! Dieses Jahr konnten wir zwei absolute Top Acts aus dem Deep House Bereich verpflichten. Niemand geringeres wie KLINGANDE aus Frankreich, die mit ihrem Hit »JUBEL« in Deutschland, Östereich und der Schweiz mehrere Monate die Nummer eins der Single Charts belegten, werden bei uns zu Gast sein und Live mit Unterstützung eines Saxophonisten bei uns performen. Außerdem konnten wir den absoluten Newcomer NINETOES dessen Clubhit »Finder« in der letzten Saison in jedem Club Ibizas und auf allen wichtigen Festivals von DJ größen wie Carl Cox, Luciano oder Loco Dice gespielt wurde für einen Gig bei uns verpflichten. 30. Mai legen. Oliver Kirstätter und Coffee rücken rücken zusammen mit einem ganz neuen Mitglied der Combo an: Sean Russell aus London zählt nicht nur ab sofort zur Crew, sondern hatte in der britischen Metropole schon die Ehre, im sagenumwobenen Ministry Of Sound aufzulegen. Der Laden steht nicht nur für die Entwicklung von House ab Beginn der frühen 90er, sondern gehört auch zu den größten Clubs der Welt. Krasses Kontrastprogramm zum Buko also, aber mit einer Prise Techno verschärft wird Russell auch hier bestimmt reinpassen ... 30. Mai Mobilat DUBWARS Resurrection 2014 Kulturkeller HG. Butzko »Herrschaftszeiten« - Kabarett Wenn Sie sich mit den Mächtigen beschäftigen wollen, wer kommt Ihnen dann in den Sinn? In der Verfassung heißt es: Alle Gewalt geht vom Volke aus. Doch als unsere Verfassungsväter diesen Satz formulierten, müssen sie in einer eigenartigen Verfassung gewesen sein. Denn wenn die Gewalt vom Volke erst mal ausgegangen ist, stellt sich doch sogleich die Frage: Wohin eigentlich? Und kehrt sie von da auch irgendwann mal wieder zurück? Und wenn das Volk mal ausgeht, womöglich auf die Straße, und dort dann ruft: »Wir sind das Volk! Keine Gewalt!« ist das dann inzwischen vielleicht eine präzise Beschreibung des gesellschaftlichen Zustandes. Und müsste es deswegen also nicht richtiger heißen: Alle Gewalt geht dem Volke aus! 30. Mai Bass ist an diesem Abend SHARP zuständig. Freuen dürft Ihr Euch auf RIDICK, der sich mal wieder mit einem »Drum & Bass«-Set austobt. Auch der Dubstep Floor wird zur Bass-Massage vom Feinsten. PETER ROCK wird Euch unter anderem mit selbst gebastelten Schmankerln verwöhnen und SIZE'MO wird mit seiner Selection nicht nur den Dancefloor zum Beben bringen. MODUL8, ein Teil von JAHDUBTAHZ, wird sicherlich die ein oder andere bassgewaltige Dub zum Besten geben. Und natürlich freuen wir uns auch auf SMASH und auf das lang überfällige Wiedersehen und -hören. Also poliert die Tanzschuhe und tanzt euch warm. Auch für das Wohl des Auges ist gesorgt, an diesem Abend werden Euch gleich zwei Visual Artists verwöhnen – WÜSUALS und STELLA BOLLAN. VERGESST BLOß NICHT das WARM-UP in der Bar Daneben im Complex 23, wo ihr Euch schon mal im passenden Rahmen zusammen mit der Crew einstimmen könnt. COME EARLY/STAY LATE! 30. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Kabarett GAUwahnen: Bundesgartenzwerge Bukowski MINISTRY OF SOUND SEAN RUSSELL, OLIVER KIRSTÄTTER, COFFEE Zum letzten Mal vor der Sommer-Spielpause sind die GAUwahnen als Bundes-Gartenzwerge unterwegs und decken »mit spitzer Zunge und Zipfelmütze« politische Machenschaften und Strobeleien auf. Sie fassen »mit Verve immer wieder heiße Eisen« an und reflektieren satirisch, was im Argen liegt. Denn Gartenzwerge wirken nicht nur hilfreich, sondern oft auch hinterlistig und verschlagen. Sie liefern Kohle und Salz und bauen Parks, in denen die Menschen ihre Sorgen verschwinden lassen. Heute schickt sich die Affection Crew an, die Bude zu zer185

188
VER ANSTALTUNGEN: MAI 31. Mai Theater Heilbronn, Kammerspiele Alice4 – We're all mad here Jugendclub »Auf einer unermesslichen Mitte treiben wir dahin, immer im Ungewissen und treibend und von einem Ende gegen das andere gestoßen. An welchem Grenzpfahl immer wir uns binden und halten möchten, jeder schwankt und entschwindet, und wenn wir ihm folgen, entschlüpft er unserm Griff und entgleitet uns und flieht in einer Flucht ohne Ende. Nichts hält uns zuliebe an. Das ist die Lage, die uns natürlich ist und in jedem Fall die gegensätzlichste zu unseren Wünschen; wir brennen vor Gier, einen festen Grund zu finden und eine letzte beständige Basis, um darauf einen Turm zu bauen, der bis in das Unendliche ragt; aber all unsere Fundamente zerbrechen, und die Erde öffnet sich bis zu den Abgründen.« (Blaise Pascal 1670). Und Alice fiel ... 31. Mai mit symbolhaften Darstellungen einen Einblick in die Absurdität der Existenz bietet. »Vielleicht ist alles, was ich geschaffen habe, eine einzige Peinlichkeit. Vielleicht ist aber auch das Dasein rundum eine ebensolche.« (Zitat aus »Königsallee«) 31. Mai Distel Lit Lounge Clemens Valentino Wir freuen uns sehr, Ihnen den mehrfach preisgekrönten Zauberer und Varietékünstler bei uns in der Distel Lit Lounge präsentieren zu dürfen. »Valentino spielt auf einer Klaviatur von Spielformen mit denen er seine Magie serviert und die er souverän und elegant beherrscht.« (Frankfurter Rundschau) Aus unserer Küche bieten wir Ihnen dazu ein viergängiges Überraschungsmenü mit Weinbegleitung an. Lassen Sie sich beim Essen verzaubern! 31. Mai Ebene 3 im Kulturforum K3 Konzert 31. Mai Mobilat Wortsport Lounge Bukowski LUST AUF MEHR, YEAH! SASCHA LUXX, SR CRAMER, SHIE Der Letzte macht das Licht aus, weshalb wir den Gig von Sascha Luxx auf den letzten Öffnungstag des Monats gelegt haben ... . Gemeinsam mit seinem Schicker RecordsKollegen SR Cramer und Buko-Homie Shie gibt er an den Decks alles, um Euch einen würdigen Tanz aus dem Mai zu bereiten. Ihr wollt Euch trotzdem selbst die Lichter ausblasen in dieser Nacht? Tut, was Ihr nicht lassen könnt, unsere Getränkespecials vertragen sich bekanntlich auch mit Monatsende-Geldbeuteln ... 31. Mai Szene zwanghaft versucht den sogenannten »Oldskool HipHop« wieder aufleben zu lassen und somit die halbe Szene mit Begriffen um sich wie, »Boom Bap«, »Golden Era« oder »90er HipHop« In einer Zeit in der plötzlich verpöhnt ist düstere, aus Frankreich kopierte Plastikproduktionen mit einfallslosen Melodien zu verwenden bringt dieser junge Künstler einem gewohnten Hauch von Ironie und Humor die deutsche HipHop zurück zu den Kernelementen auf die es wirklich ankommt: authentischer Rap auf authentischen Beats, wie es schon immer aus dem Hause oder Nix üblich ist. Complex23 Ausstellungseröffnung Marc-Oliver Olschewski » Auszüge aus einem magischen Theater« Marc-Oliver Olschewski ist ein in Heilbronn lebender Künstler, der seit 2008 in verschiedenen Ausstellungen in der Region seine Arbeiten dem kunstinteressierten Publikum präsentiert. In seiner Ausstellung im Complex23 –Triangel Ausstellungsflächen- zeigt Marc-Oliver Bildarbeiten (Mischtechnik) bei denen er dem Betrachter

189
D I E N Ä C H ST E AUSGA BE H A N I X ER SC H E IN T A M 30. M A I 2 0 1 4