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Content:
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Gold für die Stadt! Nr. 50 August/September 2017

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Hanix macht Heilbronn zur Schwarmstadt Bottom-Up- Stadtentwicklung Design – Think – Publish

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LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER, Hanix Nr. 50 diese Ausgabe fällt aus dem Rahmen. Schließlich ist es die 50. Hanix-Ausgabe! Die will gefeiert werden. Am besten mit uns zusammen am 4. August vor und in der Kunsthalle Vogelmann bei »The Golden Fifty – Hanix feiert 50 Ausgaben«. Um 18 Uhr geht die Sause familienfreundlich los. Für Tanzmusik sorgen die formidablen »La Nuit Bohemé«-DJs COSTA LE GITAN und CHRIS WHAP A DANG aus Mannheim. Ihr seid alle eingeladen. Und das Beste: freier Eintritt zur Party und den angebotenen Kurzführungen durch die Ausstellung »Vom Raum an die Wand – Bildhauergrafik« in der Kunsthalle Vogelmann! Für diese Jubiläumsausgabe haben wir die Heftstruktur ordentlich durcheinander gerüttelt. So fehlen diesmal viele gewohnte Rubriken, aber das muss für unser Goldenes Heft erlaubt sein. Schließlich haben wir 50 Menschen zu Wort kommen lassen, die uns auf unserer sechsjährigen Reise begegnet sind oder uns in dieser Zeit zumindest ein Stück weit begleitet haben. Sie sollten uns ihre persönlichen Gedanken zu Hanix aufschreiben – und was sie mit dem Magazin verbinden. Uns trieben die warmen Worte im wahrsten Sinn Tränen der Rührung in die Augen. Anzeigenleiterin Maike Endresz kam beim ersten Lesen nur bis zum Buchstaben F. Dann musste sie tränenüberströmt abbrechen und erstmal eine ausgiebige Runde im Wertwiesenpark spazieren gehen, um ihre Emotionen wieder einzukriegen. Danke also, liebe Gratulanten. Es tat so gut, euch zu lesen. Keinen Gratulationstext wollte uns die aus Heilbronn stammende Illustratorin LARISSA BERTONASCO schreiben. Umso mehr haben wir uns über ihren Vorschlag gefreut, uns eine Gratulationsillustration zu gestalten. Und auch das Tier ab 18 von LISA MARIA KLOTZ treibt goldene Freudentränen in unsere verheulten Augen: die Hanixe! Wir hatten geplant, ca. 70 Anfragen zu versenden. Überwältigt waren wir deshalb, weil auf unsere ersten 52 Anfragen, ob man uns schreiben will, nur eine einzige Absage kam. Aus der Allee 2. Für unser Interview des Monats sind wir diesmal in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover gefahren. Dort trafen wir die gebürtige Heilbronnerin ELLEN FRAUEN- KNECHT. Die ARD-Börsenexpertin nahm sich am Maschsee ausgiebig Zeit, um über den legendären Heilbronner Intershop, Interviews mit Staatspräsidenten bei Pfadfinderlager- Atmosphäre und die miserable Erreichbarkeit der Käthchenstadt zu sprechen. Zu guter Letzt möchten wir allen Lesern, Anzeigenkunden, Mitarbeitern, Partnern, Kritikern, Freunden und unseren Familien für die Unterstützung in den letzten sechs Jahren von ganzem Herzen danken. Ohne euch wären 50 Magazine niemals möglich gewesen! Fühlen sich glänzend: die Goldkehlchen aus der Hanix-Redaktion. EDITORIAL Stolz wie Oskar: das Hanix-Team bei der Dankesrede zur Preisverleihung beim IDEENSTARK-Wettbewerb Baden-Württemberg. Chefredakteur Robert Mucha zog für seine anwesende Mutter sogar ein ordentliches Hemd an. Zum Ablegen der Basecap konnte sie ihn allerdings nicht überreden.

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IMPRESSUM 6. Jahrgang VERLAG / HERAUSGEBER HANIX MEDIA Marcel Kantimm & Robert Mucha GbR Wilhelmstraße 56 74074 Heilbronn USt.-ID: DE 271248199 Vertreten durch: Marcel Kantimm Robert Mucha CHEFREDAKTEUR Robert Mucha (V.i.S.d.P.) REDAKTION Friedemann Orths, Lea Pomocnik REDAKTIONELLE MITARBEITER Dr. Bernhard Stumpfhaus, Leonore Welzin, Brigitte Fritz-Kador, Maria Sanders, Matthias Marquart AUTOREN UND MITARBEITER Nicolai Köppel, Mares Baudewijns, Sibel Taylan, Thomas Aurich, Ralph Munz, Oliver Maria Schmitt, Annette Geisler ARTDIREKTION Raimar Schurmann LAYOUT Raimar Schurmann (Leitung), Florian Geiger FOTOGRAFEN UND ILLUSTRATORINNEN Meli Dikta (www.blickboutique.de) Memo Filiz (www.memografie.com) Ulla Kühnle (www.freiraum-photos.de) Nico Kurth (www.nicokurth.com) Christian Rating (www.christianrating.de) Markus Palmer (www.markus-palmer.de) Nele Munz (www.nele-fotografie.de/) Lisa Buerg Larissa Bertonasco (www.bertonasco.de) Lisa Maria Klotz (www.lisamariaklotz.de) LEKTORAT Friedemann Orths, Udo Völker VERMARKTUNG & SALES Maike Endresz (verantw.) VERLAGSKOORDINATION / ADMINISTRATION / SOCIAL MEDIA Marcel Kantimm DRUCK Druckerei Ziegler GmbH & Co. KG Auwiesen 1 74924 Neckarbischofsheim VERTRIEB Auslage an ca. 1.000 Stellen im Großraum Heilbronn KONTAKTE info@hanix-magazin.de Maike Endresz: maike.endresz@hanix-magazin.de Marcel Kantimm: marcel.kantimm@hanix-magazin.de Robert Mucha: robert.mucha@hanix-magazin.de Telefon: +49 7131 1216500 Die Meinungsäußerungen in diesem Magazin liegen in der alleinigen Verantwortung der jeweiligen Autoren und geben nicht zwingend die Meinung des Verlages und der Redaktion wieder. COPYRIGHT 2017 Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieses Magazins darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form, gleich welcher Art, reproduziert werden. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung des Verlages strafbar. 6 Hin- & Weggucker Der Bildvergleich Diesmal: EMMA23 vs. »Kreidekunst« 8 Stadt-, Land- und Metroleben Unsere Veranstaltungstipps für August und September 14 Smalltalk Thekenphilosophen erzählen ob die Buga ein Rohrkrepierer wird 16 600 Sekunden KÖPPELS ZEHN MINUTEN HEILBRONN Schrift an der Wand 18 Taschenkontrolle bei Özlem Kögel, Malerin 20 Mein Lieblingsding HEILBRONNER ZEIGEN IHR LIEBSTES STÜCK Diesmal: C-Hub-Community- Managerin Nataša Knežević und ihre Teekanne 22 Gesellschaft Heilbronn: 2030 26 Vision Zukunft »Be like Darmstadt« – Unser Rat an Heilbronn 28 Musik Der Heilbronner DJ Candy Pollard legte kürzlich erstmals im Berghain auf. Ein Porträt des Vinylkünstlers. INHALT Hanix Nr. 50

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Hanix Nr. 50 30 Kunst Ernst Franz Vogelmann-Preis & Richard Deacon 32 Film Arthaus-Tipps »Der Stern von Indien« und »Immer noch eine Unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft«. Dazu weitere Filmstarts 36 Interview des Monats Börsenexpertin und Nachrichtenmoderatorin Ellen Frauenknecht: Wir trafen die Vollblutjournalistin am Maschsee in Hannover, wo wir mit ihr über den Heilbronner Intershop, Interviews mit Staatspräsidenten bei Pfadfinderlager-Atmosphäre und die miserable Erreichbarkeit der Käthchenstadt sprachen. 40 Titelthema 50 Menschen, die uns auf unserer sechsjährigen Reise begegnet sind, schreiben uns ihre persönlichen Hanix-Gedanken und -Glückwünsche auf. HANIX NR. 50 74 Heilbronn – A Nice Place To Come From DIE OLIVER MARIA SCHMITT- KOLUMNE Heilkohlstadt erlebeN! 76 Historischer Schuss Südstadt, 1966 – 1971 78 .jpg BILDERGALERIE U. a. Gartenparadies in den Weinbergen, Buntes aus der Region & 13 Jahre Hip Island 82 Veranstaltungskalender Gute Termine für August und September 90 Tiere ab 18 Von Lisa Maria Klotz Diesmal: die Hanixe

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DONNERSTAG, 6. JULI 2017, 18:16 UHR EMMA23, HEILBRONN Tür auf und ab nach Mexiko. Genau so sollen sich die Gäste fühlen, wenn sie die neueröffnete Bar EMMA23 betreten. Viele warme Farben, ein lichtdurchfluteter Raum und ein Tresen im Industrial-Design. Durch LED-Lichter wird die Struktur des Rostbleches hervorgehoben und bildet so das Highlight der EMMA23. »Der Tresen ist das Einzige, was wir vom ehemaligen Complex 23 dringelassen haben. Danach haben wir dann den Rest des Raumes gestaltet.« Annabell und Oliver Krause, Betreiber der Bar, legten beim Einrichten viel Wert auf ein harmonisches Ganzes. Über dem Tresen findet man einen Spruch, der in Verbindung mit dem Namen EMMA23 steht. »If I can’t dance, I don’t want to be a part of your revolution« waren die Worte Emma Goldmans, einer Friedensaktivistin aus dem 19. Jahrhundert. Die Bar ist eine Spaßzone für Jung und Alt, Kulturinteressierte und Musikliebhaber. Jeder kann so sein, wie er ist, denn genau das macht die bunte Mischung der Gäste in der EMMA23 aus. Die EMMA23 soll künftig nicht nur Bar sein, sondern als Plattform für neue Bands aus der Region dienen, Kunst- und Fotoausstellungen sind ebenfalls geplant. Bei der langen Nacht der Kultur wird auch in der EMMA23 einiges los sein. Die Ideen sprudeln also in den Köpfen der Barbetreiber und wir sind gespannt, was uns die EMMA23 in Zukunft bringen wird. Auf ein fröhliches Zusammensein. (lep) Hanix Nr. 50 Foto: Meli Dikta HINGUCKER

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Hanix Nr. 50 SAMSTAG 17. JUNI 2017, 19:51 UHR WILHELMSTRASSE, HEILBRONN Auch wenn die Idee nicht die frischeste und mindestens so alt wie Miro Kloses erster WM-Treffer ist: Wir wären hingegangen und haben das Ganze schonmal vor unserem Büro ausprobiert. Fazit: keine Rückstände mehr vorhanden. Die Neckarmeilen-Gastronomen wollten im Sommer 2018 Straßenmaler nach Heilbronn holen. Die Künstler sollten in der Oberen und Unteren Neckarstraße ihre Kreide- Kunst auf den Asphalt bringen. Doch die Stadt lehnt den Antrag ab. Man sorgt sich um den neuen Pflasterbelag. »Die Obere und Untere Neckarstraße wurde mit einem hochwertigen Pflasterbelag ausgebaut, um einen hohen Standard zu erhalten. Dieser Standard soll auch künftig erhalten bleiben. Die Farbe setzt sich im offenporigen Material des Pflasterbelags fest und würde lange Zeit nach der Veranstaltung unschön aussehen«, erklärt das Amt für öffentliche Ordnung. Während also in Heilbronn Kreidemalerei untersagt wird, postet Mannheims OB Dr. Peter Kurz begeistert auf Facebook Fotos von gestalteten Hausfassaden, die im Rahmen des Mannheimer »Stadt.Wand.Kunst«-Festivals entstanden sind. Und auch die Große Kreisstadt Schwäbisch Hall ist deutlich weiter als Heilbronn. Im Rahmen einer Kooperation mit dem 3. Heidelberger »Metropolink«-Festival wurde in diesem Sommer erstmals eine Hausfassade in der Stadt an der Jagst großflächig vom spanischen Künstler Sam3 umgestaltet. In Heidelberg werden von der Stadt inzwischen Sightseeing-Touren zu den von internationalen Urban Artists bemalten Hausfassaden angeboten und rege nachgefragt. (rmu) Foto: Meli Dikta WEGGUCKER

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TIPPS FÜR HEILBRONN Politisches Kabarett 3. August RICHTER & ROICK: DICHTUNG UND WAHRHEIT Altes Theater, Heilbronn Angela, eine Frau mittleren Alters, erfährt, dass ihr Ehemann sie wegen eines deutlich jüngeren Models verlassen will. Zeitgleich eröffnet ihr ihre Tochter, dass sie mit ihrer neuen Leidenschaft, einem deutlich älteren Schlagzeuger, zusammenziehen wird. Nach Jahrzehnten in der Rolle als Ehefrau und Mutter muss sich Angela nun damit abfinden, allein zu sein und einen neuen Sinn in diesem umgekrempelten Leben zu suchen. Angelas Weg ist lang, ihre Art, mit dem Alleinsein fertig zu werden ist exzentrisch, bissig und extrem komisch. Jubiläumsparty 04. August THE GOLDEN FIFTY – HANIX JUBILÄUMSPARTY Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn Wenn das mal kein Grund zu feiern ist. Die August/September-Ausgabe ist mittlerweile die 50ste und das wollen wir gebührend mit euch feiern. Zu feinem Sound von Costa Le Gitan und Chris Whap a dang gibt es wohltemperiertes Bier von Wulle, Erfrischendes von fritzkola und Teinacher und weitere Drinks. Kulinarisch werden wir vom Pier 58 verwöhnt. Natürlich alles zu sozial verträglichen Hanix-Preisen. Außerdem steht wieder die Photobooth unseres Fotografen Memo Filiz bereit. Gerne könnt ihr im Fünfziger-Jahre-Outfit oder uns zu Ehren auch ganz in Gold kommen. Verkleidung ist natürlich kein Muss. Feiert mit uns zu Tanzmusik, leckeren Drinks, fantastischen Flammkuchen und memografischen Fotos mitten in Heilbronn. Wir freuen uns auf euch! Clubbing 25. August RIDERS ON THE STORM – AFTER SUMMER RE-OPENING Mobilat, Heilbronn Die Sommerpause im Mobilat endet mit den Reitern im Sturm. Ashley Aames, Veranstalter und DJ hinter der »Riders on the Storm«-Reihe, hat sich in den letzten Jahren eine feine, gar nicht so kleine Drum&Bass-Feiergesellschaft aufgebaut, die die Riders-Parties im Mobilat zu energetischen Happenings machen. Wir sind sicher, dass auch an diesem Abend wieder Tropfen von der Decke fallen werden. Kulturfest 2. September INSIDE AFRIKA – VEREINIGUNG DER VIELFALT Mobilat, Heilbronn Seit Herbst 2013 findet das »Inside Afrika« des Deutsch-Afrikanischen Vereins e. V. Heilbronn in Kooperation mit anderen afrikanischen Vereinen und Organisationen jährlich statt. Das Fest gewinnt in der Stadt immer mehr an Bekanntheit. Dieses Jahr wird die Reise durch den afrikanischen Kontinent unter anderem einen Basar, Trommeln, Modenschau, Akrobatik und eine Perfomanceshow sowie Konzerte und reichlich Stimmung nach Heilbronn bringen. Die Aftershowparty mit Soundsystem rundet den Abend ab. Musik, Food & Wein 16. September THE ROARING 20s Piano Wine Bar, Heilbronn An diesem Abend kommen Kulinarik und Unterhaltung zusammen. Als »Welcome Drink« gibt es für alle Gäste ein Glas französischen Champagner. Bei einem Buffet mit verschiedenen Häppchen und kleinen Speisen kann der darauf abgestimmte Wein verkostet werden. Es kann aus sechs unterschiedlichen Weinsorten gewählt werden, aber natürlich gibt es auch Cocktails und Softdrinks. Bei Live-Swing und -Jazz ist für 20er-Jahre-Stimmung gesorgt. Um dem Motto »The Roaring 20s« gerecht zu werden, ist als Dress-Code natürlich Kleidung im 20er-Jahre-Stil angesagt. In einer Fotobooth können die Gäste lustige Fotos ihrer Outfits machen und die ausgelassene Stimmung der Feier festhalten. Vortrag und Gespräch 28. September HEILBRONNER GESPRÄCHE ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG: UNTERNEHMERISCHE RESI- LIENZ – ALLEN WIDERSTÄNDEN ZUM TROTZ GGS, Heilbronn Die Vortragsreihe der GGS »Heilbronner Gespräche zu Unternehmensführung« holt Unternehmer und Wirtschaftsexperten an den Bildungscampus. Aus der Praxis geben sie Anregungen für die Praxis. Sie geben Einblicke in ihre Führungskultur oder verraten ihr ganz persönliches Erfolgsrezept. Dabei erfahren die Zuhörer Hilfreiches, Nützliches und nicht selten Überraschendes. STADTLEBEN Hanix Nr. 50

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DIE TIPPS FÜR REGION Konzert 4. August KSK MUSIC OPEN 2017 – LABRASSBANDA + MOOP MAMA Schloss, Ludwigsburg LaBrassBanda kehren auf die »KSK music open«-Bühne zurück und feiern zugleich ihr zehnjähriges Bandjubiläum. Wer schon 2015 dabei war, wird bestätigen, dass die Stimmung kaum besser sein kann, wenn diese sympathischen Jungs aus Bayern mit ihrer Mischung aus Ska- Punk, Techno, Reggae und Brass richtig loslegen! Mit Moop Mama erwartet die Konzertbesucher ein weiterer Knaller. Die Band ist mittlerweile weithin bekannt für ihren energiegeladenen »Urban Brass« und hat sich auf ihren Touren und Festivalauftritten eine große Fanbase erspielt. Konzert 6. August PHILIPP POISEL – MUSIK IM PARK Schlosspark, Schwetzingen Wie oft laufen wir an Straßenmusikern einfach so vorbei, in Eile, unaufmerksam, ohne uns die Zeit zu nehmen zuzuhören. Aber vielleicht ist das ein Fehler, vielleicht ist es ein wahnsinnig talentierter Mensch, der dort seine Lieder darbietet – einer wie Philipp Poisel. Mittlerweile zählt er zu Deutschlands erfolgreichsten Liedermachern, doch vor gar nicht so langer Zeit zog er singend durch Europas Fußgängerzonen. Heute kommen die Menschen zu Philipp, hören ihm zu, lassen sich betören von seiner gefühlvollen Stimme und den berührenden Zeilen. Die Konzerte des Schwaben sind regelmäßig ausverkauft, seine Alben »Wo fängt dein Himmel an« und »Bis nach Toulouse« haben Goldstatus, seine Singles, etwa »Wie soll ein Mensch das ertragen« oder »Eiserner Steg«, rangierten weit oben in den Charts. Kulinarik 20. August KÜCHENPARTY MIT BORIS ROMMEL Wald- und Schlosshotel, Friedrichsruhe Nach der äußerst gelungenen Premiere im letzten Jahr lädt Sternekoch Boris Rommel erneut zur »Küchenparty« ins 5-Sterne Superior Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe ein. Gemeinsam mit seinem Team und sechs befreundeten Starköchen wird der Friedrichsruher Küchenchef seine Gäste mit einem Feuerwerk der Kulinarik begeistern. Die kreativen Köche präsentieren ihre frisch zubereiteten Köstlichkeiten sowohl in der Hotelküche als auch an den Genussinseln auf der wunderschönen Terrasse. Dabei kann man den Profis gerne über die Schulter schauen und den ein oder anderen Tipp erfragen. Konzert 2. September CYPRESS HILL – ROTTENBURG SOMMER OPEN AIR 2017 Eugen-Bolz-Platz, Rottenburg Cypress Hill, die Legenden des Latino- Hip-Hop, werden Rottenburg beehren. Bevor es die Band erneut ins Studio zieht, gibt es noch mal eine Dosis »Stoned Funk« für die deutschen Fans. Den Auftakt zum Sommer-Open Air übernimmt Status Quo am 31. August. Weiter geht es am 1. September mit den Söhnen Mannheims. Zum krönenden Abschluss wird am 3. September Nena auf die Bühne kommen. Kulturfestival 10. September 10. INTERNATIONALES STRASSENTHEATERFESTIVAL Bereits zum 10. Mal trägt das Kulturforum Brackenheim e. V. die Kultur auf die Straße: Musiker, Gaukler, Artisten und Komiker werden wieder eine wunderbare Atmosphäre verbreiten, die Besucher schon bei den letzten Straßentheaterfestivals so bezaubert hat. An verschiedenen Plätzen der Innenstadt werden erneut Künstler aus der ganzen Welt das Publikum unterhalten. Neben dem Kulturforum Brackenheim sind an dem Gemeinschaftsprojekt auch dieses Jahr wieder die Stadt Brackenheim, das Land Baden-Württemberg und der Gewerbeverein Brackenheim beteiligt, der im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags von 13 bis 18 Uhr zu einem Einkaufsbummel einlädt. Lesung 20. September JAN WAGNER: BÜCHNER- PREISTRÄGER 2017 Hölderlinhaus, Lauffen Jan Wagner liest auf Einladung des Hölderlin-Freundeskreises Lauffen am Neckar aus seinem im März erschienenen Buch »Der verschlossene Raum – Beiläufige Prosa«. Wüsste man nichts von Jan Wagners lyrischem Werk, man würde überhaupt nur noch Essays von ihm lesen wollen – klug und unterhaltsam, Geist und Gemüt erhellend. Für seinen Gedichtband »Regentonnenvariationen« erhielt er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse. Beginn der Lesung ist um 19:30 Uhr. LANDLEBEN Hanix Nr. 50

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> in heilBronn an der harMoniE eduardo Chillida, galerie maeght. affiche no. 87, 1964, lithografie, kunstsammlung Büsser, © Zabalaga-leku / Vg Bild-kunst, Bonn 2017, foto: gregor Zawadzki Eduardo Chillida riChard SErra FrEd SandbaCk Bildhauergrafik >> 15.07.–08.10.2017 kunsthalle Vogelmann Öffnungszeiten: di–so 11-17 uhr, do 11-19 uhr www.museen-heilbronn.de

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DIE TIPPS FÜR S, MA, HD & KA Festival 02. – 26. August KLINKE 2017 Merlin, Stuttgart Das Indie-Festival Klinke sorgt auch diesen August für die nötige Dosis Livemusik, wenn alle anderen Urlaub haben. Denn Klinke ist berüchtigt für seine schweißtreibenden Konzertabende im August. Musiksüchtige drängeln sich im Saal und kühlen sich im lauschigen Biergarten ab. Die Klinke ist der Treffpunkt des Sommers für die Musikszene aus Stadt & Land, denn jedes Jahr gibts junge Bands auf der Bühne und neue Klänge auf die Ohren. Musikalisch liegt der Fokus auf jungen, aufstrebenden Bands der Region. Und das bei freiem Eintritt, für die Bands geht der Hut rum. Immer mittwochs, donnerstags, freitags und samstags. Festival 04. – 06. August 38. UMSONST & DRAUSSEN Universitätswiese, Stuttgart Das Umsonst & Draußen ist das größte nichtkommerzielle Musik-Polit-Kultur- Festival in Stuttgart. Es versteht sich als das große Fest der Stuttgarter Linken und alternativen Szene. Es wird organisiert von einem offenen Plenum, zu dem jede und jeder kommen und mitmachen kann. 18 Bands sind auf zwei Bühnen am Start, die Stilrichtungen breit gestreut und bunt gemischt, vom vollen Brett bis zu filigranen Klangexperimenten. Natürlich auch wieder mit einem Kinderprogramm und der Kinderwerkstatt, auch die traditionelle Autorenlesung darf nicht fehlen. Clubbing 03. September FRITZ KALKBRENNER – ZUSATZSHOW Hafen 49, Mannheim Fritz Kalbrenner ist der jüngere von den Kalkbrenner-Brüdern und beide verstehen ihr Handwerk: Die Kalkbrenners gehören zur Crème de la Crème der deutschen Technoszene. Kapitän Fritz navigierte die Mannheimer Party-Crew mit seinen Beats und Melodien souverän von einer Welle der Ektase zur nächsten. Nachdem das Event im August so schnell ausverkauft war und Fritz Kalkbrenner die Parties in den letzten Jahren so genossen hat, kommt er für eine weitere Show an den Hafen 49! Unterhaltung 13. September 10. POWER-POINT KARAOKE Keller Klub, Stuttgart Bei dieser absurden Persiflage auf den alltäglichen Powerpoint-Irrsinn wird nicht gesungen. Die Teilnehmer bekommen eine willkürlich aus dem Internet gezogene und ihnen zuvor gänzlich unbekannte PPT-Präsentation. Die Wagemutigen präsentieren sich dann spontan um Kopf und Kragen – von Quantenmechanik über Biomais bis hin zur Bastelanleitung für einen Bier- Ex-Trichter kann alles dabei sein. Die Teilnehmer sehen die Präsentationen zeitgleich mit dem Publikum zum ersten Mal und haben sieben Minuten Zeit, um spontan ein Referat dazu zu halten. Das Publikum entscheidet, welche beiden Referenten sie so überzeugt haben, dass sie ins Finale einziehen. Es kommt weniger auf Können oder Inhalte an, ausschlaggebend ist eine gute Show. Tanzfest 23. September SIEBEN JAHRE LA NUIT BOHÈME Karlstorbahnhof, Heidelberg Bohèmians wird es freuen: Die Sommerpause ist zu Ende! Nicht nur das wäre Anlass genug ein wildes Fest zu veranstalten. Die Veranstalter um Costa Le Gitan feiern außerdem siebenjähriges Jubiläum! Bon anniversaire, La Nuit Bohème. Ein heißes Tanzfest ist somit garantiert. Ein swingiges Geburtstagsständchen trällert die 18-köpfige Up to Date Big Band und der Sänger Teddy Schmacht. Für ein tanzlustiges musikalisches Ambiente drumherum sorgen wie immer der Maitre de Plaisir Costa Le Gitan und seine Crew. Gespielt werden klassischer Swing & Charleston, Chansons, Nu Jazz sowie Electro Swing. Kongress 28. September BIZPLAY 2017 Tollhaus, Karlsruhe Die bizplay ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für die Anwendung spieltypischer Elemente. Der Kongress widmet sich den Themen Gamification und Game Design sowie deren Auswirkung auf Wirtschaft, Kultur & Gesellschaft. Es erwarten Besucher wieder einmal spannende Keynotes, Vorträge und Workshops von renommierten Speakern. Play Moves Everything! METROLEBEN Hanix Nr. 50

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THEKENPHILOSOPHEN In jeder Ausgabe stellen wir unseren Thekenphilosophen eine knifflige Frage aus dem Leben. Das Szenario: Der Gast sitzt an der Theke, weiß nicht weiter und fragt den Wirt nach dem richtungsweisenden Ratschlag. Unser Thekenszenario diesmal: Unser Stammgast freut sich auf die Bundesgartenschau. Schließlich soll sie über zwei Millionen Besucher nach Heilbronn locken. Nun drohen wegen Gleisarbeiten der Deutschen Bahn Streckensperrungen zwischen Heilbronn und Mannheim (bis 24. Juni 2019), sowie zwischen Heilbronn und Würzburg (bis 9. August 2019). These des Gastes: Eine Anreise per Bahn wäre in diesen Zeiträumen nicht mehr sinnvoll möglich. Die Buga droht ein Rohrkrepierer zu werden und kaum Strahlkraft für die Stadt zu entwickeln. Die anvisierten Besucherzahlen werden mit dieser Verkehrslage weit unterschritten. Oder kommen die meisten Besucher ohnehin per Bus oder Pkw und die Zugausfälle wären diesbezüglich kaum spürbar? Thomas Aurich, u. a. Winterdorf Erhoffte 2,2 Mio Besucher, 25 % brauchen die Bahn, die Heilbronn aus vier Großrichtungen ansteuert. Das sind 550.000 Besucher. Zwei fallen evtl. weg, würden 275.000 Besucher fehlen. Bissl mehr als 10 %. Drama? Ich glaube, Thomas Strobl wird es noch richten. Wenn nicht, muss man sich fragen, ob die BUGA Heilbronn so spannend wird, dass diese Besucher Umwege in Kauf nehmen. Gastronomisch wird das die prickelndste aller Zeiten. Nicht der Großcaterer aus dem Osten kocht Linsen mit Spätzle, sondern Wirte und Wirtinnen der Region zu bewundernswert fairen Konditionen. Chapeau gegenüber der BUGA. Trotzdem wären noch ein paar Gimmicks schön. Ich habe mal gefragt, ob man da nicht erstmals in Europa die Taxidrohne buchen könne, die ab diesem Jahr die Personenbeförderung in Dubai übernimmt. Und ein Big Eye wie in London, ein Riesenrad, in der Stadt der Schausteller, wäre statt Seilbahn preiswert aber nicht minder spannend. Protokoll: Friedemann Orths Fotos: Ulla Kühnle Mares Baudewijns, Eckstein Ehrlich gesagt habe ich keinen Plan, da ich persönlich weder mit der DB, Bus oder dem PKW zu einer BUGA fahren würde. Die Verantwortlichen haben sicherlich schon vor langer Zeit mit diversen Busunternehmen attraktive Pakete geschnürt. Somit werden bestimmt Massen von karierten Hemdträgern und Blumenblusenträgerinnen nach Heilbronn kommen. Dass die DB ausgerechnet in dieser Zeit Gleisarbeiten durchführt, so what, die DB macht ohnehin, was sie will. Wer unbedingt hin möchte, kommt auch irgendwie hin. Ich nehme mein Fahrrad! Hoch lebe die BUGA Heilbronn! Sibel Taylan, Data 77112 Ach Gottchen! Na da ruft man die DB an und fragt nach! Hellsehen kann ich leider nicht. Wie und wie viele Leute wann anreisen weiß ich auch nicht, und auf Vermutungen sollte man eh nichts geben. Dass sich unser Städtle ab und zu bei Planungen »verzählt« ist ja nichts Neues … Außerdem passiert das ja alles in einem absehbaren Zeitraum. Macht euch mal lieber Sorgen um andere Probleme: Geht doch mal mittwochs um 20:13 Uhr in die Notaufnahme im Krankenhaus. SMALLTALK Hanix Nr. 50

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Ralph Munz, u. a. The Rooms Club Im Grunde genommen ist alles sehr einfach: Wenn du etwas tust, was erfolgreich werden will, dann braucht es Ziele, Botschaften und viel Liebe und das nicht nur zum Detail. Tu etwas mit Liebe oder lass es sein. Rohrkrepierer, wie so schön in der Frage benannt, schaffen es deswegen nie ans Ziel. Es fehlt ihnen an allem: Botschaft, Motivation, Kreativität und Ziele. Und schlussendlich auch die Liebe. Was ist die Botschaft der Buga Heilbronn? Warum sollen Menschen den weiten Weg überhaupt antreten? Was interessiert Menschen und wird sie dann anregen, darüber zu diskutieren? Was bereitet ihnen Freude und Spaß, um mit Sack und Pack hier anreisen zu wollen? Wie viel Zeit können Menschen in dieser Buga verbringen? Wenn die Veranstalter auf all diese Fragen Lösungen und kreative Antworten vorweisen, dann sage ich hier, mit all meiner Erfahrung, dann ist darauf geschissen, ob die Bahn bis Heilbronn fährt oder nicht. Wenn man wo hin will, dann läuft man halt oder fährt mit dem Auto oder oder … Das mit der Bahn hat die Stadt schon vor Jahrzehnten verkackt. Jetzt braucht man nicht anfangen, sich zu beschweren. Fangt lieber an kreativ zu werden. Jede Niederlage ist gleichzeitig eine Chance. Wenn die Bahn Mist baut – nichts Neues! Da können die Besucher der kommenden Buga überhaupt nichts dafür. Aber wie wärs mit einem Shuttle von den Endbahnhöfen bis zur Buga hin. So etwas Ähnliches machen wir seit letztem Jahr nach unserem Umzug vom hip auch. Mangels Parkplätzen am neuen Standort holen wir unsere Gäste vom nächstmöglichen Parkplatz ab und fahren sie direkt vor die Tür. Das tun wir, weil unsere Gäste auch von weit herkommen und wir sie schließlich behalten wollen. Getreu dem Motto: Wenn du deine Gäste nicht bedienst, tut das ein anderer. So long honeys, warten wir mal auf die Botschaften unserer Buga und dann können wir ja vielleicht auch mit Rat und Tat weiterhelfen. Bis dahin trinken wir Rosé – natürlich aus der Provence. Davon wird alles ein wenig rosiger. Das Hanix Magazin baut Brücken zwischen Lifestyle, Mainstream und Kultur. – Und macht das richtig gut! Wir schaffen Verbindungen und sind Ihr Wegbereiter. Flächenbefestigung Wir bauen Verbindungen zwischen Menschen und sind die Wegbereiter für zukunftsweisende Mobilität. Schneider Bau GmbH & Co. KG 74076 Heilbronn · Hans-Rießer-Straße 18 Telefon 0 71 31 / 94 43 - 0 www.IhrWegbereiter.de http://www.facebook.com/IhrWegbereiter

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»He was weighed in the balance and found wanting« (Johnny Cash) Von Nicolai Köppel Der böse alte Babylonregent Belsazar hat ein Lied davon gesungen gekriegt: die Schrift an der Wand (Stichwort Menetekel. Und jetzt ran die Suchmaschinen!) – da es damals noch nicht so viele Schreibwerkzeuge zum Beschriften störrischer Oberflächen gab wie heute, ist klar, dass heute mehr als nur die Wand möglich ist – in Teilen Heilbronns hat sich das schon herumgesprochen (s. o.), andere Teile warten noch auf die Erleuchtung. Aber das ist ja keine Schande, denn wer nicht auf Erleuchtung wartet, hat schon aufgegeben. Wer eine satirische Spitze anlässlich der kürzlichen Street-Art-Posse in Heilbronn erwartet, sei versichert: Das war sie bereits. Und wer die »Münchner-im-Himmel«-Anspielung verstanden hat, darf sich jetzt wieder abregen. Beispielsweise ich. Aufgegeben. Aber voll. But why, oh why, hör ich euch nicht fragen, weil man in ein Magazin hineinreden kann, wie man lustig ist, es kommt doch keine direkte Antwort. Das Drama so mancher Pubertät. Da gehts uns schon besser. Aber trotzdem: aufgegeben, ich, voll, und das war so: Mein Drang, von Bühnen herunter auf einen ausgewählten Teil der Menschheit einzuklampfen, hat Schrift an der Wand Lokaler Parkscheinautomat. Was würde Nietzsche dazu sagen? mich vor einigen Tagen nach Heidelberg geführt. Und dort durfte ich etwas sehen, im Backstage, am Ausgang, auf einem Türstock. Eine Beschreibung, dessen, was ich sah, muss hier genügen, denn ich war zu real-life-fasziniert, um es gleich abzulichten – beim Heilbronner Parkscheinautomaten war ichs nicht. Wieso bloß? In Kniehöhe war dort folgende handschriftliche Schmiererei angebracht: »Midgets Rule Ok«. Lassen wir das sacken. Übersetzt man den Satz (der angesichts Subjekt, Prädikat und der angloamerikanisch geprägten Attributierung des Prädikats grammatikalisch als vollständig gelten muss) unter politisch korrekten Gesichtspunkten, ergibt sich ungefähr folgende Aussage: Kleinwüchsige sind voll in Ordnung und/oder haben es drauf. Das Zitat »Wem nützt es?« wird fälschlich Lenin zugesprochen, noch fälschlicher John Lennon, und zwar im Film »The Big(!) Lebowski« – ich möchte diesen sich aufdrängenden Gedanken hier am ehesten augenzwinkernd wie ein Zitat der Coen-Brüder behandeln und frage: Wem nützt diese Schrift an der ich-sag-jetzt-mal-Wand? Hat sie ein Kleinwüchsiger mit Humor angebracht – oder ein humoristischer Empath, der sich in die Gemütslage eines Kleinwüchsigen mit Humor hineinzudenken vermochte – oder ein Unsympath, der weder Humor noch Empathie im Sinn hatte, sondern nur aussagen wollte »Guckt mal, es gibt so Minis, die kommen nur bis circa hier und dann fällt ihnen nix Besseres ein als dödeliges Selbstlob«. Letztere Möglichkeit ist von Übel, die Beschriftung muss weg. Wirklich? Aber der Unsympath wäre doch immerhin auf die Knie gegangen, hätte also eine Art Performance abgeliefert und hätte gleichzeitig nicht bedacht (Empathiemangel!), dass die meisten für eine gelungene Humoräußerung halten könnten, was er da gerade hinschmiert. Diese Spielart des Scheiterns hätte in den Augen so mancher schon wieder einen eigenen Bewahrungswert. Öffnen wir das Feld mal eben Richtung weitere Minderheiten: Von wem war der erste gute Witz, der eine Eigenheit, z. B. Homosexueller zum Thema hatte? Von jemandem, der sich irgendwie auskannte, der (oder natürlich die) die Fallhöhe einer Pointe so zu bauen verstand, dass sie einerseits allgemeinverständlich, aber auch treffend war. Und witzig. Und nicht verletzend, ich fragte nach einem guten Witz. Moment mal: Gibt es gute Witze über Minderheiten überhaupt? Darf es die geben? Und wer darf die machen? Die Minderheit selbst natürlich, denn dann sind wir fein raus und gucken von außen rein. Oder soll man selbstironische Witze von z. B. Hanix-Kolumnisten verbieten, weil sonst denkt irgendwann jeder, dass man die von außen auch bewitzeln darf? (Macht doch!) Jenun. (Das ist die Schlaumeiervokabel für »Themawechsel«): Hat den oben im Ausschnitt abgebildeten Parkscheinautomaten ein Auswärtiger beschriftet? Und wer aus dem Heilbronner Rathaus hat gesagt, »Investitionen in Kunst und Kultur stehen einer ambitionierten Stadt, die sich auf den Weg gemacht hat, eine ausgewiesene Bildungs- und Wissensstadt zu werden, gut zu Gesicht«? Und wie war das wohl gemeint? ◆ Nicolai Köppel denkt sich diese Kolumne »600 Sekunden« nicht aus, sondern lässt sie jedesmal extra passieren. Mehr gibt’s hier: www.nicolaikoeppel.de 600 SEKUNDEN – DIE STADTKOLUMNE Hanix Nr. 50

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FÖRDERPREISTRÄGERIN: JUNG UND AMBITIONIERT Lisa Wetzel, Fachspezialistin im Bereich „Steuerung Warenfluss“ bei Kaufland Fleischwaren in Heilbronn hat den „Förderpreis der Fleischwirtschaft 2017“ in der Kategorie „Industrie“ gewonnen. Der Förderpreis zeichnet junge, ambitionierte Talente aus Handwerk, Industrie, Handel und Wissenschaft aus und wird jährlich von den Branchenzeitschriften Allgemeine Fleischerzeitung (afz) und dem Magazin Fleischwirtschaft vergeben. „Die Wurstproduktion muss noch stärker mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden, um die Wertschöpfungskette weiter zu verbessern und noch mehr Advertorial Transparenz zu schaffen“, sagt die 28-jährige, die sich der Optimierung der Produktionsplanung verschrieben hat. Die Schnittstellen in der Wertschöpfungskette und den unterstützenden EDV- und Technik-Bereichen sind das verantwortungsvolle Arbeitsfeld von Lisa Wetzel. Nach ihrem Studium „Ernährung und Versorgungsmanagement“ an der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf kam Wetzel für ein Praxissemester und ihre Bachelorarbeit zu Kaufland Fleischwaren in den Bereich Total Quality Management. 15 Monate später, nach einem Traineeprogramm im Bereich Category Management, übernahm sie im Januar 2016 ihre jetzige Arbeitsstelle. „Die Auszeichnung spiegelt die beruflichen Chancen wider, die Kaufland Fleischwaren seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet und zeigt, wie außergewöhnlich vielseitig und attraktiv das Unternehmen als Arbeitgeber ist“, so Horst Hierl, Betriebsleiter im Fleischbetrieb Heilbronn. Bild links: Ralph Dausch (Geschäftsleitung Kaufland Fleischwaren), Ralf Langer (Ausbilder Kaufland Fleischwaren), Lisa Wetzel (Preisträgerin) und Horst Hierl (Betriebsleiter im Fleischbetrieb Heilbronn und Mentor von Lisa Wetzel) Bild rechts: Preisträgerin Lisa Wetzel Lieber saftige Steaks statt zäher Zukunft? Wir suchen Mitgestalter. Starten Sie durch mit einer Ausbildung in der Fleischproduktion eines internationalen Handelsunternehmens, das auf Leistung, Dynamik und Fairness setzt. Gestalten Sie gemeinsam mit uns Ihre erfolgreiche Zukunft. Wir bieten Ihnen vielseitige Aufgaben und spannende Ausbildungsprojekte. Entdecken Sie mehr auf kaufland.de/karriere

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An einem Montagnachmittag besuchen wir ÖZLEM KÖGEL in ihrem Atelier im ländlichen Idyll ein bisschen außerhalb von Heilbronn. Sie ist Malerin. Eine Große finden wir, als sie uns freundlich hereinbittet und wir durch ihren Flur gehen. Rechts und links hängen Leinenbilder wie in einer Galerie. Das Bild eines Menschen in der Wüste fasziniert uns. Es zieht uns sofort in seinen Bann. Von Maria Sanders, Fotos: Meli Dikta Sie tanzt, wenn sie malt Wir bleiben stehen und müssen hinschauen. Sehen, wie Farben und Formen ineinanderfließen und die Pastelltöne zusammenspielen, als hätte das Bild nie anders aussehen können. Der Mensch in der Wüste ist mit Tüchern verhüllt. Man kann nur mutmaßen, ob es um Mann oder Frau geht. Zerbrechlich wirkt der Mensch im Wüstensand knieend und dennoch so stark und hoffnungsvoll, dass es weitergeht. Irgendwie. Wir folgen den rhythmischen Klängen aus dem Zimmer nebenan und betreten ihr Atelier. Ein großer, lichtdurchfluteter Raum, viel Platz für die Künstlerin. »Wenn ich an einem Bild male, tanze ich«, erzählt sie und beschreibt, wie sie die Ölfarbe Schicht für Schicht aufträgt. Und gerade wenn man an so großen Werken arbeitet, ist es jedes Mal ein Vor- und Zurücktänzeln vor der Staffelei. »Du siehst sonst nichts, wenn du zu nah am Bild stehst«, sagt Kögel und lächelt herzlich. Noch einmal müssen wir dem Blick der Rothaarigen und ihren verruchten, rehbraunen Augen folgen. Menschengroße Ölporträts hängen an den Wänden. Unglaublich beeindruckend. Wir schütteln den Kopf, wie Özlem Kögel so etwas Schönes schaffen kann. Mit welcher Präzision und Intensität jedes Bild wirkt, als würden die Menschen, die wir betrachten, mit uns reden. Als würden sie uns beobachten und nicht anders herum. Malen gibt Özlem Kögel die Freiheit, sich auszudrücken. »Ich bin in meiner Welt«, schwärmt die Künstlerin, die dann auch mal acht Stunden am Stück abtaucht. Immer dabei ist ihr Glücksbringer, ein weißes Säckchen von Freundin Uschi. »Take it easy«, steht drauf. Und auch eine kleine Gedächtnisstütze, »nimm’s leicht, wenn’s doch mal anders kommt«. Bei Auftragsarbeiten fertigt Kögel Interessenten eine Skizze an, zeigt sie und malt das Bild dann nach ihrer Art. Bis ein Bild aber richtig trocken ist, vergeht einige Zeit. Etwa 30 Ölschichten auf einem Bild brauchen mindestens sechs Monate, bis sie wirklich »fingertrocken« sind. Sie malt realistisch figurativ, Stillleben und Portraits. Am Allerliebsten aber malt sie Akt, also den unbekleideten Menschen. »Dann sind sie frei von allem und zeigen sich, wie sie sind.« Das Zwischenmenschliche spiele dabei eine besondere Rolle. »Wenn ich ein bisschen in die Seele des Menschen hineinschauen darf«, erklärt die Malerin, dass es ohne die persönliche Ebene nicht geht, »dann kann ich das Bild auch malen.« Die 43-Jährige ist überzeugt: »Jeder kann malen.« Wir sehen sie ungläubig an. »Jeder?«, haken wir nach. Sie nickt zufrieden. »Ja, jeder«, sagt sie, grinst und zeigt uns ein paar Fotos von ihrem letzten Workshop auf ihrem Smartphone. Sie gibt das Handwerk, das sie einmal gelernt hat, in ihren Kursen weiter und wir sind überrascht von den Ergebnissen. Wer sich also mal ausprobieren und Techniken der Acryl- und Ölmalerei kennenlernen möchte, kann beim nächsten Tagesworkshop mitmachen. ◆ Hanix Nr. 50 BERUF: Malerin JAHRGANG: 1974 BERUFUNG: Farbkünstlerin Weitere Infos gibt’s auch unter: www.oezlemkoegel.de/malkurse-workshops Wer lieber beobachtet, besucht einfach die Ausstellung »Werkschau #4« vom 14.09. bis zum 20.10.2017 im »Kunst im Kreishaus« in Ludwigsburg. TASCHENKONTROLLE

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Hanix Nr. 50 ÖZLEM KÖGEL LEERT IHRE TASCHE

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NATAŠA KNEŽEVIĆ unterstützt kreative Köpfe bei ihrer Arbeit. Seit Anfang 2017 ist die gebürtige Heilbronnerin Community Managerin des C-HUB Kreativwirtschaftszentrums in Mannheim, wo sie von den kreativen Mietern ehrfurchtsvoll »Chefin« genannt wird. Wir waren »Ohrenzeugen«. Interview: Robert Mucha, Foto: Memo Filiz Hanix: Nataša, erzähl uns doch etwas über dein Lieblingsding. Was ist es? Nataša Knežević: Mein Lieblingsding ist eine Teekanne, die ich in Belgrad gekauft habe. Da meine Familie zum Großteil aus Serbien kommt, stellt die Kanne für mich etwas dar, was mich selbst ausmacht. Sie zeigt ziemlich genau meinen kulturellen Background. Ich mag das Design, die klaren Linien und die Tradition, welche die Kanne verkörpert. Ich nutze sie zu Hause jeden Tag. Hast du sie in einem traditionellen Belgrader Geschäft gekauft? Nein, überhaupt nicht. Ich habe sie in einer Art Kulturzentrum, einem Gemischtladen für Kreative gekauft. Es war also in keinem Ein Stück Heimat in der Kanne traditionellen Laden. Aber es ist eine traditionelle alte serbische Marke. Die versuchen gerade, neue Designs herzustellen. Also war die Teekanne ein Neuwarenkauf? Ich habe sie letztes Jahr erst, ganz neu, gekauft. Was hast du dafür bezahlt? Das darf man eigentlich gar nicht sagen, wenn man bedenkt, was man hier für Emaille-Produkte bezahlt. Umgerechnet vielleicht zwölf Euro. Für das Geld kriegste hier nichtmal ein Schnapsglas. Könnte man dir dein Lieblingsding auf ebay wegschnappen? Was müsste man hier dafür bezahlen? MEIN LIEBLINGSDING Hanix Nr. 50

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NAME: Nataša Knežević ALTER: 36 Jahre BERUF: Community Managerin BERUFUNG: Organisieren und Kreativen das Leben erleichtern WÜRDE IHR LIEBLINGSDING TAUSCHEN GEGEN: Eine schöne Altbauwohnung im Jugendstil – aber nur vielleicht. Hanix Nr. 50 Bei ebay habe ich mir tatsächlich mal so ein Emaille-Ding gekauft, das war etwas kleiner. Dafür habe ich schon 20 Euro hingelegt. Für meine Kanne würde man hier bestimmt um die 50 Euro bezahlen müssen. Aber die Idee, meine Kanne zu versteigern, ist absurd. Die Kanne ist von einer serbischen Traditionsmarke … Genau, eine serbische Traditionsmarke, die Emaille-Sachen herstellt. Nicht nur Teekannen, sondern auch Töpfe und Pfannen. Die versuchen jetzt etwas moderner zu denken, was ich ganz schön finde. Gab es auch andere Farbkombinationen oder nur schwarz/ weiß? Es gab andere Designs in anderen Farben, aber schwarz und weiß fand ich am schönsten, weil ich mir da sicher sein kann, dass ich mich daran nicht sattsehe. Du hast gemeint, du benutzt sie jeden Tag. Was für Tee trinkst du daraus? Das kommt immer auf die Jahreszeit an, im Winter gerne Yogitee, klar. Die ganzen Öko-Sorten eben. Im Sommer mache ich mir gerne Minztee. Hast du einen Platz, an dem dein Lieblingsding immer steht? Sie steht immer in der Küche auf einem Regal. Ich bin da etwas autistisch, bei mir muss alles einen festen Platz haben. Ich organisiere gerne und habe es gerne übersichtlich. Vermittelt dir die Kanne ein heimeliges und gemütliches Gefühl, wenn sie im Einsatz ist? Total. Die Kanne ist für mich »zu Hause«. Oft schaue ich sie an und erinnere mich daran, wann ich sie gekauft habe, was superschön war. ◆ NATAŠA KNEŽEVIĆ

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In den Heilbronner Amtsstuben ist es in den letzten Wochen zugegangen wie vor Weihnachten: Es wurde gebastelt, gewerkelt, es wurden Päckchen gepackt und ein großes Geheimnis darum gemacht, was drin steckt. Klar doch: die Zukunft Heilbronns, die Stadtkonzeption 2030. Nach zwei Jahren Arbeit ist sie nun vorgestellt worden, fein aufgemacht, weit über 100 Seiten dick. Aber auch so stark? Was wird aus unserer Stadt und wie wird unsere Stadt? Das Denken in langen Zeiträumen, Prognosen machen, Vorstellungen entwickeln, auch das ist eine Aufgabe des Rathauses. Man stelle sich vor, an der Datumsgrenze zu stehen, mit einem Bein im Gestern und mit einem im Heute – oder nach einer Drehung: mit einem Bein im Heute und mit dem anderen im Morgen. Auch so lässt sich die Aufgabe einer Stadtkonzeption beschreiben. Von Brigitte Fritz-Kador, Foto: Robert Mucha Heilbronn: 2030!? Hanix Nr. 50 GESELLSCHAFT

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Hanix Nr. 50 Eine Stadt ist keine Insel der Seligen, immer auch von Außeneinwirkungen abhängig. Wer die Zukunft gestalten will, braucht den Willen dazu und die Macht. Und eine Vision? Utopien muss man haben, aber man muss sie justieren, dual ausformulieren: zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen den Interessen von Gruppen und der Allgemeinheit. Selbst Über-70-jährige und erst recht die Jüngeren erleben als Selbstverständlichkeit etwas, was es zuvor noch nie gab: einen jahrzehntelangen Frieden. Der Satz: »Der Krieg ist der Vater aller Dinge« findet sich in einem Fragment des griechischen Philosophen Heraklit um 500 v. Chr., ist seither »philosophische« Rechtfertigung wie amoralische Handlungsmaxime. Aber nichts hat Heilbronn mehr verändert als der 4. Dezember 1944. Gerade deshalb sollte man die Chancen des Friedens als »Mutter aller Dinge« sehen. Auch für die Zukunft Heilbronns, und auch darum streiten. Eine Klausur von Gemeinderäten, die sich, wie jetzt gerade in der Debatte um die Stadtkonzeption, leider nur ihre eigene Vortrefflichkeit bestätigen, reicht dafür nicht aus. Und das Finden von Formulierungen zwischen Wachs und Beton schafft noch keinen Aktionsraum. Was dieser Stadtkonzeption fehlt, ist der Blick von außen. Es ist aber auch festzustellen: Nichts an ihr, ob man einzelnen Punkten widerspricht oder Mängel reklamiert, ist so, dass man darin nicht eine große Verantwortung für die Zukunft der Stadt erkennen könnte. Wie viel Hoffnung man auf die Umsetzung von diesen Hundertschaften von Zielen setzen kann, hängt auch vom Ist-Zustand ab. Umgibt Heilbronn nicht immer noch die Mauer der Reichsstadt, wo man rundumgehend immer wieder am gleichen Punkt ankommt? Oder ist es gelungen, den Blick zu weiten, auch durch den Zuzug »Fremder«? Unabhängig von einzelnen Vorschlägen oder Vorgaben zeigt die Stadtkonzeption 2030, wie weit man gehen möchte und wie weit man denkt. Leider nicht so weit, dass man einen »Think Tank« auf dem Rathaus installiert hätte, in dem unabhängig denkende, weisungsungebundene und fachkundige Menschen, neben und mit Verwaltung und Gemeinderat die Zukunft der Stadt denken. Dass bei der Stadtkonzeption auch »Experten« mitgearbeitet hätten, reicht nicht. Die aufgewertete Stabsstelle der Stadtentwicklung, die sich OB Mergel eng an die Seite geheftet hat, kann für diese Aufgabe Zahlen liefern, Strategien entwickeln, sie durchzusetzen und zu verantworten aber ist immer noch Aufgabe der Gewählten. OB Harry Mergel sieht die neue Stadtkonzeption als Kompass und Konzept, nicht als Handlungsanweisung oder »alleinseligmachend«. Zweieinhalb Jahre hat deren Ausarbeitung gedauert, auch die Bürgerschaft wurde einbezogen. Es wäre schön gewesen, wenn man deren Ideen mit einem Sternchen (*) markiert hätte: Ernst genommen werden ist immer eine Ermutigung! Ernüchternd war, wie die Teilnahme an der seinerzeit groß angekündigten Online-Plattform ausfiel und im Entstehungsprozess zeigte sich, dass immer die gleichen Köpfe rauchten, junge kaum darunter waren. Wenn junge Heilbronner noch nicht einmal »ihr« Medium, das Internet, nutzen, ist das eine vertane Chance wie auch traurige Bestätigung einer wurstigen Haltung der Stadt gegenüber. Gemeinsinn geht anders. Unbedingt hätte man sich explizit der Generation zuwenden müssen, die sich anschicken sollte, Verantwortung zu übernehmen. Es ist zu wenig, wenn Jugendarbeit ihrerseits nur »verwurstet« in der Stadtkonzeption aufscheint. Es genügt nicht, diejenigen, STADTKONZEPTION 2030

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Unbedingt hätte man sich explizit der Generation zuwenden müssen, die sich anschicken sollte, Verantwortung zu übernehmen. die sich artikulieren, in ihren selbstgeschaffenen ästhetischen Szenarien taumeln zu lassen, man muss sie auf den festen Grund der Stadtmitte wahrnehmbar und wirksam werden lassen. Angesichts der Wahlbeteiligung dieser Generationen, selbst bei der OB-Wahl, wundert man sich kaum über deren Abstinenz bei der Mitgestaltung ihrer Stadt. Auch nicht über das Missverhältnis zwischen Anforderungsprofil an eine zu funktionieren habende Stadt und den eigenen Initiativen: Wenn man nur aufsteht, weil das Hip Island in Gefahr ist, aber sitzenbleibt, wenn es um das Mobilitätskonzept geht. Woher rührt diese Verweigerung der Teilhabe an der öffentlichen Sache? Die Jugend ausdrücklich mitzunehmen und es zu zeigen wäre ein wichtiger Teil der Konzeption gewesen. Also, wo bleibt z. B. eine »Erstwähler-Initiative«? Wer im Jahr 2030 ein Dreißigjähriger ist, hat auch heute schon Verstand, falls er ihn benutzt. Man kann nur hoffen, dass in der Kulturkonzeption, die auch noch für dieses Jahr angekündigt ist, mehr dazu herüberkommt. Zukunft gedacht und gemacht, und das äußerst relevant für das Gemeinwesen, wird in Heilbronn aber noch an einer zweiten Stelle, im ehemaligen Hofkammergebäude. Heute ist das ehemals staatliche Anwesen Sitz der Dieter-Schwarz-Stiftung. Hier hat man offenbar keine Scheu vor externer Expertise. Man tritt den Geschäftsführern und auch dem Stifter nicht auf die Füße, wenn man davon ausgeht, dass nicht jede der angestoßenen Entwicklungen »home made« ist. Die Zukunftssprünge, die hier geplant und gemacht werden, reichen weiter, sind von fassbarer Relevanz, gelegentlich erstaunlich, keine Willensbekundungen, sondern zielgerichtet umgesetzte Handlungsvorgaben – und sie prägen die Stadt, oft mehr noch als das, was im Ratssaal entschieden wird. Privat finanzierte Institutionen müssen die Mühen der Verwaltungsebenen nicht gehen. Sie wissen: Mit viel Geld kommt man auch hoch hinaus. Die Abstimmung darüber, ob gut ist, was hier gemacht wird, findet mit den Füßen statt – denen der Studenten und der Dozenten, die nach Heilbronn kommen. Aus Anlass des Städtetages 2013 veröffentlichte die FAZ einen Artikel ihres damaligen Vizepräsidenten Helmut Himmelsbach. Der Titel: »Was kommt«, das Thema »Urbanität und die Dritte Moderne«. Darin stellt der frühere Heilbronner OB die Frage: »Was macht die Städte Europas auch in Zukunft einzigartig und lebenswert?« Gemischte Nutzung, kurze Wege, dichte Bebauung, das greife zu kurz, eine Stadt müsse auch die Kraft und Fähigkeit zur Integration, zu Ideen und Kulturen haben. Aber er weiß auch: Städte können nicht im Verfahren von »Trial und Error« neue Konzepte testen und sich an Ideallösungen herantasten, sie müssten auf robuste Konzepte setzen. Stadtplanung im Zusammenwirken aller Akteure sei eine Kombination von leicht revidierbarem »Light-Urbanismus« und klaren, räumlichen Gestaltungsanforderungen, ein Rahmengerüst dafür, einen »Heavy-Urbanismus« zu ermöglichen. Das Plädoyer für den globalen Blick und die lokale Umsetzung mahnt auch an, dass eine Weiterentwicklung des Selbstverständnisses einer Stadt nur mit den Bürgern möglich sei. Es ist eine vorweggenommene Themenanweisung für eine Stadtkonzeption und sie zeigt: Sie kommt nicht aus dem Nichts. Eine Viertelmillion Euro hat man gesetzt, um sie zusammen mit dem neuen Markenauftritt auf den Weg zu bringen. Letzterer war überfällig. »Mit der Bundesgartenschau, dem neuen Stadtteil Neckarbogen, dem Bildungscampus, der experimenta und vielen weiteren innovativen Projekten im Bereich Bildung, Wirtschaft und Soziales baut Heilbronn derzeit seine Zukunft. Die jetzt vorgestellte Stadtkonzeption ist dabei ein zentrales Steuerungsinstrument der Stadtentwicklung und der neue Markenauftritt ein Meilenstein in der Kommunikation und damit in der Wahrnehmbarkeit der Stadt«, fasst es Steffen Schoch, Chef der Heilbronn Marketing, zusammen. Seltsamerweise war bei der Vorstellung kaum mehr die Rede von dem Anspruch, der so auffällig am Anfang stand: Heilbronn zur »Marke« machen. Das scheint eher nachrangig umgesetzt, so als solle das mittels flotter Sprüche allein gelingen. Bei den neuen Heilbronn-Sprüchen ist das weidlich gelungen, auch wenn nicht alle vor Originalität kreischen. Prinzipiell gut, dass der Markenauftritt mit einem Blick von außen auf die Stadt gemacht wurde. Das Einfache ist oft das Schwierigste, das sieht man am Logo und dessen variablen Auftritt beim Corporate Design. Ob es allerdings auch die Corporate Identity befördert? So flexibel einsetzbar das Logo auch ist, für das, was sich in der Dehnung zwischen dem Anfangs-Versal »H« und dem End-Versal »N« in der neuen Schreibweise »HeilbronN« hineinpacken lässt, braucht es fortdauernde Kreativität, die Fähigkeit, immer wieder Identität zu schaffen – und damit auch Sympathien. Ein Selbstläufer sind die neuen Marketing-Vorgaben nicht, das weiß auch Schoch: »Wenn die Energie, die man heute in Heilbronn überall spüren kann, von uns allen gemeinsam weitergetragen wird, dann ist das jetzt gezeichnete Bild unserer Stadt das, wohin wir uns in ganz natürlicher Weise hin entwickeln werden.« Sehr gut. Aber wo ist der Bezug zu der auch bei der Vorstellung so oft bemühten Energiestadt Heilbronn geblieben? Wo man die Stadtkonzeption doch auch auf die Standardformel »Erfolg durch Energie« brachte, weil sich dieser Begriff hier so einmalig personalisieren lässt wie sonst nirgendwo – dank Robert Mayer. Schoch bilanziert: »Das Selbstbewusstsein der Stadt in Bezug auf den Tourismus, die Offenheit, die Wirtschaft, das Bildungsangebot, das Lebensgefühl als Heilbronner, davon bin ich überzeugt, wird weiter steigen. Die Samen sind in allen Bereichen schon heute gepflanzt. Die Welle der Aufbruchsstimmung darf nicht abebben.« Das kann man so stehen lassen, das gilt für alle Handlungsfelder der Stadtkonzeption. Nehmen wir exemplarisch »Digitalisierung« und »Wohnen« heraus: Also die »Smart City«, in der sich Bürger und Verwaltung mehr im Internet als im realen Leben begegnen. Von vereinfachten Verwaltungsabläufen bis hin zur Wärmerückgewinnung aus Abwasser, es geht nicht mehr ohne. Estland ist besser ans W-LAN angeschlossen und digitalisiert als Heilbronn, dabei ist »Freies W-LAN« eine Forderung von gestern. Man kennt den Nachholbedarf auf dem Rathaus, der Treiber dafür, es endlich zu ändern ist auch die Buga. Als die IHK Heilbronn-Franken und die Bürgerinitiative »pro Region« zum Thema Digitalisierung ins Audi-Forum einluden, kamen viel mehr, als der Saal fasste. Hier konnte man lernen, dass bei der Glasfaservernetzung selbst kleine Landkreisgemeinden dank Eigeninitiative weiter sind als die Metropole des Unterlandes. IHK-Präsident Harald Unkelbach mahnte schon seit Jahren den digitalen Wandel mehr als eindrücklich an, auch weil alles Zögern den Wirtschaftsstandort existentiell bedroht. Hanix Nr. 50 24 STADTKONZEPTION 2030

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»Auch ich in Arkadien«, schrieb Goethe in seiner »Italienischen Reise«. Ist das Heilbronner »Arkadien« der Neckarbogen? Einem der ersten und wichtigsten Utopisten der Geschichte, Thomas Morus, wurde der Kopf abgeschlagen, er hatte das Bild der idealen Stadt mit idealen Menschen entworfen – ohne Privatbesitz, eben »Arkadien«. Die ewige Sehnsucht nach idealen Lebensformen in einer idealen Stadt zu befriedigen wird auch Heilbronn nicht gelingen, auch nicht im Neckarbogen. »Arkadien« heißt ein Wohnviertel in Potsdam, an der schönsten Havelpartie bei der Glienicker Brücke. Es ist eine »Gated Community«, solche gibt es Gott sei Dank in Heilbronn noch nicht, aber der Neckarbogen hat schon etwas davon, allein wegen der Preise. Für ihn, aber z. B. auch für Böckingen, lässt man keinen Euphemismus aus: »Park Village« ist das Mindeste. Doch wie geht die Schere durch den demoskopischen Wandel auf zwischen der Zunahme der Einzelhaushalte (Singles und Studenten!) und dem Zuzug, den die Stabsstelle Stadtentwicklung prognostiziert? Der neueste Immobilienbericht zeigt im deutlichen Preisanstieg für Gebrauchtimmobilien, dass Gentrifizierung auch in Heilbronn begonnen hat. Mit Harry Mergels ehrgeizigem »Handlungsprogramm Wohnen« (2000 neue Wohnungen bis 2020) ist es nicht allein zu schaffen, auch nicht mit den dazu in der Konzeption erwünschten Initiativen von Jugendlichen zur kreativen Zwischennutzung von Brachflächen oder der Konversion von Gewerbeflächen zu Wohnzwecken. Einen konkreten Vorschlag dazu, private Investoren wieder für den Wohnungsbau zu gewinnen, gibt es nicht. Seit Jahrzehnten liegen diverse »Gassenkonzepte«, um die teils verkommenen Hinterhöfe zu attraktiven Wohnhöfen zu machen, in den Schubladen der Bauverwaltung. Geht die Stadtsiedlung ein paar Meter über die Baulinie hinaus beim Bau von preiswertem Wohnraum, kommt es zum Aufstand im Badener Hof und in der Nordstadt. Da muss man nicht nur an der Bau-»Gesinnung« arbeiten, um aus renditebewussten Immobilien-Egoisten empathische Bürger mit Blick aufs Ganze zu machen. Dirk Vogel, Architekt, Stadtplaner, vormals Leiter des Hochbauamtes, fordert eine generelle Neuplanung und realistische Konzeptionen für den innerstädtischen Bereich und vor allem, dass die Stadt in jedem möglichen Fall ihr Vorkaufsrecht ausübt. Im Haushalt steht ein großer Posten für Einnahmen aus Grundstücksverkauf – sehr viel mehr als für den Einkauf – in der Konzeption nur die vage Erklärung zu einem »mit Stadtplanung koordinierten« Grunderwerb. Manches in der Stadtkonzeption ist wohlfeile Willensbekundung oder beschreibt einen Mindeststandard, z. B. verständliche Lautsprecherdurchsagen bei der Stadtbahn, manches ist Zeichen tiefster Resignation, wenn es heißt »Heilbronn wird in den Schienenfernverkehr eingebunden«. Der Wille, Heilbronn als ein »Best Practice-Beispiel«, etwa in dem kommenden und hoffentlich effektiven Mobilitätskonzept zu machen, den ÖPNV auf Hybrid- oder Elektrofahrzeuge laut Stadtkonzeption umzustellen, wäre so ein Schritt über die Datumsgrenze zum Morgen. Es wird viele davon brauchen. Wie sagt es Steffen Schoch so schön: »Denn Heilbronn wird genau das sein, was wir daraus machen.« ◆ Foto: ICEBREAKER Adventure Company GmbH | Edisonstraße 3 | 74076 Heilbronn | Tel. 07131-87055 www.adco-hn.de

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Heilbronn rüstet sich für die Zukunft als Wissensstadt. Doch um im Wettbewerb der Kommunen und Regionen zu bestehen und für junge und urban-geprägte Menschen ein attraktiver Lebensmittelpunkt zu werden, muss Heilbronn sich an Darmstadt orientieren. Von Robert Mucha Be like Darmstadt Ende März hat es mich für einen Nachmittag und Abend lang nach Darmstadt verschlagen. Darmstadt liest sich zugegebenermaßen beschissen, aber Heilbronn wurde in den letzten Jahren regelmäßig in diversen Städterankings von den Hessen hinter sich gelassen. Nicht nur das: Darmstadt ist in Deutschland bei jungen Erwachsenen in der Beliebtheitstabelle aller Großstädte unter den Top fünf. Und das mit knapp 150.000 Einwohnern. Das Ortseingangsschild begrüßt mit dem Label »Wissenschaftsstadt«. Hört sich gut an. Aber Sexappeal strahlen Wissenschaftler und Labore auf junge Leute nicht per se aus. Vor den ersten Eindrücken, die ich von der Stadt beim Hineinfahren erhalte, muss sich Heilbronn nicht verstecken. Darmstadt ist auch nicht hübsch anzuschauen. Also ab in die Innenstadt. Vielleicht würde ich dort auf den Darmstädter Charme stoßen, von dem große Gazetten berichten. Schnell bog ich von den Hauptadern der Fußgängerzone, wo ich auf aus Heilbronn bekannte Filialisten stieß, in eine Nebengasse. Hier hat sich Darmstadts innerstädtische Lebensqualität offenbart. Zig inhabergeführte Bars, Cafés, Boutiquen, Bike-Shops, Restaurants, Lebensmittelmärkte, Buchhandlungen, Eisdielen, Kioske, Bäckereien und mehr laden zum Entdecken ein. Menschen mit entspannter Großstadt-Aura genießen diesen Mittwoch Nachmittag. Durch Darmstadts Gassen wabern verschiedenste Sprachen und Dialekte. Ich lausche, wie ein hessischer Wissenschaftler beim Feierabend-Cappuccino mit einem indischstämmigen Softwareentwickler über das letzte Spiel von Darmstadt 98 plaudert, während die Studentin – vermutlich »Interactive Media Design« – ein paar Meter weiter dem alteingesessenen Büdchenbesitzer von ihrem neuen WG-Mitbewohner erzählt. Die Darmstädter Innenstadt und ihr Flair erinnern an einen weltoffenen Kosmopoliten, der die Welt mit dem Rucksack bereist, aber genauso gerne eine gute Flasche Wein genießt, während die Heilbronner City dem uninspirierten Pauschaltouristen ähnelt, der die Ein-Liter-Weinflasche mit Schraubverschluss für sexy hält. Weiterer »fun fact« zu Darmstadt: In dieser Saison wurde das Stadion des ortsansässigen Fußballbundesligisten zu Ehren des 2016 verstorbenen Fans Jonathan Heimes in »Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor« umbenannt. Einfach lässig und empathisch. Darmstadt. Charmestadt! So gewinnt man Herzen. Nach meinem dreiviertelstündigen Erkundungsrundgang fahre ich zum eigentlichen Ort meines Ausflugs: die Galerie Kurzweil. In das Backsteingebäude auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs lud das »Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes«. Thema des Abends: der erweiterte Innovationsbegriff in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Denn redet man von Fortschritt, geht es meistens um technische Neuerungen. Wichtiger werden jedoch nichttechnische Innovationen – ein Kernmerkmal der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Veranstaltung war gut besucht, etwa 70 Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft waren gekommen, um Impulsvorträge zu hören. Auch der hessische Wirtschaftsminister und Darmstadts Oberbürgermeister waren in der Galerie Kurzweil, dem Darmstädter »Zentrum für angewandte Kunst- und Musikkultur«, einer Mischung aus Galerie, Club und vielem, was dazwischen liegt. Im Anschluss wurde beim Get-together genetzwerkt. In meinem Fall mit einer Sozialunternehmerin, Design Thinkern, Unternehmensberatern, Guerillakünstlern und Kulturlobbyisten. Fazit: Darmstadt hat in wenigen Stunden ein wahres Input-Feuerwerk geboten! Solche Erfahrungen will ich mittwochs (!) auch in Heilbonn machen können. Denn – so meine feste Überzeugung – nur mit vielfältigen und zeitgemäßen Angeboten und Formaten, die durch Individualität, Kreativität und urbanem Geist gespeist sind, lassen sich junge Erwachsene und urban-geprägte Menschen für einen städtischen Raum langfristig gewinnen. Ich erinnere nochmals an die nichttechnischen Innovationen. Heilbronn hat sie dringend nötig. Sie sind der Kitt, die der Intention großartiger Einrichtungen, Institutionen (z. B. experimenta, Bildungscampus, Zukunftsfonds HN) und Stadtentwicklungsprojekten (z. B. Neckarbogen) zum nachhaltigen Erfolg verhelfen wird. Nämlich sich nicht nur als angesehener Ausbildungsstandort zu entwickeln, sondern die in Heilbronn gut Ausgebildeten auch in der Stadt und Region zu halten. Was muss also mit und in Heilbronn passieren in den nächsten zehn Jahren, um das neue Darmstadt zu werden? Ein paar Wünsche und Vorschläge: 2027 wird es in Heilbronn auch kreative Stu- HEILBRONNER VISIONEN Hanix Nr. 50

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diengänge geben. Auf dem Bildungscampus werden Architekten, Medienstudenten und Kommunikationsdesigner neben den BWLern zum alltäglichen Bild gehören. Die neu entwickelte Kulturkonzeption der Stadt nimmt die Kultur- und Kreativwirtschaft als entscheidenden Standortfaktor wahr und fördert diese Bereiche Hand in Hand mit der städtischen Wirtschaftsförderung entsprechend. Immobilieneigentümer im Innenstadtbereich haben ein Qualitätsbewusstsein für die Mieterschaft in ihren gewerblichen Gastronomieund Einzelhandelsräumen entwickelt. Sie verzichten dafür bewusst auf den ein oder anderen Euro Mieteinnahme, fördern dabei jungen Unternehmergeist, innerstädtische Vielfalt und die Gründerszene. Es gibt 2027 in Heilbronn mehrere Veranstaltungsformate mit individuellem Charme und überregionaler Strahlkraft. Die Bahnhofsvorstadt hat sich zum Szeneviertel entwickelt, ein soziokulturelles Zentrum ist etabliert. Die Heilbronner Falken spielen vor ausverkauftem Haus in der DEL erstklassig. Das Eisstadion ist nach einem Falken-Fan benannt. Was das bringen würde? Zig inhabergeführte Bars, Cafés, Boutiquen, Bike-Shops, Restaurants, Lebensmittelmärkte, Buchhandlungen, Eisdielen, Kioske, Bäckereien und mehr laden zum Entdecken ein. Menschen mit Großstadt-Aura genießen einen Mittwoch Nachmittag in der Heilbronner Innenstadt. Durch Heilbronns Gassen wabern verschiedenste Sprachen und Dialekte. Ich lausche, wie ein schwäbischer Wissenschaftler beim Feierabend-Viertele mit einem indischstämmigen Softwareentwickler über das letzte Spiel der Heilbronner Falken plaudert, während die Studentin – vermutlich Architektur – ein paar Meter weiter dem alteingesessenen Kioskbesitzer von ihrem neuen WG-Mitbewohner erzählt. Bis dahin schiele ich aber sicherheitshalber mit einem Auge auf den Darmstädter Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Man weiß ja nie, wie sich die Dinge entwickeln … Nachtrag: Am 14. Juni 2017 gewann Darmstadt auch noch den Wettbewerb »Digitale Stadt«, in dem sich die Hessen gegen Wolfsburg, Kaiserslautern, Heidelberg und Paderborn durchgesetzt haben. ◆ Die GGS - German Graduate School of Management and Law hat Hanix-Mann Robert Mucha im April diesen Jahres gebeten, für deren Jahresbericht »ANNUAL« eine Kolumne zu schreiben. Thema: Vision Zukunft. Wie sollte sich Heilbronn in zehn Jahren entwickelt haben? Seine Empfehlung: Be like Darmstadt! Die Leidenschaft unserer Braumeister und die Verwendung von ausgewählten Zutaten, die zu 100 % aus der Region stammen, verleihen unseren Bieren ihren unverkennbaren Charakter. UNSER VERSPRECHEN Aus dem Besten der Region. DIREKT NACH HAUSE LIEFERN LASSEN! familienbrauerei-dinkelacker.de/shop VON GANZEM HERZEN HIER.27

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Who the fuck is eigentlich CANDY POLLARD? Wir haben den DJ auf ein kühles Blondes in der Kaffeebucht in Heilbronn getroffen und mit ihm über absolute Stimmungskiller gesprochen, was Heilbronn noch schöner macht und für wen er damals die ganzen Kassetten bespielt hat. Von Maria Sanders, Fotos: Nico Kurth »Ich will mich nicht verstellen, das kann auf Dauer nicht gut gehen« Es ist dunkel, ein paar Scheinwerfer weisen den Weg, die Boxen vibrieren und die Musik wird immer lauter. Wassertropfen rinnen von den Wänden. Auf der Tanzfläche tanzen die Menschen mit geschlossenen Augen. Sie lächeln. »Ein guter Abend muss wie ein gutes Buch sein«, erklärt Steffen Störmer aka Candy Pollard, »es gibt einen Anfang, Höhepunkt und Ende; und zwischendrin steigert sich alles.« Seine Anfänge erlebte Pollard als Resident DJ im Bukowski in Heilbronn. Dort legte er damals zwei- bis dreimal im Monat auf und lernte eines Abends Manuel Schuller kennen, der neben ihm an der DJ-Kanzel stand. Irgendwie kamen die beiden miteinander ins Gespräch. Sie blieben über den Abend hinaus in Kontakt und es entwickelte sich eine Freundschaft. Gemeinsame Interessen verbinden. Aber gleiche Ansichten über eine gut funktionierende Party führten dazu, dass sie 2009 zusammen mit dem befreundeten DJ Karl Ferdinand das Veranstaltungskollektiv »whothefuck« gründeten. »Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn die Veranstalter anrufen und dich für ihren Club haben wollen«, gibt der DJ zu, der in unserem Gespräch am Gartentisch eher bodenständig rüberkommt. Candy Pollards großer Traum war es damals schon, in der Musikbranche Fuß zu fassen. Nach über zehn Jahren DJ-Erfahrung ist ihm das auch gelungen. Heute wird Candy Pollard in internationalen Clubs gefeiert. Im April erst legte der 35-Jährige in Georgiens Hauptstadt Tiflis auf. Aber auch die Partys im »Berghain« in Berlin oder im »Blitz« auf der Museumsinsel in München waren echte Erlebnisse. »Ich will eine Geschichte erzählen«, so der Plattenkünstler, der damit den ganzen Abend einbezieht. Musikstil, Tempo und Lautstärke machen genauso viel aus wie die Location und die Gäste selbst – alles spielt zusammen. Candy Pollard probiert sich aus. Er macht sich viele Gedanken darüber, welche rund 60 Platten er für die Party am Abend mitnimmt. Dabei lässt er sich von verschiedenen Musikstilen inspirieren. Rock, Funk und Soul zum Beispiel. »Nur eine Musikrichtung langweilt mich«, sagt der gebürtige Heilbronner. Andererseits wird auch mehr Abwechslung gefordert. Bei der hohen Infoflut, die einen tagtäglich erreicht, ist die Aufmerksamkeitsspanne einfach kürzer geworden. Davon abgesehen hat jeder Sound auch seine eigene Energie und Wirkung. »Ich habe damals schon gern anderen Leuten meine Tapes untergejubelt«, erinnert sich der DJ daran, wie er für Freunde und Familie Kassetten mit den unterschiedlichsten Tracks aufgenommen hat. Als Jugendlicher hat Pollard Zeitungen ausgetragen oder irgendwelche Nebenjobs neben dem Abi gemacht, um sich Vinyl-Platten zu kaufen. »Das war damals Hanix Nr. 50 28 MUSIK

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»Ich habe damals schon gern anderen Leuten meine Tapes untergejubelt« schon mein Ding«, sagt er. Seine Augen funkeln richtig, als er davon erzählt. Nach ein paar Jahren hatte er neben den Platten auch sein erstes DJ-Setup zusammen. Er fängt an zu grinsen. »Meine Eltern mussten schon viel aushalten.« DJing ist für ihn Kunst. Einerseits. Andererseits hat es für ihn auch eine Lehrfunktion. Was steckt eigentlich hinter der Musik, die von den Platten kommt? Diese Frage stellt sich Candy Pollard und versucht mit diesem Anspruch den Gästen am Abend etwas mitzugeben. »Ich möchte, dass sich die Leute mit der Musik auseinandersetzen und sie nicht einfach konsumieren«, sagt er und erwähnt die deutsche Band Kraftwerk. Die ist gerade durch ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet des Elektropop und Krautrock bekannt geworden. Musikstücke von Kraftwerk beeinflussten zahlreiche Musikstile wie Synth-Pop, Electro-Funk, Detroit Techno. Die Band übte auch entscheidenden Einfluss auf die Anfänge des Hip-Hop aus. Von der New York Times wurde Kraftwerk 1997 als die »Beatles der elektronischen Tanzmusik« bezeichnet. »Ich möchte gern Musik verbreiten, die Bedeutung hat«, so Pollard, der seinen ganz eigenen Stil hat, Gefühle und Stimmungen in Beats und Sounds zu übersetzen. »Ich nehme mir viel Zeit, meine Platten für den nächsten Abend rauszusuchen«, so der DJ, der es sich ja auch einfach machen und immer dieselben Tracks spielen könnte. »Das geht gar nicht! Die Leute sollen immer was Neues entdecken, wenn ich auflege.« Sein Stil ist eine Mischung aus verschiedenen Genres wie Elektro, House, 70er und 80er Jahre Disco, Drum & Bass oder auch ein paar überraschenden Special Sounds, mit denen Pollard die Meute zum Brodeln bringt. Aber so muss das auch sein. »Es ist ein tolles Gefühl, ihnen was mitzugeben«, sagt der gebürtige Heilbronner. »Es zahlt sich aus, wenn du dir treu bleibst.« Nur so findest du deinen eigenen Stil, der dich später von anderen DJs abhebt. »Ich will mich nicht verstellen, das kann auf Dauer nicht gut gehen.« Was es für eine richtig gute Party braucht? Am besten eine handyfreie Zone. Absolute Stimmungskiller sind Leute mit ihren Smartphones auf der Tanzfläche. Wie soll man denn da in Fahrt kommen, wenn einer nebendran apathisch auf sein Handy starrt und sich nicht bewegt? Als wir ihn schließlich nach seiner besten Party ever fragen, grinst er: »Im Mobilat hatte ich eine meiner geilsten Partys.« Wobei er mit Blick auf Heilbronn geteilter Meinung ist. Die Locations »Kunsthalle Vogelmann« oder »Zigarre« findet er schon ganz gut, aber nicht genug. »Mir fehlt die Jugendkultur in der Stadt«, so Pollard. »Viele sehen nicht, dass genau das eine Stadt so attraktiv macht.«. ◆ Weitere Infos: whothefuck.org facebook.com/candypollard82 soundcloud.com/candypollard Bodo Linkohr Bürokonzepte . Fischeräcker 14 . 74223 Flein www.linkohr-buerokonzepte.de . info@linkohr-buerokonzepte.de www.thonet.de

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Von Dr. Bernhard Stumpfhaus ERNST FRANZ VOGELMANN- PREIS Der Skulpturen-Preis der Heilbronner Museen und seine Bedeutung für die Stadt Im Mai dieses Jahres erhielt der Vogelmann-Preisträger Franz Erhard Walther bei seiner ersten Teilnahme an der Biennale in Venedig gleich den Goldenen Löwen als bester Künstler. Kurz vorher zeichnete ihn die Stadt Aachen mit dem Kunstpreis Aachen 2016 aus. Es gibt wohl kaum eine prominentere Bestätigung für die glücklichen Griffe der Jury des Heilbronner Vogelmann-Preises als diese Auszeichnungen. Denn bereits 2011 verliehen die Juroren der Heilbronner Museen dem Bildhauer aus Fulda die mit 25.000 Euro dotierte Ehrung, benannt nach dem 2003 verstorbenen Unternehmer und Mäzen Ernst Franz Vogelmann. Bereits 2005, also lange vor der Eröffnung der Kunsthalle Vogelmann, teilt der Direktor der Heilbronner Museen, Dr. Marc Gundel, dem Vorstand der Ernst Franz Vogelmann-Stiftung seinen Plan mit, alle drei Jahre einen Preis für Skulptur auszuloben. Er sollte Künstlern verliehen werden, die den Schwerpunkt ihres Schaffens in Deutschland oder dem benachbarten europäischen Ausland hätten. Wichtig für die Ernennung eines solchen Preisträgers sei es, dass sein Werk Einfluss auf die aktuelle Entwicklung der Plastik habe und dem Künstler selbst noch keine nennenswerten Ehrungen zuteil geworden sei – ein bemerkenswertes Konzept, das sich an der Grenze platziert zwischen Entdeckung einerseits und Auszeichnung eines schon bestehenden, bedeutenden Werkes andererseits; eine Quadratur des Kreises, bedenkt man die höchst effizienten Publikations- und Marketingstrategien des Kunstmarktes, die in kürzester Zeit auch aus einer Mücke eine höchst lukrative Melkkuh zu machen in der Lage sind. Damit man aber nicht solchen kurzfristigen Blendgranaten aufsitzt, wurde von Anfang an ein mehrstufiges Auswahlverfahren bei der Vergabe des Preises installiert: Zunächst einmal wird ein zehnköpfiges, namhaftes Expertenteam, das für jeden Preiszyklus anders zusammengesetzt ist, gebeten, entsprechende Künstler vorzuschlagen. In einem weiteren Schritt entscheidet eine Jury aus fünf Koryphäen des Kunstbetriebes über den Preisträger. Schließlich wird der designierte Vogelmann-Preisträger informiert und gefragt, ob er bereit wäre, für diesen Preis in der Kunsthalle sein Lebenswerk in von ihm selbst kuratierten Teilen zu präsentieren. Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet und mündet schließlich in einem Ankauf von einem oder mehreren Werken des Preisträgers durch die Heilbronner Museen. 2008 konnten wir den ersten Preisträger, Roman Signer, bewundern. Es folgten 2011 Franz Erhard Walther und 2014 Thomas Schütte. Nun steht seit Januar dieses Jahres der neue Preisträger fest: der britische Bildhauer Richard Deacon – ein wunderbarer Beleg, dass sich zumindest der europäische Kulturaustausch von den bestehenden Spannungen zum Brexit nicht beeindrucken lässt. Uns Heilbronnern fällt es nicht leicht, uns auf Kunst, die wir nicht verstehen, oder die uns neu erscheint, einzulassen. Andererseits lieben wir Bekanntes, Schmidt-Rottluff oder Hermann Hesse. Das sind Publikumsmagneten hier in unserer Stadt. So fällt es den Kunstinstitutionen zuweilen schwer, uns mit aktueller Kunst anzuziehen, uns für sie einzunehmen oder gar bleibend zu inspirieren. Doch sind wir nicht die Einzigen, die darüber entscheiden, was aktuell von besonderer, vielleicht bleibender Bedeutung ist. So ist die Auswahl und Jurierung ein sehr komplexes Qualitäts- und Marketinginstrument der Heilbronner Museen. Schon allein so bekannte Namen wie Walter Grasskamp, Ordinarius für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste in München und Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, oder Manfred Schneckenburger, zweimaliger Leiter der documenta (1977 und 1987), Kassel, um nur zwei von über 40 Namen zu nennen, zeugen von der außerordentlichen Expertise des Vogelmann-Preises. Diese Vorab-Gremien sind für Heilbronn enorm wichtig. Denn sie bedeuten auch eine intensive Vernetzung der Heilbronner Museen mit metropolen Kunstinstitutionen nicht nur der Republik. Sie sind einer der großen Verankerungspunkte für eine wachsende Geltung der Heilbronner Museen. So ist es wenig verwunderlich, wenn ihr Ansehen außerhalb Heilbronns von größerem Ruf ist als in der Stadt selbst. Zudem profitieren wir Bürger von den Anschaffungen und der Erweiterung der hiesigen Sammlung, so dass wir vielleicht im Nachhinein das entdecken können, was die Gegenwart für uns bereithält – vielleicht noch bevor wir in den großen Tageszeitungen den Namen der in Heilbronn Geehrten später wiederfinden. Mit Richard Deacon als aktuellem Preisträger, der im Herbst 2017 zu sehen sein wird, schließt Heilbronn nun an die europäische Kunstszene auf und hat etwa mit Bernhart Schwenk, dem Direktor der Pinakothek der Moderne oder mit Felix Krämer, dem Sammlungsleiter des Städel, Frankfurt, als Mitglieder des Vorschlagsgremiums für den gegenwärtigen Preis neue Kapazitäten für das Portfolio seines Netzwerkes gewinnen können. ◆ Richard Deacon in der Kilianskirche © Nicole Dierolf, Heilbronner Museen KUNST Hanix Nr. 50

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Hanix Nr. 50 RICHARD DEACON Vogelmannpreisträger 2017 Mit Richard Deacon haben die Heilbronner Museen einen britischen Künstler gekürt, der, so ist zu lesen, neben Richard Serra und Richard Long zu den bedeutendsten Bildhauern der Gegenwartskunst gehört. Bereits 1987 ist der 1949 in Wales geborene Skulpteur mit dem Turner-Prize ausgezeichnet worden. Er war 1992 auf der documenta IX vertreten und hat 2007 seine Heimat auf der Biennale in Venedig vertreten. Seit 1999 ist er Professor an der École nationale supérieure des beaux-arts, Paris, und war von 2006 bis 2016 Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Da der letzte Vogelmann-Preisträger Thomas Schütte war, ist es wohl nicht ohne eine gewisse Pointe, dass Deacon im Herbst letzten Jahres eine prominente Schau hatte in der Skulpturenhalle der Thomas-Schütte-Stiftung, Neuss. Dort waren u. a. die Keramikarbeiten flats zu sehen, welche den Sockel als Präsentationsobjekt einer Skulptur thematisierten – eine schöne Ergänzung zu dem umfangreichen Überblicksprojekt zum ›Sockel‹ von Dieter Brunner, 2009 hier in Heilbronn. Bereits 1995 hatten beide Künstler, Schütte und Deacon, in der Lisson Gallery, London, eine gemeinsame Ausstellung unter dem Titel Them and Us. Überhaupt taugt die Nominierung Deacons hervorragend als Ausweis der jüngst bei der Ausstellungseröffnung Skulpturen aus Papier von Marc Gundel formulierten Konzeptausrichtung der Heilbronner Museen, man wolle sich in Zukunft besonders auf die Grundgegebenheit der Skulptur konzentrieren: auf die genutzten Materialien. So ist der britische Künstler vor allem auch dafür bekannt, dass die Materialität, ihre Oberflächenstruktur und die Gestaltbarkeit der unterschiedlichsten Werkstoffe, etwa von Keramik, Holz, verschiedenen Metallen und Kunstharz, eine zentrale Rolle in seinem Schaffen spielt. In kleineren Arbeiten, tauglich für die Galerie wie in monumentalen Großobjekten für Skulpturenparks, setzt Deacon die von ihm genutzten Rohstoffe in aufwendigen Techniken so zusammen, dass die Art ihrer KUNST Zusammensetzung mit Schrauben, Stiften, Stahlmanschetten, Laminierungen etc. sichtbar bleibt und die verschiedenen Materialien in ihrer Oberflächenstruktur so kontrastreich wie harmonisch inszeniert werden. »What you see is what you get«, so lautet ein Credo des Künstlers. Dieser Spruch ist interessanterweise ein in den 1980er Jahren formulierter Begriff der Computerindustrie und bezeichnet Echtbilddarstellungen am Bildschirm. Dort wird ein bearbeitetes Dokument so gezeigt, wie es bei der Ausgabe über ein anderes Gerät, etwa einen Drucker, dann aussieht. Deacon betont mit diesem Spruch seine bewusste Zeitgenossenschaft im digitalen Zeitalter und hebt gleichsam im Umkehrschluss hervor, dass er sich als einen analog arbeitenden Hersteller von handwerklich oder im Auftrag industriell gefertigter Objekte versteht. Folgerichtig bezeichnet sich Deacon auch nicht als Skulpteur, sondern als ›fabricator‹, als Hersteller, Fabrikant. Zweifellos kann er hier anknüpfen an die mittelalterlichen Meisterbetriebe, die Kunst in unserem Sinne gar nicht kannten, eine Skulptur ansahen und bewerteten wie das geschnitzte Stück Schrank, das sie etwa im Altarretabel umgibt. Viele seiner Arbeiten aus Holz mit ihren im heißen Wasserdampf gedrehten Holmen, montiert zu fließenden, im Raum bewegten Objekten verweisen als Inspirationsquelle auf Altar-Gesprenge oder das wallende Haar mittelalterlicher Madonnen. Nicht von ungefähr zeigte sich Deacon bei seinem Besuch in Heilbronn besonders beeindruckt vom Seyfer-Altar in der Kilianskirche, dessen Charme ja übrigens auch in seiner Holzansichtigkeit liegt. Gelegentliche Intarsien in den Holzarbeiten Deacons deuten ebenfalls auf die enge Verknüpfung von Kunst und Design, die den Briten als Nachfahren der Arts and Crafts-Bewegung eines William Morris erscheinen lassen. Die Arbeiten von Richard Deacon zeichnet eine besondere Eleganz aus. Wie hölzerne Achterbahnen oder Variationen auf das Möbius-Band gleiten seine Arbeiten durch den Raum, mühelos der Schwerkraft oder sonstiger physikalischer Gesetze des Raumes augenscheinlich trotzend. Die Idee dabei ist es, Höhlungen wie die Löcher im Schweizer Käse zu umkleiden, sie materialiter sichtbar zu machen, einen Kontrast oder vielmehr eine Durchdringung aus Leere und Material zu erzeugen. »Ich denke,« so äußert sich Deacon zu seinem Werk, »man sollte das Material sehen, den Prozess, die Form. Ich denke, man hat eine Menge Geschichten zu erzählen unter diesen gewonnenen Eindrücken.« Deacon realisiert also nicht nur die Bedeutung des Wortes ›fabricator‹ als Hersteller, sondern auch den damit verbundenen Unterton des Poeten, des Erfinders von Geschichten, dem ›storyteller‹. Mit Richard Deacon holen die Kuratoren nun ein internationales Schwergewicht nach Heilbronn und man darf gespannt sein, was sie zusammen mit dem Künstler im Herbst präsentieren werden. Jedenfalls sind sie schon einmal sehr stolz auf die Leihgabe aus der Staatsgalerie Stuttgart, die Arbeit Red Sea Crossing, »eine richtig große Arbeit!« ◆ Red Sea Crossing, 2003 Eichenholz, Edelstahl – A: 163 x 345 x 320 cm, B: 204 x 520 x 390 cm Staatsgalerie Stuttgart, © John Berens, New York

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DER STERN VON INDIEN Als Britin, die einer panjabischen indischen Familie entstammt, hat sich Regisseurin Gurinder Chadha schon immer für den Culture Clash zwischen den Welten ihrer asiatischen und ihrer europäischen Wurzeln interessiert. In Filmen wie »Kick It Like Beckham« und »Liebe lieber indisch« hat sie sich dem Thema bisher vor allem mit leichter Hand und aus einer Alltagsperspektive heraus genähert, doch im Historiendrama »Der Stern von Indien« schultert sie nun den geschichtlichen Ballast der britischindischen Beziehungen und die schwärzesten Stunden der eigenen Familienchronik in nicht einmal zwei Kinostunden. In den Arthaus-Kinos ab 10. August 2017 Großbritannien, Indien 2017 Länge: 107 Minuten FSK: ab 6 Jahren Regie: Gurinder Chadha Darsteller: Hugh Bonneville, Gillian Anderson, Manish Dayal, u.v. m. IMMER NOCH EINE UNBEQUEME WAHRHEIT –UNSERE ZEIT LÄUFT Was macht eigentlich Al Gore? Der ehemalige Vizepräsident der Vereinigten Staaten, der 2000 in der dramatischsten Wahl der US- Geschichte gegen den Republikaner George W. Bush unterlag, weil im Swing State Florida am Ende 537 Stimmen fehlten, hat sich nach diesem Schock voll und ganz dem Klimaschutz verschrieben und mit einer weltweiten Vortragsreihe zum Kreuzritter aufgeschwungen, der gegen schädliche Treibhausgase und die damit einhergehende Klimaerwärmung ins Feld zieht. Die Filmemacher Jon Shenk und Bonni Cohen haben nun Gores Spur wieder aufgenommen und seine immer noch unnachgiebigen Bemühungen um eine bessere Welt in »Immer noch eine unbequeme Wahrheit - Unsere Zeit läuft« protokolliert. Der Nachfolger zur Oscar-prämierten Klimaschutz-Doku »Eine unbequeme Wahrheit« Hanix Nr. 50 1947 bekommt Lord »Dickie« Mountbatten (Hugh Bonneville) vom britischen König den Auftrag, vor Ort sicherzustellen, dass Indien reibungslos unabhängig wird. Der Lord, seine Frau Lady Edwina Mountbatten (Gillian Anderson) und Tochter Pamela (Lily Travers) ziehen in den prunkvollen indischen Amtssitz und leben dort in den oberen Etagen, während unten die große Dienerschaft untergebracht ist, darunter auch der junge Hindu Jeet Kumar (Manish Dayal) und dessen große Liebe, die Muslima Aalia Noor (Huma Qureshi). Während Mountbatten mit der politischen Elite über die Zukunft eines unabhängigen Indiens und über die Teilung des Landes in einen hinduistischen und einen muslimischen Teil verhandelt, kommt es zwischen den Hindus und den Moslems im Land und im Palast immer öfter zu Konflikten: Der als Held verehrte Gandhi (Neeraj Kabi) und der Indische Nationalkongress unter Nehru (Tanveer Ghani) wollen einen Einheitsstaat, Muhammad Ali Jinnah (Denzil Smith), der die muslimische Minderheit repräsentiert, will einen neuen islamischen Staat Pakistan. Der Konflikt wird immer feindseliger und auch Jeet und Aalia werden mit hineingezogen ... In den Arthaus-Kinos ab 07. September 2017 USA 2017 Länge: 100 Minuten Regie: Bonni Cohen, Jon Shenk Mit Al Gore, u.v. m. Al Gore, ehemaliger US-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat, setzt seinen unermüdlichen Kampf gegen die globale Klimaerwärmung fort. Er bereist die Welt, um die aktuellen, durch den Klimawandel hervorgerufenen Veränderungen zu dokumentieren, um Klimaexperten zu schulen und die internationale Klimapolitik zu beeinflussen. Kameras folgen ihm hinter die Kulissen – in privaten und öffentlichen sowie humorvollen und ergreifenden Momenten. Anschaulich zeigt die Dokumentation, wie er seine Vision verfolgt und die Gefahren des Klimawandels mit Einfallsreichtum und Leidenschaft zu überwinden versucht. ARTHAUS-KINOTIPP

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AUSSERDEM IM KINO Planet der Affen: Survival Start: 3. August Der Krieg, den Koba (Toby Kebbell) mit den von der Seuche stark dezimierten Menschen angezettelt hat, ist in vollem Gange. Affen-Anführer Caesar (Andy Serkis) geht es dabei gar nicht länger ums Gewinnen, er will lediglich einen Weg finden, wie er mit seinem Stamm in Frieden leben kann. Doch eine Spezialeinheit unter Führung des brutalen Colonel (Woody Harrelson) will Caesar um jeden Preis tot sehen. Nun gärt in dem sonst friedliebenden Caesar das Bedürfnis nach Rache und mit seiner rechten Hand Rocket (Terry Notary) und einigen weiteren Getreuen macht er sich auf die beschwerliche Suche nach dem Colonel, fest entschlossen, keine Gnade mehr walten zu lassen. Der dunkle Turm Start: 10. August Revolvermann Roland Deschain von Gilead (Idris Elba) ist der Letzte seiner Art. Wie auch seine Sippe liegt die Welt, in der der wortkarge Einzelgänger lebt, im Sterben. Doch Roland sieht einen Weg, die Welt zu retten: Er muss den Dunklen Turm erreichen, der seine und alle anderen Welten zusammenhält und den Walter O’Dim alias der Mann in Schwarz (Matthew McConaughey) zerstören will. Seine Odyssee führt Roland auch in unsere Welt der Gegenwart, in der er dem jungen Jake Chambers (Tom Taylor) begegnet. Jake ist dazu bestimmt, Roland bei seiner gefährlichen Suche zu helfen. Killer’s Bodyguard Start: 31. August Michael Bryce (Ryan Reynolds) ist der weltbeste Sicherheitsagent und Personenschützer und wird als solcher ausgerechnet dafür engagiert, den berühmt-berüchtigten Auftragskiller Darius Kincaid (Samuel L. Jackson) zu beschützen, mit dem er bereits mehr als einmal beruflich zu tun hatte. Die beiden Männer haben unzählige Male versucht, sich gegenseitig zu töten, aber jetzt müssen sie wohl oder übel zusammenarbeiten. Der Beginn eines haarsträubenden Abenteuers... Barry Seal – Only In America Start: 7. September Der Pilot Barry Seal (Tom Cruise) nutzt in den 80er-Jahren seinen Flugschein, um mit Drogen- und Waffenschmuggel das große Geld zu machen. Doch seine Erfahrung als Schmuggler macht ihn auch für die CIA interessant, die ihn schon bald für verdeckte Operationen in Südamerika rekrutiert. Barry entdeckt jedoch schnell, dass er weiterhin mit den verschiedensten Parteien Geschäfte machen kann. Schon bald macht ihn sein Doppelleben als Schmuggler und Geheimagent zu einem der reichsten Männer der USA, doch das zieht schnell neue Probleme nach sich … David Lynch: The Art Life Start: 14. September Die Filmemacher Jon Nguyen, Rick Barnes und Olivia Neergaard-Holm gehen in ihrem Dokumentarfilm dem Phänomen David Lynch auf die Spur. Lynch ist einer der bekanntesten Regisseure der Gegenwart, dessen markante Handschrift in beinahe jedem seiner Filme zu spüren ist, ein Regisseur, der das Mysteriöse, Groteske und Albtraumhafte abbildet. In »The Art Life« gibt Lynch Einblick in seine Vergangenheit – in das, was ihn seine Kindheit und Jugend über geprägt hat.

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1.000 DANK FÜR 50 MAL UNTERSTÜTZUNG liebe Leser, Mitmacher, Kritiker, Andersdenker & Anzeigenkunden! Von Herzen dankbar: das Hanix-Team Hanix Nr. 40 34 Kapitel

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Foto: Memo Filiz Hanix Nr. 40 Kapitel 35

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Die gebürtige Heilbronnerin arbeitet nun fast ihr halbes Leben lang als Wirtschaftsredakteurin. Dabei ist ELLEN FRAUENKNECHT noch nicht einmal 40 Jahre alt. Wir trafen die Vollblutjournalistin am Maschsee in Hannover, wo wir vor ihrem Arbeitsbeginn beim NDR über den Heilbronner Intershop, Interviews mit Staatspräsidenten bei Pfadfinderlager-Atmosphäre und die miserable Erreichbarkeit der Käthchenstadt sprachen. Von Robert Mucha Fotos: Patrick Labitzke & NDR/Privat INTERVIEW DES MONATS Hanix Nr. 50

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»WIRTSCHAFT IST ALLES!« Hanix Nr. 50 Hanix: Frau Frauenknecht, wir treffen Sie einen Tag vor Ihrem Sommerurlaub in einem Spa am Maschsee in Hannover. Betreiben Sie Urlaubsvorglühen und entspannen schon mal? Ich wohne hier ganz in der Nähe, was eine ziemlich gute Kombination aus Arbeit und Erholung bietet. Morgens beginnt mein Tag mit Sport, und durch meinen Job, bei dem ich bis 22:30 Uhr arbeite, bin ich dann immer erst ab mittags im Büro. Ist auch ein Urlaubsbesuch in Ihrer Geburtsstadt eingeplant? Dort war ich an Ostern für mehrere Tage bei meiner Familie. Ich bin gerne da, würde mich jedoch freuen, wenn es einfacher zu erreichen wäre. Manchmal kommt man von Hannover oder Frankfurt schneller nach New York als nach Heilbronn. (lacht) Informieren Sie sich darüber, was in Heilbronn vor sich geht oder spielt Heilbronn in Ihrem Alltag und Leben gar keine Rolle mehr? Meine Eltern sind richtig fit, was Computer und Smartphones angeht, weshalb ich sozusagen in Echtzeit Fotos und Berichte von ihren vielen Ausflügen in Sachen Kunst, Kultur und Natur bekomme. Wenn ich einen Besuch in Heilbronn ankündige, hat mein Vater meistens schon Dutzende Vorschläge vom Dorffest bis zum Jazzkeller herausgesucht. Er wäre euer idealer Chefreporter. (lacht). Wo haben Sie Ihre Heilbronner Jugendtage verbracht? Klassisch in der Laube? Auch, aber ich habe sogar noch eine der besten Bars, die es jemals gab, erlebt, den Intershop! Wenn es so etwas noch geben würde, würde ich da immer noch hingehen! Ansonsten gab es hier wirklich tolle Partys, z. B. das Gaffenberg-Festival. Die Kulturtage waren auch immer großartig, ebenso das Caipirinha, und eine Zeit lang rannten alle auch immer zu einem Mexikaner, Que Pasa hieß der glaube ich. Direkt nach dem Abi haben Sie den Weg in die Wirtschaftsredaktionen Europas gesucht. Was hat Sie in so jungen Jahren am Themenkomplex Wirtschaft so fasziniert? Mode, Kultur, Politik oder Lifestyle haben Sie nicht gereizt? Angefangen hat alles mit einem Praktikum bei Axel Springer in Hamburg, da war ich noch nicht auf Wirtschaft beschränkt, sondern habe verschiedene Redaktionen durchlaufen. Während der Schule habe ich nicht darauf hingearbeitet, als Journalist oder mit dem Thema Wirtschaft zu arbeiten, das ergab sich erst später. Nach Hamburg ging es in die Auslandskorrespondenz des Verlags nach London. Das war an meinem 19. Geburtstag, und es war völlig unklar, wie viele Wochen ich bleiben würde oder könnte. Am Ende wurden fast sieben Jahre daraus. Zur Wirtschaft kam ich zufällig: Als ich ein halbes Jahr in London gearbeitet hatte, wollte ich ein Studium, das möglichst breit aufgestellt ist, beginnen. Das war eine Kombination aus Wirtschaft, Politik und einer Fremdsprache. ELLEN FRAUENKNECHT Während dieses Studiums habe ich dann festgestellt, dass mir Wirtschaft am meisten liegt. Das klingt gar nicht so zielstrebig, wie es den Eindruck macht, zumindest wenn man Ihren Lebenslauf studiert … Richtig, so zielstrebig und durchdacht war das gar nicht. Tatsächlich war überhaupt nichts davon geplant! (lacht) Vor allem in meinen beruflichen Anfangsjahren wurde mir immer gesagt, dass man Fünf-Jahres-Pläne haben sollte, um seine Ziele zu erreichen. Ich hatte die ehrlich gesagt nie – bis heute nicht. Damit möchte ich nicht sagen, dass Pläne schlecht sind, aber dadurch, dass ich keine hatte, war ich wohl zwangsläufig etwas offener für ungewöhnliche Chancen, die sich plötzlich boten. Zurück zu Ihrer Karriere: Wie haben Sie es als zarter Teeny und Twen so schnell vor die Kameras geschafft? Sie berichteten aus London, von der Wall Street oder vom Weltwirtschaftsforum in Davos und das für mehrere TV-Anstalten. Nebenbei haben Sie in London studiert. Was treibt Sie dermaßen an? Auf der einen Seite ist es der Spaß. Hätte ich den nicht mehr, würde ich mir etwas anderes suchen. Auf der anderen Seite kommt niemals Routine auf, was in der Natur der Sache liegt: Kein Tag gleicht dem anderen, und die Materie verändert sich immer. Die Wirtschafts- und Weltlage war vor ein paar Jahren noch eine ganz andere als heute. Die Börse sieht heute völlig anders aus als letztes Jahr. Inzwischen sind Sie als ARD-Börsenexpertin berichterstattend auf dem Parkett der Frankfurter Börse unterwegs. Und im NDR moderieren Sie im Wechsel die Abendnachrichten. Wie sieht Ihr Alltag als Jobpendlerin zwischen Hannover und Frankfurt aus? Meine »Hauptachse« besteht aus drei Städten: Berlin, Hannover, Frankfurt. Ich bin in jeder Stadt fest verankert und verbringe ungefähr zehn Tage pro Monat in der jeweiligen Stadt. Allerdings ist mein Wohnsitz jetzt nur noch Berlin, da ich es aufgegeben habe, in jeder Stadt einen Haushalt zu führen. In Hannover und Frankfurt wohne ich seit vielen Jahren immer im selben Hotel, was sich schon ein bisschen wie zu Hause anfühlt. Somit kommt eigentlich gar kein Alltagsgefühl auf, da jede Stadt und jeder Job anders ist. Die aktuelle Weltlage ist: Kompliziert. Macht das Ihren Job als Wirtschaftsjournalistin spannender als zu Zeiten, in denen es vergleichsweise ruhig und gesittet auf dem Planeten zuging? Naja, es stimmt zwar, dass die Zeiten aus welt- und wirtschaftspolitischer Sicht hochgradig spannend sind. Grundsätzlich war aber tatsächlich jede Zeit, in der ich gearbeitet habe, immer spannend. Als ich anfing, gab es noch den Neuen Markt und täglich so viele Fusionen und Akquisitionen, dass wir gar nicht wussten, wie wir alle in einer Sendung thematisieren

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sollten. Dass es jeden Tag ein Dutzend Börsengänge gibt, wäre heute undenkbar. Dann kam die Angst vor Y2K und was mit der Umstellung der Systeme im neuen Jahrtausend passieren würde, die Euro-Einführung, die ich aus London – mein Geld in Pfund verdienend! – erlebt habe und schließlich die Finanz- und Euro-Schuldenkrise. Dass ich all diese Dinge miterlebt und dadurch mittlerweile eine größere Perspektive gewonnen habe, macht den Job mit den Jahren vielleicht eben auch noch spannender. Würden Sie das Wirtschafts- und Finanzsystem momentan als wackliger als noch vor zehn bis fünfzehn Jahren einschätzen? Donald Trump stellt zum Beispiel das Freihandelssystem infrage … Sagen wir mal so: Früher gab es auch Risiken, derer wir uns eben teils nur nicht bewusst waren. Wie wackelig unser Wirtschafts- und Finanzsystem war, hat uns dann die Finanzkrise gezeigt. Insofern wurden jetzt einige Absicherungsmechanismen getroffen, die die einzelnen Verästelungen des Wirtschaftssystems sicherer machen. Und was beispielsweise Trump betrifft, merkt man ja, dass er alleine begrenzte Möglichkeiten hat. Deshalb bin ich da nicht ganz so pessimistisch wie viele andere. Wir Laien fragen uns, wann der nächste große Wirtschaftscrash kommt, nicht ob. Grundsätzlich ist es immer gut, wenn sich jeder Beobachter – auch als Nicht-Experte – eine Meinung bildet, schließlich sahen ja auch viele Experten die Gefahren nicht, bis Lehman Brothers Pleite ging. Sogenannte Experten, egal in welchem Bereich, wissen nicht immer zwangsläufig so viel mehr von der Materie, da kommt es auch auf gesunden Menschenverstand an. Was meine persönliche Meinung betrifft: Ich rechne nicht damit, dass die nächste Finanzkrise unmittelbar bevorsteht. Wer ist aus wirtschaftsjournalistischer Sicht für die Lage der Welt das größere Risiko: Trump oder Putin? Trumps Unberechenbarkeit stellt eine gewisse Gefahr dar. Und wer von beiden hat den größeren Einfluss auf die Weltwirtschaft? Den größten Einfluss haben sowieso die Notenbanken, was viele Leute unterschätzen. Sind die Menschen allgemein zu unbewusst, was das Thema Börse und Finanzen angeht? Ja, das versuchen wir durch unsere Arbeit in der ARD- Börsenredaktion zu ändern. Wirtschaft ist doch eigentlich alles! Die Leute schimpfen über die Benzinpreise – Wirtschaft. Die Leute überlegen, ob sie sich einen Kredit für ein Haus leisten können – Wirtschaft. Die Leute wollen ihren Ruhestand genießen – Wirtschaft. Wenn Menschen sagen, dass sie Wirtschaft nicht interessiert, finde ich das nahezu verrückt! Würden Sie Wirtschaft zum Pflichtfach in Schulen machen? Grundsätzlich sollte Wirtschaft verpflichtendes Schulfach sein. Es ist doch fatal, dass die Menschen die Schule verlassen und das kleine Einmaleins der Haushaltsführung nicht kennen. Wie sieht es denn in Ihrem privaten Haushalt aus? Sie meinen, ob ich wie der Schuster bin, dessen Kinder die schlechtesten Schuhe tragen? Klar, ich habe öfter das Gefühl, ich müsste mehr machen. Aber mein Faible für Finanzen und meine schwäbischen Wurzeln sind eine ganz gute Kombination, was die Haushaltsführung angeht. (lacht) Wenn ich als Kind zehn Pfennig gefunden habe, dann wurde das in meiner Haushaltsliste notiert! In Davos, beim Weltwirtschaftsforum, hatten Sie viel Kontakt und Kommunikation mit der sogenannten Welt-, Finanz- und Wirtschaftselite. Hand aufs Herz: Das sind doch keine Leute wie du und ich … Doch. Allerdings sind darunter besonders faszinierende Menschen. Man begegnet dort nicht nur den Vorstandsvorsitzenden großer Konzerne, sondern zum Beispiel auch Social Entrepreneurs oder Young Global Leaders. Das sind Leute, die faszinierende Geschäftsideen haben. Ihre Veranstaltungen sind auf dem Weltwirtschaftsforum auch meistens meine Lieblingsevents. Außerdem ist es wahnsinnig interessant, sich mit Präsidenten bei einem Espresso in Pfadfinderlager-Stimmung ganz unkompliziert zu unterhalten. Wegen dieser besonderen Atmosphäre reisen die Leute dann auch völlig inspiriert und motiviert wieder ab. Egal, was man schon erreicht hat, man begegnet dort immer jemandem, der nochmal vier Sprachen mehr spricht, bessere Ideen und atemberaubend viel Gutes für die Gesellschaft getan hat. Hanix Nr. 50 Schon ein halbes Leben Wirtschaftsjournalistin und Börsenexpertin: Die Heilbronnerin Ellen Frauenknecht ist für die ARD an der Frankfurter Börse im Einsatz. INTERVIEW DES MONATS

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Hanix Nr. 50 Wie haben Sie sich als junge Korrespondentin unter all den Alphatieren in Davos den nötigen Respekt verschafft? Sicher kein einfaches Unterfangen … Eine gewisse Furchtlosigkeit kommt erst mit der Zeit. Bei Bloomberg war ich damals mit 21 die jüngste Moderatorin, da hat man anfangs schon das Gefühl, dass man sich beweisen muss, um nicht als das junge, blonde Ding vor der Kamera zu gelten. Da ich dort aber in so kurzer Zeit so viele Leute interviewt habe und so viele Stunden »on air« war, bin ich sehr schnell sehr viel selbstbewusster geworden. Das ging einher mit der Erkenntnis – und da schließt sich der Kreis – dass das auch nur Leute wie du und ich sind. Inzwischen stehen Sie nicht mehr in Davos an der Front, sondern seit 2011 beim NDR in Hannover als Anchorwoman der Abendnachrichten vor der Kamera. Der nächste Karriereschritt wäre ein Umzug nach Hamburg, um die Tagesthemen zu moderieren, oder? Schließlich hat mit Thomas Roth schon einmal ein gebürtiger Heilbronner durch die Tagesthemen geführt. Sie würden eine kleine Tradition begründen … Ich bin ein großer Fan von ihm! Im Übrigen auch jemand, bei dem mir der etwas süddeutsche Zungenschlag immer positiv aufgefallen ist! Aber wir sind sehr froh, dass »unser« Ingo Zamperoni jetzt der Moderator der Tagesthemen ist. In all Ihren Berufsjahren blieben Sie dem Wirtschaftsressort treu. Sie scheinen Vollblutjournalistin zu sein. Wären andere Formate, zum Beispiel im Show- oder Infotainmentbereich, vorstellbar? Grundsätzlich bin ich immer für alles offen. Momentan fühle ich mich aber immer noch in der ARD-Börsenredaktion und als Moderatorin von NDR Aktuell um 21:45 Uhr sehr wohl. Andere und neue Formate höre ich mir stets mit großem Interesse an. Nur so etwas wie das Dschungelcamp sehe ich mich nicht moderieren. Der Berufsstand der Journalisten hat es aktuell vielleicht so schwer wie noch nie. In Zeiten von Fake-News, Lügenpresse, Verhaftungen von Journalisten, die ihren Job ausüben, Populismus und wachsender Einflussnahme auf Journalisten sollte man jungen Menschen zurufen: Augen auf bei der Berufswahl! Grundsätzlich würde ich jedem jungen Menschen raten, dass er seine Leidenschaft finden soll, denn wenn man für etwas brennt, werden sich immer Wege finden, damit Geld zu verdienen. Auch wenn es etwas Schwieriges wie Journalismus ist, wo es kaum noch Festanstellungen gibt und einem unheimlich viel Flexibilität abverlangt wird. Dabei sehe ich weniger eine Gefahr durch die Konkurrenz sozialer Medien, davon profitieren wir ja teils sogar, gerade im TV-Bereich. Allerdings bekommt der Quellen-Check in Tagen, in denen Fake-News gezielt verbreitet werden, eine noch größere Bedeutung. Genauso ist es mit dem Einordnen dieser Informationsflut, der die Menschen tagsüber im Internet begegnen. Die »klassischen« Formate wie Tagesschau oder Tagesthemen sind deshalb immer noch gefragt; auch wir beim NDR haben, seit wir vor sechs Jahren auf Sendung gegangen sind, sehr gute Quoten. Aber ist denn dieses Bedürfnis nach Einordnung, beispielsweise in den Abendnachrichten, tatsächlich vorhanden, oder ist das nur Wunschdenken der Journalisten und Sender? Zum einen gibt es Umfragen, die das bestätigen, zum anderen gibt es relativ einfache Gradmesser wie die Quote oder Zuschriften von Zuschauern, die uns loben. In meinem Freundesund Bekanntenkreis gibt es viele Menschen, die andere Quellen ELLEN FRAUENKNECHT zwar nutzen, abends jedoch immer noch Nachrichten im TV schauen, auch wenn – dank Smart-TV - nicht unbedingt zur Live- Sendezeit. Sind Sie als Wirtschaftsjournalistin im TV auch von Anfeindungen, wie sie beispielsweise die TV-Journalistinnen Dunja Hayali und Anja Reschke in jüngerer Vergangenheit erfahren mussten, betroffen oder noch außen vor? Ich habe glücklicherweise noch keine solchen Anfeindungen erlebt, was vielleicht auch am Ressort liegt. Kritische Zuschauerzuschriften bekommen wir allerdings auch. Aber das ist ja wünschenswert. Welt-Korrespondent Denis Yücel sitzt seit Februar in der Türkei im Gefängnis. Die Solidaritätsbekundungen und -aktionen sind durchaus beeindruckend. Seine Situation ruft mir ins Gedächtnis, was für ein hohes Gut die Pressefreiheit für die Demokratie ist und wie wichtig es ist, dieses Gut zu verteidigen. Wären Sie aktuell eigentlich gerne Korrespondentin im Weißen Haus? Viel Spaß können die Kollegen momentan ja nicht an ihrer Arbeit haben … Ich glaube schon, dass das momentan ein sehr interessanter Job ist. Allerdings bin ich für viele Jobs begeisterungsfähig, weshalb ich in vielen Korrespondenzen meinen Spaß hätte. (lacht) Aus Washington zurück nach Hannover und Heilbronn. Interessieren Sie auch Wirtschaftsthemen auf lokaler und regionaler Ebene? Was macht der Mittelstand? Wie attraktiv ist Hannover für Start-ups? Das neue Programm der IHK? Sexy? Auf jeden Fall interessiert mich auch die lokale Ebene. Es verlangt zwar immer eine gewisse Umstellung, aber im Prinzip geht es doch auf allen Ebenen um Menschen – egal ob das nun Putin oder ein Leuchtturmwärter ist. Jeder Mensch hat eine interessante Geschichte. Der Wirtschaftsraum Heilbronn-Franken aber auch Rhein- Neckar ist aus unserer Sicht extrem spannend. Es gibt große, selbst aufgebaute Konzerne wie die Lidl-Kaufland-Gruppe von Dieter Schwarz, Würth von Reinhold Würth oder SAP von der Crew um Dietmar Hopp und Hasso Plattner, aber auch einen starken, innovativen Mittelstand. Dazu ländliche Infrastruktur und die damit verbundenen Herausforderungen im Kampf um Berufseinsteiger und Fachkräfte. Wäre das ein Thema für die Wirtschaftsexpertin und -redakteurin Ellen Frauenknecht? Auf jeden Fall, allerdings wäre das streng genommen ein Thema für die Kollegen des SWR, bei der ARD ist ja alles strikt getrennt. Die Region um Heilbronn ist ein extrem spannender Wirtschaftsraum und die Menschen im Süden sind tüchtig, an diesem Ruf ist durchaus was dran, wie ich finde. Aktuell führen wir in Kooperation mit der DHBW Heilbronn eine quantitative Erhebung zur Wohn- und Lebensqualität sowie weichen Standortfaktoren in Heilbronn durch. Eine der Fragen: Nennen Sie spontan drei Eigenschaften, die ihnen zu Heilbronn einfallen … Als Erstes denke ich natürlich an die Familie, danach kommen der gute Wein und die schönen Weinberge. Als Drittes fällt mir jetzt spontan ein, wie viel schöner Heilbronn in den letzten Jahren geworden ist. Jedes Mal, wenn ich durch Heilbronn fahre, bin ich überrascht, wie positiv sich die Stadt wandelt. Als Heilbronner sieht man das vielleicht weniger, aber für jemanden, der nur dreibis fünfmal im Jahr da ist, ist die Veränderung enorm. ◆

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Titelthema: [S. 40–73] 50 AUSGABEN HANIX LARISSA BERTONASCO Foto: Christian Rating Unser Covermotiv für Ausgabe #48 zeigte Carlo Bernasconi, illustriert von der Wahl-Hamburgerin Larissa Bertonasco. Er war Autor ihrer prämierten Kochbücher und auch schon hier in der Neckarstadt im Einsatz. 2010 kochte er in der ehemaligen Tagbar ein vegetarisches Menü, während die aus Heilbronn stammende Illustratorin kulinarische Geschichten vorlas. Larissa wollte uns nicht schriftlich, sondern per Illustration beglückwünschen. Nun sind ihre Glückwünsche die Aufmacherillustration zu unserem goldenen Jubiläumsheft! Wir sind ganz verzückt. Hanix Nr. 50 Hanix Jubiläums-Party Freitag, 4. August 2017 18 - 24 Uhr Kunsthalle Vogelmann

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Foto: Privat ANNIKA WINKELMANN Annika Winkelmann lebt und arbeitet als Bildende Künstlerin in Heilbronn. In Ausgabe #45 haben wir ihr Schaffen vorgestellt. Unter anderem stammt die Fotografie für das Hanix-Cover #40 zum Themenschwerpunkt »Flüchtlinge« von ihr. Die Geschichte des Hanix ist in meinem Kopf eng verbunden mit einer dramatischen Liebesgeschichte, deren Anfänge sich nicht genau definieren lassen, aber so vor ungefähr sechs Jahren ihren Lauf nahm. Rückblickend ein wilder Taumel aus Gefühlen, harter Arbeit und einem wachsenden Ergebnis, das sich je nach Lichteinfall in allen Farben präsentiert. Neuanfang. Kopfschranken lösen. Augen öffnen. Unsicherheiten. Wegbereiten. Überzeugen. Aufeinander zugehen. Kommunikation. Sich einlassen. Kompromisse schließen. Genießen. Reisen. Entdecken. Ankommen. Verlustängste überwinden. Freiräume schaffen. Motivation. Kreativität. Unabhängigkeit. Gesunder Egoismus. Antriebsstark. Austausch. Vielfalt. Netzwerke. Flexibilität. Engagement. Unterstützung. Rückschläge. Ängste. Isolation. Blase. Horizont. Atmen. In sich gehen. Fühlen. Vergewissern. Abwarten. Aushalten. Hoffen. Verarbeiten. Aufschauen. Bewusst werden. Geduldig sein. Verantwortung übernehmen. Ziele formulieren. Offenheit prüfen. Ausloten. Abwägen. Orientierung. Verortung. Reserven. Quellen. Kräfte messen. Werte festlegen. Grenzen markieren. Wertigkeit einfordern. Gemeinsam. Powern. Alltag. Rhythmus. Team. Basisarbeit. Gewohnheiten aufbrechen. Kommunizieren. Anderer Meinung sein. Sich verabreden. Reflektieren. Trauern. Ehrlich sein. Vertrauen. Zuhören. Karten auf den Tisch legen. Entscheidungen treffen. Konventionen brechen. Respekt. Sich treu bleiben. Umdenken. Wurzelbehandlung. Neubeginn? Alles unterliegt der Veränderung und entwickelt sich vielschichtig in zeitlich individuell laufenden Bahnen, die sich kreuzen, tangieren oder parallel nebeneinander hergehen. Weggefährten – Menschen, die uns einen Spiegel vorhalten, uns zum Lachen bringen, neue Sichtweisen ermöglichen, uns vielleicht sogar selbst ein Stück näher bringen. Türöffner, die unbekannte Winkel beleuchten und unserer Vorstellung von einem Hier und Jetzt Bilder schenken. Stimmungsabhängig helfen sie in uns, bewegende Erinnerungen wachzurufen oder zukunftsträchtig Ideen und Projekte anzustoßen. Das alles macht, kann, ist Hanix. Herzlichen Glückwunsch zum mutigen Impuls des Gebens und dem geduldigen Dranbleiben. Ihr dürft jetzt endlich die Boxhandschuhe anziehen! Alles Liebe Annika Winkelmann, Künstlerin Hanix Nr. 50 BORIS ROMMEL Foto: Robert Mucha Boris Rommel ist seit 2016 als Küchenchef im 5-Sterne Superior Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe tätig. Für Ausgabe #44 haben wir den Wahl-Heilbronner interviewt. Ende letzten Jahres erkochte sich Boris Rommel seinen ersten Michelin-Stern. Liebes Hanix Team, wow, die 50. Jubiläumsausgabe und dazu möchte ich von Herzen gratulieren. Eure Vielfältigkeit, eure Aktualität, euer Sinn für Humor, euer Geschmack, euer Wagnis, eure Kreativität … da kann sich so manche Speisekarte etwas abschauen. Für viele Heilbronner habt ihr sicherlich die Stadt ein Stückchen weiter gebracht mit diesem außergewöhnlich genialen Magazin. Mir habt ihr die Stadt Heilbronn definitiv näher gebracht, in all ihren Facetten. Und dafür sage ich DANKE. Danke, dass ich in meiner neuen Wahlheimat ein Stadtmagazin ganz nach meinem Geschmack gefunden habe, dass ihr mir zeigt, was Heilbronn alles zu bieten hat, dass ihr mir immer wieder super Restaurantempfehlungen offenbart (Heilbronn kann echt was). Macht einfach genau weiter so und hoffentlich bis bald. Euer Boris Rommel, Küchenchef Wald und Schlosshotel Friedrichsruhe 42 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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BERND BILLEK Foto: Ulla Kühnle Bernd Billek interessierte sich schon in den ersten Hanix-Tagen für unser Schaffen – damals noch als Wirtschaftsförderer der Stadt Heilbronn. Seither ist er interessierter Begleiter und treuer Anzeigenkunde. Interviewpartner war der Badener auch schon. Für Ausgabe #18 haben wir ihn zur Boomtown Heilbronn gesprochen. »You are like a Hurrican«, schrieb mal der alte Neil Young in einer seiner berühmten Textzeilen. Und als hätte er da schon an Hanix gedacht, fegte da rund 35 Jahre später ein Sturm durch die Heilbronner Medienlandschaft. Auf den ersten Blick unterschied sich Hanix als reines Online-Medium von den etablierten Platzhirschen. Wichtiger waren aber die handwerkliche Qualität und der journalistische Anspruch, ein Blick für besondere Themen abseits des Mainstreams und die tiefe Zuneigung zu Heilbronn, die selbst und gerade dann spürbar wurde, wenn man sich kritisch mit Entwicklungen in der Stadt auseinandersetzte. Heilbronn hat in vielen Bereichen den Anspruch, eine dynamische Großstadt zu sein. Was genauso wichtig sind Urbanität, Lebendigkeit, Atmosphäre. Hanix leistet hierfür nach meinem Empfinden einen ganz wichtigen Beitrag, der über das rein Journalistische hinausgeht. Von daher bin ich gespannt, was die nächsten Hanix-Jahre noch alles bringen werden und freue mich, dies als Hanix-Freund begleiten zu dürfen. Euer Bernd Billek, Leiter Abteilung Gewerbemanagement Stadtsiedlung Heilbronn

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AXEL VORNAM Foto: Memo Filiz Wir sprachen für Ausgabe #14 ausführlich mit Axel Vornam, kurz nachdem seine Intendanz bis 2018 verlängert wurde. Seit er das Ruder 2008 übernahm, ist das Heilbronner Theater eine Erfolgsstory. Nicht umsonst widmen wir dem Stadttheater jedesmal eine extra Infobox in unserem Veranstaltungskalender. Zuletzt referierten wir im Februar im Stadttheater vor Kulturmanagement-Studenten aus Ludwigsburg über unser Tun. Eine meiner Lieblings-Maximen stammt von Immanuel Kant und lautet »Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«. Lass dir nichts vormachen, schaue hinter die Fassade, frage kritisch nach! Wenn ich mir das Magazin Hanix anschaue, das mittlerweile seit 2011 aus der Medienlandschaft Heilbronns nicht mehr wegzudenken ist, dann finde ich, hier ist eine Redaktion am Werk, die genau das tut. Sie setzt eigene Themen, lässt sich nicht vom Zeitgeist treiben und holt eine Unmenge guter Geschichten aus dieser kleinen Großstadt Heilbronn heraus. Es ist ein liebevoll-freundlicher, aber ganz und gar nicht unkritischer Blick, mit dem das Bild einer Stadt im Aufbruch gezeichnet wird. Ihre Schönheiten sind manchmal erst auf den zweiten Blick zu entdecken. Hanix vermittelt ein so anderes Bild, als es so viele alteingesessene »Bruddler« von ihrer Heimatstadt haben. Wahrscheinlich liegt es daran, dass einige Mitstreiter vom Hanix-Team Heilbronn mal für eine Zeit den Rücken gekehrt haben, sich anderswo ihre Sporen verdient haben und dann mit einem frischen Blick zurückgekehrt sind. Ich wünschte mir, dass der Hanix-Geist und der Mut, den die Macher damals hatten, als sie dieses ungewöhnliche und zurecht mehrfach gewürdigte und ausgezeichnete Stadtmagazin entwickelten, sich auch auf andere Bereiche der Stadt überträgt und mit einer ähnlich charmanten Chuzpe am Heilbronner Stadtimage gearbeitet wird. Ich gratuliere Hanix im Namen des ganzen Theaters Heilbronn zur 50. Ausgabe und hoffe, dass diesem kreativen Team die Ideen auch für die nächsten 50 Ausgaben nicht ausgehen. Aber da bin ich mir ziemlich sicher! Axel Vornam, Intendant Stadttheater Heilbronn BÄRBEL STOLZ Seit ihrem viralen youtube-Hit »Shit Prenzlschwaben say« ist Bärbel Stolz unter ihrem Alter Ego »Die Prenzlschwäbin« in aller Munde. Wir trafen die Wahlberlinerin zum vormittäglichen Plausch in der Landeshauptstadt Stuttgart, um über beknackte Kindervornamen im Prenzlberg, Latte-Macchiato-Mütter und über den Fluch und Segen des Internets zu sprechen. Einige Tage später schrieb uns Bärbel, dass ihr die Hanix-Lektüre auf ihrem Prenzelberger Klo richtig Spaß macht. Foto: Reiner Pfisterer Hanix Nr. 50 Das Hanix-Magazin isch a subber Sach! Ich hab mich sehr gefreut, als ich vom Hanix-Magazin interviewt wurde und gleich ein paar Exemplare zum Schmökern gekriegt hab. Erstmal hab ich sie zuhause aufs Klo gelegt, zu den ZEIT-Magazinen. »Ha ja, gucksch halt mal rein«, hab ich gedacht. Und bin tatsächlich hängengeblieben, bis es energisch an der Tür geklopft hat. »Kommst du auch mal wieder raus?« Dann hab ich sie mit aufs Sofa genommen. Das Heft sieht wirklich schön aus und liegt gut in der Hand, die Fotos sind oft richtig toll, zum anderen sind die Texte und Interviews darin speziell. Ich hab eine Ahnung, woher das kommt, denn ich wurde ja auch interviewt. Leider bin ich nicht so oft in Heilbronn. Ich war da auf meiner »Isch des bio?«-Tour, aber manchmal hätte ich direkt Lust, einfach so nochmal vorbei zu fahren, um die Tipps auszuprobieren, die ich im Hanix gelesen hab. Die Seiten hab ich eingeknickt in meinen Heften. Man weiß ja nie. Herzlichen Glückwunsch zur 50. Ausgabe! Ich wünsche euch weiter viel Elan, Spaß und Begeisterung! Eure Bärbel Stolz, Schauspielerin 44 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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ANSELM REYLE Foto: AD Magazin Anselm Reyle gilt als Darling der Kunstsammler, für dessen Werke mitunter Millionen hingelegt werden. Reyle ist in Heilbronn aufgewachsen, brach die Schule, wie auch seine spätere Ausbildung zum Landschaftsgärtner ab, um sich einem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste zu widmen. Es folgten Gastprofessuren u. a. an der Universität der Künste Berlin sowie zahlreiche Ausstellungen in Berlin, Kopenhagen, New York, Brüssel, Hamburg und Glasgow. Kein Wunder also, dass er heute »als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart« angesehen ist. So beschreibt ihn die Vogue. Wir interviewten den Maler von Weltrang im Freibad in Neudenau. Für mich als in Berlin lebenden Heilbronner ist das Hanix super! Da es mir wichtig ist, den Kontakt zum Unterland zu halten, bin ich durch euch immer bestens informiert. In der oftmals etwas abgehobenen Kunstwelt ist das eine gute Erdung. Bemerkenswert ist das intensive Eintauchen auch in die Themen, die unabhängig vom lokalen Bezug Relevanz haben. Anselm Reyle, Künstler PREMIEREN GROSSES HAUS SCHAUSPIEL / MÄRCHEN / MUSICAL é 22. SEPTEMBER 2017 DER GUTE MENSCH VON SEZUAN VON BERTOLT BRECHT SCHAUSPIEL é 06. OKTOBER 2017 FUNDAMENT VON JAN NEUMANN SCHAUSPIEL é 05. NOVEMBER 2017 PINOCCHIO NACH CARLO COLLODI MÄRCHEN é 02. DEZEMBER 2017 TAXI TAXI VON RAY COONEY KOMÖDIE é 20. JANUAR 2018 UNTERWERFUNG NACH MICHEL HOUELLEBECQ SCHAUSPIEL é 17. MÄRZ 2018 ZWEI HOFFNUNGSLOS VERDORBENE SCHURKEN (DIRTY ROTTEN SCOUNDRELS) VON DAVID YAZBEK UND JEFFREY LANE MUSICAL é 05. MAI 2018 EIN VOLKSFEIND VON HENRIK IBSEN SCHAUSPIEL é 23. JUNI 2018 TARTUFFE VON MOLIÈRE KOMÖDIE PREMIEREN GROSSES HAUS MUSIKTHEATER / TANZ é 18. OKTOBER 2017 DER FREISCHÜTZ VON CARL MARIA VON WEBER OPER é 16. NOVEMBER 2017 GESICHT DER NACHT VON FRANK FANNAR PEDERSEN UND STEPHAN THOSS TANZABEND é 14. JANUAR 2018 THE LIGHTS OF BROADWAY MUSICAL-REVUE é 02. FEBRUAR 2018 LA CLEMENZA DI TITO VON WOLFGANG AMADEUS MOZART OPER é 14. FEBRUAR 2018 SWEENEY TODD – THE DEMON BARBER OF FLEET STREET VON STEPHEN SONDHEIM UND HUGH WHEELER MUSICAL-THRILLER é 02. MÄRZ 2018 DON JUAN / MOZART À DEUX VON THIERRY MALANDAIN BALLETTABEND é 19. APRIL 2018 LA CENERENTOLA (ASCHENPUTTEL) VON GIOACHINO ROSSINI OPER PREMIEREN KOMÖDIENHAUS é 29. SEPTEMBER 2017 AGNES NACH DEM ROMAN VON PETER STAMM SCHAUSPIEL é 24. NOVEMBER 2017 VENEDIG IM SCHNEE VON GILLES DYREK KOMÖDIE é 01. FEBRUAR 2018 AUF MESSERS SCHNEIDE (CANCÚN) VON JORDI GALCERAN KOMÖDIE é 09. MÄRZ 2018 BANDSCHEIBENVORFALL – EIN ABEND FÜR LEUTE MIT HALTUNGSSCHÄDEN VON INGRID LAUSUND KOMÖDIE é 28. APRIL 2018 DIE KAKTUSBLÜTE VON PIERRE BARILLET UND JEAN-PIERRE GRÉDY KOMÖDIE é 19. JULI 2018 EIN STRUMPFBAND SEINER LIEBESLUST – KOMMISSAR HOLZAPFEL ERMITTELT (UA) VON TOBIAS GOLDFARB KOMÖDIE WWW.THEATER-HEILBRONN.DE PREMIEREN BOXX é 23. SEPTEMBER 2017 RUNNING (UA) VON ANNA KONJETZKY UND CHRISTINA KETTERING TANZTHEATER AB 14 JAHREN é 12. NOVEMBER 2017 KLOPF KLOPF (UA) VON BIANCA SUE HENNE UND BOXX-ENSEMBLE SCHAUSPIEL AB 2 JAHREN é 07. JANUAR 2018 PATRICKS TRICK VON KRISTO ŠAGOR SCHAUSPIEL AB 9 JAHREN é 17. FEBRUAR 2018 DAS KUNSTSEIDENE MÄDCHEN NACH IRMGARD KEUN SCHAUSPIEL AB 15 JAHREN é 08. APRIL 2018 EMIL UND DIE DETEKTIVE NACH ERICH KÄSTNER SCHAUSPIEL AB 6 JAHREN é 02. JUNI 2018 DIE FARM DER TIERE NACH GEORGE ORWELL SCHAUSPIEL AB 12 JAHREN SPIELZEIT 2017/ 18

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SEBASTIAN WIESE Seit 2000 hält der Amtskeller einen Michelin-Stern. Küchenchef und Chef des Hauses Sebastian Wiese veranstaltet mit seinem Team in regelmäßigen Abständen kulinarische Events. Wir waren für Ausgabe #45 und #48 Gäste in Ailringen und haben den Sterneköchen fotografisch über die Schulter und in deren Kochtöpfe geschaut. Foto: Meli Dikta Liebe Hanixen und Hanixer, zu eurer 50. Ausgabe wünsche ich euch alles Gute und gratuliere recht herzlich. Obwohl ich als Wahlhohenloher und leidlich Dialekt »schwätzendes« Nordlicht selten in Heilbronn anzutreffen bin, verfolge ich euer Magazin schon seit vielen Ausgaben. Die in jeder Hinsicht frische Berichterstattung, das positiv außergewöhnliche Outfit und vor allem die geniale Bildsprache von Hanix haben mich dabei sofort gepackt. Zugegebenermaßen habe ich mich natürlich über die Amtshausberichte ganz besonders gefreut. Wie gesagt, gelesen hatte ich schon einiges von euch, aber kennengelernt haben wir uns erst im letzten Jahr auf unserem Sommerfest »Open (Fl)air 2016«. Am 17. Juli fand diese feste Größe im Amtshaus-Terminkalender zum sechsten Mal nach dem Vorbild einer Küchenparty mit Gastköchen, -winzern und Livemusik statt. Ihr seid bei Kaiserwetter ins Jagsttal nach Ailringen gekommen, um euch dieses Spektakel mal etwas genauer anzuschauen und mit 80 weiteren Gästen eine laue Sommernachtsparty unter freiem Himmel auf dem Amtshausgelände zu feiern. Wir haben zu den Klängen vom Duo Boogaloo perfekt gemixten Moscow Mule oder Whiskey Sour von Chames Eddin Roth und seiner MietBar genossen, um uns dann den kleinen Leckereien unserer Gast- und Amtshaus-Köche zu widmen: Nico Burkhard vom Restaurant Olivo in Stuttgart mit seiner coolen (kühlen) Gänselebervorspeise, Markus Reinauer aus der Jagstmühle in Heimhausen mit einer gebackenen Safrantomate mit Schafsricotta »at its best«, Boris Rommel vom Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe mit geflämmter Makrele und Gewürztagetes, Rolf Straubinger von Burg Staufeneck in Saalach mit saftigen Scampi vom Green Egg und Wassermelone, Olaf Pruckner vom Hofgut Hermersberg mit sensationellem Blauschimmelkäse und Walnusstapenade sowie dem »Broiler« aus Mäusdorf und der mega frischen Schokominzschnitte mit Brombeersorbet von Volker Stein und Yannick Schilli aus der Amtshausküche. Da war in schöner Vielfalt für jeden etwas dabei – auf Wunsch sogar vegetarisch. Begleitend haben wir mit dem einen oder anderen Wein auf einen herrlichen Sommer angestoßen. Hier kamen die »Roten und Weißen« von Peter Rudloff aus Franken sowie die Tropfen von Florian Schmid vom Weingut Oberrautner aus Südtirol gerade recht. Bei Feuerwerk und »Gaukeley mit Orlando von Godenhaven« ging ein schöner Sommerabend seinem Ende entgegen. Schön, dass ihr dabei gewesen seid und schön, dass wir uns kennengelernt haben! Schade nur, dass wir nicht jeder eines der ausgestellten Fahrzeuge vom Porschezentrum Heilbronn mitnehmen durften. Zurück zu Hanix: Für mich als Koch sind Rezepturen extrem wichtig. Die Ausgewogenheit von Süße, Säure, Schärfe, Konsistenz und Temperatur einer Speise entscheiden maßgeblich darüber, ob ein Gericht langweilig und fade schmeckt, oder ob ich durch eine nahezu perfekte Kombination aus diesen Punkten bei einem Gast ein Aha-Erlebnis auslöse. Im übertragenen Sinne habt ihr aus meiner Lesersicht eine ebensolche nahezu perfekte Mischung aus Süße, Säure, Schärfe, Konsistenz und Temperatur gefunden. Auf die nächsten 50! Sebastian Wiese, Hausleiter & Küchenchef Amtshaus Ailringen Hanix Nr. 50 BURKHARD SNAPA Burkhard Snapa ist Mitglied der Geschäftsleitung des Autozentrum Hagelauer. Nach seiner Rückkehr aus dem mehrjährigen norwegischen Exil in seine alte Heimat besteht eine feine Nachbarschaft zwischen den Hagelauers und Hanix in der Heilbronner Südstadt. Über jede Anzeige des »Heilbronner Originals« freuen wir uns sehr. Foto: PR Weißt du was, Hanix ...? Wir zwei, wir wären mal fast Nachbarn geworden. Werderstraße. Südstadt. Du und ich. Hätte so schön werden können. Aber ich musste mich ja aus dem Staub machen, bevor du richtig angefangen hast. Deswegen hab ich von deinem Anfang auch sicher gar nicht alles mitbekommen. Egal! Was ich an dir bewundere, ist die große Menge Herzblut, mit der du gedruckt wirst. Dir merkt man diese verschwenderische Mischung aus Ehrgeiz und Liebe an und das macht dich einzigartig. Richtig lieb gewonnen habe ich dich aber, weil ich glaube, dass du verstanden hast, dass zu viel Lokalpatriotismus eben auch nur Nazikacke ist. Danke! Damit hast du es ja auch hinbekommen und wahrscheinlich bist du stolz darauf: Mit 50 Ausgaben hast du dich an mein Herz gezeckt. An mein Herz, das beim Anblick von zwei Schornsteinen und einem dicken Kühlturm Heimatgefühle bekommt. Glückwunsch, Hanix, Glückwunsch! Dein Burkhard Snapa, Geschäftsführung Autozentrum Hagelauer 46 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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Foto: Wolfgang Gähtgens CARINA B Ä R Hanix Nr. 50 Wir trafen Carina Bär ca. sechs Wochen vor den Olympischen Spielen 2016 für Ausgabe #43 im deutschen Ruderleistungszentrum an ihrem Wohn-, Trainings- und Studienort Dortmund. Das Gespräch ging auch um ihr Gespür für Wasser. Und natürlich ging es um ihre Erwartungen an die Spiele in Brasilien. Wir haben ihr wohl auch etwas Glück gebracht. In Rio gewann Carina Bär Gold. Herzlichen Glückwunsch, liebes Hanix-Magazin-Team zu 50 Ausgaben voller unkonventioneller, interessanter und gut recherchierter Artikel. Dass ihr dafür keinen Aufwand scheut, durfte ich am eigenen Leib erfahren, als Robert Mucha für ein Interview vor den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro extra zum Olympiastützpunkt Dortmund kam, wo ich täglich trainiert habe. Danke nochmals für das gute Gespräch und die Freieinweisung. Ich freue mich jedesmal, wenn ich es im Briefkasten habe. Abgesehen von den Artikeln schätze ich vor allem eure lokalen Veranstaltungsinformationen und »Insidertipps« sehr. Kurzum, es freut mich sehr, dass ihr die Region Heilbronn mit Hanix bereichert, macht weiter so. Carina Bär, Olympiasiegerin und Ärztin TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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AGNES CHRISTNER Seit Anfang September 2014 regiert Bürgermeisterin Agnes Christner unter anderem die Bereiche Soziales und Kultur in der Stadt. Wir sprachen für Ausgabe #36 mit der ausgewiesenen Sozialexpertin über die kommenden großen Aufgaben, die auf die Stadt zukommen. Außerdem sprachen wir die Kulturdezernentin bezüglich mangelnder Kommunikation mit und Wertschätzung für die freie Kulturszene an. Sie gelobte damals Besserung. Wir können sagen: Es ist etwas besser geworden. Foto: Memo Filiz Zur 50. Hanix-Ausgabe herzlichen Glückwunsch. Innovativ, informativ, inspirierend, ironisch und ideenreich, so erlebe ich Hanix, ein i-Tüpfelchen in Heilbronn, das mir geholfen hat, mich schnell in der Stadt und Region zurechtzufinden und heimisch zu fühlen. Ob als online- oder als Printausgabe: Jede Ausgabe verspricht anregende Lektüre – mal aufmüpfig, mal unkonventionell, immer spannend und gelungen, meist erfrischend und zündend, erobernd und inspirierend, oft charmant und hintergründig, stets niveauvoll, engagiert und taff, also kurz: ausgezeichnet. Und das nun auch offiziell. So hätte es kaum einen besseren Zeitpunkt für die Auszeichnung beim Wettbewerb Ideenstark der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg geben können. Darüber freue ich mich mit den Magazin-Machern ganz besonders. Denn die Würdigung ist auch eine Auszeichnung für Heilbronn und ein hervorragendes Beispiel dafür, dass manchmal auch der Blick von außen hilft, die eigenen Stärken besser wahrzunehmen. Denn was für Hanix gilt, gilt für unsere Stadt und die Heilbronnerinnen und Heilbronner in besonderem Maße: anspruchsvoll, unternehmerisch, sympathisch, großartig, erfolgreich, zukunftsorientiert, energiegeladen, intelligent, charakter- und humorvoll, natürlich, ehrgeizig und temperamentvoll – eben ausgezeichnet. Weiter so! Agnes Christner, Bürgermeisterin Heilbronn CHRISTINE STROBL Foto: Memo Filiz Hanix Nr. 50 Christine Strobl ist eine der einflussreichsten TV-Frauen Deutschlands. Seit 2012 ist sie Geschäftsführerin der ARD-Tochter Degeto. In Frankfurt trafen wir die älteste Tochter von Finanzminister Wolfgang Schäuble und Ehefrau von CDU-Politiker Thomas Strobl, die an den Wochenenden nach Heilbronn pendelt. Für Ausgabe #41 sprachen wir mit ihr u. a. über Gleichberechtigung, Vitamin B und Heilbronn als Heimatstadt. Dem Hanix-Team gratuliere ich ganz herzlich zur 50. Ausgabe! Alleine die Idee, das Magazin Hanix – also nach »ha nix« – dem schwäbischen Synonym für Müßiggang zu nennen, zeigt, mit welchem Augenzwinkern das Magazin auf Heilbronn und die Welt blickt. Mich als »Neigschmeckte« überzeugt das; man nimmt das Leben nicht ganz so bierernst und findet vielleicht gerade deshalb die außergewöhnlichen Geschichten in Heilbronn und Umgebung. Und irgendwie stellt sich bei der aufmerksamen Lektüre das Gefühl ein, dass Hanix damit auch an der Weiterentwicklung Heilbronns mitwirkt. Mich faszinieren die besonderen Geschichten, die immer mit einer eigenen Bildästhetik verknüpft sind und sich von vielem unterscheiden, was man sonst liest. Hanix ist damit ein echter Beitrag zur Vielfalt der Medienlandschaft in der Region, und das ist gut so. Am liebsten begleitet mich Hanix bei meinem persönlichen Müßiggang auf der Terrasse, wenn ich Lust auf kuriose Geschichten über Menschen aus Heilbronn habe oder Anregung suche, was ich, wenn ich Zeit hätte, in der Region unternehmen könnte. Und wenn man einmal die Chance hat, den Hanix-Machern als Interviewpartner gegenüberzusitzen, merkt man, mit welcher Professionalität, aber auch mit wie viel Spaß in diesem Team gearbeitet wird. Gerne weiter so mit dem Müßiggang! Christine Strobl, Geschäftsführerin Degeto Film GmbH 48 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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PROF. DR. CHRISTHARD SCHRENK Foto: Robert Mucha Hanix Nr. 50 Seit Ausgabe #1 gibt es den »Historischen Schuss« unsere Rubrik, die zurückblickt. Gespeist wird unsere »Heilbronner Geschichtsstunde« seit dieser Zeit von Annette Geisler vom Haus der Stadtgeschichte. Sie gräbt immer wieder aufs Neue Wissens- und Beachtenswertes aus der Heilbronner Vergangenheit für uns aus. Zusammen mit Stadtarchiv-Direktor Prof. Dr. Christhardt Schrenk haben wir den Hanix-Wandkalender 2017 mit historischen Heilbronn-Fotografien realisiert, der es seit Jahresbeginn sogar bis an Wände von Exil-Heilbronnern in den USA geschafft hat. Vor 240 Jahren erschien in Heilbronn eine private anspruchsvolle »Akademische Zeitung«. Sie wollte einen großartigen Plan publizistisch unterstützen: Die Gründung eines neuen Stadtviertels vor dem Sülmertor. Dieses sollte mit seinen modernen »Fabriquen« nicht nur die Heilbronner Wirtschaft beflügeln, sondern dank einer noch zu gründenden Akademie den Wissenschaften und Künsten hier eine Heimat bieten. Leider stellte sich das Ganze als Schwindel heraus und auch von der akademischen Zeitschrift erschienen mangels Grundlage nur wenige Hefte. Ganz anders steht das Hanix-Magazin mit seinen mittlerweile 50 Ausgaben da! Es begleitet (Zufall oder Absicht?) seit 2011 seinen Heimatort Heilbronn auf dem rasanten Weg zur Wissensstadt. War das zu Beginn ein großes Wagnis, zumal das Magazin nur als online-Ausgabe zu lesen war, hat sich gezeigt: Das Hanix-Konzept trägt. Themen von aktuell lokaler, von regionaler und »weltumspannender« Bedeutung stehen neben atmosphärisch-dichten Reportagen und persönlichen Einblicken. Dazu die Foto-Beiträge, die aus dem schon so oft gesehenen Einerlei herausragen und die unter anderem einen kritisch-liebevollen Blick auf unsere Stadt werfen. Mit anderen Worten: Jede neue Hanix-Ausgabe ist eine Wundertüte, ist überraschend, informativ, anregend, gibt manches zum Nachdenken mit und ist nie langweilig. Zu guter Letzt: Mit seiner gleichbleibend hohen Qualität stehen das Hanix-Magazin und sein Team in einer langen, sehr langen Tradition, die das Verlegertum und den Journalismus in Heilbronn kennzeichnet. In diesem Sinn: Herzlichen Glückwunsch und auf die nächsten 50 Ausgaben! Prof. Dr. Christhard Schrenk, Direktor Stadtarchiv Heilbronn TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX Berufsbegleitend studieren an der Hochschule Heilbronn Einzigartiges Studienkonzept bundesweit! Berufsbegleitend studieren beim Marktführer Bachelor Maschinenbau (B.Eng.) Master Maschinenbau (M.Eng.) Master Elektromobilität (M.Eng.) Master Systemisches Personalmanagement (M.A.) MBA International Automotive Management MBA Unternehmensführung MBA Global Business Jetzt anmelden! Infoabend Dienstag, 26. September 2017 um 18.30 Uhr am Campus Heilbronn-Sontheim www.hs-heilbronn.de/weiterbildung

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DANIEL SCHÜTT Daniel Schütt ist qua Job um die sozio-kulturelle Weiterentwicklung Heilbronns bemüht. Als Leiter des Popbüros Heilbronn zeichnet Schütt sich u. a. für die Etablierung der Heilbronner Poetry Slams verantwortlich. Wir stehen mit Daniel Schütt in konstantem Austausch. Sei es über die IG Freie Kultur Heilbronn oder um gemeinsame Projekte zu entwickeln und zu stemmen. Aktuell arbeiten wir gemeinsam am Konzept für die Abschlussveranstaltung der kommenden Langen Nacht der Kultur im Oktober in Heilbronn. Berichtet haben wir des öfteren über das Wirken Daniels und des Popbüros. Foto: Memo Filiz Liebstes Hanix-Magazin, als ich dich vor rund sechs Jahren das erste Mal sah, wurde Heilbronn um gefühlte 2 °C cooler. Vielleicht auch um 2 °C hotter – exakt vermag ich das aus der Erinnerung nicht mehr zu sagen. Was aber sicher ist: Du verändertest das Grundgefühl vieler Menschen zu dieser Stadt und dafür bin ich dir bis heute dankbar. Denn fast hätten wir uns hier alle auseinandergelebt. Doch dann kamst du und gabst dir unendlich viel Mühe. Und plötzlich war das Kribbeln im Bauch wieder da, wenn man an Heilbronn dachte. Für die einen bist du wie eine künstlerisch bebilderte Paartherapie, die frustrierten Partnern liebevoll ins Ohr flüstert: »Schatz, es ist noch längst nicht Schluss mit uns und ich hab mich extra hübsch gemacht.« Für die andern bist du ein seriöses Tindermatch, falls es so etwas gibt: »Hey Baby, wie wärs denn eigentlich mit uns?«, fragst du ganz keck auch über die Grenzen Heilbronns hinaus. Und dass du die Menschen fragst, die wir hier alle lieben könnten – dafür liebe ich dich. Denn uns beide eint der Traum einer urbanen, gesamtkulturell erfüllten und lebenswerten Stadt. Und das spüre ich bei jedem gemeinsamen Projekt und in jeder Zeile des Hanix-Magazins. Seit sechs Jahren und 50 Ausgaben. HDGDL! Dein Daniel Schütt, Leiter Popbüro Heilbronn PETRI ESTER Foto: Privat Hanix Nr. 50 Ester Petri ist Unit-Leiterin »Kultur- und Kreativwirtschaft« bei der MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft Baden-Württemberg. Als sie im März in der Innovationsfabrik Heilbronn den IDEENSTARK-Wettbewerb vorstellte, war sich Hanix noch nicht sicher, ob eine Bewerbung eingereicht würde: »Wir bewerben uns nur, wenn wir auch gewinnen«. Der Rest ist Geschichte. Liebes Hanix-Team, liebe Maike, lieber Marcel, lieber Robert, bei meinem ersten jobbedingten Besuch in Heilbronn wurde mir von Hanix vorgeschwärmt. Dass ein regionales, digitales Angebot sich auf den Weg zum analogen Printprodukt gemacht hat, fand ich damals bemerkenswert und wunderbar zugleich. Mehrere Monate später hast du dich, Robert, in unsere erste MFG-Veranstaltung in Heilbronn getraut – jetzt kannte ich also schon mal den einen hinter dem sagenumwobenen Hanix. Damals ging es um unsere neue Auszeichnung IDEENSTARK und dank ihrer kenne ich jetzt auch Maike und Marcel. Die Gespräche mit euch sind immer bereichernd! Ich bin beeindruckt von eurem Elan, euren Wünschen, Erwartungen und Zielen für Hanix – und für Heilbronn. IDEENSTARK wird euch hoffentlich dabei unterstützen, eure starken Ideen in der Gegenwart noch schneller und leichter umzusetzen – auf dass sie euch in die Zukunft tragen! Ich wünsche euch und Hanix, dass ihr mit der 50. Ausgabe eine positive Midlife Crisis erlebt. Ihr müsst euch definitiv nicht neu erfinden, seid stolz auf das, was ihr schon geschafft habt und freut euch, dass noch so viel Neues und Unbekanntes vor euch liegt, dass Ihr euch auf die Hanixsche Art und Weise zu eigen machen könnt. Bleibt also nicht, wie ihr seid, aber bleibt euch treu. Ich freue mich auf die Lektüre der nächsten Hanix-Posts und Magazine – und vor allem auf die nächsten Gespräche* mit euch! Alles Gute und auf bald, Ester Petri, Unit-Leiterin Kultur- und Kreativwirtschaft MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft Baden-Württemberg * Darf ich schon mal ein Thema für das nächste Wiedersehen setzen? – Würde nämlich gerne wissen, ob ihr das Gefühl habt, dass die kreative Leistung in und von Hanix von euren Lesern wertgeschätzt wird – gerade auch für ein kostenloses Magazin. 50 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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DOMINIC Seit Juni 2015 führt Dominic Schweizer gemeinsam mit unserer Thekenphilosophin und Data-Gründerin Sibel Taylan das Data 77112 in der Heilbronner Schulgasse. Auch wenn unsere Thekenpräsenz im Data mit den Jahren und durch Familienzuwachs bedingt nachgelassen hat, so ist dieses seit zehn Jahren bestehende Kleinod der Barkultur tief in unseren Herzen eintätowiert. Dominic trafen wir für Ausgabe #39 zur Taschenkontrolle. Foto: Meli Dikta SCHWEIZER Ich freue mich schon zwei Wochen im Voraus auf die neue Ausgabe und reiße sie auch mal Marcel bei der Verteilung vor der Metzgerei Rheinwald aus der Hand, weil ich es nicht abwarten kann sie durchzublättern und zu lesen. Betrete ich euer Büro, steckt mich die gute Laune sofort an! Egal, mit welcher Scheißlaune ich zuvor durch die Türe schritt. Ihr seid ein so herzlich tolles Team. Hanix tut meiner Lebensblase einfach gut und ist ein so wichtiges Sprachrohr Gleichdenkender in Heilbronn geworden. Man fühlt sich verstanden, in dieser sich oft so komisch anfühlenden Welt. In diesem Projekt steckt so unendlich viel Herzblut und ihr bringt einen so guten Vibe in dieses oft so belächelte Städtchen! Alles Gute zur 50. und vielen lieben Dank für euer Sein! Dominic Schweizer, Co-Betreiber & Teilhaber Data-Bar Die Wiedereinstiegs-Beratung der Bundesagentur für Arbeit. Starten Sie jetzt und erfahren Sie alles darüber, wie Sie Familie und Beruf vereinbaren können und was Sie weiterbringt. Denn Ihr Know-how als Fachkraft ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Informieren Sie sich jetzt unter www.dasbringtmichweiter.de Kompetent & Persönlich – Wir bieten berufliche Perspektiven. Wenzel & Partner GmbH Cäcilienstraße 58 74072 Heilbronn Tel. 07131 / 8 79 79 Fax. 07131 / 17 33 91 personal@wenzelundpartner.de www.wenzelundpartner.de

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SCHNEPF Eva Schnepf führt als Inhaberin die Heilbronner Schreibwaren-Institution Seel. Als kritische Leserin begleitet sie Hanix schon seit Online-Tagen und ist inzwischen zur Anzeigenkundin geworden. Foto: Privat Liebe Hanixler, ganz herzlichen Glückwunsch zur 50. Ausgabe. Als leidenschaftliche Heilbronnerin und Heilbronner Geschäftsfrau bin ich richtig froh, dass sich dieses großstädtische Magazin in Heilbronn etablierten konnte. Es spricht für Heilbronn und eine Szene, die durchaus bereit ist, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, ohne die kleinen, feinen Besonderheiten, die es eben durchaus auch in unserer Stadt gibt, zu übersehen. Die Mischung machts! Liebenswerte Szenelokale, interessante Persönlichkeiten, kleine Galerien, Geheimtipps, durchaus kritisch aber sympathisch und mit liebevollem Blick auf unsere Stadt, sodass ich als Heilbronnerin und Heilbronner Geschäftsfrau auch mal stolz bin, dazuzugehören. Das tut gut und macht Mut auf die Zukunft. Ich freue mich über jede neue Ausgabe – muss immer schauen, dass mein Mann sie mir nicht wegschnappt – und lege sie auch gerne in meinem Ladengeschäft aus. Weiter so! Herzlich Eva Schnepf, Geschäftsführerin und Inhaberin Seel-Schreibwaren FLORIAN MITZENHEIM Florian Mitzenheim ist unser Ansprechpartner bei der Druckerei Ziegler Crossmediaexperts in Neckarbischofsheim. Seit dem ersten Kennenlernen im Zuge unseres Vorhabens ein Best-of-Magazin mit den besten Online-Inhalten zu drucken, ist aus einem Kunden-Dienstleister-Verhältnis eine geschäftliche Freundschaft erwachsen. Wenn man von der Dienstleistungswüste Deutschland spricht, muss man das Team aus Neckarbischofsheim ausdrücklich ausklammern! Foto: Privat Liebe Hanix-Mannschaft, im Namen des gesamten Ziegler Crossmediaexperts-Teams möchte ich euch ganz herzlich zur 50. Ausgabe eures Magazins gratulieren! Wow – toll, was ihr da auf die Beine gestellt habt! Seitdem es das Magazin analog – also gedruckt – gibt, sind auch wir ein Teil in der Entstehungskette jeder Ausgabe. Darauf sind wir sehr stolz. Für uns ist das Hanix ein phantastisches Aushängeschild und eine schöne Referenz in der gesamten Heilbronner Region. Der Schritt im Frühjahr 2014 erstmals ein Best-of-Heft »zu Drucken« hat euch zusätzlichen Schub gebracht! Ihr seid jetzt noch bekannter, habt eure Reichweite erhöht und werdet ganz einfach noch besser – vielleicht auch seriöser – wahrgenommen. Kurzum: Ihr bereichert die Stadt Heilbronn, aber sicher auch die Region darüber hinaus. Nicht umsonst seid ihr kürzlich ausgezeichnet worden! Ihr seid mittlerweile Impulsgeber, Kritiker, Beobachter aber auch Botschafter Heilbronns. Ich wünsche euch, dass euer Weg weiter bergauf geht! Maike, Marcel und Robert: Hut ab vor eurer Leistung. Lasst euch kräftig feiern! Viele Grüße! Florian Mitzenheim, Vertriebsleiter Ziegler Crossmediaexperts Hanix Nr. 50 Konstantin Wecker gilt als einer der größten deutschen Liedermacher. Wir trafen den politischen Aktivisten kurz vor seinem Tourstart – mit Station Heilbronn – in seinem Privathaus in München und sprachen mit ihm fast zwei Stunden über Anarchie und Pazifismus, Politik, Medien und die Revolution. Während wir mit dem belesenen Künstler plauderten, wuselten Weckers Roadies und seine Familie um uns herum, um den Tourbus zu bepacken. Direkt nach dem Interview stieg Wecker in das Gefährt und begann seine Tour. KONSTANTIN WECKER Foto: Meli Dikta Liebes Magazin aus Heilbronn, liebes Hanix, meine Begegnung mit dir war sehr erfreulich. Ich hatte mit Robert Mucha ein schönes und langes und intensives Gespräch.Zu meiner großen Freude musste ich beim Gegenlesen nur ein Wort korrigieren. Er hat alles großartig zusammengefasst, kompetent und sprachlich gekonnt. Ich wünsche dem Magazin weiterhin so guten Journalismus. Dein Konstantin Wecker, Liedermacher und Lyriker 52 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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Foto: Memo Filiz Frank Zumbruch war beim IDEENSTARK-Wettbewerb Jurymitglied bei den Auswahlgesprächen und sofort begeistert vom Magazin und unserer Idee, Heilbronn zur Schwarmstadt zu entwickeln. Seit dem ersten Treffen bei den Auswahlgesprächen in Ulm pflegen und schätzen wir den Austausch mit Frank Zumbruch. Unser Juror des Herzens! FRANK ZUMBRUCH Wenn man die Frage, was man da mit auf das stille Örtchen nähme, mit »Hanix« beantwortet, kann das schon mal zu Irritationen führen. Vor allem, wenn man erst eine halbe Ausgabe später wieder herauskommt. Tatsächlich lese ich Hanix am liebsten, wenn ich etwas Ruhe habe. Dabei bin ich gar kein Hanix-Leser der ersten Stunde. Ich habe die Macher des Magazins kennengelernt, bevor ich die erste Hanix-Zeile lesen durfte. Da hatten sie mir voller Tatendrang von ihrer Idee berichtet, Heilbronn zur Schwarmstadt zu machen. Das war bei den Auswahlgesprächen zum IDEENSTARK-Wettbewerb. »Heilbronn ...« dachte ich, »Heilbronn kann froh sein, dass es solche Menschen gibt in ihr. Die wollen da was bewegen. Und die haben Style.« Seither sind wir uns einige Male begegnet. Um miteinander zu sprechen, voneinander zu lernen, einander zu helfen ... Hanix ist Entdecker, Aufdecker, Anstecker, Anecker. Städte brauchen engagierte Menschen wie euch. Heilbronn braucht dieses Magazin und das Magazin braucht euch. Deshalb müsst ihr weiter machen. Dafür wünsche ich euch alles Gute, liebe Maike, lieber Marcel und lieber Robert! Und ihr wisst ja längst: Wir helfen gerne. Beste Grüße aus Mannheim! Frank Zumbruch, Leiter Creative Commission Mannheim WAS ZÄHLT SIND AUSDRUCK, IDEEN UND SIE. Bodo Linkohr Bürokonzepte Fischeräcker 14, 74223 Flein Tel. 07131/58 20 50 linkohr@linkohr-buerokonzepte.de www.linkohr-buerokonzepte.de

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HANSPETER FAAS Fest nie zustande gekommen. Inzwischen haben wir Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas dreimal interviewt. Alle zwei Jahre bitten wir ihn zum ausführlichen Gespräch, um über die Fortschritte der Buga zu reden. Besonderen Spaß hat uns die »Abrissparty« im alten Heilbronner Zollamt gemacht, die wir im Oktober 2015 auf der Buga-Baustelle durchführen durften. Ohne die persönliche Fürsprache von Hanspeter Faas wäre dieses rauschende Foto: Ulla Kühnle Es ist schon eine besondere Leistung, als kleines Team so beständig zu erscheinen und das Magazin zu einem medialen Teil der Stadt werden zu lassen, das an vielen Orten präsent ist. Mit seinen teils unkonventionellen Themen und einer ganz eigenen Mischung aus Interviews, Reportagen, manchmal auch frechen Kolumnen besetzt Hanix eine Nische in der Medienlandschaft dieser Stadt. Deren Akteure werden in den Betrachtungen oftmals nicht geschont. Hanix ist subjektiv in seiner Einstellung zur Stadt. Die Macher hinter Hanix sind unglaublich authentisch, sie leben Hanix. Das Heft sind die Macher, die Macher sind das Heft. Meine Gratulation zu 50 bisherigen Ausgaben – und viel Erfolg für die nächsten 50. Hanspeter Faas, Geschäftsführer Bundesgartenschau GmbH Foto: Patrick Labitzke HARRY MERGEL Unser Fotograf Patrick Labitzke hat das Stadtoberhaupt Harry Mergel an einem seiner ersten Arbeitstage zwölf Stunden für Ausgabe #29 hautnah begleitet: sei es am privaten Frühstückstisch, im Dienstwagen oder bei einem Besuch in der Moschee. Entstanden ist eine intime Fotostrecke, die den Arbeitsalltag eines Heilbronner Oberbürgermeisters zeigt, wie er noch nie gesehen wurde. Glückwunsch und Chapeau den Macherinnen und Machern zu einem halben Hundert Hanix-Ausgaben. Ich freue mich mit allen Beteiligten, dass das Herzblut, das sie seit Jahren investieren, dass der enorme Einsatz, dass sich Ausdauer und Kreativität durchgesetzt haben, wie auch die jüngste verdiente Auszeichnung zeigt: Hanix bietet Qualität und ist »Ideenstark«, wie längst überregional wahrgenommen und nun auch zum Glück gewürdigt wird. Erfrischend anders, mit einem oft überraschenden Blick auf Heilbronn und unsere Umgebung, klares Design, ästhetisch ansprechende Fotos, teils witzig-ironisch, manchmal frech, sarkastisch und beißend, aber nie verletzend: So erlebe ich Hanix seit nunmehr 50 Ausgaben. Das Wichtigste dabei für mich ist: Spürbar hinter allen Geschichten, ob im Text, im Bild oder meist in der gelungenen Verbindung von beidem ist die Liebe zum Detail, verbunden mit der Liebe zu Heilbronn und der Region und vor allem den Menschen, auch wenn dabei manchmal Charme und Schärfe Hand in Hand gehen. Der kreativ andere Blick, die alltäglich schönen und schön alltäglichen Seiten unserer Heimat kommen im Hanix seit der ersten Ausgabe immer wieder zur Geltung. Gerne erinnere ich mich an die fotografische Begleitung durch Patrick Labitzke. Umso schöner, dass die Fotos 2014 im Sommerheft zusammen mit den Fotos zur Fußball-Weltmeisterschaft erschienen sind. Mein uneingeschränktes Fazit kann nur lauten: Gäbe es Hanix nicht schon seit nunmehr 50 Ausgaben, es müsste erfunden werden. Harry Mergel, Oberbürgermeister Heilbronn Hanix Nr. 50 54 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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HEIKO KREITER Foto: Ulla Kühnle Heiko Kreiter hat mit Diginights mehr als ein Eventportal geschaffen. Diginights ist inzwischen international agierende Full-Service-Agentur für Clubs- und Veranstalter. Wir sprachen mit dem Heilbronner Unternehmer für Ausgabe #13 über das städtische Nachtleben, die Kunst als Chef Verantwortung abzugeben und den großen Vorteil Diginights in Heilbronn gegründet zu haben. Herzlichen Glückwunsch Hanix! Als das Hanix-Magazin vor sechs Jahren als Online-Magazin erschienen ist, haben wir das als Online-Plattform natürlich erst mal ganz genau beobachtet ... Es war eine sehr interessante Mischung aus hochwertigen Berichten, tollen interaktiven Inhalten und Videos. Sehr aufwendig produziert und mit viel Liebe zum Detail. Ehrlich gesagt haben wir uns gefragt, wie sich dieser Aufwand durch ein Online-Magazin refinanzieren lässt. Auch wenn sich der Fokus mittlerweile weg vom Online-Magazin in Richtung regelmäßiger Printausgabe bewegt hat, hat sich eines nicht geändert: Die Hanix-Inhalte sind immer sehr gut ausgewählt und recherchiert und präsentieren einen tollen Mix aus Kultur, Menschen und Aktuellem aus der Region Heilbronn. Ein Magazin, das aus Heilbronn nicht mehr wegzudenken ist. Ich wünsche dem Hanix-Team und ihrem Magazin noch viele weitere tolle Ausgaben! Heiko Kreiter, Gründer & CEO Diginights Bild: Original Postkarte Gruß aus Heilbronn, 1896 Zum Jubel-äum Herzlichen Glückwunsch Hanix Genuss aus alter Zeit Jubelbrand XO Limitiert auf 1861 Flaschen dem Gründungsjahr der Heilbronner „Hammer“-Brennerei www.Jubelbrand.de

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INGEBORG WENZEL Ingeborg Wenzel gründete 1985 in Heilbronn eines der ersten Unternehmen für Zeitarbeit. Da kannte man diesen Begriff noch kaum. Für unseren Beitrag über Heilbronner Frauen in Ausgabe #48 trafen wir die Hanix-Leserin der ersten Stunde zum Gespräch. Dabei offenbarte sie uns eine Marketingperle aus ihren Anfangsjahren. Ein Anzeigenmotiv, das sie mit ihrem Baby im Arm zeigt. Dazu der Slogan »Gesucht: Frauen, die Kinder und Beruf lieben«. Der Austausch mit Frau Wenzel ist immer gewinnbringend für uns. Foto: Privat Was es denn koste, das neue Gesellschaftsmagazin aus Heilbronn, wollten die Leser wissen, als sie im September 2011 die erste Ausgabe online sahen. »Ha, nix!« war die Antwort. Und damit war auch gleich der Name gefunden. Inhaltlich kann von »nix« allerdings keine Rede sein. Ganz im Gegenteil. Frisch, kreativ, inhaltsstark und frei in Ihrer Meinungsäußerung präsentieren Sie mit Ihrem Team eine ganz neue Art der Berichterstattung, die es so in Heilbronn und Umgebung noch nicht gab. Sie folgen dem journalistischen Grundsatz »Schreibe, was ist« – unerschrocken und unaufgeregt. Legen den Finger in die Wunde, wo es nottut, analysieren, kommentieren, karikieren und persiflieren beherzt und mit Humor, mit Witz und Ironie, aber auch mit viel Sachverstand und Respekt gegenüber den Themen und Alltagssituationen. Gesellschafts- und kulturpolitische Themen, stets mit Fokus auf Heilbronn, machen dabei den Kern Ihres Magazins aus. Der Schritt vom reinen Online-Magazin hin zu einer gedruckten Ausgabe mag im ersten Augenblick rückwärtsgewandt erscheinen. Er war auf jeden Fall gegen den Trend, aber er war goldrichtig. So erreichen Sie auch eine Zielgruppe, die nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitzt oder permanent das Handy in der Hand hält. Zu Recht wurden Sie gerade erst für Ihre nicht alltägliche Art des Blattmachens ausgezeichnet. Dazu, aber auch zur 50. Ausgabe Ihres tollen Magazins, gratuliere ich herzlich, verbunden mit dem Wunsch, dass Sie uns Heilbronnern auch weiterhin Denkanstöße geben und uns noch lange an Ihrer Sicht der Welt teilhaben lassen. Und wenn Sie mich fragen, was ich zu beanstanden habe? Ha, nix! Ingeborg Wenzel, Geschäftsführerin Wenzel & Partner, Heilbronn Hanix Nr. 50 JÜRGEN WINKLER Foto: Meli Dikta Jürgen Winkler, Landwirt und Besitzer des WINO- Biolandbau-Hofes in Brackenheim, sieht gute Chancen für die Weiterentwicklung ökologischer Landwirtschaft. Wir haben für Ausgabe #46 mit ihm darüber gesprochen. Nachdem unsere gemeinsame Verlosungsaktion von Biokisten mit Obst und Gemüse überaus erfolgreich lief, konnten wir die Brackenheimer als Anzeigenkunden gewinnen. Da sitze ich das erste Mal im Mangold. Ich überlege mir als Gärtner, wie der Laden zum Gemüsenamen kommt und blättere gleichzeitig im Hanix. Plötzlich spüre ich, es tut sich was in Heilbronn, die Stadt wurde in den letzten Jahren von verschiedensten Akteuren wachgeküsst. Und da ich mit meinen genialen Bioprodukten einen Teil zu dieser Wach-Knutscherei beitrage, verbindet mich vieles mit Hanix. Heilbronn mausert sich zur jungen, Neubürger anziehenden Stadt. Mit der Neckarmeile als Publikumsmagnet und einer modernen Kunstszene bietet sie einiges! Frisch und attraktiv für alle Altersgruppen. So wie Hanix. Hanix zeigt was Heilbronn kann, geht hinter die Kulissen und spricht mit interessanten Stadtund Land-Menschen. Aus Heilbronn, für Heilbronn, von Heilbronnern. Hanix – ich gratuliere euch zur 50. Jubiläumsausgabe! Jürgen Winkler, Inhaber WINO-Biolandbau-Hof 56 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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OLIVER PALKO & KATHARINA HUBER Foto: Privat Hanix Nr. 50 Seit etwas über zwei Jahren haben Katharina Huber und Oliver Palko das Zepter im Alten Theater übernommen. Inzwischen sind die beiden Stuttgarter überzeugte Heilbronner geworden. Wir sprachen für Ausgabe #47 mit den Quereinsteigern in Sachen Kulturwirtschaft und Kleinkunstbühne über deren Naivität beim Kauf des Alten Theaters, ihre Pläne mit dem zugehörigen Hotel, die Kunst Aromen harmonisch zusammen zu kochen und die nötige Disziplin, um sich nicht zu Tode zu schuften. Und ab und an leihen wir unsere Maike gerne ans Alte Theater aus. Hanix wird 50 und das Alte Theater Heilbronn hat die Ehre zu gratulieren! Hanix hat sich 50 Mal Heilbronn gestellt. Hanix hat 50 Mal Heilbronner gesucht, gefunden und einzigartig präsentiert. Hanix hat sich 50 Mal – auf gut schwäbisch – den Arsch aufgerissen, um Ausgabe für Ausgabe zu begeistern, anzuecken und neue Sichtweisen darzustellen. So lasst uns gratulieren, die Korken knallen und ... und was? Im Ernst, was steckt denn wirklich in Hanix, worin liegt seine Tiefe, was ist denn das Besondere an Hanix? Wenn Katharina und ich an Hanix denken, dann sehen wir drei ganz besondere Menschen vor uns. Diese Menschen sitzen ab und zu in unserem Theatergarten und teilen Gedanken und Ideen, Sorgen und Freuden. Und wenn wir Robert, Marcel und Maike lauschen, dann hören wir in den Zwischentönen diese so außergewöhnliche Wertschätzung und Leidenschaft. Eine Gabe, etwas ganz Besonderes, was uns im Moment des Schreibens an eine Geschichte über Mohandas Karamchand Gandhi erinnert: Als Ghandi einmal in einen Zug einstieg, verlor er beim Einsteigen eine Sandale. Unglücklicherweise setzte sich der Zug schon in Bewegung und Ghandi konnte seine Sandale nicht mehr holen, sie blieb auf dem Bahnsteig liegen. Ghandi zog seine zweite Sandale aus und warf sie auf den Bahnsteig. Die Passagiere schauten sich verwundert an und fragten ihn, warum er das getan hatte. Ghandi antwortete mit einem Lächeln: »Statt dass ich mit nur einem Schuh herumlaufe, kann derjenige, der die beiden Schuhe findet, ein Paar haben und sie wirklich nützen.« Diese lebensbejahende und mitmenschenfreundliche Denke ist in Robert, Marcel und Maike tief verankert. Das kann man in jeder Ausgabe Hanix, bei jeder Begegnung und in jedem neuen Ideenstreich der drei fühlen. Hanix ist mit Abstand das wundervollste Stadtmagazin, das wir, in unseren Leben zwischen Kairo, Stuttgart und Paris, kennenlernen durften. Und der tiefe Grund, warum dieses Magazin so einzigartig und lebensversüßend ist, liegt nicht nur in den spannenden Heilbronner Geschichten, nicht im investigativen, urteilsfreien Stil, nicht im Kulturfördernden und auch nicht in der detailverliebten, augenschmausfreudigen Gestaltung oder dem hochwertigen Druck. Das alles sind Ergebnisse aus harter Arbeit und konsequentem Qualitätsanspruch der drei. Der tiefliegende Grund, warum das Magazin so einmalig ist, liegt an den zauberhaften und unwiderstehlich liebevollen Menschen: Robert, Marcel und Maike, an deren kraftgebenden Familien und an den unterstützenden Schreibern, Fotografen und helfenden Köpfen und Händen. Für alle Hanix-Macher, -Beteiligte und -Unterstützer: »Danke, dass es euch gibt. Danke, dass ihr einen besonderen und wichtigen Teil dazu beitragt, dass unsere Stadt Heilbronn attraktiv und außergewöhnlich wird und bleibt.« Oliver Palko & Katharina Huber, Inhaber Altes Theater Heilbronn TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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MARK BENECKE Foto: Meli Dikta Er ist der bekannteste Kriminalbiologe der Welt. Er ist Dr. Mark Benecke. Wir sprachen mit dem Kölner für Ausgabe #47 in Regensburg über langweilige Journalistenfragen, das Wattestäbchen-Phantom von Heilbronn, den immer noch ungeklärten Tod von Uwe Barschel, sein Verhältnis zu Gunther von Hagens und seinen Vortrag »Dr. Mark Benecke trifft Körperwelten« in Stuttgart. Alles zum Touren steckt im schönen Foto des Hanix: glänzendes Gold und schimmerndes Schwarz, so wie das Leben. Und alles dazwischen, das ist luftig und die Lücke zwischen den Endpunkten. Was das Polyester-Tier auf meiner Schulter macht, weiß keiner, vielleicht ist es ein entflohener Rasierpinsel? Man weiß so wenig. Natürlich gibt es im Leben auch immer einen changierenden Boden sowie das Ende der Vorhänge. Soviel tiefschürfendes lockt nur Hanix aus mir raus. Danke, Ihr Coolen! Euer Marky Mark Dr. Mark Benecke, Kriminalbiolog Foto: Memo Filiz MARC WÖHR Der Neckarsulmer Marc C. Woehr hat in den 80er und 90er Jahren seine Graffiti an guten Stellen im Unterland, Süddeutschland und der Schweiz angebracht. Heute arbeitet er als freischaffender Künstler und lebt in Stuttgart. Seine Urban Art sorgt inzwischen auch auf großen Kunstmessen für Aufsehen. Wir trafen ihn für Ausgabe #4 in seinem Stuttgarter Atelier. Unser Hanix-Highlight war die Vermittlung von Woehrs Kunst für eine Ausstellung an der DHBW Heilbronn. Da ich weltweit viel in Städten unterwegs bin, bekomme ich viele Magazine in die Finger, aber warum immer so weit reisen, denn das Gute liegt so nahe! Viele Jahre hab ich in Heilbronn verbracht, viele tolle Geschichten erlebt. Das Hanix-Magazin hat es geschafft, weiterhin tolle Geschichten aus meiner Heimat aufzuschreiben und mich damit bestens zu informieren und zu unterhalten. Auf meinen Trips rund um die Welt freue ich mich immer, wenn ich im Hanix ein Stückchen Heimat zum Durchblättern habe. Worüber ich mich sehr freue, ist, dass es ein so professionelles Magazin gibt, das Heilbronn in allen Facetten spiegelt. Oft würde ich mir das auch für Stuttgart wünschen! I like! Die Macher Marcel und Robert mit ihrem tollen Team tragen dafür Sorge, dass Heilbronn durch das Hanix-Magazin einen echten Mehrwert hat. Hiermit wünsche ich euch, liebes Hanix-Team, zu eurer 50. Jubiläumsausgabe das Beste! Geht über Grenzen, breitet euch aus, und wenn euch HNX zu klein wird, denkt groß und werdet noch größer. Ich würde mich sehr freuen. Props für euer Schaffen! Euer Marc C. Woehr, Künstler Hanix Nr. 50 58 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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Foto: Ulla Kühnle DR. MARC GUNDEL Dr. Marc Gundel wurde 2004 im zarten Alter von 34 Jahren Direktor der städtischen Museen in Heilbronn. Wir trafen ihn erstmals 2012 für ein ausführliches Hanix-Gespräch für Ausgabe #10. Unzählige Male haben wir von Ausstellungen der Städtischen Museen berichtet und international bekannte Künstler bei ihrer Visite in Heilbronn interviewt. Ein besonderes Highlight war 2016 die Hanix-Hollywood-Party in und vor der Kunsthalle Vogelmann, als über 300 Partygäste bei Kurzführungen die Sam-Shaw-Ausstellung besuchten. Am 4. August gibt es eine Neuauflage. Motto: The Golden Fifty! Ich erinnere mich gut, als Robert Mucha mich im Frühjahr 2011 im Museum aufgesucht hat, um die Idee eines Stadtmagazins vorzustellen. Er ist aus Berlin nach Heilbronn zurück, schlug also den umgekehrten Weg vieler Kreativen ein. Das war mir ebenso sympathisch wie seine tollen Referenzen, vor allem die 11 Freunde hatten es mir angetan. Seine Vorstellungen klangen wenngleich nicht verwegen, doch ein wenig blauäugig. Heilbronn wird ihn schon erden, dachte ich und gab dem Magazin zehn Ausgaben. Nun sind es 50 geworden, Hanix hat sukzessive an Profil gewonnen und tut Heilbronn gut. Glückwunsch zum Jubiläum, lieber Robert Mucha, lieber Marcel Kantimm, so wie zum Stehvermögen, zur flotten Feder und zur pfiffigen Konzeption. Dr. Marc Gundel, Direktor Städtische Museen Heilbronn PLANSTUDIO gratuliert HANIX zur 50. Ausgabe! Entwurf und Planung Innenarchitektur Individuelle Einrichtungsgegenstände PLANSTUDIO Licht & Lebensart Schwabenstraße 18 74626 Bretzfeld-Schwabbach T +49 7946 989 9570 F +49 7946 989 9568 store@plan-studio.de www.store.plan-studio.de

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MARKUS WEISSER In Zeiten, in denen Traditionsmarken oft in der Versenkung verschwinden, hat Markus Weisser den Spieß umgedreht und hat mit Hammer-Jubelbrand eine alte Heilbronner Weinbrandgeschichte wiederbelebt. Wir haben in Ausgabe #41 seine »Schnapsidee« vorgestellt. Foto: Ulla Kühnle Liebes HANIX-Team, zu eurem 50. Jubiläum meinen herzlichen Glückwunsch! Ihr habt den Blick für die Menschen und Geschichten abseits der großen Schlagzeilen und berichtet über die Macher im Hintergrund, denen die Entwicklung unserer Region ebenso am Herzen liegt wie euch selbst. Jede einzelne Ausgabe ist stets kurzweilig, informativ und unterhaltsam. Durch eure Arbeit bereichert ihr das kulturelle Leben in und um Heilbronn. Ihr seid die ersten gewesen, die über meine »Schnapsidee«, die Heilbronner Kultmarke »Hammer-Jubelbrand« wieder in die Regale zu bringen, berichtet habt. Dafür und für die seither gewachsene Zusammenarbeit danke ich euch sehr! Mögen noch viele weitere Jubiläen folgen. Und jetzt: Hoch die Tassen! Euer Markus Weisser, Wiederbeleber Jubelbrand Die Förderung seelischer Gesundheit und erfolgversprechende Rehabilitation steht für Martina Wieland bei ihrer Arbeit an erster Stelle. Wir sprachen mit der Geschäftsführerin des Therapeutikum Heilbronn für Ausgabe #47 über ihre zwölfjährige Tätigkeit als Chefin der Rehabilitationseinrichtung. Beim Interview nahm sich Martina Wieland statt der zugesagten halben Stunde fast 90 Minuten für uns Zeit. MARTINA WIELAND Foto: Nele Munz Liebes HANIX-Team, bis vor fünf, sechs Jahren gab es nix in Heilbronn und jetzt gibt es so viel Neues: Hanix, Marrahaus, Buga, Pfeffer und noch vieles mehr. Das macht so viel Spaß, hier zu leben und deshalb Danke an Hanix, dass ihr das schöne Leben in Heilbronn aufdeckt. Doch das Leben ist kein Ponyhof (kleiner Wink an eine mir vertraute und geschätzte Person), sagt man und frau, und deshalb sind die Interviewpartner von Hanix auch Personen, die sich in der Community sozialpolitischen Themen berufsbedingt oder ehrenamtlich widmen. Alles hat eben zwei Seiten: Gesundheit und Krankheit, Glück und Unglück, Groß und Klein, Arm und Reich, Flüchtling und Einheimischer. Aber gemeinsam sind wir stark! Und mit Hanix auf der richtigen Spur. Viel Erfolg für die nächsten 1.000 Ausgaben für eine lebens- und liebenswürdige Stadt. Eure Martina Wieland, Geschäftsführerin Therapeutikum Heilbronn Hanix Nr. 50 60 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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MATTHIA LÖBKE Dr. Matthia Löbke zog es aus dem Rheinland nach Heilbronn, um als Ausstellungsleiterin des Heilbronner Kunstvereines zu fungieren. Wir sprachen in Ausgabe #24 für unser Titelthema »Kunst und Kultur« Ende 2013 mit ihr über die lange Tradition des hiesigen Kunstvereines, die fehlende Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit und die Zukunftsperspektive für die Kunst- und Kulturstadt Heilbronn. Foto: Patrick Labitzke Liebe Hanix-Leute, zum 50sten Hanix gratuliere ich ganz herzlich! Anlässlich eurer Anfrage für ein paar Zeilen zum Jubiläum stellte ich mir die Frage, was Hanix eigentlich bedeutet. Im »Hanix« die schwäbische Sprachform des Nichtstuns zu erkennen, war für mich als gebürtige Westfälin nur mit Nachhilfe möglich. Dass dieses Nichtstun, ganz in der Tradition des klassischen Flaneurs, produktiv ist, beweist ihr seit 2011. Ich freue mich auf jede Ausgabe, in der ich immer wieder auf für mich neue Orte und Menschen in Heilbronn aufmerksam gemacht werde, amüsante Geschichten, interessante Interviews und Berichte lesen kann, begeisternde Fotos sehe und mich über die Thekenphilosophen amüsiere (zur Ausgabe 49: Lieber Herr Munz, das Kulturprogramm lädt nicht nur zum Weinen ein – ich nehme Sie mal in unseren Verteiler auf!). Und last, but not least: Ihr seht gut aus! Als Oldie (der Kunstverein Heilbronn geht in das 138. Jahr) wünsche ich euch also von Herzen alles Gute für die nächsten 50, oder, um es mit dem Titel eurer Ausgabe #15 zu sagen: Forever young, I want to be forever young! Dr. Matthia Löbke, Ausstellungsleiterin Kunstverein Heilbronn IHR SEID AUSGEZEICHNET! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM JUBILÄUM! BERUFLICHE SCHULEN BERUFLICHE BILDUNG SPRACH INSTITUT Es grüßt aus der Nachbarschaft das IB Bildungszentrum Heilbronn Internationaler Bund e.V. | Knorrstraße 4-8 | 74074 Heilbronn 07131/78090 | www.ib-heilbronn.de | schulen-heilbronn@internationaler-bund.de

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MATTHIAS BULLING Für eine der ersten Ausgaben trafen wir 2011 die Bullings im Alten Theater Sontheim. Ein Interviewtermin war ausgemacht. Schnell war klar – die gemeinsame Wellenlänge zwingt zum Weintrinken nach getaner Arbeit. Und so wurde aus einem normalen Gesprächstermin ein geselliger, vinophiler Abend, der mit einer Taxifahrt nach Hause endete. Unser Auto haben wir dann am nächsten Spätvormittag in Sontheim geholt. Immerhin hat niemand von uns gefragt: »Ey man, wo ist mein Auto?« Foto: Markus Palmer Ich kannte das Hanix nicht, als sich der Chefredakteur und seine Fotografin zum Interview ankündigten. Damals im Alten Theater Heilbronn-Sontheim. Aber ich sollte es kennenlernen, das Magazin mit intellektuellem, kreativem und gesellschaftlichem Mehrwert: außergewöhnlich und dabei authentisch, bedeutsam und dennoch unprätentiös, engagiert und inspirierend. Die »erfrischend andere« Begegnung war nicht nur, aber auch für uns, die jungen Theaterleute und Veranstalter der Sontheimer Bühne, Impuls gebend. Denn die Hanix-Macherinnen und -Macher haben ihn: den gewissen Blick auf die Besonderheiten ihres Umfelds, das Kolorit von Stadt- und Landkreis. Dadurch schenk(t)en sie mir das ersehnte Gefühl von »ein bisschen Kiez im Ländle« – nach wie vor gehören sie zu einer »lebendigen Szene«, die durch sie mit geschaffen und erst möglich wurde. Bis heute lerne ich im Magazin Heilbronn und Umgebung mit wachen Augen immer wieder neu kennen – sehe, was die Stadt und die Kreativen der Region ausmacht, bewegt – und arbeite in diesem Kontext selbst noch ein bisschen lieber in jener künstlerischen Heimat. In diesem Sinne, lieber Robert, liebes Team: Keep on rocking! Ihr seid speziell und wichtiger denn je! Wir brauchen euren Blick auf die Specials! – Damit wir weiter durch Hanix-Augen schauen, lesen, (er)leben lernen. Happy 50th! Herzlich! Euer Matthias Bulling, Geschäftsführer und Künstlerischer Direktor Bulling Entertainment GmbH Foto: Privat NADJA HÖCKEL Hanix Nr. 50 Nadja Höckel ist Marketing-Leiterin im Porschezentrum Heilbronn. Seit der ersten gedruckten Best-of-Ausgabe im Frühjahr 2014 ist sie persönlich leidenschaftliche Hanix-Leserin und das Porschezentrum Heilbronn treuer Anzeigenkunde. Durch ihre Vermittlung gelang es uns eines der seltenen Interviews mit dem damaligen Porsche-Marketingchef Andreas Henke zu bekommen. Liebes Hanix, ich gratuliere dir von Herzen zu deiner 50. Ausgabe und freue mich riesig mit dir und den lieben und tollen Menschen, die hinter dir stehen und ihr Herzblut in dich packen! Und auf die nächsten 50 Ausgaben – erst Mal. Ich freue mich so sehr, weil du mir so viel Freude machst – beim Textelesen, beim Rumblättern und beim Fotosanschauen. Weil du was ganz Besonderes bist. Weil du dich toll anfühlst und weil du lustig bist und spannend, weil du aber auch ernst sein kannst und Dinge hinterfragst und weil du mich erstklassig unterhältst. Du hast einen Blick für die schönen Dinge, auch für die auf den zweiten Blick, bist kunstinteressiert und kennst sie alle in Heilbronn: die besonders schönen Plätze, die liebenswerten Eckkneipen, hippen Bars und herausragenden Restaurants, die interessanten Menschen, spannenden Ausstellungen, großen Festivals und kleinen Feste, die alteingesessenen Geschäfte und die schrulligen kleinen Lädchen und du hast sie mir in den vergangenen 50 Ausgaben alle vorgestellt und mir damit einen ganz neuen Blick auf und eine ganz neue Liebe zu Heilbronn eröffnet. Wie wahrscheinlich noch vielen Menschen mehr – und du tust damit eine ganze Menge für unsere Stadt. Gleichzeitig guckst du aber auch immer hinüber, in die Welt, die hinter Heilbronn und der vertrauten Heimat anfängt. Du schaust in die Zukunft und vergisst aber auch die Vergangenheit nicht. Und du kannst ganz großartige Feste feiern und du bist wunderschön. Du engagierst dich für deine Stadt und ihre Menschen. Und ausgezeichnet wurdest du inzwischen auch schon, sogar zwei Mal. Und du schaffst es sogar, dass Frauen dich ganz freiwillig (wie ich annehme) einen Blick in ihre Handtasche werfen lassen. So, wie dich, so wünscht sich sicher eine ganz beachtliche Menge Männer und Frauen ihren Traumpartner, oder eben auch ihr Lieblingsmagazin. Mein Herz hast du auf jeden Fall im Sturm erobert. In diesem Sinne: Cheers und auf die nächsten 50! Nadja Höckel, Marketing-Leiterin Porschezentrum Heilbronn 62 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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NATALIE SCHEERLE-WALZ Mit zwei neu konzipierten Ausstellungsräumen will das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum in Neckarsulm neue Besuchergruppen gewinnen. Wir trafen Museumsleiterin Natalie Scheerle-Walz im Frühjahr 2015 für unsere »Zweirad«-Ausgabe und sprachen mit ihr über den Erfolg des neuen Konzeptes, Männerträume und den gesteigerten Testosterongehalt der Museumsbesucher beim Verlassen der Ausstellungsräumlichkeiten. Foto: Memo Filiz Hanix steht für den Mut, die Stadt Heilbronn und ihre Region mit anderen Augen zu sehen, die Stadt zu lieben, die ungewöhnlichen Seiten zu zeigen, die kreativen Menschen zu entdecken und einer breiten Leserschaft zu zeigen, dass Heilbronn eine moderne Stadt im Wandel ist. Das grafisch neu interpretierte Stadtmagazin bietet mir immer wieder spannende Einblicke, Hoffnungsblicke, Berichte und Personen, die das Leben in unserer Stadt wieder ein Stück lebenswerter machen. Hanix schafft es, eine generationsübergreifende Zielgruppe zu erreichen, zumindest mein Hanix wird von der Tochter bis zu meiner 84-jährigen Mutter gelesen. Und mein persönliches Exemplar geht auch immer über die Stadtgrenze hinaus nach Karlsruhe, sodass Heilbronn auch dort als Impulsstadt wahrgenommen wird. Danke an alle MitarbeiterInnen des Magazins für dieses (neue) Stück Heimat. Herzliche Grüße, Natalie Scheerle-Walz M. A., Leiterin Deutsches Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm und Stadtmuseum Neckarsulm

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PROF. DR. NICOLE GRAF Eine Frau, die für die rasante Entwicklung des Hochschulstandortes Heilbronn federführend mitverantwortlich ist, ist Nicole Graf, die Leiterin der DHBW in Heilbronn. Wir trafen die Wirtschaftswissenschaftlerin am Bildungscampus für ein ausführliches Interview für Ausgabe #27.Darüber hinaus gab es zwei von Hanix initiierte Ausstellungen an der DHBW Heilbronn. Aktuell haben wir gemeinsam mit der DHBW Heilbronn ein kooperatives Forschungsprojekt zum Thema »Schwarmstadt Heilbronn« ins Leben gerufen. Foto: Memo Filiz Herzlichen Glückwunsch zu 50 Ausgaben Hanix! Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich die Macher von Hanix in ihren ersten Schaffensphasen erleben durfte. Sie haben mich damals in meinem Büro an der DHBW besucht und ich hatte gleich zu Anfang des Gesprächs das Gefühl, dass Robert Mucha und Marcel Kantimm einen anderen Blick auf die Dinge haben als viele andere Menschen. Was Hanix für mich so besonders macht, ist, dass es Facetten und Themen aufgreift, die in Heilbronn sonst eher erst auf den zweiten Blick erkennbar werden. Und Perspektiven nicht nur auf die Oberfläche projiziert, sondern auch auf das, was sich dahinter verbirgt. Die Kultur und Subkultur, die Menschen, das Leben, das Feiern und das Arbeiten in Heilbronn. Vor einiger Zeit auch zu sehen in der Vernissage bei uns an der DHBW mit den Fotografien zur »Heimatliebe« von Melanie Dikta – die im Nachgang unter den Hammer kamen und nun vermutlich zahlreiche Räume schmücken. Nicht zu vergessen die Hanix-Parties, auf denen sich immer eine spannende Mischung an Gästen tummelt und die für ihre legendäre Stimmung bekannt sind. Mit all diesen Dingen leistet Hanix einen außerordentlich wertvollen Beitrag zur Entwicklung eines jungen, modernen Heilbronns mit vielen Studenten und pulsierender Vielfalt. Nach den ersten Phasen als reines Online-Magazin gibt es – glücklicherweise für meine Generation – Hanix nun doch mehr in Print. Ich freue mich riesig, dass nun bereits die 50. Ausgabe gefeiert werden kann – 50 Ausgaben sind eine tolle Bilanz voll mit schönen Geschichten, Bildern und Impressionen! Ich beglückwünsche alle (Mit-)Macher und Beteiligten zu diesem Jubiläum. Und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg, Sie sind eine Bereicherung für Heilbronn! Ihre Prof. Dr. Nicole Graf, Rektorin DHBW Heilbronn Foto: Ulla Kühnle PHILIPP Philipp Kionka war entscheidender Helfer und Netzwerker der ersten Hanix-Stunden. Dazu hat er innovative Filmformate für die Online-Ausgaben entwickelt und produziert. Was haben wir gut gegessen! In diversen Ausgaben haben wir über ihn und seine wichtigen Projekte wie z. B. »Wohnraum Heilbronn« berichtet. Ohne Philipp wäre Hanix nie angerollt. KIONKA Was für wundervolle aber auch turbulente Jahre und 50 Magazine! Ich saß 2010 auf einem Medizinball wippend in meinem damaligen Werbeagenturbüro im Kreativzentrum Heilbronn, als Robert rein kam, die Idee eines Stadtmagazins vorstellend mit den Worten »mir wurde gesagt, du kennst hier viele Menschen« und *zack!* waren wir dabei, Freunde, Geschäftspartner, Visionäre mit dem Ziel die Selbstwahrnehmung der HeilbronnerInnen zu verändern! Denn wir fanden und finden es hier sehr liebens-, lebens- aber auch förderungswert. Nach einem Jahr Entwicklungszeit, dem Digitalkraftakt von 125 (!) Seiten zur ersten Ausgabe mit dem Titelthema »Energie«, sehr lustigen Filminhalten wie »Der Kühlschrank von..«, vielen tollen Ausflügen des gemeinsamen, wachsenden Netzwerkes (ja, denen weine ich nach!), extrem viel Lerneffekten und wundervoller Lebenszeit widmete ich mich schließlich neuen Projekten. Trotzdem trage ich seitdem das Hanix im Herz und auf der Zunge, seit den Printausgaben auch immer Menschen von unseren Studenten bis zu Freunden auf der ganzen Welt mit dem aktuellen Magazin versorgend. Was war das für eine Energie an der Releaseparty im alten Zollamt! Da wurde mir erneut bewusst, wieviel herzliche und aktive Menschen, Stadtentwickler und Lebensraumtraumschaffer das Hanix zusammenführt. Wie es Blickwinkel verändert, Impulse gibt und das wohl größte und wichtigste Stadtmarketinginstrument geworden ist. Wieviele interessante Leser das Hanix vereint, Menschen (re)aktiviert, sich an der Gestaltung ihrer Lebensumgebung zu beteiligen und wieviel wundervolle Geschichten und Menschen sich unter der Oberfläche der regulären Berichterstattungen befinden. Nach so viel Ausgaben heißt es jetzt durchhalten oder durchdrehen! Danke, dass ihr euch vor einigen Jahren wieder Heilbronn zugewandt habt und hej!, absolut okay, wenn es mal woanders für euch weiter geht. Danke für die viele schöne Lebenszeit! #WasmachettSieheudOwed? #HANIX! Liebe! Philipp Kionka, Macher Wohnraum Heilbronn/Kreativzentrum Heilbronn und »Büro für kulturelle Weiterentwicklung« 64 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX Hanix Nr. 50

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Foto: Ulla Kühnle MANUEL SCHULLER / WTF Frühjahr 2014 im Falafelbüdchen unseres Vertrauens. Wir sitzen gemütlich auf eine Tasse Tee mit Manuel Schuller (rechts auf dem Foto), Ferdinand Walch (links) und Steffen Störmer (Mitte) zusammen, die in München (Schuller), Berlin (Walch) und eben Heilbronn (Störmer) beheimatet sind und denen es trotz dieser großen Distanzen zueinander gelingt, sich zu koordinieren und etwas in der Kätchenstadt, aber auch deutschland- und europaweit zu bewegen. Steffen Störmer aka Candy Pollard spielte vor wenigen Wochen sein erstes Set im weltbekannten Berghain in Berlin. Ich denke, das wohl ehrlichste und beste Interview, das es über uns, das WTF-Kollektiv, bislang gab, hatten wir damals in einer der letzten »Online Only«-Ausgaben bei euch – dieses leite ich heute noch Leuten weiter, die gern eine Definition davon haben wollen, wie ich und wir denn so ticken. Zeitlos gut einfach – wie so viele Dinge bei euch! Und seit es euch als Print gibt, ist es für mich als Wahl-Münchener, der sich aber nach wie vor Heilbronn doch sehr verbunden fühlt, jedes Mal ein kleines Happening, die neueste Ausgabe in den Händen zu halten, wenn ich mal wieder vor Ort bin! Heilbronn ist keine einfache Stadt, wie ich es auch schon oft am eigenen (Veranstalter-)Leib erfahren musste. Deshalb weiß ich euer Schaffen doppelt zu schätzen! Thumbs up, danke, dass es euch gibt und nur das Allerbeste wünsche ich euch! Auf noch viele weitere Ausgaben! Manuel Schuller, Veranstalter, Tausendsassa & Kopf des »Who the Fuck«-Kollektivs Gratulation zur Jubiläums- Ausgabe Nr. 50! Erfrischend natürlich und so lecker wie selbstgemacht: Unsere neue Genuss-Limonade gibt es in den drei wunderbar fruchtigen Sorten Zitrone, Rhabarber-Mirabelle und Orange-Mandarine. Und weil sie keine Konservierungsstoffe, künstlichen Farbstoffe und künstlichen Süßstoffe enthält, dafür aber bestes Teinacher Genießer-Mineralwasser, ist unsere Genuss-Limonade immer ein echter, unverfälschter Genuss. Anbieter: Mineralbrunnen Teinach GmbH · Badstraße 41 · 75385 Bad Teinach · www.teinacher.de

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RALF KLENK Die erste Begegnung mit Ralf Klenk fand im Sommer 2012 für ein Interview über die von ihm gegründete Stiftung »Große Hilfe für kleine Helden« für das Titelthema »Kinder« statt. Seither gab es zig weitere Treffen, in denen uns der Selfmade-Unternehmer als Sparringspartner mit seiner Erfahrung und Rat zur Seite steht. Jahre nach dem ersten Interview gestand Klenk, dass er den Termin als vertane Lebenszeit verbucht hatte, als ihm damals Chefredakteur Robert Mucha im Fußballtrikot zum Gespräch entgegentrat. Klenk musste im Nachhinein gestehen, dass ihm noch kein besser vorbereiteter Journalist Fragen stellte. Ein subtiles Detail, das Klenk damals entging: Robert Mucha trug ein Barca-Trikot – mit dem UNICEF-Logo auf der Brust. Foto: Memo Filiz Lieber Herr Kantimm, lieber Herr Mucha, liebes Hanix-Team, zunächst einmal herzliche Gratulation zur Auszeichnung bei der Landeskonferenz der Kreativwirtschaft vor wenigen Wochen. Die Auszeichnung zeigt eindrucksvoll die Qualität und Bedeutung, die eine überregionale Jury dem Hanix-Magazin und damit eurer Tätigkeit beimisst. Ohne Fördermittel und ohne »öffentliche Unterstützung« erscheint nun bereits die 50. Hanix-Ausgabe. Es ist schlichtweg unglaublich, was ihr als Magazin aus Heilbronn für Heilbronn und die Heilbronner bewegt. Von Jung bis Alt mit Themen aus Kultur und Wirtschaft, Einblicken in subkulturelle Themen und hochinteressanten Spots ist es euch gelungen, eine hochemotional positive Leserblattbindung zu schaffen. Es gelingt euch, selbst solche »Ur-Heilbronner« wie mich, mit eurem ganz speziellen Blickwinkel immer wieder auf neue Facetten in unserer Stadt und wunderbaren Region hinzuweisen. Es ist beeindruckend, wie ihr mit viel Herzblut und unglaublichem Engagement euer Magazin von Ausgabe zu Ausgabe verbessert, und dies im knallharten Medienwettbewerb. Es ist keine Frage: Hanix ist eine unglaubliche Bereicherung für unsere Stadt und die Kultur. Ihr gebt einem fast schon das Gefühl von großstädtischer Urbanität. Kurzum: Ich bin stolz darauf, euch auf eurem Weg etwas begleiten zu dürfen. Euer Ralf Klenk, Unternehmer & Stifter REINER PFISTERER Reiner Pfisterer arbeitet als freier Fotograf. Ob in Buenos Aires mit den Toten Hosen, im Silicon Valley mit Ministerpräsident Kretschmann oder als Haus- und Hoffotograf des VfB Stuttgart und von 1899 Hoffenheim. Für Hanix porträtierte Reiner Pfisterer unter anderem Sascha Lobo für Ausgabe #44. Foto: Reiner Pfistrer Hanix Nr. 50 Nein Heilbronn, das mit dir und mir, das ist keine alte Liebe. Aufgewachsen zwischen Stuttgart und Heilbronn gab es in meiner Kindheit und dem Erwachsenwerden nur die Richtung zur Landeshauptstadt hin. Die Jugendspiele mit meinem FSV 08 Bissingen gegen diverse Heilbronner und Böckinger Mannschaften blieben auch nicht wirklich nachdrücklich im Gedächtnis. Musste ich später dann doch mal mit dem Auto durch dich hindurch, verfuhr ich mich nicht nur einmal. Krönung dieses gestörten Verhältnisses war dann im Jahre 2009 mein einzig absolvierter Halbmarathon. Gut vorbereitet war ich in der Lage, zwei Stunden lang zu laufen, das sollte reichen, um ans Ziel zu kommen. Es reichte bis Kilometer 18, dann verließen mich die Kräfte. Doch ich kämpfte weiter, irgendwie musste ich ja ans Ziel kommen. Als es dann kurz vor dem Frankenstadion über den Neckar ging, dachte ich, alles wird gut. Ich sah beim Einlauf ins Stadion ein großes aufgeblasenes Gummiteil, durch das man durchlaufen musste. Für mich das Synonym des Zieles: Ich ließ mich sofort auf den Boden fallen. Total kaputt, wie ein Käfer auf dem Rücken, lag ich da. Hilfsbereiten Sanitätern, die schnell zur Stelle waren, vermittelte ich, dass ich zwar in einem schlechten Zustand sei, aber durchaus glücklich, es geschafft zu haben. Mir wurde aber schnell deutlich gemacht, dass das wirkliche Ziel erst nach einer weiteren halben Stadionrunde erreicht sei. Fassungslos richtete ich mich auf, aber es ging einfach nicht mehr. Ohne lange zu zögern, setzten mich die netten Rettungskräfte in einen Rollstuhl und schoben mich die letzten 200 Meter ins Ziel. Das war der Tiefpunkt zwischen dir und mir, es konnte nur besser werden. Und du Hanix, mit deinem engagierten Team, brachtest die Wende. Ich bin voller Respekt, wie du es geschafft hast, den Weg vom Netz zum Print zu gehen und mir dabei die Stadt und die Menschen von einer ganz neuen, mir bisher unbekannten Seite zu zeigen. Es ist mir eine große Freude, auch meine Fotos ab und zu bei dir präsentieren zu können. Seien es die Wohnzimmer der Toten Hosen, die wunderbare Liedermacherin Sarah Lesch oder der Querdenker Sascha Lobo. Wenn Robert mich anruft und ich Zeit habe, bin ich immer mit an Bord, versprochen! Und so langsam verstehe ich auch die Verkehrsführung in HNX. Wenigstens meistens. Herzlichen Glückwunsch Hanix, mach genau so weiter! Reiner Pfisterer, Fotograf 66 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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PROF. REINHOLD GEILSDÖRFER Für einen Beitrag zur Wissens- und Bildungsstadt Heilbronn in Ausgabe #47 haben wir Prof. Reinhold Geilsdörfer, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, besucht. Er sieht den Bildungscampus als »Glücksfall« für die Gesellschaft. Positiv überrascht hat, dass Prof. Geilsdörfer während eines Smalltalks über die Wahrnehmung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Heilbronn und unserer artikulierten Skepsis, dass diese sehr ausgeprägt sei, sofort einen Gesprächstermin zu dieser Thematik anbot, den wir gerne wahrgenommen haben. Auch die Dieter Schwarz Stiftung sieht den Bedarf in Heilbronn, weiche Standortfaktoren weiter zu entwickeln. Foto: Ulla Kühnle Herzlichen Glückwunsch, liebes Hanix-Magazin! Was für eine tolle und wichtige Zeitschrift, die aus Heilbronn und Umgebung nicht mehr wegzudenken ist und mit der wir uns als Dieter Schwarz Stiftung sehr verbunden fühlen. Für uns ist Hanix ein wertvoller Spiegel der Region, der uns einen Abriss über aktuelle Themen und Belange der Gesellschaft in unserem Wirkungskreis verschafft. Für uns als gemeinnützige Stiftung, die sich das Ziel gesetzt hat, Bildung, Wissenschaft und Innovation im Raum Heilbronn zu fördern, ist es wichtig, diese Belange und Schwerpunkte, die unsere Region beschäftigen, zu beobachten und aufzugreifen. Dadurch können wir mit unserer Arbeit dort ansetzen, wo wir Förderungspotenzial sehen, um Projekte, die lebenslanges Lernen beinhalten, ins Leben zu rufen und zu unterstützen. Im Namen der Dieter Schwarz Stiftung gratuliere ich dem Hanix-Magazin zur 50. Ausgabe und wünsche weiterhin gute Ideen, um uns Leser mit bildungspolitischen, regionalen und kulturellen Impulsen zu bereichern. Auf die nächsten 50. Ausgaben! Herzlich, ihr Professor Reinhold Geilsdörfer, Geschäftsführer Dieter Schwarz Stiftung „Das WINO-Team gratuliert Hanix zur 50. Jubiläumsausgabe!” IHR REGIONALER LEBENSMITTEL-LIEFERSERVICE Testen Sie unser Neukundenangebot! www.wino.bio 07135/937 67-0 Gabriele & Jürgen Winkler • 74336 Brackenheim • info@wino.bio 67

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SARAH LESCH Foto: Reiner Pfistrer Ein Konzertabend mit Sarah Lesch und man erinnert sich daran, wie es war, als man selbst ein Kind war. Wir trafen die junge Sängerin und Liedermacherin für Ausgabe #43 vor ihrem Konzert im KOHI in Karlsruhe und sind bis spät in die Nacht geblieben. Bei Gemüse-Ragout und Tee haben wir erfahren, wie sie zur Musik gekommen ist, wie viel ihr Heilbronn bedeutet und warum es so wichtig ist, man selbst zu sein. »Ich komm aus Heilbronn, aber das muss man nicht kennen. Und EIGENTLICH komm ich auch nicht von da«, sage ich immer, wenn einer mich fragt, wo ich herkomme. Ganz schön frech, was? Aber ich meine, mich hatte ja keiner gefragt, als ich klein war: Ob ich aus meinem kleinen Ossidorf kurz nach der Wende in einen schwäbischen Moloch ziehen möchte, wo mich keine Sau versteht und es immerzu nach Tütensuppen riecht. Und deshalb wollte ich nur eins: ganz schnell wieder weg. Aber erstmal 18 werden. Schon klar. Und irgendwas machen, was voll Kunst ist. Ständig im Theater abhängen und auf jeden Fall irgendwas machen, was voll Kunst ist und nicht so banal und so fad wie alles andere, was normale Menschen so machen. Okay, damit kann man kein Geld verdienen. Also nebenher in einer der Spielhöllen arbeiten, die wie Pilze aus dem Boden sprießen – in dieser Stadt, in der ich nicht atme – abends bedienen gehen in irgendeiner mumpfigen alten Bar, wo alte schwäbische Männer seit hundert Jahren jeden Abend eklige rosa Ochsenschorle aus Riesenkübeln trinken und sexistische Kackscheiße erzählen. Dann jeden Morgen brav mein Kind in den Hawaii-Viertel-Kindergarten bringen. Und in der Küche abends, wenn diese Stadt schläft, Lieder schreiben und Lieder schreiben, bis es reicht, um endlich abzuhauen und eine kleine Liedermacherin zu werden. Und dann los – große weite Welt. Oder so ähnlich. Zeitsprung: Ein paar Jahre später befinde ich mich in irgendeiner Stadt, deren Namen ich vergessen habe, um dort ein Konzert zu geben. Parken? Soundcheck? Essen? Stress, Stress und so (kurzer Einblick in das glamouröse Musikerleben). Mittlerweile bin ich Berufsmusikerin, lebe in Leipzig und habe sogar sowas wie ein Management, das mich, just als ich mich gerade über meinen glamourösen Rohkostteller beim Catering hermachen will, per SMS daran erinnert, dass ich jetzt ein Interview habe. Mit Maria vom Hanix-Magazin aus Heilbronn. »Wat?« Ach herrje, na das kann ja Eiter werden. Heilbronn? Die finden mich spannend? Kann ich mir gar nicht vorstellen irgendwie. Ich weiß, ich klinge bockig und ungerecht. Hab ich manchmal. Aber die Geschichte geht ja noch weiter. Ich latsche also voll unmotiviert Richtung Interviewsofa und nehme den Teller mit. Immer dieser Multitasking-Scheiß, denke ich und falle fast von meinem übergroßen Ross, als die wunderschöne Hanix-Redakteurin Maria den Raum betritt. »Meine Fresse«, denke ich (sagt man bei uns im Osten, statt »heiligs Blächle«). Was für eine Erscheinung. Was für eine bezaubernde Person! Und als Maria und ich anfangen, uns über diese fürchterliche Stadt zu unterhalten, mit der ich so gar nichts zu tun haben mag, da wird es mir – ganz still und heimlich – sehr warm ums Herz beim Erzählen. Wir schwatzen und schwatzen und ich erzähle von allem, was ich erlebt habe, was ich schon kenne. Wie vertraut mir alle möglichen Religionen und Marotten sind. Wie erdig und arbeiterstadtmäßig ich mich durch diesen Ort geformt fühle. Und darauf sehr stolz bin, oft. Dass ich nicht nur auf einer Bühne stehe und elitäre Scheiße erzähle und privilegierten Kram über Toleranz und Integration (Wä! Das Wort ist so schräg). Sondern ich weiß, wie es riecht und sich anfühlt. Das Leben. Ich weiß, wie Vielfalt und Toleranz sich anfühlen, wenn man sie lebt und nicht nur predigt. Wenn es auch mal nach Blut und Rotze riecht und nach Tütensuppen. Im Sommer. Berlin kann jeder. Heilbronn muss man wollen. Und ich freue mich, dass aus meiner Ghettostadt so ein schönes, kluges und inspirierendes Wesen wie Maria kommt. Und dort für ein affencooles Indie-Kulturmagazin schreibt. Und wir sitzen bis kurz vorm Konzert und wir sitzen danach und wir quatschen die halbe Nacht und am Ende bin ich so dankbar und friedlich. Und stolz. Mein Kiez. Heilbronx. Ist cool geworden durch dich. Danke von Herzen und Happy Hippie Birthday liebes Hanix-Magazin. Und schöne Grüße an Maria. Und jetzt: Tütensuppe und rosa Ochsenschorle für alle! Eure Sarah Sarah Lesch, Liedermacherin ALEXANDRA KAMP Foto: PR Hanix Nr. 50 Für Ausgabe #17 sprachen wir Schauspielerin Alexandra Kamp vor ihrem Auftritt auf der »SWR3-Live-Lyrix«-Tour in Neckarsulm. Besonders gefreut haben wir uns über ihr Kompliment, dass sie selten so intelligente Fragen gestellt bekam. Hanix und Alexandra Kamp: #50ansetalors Folgendes haben wir gemeinsam: Man sagt uns nach, wir wären wie guter Wein ... »Happy Bergfest, Happy 50!« wünscht euch eure gleichaltrige Alexandra Kamp, Schauspielerin 68 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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Serkan Güzelcoban lebt für die Gastronomie. Wir sprachen für Ausgabe #48 mit dem gebürtigen Stuttgarter, der sich weltweit als erster mit einem Inklusionskonzept einen Michelin-Stern erkocht hat, u. a. über die Verfilmung seiner Lebensgeschichte. Als Chefredakteur Mucha dem Meister der Töpfe und Pfannen die druckfrische Ausgabe mit Güzelcobans Interview ins Ö-Center brachte, meinte Güzelcoban trocken: »Deinen Bart hab ich schon entdeckt, da warst du noch nicht mal aus dem Auto gestiegen.« Güzelcoban kocht in einer Küche ohne Tageslicht. SERKAN GÜZELCOBAN Foto: Ulla Kühnle Hanix das Stadtmagazin mit Bart! Morgens 10 Uhr im Öhringer Ö-Center vor meiner Bistronomie Schöner Hirte. Ich stehe in meiner kleinen Küche und bereite alles für das Mittagsgeschäft vor. Ehrlich gesagt habe ich keine Lust auf einen Interviewtermin, bin aber auch gespannt, was mich und wen ich erwarte. Meine Kollegin ruft mich aus der Küche und teilt mir mit, dass Hanix da wäre. In diesem Moment habe ich nur Soßen, Fleisch, Fisch, Nudeln und Gemüse im Kopf. Aber jetzt gilt es für mich … Showdown: »Termin mit Hanix dem Stadtmagazin aus Heilbronn«. Angekündigt hat sich Robert Mucha, Herausgeber und Chefredakteur. Meine Vorstellung ist ein spießiger Mann mit Anzug und Krawatte, der mich mit den üblichen Fragen, wie ich sie so oft gestellt bekomme, langweilt. Es kommt anders. Ein bärtiger Mann mit Basecap und kurzer Hose kommt auf mich zu und sagt: »Hi, ich bin Robert.« In diesem Moment wusste ich, dass Hanix nur ein verdammt cooles Magazin sein kann, das in Heilbronn und Umgebung benötigt wird. Nach einem sehr unterhaltsamen Interview hatte ich verstanden, was Hanix wirklich ist. Es sind Menschen wie du und ich. Lebenshungrig und vielseitig. Tiefgründige Berichte und Themen, die hungrig machen auf die Region, sind Standard im Hanix. Informativ und (inter)kulturell interessiert bietet ihr Geschichten, die greifbar sind. Ich bin seit dem Treffen mit dem Bärtigen ein Hanix-Fan. In diesem Sinne, liebes Hanix-Team: auf weitere tolle Ausgaben. Schön, dass es euch gibt. Serkan Güzelcoban, Sternekoch und Inhaber diverser Gastronomien in Öhringen Frankfurter Straße 36, 74072 Heilbronn www.pianowinebar.com +49(0)15236285614

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STEFAN SEIPEL Stefan Seipel leitet die Marketingabteilung der Stuttgarter Familienbrauerei Dinckelacker. Im Oktober 2016 wurden 50 Hanix-Leser zu einer Führung durch die Brauerei im Herzen Stuttgarts eingeladen. Nach unserer Auszeichnung beim IDEEN- STARK-Wettbewerb haben wir uns besonders über die Sendung von zehn Kisten Wulle-Freibier aus Stuttgart zur internen Feierei gefreut. Foto: Liebes Hanix-Magazin, Herzlichen Glückwunsch zur 50. Ausgabe! Wahrscheinlich war es nicht die erste Hanix-Printausgabe, die ich vor einigen Jahren in Händen hielt, aber eines der ersten Druckerzeugnisse aus eurem Haus war es bestimmt! In jedem Falle hat es mich sehr gefreut, euch als junges, frisches, unabhängiges und auffällig »unwerbliches Stadtmagazin« kennenzulernen! Die Herkunft aus dem schönen Heilbronn hat mich dann neugierig gemacht, ob es nicht sinnvoll wäre, eine Zusammenarbeit anzustreben. Schließlich sind wir als unabhängige und familiengeführte Brauerei immer auf der Suche nach geeigneten Medienpartnern, zumal wir durch die Übernahme der damaligen Cluss-Brauerei und erfolgreichen Fortführung der Marke Cluss durchaus auf eigene Heilbronner Wurzeln zurückblicken können. Eure hartnäckige, unheimlich sympathische Vertriebsmitarbeiterin ist mir dann glatt zuvorgekommen und hat mich für eine erste Anzeigenschaltung begeistern können. Regelrecht begeisternd fand ich vor allem eine sehr schöne Begebenheit im Oktober des letzten Jahres, als wir 50 Hanix-Leser zu einer Brauereiführung begrüßen durften. Es war einfach schön zu sehen, dass im Zuge einer solchen Medienführung auch mal »so ganz andere« Menschen den Weg in unsere schöne Brauerei im Herzen Stuttgarts finden, als wir dies bisher von Print-Medien gewohnt waren: Die Hanix-Leser waren jünger, frischer, wissbegieriger und einfach nur unheimlich sympathisch. Die Beschreibung beschreibt wohl am besten, was ich mit meinen Kollegen damals wahrgenommen hatte. Unsere Führer und Braumeister haben sich dann auch gut ins Zeug gelegt und es ist uns im Laufe einer spannenden Führung, einer erkenntnisreichen Bierprobe und einem leckeren Essen denke ich auch »ganz gut gelungen«, ein paar Heilbronner mehr zu Bierfreunden unseres Hauses zu machen. Liebes Hanix-Magazin, ich freue mich weiter, dass es euch gibt, und würde euch liebend gerne mal wieder bei uns in Stuttgart begrüßen. Bringt gerne auch wieder Leser mit! Solltet ihr oder eure Leserschaft bis dahin Sehnsucht nach uns haben: Unsere Marken Dinkelacker, Schwaben Bräu, Sanwald, Wulle-Bier und Cluss sorgen im gutsortierten Getränkehandel und in der Gastronomie für Abhilfe. Stefan Seipel, Prokurist Leiter Marketing Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG Hanix Nr. 50 STEFFEN SCHOCH Foto: Memo Filiz Steffen Schoch ist Chef der Heilbronn Marketing GmbH. Kein einfacher Job, den er zu bewältigen hat! Für Ausgabe #39 haben wir ihn getroffen, um zu erfahren, wie die Stadt zur »Marke« gemacht werden soll und welche Umstrukturierungen der HMG bevorstehen. Seitdem beobachten wir interessiert den Weg der Stadt zum neuen Markenauftritt und die HMG beim Beschreiten neuer Wege und Konzepte. Mit Hanix gehe ich zu Bett! Auf meinem Nachttisch liegt immer die aktuelle Ausgabe. Bevor ich die Augen schließe, schmökere ich. Und dafür bietet Hanix wahrlich ein wunderbares Format. Ob die große weite Welt im Bezug zu uns, der Heilbronner Gastronom oder die heimische Kulturszene – hier lerne ich die Stadt immer wieder neu kennen. Was mir an euch dabei besonders gut gefällt, ist der nicht ganz alltägliche Blickwinkel auf meine Heimat. Ich sage euch also lauthals danke. Danke für 50 Ausgaben spannende Heilbronn-Geschichten. Danke für unermüdliches Neudenken. Danke für euer Engagement für Heilbronn. Und klar, manchmal sind es auch wir, die Heilbronn Marketing GmbH oder die Stadt Heilbronn, die im Hanix ihr Fett wegbekommen. Dann seid ihr uns ein konstruktives Korrektiv. Die Heilbronn Marketing GmbH ist gerade dabei, sich neu zu finden und irgendwie auch neu zu erfinden. Also … auch wenn es im ersten Moment manchmal schwerfällt: Dankeschön auch für die immer gutgemeinte Kritik an uns. Alle, die in Heilbronn kreative Arbeit leisten, formen die Stadt. Wir alle sind Heilbronn. Steffen Schoch, Geschäftsführer Heilbronn Marketing GmbH 70 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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STEFFEN UELTZHÖFER Steffen Ueltzhöfer ist Geschäftsführer der Edeka- Ueltzhöfer-Märkte in der Region. Nach monatelangem positivem »Nerven« unserer Anzeigenleiterin ist er mit seinem Unternehmen inzwischen überzeugter Hanix- Anzeigenkunde. Überrascht hat uns beim ersten Gespräch die Hanix-Akte, die er zur Gesprächsvorbereitung angelegt hatte. Der Mann will von nichts überrascht werden. Glickwunsch un älles Gudde »Hanix« Mainstream, ne bestimmt nicht. Normal, ne au nedd. Wie beschreib ich euch? Foto: Privat Anders??? – auf jeden Fall, die Antwort auf: Welche Lektüre hat gefehlt? Lokal, authentisch, ökologisch! Mehr als einkaufen! Das ist unsere Leitlinie für unser mittelständisches Unternehmen. Anders, nah am Menschen, aktuell, schnell – und ich glaube, deshalb bin ich so froh, dass es euch gibt und wir soooo viele Gemeinsamkeiten haben. Ich finde es großartig, wie in einer Welt der großen Unternehmen und Konzerne immer wieder so positiv Verrückte sich auf den Weg machen, eine Nische besetzen und mit Ideenreichtum, Kreativität, Mut und Entschlossenheit konsequent einen Weg gehen, auch mal »nerven«, aber immer positiv. Das finde ich so toll an euch und dafür möchte ich mich bedanken und zur 50. Ausgabe von Herzen gratulieren. Macht weiter so, bringt auf eure Art und Weise Information, Gedankengut und Kultur nach Heilbronn, dieses schöne, aufstrebende, oft unterschätzte Städtle am Neckar. Wir begleiten euch gerne weiter auf diesem Weg! Euer Steffen Ueltzhöfer mit Familie und dem EDEKA-Team Lieber Computerfreak statt technisch ungeschickt? Wir suchen Mitdenker. Starten Sie durch mit einer Ausbildung in der IT eines internationalen Handelsunternehmens, das auf Leistung, Dynamik und Fairness setzt. Gestalten Sie gemeinsam mit uns Ihre erfolgreiche Zukunft. Wir bieten Ihnen vielseitige Aufgaben und spannende Ausbildungsprojekte. Entdecken Sie mehr auf kaufland.de/karriere

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DR. SUSAN MATHIS Foto: Privat Dr. Susann Mathis arbeitet als freie Journalistin und Beraterin in Karlsruhe und in München. 2015 schrieb sie dabei über Hanix den wunderbaren Satz »Eines der erstaunlichsten regionalen Magazine kommt aus Heilbronn«. Glück haben die Heilbronner. Und das Sympathische ist, dass sie es auch zu schätzen scheinen. Denn warum sonst sollte ihnen das Hanix jetzt schon zum 50. Mal erscheinen? Für einen Artikel im »Blickpunkt«, dem Magazin des Deutschen Journalisten-Verbandes Baden-Württemberg, war ich 2015 auf der Suche nach neuen Stadtmagazinen im Südwesten und fand das erstaunlichste Exemplar in Heilbronn: Nicht nur, weil es besonders dick und ziemlich groß ist, außerdem ist es noch seriös und bunt, lustig und informativ, gut gestaltet & fotografiert und es bietet interessante Einblicke in die und Ausblicke aus der Stadt. Und nun ist es auch noch ausgezeichnet – recht so! Denn wir KollegInnen wissen: Hinter so einem Heft und seinem Erfolg stecken viel Arbeit, noch mehr Leidenschaft und ein hohes Maß an Professionalität. Glückwunsch an die Redaktion! Dr. Susan Mathis, Freie Journalistin und Beraterin Mythen und Geschichten begleiten den Ruf dieses Clubs, der dafür sorgt, dass Heilbronn auf der technoiden Landkarte präsent bleibt. Das Bukowski ist nicht mehr aus den Nächten Heilbronns wegzudenken. Grund genug um uns für Ausgabe #13 mit T-Watch, DJ der ersten elektronischen Stunden alias Thilo Wecker, Geschäftsführer des Bukowski, vor Ort zusammenzusetzen. Bei seiner Frau Rosa, der Sandwich-Mama, hatten wir darüber hinaus einen leckeren Dreh für das Format »Der Kühlschrank von …« bei sommerlicher Hitze zwischen Karlsruher Straße und Theresienwiese. Foto: Lisa Buerg THILO WECKER Ich bin schon sehr lange Hanix-Fan, quasi einer der ersten Stunde! Die Themen sind immer jenseits des Mainstream und absolut erfrischend geschrieben! Wir können uns wirklich glücklich schätzen, Hanix in Heilbronn zu haben. Das bestätigen mir auch unsere Gast-DJs aus anderen Städten immer wieder! Einfach jede Stadt hätte so ein tolles Magazin verdient! Der Hanix-Dreh »im Kühlschrank von der Sandwich-Mama« an der Theresienwiese war eine echt schöne Zeit mit euch und das Video schau ich heute noch sehr gerne an! Macht bitte auch in Zukunft einfach mit so viel Idealismus und Herzblut weiter, dann lese ich garantiert auch die nächsten 50 Ausgaben! Hoch die Tassen, ich trink auf euch! Thilo Wecker, Betreiber Bukowski Hanix Nr. 50 THOMAS RAUH Thomas Rauh versorgt uns als »Pressemann« der GGS mit interessanten Gesprächspartnern und Ideen, die wir nicht selten aufgreifen. Außerdem hat er als Verantwortlicher des magazinartigen Jahresberichts der GGS, Annual, Hanix angefragt, eine Kolumne zur »Vision Zukunft für Heilbronn« zu schreiben. Haben wir gerne gemacht. Der Text heißt »Be like Darmstadt«. Foto: PR Liebes Hanix-Team, lasst die Italiener ruhig mit Dolcefarniente prahlen. Heilbronn hat Hanix! Vor mittlerweile 50 Ausgaben habt ihr ein Magazin entwickelt, das weit über die Grenzen der Käthchenstadt seinesgleichen sucht. Modern, offen für Neues und beseelt von frischen Ideen zeigt ihr euren Lesern, wie bereichernd es ist, sich dem »hanix« hinzugeben. Ohne eure Ausgehtipps wäre das Heilbronner Kulturleben immer noch weitgehend unbekannt. Schön, dass es euch seit Herbst 2015 auch gedruckt gibt. Das steigert für mich das Lesevergnügen. Mit Tiefgang packt ihr die Geschichten an, die andere einfach übersehen haben. So lernen wir spannende Persönlichkeiten kennen und können bei der Taschenkontrolle tief in ihr Innerstes blicken. Mit eurer künstlerisch kreativen Leichtigkeit verwandelt ihr jedes Heft in eine Sammlerausgabe. Dazu gehört Mut und – ich vermute – eine Pippi Langstrumpf auf dem Redaktionssofa. Sie ruft euch immer wieder zu: »Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut.« Deshalb bleibt weiterhin »frech und wild und wunderbar« und sorgt für viel Lebensfreude am Neckar. Für euch. Für mich. Und für Pippi Langstrumpf. Alles Gute! Thomas Rauh, Director Public Relations German Graduate School of Management and Law 72 TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX

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PROF. DR. Foto: Memo Filiz YVONNE ZAJONTZ Bereits seit Start des Studienjahres 2013/14 ist Professorin Yvonne Zajontz fester Bestandteil des Dozententeams der DHBW Heilbronn. Spezialisiert auf Medienmanagement sowie quantitative und qualitative Marktforschung haben wir 2017 mit ihr zusammen ein kooperatives Forschungsprojekt mit dem Ziel, Heilbronn zur Schwarmstadt zu machen, losgetreten. Für Ausgabe #28 haben wir die Heilbronnerin zum Themenschwerpunkt Marketing interviewt. Herzlichen Glückwunsch zur 50. Ausgabe! Einzig in seiner Art, stets außergewöhnlich, anders als Mainstream in Inhalt und Layout, regional und global unterwegs und deshalb nicht nur lesenswert, sondern inzwischen eine notwendige, ja unverzichtbare Pflichtlektüre für jeden Heilbronner und an Heilbronn interessierten Menschen. Das Magazin versprüht eine Aura des Andersartigen sowohl in der Ästhetik als auch in der Rhetorik. Das hat der Stadt und ihrer Region bisher gefehlt. Ihr habt es geschafft, in Heilbronn etwas Subkulturelles in Gang zu bringen und der Weg ist noch lange nicht zu Ende. Ich bin gespannt, was alles noch kommen wird. Sobald das Magazin an unserer Hochschule am Bildungscampus eintrifft, schnappe ich mir ein Exemplar und freue mich auf die interessanten und informativen Artikel, Kurzbeiträge und Interviews. Manchmal bin ich selbst überrascht, was Heilbronn und seine Region alles zu bieten hat, von dem ich bisher gar nichts wusste. Ich gratuliere euch ganz herzlich zur 50. Ausgabe und wünsche, dass Hanix auch zukünftig den eingeschlagenen Weg erfolgreich, anders als gewöhnlich, anders als andere weitergeht. Prof. Dr. Yvonne Zajontz, DHBW Heilbronn TITELTHEMA: 50 AUSGABEN HANIX LANGE NACHT KULTUR HEILBRONN SA., 7. OKT. 2017 17 – 23 www.heilbronn.de/kulturnacht Ein Förderprojekt der Kulturstiftung Kreissparkasse Heilbronn

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Die Oliver Maria Schmitt-Kolumne Heilbronn – A Nice Place To Come From Foto: Ulla Kühnle Heilkohlstadt erlebeN! Von wegen Sommerloch: Im Unterland herrscht Krieg – und wenn wir nicht aufpassen, gewinnt Helmut Kohl Es ist nämlich leider wahr und ich kann es sogar beweisen: Helmut Kohl ist gar nicht tot – nein, der ewige Einigungskanzler lebt und treibt munter sein Kohlwesen. Und wie! Der gigantische Schaufelradbagger zur Aushebung der letzten Kohlgrube war noch nicht mal bestellt, da traten Kohls Kinder auch schon in Aktion und schrien nach Ehrungen für den Ehrenmann mit dem Ehrenwort für Bimbesschieber. In Hessen liebäugelt die ortsansässige CDU mit der Umbenennung des Frankfurter Airports in Helmut-Kohl-Flughafen. Das wird indes schwerlich durchzusetzen sein, spricht doch vor allem das ästhetische Empfinden der ca. 30 Mio. Passagiere dagegen, die jährlich in Frankfurt ankommen – und die sich bestimmt Schöneres vorstellen können als »auf Helmut Kohl« zu landen. Selbst wenn eine solche Landung, um im Bild zu bleiben, naturgemäß eher wabbelig weich ausfallen dürfte – so was will doch keiner! Viel konkreter und perfider gehen da die schwäbischen Parteigenossen vor. Aus Kreisen der Stuttgarter JU wie auch der CDU wurde die Forderung laut, die Heilbronner Straße in Helmut-Kohl-Straße umzubenennen (Stuttgarter Zeitung v. 22. 6.). Damit soll der gute Name Heilbronns aus dem Stuttgarter Stadtbild getilgt werden – eine klare und unmissverständliche Kriegserklärung der Stuttgarter CDU an die Käthchenstadt. Nun ist die Heilbronner Straße, ein breit zementierter Fluchtweg zwischen Stuttgarter Hauptbahnhof und Pragsattel, unbestritten eine der hässlichsten Straßen Stuttgarts, eine »scheußliche Schneise«, wie der Stuttgarter Flaneur und Kolumnist Joe Bauer sie nennt, gesäumt von Brachen, schimmligem Sichtbeton und lebloser Investorenarchitektur. Insofern wäre die Umbenennung in Helmut-Kohl-Straße direkt schon wieder konsequent, ja fast zwingend. Und schaut man mal, wo die Stuttgarter CDU samt ihrem Karrieristen-Kindergarten JU eigentlich kaserniert ist, findet sich die Adresse schnell auf der gemeinsamen Webseite: Heilbronner Straße 43. Klar, dass die sich nichts sehnlicher wünschen, als in Kohls Schoß zurückzukriechen. Das wird freilich weitreichende Konsequenzen haben. Mit anderen Worten: Das könnte ein langer, harter, schmutziger, ja unbarmherziger Krieg werden zwischen Stuttgart und Heilbronn. Schon werden in einflussreichen Kreisen der tapferen Neckargemeinde erste Vergeltungsmaßnahmen erwogen: So soll etwa die Stuttgarter Straße im Gegenzug in Helmut- Kohl-Straße umbenannt werden. Alle sind dafür, nur einer ist dagegen: der Heilbronner Kohl-Enkel und Schäuble-Schwiegersohn Thomas Strobl. Der glückhaft in sein Amt gerutschte Landesinnenminister will seinem politischen Vordenker in der Heimat die Ehrung zukommen lassen, die ihm gebührt – und viel lieber die Kaiserstraße in Kohlstraße umbenennen lassen. Notfalls auch in Kaiser-Kohl-Straße, ja vielleicht sogar Kaiser-Kohl-Strobl, da ist Strobl naturgemäß flexibl. Sodass er von seiner Penthousewohnung im Marrahaus in der Kaiser-Kohl-Str. 2 täglich hinunter auf sein Werk, auf die von ihm umbenannte Straße blicken kann. Aber mal ganz ehrlich: Kann eine popelige Straße einem Jahrtausendkanzler vom Range H. Kohls wirklich gerecht werden? Nein, niemals kann die das! Da müssen größere, stärkere, ja emotionalere Zeichen her – nämlich die Umbenennung der ganzen Stadt: Heilbronn wird zu Helmut-Kohl-Stadt! Rumms! Jawohl. Das wird der Strobl ja wohl noch irgendwie hinkriegen. Oder wenigstens eine Kompromisslösung, wie sie Joe Bauer vorschlägt: Heilkohlstadt. Da wär dann nun wirklich alles drin! Der renommierte Heilbronner Heimatforscher Rainer Moritz postulierte einst in der legendären Anthologie »Öde Orte«: »Heilbronn, das ist die blanke Langeweile, ist stadtgewordener Rudolf Scharping«. Das mag zum Zeitpunkt der Niederschrift seine Richtigkeit gehabt haben – nun aber könnte die kleine, wahnsinnige Neckargemeinde zum stadtgewordenen Helmut Kohl werden. Ist das nicht viel besser? Viel größer, dicker, schwerwiegender? Heilkohlstadt böte als Neubenamsung zwei riesige Vorteile: Erstens bliebe das Autokennzeichen nahezu unverändert, der Wechsel von HN zu HK wäre zu verkraften. Und zweitens könnte Harry Mergel das ihm just für 150.000 Öcken untergejubelte, ausnehmend hässliche und unbeholfen wirkende neue Stadtlogo »HN«, ausgeführt in muffig-bräsiger Serifenschrift, samt den daraus resultierenden dümmlichen Claims (»Heilbronn – da ist was driN«), elegant in die Trestertonne treten und mal was Cooles, Stylisches und unverstaubt Vorwärtsgewandtes mit der ihm zur Verfügung gestellten Stadt verbinden. Doch vielleicht will das ja gar keiner. So ist es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis der Wartberg in absehbarer Bälde zum Kohlberg wird, die Neckarhalde zur Helmuthalde und zu schlechter Letzt auch noch die Bundesgartenschau 2019 umbenannt wird in Bundeskohlschau. Aber brauchen wir die wirklich? ◆ Oliver Maria Schmitt, Jahrgang 1966, ist Romancier und Journalist. Für seine Reportagen wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Henri-Nannen-Preis 2009. OLIVER MARIA SCHMITT-KOLUMNE – FOLGE 12 Hanix Nr. 50

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ZIEGLERKUNDE SEIT 2014 ….… WEIL DAS BESTE MAGAZIN IN DER REGION KONSEQUENTERWEISE AUCH VON DER BESTEN DRUCKEREI GEDRUCKT WERDEN SOLLTE. [Hanix – Das Magazin aus Heilbronn] MARCEL KANTIMM, GRÜNDER & HERAUSGEBER MAIKE ENDRESZ, MEDIABERATUNG & ANZEIGENLEITUNG ROBERT MUCHA, GRÜNDER & HERAUSGEBER Die komplette Kundenstimme unter: www.crossmediaexperts.de

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Südstadt 1966-1971 (Foto: Hermann Eisenmenger, Stadtarchiv Heilbronn und Heilbronner Stimme) Hanix Nr. 50 Seit einiger Zeit residiert das Hanix-Team in der Heilbronner Südstadt. Auch in diesem Viertel haben in den vergangenen drei bis vier Jahrzehnten große Veränderungen stattgefunden. Seit Mitte beziehungsweise Ende des 19. Jahrhunderts waren hier neben kleineren Firmen auch einige wirklich große Unternehmen prägend. Dazu gehörte neben Knorr, das heute noch im Südviertel beheimatet ist, die Zuckerfabrik, die Brauerei Cluss sowie die Seifen- und Waschmittelfabrik Flammer. Die Fabrikationsanlage von Flammer lag dem heutigen Hanix-Domizil in der Wilhelmstraße (links) fast direkt gegenüber – unübersehbar mit seinen beiden Schornsteinen und den Waschmittelsilos. Manchmal auch auf besondere Weise hörbar, wenn die Umgebung mit feinen Waschmittelpartikeln eingestäubt wurde und es auf den Straßen ringsum knirschte. Außerdem ergänzte Flammer bei entsprechender Wetterlage die Südstadt-Düfte-Vielfalt aus Suppenwürfel-Aromen, dem Geruch von Brauerei-Malz und dem Gestank, den die Verarbeitung der Zuckerrüben mit sich brachte. Ende 1970 stellte Flammer seine Produktion ein, 1972 wurden die Fabrikgebäude abgebrochen und das Gelände mit dem City-Süd-Center überbaut. Auf diesem Luftbild, das das Quartier vom Wollhausplatz (mit Stadtbad) im Norden bis zum Neubau von Elektro-Klenk kurz vor dem Rathenauplatz zeigt, sind auch das Autohaus Heermann sowie die Baustoffgroßhandlung Heinrich Taxis gut zu erkennen. So muss die undatierte Aufnahme des Heilbronner Stimme-Fotografen Hermann Eisenmenger im Zeitraum 1966 bis 1971 entstanden sein. Näheres unter www.stadtarchiv-heilronn.de 76 DER HISTORISCHE SCHUSS

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Chillig und lässig gepflegte schwäbische Küche genießen – und das direkt am Neckar Advertorial Das Schwäbische Restaurant mit Heilbronns schönster Terrasse lädt mit leckeren regionalen Spezialitäten und kreativer Küche ein. Genussvolle Stunden mit traumhaftem Blick über den idyllischen Neckar bei bestem Essen und Trinken... und mit einem Glas prickelndem Prosecco als Apéro lässt sich mit Freunden der laue Sommerabend und die „Blaue Stunde“ im mediterranen Ambiente bestens aushalten. Die beiden Küchenchefs Stefan Härlin und Michael Walz begeistern im Schwäbischen Restaurant mit Kreationen, die das Beste aus unserer Region mit Ideen und Einflüssen aus aller Welt vereinen. Den Spaß, den die beiden Herren mit Ihrem Team bei der Arbeit haben, schmecken auch die Gäste. Die Stimmung in der Küche ist gut, auch wenn der Betrieb auf Hochtouren läuft. Trotz Stress und Hektik – es laufen gerade die Vorbereitungen für ein großes Geburtstagsfest – hört man Lachen und Scherze und die beiden Küchenchefs flachsen mit dem Team. „Es macht einfach Spaß mit unserem Team zu arbeiten und natürlich auch so hochwertige Produkte zu verarbeiten, um aus ihnen tolle Gerichte zu zaubern...“ sagt Stefan Härlin, der seit 2015 die Küche leitet und Küchenmeister ist. Auf der Karte finden die Gäste des Schwäbischen Restaurants neben hausgemachten Klassikern wie Maultaschen mit Kartoffelsalat, dem Hausschnitzel mit Bratkartoffeln oder Heilbronner Leibgericht auch vegetarische Gerichte und Fischspezialitäten. Eine sehr gute regionale und internationale Weinauswahl ergänzt die Speisekarte. Als Ergänzung zum traditionellen Schwäbischen Restaurant werden im modern stylischen Ambiente des WILLYS leichte, unkomplizierte Gerichte und der wöchentlich wechselnde Mittagstisch angeboten. Im WILLYS gibt es täglich ein vielfältiges Frühstück, bei schönem Wetter auch auf der wunderschönen Terrasse. Die hausgemachte Patisserie verführt am Nachmittag zur süßen Sünde. Hunger kennt ja bekanntlich keine Uhrzeit.

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.jpg Heilbronner Garten-Kleinod, Weinbergstückle, Heilbronn 30.05.2017, ab 09:04 Uhr bis 09:26 Uhr Fotos: Robert Mucha An der Hand ihres Vaters, noch vor dem Krieg, hat Linde Albrecht (90) aus der Heilbronner Wengerterfamilie diesen Fleck Erde besucht – und ihn nie verlassen. Ein Paradies auf Erden, mit Blick auf Heilbronn – nicht einfach so, sondern durch fünf prächtig überwucherte Rosenbögen hindurch auf den Turm der Kilianskirche: Mehr als über fünf Jahrzehnte »Gärtnerin« aus Liebe, über hundert Rosensträucher, Pfingstrosen und Iris in Fülle und überwältigender Pracht, gezähmtes und ungezähmtes Wachstum, Salat als Schachbrettmuster gepflanzt, Gestaltungswille und Gelassenheit, wilde Schönheit und milde Demut vor der Natur. Ein Refugium für Mensch, Flora und Fauna, auch ein Lehrstück, anachronistisch und zukunftsweisend. (bfk) .JPG – BILDERGALERIE Hanix Nr. 50

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Hanix Nr. 50 Buntes aus der Region Fotos: Meli Dikta [1] Alleycat Fahrradschnitzeljagd, Station »Hanix- Redaktion«, Heilbronn, 17.06.2017, 16:13 Uhr [2] Kleiderglück! Second Hand Party für Frauen, Zimmerei Tobias Peipe, Cleebronn, 06.05.2017, 20:26 Uhr [3] »Kissyo«-Werbedreh, Filmrequisite »Longboard« auf dem Mönchsee-Sportplatz, Heilbronn, 18.06.2017, 15:40 Uhr [4] Trollinger Marathon, »Start«-Markierung auf Asphalt, Heilbronn, 07.05.2017, 09:32 Uhr .JPG – BILDERGALERIE DO 12.09.2017 MFG Akademie: Business Model Canvas – Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand Inselspitze Heilbronn Geniale Ideen in ein tragfähiges Geschäftsmodell umsetzen? Fallstudien zeigen, wie mit dem Business Model Canvas erfolgreich gearbeitet wird. Die Teilnehmer können bereits im Seminar ihr eigenes Geschäftsmodell auf einer soliden Basis entwerfen, diskutieren und testen. Das Seminar behandelt insbesondere Grundlagen und richtet sich an Einsteiger. Jetzt informieren und anmelden: innovation.mfg.de/akademie/canvas DI 08.11.2017 MFG Orientierungsgespräch Kostenfrei und persönlich – in einstündigen Gesprächen gehen wir unternehmerischen Fragen von Kultur- und Kreativschaffenden auf den Grund. Wir sind Sparringspartner, Wissensvermittler und sorgen für Orientierung. Jetzt informieren und anmelden: innovation.mfg.de/orientierungbw Innovationsfabrik Heilbronn Ein Angebot von Mit Unterstützung von

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13 Jahre Hip Island, Hafenstraße, Heilbronn 08.07.2017, ab 18:04 Uhr bis 21:14 Uhr Fotos: Meli Dikta 13 Jahre Hip Island. 13 Stunden feinste elektronische Musik. Jeder 13. Gast erhielt als Dankeschön einen 13-Euro-Getränkegutschein. 13 Jahre Hip Island: Das heißt Sand an deinen Füßen und Drinks, die deine Kehle versüßen, das heißt in der Sonne zu liegen und dich frisch zu verlieben, das heißt, die Party genießen, ohne rumzuspießen, das heißt unter dem Sternenhimmel zu liegen und Gänsehaut kriegen, das heißt leckeres Essen, ohne zu stressen, das heißt Freunde zu sehen und dich beim Tanzen im Kreis zu drehen, das heißt offene Gespräche Open Air, manchmal ging aber noch mehr;) das heißt genug jetzt mit dem fiesen Reim, Geburtstag feiern muss schon sein! (Hip-Island-Lyriker) Hanix Nr. 50 80 .JPG – BILDERGALERIE

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ringringwedddings.com Hanix Nr. 50 www.distelhaeuser.de f r e i r a u m - p h o t o s . d e .JPG – BILDERGALERIE

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Theater Heilbronn August & September 2017 Komödienhaus Diese Nacht – oder nie! (Komödie von Laurent Ruquier) 03.08., 04.08. & 05.08. Termine August 2017 Unsere Lieblings-Clubs & -Bars, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing & Barkultur) Da zu Redaktionsschluss die (Wochenend-)Programme der Heilbronner Bars und Clubs meist nicht feststehen, bitte auf den Facebook- und Webseiten folgender Lokalitäten über Programmdetails informieren: Mobilat, The Rooms Club, Bukowski, Data77112 – Musik Café Bar, Hip Island, Kaffeebucht, Veranda 8, Flavour & Jäkbar Di 01. Genossenschaftskellerei, Heilbronn Open-Air-Kino: International Oceans Film Tour (Film) Schloss, Ludwigsburg Die Nacht der Musicals (Musical) BOXX Kinder aus Bullerbü (Kindertheater) 01.09., 02.09. & 03.09. Komödienhaus Sissi Perlinger – Ich bleib dann mal jung (Theater) 15.09. Mi 02. Burg Stettenfels, Untergruppenbach Burgfestspiele Stettenfels: Die Päpstin (Theater) Schloss, Schwetzingen Anastacia (Konzert) Schlosshof, Schloss Heidelberg Schlossfestspiele Heidelberg: Klassik meets Jazz (Konzert) Do 03. Altes Theater, Heilbronn Richter & Roick: Dichtung und Wahrheit (Kabarett) Marbachstausee Odenwald, Beerfelden Sound of the Forest (Festival) Burgfestspiele, Jagsthausen Backbeat – die Beatles in Hamburg (Konzert) Burg Stettenfels, Untergruppenbach Netzer & Scheytt – Oldtimer Blues and Boogie (Konzert) Stadtzentrum, Stuttgart Sommerfest Stuttgart (Fest) Tollhaus, Karlsruhe Lucky Chops (Konzert) Komödienhaus Horst Schroth – Wenn Frauen immer weiter fragen. Ein Update für Fortgeschrittene (Theater) 16.09. Großes Haus Der gute Mensch von Sezuan (Schauspiel von Berthold Brecht) 22.09. & 27.09. Fr 04. Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn The Golden Fifty – Hanix feiert 50 Ausgaben! (Hanix-Party) Kaffeehaus Hagen, Heilbronn Café-Théâtre: »Meine tolle Scheidung« – Komödie von Geraldine Aaron mit Cornelia Bielefeldt (Theater) Burg Stettenfels, Untergruppenbach Burgfestspiele Stettenfels: Die Päpstin (Theater) Burgfestspiele, Jagsthausen Backbeat – die Beatles in Hamburg (Konzert) KSK music open 2017 im Schloss, Ludwigsburg LaBrassBanda + Moop Mama (Konzert) Marbachstausee Odenwald, Beerfelden Sound of the Forest (Festival) Uniwiese Pfaffenwaldring, Stuttgart Umsonst und Draußen Festival (Musikfestival) NCO-Club, Karlsruhe 12. New Noise Fest (Festival) Komödienhaus Gerd Dudenhöffer – Deja Vu (Theater) 22.09. BOXX Running (UA) (Jugend- und Tanztheater) 23.09., 25.09., 26.09., 27.09. & 28.09. Komödienhaus Agnes (Schauspiel) 29.09.. Sa 05. Erlebnispark Tripsdrill, Cleebronn Pyro Games – Duell der Feuerwerker (Feuerwerkshow) Burg Stettenfels, Untergruppenbach Burgfestspiele Stettenfels: Die Päpstin (Theater) Marbachstausee Odenwald, Beerfelden Sound of the Forest (Festival) Phoenixhalle im Römerkastell, Stuttgart Foodist Fine Food Market (Food-Festival) Schlosshof, Heidelberg 2. White Night auf dem Schloss (Gourmet Streetfood) Uniwiese Pfaffenwaldring, Stuttgart Umsonst und Draußen Festival (Musikfestival) NCO-Club, Karlsruhe 12. New Noise Fest (Festival So 06. Schloss, Ludwigsburg Andres Bourani, Yvonne Catterfeld und meine Zeit (Konzert) Schlosspark, Schwetzingen Philipp Poisel (Konzert) Hanix Nr. 50 82 01. – 06.08.2017

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Hanix Nr. 50 Marbachstausee Odenwald, Beerfelden Sound of the Forest (Festival) Phoenixhalle im Römerkastell, Stuttgart Foodist Fine Food Market (Food-Festival) Uniwiese Pfaffenwaldring, Stuttgart Umsonst und Draußen Festival (Musikfestival) Mo 07. Fernsehturm, Stuttgart Panoramakonzert bei Vollmond (Klassikkonzert) Merlin, Stuttgart Dark Monday – Just so Stories (Theater) Di 08. Burgfestspiele, Jagsthausen Hurengespräche – nach dem Roman von Heinrich Zille (Lesung) Hockenheimring, Hockenheim Formula Student Germany (Motorsport) Mi 09. Burg Stettenfels, Untergruppenbach Burgfestspiele Stettenfels: Die Päpstin (Theater) Hockenheimring, Hockenheim Formula Student Germany (Motorsport) Do 10. Rothenburg ob der Tauber Taubertal-Festival (Festival) 06. – 15.08.2017 Hockenheimring, Hockenheim Formula Student Germany (Motorsport) Merlin, Stuttgart Everdeen – Indierock from San Francisco (Konzert) Fr 11. Kaffeehaus Hagen, Heilbronn Café-Théâtre: »Meine tolle Scheidung« – Komödie von Geraldine Aaron mit Cornelia Bielefeldt (Theater) Kurpark, Bad Rappenau 52. Lichterfest (Lichterfest & Markt) Weinbaumuseum, Erlenbach-Binswangen Weinseminar mit Martin Darting – Ökologischer Weinbau (Weinprobe) Rothenburg ob der Tauber Taubertal-Festival (Festival) Hockenheimring, Hockenheim Formula Student Germany (Motorsport) Sa 12. Burg Stettenfels, Untergruppenbach Burgfestspiele Stettenfels: Die Päpstin (Theater) Kurpark, Bad Rappenau 52. Lichterfest (Lichterfest & Markt) Rothenburg ob der Tauber Taubertal-Festival (Festival) Hockenheimring, Hockenheim Formula Student Germany (Motorsport) So 13. Burg Stettenfels, Untergruppenbach Burgfestspiele Stettenfels: Die Päpstin (Theater) Wasserschloss, Bad Rappenau Beginn der Ausstellung von Fritz Hörauf – Bilder, Skulpturen, Architekturen (Ausstellung) Kurpark, Bad Rappenau 52. Lichterfest (Lichterfest & Markt) Rothenburg ob der Tauber Taubertal-Festival (Festival) Schloss und Ludwigs-Dörfler- Galerie, Schillingsfürst Hohenloher Kultursummer: Rund um die Oper – Konzerttag auf Schloss Schillingsfürst (Konzerte) Hafen49, Mannheim Fritz Kalkbrenner (Clubbing) Hockenheimring, Hockenheim Formula Student Germany (Motorsport) Mo 14. Alte Feuerwache, Mannheim Sommerbühne: Session mit Igor Rudytskyy & Friends (Konzert) Di 15. Burgfestspiele, Jagsthausen Backbeat – die Beatles in Hamburg (Konzert) SpardaWelt Freilichtbühne Killesberg, Stuttgart Lil Wayne (Konzert)

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Mi 16. Burgfestspiele Jagsthausen Gregor Meyle – das Sommerkonzert (Konzert) Stadtmuseum im Spital, Crailsheim Rosemarie Stuffer: Poupées (Kunstausstellung) Im Wizemann, Stuttgart The Pretty Reckless (Konzert) Do 17. Burgfestspiele Jagsthausen Gregor Meyle – das Sommerkonzert (Konzert) Dornstadt 25. Obstwiesenfestival Umsonst & Draußen (Musikfestival) Substage, Karlsruhe Kettcar + Special Guest Thees Uhlmann & Band (Konzert) Fr 18. Theaterhaus, Stuttgart Das Phantom von Opa (Theater) Dornstadt 25. Obstwiesenfestival Umsonst & Draußen (Musikfestival) Sa 19. Hip Island, Heilbronn Ibiza World Club Tour (Open Air Clubbing) Nordheim Parkfest in Nordheim (Fest) Blühendes Barock, Ludwigsburg Lichterzauber (Lichtfest) Hafen 49, Mannheim Hübsch & Herzlich (Modeflohmarkt) Dornstadt 25. Obstwiesenfestival Umsonst & Draußen (Musikfestival) So 20. Nordheim Parkfest in Nordheim (Fest) Rittersaal im Schloss, Kirchberg an der Jagst Hohenloher Kultursommer: Ein Nachmittag mit Beethoven und Brahms (Kammermusik) Wasserschloss, Bad Rappenau Ausstellung von Fritz Hörauf – Bilder, Skulpturen, Architekturen (Ausstellung) Schlosshotel, Friedrichsruhe Küchenparty mit zahlreichen Starköchen (Kulinarik Event) Dornstadt 25. Obstwiesenfestival Umsonst & Draußen (Musikfestival) Merzedes Benz Museum, Stuttgart European Outdoor Film Tour 16/17 (Open Air Kino) Mo 21. Nordheim Parkfest in Nordheim (Fest) Die Kurzbar, Mannheim Spray Paint & The Rebel Tour (Konzert) Di 22. Dankbar, Mannheim Design Thinking für Agile (Kreativworkshop) Mi 23. Porsche-Arena, Stuttgart Pixum Handball Super Cup 2017 (Sport) Do 24. Burg Stettenfels, Untergruppenbach Magic Acoustic Guitars – Platzky und Wasser (Konzert) Fr 25. Burgfestspiele, Jagsthausen Backbeat – die Beatles in Hamburg (Konzert) Bahnhof Busch, Bretzfeld Wein Open Air (Fest) Schlosshof, Brackenheim Willkommen bei den Hartmanns (Kino Open Air) Kurz Wagner Weinfestival, Haigern Weinfestival auf dem Haigern (Weinfest) Eisenbahnbrücke, Mannheim 8. Mannheimer Brückenaward (Underground-Musikfestival) Sa 26. Bahnhof Busch, Bretzfeld Wein Open Air (Fest) Schlosshof, Brackenheim Der wunderbare Garten der Bella Brown (Kino Open Air) Kurz Wagner Weinfestival, Haigern Weinfestival auf dem Haigern (Weinfest) Hanix Nr. 50 84 16. – 26.08.2017

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Hanix Nr. 50 Heubach Wasser mit Geschmack Festival (Elektrofestival) Schloss, Ludwigsburg Electrique Baroque (Clubbing) Messplatz, Karlsruhe Hook-up (Hip-Hop Open Air) So 27. Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall Hohenloher Kultursommer: Suche nach der letzten Wahrheit (Klavierkonzert) Wasserschloss, Bad Rappenau Ausstellung von Fritz Hörauf – Bilder, Skulpturen, Architekturen (Ausstellung) Kurz Wagner Weinfestival, Haigern Weinfestival auf dem Haigern (Weinfest) Schlosshof, Brackenheim La La Land (Kino Open Air) Heubach Wasser mit Geschmack Festival (Elektrofestival) Mi 30. Botanischer Obstgarten, Heilbronn Apfelball (Rustikaler Ball) Botanischer Obstgarten, Heilbronn Sommer-Yoga (Gemeinschafts-Yoga) Rund um den Schiller- und Marktplatz, Stuttgart Beginn des Stuttgarter Weindorf (Weinfest) Do 31. Kiliansplatz, Heilbronn Italienischer Markt (Markt) Museum im Deutschhof, Heilbronn Wohin reisen die Wolken? (Ferienwerkstatt) Mo 28. Kurz Wagner Weinfestival, Haigern Weinfestival auf dem Haigern (Weinfest) PC-College, Stuttgart OS X Mac Integration Basics (IT Kurs) Di 29. miomente Kochlounge, Stuttgart Let’s BBQ: Grillkurs (Kochseminar) 26. – 31.08.2017

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Termine September 2017 Unsere Lieblings-Clubs & -Bars, Heilbronn Irgendwas geht immer (Clubbing & Barkultur) Da zu Redaktionsschluss die (Wochenend-)Programme der Heilbronner Bars und Clubs meist nicht feststehen, bitte auf den Facebook- und Webseiten folgender Lokalitäten über Programmdetails informieren: Mobilat, The Rooms Club, Bukowski, Data77112 – Musik Café Bar, Hip Island, Kaffeebucht, Veranda 8, Flavour & Jäkbar Fr 01. Kiliansplatz, Heilbronn Italienischer Markt (Markt) BOXX, Heilbronn Radelrutsch Sommer Theater Festival 2017 (Kindertheater) Blühendes Barock, Ludwigsburg Beginn der weltgrößten Kürbisausstellung (Ausstellung) Staatsgalerie, Stuttgart Klangatelier IV: Letzte Freiheiten (Kunstgespräch) Sa 02. Mobilat, Heilbronn Inside Afrika – Die Vereinigung der Vielfalt (Fest) Kiliansplatz, Heilbronn Italienischer Markt (Markt) BOXX, Heilbronn Radelrutsch Sommer Theater Festival 2017 (Kindertheater) Rund um den Markplatz, Neckarsulm Ganzhornfest (Fest) Ganzhornfest, Neckarsulm Soul Connection (Konzert) Marktplatz, Rottenburg am Neckar Cypress Hill (Konzert) Hafenstraße, Gemünden am Main Tanzinsel Open Air mit Sven Väth (Elektrofestival) Hoheneckplatz, Pforzheim Easy am Hang Festival (Musikfestival) Innenstadt, Mannheim Schallplatten-/ CD- und Filmbörse (Markt) So 03. BOXX, Heilbronn Radelrutsch Sommer Theater Festival 2017 (Kindertheater) Rund um den Markplatz, Neckarsulm Ganzhornfest (Fest) Wasserschloss, Bad Rappenau Ausstellung von Fritz Hörauf – Bilder, Skulpturen, Architekturen (Ausstellung) Schlosshotel, Friedrichsruhe Frühshoppen in der Waldschänke (Weißwurstfrühstück) Hafen 49, Mannheim Fritz Kalkbrenner – Zusatzshow (DJ-Show) Mo 04. Rund um den Markplatz, Neckarsulm Ganzhornfest (Fest) Di 05. Hospitalhof, Mosbach Pettersson und Findus (Kindertheater) Mi 06. Audi-Forum, Neckarsulm Werkstatt für junge Meister (Kinderwerkstatt) Agostea Club, Karlsruhe Ausnahmezustand (Clubbing) Do 07. Rund ums Rathaus, Heilbronn Beginn des Heilbronner Weindorfs (Weinfest) Stadtpark, Bretten 1. Brettener Poetry Slam (Poetry Slam) Fr 08. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Burg Stettenfels, Untergruppenbach Complete Clapton (Konzert) klub k, Karlstorbahnhof Heidelberg Bass Station (Clubbing) Völkerkundemuseum, Heidelberg Zsuzsaka Bánk: Schlafen werden wir später (Lesung) Sa 09. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Neuenstadt am Kocher Motorman Run (Hindernislauf) WINO Biolandbau, Brackenheim »Kultur trifft bio« (WINO-Hoffest) Tollhaus, Karlsruhe 2raumwohnung (Konzert) Schloss, Mannheim 14. Mannheimer Schlossfest (Fest) So 10. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Innenstadt, Brackenheim 10. internationales Straßentheaterfestival Brackenheim Theaterhaus, Stuttgart Jazz & Latin Night mit Claudia Carbo (Konzert) Mo 11. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Hockenheimring, Baden-Württemberg Sportfahrertraining (Sport) Alte Reithalle, Stuttgart VDP.Württemberg – Jahrgangspräsentation (Weinverkostung) Capitol, Mannheim Sascha im Quadrat – Stargast: Jeanette Friedrich (Konzert) 01. – 11.09.2017 Hanix Nr. 50

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Hanix Nr. 50 Di 12. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Universum, Stuttgart The Pineapple Thief (Konzert) Im Wizemann, Stuttgart Bear’s Den (Konzert) Mi 13. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Keller Klub, Stuttgart 10. PowerPoint Karaoke (Unterhaltung) Do 14. Inselspitze, Heilbronn Stadtausstellung Neckarbogen – Werkberichte (Infoabend) Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Audi-Forum, Neckarsulm After-Work meets buena vida (Konzert) Baden-Baden SWR3 New Pop Festival (Musikfestival) Fr 15. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Innenstadt, Öhringen Street Food Festival Hohenlohe (Food Festival) Forum am Schlosspark, Ludwigsburg SWR 3 Comedy – Live mit Christoph Sonntag (Comedy) 12. – 23.09.2017 Baden-Baden SWR3 New Pop Festival (Musikfestival) Schräglage, Stuttgart MC Rene (Konzert) Im Wizemann, Stuttgart Azad (Konzert) Alte Feuerwache, Mannheim Word Up! (Poetry Slam) Sa 16. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Burg Stettenfels, Untergruppenbach Das perfekte Herbstgrillen (Grillseminar) Kultura, Öhringen Hohenloher Kultursommer: Siehst Du, wie schön ich Dir schreibe – Briefe berühmter Eltern an ihre Kinder (Musikalische Lesung) Innenstadt, Öhringen Street Food Festival Hohenlohe (Food Festival) Baden-Baden SWR3 New Pop Festival (Musikfestival) Piano Wine Bar, Heilbronn The Roaring 20’s (Feier) Rheinstrandbad Rappenwört, Karlsruhe Rheingrün Open Air (Musikfestival) So 17. Rund ums Rathaus, Heilbronn Heilbronner Weindorf (Weinfest) Wasserschloss, Bad Rappenau Ausstellung von Fritz Hörauf – Bilder, Skulpturen, Architekturen (Ausstellung) Innenstadt, Öhringen Street Food Festival Hohenlohe (Food Festival) Crailsheim Fränkisches Volksfest (Fest) Universum, Stuttgart 52. Stuttgarter Comedy Clash (Comedy) Scala Theater, Ludwigsburg Night Wash (Comedyshow) Mo 18. Crailsheim Fränkisches Volksfest (Fest) LKA-Longhorn, Stuttgart The Sisters Of Mercy (Konzert) Di 19. Kurzbar, Mannheim Rob Heron & The Tea Pad Orchestra (Konzert) Mi 20. GGS Bildungscampus, Heilbronn Infoabend für alle Studiengänge (Infoabend) Hölderlinhaus, Lauffen Büchner-Preisträger 2017: Jan Wagner (Lesung) Merlin, Stuttgart Loslassen und Halt geben – Kita- Eingewöhnung (Elternseminar) Theaterhaus, Stuttgart Özcan Cosar – Neues Programm Premiere (Comedy) Do 21. Scala-Theater, Ludwigsburg Erika Stucky (Konzert) Fr 22. Wartesaal, Besigheim Jazz im Wartesaal mit dem Trio »Flüstertüte« (Konzert) Alte Feuerwache, Mannheim DJ Shadow (Clubbing) Sa 23. Innenstadt, Heilbronn Deutsch-Holländischer Stoffmarkt (Markt) Wartberg, Heilbronn Weinlesefest am Wartberg (Weinfest) Klosterkirche St. Joseph, Kloster Schöntal Hohenloher Kultursommer: Die Schönheit des Klangs (Konzert) LL.M. M.Sc. AN DER GGS WIR SUCHEN... Wissbegierige Angestellte oder Selbstständige mit Erststudium WIR BIETEN... Erstklassige berufsbegleitende Master-Studiengänge in Management & Wirtschaftsrecht Jetzt bewerben für die Studienstarts im Oktober 2017! www.ggs.de/studium

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Interesse an einem Hanix-Abo? Dann mailt uns! abo@hanix-magazin.de www.hanix-magazin.de facebook.com/hanix.magazin Technik Museum, Speyer Science-Fiction-Treffen (Fantreffen) Schräglage, Stuttgart Generation Azzlack (Konzert) Marktplatz, Ludwigsburg Ludwigsburger Antikmeile (Antikmarkt) Musikhalle, Ludwigsburg Handmade Love (Handmademarkt) Karlstorbahnhof, Heidelberg 7 Jahre La Nuit Bohème (Party) So 24. Weygang-Museum, Öhringen Hohenloher Kultursommer: Herzensangelegenheiten (Konzert) Wasserschloss, Bad Rappenau Beginn der Ausstellung Herz- LichtFarbe – Kraichgauer Kunstwerksttat (Ausstellung) Technik Museum, Speyer Science-Fiction-Treffen (Fantreffen) Marktplatz, Ludwigsburg Ludwigsburger Antikmeile (Antikmarkt) Musikhalle, Ludwigsburg Handmade Love (Markt) Keller Klub, Stuttgart Lisa Who (Konzert) Substage (Karlsruhe) Portugal. The Man (Konzert) Mo 25. Harmonie, Heilbronn Sascha Grammel (Comedy) MHP-Arena, Ludwigsburg Papa Roach – Crooked Teeth Tour (Konzert) Di 26. Campus Heilbronn-Sontheim, Hochschule Heilbronn Infoabend zum Studium (Informationsabend) Rathaus, Öhringen Was Kinder brauchen – Halt geben und Grenzen setzen (Vortrag) Karlstorbahnhof, Heidelberg The Veils (Konzert) Theaterhaus, Stuttgart Mike + The Mechanics (Konzert) Stage Palladium Theater, Stuttgart Preview Bodyguards – Das Musical (Musical) Universum, Stuttgart The Pretty Things (Konzert) Mi 27. Stadtbücherei, Öhringen Die drei Schweinchen (Theaterstück für Kinder) Do 28. Heilbronn Nacht der Ausbildung (Infoveranstaltung) German Graduate School of Management and Law, Heilbronn Heilbronner Gespräche zur Unternehmensführung: Unternehmerische Resilienz – Allen Widerständen zum Trotz (Gesprächsrunde) Scala Theater Ludwigsburg Black Sabbath (Konzert) Liederhalle Beethovensaal, Stuttgart Clueso (Konzert) Kulturzentrum Tollhaus, Karlsruhe Bizplay 2017 (Kongress) Keller Klub, Stuttgart Der Weg einer Freiheit (Konzert) Theaterhaus, Stuttgart Die Känguru-Chroniken: Das Theaterstück (Theater) Fr 29. Sülmerstraße, Heilbronn Heilbronner Hafenmarkt (Markt) Bürgerzentrum, Brackenheim Sebastian Pufpaff – Auf Anfang (Kabarett) Felsberg, Lautertal-Reichenbach Felsenmeer in Flammen (Lichtspektakel) Marguerre-Saal, Theater Heidelberg Premiere: Der gute Mensch von Sezuan (Schauspiel) Sa 30. Sülmerstraße, Heilbronn Heilbronner Hafenmarkt (Markt) Ebene 3, Heilbronn Die Kinder vom See (A-capella & Beat Box-Konzert) Innenstadt, Öhringen Herbstmarkt (Markt) Kulturforum Saline, Offenau Flohmarktine (Frauenflohmarkt) Schlosshotel, Friedrichsruhe Oktoberfest in der Waldschänke (Fest) Tollhaus, Karlsruhe Caveman mit Martin Luding (Theater) Hanix Nr. 50 23. – 30.09.2017

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Tiere ab 18 Lisa Maria Klotz kam wahrscheinlich durch Geburt zur Welt. Seitdem zeichnet, malt und spielt sie am liebsten Quatsch. Zur Beruhigung backt Lisa Pfannkuchen und ihr animalisches Buch »Tiere ab 18« soll man sich und anderen gefälligst in großer Stückzahl bestellen! Check da Shit out: www.tiereab18.de Mehr zu Lisa gibt’s hier: www.lisamariaklotz.de Hanix Nr. 50 TIERE AB 18

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