Flash Download 3D-Zeitschrift benötigt das Flash 10.1 Plugin von Adobe.
Download von adobe.com

Bitte Stellen Sie sicher dass Javascript
in Ihrem Browser aktiviert und erlaubt ist.


Content:
1
Kostenloses Mitnahme-Exemplar Titelthema: Flüchtlinge Deutschunterricht für Flüchtlinge EINE FLÜCHTLINGS- FAMILIE UND DEREN HEILBRONNER PATEN So hilft Neckargartach Außerdem: INTERVIEW DES MONATS: OBERBÜRGERMEISTER HARRY MERGEL Am Set: ARD dreht in Heilbronn ABENTEUER UM DIE ECKE: GOLFEN IN TALHEIM Nr. 40 Dezember/Januar 2016 Endlich da!

2
Natur- wissenschaft & Technik ... zum Anfassen! Auch für Hipster – nicht nur für Nerds. Die lern- und erlebniswelt für Jung & alt ÖFFNUNGSZEITEN: Montag bis Freitag 9:00 – 18:00 Uhr Samstag, Sonntag, Feiertage 10:00 – 19:00 Uhr experimenta gGmbH Kranenstr. 14 · 74072 Heilbronn Telefon 07131 / 887950 www.experimenta-heilbronn.de

3
LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER, Hanix Nr. 40 überall im Land sind die Massen an Flüchtlingen, die es nach Deutschland drängt, Thema. Und auch wir konnten und wollten uns dem nicht entziehen. Denn auch Heilbronn hat die Pflicht, die Fliehenden aufzunehmen, unterzubringen und zu integrieren. Was wir dabei glücklicherweise feststellen konnten: Heilbronn und die Heilbronner machen ihre Sache gut! Reporterin Maria Sanders traf eine Heilbronner Patenfamilie, die sich um eine syrische Flüchtlingsfamilie kümmert. Ebenfalls sprach Sanders mit ACHIM BOCHER, dem stellvertretenden Leiter des Sozialamtes. Bocher ist für die Stadtverwaltung federführend im Einsatz, um die vielen Herausforderungen, die auf die Stadt durch die anhaltenden Flüchtlingsströme zukommen, zu meistern. Dabei hat sich der Beamte ganz und gar dem Thema verschrieben. Sogar in seiner Freizeit. Fotografin Ulla Kühnle: »Wenn es einen Himmel gibt, bekommt Herr Bocher einen Logenplatz. Heilbronn kann sich glücklich schätzen, so einen Mann an vorderster Front zu haben.« An der Peter-Bruckmann-Schule haben wir eine Deutschstunde für Flüchtlinge besucht. Interessant dabei: Die einzigen Vollbartträger waren Deutschlehrer BANZAF und unser Mann, Florian Damaschke, dessen Beruf auch gleich in den Unterricht integriert wurde und Gegenstand der Deutschstunde war. Zum Interview des Monats trafen wir Heilbronns Oberbürgermeister HARRY MERGEL in dessen Amtszimmer im Rathaus. Wir sprachen mit dem Stadtoberhaupt über das vergangene Jahr sowie das kommende und über den »Glücksfall Strobl« für Heilbronn. EDITORIAL Darüber hinaus gibt es in dieser Ausgabe viele weitere interessante Geschichten. So zum Beispiel der ARD-Filmdreh in Heilbronn. Autorin Leonore Welzin war am Set und sprach unter anderem mit Hauptdarsteller BJARNE MÄDEL. Die Heilbronner Singer-Songwriterin SANDRA BESARA hat endlich ihre EP fertig gestellt, wir haben aus Abenteuerlust Golfschläger in Talheim geschwungen, einen interessanten Selfmade-Man, STEFFEN KNÖDLER, in dessen Schloss getroffen und uns wieder nach Interessantem unter dem Hashtag Heilbronn umgesehen. Viel Freude mit der 40. Hanix-Ausgabe, erholsame Weihnachtstage und einen gesunden und erfolgreichen Start ins nächste Jahr! Annika Winkelmann Schweden, 2009 Annika ist bildende Künstlerin aus Heilbronn. Ihre Fotografien, konzeptionellen Installationen und Objekte sind unter www.aenner.com zu sehen.

4
Impressum EIN HEFT ÜBER FLÜCHTLINGE UND DEN BLICK »HINTER DIE KULISSEN« DER FILMSTADT HEILBRONN VERLAG / HERAUSGEBER HANIX MEDIA Marcel Kantimm & Robert Mucha GbR Wilhelmstraße 56 74074 Heilbronn USt.-ID: DE 271248199 Vertreten durch: Marcel Kantimm Robert Mucha CHEFREDAKTEUR Robert Mucha (V.i.S.d.P.) REDAKTION Friedemann Orths REDAKTIONELLE MITARBEITER Dr. Bernhard Stumpfhaus, Leonore Welzin, Brigitte Fritz-Kador, Matthias Marquart, Sascha Wartha, Maria Maroge AUTOREN UND MITARBEITER Nicolai Köppel, Marc Thorwartl, Mares Baudewijns, Ralph Munz, Sibel Taylan, Thomas Aurich, Oliver Maria Schmitt, Annette Geisler, Florian Damaschke, Maria Sanders ARTDIREKTION & LAYOUT Raimar Schurmann FOTOGRAFEN UND ILLUSTRATORINNEN Meli Dikta (www.blickboutique.de) Memo Filiz (www.memografie.com) Ulla Kühnle (www.freiraum-photos.de) Kathrin Leisterer (www.nanovo.de) Lisa Maria Klotz (www.lisamariaklotz.de) Erich Benz (www.erichbenz.com) Annika Winkelmann (www.aenner.com) LEKTORAT Friedemann Orths VERMARKTUNG & SALES Maike Endresz (verantw.) Gabriela Würfl-Sodo VERLAGSKOORDINATION / ADMINISTRATION / SOCIAL MEDIA Marcel Kantimm DRUCK Druckerei Ziegler GmbH & Co. KG Auwiesen 1 74924 Neckarbischofsheim VERTRIEB Auslage an ca. 1.000 Stellen im Großraum Heilbronn KONTAKTE info@hanix-magazin.de Maike Endresz: maike.endresz@hanix-magazin.de Marcel Kantimm: marcel.kantimm@hanix-magazin.de Robert Mucha: robert.mucha@hanix-magazin.de Die Meinungsäußerungen in diesem Magazin liegen in der alleinigen Verantwortung der jeweiligen Autoren und geben nicht zwingend die Meinung des Verlages und der Redaktion wieder. COPYRIGHT 2015 Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieses Magazins darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form, gleich welcher Art, reproduziert werden. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung des Verlages strafbar. 6 Hin- & Weggucker Der Bildvergleich Diesmal: Lerchenbergtunnel vs. Todesgasse 8 Stadt-, Land- und Metroleben Unsere Veranstaltungstipps für Dezember und Januar 14 Streifzug durch die Region Diesmal mit Masta Ace, Wladimir Kaminer, Claus von Wagner & Kurzfilmen 16 Smalltalk Dinge, die Heilbronner nicht sagen, Thekenphilosophen & #ashtag #eilbronn 18 600 Sekunden KÖPPELS ZEHN MINUTEN HEILBRONN Stammlokal 20 Taschenkontrolle bei Sonja Hermann aus dem historischen Fleischhaus 22 Heilbronner Studis Anita Aufrecht mag das künstlerische Ambiente in der Zigarre 23 Mein Lieblingsding HEILBRONNER ZEIGEN IHR LIEBSTES STÜCK Diesmal: Stimme-Redakteurin Milva-Katharina Klöppel 24 Abenteuer um die Ecke Golfen in Talheim INHALT Hanix Nr. 40

5
Hanix Nr. 40 26 Sport Markus Rössel – Der SwimRunner betreibt eine der härtesten Ausdauersportarten der Welt. 28 Kultur Am Set des ARD-Drehs & Performance auf dem Berliner Platz 30 Musik Hornist Felix Klieser & Sin ger- Songwriterin Sandra Besara 32 Wirtschaft Selfmademan Steffen Knödler hat sich unter anderem seinen Traum vom eigenen Schloss erfüllt 34 Kunst Finale Regionale, Museum im Schafstall & Heilbronner Holz 36 Film Arthaus-Tipp »Wie auf Erden« & das Erwachen der Macht INHALT 40 Interview des Monats Harry Mergel Heilbronns Oberbürgermeister blickt zurück und voraus 46 Titelthema Wir schaffen das – Heilbronn und die Flüchtlinge, zu Gast bei einer Patenfamilie, Deutschunterricht für Flüchtlinge, so hilft Neckargartach & Interview mit Achim Bocher, Heilbronns »Flüchtlingsbeauftragtem« 55 Heilbronn – A Nice Place To Come From DIE OLIVER MARIA SCHMITT-KOLUMNE Starnberg des Unterlandes 56 Brief an die Heimat Matthias Marquart war in Afghanistan 58 Historischer Schuss Der Heilbronner Marktplatz, 1938 60 .jpg BILDERGALERIE U. a. von der Hanix-Abrissparty im alten Zollamt 64 Veranstaltungskalender Gute Termine für Dezember und Januar 82 Tiere ab 18 Von Lisa Maria Klotz Diesmal: Das Lama-Sutra FLÜCHTLINGE

6
Hanix Nr. 40 FREITAG, 9. OKTOBER 2015 12:26 UHR LERCHENBERGTUNNEL, HEILBRONN Foto: Robert Mucha Ein kleines, dunkles Abenteuer können große und kleine Heilbronner seit Anfang Oktober unter dem Hauptfriedhof der Stadt erleben. Der 115 Jahre alte Lerchenbergtunnel ist, nachdem das Nordportal, also vom Wannental her, vom Gestrüpp befreit wurde, begehbar. Die 350 Meter lange, leicht gekrümmte Röhre steht also für Erkundungen frei, eine leistungsstarke Taschenlampe sollte allerdings zur Ausrüstung dazugehören. Denn durch die Krümmung erkennt man das gegenüberliegende Portal erst hinter der Tunnelmitte. Es ist stockfinster unter dem Friedhof! HINGUCKER

7
MITTWOCH, 14. OKTOBER 2015 13:12 UHR WESTSTRASSE, HEILBRONN Foto: Robert Mucha Am frühen Morgen des 2. Oktober wurde eine 39-jährige Heilbronnerin durch mehrere Messerstiche ermordet. Ein Anwohner fand die schwerverletzte Frau im Zugangsbereich eines Mehrfamilienhauses in der Weststraße. Die Frau hat vor ihrem Tod noch bei einem Nachbarn geklingelt, um Hilfe zu holen. Mutmaßlich war ihr Ex-Mann der Mörder. Er wurde Tage später an der ungarisch-rumänischen Grenze aufgegriffen und ist mittlerweile nach Deutschland überführt worden. Hanix Nr. 40 WEGGUCKER

8
TIPPS FÜR HEILBRONN Film 2. Dezember CASABLANCA – FILMKLASSIKER ÜBER FLÜCHTLINGE Universum Arthaus-Kino, Heilbronn Die Volkshochschule Heilbronn zeigt den Filmklassiker, der über Flüchtlinge erzählt, die während des 2. Weltkriegs versuchen, aus dem von der französischen Vichy-Regierung verwalteten Casablanca in Marokko nach Lissabon und weiter in die USA zu gelangen (USA, 1942). Mit Einführung und Nachbesprechung mit Dr. Andreas Wagenknecht, Medienwissenschaftler, Universität Mannheim. Russisches Kindertheater 19. Dezember KOLLEKTIV CHUDAKI – WEIHNACHTSWUNDER IM KAUZENLAND redblue, Heilbronn Das ruhmreiche Kollektiv des Personenund Puppentheaters »Chudaki«, Teilnehmer am Jolkafest des Kremls, kommt mit weihnachtlich-wunderbarem Programm in die Stadt. Ein wachsender Tannenbaum, Überraschungen, Spiele, Väterchen Frost und seine Enkelin und natürlich Geschenke sind angekündigt. Schon im Foyer laufen Märchenhelden auf Stelzen, farbenfrohe Kostüme überall, Clowns scherzen und ein amüsantes Programm am geschmückten Tannenbaum mit Väterchen Frost und seiner Enkelin Snegurochka verspricht Kurzweil bis Vorstellungsbeginn. Clubbing 5. Januar DUBWARS PRES. TANITH Club Mobilat, Heilbronn Bei manchen Geschichten weiß man einfach im Voraus, wie sie ausgehen werden – was heute bei der Dubwars-Party im Mobilat startet, wird ganz sicher im Bukowski enden! Dieses Mal gibt sich mit Tanith eine echte Legende wiederholt die Ehre, denn er war maßgeblich an der Gründung der deutschen Technoszene zu Beginn der 1990er-Jahre beteiligt. Als der Club Tresor im März 1991 seine Pforten öffnete, spielte er dort als Resident und wurde in den folgenden Jahren einer der populärsten deutschen Techno-DJs und war Headliner auf fast allen großen Raves von Mayday bis Nature One. Ausstellung bis 29. Mai 2016 HERMANN EISENMENGER FOTOGRAFIEN. HEILBRONNER ZEITBILDER 1947 – 2000 Otto Rettenmaier Haus / Haus der Stadtgeschichte, Heilbronn Die Sonderausstellung zeigt Einblicke in das umfangreiche fotografische Werk von Hermann Eisenmenger, ab 1950 Pressefotograf der Heilbronner Stimme, das alle Genres umfasst: Reportagefotos, Porträts und Stimmungsbilder, künstlerisch gestaltete Aufnahmen und Schnappschüsse. Der Schwerpunkt der aktuellen Präsentation liegt bei Fotos von Heilbronn und seinen Bewohnern. Der Eintritt ist frei. Diskussionsrunde & Jugendforum 9. Dezember 2016 BOOMTOWN HNX – STADT- ENTWICKLUNG AUS SICHT DER JUGEND Café Wilhelm, Heilbronn Stimmt!, das Jugendmagazin aus dem Hause der Heilbronner Stimme fragt gezielt die Heilbronner Jugend: Heilbronx, Wissensstadt oder einfach nur Heimat? Wie steht ihr zu Heilbronn? Wie steht ihr zu den aktuellen Veränderungen? Zum 2. Jugendforum im Café Wilhelm hat die Stimmt!-Redaktion Vertreter aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Politik und Kultur eingeladen, um sich den Fragen der Jugendlichen zur Entwicklung Heilbronns in den kommenden 15 Jahren zu stellen und um über Heilbronns Zukunft zu diskutieren. Lesung 12. Dezember BUCHVORSTELLUNG UND LESUNG »SCHALL & RAUCH« VON UND MIT NICOLAI KÖPPEL Complex23, Heilbronn Wir schreiben das Jahr 1990. Drei jugendliche Vollpfosten versuchen, an ihrer Schule eine Schülerzeitung zu gründen. Manches geht von Anfang an schief, an anderen Niederlagen muss erst noch akribisch gearbeitet werden. Ruhmsucht, Romantik, Erotik und Explosionen, Sex mit der Lehrerin und Schreibprobleme – in der neu erschienenen lustigen Novelle »Schall & Rauch« lässt der Heilbronner Autor Nicolai Köppel für die Helden nichts aus. Die Jungs müssen schließlich was lernen. Bloß was? STADTLEBEN Hanix Nr. 40

9
Für Existenzgründer, Kreative und IT-Freaks – die Innovationsfabrik Heilbronn Bald auch mit attraktivem Co-Working-Angebot! Kontakt: Bernd Billek, Tel. 07131 6257-46 bernd.billek@stadtsiedlung.de www.innovationsfabrik.de

10
DIE TIPPS FÜR REGION Comedy 19. Dezember ALFONS – WIEDERSEHEN MACHT FREUNDE Stadthalle, Künzelsau Alfons, der Kultreporter der ARD, erklimmt zusammen mit seinem Puschelmikro die Bühne – mit seinem bisher persönlichsten Programm. Er erzählt von seiner Jugend in Frankreich und wie er das wurde, was er heute ist: ein französischer Reporter in Deutschland mit seiner ganz eigenen Sicht der Welt. Alles begann mit drei guten Freunden aus Paris. Sie waren die dicksten Kumpels. Bis das Leben dafür sorgte, dass sie auseinandergehen mussten. Da hatten sie die entscheidende Idee: Wir machen einen Termin. Heute, in genau 20 Jahren sehen wir uns hier wieder. Gleicher Ort, gleiche Zeit. Eine warmherzige Mischung aus Theaterabend, Comedy und poetischen Momenten. Kabarett 18. Dezember FATIH ÇEVIKKOLLU – FATIH KOMMT GEFÜHLSECHT! Brauhaus – Prinz-Saal, Neckarsulm Können Integration und Völkerverständigung auch einfach lustig sein? Natürlich können sie das. Fatih Çevikkollu macht es möglich. Denn er jongliert gekonnt mit deutschen und türkischen Vorurteilen, Vorbehalten und Ängsten. Und wer könnte geeigneter für Völkerverständigung sein als der Integrations-Musterschüler. Der in Köln geborene Schauspieler und Kabarettist mit türkischen Wurzeln war erster zugelassener Türke an einer Berliner Hochschule. Er war der erste Türke, der als Büttenredner beim Kölner Karneval aufgetreten ist. Nun blickt Çevikkollu kritisch auf das politische und gesellschaftliche Geschehen. Handmade-Messe 31. Januar & 1. Februar HANDMADE SOUL – EVENT UND MARKT FÜR HANDGEFERTIGTE EINZELSTÜCKE Burg Stettenfels, Untergruppenbach Handmade Soul ist ein Event für alle, die selbstgemachte Dinge lieben. Im einzigartigen Ambiente der Burg Stettenfels wird Handmade Soul zur Plattform für liebevoll hergestellte Unikate. Es gilt: Hauptsache selbstgemacht, einzigartig und kreativ! Fussballbundesligaspiel 23. Januar TSG 1899 HOFFENHEIM - BAYER 04 LEVERKUSEN Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim Wie startet der alte holländische Grantler Huub Stevens mit seiner neuen Mannschaft in die Rückrunde? Wird die Null stehen? Trifft Kevin Kurányi endlich? Und wie ist Dietmar Hopp drauf? Fragen, die am 18. Spieltag beantwortet werden. Dann gastiert Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen mit Manager Tante Käthe in der Rhein-Neckar-Arena. Ein harter Brocken für den Knurrer aus Kerkrade und seine Hoffenheimer »Buwe«. Musikshow 30. Januar SWR3 LIVE LYRIX – MIT ALEXANDRA KAMP, RONALD SPIESS UND BEN STREUBEL KULTURa, Öhringen SWR3 Live Lyrix sind mit neuem Programm auf Tour. Dabei erzählen die Schauspieler Alexandra Kamp und Ronald Spiess die Geschichten der Pop- und Rockmusik und schicken die Zuschauer auf eine Achterbahn der Gefühle. SWR3 Live-Lyrix–Mann und Moderator Ben Streubel hat zu allen Songs Geschichten parat. Zum Lachen, Schaudern, Staunen und Nachdenken. Ausstellung Bis 18. März ZWISCHEN DEN ZEILEN? ZEITUNGSPRESSE ALS NS-MACHTINSTRUMENT Staatsarchiv, Ludwigsburg Wer über Medien verfügt, hat Einfluss auf die öffentliche Meinung. Deshalb etablierte die nationalsozialistische Bewegung schon früh eigene Zeitungen und sicherte sich gleichzeitig die Unterstützung nationalkonservativer Blätter. Die von der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin konzipierte Ausstellung zeigt, wie die NS- Diktatur die deutsche Presselandschaft veränderte, und fragt, welche Denk- und Handlungsspielräume es für Verleger, Journalisten und Leser gab. Das Staatsarchiv Ludwigsburg ergänzt die Ausstellung durch eine Onlinepräsentation von Entnazifizierungsakten von Journalisten und Verlegern insbesondere aus der Region. LANDLEBEN Hanix Nr. 40

11
Hanix Nr. 40 Kapitel

12
DIE TIPPS FÜR S, MA, HD & KA Lesung 2. Dezember JUDITH HOLOFERNES – DU BELLST VOR DEM FALSCHEN BAUM DAI, Heidelberg Judith Holofernes ist vor allem als Frontfrau der Band Wir sind Helden bekannt. Jetzt veröffentlicht die Songschreiberin ihr erstes Buch: Gedichte über Tiere – denn grandiosere Komiker gibt es für sie nicht. Mit Ernsthaftigkeit und Grazie, dabei kratzbürstig-komisch, erzählt sie von Tieren, und eben soviel über Menschen. Die zunächst auf ihrem Blog erschienenen Gedichte und viele neue Texte werden nun in ein außergewöhnliches Buch ausgewildert, illustriert von Collagen der Künstlerin Vanessa Karré. Satire-Happening 4. und 6. Dezember TITANIC BOYGROUP Alte Feuerwache, Mannheim Ausverkaufte Hallen, ohnmächtige Omas, Millionen zufriedener Kunden – die »Supergruppe der Satireszene« (Süddeutsche Zeitung) findet einfach keine Ruhe. Als Titanic BoyGroup bespielen die drei ehemaligen Chefredakteure MdEP Martin Sonneborn, Thomas Gsella und Oliver Maria Schmitt seit zwei Jahrzehnten sämtliche deutschsprachigen Bühnen von Zürich bis Hamburg und Berlin (bei Polen) und zaubern ein Lächeln auf die Gesichter ihres Publikums. Die drei sind längst Legende: Sie wurden vom Papst verklagt, dem Bundespräsidenten und der FIFA, sie eroberten Parlamente und überlebten Terroranschläge, wurden ausgebuht, bejubelt und gefeiert. In ihrem brandneuen Programm präsentieren sie die ältesten Pointen der westlichen Welt, Geschmacklosigkeiten auf höchstem Niveau, anspruchsvolle Zoten und verbotene Witze auf Kosten unbeteiligter Dritter (Hitler, Assad, Helene Fischer). Konzert 5. und 12. Dezember CURSE – »FEUERWAS- SER15«-TOUR Halle 02, Heidelberg und Die Stadtmitte, Karlsruhe 2015 feiert »Feuerwasser«, das unter Kritikern als Meisterwerk des Deutschrap gilt, sein 15. Jubiläum! Deshalb geht Curse im Dezember auf »Feuerwasser15«- Tour und wird gemeinsam mit seinem DJ den Klassiker neu zum Leben erwecken – Song für Song, Zeile für Zeile, Beat für Beat. »Feuerwasser« wird als vollständiges Werk zu hören sein, geladen sind zudem »Special Guests« aus der »Feuerwasser«-Zeit und der deutschen Hip-Hop-Historie. Festival 12. Dezember SEMF 2015 – STUTTGART ELECTRONIC MUSIC FESTIVAL Messe, Stuttgart Am 12. Dezember findet die mittlerweile nun neunte Auflage des Stuttgart Electronic Music Festival (SEMF) in den Stuttgarter Messehallen statt. Süddeutschlands größtes Indoor-Festival für elektronische Musik bietet wieder weit über 15.000 Besuchern Platz, um nationale und internationale Größen der Elektro-Szene zu feiern. Zum hochkarätigen Line-Up zählen in diesem Jahr Stars der Szene wie unter anderem Sven Väth, Chris Liebing, Tale Of Us oder Lexy & K-Paul. Tanzshow 12.–17. Januar RYDMANS SWAN LAKE RELOADED – TCHAIKOVSKY MEETS STREETDANCE Theaterhaus, Stuttgart Auf radikale Art und Weise holt der schwedische Choreograph Fredrik »Benke« Rydman Tschaikowsky in die Gegenwart: Breakdance trifft auf klassischen Tanz – urbane Beats auf ein klassisches Orchester. Die schrille Tanzinszenierung eroberte innerhalb kürzester Zeit Publikum und Kritiker. Schwanensee ist das meist aufgeführte Ballett der Welt, doch noch nie zuvor wurden die verzauberten Schwäne zu drogenabhängigen Prostituierten gemacht. Swan Lake Reloaded überführt den klassischen Stoff mit einer technisch und akrobatisch hochanspruchsvollen Streetdance-Show in ein Märchen der Neuzeit. Konzert 29. Januar HANS SÖLLNER – »LIVE SOLO« Festhalle Durlach, Karlsruhe Altersmilde? Keine Spur! Der letzte, dichtende und singende Anarcho der deutschen Musikszene denkt noch lange nicht ans Aufhören: Hans Söllner, bayerischer Liedermacher und Rebell. Kein anderer wettert so wortgewandt und voller Lust gegen Staat, Polizei und Obrigkeit! Schöner, als es die SZ getan hat, lässt er sich nicht beschreiben: »Wir haben keinen Besseren als diesen kiffenden, fluchenden, Staat, Kirche und Religion und den gehobenen Geschmack beleidigenden und dann auch noch das Hochdeutsche weiträumig umfahrenden Rastafari. Habe die Ehre Herr Söllner.« METROLEBEN Hanix Nr. 40

13
Hanix Nr. 40 Für alle, die wissen, dass die Straße Richtung Zukunft keine Gerade ist. Für alle, die Kurven lieben: Der neue 911 Carrera 4. Ab dem 12.12.2015 bei uns im Porsche Zentrum Heilbronn. Porsche Zentrum Heilbronn PZ Sportwagen Vertriebs-GmbH Stuttgarter Straße 111 74074 Heilbronn Tel.: +49 7131 5034-200 Fax: +49 7131 5034-220 www.porsche-heilbronn.de Kraftstoffverbrauch (in l/100 km): innerorts 12,2–10,1 · außerorts 6,7–6,3 · kombiniert 8,7–7,7; CO 2 -Emissionen: 201–177 g/km

14
PFEFFER lebensmittel und tagbar im historischen Fleischhaus JaHRE HEiLBRonnER FaMiLiEnBEtRiEB in dRittER gEnERation das ERstE gEscH ä F t in dER PauLinEnstR assE f r e i r a u m - p h o t o s . d e CLAUS VON WAGNER – THEORIE DER FEINEN MENSCHEN Claus von Wagner präsentiert sein neues Programm »Theorie der feinen Menschen« am 21. Januar in Öhringen. »Claus von Wagner ist so, wie sich Bertold Brecht und Loriot in einer durchzechten Nacht ihren Schwiegersohn vorgestellt hätten.« So lautet die Beschreibung von Claus von Wagner auf dessen Webseite. Und wer würde nicht gerne das Kabarettprogramm des »Schwiegersohnes« von Berthold Brecht und Loriot erleben, der dazu noch ein Teil der heute-show und von Die Anstalt, beide ZDF, ist? Kritiker loben den Bayer wegen seines tiefgehenden Humors, der durchaus als anspruchsvoll gelten kann – sein aktuelles Programm »Theorie der feinen Menschen« beweist das aufs Neue: Wagner begibt sich in das Epizentrum der Finanzkrise. Er beschreibt geistreich, klug und amüsant, wie es windigen Geschäftsmännern und Börsenmaklern immer wieder gelingt, die ihnen anvertrauten Geldanlagen ungebremst ins Nichts zu steuern. Dabei kommen sie selbst immer wieder viel zu gut weg. »Theorie der feinen Menschen« ist eine Erzählung aus einer Gesellschaft, die sich fest in den Klauen des kapitalistischen Systems befindet. Und Wagner rechnet ab. Mit dem System, Wirtschaftsverbrechern und Business-Punks. Sprachlich scharf kalkuliert Wagner nicht den Tabubruch, sondern analysiert präzise und seriös. Rapider Wissenszuwachs und natürlich unbezahlbare Unterhaltung sind garantiert! Ein ungewöhnlicher Kabarettabend, »als hätte Shakespeare ein Praktikum bei der Deutschen Bank absolviert und aus Verzweiflung darüber eine Komödie geschrieben.« Ein episches Stück, das von Verrat, Familie und Geld handelt. Die Süddeutsche Zeitung feiert »Theorie der feinen Menschen« als »fast schon antike Tragödie« und prophezeit dem Stück das Eingehen in die Annalen der Kabarettgeschichte. Der Kommunikationswissenschaftler und Absolvent eines Studiums der Neueren und Neusten Geschichte sowie des Medienrechts arbeitete schon während seiner Zeit an der Universität an Kabarettprogrammen. So erschuf er 1997 sein erstes Programm »Warten auf Majola«. 2003 schrieb er seine Magisterarbeit zum Thema »Politisches Kabarett im deutschen Fernsehen. Zwischen Gesellschaftskritik und Eigenwerbung. Eine Expertenbefragung«. Ein interessanter Kabarettabend mit einem Ausnahmetalent der deutschen Szene erwartet all jene, die sich am 21. Januar in der Kultura in Öhringen einfinden. ◆ © Simon Büttner Hanix Nr. 40 STREIFZUG DURCH STADT, LAND UND REGION

15
Hanix Nr. 40 MASTA ACE, STRICKLIN, WORDSWORTH – EMC »THE TONITE SHOW«-TOUR Freunde des gepflegten Hip-Hop und Rap können sich auf einen ganz besonderen Leckerbissen im Dezember freuen. Kein Geringerer als Masta Ace wird zusammen mit Stricklin und Wordsworth (»eMC Super Group«) ein Konzert aus der »The Tonite Show«-Tour im Freund + Kupferstecher in Stuttgart geben. © PR Zusammen bilden die drei US-amerikanischen Rapper die »eMC Super Group«, die seit 2001 besteht. Damals waren die drei Musiker gemeinsam mit einem vierten Rapper, Punchline, auf Tour. Schnell wurde den Vieren klar, dass sie gemeinsame Projekte starten wollten. Vor allem da dies auch von ihren Fans gefordert wurde. 2006 schließlich wurde das erste gemeinsame Lied »Four Brothers« veröffentlicht. Punchline verließ die Gruppe 2012, 2015 erschien das zweite Studioalbum des Trios, »The Tonite Show«, mit dem sie nun auf Tour sind. Die »eMC Super Group« zeichnet sich durch innovativen, aber stets klassisch inspirierten modernen Rap aus. So führt ihr neues Album den Hörer durch einen Tag der Gruppe, an dem sich deren Mitglieder darauf vorbereiten, abends bei einer Late-Night-Show aufzutreten. Wen das neugierig gemacht hat, der sollte sich den Termin schon einmal vormerken! ◆ Bereits im Sommer fand das »Internationale low & no budget Kurzfilmfestival« in Stuttgart und Heilbronn statt. Aus über 3000 Einreichungen wählte die ehrenamtliche Jury des Festivals 17 Filme aus, um sie dem Publikum zu präsentieren. Am 15. Dezember zeigt das kommunale Kino Heilbronn in der ebene 3 nun noch einmal alle Kurzfilme des Festivals. Im Jahre 2003 wurde das Festival zum ersten Mal in Wien veranstaltet und findet seit 2006 auch in Deutschland statt. Nach Stationen in verschiedenen deutschen Städten, darunter Goethes Geburtsstadt Weimar, kam das Festival 2007 zum ersten Mal in die Käthchenstadt. Seitdem steigen die Besucherzahlen stetig und den Veranstaltern ist es gelungen, die Filme auch auf »Tour« durch regionale Kinos gehen zu lassen. Dabei ist das Festival nicht-kommerziell ausgerichtet und gibt somit Filmmachern, die jenseits der ausgetretenen Pfade des Kommerz und Mainstream arbeiten, eine Chance, sich und ihre Werke zu präsentieren. Die internationalen Kurzfilme des Festivals sind alle zwischen drei Minuten und einer Viertelstunde lang, die Regisseure kommen unter anderem aus Spanien, Kanada und Österreich. Der Filmabend am 15. Dezember besteht aus zwei Blöcken mit jeweils etwa einer Stunde Laufzeit. ◆ INTERNATIONALES LOW & NO BUDGET KURZFILMFESTIVAL 2015 STREIFZUG DURCH STADT, LAND UND REGION Wer es im Sommer verpasst hat oder die Gelegenheit nutzen möchte, die Beiträge noch einmal zu sehen, hat nun die Gelegenheit, alle Filme des Kurzfilmfestivals im kommunalen Kino Heilbronn in der ebene 3 zu sehen. WLADIMIR KAMINER – DAS LEBEN IST (K)EINE KUNST © Katja Hentschel Wladimir Kaminer, privat Russe, beruflich deutscher Schriftsteller, liest in der Heilbronner Harmonie aus seinem neuesten Buch »Das Leben ist (k)eine Kunst – Geschichten von Künstlerpech und Lebenskünstlern«. Was verbindet eine Putzfrau mit einem abgehalfterten Superstar, einem Kneipenwirt, einem Regenmacher, einem Maler oder Wladimir Kaminers Mutter? Diese Frage beantwortet Kaminer in seinem Buch, in dem er zeigt, wie sich Leben und Kunst zu interessanten Geschichten verbinden. Es handelt vom Scheitern ebenso wie von der Komik. Was Kaminers Lesungen so besonders macht, ist sein Anspruch, nicht einfach nur aus seinen schon fertigen Büchern zu lesen. Deshalb kann es durchaus sein, dass der seit 1990 in Deutschland lebende Russe einfach eine Geschichte zum Besten gibt, die er erst wenige Stunden vor seinem Auftritt vollendet hat. Wer den selbsternannten »Rotwein-Russen« also einmal live erleben möchte, hat am 7. Januar um 20 Uhr in der Harmonie in Heilbronn die Gelegenheit dazu.. ◆

16
Dinge, die Heilbronner nicht sagen Lecker, die Stadt riecht wieder nach Brühwürfel. THEKENPHILOSOPHEN In jeder Ausgabe stellen wir unseren vier Thekenphilosophen eine knifflige Frage aus dem Leben. Das Szenario: Der Gast sitzt an der Theke, weiß nicht weiter und fragt den Wirt nach dem richtungsweisenden Ratschlag. Unser Thekenszenario diesmal: Während einer Party hat der Gast den Partner seines besten Freundes/seiner besten Freundin beim heftigen Flirten mit einer anderen Person gesehen. Soll man nun dem Freund davon berichten? Protokoll: Friedemann Orths, Fotos: Ulla Kühnle Ralph Munz, u. a. The Rooms Club Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Da wir alle keine Kinder von Traurigkeit sind, bleibe lieber mal ruhig und beobachte weiter. Weil das was du siehst, ist nicht immer das, was du siehst. Sibel Taylan, Data 77112 Wenn mir das aufm Herzen liegt, geh ich zu dem Partner des besten Freundes und frage nach, was da los ist. Der solls dann selber dem Partner sagen. Also gegen einen harmlosen Flirt ist ja nix einzuwenden, ist er allerdings heftig – dann stimmt wohl etwas in der Beziehung nicht. Klar kann man von einer anderen Person so fasziniert sein, dass man seinen Partner glatt vergisst, aber solange man ehrlich miteinander redet, lässt sich so etwas doch klären. Lügen ist auf Dauer doch nur Zeitverschwendung. Wenn der Partner es doch nicht sagt, würde ich bei Gelegenheit mal bei dem besten Freund anklingeln und fragen, ob er glücklich ist und sein Herzilein (immer noch) vor Freude beim Angesicht des Partners hoch rauf zum All und wieder runter zum Erdkern surft. Mares Baudewijns, Eckstein Auf keinen Fall! Die Erlebnisse beim Ausgehen, ob jetzt heftig geflirtet oder nicht, sollte immer der Partner/in selbst erzählen dürfen (oder auch nicht). Man sollte sich nie einmischen in die Privatsphäre von Freunden, denn man kennt selten die ganze Geschichte. That’s what friends are for! Thomas Aurich, u. a. Winterdorf Also wenn ein Teil eines Paares denkt, dass er seinen Partner ja sowieso sicher hat und deshalb mit anderen flirtet, dann würde ich meinem Freund/meiner Freundin empfehlen, auch mal mit jemand anderem zu flirten. So gleicht sich das am Ende dann wieder aus und der potenzielle Fremdgänger merkt vielleicht, was er an seinem Partner hat. SMALLTALK Hanix Nr. 40

17
#ASHTAG #EILBRONN Unsere Social-Media-Rückschau zu Heilbronn. Mal spannend und unterhaltsam, oft langweilig und öde. Wir schlagen uns für euch durchs Heilbronner Twitterund Facebook-Dickicht und scrollen auch da, wo es wehtut. Heilbronner Foodporn- Ästhetik Wer kennt ihn nicht, den Trend, leckeres Essen zu fotografieren. Noch einen feinen Instagram-Filter drübergelegt und auf einem Tumblr-Blog posten – fertig. Ziel: den Betrachtern soll das Wasser im Munde zusammenlaufen. Entgegen aller gängigen ästhetischen Parameter für einen Foodporn-Post agiert don_danyelos auf Instagram. Filterlos, auf Effekthascherei verzichtend, zeigt er uns seine Dönerbox mit Red Bull in ihrer ungefilterten Pracht (siehe Foto): »Döner Box + RedBull ? #döner #dönerbox #divan #heilbronn #stadt #beste #redbull« Die Akte Zschäpe – Die letzten Rätsel des NSU Die ARD zeigte die Doku »Die Akte Zschäpe – Die letzten Rätsel des NSU«. Dabei ging es auch um den Mord an Michèle Kiesewetter und viele polizeiliche Fehler, die in Heilbronn gemacht wurden. Gezeigt wird auch ein bisher unbekanntes Video, das circa 90 Minuten nach der Tat aufgenommen wurde. Wen es interessiert: Der Beitrag ist in der ARD-Mediathek noch bis zum 2. November 2016 verfügbar. Unter www.ardmediathek.de einfach den Suchbegriff »Die Akte Zschäpe« eingeben. Indian Summer? Altweibersommer! An den stimmungsvollen Herbsttagen posteten Heilbronner vermehrt durch den Farbfilter gejagte Fotos von gelbrotorangen Weinbergen und Wäldern und versahen sie versonnen mit #IndianSummer. Ein für allemal: Hier sagt man Altweibersommer! Punkt. Übrigens: Es handelt sich dabei um eine Phase gleichmäßiger Witterung im Spätjahr die durch ein stabiles Hochdruckgebiet gekennzeichnet ist. Das kurzzeitig trockenere Wetter intensiviert den Laubfall und die Laubverfärbung.

18
Diesmal über einen Abend voller 600-Sekunden- Begegnungen. Länger dürfen zwei frisch gezapfte Biere auch nicht dauern. Von Nicolai Köppel Foto: Ulla Kühnle STAMMLOKAL Montagabend. Eine Heilbronner Kneipe in der Nähe einer Brücke. Trotz herb-herbstlicher Außentemperaturen ist draußen noch »eingedeckt«, drinnen steht eine einsame rauchfreie Thekenkraft bei leiser Musik. Ich setze mich. Es wird schon noch jemand kommen. Was ist eigentlich die Mehrzahl von jemand? Ich werde von jemandem mit Bier eingedeckt, aber bevor das kommt, kommt schon ein anderer Jemand. Ich kenne ihn. Sonst wäre es ja auch nur irgendjemand. Das ist ein Unterschied. Nach ein paar Bier wird auch der vergehen, und die anderen Unterschiede mit ihm. Die nächsten fünf, die sich im Abstand von fünf bis zehn Minuten für ein oder zwei Stunden an den Tisch setzen, kenne ich. Die nächsten zehn auch. Und die kennen sich. Von einem weiß ich den Namen nicht mehr, der kam wohl letztes Mal erst gegen später. Schließlich ist der Außenbereich voll. Drinnen steht die rauchfreie Thekenkraft alleine herum und zapft. Man redet. Selten zu dritt oder viert, das Vieraugengespräch dominiert als Kommunikationsform, sodass man bei Getränkenachbestellungen des Gegenübers immer mal kurz alleine ist. Es ist ein multiples Reise-nach-Jerusalem-Spiel: Geht einer pinkeln, wechselt einer den Platz, muss einer nach Hause – schon hat man zack einen Neuen zum Sichvolllabernlassen. Oder zum Volllabern. Oder du schaltest dich in eins der Zweiergespräche ein und ermöglichst einem der beiden, sich kurz zu sammeln. Oder pinkeln zu gehen. Oder neues Bier zu bestellen. Oder sich zu überlegen, woher er dich kennt, weil du letztes Mal erst gegen später kamst. Es sind auch Frauen dabei. Aber die Männer hier sind nicht auf Freiersfüßen. Hier kann jeder jedem auf dem Weg zum Klo oder zu einem neuen Platz durchs Haar wuscheln, ohne zudringlich zu wirken. Im Lauf des Abends fällt einem manches wieder ein, was bei einem der letzten Male erzählt wurde, und das unsichtbare Netz von Sozialfäden wird immer dichter. Wir auch. Hatte nicht Z erzählt, dass er früher mal dem Y die X ausgespannt hat, nachdem sie mit W wegen V Schluss gemacht hatte? W und Y sitzen da drüben mit E und L, die früher mal jeder für sich mit R und P zusammen waren – und dass A letzten Sommer bei D offiziell auf dem Sofa übernachtet hat, als J gerade mit C und F im Urlaub in LA waren, darf eigentlich niemand wissen. Aber jeder weiß es. Man redet nur nicht darüber. Falls es einer doch nicht mitbekommen hat. Es muss immer was für später übrigbleiben. Wo ist eigentlich B? Und wo sind G bis K? Die werden doch nicht etwa? Es ist ein Dorf. Es ist sogar noch mehr als das, es ist die Sehnsucht nach einem Dorf. Man redet über Filme, Fußball, Fernsehen, Familie und Freunde von früher. Das beruhigt. Man tauscht Tipps und Bücher und schickt via Satellit Links an den, der neben einem sitzt, und findet immer jemanden, der genau das hat oder weiß, was einem fehlt oder was man gerade im Sinn hat. Und wenn mal nicht, hat man ein paar neue Sachen im Sinn, wenn man zum Nächsten geht. In einem Dorf sind es auch immer die gleichen, die abends in der einzigen Kneipe sitzen, die Schlauen und die Deppen zusammen, die sich nach der Arbeit gegenseitig updaten. Aber das hier ist nicht die einzige Kneipe. Die Deppen müssen woanders sein. Das beruhigt noch mehr. Mit Bier hält die Beruhigung länger an. Vielleicht sogar bis morgen. Tief in der Nacht spazieren einige nach Hause. Einer, der noch fahren könnte, aber um die Ecke wohnt, tauscht seinen Fahrradschlüssel gegen den Autoschlüssel von einem, der nicht um die Ecke wohnt und nicht mehr fahren kann. Morgen trifft man sich wieder hier. Das ist praktisch. Und schön. Man wird über andere Filme, tagesaktuellen Fußball, neues blödes Fernsehen reden, über die jungen Leute, die immer älter werden. Und über Freunde, die früher auch hier waren. Manchmal kommt einer von denen vorbei. Das ist auch schön. Und praktischerweise ist immer ein Platz frei. Weil immer gerade jemand pinkeln ist. Wenn es nur irgendjemand war, noch besser. ◆ Nicolai Köppel denkt sich diese Kolumne »600 Sekunden« nicht aus, sondern lässt sie jedesmal extra passieren. Mehr gibt’s hier: www.nicolaikoeppel.de 600 SEKUNDEN Hanix Nr. 40

19
Karl Schmidt-rottluff, Blauer Mond, 1920, VG Bild-Kunst, Bonn 2015 Karl Schmidt-rottluff reiner auSdrucK | 10.10.2015–17.01.2016 5 Jahre KunSthalle Vogelmann www.museen-heilbronn.de in heiLBrOnn

20
Die Freunde und Praktisches im Gepäck – der Tascheninhalt der Neu-Heilbronnerin verrät: Sie konzentriert sich aufs Wesentliche. Was er nicht preisgibt: Sie isst vier Gläser Nutella in der Woche, hat in einer Coyote-Bar gearbeitet und würde in Heilbronn am liebsten ein Café eröffnen. Oder nach München ziehen. Von Maria Maroge Fotos: Meli Dikta Sonja versüßt die Stadt Eine grazile Gestalt mit erfrischendem Elan, groß, attraktiv und etwas vorsichtig – Sonja wirkt anmutig wie eine Ballerina. »Ich bin gelernte Konditorin – aus Leidenschaft!«, erklärt die 24-Jährige. Vor wenigen Monaten beschloss sie, von Reutlingen nach Heilbronn zu ziehen. Spontan bewarb sie sich bei Pfeffer im Feinkostladen-Restaurant in der Heilbronner Innenstadt und erhielt die Stelle als Servicekraft. Seit dem Sommer steht sie nun dort BERUF: Konditorin; Schichtleiterin bei Pfeffer im Fleischhaus JAHRGANG: 1991 BERUFUNG: Allem zu widerstehen, nur nicht der Versuchung hinter dem Tresen und verkauft kulinarische Köstlichkeiten, versüßt den Gaumen der Gäste mit Selbstgebackenem. Wegen der Arbeitszeiten möchte sie ihr tatsächliches Handwerk nicht mehr schwerpunktmäßig ausüben. »Wenn man nachts um drei Uhr arbeiten muss, auch am Wochenende, und abends um 20 Uhr ins Bett muss, dann zieht das Leben an einem vorbei.« Die Freunde, das Ausgehen, der Spaß, alles Opfer, die sie während ihrer Ausbildung in einer Esslinger Backstube bringen musste. »Der Beruf ist es wert, ich würde es wieder lernen.« Denn bereits in ihrer Kindheit beschloss sie, Bäckerin zu werden. Die Kreativität des Berufs reizte sie. Die Schoko-Bananentorte gelänge ihr meisterhaft, erklärt Sonja. Nach der Ausbildung wollte sie endlich ihre Freizeit auskosten. Sie zog von der Geburtsstadt Esslingen nach Reutlingen und arbeitete drei Jahre lang als Schichtleiterin in einer Tapas-Bar. Als glückliche Zeit beschreibt sie die Jahre dort. Bis die Trennung mit dem langjährigen Freund das Bedürfnis nach Veränderung in ihr weckte. Sie besuchte ihre Schwester Tamara in Heilbronn, blieb einige Wochen, genoss als frischgebackene Tante die Gesellschaft von Klein-Lion und beschloss, in Heilbronn sesshaft zu werden. Bei Pfeffer fühlt sie sich gut aufgehoben, schwärmt von den tollen Kollegen und dem fairen Umgang. Auch privat hat sie schnell Anschluss gefunden und trifft sich mehrmals die Woche mit ihrer neuen Clique, die ihr ans Herz gewachsen sei. Das beweist auch die Taschenkontrolle. Als sie den Inhalt ihres Beutels leert, fällt vor allem die Handcreme ›Fabi‹ auf. »Die habe ich speziell für meinen Kumpel Fabi mit, weil er einfach immer nach Handcreme fragt.« Das Foto in ihrer Tasche zeigt sie (rechts) mit zwei weiteren Freunden. Das »Schnutenbild« soll ausdrücken, wie traurig die Drei über einen langen Auslandsaufenthalt ihrer Freundin waren. Sie schickten es ihr als Postkarte in die USA. Die restlichen Utensilien zeugen von einer dezenten Koketterie: Lipgloss, Zahnseide, Deo und Kamm. Der wuschelige Schlüsselanhänger allein fällt auf. »Ich hasse Schlüsselsuchen. Der Puschel hilft mir beim schnellen Finden.« Schlicht, hübsch und pragmatisch ist auch ihr Geldbeutel, so wie sie selbst. Sie sei ein loyaler und positiver Mensch, mit ehrlichen und innigen Beziehungen zu Freunden und Familie. Natürlich verwöhnt sie diese auch gerne mit ihren Backkünsten. Und welcher Versuchung kann sie selbst nicht widerstehen? Den Zigaretten. Dafür verzichte sie gänzlich auf Alkohol. »Ich mag es nicht, wie sich Menschen dadurch verändern. Ich möchte die Kontrolle über mich behalten.« Nur bei Nutella mag sie sich nicht beherrschen, gesteht sie. Drei bis vier Gläser davon verzehrt Sonja wöchentlich! Was sie sonst noch mag? Singer-Songwriter-Musik und tanzen, früher gern Hip-Hop. Zur Esslinger Zeit tanzte sie sogar in einer Coyote-Bar auf der Theke, neben dem Bedienen. »Ganz seriös mit einstudierten Choreografien«, betont sie. Wohin wird sie sich wohl in Zukunft bewegen? Vielleicht ihren Traum vom eigenen Café in Heilbronn verwirklichen, erklärt sie. Allein ihre Lieblingsstadt München steht dazu noch in Konkurrenz. ◆ TASCHENKONTROLLE Hanix Nr. 40

21
Hanix Nr. 40 SONJA HERMANN LEERT IHRE TASCHEN

22
Hochzeitsreportagen / Paarshootings / Photobooth »ICH GEBE HEILBRONN EINE ZWEITE CHANCE« ANITA AUFRECHT stammt aus Leingarten. Nach vier Jahren im Ausland forscht sie nun an der GGS für ihre Doktorarbeit. Während ihrer Abwesenheit hat sich in Heilbronn viel getan, findet sie. Aber noch nicht genug. Interview: Robert Mucha Foto: Memo Filiz nicokurth-hochzeitsfotografie.de Hanix Nr. 40 HEIMATSTADT:Leingarten ALTER: 28 Jahre HOCHSCHULE: GGS STUDIUM: Doktorandin, Thema der Dissertation: Nachhaltige Unternehmensführung Hanix: Warum hast du die Doktorandenstelle in Heilbronn angetreten? Anita Aufrecht: Ich war vier Jahre im Ausland (Nicaragua und Dänemark) und wollte einfach wieder zurück in die Heimat. Ich dachte, ich gebe mir hier nochmal eine Chance. Zu welchem Thema dissertierst Ich bearbeite verschiedene Themen, über die ich Artikel schreibe. Die meisten handeln von Unternehmensverantwortung. Daraus wird dann meine Doktorarbeit. Aktuell schreibe ich über Menschenrechte in Nicaragua. Warum interessiert dich gerade das Feld der nachhaltigen Unternehmensführung? Unternehmen besitzen die besten Möglichkeiten, für ein nachhaltiges Wirtschaften zu sorgen und so positiv für die Gesellschaft zu wirken. Du warst vier Jahre im Ausland. Wie empfindest du Heilbronn im Vergleich zum Zeitpunkt deines Abschieds? Heilbronn hat sich sehr positiv entwickelt. Die Stadt ist moderner geworden und HEILBRONNER STUDIS

23
Hanix Nr. 40 es ist mehr Leben auf den Straßen. Ebenso hat sich viel im musikalischen und kulturellen Bereich getan. Es gibt mehr Bars und Restaurants, es ziehen immer mehr Leute aus anderen Teilen Deutschlands in die Stadt. Einer deiner Lieblingsorte in Heilbronn ist die »Zigarre«. Was gefällt dir hier so gut? Das künstlerische Ambiente ist inspirierend. Hier können sich verschiedene Künstler ausleben. Früher bin ich gegenüber zur Schule gegangen und schon damals hat es mich in die Zigarre gezogen. In welchen Bereichen hat die Stadt Nachholbedarf? Wir haben zwar weltbekannte und erfolgreiche Unternehmen, allerdings fehlt mir die Kreativität. Creative Industries sind hier eher Mangelware. Empfindest du die Stadt selbst auch als wenig kreativ, oder ist das nur eine Beobachtung, die du bei den Heilbronner Unternehmen machst? Es gibt hier sehr viele Möglichkeiten, die man nur nutzen müsste. Die Leute hier sind noch etwas zu verschlossen. In den letzten Jahren ist zwar schon vieles deutlich besser geworden, aber ich würde mich freuen, wenn diese Entwicklung konsequenter und schneller vorangetrieben würde. ◆ Du bist StudentIn in Heilbronn und hast Lust uns deine Lieblingsplätze in der Stadt zu zeigen? Schreib uns an info@hanix-magazin.de mit dem Betreff: HEILBRONNER STUDI Als Belohnung für eine Veröffentlichung bekommst du einen 50-Euro-Gutschein vom Pearls and Diamond (www.pearls-diamond.de) in der Bahnhofstraße 31, Heilbronn. »MEIN TOASTER VERLANGT ENGAGEMENT, SONST GIBTS SCHWARZBROT« Ein Flohmarktschnäppchen ihrer Mutter hat MILVA-KATHARINA KLÖPPEL schon einige Weißbrote verkohlt. Denn der vintage Rowenta-Toaster verlangt aktives Handeln, um ein perfektes Ergebnis zu liefern. Interview: Robert Mucha Fotos: Meli Dikta Robert: Erzähl uns etwas über dein Lieblingsstück! Was ist es? Milva: Ein Toaster! Das gute Stück ist aus den 60er- oder 70er-Jahren. Was macht den Toaster so besonders? Zum einen ist er ein Geschenk meiner Mutter, zum anderen verlangt der Toaster von seinen Nutzern ein gewisses Engagement. Während man sich etwas toastet, darf man unter keinen Umständen den Raum verlassen oder etwas anderes machen. Man muss den Toastvorgang nämlich aktiv beenden, der Toaster würde sonst bis zum Küchenbrand weitertoasten. Außerdem muss man das Brot wenden und kann jede Seite somit individuell stark toasten. Man darf das Gerät also nicht aus den Augen lassen, sonst verkohlt das Brot oder Schlimmeres. Aber wenn man den Dreh raushat, dann schmeckt das getoastete Brot viel besser, als von herkömmlichen, modernen Toastern. Wo hat deine Mutter das gute Rowenta- Stück her? Sie besaß den gleichen Toaster während ihrer Zeit als Studentin. Eines Tages hat sie auf dem Flohmarkt für fünf Mark das gute Teil erstanden und ihn mir geschenkt, da ich zu dieser Zeit auch mein Studium begonnen MEIN LIEBLINGSDING habe. Das macht ihn so besonders für mich. Wie viel müsste ich hinlegen, damit du ihn wieder hergibst? Der Toaster ist unverkäuflich. Ich würde ihn allerdings an ein Museum spenden, damit er der Nachwelt erhalten bleibt. ◆ NAME: Milva-Katharina Klöppel ALTER: 37 BERUF: Redakteurin bei der Heilbronner Stimme BERUFUNG: Schreiben WÜRDE IHR LIEBLINGSSTÜCK TAUSCHEN GEGEN…: Gar nix! Aber einem Museum würde sie es vermachen.

24
AUF DEM Für diese Ausgabe haben wir uns überlegt, einer Aktivität nachzugehen, die man auch über einen längeren Zeitraum machen kann. Sportwetten beispielsweise haben den Nachteil, dass man früher oder später auf der Straße landen, oder Probleme mit der Wettmafia bekommen könnte. Ein entspannenderes Hobby sollte es diesmal sein, möglichst ohne Erstickungsgefahr durch Zigarettenrauch. Auch mehrere Wochen, Monate oder gar Jahre sollte die Freizeitbeschäftigung Spaß bringen. Schließlich tickt die biologische Uhr unaufhaltsam und die Rente GOLFEN Was kostet nicht viel, lässt sich innerhalb eines Tages in der Region erledigen und bringt im besten Fall auch noch Spaß? In jeder Ausgabe begeben wir uns auf die Suche nach ebensolchen Aktivitäten, die man in und um Heilbronn erleben kann. Ein Abenteuer um die Ecke eben. Von Friedemann Orths Fotos: Erich Benz TALHEIMER ist in den nächsten Jahrzehnten in Sicht. Und welches Hobby passt perfekt zu alten, reichen Menschen? Richtig: Golf! Auf dem Talheimer Hof bietet die Familie Amara die Möglichkeit, für ein Paar Stunden Golf-Luft zu schnuppern. Für wenig Geld kann man Ausrüstung mieten und auf einer Driving-Range, mehreren Puttinggreens und einem 9-Loch-Anfängerkurs Tiger Woods nacheifern. Auf den Champions-Kurs darf man allerdings nur mit Platzreife, für die man etwas Erfahrung gesammelt haben muss. Anfänger bzw. Nicht-Mitglieder ABENTEUER UM DIE ECKE Hanix Nr. 40

25
Hanix Nr. 40 sind jederzeit willkommen, eine Kleiderordnung gibt es nicht. Diese lockere Herangehensweise soll vor allem jüngere Spieler anlocken, denn Golf gilt oftmals als elitär. Bei einem Wachstum von gerade einmal 0,2 Prozent kann Golf in Deutschland auf jeden Fall eine Verjüngungs- und Wachstumskur gebrauchen. Auf dem Platz mit unserem gemieteten Golfkart angekommen (was wäre Golf ohne Kart?) versuchen wir uns zuerst am Abschlag auf der Driving- Range. Nachdem wir 1 m² Rasen und Erde aus dem Boden geschlagen haben, fliegen die Bälle immerhin einige Meter weit. Allerdings hätten wir uns einen so simplen Sport, bei dem man einen Ball mit einem Schläger möglichst weit davonprügeln muss, um einiges einfacher vorgestellt. Marcel belegte vor 15 Jahren eine Golfstunde mit einem irischen Profigolfer, Robert gewann eine Partie Minigolf gegen seine Tochter (3) und ich habe einige Stunden Golf auf der heimischen Konsole gespielt. Alle Trainingsmethoden müssen umsonst gewesen sein, da ich beim ersten Loch, einem Par 3, acht Schläge benötige. Wenigstens schlagen sich die anderen auch nicht besser. Nach einiger Zeit treffen wir immerhin bei fast jedem Schlag den Ball. Jetzt gilt es, auch in die gewollte Richtung zu schlagen. Unsere Abschläge kamen den Spielern auf weit entfernten Löchern nämlich gefährlich nah. Für all die Strapazen und dafür, dass wir uns der Lächerlichkeit preisgeben, entschädigt allerdings der traumhaft schöne Platz. Der Talheimer Hof liegt inmitten von Weinbergen und schmiegt sich an das von der Natur vorgegebene, herbstliche Terrain. Und noch nie habe ich einen so perfekten Rasen wie auf den Greens gesehen. Beim Putten auf dem milimeterkurzen Geläuf rast der Ball nur so dahin und schießt des Öfteren übers Ziel hinaus. Erst als es dunkel wird, bemerken wir, dass wir schon seit drei Stunden spielen. Für heute ist Schluss, aber es steht fest, dass wir wiederkommen möchten. Fazit: Ich habe mich immer gefragt, was die Faszination beim Golfen sein soll. Nach einer Schnupperrunde kann ich jetzt nachvollziehen, was viele Menschen so toll an diesem Sport finden. Eine ruhige Sportart in der Natur, die Technik, Ausdauer und Präzision verlangt und von wirklich jeder Altersklasse gespielt werden kann. Die Rente kann kommen! Wem es bis dahin noch zu lange dauert: Man kann ja schon einmal üben gehen … ◆ SCHWIERIGKEITSGRAD: Schwer DAUER: Drei bis acht Stunden ORT: Talheimer Hof Public Golf (Talheimer Hof 1, 74388 Talheim) AUSRÜSTUNG: Sportliche Kleidung, Schläger können gemietet werden. Wenn man den 5er- BMW oder AMG vom Wettbüro noch hat, schindet der auf dem Parkplatz sicherlich Eindruck. Sympathisch: Kleinund Mittelklassewagen prägen das Bild. KOSTEN: Eine Runde auf dem 9-Loch- Kurs inklusive Nutzung der Driving- und Putting-Bereiche kostet 12 Euro. Möchte man den ganzen Tag spielen, muss man 25 Euro zahlen. Die Leihgebür für Schläger beträgt 10 Euro. TIPP: Montags ist »Ruhetag«, d.h. es ist weniger los als an den übrigen Tagen. Zeit ist das größte Geschenk! Winterzeit ist Wellnesszeit! Der Wind weht einem eisig ins Gesicht und die Hände sind klamm vor Kälte - wer sehnt sich da nicht nach wohliger Wärme? Verwöhnen Sie Ihre Liebsten mit Entspannung und verschenken Sie so zu Weihnachten Zeit. Gönnen Sie sich doch selbst nach dem Weihnachtsstress und der Hektik zum Jahreswechsel eine Auszeit. Ankommen, Abtauchen und Ausspannen - im besten Wellnesshotel Deutschlands (Relax Guide 2016) Gutscheine erhalten Sie unter: Telefon: 07941 / 6087-600 oder E-Mail: spa@schlosshotel-friedrichsruhe.de Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe| Kärcherstraße | 74639 Zweiflingen-Friedrichsruhe Telefon: 0 79 41/ 60 87-0 | E-Mail: hotel@schlosshotel-friedrichsruhe.de | www.schlosshotel-friedrichsruhe.de

26
Stolzer Heilbronner, leidenschaftlicher Weltenbummler und in seiner Freizeit »SwimRunner«: MARKUS RÖSSEL ist ein Pionier der »SwimRun«-Szene und startet europaweit bei den Extremsport-Wettbewerben. Auch beim ÖTILLÖ, einem der härtesten Ausdauerwettbewerbe der Welt. Von Marc Thorwartl Fotos: Nadja Odenhage & Jakob Edholm Von Insel zu Insel gegen den Schweinehund In seiner Mittagspause nimmt sich Markus Rössel aus Kirchhausen Zeit, um über sein ambitioniertes Hobby aus der Welt einer neuen Ausdauersportart zu erzählen – dem SwimRun. Amphibienartig bewegen sich die Zweier-Teams bei Swim- Run-Wettbewerben durch Wasser und über Land, wobei sie permanent zwischen Trailrunning und Freiwasserschwimmen wechseln. Doch wie ist der einstige Fußballer des FC Kirchhausen bei einem der hartherzigsten Ausdauerevents der Welt in Schweden gelandet? Sport war bereits als Jugendlicher seine Leidenschaft. Doch kaum war die Volljährigkeit erreicht, kam ein Rückschlag: Rössel erkrankte am Pfeifferschen Drüsenfieber, das ihn ein Jahr außer Gefecht setzte. Nach seiner Genesung fand er Zugang zum Ausdauersport. In aller Konsequenz schloss er sich Freunden des Tri- Team Heuchelberg an: »Das hatte richtig Spaß gemacht, bis ich meinen ersten Ironman absolvierte.« Weltweit gibt es zwei Klassiker über die Triathlon-Langstrecke: Die Weltmeisterschaft auf Hawaii und den Ironman in Roth. »2006 habe ich mich für Roth gemeldet«, so Rössel. Ohne strukturiert und ambitioniert zu trainieren, ist er ziemlich blauäugig angetreten. »Um es kurz zu machen: Es wurde ein Debakel und ich habe mächtig aufs Maul bekommen«, erinnert sich Rössel mit einem Lächeln. Sein Ehrgeiz war nach der schmerzlichen Roth-Erfahrung jedoch geweckt. Die Liebe zum Ausdauersport wuchs nach dem Premieren-Ironman erst recht. Nach seinem Studium in Heilbronn verschlug es ihn beruflich nach Irland, wo der heute 35-Jährige eine neue sportliche Herausforderung fand: »In Irland sind Laufwettbewerbe extrem populär. Irgendwo startet immer ein Berg-, Cross-Country- oder Straßenlauf-Wettkampf.« Er wurde Mitglied im berühmten »Crusaders Athletics Club«, einem Laufverein aus Dublin. Durch irische Freunde kam der Kirchhausener in Kontakt mit Trainerlegende Brother Colm O�Connell: »Er ist ein Lehrer und Ordensbruder, der vor 38 Jahren nach Kenia versetzt wurde. In der St. Patricks Schule im kenianischen Iten etablierte er ein Athletikprogramm für die Schüler. Mehrere kenianische Olympiasieger und Weltmeister entstammen dieser ländlichen ›Boys only secondary school‹.« Mehrfach besuchte Rössel die Schule mit angeschlossenem Laufcamp: »Für einen Läufer bin ich eigentlich zu groß, außerdem habe ich viel zu spät mit dem Ausdauersport angefangen. Durch Fleiß und Methodik kann man dennoch einiges erreichen.« 2011 kündigte er seinen Job in Irland: »Ich genehmigte mir eine einjährige berufliche Pause und durchreiste Südamerika. In Patagonien startete ich zu meinem ersten Teamwettkampf, den ›Cruce de los Andes‹. In mehreren Etappen lief ich von Chile über die Anden nach Argentinien.« Weitere Wettkämpfe in Südamerika folgten. Zurück in Deutschland nahm er dann beim Transalpine Run, einem mehrtägigen Trail-Run-Wettkampf über die Alpen, teil. Beeindruckt vom Team-Gedanken, den er beim Laufen über die chilenischen Anden kennenlernte, und einer neuen Sportart, SwimRun, von der er hörte, reifte zusammen mit Freund und Trainingspartner Fabian Eberhard der Wunsch einer Teilnahme am mythischen ÖTILLÖ durch die Stockholmer Schäreninseln. Fortan hatte Rössel nur dieses Ziel vor Augen. »Fran Ö till Ö« – aus dem Schwedischen übersetzt »von Insel zu Insel« – ist der erste und härteste SwimRun-Wettkampf weltweit. Die Starter schwimmen in der 10 Grad kalten Ostsee in den Schären auf eine Insel, durchlaufen diese und stürzen sich dann erneut in die Fluten, um zur nächsten Insel zu schwimmen. Zehn Kilometer werden insgesamt geschwommen, 65 gelaufen. CNN hat das Rennen als eines der härtesten Ausdauerevents der Welt bezeichnet. Rössel und Eberhard bestritten 2014 endlich ihren ersten gemeinsamen ÖTILLÖ. Und auch 2015 startete Rössel, diesmal mit seinem norwegischen Freund Knut Baadshaug – Eberhard war wegen seiner Hochzeit nicht verfügbar – beim Rennen quer durch das Stockholmer Archipelago. »Bei anspruchsvolleren Bedingungen waren wir eine Stunde schneller als im Vorjahr und wurden 18. von 150 Teams. Die Erfahrung aus dem Vorjahr war ein gewaltiger Vorteil.« Und was ist an SwimRun so reizvoll, außer den eigenen Schweinehund zu überwinden? »Fast alle Wettkämpfe finden an landschaftlich eindrucksvollen Orten statt. Die Abenteuer und Eindrücke mit einem guten Freund zu teilen und sich beiderseits zu motivieren, ist etwas ganz Spezielles. Neben der körperlichen Herausforderung kommt es hauptsächlich darauf an, als Team zu funktionieren. Nur als effektive Einheit ist man erfolgreich. Im kommenden Jahr werden wir dann wissen, ob es noch einmal eine Stunde schneller geht!«, blickt der Kirchhausener voraus. ◆ SPORT Hanix Nr. 40

27


28
Die ARD-Produktion dreht mit BJARNE MÄDEL »Wer aufgibt, ist tot«. Was hat Heilbronn, das andere Drehorte nicht haben? Von Leonore Welzin Fotos: Nico Kurth Einmal alle zehn Jahre! Ein Tunnel. Überschlag. Dann Ruhe. Ganz plötzlich sieht sich Paul Lohmann mit seinem Ableben konfrontiert. Soll ihn dieser Autounfall wirklich das Leben kosten? »Wer aufgibt, ist tot« lautet der Titel der ARD-Produktion, die an mehreren Schauplätzen in Heilbronn und Umgebung gedreht wird. Regie führt Stefan Wagner, die Hauptrolle des Lohmann spielt Bjarne Mädel, das Drehbuch hat Christian Jeltsch geschrieben, alle drei sind Grimme-Preisträger. Weshalb gerade Heilbronn? Ist wirklich eine Autobahn-Baustelle dran schuld? Jedenfalls kolportiert der Pressereferent Felix Neunzerling, Wagner sei vom Navi durch Heilbronn gelotst worden, um eine Autobahn-Baustelle zu umfahren. Beim unfreiwilligen Sightseeing hätte ihm die Neckarstadt gefallen. Produktionsleiter Andreas Born schwärmt vom Indian Summer in den Weinbergen. Und von den kurzen Wegen zwischen den Drehorten, die Zeit und Geld sparen. »Mit den Sperrungen muten wir den Leuten was zu, aber dafür können 10 Millionen Zuschauer Heilbronn im Fernsehen sehen.« Ebenfalls am Set ist Steffen Schoch. Das Herz des Geschäftsführers der Heilbronn Marketing lacht, während Regisseur Wagner durch das Gestrüpp seines Bartes etwas von »Hitparade der deutschen Tunnel« murmelt: »Der Schemelsbergtunnel ist für uns die Nummer eins«. Szenen am Krankenbett werden in der Vulpius-Klinik in Bad Rappenau aufgenommen, dort wird renoviert, also ist gerade kein Betrieb. Für eine Hubschrauberlandung bietet sich das Klinikum am Gesundbrunnen an. Ob Baumarkt, Buchhandlung oder das Rosenberg-Hochhaus »egal wo ich geklingelt habe, die Leute waren überall superfreundlich« sagt Söhnke Noé, Szenenbildnerin aus Baden-Baden. Auf der Suche nach dem passenden Einfamilienhaus für die Lohmanns fällt die Wahl in Übereinstimmung mit dem Regisseur auf das Anwesen in der Reutlinger Straße, das Thomas Klumpp bewohnt. Zur filmischen Würdigung seines Hauses sei er gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Inmitten der Filmcrew läuft Klumpp zu komödiantischer Hochform auf: »Eine Katastrophe! Mein Haus ist geschändet, nicht einmal mein Auto steht noch in der Garage!« Stattdessen wurde eine Wendeltreppe eingebaut, die Wände gestrichen und das Interieur auf »Familie Lohmann« getrimmt – bis hin zum Namensschild an der Klingel. Scheinwerfer im Garten werfen Licht ins Innere. Fotos auf der Anrichte zeigen eine vierköpfige, glückliche Familie, dazwischen etliche Pokale und eine Urkunde für die »Schnellste Taube auf dem Flug Heilbronn«. Im Flur liegt ein kindergroßer Dummy für die jüngere, laut Drehbuch vor Jahren verstorbene Tochter. Zeitgenössische Malerei und auffällig viele Spiegel zieren die Wände. Zeig mir deine Wohnung und ich sag dir, wer du bist. Tatsächlich erinnert nichts am Set an den eigentlichen Bewohner. Klumpp hat das Feld geräumt und sich für die Drehtage bei seiner Freundin einquartiert. Jedes Requisit erzählt etwas über Paul Lohmann, den Außendienstmitarbeiter, der an diesem Tag wieder groß ins Geschäft einsteigen wollte. Der anknüpfen wollte an seine tollen Erfolge. Verkäufer des Jahres! Keiner verkaufte mehr Spiegel als er – und keiner reflektierte weniger. Ist Paul Lohmann der Wiedergänger von Willy Loman aus Arthur Millers »Tod eines Handlungsreisenden«? »Ja, genau! Das ist der Hammer!«, dachte Bjarne Mädel spontan beim Lesen des Drehbuchs. Eine tragische Figur, die sich abrackert, ein Selbstoptimierer, der im Koma liegt, alles besser machen möchte und auf seltsame Weise die Gelegenheit bekommt, diesen einen Tag mehrfach zu durchleben, während seine Frau, verkörpert von Katharina Marie Schubert, »gefangen in immer derselben Szene, ihren Mann nicht versteht«, so die Schauspielerin. Wie bereitet sich Mädel vor? »Ich guck mir den Text vom nächsten Tag an, mach mir ’ne Suppe, das war’s. Vor der Kamera vertraue ich auf den Moment«. Hat er etwas von Heilbronn gesehen? Der gebürtige Hamburger mit Wohnsitz in Berlin überlegt: »Außer den Drehorten wenig«. Weshalb also Heilbronn, obwohl es hier, laut Pressesprecher Neunzerling, schwierig sei, 50 Leute für die Dauer von einem Monat unterzubringen? Noé kann’s erklären: »Heilbronn ist nicht belastet. Anders als Berlin, wo an einer Kreuzung zehn Mal im Jahr gedreht wird. Hier einmal in zehn Jahren!« Das solle sich ändern, ruft jemand dazwischen: »Es gibt ja schon Pläne, den Stuttgarter ›Tatort‹ nach Heilbronn zu holen.« So setzt man Gerüchte in die Welt, in der Hoffnung, dass sie wahr werden. ◆ Regisseur und Grimme-Preisträger Stephan Wagner. Hanix Nr. 40 Hanix-Autorin Leonore Welzin im Gespräch mit Hauptdarsteller Bjarne Mädel KULTUR

29
Nach der Willkommens- Euphorie macht sich Ernüchterung breit. Was bietet das Theater Heilbronn zur Flüchtlingsproblematik? Von Leonore Welzin Foto: Robert Mucha Hanix Nr. 40 Und tschüss! Noch Fragen? »Wir sind keine Barbaren« ist einer von Philipp Löhles Kommentaren zur Wirklichkeit, der unsere Ressentiments anhand eines Fremden aufdeckt. Das unvermittelte Auftauchen des Flüchtlings bringt die traute Zweisamkeit zweier Paare erheblich aus dem Gleichgewicht. »Krieg – Stell Dir vor, er wäre hier« von Janne Teller ist ein Jugend-Stück, das die Thematik als Gedankenexperiment durchspielt. Die Initiative der Schauspielerin Anastasija Bräuninger lässt theatrale Komfortzonen wie das Große Haus und die BOXX hinter sich: »Fluchtpunkt Berliner Platz« ist eine temporäre Installation, in der jeder Passant für 30 Minuten in die Rolle eines Flüchtlings schlüpfen kann. Bierselig sitzen zwei Männer im besten Alter am Brunnenrand. Arbeitslose genießen die letzte Herbstsonne. Hinter ihnen sechs Container, provisorisch aus Holz gezimmert, sichtdicht mit milchig dicken Plastikfolien überzogen. Die Beschriftung weist auf die Funktion hin: A Registrierung, B Warteraum, C Vorläufige Unterbringung … Ordentlich und systematisch, wie hierzulande der Verwaltungsapparat läuft. Wer will, kann sich der Aufnahmeprozedur unterziehen, die Flüchtlingen, sozusagen als großes Finale bevorsteht, wenn sie, wie beispielsweise die 19-jährige Ellaha Saleh nach einer Flucht von Kunduz über Kabul, Istanbul, Izmir, Kos, Mazedonien, Serbien, Ungarn, schließlich mit dem Zug nach Wien, dann in Karlsruhe ankommt. Mit jedem der acht Grenzwechsel, mehr noch mit jedem der 8000 beschwerlichen und teuer erkauften Kilometer – 1250 davon zu Fuß – wächst die Hoffnung der jungen Frau aus Afghanistan, dass sie in einem zivilisierten Land eine friedliche Zukunft haben wird. Fingerabdruck, Abklopfen, Nachfragen und Belehrungen in einer fremden Sprache nimmt man nach all den Strapazen in Kauf. Der Rollentausch zeigt Wirkung, die Laune nimmt ab. Vor allem im vierten Container, der all die hässlichen Tiraden, die anonym im Internet kursieren, nun ausgedruckt an einer Wand präsentiert. »Fuck off, we’re full« ist eins der harmloseren Statements. Wie erniedrigend und unwürdig das auch ist, es wäre erträglich, wenn am Ende die Gewissheit stünde, entkommen und irgendwo willkommen zu sein. Stattdessen die Anhörung, die nach 24 zermürbenden Fragen endlich die Gründe für den Asylantrag wissen will: »Zur Ehe gezwungen, mein Mann ist gewalttätig, mein Leben ist in Gefahr«, so Ellaha Saleh. Das sei keine asylrelevante Verfolgung. Wer mit dem Rollenspiel durch ist, wird mit einem Gläschen Sekt belohnt. »Und tschüss!« heißt es für Ellaha Saleh. Noch Fragen? Ja: Ist strukturelle Gewalt gegen Frauen bei uns deshalb kein asylrelevanter Grund, weil Menschenrechte doch in erster Linie Männerrechte sind? ◆ WIR SUCHEN Mitarbeiter (m /w) für unsere Neueröffnung in Heilbronn PIZZABÄCKER KÜCHENMITARBEITER ASSISTENT DES BETRIEBSLEITERS WIR BIETEN EIN UMFANGREICHES TRAINING AN. PASTAKÖCHE SERVICEMITARBEITER BARMITARBEITER BETRIEBSLEITER INTERESSE? Dann bewirb dich unter losteria.de/jobs oder direkt bei Dominik Irgang. Tel.: + 49 (0)89-3 89 89 89 154 Kapitel

30
GOLD AUS BLECH Der Hornist FELIX KLIESER ist 24 Jahre alt und kam ohne Arme auf die Welt. Er hat den Echo-Klassik 2014 erhalten, ist ausgebucht bis 2018 und arbeitet sehr gerne mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn zusammen. Auf die Frage, ob man zum Verständnis von Klassik nicht auch eine gewisse Reife brauche, sagt er: »Nein! In Asien, so in Japan, ist die junge Generation geradezu klassikverrückt, die Elterngeneration dagegen nicht!« Hier stehen die jungen Fans eine Stunde nur für ein Autogramm von ihm an – mit dem linken Fuß geschrieben. Über seine Zukunft sagt er: »Offen für alles sein, nichts erzwingen wollen, denn das geht meistens schief, das Unverhoffte ist oft das Schönere und das Bessere.« Von Brigitte Fritz-Kador Foto: Ulla Kühnle Lächeln auf Kommando mag er nicht, auch nicht beim Fotografieren: Felix Klieser ist ein stiller Star. Dass er sich nicht als solcher aufführt, steht auf einem anderen Notenblatt, aber wer bei der Verleihung des Echo-Klassik als Newcomer des Jahres 2014 Standing Ovations bekommt, kann Superlativen nicht entgehen. Da stellt sich schon die Frage, nicht nur wenn es ums Musizieren geht: »Wie macht er das bloß?« Sein Instrument, das Horn, ist eines der ältesten der Menschheit. Es steht vor ihm auf einem speziellen Gestell, die Ventilklappen bedient er mit den Zehen seines linken Fußes. Schon als Vierjähriger wusste er, dass das Horn »sein« Instrument ist, bis heute aber nicht warum. Eigentlich eine verwegene Idee, denn auch dafür braucht man zwei Hände, die zweite auch für das »Stopfen«: Sie wird so in den Trichter gelegt, dass damit der Ton geformt wird – leise, laut, weich, dunkel, strahlend oder hell. Das Horn ist ein empfindliches Instrument. Daran, wie ein Hornist aus seinem ›Naturklang‹ Töne und Klangfarben herstellt und gestaltet, wird er gemessen. Felix Klieser muss, im Gegensatz zu seinen Kollegen, allein mit seiner Atemtechnik und seinem Mund Blech in Gold verwandeln. »Jeder Komponist hat einen anderen Hornklang«, sagt er: »Mozart ist hell, Strawinsky scharf und hart.« Auf die Frage, warum es klassische Musik in seiner Altersgruppe so schwer hat, sagt er: »Wer sich nicht auf sie einlässt, weiß nicht, was er vermisst!« An den Schulen werde Klassik gar nicht oder zu akademisch vermittelt: »Man muss die jungen Menschen einfach zuhören lassen, ihnen das eine oder andere erklären, dann werden auch sie von der Faszination dieser Musik eingeholt!« Was ihn offensichtlich nervt, ist, wenn Menschen ihre Vorstellungen vom Leben auf ihn übertragen. Er ist ohne Begleitung unterwegs, lebt selbstbestimmt und unabhängig. Gleich nach dem frühmorgendlichen Gespräch im Insel-Hotel, wo er wieder sein Lieblingszimmer hatte, wird er zum nächsten Termin ins Ruhrgebiet fahren, am liebsten schnell. Am Vorabend, nach dem Konzert mit dem WKO beim Hohenloher Musiksommer im Kloster Schöntal, sind die CDs fürs Signieren ausgegangen. Mit dem WKO tritt er bei der gerade laufenden Tournee zehnmal auf, auch in der Philharmonie in Berlin. Er mag dessen Orchesterklang und schätzt es, dass er jeden kennt, sich dabei wohlfühlt und so kann er sich auch eine weitere Zusammenarbeit vorstellen. Er ist gerne in Heilbronn. Er habe selten einen »so menschlichen« Dirigenten wie Ruben Gazarian erlebt, sagt Klieser. Das hat Gewicht, er hat schon mit vielen Großen der Zunft musiziert. Auf Facebook geht Klieser immer wieder mit Kommentaren auf seine Fans ein. Es nicht zu tun, fände er arrogant. Der Facebook-Klieser ist der Musiker Klieser – der private ist wie ein anderer, fast so verschlossen wie eine Auster. »Über mein Privatleben rede ich nicht« hat er vorsorglich schon zum Gesprächsauftakt gesagt »und eine Homestory von mir wird es niemals geben«. Wenn Kollegen den Musiker und den Menschen nicht unterscheiden, dann gehe das manchmal nicht gut. Wer mit 24 Jahren schon so gefestigte Ansichten hat, kann nicht nur aus Erfahrung sprechen, sondern aus einer ernsthaften und für sich durchdachten Lebenseinstellung. Aber dann gibt er doch ein wenig von sich preis – und das beim Thema Politik. Musiker müssen politische Menschen sein, sagt er, so sei er auch bei seinen Eltern aufgewachsen. Dass Klassik neben der öffentlichen Förderung immer mehr vom privaten Sponsoring abhängig ist, sieht er glasklar – auch dass Sponsoren selten Mäzene sind. Wird man da nicht manchmal instrumentalisiert – und das im Doppelsinn? »Schon auch« sagt Klieser, und erzählt von einem denkwürdigen Konzert in der Moritzburg (bei Dresden) für ausgewählte CDU-Mitglieder. Dass er mal mit Sting gespielt hat, »das finden vor allem die Medien toll!« Er hört auch anderes als Klassik, nur Schlager mag er nicht, da setzt er mit feiner Ironie nach: »Der Mensch, der auf die Idee kam, Heino Hardrock singen zu lassen, der hatte die Idee des Jahrhunderts«. Das ist ihm dann doch zu platt. Wer Tiefe sucht, kann sie finden und hören, in der CD mit dem WKO (»Horn Concertos« Haydn/Mozart), die vom Start weg im Frühsommer auf Platz drei der Klassik-Charts landete, oder bei »Reveries« mit dem Pianisten Christof Keymer, für die er den »Echo« erhielt – oder auch in dem autobiographischen Buch mit dem schönen Titel »Fußnoten«. ◆ MUSIK Hanix Nr. 40

31
Nach dreijähriger Entwicklungszeit steht die Heilbronner Singer-Songwriterin SANDRA BESARA mit ihrer ersten EP des Projekts San Beth in den Startlöchern. Ein kurzer Plausch zur Veröffentlichung ihres Herzensprojekts. Von Sascha Wartha Foto: Nico Kurth »Beim Musizieren spüre ich keinen Druck« Hanix Nr. 40 Hanix: Sandra, erzähl uns doch bitte etwas über eure EP »Das Schöne in mir.« Sandra: Die San Beth-EP wird im Dezember dieses Jahres veröffentlicht. Der Ursprungsgedanke war eine rein akustische Version der EP zu machen, quasi nur eine Gitarre und dazu mein Gesang. Doch mit fortschreitender Zusammenarbeit zwischen meinem Produzenten Walter Kaiser, Philip Kionka, der in den Produktionsprozess eingebunden war, und mir entsprang der Gedanke, das Projekt um eine komplette Band zu erweitern. Anfangs stand ich dem etwas skeptisch gegenüber, doch mittlerweile bin ich mehr als glücklich mit dieser Entwicklung. Ihr konntet die Arbeit an diesen fünf Stücken deiner EP nach nunmehr drei Jahren endlich abschließen. Warum hat das so lange gedauert? Ich komme ursprünglich von der Straßenmusik und befand mich zu dieser Zeit einfach noch in den Anfängen. In unserer Zusammenarbeit entwickelten sich die Dinge immer weiter, war es doch anfangs für mich eine völlig neue Welt mit anderen Musikern zusammenzuspielen. Aber jede Stunde, die wir an dieser EP gearbeitet haben, war für uns ungemein wichtig. Wir wollten hundertprozentig mit dem Ergebnis zufrieden sein, was wir jetzt auch sind. RITA WILL‘S WISSEN NACKTE Eure Musik ist dem Folk-, Indie- oder auch Akustikgenre zuzuordnen? Ja, so in etwa. Wir machen introvertierte wie auch friedliche Musik. Beim Songwriting begleitet mich durchaus eine gewisse Melancholie. Da es sich bei den Texten meist um eigene Erlebnisse oder die der Menschen im Allgemeinen handelt, ist ein emotionaler Bezug dazu auch ein prägendes Element. Wo wird eure EP erhältlich sein? Die EP wird als CD und Vinyl über unsere Homepage und bei Konzerten direkt zum Kauf angeboten. Darüber hinaus wird die MP3-Version in diversen Download-Portalen, wie iTunes erhältlich sein. Du bist eine leidenschaftliche Live-Musikerin und stehst gerne auf der Bühne. Wie verhält es sich bei dir mit dem Thema Lampenfieber? Eines der relevanten Dinge am Musizieren ist für mich, dass ich beim Thema Musik oder auch Kunst überhaupt keinen Druck verspüre. Ich kann hinter jedem Wort meiner Texte und jedem Ton meiner Performance stehen. ◆ THEATER WINTER LBRONN H N- SI NN AUFTRAG. PREMIERE AM 28. NOVEMBER 2015 ERINNERUNG AN EINE REVOLUTION AM 23. JANUAR 2016 WIR ALLE AM 05. DEZEMBER 2015 LAIBLE & FÜR IMMER ZUSAMMEN FRISCH AM 13. DEZEMBER 2015 AM 04. FEBRUAR 2016 WINTERPREMIERE INFO&VERKAUF Theaterkasse Mo. bis Fr. 10–19 Uhr, Sa. 10–14 Uhr Berliner Platz 1 Tel. 07131/56 30 01 oder 56 30 50 74072 Heilbronn www.theater-heilbronn.de BÜHNENREIF

32
Wenn es so etwas wie ein »Unternehmergen« wirklich geben sollte, dann hat er es: STEFFEN KNÖDLER ist ein Self-Made-Man, dem es in die Wiege gelegt wurde, Menschen zu begeistern. Von Matthias Marquart Fotos: Ulla Kühnle Schlank, sportlich, locker und immer mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht. Ein Mensch, der in sich selbst zu ruhen scheint. Kein Wunder. Schließlich besitzt der 44-Jährige ein Schloss, betreibt zwei erfolgreiche Szene-Clubs und betreut als Mitinhaber der Firma Ingenia Projects den größten privaten Windpark Süddeutschlands. Alles »easy« könnte man meinen, doch der Schein trügt. Steffen Knödler ist nicht der Typ, der sich auf dem Erreichten ausruht und – obwohl er sich das leisten könnte – »den lieben Gott einen guten Mann« sein lässt. Nein, Knödler steht unter Strom – und das in nahezu jeder Sekunde seines Lebens. Steffen Knödler, geboren 1971, Hauptschule, Ausbildung zum Maschinenschlosser, Realschule, mittlere Reife, Fachhochschulreife, Maschinenbau-Studium in Birmingham, Berufserfahrung unter anderem bei der Lufthansa in Frankfurt, IMMER UNTER STROM Selbständiger Unternehmer, Eigentümer des Wasserschlosses Erkenbrechtshausen, Mitinhaber der Firma Ingenia Projects, Inhaber zweier erfolgreicher Szene-Clubs. Horizont erweitert Und dabei fing alles »ganz unten« an. Sein Lebenslauf liest sich wie der des schon viel zu oft zitierten Tellerwäschers, der zum Millionär wurde. Mit Hauptschulabschluss – auf den Knödler übrigens sehr stolz ist – zum erfolgreichen Unternehmer und Visionär. Wie das geht? Da hat auch Steffen Knödler kein Geheimrezept, will ein solches auch gar nicht präsentieren. Und doch lässt er sich auf die Frage, was sein persönlicher Schlüssel zum Erfolg war und ist, ein paar Sätze entlocken: »Durchhaltevermögen, aus Misserfolgen lernen, diese annehmen ohne dabei die Fehler bei anderen oder irgendwelchen äußeren Umständen zu suchen sowie der Wille und die Begeisterung sich für etwas einzusetzen von dem man überzeugt ist.« Dies sind für Steffen Knödler keine Worthülsen und Phrasen, sondern Eckpfeiler seines Werdegangs, seine persönlich gelebte Philosophie. Und dazu zählt er auch Authentizität – und authentisch ist der Crailsheimer. Er macht keinen Hehl daraus, dass sein Leben lange Jahre davon geprägt war, zu wissen was er nicht will, ohne zu wissen, was er will. Doch gerade auch in diesen Phasen probierte er sich ständig neu aus, ließ keinen Stillstand zu, bildete sich weiter. Grundschule, Hauptschule, eine Lehre zum Maschinenschlosser, Intensivkurs zur mittleren Reife, Fachhochschulreife, ein Maschinenbaustudium mit anschließendem Studium »Engineering Project Management« in Birmingham. Knödler: Vor allem das Studium in England hat mich sehr geprägt. Ich habe dort viele Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt, in einer international besetzten Wohngemeinschaft mit acht Kommilitonen gewohnt, die Sprache richtig gelernt und meinen Horizont erweitert. Mein Blick auf die Welt hat sich damals für immer verändert.« Insolvenz und Neustart International war dann auch sein anschließender Job. Für die Lufthansa war er weltweit als Berater auf Flughäfen aktiv, wenn es darum ging Einsparpotenziale zu erkennen und umzusetzen. Hanix Nr. 40 WIRTSCHAFT

33
Knödler: »Damals habe ich erkannt, dass es – mit dem entsprechenden Know-how und einer neuen Software – möglich wäre, den Fuhrpark und den Betrieb eines Airports so zu optimieren, dass Millionen eingespart und gleichzeitig Sicherheit und Transparenz optimiert werden könnten.« So kündigte Knödler seinen sicheren und gut dotierten Arbeitsvertrag bei der Lufthansa und wagte mit seinem Bruder den Sprung in die Selbstständigkeit. Mit Erfolg. Ihr Unternehmen war dabei durchzustarten, als das Attentat auf das World-Trade-Center die gesamte Luftfahrtindustrie kurzzeitig ins Straucheln brachte. Knödler: »Dummerweise war das genau der Zeitpunkt, zu dem wir dringend Liquidität benötigten. Für ein weiteres notwendiges Investment war die Bank zu diesem Zeitpunkt aber nicht bereit.« Die Folge: Insolvenz. Doch Knödler war auch weiterhin von seinem Projekt überzeugt, wickelte die Insolvenz ab und ging erneut an den Start. Mit überragendem Erfolg. So konnte er mit seinem System unter anderem in München und Singapur derart überzeugen, dass er Branchengiganten wie Siemens aus dem Rennen warf. Knödler mit einem Grinsen: »Die kamen dann mal ›ins Ländle‹ – quasi an das Ende der Welt – nur um sich anzusehen, wer ihnen da die Butter vom Brot genommen hatte. Als die sahen, dass sie von einer kleinen Firma mit weniger als zehn Angestellten ausgestochen wurden, waren die einfach nur platt.« So wurde das Unternehmen sogar in den USA, im Silicon Valley, zum Gespräch. »Plötzlich hatte auch ein Großunternehmen Interesse an unserer Technologie und war bereit gutes Geld für eine Integration in ihre Unternehmensgruppe zu bezahlen. Die Synergien waren offensichtlich und es war klar, dass es langfristig für uns keine bessere Alternative gab, als diesen Schritt zu gehen«, berichtet Steffen Knödler. So verkauften sie ihr Unternehmen, waren noch knapp zwei Jahre als Geschäftsführer aktiv, um den Transfer möglichst reibungslos zu gestalten und dann komplett auszusteigen. Mit dem Kapital aus dem Unternehmensverkauf erfüllte sich Steffen Knödler dann einen langgehegten Traum. Er kaufte das Wasserschloss in Erkenbrechtshausen. Er lacht und berichtet: »Als wir die Firma noch hatten, wollte ich schon immer das Schloss erwerben und als Eigentümer zum Unternehmenssitz machen. Jetzt hatte ich das Schloss, aber keine Firma mehr.« Also musste eine neue »Nutzung« her. Gemeinsam mit seiner Frau Gaby renovierte und sanierte er das Schloss, baute es zu einer Event-, Kultur und Bürolocation aus. Doch nicht nur das. Mit Solaranlagen, einer selbst gebohrten Quelle, einem innovativen, nachhaltigen und energieeffizienten Heizungssystem und kompletter LED-Beleuchtung, verwirklichte und verwirklicht er seine Vision von einem autarken Schlossbetrieb. Knödler konnte so die jährlichen Betriebskosten des gesamten Schlosses auf unter 10.000 Euro senken. Ein vielbeachtetes Vorzeigeobjekt, für das auch eine eigene Stromversorgung bereits in Planung ist. Doch damit nicht genug. Derzeit hat der Multi-Unternehmer ein weiteres bahnbrechendes Pilotprojekt am Start, das vielleicht bald für schnelles Internet für alle – auch im ländlichen Raum – sorgen könnte. Langweilig wird es Steffen Knödler, der »ständig unter Strom steht« also auch in naher Zukunft mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil. Wieder lächelt der Unternehmer schelmisch: »Einen Berater für ›Life-Balance‹ – den könnte ich manchmal wirklich brauchen.« ◆ Wir schaffen Verbindungen und sind Ihr Wegbereiter. Barrierefreier Bahnsteig Im Schein der Laterne fühle ich mich sicher und wohl. Ganz sicher gut ankommen. Effiziente und effektive Beleuchtung rundet das Angebot der Wegbereiter ab. Schneider Bau GmbH & Co. KG 74074 Heilbronn · Hans-Rießer-Straße 18 Telefon 0 71 31 / 94 43 - 0 www.IhrWegbereiter.de http://www.facebook.com/IhrWegbereiter

34
Von Dr. Bernhard Stumpfhaus FINALE REGIONALE Das weiße Bild: Zwei Heilbronner Institutionen zeigen Arbeiten ihrer Mitglieder zum Jahresende in der Kunsthalle Vogelmann. Heilbronn kann neben den Heilbronner Museen noch zwei weitere traditionsreiche Institutionen vorweisen. Beide haben sich der Produktion, Diskussion und Distribution zeitgenössischer Kunst verschrieben. Da ist zum einen der Kunstverein, der neben den Heilbronner Museen die Kunsthalle Vogelmann – zuweilen ganzhäusig – bespielt. Zurzeit ist dort die halluzinatorisch wirksame Installation »Psycho- © Hanix, 2015 prosa« von Thomas Feuerstein zu begehen. Der Verein wurde bereits 1879 gegründet. Bis auf die Zeiten der zwei Weltkriege kann er auf 136 Jahre zurückblicken, in denen er seinem erklärten Zweck nachgeht: »die bildenden Künste zu fördern und den Kunstsinn in der Bevölkerung und besonders bei Jugendlichen zu wecken und zu pflegen«. Zum anderen haben wir den Künstlerbund in der Karlstraße 55, wo er im ersten Stock auf komfortablen 127 qm zeitgenössische Kunst von Mitgliedern oder prominenten Gästen ausstellt. Er wurde unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, 1949, gegründet. Bis Mitte November sind hier Kompositionen und Farbharmonien von Edith Keller zu besichtigen. Während sich im Kunstverein die Mitgliedschaft zu einem Drittel aus Künstlern rekrutiert, die übrigen Zweidrittel stellen für die Kunst engagierte Bürger und Bürgerinnen, setzt sich der Künstlerbund fast nur aus bildenden Künstlern vor allem der Stadt Heilbronn und seiner unmittelbaren Umgebung zusammen. Seit 1956, also zur Neugründung des Kunstvereins nach dem Zweiten Weltkrieg, besteht die Übereinkunft, zum Ende des Kalenderjahres nach einem bestimmten, gemeinsam festgelegten Motto Künstler der beiden Institutionen zusammen unter dem Dach des Kunstvereins der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Thema des diesjährigen Finale Regionale lautet: »Das weiße Bild – eine Malerei in Grundbegriffen«. Es soll die KünstlerInnen der verschiedenen Gattungen und Stile inspirieren, »die unbunte Farbe Weiß in allen ihren Schattierungen« erlebbar zu machen und sich nach eigener Art, abstrakt oder gegenständlich, im Bild oder im Objekt einzulassen. Die Jury dieses Jahr setzt sich wie immer aus Verantwortlichen von Kunstverein und Künstlerbund zusammen; als weitere Stimme kommt diesmal eine Mitarbeiterin der Heilbronner Museen, Dr. Kerstin Skrobanek, dazu. Die Ausstellung öffnet am Nikolaustag. ◆ © Hanix, 2015 HEILBRONNER HOLZ Die Gruppenausstellung von Heilbronner Künstlern im Complex23 stellt die Frage nach lokalem Stilempfinden. © Hanix, 2015 Wir alle hetzen durch das Netzwerk. Wir netzwerken, um die eigene Karriere zu sichern, um gesellschaftlich dabei zu sein. Instrumentelle Basis für die Netzwerkkommunikation sind die digitalen Medien. Ihre abstrahierende Akkumulation von Daten setzt beschleunigt das fort, was die Erfindungen von Telefon, Radio und Fernsehapparat auf den Weg gebracht haben: Wir zerreißen. Unser Körper ist hier, unser Bewusstsein ist dort. Wir haben kaum noch eine Erfahrung, was es bedeutet, Körper zu sein und nicht bloß einen zu haben. In unseren Selfies realisieren wir uns als Körper für andere. Im Spagat zwischen medialer Anpassung und markanter Profilierung zerreißt die Zeit, zerreißt der Raum, zerreißen wir selbst. Da ist es nun wirklich anachronistisch, nach der Einheit von Raum, von Zeit und nach der Einheit der Handlung zu fragen. Diesen zeitgenössischen Unwahrscheinlichkeiten stellt sich die Ausstellung »Heilbronner Holz«, die am 13. Dezember im Complex23 öffnet. Das skizzenhafte Projekt einer gemeinsamen Präsentation von bisher fünf Heilbronner Künstlern nimmt es sich zur Aufgabe herauszuarbeiten, ob es hier in dieser Stadt so etwas wie eine stilistische Gemeinsamkeit gibt. Florian Koch, Natalis Lorenz, Sergei KUNST Hanix Nr. 40

35
Hanix Nr. 40 Moser, Oliver Olschewski und Norman Stoll finden sich hierzu zusammen. Obwohl noch nichts entschieden ist, lässt sich vorab schon sagen: Allen gemeinsam ist der freie Umgang mit diesem Material. Holz wird anarchisch behandelt und in seinen verschiedensten Qualitäten genutzt: Es tritt nicht nur auf als Rohstoff für Skulpturen, sondern auch als Baumaterial, als Basis für Drucke oder als Substanz für bildhafte Kompositionen. Ist diese Gemeinsamkeit zufällig? Immerhin haben alle Kontakte zum Römersee-Festival oder zum Complex23. Hier wie dort ist Holz eine leicht verfügbare Ressource, die vor allem einem dient: als williges Basismaterial für die Ausgestaltung von Festen. Das Fest stellt bekanntlich die Gelegenheit dar, zu welcher nicht nur die Zeit und der Raum als Kontinuen erscheinen, auch das Einzelwesen wähnt sich ganzheitlich eingemeindet. Die Ausstellung hat den Verdacht als Basis, dass das Fest, die feierliche Zusammenkunft aller an einem Ort, zu einer Zeit das Andere darstellt zur zerstückelnden Rationalität des Netzwerkens. CLAUDE VERLINDE Ein Lebenswerk. Fantastischer Realismus. Das Rätsel Mensch im Schafstall. Das Museum im Schafstall (Neuenstadt) präsentiert seit dem 16. Oktober bis zum 24. Januar 2016 in einer umfangreichen Schau 70 Bilder und 40 Zeichnungen aus dem Lebenswerk des französischen Malers Claude Verlinde. KUNST Der institutionelle Rahmen dieser Veranstaltung prunkt mit Prominenz: Schirmherren sind unser Landesvater, Winfried Kretschmann und die Präsidentin der Société Académique des Arts, Sciences et Lettres in Paris, Jacqueline Vermere. Zudem ist das Projekt von Hubert Sawatzki, dem Leiter des Museums, konzipiert als Wanderausstellung: Der Schafstall bietet die erste Station; es folgen das Palais Coburg in Wien und schließlich das prächtige Parkhotel Vitznau am Ufer des Vierwaldstättersees. Hier befindet sich auch das monumentale Alterswerk des in Neuenstadt gezeigten heute 88-jährigen Malers. Es ist ein 16 × 6 Meter umfassendes Werk, ein Chef-d’œuvre der europäischen Malerei mit dem Titel »Der Spiegel«. Es ist der Bildsprache nach eine von der Symbolwelt des Hieronymus Bosch inspirierte Anspielung auf »Daß Narrenschyff« Sebastian Brants (1494), eine Moralsatire auf die menschliche Alltagsvernunft. Die enorme Apotheose menschlicher Grillen hängt als fotografische Reproduktion im Schafstall und dient dort dazu, den Ruf des Malers als Visionär zu belegen: Die Komposition wird im, von der Heilbronner Agentur Flumoto geschmackvoll gestalteten, Katalog angesprochen als »Anspielung auf die weltlichen Machtkämpfe um den Wohlstand« (S. 80). Und da das Werk in jenem malerisch gelegenen Hotel bereits zwischen 2010 und 2011 entstanden ist, sei hier die Vision der heutigen Flüchtlingsströme vorweggenommen. Überhaupt steht die Ausstellung unter der Perspektive der momentanen, epochalen Ereignisse. Sowohl der Bürgermeister der Stadt, Norbert Heuser, als auch die Präsidentin der Société Académique des Arts etc., Jacqueline Vermere, haben in ihren Eröffnungsreden die Bedeutung der Kunst als ein reinigendes Seelenbad vom Schmutz des Alltags, als die friedliche Alternative im interkulturellen Diskurs angesprochen. Bildung sei die stärkste Waffe im Kampf gegen die derzeit sich ausbreitenden moralischen Krisen. Und in der Tat bietet sich die Ausstellung im Schafstall als Echo für diese Worte an. Der Maler Claude Verlinde zeigt sich in seinen Arbeiten als Humanist alter Schule, geprägt etwa von den Schriften François Rabelais’, dessen Romanzyklus »Gargantua und Pantagruel« (1532–1564) der Maler in einem Prachtband illustrierte, Jean de La Fontaines, dessen berühmte Fabeln (1665–1675) Verlinde ebenfalls reichhaltig bebilderte. Die Welt der abendländischen Renaissance gehört zu den wesentlichen Inspirationsquellen des Malers. Die Einzelbilder weiblicher Allegorien von ewiger Schönheit und betörender Verführung sind deutlich von Lucas Cranachs Venus-Bildern inspiriert. Immer wieder tauchen groteske Figuren auf, die wir aus den Werken flämischer Malerei her kennen oder aus den spätmittelalterlich geprägten Hexen- und Wahnbildern von Hans Baldung Grien, von Hans Burgkmair. Doch Verlinde sitzt nicht fest in jener Epoche. Die Neuenstädter Ausstellung zeigt umfassend den Werdegang des Künstlers seit Mitte der 1960er-Jahre bis heute. Wir können Verlindes Auseinandersetzungen beobachten mit der politischen Druckgrafik der französischen Revolution, seine Vertiefung in die Karikaturen zur Zeit der Industriellen Revolution, sein Studium des Symbolismus und der frühexpressionistischen Maler zum Fin de Siècle, sogar der Neuen Sachlichkeit eines Otto Dix. Verlinde konfrontiert Cranach mit Goya, Daumier mit Da Vinci und harmonisiert seine allegorischen Weltlandschaften zumeist im romantischen Licht etwa eines Caspar David Friedrichs. Was auf den ersten Blick hin wie ein Eklektizismus erscheinen mag, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein Abarbeiten von Aktualitäten, Moden, Geschmäckern und sich abwechselnden Epochenstilen. Übrig bleibt eine Malerei, deren Ziel es ist, über die Zeiten hinweg ihre unmittelbare Gegenwärtigkeit als Malerei ins Bild zu setzen. Verlinde präsentiert eine Malerei, die uns motiviert, unsere Wirklichkeit zu nichten, wie Sartre es sagen würde, zugunsten der Realität des Bildes, also dessen, was das Bild motivisch vorstellt: was in unserem Alltag nicht da ist, aber im Bild. Dieses Ausspielen einer zeitlos erscheinenden Realität im Bild gegen die momentane Wirklichkeit unserer Existenz im Hier und Jetzt mag eine Perspektive eröffnen, sich dem Begriff des »fantastischen Realismus«, mit welchem das Werk Verlindes so oft beschrieben wird, zu nähern. Wer von Heilbronn aus, der kleinsten Großstadt Deutschlands, meinen sollte, Neuenstadt sei Provinz, der möge sich derzeit im Schafstall eines Besseren belehren lassen. ◆ Claude Verlinde, Öl/Lw, Das Laster, 92 × 60 cm, 1978, Privatbesitz © Schafstall, Neuenstadt, 2015

36
ERDEN Die langersehnte Fortsetzung des schwedischen Herzens-Hits »Wie im Himmel«. Mit dem schwedischen Drama »Wie auf Erden« setzt Kay Pollak seinen Film »Wie im Himmel« über einen Chor aus der schwedischen Provinz fort. Ein Plädoyer für die Kraft des freien Willens, der Gemeinschaft und der alle Grenzen überwindenden Musik. Ab 3. Dezember 2015 In den Universum Arthaus-Kinos Heilbronn Schweden 2015 Länge: 130 Minuten Regie: Kay Pollak Darsteller: Frida Hallgren, Niklas Falk, Jakob Oftebro, u.v.m. Den Himmel auf Erden hat der Chor des kleinen schwedischen Dorfes in Norrland zwar nicht gefunden, aber eben doch eine große Portion Glück in der Musik. Doch jedes Glück findet früher oder später sein Ende und niemand bleibt vor Tragödien bewahrt. Nun soll die frischgebackene Mutter Lena (Frida Hallgren) mit ihrer Stimme Leute in die Kirche ihres Heimatortes locken, um Händels Halleluja aufzuführen. Nicht nur Lena leidet unter dem Verlust ihrer großen Liebe Daniel Dareus, auch Pastor Stig (Niklas Falk) vermisst den Stardirigenten schmerzlich. Nachdem nun niemand mehr den Kirchenchor auf Trab hält, bleiben die Bänke des Gotteshauses von Ljusåker immer häufiger leer und der Pastor sucht Trost im Alkohol. Da kommt ihm in einer kalten Winternacht die Erleuchtung, als ausgerechnet er Lena hilft, ihren Sohn auf die Welt zu bringen: Lena, die zu Daniels Zeit im Chor sang, soll das Werk des Musikers fortführen und die Leitung übernehmen. Ein emotionsgeladenes Jubiläumskonzert ganz im Geiste des leidenschaftlichen Daniel Dareus würde die Kirchenbänke sicher wieder füllen. Lena willigt ein und überfordert mit ihrer ungestümen und lebensfrohen Art gleich so manches Gemeindemitglied. Während der Kirchenrat mit der pflichtbewussten Siv (Ylva Lööf) an der Spitze gegen Lenas unkonventionelle Methoden wettert, sind die musikbegeisterten Kirchengänger von der energiegeladenen Frau angetan – vor allem Axel (Jakob Oftebro) begeistert sich für die neue Chorleiterin. Mit »Wie auf Erden« (OT: Så ock på jorden) setzt der schwedische Regisseur Kay Pollak sein erfolgreiches Drama »Wie im Himmel« (OT: Så som i himmelen) aus dem Jahr 2004 fort. Michael Nyqvist, der im Vorgängerteil den Dirigenten gespielt hatte, der in seinen Heimatort zurückkehrte und die Leitung des lokalen Chores übernahm, kehrte für das Sequel »Wie auf Erden« aus Handlungsgründen nicht zurück und hatte außerdem nach der schwedischen Millenium-Trilogie 2009 (Verblendung, Verdammnis, Vergebung) doch seine internationale Karriere mit Filmen wie »Mission: Impossible – Phantom Protokoll« (2011) und »John Wick« (2014) aufgenommen. Dafür kamen für Teil zwei wieder große Teile des restlichen Casts zurück, so zum Beispiel Frida Hallgren als Lena, André Sjöberg als Tore, Niklas Falk als Stig, Ylva Lööf als Siv, Lennart Jähkel als Arne und Mikael Rahm als Holmfrid. Die schwedische Presse ist angetan von Pollaks Fortsetzung: »Das am sehnsüchtigsten erwartete Sequel der schwedischen Filmgeschichte ist da! Frida Hallgren, Niklas Falk und Lennart Jähkel sind wieder absolut brillant. In nahezu jeder Szene geht es um nichts weniger als Leben und Tod, also holen die Schauspieler das Letzte aus ihren Charakteren heraus. Eine Freude, erneut in die Welt des Kay Pollak einzutauchen und mit den Einwohnern von Ljusåker zu lachen und zu weinen!« (AFTONBLADET) ◆ ARTHAUS-KINOTIPP Hanix Nr. 40

37
AUSSERDEM IM KINO Im Herzen der See Start: 03.12.2015 1820: Die Crew des Walfangschiffes »Essex« wird von einem Wal attackiert. Das besondere daran ist, dass der gigantische Meeresbewohner auf Rache aus zu sein scheint. Das Tier setzt dem Schiff massiv zu und auch ein Teil der Mannschaft fällt dem Wal zum Opfer. Nun muss das Schiff jedoch noch zurück in den sicheren Hafen finden ... Der Überlebenskampf der »Essex« inspirierte Hermann Melville zu seinem Klassiker »Moby Dick«. Kapitel Der kleine Prinz Start: 10.12.2015 Ein kleines Mädchen wird von seiner Mutter penibel auf das Erwachsenenleben vorbereitet: Jedes kleinste Detail hat die Mutter auf einem Stundenplan festgehalten, den das Mädchen zu befolgen hat. Doch dann lernt sie ihren netten Nachbarn kennen, der ihr von den Geheimnissen erzählt, die er von einem kleinen Prinzen gelernt hat. So beginnt eine emotionale Reise in die Welt dieses kleinen Prinzen. Animationsfilm, der die Geschichte von Antoine de Saint-Exupéry in ein modernes Gewand kleidet. Star Wars: Das Erwachen der Macht Start: 17.12.2015 Der erste Film der neuen »Star Wars«-Trilogie; von den Fans heiß erwartet. Über die Handlung ist offiziell sehr wenig bekannt, nur dass der Film zeitlich nach den Klassikern aus den 70ern spielt, gilt als gesichert. Regie beim nunmehr siebten Teil führte J. J. Abrams. Die Peanuts – Der Film Start: 23.12.2015 Es ist ein schicksalhafter Tag im Leben von Charlie Brown, als das kleine rothaarige Mädchen durch die Klassentür schreitet und sein Herz höher schlagen lässt. Nun kann ihn nichts mehr stoppen, erst recht nicht mit einem so treuen Gefährten wie Snoopy an seiner Seite. Der Beagle hat derweil ganz andere Probleme, da er seine Fähigkeiten als Fliegerass unter Beweis stellen muss, um die Verfolgung seines erklärten Erzfeindes aufzunehmen, die Verfolgung des Roten Barons. Snowden 07.01.2016 Als Edward Snowden 2013 die Entscheidung traf, die Machenschaften seines Arbeitgebers NSA öffentlich zu machen, ahnte die Welt noch nicht, wie sehr sie von den amerikanischen und britischen Geheimdiensten ausspioniert wird. Im Politthriller von Oliver Stone wird nun die Geschichte des Whistleblowers, der aus seinem Heimatland flüchten musste, erzählt. Creed 21.01.2016 Adonis Creed, Sohn des verstorbenen Apollo Creed, zieht es nach Philadelphia, um dort das Boxhandwerk von Rocky Balboa zu lernen. Denn Rocky und Adonis Vater Apollo bekämpften sich früher im Ring, aber aus zwei bitteren Rivalen wurden schließlich enge Vertraute. Gelingt es Rocky, aus Adonis einen Boxer zu machen, der es zum Champion schafft?

38


39
Hanix Abriss-Party, Hauptzollamt HN, 23.10.2015 (Foto: Meli Dikta)

40
»Ich habe lange nicht gewusst, wie ein Oberbürgermeister Urlaub beantragt« Im Gespräch mit Harry Mergel Hanix: Herr Oberbürgermeister, welchen guten Rat hat Ihnen Ihr Vorgänger Helmut Himmelsbach für Ihre Amtszeit, die im Mai 2014 begann, mitgegeben? Harry Mergel: Einen wirklichen Rat hat er mir nicht gegeben. Es war eher so, wie früher beim Fußball spielen. Wenn der Trainer vor dem Spiel zur Mannschaft gesagt hat: ›Jetzt geht raus und spielt!‹ Herr Himmelsbach hat wohl auf meine Fähigkeiten, Seit Mitte letzten Jahres ist HARRY MERGEL Oberbürgermeister Heilbronns. Im Amtszimmer des SPD-Mannes sprachen wir mit ihm über gute Ratschläge, Meditation im Heilbronner Stadtwald, Thomas Strobl und die immense Herausforderung, die mit dem Themenkomplex »Flüchtlinge« auf die Stadt zukommt. Von Robert Mucha Fotos: Ulla Kühnle die ihm nicht ganz fremd waren, gezählt. Schließlich waren wir neun Jahre Kollegen. Ab und an hole ich mir auch gegenwärtig seine Meinung ein, für gewöhnlich mache ich die Dinge aber so, wie ich sie für richtig halte. Welchen Rat würden Sie heute, nach etwas mehr als anderthalb Jahren als Oberbürgermeister, Ihrem Nachfolger ins Ohr flüstern? Es ist gut, wenn einem Nachfolger nicht zu viele Ratschläge mit auf den Weg gegeben werden. Jeder sollte seinen eigenen Weg gehen. Cicero, römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph sagte einmal »Niemand kann dich besser beraten als du selbst.« Ein guter Rat? Kritische Reflexion ist ein Muss. Das kann ich zwar, allerdings bin ich auch auf ein erhebliches Maß an Reflexion durch Freunde und Vertrauenspersonen im unmittelbaren Umfeld angewiesen. Das brauche ich und fordere ich auch ein. Das schmerzt sicherlich? Da ich das instrumentalisiere, eigentlich nicht. Allerdings kann es Situationen geben, in denen mir klar wird, was ich hätte besser machen können und dass meine »Performance« nicht optimal war. Ich besitze ein gewisses Selbstvertrauen, das es mir ermöglicht, mit Kritik umzugehen, diese anzunehmen und mich zu verbessern. Auf wessen Expertise verlassen Sie sich blind? Da gibt es einige Personen, fast ein halbes Dutzend. Aber ich möchte keine Namen nennen. Schließlich will ich meine Informanten nicht preisgeben. Quellenschutz ist wichtig! (lacht.) Seit wir das letzte Mal im Februar 2014 hier waren, hat sich der Look des Amtszimmers verändert. Wie haben Sie sich eingerichtet? Wo findet man die persönliche Mergel-Note, die es etwas heimelig macht? INTERVIEW DES MONATS Hanix Nr. 40

41
Hanix Nr. 40 Das sieht man in der Kunst. Ich habe zwei Wandteppiche, gestaltet von meinem Freund Peter Riek, hängen. Sie sind nicht nur künstlerisch wertvoll, sondern sorgen dafür, dass der Raum nicht so stark hallt. Sie vereinen also Schönheit mit Nutzen. Hat das Amt Sie verändert? Hat sich eine Mergelsche Eigenschaft herausentwickelt, die Sie vorher nicht kannten? Eklatant ist, dass sich meine Unterschrift verändert hat. Ich muss viel mehr unterschreiben und dadurch ist sie unleserlicher und kürzer geworden. Jetzt erkennt man nur noch die Grundlinien. Zusätzlich nimmt die eigene Verantwortung zu und man muss die Würde des Amtes berücksichtigen, die manchmal eine Bürde sein kann. Insgesamt habe ich mich nicht wesentlich verändert. Ich versuche, mir nach wie vor meine Freiheiten zu nehmen. Ich möchte samstags weiterhin in Jeans und Pullover in die Stadt gehen können. Das Amt des Oberbürgermeisters verlangt großen Einsatz, das Private muss sicher oft darunter leiden. Wie viele Stunden im Monat ist Harry Mergel Privatmann? Das Private muss nicht immer leiden. Sicher, der Faktor Zeit ist wertvoller geworden, mein Leben ist intensiver als zuvor. Ich nehme die Freizeit, die ich habe, viel bewusster wahr. Deshalb ist die Lebensqualität für mich, aber auch für meine Umgebung, sogar besser geworden. Schaffen Sie es in diesen Momenten, den OB auf Stand-by zu stellen und das Berufliche, das Sinnieren über Heilbronn, abzustellen? Ich versuche, beim Laufen zu meditieren und Ruhe zu finden. Ich erfreue mich an der Natur, den Weinbergen, dem Duft des Waldes. Seit Kurzem laufe ich eine neue Strecke und entdecke immer wieder neue Sachen, obwohl ich dachte, dass ich den Heilbronner Stadtwald in- und auswendig kenne. Danach fühle ich mich immer frisch und erholt. Ich laufe aber auch mit meinen Beratern, um zu reflektieren. So kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Wie viele Urlaubstage haben Sie in diesem Jahr bereits beantragt? Und bei wem müssen Sie überhaupt Urlaub beantragen? (lacht) Das ist eine sehr gute Frage! Ich habe auch lange Zeit nicht gewusst, wie ein Oberbürgermeister Urlaub beantragt. Meine persönliche Mitarbeiterin führt eine Urlaubskarte für mich, in die meine freien Tage eingetragen werden. In diesem Jahr hatte ich bisher 19 Tage Urlaub. Kommen wir zum Arbeitsalltag als Heilbronner Stadtoberhaupt. Mit dem Titelgewinn in Brasilien ging es ja gleich gut los. Hat die WM-Euphorie auch auf das Rathaus und den Gemeinderat abgestrahlt und für eine positive Grundstimmung gesorgt und den Start des ehemaligen Fußballers Harry Mergel als OB etwas einfacher gemacht? Der unmittelbare Start war nicht so einfach, weil kurz nach meinem Antritt mein langer politischer Wegbegleiter und guter Freund Richard Drautz gestorben ist. Das war für uns und die Stadt ein einschneidendes Erlebnis. Aber zum Glück gab es dann auch erfreuliche Dinge, wie eben den Gewinn der WM. Andreas Bourani hat letztes Jahr den WM-Hit gelandet. Er singt »Ein Hoch auf uns« und ruft dazu auf, sich kollektiv selbst auf die Schultern zu klopfen. Müssen sich die Heilbronner häufiger selbst auf die Schulter klopfen? Gelegenheiten zum Anstoßen gibt es in Heilbronn relativ viele. Und was die Stadtentwicklung betrifft, könnten die Heilbronner öfter stolz auf sich, ihre Stadt und was sich hier ereignet, sein. Die Stadt wird jünger und bunter und man kann bemerken, wie sich das Flair verändert. Und denken sie daran, was sein wird, wenn hier 10.000 Studenten leben. HARRY MERGEL Allenthalben werden die bereits vollzogene Entwicklung der Stadt und das noch brachliegende Potenzial, das herausgekitzelt werden soll, betont. Wie lange wird es dauern, bis dieses neubeschworene Heilbronner Selbstbewusstsein auch eine selbstverständliche Haltung der Bürger wird? Es wird ein bisschen dauern, bis sich das Selbstwertgefühl der Heilbronner verbessert. Der Höhepunkt wird die Bundesgartenschau 2019 sein, die nicht nur das Selbstwertgefühl der Heilbronner, sondern auch die Wirkung nach außen verbessern wird. Heilbronn ist eine Stadt, in der man sehr gut leben kann. Mein Ziel ist aber, dass bis spätestens zur Buga auch Nicht-Heilbronner von sich sagen: Heilbronn ist eine Stadt, in der ich gerne leben will. Die Menschen hier neigen dazu, sehr vorsichtig zu sein. Diese Haltung hat sich verinnerlicht. Bisher herrscht bei den Heilbronnern zumindest gefühlt ein Mix aus Aufbruchstimmung, Skepsis und Neugierde gegenüber dem, was sich da in den nächsten Jahren in der Stadt entwickeln soll. Oder empfinden Sie die allgemeine Stimmung anders? Das ist eine Heilbronner Eigenart. Die Menschen hier neigen dazu, sehr vorsichtig zu sein. Diese Haltung hat sich verinnerlicht. Das finde ich etwas schade, denn die Menschen dürften schon stolz darauf sein, was sich hier getan hat und tut. Um ein neues Selbstbewusstsein für Heilbronn zu entwickeln und zu transportieren wurde die HMG neu aufgestellt. Welche konkreten Hoffnungen und Erwartungen verknüpft der Oberbürgermeister mit der Neustrukturierung der Heilbronn Marketing? Die Stadt soll so »verkauft« werden, wie sie es verdient hat, in ihrer ganzen Pluralität. Also nicht nur unter dem Gesichtspunkt, dass es hier eine schöne Landschaft und guten Wein gibt, sondern auch, dass wir eine große Bildungsstadt, ein starker und attraktiver Wirtschaftsstandort, eine Stadt am Fluss und eine Stadt mit Bundesgartenschau sind. Zusätzlich erhoffe ich mir eine Weiterentwicklung der Veranstaltungsformen, die bisher eher traditionell gestrickt sind. Das ist auch gut so. Allerdings gibt es hier kein Fest, das den bunten Mix der Bevölkerung widerspiegelt und auch erreicht. Ein Fest, das die Vielfalt, die in Heilbronn steckt, hervorhebt, existiert nicht. Deshalb habe ich die Hoffnung, dass die neue Geschäftsführung neue Veranstaltungsformate entwickeln wird. Das Thema Markenbildung für Heilbronn war dieses Jahr en vogue. Welches identitätsstiftende Merkmal der Stadt – nach innen und nach außen – sticht für Sie am meisten heraus? Spontan würde ich Bildung sagen. Heilbronn als Wissensstadt ist etwas, das uns von anderen Städten abhebt. Das gilt vor allem für den Bereich der frühen Bildung, für Kinder

42
zwischen null bis zehn Jahren. Hier gibt es keine innovativere Stadt als Heilbronn. Wir bieten kostenlose Kindergärten, eine obligatorische Sprachförderung ab drei Jahren und über 50 Prozent der Kinder besuchen eine Ganztagesgrundschule. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg sind es im Schnitt nur 15 Prozent. So wird Kindern, die in Heilbronn aufwachsen, eine ganz besondere Förderung zuteil. Dasselbe gilt auch für den Hochschulbereich. Wenn ich vor fünf Jahren gesagt hätte, dass wir heute 10.000 Studenten haben, hätte man mich ausgelacht. Ein weiterer Punkt ist die kreative Szene in Heilbronn. Immer wieder erzählen mir Leute von Dingen wie zum Beispiel Hanix oder Projekten in der Gastroszene. Es gibt hier viele junge, innovative Leute, die erkannt haben, was sich hier entwickelt. Für Heilbronn, da gibt es kaum eine zweite Meinung, werden sich in den kommenden Jahren viele Chancen für die Stadtentwicklung und Neuausrichtung zu einem modernen, urbanen, für junge Leute attraktiven Lebensraum ergeben. Ist die Stadt schon mutig und entschlossen genug dafür oder sind die konservativen Kräfte in der Stadt noch zu meinungsbildend und in alten Denkmustern gefangen? Stadtentwicklung ist ein dialektischer Prozess, der sich entwickeln muss. Um die Verhältnisse zu ändern, braucht es immer Druck von unten. Das ist bei einer Stadt nicht anders als beim Bund oder in Europa. Und man spürt auch, dass Zuwanderer sich nicht mehr nur mit Integration zufriedengeben, sondern sich selbst einbringen und partizipieren wollen. In dieser Hinsicht wird sich die Stadt also verändern. Fast zeitgleich mit dem Beschluss für Tiefgaragen im neu entstehenden Heilbronner Stadtteil Neckarbogen kam der BMW- Think-Tank »Kompetenzzentrum Urbane Mobilität« tatsächlich auf die Idee, Autobesitzern in Ballungsräumen die eigenen vier Räder auszureden. Stattdessen sollen ihnen Car Sharing-Autos vor die Tür gestellt werden. Wieso hat der Gemeinderat hier Angst vor der eigenen Courage bekommen und sich für ein Mobilitätskonzept aus den 70er-Jahren entschieden? Hier muss man unterscheiden. Die Ideen des Think-Tanks und die Mobilitätskonzepte wurden für die Innenstädte von Metropolen wie Peking, London oder Mumbai entworfen. Deshalb müssen Heilbronn und der Neckarbogen gesondert betrachtet werden. Der Neckarbogen ist absolut zukunftsträchtig. Und eine Zukunft ohne Auto wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Hier muss man einen gemeinsamen Weg finden und ich denke, mit dem Neckarbogen ist das gelungen: Ein Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Anwohner und den Umweltaspekten. Sicher ist das keine Reinform, aber wenn man sich die Reinformen in Freiburg oder Tübingen anschaut, merkt man, dass sich die Autos dort auch nicht in Luft aufgelöst haben, sondern in den angrenzenden Wohnbezirken stehen. Während des letzten OB-Wahlkampfes haben Sie den Kampf um »die letzte Bastion der Konservativen in Baden-Württemberg« ausgerufen. Auf einer Skala von eins bis zehn: Wie konservativ war Heilbronn im Mai 2014? Soweit ich weiß, habe ich das nie so gesagt. Aber Heilbronn war zu diesem Zeitpunkt tatsächlich die letzte Großstadt in Baden-Württemberg, die nicht von einem OB der SPD oder den Grünen regiert wurde. Und diesen Zustand wollte ich ändern. Deshalb kam dieses Zitat vielleicht so überspitzt formuliert in die Presse. Aber eigentlich argumentiere ich gar nicht mit solchen Schlagworten wie »konservativ«, »progressiv« oder Farben wie Rot und Schwarz. Wie so oft liegen Wahrheit und Realität irgendwo dazwischen. Aber Heilbronn ist jetzt schon ein Stückchen progressiver als vor Beginn ihrer Amtszeit? Das kann schon so sein, aber dann habe ich sicherlich nicht allein dazu beigetragen. Das ist eine Folge der Prozesse, über die wir vorhin gesprochen haben, beispielsweise, dass viele neue Menschen in die Stadt kommen oder sich kreative Geister in die Diskussion einmischen. Wenn Sie das als »progressiv« bezeichnen wollen, dann gehen wir sicherlich in diese Richtung. Und das ist auch gut so. Als konservativen Repräsentanten aus und für Heilbronn kann man MdB und CDU-Bundes-Vize Thomas Strobl bezeichnen. Ist er aus Sicht des Oberbürgermeisters ein guter Botschafter Heilbronns? Zum Einen ist er mitentscheidend dafür, dass Heilbronn schon zur Buga an das IC-Netz der Bahn angeschlossen wird. Auf der anderen Seite sorgt er mit schwer auszuhaltenden Aussagen zur Griechenland- und Flüchtlingskrise für Shitstorms erster Kajüte. Unter dem Hashtag #StroblMoments werden in sozialen Medien Peinlichkeiten von ihm gesammelt und geteilt. Da habe ich eine relativ eindeutige Haltung. Thomas Strobl und ich haben eine lange gemeinsame politische Sozialisation, zwar in unterschiedlichen Parteien, aber immer in Heilbronn. Wir fingen beide 1984 an, politisch zu arbeiten. Für uns ist es gut, dass er sich in der »großen« Politik auf Bundesebene versucht und ich versuche, hier in Heilbronn mein Bestes zu geben. Ich schätze ihn außerordentlich, er ist ein absolut verlässlicher Partner, auch wenn wir in politischen Fragen nicht immer einer Meinung sind. Nach einem Treffen einer Heilbronner Delegation – mit Ihnen an der Spitze – und Ronald Pofalla, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn, konnte freudig verkündet werden, dass Heilbronn pünktlich zur Buga an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angeschlossen wird. Heilbronn wird zur Intercity-Stadt. Wäre dieser Erfolg ohne Thomas Strobl möglich gewesen? Heilbronn kann froh sein, dass es einen Thomas Strobl in Berlin gibt. Er setzt eigene Akzente, aber öffnet auch anderen die Türen in Berlin, wie er es für mich getan hat, damit Heilbronn nun ans IC-Netz angeschlossen werden kann. Ohne Thomas Strobl wäre dieser Erfolg also nicht möglich gewesen. Zu Ihrem Amtsantritt hörte man hier und da Meinungen, dass Sie es einfach haben würden als Oberbürgermeister. Schließlich seien zig Heilbronner Leuchtturmprojekte schon auf den Weg gebracht HARRY MERGEL Hanix Nr. 40

43
worden und Sie müssten diese nur noch zu Ende bringen. Nun kommt mit den Flüchtlingsströmen eine große Pflichtaufgabe auf Sie und die Stadt zu. Ist dieser Themenkomplex aktuell die größte Herausforderung Ihrer Amtszeit? Es ist eine enorme Herausforderung. Ich bin allerdings wahnsinnig stolz darauf, wie unsere Stadt bisher mit dem Thema umgegangen ist. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Sowohl in der praktischen Umsetzung, was das Bereitstellen von Unterkünften mit großer Hilfe der Bevölkerung angeht, als auch mit der Kommunikation. Unsere Medien vor Ort wie die Heilbronner Stimme verhalten sich hier sehr verantwortungsvoll. Wir informieren die Bürger in jeder Phase offensiv, und wenn man sich die Diskussion in anderen Städten anschaut, ist es schön zu sehen, wie reif und kultiviert wir mit diesem schwierigen Thema umgehen. Liegt das eventuell auch daran, dass Heilbronn einen relativ hohen Anteil an Bürgern mit Migrationshintergrund hat und schon über Jahre ein Miteinander stattfindet? So gibt es in Heilbronn für circa 600 Flüchtlinge um die 200 ehrenamtliche Betreuer, die die Arbeit der Hauptberuflichen unterstützen. Bemerkenswert. Ich kenne jetzt die ethnische »Zusammensetzung« der ehrenamtlichen Helfer nicht, weiß aber, dass sich dort sehr viele Zuwanderer engagieren. Es ist bemerkenswert, wie viele Menschen helfen. Alles wird davon abhängen, wie es der Politik auf Bundesebene gelingt, mit der Problematik umzugehen. Denn eins ist klar: Auch wir haben unsere Grenzen, was die Unterbringung angeht. Außerdem ist das Thema noch nicht im Herzen der Stadt angelangt, da man von den Flüchtlingen noch nicht viel bemerkt. Das könnte sich ändern und dann wird die Herausforderung für uns alle noch größer. Aber die Basis, auf der wir arbeiten, ist doch stabil und gut. 2016 steht vor der Türe, 2015 neigt sich dem Ende zu. Wie lautet Ihr persönliches Resümee für 2015? 2015 war für mich ein aufregendes, spannendes und gutes Jahr. Die Projekte, die anstanden, zum Beispiel den Bildungscampus II, haben wir gut bewältigt, auf dem Buga- Gelände verläuft alles im Zeitplan und die Schulentwicklung läuft auch so, wie sie soll. Wie eben erwähnt, bewältigen wir bis jetzt auch die Flüchtlingsthematik relativ gut, die Kommunikation stimmt. Die Weichen sind gestellt. Und welche Aufgabenfelder haben Sie sich für 2016 ganz oben auf die To-do-Liste geschrieben? Viele Projekte, wie die experimenta II und die Bundesgartenschau laufen ja weiter. Ich gehe fest davon aus, dass der erste Bauabschnitt des Klinikums eröffnet werden kann und 800 Betten umziehen können, was eine große logistische Herausforderung sein wird. Und im Frühjahr beginnt der Bau des Neckarbogens. Dürfen Sie zwischen den Jahren denn wenigstens auch ein wenig Privatmann und Familienmensch sein oder hat die Stadt Ihnen auch für die besinnlichen Tage des Jahres nicht freigegeben? Ich glaube, ich habe ein bisschen Urlaub. Meine Tochter hat schon gefragt, ob wir über Weihnachten ein paar Tage Skifahren wollen. Ansonsten genieße ich aber auch die Zeit hier zuhause in Heilbronn, sei es in der Kilianskirche oder draußen im Wald. ◆

44
Titelthema: [S. 46–54] FLÜCHTLINGE »Flüchtlinge: Lasst sie kommen! Nur durch massive Zuwanderung wird es Deutschland gelingen, langfristig seinen Lebensstandard und einen Platz unter den drei bis vier wichtigsten Ländern in der Welt zu sichern. Die Kosten der Integration sind also eine kluge Investition in die Zukunft.« David Folkerts-Landau, Chefökonom der Deutschen Bank Wir schaffen das – in Heilbronn → S. 46 »ICH HABE KEINE TRÄUME MEHR« → S. 50 Den einzigen Vollbart hat der Lehrer → S. 52 FLÜCHTLINGE ALS CHANCE → S. 54 Von Flüchtlingen und Fahrrädern → S. 54 Artwork: Kathrin Leisterer Hanix Nr. 40

45
Hanix Nr. 40 Kapitel 45

46
WIR SCHAFFEN DAS – IN HEILBRONN In Heilbronn sagt »frau« dasselbe wie in Berlin: Sozialbürgermeisterin AGNES CHRISTNER (SPD), von Amts wegen zuständig für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge, die die Stadt zugewiesen bekommt. Sie sagt: »Natürlich sind die Herausforderungen enorm. Aber dank des riesigen Engagements von mehreren Hundert ehrenamtlichen Helfern sowie dank der raschen und engen Zusammenarbeit der Ämter kriegen wir alles bisher gut hin und ich bin überzeugt, dass wir das auch weiterhin schaffen.« Bis zum Jahresende wird jeder Hundertste Heilbronner ein Flüchtling sein. Von Brigitte Fritz-Kador Foto: Heilbronner Stimme & Meli Dikta Sind die Flüchtlinge die Herausforderung des neuen Jahrhunderts? Mehr als 51 Millionen Menschen befinden sich laut UNO-Flüchtlingshilfe, andere sprechen von 60 Millionen, derzeit weltweit auf der Flucht vor Krieg, Terror, Verfolgung oder vor dem Verhungern. Bis zum Jahresende werden es, nachdem zunächst monatlich hundert Flüchtlinge, jetzt aber schon 250 zugewiesen werden, 1.200, vielleicht auch 1.300 sein. In Heilbronn – einer Stadt mit über 120.000 Einwohnern, wäre das dann jeder Hundertste! Ist das eine Herausforderung? Die Art und Weise, wie sie aufgenommen, behandelt, integriert werden, sagt viel, wenn nicht alles über eine Stadt, also auch über Heilbronn. Der Duden kennt das Wort »Willkommenskultur« noch nicht, im Sprachgebrauch ist es angekommen – und in vielen Herzen. Dass die Worte »Leitkultur« oder »Ankommenskultur« dazugekommen sind, zeigt vor allem eines: Mit Mitleid allein ist es nicht getan. Mit welchem Aufwand und welchen Anstrengungen geht man in Heilbronn das Flüchtlingsproblem an? Bisher offenbar mit Erfolg, leise und effizient. Probleme, die andernorts Schlagzeilen machen, scheinen hier beherrschbar zu sein. Zahlen und Fakten dazu – ohne die man sich kaum ein Bild vom tatsächlichen Umfang der abgeforderten Leistungen machen kann – sind dabei oft schon an dem Tag, an dem sie erstellt wurden, nicht mehr aktuell, überholt von der Dynamik einer Entwicklung, die ausnahmslos alle damit Befassten und Verantwortlichen beständig fordert, gelegentlich auch überfordert, die kaum vorherseh- und planbar war. Auch nicht in Heilbronn, wo man das Flüchtlingsproblem schon sehr früh auf dem Schirm hatte, bereits agierte, bevor man nur noch reagieren konnte – und wo man, wie es OB Harry Mergel bei einer »Flüchtlingspressekonferenz« darstellte, bisher auch keinen schweren Fehler in der Kommunikation gemacht hat. Bereits kurz nachdem er sein Amt als OB angetreten hatte – in Vor- Pegida-Zeiten – kündigte Mergel bei einer Pressekonferenz zum Thema »Wohnbau in Heilbronn« im Haus der Stadtsiedlung an, dass die Stadt ein zweites Flüchtlingswohnheim bauen werde. Auf die Frage, ob er dabei nicht eine Gegenreaktion befürchte, sagte er den seither oft zitierten Satz: »An diesem Punkt wird sich zeigen, ob Heilbronn Charakter hat!« Heilbronn hat also (bisher) Charakter gezeigt, aber auch Tatkraft. TITELTHEMA: FLÜCHTLINGE Hanix Nr. 40

47
Hanix Nr. 40 Nicht nur bei der Unterbringung, es müssen auch funktionierende Strukturen für den Aufenthalt und eine künftige Integration der Flüchtlinge teils ganz neu geschaffen werden. Die Zahl der in inzwischen bestehenden oder neu gegründeten Arbeitskreisen, Institutionen, wie Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Wirtschaft ehrenamtlich Engagierten dürfte die offizielle Zahlenangabe von »über 200« längst überschritten haben. Die Zahl der »amtlichen« Sozialhelfer wurde auf sieben Stellen aufgestockt. Mitte Juni nahm die »ARGE Flüchtlinge« ihre Arbeit auf. Die Sozialwirtin Marijana Vujasić (AWO), Sozialpädagogin Galina Breuninger (Caritas) sowie Religionswissenschaftlerin Maria Theresia Tzschoppe (Diakonie) arbeiten in dieser Schnittstelle von Stadt und allen die sich amtlich oder ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, um Parallelstrukturen zu vermeiden, sie koordinieren Angebote und Initiativen, sind Ansprechpartner bei Bedarf an Unterstützung und Schulung, auch der Helferkreise, bieten Begleitung und Förderung an. Agnes Christner sagt, dass damit nicht nur »eine nachhaltige Integrationskultur geschaffen, sondern auch der hohe soziale Frieden gewahrt und der Wirtschaftsstandort gestärkt wird«. Ja, auch der Wirtschaftsstandort. Längst setzen sich die IHK Heilbronn- Franken und die Handwerkskammer für eine schnelle und nachhaltige Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit ein. Warum sollte man ihnen vorhalten, dass daraus eine Winwin-Situation für beide werden kann, angesichts des Mangels an Fachkräften und Azubis? Ein Pilotprojekt der IHK im Main-Tauber-Kreis von Wirtschaft, Politik und Verwaltung funktionierte bis hin zu ersten Einstellungen. Bei der IHK- Bildungsmesse wurden für Flüchtlinge aus Vorbereitungsklassen (»Passgenaue Besetzung«) Erstkontakte zwischen Firmen und für sie qualifizierten Flüchtlingen hergestellt. Eine Börse zur Einstiegsqualifikation bietet Flüchtlingen unter anderem Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten und Praktika. Die hiesigen Kammern und Arbeitgeber positionieren sich damit auch eindeutig gegen manche Parolen aus ihr sonst nahestehenden politischen Kreisen, nehmen jenen den Wind aus den Segeln, die Flüchtlinge nur als Nutznießer unserer Sozialsysteme desavouieren. Auch die »Stadtpolitik« von Heilbronn ist eindeutig auf Kurs. Noch sind Flüchtlinge im Stadtbild eine »quantité negligeable«. Dabei werde es aber nicht bleiben, man werde die Veränderung sehen, sagte der OB kürzlich im Gemeinderat. Im Dezember 2014 wurde hier beschlossen, am Prinzip der »dezentralen Unterbringung« festzuhalten und auch nach einem Jahr sagt Mergel: »Unser Ziel bleibt es, Zeltstädte und andere Notunterkünfte zu vermeiden!« Derzeit gibt es in Heilbronn 30 Standorte, an neun davon liegt die Kapazität zwischen 20 und 230 Plätzen. Das wird nicht ausreichen, es wird gebaut werden müssen, vor allem für Flüchtlinge mit Bleiberecht – und für Heilbronner mit Anspruch auf bezahlbaren Wohnraum. Billige, schnell hochgezogene Bauten soll es nach dem Willen der Stadt aber nicht geben, und weil man auf private Investoren hier längst nicht mehr setzen kann, wird die Stadtsiedlung GmbH als Tochterunternehmen der Stadt in die Pflicht genommen. Für den Neubau eines Wohnheims in der Böllinger Straße war im Oktober »Erster Spatenstich« – Fertigstellung soll im Herbst 2016 sein. Der Neubau eines weiteren Wohnheimes im Salzgrund musste wegen der Nähe zu einem Chemie-Unternehmen gestoppt werden, kompensiert werden soll dies durch zwei weitere Gebäude in der Nähe der Austraße. In den letzten Oktobertagen kam die Meldung hinzu, dass man in der Alten Turnhalle in Horkheim (nicht mehr für schulische Zwecke genutzt), 32 Plätze für Flüchtlinge schafft. Etwa 100 Flüchtlinge werden in der Sporthalle des Olga-Jugendzentrums untergebracht. Die Stadt geht davon aus, dass die Kosten zur baulichen Umgestaltung und zur Unterbringung von Flüchtlingen komplett vom Land erstattet werden. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2015 hat die Stadt dann mehr als 500 Plätze für die vorläufige Unterbringung geschaffen. Notwendige Gemeinderatsbeschlüsse für weitere Maßnahmen fielen einstimmig, also, auch mit den Stimmen eher rechts orientierter Stadträte. Einer davon war, dem OB freie Hand zu geben, Wohnraum zu ortsüblichen Preisen anzumieten, bei hoher Belegung sogar darüber, um auch den Vermietern Sicherheit zu geben. Dazu heißt es im Rathaus: »Uns werden glücklicherweise laufend Wohnungen angeboten, wir prüfen alle Objekte, ob sie geeignet sind. Angeboten wurden uns sicher mehrere Dutzend Wohnungen.« Erfolgt ist auch WIR SCHAFFEN DAS – IN HEILBRONN

48
die Anmietung eines Gebäudes der Stadtsiedlung in der Stockheimer Straße (60 Plätze). Zudem können zwei nicht mehr benötigte Schwesternwohnheime der SLK-Kliniken am Gesundbrunnen (120 Plätze) zu einem späteren Zeitpunkt belegt werden. Diese »Hardware« ist wichtig, funktioniert aber nicht ohne die »Software«, also Menschen. Das hat übrigens auch der Jugendgemeinderat erkannt. Mit einem Flohmarkt, mit gemeinsamen Fußballspielen könnte diese niedrigschwellige und »außerschulische« Integrationsarbeit ganz besonders wirksam sein. Wenn eine Jugendgemeinderätin im Großen Ratssaal berichtet, wie beim gemeinsamen Fußballspiel gleichaltrige Flüchtlinge wieder das Lachen lernen, dann ist das nicht nur »rührend« sondern auch Konfliktprävention. Dass es in Heilbronn noch keine ernsthaften Zwischenfälle unter den Flüchtlingen gegeben hat, auch keine von »besorgten« Bürgern, außer ein paar Schmierereien und anonym verteilte Handzettel, und anonymen Beschimpfungen, kann vorübergehend stolz machen, aber nicht blind. Die amtliche Antwort auf die »offizielle« Frage, ob es in Heilbronn Drohungen (Facebook, etc.) gegen die Stadt und die Helferszene für Flüchtlinge gegeben hat, wird kurz und knapp so beantwortet: »Nein, uns sind keine bekannt.« Ein privater Wachdienst kontrolliert längst alle Standorte in Heilbronn. Wichtiger noch ist eine funktionierende Nachbarschaft zwischen Heilbronnern und den Neuankömmlingen, auch darauf setzt die Stadt. Als die Böckinger an einem heißen Sommerabend über die Umwidmung eines großen Wohngebäudes in ein Flüchtlingswohnheim informiert wurden, konterte eine junge Frau die dort lauthals vorgetragenen und nicht immer sachlichen Befürchtungen vorwiegend alter Männer mit einem Satz: »Wir sind Nachbarn und wir freuen uns darauf!« Beschlossen ist, dass die Stadt – neben der schon aufgewerteten Integrationsstelle – nun auch die eines »Flüchtlingsbeauftragten« schaffen wird, der mit der ARGE Flüchtlinge ehrenamtliche Arbeit und »amtliche« Projekte wie auch die Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit den Partnern bei Sprachförderung und Beschäftigung von Flüchtlingen lenken wird. Diese wird zunächst drei Jahre lang vom Land gefördert mit 103.000 Euro, bei jährlichen Personalund Gesamtkosten von rund 90.000 Euro. Den Raum dazu hat die Stadt auch schon: die in ihrem Besitz befindlichen Etagen im Wollhausturm. Die »Randbemerkung«: Dass hier gähnender Leerstand herrscht, ebenso wie beispielsweise im Barthel- Gebäude, könnte ja auch mal jemandem auffallen! Wie jede Kommune im Land erhält auch Heilbronn aus Landes- und Bundesmitteln die einmalige Pauschale von 13.260 Euro pro Person. Ob sie ausreicht, hängt von der Verfahrensdauer (Asyl-Antrag) ab, diese ist nicht örtlich beeinflussbar. Pressesprecher Anton Knittel sagt: »Wir hoffen darauf, dass die neuen gesetzlichen Regelungen zur Verfahrensbeschleunigung rasch Wirkung zeigen. Nach wie vor leben bei uns aber Flüchtlinge, die noch keinen Asylantrag stellen konnten.« Ein Faktum für die Stadt sind auch die Krankheitskosten. CDU-Stadtrat Prof. Cyran mahnte jüngst im Gemeinderat an, der Gefahr der Einschleppung von Tuberkulose früh zu begegnen. Schwerer zu diagnostizieren und behandeln sind freilich die traumatischen Verletzungen, zum Beispiel bei den unter besonderem Schutz und Abschirmung stehenden 22 jesidischen, von der IS terrorisierten Frauen und Kindern, die Heilbronn aufgenommen hat. In allen Rathäusern des Landes wäre man froh, wenn man diese Pauschale nicht »vorfinanzieren« müsste, weil das Land erst zum Jahresende auszahlt. Diese ist auch nicht gedacht für die sog. »Anschlussunterbringung«, also dann, wenn der Status eines Flüchtlings geklärt ist, und ebenso wenig für Bildung und Ausbildung. Inzwischen hat das Land zugesagt, dass für die Kosten eine Spitzabrechnung erfolgt. Lediglich 91 Euro der Einmalpauschale für erwachsene Flüchtlinge ist für Sprachkurse bestimmt, zum Beispiel bei der Volkshochschule. Sie sind das A und O und der Anfang aller Integration. Das »sichtbare Programm« der Heilbronner VHS heißt in diesem Semester »Flucht und Vertreibung«, das »unsichtbare« dazu, die Sprach- und Integrationskurse, wie es deren Leiter Peter Hawighorst nennt, läuft schon sehr viel länger. Zurzeit starten fünf bis sieben Kurse pro Monat mit circa 15 Teilnehmern, nur Erwachsene, da Kinder und Jugendliche über andere Programme Sprachunterricht an Schulen und Berufsschulen erhalten. Der Basiskurs von 56 Stunden (täglich zwei Stunden, viermal die Woche) soll in die Lage versetzen, mit ersten Sprachkenntnissen im Alltag zu bestehen. Sie sind ein Angebot an alle Flüchtlinge, gleich welcher Herkunft, werden aber vorwiegend von jenen mit Bleibeperspektive besucht. Etwa im Verhältnis eins zu vier beschreibt Hawighorst die Notwendigkeit von Alphabetisierungskursen, er bestätigt nachdrücklich die oft geäußerte Wahrnehmung, dass gerade syrische Flüchtlinge Sprachkurse mit besonders hoher Verlässlichkeit besuchten. Sie stammten größtenteils aus der gebildeten Mittelschicht (»Arme und Alte hätten sich eine Flucht gar nicht leisten können!«) mit einem hohen Akademikeranteil. Auf die Sprachkurse folgen die weitaus längeren und intensiveren Integrationskurse, darin werden Flüchtlinge auf berufsspezifische Belange ebenso vorbereitet wie auf das Leben in einer westlichen Demokratie und deren Werteordnung. Solche Kurse bietet unter anderem auch die Aufbaugilde an, die Kosten trägt zu 60 Prozent die Stadt und zu 40 Prozent das Land. Die Nachfrage danach ist so groß, dass sich jetzt auch die Arbeitsagentur eingeschaltet hat und nun aus Bundesmitteln weitere aufbauende Sprachkurse anbietet. Der Markt der Sprachkurse hat sich momentan völlig gewandelt. Bei seinem Amtsantritt 2007 habe es sechs Integrationskurse in Heilbronn gegeben, jetzt seien es sechzehn, sagt Hawighorst und auf die Frage, ob er in dieser intensiven Zeit auch schlechte Erfahrungen gemacht habe: »In jedem Fall keine schlechteren als mit deutschen Kursteilnehmern! Die Menschen, die sich entschlossen haben ihr Land zu verlassen, haben nicht nur ihre Gründe dafür gehabt, sie haben auch ein großes Durchhaltevermögen und stellen ein großes Potential dar!« Die Sprachbildung von Flüchtlingskindern obliegt den Schulen, sie findet in speziellen Klassen statt und geht bis TITELTHEMA: FLÜCHTLINGE Hanix Nr. 40

49
Hanix Nr. 40 »Die Menschen, die sich entschlossen haben ihr Land zu verlassen, haben nicht nur ihre Gründe dafür gehabt, sie haben auch ein großes Durchhaltevermögen und stellen ein großes Potential dar!« in die Berufsschulen. Auch dazu braucht man entsprechende Lehrkräfte. Agnes Christner ist froh, dass es in Heilbronn ein speziell zugeschnittenes Angebot gibt: die aim (Akademie für Innovative Bildung und Management) der Dieter-Schwarz- Stiftung. Hier muss man einfach nur »bestellen«, Dozentinnen und Dozenten begleiten und entlasten die Lehrkräfte der Vorbereitungsklassen im Regelunterricht. Nachfrageorientiert bietet die aim seit August 2014 auch Intensivkurse auf unterschiedlichen Niveaustufen für Jugendliche an, die auf einen Platz in einer Berufsvorbereitungsklasse warten, oft durch ein theaterund erlebnispädagogisches Programm ergänzt, um auch so die Deutschkenntnisse zu verbessern, um Alltagskompetenz und Selbstvertrauen zu stärken. Im letzten Schuljahr fanden zehn Kurse mit insgesamt 240 Schülerinnen und Schülern statt. Die seit Oktober laufenden zwei Kurse mit 30 Schülern werden noch einmal verlängert, bzw. um einen dritten ergänzt. Die Schüler stammen aus Somalia, Indien, Irak, Syrien, Bulgarien, Pakistan, Afghanistan, Ägypten, Nigeria, Gambia und dem Kosovo, sie erhalten an vier Tagen Deutschunterricht, dazu kommen Rollenspiele und »Teamteaching«. Und was sagt man bei der aim noch: »Wir können bedarfsorientiert agieren, wir stehen in den Startlöchern mit fertigen Konzepten!« Die finanzielle Unterstützung der Heilbronner Bürgerstiftung macht es zudem möglich, dass Flüchtlingskinder seit Oktober auch das Theater Heilbronn kostenlos besuchen können, das heißt alle Kinder- und Jugendstücke in der BOXX und ebenfalls das Weihnachtsmärchen »Der Lebkuchenmann« im Großen Haus. Schulen, Hilfsorganisationen und andere Einrichtungen aus Heilbronn müssen sich dafür lediglich im Theater anmelden (evelyn.doebler@theater-hn. de). Ein weiteres Vorhaben: Flüchtlinge und Migranten zwischen 14 und 20 Jahren erarbeiten mit deutschsprachigen Jugendlichen ein einstündiges Theaterstück, das dreimal aufgeführt werden soll. Sie erzählen Geschichten und Erlebnisse aus ihrem Alltag und lernen dabei »spielend« Deutsch. Einig ist man sich in der Stadtverwaltung, dass die Integration von Flüchtlingen in die Stadtgesellschaft »am besten in den örtlichen Vereinen funktioniert«. Zusammen mit dem Stadtverband für Sport bemüht man sich schon seit dem Sommer, Flüchtlinge für den Vereinssport zu interessieren. Im Herbst wurde nun ein Förderprogramm zur Unterstützung von Flüchtlingsprojekten aufgelegt, sie erhalten für angemeldete Projekte bis zu 500 Euro, egal ob diese neu sind oder schon laufen. Ein ähnliches Förderprogramm wird es demnächst auch für Kulturvereine geben. »Es werden immer mehr!« sagt Kilianspfarrer Hans- Jörg Eiding, wenn man ihn auf den ökumenischen Arbeitskreis für Flüchtlinge der Gemeinden der Kilianskirche und von St. Peter und Paul anspricht, der bei einem »Flüchtlingsgottesdienst« im September in der Kilanskirche vorgestellt wurde. Auch andere (Frei-) Kirchen- Gemeinden in Heilbronn sind über Konfessionsgrenzen hinaus tätig, ohne dabei gleich die Glocken läuten zu lassen. Die evangelische Kirche in Heilbronn hat zum Beispiel eine Hausmeister- und eine Pfarrerwohnung Flüchtlingsfamilien zur Verfügung gestellt und ohne Zögern den Gaffenberg als »Winterquartier«. Überall, wo die ARGE Flüchtlingshilfe tätig ist, bilden sich rasch Unterstützerkreise, vom Erstkontakt über Aufgabenkoordination bis zu Patenschaftsmodellen, offenbar so viele, dass man die genaue Zahl noch nicht mal bei der Stadt kennt. Aber gibt es solche Initiativen und Hilfen auch in den Moslem- Gemeinden in Heilbronn? Hierzu ist bei der Stadt zu erfahren: »Das Engagement von muslimischer Seite kommt weniger von Gemeinden als Ganzes, sondern von vielen muslimischen Helferinnen und Helfern, die ganz selbstverständlich vor Ort mit anpacken.« Eine Kampagne in der Stadt heißt »Save me – eine Stadt sagt ja«, hier setzen sich eine Reihe von Paten (die »Prominenten« darunter kommen eher aus dem linken Lager) für ein »Resettlement« von Flüchtlingen innerhalb des »Pakt Zukunft« ein und erinnern, dass die »unicef-Kinderstadt Heilbronn« nicht nur imagefördernd, sondern auch als Verpflichtung gesehen werden sollte. In Heilbronn hofft man, nachdem in Heidelberg das Aufnahmezentrum seine Arbeit aufgenommen hat, nur noch Flüchtlinge mit Bleibeperspektive aufnehmen zu müssen. Bald ist Weihnachten. In vielen Jahren nach dem Krieg hatten Heilbronner Familien die GIs der amerikanischen Besatzung am Heiligen Abend zu sich nach Hause eingeladen. Von einer solchen Initiative ist noch nichts zu hören, aber immerhin gab es in der Gemeinderatssitzung am 22. September eine beeindruckende »Predigt«, nämlich als SPD-Stadtrat und Pfarrer Erhard Mayer das Wort ergriff, Verständnis für die »Sorge« vieler Bürger äußerte und allen empfahl, aus »Sorge« jetzt »Fürsorge« werden zu lassen. ◆ Hier kann man helfen: Flüchtlinge können in sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel Tafelläden einkaufen. In der Imlinstraße 10 wurde speziell für in Heilbronn untergebrachte Asylbewerber eine Kleiderkammer eingerichtet, wo man auch Sachspenden abgeben kann. In den entsprechenden Einrichtungen der AWO, des DRK, bei Meseno, der Diakonie, der Caritas und in der Kleiderkammer in der Austraße 50 (Spendenannahme immer mittwochs in der Austraße 105). Die Spendenbereitschaft ist insgesamt groß, aber nicht alles, was gespendet wird, wird sofort gebraucht, aktuell benötigt werden vor allem Männerkleidung in den Größen S und M, Unterwäsche, Socken und Fahrräder. WIR SCHAFFEN DAS – IN HEILBRONN

50
»ICH HABE KEINE TRÄUME MEHR« Hanix Nr. 40 Immer noch flüchten Menschen aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten. Sie strömen nach Europa, insbesondere nach Deutschland. In der Hoffnung nach einem neuen Leben. Einem Leben in Sicherheit. Wir haben die Flüchtlingsfamilie Elia bei ihren Paten, Familie Feldmann aus Heilbronn, getroffen und haben bei einer Tasse Kaffee von unvorstellbaren Erlebnissen erfahren. Von Maria Sanders, Foto: Nico Kurth »We want a new life.« Wir wollen ein neues Leben, sagt Mutter Marlin Elia (52). Ihre Hände in den Schoß gelegt, ihr Blick zu Boden gerichtet. Bis sich die Stimme ihrer Tochter unerwartet erhebt. »We don’t want to.« Das wollen wir nicht, unterbricht Diala ihre Mutter auf einmal. »But the war wants to.« Aber der Krieg will das so, sagt sie und presst die Lippen zusammen. Ihre Augen sprechen Bände. Traurig, wütend und doch, auf eine unbeschreibliche Art, hoffnungsvoll. Mama Marlin schaut ihre Tochter an und legt den Kopf verständnisvoll zur Seite. »Zuerst kamen wir nach Heidelberg«, berichtet Vater Riad. Dort lebten sie zu viert in einem kleinen Zimmer und teilten sich eine Küche, ein Bad und zwei Duschen mit zwan- 50 TITELTHEMA: FLÜCHTLINGE

51
zig anderen Flüchtlingen. Danach kamen sie nach Heilbronn. Jetzt wohnen sie in einem etwas größeren Zimmer, aber immer noch sehr bescheiden. Aus diesem Grund findet das Gespräch auch bei den Heilbronner Paten, Familie Feldmann, zuhause statt. »Wir möchten ein Gespräch auf gleicher Ebene«, sagt Merve Feldmann (72). Wir respektieren die Entscheidung und freuen uns, dass beide Familien Zeit gefunden haben. Als Pate unterstützt man eine Flüchtlingsfamilie in allen Bereichen. So hilft Familie Feldmann beispielsweise bei der Wohnungssuche, begleitet bei Behördengängen, organisiert Kleidung oder trifft sich einfach auf einen Kaffee. »Wenn jeder ein bisschen mit anpackt, können wir zusammen viel erreichen«, so Helmut Feldmann (73). Diala und ihre Familie kommen aus Aleppo. Mit 2,1 Millionen Einwohnern ist Aleppo nach Damaskus die zweitgrößte Stadt Syriens. Eine Stadt, die seit Sommer 2012 im Zuge des Bürgerkrieges umkämpft wird und mittlerweile bis zur Hälfte zerstört ist. Ein großer Teil der Bewohner ist geflüchtet. »Vor dem Krieg war alles gut«, erzählt Dialas Vater Riad. Der 62-Jährige ist gelernter Kaufmann und führte Damenbekleidung in seinem eigenen Geschäft. Ein Geschäft, das es heute nicht mehr gibt. Ebenso wenig, wie die Straße. Es ist alles zerstört. »Du weißt nie, wann es dich trifft«, beginnt Vater Riad. Seine Stirn liegt in Falten. »Einmal wollte ich zum Bäcker gehen«, erinnert er sich. Er wollte Brot kaufen. Die Bäckerei war nur wenige Hundert Meter entfernt, als Riad plötzlich hörte, wie eine Bombe in einer Nebenstraße explodierte. Genau in die Straße, in die er noch vor wenigen Sekunden einbiegen wollte. Unvorstellbar. Da traut man sich gar nicht mehr aus dem Haus, fragen wir uns laut. Schon fast selbstverständlich antwortet er: »Auch dort bist du nicht sicher.« Dialas Vater schaut kurz fragend zu Merve und Helmut Feldmann, die ebenso am Tisch sitzen. Als rang er nun doch einen Moment um seine Fassung. Dann nimmt er die Kaffeetasse, trinkt und schluckt den warmen Kaffee langsam hinunter. »Wir hatten Glück«, erzählt er in gebrochenem Deutsch. »Unser Haus wurde zweimal von Bomben getroffen, als wir nicht zu Zuhause waren.« Diala und ihre Eltern konnten nicht mehr in ihrem Land bleiben. Jeden Tag die Angst, zu sterben. »Egal wo du bist. Ob in der Armee oder ob du durch die Straßen läufst. Du kannst immer durch Bombenangriffe oder Selbstmordattentäter sterben«, so der Vater. Ihr einziger Ausweg: Heimatflucht. Bis zu 800.000 Flüchtlinge kommen in diesem Jahr nach Deutschland. In der Stadt Heilbronn sind es derzeit 672 Menschen (Stand 14.10.2015). Und wieder haben Diala und ihre Eltern Glück gehabt. Sie sind sogenannte »Kontingenzflüchtlinge«. Ein furchtbares Wort denken wir uns im Stillen und hören weiter zu. Sie gehören zu den Menschen, dessen Asylantrag bewilligt wurde und die legal nach Deutschland reisen durften. Sie sind Teil jener Flüchtlinge, die Deutschland sowieso aufnehmen wollte. »Manche wollen in Syrien bleiben«, erzählt Riad Elia. »Manche versuchen, um jeden Preis nach Europa zu kommen.« Die Schleuser, die Flüchtlinge von Syrien über die Balkanstaaten nach Europa bringen, verlangen bis zu 15.000 Euro für Transport, illegales Visum und der Gewissheit, dass du nicht weißt, wie diese Reise endet. Ob du dein Ziel erreichst. Ruhig ist es im Wohnzimmer von Familie Feldmann. Der helle Holztisch mit weißer Tischdecke und gutem Geschirr gedeckt. Quarkbällchen liegen auf der Schale bereit und duften verführerisch, während ein leises, rhythmisches Ticken »ICH HABE KEINE TRÄUME MEHR« der Wanduhr das Gespräch begleitet. Friedvoll und surreal ist alles, wenn wir von den Erlebnissen dieser Flüchtlingsfamilie hören. Es überkommt einen das Gefühl von Demut, weil wir den unmittelbaren Vergleich sehen. Eine deutsche Familie und eine Flüchtlingsfamilie. Eine Familie, die alles hat, und eine Familie, die alles verloren hat. »Es geht uns sehr gut«, erkennt Helmut Feldmann an. »Deshalb möchten wir ihnen bei einem Neuanfang helfen«, sagt er. So sieht das auch die Stadt Heilbronn, weshalb Marijana Vujasić (AWO), Maria Theresia Tzschoppe (Diakonie) und Galina Breuninger (Caritas) eine Schnittstelle bilden zwischen der Stadt, den Wohlfahrtsverbänden und den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Dialas Eltern lächeln. »We are very grateful.« Wir sind sehr dankbar, sagt Mutter Marlin, die in Syrien als Englischlehrerin arbeitete. Dialas Augen verraten aber mehr. Sie schauen wehmütig. »Ich habe keine Träume mehr«, sagt die junge 20-Jährige ernst, die in Syrien Anglistik studierte. »Das war mein Traum.« Jetzt muss sie noch einmal komplett von vorn anfangen und es fällt ihr sichtlich schwer. Nun lernt sie Deutsch und möchte eine Ausbildung machen, um vielleicht den großen Traum vom Studium irgendwann doch wieder aufzunehmen. ◆ Weitere Infos: Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich gerne melden bei: Marijana Vujasić marijana.vujasic@awo-heilbronn.org chöne hotos www.blickboutique.de

52
In einem Klassenzimmer der Peter-Bruckmann-Schule sitzen seit Beginn des Schuljahres 13 junge Asylanwärter und lernen Deutsch. Fünf von ihnen stammen aus Somalia. Den Weg von der Ostküste Afrikas bis ans Mittelmeer nach Lybien legten die jungen Männer zu Fuß und mit dem Auto zurück – die Überfahrt nach Italien mit einem der Boote, von deren Gefahren die Nachrichten seit Monaten berichten. Zwei weitere stammen aus dem Irak und haben die lange und beschwerliche Strecke zu Fuß auf sich genommen. Auch die anderen sechs Schüler sind unter unvorstellbaren Umständen von ihren Familien getrennt und in einem für sie völlig fremden Land gestrandet. Jetzt sitzen sie hier, jugendliche Männer im Alter zwischen 15 und 19 Jahren mit viel Lebens- und kaum Schulerfahrung, an einem U-geformten Tisch und man fragt sich ein bisschen: Wie passt deren Lebensgeschichte in ein deutsches Klassenzimmer? Von Florian Damaschke Fotos: Meli Dikta Den einzigen Vollbart hat der Lehrer Hanix Nr. 40 Auf A3-Blättern haben die Schüler der Klasse Vorbereitung für Arbeit und Beruf ohne Sprachkenntnis, kurz VABO, an der Peter-Bruckmann-Schule einen persönlichen Lebenslauf mit Namen, Herkunft und Berufswunsch geschrieben oder gezeichnet. Fußballspieler steht bei einem, Kfz-Mechaniker bei einem anderen. Die A3-Blätter hängen gut sichtbar auf der Rückseite des Klassenzimmers an der Wand. Sie dienen auch als Hilfestellung, wenn einer der Schüler auf Deutsch aufsagen soll, woher er stammt und was er mal werden will. Am Pult vor der Tafel steht Tobias Banzaf. Er ist mit seinen 31 Jahren nicht wahnsinnig viel älter als seine Schüler und trägt Vollbart. Übrigens als Einziger in der Klasse. Deutsch und Chemie für die gymnasiale Oberstufe sind seine Fächer. Nach dem Studium in Heidelberg hat er sein Referendariat am Gymnasium in Neuenstadt am Kocher absolviert. Seit diesem Schuljahr unterrichtet er an der Peter-Bruckmann-Schule in der Heilbronner Weststadt. Es ist sein erstes volles Lehrdeputat. Die VABO-Klasse unterrichtet er zweimal in der Woche. Deutschunterricht heißt für ihn normalerweise viel und ständig Aufsätze korrigieren. Bei den VABOs ist dagegen was ganz anderes gefragt. Die müssen erst mal den Klang und den Wortlaut der deutschen Sprache finden. Er ist hier nicht nur Lehrer, sondern auch eine Art Animateur. Seine Unterrichtsmittel beschränken sich deshalb nicht auf Stift, Kreide und Papier. »Wenn du mit einer fremden Sprache bei null anfängst, dann musst du Begriffe mit Händen und Füßen erklären und die Schüler aktiv einbinden. Die kleine Klassengröße hilft dabei«, erzählt er. Vor ihm auf dem Boden liegen die Begriffe, die er heute in seiner Doppelstunde vermitteln will: Computer, Zeitung, Telefon, Radio, Fernsehen. Jeder Begriff steht in großen Lettern auf Pappe geschrieben und ist mit einem passenden Bild versehen. »Okay, Augen auf«, ruft Tobias Banzaf und klatscht TITELTHEMA: FLÜCHTLINGE

53
Hanix Nr. 40 »Als im Frühjahr 2014 deutlich wurde, es kommen immer mehr, war klar, wir müssen was tun« in die Hände. Er holt die Schüler der Reihe nach in die Mitte und lässt sie die Begriffe laut nachsprechen, bevor das Schriftbild dem passenden Foto zugeordnet werden soll. Zweite Aufgabe: Jeder Begriff, der richtig ausgesprochen und verstanden ist, wird geschrieben. Tobias Banzaf schreibt das Wort »Zeitung« an die Tafel. Wie beim Schreiben lernen in der Grundschule zieht er die kleinen Buchstaben über eine, die großen Buchstaben über zwei Zeilen: »Okay, wir schreiben in die Linien«, spricht er dazu. Während die Klasse konzentriert die Wörter an der Tafel in ihre Schulhefte überträgt, geht Banzaf von Schüler zu Schüler, ermuntert und gibt Hilfestellung: »Gut, gut, aber die Zeitung wird mit großem Z geschrieben«. Die Atmosphäre ist aufmerksam, konzentriert und ruhig. Nur ab und an zupfen und zerren sich zwei Mitschüler mal am Arm und raunen sich etwas in ihrer Landessprache zu. Zwei VABO-Klassen mit jeweils 13 Schülern gibt es derzeit an der Peter-Bruckmann-Schule, in denen sie pro Woche 30 Stunden Unterricht erhalten. Nach dem Schuljahr sollen die Schüler auf dem sogenannten A1-Niveau sein, mit dem sie in der Lage wären, nach einem weiteren Jahr einen Hauptschulabschluss zu machen. Im Anschluss soll die Lehre in einem gewerblichen Beruf stehen, beispielsweise in den Fachgebieten Gesundheit, Pflege oder Ernährung, wie sie etwa die Kreisberufsschule Peter Bruckmann anbietet. Soweit die Theorie. Den Verantwortlichen ist trotzdem klar, dass die Erfolgsaussichten ihrer Schüler, auch von individuellen Voraussetzungen abhängen, die die Schüler mitbringen. »Es kommt darauf an, wie schnell die lernen. Manche Jugendliche haben zwölf Jahre Schulerfahrung in ihrer Heimat, andere null Jahre«, sagt Karlheinz Volkmann, Leiter der Peter-Bruckmann-Schule in Heilbronn. Dass überhaupt ein Beschulungsangebot im Landkreis Heilbronn für junge Asylbewerber besteht, ist zu großen Teilen seiner Initiative zu verdanken. »Für Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren besteht in Deutschland die Berufsschulpflicht. Als im Frühjahr 2014 deutlich wurde, es kommen immer mehr, war klar, wir müssen was tun«, erzählt er. Gemeinsam mit den anderen drei Kreisberufsschulen im Land wurde ein Antrag beim Regierungspräsidium gestellt und nach der Genehmigung begonnen, die nötigen Strukturen und Stellen zu schaffen. Auch die Handwerkskammer in Heilbronn zeigte Interesse. Die Bilanz nach den ersten anderthalb Jahren fällt an der Peter-Bruckmann-Schule dennoch nüchtern aus. Weniger Schüler als angenommen haben in ihrem ersten Jahr genügend Deutschkenntnisse erworben, um in den Folgeklassen mithalten zu können. Ein Hauptschulabschluss mit anschließender Lehre liegt für die meisten in weiter Ferne. Vielleicht ist das Korsett des deutschen Bildungssystems doch ein wenig eng, um junge Erwachsene, die ihrer Heimat und Familie entrissen wurden, zu Anwärtern auf eine Lehre im deutschen Handwerk zu machen? Die Berichte der Lehrer, die wie Tobias Banzaf den Unterricht mit den Jugendlichen leisten, sprechen eine andere Sprache. Mit Freude erzählen sie vom engagierten Miteinander, dem Austausch und der konzentrierten Atmosphäre, die durchweg in den Klassen herrscht. Ganz bewusst suchen sie dabei mit ihren Schülern auch den direkten Kontakt mit anderen Menschen außerhalb des Schulgebäudes. Etwa als Gäste einer Gymnasialklasse in Neuenstadt, die sie in der Sportstunde begleitet haben oder bei einer Tour in die Weinberge, bei dem sie ihre erste Weinprobe bei einem Winzer erleben konnten. »Ich sage meinen Lehrern oft, geht raus auf die Straße mit den Jugendlichen. In alltäglichen Situationen lernen sie den Umgang mit der deutschen Sprache am Schnellsten. Dann kommt der Rest auch«, glaubt Karlheinz Volkmann an die Kraft der gelebten Sprache. ◆

54
FLÜCHTLINGE ALS CHANCE Seit Monaten flüchten Menschen aus dem Nahen Osten. Sie flüchten vor Krieg, Terror oder aus wirtschaftlicher Motivation heraus. Wir sprachen mit ACHIM BOCHER, stellvertretender Amtsleiter im Bereich Soziales und Verwaltung der Stadt Heilbronn. Von Maria Sanders & Robert Mucha Foto: Ulla Kühnle Hanix: Viele Flüchtlinge versuchen, nach Europa zu kommen. Deutschland ist dabei ein beliebtes Ziel. Wie stemmen aber die Angestellten der Stadt Heilbronn diese neuen Aufgaben? Achim Bocher: Die städtischen Ämter arbeiten ganz hervorragend und kollegial zusammen. Vieles läuft rasch und unkompliziert, das ist einfach toll. Unterstützt werden wir zum Glück in unserer Arbeit von mehreren Hundert Personen, die sich ehrenamtlich einbringen. Wir spüren eine immense Hilfsbereitschaft der Heilbronnerinnen und Heilbronner. Was sind die Herausforderungen der Zukunft? Für die Stadt, ihren Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, aber auch für die Heilbronner selbst? Zunächst die Versorgung mit ausreichendem Wohnraum. Aber auch Flüchtlingen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, sprachliche Integration zu fördern, soziale Kontakte aufzubauen und dauerhaften Wohnraum zu gewährleisten. Welche Befürchtungen und Sorgen sind in der Bevölkerung am größten? Flüchtlinge sind fremd und kommen aus Kriegsgebieten. Eine große Sorge ist, ob es auch Gewaltbereitschaft bei uns geben könnte. Ferner besteht die Sorge, dass vielleicht Straftaten und Delikte von Flüchtlingen begangen werden. Ein Thema, das auch immer wieder angesprochen wird, sind Flüchtlinge aus den Balkanstaaten, die vielleicht lediglich aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen. Welche Sorgen rund um das Thema »Flüchtlinge« der Bürger sehen Sie als berechtigt an und bei welchen Themen sind Sorgen unbegründet? Mit Blick auf die teilweise furchtbaren Erlebnisse in den Herkunftsländern halte ich den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen für ein wichtiges Thema, das uns in allen Lebensbereichen begegnen kann. Der Bereich der Kriminalität dagegen muss uns nach den bisherigen Erfahrungen derzeit keine Sorgen bereiten. Sind die Flüchtlinge vielleicht auch eine Chance, um zum Beispiel dem demografischen Wandel im Heilbronner Raum entgegenzuwirken? Die Altersstruktur der Flüchtlinge in Heilbronn führt zu einer Verjüngung unserer Gesellschaft. Das stimmt. Damit daraus aber eine Chance für die Verlangsamung des demographischen Wandels wird, braucht es eine gute und dauerhafte Integration. Bildung und berufliche Chancen spielen hierbei eine große Rolle. ◆ Es ist wie immer: Einer muss den Anfang machen, in diesem Fall war es SPD-Stadtrat Herbert Burkhardt aus Neckargartach, dort auch Vorsitzender des Ortskartells. So wie sich in seiner Scheune die Sachspenden, Kleidung und Schuhe stapeln, so stapeln sich bei ihm auch die Ideen wie und wo man helfen kann – und dazu die Hilfsangebote seiner Neckargartacher Mitbürger. Als hier der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe am 20. September erstmals Flüchtlinge begrüßte, waren es 35, inzwischen hat sich die Zahl vervielfacht, die meisten sind junge Männer aus Syrien. Sie werden nicht allein gelassen, so zum Beispiel die zwei Flüchtlinge, denen man in Passau den Pass abgenommen und nicht wiedergegeben hat und die nun lange Behördengänge ohne Sprachkenntnisse absolvieren müssen. Unterstützt und begleitet von der ARGE Flüchtlinge wird hier eine Willkommenskultur gelebt, an der sich Menschen aller Altersgruppen beteiligen, erzählt Burkhardt. So reparierten die Schüler der Klasse 9a der Albrecht-Dürer-Schule zusammen mit ihrem Lehrer in kürzester Zeit von 40 gespendeten Fahrrädern die ersten 20 und konnten sie an Flüchtlinge übergeben, die nun froh und dankbar sind, damit ein Stück Autonomie wiederbekommen zu haben. Oder man macht es so wie Anna Krebs. Mit jungen Männern ist sie einfach zu »Jazz und Einkauf« in die City gegangen, alle waren begeistert, ein andermal fährt sie mit ihnen zum Recyclinghof um ihnen hier den bundesrepublikanischen Umgang mit der Umwelt zu zeigen. Danach wird gemeinsam gekocht, gegessen, die jungen Männer bedanken sich bei ihr mit Hilfe im Garten. Oder es meldet sich ein früherer Hausarzt aus dem Ruhestand und bietet Sprachunterricht an. Andere stiften Fußbälle und Kontakte zu den Sportvereinen, laden einfach mal zu Kaffee und Kuchen ein. »Es ist erschütternd, was wir da an Schicksalen erzählt bekommen« sagt Burkhardt. Wo, wie in Neckargartach, noch fast jeder jeden kennt, geht manches einfacher, schwer aber ist es, die Sprachbarriere zu überwinden. Selbst von den sehr gut ausgebildeten jungen Syrern sprechen nicht alle Englisch, sagt Burkhardt, manchmal schickt der Zufall dann einen Dolmetscher vorbei. In regelmäßigen Treffen werden Aufgaben definiert und delegiert, ein Spendenkonto wurde eingerichtet. Dem Kanzlerin-Wort: »Wir schaffen das!« haben diese Neckargartacher Taten folgen lassen. Natürlich bekomme er offene wie auch anonyme Beschimpfungen und Drohungen, sagt Burkhardt auf Nachfrage, aber die stecke er einfach weg. Der Hauptkommissar bei der Heilbronner Polizei hat glücklicherweise eine Statur, die man so leicht nicht erschüttert. ◆ FLÜCHTLINGEN FAHRRÄDERN Ein Beispiel von vielen: wie Bürger in Neckargartach anpacken und helfen. Von Brigitte Fritz-Kador TITELTHEMA: FLÜCHTLINGE Hanix Nr. 40

55
Hanix Nr. 40 Die Oliver Maria Schmitt-Kolumne AUF INS STARNBERG DER SCHWABEN! Wie Dieter Schwarz erfolgreich aus dem Untergrund käme Heilbronn sorgt wieder mal für bundesweite Schlagzeilen. Und wie fast immer, wenn die geltungssüchtige Mini- Großstadt von sich reden macht, nicht im positiven Sinne. Sondern als Rätsel. Neues Zahlenmaterial verwirrt nicht nur die Stadt samt Oberhaupt, sondern gleich die ganze Nation. In den offiziellen Einkommensstatistiken des Landes liegt das niedliche Neckarmetropölchen nämlich an erster Stelle – nirgendwo scheffeln die Menschen mehr Geld als in ausgerechnet Heilbronn: im Durchschnitt 39.524 Euro pro Einwohner. Andere Städte kommen mit Mühe auf gerade mal 20.000 Euro im Jahr. Schwer gewundert über diese statistische Merkwürdigkeit hat sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung und nahm das kürzlich zum Anlass, ein fast ganzseitiges Portrait über Heilbronn zu bringen. Bezeichnenderweise im Immobilienteil. Dort hatte man sich das Ranking eines deutschen Immobilienportals näher angeschaut. Auf Platz eins der Liste der wohlhabendsten Gemeinden Deutschlands, noch vor dem Münchner Jet-Set-Satellit Starnberg, lag unser kleines, mickriges Heilbronn. Vor Starnberg! »Aber doch nicht Heilbronn«, wundert sich die FAZ, »eine Stadt, die man ihrer Gesichtslosigkeit wegen schon mal als ›Bielefeld des Südens‹ abqualifiziert hat.« Ist das jetzt gut für Heilbronn? Bielefeld ist mit knapp 330.000 Einwohnern ja schon HEILBRONN – A NICE PLACE TO COME FROM Foto: Ulla Kühnle eine richtige Großstadt, fast dreimal so groß wie Heilbronn. Aber auch dreimal so tot, sagen geflohene Bielefelder. Wäre ihre Stadt dann, im Umkehrschluss, das »Heilbronn des Nordens«? Ist das nicht viel eher Hildesheim? Und ist Heilbronn nicht so was wie das Cottbus des Westens? Oder bleiben wir bei den statistischen Fakten, das Starnberg des Unterlandes? Aber wie kann das möglich sein in einer Stadt, in der das einzig Prosperierende die krebsgeschwulstartig sich vermehrenden Ramsch- und Billigkaufhäuser der Innenstadt sind? Und wo die größten Arbeitgeber der Stadt ein Krankenhaus und ein Molkereibetrieb sind? Ganz einfach: Es liegt an Dieter Schwarz, dem auf siebzehn Milliarden Euro geschätzten »reichsten Mann Deutschlands«. Das scheint Schwarz irgendwie peinlich zu sein, denn seit er reich ist, lebt er unerkannt im Untergrund und meidet die Öffentlichkeit. Hat er Angst vor ihr? Kopfschüttelnd konstatiert die FAZ, dass anscheinend schon ein einziger Mann eine komplette Bundesstatistik bis hin zur Unbrauchbarkeit verzerren kann; und referiert, nahezu belustigt, die Geschichte des gigantischen Filial-Imperiums: Wie Schwarz sich einst die Überreste der kleinen Heilbronner Supermarktkette Lidl nebst Namensrechten sicherte, angeblich für schlappe 1.000 Mark, weil er seine eigenen Läden nicht »Schwarzmarkt« nennen mochte. Das später daraus hervorgehende Milliardenvermögen wisse man heute überall in Heilbronn zu schätzen, die FAZ bringt Worte wie »Schwarzgeld« und »Schwarzpulver« in Umlauf, der Schmierstoff, der die »Wissensstadt« am Neckar am Laufen und am Expandieren hält. Siebzehn Milliarden – ein Betrag jenseits aller Vorstellbarkeit. Bricht man die Riesensumme auf 17.000 Millionen herunter, kommt man irgendwie auch nicht weiter. Dann rechnen wir vielleicht mal so: Teilte man dann die 17.000 Millionen Gesamtschwarzgeld auf die 117.000 Einwohner Heilbronns auf, dann erhielte jeder Heilbronner 145.299 Euro – und wäre damit im Schnitt und auf einen Schlag nahezu doppelt so wohlhabend wie alle anderen Deutschen, denn das durchschnittliche Nettovermögen im Lande beträgt nur etwa 83.000 Euro. Nach einer solchen Umverteilung müsste Schwarz sich auch nicht mehr verstecken, jedenfalls nicht in Heilbronn. Denn ihren Wohltäter würden alle Heilbronner lieben und auf Händen tragen. Und Schwarz selbst wäre mit einem Vermögen von 145.299 Euro immer noch viel reicher als fast alle anderen Deutschen – für ihn veränderte sich also kaum etwas. Dieses Rechenmodell hat allerdings einen gewaltigen Nachteil: Weil ich Heilbronn schon vor Jahren verließ und hier keinen Wohnsitz mehr habe, werde ich statistisch nicht berücksichtigt und gehe leer aus. Frechheit! Obwohl ich ja, wie man hier leicht nachlesen kann, ganz eindeutig das Copyright an dieser Umverteilungsidee habe. Hmm, mal nachdenken. Für stolze 145.299 Euro müsste ich also meine Frankfurter Staatsbürgerschaft aufgeben und meinen Erstwohnsitz wieder zurückverlegen ins südliche Bielefeld, das Starnberg Baden-Württembergs. Okay – wo muss ich unterschreiben? Oliver Maria Schmitt, Jahrgang 1966, ist Romancier und Journalist. Für seine Reportagen wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Henri-Nannen-Preis 2009.

56
Ein Brief von Matthias Marquart aus Afghanistan Liebe Heimat, what the fuck am I doing here? – Sorry, wollte sagen: Was in aller Welt hat mich wieder mal geritten, mir das anzutun? Ich hab Urlaub! Da sind normalerweise Erholung und Entspannung angesagt. Aber nein, ich muss ja wieder mal wieder ins Kriegsgebiet, nach Afghanistan und des Teufels Ruf, der sich einmal mehr als journalistische Berufung tarnt, folgen. NAME: Matthias Marquart ALTER: 49 AUFENTHALT IN AFGHANISTAN: 11.09. bis 19.09.2015 LIEBLINGSPLATZ IN AFGHANISTAN: Der Innenhof bei meiner Kontaktperson in Kabul AM MEISTEN IN AFGHANISTAN VERMISST: Sicherheit, Freiheit und ein kühles Bier Klar hab ich mich vorbereitet – schon seit geraumer Zeit – so gründlich wie es eben aus Deutschland geht. Dennoch weiß ich, dass alle Vorkehrungen ganz schnell Makulatur werden können und es eine wirkliche Vorbereitung nicht gibt, nicht geben kann. In Stuttgart den Flieger zu besteigen ist eben das Eine, ihn in Afghanistan zu verlassen das Andere. Kurz vor der Landung in Kabul sehe ich auf die Uhr und stelle fest, dass ich um diese Zeit in Deutschland gemütlich in meiner Stammkneipe sitzen könnte. Ich würde mich mit Freunden und Bekannten treffen, wir würden diskutierten, plaudern oder einfach nur Spaß haben, Quatsch reden und entspannte ein oder zwei Gläschen Wein oder Bier trinken. Pustekuchen! Stattdessen spüre ich das Adrenalin in mir ansteigen, obwohl ich weiß, dass mich ein Fahrer abholen und sicher in meine Unterkunft bringen wird. Es ist ein wenig so, wie es sich anfühlt, wenn man als Sportler zum Endspiel den Platz betritt und die Anspannung jede Faser des Körpers ergreift, sich der Tunnelblick einstellt und man versucht sich auf das Kommende einzustellen und zu fokussieren, ohne genau zu wissen was als näch- Hanix Nr. 40 56 BRIEF AN DIE HEIMAT

57
Hanix Nr. 40 stes passiert. Nur einen Unterschied gibt es hier: Das »Spiel« dauert keine 90 Minuten, sondern Tage und ein »Spiel« ist es auch nicht wirklich. Jetzt ein guter Burger im Hartman’s denke ich, um etwas runterzufahren – wohlwissend, dass Burger und das geliebte Gläschen Wein für die kommenden Tage in weiter Ferne liegen. Ach Heimat – bin doch gerade erst weg und schon vermiss ich dich. So reise ich in ein Land, in dem die Situation derzeit – in Deutschland fast unbemerkt – durchaus heikel ist. Es rumort – und das nicht erst, seitdem die ISAF-Mission Ende 2014 beendet und durch »Resolute Support« (RS) ersetzt wurde. Eine Mission, die in Deutschland übrigens so gut wie nicht wahrgenommen wird, obwohl hier knapp 1000 deutsche Soldaten im Einsatz sind und RS damit immer noch der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr ist. Überhaupt überschätzt sich der »Westen« maßlos, wenn es darum geht, dieses Land, die Menschen und die politische Gemengelage zu überblicken – geschweige denn zu verstehen. Was »wir« – allen voran die Amerikaner – als Erfolge feiern, wird in Afghanistan mehr als skeptisch betrachtet, ja, teilweise nur belächelt. Fakt ist: Der Frieden im Land hängt derzeit an einem seidenen Faden. Und da spreche ich nicht von den existenten Gefahren die von den Taliban und dem islamischen Staat (ISIS), der in den Nachbarländern wütet, ausgehen, nicht von Pakistan oder dem Iran, die maßgeblich an einer Destabilisierung Afghanistans interessiert und beteiligt sind. Ich spreche von einem innenpolitischen Machtkampf der seit der – im Westen – so gepriesenen, freien Präsidentschaftswahl vor etwa einem Jahr im Gange ist und droht in einem neuerlichen Bürgerkrieg und auch einer damit verbundenen unausweichlichen riesigen Flüchtlingswelle zu enden. Doch Schluss damit – ich wische für einen Moment diese Gedanken weg und tauche, obwohl es mir doch »vertraut« sein müsste, wiederum in diese so fremde und völlig andere Welt ein. Dies beginnt beim Verkehr, den man chaotischer scheinbar nur noch in Indien vorfindet. Fahrspuren gibt es nicht, jeder versucht sich – Stoßstange an Stoßstange – seinen Weg durch das Gewühl von Autos, Bussen, Pferde- und Eselskarren, Radfahrern, Händlern und Fußgängern zu bahnen. Es wird viel gehupt (wehe, wenn dieses wichtigste Instrument nicht funktioniert), geschimpft, gestikuliert und – gefahren! Und es funktioniert. Ich selbst habe im Stadtverkehr jedenfalls noch keinen »wirklichen« Unfall gesehen. Es gibt zig Eindrücke, die mitten in Kabul die Sinne reizen: die vielfältigen Gerüche (manchmal auch der Gestank). Die Armut, die sich überall zeigt, unterbrochen von bunten Obstständen und im Freien aufgehängtem Fleisch frisch geschlachteter Lämmer BRIEF AN DIE HEIMAT und Hammel. Daneben lodert ein schwarzes, stinkendes Feuer, das mit Autoreifen am Leben gehalten wird. Ein fleißiger Geldwechsler inmitten dieser Melange versucht, ein paar Afghani zu verdienen. Wieder denke ich an den Burger, an Zuhause, unsere Wohnung – alles schön, sauber, »voller Luxus« wie fließend Warm- und Kaltwasser, Strom, Heizung, Internetanschluss um nur einiges zu nennen, was uns schon so, ja, allzu selbstverständlich ist. Und wieder der Gedanke: Warum tu ich mir das an? Ich bin gespannt auf die folgenden Tage. Gespannt auf die Gespräche mit dem Berater des Präsidenten, Generälen, Konsulen, Wirtschaftsvertretern und – vor allem – den Freunden und den Menschen auf der Straße. Und natürlich hoffe ich nicht in eine Bombe zu laufen und aus allem wieder heil rauszukommen, was hier – und das habe ich auch schon erlebt – keine Selbstverständlichkeit ist. Eines ist jedenfalls sicher: Ich werde meine geliebte Heimat nach meiner Rückkehr wieder mit neuen Augen sehen und wertschätzen! Bis bald, Matthias

58
Der historische Schuss Hanix Nr. 40 Heilbronner Marktplatz, 1938 Eine idyllische Szene – der Heilbronner Wochenmarkt im Sommer / Herbst 1938. Es wurde eingekauft, man traf Bekannte, tauschte bei einem Schwätzchen Neuigkeiten aus. Ob Hermine Rosenthal hier auch noch hinging? Oder wollte sie es vermeiden, übersehen, ignoriert, ausgegrenzt zu werden – sie, die »typische« Heilbronner Hausfrau, Ehefrau eines (einst) angesehenen Heilbronner Kaufmanns, der in der Götzenturmstraße einen alteingesessenen Weinhandel betrieben hatte? Oder ließen die Sorgen um die Zukunft der beiden Kinder, die schon im Ausland waren, und um das eigene Schicksal keinen Platz für solche Gedanken? Sollten sie und Ehemann Ludwig ihre Heimatstadt Heilbronn tatsächlich ebenfalls verlassen? Und wohin sollten sie gehen, wo gab es ein Land, das noch jüdische Flüchtlinge aufnahm und ihnen, den beiden um die 50-Jährigen, die Chance auf eine zweite Zukunft gab? Den Heilbronner Wochenmarkt durften Juden ab dem 9. Juli 1941 nicht mehr betreten (und das war noch eine der »kleineren« Schikanen), ab September 1941 mussten sie einen »Judenstern« tragen. Es war kaum noch möglich, aus Deutschland zu fliehen und ebenso schier unmöglich, ein Aufnahmeland zu finden. Am 26. November 1941 begannen in Heilbronn die Deportationen – die Erste ging nach Riga in den sicheren Tod. Da hatten nicht nur Tochter Liesel und Sohn Helmut, sondern auch Hermine und Ludwig Rosenthal Heilbronn bereits verlassen und sie waren dabei – jedes Familienmitglied auf seine Weise – sich eine neue Heimat aufzubauen. Die Geschichte der Heilbronner Familie Rosenthal erzählt die neueste Veröffentlichung von Joachim Schlör »Liesel, it’s time for you to leave«, die Ende Januar 2016 beim Stadtarchiv Heilbronn erscheint. Das Stadtarchiv lieferte auch den Text und das Foto für diesen Historischen Schuss. DER HISTORISCHE SCHUSS

59
Jens Krönke Ferdinand-Braun-Straße 17 Blue Office 2.0 Businesspark Schwabenhof 74074 Heilbronn T 07131 / 203 99 - 6 F 07131 / 203 99 - 82 www.kroenke-stb.de info@kroenke-stb.de Krönke StB Die kostenlose «Krönke Steuerberater-App» steht für Sie zum Download bereit. Diese finden Sie in Ihrem App-Store unter «Steuerberater Krönke».

60
.jpg »Hanix reißt das Zollamt ab«-Party, Altes Zollamt, Fruchtschuppenweg 3, Heilbronn, 23.10.2015, 21:12 Uhr bis 03:13 Uhr Fotos: Meli Dikta & Memo Filiz Über 800 weitere Party-Pics gibts auf unserer Facebook-Seite. .JPG – BILDERGALERIE Hanix Nr. 40

61
Hanix Nr. 40 .JPG – BILDERGALERIE

62
[1] Schafswollfest, Gronau, 06.09.2015, 13:43 Uhr [2] Fußball-Bundesliga VfB Stuttgart vs. Darmstadt 98, Marco »Toni« Sailer beim Aufwärmen, Stuttgart, 01.11.2015, 17:29 Uhr [3] Harmonie, Sido-Konzert, Heilbronn, 04.11.2015, 21:46 Uhr [4] 1. Preis experimenta-Fotowettbewerb »Schön Wild«, Lisa Zügel, Der wunderschöne Neckar in seiner herbstlichen Pracht [5] 2. Preis experimenta-Fotowettbewerb »Schön Wild«, Natalie Schwarzkopf, Die Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit [6] Schafswollfest, Gronau, 06.09.2015, 14:51 Uhr [7] 3. Preis experimenta-Fotowettbewerb »Schön Wild«, Sebastian Lobitz, Der Rotmilan vor dem Heilbronner Kraftwerk [8] Flohmarkt Theresienwiese, Ivan Rebroff Vinyl, Heilbronn, 10.10.2015, 10:59 Uhr [9] SWR3 New Pop Festival, Dame vor Cadillac, Baden-Baden, 11.09.2015, 17:39 Uhr Hanix Nr. 40 .JPG – BILDERGALERIE

63
Hanix Nr. 40 [10] Haltestelle Rathaus, Stadtbahn bei Nacht, Heilbronn, 03.11.2015, 0:21 Uhr [11] SWR3 New Pop Festival, Joris-Konzert im Kurhaus, Baden-Baden, 11.09.2015, 18:42 Uhr [12] Foodtruck Round-up, Neckarbühne, Heilbronn, 11.10.2015, 15:11 Uhr Fotos: Meli Dikta & Memo Filiz .JPG – BILDERGALERIE

64
Termine Dezember 2015 Di 01. experimenta, Heilbronn Muskelspiele (Sonderausstellung) Bis 10. April. Springen, Balancieren, Tanzen, Fahrradfahren, Werfen: Weißt du eigentlich, was dein Körper alles kann? Meist denken wir nicht darüber nach, wenn wir uns bewegen. Denn unser Körper weiß von ganz alleine, was zu tun ist. In dieser Ausstellung wollen wir Bewegungen jedoch genauer unter die Lupe nehmen. Lassen wir also unsere Muskeln spielen! Wir können uns im Wettstreit miteinander messen oder die Aufgabe als Team bewältigen. Auf jeden Fall werden wir jede Menge Spaß haben. Entdecken wir die Bewegung! Auf die Plätze, fertig, los…! Ebene3, Heilbronn KoKi: Same Same But Different (Film) Er hat keine Ahnung, wohin sich sein Leben entwickeln soll. Darum geht Ben zusammen mit seinem besten Freund Ed auf Backpacktour durch Asien. Auf den Putz wollen sie hauen, LSD-Trip inklusive. Mit anderen Rucksacktouristen wie Alex, Regula und Marie vergnügt man sich bei Joints, Alkohol und in den Discos von Phnom Penh. Bei einem dieser nächtlichen Ausflüge wird Ben von der schönen Sreykeo angesprochen. Damit beginnt eine dramatische Liebesgeschichte. Theaterhaus, Stuttgart Ralph Ruthe: Shit Happens! Tour 2015 (Konzert) Ein Cartoonist auf der Bühne? Was macht der da? Was jeder gute Komiker auch tut: die Zuschauer zum Lachen bringen. LKA Longhorn, Stuttgart K.I.Z. »Hurra, die Welt geht unter« Tour 2015 (Konzert) Nach fast dreijähriger Pause sind K.I.Z mit »Hurra die Welt geht unter« wieder da und beweisen, dass sie mehr sind als der begnadete Live-Act, der sie nun mal sind. Mi 02. Ebene3, Heilbronn Cave 61 Session (Konzert) Jazz, Jazz und nochmals Jazz. Watch out for Details. Harmonie, Heilbronn Weihnachten mit den Kastelruther Spatzen (Konzert) Nach einem erfolgreichen und turbulenten Jahr 2014 mit dem Spatzenfest, der Albumveröffentlichung »Eine Brücke ins Glück« und der dazugehörigen Tour ab Frühjahr 2015, werden die Südtiroler im November 2015 endlich wieder auf Weihnachtstournee gehen. Freund + Kupferstecher, Stuttgart Masta Ace, Wordsworth, Stricklin – eMC ›The Tonite Show‹ Tour (Konzert) Oldskool-Rap vom Feinsten! Mit Masta Ace gibt eine Legende des Hip-Hop ein Konzert in Stuttgart. Theaterhaus, Stuttgart Klaus Hoffmann: Sehnsucht am Flügel: Hawo Bleich (Konzert) Nach der Aufarbeitung der eigenen Geschichte in seiner Autobiographie folgt KLAUS HOFFMANN in seinem neuen Programm seinen Sehnsüchten. Deutschlands Chansonnier ist wieder da mit einem neuen Album und anschließender Tournee. Theaterhaus, Stuttgart Dietmar Wischmeyer: Achtung Artgenosse! (Kabarett) Dietmar Wischmeyer hat ein Programm zusammengestellt, das uns auf das ungewollte Aufeinandertreffen mit Artgenossen im Alltag vorbereitet. Wir begegnen einen Abend lang Glasermeistern, Online-Helden, Agro-Rentnern, Tierfreunden, Hochzeitsgästen, Landbewohnern und Vorstadttrizzis. Porsche-Arena, Stuttgart Michael Flatleys Lord Of The Dance (Tanzshow) In neuem Gewand präsentiert sich die Erfolgsshow LORD OF THE DANCE, die aktuell den Untertitel »Dangerous Games« trägt. Nach fast zwei Jahrzehnten des Siegeszuges rund um den Globus hat Stepp-Superstar Michael Flatley seiner Produktion ein leicht verändertes Aussehen verliehen LKA Longhorn, Stuttgart K.I.Z. »Hurra, die Welt geht unter« Tour 2015 (Konzert) Nach fast dreijähriger Pause sind K.I.Z mit »Hurra die Welt geht unter« wieder da und beweisen, dass sie mehr sind als der begnadete Live-Act, der sie nun mal sind. Jubez, Karlsruhe The Subways (Konzert) Watch out for Details. DAI, Heidelberg Judith Holofernes – Du bellst vor dem falschen Baum (Lesung) Judith Holofernes ist vor allem als Frontfrau der Band »Wir sind Helden bekannt«. Jetzt veröffentlicht die Songschreiberin ihr erstes Buch: Gedichte über Tiere – denn grandiosere Komiker gibt es für sie nicht. Karlstorbahnhof, Heidelberg Andreas Dorau & Gereon Klug – Ärger mit der Unsterblichkeit (Lesung) Texte, Bilder, Filme, Musik – Ein Abend zum Buch von Andreas Dorau und Sven Regener. Do 03. Mobilat, Heilbronn Out Of The Dark (Clubbing) Gothic, Darkwave, EBM, Industrial, Mittelalter, 80ies. Zigarre, Heilbronn Total Royal JamSession (Offene Jam Session) Music best of 2015. Die Sängerin Cheri Lyn und Musiker aus der Region interpretieren ihre Lieblingslieder des Jahres. Die Künstler nehmen das Publikum mit durch ihre Musikgeschichten und begeistern mit ihrer Leidenschaft zum Mitjammen, Tanzen und Zuhören. Live and open stage ab 20 Uhr. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Frank, ein frustrierter Universitätsprofessor für Literatur von Anfang 50, hat sich einen Erwachsenen-Bildungskurs für Quereinsteiger aufs Auge drücken lassen. In Erwartung seiner nächsten Einzel-Kursteilnehmerin stellt er schon mal den Whiskey zum Runterspülen seiner Unzufriedenheit bereit. Denn was soll schon kommen? Da platzt Rita in sein Arbeitszimmer, 26 Jahre alt, von Beruf Friseuse und überhaupt nicht auf den Mund gefallen. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe. Theater Heilbronn, Großes Haus Maybebop: Schenken – Achtung Weihnachtslieder! (Konzert) Schenken – Achtung Weihnachtslieder!« heißt das aktuelle Christmas-Spezial-Tourneeprogramm der vier A-cappella-Stars. 01. – 03.12.2015 Hanix Nr. 40

65
Hanix Nr. 40 Theaterhaus, Stuttgart Ganes (Konzert) GANES erzählen Geschichten. Direkt aus dem Leben, und solche voller Poesie. Zwischen finsteren Bergen und weiten Meeren flüstern sie von Fantasie umhüllte Worte, betten sie in raffinierte Melodien. Schleyerhalle, Stuttgart Nightwish & Guests (Konzert) Endless Forms Most Beautiful – Europe Tour 2015. Gäste: Amorphis, Arch Enemy. Tollhaus, Karlsruhe Jochen Malmsheimer (Kabarett) In seinem neuen Programm »Ich bin kein Tag für eine Nacht oder: Ein Abend in Holz« wirft Jochen Malmsheimer einen spöttischen Blick auf die sonderbaren Phänomene und Gegebenheiten unserer Welt. Alte Feuerwache, Mannheim Balthazar (Konzert) Wie eine perfekt aufeinander abgestimmte Mannschaft spielte das Quintett seine Lieder, verfeinert und noch energetischer als auf Platte. Jetzt haben Balthazar bestätigt, dass sie im Herbst einen zweiten Teil ihrer Tournee bestreiten werden. Stadthalle, Heidelberg Echoes performing Pink Floyd (Konzert) Echoes spielen die Musik von Pink Floyd authentisch, magisch und atmosphärisch. Fr 04. Ebene3, Heilbronn Cave 61 Jazzkonzert (Konzert) Jazz, Jazz und nochmals Jazz. Watch out for Details. Kulturkeller, Heilbronn Die paar leuchtenden Jahre (musikalische Lyrik) Vielen ist Macha Kaléko als Dichterin bekannt. Die Meisten schätzen ihre intelligente und humorvolle Art, das »Allzumensch- 03. – 05.12.2015 liche« pointiert auf den Punkt zu bringen, und jene seltsame Melancholie, die ihre Lyrik durchweht, berührt immer wieder. Mobilat, Heilbronn In bester Gesellschaft (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Martyné & Residents (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Complex23, Heilbronn Eröffnung: holy mess art fair, (Weihnachtsmarkt) Der multimono Kaufladen fördert den Einkauf von Kunst und selbstgemachten Sachen. Fotografie, Zeichnung, Malerei, Genähtes und noch vieles mehr … Zeitraum: 4. Dezember bis 30. Dezember 2015. Exklusive Öffnungszeiten: 5. Dezember geöffnet von 11 bis 19 Uhr, danach Mo. bis Sa. 15 bis 19 Uhr. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Jazzclub CAVE 61, Heilbronn Jazul (Konzert) Irgendwo zwischen knackigem Seventies-Funk, geschmeidigem Latin, funkelndem Bebop und unwiderstehlichem Disco-Beat spielen vier Groove-Meister mit großer Hingabe, lässigem Selbstverständnis und jeder Menge Spaß an ihrem Tun. Theater Heilbronn, BOXX Krieg – Stell Dir vor er wäre hier (Theater) Wir leben in Sicherheit und niemand muss fürchten, wegen seiner Überzeugung verfolgt zu werden. Mehr und mehr Menschen kommen in unser Land, die vor Krieg und Verfolgung fliehen. Können wir uns vorstellen, wie es in diesen Menschen aussieht? Janne Teller zwingt uns in ihrem Text uns in die Lage von Kriegsflüchtlingen hineinzuversetzen. MHP Arena, Ludwigsburg Cindy aus Marzahn: Ick kann ooch anders! (Comedy) Ab November 2015 ist es so weit. Cindy aus Marzahn präsentiert ihre lang erwartete vierte Bühnenshow: »Ick kann ooch anders!« heißt das Programm, in dem Cindy uns diesmal ganz neue Seiten zeigt. LKA Longhorn, Stuttgart Sasha (Konzert) Anknüpfend an sein aktuelles Album »The One« begibt sich der charismatische Sänger und Musiker auf den zweiten Teil seiner »A Club Night Special« Tournee. Tollhaus, Karlsruhe Hans Liberg (Konzert) »Attacca« Alte Feuerwache, Mannheim Titanic Boygroup (Satire) Die Comebacktournee mit Martin Sonneborn, Thomas Gsella und Oliver Maria Schmitt. Stadthalle, Heidelberg Dietmar Wischmeyer: Achtung Artgenosse! (Kabarett) Dietmar Wischmeyer hat ein Programm zusammengestellt, das uns auf das ungewollte Aufeinandertreffen mit Artgenossen im Alltag vorbereitet. Wir begegnen einen Abend lang Glasermeistern, Online-Helden, Agro-Rentnern, Tierfreunden, Hochzeitsgästen, Landbewohnern und Vorstadtrizzis. Sa 05. Ebene3, Heilbronn Michael Eb & Band (Konzert) »Sing another Song, geh weiter und mach dein Ding«, sagt der 26-jährige Singer/Songwriter Michael Eb. Und genau das macht er. Der Song war es, der Sunrise Avenue Produzent und Keyboarder Jukka Backlund aus Finnland auf den jungen Künstler aus Heilbronn aufmerksam machte. Nachdem die Beiden ein paar gemeinsame Tage miteinander verbrachten, bemerkten sie schnell, dass sie nicht nur musikalisch auf derselben Wellenlänge liegen. Kurzerhand

66
lud Jukka Michael zu sich nach Helsinki ein, wo sie zusammen seine neue Single »Lost in the Sea« produzierten. Mobilat, Heilbronn Riders On The Storm feat. Tyke (Clubbing) Aus London stammend, weltweit aktiv, heute bei Riders On The Storm im Mobilat am Start. Tyke, DJ & Producer aus dem Hause Playaz, dem derzeit wohl spektakulärsten Drum & Bass-Label der Welt. Dazu die Me2You-Crew, Audiocommand, MC J. J. Jules & MC Jayruff. Wer Party sucht, wird hier Party finden. Bukowski, Heilbronn Andy Trex & Klangagent (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Complex23, Heilbronn Los Banditos & The Grand Blue (Konzert) Los Banditos sind keine Kleinkriminellen aus Mexico, verarbeiten aber in ihrem Trash/Surf/Twang/- Beat Krimis der 60er-Jahre. Instrumental, respektlos und mit unendlich viel Energie entführt die Kapelle aus Saalfeld/Jena den Hörer in Sphären, die Assoziationen zu Filmen wie Pulp Fiction zulassen. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Die Idee zu seinem Stück »Der nackte Wahnsinn«, das als die Theaterkomödie schlechthin gilt, hatte Michael Frayn, als er eines seiner Stücke einmal von der Seitenbühne aus sah und dachte: »Von hinten ist es komischer als von vorn«. Audi Forum, Neckarsulm New York Voices & SWR Big Band – Swinging Christmas (Konzert) Wenn die New York Voices und die SWR Big Band zu einem Weihnachtsabend laden, dann ist Weltklasse in jeder Hinsicht geboten. Natürlich stehen Weihnachts-Klassiker wie Let it snow, Jingle bells oder Stille Nacht auf dem Programm. Aber dann doch mit der einen Prise Jazz gewürzt, so dass die Klassiker ein Stück moderner klingen ohne jedoch ihre Weihnachtsstimmung und Emotionalität zu verlieren. Theaterhaus, Stuttgart Urban Priol – Jahresrückblick Tilt! (Comedy) Was? Schon wieder ein Jahr vorbei? Dabei, das war doch erst – ach, das war schon im Januar?! Unglaublich … Was für ein Jahr! Und was für einer, der es durch den Pointenhäcksler dreht! Porsche-Arena, Stuttgart Santiano (Konzert) LIVE IN CONCERT 2015 Jubez, Karlsruhe Sammy Vomáčka (Konzert) Sammy Vomáčka wird seine langjährige Erfahrung als Entertainer in Sachen Fingerpicking, Ragtime, Blues und Jazz zum Besten geben – mal mit, mal ohne Gesang. Bei seinen Konzerten gehören launiges Entertainment und Kurzgeschichten aus seinem musikalischen Leben zum Programm. Maimarkthalle, Mannheim Toxicator (Party) Ein absoluter Pflichttermin für alle Elektronik-Fans, die es gerne etwas härter mögen! Auf drei Floors präsentiert ein internationales Line-Up das Beste aus der »Harder Styles«-Szene. Alte Feuerwache, Mannheim Roy Ayers (Konzert) Im Alter von fünf Jahren bekommt Roy Ayers auf einem Konzert des legendären Jazz-Vibraphonisten Lionel Hampton dessen Paar Vibraphon-Schlägel geschenkt und mit siebzehn von seinen Eltern Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theaterhaus, Stuttgart Charlotte Roche liest: Mädchen für alles (Lesung) Marie ist Christines Mädchen für alles: Wäsche, Kochen, Baby. Ein Traum! Marie sieht gut aus, kann alles besser, das sieht auch Christines Mann Jörg. Aber bevor der sie kriegt, nimmt Christine sie lieber selber und stellt fest, dass dieses »Mädchen für alles« ja echt ALLES tun könnte. Tollhaus, Karlsruhe Christoph Maria Herbst – »Er ist wieder da« (Lesung) Christoph Maria Herbst liest aus dem Roman von Timur Vermes. Alte Feuerwache, Mannheim Mannheim Jazz Lounge (Konzert) Das Flaggschiff der Jazz-Abendlich auch ein eigenes Vibraphon. Der Rest ist Geschichte. Halle 02, Heidelberg Curse – »Feuerwasser15«-Tour (Konzert) Auf der »Feuerwasser15«-Tour können neue und alte Fans den Deutschrap-Klassiker, der auch 15 Jahre später nichts von seiner Größe verloren hat, zusammen feiern. So 06. Complex23, Heilbronn »Die Show ihres Lebens« (Kindertheater) Für Menschen ab 3 Jahren. Paul will seine irrwitzige »Turbo-Power-Jonglage« zeigen. Aber Hubs will ein Lied spielen. Sie können sich nicht einigen, wer anfängt. Schließlich entscheiden sie, dass jonglieren und Musik gleichzeitig stattfinden soll. Sie präsentieren die »Die Show ihres Lebens«. Ob das gut geht? Zigarre, Heilbronn Theatro Anett für Kinder und Erwachsene (Figurentheater) Märchen mit Figuren. Für alle ab drei Jahren. Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn Finale Regionale (Ausstellung) Vernissage der Finale Regionale »Das weiße Bild« ab 11 Uhr. Die Ausstellung des Kunstvereins Heilbronn und des Heilbronner Künstlerbundes läuft bis zum 17. Januar. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Audi Forum, Neckarsulm Warum hat der Nikolaus keine Frau? – Eine Geschichte in traumhaften Bildern (Kindertheater) Es ist eine eisige Nacht im tiefen Winterwald! Die Elfen und ihr Nikolaus kommen zurück von der großen Reise über die verschneite Welt. In nur einer Nacht haben sie den Kindern auf dem ganzen Erdball die Stiefel gefüllt – und nun, müde zuhause angekommen ist es so bitter kalt, dass den Elflein beinahe die Flügelchen zusammenfrieren. Da fasst der Nikolaus einen Entschluss … Merlin, Stuttgart Titanic Boygroup (Satire) Die Comebacktournee mit Martin Sonneborn, Thomas Gsella und Oliver Maria Schmitt. Alte Seilerei, Mannheim Timi Hendrix – Lost In Bat Country Tour (Konzert) Endlich auch solo auf Tour! Fans von Kokahontas Soundsystem und Pimpulsiv dürfen sich auf mächtig Live-Action freuen. Karlstorbahnhof, Heidelberg Johann von Bülow (Lesung) Der ganz offene Brief – Loriot-Lesung / 20 Jahre Karlstorbahnhof. Mo 07. 05. – 07.12.2015 Hanix Nr. 40

67
Hanix Nr. 40 teilung: Die Bigband. In regelmäßigen Werkstattkonzerten – ungefähr alle 2 bis 3 Wochen während des Semesters – spielt das Mannheim Jazz Orchestra unter der Leitung von Prof. Jürgen Seefelder oder Prof. Stephan Zimmermann jeweils seine neuesten Programme. Di 08. Ebene3, Heilbronn KoKi: Hubert von Goisern – Brenna tuat’s schon lang (Film) Dokumentarfilm mit Hubert von Goisern und anderen. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Franz Wittenbrink, dessen Liederabend »Männer« einer der Renner der letzten beiden Spielzeiten im Großen Haus war, hat auch den Damen der Schöpfung ein großartiges Programm gewidmet: »Sekretärinnen«. Theaterhaus, Stuttgart Trottwar Theaterteam – September (Theater) In dem »postmodernen Stück« September erzählt der englische Dramatiker Edward Bond von dem brasilianischen Widerstandskämpfer Chico Mendes, der von einem gedungenen Mörder erschossen worden ist. Theaterhaus, Stuttgart Die Nacht der Lieder (Konzert) 15. Benefiz-Show zu Gunsten der Aktion Weihnachten der Stuttgarter Nachrichten. Karlstorbahnhof, Heidelberg Sóley – »Ask the Deep« (Konzert) Mit ihren düsteren, mysteriöse und zugleich märchenhafte Parallelwelten erforschenden Songs hat Sóley, geboren im isländischen Hafnarfjörður, seit dem Jahr 2010 internationale Fangemeinde für 08. – 11.12.2015 sich gewonnen. Abgründiger Electro-Songwriter-Pop. Mi 09. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. Er habe nur ein Buch über die Mechanik des Universums geschrieben, was daraus gemacht werde, liege nicht in seiner Verantwortung, behauptet Galilei. Er soll abschwören, verlangt die Inquisition. Wenn nicht, dann droht ihm die Folter … Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Siehe Beschreibung 3.12. Harmonie, Heilbronn 4. Heilbronner Konzert – Felix Klieser, Horn (Klassik) Der Star des Abends sein – davon hat das als Soloinstrument stiefmütterlich behandelte Horn sicherlich immer geträumt. Bis er kam, spielte und überzeugte! Felix Klieser hat in seiner noch jungen Karriere bereits wichtige Solowerke für sein Instrument für die Ewigkeit auf CD festgehalten, ECHO-gekrönt. Theaterhaus, Stuttgart Trottwar Theaterteam – September (Theater) In dem »postmodernen Stück« September erzählt der englische Dramatiker Edward Bond von dem brasilianischen Widerstandskämpfer Chico Mendes, der von einem gedungenen Mörder erschossen worden ist. Merlin, Stuttgart 5 Zimmer, Küche, Sarg (Kino) Die Vampire Viago, Vladislav, Deacon und Petyr teilen sich eine Villa in Wellington. Abgesehen vom fehlenden Spiegelbild, einseitiger Ernährung und gelegentlichen Auseinandersetzungen mit Werwölfen unterscheidet sich ihr Alltag kaum von dem einer ganz normalen WG. Tollhaus, Karlsruhe Schlippenbach Trio »Aber das Wort Hund bellt ja nicht« (Konzert) Das Schlippenbach Trio (Paul Lovens, Evan Parker, Alexander von Schlippenbach) existiert seit über 40 Jahren und hat europäische Freejazzgeschichte geschrieben. Karlstorbahnhof, Heidelberg Charlotte Roche liest: Mädchen für alles (Lesung) Marie ist Christines Mädchen für alles: Wäsche, Kochen, Baby. Ein Traum! Marie sieht gut aus, kann alles besser, das sieht auch Christines Mann Jörg. Aber bevor der sie kriegt, nimmt Christine sie lieber selber und stellt fest, dass dieses »Mädchen für alles« ja echt ALLES tun könnte. Do 10. Complex23, Heilbronn Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street (Film) Die Geschichte von Sweeney Todd, einem berüchtigten Barbier, welcher im letzten Jahrhundert mehrere seiner Kunden wegen ihres Geldes heimtückisch ermordete. Genre: Drama, Horror. Von 1936. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Siehe Beschreibung 4.12. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Siehe Beschreibung 3.12. Theaterhaus, Stuttgart Django Asül: Rückspiegel 2015 – Ein satirischer Jahresrückblick (Kabarett) Django Asüls »Rückspiegel« ist ideal für alle, die das ganze Jahr nichts mitkriegen, der türkisch-bayerische Kabarettist liefert es in kompakter Form und hat sich vorgenommen: An ein Jahr, das zum Vergessen ist, muss zumindest 100 Minuten erinnert werden. Substage, Karlsruhe Periphery (Konzert) Mit: Veil of Maya, Good Tiger Maimarktclub, Mannheim Marsimoto – Green Tour 2015 (Konzert) Alle Hände hoch für Marsi-Fuckin-Moto! Nicht als Gast von Marteria, sondern als Headliner der Green Tour 2015, die seit seiner letzten Tour vor drei Jahren sehnsüchtig erwartet wird. Fr 11. Mobilat, Heilbronn Paisly Club (Clubbing) Watch out for Details. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Simo Lorenz & Residents (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Complex23, Heilbronn Schall & Rauch von Nicolai Köppel (Lesung) In der neu erschienenen lustigen Novelle »Schall & Rauch« lässt der Heilbronner Autor Nicolai Köppel für die Helden nichts aus. Die Jungs müssen schließlich was lernen. Bloß was?

68
Distel Lit Lounge, Heilbronn Spectacle (Konzert) Die Musiker aus Paris Laure Préchac, Stanko Marinkovic und Philippe Ours treten einmal mehr in der Lit Lounge auf. Besucher erwartet ein Abend mit viel Power, Chansons, Pop und Rock sowie Weltmusik. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Neubausaal, Schwäbisch Hall Jürgen von der Lippe liest – Beim Dehnen singe ich Balladen (Lesung) Sie erwartet ein unvergesslicher Abend mit dem Gastgeber der Kultsendung »Was liest Du?«. Damit Ihr besser funktioniert! Salzstraße 27, 74076 Heilbronn www.mobilat-club.de »Beim Dehnen singe ich Balladen« heißt sein neuestes Werk, das im Januar nächsten Jahres im Buchhandel erhältlich sein wird. Neugierige haben schon jetzt die Möglichkeit, den Meister der geschliffenen Pointe live mit seinem neuen Buch zu erleben. Theaterhaus, Stuttgart Josef Hader – Hader spielt Hader (Kabarett) »Hader spielt Hader«, das ist ja nichts Neues. Das macht er eh dauernd. Aber welcher Hader ist es diesmal? Substage, Karlsruhe K.I.Z. »Hurra, die Welt geht unter« Tour 2015 (Konzert) Nach fast dreijähriger Pause sind K.I.Z mit »Hurra die Welt geht unter« wieder da und beweisen, dass sie mehr sind als der begnadete Live-Act, der sie nun mal sind. Capitol, Mannheim 50 Jahre Mundstuhl – Das Jubiläumsprogramm Wahnsinn! Unglaubliche 20 Jahre ist es bereits her, seit Mundstuhl wie ein Faustschlag ins Licht der Öffentlichkeit traten und sich binnen kürzester Zeit in die erste Bundesliga der deutschen Comedy-Landschaft katapultierten. Sa 12. Ebene3, Heilbronn Cave 61 Jazzkonzert (Konzert) Jazz, Jazz und nochmals Jazz. Watch out for Details. Kulturkeller, Heilbronn Immer wieder Anders! (Musical) Sie möchte auf die große Bühne. Sie will ein Star sein. Als einzige Tochter der Kölner Bestatterfamilie Erdmann ist für sie jedoch vorgesehen, in den elterlichen Betrieb einzusteigen und das Familienunternehmen in vierter Generation zu führen. So wächst Sie zwischen Todesfällen und erwachendem Lebenstraum auf und entwickelt ihre ganz eigene Sicht auf den Tod, die Welt und das Leben. Anders eben. Mobilat, Heilbronn Identitaet (Clubbing) Watch out for Details. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Ziel100 & Residents (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Jazzclub CAVE 61, Heilbronn Barbara Dennerlein Trio (Konzert) Eine Jazz-Legende an der Orgel. Ihre CDs wurden mit Auszeichnungen, mehrfach mit Jazz-Awards und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik bedacht, ihre CD »Take Off« (Verve/Universal) erreichte sogar Platz 1 der Jazz- Charts und wurde als meistverkauftes Jazz-Album gefeiert. Barbara Dennerlein gehört zum Kreis der wenigen deutschen Künstler mit internationaler Reputation. Harmonie, Heilbronn Glenn Miller Orchestra – directed by Wil Salden (Konzert) Das Glenn Miller Orchestra steht gemeinsam mit Leiter Wil Salden seit 1985 in der Tradition des großen Jazz-Künstlers. In ihrem neuen Programm »The History of Big Bands« zollt das Ensemble den großen Bandleadern der Swingund Big Band-Ära Tribut. Im Vordergrund steht natürlich trotzdem die Musik von Glenn Miller. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Siehe Beschreibung 8.12. Kulturkeller, Heilbronn Immer wieder Anders! (Mucical) Viola Neumann/Michel Ackermann (Piano) Musical für eine Schauspielerin und einen Pianisten von Thomas Wißmann und Gerlis Zillgens. Herzogskelter, Güglingen Württembergisches Kammerorchester Heilbronn mit dem Star-Hornisten Felix Klieser (Konzert) Im letzten Jahr mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, gehört der 1991 geborene Felix Klieser zu den vielversprechendsten Nachwuchskünstlern in Deutschland. Mit 5 Jahren begann er Horn zu spielen und offenbart mit großer Musikalität und technischer Brillanz die Vielfalt seines Instruments. Kurz vor Weihnachten gastiert er mit dem WKO Heilbronn in der Herzogskelter Güglingen. Messe, Stuttgart Stuttgart Electronic Music Festival 2015 (Festival) Line-Up u.a.: Sven Väth, Chris Liebing, Tale Of Us, Len Faki, Lexy & K-Paul, Oliver Koletzki. Theaterhaus, Stuttgart »Let’s Misbehave!« Jubiläum: 20 Jahre Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys (Konzert) Vom Mambo bis zum Foxtrott, ob eigene Stücke, unbekannte ältere Titel oder schmissige Gassenhauer, Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys spielen schwungvolle Musik mit frischen Tönen. Die Stadtmitte, Kalrsruhe Curse – »Feuerwasser15«-Tour (Konzert) Auf der »Feuerwasser15«-Tour können neue und alte Fans den Deutschrap-Klassiker, der auch 15 Jahre später nichts von seiner Größe verloren hat, zusammen feiern. So 13. Zigarre, Heilbronn Theatro Anett für Kinder und Erwachsene (Figurentheater) Märchen mit Figuren. Für alle ab drei Jahren. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Siehe Beschreibung 8.12. Theater Heilbronn, BOXX Wir alle für immer zusammen (Schauspiel für Kinder) Im Leben der elfjährigen Polleke geht es drunter und drüber. Am peinlichsten ist, dass sich ihr 11. – 13.12.2015 Hanix Nr. 40

69
Hanix Nr. 40 Klassenlehrer in ihre Mutter verliebt hat. Wie darüber getratscht wird, kann man sich denken. Aber wenn zu Hause eine Katastrophe die nächste jagt, hat sie immer noch ihre liebevollen Großeltern auf dem Land, die einfach alles verstehen. Theaterhaus, Stuttgart Schmidbauer & Kälberer Wo bleibt die Musik? (Konzert) Werner Schmidbauer und Martin Kälberer werden im Herbst 2014 und Frühjahr 2015 wieder Duo-Konzerte geben unter dem Motto – Wo bleibt die Musik? Schleyerhalle, Stuttgart Pur – Achtung-Tour 2016 (Konzert) Viel zulange mussten PUR und die Fans auf diese Magie verzichten! Doch nun ist es wieder so weit: Am 13. Dezember 2015 wird PUR wieder LIVE in der Schleyerhalle in Stuttgart zu sehen sein. Mo 14. Complex23, Heilbronn Kaffeeklatsch mit Kind (Eltern-Kind-Café) Alle Mamas, Papas, Omas, Opas, Onkel und Tanten sind herzlich willkommen zum Kaffee trinken und Kuchen essen in gemütlicher Atmosphäre. Damit die Erwachsenen (den Kuchen) auch entsprechend genießen können, gibt es für die Kleinen eine gemütliche Spielecke, zum Toben, Spielen und Lesen. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Schleyerhalle, Stuttgart Judas Priest (Konzert) Redeemer of Souls Tour 2015. Support: UFO Alte Seilerei, Mannheim Rebel Comedy (Comedy) Die auserwählt-lustigen Rebellen spielen einfach in einer anderen 13. – 18.12.2015 Liga und kommen schon wieder mit neuem Programm auf Tour. »Die üblichen Verdächtigen« Tour wurde schon vor ausverkauften Häusern gespielt, die Rebellen jagen aber weiterhin ihre eigenen Rekorde und die Lacher im Publikum. Alte Feuerwache, Mannheim Mannheim Jazz Lounge: Ensemble Brasil (Konzert) Das Ensemble für lateinamerikanische Musik ist seit 1996 eines der festen »Jazzorchester« der Hochschule. Di 15. Ebene3, Heilbronn KoKi: internationales low & no budget film-sharing Kurzfilmfestival (Filmfestival) Das KoKi zeigt erneut die Beiträge des diesjährigen internationalen low & no budget film-sharing Kurzfilmfestivals als Wiederholung für all diejenigen, die es im Sommer verpasst haben oder die es sich nochmal ansehen wollen. Das Programm des mittlerweile 12. Festivals setzt sich diesmal aus 17 phantasievollen, interessanten, anregenden und witzigen internationalen Kurzfilmproduktionen zusammen. Seit vielen Jahren ein subkultureller cineastischer Fixpunkt in Heilbronn. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Siehe Beschreibung 4.12. Alte Feuerwache, Mannheim Mannheim Jazz Lounge: Ensemble Vocal Concert (Konzert) Das Vocal Ensemble der Musikhochschule Mannheim, bestehend aus Studierenden der Gesangsklasse von Ann Malcolm, Professorin für Jazz & Pop, führt durch ein buntes Programm mit vielen Höhepunkten. Mi 16. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Siehe Beschreibung 11.12. Porsche-Arena, Stuttgart Cesar Millan (Konzert) Leader Of The Pack Tour 2015, mit deutschsprachiger Moderation. Tollhaus, Karlsruhe SWR3 Live Lyrix Tour 2015 (Show) Songtexte, die unter die Haut gehen, Performances, die begeistern – die »SWR3 Live Lyrix« sind Kult. Wut, Trauer, Liebe und Leidenschaft: Alexandra Kamp und Ronald Spieß bringen sie eindrucksvoll auf die Bühne. Alte Feuerwache, Mannheim Mannheim Jazz Lounge: La Noche del Ritmo (Konzert) Percussionsklasse und Salsa Band der Musikhochschule. Leitung: Prof. José J. Cortijo Do 17. Complex23, Heilbronn »GanzKurzNoch – Live Podcast« (Talkrunde) Im Jahre 2015 reisten zwei friedliche Bewohner fremder Planeten auf die Erde. Sie brauchten unsere Hilfe. Als Gegenleistung gaben sie uns die Pläne für unseren ersten Podcast der es der Menschheit ermöglichte das Tor zu den Sternen aufzustoßen. Eine Talkrunde aus mutigen Pionieren. Den höchsten Idealen und der Gerechtigkeit verpflichtet widmen sie sich dem Auftrag, Recht und Ordnung jenseits der neuen Grenzen aus Plastik und Zelluloid zu bewahren. Das sind die Abenteuer eurer Moderatoren. Begleitet sie auf ihrer unfassbaren Reise. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Siehe Beschreibung 9.12. Audi Forum Neckarsulm Django Asül -–Rückspiegel 2015 – Ein satirischer Jahresrückblick (Kabarett) Wortgewaltig und mit souveräner Schlagfertigkeit demaskiert Django Asül wieder die spannendsten Ereignisse des Jahres 2015. Substage, Karlsruhe Sebastian Sturm & Exile Airline (Konzert) The Kingston Session Tour. Fr 18. Ebene3, Heilbronn Cave 61 Jazzkonzert (Konzert) Jazz, Jazz und nochmals Jazz. Watch out for Details. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Who The F*ck (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Skai & T-Watch (Clubbing) Watch out for details. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Siehe Beschreibung 9.12. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Siehe Beschreibung 3.12.

70
Jazzclub CAVE 61, Heilbronn Goodman-Bordenave Quintet (Konzert) Gelangweilt von stereotypem modernen Jazz? Von Schnellspielern und Phrasenschweinen? Hier gibt es Abhilfe. Man nehme: einen extrem virtuosen Gitarristen, eine eingespielte Rhythmusgruppe und zwei herausragende Bläser. Heraus kommt ein famoses Quintett mit ureigener Handschrift, das über den Tellerrand der üblichen Jazzharmonien hinausschaut und mit überraschenden musikalischen Wendungen und Landschaften aufwartet. Brauhaus – Prinz-Saal, Neckarsulm Fatih Çevikkollu - Fatih kommt gefühlsecht! (Kabarett) Vor genau zehn Jahren stand Fatih Çevikkollu mit seinem prämierten ersten Solo-Programm auf den deutschen Bühnen. Zum Jubiläum ist der Kabarettist aus Köln mit seinem mittlerweile fünften Solo-Programm EMFATIH in unserem Fatihland wieder unterwegs. Schleyerhalle, Stuttgart 10 Jahre Selfmade Records (Konzert) Mit Kollegah, Genetikk, 257ers, Favorite, Karate Andi Karlstorbahnhof, Heidelberg Ass-Dur (Musik-Kabarett) Das Musik-Kabarett-Duo Ass-Dur hat quasi aus dem Stand die deutsche Kabarettszene erobert: Mit ihrem ersten Programm »1.Satz – Pesto« gewannen sie innerhalb von 2 Jahren 22 Kabarett- und Comedypreise. Sa 19. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Wortsport (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Martin Eyerer & Plasmiq (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Complex23, Heilbronn »Dubwars Pre-Xmas Special« (Clubbing) Auch dieses Jahr wieder begrüßen wir, diesmal in der Vorweihnachtszeit, unsere Freunde der Dubwars-Crew, um uns und euch auf die Ankunft des Christkinds einzustimmen. Euch erwarten wie immer feinste Tunes, jede Menge Bass und absolut unchristliche Videoanimationen. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Siehe Beschreibung 3.12. Kultura, Öhringen Pippi plündert den Weihnachtsbaum (Kindertheater) Theater für die ganze Familie und Kinder ab 3 Jahren. Weihnachten steht vor der Tür und Pippi möchte ihren Freunden eine ganz besondere Freude machen: Sie lädt zu einem großen »Weihnachtsbaum-Plünder-Fest« ein. Doch bis der Baum geschmückt, das Haus dekoriert und der Weihnachtskuchen gebacken ist, muss Pippi noch einige Abenteuer überstehen. Stadthalle, Künzelsau Alfons – Wiedersehen macht Freunde (Comedy) Der Kultreporter der ARD, Urban Priols kongenialer Partner im ZDF und »Frankreichs strahlendster Export seit dem Castor-Transport« hat sich mit seinem Puschelmikrofon eine schier unlösbare Aufgabe gestellt: Alfons versucht, die Deutschen zu verstehen. Dafür ist er durch das ganze Land gereist, hat einen Schrebergartenverein besucht, an einem Betriebsausflug teilgenommen und die deutsche Erotik zwischen Behörden und Messeständen gesucht. Theaterhaus, Stuttgart Vika (Viktoriya Yermoleyeva). Vika goes wild + special guest (Konzert) Sie ist eine einzigartige Künstlerin mit einem ungeahnten Talent klassische Musik mit aktueller Rockund Metalmusik zu verbinden. Noch nie zuvor hat jemand Rock und Popmusik so gekonnt und exzellent in ein Gewand der klassischen Musik gehüllt, ohne dabei die Intensität und die Wirkung des Songs zu verlieren. LKA Longhorn, Stuttgart The Rock’n’roll Wrestling Bash (Wrestling + Rock) This outstanding rock’n’roll musical is a symbiosis of Mexican Wrestling, Trash and hard boiled Rock’n’Roll sound. Tollhaus, Karlsruhe Willy Astor (Comedy) »Kindischer Ozean«: Lauschliedergeschichten aus dem Einfallsreich. Comedy nicht nur für Kinder. Halle 02, Heidelberg Kool Savas – Warum rappst Du? Tour 2 (Konzert) Nach seinem Nummer 1-Album »Märtyrer« und der fast komplett ausverkauften Tour zum Album präsentiert Deutschlands einflussreichster Rapper nach den bald anstehenden Sommer-Events im Dezember mit der »WARUM RAPPST DU? TOUR 2« ein weiteres absolutes Live-Highlight! So 20. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Siehe Beschreibung 3.12. Theaterhaus, Stuttgart Ritter Rost – feiert Weihnachten (Kindermusical) »Ritter Rost feiert Weihnachten«, das Musical nach dem gleichnamigen Buch mit Noten und CD von Jörg Hilbert (Text/ Illustration) und Felix Janosa (Musik) geht nunmehr im siebten Jahr auf Tournee. LKA Longhorn, Stuttgart Gregor Meyle – »Das Beste Kommt Noch« Tour 2015 (Konzert) Wer Gregor Meyle schon einmal live erlebt hat, weiß, es gibt keine inszenierte Bühnenversion des Künstlers. Sein Auftritt ist 100% Gregor Meyle. Alte Feuerwache, Mannheim Drama Light: Theatersport – Jeder gegen Jeden (Theater) Jeder Spieler erhält vom Moderator Aufgaben und natürlich die Vorgaben des Publikums. In der Umsetzung ist er auf sich selbst gestellt – er ist Regisseur, Autor, Schauspieler, Bühnenbild und Show-Effekt zugleich und muss die Fähigkeiten der Konkurrenten für sich selbst zu nutzen wissen. Mo 21. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Siehe Beschreibung 4.12. Theaterhaus, Stuttgart Chaostheater Oropax – der 54. November: Die Weihnachtsshow (Comedy) Ein Wunder! Am zweiten Weihnachtsfeiertag sind es noch 364 Tage bis zum ersten. Für Oropax ist ab November täglich Weihnachten. Alte Feuerwache, Mannheim Mannheim Jazz Lounge (Konzert) Das Flaggschiff der Jazz-Abteilung: Die Bigband. In regelmäßigen Werkstattkonzerten – ungefähr alle 2 bis 3 Wochen während des Semesters – spielt 18. – 21.12.2015 Hanix Nr. 40

71
Hanix Nr. 40 das Mannheim Jazz Orchestra unter der Leitung von Prof. Jürgen Seefelder oder Prof. Stephan Zimmermann jeweils seine neuesten Programme. Di 22. Ebene3, Heilbronn KoKi: Fünf Zimmer, Küche, Sarg (Film) Schräge Pseudo-Dokumentation über die alltäglichen Probleme einer ganz normalen neuseeländischen Wohngemeinschaft: Die Vampire Viago, Vladislav, Deacon und Petyr teilen sich eine Villa in Wellington. Abgesehen vom fehlenden Spiegelbild, einseitiger Ernährung und gelegentlichen Auseinandersetzungen mit Werwölfen unterscheidet sich ihr Alltag kaum von dem jeder anderen WG: Streitereien um Nichtigkeiten und wilde gemeinsame Partynächte stehen täglich auf dem Programm. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus A Christmas Carol (Weihnachtsgeschichte) Der hartherzige und geizige Geschäftsmann Ebenezer Scrooge verbringt auch Weihnachten im Büro. Seinem Angestellten Bob gibt er nur ungern frei und eine Einladung seines Neffen zum Weihnachtsessen lehnt er rüde ab. Als Scrooge nach Hause kommt, sucht ihn der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Marley heim. Theaterhaus, Stuttgart Dodokay: Die Welt auf schwäbisch (Comedy) Ob Barack Obama, Dschungel-Indianer oder Herr Vader – dank Dominik »Dodokay« Kuhn sprechen sie alle schwäbisch. Seit über fünf Jahren synchronisiert der Schwabe alles, was ihm unter die Finger kommt. 22. – 26.12.2015 Mi 23. Hartmans, Heilbronn X-Mas-Togethering (Traditionelles Heilbronner Vorweihnachtstrinken) Traditionell trifft man sich seit Dekaden am Vorweihnachtsabend im Hartmans und betrinkt sich. Exil-Heilbronner berichten während ihres Heimatbesuches von der fernen Welt, hier gebliebene berichten davon, dass im Städtle alles beim alten, aber doch ganz neu ist. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Siehe Beschreibung 4.12. Theaterhaus, Stuttgart Dodokay: Die Welt auf Schwäbisch (Comedy) Ob Barack Obama, Dschungel-Indianer oder Herr Vader – dank Dominik »Dodokay« Kuhn sprechen sie alle schwäbisch. Seit über fünf Jahren synchronisiert der Schwabe alles, was ihm unter die Finger kommt. Do 24. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Laterne, Laterne & The Honey Trap (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn T-Watch & Shie (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Complex23, Heilbronn Ulrik am Plattenteller 10 »Es weihnachtet sehr« (Clubbing) Nach dem Braten und den Geschenken feiern wir mit UAP in der Bar Daneben. Fr 25. Zigarre, Heilbronn Stoneheads SC After-Christmas-Night-Party (Party) Wie in jedem Jahr veranstaltet der Vespa-Club eures Vertrauens die beste nachweihnachtliche Sause der Stadt. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Andrew & Thilo & Re:Tool (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Sebastian Groth & Timo Mandl (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Complex23, Heilbronn »Stern, du bist mir schnuppe«-Weihnachtsspezial (Clubbing) Ist das ein Spaß, ein Paar wie wir. Mich jagt das Schicksal herum, dich hält es hier. Wo sind die Clowns? Am 1. Weihnachtsfeiertag treffen sich alle Glücksritter, Bordsteinschwalben, Ganoven, Einsamen und Verliebten in der Bar Daneben zum Punsch. Durch den Abend begleitet Jean Sol Partre. Theaterhaus, Stuttgart 1001 WeihNacht: Özcan Cosar und seine Gäste (Comedy) Die Veranstaltungsreihe Comedy King präsentiert gemeinsam mit dem Theaterhaus Stuttgart die »1001 WeihNacht« Show. Hier treffen zwei Kulturen aufeinander, Plätzchen und Baklava feiern gemeinsam Weihnachten. LKA Longhorn, Stuttgart Seksendört (Konzert) Watch out for details! Alte Seilerei, Mannheim 90S LIVE! 2DAYS FESTIVAL! (Konzert) Mit: Nana, Magic Affair, Hot Ban- ditoz, E-Rotic, Twenty 4 Seven. Weitere Acts folgen! Sa 26. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Benny Grauer & Klangagent (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Complex23, Heilbronn re:tool! pres. Shakedown (Clubbing) Funk. Rare Grooves. Boogie Tunes. Groove on the One! Schallplatten-Unterhaltung mit Marco. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Siehe Beschreibung 3.12. Theater Heilbronn, Großes Haus Pariser Leben (Operette) »Tollheit durchrast diese fünf Akte«, schrieb der Librettist Ludovic Halévy über Offenbachs Komposition. Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern. Harmonie, Heilbronn Soy de Cuba (Tanzmusical) Ob Mambo, Salsa, Rumba oder Reggaetón – mit den unwiderstehlichen kubanischen Rhythmen und Tänzen erzählt Soy de Cuba nicht nur die bewegende Liebesgeschichte der jungen Tänzerin Ayala, es entführt das Publikum auch auf eine Reise mitten ins Herz der Karibikinsel. Theaterhaus, Stuttgart Füenf: Bock drauf! … in a Winterwonderland – Das Christmas Special (Konzert) Ein Böcklein ist entsprungen!!! Santa füenf ist coming to town, den Schlitten voller Goodies des aktuellen Programms »Bock drauf!« und allerlei Mogelpäckchen, um stimmungsvoll die frohe Zeit einzuläuten.

72
Capitol, Mannheim Christian Chako Habekost (Comedy) Nach der ausverkauften Tournee zum Jahreswechsel 2014 / 2015 verlangen die Fans der Habekost’schen Weihnachts-Trilogie nach mehr. Deshalb schlüpft der Kur/Pfälzer MundArtist Christian »Chako« Habekost erneut in die Rolle des kabarettistischen Geschenkeverteilers. Alte Seilerei, Mannheim 90S Live! 2Days Festival! (Konzert) Mit: Nana, Magic Affair, Hot Banditoz, E-Rotic, Twenty 4 Seven. Weitere Acts folgen! So 27. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Siehe Beschreibung 3.12. Harmonie, Heilbronn Bibi Blocksberg: Hexen Hexen Überall (Musical) Wow, was für eine Nachricht: Der Welthexentag kommt nach Neustadt! Bibi Blocksberg und Schubia sprühen vor Ideen, eine Hexendisco und eine Modenschau wollen sie auf die Beine stellen. Die Althexen denken eher an Warzenschönheitswettbewerbe, althexische Kreistänze und stundenlange Vorträge über Hexenkunde … Die Junghexen aber proben den Aufstand und wollen alles ganz anders machen, jung, peppig und lustig. Hexen auf der Bühne und vor der Bühne feiern zusammen. Alle helfen, den Hexentag zu gestalten und sind herzlich eingeladen, in ihrem schönsten Hexenkostüm zu kommen! Theaterhaus, Stuttgart Julius Frack & Cindy: Magic Gold – Illusion de luxe (Magieshow) Julius Frack muss sich aus der brennenden »Kiste des Todes« befreien, Frauen verwandeln sich in pures Gold, ein Auto erscheint auf der Bühne und ein Zuschauer wird vor den Augen des Publikums unsichtbar. Theaterhaus, Stuttgart Sweet Soul Gospel Revue (Music-Revue) Nach der im Theaterhaus erfolgreichen SWEET SOUL MUSIC REVUE und der THE SOUND OF CLASSIC MOTOWN Show präsentieren Ron Williams und die Sweet Soul Music GmbH nun die neue SWEET SOUL GOSPEL REVUE erstmals im Theaterhaus. Tollhaus, Karlsruhe Max Giesinger & Friends (Konzert) Jahresabschlusskonzert. Alte Feuerwache, Mannheim Sundaykick (Konzert) Kicks’n Sticks goes Movie – Filmmusik im Bigband-Sound. Mo 28. Alte Seilerei, Mannheim Thomas Godoj Live mit Band (Konzert) Thomas Godoj ist ein Sänger und Songwriter mit einer markanten und unverwechselbaren Stimme und einer Live-Präsenz, die man in der deutschen Musiklandschaft nicht häufig findet. Capitol, Mannheim Flower Power in Concert (Konzert) Here comes the Sun again: Der Sound der Blumenkinder in einer emotionalen Show. Di 29. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Siehe Beschreibung 8.12. Forum am Schloßpark, Ludwigsburg Der kleine Prinz (Musical) »Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt unsichtbar für die Augen« sagt der kleine Prinz uns und wir spüren in unseren innersten Gefühlen, dass diese Botschaft wahr ist und uns wohlmöglich sogar umdenken lässt in unserem täglichen Handeln und Tun. Theaterhaus, Stuttgart Soy de Cuba (Show) Siehe Beschreibung 26.12. (Harmonie Heilbronn) Theaterhaus, Stuttgart Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle: Welttour Spezial (Konzert) Die neue Tournee – Welttour – von Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle führt in die weite Welt hinein. Nach über 20 Jahren Tingelei durch Deutschlands Süden machen sich die Stumpfes auf zu neuen Ufern. Tollhaus, Karlsruhe Jonglissimo (Show) Jonglissimo wurde mit der Überzeugung gegründet, dass Jonglage eine faszinierende visuelle Kunstform ist. Ihre Weltklasse-Artistik basiert auf einem spannenden Mix aus Jonglage, Theater und Technologie. Capitol, Mannheim I Want It All (Show) Nach zahlreichen Eigenproduktionen nehmen sich die Kreativen des Capitol-Teams einer besonderen Herausforderung an: die Musik von Queen auf die Bretter der Capitol-Bühne zu bringen. Mi 30. Theaterhaus, Stuttgart Soy de Cuba (Show) Siehe Beschreibung 26.12. (Harmonie Heilbronn) Theaterhaus, Stuttgart Bernd Gnann und Ernst Kies: Die Made (Kabarett) Lieder, Geschichten und Gedichte nicht nur von Heinz Erhardt. Ein Abend, den man nicht so schnell vergisst. Leicht, lustig und niemals unverschämt! Der Genuss ist auf Seiten seines Publikums. Lassen Sie sich überraschen. Es lohnt sich. Tollhaus, Karlsruhe Jonglissimo (Show) Die Weltklasse-Artistik basiert auf einem spannenden Mix aus Jonglage, Theater und Technologie. Rosengarten, Mannheim Bibi Blocksberg: Hexen Hexen Überall (Musical) Siehe Beschreibung 26.12. (Harmonie Heilbronn) Alte Feuerwache, Mannheim Erika Stucky – Soulfood! (Konzert) Erika Stucky ist eine dieser seltenen Sängerinnen, die in beinahe jeder Situation, in jedem Genre zuhause zu sein scheinen – wobei ihre Stimmbänder eine kräftige, innere Verbindung zwischen den Stilen, Vorlieben und Vorurteilen herstellen. Do 31. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Silvester Bash (Clubbing) Mit Veitengruber, 212Fahrenheit, Burhan K. & vielen, vielen mehr. Watch out for details. Theaterhaus, Stuttgart Soy de Cuba (Show) Siehe Beschreibung 26.12. (Harmonie Heilbronn) Tollhaus, Karlsruhe Jonglissimo (Show) Jonglissimo wurde mit der Überzeugung gegründet, dass Jonglage eine faszinierende visuelle Kunstform ist. Ihre Weltklasse-Artistik basiert auf einem spannenden Mix aus Jonglage, Theater und Technologie. 26. – 31.12.2015 Hanix Nr. 40

73
Hanix Nr. 40 Termine Januar 2015 Fr 01. Theaterhaus, Stuttgart Erika Stucky – Soulfood! (Konzert) Erika Stucky ist eine dieser seltenen Sängerinnen, die in beinahe jeder Situation, in jedem Genre zuhause zu sein scheinen – wobei ihre Stimmbänder eine kräftige, innere Verbindung zwischen den Stilen, Vorlieben und Vorurteilen herstellen. Stadthalle, Heidelberg Heidelberger Sinfoniker – Festliches Neujahrskonzert (Konzert) Moderiertes Konzert mit Champagnerempfang in der Pause. Sa 02. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn My Deeper Depths (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Welcome 2016 (Clubbing) Local DJ-Meeting. Watch out for details. 01. – 05.01.2011 Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Die Idee zu seinem Stück »Der nackte Wahnsinn«, das als die Theaterkomödie schlechthin gilt, hatte Michael Frayn, als er eines seiner Stücke einmal von der Seitenbühne aus sah und dachte: »Von hinten ist es komischer als von vorn«. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Frank, ein frustrierter Universitätsprofessor für Literatur von Anfang 50, hat sich einen Erwachsenen-Bildungskurs für Quereinsteiger aufs Auge drücken lassen. In Erwartung seiner nächsten Einzel-Kursteilnehmerin stellt er schon mal den Whiskey zum Runterspülen seiner Unzufriedenheit bereit. Denn was soll schon kommen? Da platzt Rita in sein Arbeitszimmer, 26 Jahre alt, von Beruf Friseuse und überhaupt nicht auf den Mund gefallen. Theaterhaus, Stuttgart Soy de Cuba (Show) Die vielfältigen Rhythmen und feurigen Tänze Kubas, gefühlvolle Gesangseinlagen und eine bewegende Liebesgeschichte vor der Kulisse brillanter Aufnahmen Havannas. Alte Seilerei, Mannheim Suicide Commando (Konzert) Die Harsh Electro Pioniere sind zurück! Das bis dato vielseitigste Album der legendären, belgischen Club-Berserker bietet einen so tanzbaren wie verstörenden Blick in die Abgründe der Menschheit. So 03. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Indem er ganz alltägliche Gegenstände wie Küchenutensilien zum Leben erweckt, begibt er sich in die fantasievolle Welt der kleinen Zuschauer. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe. Theaterhaus, Stuttgart Soy de Cuba (Show) Die vielfältigen Rhythmen und feurigen Tänze Kubas, gefühlvolle Gesangseinlagen und eine bewegende Liebesgeschichte vor der Kulisse brillanter Aufnahmen Havannas. Theaterhaus, Stuttgart Uli Boettcher: Ü 40 – Die Party ist zu Ende! (Kabarett) Im Leben eines Mannes gibt es verschiedene Abschnitte – fast alle sind bekannt. Der Mann in den 40ern jedoch steckt in Schwierigkeiten – denn … wer ist er? Oder Capitol, Mannheim Falco – The Show (Konzert) Die weltbeste FALCO-Tribute- Show kommt ein zweites Mal auf die Capitol-Bühne. Mo 04. experimenta, Heilbronn Muskelspiele (Sonderausstellung) Bis 10. April. Springen, Balancieren, Tanzen, Fahrradfahren, Werfen: Weißt du eigentlich, was dein Körper alles kann? Meist denken wir nicht darüber nach, wenn wir uns bewegen. Denn unser Körper weiß von ganz alleine, was zu tun ist. In dieser Ausstellung wollen wir Bewegungen jedoch genauer unter die Lupe nehmen. Lassen wir also unsere Muskeln spielen! Wir können uns im Wettstreit miteinander messen oder die Aufgabe als Team bewältigen. Auf jeden Fall werden wir jede Menge Spaß haben. Entdecken wir die Bewegung! Auf die Plätze, fertig, los…! Di 05. Mobilat, Heilbronn Dubwars pres. Tanith (Clubbing) Die Techno-Legende im Mobilat! The Rooms Club, Heilbronn La Sycthemú (Clubbing) La Sycthemú ist zurück! Ein Abend voller elektronischer Musik und Visuals. »Shut up and dance!« Bukowski, Heilbronn T-Watch & Special Guest (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Bankhaus, Heilbronn Neujahrskonzert der Stuttgarter Saloniker (Konzert) Mit unverwechselbarem Charme und Witz führt Kapellmeister Patrick Siben seine Stuttgarter Saloniker durch ein atemberaubend vielfältiges Programm, das von der klassischen Konzert-Ouvertüre über die Operette, natürlich mit den traditionellen Neujahrskonzert-Strauss-Walzern bis hin zu Early Jazz und Swing reicht: perfekt gespielt und aufregend inszeniert!

74
Theaterhaus, Stuttgart Wladimir Kaminer: Das Leben ist (k)eine Kunst (Lesung) Traditionell ist Wladimir Kaminer im Winter auf großer Leserreise, um sein aktuelles Buch vorzustellen. Aber nur bereits veröffentlichte Geschichten vorlesen? Das ist nicht seine Sache. Der selbsternannte Rotwein-Russe liest am liebsten unveröffentlichte Geschichten vor. Stadthalle, Heidelberg Dreikönigsgala – Heidelbergs großes Neujahrskonzert (Konzert) Auch wenn es gefühlsmäßig noch niemand so recht wahrhaben will: Das alte Jahr rennt mit Riesenschritten seinem Ende entgegen. Umso schöner, wenn auf das neue Jahr schon heute Vorfreude angesagt ist. Mi 06. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Frank, ein frustrierter Universitätsprofessor für Literatur von Anfang 50, hat sich einen Erwachsenen-Bildungskurs für Quereinsteiger aufs Auge drücken lassen. In Erwartung seiner nächsten Einzel-Kursteilnehmerin stellt er schon mal den Whiskey zum Runterspülen seiner Unzufriedenheit bereit. Denn was soll schon kommen? Da platzt Rita in sein Arbeitszimmer, 26 Jahre alt, von Beruf Friseuse und überhaupt nicht auf den Mund gefallen. Theaterhaus, Stuttgart Die Kleine Tierschau sagt »Ade«! (Comedy) Vom Verband deutscher Varietétheater und vom Veterinäramt bestätigt, gehen die beiden verrückten Show-Veteranen nach 35 Jahren in den verdienten Vor(un)- ruhestand. Capitol, Mannheim Die Schneekönigin (Musical) Das Musical für die ganze Familie. Lassen Sie sich in die zauberhafte Welt des Märchens entführen. Do 07. Mobilat, Heilbronn Out Of The Dark (Clubbing) Gothic, Darkwave, EBM, Industrial, Mittelalter, 80ies. Zigarre, Heilbronn Total Royal JamSession (Offene Jam Session) Sing meinen Song. Bühne frei … hier spielt die Musik. Die JamSession in Heilbronn feiert einjähriges Jubiläum. Auch in diesem Jahr präsentieren Cheri Lyn & Guests eigene Lieder und Covers, die die Herzen der Hörer höher schlagen lassen. In künstlerischem Ambiente bekommen Musikliebhaber einen Ort zum Jammen und Zuhören. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 20-23 Uhr. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. Er habe nur ein Buch über die Mechanik des Universums geschrieben, was daraus gemacht werde, liege nicht in seiner Verantwortung, behauptet Galilei. Er soll abschwören, verlangt die Inquisition. Wenn nicht, dann droht ihm die Folter … Harmonie, Heilbronn Wladimir Kaminer: Das Leben ist (k)eine Kunst (Lesung) Traditionell ist Wladimir Kaminer im Winter auf großer Leserreise, um sein aktuelles Buch vorzustellen. Aber nur bereits veröffentlichte Geschichten vorlesen? Das ist nicht seine Sache. Der selbsternannte Rotwein-Russe liest am liebsten unveröffentlichte Geschichten vor – manche seiner Texte sind gerade mal wenige Stunden alt, bevor sie auf die Bühne kommen. Dies ist eines der Geheimnisse, die Lesungen von Wladimir Kaminer zu unvergesslichen Momenten werden lassen. Keiner kann so wunderbar mitreißend über einen 57er SIL-Kühlschrank, die Macht eines verschenkten Traumfängers, Einkaufstaschen kontrollierende Schwaben oder Schurken und Schulbücher sinnieren. Dass sein feiner Humor live noch besser rüberkommt, wird niemand anzweifeln, der eine seiner Lesungen besucht hat. Theaterhaus, Stuttgart Die Kleine Tierschau sagt »Ade«! (Comedy) Vom Verband deutscher Varietétheater und vom Veterinäramt bestätigt, gehen die beiden verrückten Show-Veteranen nach 35 Jahren in den verdienten Vor(un)- ruhestand. Theaterhaus, Stuttgart BlöZinger: Kopfwaschpulver (Kabarett) Was haben Mary Poppins, Dracula und Don Quixote gemeinsam? Sie geraten in Vergessenheit. Zwei Autoren werden auserkoren den Helden ihrer Kindertage wieder neues Leben einzuhauchen. Alte Feuerwache, Mannheim Henry Rollins (Lesung) Neues Spoken Word-Programm des Gedanken-Giganten. Henry Rollins ist das vielseitigste Multitalent der amerikanischen Subkultur. Er ist Musiker, Schriftsteller und Inhaber eines eigenen Buchverlags, Radio- und TV-Moderator mit regelmäßigen eigenen Sendungen, Reisejournalist und politischer Kommentator, Filmschauspieler und ambitionierter Gewichtheber. Fr 08. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Sascha Sonido & Carmen Bernabe (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Die Idee zu seinem Stück »Der nackte Wahnsinn«, das als die Theaterkomödie schlechthin gilt, hatte Michael Frayn, als er eines seiner Stücke einmal von der Seitenbühne aus sah und dachte: »Von hinten ist es komischer als von vorn«. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Frank, ein frustrierter Universitätsprofessor für Literatur von Anfang 50, hat sich einen Erwachsenen-Bildungskurs für Quereinsteiger aufs Auge drücken lassen. In Erwartung seiner nächsten Einzel-Kursteilnehmerin stellt er schon mal den Whiskey zum Runterspülen seiner Unzufriedenheit bereit. Denn was soll schon kommen? Da platzt Rita in sein Arbeitszimmer, 26 Jahre alt, von Beruf Friseuse und überhaupt nicht auf den Mund gefallen. Theaterhaus, Stuttgart Die Kleine Tierschau sagt »Ade«! (Comedy) Vom Verband deutscher Varietétheater und vom Veterinäramt bestätigt, gehen die beiden verrückten Show-Veteranen nach 35 Jahren in den verdienten Vor(un)- ruhestand. Tollhaus, Karlsruhe Wladimir Kaminer: Das Leben ist (k)eine Kunst (Lesung) Traditionell ist Wladimir Kaminer im Winter auf großer Leserreise, um sein aktuelles Buch vorzustellen. Aber nur bereits veröffentlichte Geschichten vorlesen? Das ist nicht seine Sache. Der selbsternannte Rotwein-Russe 05. – 08.01.2016 Hanix Nr. 40

75
Hanix Nr. 40 liest am liebsten unveröffentlichte Geschichten vor. Substage, Karlsruhe The Busters (Konzert) »Busting, Blasting, Everlasting« – Tour 2016 Maimarkthalle, Mannheim ReiseMarkt Rhein-Neckar-Pfalz (Reisemarkt) Paradiesische Strände, romantische Burgen, aufregende Städte und malerische Landschaften: In der Maimarkthalle präsentiert das »größte Reisebüro der Region« vom 8. bis 10. Januar 2016 die ganze Vielfalt des Reisens für die schönste Zeit im Jahr. Alte Feuerwache, Mannheim Mono & Nikitaman – Im Rauch der Bengalen (Konzert) Nach ihrer künstlerischen Auszeit sind Mono & Nikitaman 2015 endlich wieder zurück: Mit einer neuen Band, neuem Sound, neuem Album und – getreu dem steten DIY-Ethos und dem Motto »Selber machen und entscheiden« des Duos – mit ihrem neuen Label M&N Records. Kulturfenster, Heidelberg Arnim Töpel – Nur für kurze Zeit! (Musikkabarett) Er gilt als »Ausnahmeerscheinung«, »Bluesdenker« und »Philosoph unter den Kabarettisten«. Mittlerweile widmet er sich als MASTER- BABBLER verstärkt unserer Region, für seine Verdienste um die Sprache wurde er 2014 mit der Hermann-Sinsheimer-Plakette ausgezeichnet. Verbreitetes Prädikat: wohltuend. Sa 09. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. 08. – 12.01.2016 Bukowski, Heilbronn HNX-Allstars (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Frank, ein frustrierter Universitätsprofessor für Literatur von Anfang 50, hat sich einen Erwachsenen-Bildungskurs für Quereinsteiger aufs Auge drücken lassen. In Erwartung seiner nächsten Einzel-Kursteilnehmerin stellt er schon mal den Whiskey zum Runterspülen seiner Unzufriedenheit bereit. Denn was soll schon kommen? Da platzt Rita in sein Arbeitszimmer, 26 Jahre alt, von Beruf Friseuse und überhaupt nicht auf den Mund gefallen. Theaterhaus, Stuttgart Die Kleine Tierschau sagt »Ade«! (Comedy) Vom Verband deutscher Varietétheater und vom Veterinäramt bestätigt, gehen die beiden verrückten Show-Veteranen nach 35 Jahren in den verdienten Vor(un)- ruhestand. Tollhaus, Karlsruhe »Auf Und Davon – Nackt über die Alpen« mit Martin Luding (Comedy) Mit einer großen Portion Herz und Klamauk präsentiert Martin Luding in seinem neuen Soloprogamm Verrücktes, Spannendes und Lehrreiches zum Thema 2000 Jahre deutsche Urlaubsreisen! Maimarkthalle, Mannheim ReiseMarkt Rhein-Neckar-Pfalz (Reisemarkt) Paradiesische Strände, romantische Burgen, aufregende Städte und malerische Landschaften: In der Maimarkthalle präsentiert das »größte Reisebüro der Region« vom 8. bis 10. Januar 2016 die ganze Vielfalt des Reisens für die schönste Zeit im Jahr. So 10. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Neubausaal, Schwäbisch Hall Dominik Kuhn ist Dodokay – Die Welt auf Schwäbisch (Comedy) Schon lange gilt er als Internetsensation: Dank Dominik »Dodokay« Kuhn sprechen alle Stars schwäbisch! Ob Barack Obama, Darth Vader oder Indiana Jones – keiner ist vor seiner Synchronisation sicher! Mit Millionen Klicks wurden seine youtube-Videos wie »Virales Marketing im Todesstern Stuttgart« zu einem Riesenerfolg. Nun steht Dodokay als Meister seines Fachs endlich selbst auf der Bühne und begeistert das Publikum mit seiner Performance »Die Welt auf Schwäbisch«. Theaterhaus, Stuttgart Die Kleine Tierschau sagt »Ade«! (Comedy) Vom Verband deutscher Varietétheater und vom Veterinäramt bestätigt, gehen die beiden verrückten Show-Veteranen nach 35 Jahren in den verdienten Vor(un)- ruhestand. Maimarkthalle, Mannheim ReiseMarkt Rhein-Neckar-Pfalz (Reisemarkt) Paradiesische Strände, romantische Burgen, aufregende Städte und malerische Landschaften: In der Maimarkthalle präsentiert das »größte Reisebüro der Region« vom 8. bis 10. Januar 2016 die ganze Vielfalt des Reisens für die schönste Zeit im Jahr. Mo 11. Alte Feuerwache, Mannheim Mannheim Jazz Lounge (Konzert) Das Flaggschiff der Jazz-Ab- teilung: Die Bigband. In regelmäßigen Werkstattkonzerten – ungefähr alle 2 bis 3 Wochen während des Semesters – spielt das Mannheim Jazz Orchestra unter der Leitung von Prof. Jürgen Seefelder oder Prof. Stephan Zimmermann jeweils seine neuesten Programme. Di 12. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Indem er ganz alltägliche Gegenstände wie Küchenutensilien zum Leben erweckt, begibt er sich in die fantasievolle Welt der kleinen Zuschauer. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Erkenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. Er habe nur ein Buch über die Mechanik des Universums geschrieben, was daraus gemacht werde, liege nicht in seiner Verantwortung, behauptet Galilei. Er soll abschwören, verlangt die Inquisition. Wenn nicht, dann droht ihm die Folter … Theaterhaus, Stuttgart Rydmans Swan Lake Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance (Show) Die Idee Fredrik Rydmans ist kühn: Tschaikowskys Meisterwerk Schwanensee in ein modernes Streetdance-Spektakel im Rotlichtmilieu zu verwandeln hat vor

76
ihm noch keiner gewagt. Zum 175. Geburtstag des berühmten russischen Komponisten Peter I. Tschaikowsky am 7. Mai kündigt Swan Lake Reloaded eine neue Deutschlandtournee an. Alte Feuerwache, Mannheim Drummers Delight (Konzert) Es werden zwei oder drei Drummer mit ihren Projekten vorgestellt. Dazu gibt es ein Überraschungsevent. Hier spielt Prof. Michael Küttner mit seinen Drummern speziell für diesen Event komponierte Stücke für Percussion-Ensemble. Drummers Delight ist inzwischen ein Highlight der Jazzlounge Konzerte! Mi 13. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Franz Wittenbrink, dessen Liederabend »Männer« einer der Renner der letzten beiden Spielzeiten im Großen Haus war, hat auch den Damen der Schöpfung ein großartiges Programm gewidmet: »Sekretärinnen«. Harmonie, Heilbronn 5. Heilbronner Konzert – Kolja Blacher, Violine & Leitung (Klassik) »Das Wunder dieses Abends heißt partnerschaftliches Miteinander, weil die Musiker jedem Ansporn, der von Blacher ausgeht, mit spürbarer Zuneigung folgen.« Der Tagesspiegel Theaterhaus, Stuttgart Rydmans Swan Lake Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance (Show) Die Idee Fredrik Rydmans ist kühn: Tschaikowskys Meisterwerk Schwanensee in ein modernes Streetdance-Spektakel im Rotlichtmilieu zu verwandeln hat vor ihm noch keiner gewagt. Zum 175. Geburtstag des berühmten russischen Komponisten Peter I. Tschaikowsky am 7. Mai kündigt Swan Lake Reloaded eine neue Deutschlandtournee an. Do 14. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Theaterhaus, Stuttgart Rydmans Swan Lake Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance (Show) Die Idee Fredrik Rydmans ist kühn: Tschaikowskys Meisterwerk Schwanensee in ein modernes Streetdance-Spektakel im Rotlichtmilieu zu verwandeln hat vor ihm noch keiner gewagt. Zum 175. Geburtstag des berühmten russischen Komponisten Peter I. Tschaikowsky am 7. Mai kündigt Swan Lake Reloaded eine neue Deutschlandtournee an. Substage, Karlsruhe In This Moment (Konzert) Black Widow Tour. Jubez, Karlsruhe Lambert – Der mysteriöse Antilopenmasken-Pianist (Konzert) Der Nachholtermin (von 15.10.15 auf 14.01.16 verlegt)! Alte Seilerei, Mannheim Wishbone Ash – »Live Dates« & »Blue Horizon« Tour (Konzert) Wishbone Ash befinden sich im 45. Bandjahr und sind kraftvoll, melodisch und dynamisch wie eh und je. Ihr charakteristischer Sound beeinflusste maßgeblich Bands wie Thin Lizzy, Iron Maiden und eine Menge weiterer junger Künstler. Fr 15. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Freedom B. & Raum & Zeit (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Die Idee zu seinem Stück »Der nackte Wahnsinn«, das als die Theaterkomödie schlechthin gilt, hatte Michael Frayn, als er eines seiner Stücke einmal von der Seitenbühne aus sah und dachte: »Von hinten ist es komischer als von vorn«. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Frank, ein frustrierter Universitätsprofessor für Literatur von Anfang 50, hat sich einen Erwachsenen-Bildungskurs für Quereinsteiger aufs Auge drücken lassen. In Erwartung seiner nächsten Einzel-Kursteilnehmerin stellt er schon mal den Whiskey zum Runterspülen seiner Unzufriedenheit bereit. Denn was soll schon kommen? Da platzt Rita in sein Arbeitszimmer, 26 Jahre alt, von Beruf Friseuse und überhaupt nicht auf den Mund gefallen. Brauhaus, Neckarsulm Martina Brandl - Irgendwas mit Sex (Kabarett) »Spricht die jetzt den ganzen Abend über Sex?« Natürlich nicht! Über Sex redet man nicht. Man hat ihn. Eines aber haben Sex und Kabarett gemeinsam: Es macht mehr Spaß, wenn beide mitmachen. Theaterhaus, Stuttgart Rydmans Swan Lake Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance (Show) Die Idee Fredrik Rydmans ist kühn: Tschaikowskys Meisterwerk Schwanensee in ein modernes Streetdance-Spektakel im Rotlichtmilieu zu verwandeln hat vor ihm noch keiner gewagt. Zum 175. Geburtstag des berühmten russischen Komponisten Peter I. Tschaikowsky am 7. Mai kündigt Swan Lake Reloaded eine neue Deutschlandtournee an. Merlin, Stuttgart Lambert – Der mysteriöse Antilopenmasken-Pianist (Konzert) Es sieht ganz so aus, als ob Lambert alles tut, um von seiner eigentlichen Biographie abzulenken. Solange seine Musik weiterhin so teilnahmsvoll und spektakulär bleibt, kann uns das völlig egal sein. Substage, Karlsruhe Feine Sahne Fischfilet (Konzert) & special guest. Straßenabi Tour 2016. Capitol, Mannheim Thorsten Havener – »Der Körpersprache-Code« (Comedy) Havener kriegt sie alle und macht auch vor Prominenten keinen Halt: Während seiner 20-jährigen Bühnenerfahrung hat er nicht nur Sonja Zietlow, Atze Schröder, Johannes B. Kerner oder Stefan Raab schon in die Köpfe geschaut. Havener errät streng geheime PIN-Nummern und weiß genau, wohin Sie als nächstes in den Urlaub fahren. Sa 16. Zigarre, Heilbronn Flohmarktine (Flohmarkt für Frauen und Mädchen) Von 11–16 Uhr. Vintage & Secondhand, Klamotten, Schuhe, 12. – 16.01.2016 Hanix Nr. 40

77
Hanix Nr. 40 Schmuck, Taschen und Accesoires, eben alles, wonach Frauen süchtig sind! The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Toni Rios & Daniel Calisse (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Die Idee zu seinem Stück »Der nackte Wahnsinn«, das als die Theaterkomödie schlechthin gilt, hatte Michael Frayn, als er eines seiner Stücke einmal von der Seitenbühne aus sah und dachte: »Von hinten ist es komischer als von vorn«. Theater Heilbronn, Komödienhaus Rita will´s wissen (Komödie) Frank, ein frustrierter Universitätsprofessor für Literatur von Anfang 50, hat sich einen Erwachsenen-Bildungskurs für Quereinsteiger aufs Auge drücken lassen. In Erwartung seiner nächsten Einzel-Kursteilnehmerin stellt er schon mal den Whiskey zum Runterspülen seiner Unzufriedenheit bereit. Denn was soll schon kommen? Da platzt Rita in sein Arbeitszimmer, 26 Jahre alt, von Beruf Friseuse und überhaupt nicht auf den Mund gefallen. Theaterhaus, Stuttgart Rydmans Swan Lake Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance (Show) Die Idee Fredrik Rydmans ist kühn: Tschaikowskys Meisterwerk Schwanensee in ein modernes Streetdance-Spektakel im Rotlichtmilieu zu verwandeln hat vor ihm noch keiner gewagt. Zum 175. Geburtstag des berühmten russischen Komponisten Peter I. Tschaikowsky am 7. Mai kündigt 16. – 18.01.2016 Swan Lake Reloaded eine neue Deutschlandtournee an. Porsche-Arena, Stuttgart Ehrlich Brothers (Show) »Magie - Träume erleben!« Tollhaus, Karlsruhe Thorsten Havener – »Der Körpersprache-Code« (Comedy) Havener kriegt sie alle und macht auch vor Prominenten keinen Halt: Während seiner 20-jährigen Bühnenerfahrung hat er nicht nur Sonja Zietlow, Atze Schröder, Johannes B. Kerner oder Stefan Raab schon in die Köpfe geschaut. Havener errät streng geheime PIN-Nummern und weiß genau, wohin Sie als nächstes in den Urlaub fahren. Alte Feuerwache, Mannheim Che Sudaka, im Anschluss Disko Esperanto (Konzert) Gegründet im Jahr 2002 in der mediterranen Hafenstadt Barcelona gilt CHE SUDAKA heute rund um den Globus als Flaggschiff der Mestizo-Musik. Karlstorbahnhof, Heidelberg Bastian Korff und Florian Ludewig – »Partykeller« (Comedy) Korff und Ludewigs Show kreist um die großen und kleinen Widrigkeiten des Lebens. Sie erzählen vom Rock’n’Roll des Alltags mit Momentaufnahmen zwischen Melancholie und Albernheit, Supermarkt, Sex und Sojajoghurt. Stadthalle, Heidelberg Ralf Schmitz – Aus dem Häusschen (Comedy) Im mittlerweile vierten Solo-Programm von Ralf Schmitz dreht sich alles um die aberwitzigen Irrsinnigkeiten des Lebens, zudem hat der Komiker angekündigt sich in die Parallelwelt der Heim- und Handwerker zu begeben. So 17. Theater Heilbronn, Großes Haus Sekretärinnen (Liederabend) Franz Wittenbrink, dessen Lieder- abend »Männer« einer der Renner der letzten beiden Spielzeiten im Großen Haus war, hat auch den Damen der Schöpfung ein großartiges Programm gewidmet: »Sekretärinnen«. Theater Heilbronn, BOXX Kotzmotz, der Zauberer oder »Monarosadella« (Kindertheater) Eine Geschichte über Angst, Wut, Versöhnung, Vertrauen und Freundschaft, erzählt mit viel Humor und einer schier unerschöpflichen Lust an der Ausdruckskraft der Sprache. Gastspiel des Theaters Radelrutsch. Theater Heilbronn, Komödienhaus Ottfried Fischer & Lizzy Aumeier (Kabarett) Theater Spezial! Groß.Klein. Kunst. Otti Fischer – der wohl bekannteste bayerische Kabarettist, Schauspieler, Bulle und Pater des deutschsprachigen Raums trifft auf Lizzy Aumeier – ebenfalls intelligent und auch gewichtig!? Was verbindet die beiden außer Adipositas?? Beide sind »Rampensäue« im besten Sinn. Klug, hinterfotzig, selbstironisch und nah am Publikum. Theaterhaus, Stuttgart Rydmans Swan Lake Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance (Show) Die Idee Fredrik Rydmans ist kühn: Tschaikowskys Meisterwerk Schwanensee in ein modernes Streetdance-Spektakel im Rotlichtmilieu zu verwandeln hat vor ihm noch keiner gewagt. Zum 175. Geburtstag des berühmten russischen Komponisten Peter I. Tschaikowsky am 7. Mai kündigt Swan Lake Reloaded eine neue Deutschlandtournee an. Jubez, Karlsruhe Kensington Road (Konzert) Kensington Road: Immer weiter, immer tiefer, immer schöner. Bei Kensington Road treffen sich echte Leidenschaft und Spontaneität. Wenn die 5 Berliner auf Tour gehen, passiert jedes Mal etwas ganz Besonderes. Karlstorbahnhof, Heidelberg Maxi Gstettenbauer (Comedy) Nach seinem ersten Erfolgsprogramm »Nerdisch by Nature« kehrt der Nerdprinz der deutschen StandUp-Szene zurück! Stefan Raab bezeichnete ihn jüngst als »der kommende Stern am Comedy-Himmel«. Halle 02, Heidelberg Majoe – »Breiter als 2 Türsteher«-Tour 2016 (Konzert) Majoe ist zurück! Nach dem Nummer-1-Album »BADT – Breiter als der Türsteher« erscheint am 16. Oktober dieses Jahres mit »BA2T – Breiter als 2 Türsteher« sein zweites Soloalbum. Passend dazu geht Majoe Anfang 2016 auf seine erste Solotournee, die »BA2T« Tour. Mo 18. Complex23, Heilbronn Kaffeeklatsch mit Kind (Eltern-Kind-Café) Alle Mamas, Papas, Omas, Opas, Onkel und Tanten sind herzlich willkommen zum Kaffee trinken und Kuchen essen in gemütlicher Atmosphäre. Damit die Erwachsenen (den Kuchen) auch entsprechend genießen können, gibt es für die Kleinen eine gemütliche Spielecke, zum Toben, Spielen und Lesen. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Indem er ganz alltägliche Gegenstände wie Küchenutensilien zum Leben erweckt, begibt er sich in die fantasievolle Welt der kleinen Zuschauer. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe.

78
Theater Heilbronn, BOXX Kotzmotz, der Zauberer oder »Monarosadella« (Kindertheater) Eine Geschichte über Angst, Wut, Versöhnung, Vertrauen und Freundschaft, erzählt mit viel Humor und einer schier unerschöpflichen Lust an der Ausdruckskraft der Sprache. Gastspiel des Theaters Radelrutsch. Theaterhaus, Stuttgart Luke Mockridge – »I am lucky, I am Luke« (Comedy) Mit seinem Erfolgsprogramm »I’m Lucky, I’m Luke« füllt er aktuell immer größere Hallen, denn die Fans wollen live erleben, wie er sich munter durch die Welt der Generation »hashtag« wühlt. Luke beobachtet auf der Bühne nicht nur die Kleinigkeiten des Alltags sehr genau, sondern bastelt daraus seinen eigenen Kosmos. Alte Feuerwache, Mannheim Mannheim Jazz Lounge – Ensemble Changes (Konzert) Die Combo »Changes« wird meist mit fortgeschrittenen Studierenden der Jazz-Abteilung besetzt. Sie spielt seltene Jazzstandards und zeitgenössische Kompositionen, die durch besonders farbenreiche Harmonien (»changes«) gekennzeichnet sind. Di 19. Theater Heilbronn, BOXX Kotzmotz, der Zauberer oder »Monarosadella« (Kindertheater) Eine Geschichte über Angst, Wut, Versöhnung, Vertrauen und Freundschaft, erzählt mit viel Humor und einer schier unerschöpflichen Lust an der Ausdruckskraft der Sprache. Gastspiel des Theaters Radelrutsch. Kultura, Öhringen Frank Fischer – »Gewöhnlich sein kann jeder!« (Kabarett) Das neue Programm von Frank Fischer wird außergewöhnlich. Denn der Alltag ist oft gewöhnlich genug. Das muss nicht sein und deshalb nimmt Sie der vielfach ausgezeichnete Kabarettist mit in seine Welt voll verrückter Erlebnisse. Es ist ganz einfach, jeden Tag zu etwas Besonderem zu machen. Gehen Sie in der Mittagspause zu Media-Markt und fragen Sie den Verkäufer, ob Sie ihm helfen können. Oder bieten Sie der Dame hinter der Fleischtheke ein Stück Wurst an. Eine Anleitung für den ungewöhnlichen Moment im Leben. Denn gewöhnlich sein kann jeder. Theaterhaus Stuttgart Mother Africa: Circus der Sinne – Khayelitsha Tour (Show) Das Mother Africa-Project von Winston Ruddle kann auf eine gefeierte Tour mit der Show »Umlingo« in zahlreichen Ländern Europas und am Broadway zurückblicken. Für die neue Show Khayelitsha geht Winston Ruddle jetzt noch einen Schritt weiter. Karlstorbahnhof, Heidelberg Tim Boltz – »Rüden haben kurze Beine« (Comedy) Ein literarisch-musikalischer Abend, der Herz und Zwerchfell bewegt. In dieser neuartigen und irrwitzigen Leseshow unternimmt Literatur-Comedian Tim Boltz einen gelesenen Erklärungsversuch, warum Männer schlechte Lügner sind und Frauen daran Schuld haben. Mi 20. Karlstorbahnhof, Heidelberg Götz Frittrang – »Wahnvorstellung« (Kabarett) Kennen Sie das? Sie sitzen auf einem unbequemen Sperrmüllstuhl in einem modrigen Kulturkeller und lachen zwei Stunden am Stück durch. Nein? Dann wird es Zeit, Götz Frittrangs »Wahnvorstellung« zu besuchen. Do 21. Complex23, Heilbronn »GanzKurzNoch – Live Podcast« (Talkrunde) Im Jahre 2015 reisten zwei friedliche Bewohner fremder Planeten auf die Erde. Sie brauchten unsere Hilfe. Als Gegenleistung gaben sie und die Pläne für unseren ersten Podcast der es der Menschheit ermöglichte das Tor zu den Sternen aufzustoßen. Eine Talkrunde aus mutigen Pionieren. Den höchsten Idealen und der Gerechtigkeit verpflichtet widmen sie sich dem Auftrag, Recht und Ordnung jenseits der neuen Grenzen aus Plastik und Zelluloid, zu bewahren. Das sind die Abenteuer eurer Moderatoren. Begleitet sie auf ihrer unfassbaren Reise. Kultura, Öhringen Claus von Wagner – Theorie der feinen Menschen (Kabarett) Sie sind jung, wahnsinnig witzig und – bayerisch! Claus von Wagner gehört zu einer ganzen Generation an jungen Wilden, die den Freistaat ihr Zuhause nennen und von dort aus die deutsche Kabarettszene aufmischen. Und keiner ist dabei so geistreich, klug und witzig wie er! Wie kaum ein zweiter seiner Generation zerpflückt er meisterhaft den tagtäglichen Irrsinn des großen Ganzen, veranschaulicht am alltäglichen Kleinen. Mit viel philosophischer Weisheit, zum Nachdenken – und dabei immer: sehr zum Lachen! Capitol, Mannheim Life is like a Song (Musical-Show) Die traditionelle Musical Show mit dem Capitol-Ensemble. Stargast: Pia Douwes. Karlstorbahnhof, Heidelberg Tina Teubner & Ben Süverkrüp – »Männer brauchen Grenzen« (Musik-Kabarett) Gereift durch zahllose Ehejahre weiß Tina Teubner, dass nur eine entschiedene Hand zum Glück führt: Warum soll das, was für die Kinder gut ist, nicht auch für den Mann gut sein? Frauenbad, Heidelberg Voyager: Bach und außerirdische Intelligenz – Kathrin Christians presents Voyager Streichquartett (Konzert) Im Jahr 1977 schickt die NASA ihre Voyager-Rakete ins Weltall. Ihre Mission: trifft sie auf außerirdisches Leben, soll dieses die Erde, Menschheit, ihre Kultur und Entwicklung kennenlernen. Hierzu befindet sich an Bord eine Schallplatte gespickt mit Informationen und auch klassischer Musik. Fr 22. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Jehone & Dussmann (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Substage, Karlsruhe Che Sudaka (Konzert) Gegründet im Jahr 2002 in der mediterranen Hafenstadt Barcelona, gilt Che Sudaka heute rund um den Globus als Flaggschiff der Mestizo-Musik. Mit After-Show- DJ: Chris Whap-a-dang. Capitol, Mannheim Cavequeen (Comedy-Theater) »Du sammeln. Ich auch!« Der Bühnenklassiker in einer etwas anderen Version. Karlstorbahnhof, Heidelberg Matthias Deutschmann (Kabarett) »Wie sagen wir’s dem Volk?« heißt das dreizehnte Programm des Freiburger Kabarettisten Matthias Deutschmann. Es ist ein Programm über die öffentliche Meinung und ihre tägliche Herstellung. Ein Abend über Desinformation, Geheimdienste, Staatskaba- 18. – 22.01.2016 Hanix Nr. 40

79
Hanix Nr. 40 rett, Verschwörungstheorien und eine Kanzlerin die alles verwaltet und nichts entfaltet. Sa 23. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Alexander Aurel & Shie (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution (Schauspiel) Premiere! Heiner Müller stellt in seinem Stück die grundsätzliche Frage nach dem Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit. Im »Auftrag« zeigt er die Welt in einem Zustand unauflösbarer Widersprüche, Entwicklung als Entwicklungslosigkeit. 1979 schrieb er dieses Stück nach der Erzählung von Anna Seghers »Das Licht auf dem Galgen«. Bereits 1980 wurde das Stück unter seiner Regie in der DDR aufgeführt, 1981 folgten Aufführungen in der BRD, unter anderem in Stuttgart. Stadthalle Alte Kelter, Besigheim Marek Fis - »Baustelle Europa – Ein Pole packt ein/aus!« (Kabarett) Marek Fis, der Sohn eines ostpolnischen Holzfällers ist ein echter Vorzeige-Versager. Mit grauer Schlabber-Jogginghose, Turnschuhen und polnischem Akzent präsentiert sich der Comedian auf der Bühne, um dem Publikum tiefe Einblicke in sein faszinierend gewöhnliches Leben zu gewähren. Egal, ob er über den Beziehungsstress mit seiner Frau Rosetta plaudert, seine Schwierigkeiten als Pole in Deutschland illustriert oder aber über den ein oder ande- 23. – 26.01.2016 ren Politiker lästert – bei Marek bekommt jeder sein Fett weg. Mit seinem einzigartig bissigen Humor hat er schon bei Formaten wie Night Wash oder dem Quatsch Comedy Club überzeugt und sich als echter Publikumsliebling etabliert. redblue, Heilbronn Özcan Cosar – »Adam & Erdal - Der Unzertrennliche« (Comedy) Wenn der Comedian die deutschen und türkischen Befindlichkeiten unter die Lupe nimmt, geht’s richtig lustig zu und es darf hemmungslos gelacht werden. Als Stuttgarter, der seine Wurzeln im Bosporus hat, steht er mit 30 Jahren mitten in seinem bunten, interkulturell geprägten Leben und lässt uns daran teilhaben. Er bringt auf die Bühne, was er zwischen Kehrwoche und Beschneidung erlebt, erfahren und zu hören bekommen hat. Theaterhaus, Stuttgart Katalyn Bohn: Miß Geschicke – Kabarett – Coemdy – Slapstick! (Comedy) In ihrem Bühnenprogramm MISS GESCHICKE vereint Katalyn Bohn Pantomime mit Kabarett und zaubert so in einer Mischung aus Körper- und Sprachakrobatik die verschiedensten MISS GESCHI- CKE auf die Bühne – gesellschaftskritisch und urkomisch! Schleyerhalle, Stuttgart Eisige Welten (Konzert) Live in Concert – Eisige Welten. von den Produzenten von Planet Erde. Capitol, Mannheim Willy Astor (Comedy) Astors neue Wörtersee: »Reim Time«. Karlstorbahnhof, Heidelberg KazZ – »Jazz macht dicke Beine (Vol. I)« (Kabarett trifft Jazz) Freuen Sie sich auf eine ganz besondere Uraufführung: Einer der herausragenden Jazzpianisten Europas trifft auf einen Romanund Bühnenautor, den die FAZ mit dem großen Nabokov verglichen hat. So 24. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Indem er ganz alltägliche Gegenstände wie Küchenutensilien zum Leben erweckt, begibt er sich in die fantasievolle Welt der kleinen Zuschauer. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe. Harmonie, Heilbronn Hans Klok in »The New Houdini« (Zaubershow) Mit »The New Houdini« feierte der Holländer bereits rauschende Erfolge in ganz Europa und wurde für die Show mit dem Silbernen Clown in Monte Carlo ausgezeichnet. »The New Houdini« ist ein Familien-Event, ein Erlebnis für Jung und Alt. Eine Show, die von Spannung, Schönheit, Stunts und Sensationen lebt. Hans sagt: »Diese Show ist eine Hommage an den großen Illusions- und Entfesselungskünstler Harry Houdini. Houdini war der erste Illusionist, der mit seinen aufsehenerregenden Illusionen Lebensgefahr auf die Bühne brachte.« Tollhaus, Karlsruhe Männerabend (Comedy) Eine lustvolle Geisterbahnfahrt durch das Wesen Mann verspricht der Männerabend von und mit dem langjährigen »CAVEMAN«-Darsteller Martin Luding und dem improvisationsfreudigen und schlagfertigen Comedian Roland Baisch. Mo 25. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Indem er ganz alltägliche Gegenstände wie Küchenutensilien zum Leben erweckt, begibt er sich in die fantasievolle Welt der kleinen Zuschauer. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe. Karlstorbahnhof, Heidelberg Fraktus – »Welcome To The Internet« Tour 2016 (Konzert) Fraktus Are Back!!! Die drei Bigstyler sind zurück, um mit ihrem programmatischen Meisterwerk »Welcome to the internet« abermals die Tür zur Zukunft einzutreten. Di 26. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Indem er ganz alltägliche Gegenstände wie Küchenutensilien zum Leben erweckt, begibt er sich in die fantasievolle Welt der kleinen Zuschauer. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe. Theater Heilbronn, Großes Haus Leben des Galilei (Schauspiel) Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern ein Planet unter vielen, der sich um die Sonne bewegt! Galileis Er-

80
kenntnisse, die in der Sprache des Volkes verfasst sind, verbreiten sich rasend schnell. Sie schüren Zweifel an der Unumstößlichkeit der kirchlichen Lehre. Er habe nur ein Buch über die Mechanik des Universums geschrieben, was daraus gemacht werde, liege nicht in seiner Verantwortung, behauptet Galilei. Er soll abschwören, verlangt die Inquisition. Wenn nicht, dann droht ihm die Folter … Merlin, Stuttgart Fraktus – »Welcome To The Internet« Tour 2016 (Konzert) Fraktus Are Back!!! Die drei Bigstyler sind zurück, um mit ihrem programmatischen Meisterwerk »Welcome to the internet« abermals die Tür zur Zukunft einzutreten. Jubez, Karlsruhe 17. Karlsruher Science Slam (Science-Slam) Forscherinnen und Forscher aus Baden, Schwaben und der Pfalz zeigen, dass es auch anders geht! Angetrieben von der Überzeugung ihres einen Projektes treten Studenten und Doktoranden gegeneinander an und kämpfen um den Titel »Master of Science Slam«. Karlstorbahnhof, Heidelberg Die Twotones »Der Himmel ist oben« (Konzert) Pop-Chanson-Comedy mit Anna Krämer (Gesang) und Rainer Klundt (Klavier). Mi 27. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution (Schauspiel) Heiner Müller stellt in seinem Stück die grundsätzliche Frage nach dem Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit. Im »Auftrag« zeigt er die Welt in einem Zustand unauflösbarer Widersprüche, Entwicklung als Entwicklungslosigkeit. 1979 schrieb er dieses Stück nach der Erzählung von Anna Seghers »Das Licht auf dem Galgen«. Bereits 1980 wurde das Stück unter seiner Regie in der DDR aufgeführt, 1981 folgten Aufführungen in der BRD, unter anderem in Stuttgart. Theaterhaus, Stuttgart Florian Schroeder und Volkmar Staub: Zugabe – der kabarettistische Jahresrückblick (Kabarett) Auch in diesem Jahr haben die Kabarettisten Florian Schroeder und Volkmar Staub das ganze Land auf die Couch gelegt und die Patienten gründlich unter die Zeit-Lupe genommen. Jubez, Karlsruhe Mutiny On The Bounty (Konzert) Im Jahr 2014 haben die Luxemburger von Mutiny On The Bounty ihr 3. Album Digital Tropics veröffentlicht, produziert von Jan Kerscher. Der Nachfolger von Trials, das weltweit Top-Kritiken bekommen hatte, steht für Perfektion an der Schnittstelle von Mathrock und elektronischer Musik. Tollhaus, Karlsruhe Ladies Night – Ganz Oder Gar Nicht (Komödie) Mit dem fischer jung ensemble. Sechs Freunde in einer englischen Industriestadt, alle ohne Arbeit, fassen den Entschluss, eine ganz neue Existenz zu gründen: als die »Wilden Stiere« wollen sie Männer-Striptease bieten. Karlstorbahnhof, Heidelberg C. Heiland – »Ich bin in der Brigitte« (Kabarett) C. Heiland ist zum ersten Mal richtig verliebt. Doch plötzlich wird seine Freundin Brigitte von einem Meteoriten erschlagen. Und nicht nur das: die Katastrophe hat auch die Zeitrechnung durcheinander gewirbelt. 2015 wird es nie geben. Wir haben 2016! Do 28. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Lebkuchenmann (Kindermusical) Mit dem »Lebkuchenmann« schrieb der Engländer David Wood eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder. Indem er ganz alltägliche Gegenstände wie Küchenutensilien zum Leben erweckt, begibt er sich in die fantasievolle Welt der kleinen Zuschauer. Mit viel Witz, turbulenten Verfolgungsjagden und hitverdächtigen Liedern erzählt er eine spannende Geschichte von Freundschaft und gegenseitiger Hilfe. Theater Heilbronn, Großes Haus Pariser Leben (Operette) »Tollheit durchrast diese fünf Akte«, schrieb der Librettist Ludovic Halévy über Offenbachs Komposition. Gastspiel des Pfalztheater Kaiserslautern. Porsche-Arena, Stuttgart Andreas Bourani (Konzert) Hey Tour 2016. Jubez, Karlsruhe Götz Widmann (Konzert) Undressierte Abendunterhaltung vom Feinsten. Götz Widmann macht endlich wieder, was er am besten kann: ohne Setlist oder Plan geht er auf die Bühne und spielt nach Lust und Laune einen Song nach dem anderen aus seinem unerschöpflichen Repertoire. Karlstorbahhof, Heidelberg Ulan & Bator – »Irreparabeln« (Comedy) Es ist so weit. Ulan & Bator, Deutschlands feinste Absurdisten, präsentieren nach ihrer preisgekrönten »Wirrklichkeit« ein neues Programm. Fr 29. The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Matt Star & T-Watch (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theater Heilbronn, BOXX Sag´mal geht´s noch? Selten hat ein IMAGINALE-Gastspiel derart hymnische Zuschauerreaktionen hervorgerufen wie »Die Berliner Stadtmusikanten«, die wortwitzig-treffsichere Puppenspiel-Komödie über das Leben im Alter. So viel Lob macht Lust. Willkommen also zum zweiten Teil: Zwei Schafe wollen im Altersheim »Zum Sonnenschein« grasen! Frau Kuh, Herr Wolf, Frau Katze und Herr Spatz sind gar nicht erfreut darüber. Verwicklungen, ein Jahrhundertraub, neue Freundschaften und Feindschaften, frivole Affären und vielleicht doch endlich eine Reise nach Berlin, alles ist möglich in dem neuen Stück. Theater Heilbronn, Großes Haus Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution (Schauspiel) Heiner Müller stellt in seinem Stück die grundsätzliche Frage nach dem Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit. Im »Auftrag« zeigt er die Welt in einem Zustand unauflösbarer Widersprüche, Entwicklung als Entwicklungslosigkeit. 1979 schrieb er dieses Stück nach der Erzählung von Anna Seghers »Das Licht auf dem Galgen«. Bereits 1980 wurde das Stück unter seiner Regie in der DDR aufgeführt, 1981 folgten Aufführungen in der BRD, unter anderem in Stuttgart. Alte Mälzerei, Mosbach 100 Jahre Christoph Sonntag – Die Jubeltour! (Comedy) Mit schwäbischem Akzent erklärt der Kabarettist Christoph Sonntag die großen und kleinen Dinge im Leben. Mit jeder Menge Wortwitz und seiner unglaublichen Beobachtungsgabe sorgt er auf der Bühne für ein Lachmuskeltraining. Porsche-Arena, Stuttgart Manowar (Konzert) World Tour 2016. 26. – 29.01.2016 Hanix Nr. 40

81
Hanix Nr. 40 Schleyerhalle, Stuttgart Unheilig (Konzert) Nur selten zuvor ist einem Künstler auf einen Schlag so viel Liebe, Aufmerksamkeit und Wertschätzung zuteil geworden wie dem GRAFEN von Unheilig. Theaterhaus, Stuttgart Martina Schwarzmann: Gscheid gfreid (Kabarett) Schon verrückt, was einem so alles einfällt, wenn man ein Salzkorn dabei beobachtet, wie es im Sonnenuntergang einen immer länger werdenden Schatten wirft … Auch mit »Gscheid gfreid«, ihrem mittlerweile fünften Programm, verlässt Martina Schwarzmann die ausgetrampelten Pfade des Humors und geht sicheren Schrittes querfeldein. Capitol, Mannheim René Marik – Maulwurfn! (Comedy) Das Beste aus »Autsch’n!« und »Kasperpop« sowie neuen Nummern. Alles was nicht Puppenspiel ist, wie Musik etc. wird auf das Minimum reduziert und der Maulwurfn wird dabei gravierend seine Pfötchen im Spiel haben. Stadthalle, Heidelberg Wiener Johann Strauß Konzert-Gala (Konzert) Operettenmelodien, Walzer, Polkas und Märsche der Strauß-Dynastie! Halle 02, Heidelberg Laith Al-Deen – live acoustic 2016 (Konzert) Aufgrund der großen Nachfrage nach den Akustikversionen seiner Songs finden im Januar und Februar 2016 wieder »live acoustic« Konzerte statt. Sa 30. Kulturforum SALINE, Offenau Flohmarktine (Flohmarkt für Frauen und Mädchen) Von 12–16 Uhr. Vintage & Secondhand, Klamotten, Schuhe, Schmuck, Taschen und Acce- 29. – 31.01.2016 soires, eben alles, wonach Frauen süchtig sind! The Rooms Club, Heilbronn Beatz! Beatz! Beatz! (Clubbing) Watch out for Details. Mobilat, Heilbronn Wortsport (Clubbing) Watch out for Details. Bukowski, Heilbronn Robin Hirte & Residents (Clubbing) Elektronisches auf die Ohren. Watch out for details. Theater Heilbronn, Großes Haus Wir sind keine Barbaren! (Schauspiel) Philipp Löhle hat mit diesem 2014 in Bern uraufgeführten Stück eine rabenschwarze Gesellschaftssatire geschrieben. Kultura, Öhringen SWR3 Live Lyrix – mit Alexandra Kamp, Ronald Spieß und Ben Streubel (Radiotheater) SWR3 Live Lyrix sind mit neuem Programm auf Tour. Bei den SWR3 Live Lyrix erzählen die Schauspieler Alexandra Kamp und Ronald Spiess die Geschichten der Pop- und Rockmusik und schicken die Zuschauer auf eine Achterbahn der Gefühle. Theaterhaus, Stuttgart Helge und das Udo: Ohne erkennbare Mängel! – Kompetente Komik (Comedy) Nach 12 Jahren unermüdlicher Lektüre haben sich Helge Thun und Udo Zepezauer dazu durchgerungen ihren Zeitungskritiken Glauben zu schenken und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie gut sind. Tollhaus, Karlsruhe Eure Mütter (Comedy) »Nix da‚ Leck mich! Auf geht’s!« Capitol, Mannheim Bülent Ceylan – KЯONK (Comedy) Die Welt geht am Stock, die Menschen sind dringend auf humoristische Behandlung angewiesen und die bekommen sie direkt und in gewohnt hoher Dosis bei Bülent Ceylans neuem Programm: »KЯONK«. Maimarkthalle, Mannheim Kollegah (Konzert) Platin-Album, ausverkaufte Konzerte und fast 80 Millionen Clicks auf Youtube: Der Hype um den Deutschrapper mit kanadischen Wurzeln ist nicht zu stoppen. Schloss, Heidelberg Rolf Miller – »Alles andere ist primär« (Comedy) »Wenn der Schuss nach vorne losgeht« oder »Ich nehm mich selbst nicht so wichtig, wie ich bin.« – das wären Titelalternativen für Rolf Millers viertes Kabarettprogramm gewesen. So 31. Theater Heilbronn, Großes Haus Der nackte Wahnsinn (Komödie) Die Idee zu seinem Stück »Der nackte Wahnsinn«, das als die Theaterkomödie schlechthin gilt, hatte Michael Frayn, als er eines seiner Stücke einmal von der Seitenbühne aus sah und dachte: »Von hinten ist es komischer als von vorn«. Capitol, Mannheim Bülent Ceylan – KЯONK (Comedy) Die Welt geht am Stock, die Menschen sind dringend auf humoristische Behandlung angewiesen und die bekommen sie direkt und in gewohnt hoher Dosis bei Bülent Ceylans neuem Programm: »KЯONK«. Karlstorbahnhof, Heidelberg Bodo Bach – »Auf der Überholspur« (Comedy) Schneller, höher, weiter! Blinker links und mit Vollgas, immer auf der Überholspur! »Ich habe keine Zeit«, diesen Satz hört man ständig. Ein Termin jagt den nächsten. Dabei gab es in der Geschichte der Menschheit noch nie so viele Techniken und Dienstleister, die uns helfen Zeit zu sparen. Februar/ März- Ausgabe Hanix erscheint Ende Januar 2016 Besuche auch facebook! info@hanix-magazin.de www.hanix-magazin.de

82
Tiere ab 18 Lisa Maria Klotz kam wahrscheinlich durch Geburt zur Welt. Seitdem zeichnet, malt und spielt sie am liebsten Quatsch. Zur Beruhigung backt Lisa Pfannkuchen und ihr animalisches Buch »Tiere ab 18« soll man sich und anderen gefälligst in großer Stückzahl bestellen! Check da Shit out: www.tiereab18.de Mehr zu Lisa gibt’s hier: www.lisamariaklotz.de Hanix Nr. 40 TIERE AB 18

83
Alle 39 bisher erschienenen Ausgaben sowie unsere drei Best Offf-Ausgaben von Hanix findet ihr in unserem Online- Archiv unter www.hanix-magazin.de Für Smartphones und Tablets gibts Hanix über die kostenlose »keosk.«-App.

84