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Content:
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nº10 AUG 2012 HÄLDENRENNEN BEI BRETZFELD: DIE OFFIZIELLE SKATEBOARD-DOWNHILLMEISTERSCHAFT IN EINDRUCKSVOLLEN FOTOGRAFIEN INTERVIEW DES MONATS: MUSEUMSDIREKTOR DR. MARC GUNDEL IM GESPRÄCH BRIEF AN DIE HEIMAT: AUSWANDERER MICHAEL MÜLLER KEHRT AUS SÜDAFRIKA IN DIE LÖWENSTEINER BERGE ZURÜCK KINDER

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SEP 2011 OKT 2011 DAS UNTERLAND AUS DER VOGELPERSPEKTIVE: EIN RUNDFLUG ÜBER UNSERE HEIMAT teilt, NOV 2011 HEILBRONNER ANSICHTEN: EIN FOTOGRAFISCHER STREIFZUG IM GESPRÄCH: REINHOLD GALL INNENMINISTER VON BADEN-WÜRTTEMBERG D ER DER KÜHLSCHRANK VON...: FALKEN-KAPITÄN LUIGI CALCE DAS LÄNGSTE INTERVIEW HEILBRONNS: OLIVER MARIA SCHMITT, AUTOR DES »BESTEN ROMANS ALLER ZEITEN«, ÜBER HEILBRONN UND MEHR e i l t , IM GESPRÄCH: DIE BEATSTEAKS VOR IHREM KONZERT IN HEILBRONN VOLKSABSTIMMUNG ZU STUTTGART 21: REINHOLD GALL BEANTWORTET DIE WICHTIGSTEN FRAGEN WELTREISE: ZWEI HEILBRONNER WOLLEN OHNE FLUGZEUG UM DIE WELT SKULPTUREN-IKONE: FRANZ ERHARD WALTHER ÜBER SEINE AUSSTELLUNG IN DER KUNSTHALLE VOGELMANN weilt, BILDUNG ENERGIE BIKEPOLO IM OLGA-COURT: EIN ACTIONVIDEO ÜBER EINE SPORTART, DIE IN HEILBRONN IM KOMMEN IST DEZ 2011 / JAN 2012 FEB 2012 heilt. Z E I T MRZ 2012 IM GESPRÄCH: HEILBRONNS OBERBÜRGERMEISTER HELMUT HIMMELSBACH IM GROSSEN INTERVIEW URBAN-ART: DER NECKARSULMER MARC C. WOEHR SORGT MIT SEINER URBANEN KUNST FÜR AUFMERKSAMKEIT DER KÜHLSCHRANK VON...: PATRICIA MAYER UND DEM INSEL HOTEL EXKLUSIV IM INTERVIEW: 1899 HOFFENHEIM-COACH HOLGER STANISLAWSKI ÜBER BADISCHEN DIALEKT UND KÜHE MELKEN. GEFÄHRLICHER EINSATZ: DER HEILBRONNER MATTHIAS MARQUART HAT IN AFGHANISTAN EIN DURCH UND DURCH KORRUPTES LAND VORGEFUNDEN. FASCHING! FASCHING! FASCHING!: DIE NARREN SIND WIEDER LOS. Gesundheit INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT DEN BULLINGS, DEN MACHERN DES ALTEN THEATERS MAROKKO - GLOBETROTTER PATRICK ORTWEIN WEISS JETZT: MAN WEISS NIE WORAUF MAN SICH EINLÄSST AUSSTELLUNG IN DER ZIGARRE: ARTBASEL HEAR ME RIGHT HERE - MIT MALEREI, TAGS, GRAFFITI, ZEICHNUNGEN UND PERFORMANCE* FUSSBALL: EIN GESPRÄCH ZUR FUSIONSIDEE IM HEILBRONNER FUSSBALL - MIT HARRY MERGEL, GERD KEMPF & WERNER MENOLD ARMUT REBELLION APR 2012 INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT STEFFEN MÖLLER. ER IST IN POLEN EIN STAR. WIR SPRACHEN VOR DER EM MIT DEM MULTITALENT ÜBER TIPPS FÜR POLENREISENDE UND PILZESAMMELN. MUSIKKOFFER: BARONS UP! FELIX VON RACKNITZ VERANSTALTET IM SCHLOSS HEINSHEIM ANSPRUCHSVOLLE KONZERTE UND STEHT IN JAGSTHAUSEN BEI DEN BURGFESTSPIELEN AUF DER BÜHNE. JUNI / JULI 2012 AUSBILDUNG IM UNTERLAND: EIN BESUCH BEI GETRAG, DEN GETRIEBE- UND ZAHNRADEXPERTEN AUS UNTERGRUPPENBACH INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT HERBERT FEUERSTEIN, DEM EHEMALIGEN SIDEKICK VON HARALD SCHMIDT MUSIKKOFFER: EIN GESPRÄCH MIT Ö(ZKAN) ÜBER TÜRKISCHE FOLKLORE, HIP-HOP & ROCKMUSIK HIER SIND DIE ä nd e uslä HIER GEHT'S ZUM QUIZ! FUSSBALL MACHER IM UNTERLAND: MARIJO MARIC WIRD NICHT NUR TRAINER DES NEUGEGRÜNDETEN FC UNION HEILBRONN. ER BETREIBT AUCH EINE FUSSBALLSCHULE.

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E D I TO R I A L DIE KLEINSTEN MITBÜRGER UNSERER REGION Liebe Leserinnen, liebe Leser, zwei Kurze bitte! Auch so ein Wunsch, der an der Theke nach wie vor vorkommt, aber ansonsten immer seltener wird. Vor nicht allzu langer Zeit gebaren unsere Omis durchschnittlich fünf Kinder, gern auch mal zwölf. Unsere Eltern begnügten sich meist mit zwei. Heute liegt der Schnitt in Deutschland bei 1,3. Damit lässt sich natürlich kein Staat machen. Soziale Sicherungs- und Rentensysteme brechen zusammen, zu wenig wächst nach, das Land vergreist. Kinder, das ist heute ein sehr ernstes Thema. Seltsam, denn eigentlich kennt die Gründe für unser Nachwuchsproblem seit Jahrzehnten jedes Kind - zu wenig Ganztagsbetreuung, kaum Finanzhilfe, viele Alltagshürden, etc.. Kinder sind heute eine Investition, die mit einer Weltreise oder der Anschaffung eines Autos konkurriert. Viele finden letzteres irgendwie attraktiver. Zumal man es so leicht wieder verkaufen kann. Seit Kinder planbarer sind, kommen sie nicht mehr über einen, man lässt sie kommen, wenn es gerade passt. Wenn man genug Geld hat, einen festen Job, den idealen Partner, eine Wohnung im Grünen. Manche warten solange auf diese Voraussetzungen, bis es zu spät ist. Und wenn die Babys doch da sind, fängt der Stress erst an. Schreien raubt Schlaf, gute Kitaplätze sind rar, gute Schulen erst recht. Alles wird probiert, damit der Nachwuchs jene Bildung erhält, die ihm unter kontinuierlich wachsendem Globalisierungsdruck die besten Jobaussichten verschafft. "Du sollst es mal besser haben als wir", sagt heute keiner mehr, das wäre vermessen. "Du sollst es mal gut haben" - allein dafür machen sich Eltern pausenlos Gedanken. Diese zehnte Ausgabe von HANIX widmet sich unseren kleinsten und jüngsten Mitbürgern. Im Jahr 2004 wurde Dr. Marc Gundel mit 34 Jahren zum jüngsten Heilbronner Museumsdirektor gewählt. Seither hat sich kulturell einiges getan in Heilbronn. In unserem Interview des Monats steht uns der oberste Kulturwächter Heilbronns Rede und Antwort und schließt dabei nicht aus, dass es vielleicht sogar einmal eine Urban-Art-Ausstellung in der Kunsthalle Vogelmann geben könnte. Vor gut einem Jahr schrieb uns Michael Müller den ersten "Brief an die Heimat" aus Südafrika. Nun hat er uns wieder geschrieben. Denn der Bauingenieur verlässt Johannesburg um zurück zu kehren in seine Heimat, die Löwensteiner Berge. Willkommen zurück, lieber Micha! Zu guter letzt möchten wir uns nach nun zehn Ausgaben HANIX bei allen Mitwirkenden und natürlich euch, liebe Leserinnen und Leser, bedanken. Kaum einer hat uns zugetraut mit HANIX ins Jahr 2012 zu gehen. Das haben wir geschafft. Bald werden wir sogar ein ganzes Jahr alt, was wir gebührend feiern wollen und werden. Näheres zur riesen Sause am 1. September wird verkündet, sobald wir selbst mehr wissen. Man merke sich: "Du kannst deinenKindern deine Liebe geben, nicht aber deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen. " Und nun viel Spaß mit dieser kindischen Ausgabe! Ein Tag in der Olgakrippe: Für alleinerziehende Eltern sind Kindertagesstätten ein Segen. Wir haben einen ganzen Tag in der Heilbronner Olgakrippe verbracht. Dr. Marc Gundel: Wir trafen den Direktor der Heilbronner Museen zum Gespräch über Kunst, Kultur und die Aufgaben der städtischen Museen in Heilbronn.

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BEDIENUNG DES MAGAZINS nº10 AUG 2012 HÄLDENRENNEN BEI BRETZFELD: DIE OFFIZIELLE SKATEBOARD-DOWNHILLMEISTERSCHAFT IN EINDRUCKSVOLLEN FOTOGRAFIEN INTERVIEW DES MONATS: MUSEUMSDIREKTOR DR. MARC GUNDEL IM GESPRÄCH BRIEF AN DIE HEIMAT: AUSWANDERER MICHAEL MÜLLER KEHRT AUS SÜDAFRIKA IN DIE LÖWENSTEINER BERGE ZURÜCK KINDER MACHER IM UNTERLAND: MARIJO MARIC WIRD NICHT NUR TRAINER DES NEUGEGRÜNDETEN FC UNION HEILBRONN. ER BETREIBT AUCH EINE FUSSBALLSCHULE.

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Über dem Magazin befindet sich eine Funktionsleiste. Das Briefsymbol ermöglicht Weiterempfehlungen auf diversen sozialen Netzwerken Wir mögen unser Bildergalerie-Feature. Hinter diesem Fotos-Icon, das auf den entsprechenden Seiten einfliegt und blinkt, verbergen sich weitere Fotos. Einfach draufklicken. Wenn dieses Icon hereinfliegt und blinkt, weist es darauf hin, dass bei einem Klick auf das Film-Icon der auf der Seite hinterlegte Film startet. Ab und an werden vorgelesene Texte oder O-Töne aus Interviews ins Magazin integriert. Das Ton-Icon steht hierfür. Wie immer startet die Funktion bei einem Klick auf das Icon. Eigentlich selbsterklärend. Blinkt und leuchtet dieses Icon ist davon auszugehen, dass sich dahinter gute Musik verbirgt Wem die Vollbildansicht nicht ausreicht, kann in der oberen Funktionsleiste über die Vergrößerungslupe noch weiter ins Magazin hinein zoomen. Mit der Schlagwortsuche lassen sich gesuchte Artikel leicht finden. Das gesuchte Wort muss aus mindestens drei Buchstaben bestehen. Mit einem Klick auf dieses Icon gelangt man direkt zum Inhaltsverzeichnis.Dieses Icon ist jeweils auf der ersten Seite eines Beitrages zu finden. Jeweils an beiden Seitenrändern sind die Navigationspfeile. Einfach drauf klicken, um umzublättern. Per Doppelklick auf eine Seite wird ebenfalls umgeblättert. Oder man zieht mit der gedrücktem rechten Maustaste die Seiten von außen nach innen um einen animierten Blättereffekt zu erhalten. Unser Magazin lässt sich nur mit der jeweils aktuellsten Version des Flash-Players genießen. Kostenloser download hier: http://get.adobe.com/de/flashplayer/ Uns auf der kostenlosen "keosk"-App zu finden ist, zugegeben, nicht ganz einfach. Hinterlegt ist HANIX im Keosk hier: MAGAZINE -> LIFESTYLE -> ALTERNATIV

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I N H A LT HANIX Nº10 18 Y VES ALEX A N D E R MEINE PLATTENKISTE 36 3 8 N O RT H MUSIKKOFFER 54 O PE N A I R KINO KULTURBEUTEL Yves Alexander ist einer der Macher von "Protect Your Style". Der Frontmann von "Liquid Kitty" stellt uns seine Lieblingsalben vor. Mit Hardcore-Punk kann nicht jeder etwas anfangen. Wir haben mit der Nachwuchsband "38 North" gesprochen, um diesen Musikstil etwas besser kennezulernen. Open-Air-Kino-Macher Ralf Stegmann war selbst überrascht als sein Event zum beliebtesten Kulturereignis 2011 gewählt wurde. Ein Gespräch über Standortsuche und Regenwetter. 62 SANDW I C H MAM A DER KÜHLSCHRANK VON... 64 H AU S D E R S TA D TG E SCHICHTE KUNSTREGION 72 I M G E S P RÄCH: D R . M ARC G U N D EL INTERVIEW DES MONATS Der Kiosk an der Theresienwiese wurde zu neuem Leben erweckt. Inzwischen gibt es dort diverse Sandwiche und meditterane Teller im Angebot. Wir haben gekostet! Das Haus der Stadtgeschichte öffnet seine Pforten. Wir zeigen historische Werbemarken aus Heilbronn. Museumsdirektor Dr. Marc Gundel im Gespräch über Kunst und Kultur in Heilbronn.

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D E U TS C H H O F & RÖ M E R S E E STADTLEBEN / LANDLEBEN 12 & 14 ONKEL EINES MEDIZINBALLS SMS MICH MAL 84 KINDER TITELTHEMA MENSCHENSKINDER DER "DITTRICH, KLOTZ & KÖNI"-SKETCH Astrid Lindgren kennt jedes Kind. Die vielleicht berühmteste Kinderbuchautorin aller Zeiten wusste: "Es darf Dinge in einem Buch geben, die nur Kinder lustig finden, meinetwegen auch Dinge, die Kinder und Erwachsene lustig finden; aber in einem Kinderbuch darf es niemals etwas geben, das nur Erwachsene lustig finden. Denn es ist eine Unverschämtheit dem Kind gegenüber - das das Buch lesen soll." 2003 719.250 Kinder Spagetti FA L S C H E R H A S E HEIMATLIEBE FEHLING-MOBIL & W I R S I N D S TA R K AUSBILDUNG BEI... & MACHER IM UNTERLAND 30&34 U R L AU B PARTHENAS WELT 46 % Pizza 21 % Was isT dein LieBLinGsessen? Frage an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren Quelle: Umfrage der Unternehmensgruppe AMC 2005 685.795 Kinder 5% 2007 684.862 Kinder 22 % Rest Schnitzel, Pommes, Bratwurst 6% Hamburger, Fischstäbchen 2009 665.126 Kinder WIE VIElE KIndER WERdEn In deuTschLand GeBoren? Anzahl der lebendgeborenen der Quelle: Statistisches Bundesamt 2011 662.712 Kinder J O H A N N E S B U RG & K I N D E R I N D E U TS C H L A N D BRIEFE AN DIE HEIMAT: AUS SÜDAFRIKA / NEI`GSCHMECKT 182 & 184 Was isT dein Top five bei Kindern und Jugendlichen TraumBeruf? zwischen 8 und 19 Jahren, Quelle EF-Schülerumfrage Kauffrau, Bankkauffrau Tierärztin Tierpflegerin Lehrerin Mädchen Krankenpflegerin KFZ - Mechaniker, Mechatroniker Kaufmann, Bankkaufmann Anderen handwerklichen Beruf Polizist Fußballprofi Jungen 20 % Facebook 66 % schülerVZ an WeLchen Themen BisT du inTeressierT? Top five bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 13 Jahren Quelle: mpfs freunde und Freundschaft Computer-, Konsolen-, Online-Spiele Musik sport Internet, Computer 20 % wer-kennt-wen 7% lokalisten GehörsT du einer communiTy an? Frage an Kinder zwischen 8 und 13 Jahren. 39 % antworteten mit Ja Quelle: KIM-Studie 2012 SEGELN ZU DEN KAPVERDEN AROUND THE WORLD 18 0 GEWIN N M A L WIE D E R QUIZ S H O OT I N G H O O P S FROM NEW YORK CITY TO HEILBRONX B R E S L AU , 2 0 0 7 VIA ARCHIV Mal wieder feine Preise gibt es in unserem Quiz zu gewinnen. Mitmchen lohnt sich. F RÜ H E S K I N D E R P O RT R A I T HISTORISCHER SCHUSS V E R A N S TA LT U N G S K A L E N D E R AU G U S T VERANSTALTUNGSKALENDER

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DAS HANIX TEAM WER UND WIESO? EINE VORSTELLUNG MIT BEWEGGRÜNDEN ROBERT MUCHA HERAUSGEBER & REDAKTION 33 JAHRE JESSICA ZIPPAN VERMARKTUNG/ANZEIGENVERKAUF 22 JAHRE Es war mein lang gehegter Kindheitstraum, auf die Frage nach meiner Tätigkeit, guten Gewissens "HANIX" antworten zu können. Der Vogel kämpft sich aus dem Ei und wir sind mit dabei! Die Werbeagentur Hettenbach freut sich auf die Zusammenarbeit. WA S I S T H A N I X ? Das m u l t i m e d i a l e Ma g a z i n f ü r d i e Region Heilbronn - f ü r L e se r, d i e i n t e re s s i e r t , kulturell aufgeschlo s s e n u n d n e u g i e r i g a u f e i n en alternativen Blick a u f St a d t - . L a n d k re i s - u n d S zenekultur sind. WER MACHT HANIX? Heilbro n n e r Me d i e n - u n d Ku l t u r s chaffende, die ihre Er f a h r u n g e n u . a . i n Be r l i n , München, Stuttgar t od e r Ha m b u r g g e s a m m e l t h a b en und nun etwas in i h re r He i m a t b e we g e n w o l l en. WA S W I L L H A N I X ? MARCEL KANTIMM HERAUSGEBER & KOORDINATION 37 JAHRE Das m u l t i m e d i a l e Ma g a z i n f ü r L e u te und Gesell s c h a f t d e r Re g i o n He i l b ro n n will mit spann enden , u n t e r h a l t s a m e n u n d i n f o r mativen Beiträgen di e re g i o n a l e Me d i e n l a n d s c h a f t bereichern. Bier zapfen alleine macht nicht glücklich. Außerdem erstelle ich für´s Leben gerne Terminpläne, die dann hoffentlich jeder einhält.

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SEVTAP CELIK GRAFIK 25 JAHRE MARIA SANDERS REDAKTION & MODERATION 27 JAHRE FLORIAN GEIGER GRAFIK & REDAKTION 22 JAHRE Heilbronn wird in den nächsten Jahren wachsen. Und dieses Magazin wird die Stadt dabei begleiten. Klar will ich dabei mitwirken! "HANIX" zeigt unsere Region aus einer neuen Perspektive und kombiniert originelle Ideen mit kompetenter Schreibe. Das hat mir gefallen. Ein neues Magazin ist immer eine großartige Sache, aber live mitzubekommen, wie es heranwächst ist einfach fantastisch! PHILIPP KIONKA PR, NETZWERK & FILM 25 JAHRE RAFAELA JECKLE REDAKTION & FILM 34 JAHRE MEHMET FILIZ FOTO 23 JAHRE So haben die geguckt als ich sagte "Lasst es uns digital machen!" Dann haben wir es getan. Wieso ich mitmache? Ganz einfach: Ich liebe diese Idee! Für mich ist dieses Magazin eine Leidenschaft. Ich wurde entführt, gefesselt, gefoltert und gezwungen mit den schnieckesten Menschen der Stadt zusammen zu arbeiten. Danke dafür!

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RAIMAR SCHURMANN ART DIREKTION 37 Jahre KATHRIN LEISTERER ILLUSTRATION 34 JAHRE ROBERT BEUTELSPACHER FILM & ANIMATION 24 JAHRE Ich liebe Magazine und fand das Konzept super. Und klar - die Herausgeber sind gute Freunde! Alles cool! Konfuzius sagt: "Die Zeit war reif. Ein epochales Magazin für Heilbronn." Kathrin sagt: "Ich bin dabei!" Mein Chef hat gesagt, wir machen jetzt ein Magazin. Jetzt mache ich das und habe auch noch Spaß dabei. Danke, Chef. SARAH FISCHER FILM & SCHNITT 20 JAHRE WOLFGANG FISCHER REDAKTION 61 JAHRE LEO VOLLAND ILLUSTRATION 37 JAHRE Ich bin der Überzeugung, dass man neues ausprobieren sollte. Ich war sofort Fan der "HANIX"-Idee. Es macht Spaß, dabei mitzuwirken. Weil ich noch jung genug bin. Nach knapp vier Jahrzehnten Arbeit bei Printmedien freue ich mich auf ein neues Kapitel des Journalismus. Ja, ich empfinde so etwas wie Heimatverbundenheit - und deshalb finde ich toll, wenn in Heilbronn interessante Dinge passieren.

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SASCHA WARTHA REDAKTION 36 JAHRE PHILIPP SEITZ SOUND 28 JAHRE ULLA KÜHNLE FOTO 41 JAHRE Ich bin sehr stolz, an diesem Projekt mitwirken zu dürfen. Darüber hinaus möchte ich dabei sein, Geschichte(n) zu schreiben. Ein multimediales Magazin muss nicht nur gut aussehen und interessant sein sondern auch gut klingen. Die Zeit für so ein Projekt ist in Heilbronn gekommen. Neue Impulse tun der Stadt und der Region gut. Und mir auch. STEVEN ZULEGER VIDEO 28 JAHRE MAVINGA PETRASCH NEW YORK VIDEO 45 JAHRE HARALD RIEGG REDAKTION 55 JAHRE Das Pergament, ist das der heil´ge Bronnen, woraus ein Trunk den Durst auf ewig stillt? Erquickung hast du nicht gewonnen, wenn sie dir nicht aus eigner Seele quillt. Ist doch klar, dass New York City dabei sein muss, wenn Heilbronx ein neues Magazin bekommt. Ich bin kein Philosoph! Ich bin ein Kurzgeschichten Schreiber.

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STADTL EBEN: AUGUST 2012 H A N S S C H Ü L E - S T RU C T U R A Das Museum im Deutschhof präsentiert bis zum 28. Oktober 2012, im Innenhof Skulpturen und Objekte des Bildhauers Hans Schüle. "Hybride" und "Sedimente", nennt Schüle (*1965 in Neckarsulm) zwei seiner Werkgruppen. Dabei greift er auf Bezeichnungen zurück, die explizit nicht aus dem Kunstkontext stammen. Der Begriff Hybride weckt Assoziationen an moderne (Antriebs-)Technik und alternative Fortbewegungs-(mittel) während Sedimente unmittelbar die Vorstellung von Stein und (Erd-)Geschichte befördert. Mit diesen beiden gegensätzlichen Begriffen überbrückt Schüle Zeiten und Disziplinen, hinter ihnen befinden sich unterschiedliche (Ordnungs-) Systeme und Strukturen. Jede Werkgruppe definiert sich nicht nur über das jeweilige Thema und die Form, sondern auch über die Herstellung. Besonders überraschend ist es, wie geschmeidig das Material Stahl unter Schüles Händen wirkt. Bereits auf den ersten Blick ist das handwerkliche Können greifbar, das sein Werk auszeichnet. Die Formen sind in einem Prozess befindlich, sie sind elementar im Wortsinn. Schüle scheint von einem Anfangsmoment inspiriert. Die Machart der Skulpturen selbst ist archaisch, die körperhaften Volumen sind biomorph angelegt. Einmal kann die Außenhaut schuppenartig ausfallen, ein andermal wirkt sie eher elegant und kühl und erinnert an eine industrielle Fertigung. Die Poetisierung des aus dem Alltag Bekannten und die Realisierung des Fremden verleihen den Skulpturen eine betont sinnliche Ausstrahlung und magische Anziehungs-Kraft. Das liegt daran, dass sie wie eine DNA und damit ein Schlüssel zum Verständnis der Welt anmuten. Daher ist Schüles künstlerisches Tun verwandt mit der Suche nach einer Struktur bzw. Formel für den Beginn von Leben, das sich erst entwickelt und durchdekliniert werden wird.

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STADTLEBEN: AUGUST 2012 L A N D KREIS HEILBRONN: 1995 lebten 13660 12154 Altersgruppe Kinder Auf einem Nebenplatz des Frankenstadions während des Landesturnfestes. Unter den wenigen Zuschauern ein kleines, drei bis vier Jahre altes Mädchen. Sie hüpfte singend und tanzend umher, drehte sich, machte Faxen...und rannte Wummms gegen die Bande. Sie lief zu ihrer Mama und beschwerte sich: "Mama, Du musst auch auf mich aufpassen, jetzt habe ich mir wehgetan." zwischen einem und zehn Jahren im Stadtkreis Heilbronn. Im Jahr 2010 waren es nur noch dieser

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L ANDLEBEN: AUGUST 2012 RÖ M E R S E E O PE N A I R EINTRITT FREI, Z E LT E N F R E I , GEDANKEN FREI! Auch 2012 haben sich etwa 15 freiwillige Helfer Tage und Nächte um die Ohren geschlagen, um das Römersee Open Air zum Leben zu erwecken. Römersee, das heißt zwei Tage Freilufterlebnis mit einem vielfältigen Programm in einer einzigartigen Atmosphäre. In der Nähe von Bad Rappenau spielen in diesem Jahr zum 31. Mal Bands aus der Region aber auch überregionale und internationale Musikkappellen auf. Wie in jedem Jahr ist auch heuer wieder das Motto: "Eintritt frei, Zelten frei, Gedanken frei". Live-Musik wird von über 20 Bands und Soundsystems auf zwei Bühnen dargeboten. Der orientalisch eingerichtete Chill-Out-Bereich mit Kaffeebar, Lesungen, Tee- und Shishagenuss lädt zum Seele baumeln lassen und verschnaufen ein. Für Kulturliebhaber gibt es Ausstellungen und Kleinkunst von regionalen Künstlern auf dem Gelände der Open Airs. Wer sich nach langen Stunden extatischen Tanzens oder Headbangens in eine andere, ruhige Welt begeben möchte, kann träumen und wandern auf den Pfaden des nahegelegenen Neonwaldes. Das ganze Programm wird abgerundet durch köstliches Essen und natürlich kostenloses Zelten. Schwaigern. In der Stadtbahn. Zwei Freunde unterhalten sich über andere Jungs aus ihrer Schule: #1: "Ey man, diese dummen Neger verticken Drogen und machen sich von der Kohle alle Weiber klar." #2: "Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass ich auch schwarz bin?" #1: "Ja siehste, ich hab recht." L ANDKREIS HEI L B RO N N : 1995 lebten 43122 34104 Altersgruppe Kinder zwischen einem und zehn Jahren im Landkreis Heilbronn. Im Jahr 2010 waren es nur noch dieser

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ALLER GUTEN DINGE SIND DREI Innovative Werbefomen für den interaktiven Kundendialog Fotos Ergänzen Sie Ihre Anzeige um mehrere Fotos. Audio Fügen Sie Ihrer Anzeige einen Audioclip hinzu. Video Integrieren Sie in Ihre Anzeige ein komplettes Video. WERBUNG 2.0 www.hanix-mediadaten.de

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SM S M I C H M A L ! UNGEWOLLT LITERARISCHES IN CA. 240 ZEICHEN MIT UNTERSTÜTZUNG VON WWW.SMSVONGESTERNNACHT.DE 0 4 : 0 6 Hey, d u b i s t On k e l g e w o rd e n . Ei n Ju n g e , 3 0 c m , 3 K g , h e i ß t Ma re n . Pa p a 0 8 : 3 0 Wi e b i t t e ? Wa s h a t K a thr i n d a a u f d i e We l t g e b r a c h t ? Ein e n t r a n s e x u e l l e n Me d i z i n b a ll? Der Vater des frisch gewordenen Onkels hat die frohe Nachricht in ein iPhone 4s getippt. ZEICHEN 0 8 : 3 3 So r r y. De i n S c h w a g e r h a t t e m i c h w a c h g e k l i n g e l t . Wa r wohl noch nicht ganz auf der Hö h e m o r g e n s u m 4 . A l s o n o c h mal langsam: 53cm, 3kg und er h e i ß t Ma r v i n . Ab e r z u m i n d e s t d a s Ge s c h l e c h t s t i m m t e . FACTS 19.06.2012 DATUM 04:06 Doch keinen Medizinball als Neffen: Wer mitten in der Nacht per TeleDer überraschte neue Onkel antwortete von seinem HTC Hero. UHRZEIT fon die frohe Kunde bekommt, dass es in der Familie Nachwuchs gab, tippt in der ganzen Aufregung schon mal falsche Daten ins Smartphone. Zum Glück kam in diesem Fall aber ein gesunder Junge zur Welt. ZEICHEN

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H A R A L D L I E S T H A R A L D L I E S T TEXT: HARALD RIEGG; VIDEO & SCHNITT; STEVEN ZULEGER; TON: PHILIPP SEITZ PFEFFER lebensmittel IM ZEHENDER AM MARKT Ha r a l d R i e g g s c h re i b t Ku r zgeschichten, ließt diese vor und veröffentlicht a u c h i n Bü c h e r n . Fü r u ns hat er diesmal "Alles Gerda" eingel esen. Ei n n i c h t g ä n z l i c h a p p e t i tlicher Text in dem die Dritten Zähne und ein a m p u t i e r t e r A r m s t u mpf nicht unwichtige Nebenrolle spielen. PFEFFER lebensmittel TAGBAR UND FEINKOSTVERSAND PFEFFER IM ZEHENDER AM MARKT -- MARKTPLATZ 12 DONNERSTAG UND FREITAG 10 -19 UHR, SAMSTAG 9 -15 UHR PFEFFER TAGBAR -- FRANKFURTER STRASSE 16.1 MONTAG BIS MITTWOCH 10 -15 UHR MITTAGSTISCH AN DER LANGEN TAFEL 12-14 UHR DAS KLEINE MENÜ -- VORSPEISE, HAUPTSPEISE, KAFFEE: 13 EUR / NUR HAUPTGANG: 7,50 EUR WWW.PFEFFER-LEBENSMITTEL.DE

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MEINE PL ATTENKISTE: YVES ALEXANDER TEXT: PETER GUSDEK FOTOS: ULLA KUEHNLE " U N D J E D E S M A L H Ö RT E S SICH ANDERS AN" Yves Alexander betreibt mit Gabriel Holzinger "ProtectYourStyle", DEN Sneaker-Laden in der Heilbronner Innenstadt. Darüber hinaus ist er Sänger von "Liquid Kitty" und spielt Klavier. Für uns hat der 31-jährige Heilbronner seine Plattenkiste geöffnet. Hier seine Top fünf Alben - von Klassik bis hin zu elektronischen Sounds.

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MEINE PL ATTENKISTE: YVES ALEXANDER Yves Aleaxander´s fünf Lieblingfußballsongs: 3 . B l a c k Lips. G o o d B a d Not Evil " F ü r m i c h ist dieses A l b u m e i n e der besten G a r a g e - P l atten der letzt e n J a h r e ." 4 . F e v e r Ray. Fever Ray " I c h f i n d e einfach, dass d a s K o n z e pt der Platte g u t p a s s t . Hierzu gehören s o w o h l d e r Sound und die T e x t e a l s auch die Videos d i e z u d e r Platte produz i e r t w u r den." 5 . G r a t e f u l Dead. G r a t e f u l Dead From The Mars Hotel " D i e s e P l atte wurde mir a m E n d e m einer Schulzeit v o n e i n e m Lehrer empfohl e n u n d i ch fand sie sof o r t r i c h tig gut." 1. Simeon ten Holt. Canto Ostinato "Dieses Werk hat mich überzeugt davon, dass es zeitgenössische klassische Musik gibt, die gut klingt und schön ist." 2. Rolling Stones. Sticky Fingers "Ehrlich gesagt kommt man an den Stones ja nicht vorbei, zumindest ab dem Moment in dem man ein Radio einschalten kann." Auf dem fünften Platz steht bei mir "Grateful Dead" mit der Platte "Grateful Dead from the Mars Hotel". Diese Platte wurde mir am Ende meiner Schulzeit von einem Lehrer empfohlen und ich fand sie gut. Inzwischen habe ich viele schöne Erinnerungen an die Platte, zum Beispiel gemütliche Sonntage im Bett. "Fever Ray" mit dem gleichnamigen Album belegt in meiner Top fünf einen guten vierten Platz. Obwohl elektronische Musik nicht wirklich meins ist, ist diese Platte für mich unheimlich interessant und ich höre sie auch mehr als es mir eigentlich lieb ist. Ich finde einfach, dass das Konzept der Platte gut passt. Hierzu gehören sowohl der Sound und die Texte als auch die Videos die zu der Platte produziert wurden. Eine runde Geschichte, möchte ich behaupten. Die Bronzemedaille erhalten bei mir die "Black Lips" aus den USA mit dem Album "Good Bad not Evil". Für mich ist dieses Album eine der besten Garage-Platten der letzten Jahre. Diese Platte beinhaltet die typischen Hits, die man von Anfang an gern hört, aber auch Lieder die mit jedem weiteren Hören erst richtig gut werden. "Good, Bad not Evil" kann man glaube ich in jedem Gemütszustand hören, am liebsten höre ich die Musik vor dem Weggehen, um gute Laune zu tanken. Meine Nummer zwei sind die "Rolling Stones" mit ihrem Album "Sticky Fingers". Ehrlich gesagt kommt man an den Stones ja nicht vorbei, zumindest ab dem Moment in dem man ein Radio einschalten kann. Seit etwa vier Jahren höre ich die Stones, sagen wir mal "richtig". Also nicht nur die Songs, die im Radio laufen. Das Sticky-Fingers-Cover ist von Andy Warhol. Dazu ist es die erste Platte, die die "Rolling Stones" unter ihrem eigenen Label veröffentlicht haben. Erstmals war hier die berühmte Zunge zu sehen. Vor allen Dingen gefällt mir aber der Sound der Platte "rotzig und schön". Unter anderem ist eine der schönsten Rock´n´Roll-Balladen, "Wild Horses", Teil des Albums. Auf Platz Eins steht bei mir keine Platte. Es ist vielmehr ein Werk. Es heisst "Canto Ostinato" vom zeitgenössischen niederländischen Komponisten Simeon ten Holt. Warum ich das Werk ausgesucht habe? Ich bin eigentlich kein Klassikhörer. Aber dieses Werk hat mich überzeugt davon, dass es zeitgenössische klassische Musik gibt, die schön ist. Das Stück ist so komponiert, dass es den Pianisten viele Freiheiten lässt. Zum einen wird nicht festgelegt mit welchen und zum anderen mit wie vielen Tasteninstrumenten das Stück arrangiert wird. Die minimalistische und sequenzielle Komposition macht es den Pianisten außerdem möglich viele eigene Emotionen beim Spielen auszudrücken. In den Niederlanden gibt es auch ein Festival, auf dem nur dieses Stück gespielt wird. Und jedesmal hört es sich anders an. Das finde ich faszinierend.

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D I T T R I C H , K L O T Z & K Ö N I ! Di t t r i c h , K l o tz & Köni drehen lustige Filme. Sketche zum Bei spiel. Di e smal: Menschenkinder Di e m o d e r n e Go d e l a m a c h t s i ch nichts aus Kindern. Sie plädier t für Selbständ i g k e i t . Zu m Gl ü c k h a t s i e i n Achim einen vollbär tigen Mann gefu nden, der l e b h a ft ihre Ansichten teilt... D I T T R I C H , KLOTZ & KÖNI SIND BUCHBAR! K ONTAKT: 0176/99053371 W W W .DERDRANGZUMKLANG@WEB.DE WWW.LISAMARIAKLOTZ.DE

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FOTOGRAFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION H E I M A T L I E B E FOTOGRAFIEN VON MEHMET FILIZ & PATRICK LABITZKE THIS WAY Hier gehts lang. Die vielen Parkhäuser der Stadt geben schöne Fotokulissen ab. Exemplarisch hierfür: das Parkhaus des SOLEO.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION ENGE GASSE & HOTELWEGWEISER Ganz schön eng ist die Gasse zwischen Stadtgalerie und Galeria Kaufhof. Irgendwie beengend. (links) Obwohl Heilbronn keine klassische Touristenstadt ist, haben Besucher der Käthchenstadt diverse Übernachtungsmöglichkeiten zur Auswahl.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION MEIN NAME IST HASE Was treibt den dieser falsche Hase auf dem Geländer der Friedrich-Ebert-Brücke? Die Antwort gibt es am 22. September. Also: Hasenohren und -augen offen halten!

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION BOLLWERK IM SONNENSCHEIN Der Bollwerksturm am Rande der Heilbronner Innenstadt wirkt wie ein ruhiger, gelassener Wächter der Heilbronner.

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karrierestarten de 365 Tage Messe online rund um deinen Beruf .de w.fotolia Bild: ww a (Firstsign folge uns auch auf www.facebook.com/karrierestarten

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A U S B I L D U N G B E I : FEHLINGMOBIL FOTOS: CHEMIEVERBAND BADEN-WÜRTTEMBERG VIDEO: PURPURFILM Da s " f e h l i n g m o b i l " d e s S c h ü l e rlabors und Lehrer for tbildungszentr ums FehlingLa b e r m ö g l i c h t e s , k ü n f t i g z u s ätzliche Veranstaltungen vor Or t an Schulen und a n d e re n Ei n r i c h t u n g e n d u rc hzuführen. "Wissenschaft on tour" - das steht in g ro ß e n Bu c h s t a b e n h i n t e n und vorne auf dem neuen "fehlingmobil". De r K l e i nb u s d e s Fe h l i n g - L a b ist ab sofor t mit Experimenten an Schulen in Ba d e n -Wü r t t e m b e r g u n t e r we g s. Beim "fehlingmobil" stehen wie im Labor auf d e m C a m p u s Experimente im Mittelpunkt. Da s f e h l i n g m o b i l h a t eine eigene Homepage unter der Adresse w ww.fehlingmobil.de. Do r t k ö n n e n i n t e re s s i e r te Pädagogen das Mobil auch anfordern.

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SONDERVERÖFFENTLICHUNG Anzeigenschluss: 07.09.2012 "KARRIERE" Nachwuchskräfte für die Region gewinnen Anzeigenschluss: Erscheinungstermin: Format: Auflage: Zielgruppe/Leserschaft: Verteiler: 7. September 2012 Ende September 2012 Zeitschriftenformat 25.000 Exemplare Schüler, Auszubildende, Studenten, Berufseinsteiger, Weiterbildungsinteressierte und Mitarbeiter (jeweils m/w) Print-Ausgabe über Hochschulen, Schulen und Auslagestellen in der nördlichen Hälfte Baden-Württembergs sowie in Teilen von Bayern und Hessen, Direktverteilung an Bewohner von Studentenwohnheimen, Online-Ausgabe als blätterbare Version im Internet, zwei Websites zur Verwendung in Unternehmen möglich Sonderdrucke: Verbreitungsgebiet: IHK-Region Heilbronn-Franken inkl. angrenzende Gebiete in einem Radius von ca. 70 km WERBEMÖGLICHKEITEN: Paket 5 Plus - crossmediale Print- und Onlinewerbung Details finden Sie auf der Rückseite! Gestaltete Personalanzeigen "Mitarbeiter" Textanzeigen "Stellenangebote" Formatanzeigen "Arbeitgeber" Kleinanzeigen "Ausbildungsplätze" Termin- & Veranstaltungsanzeigen "Recruiting" PR-Anzeigen "Employer Branding" HETTENBACH GmbH & CO KG WERBEAGENTUR GWA · 74074 Heilbronn · Telefon (07131) 7930-100 · E-Mail: media@hettenbach.de

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Paket 5 Plus 5x vertreten ab 990 Euro zzgl. MwSt. Anzeige Anzeige MESSEN, EVENTS, TAGUNGEN, SEMINARE MESSEN, EVENTS, TAGUNGEN, SEMINARE to-Business-Kommunikation. Insgesamt geben Aussteller und Besucher für ihr Messe-Engagement in Deutschland pro Jahr rund 12 Mrd. Euro aus. Die gesamtwirtschaftlichen Produktionseffekte erreichen 23,5 Mrd. Euro. Insgesamt werden fast 230.000 Arbeitsplätze durch die Organisation von Messen gesichert. In den ausstellenden Unternehmen sind im Durchschnitt über 2 Personen pro Unternehmen mit Messebeteiligungen beschäftigt. Das ergibt bei gegenwärtig rund 59.000 messeaktiven Firmen im Business-to-Business-Segment mehr als 100.000 Vollzeitarbeitsplätze. Seit 01. März 2012 setzt der AUMA seine Kampagne "Erfolg durch Messen" fort. Dazu kommt ein dichtes Netz regionaler Fachbesucher- und Publikumsmessen, die zu den internationalen Messen eine wichtige Ergänzung bilden. Allein auf den Veranstaltungen, die von Unternehmen aus dem Mitgliederkreis des AUMA organisiert werden, treffen sich jährlich über 50.000 Aussteller und rund 6 Mio. Besucher. Messen und Ausstellungen bie-ten damit eine Plattform für deutlich über 200.000 Aussteller sowie 16 bis 17 Mio. Besucher pro Jahr. Für die Durchführung überregionaler und internationaler Messen stehen auf 22 deutschen Messegeländen gut 2,7 Mio. m² Hallenfläche zur Verfügung. Drei der fünf größten Messegelände der Welt liegen in Deutschland. Für die deutschen Unternehmen gehören Messen zu den wichtigsten Instrumenten in der Business-to-BusinessKommunikation. Insgesamt geben Aussteller und Besucher für ihr Messe-Engagement in Deutschland pro Jahr rund 12 Mrd. Euro aus. Die Produkti- 1. Anzeige in der Print-Ausgabe Vierfarbige Anzeige in der Sonderveröffentlichung "Karriere" des Verlagsjournals wirtschaftinform Wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Messewirtschaft Der Messeplatz Deutschland ist weltweit die Nr. 1 in der Durchführung internationaler Messen. Von den global führenden Messen der einzelnen Branchen finden fast zwei Drittel in Deutschland statt. Jährlich werden rund 150 internationale Messen und Ausstellungen mit bis zu 170.000 Ausstellern und 9 bis 10 Mio. Besuchern durchgeführt. Wichtigster Pluspunkt der deutschen Messen ist ihre Internationalität: Über die Hälfte der Aussteller kommen aus dem Ausland, davon ein Drittel aus Ländern außerhalb Europas. Von den Besuchern reist rund ein Viertel aus dem Ausland an, von den Fachbesuchern sogar über 30%. PRINT-AUSGABE onseffekte erreichen 23,5 Mrd. Euro. Insgesamt werden fast 230.000 Arbeitsplätze durch die Organisation von Messen gesichert. In den ausstellenden Unternehmen sind im Durchschnitt über 2 Personen pro Unternehmen mit Messebeteiligungen beschäftigt. Das ergibt bei gegenwärtig rund 59.000 messeaktiven Firmen im Business-to-Business-Segment mehr. sebeteiligungen beschäftigt. Das ergibt bei gegenwärtig rund Insgesamt werden fast 230.000 Arbeitsplätze durch die Organisation von Messen gesichert. In den ausstellenden Unternehmen sind im Durchschnitt über 2 Personen pro Unternehmen mit Messebeteiligungen beschäftigt. Das ergibt bei gegenwärtig rund 59.000 messeaktiven Firmen imBusiness-to-BusinessDazu kommt ein dichtes Netz regionaler Fachbesucher- und Publikumsmessen, die zu den internationalen Messen eine wichtige Ergänzung bilden. Allein auf den Veranstaltungen, die von Unternehmen aus dem Mitgliederkreis des AUMA organisiert werden, treffen sich jährlich über 50.000 Aussteller und rund 6 Mio. Besucher. Messen und Ausstellungen bieten. Damit eine Plattform für deutlich über 200.000 Aussteller sowie 16 bis 17 Mio. Besucher pro Jahr. Für die Durchführung überregionaler und internationaler Messen stehen auf 22 deutschen Messegeländen gut 2,7 Mio. m² Hallenfläche zur Verfügung. Drei der fünf größten Messegelände der Welt liegen in Deutschland. ür die deutschen Unternehmen gehören Messen zu den wichtigsten Instrumenten in der Business-to-BusinessKommunikation. Insgesamt geben Aussteller und Besucher für ihr Messe-Engagement in Deutschland pro Jahr rund 12 Mrd. Euro aus. Die Produktionseffekte erreichen 23,5 Mrd. Euro. Insgesamt werden fast 230.000 Arbeitsplätze durch die Organisation von Messen gesichert. In den ausstellenden Unternehmen sind im Durchschnitt über 2 Personen pro Unternehmen mit Mes- Segment mehr.azu kommt ein dichtes Netz regionaler Fachbesucher- und Publikumsmessen, die zu den internationalen Messen eine wichtige Ergänzung bilden. www.auma.de Fotos: Deutsche Messe AG Wirtschaft in BW Das Land, in dem das Automobil erfunden wurde und das erste Motorrad der Welt über das Cannstatter Pflaster ratterte, ist bis heute stark industriell geprägt. Jeder fünfte Beschäftigte ist im produzierenden Gewerbe tätig, bundesweit ist es nur jeder achte. Ungebrochen stark sind weiterhin Fahrzeugbau und Automobilzulieferindustrie mit renommierten Unternehmen wie Daimler, Porsche, Bosch, Audi, Iveco Magirus, ZF Friedrichshafen, Getrag, Mann + Hummel, Mahle. Die Domäne im Land bleibt der Maschinenbau mit international namhaften Firmen wie Trumpf, Heidelberger Druckmaschinen, Festo, Voith, Liebherr, Putzmeister, Röhm, Manz, Dieffenbacher oder Weinig. Starke Veränderungen hat es dagegen in Teilbranchen wie Uhrenindustrie oder Unterhaltungsindustrie gegeben. Traditionsfirmen wie Junghans - zeitweise größter Uhrenhersteller der Welt -, Kienzle, Saba oder Dual - zeitweise größter deutscher Hersteller von Plattenspielern - haben nach einer Insolvenz neu und erfolgreich begonnen (Junghans), sind aufgekauft worden (Dual, Kienzle) oder gibt es heute nicht mehr (Saba). Ähnlich hat sich auch die Situation der Textilindustrie gewandelt. 1958 zählte in Baden-Württemberg noch jeder sechste industrielle Arbeitsplatz zur Textil- und Bekleidungsindustrie. Namen wie Bleyle oder Benger-Ribana waren geläufig. Die New Economy hat im Land seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends zu einem Boom der Informationstechnologie geführt. DV-Dienste, Softwareentwicklungen sowie Beratungsdienstleistungen für die Unternehmenskommunikation haben überproportional zugenommen. In Walldorf hat mit SAP das inzwischen größte europäische Software-Unternehmen seinen Sitz, Systemhäuser wie Bechtle gewinnen internationales Renommee. Im Land der Dichter und Denker gibt es über 500 Verlage - die dichteste Verlagslandschaft in Deutschland mit jährlich über 100.000 Neuerscheinungen. Hubert Burda Medien ist einer der größten Verlags- und Medienkonzerne in Europa. 50 Zeitungsverlage produzieren 17 Regionalzeitungen und sorgen für journalistische Vielfalt. Bildunterschrift Blindtext Blindtext Bildunterschrift Bildunterschrift Blindtext Blindtext Bildunterschrift. Deutschland Nr. 1 bei internationalen Messen Dazu kommt ein dichtes Netz regionaler Fachbesucher- und Publikumsmessen, die zu den internationalen Messen eine wichtige Ergänzung bilden. Allein auf den Veranstaltungen, die von Unternehmen aus dem Mitgliederkreis des AUMA organisiert werden, treffen sich jährlich über 50.000 Aussteller und rund 6 Mio. Besucher. Messen und Ausstellungen bieten damit eine Plattform für deutlich über 200.000 Aussteller sowie 16 bis 17 Mio. Besucher pro Jahr. Daneben finden auf den Messegeländen jährlich über 10.000 Kongresse und Tagungen im Business-to-Business-Bereich mit rund 2,5 Mio. Besuchern statt. Dabei ist eine zunehmende Verknüpfung von Messe- und Kongressaktivitäten zu beobachten. Gesamtwirtschaftliche Bedeutung von Messen Für die Durchführung überregionaler und internationaler Messen stehen auf 22 deutschen Messegeländen gut 2,7 Mio. m² Hallenfläche zur Verfügung. Drei der fünf größten Messegelände der Welt liegen in Deutschland. Für die deutschen Unternehmen gehören Messen zu den wichtigsten Instrumenten in der Business- 1/3-Seite 140 x 104 mm 2. Onlinewerbung auf WEBSIT www.baden-wuerttemberg.de 80 wirtschaftinform.de 04.2012 04.2012 wirtschaftinform.de 81 Platzierung Ihrer Onlinewerbung im Themenbereich "Karriere" auf der Website wirtschaftinform.de 3. pdf-Anzeige in der Online-Ausgabe Veröffentlichung Ihrer Anzeige in der blätterbaren OnlineVersion von wirtschaftinform mit Verlinkung auf Ihre Website , SEM Der Anzeige Messe INAR ist weltwe platz E it die Deutschland Durch Nr. 1 führu MES ler Messe ng intern in der SEN, n. EVEN ationa TS, TAGU Von to-Bus den NGEN Messe global , SEM Insges iness-Komm n der führen amt geben chen INAR unikat den Besuch finden einzelnen E ion. Ausste in Deutsc Branfast ller und onseffe gagem er für ihr kte erreich ent in werden hland zwei Drittel Messe Jahr statt. Deutsc -En- Euro. 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INTERVIEW: CHRISTIAN KIESELMANN FOTOS: ROBERT MUCHA & MOTOR BLOCK n o r t h

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MUSIKKOFFER: 38 NORTH Die Musikrichtung Punk müsste den meisten ein Begriff sein aber wenn die Ergänzung Hardcore mit ins Spiel kommt, bleibt nur ein kleiner Teil über, der weiß von was die Rede ist. Heilbronn bietet aber ebenfalls eine kleine Hand voll Hardcore Bands, eine davon nennt sich 38 North und hat sich Anfang 2012 zusammen gefunden. HANIX -- Wer sind 38 North? Wir möchten zu Beginn der kommenden Zeilen erst einmal dazu animieren, falls man bisher noch keinen Kontakt zu etwas unbekannter Musik hatte, dieser eine Chance zu geben. Wir sind fünf Jungs (Kevin, Florian, Sebastian, Tim und Tim) aus dem Heilbronner Umkreis, am weitesten entfernt zu Heilbronn wohnt unser Schlagzeuger, der aus Öhringen kommt. Kennen gelernt haben wir uns zum Großteil bereits durch wilde Zeiten mit schrillen Frisuren oder durch andere Bands vor der Gründung von 38 North. Wir alle haben bereits musikalische Erfahrungen sammeln können und haben uns deshalb auch dazu entschlossen ein gemeinsames Kapitel aufzuschlagen. 38 NORTH-- HANIX -- Ich würde behaupten das Hardcore zur unbekannten Musikrichtung gehört, wie würdet ihr Hardcore- unerfahrenen Zuhörern eure Musik beschreiben. Sicher würden wir behaupten das man diese nicht täglich zu hören bekommt. Um auf solch eine Mu38 NORTH-- sikrichtung zu stoßen muss man entweder gezielt danach suchen oder ist bereits ein Teil dieser Subkultur. Da solche Musik nicht im Radio gespielt wird würden wir erst mal behaupten das es komplett anders ist als die Musik, die man dort zu hören bekommt. Hardcore entspringt des Punkrocks aus den späten 70er Jahren, damals entschlossen sich Bands wie Black Flag, Bad Brains oder Minor Threat -welche wir alle gerne auch selber noch hören- dazu Punkrock einen Tick anspruchsvoller zu gestalten. Aus drei Akkorden wurden vier und anstatt gesungen wurde geschrien. 40 Jahre später hat sich das Ganze in vielen Etappen weiterentwickelt und in sehr viele unterschiedliche Abspaltungen geteilt. Unsere Musik darf der melodischen Hardcore Szene zugeordnet werden, wobei wir eigentlich einen Mix aus all der Musik machen auf die wir gerade stehen weshalb es uns schwer fällt uns festzulegen. In 5 Wörtern beschrieben ist unsere Musik LAUT, DRÜCKEND, BRECHEND, AGGRESSIV, HARMONISCH und einfach irgendwie anders; auch wenn das jede Band von der eigenen Musik behauptet. Da wir eigentlich niemandem

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MUSIKKOFFER: 38 NORTH eine Meinung aufdrücken möchten wäre es gut selber mal PLAY zu drücken und unsere Musik einfach selbst zu hören. HANIX -- Vor kurzem habt ihr euer Debüt Album welches den Titel "So Far Away" trägt aufgenommen. Wie war's und warum trägt die Debüt-Platte diesen Titel? 38 NORTH-- serer Band erreichen möchten steht in ferner Zukunft und wird hoffentlich auch nach und nach so wie wir uns das vorstellen wahr werden. HANIX -- Drei eurer sieben Songs, die ihr im Mai aufgenommen habt gibt es hier zu hören. Welcher der Songs gefällt euch persönlich am besten? Wir hatten alle wahnsinnigen Spaß, drei anstrengende Tage, wenig Schlaf und keine ruhige Minute. Aufgenommen haben wir unser Debüt Album bei Philipp Seitz in den Räumlichkeiten des Kreativzentrums Heilbronn oberhalb des Mobilats in der Nähe des neu gegründeten Complex 23. Gestartet haben wir an einem Montag Mitte Mai und fertig waren wir Donnerstag früh. Nochmals vielen Dank an Philipp Seitz für die lustige und tolle Zusammenarbeit. Unser Debut haben wir so genannt weil wir mit unserer Band gerade erst am Anfang stehen. Alles was wir gerne noch mit un38 Eigentlich mögen wir ja all unsere Songs, aber der unserer Meinung nach "schönste" Song ist "Regret It". Kurz zusammen gefasst geht es um einen Familienmensch, das Geschlecht ist hierbei völlig uninteressant, welcher einen bedeutsamen Fehler gemacht hat und diesen jetzt sehr bereut. Die Person würde gerne die Zeit zurück drehen und denkt an die Zeit bevor sie diesen Fehler begangen hat. 38 NORTH-- HANIX -- Habt ihr musikalische Vorbilder an denen ihr euch orientiert oder gibt es jemanden der euch inspiriert? 38 NORTH-- Wir haben keine direkten musikalischen Vor-

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MUSIKKOFFER: 38 NORTH bilder. Uns inspirieren die Bands auf Konzerten bei denen wir uns selbst zu den Besuchern zählen. Jedem Musiker, sei es in einer Band oder Solo sollte ein Ohr geschenkt werden, denn jede Band abgesehen von politisch inkorrekten Bands sollte es verdient haben gehört zu werden. Wir selbst wissen wie viel Arbeit, Geld und Herzblut in der eigenen Band und deren Songs steckt. Gerade wenn man selbst Musiker ist sollte man so denken. Leider gibt es auch selbst unter Musikern Leute und Bands, die sich aufführen als wären sie das Nonplusultra. Sie bleiben in ihrem Backstageraum sitzen, warten bis sie an der Reihe sind und schauen sich nicht eine der Bands an, die ebenfalls spielen sondern feiern sich nur selbst. Wir empfinden solches Verhalten als respektlos und versuchen uns von Bands, die so etwas tun, größtmöglich zu distanzieren. Wir alle sitzen im selben Boot und gegenseitiger respektvoller Umgang sollte jedem wichtig sein. Da unsere Szene auf gegenseitigen Support aufbaut und auf die Unterstützung unterein39 ander zählt ist es wichtig dass jeder gleich zieht. HANIX -- In Heilbronn oder im nahen Umkreis habe ich persönlich noch nicht wirklich etwas von Hardcore mitbekommen, gibt es dafür überhaupt Zuhörer? Davon sind wir auch größtenteils ausgegangen. Hin und wieder hat mal etwas in Richtung Hardcore gespielt aber die Shows waren unserer Meinung nach nie wirklich gut besucht. Damit rechneten wir am 6. Juli ebenfalls. Wir spielten in Heilbronn in der Neckarlust zusammen mit unseren Freunden von Time Will Prove. Die Show wurde erst zwei Tage davor von zwei Freunden angesetzt, weshalb wir auch mit schlechten Besucherzahlen gerechnet hatten. Aber das entpuppte sich als völlige Fehleinschätzung. Die Neckarlust war für diese Verhältnisse sehr gut besucht, die Atmosphäre und das Publikum war der Hammer. Zusammen mit Time Will Prove hatten wir einen großartigen Abend der wahnsinnigen Spaß gemacht hat. Hardcore lebt und das sogar in Heilbronn. 38 NORTH-- HANIX -- Gibt es irgendwelche Locations in denen

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MUSIKKOFFER: 38 NORTH eurer Meinung nach gute Konzerte veranstaltet werden? 38 NORTH-- Ja in unserer Region gibt es auch ein paar Räumlichkeiten in denen ab und zu etwas in der Richtung spielt. Beispielsweise in Neckarsulm das "Kreativ" oder ebenfalls in Neckarsulm das "Gleis 3" wo Mitte Juli "Texas in July" gespielt haben. Ein Teil unserer Band war da auch dort, es war ein klasse Abend mit neuen Eindrücken der regionalen Szene. In Heilbronn direkt fällt uns nur eins ein, das "Red River". Dort werden in regelmäßigen Abständen alternative Konzerte veranstaltet, Hardcore aber nicht direkt. Wer etwas weiter weg fahren kann und möchte ist in Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim oder Würzburg gut aufgehoben. Dort gibt es viele sehenswerte Konzerte und Veranstalter, die sich dort um Konzerte kümmern. In Würzburg zum Beispiel versuchen die Konzertveranstalter "shivery" Hardcore in der Würzburger Region am laufenden zu halten was ihnen auch sehr gut gelingt, momentan sind Sie dabei zwei Touren mit aus dem näheren Ausland kommenden Bands zu organisieren. Vielleicht sagt jemandem die Band "Minus Tree" etwas, diese starten jetzt zusammen mit "Sending Lights" ihre Deutschlandtour. Ein wichtiger Anlaufpunkt in Stuttgart ist mit Sicherheit das "Juha West" vom Hauptbahnhof ungefähr fünf Minuten mit dem Auto entfernt. Fast alle Konzerte die dort stattfinden sind jedes Mal gut besucht, kommenden Sonntag spielen zum Beispiel "Reign Supreme" aus den Staaten, vielleicht sieht man ja den ein oder anderen dort. Auch in Öhringen gibt es eine Location in der hin und wieder Hardcore über die Boxen strahlt, leider für unseren Geschmack zu selten. Soweit wir das wissen dürfen sie dort aber auf Grund der Auflagen nicht so oft Konzerte veranstalten. Dabei bietet sich dieses Jugendhaus einfach ideal dafür an und ist verhältnismäßig gut besucht. Ach ja genau; etwas das uns auch sehr gefällt ist das Kokolores in Künzelsau, das ist ebenfalls ein Jugendhaus. Verwaltet von Jugendlichen für Jugendliche. Sonst gibt es noch in Beilstein, Willsbach, Weinsberg und in Schwäbisch Hall die ein oder andere Location die es sich lohnt zu besuchen. Wen es interessiert darf sich gerne bei uns melden. HANIX -- Auf was muss man sich einstellen wenn man sprechen und sich darauf freuen diese auch kennen zu lernen. On Stage könnt ihr euch auf fünf Jungs einstellen welche ihre Musik voller Engagement ausleben möchten und mit völliger Hingabe und Begeisterung dabei sind. Wir sind über jedes Konzert auf dem wir spielen dürfen sehr dankbar und freuen uns über jede Möglichkeit sei es in einem Wohnzimmer, einer Garage, auf der Straße, in einem Club oder einem Jugendhaus, den Zuschauern das zeigen zu dürfen was uns allen wirklich großen Spaß macht. HANIX -- Gibt es noch andere Projekte neben eurer Band für die ihr euch einsetzt und mit denen ihr euch beschäftigt? 38 NORTH-- Zwei Dinge die wir kurz Ansprechen möchten eine eurer Shows besucht? 38 NORTH--Wenn wir nicht auf der Bühne stehen dann auf fünf lustige Jungs die auch gerne mit wildfremden Leuten sind folgende: Auf Grund des sehr gut besuchten Konzerts im Juli in Heilbronn und des wohl doch vorhandenen Interesses am Hardcore spielen wir mit dem Gedanken, regelmäßig in Locations Konzerte auf die Beine zu stellen. Wer uns dabei unterstützen kann oder möchte oder wer jemanden kennt, der uns auf irgendeine erdenkliche Art und Weise helfen könnte, sei es durch Geldspenden, die nach dem Konzert nicht in die eigene Tasche wandern

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MUSIKKOFFER: 38 NORTH oder durch eine Location die bereit wäre uns zu helfen ... dann sagen wir dankend ja. Ein bereits laufendes Projekt ist etwas für begeisterte Leser. Unser Bassist rief dies Projekt vor einer Weile in die Welt. Hierbei handelt es sich um ein Fanzine. Ein Fanzine ist wie ein kleines Magazin, das allerdings keinen Profit abwirft sondern nur versucht die Druckkosten zu decken. Auf www.facebook.com/signalsfanzine gibt es mehr Informationen hierzu. Die vierte Ausgabe des Magazins ist in Arbeit und erscheint voraussichtlich Ende September. Aber im Großen und Ganzen geht es in diesem Fanzine darum, den Leuten Bands und Leute vorzustellen die ebenfalls mit großen Engagement dabei sind und diese natürlich zu unterstützen. HANIX -- Gibt es noch etwas, das euch einfällt und was ihr noch unbedingt loswerden möchtet? Besucht Konzerte! In Deutschland haben wir sehr viele bislang unbekannte Bands wie wir, die auch gerne auf der Bühne stehen und euch zeigen möchten was sie spielen. Unterstützt Veranstalter, Booker und Locations. Schleicht euch nicht durch den Hintereingang der betroffenen Shows sondern gebt den Eintritt aus, immerhin wird ein Konzert ja für die Zuschauer organisiert. Kauft auch Merchandise von Bands, die nicht jeder zweite trägt. Gebt den kleinen Bands die Chance ihre Musik auch ausleben zu dürfen und können. Macht etwas und helft mit. Vielen Dank fürs Lesen und wenn ihr möchtet dann besucht uns auf Facebook. 38 NORTH-- WWW.FACEBOOK.COM/38NORTH

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Studieren und leben in Heilbronn Einen erfolgreichen Studienabschluss können wir nicht anbieten. Für ein ansprechendes Wohnambiente, in dem es sich neben dem Lernen auch leben lässt, dafür können wir sorgen. Wohn hier! www.studenten.hn

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SP ORTTASCHE : HÄLDENRENNEN D A S H Ä L D E N R E N N E N H E L D E N VO N F Ü R H E L D E N FOTOS: PATRICK LABITZKE Bei der Veranstaltung handelt es sich um die offizielle Deutsche Downhill-Skateboarding-Meisterschaft 2012. Das öffentliche Jugend- und Erwachsenenevent hat vom 15. Juni bis zum 17. Juni 2012 in Hälden bei Adolzfurt stattgefunden. Insgesamt wurden 70 Fahrer zugelassen. d i e V e r a n s ta lt u n G

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SP ORTTASCHE : HÄLDENRENNEN Ein Longboard ist ein Sportgerät, welches auf einem Skateboard basiert, jedoch über andere Abmessungen verfügt, die es den Fahrern ermöglichen, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Es besteht aus einem Brett, unter dem an zwei beweglichen Achsen vier Rollen montiert sind. Seit mehr als 15 Jahren werden in dieser Sportart rund um den Globus Wettbewerbe ausgetragen, so dass sich ein System aus nationalen wie internationalen Rennserien entwickelt hat. Wa s i s t e i n lo n G B oa r d?

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die streCKe Die Strecke umfasst eine Länge von ca. 1,5 Kilometern. Die 5 teilweise engen Kurven und die schmale Straßenbreite machen die Strecke für die Fahrer technisch sehr anspruchsvoll, wobei sie dennoch Spitzengeschwindigkeiten von ca. 60 km/h ermöglicht. Zur Durchführung des Rennens wird die Straße eigens gesperrt. Für die Sicherheit an der Strecke sorgen neben einer Vielzahl an Streckenposten und Schutzmaterialien auch Rettungssanitäter.

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SP ORTTASCHE : HÄLDENRENNEN das rennen Gestartet wird in unterschiedlichen Klassen wie Stand Up und Buttboard. Ziel aller Starter ist es jedoch, die Strecke in schnellstmöglicher Zeit zu passieren. Die Fahrer erhalten die Möglichkeit, sich in mehreren freien Trainings an die Strecke zu gewöhnen. Um das Event für die Fahrer und Zuschauer interessanter zu gestalten, wird die Qualifikation in Form eines Rennens mit einem Punktesystem ausgefahren. Dies legt dann die Startreihenfolge für das Hauptrennen am Sonntag - Die Deutsche Meisterschaft - fest.

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SP ORTTASCHE : HÄLDENRENNEN ChanCen Neben einem hochkarätigen Sportereignis und der Jugendförderung bietet die Veranstaltung auch Chancen für die Region. Sie erhält durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit in regionalen und überregionalen Medien die Möglichkeit, sich in ihrer Attraktivität einem breiten Publikum zu präsentieren. Zudem ermöglicht der internationale Charakter der Veranstaltung eine intensive Austauschmöglichkeit sowie Kontaktpflege und Kontaktknüpfung.

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KULTURBEUTEL: R ALF STEGMANN INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTOS: ULLA KÜHNLE " D A S I S T O PE N - A I R - K I N O U N G E Z W U N G E N ! " Ralf Stegmann veranstaltet mit seiner Agentur xmedia seit zehn Jahren das Open-Air-Kino in Heilbronn. Wir spra chen mit dem Macher der Filmfreilichtspiele über tagelange Autofahr ten durch Heilbronn, die Auswahl des Filmprogramms und über Profibesucher, die bestens ausger üstet für jedes Wetter das Gelände der Heilbro nner Weingenossenschaft aufsuchen, um Kino unter freiem Himmel zu genießen.

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KULTURBEUTEL: R ALF STEGMANN HANIX -- Herr Stegmann, seit einer Dekade veranstalten Sie das Heilbronner Open-Air-Kino auf dem Gelände der Heilbronner Genossenschaftskellerei. Erzählen Sie mal, wie hat damals alles angefangen? Um das zu beantworten muss man bis ins Jahr 2000 zurückgehen. Es fand in diesem Jahr die erste Frisbee-WM in Heilbronn statt, die wir von der kommerziellen Seite her begleitet haben. Wobei ich an diesem Thema ungefähr drei Jahre lang gearbeitet habe. Nach so einem Event herrscht natürlich erst mal Leere. Wir haben dann überlegt was man in Heilbronn machen kann. Es musste selbstverständlich etwas Neues für Heilbronn sein. Nachdem wir uns dann mal verschiedene Städte wie Stuttgart, Heidelberg, Ludwigsburg und Würzburg angeschaut hatten, stellten wir fest, dass es überall ein Open-Air-Kino gab, nur eben nicht in Heilbronn. Die Event-Idee war also geboren und wir haben uns, mit Hilfe der Veranstalter des Open-Air-Kinos Karlsruhe, kundig gemacht was man alles benötigt, woher man die Filme bekommt, welche Richtlinien zu beachten sind und so weiter. RALF STEGMANN -- HANIX -- Hatten Sie Schwierigkeiten eine Örtlichkeit für den Event zu finden? sperren, dazu die ganze logistische Koordination: das ging dort einfach nicht. Also setzten wir uns mehrere Tage ins Auto und sind stundenlang kreuz und quer durch die Stadt gefahren. Als letzten Platz haben wir das Weingut Fischer besucht, das alle toll nur leider zu klein fanden. Somit war die ganze Veranstaltung schon fast wieder ad acta gelegt. Am Ende des Besichtigungsmarathons haben wir uns noch mal zusammengesetzt und sind dann irgendwie darauf gekommen, dass es ja noch die Genossenschaftskellerei Heilbronn gibt. Also ein letztes Mal ab ins Auto und hingefahren. Herr Seiter von der WG war glücklicherweise sofort überzeugt von der Idee und hat sehr schnell zugesagt. HANIX -- So eine Großveranstaltung, die über mehrere Wochen Programm bietet muss gut vorbereitet sein. Wie lange hat es von der Idee bis zur ersten Veranstaltung gedauert? in allem haben wir eineinhalb Jahre an dem Projekt gearbeitet und im Sommer 2002 gab es endlich die erste Open-Air-Kino-Veranstaltung in Heilbronn. HANIX -- Wie viele Besucher fanden damals im Hof der Weingenossenschaft Platz? RALF STEGMANN --Wir RALF STEGMANN --Alles gab zunächst Überlegungen in den Wertwiesen-Park zu gehen. Nur den Park 14 Tage abzu55 RALF STEGMANN --Es haben damals schon mit einer

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KULTURBEUTEL: R ALF STEGMANN Sitzplatzanzahl von über 1500 angefangen. Das ist ungefähr die gleiche Größenordnung, wie auch in all den anderen Jahren. HANIX -- Wie viele Menschen sind daran beteiligt, dass das Kino in Heilbronn stattfinden kann? Das ist eine sehr schwierige Frage, die ich mir selbst noch nie beantwortet habe. Aber wenn ich jetzt mal alle Beteiligten von der WG, den Gastrobetrieben und Partnern zusammenzähle, komme ich bestimmt auf 100 beteiligte Personen. RALF STEGMANN -- HANIX -- Verraten Sie uns, welche Produktionskosten für so einen Event veranschlagt werden müssen? zess. Allerdings kann man auch nicht viele Monate vor Beginn schon die Filme planen, da man den stationären Kinomarkt beobachten muss. Eines ist klar, ein Film der in Indoor-Kinos nicht funktioniert, kann im Open-Air-Kino auch nicht laufen. Wir haben ein Mal das Experiment gewagt, eine Preview zu zeigen und das ging leidlich in die Hosen. Das zeigt, dass unser OpenAir-Publikum zumindest schon mal was von den Filmen gehört haben muss. Das heißt alles in allem, dass die Planung im Januar beginnt und das Programm letztendlich Anfang Juni feststeht. HANIX -- Gibt es einen Hauptverantwortlichen für die Film-Auswahl? Hier möchte ich natürlich nicht zu viel preis geben, aber einen sechsstelligen Betrag muss man für diese Veranstaltung aufbringen. RALF STEGMANN -- HANIX -- Wie kommt es zur schlussendlichen Filmauswahl? RALF STEGMANN -- Dies ist jedes Mal der längste Pro56 Letztendlich bleibt dies am Verantwortlichen für die Veranstaltung hängen. Denn wenn ein Film nicht funktioniert, muss selbstverständlich auch jemand die Verantwortung tragen und derjenige bin nun mal ich selbst. Wobei ich mich auch auf vieRALF STEGMANN --

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KULTURBEUTEL: R ALF STEGMANN le Unterstützer und Berater, wie beispielsweise auf das Kommunale Kino, verlassen kann. HANIX -- In diesem Jahr sind es eher Komödien, die das Open-Air-Kinoprogramm spicken. HANIX -- 2010 wurde das Open-Air-Kino zum beliebtesten Kunst- und Kulturevent gewählt. Eine Überraschung? RALF STEGMANN -- Ja, das war sogar eine sehr große Über- Bisher war unser Programm immer sehr gemischt, von Dramen über Liebesfilme bis hin zu Komödien. Wir haben vor längerer Zeit eine Umfrage durchgeführt und dabei kam heraus, dass vor allen Dingen Komödien im Open-Air-Kino gern gesehen werden. Als wir dann dieses Jahr die Filmauswahl zusammengestellt haben, waren rund 80 Prozent Komödien dabei und somit fiel uns die Entscheidung relativ leicht, dieses Jahr einfach mal einen Komödien-Sommer zu veranstalten. RALF STEGMANN -- HANIX -- Kann man dann sagen, dass das Sehverhalten von Open-Air-Kino-Besuchern etwas von dem der Besucher stationärer Kinos abweicht? raschung. Wir haben schließlich viele gute Veranstaltungen in der Region Heilbronn, wie beispielsweise in Jagsthausen oder auf dem Würth-Gelände in Künzelsau. HANIX -- Sie als Macher des Open-Air-Kinos müssten uns erklären können, worin die Gründe des Erfolges liegen. Es weicht mit Sicherheit etwas ab, was unter anderem auch damit zusammenhängt, dass die überwiegende Besucherzahl unseres Kinos über 30 Jahre alt ist, was nicht dem ganz typischen Kino-Publikum entspricht. Dieses Publikum hat einen anderen Anspruch und wahrscheinlich schon genügend Dramen zu Hause und im wahren Leben erlebt und möchte daher einfach lachend im Kino sitzen. Wir haben auch schon ganz schwere Filme gezeigt, nach denen die Leute dann aus dem Kino heraus geschlichen sind und eine sehr bedrückende Stimmung herrschte. Unser Anspruch ist aber, die Menschen zu vergnügen und sie mit guter Laune nach Hause zu schicken. RALF STEGMANN -- HANIX -- Es gibt beim Open-Air-Kino nicht nur Filme zu sehen sondern auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Ich glaube in aller erster Linie ist es die Ungezwungenheit. Unsere Besucher müssen sich nicht in eine Zwangsjacke begeben, sondern können so kommen, wie sie wollen. Die Leute können essen und trinken, es gibt tolle Vorführungen neben dem KinoFilm und ganz typisch für unser Publikum ist, dass sich die Menschen bei uns einfach mit ihren Freunden zu einem geselligen Abend treffen. RALF STEGMANN -- HANIX -- Welche Erwartungen haben Sie für dieses Jahr? Wir wollen unserem Anspruch natürlich wieder gerecht werden und uns stetig weiter verbessern. Von daher gibt es auch immer kleinere Veränderungen. In diesem Jahr ist der "Cinema Club" neu. Dort können sich unsere Besucher nach dem Film noch gemütlich bei dem einen oder anderen Drink wohlfühlen. Aber um die Erwartungshaltung auch in Zahlen auszudrücken: Wenn wir es während der gesamten Open-AirKino-Saison schaffen 10 000 Besucher anzulocken, sind wir zufrieden. RALF STEGMANN -- HANIX -- Hat man bei ihnen gute Chancen auf ein Ticket, wenn man spontan kommen möchte? Wir werden dieses Jahr Vorführungen von Tanzgruppen, Fitnessgruppen und Musikern haben. Des Weiteren gibt es natürlich Gewinnspiele, eine traumhaft schöne Gartenwirtschaft mit Blick in die Weinberge und eine hervorragende Gastronomie. Die Gastroteams vom Coco und dem Barococco kümmern sich darum. Es gibt also nicht nur Pommes, Bratwurst und Bier sondern man kann auch wirklich gut und preiswert essen und Cocktails genießen. Darüber hinaus haben wir wieder eine "Shool´s Out"-Party, die überraschenderweise nicht nur Schüler sondern ein Publikum von 15 bis 55 anspricht. Abschließend wird es am letzten Freitag des Events, am 3. August, auch noch eine "Ü30"-Party geben. RALF STEGMANN -- In aller Regel erhält man Tickets an der Abendkasse. Das hängt aber auch sehr stark vom Wetter und vom Film ab. Unsere Erfahrung zeigt: Wer ungefähr eine Stunde vor Filmstart kommt, bekommt garantiert auch noch Tickets. RALF STEGMANN -- HANIX -- Wann öffnen Sie die Tore und was kosten die Tickets? RALF STEGMANN -- Ab 19:30 Uhr ist die Gartenwirtschaft geöffnet und 30 bis 60 Minuten später beginnt unser Rahmenprogramm. Um 21:45 Uhr startet der Film. Die Preise liegen im Vorverkauf bei 6,50 Euro plus VVKGebühr, 8,50 Euro an der Abendkasse und 7,50 Euro an der Abendkasse für Schüler und Studenten. HANIX -- Gibt es auch Spezial-Tickets, beispiels-

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KULTURBEUTEL: R ALF STEGMANN weise für Gruppen oder inklusive eines Menüs? HANIX -- Das Event ist natürlich auch wetterabhängig. Wird auch bei Regen gespielt? Tickets inklusive Menü haben wir momentan noch nicht im Angebot, da dies vom Organisatorischen her schwierig durchzuführen ist. Aber es gibt ein Gruppenticket. Wir nennen es "Im halben Dutzend billiger". Sprich sechs Freunde verabreden sich an der Abendkasse aber fünf zahlen nur. Interessanter Weise wird dieses Angebot hauptsächlich von Frauen genutzt. Frauen gehen anscheinend gerne in der Gruppe ins Kino. Für Männer scheint das wohl eher ungewohnt zu sein. RALF STEGMANN -- HANIX -- Darf man sich als Besucher auch seine eigene Decke mitbringen und es sich auf dem Boden gemütlich machen? In aller Regel spielen wir bei fast jedem Wetter. Wir haben den Vorteil, dass wir zumindest 300 bis 400 Besucher unter dem Dach platzieren können. Bisher mussten wir lediglich zwei Filme in 10 Jahren ausfallen lassen. Das eine Mal vor langer Zeit wegen einem extrem heftigen Sturm und das andere mal hat es aus Kübeln geregnet, was wir unseren Besuchern einfach nicht zumuten wollten. RALF STEGMANN -- HANIX -- Und was passiert im Absage-Fall mit den Tickets? Ich empfehle natürlich zuerst einmal die Stühle zu nutzen. Es gibt, je nach Film, zwischen 1000 und 1500 Stühle und es ist mit Sicherheit gemütlicher als auf dem Asphalt zu sitzen. Allerdings ist die mitgebrachte Decke aufgrund der manchmal kühlen deutschen Nächte trotzdem recht nützlich. Die Profibesucher kommen sogar mit einer großen Tasche die eine Jacke, ein Sitzkissen und eine Decke enthält. Aber bitte keine Speisen oder Getränke darunter. Denn das gibt es ja im Kino! RALF STEGMANN -- HANIX -- Wir essen gerne. Also noch mal zum kulinarischen Angebot. Mit Sicherheit gibt es Popcorn, was wird denn sonst noch angeboten? Zunächst ist es so, dass ich im Vorverkauf lediglich einen Gutschein erwerbe, durch den ich mir den Film, den ich sehen möchte, aussuchen kann. Insofern bieten wir dann natürlich den Besuch zu einem späteren Zeitpunkt an. Wenn es diesen Zeitpunkt allerdings nicht gibt, nehmen wir die Tickets selbstverständlich auch zurück. RALF STEGMANN -- HANIX -- Da die Filme zu später Stunde gezeigt werden, ist das Open-Air-Kino nicht sehr geeignet für Familien mit kleineren Kindern. Grundsätzlich muss man erst mal sagen, dass alles frisch zubereitet wird, wobei das Bier schon gebraut und der Wein natürlich auch schon gekeltert ist. Neben dem schon erwähnten Popcorn wird Pizza, Salat, Wurst, Steak, Pommes und Burger vom Holzkohlegrill angeboten. Und Eis darf selbstverständlich auch nicht fehlen. RALF STEGMANN -- HANIX -- Gibt es ganz bewusst keine Dokumentarfilme im Programm? Das sehe ich etwas anders. In diesem Jahr spielen wir an zehn Ferientagen. Ich denke, dass an diesen Tagen durchaus auch Familien mit Kindern ab zwölf Jahren die Möglichkeit haben, einen schönen Abend zu verleben. Wir zeigen deshalb auch einige familiengeeignete Filme. RALF STEGMANN -- HANIX -- Der Eröffnungs- und Abschlussfilm ist diesmal "Ziemlich beste Freunde", warum eigentlich? Müssen die Besucher hier etwa ihren persönlichen Lieblingsfilm zweimal ertragen? Wir hatten auch schon Dokus, wie "Unsere Erde", der auch in stationären Kinos sehr erfolgreich war. Alles was in dieser Sparte danach gekommen ist, war dann bei weitem nicht mehr so erfolgreich und somit für unser Kino nicht geeignet. RALF STEGMANN -- Dieser Film ist einfach das Kinoereignis in diesem Jahr und der erfolgreichste Film der letzten zehn Jahre in Deutschland. Der Film ist eine französische Komödie. Komödien aus unserem Nachbarland laufen im Open-Air-Kino sehr gut. Von daher sagen wir einfach, das Beste kommt nicht nur am Anfang sondern auch zum Schluss. Jeder hat also die Chance, diesen tollen Film bei uns zu sehen. RALF STEGMANN --

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KOLUMNE: PARTHENAS WELT U R L AU B Nur noch wenige Wochen bis zum langersehnten Urlaub. Doch bis dahin heißt es erst mal STRESS. Jedes Mal das Gleiche. Eine Woche vorher fange ich schon mit Kofferpacken an. Verrückt, ich weiß. Doch bevor ich im letzten Moment die Hälfte vergesse, leg ich lieber früher los. Der Urlaubseinkauf muss auch noch erledigt werden. In der Drogerie durchlaufe ich jeden Gang und überlege genau, was ich brauche. Sonnencreme ist total wichtig, am besten gleich zwei. Reisezahnbürste, Desinfektionsspray für unterwegs - ein Muss. Ach ja, der knall rote Nagellack darf auch nicht fehlen. Für die Kurztrips wird natürlich alles in Miniformat gekauft. Warum nicht all das im Urlaubsort besorgen? Weil es dort meistens teurer ist und ich will ja nicht die kostbare Urlaubszeit verschwenden mir Duschgel und Co zusammen zu suchen. Die Einkäufe sind erledigt und der Koffer ist fast gepackt. Nun muss ich nur noch klären, wer meine Pflanzen gießt und die Post checkt. Das Schildchen mit "Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitung einwerfen" ist auch schon fertig. Es ist soweit. Nur noch wenige Stunden bis der Flieger geht. Schnell verstaue ich den fehlenden Rest in meinen Koffer. Freude und Aufregung macht sich breit. Auf dem Weg zum Flughafen schießen mir 1000 Gedanken durch den Kopf: "Hab ich auch wirklich alle Lichter ausgeschaltet? - Ja hab ich. Sind alle Stecker gezogen? Was soll schon passieren, wenn nicht? - Gar nichts! Oh lieber Himmel, hab ich auch nichts vergessen? - Klar hab ich etwas vergessen, wie jedes Jahr." Kaum am Flughafen angekommen, geht die Hektik weiter. Eilig versuche ich einen Wagen für das Gepäck zu holen und den richtigen Checkin-Schalter zu finden. Endlich, mein Gepäck ist aufgegeben. Mit der Bordkarte in der Hand geht es nur noch durch die Sicherheitskontrolle. Im Wartebereich fühle ich, wie sich langsam eine innere Gelassenheit breit macht. Ich entspanne und freue mich auf meinen Urlaub. Jetzt fehlt nur noch die passende Lektüre, um die Flugzeit schnell verfliegen zu lassen. "Meine Damen und Herren, in wenigen Minuten beginnen wir mit dem Landeanflug nach Thessaloniki. Es ist 13 Uhr Ortszeit und die Außentemperatur beträgt 32°C im Schatten. Wir hoffen, Sie hatten einen angenehmen Flug und wünschen Ihnen..." Mein Magen schlägt Purzelbäume. Freudestrahlend steige ich aus dem Flugzeug. Hellas ich gehöre dir. Am feinen, goldenen Sandstrand liegend lasse ich mich von der Sonne brutzeln. Eine kurze Abkühlung im Meer, danach ein leckeres Eis in der einen Hand und den Frappé in der anderen. So lässt es sich Leben. Apropos Leben. Im Urlaub verliere ich jegliches Zeitgefühl. Weiß weder Datum noch Uhrzeit. Die Erinnerungen an mein alltägliches Leben zu Hause werden weggedrängt. Ich denke weder an die Arbeit noch an das, worüber ich mir vorher Sorgen gemacht habe. Es ist alles weg. Es ist, wie ein anderes Leben. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die erste Urlaubswoche sehr langsam vergeht, aber die restlichen Wochen dafür um so schneller. Warum ist das Zeitgefühl im Urlaub so ungleich? Ich denke, dass das Gehirn die neu gesammelten Eindrücke langsamer verarbeitet als das, was es schon kennt. Wenn ich jeden Tag das Gleiche unternehme, wie zum Beispiel faul am Strand herumliege, dann gewöhnt sich mein Gehirn schnell daran und die Zeit rast davon. Zudem vergeht die Zeit eh schneller, wenn ich etwas gerne tue. Ich schätze, es geht vielen Menschen so. Nichtsdestotrotz genieße ich meinen Urlaub in vollen Zügen mit allem, was mir gut tut. Die Zeit rückt näher. Nun heißt es wieder sein Zeug zusammensuchen und Koffer packen. Es war traumhaft schön. Bis zum nächsten Mal lieber Urlaub. Zu Hause angekommen und geschafft von der Rückreise lege ich mich direkt auf die Couch und lasse die Gedanken schweifen: Wo war ich und wo bin ich jetzt?! Kurze Zeit später und mitten im Arbeitsleben sehne ich mich schon nach dem nächsten Urlaub. Die Planung ist schon voll in Gange und die Vorfreude groß.

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DER KÜHLSCHRANK VON...: SANDWICH MAMA FOTOS: MEHMET FILIZ / VIDEO: PHILIPP KIONKA

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DER KÜHLSCHR ANK VON...: SANDWICH MAMA

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K L E I N E F Ü R K U N S T M A R K E N G RO S S E TEXT & BILDER: HAUS DER STADTGESCHICHTE HEILBRONN

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KUNSTREGION: KLEINE KUNST FÜR GROSSE MARKEN In der neuen Ausstellung "Heilbronn historisch!" im Haus der Stadtgeschichte ist auch die Heilbronner Alltags- und Industriekultur ein Thema. So gab es hier vor rund 100 Jahren einige Firmen, die relativ schnell erfolgreich waren. Auch werbetechnisch waren sie absolut auf der Höhe der Zeit und so verwundert es nicht, dass sie auch das Medium der Reklamemarke nutzten. Heute erinnern die kleinen Schmuckstücke an Produkte, die mit dazu beigetragen haben, den Namen Heilbronns weit über die Region hinaus bekannt zu machen. Ursprünglich waren die Werbemarken dazu gedacht, als "Siegel" Briefe -insbesondere Geschäftspost - zu verschließen. Die rund 3 mal 5 bzw. 4 mal 6 cm großen Werbeträger wurden schnell als Sammelobjekte beliebt. Insbesondere bei Schulkindern und Jugendlichen soll es in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu einer regelrechten "Sammelseuche" gekommen sein. Was natürlich etliche besorgte Pädagogen auf den Plan rief, weil die vielen spontan entstanden "Tauschbörsen" angeblich die kleinen Sammler vom Besuch des Unterrichts abhielten. Übrigens: Auch bei der großen "Kunst-, Industrie- und Gewerbeausstellung", bei der sich im Sommer 1897 die Heilbronner Industrie und das örtliche (Kunst-) Handwerk präsentierten, wurden bereits alle modernen Werberegister gezogen. Und dazu gehörte - selbstverständlich - auch ein Set mit den entsprechenden Reklamemarken.

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KUNSTREGION: KLEINE KUNST FÜR GROSSE MARKEN

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KUNSTREGION: MEXICANIDAD Auf der kostenlosen »keosk«-App im iTunes Store findet ihr HANIX hier: MAGAZINE > LIFESTYLE > ALTERNATIV GEHTS

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KUNSTREGION: KLEINE KUNST FÜR GROSSE MARKEN

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KUNSTREGION: KLEINE KUNST FÜR GROSSE MARKEN

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IM GESPRÄCH MIT DR. MARC GUNDEL "DIE DYNAMIK D E R S TA D T BEEINDRUCKT " INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTOS: ULLA KÜHNLE

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INTERVIEW DES MONATS: DR. MARC GUNDEL ZUR PERSON: Dr. Marc Gundel wurde 2004 im vergleichsweise jungen Alter Direktor der Städtischen Museen in Heilbronn. Seitdem ist im Kunst- und Kultursektor viel passiert in der Stadt. Nur, so der Eindruck, es bemerkt fast niemand. Ein Gespräch mit dem obersten Kultur- und Kunsthüter Heilbronns über den Wettbewerb mit privaten Kunsthallen, den Eindruck, den die Stadt auf viele Künstler und Kuratoren aus Großstädten hinterlässt und die Wahrscheinlichkeit, einmal eine Urban-Art-Ausstellung in der Kunsthalle Vogelmann zu sehen. HANIX -- Herr Dr. Gundel, wir würden uns freuen, wenn Sie sich zunächst vorstellen würden. Welcher Weg führte Sie hierher nach Heilbronn, wo Sie seit 2004 die städtischen Museen leiten? MARC GUNDEL -- Ich bin kein gebürtiger Heilbronner, aber immerhin "Württemberger" und in der Schillerstadt Marbach geboren. Mein Werdegang ist insofern klassisch, da es mit dem Studium der Kunstgeschichte und Germanistik kaum eine andere Berufsmöglichkeit gab als den Museumsbetrieb. Natürlich wären der Auktionsmarkt und das Galeriewesen Alternativen gewesen, doch diese waren Anfang der 90er Jahre noch gar nicht wirklich ausgeprägt. Eine weitere Option war der Journalismus, die auch viele meiner Kollegen genutzt haben. Ich hatte das Glück nach meiner Promotion 1995 ein zweijähriges wissenschaftliches Volontariat am Ulmer Museum absolvieren zu können. Das war dann auch für mich der Einstieg in die Museumslaufbahn. HANIX -- Es war also nicht ihr klar definiertes Ziel nach dem Studium ein Museum zu leiten. Es hätte ja durchaus auch ihr langersehnter Kindheitstraum sein können. HANIX -- Seit acht Jahren sind Sie inzwischen als Museumsdirektor in Heilbronn tätig. Was treiben Sie den ganzen Tag, um welche Aufgaben kümmern Sie sich? MARC GUNDEL -- Im Jahr 2003 wurde ich vom Gemeinderat gewählt, damals war ich 35. Da fehlt hier und da die Erfahrung. Doch in meinem Beruf ist ein Allrounder gefragt, da unterschiedliche Aufgaben von der Verwaltung über die Mitarbeiterführung bis hin zu Fachfragen samt vorausschauendem Denken anfallen. Da sehe ich mich wieder. Ich würde es metaphorisch so beschreiben: Man muss sehr viele Schubladen bedienen, es vermeiden sich einzuklemmen und in eine gesteckt zu werden. HANIX -- Sie müssen auch eng mit der Stadtverwaltung zusammen arbeiten. Sind Sie zufrieden mit dem Austausch zwischen ihren Kulturinstitutionen und den Paragraphenreitern? Eigentlich wollte ich Sportreporter werden. Eine gewisse Offenheit für diese Richtung war spätestens nach zwei absolvierten Praktikas u.a. in der Galerie der Stadt Stuttgart da und mein Studium habe ich durch die museumspädagogische Arbeit (Führungen, Vorträge) finanziert. Zudem hat meine Mutter in Freiberg am Neckar seit 1987 eine nicht kommerzielle Galerie betrieben. Daher hatte ich schon früh Kontakt zu Künstlern und das Bedürfnis, mich für sie einzusetzen. MARC GUNDEL -- Ja. Ich kam im Jahr 2004, nach relativ schwierigen finanziellen Jahren für die Kommunen. Daher mussten zu Beginn getroffene Sparmaßnahmen umgesetzt werden, die auch den Kultur-Etat betroffen haben. Nach einer zweijährigen Einarbeitungsphase haben wir dann ein Museumskonzept im Gemeinderat vorgestellt und 2007 verabschiedet. Ein zentraler Punkt war die Errichtung einer Kunsthalle, die dann überraschend schnell mit der Eröffnung der Kunsthalle Vogelmann 2010 erfüllt wurde. Ein zweiter Punkt galt dem Museum im Deutschhof. Hier wollen wir weg vom Abteilungsdenken und hin zu einem Cross-Over verschiedener Exponate und Sammlungsbereiche. Die erste Umsetzungsphase beschäftigt uns gerade, ab September sind MARC GUNDEL --

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erste Ergebnisse zu sehen. HANIX -- Klingt fast so als würde ihnen als Mensch der Kunst und Kultur Arbeit mit einem Verwaltungsapparat Spaß machen. Das können wir uns schwer vorstellen. Natürlich ist das "Verwalten" nicht mein Lieblingsthema, aber die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Mein Vorteil ist dabei, dass ich schon als Schüler kulturell aber auch politisch interessiert war. So hatten wir damals auch mit Politikern wie u.a. Rezzo Schlauch diskutiert. Dadurch fällt mir die Zusammenarbeit mit den politischen Vertretern leichter, wobei man es mir in Heilbronn auch leicht gemacht hat und offen begegnet ist. Aber vielleicht nochmal zurück zum Beginn meiner Tätigkeit in Heilbronn. Die Ausgangssituation war allgeMARC GUNDEL -- mein recht schlecht - insbesondere für die Kultur. Wenn wir nur mal zehn Jahre zurückdenken und die Vision gehabt hätten, dass es im Jahr 2010 eine Kunsthalle gibt, hätte dies meiner Meinung nach kaum jemand für möglich gehalten. Und wenn man darüber spricht wie eine Stadt dasteht, gerade im kulturellen Bereich, muss man sich bewusst sein woher man kommt und wie die Rahmenbedingungen sind und der politische Wille. Ich vergleiche den Status von uns, sprich den Kulturträgern, gern mit dem Status der Stadt selbst. Und das Image von Heilbronn war lange Zeit nicht das Beste. Dies liegt aber auch daran, dass viele die Hintergründe und Ursachen nicht kennen. Von daher bedauere ich es, dass die Stadt teilweise zu schlecht wegkommt. HANIX -- Liegt das aber nicht auch an der Stadt und deren Einwohnern selbst? Heilbronner nehmen ihre

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INTERVIEW DES MONATS: DR. MARC GUNDEL Stadt oftmals schlechter wahr als auswärtige Besucher oder Zugereiste. Dies ist eine sehr gute Beobachtung, die ich gern teile. Mit dem Selbstbewusstsein der Heilbronner ist das so eine Sache. Ich selbst bin kein gebürtiger Heilbronner, kann mich aber sehr gut mit der Stadt identifizieren und gut nachvollziehen wie lange beispielsweise das Bombardement der Stadt im 2. Weltkrieg in den Köpfen nachgewirkt hat. Von daher glaube ich, dass es einfach drei oder vier Generationen benötigt, um solche Ereignisse zu verarbeiten. Nach meiner Meinung leidet die Stadt auch etwas unter dem Platzhirsch in der Medienlandschaft, der Heilbronner Stimme, was sich auf die Meinungsvielfalt auswirkt. Und im Museumswesen fehlt die Tradition mitbedingt durch die Zerstörung der Stadt am 4. Dezember. MARC GUNDEL -- HANIX -- Ein Großteil des städtischen Kunst- und Kulturschatzes ging an jenem 4. Dezember 1944 im Bombenhagel verloren. Experimenta. ist derzeit vakant. Es sind also Personen und Persönlichkeiten ganz unterschiedlicher Prägung, die im Museum tätig sind. HANIX -- Wie viele Museen gibt es hier in Heilbronn eigentlich? Tatsächlich ging am 4. Dezember viel verloren und es ist auch bis heute nicht geklärt, warum die Museums-Sammlung nicht, wie andernorts üblich, ausgelagert wurde. Die Möglichkeit wäre u.a. in den Salzstollen gegeben gewesen. Ohne die Zerstörung hätten wir eine Sammlungssubstanz vergleichbar mit der Reichsstadt Ulm. Bis heute wirkt sich dieser Verlust nach, es sind fast 90% der Bestände verloren gegangen. MARC GUNDEL -- HANIX -- Wie viele Mitarbeiter wirken in den diversen Bereichen des Heilbronner Museumsbetriebes mit, damit alles reibungslos in den Heilbronner Museen funktioniert? Die Bezeichnung "Städtische Museen" irritiert und stammt aus einer Zeit, als es das Naturhistorische Museum und das Neckarschifffahrtsmuseum noch gab. Beide Sammlungen wurden magaziniert und wir arbeiten derzeit an einer komprimierten Neupräsentation dieser Sammlungsbereiche im Deutschhof. Ich spreche daher von zwei Standorten, dies macht mehr Sinn. Die Kunsthalle Vogelmann zeigt Sonderausstellungen und der Deutschhof, wo wir Seite an Seite mit dem Stadtarchiv agieren, fungiert als kulturelles Herz. Dort sind die Objekte ausgestellt, die von der Zerstörung verschont geblieben sind. Rund um die Kunsthalle Vogelmann beobachte ich eine positive Entwicklung. Mit dem Kunstverein kooperieren wir unter einem Dach sowie inhaltlich; unser Nachbar in der Karlstraße ist der Künstlerbund. MARC GUNDEL -- HANIX -- All die Örtlichkeiten müssen und wollen natürlich auch für das Publikum abwechslungsreich bespielt werden. Wie viele Ausstellungen finden in Heilbronn eigentlich jährlich statt? In der Kunsthalle veranstalten wir vier Ausstellungen im Kalenderjahr und im Deutschhof versuchen wir eine größere und eine kleinere Ausstellung zu realisieren. Die wechselnde Präsentation unserer eigenen Bestände ist dabei nicht berücksichtigt. MARC GUNDEL -- HANIX -- Welche Projekte werden von den städtischen Museen darüber hinaus noch für die Heilbronner Bürger angeboten? Wir haben zwei Mitarbeiter, die sich um die Technik, Beleuchtung, das Klima sowie die Präsentation kümmern. Magazinverwaltung und Restaurierung sind weitere personalisierte Aufgaben. Es folgt der Bereich der Verwaltung mit dem Sekretariat, der Buchhaltung und der Annahme von Führungen. Die Museumspädagogik kümmert sich um die Vermittlung der Exponate und attraktive Veranstaltungen und die Kuratoren um die inhaltliche Ausrichtung. Dabei trenne ich zwischen beiden Standorten: Die Kunsthalle mit den Kuratoren Dr. Rita Täuber und Dieter Brunner, und Dr. Christina Jacob, die im Deutschhof tätig ist. Die Stelle des ehemaligen Leiters der naturkundlichen Sammlung, Dr. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der MARC GUNDEL -- Heute ist die sogenannte Museumspädagogik eine unserer Hauptaufgaben. Zum Hintergrund: Wir unterscheiden zwischen vier grundsätzlichen musealen Aufgaben: Dem Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln von kulturellen Zeugnissen. Aber es findet seit rund 15 Jahren ein starke Konzentration auf die Vermittlungsarbeit statt. Wir haben durch die Förderung der Christoph Reinwald-Stiftung die Möglichkeit, Programme für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren anzubieten, die umsonst sind. Aber auch im Erwachsenenbereich sind wir aktiv. Die Spanne reicht von Workshops aus dem arMARC GUNDEL --

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INTERVIEW DES MONATS: DR. MARC GUNDEL chäologischen Bereich über historische Themen bis hin zur Kunst. Der Ablauf: Wir betrachten erst die Originale und versuchen in kreativer Eigenleistung diese selbst nachzugestalten oder - noch besser - zu interpretieren. HANIX -- Schaffen Sie es durch solche Aktionen und Workshops, eine jüngere, kunstinteressierte Generation zu entwickeln? Diese langfristig zu binden ist sehr schwierig. Es gab ein Projekt mit der Walldorfschule, in dem Schüler die Museumsarbeit kennenlernen und die Aufgaben des Museums spielerisch übernehmen sollten. Mit solchen Maßnahmen möchten wir enger mit den Jugendlichen in Kontakt kommen. Doch wenn die Schulzeit endet und Studium oder Lehre beginnen, verlassen viele Schüler Heilbronn. Dadurch ist eine langfristige Bindung kaum möglich und wir beginnen von vorne. Bisher haben wir noch kein echtes Rezept gefunden, dies zu ändern. Wir haben aber bereits erfolgreiche Formate und Veranstaltungen für jüngere Besucher entwickelt, beispielsweise Kinderausstellungen wie "da bist du p(b)latt", eine Mitmach-Ausstellung zum Thema Papier, dessen Herstellung, Bearbeitung und Bedeutung. Momentan schwebt uns vor, eine Kinderausstellung zu dem Thema Salz zu realisieren, das ja in Heilbronn eine große Rolle spielt. Ein weiterer Schwerpunkt sind Migrationsprojekte, in die auch die Heilbronner Bürgerschaft eingebunden werden soll. So gibt es momentan ein Handyfilmprojekt in Zusammenarbeit mit einem Streetworker und dem Olga-Jugendhaus. MARC GUNDEL -- HANIX -- Ist die von ihnen bereits angesprochene Kunstvermittlung und deren gesteigerte Relevanz in der Museumsarbeit ein allgemeiner Trend? Absolut. Glücklicherweise hat mein Vorgänger, Dr. Andreas Pfeiffer, diese Entwicklung sehr früh erkannt und die Christoph Reinwald -Stiftung als Förderer gewinnen können. Diese erlaubt es uns, ein so umfassendes Programm auf die Beine zu stellen und uns über die Bildungsarbeit zu legitimieren. Dass wir als Haus diesen Bereich leben erkennt man u.a. an der Größe unserer Werkräume, wo zwei Gruppen zeitgleich betreut werden können. Es gibt viele Kollegen in BadenWürttemberg, die uns darum beneiden. MARC GUNDEL -- HANIX -- Die Kunsthalle Vogelmann wäre ohne die Kunststiftung nicht realisierbar gewesen. Besitzt Heilbronn, bürgerliches Engagement betreffend, ein Sonderstellung? MARC GUNDEL -- Ja. Mit der Ernst Franz Vogelmannsowie der Christoph-Reinwald-Stiftung haben wir hervorragende Partner, die sehr viel ermöglicht haben. Das ist in Baden Württemberg ein absoluter Einzelfall. Wir sind als kommunales Museum hier führend und gehören insgesamt im Südwesten zur Spitzengruppe. Doch heute werden private Museen medial stärker hofiert. Das macht auch ein Dilemma deutlich: man kann uns kommunales Museum nicht mit einer Kunsthalle Würth oder dem Museum Frieder Burda vergleichen. HANIX -- Die Museumspädagogik richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Welche Projekte bieten die Heilbronner Museen in der Erwachsenenbildung? Neben den bereits erwähnten Veranstaltungen im Deutschhof beziehen sich die Projekte für Erwachsene vor allem auf die Kunsthalle. So gibt es beispielsweise Führungen mit anschließendem Frühstück, MARC GUNDEL --

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Obere Neckarstraße 8 74072 Heilbronn T 07131 2046130 raimar.schurmann@hotmail.de

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INTERVIEW DES MONATS: DR. MARC GUNDEL eine sogenannte Kunstpause, Impulsreferate oder Vorträge. Natürlich zählen hierzu aber auch die klassischen Abend- und Gruppenführungen, die sehr gerne von Firmen angenommen werden. Selbstverständlich kann man die Kunsthalle und unser Know How auch mieten. HANIX -- Die Kunsthalle wurde vor fast zwei Jahren eröffnet. Wie fällt ihr bisheriges Fazit aus? MARC GUNDEL -- Die Frage ist immer, wie man Erfolg de- finiert und bewertet. Was die Medienwirkung und Medienresonanz angeht sind wir absolut überwältigt. Der Auftakt mit "Beuys für alle!" 2010 war ein Paukenschlag, mit der Ausstellung zum Werk von Heinrich Friedrich Füger 2011/12 haben wir den nationalen Durchbruch geschafft und das mit einem aus Heilbronn stammenden Künstler und einem historischem Thema. Aber um mal ein paar Zahlen zu nennen: Die Ausstellung hat mehr als 40 nationale Medienbesprechungen generiert, was unter anderem an den hervorragenden Leihgaben, einem außergewöhnlichen Katalog und einer individuellen Pressearbeit lag. Um zum Fazit zurückzukommen: Durch das eindeutige Ausstellungsprofil und im Haus konzipierte Ausstellungen haben wir die Messlatte hoch gelegt und ein beeindruckendes Programm gestemmt. Die Besucherzahlen, die für mich persönlich eigentlich eher nachrangig sind, muss man differenziert beurteilen. Als eher nicht touristische Stadt haben wir es hier natürlich schwerer. Wir haben mit der Füger-Ausstellung 4500 Besucher erreicht, womit ich sehr zufrieden bin. Denn wir erheben Eintritt, während u.a. die Kunsthalle Würth kostenlos zu besuchen ist. Das Ganze muss wachsen, ist kein Selbstläufer und benötigt Zeit. HANIX -- Müssen die Museen zukünftig vielleicht persönlicher und offensiver an die Heilbronner herantreten? Wenn es schon keinen gewachsenen Tourismus in der Stadt gibt, sollte man vielleicht versuchen, die Einheimischen mehr zu locken? Stelle. Hier haben private Museen viel mehr Möglichkeiten, da diese anders strukturiert und finanziell besser ausgestattet sind. HANIX -- Ist es nicht möglich die Stadtverwaltung für das Thema Marketing und PR etwas zu sensibilisieren? Es gibt noch immer keine Museums-FacebookSeite. Nah dran sein ist natürlich immer von Vorteil und der persönliche Kontakt schadet nie. Wir haben im Jahr über 600 Veranstaltungen, und speziell im Sommer oder am Ausstellungsende Veranstaltungen mit Eventcharakter, aber wir können nicht allem gerecht werden. Die jeweiligen Programme müssen zur Ausstellung passen, das erfordert eine entsprechende Planung und Auswahl. Ein internes Problem: Im Bereich Marketing/Öffentlichkeitsarbeit fehlen uns ein Profi und eine MARC GUNDEL -- Das wird mit Sicherheit passieren und ist schon in Gang, man muss dies aber auch realistisch sehen. Wir haben jetzt eine tolle Kunsthalle, aber nicht alle Bürger interessieren sich dafür. Aufgrund des Erfolgs wird die Kunsthalle Vogelmann bestimmt zukünftig im Stadtmarketing eine noch größere Rolle spielen. Wir reden hier aber nicht nur von uns, sondern von allen städtischen kulturellen Einrichtungen wie u.a. das Theater und die Bibliothek. Die Heilbronner Kultur muss sich nicht verstecken, sie sollte selbstbewusster auftreten und professioneller vermarktet werden. MARC GUNDEL -- HANIX -- Redet ihnen jemand bei der Ausstellungsgestaltung in ihre Arbeit rein? Schließlich sind Sie von Stiftungen und städtischen Budgets unterstützt worden. Da wären Wünsche und Begehrlichkeiten keine Überraschung.

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INTERVIEW DES MONATS: DR. MARC GUNDEL Ausstellungshighlight? Für mich war das Highlight die Heinrich Friedrich Füger-Ausstellung. Es war einfach eine Wiederbegegnung und Wiederentdeckung der Extraklasse, was nicht so häufig gelingt. MARC GUNDEL -- HANIX -- Sie haben die Konkurrenzsituation zu privaten Ausstellungshallen bereits angesprochen. Wie nehmen Sie den Wettbewerb gegen Herrn Würths Kunsthalle wahr? Durch die Verabschiedung der Leitlinien im Gemeinderat haben wir bei Einzelprojekten freie Hand um diese so umzusetzen, wie wir uns das vorstellen. Interessant wird es, wenn sich Künstler, wie beispielsweise Franz Erhard Walther, selbst einbringen. Dann spürt man nochmals eine andere Intensität. Den Prozess bis hin zu einer Ausstellung muss man sich ungefähr so vorstellen: Wir haben zuerst interne Runden. Für die Kunsthalle stimmen wir das Jahresprogramm mit dem Kunstverein ab und treffen uns alle zwei Monate. Bei der Planung verfolgen wir unsere Schwerpunkte, beispielsweise den Vogelmann-Preis für Skulptur, den wir ins Leben gerufen haben. Dieser Preis wird alle drei Jahre verliehen, aber durch die Jury und die danach stattfindende Ausstellung samt Katalog ist dieses Projekt ambitioniert. Ferner gibt es die sehr gefragten Übersichtsausstellungen, wie zuletzt die Ausstellung »Aufbruch Realismus« sowie auf Heilbronn und die Region bezogenen Projekte. Das heißt: der Spielraum ist gar nicht so groß. Letztendlich besprechen wir alle Vorschläge und legen gemeinsam dann die Jahresdramaturgie mit den unserer Einschätzung interessantesten Ausstellungen fest. MARC GUNDEL -- HANIX -- Welches war ihr persönliches Heilbronner Der Wettbewerb gestaltet sich völlig unspektakulär und harmonisch. Letztendlich wird das Meiste über die Profilbildung und die Historie der einzelnen Häuser festgelegt. Insofern kann man durchaus von einem Miteinander und nicht von einer Konkurrenzsituation sprechen. Auch der Erfolg der Kunsthalle Würth ist für uns durchaus Ansporn, da wir natürlich versuchen den einen oder anderen Besucher nach Heilbronn zu lotsen. Die Schieflage betrifft vor allem die Ausstattung und, wie schon erwähnt, das Werbebudget. Ich sehe es durchaus kritisch, wenn ein Haus wie die Staatsgalerie Stuttgart eine Kuratorenstelle in eine Stelle für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit umwandelt. Das ist ein Paradigmenwechsel, der nicht korrigierbar ist. Natürlich ist dieser Bereich enorm wichtig, aber unsere eigentliche Aufgabe sollte weiterhin darin bestehen die Sammlungen zu zeigen, zu pflegen und zu erhalten. MARC GUNDEL -- HANIX -- Woher kommen die Besucher der Kunsthalle Vogelmann angereist? Sie haben doch sicherlich Besucherdaten erhoben. Ich kann sagen das ungefähr 60 Prozent der Besucher aus dem Unterland kommen, weitere 20 Prozent leben in einem Umkreis von 100 bis 120 Kilometern Entfernung und weitere 20 Prozent wohnen noch weiter entfernt. Was mich hierbei sehr überrascht hat, ist die Tatsache, dass die Ost-West-Ausdehnung sehr stark ausgeprägt ist, d.h. östlich erreichen wir Ansbach und Nürnberg, westlich den Rhein-Neckar-Raum. Im Süden merkt man die Ausrichtung auf die Landeshauptstadt. MARC GUNDEL -- HANIX -- Wenn man ehrlich ist, haben die Unterländer eine Feschtles-Mentalität. Warum gehen Heilbronner lieber auf Wein- und Straßenfeste als ins Museum und ins Theater? Ich teile diese Einschätzung, doch wir haben im kulturellen Sektor eine sehr junge Tradition. So konnte in Heilbronn mein Vorgänger erst ab 1977 MARC GUNDEL --

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>> 21.07.-28.10.2012 KUNSTHALLE VOGELMANN Medienpartner OTTO MUELLER (1874-1930) Städtische Museen Heilbronn | www.museen-heilbronn.de 74072 Heilbronn, Allee 28, Di-So, Feiertag 11-17 Uhr Badende Mädchen , um 1912. © LehmbruckMuseum Duisburg AN DER HARMONIE

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INTERVIEW DES MONATS: DR. MARC GUNDEL hauptamtlich als Museumsleiter agieren, während in Ulm schon in den 1920er Jahren ein Museumsleiter wirkte. Ich sage es gern nochmal, man braucht Geduld und solche Traditionen müssen wachsen. Ein Phänomen und gleichzeitig Dilemma ist natürlich, dass die Bildungsbürger aussterben und die Verführungen im Freizeitsektor zunehmen. Wir stehen somit nicht nur im Wettbewerb mit anderen Museen sondern mit Kinos und Sportvereinen. Und in Heilbronn fehlte lange Zeit die studentische Kultur. Wir benötigen auch mehr Orte, an denen wir Subkulturen und Experimentelles zulassen. So entsteht eine "Szene" als Nährboden. HANIX -- Versteht das die Stadtverwaltung auch, dass es solche Orte der Kultur und Subkultur geben muss? land, total überrascht und beeindruckt von der Dynamik der Stadt sind. HANIX -- Immer mehr junge Menschen stehen zu Heilbronn als ihrer Heimatstadt, in der sie etwas bewegen möchten und in der sie sich auch gerne bewegen. Junge Leute finden die Stadt besser als ältere, so unser Eindruck. Haben Sie dafür eine Erklärung oder haben wir eine verklärte Wahrnehmung? Selbstverständlich weiß dass das Kulturdezernat um Bürgermeister Harry Mergel und unterstützt und fördert mit der Stadtverwaltung die Entstehung solcher Orte und Einrichtungen. Wir als Museen binden in unsere Kunstnacht solche Orte gezielt ein, damit sie bekannter werden. Ich denke, je mehr Kulturschaffende und Kreative agieren -das Magazin Hanix ist dafür ein positives Beispiel -, desto eher werden andere auch darauf aufmerksam und es entsteht eine Eigendynamik. Alles in allem bin ich der Meinung, dass sich Heilbronn auch in diese Richtung sehr positiv entwickelt. Aber nochmal: dies ist eben nicht von heute auf morgen möglich und bedarf einer Entwicklung. Die Perspektiven in Heilbronn sind vorhanden, auch das nötige Geld im Vergleich mit anderen Städten. Vor diesem Hintergrund können von der Bundesgartenschau im Jahr 2019 wichtige Impulse ausgehen. Jetzt sind wir übrigens wieder bei der Frage der Wahrnehmung angelangt: Wir sind in der Innensicht teilweise vorsichtiger als von außen betrachtet und ich merke, dass Künstler oder auch Kuratoren, zuletzt aus Wien und dem RheinMARC GUNDEL -- Auch ich habe für dieses Phänomen keine Erklärung, da müsste man die älteren Heilbronner direkt ansprechen. Nur eines ist klar, wenn man mal weg war und dann die Möglichkeit hat zu vergleichen ist das immer gut. Dann zeigen sich die Stärken und Qualitäten der Stadt, die in ihrer überschaubaren Größe, kurzen Wegen und einer ganz eigenen Mischung aus Idylle und Industrie punktet. MARC GUNDEL -- HANIX -- Haben Sie einen guten Einblick in die städtische und regionale Kunstszene? Was halten Sie als oberster Kunstfachman der Stadt von ihr? Natürlich habe ich einen guten Einblick, da ja um das Museum so gut wie niemand herum kommt (lacht). Dadurch kann ich auch mit großer Überzeugung sagen, dass sich in diesem Bereich in Heilbronn sehr viel getan hat. MARC GUNDEL -- HANIX -- In vielen Städten werden der alternativen und freien Kunst- und Kulturszene Raum und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, um den Kreativschaffenden der Stadt finanzierbare Möglichkeiten anzubieten und deren Kräfte zu konzentrieren und zu bündeln. Man mag in Heilbronn kaum davon träumen. Sind wir zu pessimistisch? Mein Traumziel wäre, wenn wir die Merz´sche Hefe- und Malzfabrik in der Nordstadt für eine kulturelle Nutzung gewinnen können. Hier sind natürlich auch Sponsoren nötig, die mittelfristig jedoch MARC GUNDEL --

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aufgetan werden könnten, je nach Konzept. Heilbronn hat sicherlich noch Möglichkeiten solche Orte zu erschaffen. HANIX -- Sie sprechen von Sponsoren, die zu finden sein müssten. Auch Sponsoren aus dem privaten Sektor? Wir hatten das Thema bürgerliches Engagement schon angeschnitten. Ist bürgerliches Engagement für Subkultur in Heilbronn denkbar? Ich denke nicht, dass man dies direkt über die Förderer regeln kann. Was z.B. Herr Schwarz oder Herr Vogelmann hier auf die Beine gestellt und bewirkt haben sucht seinesgleichen. Aber dieses Engagement ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet . Daher müsste bei der Förderung von Subkultur ein anderes Modell, vielleicht so etwas wie ein Kulturfonds, entwickelt werden. Die Stadt Heilbronn fördert schon teilweise derartige Dinge, aber man müsste hier natürlich die Kräfte und Interessen bündeln und über temporäre Trägermodelle nachdenken. MARC GUNDEL -- HANIX -- Könnte das städtische Museum hier Initiator sein? MARC GUNDEL -- Ich bin da Realist: unser Einflussbereich ist, abgesehen von einer moralischen Unterstützung, relativ begrenzt. Man kann auch über bestimmte Stiftungen solche Förderungen einreichen, die aber dann nicht dauerhaft sind. Aber es könnten ja temporär auch mal Gebäude für neue Dinge und Experimente zur Verfügung gestellt werden. HANIX -- Hier in Heilbronn sieht man nicht all zu viel Graffiti und Street Art. Die Stadt ist sehr sauber. Ist eine Street- oder Urban-Art-Ausstellung in der Kunsthalle Vogelmann eines Tages möglich? MARC GUNDEL -- Unsere Arbeit im Museum ist historisch Neue lung! Ausstel Heilbronn historisch! Menschen, Plätze, Geschichten Öffnungszeiten Ausstellung: Di. 10.00 bis 19.00 Uhr Mi. bis So. 10.00 bis 17.00 Uhr Telefon 0 71 31 / 56 23 00 Führungen buchen auch unter Telefon 0 71 31 / 56 22 90 Otto Rettenmaier Haus Eichgasse 1 (Deutschhof) 74072 Heilbronn www.stadtarchiv-heilbronn.de angelegt, d.h. wir widmen uns weniger zeitgenössischer Kunst und Kultur. Insofern würde zu uns, wenn überhaupt, jemand wie der früh verstorbene Künstler Keith Haring passen, auch um die Anfänge dieser Bewegung in New York aufzuzeigen. Für eine aktuelle Ausstellung

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INTERVIEW DES MONATS: DR. MARC GUNDEL wären eher Institutionen wie der Kunstverein die richtigen Ansprechpartner. Ich könnte mir aber schon vorstellen, wenn das Thema historisch aufgearbeitet würde, die Subkultur in Heilbronn seit dem 1980er Jahren zu zeigen. In der Kunsthalle Vogelmann sehe ich das Problem, dass wir durch den Eintritt in Konflikt mit den ureigenen Ideen der Street-Art-Szene geraten, für mich ein Widerspruch. HANIX -- Abschließend wollen wir noch um einen Blick in die Zukunft bitten. Wo sehen Sie Heilbronn 2019 aus kultureller Sicht? Ich wäre sehr froh und stolz, wenn wir den Deutschhof inhaltlich aus einem Guss präsentieren könnten, d.h. als lebendiges Stadtmuseum für Kinder und Familien mit Mitmachstationen. Die Kunsthalle wird sich bis dahin voll etabliert haben. Und dann wird es spannend sein, wie die Kunst die Bundesgartenschau befruchten kann. MARC GUNDEL --

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2003 719.250 Kinder Spagetti 46 % 2005 685.795 Kinder 2007 684.862 Kinder 22 % Rest 2009 665.126 Kinder WIE VIElE KIndER WERdEn In deuTschLand GeBoren? Anzahl der lebendgeborenen Quelle: Statistisches Bundesamt 2011 662.712 Kinder Was isT dein Top five bei Kindern und Jugendlichen TraumBeruf? zwischen 8 und 19 Jahren, Quelle EF-Schülerumfrage Kauffrau, Bankkauffrau Tierärztin Tierpflegerin Lehrerin Mädchen Krankenpflegerin KFZ - Mechaniker, Mechatroniker Kaufmann, Bankkaufmann Anderen handwerklichen Beruf Polizist Fußballprofi Jungen 20 % Facebook an WeLchen Themen BisT du inTeressierT? Top five bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 13 Jahren Quelle: mpfs freunde und Freundschaft Computer-, Konsolen-, Online-Spiele Musik sport Internet, Computer 20 % wer-kennt-wen 7% lokalisten GehörsT du Frage an Kinder 13 Jahren. 39 % Quelle: KIM-Stud

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Pizza 21 % Was isT dein LieBLinGsessen? Frage an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren Quelle: Umfrage der Unternehmensgruppe AMC Schnitzel, Pommes, Bratwurst 6% Hamburger, Fischstäbchen 66 % schülerVZ "GROSSE HILFE FÜR KLEINE HELDEN" Ralf Klenk hat mit seiner Stiftung Pionierarbeit in Deutschland geleistet. KINDER- UND FAMILIENFREUNDLICHES HEILBRONN Eine fiktive Geschichte, die gar nicht so weit weg von der Wirklichkeit ist. DREI- UND VIERJÄHRIGE GESTALTEN EIN HANIX-COVER Wir haben Kinder die wichtigste Seite unseres Magazins gestalten lassen. WAS BEDEUTET ES KIND ZU SEIN? Schulkinder sollten aufschreiben, was es für sie bedeutet, Kind zu sein. MÜTTER GEGEN HORTSCHLIEßUNGEN Eine Elterninitiative fürchtet um qualifizierte Nachmittagsbetreuung 150 JAHRE KINDERSOLBAD IN BAD FRIEDRICHSHALL Kinder brauchen Zuwendung. So lautet das Motto der Jugendeinrichtung u einer communiTy an? r zwischen 8 und % antworteten mit Ja die 2012 EIN TAG IN DER OLGAKRIPPE Wir haben einen ganz normalen Tag fotografisch begleitet.

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INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTOS: ROBERT MUCHA & GROSSE HILFE FÜR KLEINE HELDEN "GROSSE HILFE FÜR KLEINE HELDEN" - PIONIERPROJEKTE IN DEUTSCHLAND

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TITELTHEMA: KINDER Ral f K l e n k i s t St i f t e r u n d Gr ü n der von "Große Hilfe für kleine Helde n". Nac h e i n e m p e r s ö n l i c h e n S c h i c ksalsschlag beschloss der Unternehmer eine Stif t u n g f ü r k r a n k e K i n d e r z u g r ünden, die über eine besondere Stiftungsstr u k t u r ve r fü g t : Si e w i rk t u n d arbeitet unabhängig vom Krankheitsbild, vereini g t St i f t u n g s - u n d Ve re i n s e n gagement und ver fügt über eine hauptamtlich bese t z t e Ge s c h ä f t s s t e l l e a n e i n e r Kinderklinik. Ein Gespräch mit Ralf Klenk übe r d e n Pi l o t c h a r a k t e r s e i n e r Stiftung, Farbe in den War te zimmern und die einze l n e n Pro j e k t e , d i e d u rc h " Große Hilfe für kleine Helden" unterstützt werd e n . H A N I X -- Herr Klenk, dass Sie die Stiftung "Große Hilfe für kleine Helden" im November 2009 gegründet haben, hat einen persönlichen Schicksalsschlag als Hintergrund. Dürfen wir Sie nach den Beweggründen der Stiftungsgründung fragen? 2009 entstand dann die Stiftung und der Verein "Große Hilfe für kleine Helden". H A N I X -- So eine Stiftungsgründung erledigt sich nicht von alleine und erfordert viel Arbeit. Wie haben Sie sich auf die Gründung vorbereitet? Haben Sie sich in anderen Städten und an anderen Kliniken umgesehen? Dies ist eine sehr persönliche und traurige Geschichte. Unser Sohn ist im September 2000 sehr schwer an Krebs erkrankt. Wir konnten ihn dann, an der Kinder- und Jugendklinik Heilbronn und an der Uniklinik Tübingen, anderthalb Jahre lang begleiten. Wir haben in dieser Zeit ein außergewöhnliches Engagement sowohl von Ärzten als auch von Pflegern erlebt, mussten aber auch sehen, dass es an allen Ecken und Enden an Geld fehlt. Gerade wenn ein Kind schwer erkrankt, geht es natürlich nicht nur um die medizinische Versorgung und nicht nur um das Kind. Es geht hier immer um eine ganzheitliche Einbindung aller Beteiligten, wie den Eltern und der Geschwister. Die muss es meiner Meinung nach geben und genau dafür sind in unserem Gesundheitssystem leider keine Mittel vorhanden. Letztendlich ist dann aus unserer Selbsterfahrung der Gedanke entstanden gegen dieses Dilemma etwas in meiner Heimatstadt Heilbronn zu unternehmen. Im Jahr RALF KLENK -- Zunächst muss man sagen, dass wir hier auf einem sehr guten Fundament aufbauen konnten. Es gab schon Aktivitäten an der Kinderklinik wie beispielsweise die Vereine "Sternschnuppe" oder auch "Die Klinikclowns". Mir ging es vor der Gründung darum, dass wir genügend Erfahrungen sammeln, daher habe ich auch im Vorfeld siebzehn Universitätskliniken besucht und mir dort alle Vereine und Stiftungen angeschaut und mit allen Beteiligten gesprochen. Daraus haben wir dann ein Strategiepapier entwickelt wodurch es zur Struktur mit einer Stiftung und einer Vereinsgründung zur Umsetzung der Projekte kam. Des weiteren gibt es eine Geschäftsstelle, die wir mit hauptamtlichen Mitarbeitern besetzt haben, so dass die ganze Idee auch eine Professionalität verkörpert. RALF KLENK -- H A N I X -- Wie war die Stiftung bei Gründung finan-

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TITELTHEMA: KINDER ziell und personell aufgestellt und wie ist der Ist-Zustand? Die Resonanz der Öffentlichkeit und der Wirtschaft ist absolut überwältigend, das heißt generell, dass wir auch sehr stark unterstützt werden. Es ist aber so, dass wir sehr viele Projekte haben und so eine Organisation wie wir gar nicht zu viele Mittel haben kann. Aber zurück zur eigentlichen Frage: Gestartet sind wir mit einer hauptamtlichen Mitarbeiterin in unserer Geschäftsstelle in der Kinderklinik, was örtlich übrigens ebenfalls wichtig ist, um die enge Verzahnung zur Kinderklinik zu zeigen. Im Verein selbst gibt es zehn Vorstandsmitglieder und im Stiftungsrat sehr viele aktive ehrenamtliche Mitarbeiter. So auch Eltern die durch persönliche Schicksalsschläge direkt betroffen waren oder sind. Der Vorteil den wir haben, der auch mit der Geschäftsstelle in der Kinderklinik zusammenhängt, ist, dass wir tagtäglich Rückkoppelungen mit betroffenen Eltern haben, deren Kinder Patienten in der Kinderklinik sind. Man kann also sagen dass wir jeden Tag "Tag der offenen Tür" haben, was beispielsweise zu unserem Sozialfonds, der nicht von Anfang an im Strategiepapier skizziert war, geführt hat. Aufgrund von Hinweisen durch Eltern wurde er dann sogar als unser erstes eigenes Projekt ins Leben gerufen. Eine Familie deren Tochter an Knochenmarkversagen RALF KLENK -- erkrankt war, stand sprichwörtlich vor dem Abgrund. Der Vater des Mädchens verlor seinen Job. Es fehlte der Familie sprichwörtlich das Geld, um sich zum Beispiel Anreisen und Übernachtungen in Tübingen, wo das Mädchen am Universitätsklinikum behandelt wurde, zu leisten. In diesen Fällen helfen wir auch sehr schnell und unbürokratisch. H A N I X -- Vor der Stiftungsgründung waren Sie ein erfolgreicher Geschäftsmann. Sie haben Bechtle gegründet und das Unternehmen bis zur international operierenden Aktiengesellschaft aufgebaut. Ihre Erwartungshaltung an die Stiftung muss immens gewesen sein. Ich hatte, wie man es von mir gewohnt ist, sehr hohe Erwartungen an die Resonanz der Bürger, an das Einbringen in den Klinikalltag, an die bis dahin sehr gute Vereinsarbeit und auch an die Unternehmen der Region. Ich kann, trotz der hohen Erwartung sagen, dass diese schon vom ersten Tag an übertroffen wurde. Um dies zu verdeutlichen, möchte ich etwas zu den eigentlichen Zahlen sagen: In der Kinderklinik werden jedes Jahr ungefähr 20 000 Kinder behandelt, davon 5 000 Kinder stationär und hinter diesen Zahlen stecken natürlich sehr oft schwierige Schicksale. Diese Kinder werden mittlerweile von einem Stab mit drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, die RALF KLENK --

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TITELTHEMA: KINDER auch Anlaufstelle für gut 120 ehrenamtliche Personen sind, betreut. Außerdem unterstützen wir auch direkt die Arbeit der Klinik in dem wir Stellen finanzieren. Ein Beispiel hierfür ist die Geschwisterkind-Betreuung. Das heißt, dass die Geschwister eines Kindes, dass stationär behandelt werden muss, auch hierher kommen können und von Fachkräften betreut werden. Das bewirkt, dass die Familie nicht auseinander gerissen wird und die Eltern sich ganz auf das erkrankte Kind konzentrieren können. Hier denken wir im übrigen auch darüber nach, so lange es finanzierbar ist, das ganze Projekt auszuweiten, weil es so hervorragend angenommen wird. Die Idee ist, auch erkrankten Eltern die Möglichkeit zu schaffen, ihre Kinder während der Behandlung in unserem "Regenbogenland" professionell betreuen zu lassen. H A N I X -- War es damals schwierig die bereits bestehenden Vereine, die hier am Kinderklinikum aktiv waren, unter das Stiftungs-Dach zu bekommen? Jahresabschluss erstellen, was natürlich viel Verwaltungsaufwand bedeutet. Mit der Stiftung wurden auch solche nötigen Aufgaben gebündelt und in eine Hand gegeben. Das dies sinnvoll ist, wurde auch von Anfang an von allen Beteiligten so gesehen und dankbar angenommen. Auch die Abstimmung seitens der Klinik ist, aus ihrer Sicht, natürlich um einiges aufwendiger wenn man mit mehreren Vereinen sprechen muss anstatt mit einer Organisation. Es ist aber durchaus so, dass die Vereine aus der Vergangenheit gewohnt waren sehr autark zu arbeiten. Hier war ein anderthalb-jähriger Prozess nötig, um am Ende sehr gut und harmonisch miteinander zu arbeiten. Es war ein manchmal schwieriger Prozess, aber rückblickend kann ich jetzt sagen, dass die Arbeit und der Sinn des Ganzen von allen Beteiligten als gut und sinnvoll erachtet wird. H A N I X -- Sie haben 2008 ihren Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG nicht verlängert, um sich hundertprozentig auf die Stiftungsgründung zu konzentrieren. Haben Sie inzwischen wieder einen normalen Job, dem Sie nachgehen oder beansprucht die Stiftungsarbeit immer noch ihre volle Aufmerksamkeit und Zeit? Dies ist für mich eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Zuerst einmal gibt es sehr viele gute Gründe, dass man mit einer Marke und unter einem Dach auftritt. Zum Einen die Wahrnehmung der Öffentlichkeit betreffend, aber unter anderem auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Jeder Verein musste seinen eigenen RALF KLENK -- Es ist richtig, dass ich im Jahr 2008 meinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG nicht RALF KLENK --

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TITELTHEMA: KINDER verlängert habe, um mich mit ganzer Kraft dem Aufbau der Stiftung widmen zu können, was schon allein unter anderem aufgrund der Analyse, Rundreise und Erstellung des Strategiepapiers absolut richtig war. Inzwischen haben wir eine hervorragende Struktur geschaffen und viele wertvolle Mitarbeiter, ob Vollzeit oder Teilzeit, die uns sehr gut unterstützen. Daher muss ich nicht mehr zwingend zu hundert Prozent für die Stiftung tätig sein, ich würde sagen dass ich als aktiver Stifter ungefähr anderthalb Tage pro Woche für die Stiftung tätig bin. Ich habe im Januar diesen Jahres eine Beteiligungsgesellschaft gegründet und beschäftige mich dort gerade mit dem Aufbau der Gesellschaft. H A N I X -- Bereuen Sie den Ausstieg bei Bechtle? ich mich so langsam ein wenig zurück ziehen kann, da eine solche Stiftung nie von nur einem Namen getragen werden darf, sondern alles auf eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung aufgebaut sein muss. H A N I X -- Auf geschäftlichem Feld sind Sie ein Erfolgsmensch, der in seiner Laufbahn viel Profit erwirtschaftet hat. Gab ihnen die Stiftungsgründung und das erfolgreiche Wirken der Stiftung eine ähnliche Befriedigung wie ihr geschäftlicher Erfolg bei Bechtle? Das werde ich oft gefragt, ob ich den Ausstieg bei Bechtle bereue. Ich hatte das Glück und die Freude die Firma Bechtle zu gründen, mit aufzubauen und zu einem der erfolgreichsten IT-Unternehmen zu machen. Mit dem Aufbau und der Gründung einer Stiftung habe ich mir dann einen großen Traum verwirklicht. Nachdem ich zuvor schon sehr engagiert war, aber eben nur in der Freizeit. Die Stiftung soll auch langfristig bestehen bleiben und langfristig große Dinge bewirken. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Stiftung nicht den Namen meines Sohnes oder meinen Namen trägt. Von daher ist es auch gut, dass RALF KLENK -- Von der persönlichen Befriedigung her, und ich lasse den finanziellen Aspekt jetzt vollkommen außen vor, bringt so eine Stiftung natürlich ungleich mehr Befriedigung, um bei dem Wort zu bleiben. Wissen Sie, wenn man in einem Unternehmen erfolgreich ist, leisten sie auch etwas gutes. Man schafft beispielsweise Arbeitsplätze, bei Bechtle waren es 5 000 Stellen. Klar ist es schön, große Projekte umzusetzen und auch viel Geld zu verdienen. Aber all das verblasst tatsächlich, wenn man Eltern und ihren Kindern helfen kann und von den beteiligten Personen positive Feedbacks erhält. Auch wenn es nur ein Lachen oder ein Strahlen ist. Das mag kitschig klingen, ist aber genau so. RALF KLENK -- H A N I X -- Sie haben erwähnt, dass es eine Stiftung gibt und neben dieser einen Verein, der sich um die

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TITELTHEMA: KINDER Umsetzung der Projekte kümmert. Erläutern Sie uns die Aufgabenverteilung zwischen den beiden Körperschaften? Grundsätzlich muss man sagen, dass dies unter anderem auch einige rechtliche Gründe hat. Ein Verein sammelt Spenden und finanziert damit gewisse Tätigkeiten und Projekte. Ein Verein darf allerdings kein Vermögen ansammeln. Daraus resultiert, dass ein Verein letztendlich von Spende zu Spende lebt und somit keine langfristigen Projekte unterstützen kann. Eine Stiftung funktioniert rechtlich komplett anders. Die Stiftung hat einen sogenannten Stiftungsstock und ein Stiftungsvermögen, und dies ist auf die Ewigkeit an- und ausgelegt. Die Erträge kommen beispielsweise aus Zinsen oder sonstigen Kapitalerträgen die aus dem Stiftungsvermögen erwirtschaftet werden und natürlich auch aus Spenden. Die Stiftung hat zwar einen höheren Aufwand, ist aber, wenn man langfristig denkt, die berechenbarere Unternehmensform. Hier können dann auch langfristige Zusagen gemacht werden, wie z. B. bei der Personalstellung. Die Aufgabenteilung bei uns sieht folgendermaßen aus: Die Stiftung bestimmt die strategische Ausrichtung und das was wir tun, zu einem kleinen Teil auch wie wir es tun und sie ist für die Finanzierung der Projekte zuständig. Der Verein ist dann für die operative RALF KLENK -- Umsetzung der Projekte verantwortlich. Übrigens werden die meisten Projekte auch vom Verein identifiziert und ins Leben gerufen, da dieser direkt mit der Klinik verzahnt ist und am besten weiß was nötig ist. H A N I X -- Wie können Kinder und Familien Hilfe von ihnen bekommen? R A L F K L E N K -- Man muss sich den ganzen Prozess nicht etwa wie eine Straße sondern eher wie einen Knotenpunkt vorstellen. Dieser Knotenpunkt ist unsere Geschäftsstelle, die in einem der Foyers der Kinderklinik beheimatet ist. Die Patienten und Familien kommen da mehr oder weniger mit allen ihren Belangen hin, auch teilweise mit Belangen für die wir gar nicht zuständig sind, bei denen wir aber trotzdem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Außerdem erhalten wir auch viele Impulse vom Pflegepersonal, von den Ehrenamtlichen und auch aus der Ärzteschaft heraus. H A N I X -- Welches Projekt haben Sie neben dem bereits genannten Sozialfonds schon in den Anfangstagen von "Große Hilfe für kleine Helden" umgesetzt? Ich komme gleich zu ihrer Frage. Allerdings muss ich hier vorab etwas dazu sagen. Zunächst einmal ging es bei der Gründung der Stiftung und der Integration bestehender Vereine darum, keine bereits laufenden Projekte zu stoppen oder zu behindern. Das war uns und RALF KLENK --

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TITELTHEMA: KINDER natürlich auch den Vereinen sehr wichtig. Es liefen also schon während den Gründungstagen Projekte, die von den Vereinen umgesetzt wurden. Eines unserer ersten Projekte nach der Installierung des Sozialfonds war, dass wir mit Kindern, mit denen es möglich ist, die sogenannten Sternfahrten durchführen. Das Projekt nennt sich "Helden in Aktion". Damit die kleinen Patienten und ihre Familien auch mal weg vom Klinikgelände kommen und ein wenig Abwechslung vom Klinikalltag erleben. Hierbei haben wir tolle Unterstützung erhalten, beispielsweise von einer Fliegergruppe, die mit fünf Hubschraubern sowohl den Kindern als auch ihren Familien einen tollen Flugtag bereitet hat. Des weiteren hatten wir ein schönes Erlebnis bei der TSG Hoffenheim. Der Verein hat unter anderem zum Training eingeladen, aber auch VIP-Karten für Bundesligaspiele zur Verfügung gestellt.. H A N I X -- Auf der Homepage von "Große Hilfe für kleine Helden" ist zu sehen, dass die Stiftung sehr viele unterschiedliche Projekte unterstützt. Welches neue Projekt setzen Sie aktuell um? zur Seite zu stehen und zu begleiten. An so ein Thema muss man natürlich sehr professionell herangehen und die angesprochenen Schulungen sind hierfür eine Grundvoraussetzung. H A N I X -- Wir wollen unseren Lesern gerne die Vielschichtigkeit und das facettenreiche Projekt-Programm, dass durch die Stiftung unterstützt wird, veranschaulichen. Deshalb fragen wir Sie nun mal ganz klassisch nach den einzelnen Projekten ab. Was hat es mit "Helden ans Netz" und dem "Virtuellen Klassenzimmer" auf sich? Momentan finanzieren wir Schulungen für 15 ehrenamtliche Mitarbeiter für unseren "Kinder- und Jugendhospizdienst", um Eltern mit schwer erkrankten Kindern einfach bei dem schweren Weg zu unterstützen, RALF KLENK -- Dabei handelt es sich um zwei ganz herausragende Projekte, die eng miteinander verbunden sind, da beide Projekte etwas mit IT zu tun haben. Bei "Helden ans Netz" können die Kinder über das Internet Kontakt zu Freunden und Familie halten. Die Idee war, all diesen Patienten Notebooks zur Verfügung zu stellen. Momentan sind es 30 Geräte, mit denen die Kinder auch spielen können. Die Geräte sind mit einer Kinderschutzsoftware für den Zugriff auf altersgerechte Internetseiten ausgestattet. Das Projekt "Virtuelles Klassenzimmer" hat Frau Dr. Sylvia Bochum gemeinsam mit Herrn Professor Martin Haag von der Hochschule Heilbronn entwickelt. Hier ist die Idee, dass Langzeitpatienten über das Internet am Unterricht RALF KLENK --

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TITELTHEMA: KINDER ihrer Schule teilnehmen können. Für gesunde Schüler ist es sicherlich kaum nachvollziehbar, dass man freiwillig am Unterricht teilnehmen möchte, es ist aber für kranke eine zusätzliche Belastung zwangsweise auch auf soziale Kontakte verzichten zu müssen und dem wirken wir mit diesem Projekt entgegen. H A N I X -- Hängt die Umsetzung des virtuellen Klas- unter anderem erfüllen. H A N I X -- Engagieren sich viele ehemals oder aktuell betroffene Eltern ehrenamtlich für ihre Stiftung. Ein persönliches Erlebnis, wie bei ihnen selbst ja auch, aktiviert bei vielen Menschen reflexartig den Wunsch zu helfen. RALF KLENK -- Letztendlich haben fast alle ehrenamtlichen senzimmers stark von der Offenheit der betreffenden Mitarbeiter entweder direkt oder indirekt im BekanntenLehrer ab. Gibt es bereits Kooperationen mit Schukreis eine solche Erfahrung gemacht. Vielleicht noch eine len? Anmerkung oder Ergänzung nebenbei: Eine Erkenntnis bei R A L F K L E N K -- Das hat natürlich auch mit dem persönder Analyse in Vorbereitung auf die Stiftungsgründung war, lichen Engagement zu tun. Mit dem Projekt haben wir es dass die meisten Vereine aber auch Stiftungen von Betrofgeschafft, über Skype den Kontakt in die Klasse und zum fenen gegründet werden, ähnlich war es ja auch bei mir. Klassenlehrer zu realisieren und haben dabei fantastische Hinzu kommt noch, dass man es als Nicht-Betroffener in den seltensten Fällen bemerkt wie viele Resonanzen und Ergebnisse erhalten. Und es kommt noch ein wichtiger Ne- Man kann in einem Modell wie und welche Mängel es in diesem Bereich gibt. In diesen Fällen ist es dann benaspekt hinzu: Das soziale Verhalten, auch der gesunden Kinder, wird hierbei unserem eben auch die finan- aber oft so, und ich hätte es ohne Analysephase wohl auch ähnlich gemacht, enorm geschult. Das Projekt wurde bisdass Projekte auf das Krankheitsbild der her mit drei Kindern unterschiedlicher ziellen Mittel bündeln. persönlichen Erfahrungen und somit Altersstufen und mit unterschiedlichen Schulen realisiert. Etwas problematisch an diesem Projekt nur punktuell generiert werden. Der Nachteil daran ist, ist, dass es von den Lehrkräften der Schule komplett mitge- dass es dadurch eine relativ hohe Anzahl von Vereinen gibt, tragen werden muss und die Schulstunde auch etwas anders die parallel an denselben Problemen oder Mängeln arbeiabläuft. Es sind Kameras und Bildschirme im Klassenzim- ten und, pragmatisch ausgedrückt, an den gleichen Spenmer. Da ist dann das Verhalten schon etwas anders und auf dentisch gehen. So entstehen leider häufig, sogar innerhalb diese Dinge müssen sich die Lehrer einstellen. Daher haben einer Klinik, Konkurrenzsituationen anstatt gemeinsam an wir anfangs große Überzeugungsarbeit leisten müssen, aber den Problemen zu arbeiten und an einem Strang zu zieder Erfolg und mittlerweile auch die Unterstützung des hen. Man kann in einem Modell wie unserem eben auch Kultusministeriums geben uns recht. Man kann sagen, dass die finanziellen Mittel bündeln. Es gibt nun mal, vielleicht etwas brutal ausgedrückt, Krankheitsbilder die mehr im öfdies ein absolutes Vorzeige- und Pionierprojekt ist. fentlichen Blickpunkt stehen als andere. Daher eben auch H A N I X -- Weiter zum nächsten Projekt. Erzählen Sie die Entscheidung mit einer Stiftung und einem Verein zu uns vom "Kinderbesuchsdienst" und den "Vorlesepaagieren. Dieses Bewusstsein hatte ich aber erst nach der ten". Analysephase. Inzwischen kann man eines sicher sagen: R A L F K L E N K -- Dies ist beispielsweise ein Projekt, das es auch schon vorher an der Kinderklinik gab. Wir unterstüt- Wir sind hier in Heilbronn mit unseren Projekten Pionier, zen es mit großem Engagement. Bei längeren Klinikaufent- Vorreiter und weit über die Stadtgrenzen und die Region halten von Kindern gibt es auch mal Phasen, an denen die hinaus bekannt. Dies hat auch dazu geführt dass wir, schon Eltern nicht soviel Zeit haben wie sie es gern hätten. Den drei Monate nach Gründung, mit dem "Deutschland Kindern wird es dann oft mal langweilig und dann benöti- Land-der-Ideen"-Award und unter anderem auch mit dem gen wir jemanden, der sich um unsere Patienten kümmert. "Klinikaward" ausgezeichnet wurden. Der Grund hierfür Das normale Pflegepersonal kann dies nicht leisten, da es ist, dass wir wohl deutschlandweit, das erwähne ich gerne für die medizinische Betreuung zuständig ist. Die Zeit um nochmals, die einzige Klinik sind, an der eben solch eine Spiele zu spielen oder den Kindern etwas vorzulesen ist völlig krankheitsübergreifende Aktivität besteht. einfach nicht da und hier gibt es dann eben die ungefähr H A N I X -- Bei den Klinikclowns kann man sich denken, fünfzehn ehrenamtlichen Mitarbeiter die diese Aufgaben worum es geht. Stellen Sie uns ihre Rotnasen den93

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TITELTHEMA: KINDER noch etwas genauer vor. Auch dies ist eine tolle Aktivität, die es ebenfalls schon vor unserer Stiftung gab. Die Klinikclowns sind keine gewöhnlichen Spaßmacher sondern ausgebildete Schauspieler und Therapeuten, die auf eine ganz andere Art auf die Kinder zugehen. Dies führt dazu, dass unsere Klinikclowns besonders vertraute Personen unserer Kinder sind. Durch dieses Vertrauensverhältnis zu den Kindern, können die Klinikclowns oft mit vielen Hinweisen den Ärzten und dem Pflegepersonal helfen. RALF KLENK -- H A N I X -- "Große Hilfe für kleine Helden" kümmert sich aber zum Teil auch um die Anschaffung von medizinischem Gerät. Das klingt nicht vertrauenswürdig in Bezug auf die medizinische Ausstattung der Kinderklinik. Ist die Klinik nicht ausreichend ausgestattet? Hier könnte man natürlich fragen, was denn ein Verein und eine Stiftung mit der Ausstattung einer Klinik zu tun haben. Man könnte denken, dass es doch eigentlich nicht sein kann, dass ein Gerät über eine Spende angeschafft werden muss. Hier kann ich nur sagen, "Doch es kann sein!" und gerne möchte ich hier ein Beispiel nennen: Es geht hier nicht darum, dass etwa medizinisch absolut notwendige Geräte fehlen, sondern vielmehr dass man eben etwas mehr tut als notwendig. Ein Beispiel hierfür ist der Bereich der "Frühchen", für den wir ein sogenanntes Nirogerät von dem es nur sehr wenige in Deutschland gibt, angeschafft haben. Es ermöglicht eine Messung des Sauerstoffgehalts im Gehirn ohne Blutentnahme und diese Messmethode ist viel genauer, als die Messung aus dem Blut heraus. Damit können mögliche Hirnschäden, was gerade im Bereich der "Frühchen" ein großes Thema ist, vermieden werden. RALF KLENK -- H A N I X -- Wir waren überrascht, dass es sogar ein Da a u c h K inder sehr häufig an S c h l a f s t ö r u ngen leiden, haben wir g e m e i n s a m mit dem Klinikum und d e m C h e f a r zt, PD Dr. Peter Ruef, e i n S c h l a f l a bor eingerichtet . Schlaflabor für Kinder am Heilbronner Klinikum gibt. Sie beobachten den Kinderschlaf? Da auch Kinder sehr häufig an Schlafstörungen leiden, haben wir gemeinsam mit dem Klinikum und dem Chefarzt, PD Dr. Peter Ruef, ein Schlaflabor eingerichtet. Dort werden die Kinder während der Schlaf-, Traum- und Ruhephasen beobachtet und die Phasen mit höchst komplexer IT-Technik aufgezeichnet. Daraus werden Therapien gegen möglicherweise entstehende Krankheiten abgeleitet, um den Kindern zu einer normalen Entwicklung zu verhelfen. Auch hier sind wir mit unserer Einrichtung in Heilbronn wieder ganz vorne dabei. RALF KLENK -- H A N I X -- Es werden auch Musik-, Mal- und Reitthera-

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TITELTHEMA: KINDER pien angeboten. Die Stallungen sind aber nicht hier auf dem Klinikgelände verörtlicht? (lacht) Schwerpunktmäßig findet die Malund Musiktherapie in der Klinik statt, wobei die Stiftung die hierfür notwendigen Materialien und Auslagen für die externen Therapeuten bezahlt. Ebenso bei der Reittherapie, wobei dies selbsterklärend nicht auf dem Klinikgelände stattfinden kann. RALF KLENK -- H A N I X -- Ihre Raumprojekte klingen vieldeutig. Gemeint ist damit aber, dass die Räume der Kinderklinik auch kindgerecht gestaltet werden? wenn ein Kind Diabetes hat, muss es lernen wie es sich selbst Spritzen setzt oder spezielle Medikamente einnimmt. Auch solche Dinge schulen wir. H A N I X -- Wie wir nun wissen, war der Sozialfonds das erste ins Leben gerufene Projekt nach Stiftungsgründung. Was hat es damit genau auf sich? Genau, richtig. Dies sind beispielsweise Spielzimmer die wir ausstatten. Kliniken wirken eben oftmals sehr steril. Da auch ein ambulanter Aufenthalt durchaus mal zwei Stunden Wartezeit mit sich bringt, wird es den Kindern schnell langweilig und diese unangenehme Wartezeit versuchen wir durch die Anschaffung von Spielsachen oder die Schaffung einer familiengerechten Umgebung zu überbrücken. Hierzu gehören beispielsweise auch unsere Sitzbänke vor den großen Glasfronten der Stationsfoyers. Wobei hier die Bänke nach draußen ausgerichtet sind und der Blick sich somit automatisch weg von der Enge des Raumes richtet. Aber auch eine Küche für Eltern, in denen sie sich was zu essen machen und sich zurückziehen können, gehört zu unseren Raumprojekten. RALF KLENK -- H A N I X -- Sie ermöglichen auch regelmäßig Weiterbildungen und Schulungen für ehrenamtliche Helfer aber auch für medizinisches Personal des Klinikums. R A L F K L E N K -- Hier sind beispielsweise die Schulungen für den bereits erwähnten Kinderhospizdienst gemeint. Wir haben auch eine Schulung für unsere Notfallärzte finanziert. Hierbei ging es darum Notfallsituationen an Puppen, die ein Kind simulieren, zu trainieren. Diese Puppen gibt es meist nur an Universitätskliniken und wir haben sowohl die Puppen als auch die Ärzte und Trainer angemietet, um unser Personal fachmännisch zu schulen. H A N I X -- Können Sie sagen wie viele ehrenamtliche Mitarbeiter schon geschult wurden? R A L F K L E N K -- Das ist wirklich sehr schwierig zu sagen, da dies ja auch fortlaufende Schulungen und Lehrgänge sind. Hier ist nicht unbedingt die Anzahl an Personen sondern eher die Höhe der eingesetzten finanziellen Mittel und die Anzahl an Schulungstagen aussagekräftig. Allerdings erfassen wir hier keine Zahlen, da wir dies generell bedarfsabhängig planen und entscheiden. Zu den Schulungen möchte ich noch die Patientenschulungen erwähnen, beispielsweise Dieser Fonds liegt mir sehr am Herzen. Durch die schwere Erkrankung eines Kindes werden manchmal auch vermeintlich "normale" Familien leider teilweise sehr schnell zu einem Sozialfall. Beispielsweise erkrankt ein Kind und die Mutter muss daraufhin ihre Arbeitsstelle aufgeben, das verdiente Geld ist aber für den Lebensunterhalt der Familie wichtig. Ein weiteres Beispiel sind Krankheiten, die es erforderlich machen einen Teil der Behandlung bei unseren Partnern, den Universitätskliniken in Heidelberg und Tübingen, zu vollziehen. Hier kommt es dann eben vor, dass die Eltern die finanziellen Mittel, für die leider auch die Krankenkassen nicht aufkommen, für die Besuchsfahrten oder Übernachtungen nicht aufbringen können. In diesen Fällen unterstützen wir die Familien dann auf einem sehr unbürokratischen Weg in Abstimmung mit den Ärzten, die den entsprechenden Fall dann beurteilen und uns die Notwendigkeit mitteilen. RALF KLENK -- H A N I X -- Sie arbeiten auch eng mit den Uni Kliniken in Heidelberg und Tübingen zusammen. Wie war das Feedback dieser beiden Standorte zu Beginn der Stiftungsgründung? Hierzu muss ich sagen, dass ich auch diese beiden Kliniken im Vorfeld der Stiftungsgründung besucht habe und die Anerkennung und der Zuspruch für unsere Arbeit unheimlich hoch sind. Es gab ja, insbesondere mit der Klinik Tübingen, bereits eine sehr lange Verbindung im Bereich Onkologie, in dem die Klinik eine traditionell führende Rolle einnimmt. RALF KLENK -- H A N I X -- Last but not least, das letzte Stiftungsprojekt auf unserer Liste: Worum geht es bei der sozialmedizinischen Familiennachsorge? Es gibt beispielsweise Patienten, die chronisch erkrankt sind oder aus der Klinik entlassen werden, weil der Heilungsprozess auch im heimischen Umfeld stattfinden kann. Damit sich in diesen Fällen die Familien damit zurecht finden, gibt es die sogenannte Nachsorge, die von Brückenschwestern direkt in der Familie ausgeführt wird. Dies wird natürlich nur sehr eingeschränkt von den Krankenkassen bezahlt und somit tritt hier wieder die Stiftung auf. RALF KLENK --

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TITELTHEMA: KINDER H A N I X -- Wenn man sich auf ihrer Stiftungs-Homepage die Mitwirkenden ansieht, könnte man meinen, Sie haben ein Nachwuchsproblem. Ja und Nein. Es ist einfach so, dass sowohl die Stiftung als auch der Verein sehr ernst zu nehmende Institutionen sind. Deshalb gehört auch von Seiten der Mitarbeiter eine gewisse Ernsthaftigkeit, Betroffenheit aber auch Lebenserfahrung dazu, was einfach ganz junge Menschen in aller Regel noch nicht haben. Von daher sind unsere Mitarbeiter in der Regel schon älter als 30 Jahre. Ganz anders sieht es bei Veranstaltungen aus, an denen auch viele Jugendliche als Helfer tätig sind. Des weiteren haben wir ganz viele junge Spender und Schulklassen, die durch Aktionen Geld sammeln und uns dieses zur Verfügung stellen. RALF KLENK -- H A N I X -- Kann man ihre Stiftung auch mit Know-how oder Projektideen unterstützen. Gerade kleineren Start-up-Unternehmen fehlt es zunächst an Mitteln für Geldspenden? R A L F K L E N K -- Unser Erfolgsgeheimnis ist, möglichst viele Menschen, im Rahmen derer Möglichkeiten, für unsere Idee zu begeistern. Um ein Beispiel zu nennen: Wir genießen eine tolle Unterstützung von der Audi AG, einem der größten Arbeitgeber der Region aber auch von jungen Firmen und zwar nicht unbedingt mit Geld sondern auch mit Engagement und ganz speziellem Firmen Know-How. So haben wir Unterstützung von Medienunternehmen, aber auch im Bereich von Werbeveranstaltungen oder beispielsweise Druckereien, die uns mit Sonderkonditionen versorgen und vieles mehr. Somit ist eine Unterstützung auch mit Know-how möglich und jederzeit willkommen. H A N I X -- Besteht die Möglichkeit ein freiwillig soziales Jahr bei der Stiftung zu absolvieren? H A N I X -- Die Stiftung ist unglaublich umtriebig. Können Sie uns eine Zahl der Kinder, die durch Stiftungsarbeit unterstützt wurden, nennen? Dies kann man natürlich sehr schwer in Zahlen fassen. Wenn man die reinen Patientenzahlen nimmt, ungefähr 20 000 Patienten im Jahr, kommt man auf eine Zahl der bisher unterstützten Kinder von insgesamt 50 000. Aber die weiteren Nutzen, wie exemplarisch die toll gestalteten Warteräume oder gewisse Give-Aways, werden hier gar nicht mit eingerechnet. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Nutzen von Verein und Stiftung in jedem Fall immens hoch war und ist. RALF KLENK -- H A N I X -- Nicht jeder Bürger hat die finanziellen Möglichkeiten, die Stiftung durch eine große Geldspende zu unterstützen. Kann man als hilfsbereiter Mensch ihre Stiftung auch auf anderem Wege unterstützen? Ja, diese Möglichkeit gibt es selbstverständlich. Die Anzahl der Stellen ist allerdings nicht fix, da hier auch eine enge Abstimmung mit der Klinik stattfinden muss. RALF KLENK -- H A N I X -- Als abschließende Frage möchten wir von ihnen wissen, welchen Wunsch Sie für die Zukunft ihrer Stiftung haben? Wir suchen natürlich ständig ehrenamtliche Mitarbeiter, vor allen Dingen im Bereich Veranstaltungen. Aber hierzu muss man sagen, dass auch ein gewisses zeitliches Budget vorhanden sein muss. Das Rückgrat all unserer Aktivitäten ist, neben Geld, das Ehrenamt. Von daher laden wir natürlich jeden der uns unterstützen möchte gern dazu ein. Ich sage es auch ganz deutlich, mir ist eine Fünf-Euro-Spende eines Schülers genauso wichtig wie eine 50 000-Euro-Spende eines Unternehmens. RALF KLENK -- Wir haben uns natürlich mit unserem Strategiepapier und unserer professionellen Ausrichtung Ziele und auch eine Vision 2020 gesetzt. Zusammengefasst kann ich einfach sagen, das ich mir wünsche, dass wir unseren Weg der letzten Jahre einfach weitergehen und weiterhin diesen Zuspruch von Firmen und aus der Bevölkerung erhalten. RALF KLENK --

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BLOG www.hanix-magazin.com/blog

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TEXT: CLAUDIA KÜPPER FOTOS: STADT HEILBRONN neidisCh auF Kinder- und Fa m i l i e n FreundliChes heilBronn

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TITELTHEMA: KINDER die Zwillinge marie und tim sind sechs Jahre alt. nach den sommerferien werden sie auf die silcherschule gehen, dort auch zu mittag essen und die nachmittagsbetreuung besuchen. so wissen ihre eltern die beiden Kinder - wie zuletzt im Kindergarten - gut versorgt und können beruhigt ihrer arbeit nachgehen. Als Marie und Tim zwei Jahre alt wurden, hat ihre Mutter wieder angefangen zu arbeiten. Gerne wäre sie früher wieder in ihren alten Job eingestiegen, an einem Kitaplatz mangelte es auch nicht, da aber die Zwillinge einige Wochen zu früh zur Welt gekommen waren, hatten sie anfangs viel nachzuholen. Dank der hervorragenden Betreuung in der Klinik für Neonatologie und später in der Kinderklinik am Gesundbrunnen haben sich die beiden aber prächtig entwickelt, sodass sie dann mit zwei Jahren in den Kindergarten gehen konnten. Für ihre Eltern ein tolle Sache, dass sie für diesen ab dem vierten Lebensjahr der Kinder nichts mehr zahlen mussten. Die Wochenenden verbringen die Zwillinge am liebsten im Schwimmbad - im Winter im Stadtbad Soleo, im Sommer im Freibad Neckarhalde. Ihren sechsten Geburtstag haben sie im Museum im Deutschhof gefeiert - für beide ein tolles Erlebnis, obwohl sie sich zuvor kaum einigen konnten, ob sie dort mit den Museumspädagogen lieber Steinzeitmensch spielen oder Salben, wie sie die Römer benutzten, herstellen wollten. Die Steinzeitmenschen und die Römer kennen die beiden aus Büchern, die sie sich in der Kinderbibliothek im K3 ausleihen. Fast jeden Samstag holen sich die beiden einen ganzen Stapel, den sie sich dann abends von ihren Eltern vorlesen lassen. Demnächst wollen Tim und Marie unbedingt auch mal in die experimenta gehen. Von ihrem großen Cousin, der schon zehn ist, wissen sie, dass es dort ganz tolle Sachen zum Ausprobieren gibt. Vor allem den riesigen Tischkicker, an dem bis zu zwölf Kinder spielen können, wollen sie sich mal mit eigenen Augen ansehen. Die Eltern von Tim und Marie wissen es zu schätzen, dass die Auswahl an Freizeitangeboten in Heilbronn so groß ist. So können ihre Kinder alles ausprobieren, was ihnen Spaß macht - ob Musik in der Städtischen Musikschule, Sport in einem der dutzenden Sportvereine oder kre-

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TITELTHEMA: KINDER atives Gestalten beim Jungen Museum Christoph Reinwald oder in der Jugendkunstschule. Außerdem schätzen die beiden die vielen Schulen und Schultypen und die gute Nachmittagsbetreuung, denn von ihren Freunden wissen sie, dass es diese nicht überall gibt. Ihre Freunde sind daher auch ganz neidisch auf das kinder- und familienfreundliche Heilbronn mit den kostenlosen Kindergärten, der Ganztagsbetreuung an fast allen Schulen und den super Freizeitangeboten. Die Geschichte von Marie und Tim ist natürlich erfunden, dennoch könnte sie wahr sein, denn tatsächlich... ... sind die Kindergärten in Heilbronn seit 2008 kostenlos ... gibt es immer mehr Kindergartenplätze auch für Kinder unter drei Jahre ... bieten mittlerweile fast alle Grundschulen und alle ein weiterführenden Schulen fizierte ung an Nachmittagsbetreu- ... gibt es eine Fülle von bezahlbaren Freizeitangeboten in Heilbronn. Mittagessen und eine quali- Was im Jahr 2006 als Leitprojekt im "Stadtentwicklungsplan Heilbronn 2020" gemeinsam von Gemeinderat und Stadtverwaltung formuliert wurde, nämlich Heilbronn als "familienfreundliches Oberzentrum einer familienfreundlichen Region" zu gestalten, - heute ist es Wirklichkeit in Heilbronn.

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BILDER: MUSEEN HEILBRONN KIN D E R GESTA LT E N DAS HAN I X- COV E R eine der hauptaufgaben ist die Vermittlung von Kunst und Kultur. das fängt schon bei den Kleinsten heilbronnern an. Wir haben bei Frau schiefer von der museums-pädagogik angefragt, ob ihre drei- bis vierjährigen teilnehmer des aktuellen Workshops für Kleinkinder unser aktuelles Cover gestalten können. hier die farbenfrohen, abstrakten ergebnisse.

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WAS BEDEUTET ES KIND ZU SEIN? Wir haben heilbronner Kinder befragt, was es eigentlich bedeutet, Kind zu sein. sie müssen es schließlich am besten wissen. Wir erwachsenen wären sicher nie darauf gekommen, dass es unter anderem bedeutet, Kind zu sein, wenn man "Fische ankuken" kann. Kind sein bedeutet auch "das Gegenteil von Verantwortung". das klingt gut. Zu gerne wären wir nochmals Kind!

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INTERVIEW & FOTOS: PETER GUSDEK "DAS MACHT KEINEN SINN. NICHT IN EINER DER R E I C H S T E N S TÄ D T E DEUTSCHLANDS."

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TITELTHEMA: KINDER Spä t e s t e n s i m Ja h r 2 0 1 6 we rd e n alle Hor te in Heilbronn geschlossen sein. Heilbron n s t e l l t d a m i t e i n e u n r ü h m liche Pionierleistung in Deutschland dar. In keiner and e re n St a d t De u t s c h l a n d s we rden die bestehenden Hor te aufgr und der Einführ un g vo n Ga n z t a g s s c h u l e n g e s c hlossen. Vermutet wird, dass die Hor tplätze der Sch u l k i n d e r i n K i n d e r t a g e s s t ä t tenplätze für Kleinkinder umge wandelt werden, dam i t d i e St a d t e i n e r m ö g l i c h e n Klage welle entgehen kann. Denn ab 2013 haben Elte r n d i e Mö g l i c h k e i t , s i c h e i nen Kleinkindbetreuungsplatz zu erklagen und es fehl t vo r n e u n d h i n t e n a n Fa c h kräften in der Kinderbetreuung. Wir sprachen mit vier Mü t t e r n d e r El t e r n i n i t i a t i ve "Hor tschließung: Nein danke!" über das Verstän d n i s e i n e r C h a n c e n g l e i c h h e it von Bürgermeister Mergel, die Gefahr als Elternteil d u rc h d as n e u g e s c h a f f e n e System arbeitslos zu werden und das Problem die gesa m t e b e t ro f f e n e El t e r n s c h a f t zu mobilisieren. H A N I X -- Liebe eine kleine Hortmütter, nächst einmal würden wir uns über Vorstellungsrunde -- freuen. Ich heiße Nadine Anderson. Meine Tochter wechselt nächsten Monat in den Hort, dies ist dann allerdings die letzte Gruppe die noch übernommen wird. Die Grundschulzeit darf sie noch bleiben und laut jetziger Planung ist dann Ende. B E AT R I X H U B E R -- Ich bin Beatrix Huber und habe ein Kind in der ersten Klasse, dass davor 5 Jahre lang in der Kita war. M A R I A OT T E -- Mein Name ist Maria Otte und ich habe zwei Kinder in der Kita. Mein Sohn kommt in zwei Jahren in die Schule und würde gerne in den Hort gehen. K E R S T I N S A A L -- Und mein Name ist Kerstin Saal und ich bin Elternbeiratsvorsitzende der Kita und des Hortes NADINE ANDERSON in der Charlottenstraße. Mein Sohn war fünf Jahre in der Familiengruppe und ist jetzt das erste Jahr im Hort, der aber offiziell gar nicht mehr als Hort gilt sondern schon zur allgemeinen Schulbetreuung gehört. H A N I X -- War eine von ihnen früher selbst Kita- oder Hortkind? das System inzwischen aufgebaut? Ich war Hortkind in Erfurt und ich kann sagen das es einfach super war. Es war damals allerdings noch in Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort getrennt eingeteilt. Das jetzige Konzept, mit den sogenannten Familiengruppen, in denen alle möglichen Altersgruppen unter einem Dach sind, finde ich persönlich besser, da die verschiedenen Altersgruppen voneinander lernen können und es eben auch familienfreundlicher ist. KERSTIN SAAL -- H A N I X -- Das Betreuungs- und Erziehungskonzept hat sich in den letzten Jahren verändert. Wie ist In der Kita ist es momentan so, dass die Gruppen aus verschiedenen Altersgruppen bestehen und von jedem Alter immer zwei Kinder in einer Gruppe sind. Im Hort sind alle Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren zusammen. Allerdings hat jedes Kind seinen Ansprechpartner, was vor allen Dingen in gewissen Problemsituationen wichtig ist. Das heißt im Prinzip, die Gruppe ist als ein Ganzes zusammen, jedes Kind wird aber individuell beobachtet und betreut. NADINE ANDERSON -- H A N I X -- Wie groß sind die einzelnen Gruppen und wie viele Kinder fallen in den Bereich eines Betreuers? Im Hort sind es momentan 23 Kinder die von drei Betreuerinnen beaufsichtigt werden. Die Betreuuerinnen sind aber nicht alle Vollzeit angestellt und teilen sich B E AT R I X H U B E R --

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TITELTHEMA: KINDER entsprechend die Betreuungszeiten in Schichten ein. In der Kita hier im Kreuzgrund sind die vier Gruppen jeweils zehn bis 15 Kinder stark und es gibt je Gruppe mindestens zwei Betreuer. K E R S T I N S A A L -- Mein Kind ist, wie schon erwähnt, in der Kita in der Charlottenstraße und hier werden insgesamt 60 Kinder, aufgeteilt in vier Gruppen, betreut. Je Gruppe gibt es auch in der Charlottenstraße drei Erzieher. Der Hortbereich wurde bereits von drei auf zwei Gruppen reduziert. Von daher gibt es jetzt aber auch mehr Kinder in der Kita. H A N I X -- Sie haben als Sie von den geplanten Hortschließungen gehört haben die Elterninitiative "Hortschließung: Nein danke!" gegründet. Aus wie vielen Kindertagesstätten und Horten sind Eltern in dieser Initiative versammelt? Die Eltern kommen aus drei Einrichtungen, dem Charlottenhort, dem Olgahort und dem Kreuzgrundhort. Dies sind übrigens die einzigen Einrichtungen, die noch existieren. Alle Horte, ob privat oder städtisch, werden von der Stadt gefördert. Es ist auch nicht so, dass man uns hier im Kreuzgrund, wo die Einrichtung privat organisiert ist, verbietet, diese Einrichtungen zu betreiben, da dies eine Vereinsangelegenheit ist. Aber man bezuschusst die Einrichtung eben nicht mehr, streicht dringend nötige Gelder. M A R I E OT T E -- H A N I X -- Seit wann und weshalb genau gibt es die angesprochene Elterninitiative? B E AT R I X H U B E R -- Im letzten Jahr im November, vor unserem jährlichen Laternenumzug, haben wir das erste mal von der beabsichtigten Schließung der Horte gehört. Es hieß sogar, dass Hor130

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TITELTHEMA: KINDER te nach Vollendung des diesjährigen Schuljahres sofort geschlossen werden. Hier hat dann aber der KreuzgrundVorstand eine Verlängerung erreicht, um wenigstens die Kinder, die schon da sind, weiterhin zu betreuen. Momentan heißt es, das Kinder für das kommende Schuljahr noch aufgenommen und bis zu vierten Klasse betreut werden können, aber eine echte und schriftliche Zusage haben wir bisher noch gar nicht, was wir doch recht merkwürdig finden. Wir Eltern wurden allerdings erst im Januar auf einer Mitgliederversammlung offiziell über das Vorhaben unterrichtet. Es wurde uns auch mitgeteilt, dass diese Entscheidung endgültig sei und nur noch die Verlängerung der Frist erreicht wurde. Aufgrund dieses Abends haben sich dann Eltern zu der Initiative zusammengeschlossen, eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen und natürlich auch andere Einrichtungen und Eltern angeschrieben und mit ins Boot genommen. Außerdem haben wir die modernen Medien wie beispielsweise Facebook genutzt, um unser Anliegen einfach auch in die Öffentlichkeit zu tragen, weil es sonst vielleicht niemand mitbekommen hätte. H A N I X -- Die Elternschaft hat sich nach dieser Information sicher überrumpelt gefühlt? Ja, absolut. Vor allen Dingen, weil wir und der Kreuzgrund-Vorstand zuvor noch nie etwas davon gehört hatten. Wenn man allerdings die Mitteilungen der Stadt haargenau liest, kann man sehen, dass bis spätestens 2016 die Horte nicht mehr existieren werden. K E R S T I N S A A L -- Wir haben es noch später erfahren und zwar erst über einen Brief und Zeitungsartikel. Es wurde gesagt, dass es zukünftig GanzB E AT R I X H U B E R -- tagsschulen gibt und somit die Horte geschlossen werden können, da ja eine ganztägige Schulbetreuung stattfindet. Dagegen spricht zunächst auch nichts. Anschließend haben wir uns dann aber informiert, was denn genau Ganztagsschule in Baden Württemberg heißt und momentan entspricht dies sieben Unterrichtsstunden pro Woche und Klasse und dies an maximal drei Nachmittagen, was einer Ganztagsschule im eigentlichen Wortsinn überhaupt nicht entspricht. B E AT R I X H U B E R : Ich kenne Ganztagsschulen aus London, da ich einige Zeit dort gelebt habe, und hier ist das Wort auch berechtigt, da die Kinder eben den ganzen Tag, von morgens bis abends betreut werden. Dies wird unserer Meinung nach überhaupt nicht angestrebt, da viele Vereine und Rentner gewisse Aufgaben im neuen System übernehmen sollen. Sprich es sind meistens keine Fachkräfte, die sich um die Kinderbetreuung an Ganztagsschulen kümmern werden. Auf der einen Seite möchten wir die Kinder teilweise schon mit fünf Jahren einschulen, wozu aber auch kindgerechte Räume und Betreuungen notwendig sind. Auf der anderen Seite möchte das Land oder die Stadt dafür aber so wenig Geld wie möglich ausgeben. N A D I N E A N D E R S O N -- Des weiteren gibt es sehr unterschiedliche und nicht immer genau definierte Betreuungszeiten (z. B. an 4-5 Tagen) plus 32 Schließtage der Ganztagsschulen an denen die Betreuung nicht stattfindet. Somit werden, im schlimmsten Fall, Familien gezwungen getrennt Urlaub zu machen. Dies ist natürlich ein ziemlicher Hohn, zumal Heilbronn sich als familienfreundlichste Stadt Baden Württembergs verkaufen möchte. H A N I X -- Wie viel Schließtage gab es bisher in den Kitas und Horten? In unserem Hort gab es maximal zwölf Schließtage, in anderen Horten sind es maximal 20 bis 22 Schließtage, je nachdem wie Weihnachten fällt. M A R I E OT T E -- H A N I X -- Tut, überspitzt gefragt, Herr Schwarz zu wenig für Kinder und Herr Würth in Künzelsau machts richtig? Das kann man so nicht sagen. Herr Schwarz baut beispielsweise eine Schule in Erlenbach und ohne Leute wie ihn würde es noch viel schlechter aussehen. Allerdings reden wir hier immer vom Land des Mittelstandes und nicht jeder kann seine eigene Hort- und Kita-Gruppe bilden. KERSTIN SAAL -- H A N I X -- Zurück zur Ganztagsschule und dem neuen Betreuungssystem. Worin liegen ihrer Meinung nach außer den mageren Betreuungszeiten weitere Schwächen? Der große Vorteil am jetzigen System ist, dass sich eben auch Geschwister sehen können und dies ist gelebte Familienfreundlichkeit, an der man jetzt leider etwas ändern möchte. Nehmen wir als Beispiel eine Mutter mit vier Kindern, die im momentanen Kita- und Hortsystem einen Ansprechpartner, einen Elternabend und so weiter hat. Zukünftig wird das im schlimmsten Fall alles vervierfacht, was für eine Mutter einfach nicht leistbar ist, dann noch arbeiten zu gehen. M A R I E OT T E -- H A N I X -- Ist eine Prognose, dass durch die Hortschließungen Eltern im Zweifelsfall arbeitslos werden? Auf jeden Fall ist dies im Bereich des Möglichen, da einfach die qualitative Betreuungszeit fehlt. Man kann natürlich auch, KERSTIN SAAL --

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TITELTHEMA: KINDER laut Bürgermeister Harry Mergel, die Randbetreuungszeiten mit Tagesmüttern abdecken. Das würde aber eben heißen, dass viele verschiedene Personen, je nach Tageszeit, die Kinder behüten, was mit Sicherheit nicht im Sinne von "Erziehung, Bildung und Kinderbetreuung" ist. Berufstätige Eltern brauchen nachhaltige Sicherheit und ein breitgefächertes pädagogisches und "liebevolles" Betreuungsangebot, um in allen Lebenslagen Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen und den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden. B E AT R I X H U B E R -- Wichtig ist aber auch zu sagen, dass es nicht unser Ziel ist, die Ganztagsbetreuung zu verteufeln. Wenn man mal überlegt, dass es noch vor elf Jahren nur die sogenannte Kernzeitbetreuung an Schulen gab, sind jetzt durchaus Fortschritte zu erkennen. Es ist also für Eltern mit Schulkindern jetzt mit Sicherheit einfacher als zu Beginn des Jahrtausends. Unser Hauptanliegen ist es, dass die jetzt bestehenden Horte bleiben dürfen und die Ganztagsbetreuung ausgebaut wird. Was einfach für uns absolut unverständlich ist, ist, dass ein sehr gut funktionierendes System einfach abschafft wird. Der Grund hierfür ist, laut Stadtverwaltung, dass dringend benötigte Betreuungsplätze für Kleinkinder geschaffen werden müssen, da den Eltern von Kleinkindern ab dem Jahr 2013 ein Klagerecht für diese Plätze eingeräumt wurde. Das Hauptproblem ist hier aber das Fehlen von Fachkräften, so gibt es an der Gerhard-Hauptmann-Schule eine Kita, die durchaus noch eine Gruppe aufnehmen könnte, aber wie eben erwähnt, es sind keine Fachkräfte vorhanden und somit werden die Fachkräfte der Horte benötigt. Herr Mergel betont immer, dass er Chancengleichheit möchte, was wir nur befürworten können. Diese sollte aber keine Chancengleichheit auf schlechte sondern natürlich auf gute Chancen sein. Wenn der Staat sagt, dass er die Kinderbetreuung übernimmt, um Eltern die Möglichkeit zu geben ganztags zu arbeiten, um dem Staat dann übrigens auch Steuern zu zahlen, sollte unser Land schon versuchen das auch konsequent und elterngerecht umzusetzen, wie es bisher eben sehr gut funktioniert hat. H A N I X -- Haben sie eine Ahnung welche Klagewelle auf Heilbronn aufgrund des neuen Gesetzes zukommen könnte? K E R S T I N S A A L --Was wir wissen ist, dass Heilbronn momentan versucht ganz viele Tagesmütter zu bekommen bzw. zu mobilisieren, damit wird dann eben versucht viel abzufangen. H A N I X -- Wird die Ganztagsbetreuung an den Schulen von der Stadtverwaltung schöngeredet? Leider kann man schon sagen, dass in Heilbronn auf Kosten der Schulkinder das Thema Kleinkinderbetreuung und somit die Vermeidung von Klagen angegangen wird. N A D I N E A N D E R S O N -- Als Mutter muss ich sagen, dass gerade in den ersten Schuljahren soviel mit den Kindern passiert, was für den späteren Lebensweg entscheidend ist und hier muss doch einfach eine qualitativ hochwertige Betreuung, wie es sie eben jetzt schon gibt, möglich sein. H A N I X -- Wie versucht sich die Elterninitiative, neben der angesprochenen Facebook-Gruppe, Gehör zu verschaffen? Dies ist natürlich immer eine Sache des Blickwinkels und Bedarfs. Ich denke wirklich, dass es hier, wie erwähnt, eine deutliche Verbesserung gegeben hat. So gab es früher kein Mittagessen an Schulen und eine Betreuung hat in der Regel nur bis um 13:30 Uhr stattgefunden. Das Besondere ist momentan nur, dass es in der Kita-Betreuung sehr hohe Qualitätsansprüche und Regeln gibt. Dies ist unserer Meinung nach in der schulischen Ganztagsbetreuung nicht mehr so und es gibt dann eben einen Bruch, sobald Kinder in diese Betreuungsart wechseln. Uns ist natürlich vollkommen klar, dass Qualität wachsen muss, von daher kommt auch unser absolutes Unverständnis dass die Horte geschlossen werden sollen. B E AT R I X H U B E R -- Ich persönlich bin zuerst einmal zur Chefin der Kita gegangen, um zu fragen welchen Weg das Ganze denn jetzt nehmen wird. Hier wurde uns dann gesagt, dass dies vom Gemeinderat beschlossen wird und somit haben wir dann überlegt bei wem wir denn Gehör finden könnten. Anschließend haben wir zwei Gemeinderatsmitglieder interviewt und es gab die Aussage, dass man in der Summe über dieses Thema sprechen muss. Deswegen haben wir die Gemeinderäte eingeladen und ihnen natürlich auch die Möglichkeit gegeben sich zu dem Thema zu äußern, zumal wir festgestellt haben, dass das Thema Ganztagsschulen noch gar nicht in der Bevölkerung bekannt sind. Hierzu muss man auch sagen, dass die Hortschließungen nur Heilbronn und keine andere Stadt betreffen, was wir eben auch nicht verstehen. KERSTIN SAAL -- H A N I X -- Das klingt als müssten sie nun den formalen Weg einschlagen? Der formale Weg wäre eher gewesen, dass man die Stadtverwaltung anschreibt und auf KERSTIN SAAL --

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TITELTHEMA: KINDER eine Antwort wartet. Wir haben uns aber dafür entschieden direkt auf die zuständigen Politiker zuzugehen. Wir hatten (aus Erfahrung) Angst, dass unsere Angelegenheit einfach ausgesessen wird. Hinzu kommt, dass die Gemeinderäte unsere Vertreter sind und somit auch die Pflicht haben sich Meinungen ihrer Bürger und auch Wähler anzuhören und diese in Entscheidungsprozesse einzubinden. Bürgermeister Mergel ermuntert junge Frauen hier in der Stadt zu studieren und auch zu arbeiten. Doch in diesem Fall würden Frauen für viel Geld ausgebildet, damit sie dann, mit zu- künftigen Kindern, zu Hause sitzen können. Das macht doch keinen Sinn. Erst recht nicht in einer der reichsten Städte Deutschlands. H A N I X -- Was sagt die Lokalpolitik dazu außer, dass sie ihr Anliegen gebündelt vorzutragen haben? B E AT R I X H U B E R -- In einem Zeitungsausschnitt stand, dass Herrn Mergel Einzelfälle nicht interessieren und er einfach Chancengleichheit schaffen möchte, dass heißt Chancen für alle Kinder an den Schulen. Deswegen müssen die Gelder der Hortplätze in die Ganztagsschulen hinein fließen und somit müssen die Horte geschlossen werden. H A N I X -- Und wenn die Politik, wider ihrer Hoffnungen, doch nicht richtig hinhört und die Sache in bewärter Manier aussitzt? Bei uns geht es momentan erst mal darum der Stadt zu sagen, dass man so mit uns als Steuerzahlern nicht umspringen kann. Wir hoffen hier selbstverständlich auch auf das Verständnis der Zuständigen. Sollten wir merken dass wir nicht weiterkommen und nicht gehört werden, gibt es ja auch noch Gesetze, die die Rechte der Eltern wahren und M A R I E OT T E --

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TITELTHEMA: KINDER schützen. Es macht uns aber Hoffnung, dass die Gemeinderäte, mit denen wir gesprochen haben, alle sehr aufgeschlossen und vor allen Dingen überrascht über die Konsequenzen der geplanten Änderung waren. N A D I N E A N D E R S O N -- Ich möchte aber auch sagen, dass ich leider feststellen muss, dass sich relativ wenige Eltern von Kita-Kindern uns anschließen. Es gab zwar einen großen Aufschrei als das Thema aufkam, es war aber dann auch relativ mühsam die Initiative zu gründen. Doch auch die Kita-Eltern werden in zwei bis drei Jahren von dem Thema betroffen sein und somit kann ich nur alle Eltern aufrufen sich mit uns gemeinsam und zum Wohle unserer Kinder gegen eine offensichtliche Verschlechterung der Situation zu wehren. H A N I X -- Kaum zu glauben, dass sie Probleme haben, die gesamte betroffene Elternschaft zu mobilisieren. Woran liegt die fehlende Bereitschaft der Eltern? Hauptsächlich denke ich, dass sich Eltern nicht vorstellen können, dass ihre Kinder in zwei bis drei Jahren von dem Thema betroffen sind. Hier in Heilbronn habe ich festgestellt, dass auch viele B E AT R I X H U B E R -- Familien Unterstützung im Betreuen ihrer Kinder von der Familie, sprich Oma, Opa, Onkel oder Tante haben, was natürlich von großem Vorteil ist. Aber diesen Vorteil haben eben nicht alle Eltern und Familien. Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass das System seit 20 Jahren sehr gut funktioniert und sich wirklich niemand vorstellen kann, dass es in naher Zukunft große Einschneidungen geben wird. Wir haben es anfangs selbst nicht glauben können, bis wir einen Artikel in der Zeitung gelesen haben.

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" U N S E R KO N Z E P T H AT S I C H B E WÄ H R T " TEXT: ROBERT MUCHA FOTOS: PATRICK LABITZKE

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TITELTHEMA: KINDER Kin d e r b r a u c h e n Zu we n d u n g . So lautet das Motto des Kindersolbades in Bad Fr i e d r i c h s h a l l . Se i t n u n 1 5 0 Jahren bekommen Kinder und Jugendliche i n d e r Ei n r i c h t u n g d i e Zu wendung, die ihnen zu Hause leider nic ht gege b e n we rd e n k o n n t e . In d e r Einrichtung des Vereins "Jugendhilfe Bad Fr i e d r i c h s h a l l " a r b e i t e t e i n multiprofessionelles Team von sozial- und heil p ä d a g o g i s c h e n , p s yc h o l o g i s chen und medizinischen Fachkräften um sozi a l b e n a c h t e i l i g t e j u n g e Me n schen und deren Familien zu unterstützen. Der elf jährige Chris führt stolz zu seinem Zimmer. Es ist ein Kinderzimmer, wie es viele in Deutschland gibt. Poster von Autos und Stars hängen an den Wänden, es steht ein Bett zum Schlafen und ein Schreibtisch zum Erledigen der Schulaufgaben darin und natürlich ein Schrank für Chris´ Klamotten. Der Unterschied zwischen dem Kinderzimmer des kleinen Chris und den Kinderzimmern der meisten Kinder in Deutschland ist, dass sich das Zimmer von Chris nicht in der elterlichen Wohnung befindet. Chris wohnt im Bad Friedrichshaller Kindersolbad, das vor kurzem 150jähriges Jubiläum feiern konnte. Neben Chris haben noch sieben weitere Kinder und Jugendliche ihr Zimmer in der Wohngruppe "Hasen" des Kindersolbades. Das Kindersol137 bad hat neun stationäre Wohngruppen, in denen Mädchen und Jungen gemischtgeschlechtlich betreut werden. Vier dieser Wohngruppen befinden sich im Stammhaus ("rotes Bauklötzle"), wovon es sich wiederum bei drei Gruppen um klassische Innenwohngruppen handelt. Die vierte Gruppe im Stammhaus ist dagegen eine sogenannte "Dauerinnenwohngruppe". Die fünf Außenwohngruppen verteilen sich auf Bad Friedrichshall und Bad Wimpfen. Die größten Unterschiede zwischen Innen- und Außenwohngruppen liegen im Alter der Kinder und Jugendlichen sowie in der Betreuungsdauer. Insgesamt können im Kindersolbad 66 Kinder und Jugendliche stationär betreut werden. Benjamin Kaufmann, einer von zwei hauptamtlichen Ge-

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TITELTHEMA: KINDER schäftsführern des Kindersolbades, betont aber, dass sich die Angebote seiner Einrichtung nicht nur auf die Wohngruppen beschränken. "Unser Angebotspektrum umfasst auch diverse ambulante Angebote. Vor allem der Bedarf an Sozialarbeit hat in den letzten Jahren stark zugenommen", weiß Kaufmann. "Und unsere Küche liefert jetzt auch nach außen, diese Entwicklung wäre vor fünf Jahren noch nicht vorstellbar gewesen", ergänzt der Geschäftsführer der Jugendeinrichtung. Immer wieder in seiner langen Geschichte musste sich das Kindersolbad neu erfinden oder die Gebäude wurden, wie beispielsweise nach beiden Weltkriegen, zweckentfremdet. Obwohl in den Gemäuern meistens Sole-Kuren und Intensivbetreuung für Jugendliche an138 geboten wurde, beherbergten sie teilweise auch Lazarette, eine Gastwirtschaft oder ein Frauenhaus. Seit 2002 werden nach einem Rechtsträgerwechsel im Kindersolbad allerdings keine Kuren mehr angeboten und das Angebot ist komplett auf Jugendhilfe mit interdisziplinärem Konzept ausgerichtet. Dazu gehört auch Sozialarbeit an Schulen. Katja Ehemann, die vor dieser Tätigkeit eine Wohngruppe des Kindersolbades im Schichtdienst betreut hat, erzählt: "Ich arbeite an einer Schule in Offenau als Sozialarbeiterin und unser Angebot wird sowohl von Lehrern und Schülern aber auch Eltern sehr gut angenommen. Früher hat der Vertrauenslehrer meine Aufgaben inne gehabt. Aber das ist für einen Lehrer heutzutage nicht mehr qualifiziert leistbar.

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TITELTHEMA: KINDER Die Anforderungen haben sich nach vielen gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten Jahren gewandelt. Viele Eltern haben zum Beispiel jeweils zwei Jobs, um sich über Wasser halten zu können und dann bleibt oft das Kind auf der Strecke ." Katja Ehemann fungiert inzwischen zweimal in der Woche für jeweils fünf Stunden als Ansprechpartnerin vor Ort in Offenau. Doch der Fokus der Arbeit des Kindersolbades liegt sicherlich bei den Wohngruppen. Bevor Kinder oder Jugendliche eine Wohngruppe beziehen, wird vorab alles versucht, um einen Auszug aus dem Elternhaus zu vermeiden. "Zunächst arbeiten wir mit ambulanten Programmen. Das die Kids beispielsweise nur an bestimmten Tagen nachmittags zu uns kommen. Sollte allerdings das Wohl des Kindes in Gefahr sein, werden die Kinder auf Weisung des Jugendamtes umgehend aus den Familien geholt", erläutert Benjamin Kaufmann den Ablauf. Hinweise auf Kinder, die möglicherweise Hilfe benötigen, kommen von verschiedenen Seiten. "Das Jugendamt bekommt von Lehrern, Ärzten, Nachbarn oder Vereinstrainern Hinweise auf auffällige Kinder. Das Jugendamt geht diesen Verdachtsmomenten nach und gegebenenfalls werden wir dann kontaktiert", so der Geschäftsführer des Kindersolbades weiter. Katja Ehemann ergänzt: "In den ersten zehn Tagen versuchen wir es unseren neuen Bewohnern dann auch schön und einfach zu machen. Wir dekorieren ihre neuen Zimmer, lassen ihnen

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TITELTHEMA: KINDER Zeit anzukommen. Die anderen Kinder und Jugendlichen helfen dabei, da sie die selbe Erfahrung bei ihrem Einzug gemacht haben." Der nächste Schritt ist, dass gemeinsam mit dem Jugendamt, Lehrern, Psychologen, teilweise den Eltern und dem Betreuungspersonal ein Hilfeplan ausgearbeitet wird. Darin wird auch festgehalten, ob es um Beheimatung im Wohnheim, Rückkehr in die Familie oder um eine Vermittlung an eine Pflegefamilie geht. Alle sechs Monate wird der Hilfeplan dann überprüft. Wurden gesteckte Ziele, wie zum Beispiel eine Stärkung der Selbstständigkeit, erreicht. Der Hilfeplan wird dabei natürlich auch kontinuierlich auf den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse des jungen Bewohners angepasst. "Oft kommen auch traumatisierte Kinder zu uns. Hierbei ist natürlich eine große Sensibilität unsererseits gefragt", weiß Benjamin Kaufmann. "Das interdisziplinäre Konzept des Kindersolbades, dass unter anderem mit Psychologinnen, Ergotherapeuten und Partnerärzten zusammen arbeitet, hat sich dabei bewährt", ist Kaufmann überzeugt. Zurück in der Wohngruppe der Hasen. Die acht Bewohner und Bewohnerinnen freuen sich auf einen Ausflug ins örtli140 che Freibad und packen ihre Badesachen zusammen. Währenddessen erzählt die betreuende Erzieherin der Hasen, Meli Pfauser, die seit 15 Jahren im Kindersolbad arbeitet, dass sich die Kinder und Jugendlichen aber auch deren psychischen Krankheitsbilder in den letzten zehn Jahren stark verändert haben: "Wir haben nicht nur, wie die meisten vielleicht denken mögen, Kinder aus den Unterschichten hier. Auch Kinder von Ärzten und Anwälten sind inzwischen unsere Bewohner. Das ist neu." Doch in diesem Moment scheint den blonden Chris, der seit anderthalb Jahren im Kindersolbad wohnt, nichts zu bedrücken. Während er stolz sein Zimmer zeigt und nebenher seine Badehose sucht, erzählt er mit einem breiten Grinsen von seinem Zukunftswunsch: "Ich will im Motorenwerk von Mercedes arbeiten. Das wäre cool." Als alle acht Bewohner der Hasen-Gruppe nach ein paar Minuten ihre Badesachen beisammen haben, lotst Meli Pfauser die heiteren Kids in den VW-Neunsitzer. Es geht ab ins Freibad.

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E I N TAG I M K I N D E RTAG H E I M O LG A K R I P PE FOTOS: MEHMET FILIZ Bereits s e i t 1 8 7 7 b e s t e h t d i e Ol g a krippe. Das Ki n d e r t a g h e i m b i e t e t 1 2 0 K i n dern im Alt e r vo n a c h t Wo c h e n b i s z w ö lf Jahren Pla t z . Au f g e n o m m e n we rd e n Kinder, die mi t i h re n Er z i e h u n g s b e re c h t i g ten im Stadtk re i s He i l b ro n n i h re n Ha u p t wohnsitz ha b e n . Di e Pl a t z ve r g a b e e r f o l gt nach der Dr i n g l i c h k e i t d e s Be t re u u n g s b edar fs. Kinder vo n a l l e i n e r z i e h e n d e n Vä t e rn und Mü t t e r n , d i e b e r u f s t ä t i g s i n d , sich in Aus b i l d u n g b e f i n d e n o d e r a n e i ner Maßna h m e z u r Ei n g l i e d e r u n g i n A rbeit teilneh m e n , we rd e n vo r r a n g i g a u f genommen. Ge ö f f n e t i s t d i e Ol g a k r i p p e Montag bis Fre i t a g vo n 6 U h r b i s 1 7 : 3 0 Uhr. Innerh a l b d i e s e r Ze i t we rd e n Fr ü h stück, Mittag e s s e n u n d Na c h m i t t a g s ve s p er angebote n . Di e Ma h l ze i t e n we rd e n i n der Olgakr i p p e z u b e re i t e t u n d e i n g e n o mmen. Beding t d u rc h d i e e l f St u n d e n Öf f nungszeit wi rd i m S c h i c h t d i e n s t g e a r b e i tet.

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QUIZ DICH G L Ü C KLICH !

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EINE FR AGE: QUIZ HANIX Nº10 FraGe: WelCher Film lÄuFt im open air Kino heilBronn auF dem GelÄnde der WeinGenossensChaFt in diesem Jahr ZWeimal? heuer steht das proGramm des open air Kinos heilBronn im ZeiChen der KomÖdien. auF dem GelÄnde der WeinGenossensChaFt haBen 1500 BesuCher platZ. die Filme starten um 21:45 uhr, einlass ist Bereits um 19:30 uhr. neBen einem Bunten BeiproGramm Wird auCh FÜr das leiBliChe Wohl der KinoBesuCher GesorGt. CHOUCHOU BOUTIQUE SEENACHTSFEST KAUZ ALTEREGO MOVIE 3 x 20-EURO-Gutschein 5 x 2 Tickets 3 x Gürtel 1 x DVD Alterego Französischer Chic und Coolness in Heilbronn. chouchou, die kleine aber feine Boutique in der Oberen Neckarstraße verlost drei Gutscheine im Wert von je 20 Euro. Am 11. August sind Sahara, Serengeti und der Kilimandscharo zum Greifen nah. Verantwortlich dafür ist das Konstanzer Seenachtfest, das die "Sterne Afrikas" an den Bodensee holt. Mit riesen Feuerwerk aus 1500 Abschussrohren. Kauz war ein kleines, feines Label aus Wiesbaden. Neben Shirts und Schals haben die Designer, u. a. mit einem Heilbronner im Team hübsche Gürtel gestaltet. Wir verlosen drei dieser Stilvollen Hüftriemen. Die weltweite Graffiti-Doku gibt einen intimen Einblick in die Details einer öffenlichkeitsscheuen Bewegung, die gleichzeitig wohl die grösste Kunstbewegung aller Zeiten ist, und oft nicht als solche verstanden wird. WER MEINT, DIE LÖSUNG ZU KENNEN, SCHICKT DIESE PER MAIL AN: QUIZ@HANIX-MAGAZIN.DE; BETREFF: KINO, KINO! EINSENDESCHLUSS IST DER 18. AUGUST 2012. DER RECHTSWEG IST AUSGESCHLOSSEN. ALLE GEWINNER WERDEN SCHRIFTLICH BENACHRICHTIGT UND NAMENTLICH VERÖFFENTLICHT. DIE RICHTIGE ANTWORT AUF DIE FRAGE DES VORANGEGANGENEN QUIZ LAUTET: 1996 GEGEN ENERGIE COTTBUS

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L I E B E H E I M AT, EIN BRIEF AUS JOHANNESBURG, SÜDAFRIKA / VON MICHAEL MÜLLER GELESEN VON PHILIPP KIONKA TON: PHILIPP SEITZ FOTOS: PRIVAT schon bald ist es ein Jahr her, dass ich Dir das letzte mal geschrieben habe - Du weißt ja wie das ist, die Zeit vergeht und man merkt es nicht. Ich habe auch nicht gemerkt, wie viele Dinge sich so angehäuft haben in den letzten zwei Jahren in Südafrika. Ich habe gerade meine Packaktivitäten fürs erste abgebrochen da mir die Kisten ausgegangen sind. Ja, ich packe und wie ich Dir schon angekündigt habe, schicke ich meinen angehäuften Haufen Hab und Gut zurück in Deine Gefilde. Das Ende meiner Aufgabe hier in Südafrika kommt näher und ich habe mich entschlossen, schon jetzt so viel Zeit wie möglich mit Dir zu verbringen. Das bedeutet für ein paar Monate ein Leben zwischen Billensbach in den Löwensteiner Bergen und Hotazel in der Kalahari. Beides ist im jeweiligen Kontext etwas ab vom Schuss aber ansonsten sind die Gemeinsamkeiten dieser Orte sicherlich in der Unterzahl. Mein Projekt in Mitten dieser unendlichen Weite aus Büschen und rotem Sand wächst und gedeiht und irgendwie werde ich diese nicht unbedingt menschenfreundliche Gegend doch vermissen. Die unbe182 schreiblichen Wolkenspiele am Tage und die Milchstraße in der Nacht. Natürlich auch wegen der unzähligen, skurrilen Erlebnisse und der persönlichen Befriedigung einen kleinen Unterschied machen zu dürfen in einer Welt, in der sich zu oft für die falschen Dinge entschieden wird. Wir hatten zum Glück die Möglichkeit in der Nähe der Baustelle einen Kindergarten zu bauen und vieles dort erlebte werde ich wohl nicht vergessen. Die meiste Zeit verbringe ich aber immer noch in Johannesburg. Hier gibt es viel zu unternehmen und die Stadt entwickelt sich ständig weiter. Im Zentrum mausert sich in eine Straße nach der anderen von "besser nicht" zu "super hip" und am Stadtrand entstehen Mage-Komplexe, in denen es alles gibt und die man eigentlich nicht mehr verlassen muss. Unterm Strich ist und bleibt das Leben seltsam hier und richtig heimisch fühlten wir uns nie; das Verlassen unsres Hochsicherheitstraktes fällt denkbar leicht. Das Schönste an Afrika ist immer noch das Reisen in die Natur. Mit reisen war die letzten Monate leider nicht viel, da meine Frau Eliza schon mal die Vorhut

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BRIEFE AN DIE HEIMAT: AUS XY, SÜDAFRIK A repräsentiert und sich mit Dir, liebe Heimat, anfreundet. Ich bin also alleine und arbeite im Moment viel um auch schnell bei euch zu sein. Zum Abschied hatten wir aber einen wundervollen Road Trip über Lesotho nach Kapstadt und den legendären Ausflug zu den Victoria Fällen. Da wurde natürlich auch das ein oder andere Souvenirschnäppchen gemacht das mir jetzt die Kisten füllt. Da wären wir wieder beim Packen und meine Gedanken sind schon am Ziel all der noch leeren Kisten. Ein neuer Abschnitt scheint zu beginnen, vielleicht sogar ein Traum an den ich manchmal nicht mehr geglaubt habe. Als ich Dich vor vielen Jahren verlassen habe, hatte ich keine Vorstellung, wohin mein Weg mich führt. Immer mehr Distanz habe ich zwischen uns gebracht und die letzten sieben Jahre kaum den Kontinent mit Dir geteilt. Mehr und mehr wächst der Wunsch nach einem zu Hause und viele Orte haben sich angeboten, waren aber nie wirklich eine Option. Wahrscheinlich war es genau diese lange Reise die mich zu Dir zurückführt. Zu viel hast Du zu bieten; Du beheimatest meine Frau und natürlich Familie, viele Freunde, Mil- steCKBrieF N a m e : M i c h a e l M ü l l er A l t e r : 33 J a h re i n J o h a n n e s b u rg s e i t : 2 0 1 0 Fr ü h e re r Wo h n o r t : B i l l e n sbach D e r ze i t i g e r Wo h n o r t : J o h a n n e s b urg/Südafrika lionen Erinnerungen und Du warst und bist einfach immer meine Heimat. Die Rückkehr wird sicherlich eine der größten Herausforderungen von all den Ortswechseln in meinem Leben aber es ist der Erste von dem ich nicht schon vorher weiß, dass er ein Ende haben wird. Liebe Heimat, das sollte mein letzter Brief sein. In wenigen Wochen darf ich Dich schon mal Teilzeit genießen und dann gibt's nur noch Postkarten. Bis ganz bald, Dein Michael

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HEILBRONNER MACHEN WENIG KINDER TEXT: RAFAELA JECKLE FOTO: PRIVAT

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NEIG´SCHMECKT: KINDER IN DEUTSCHL AND Raf a e l a Je c k le f i n d e t , d a s s d i e Heilbronner Region per fekt ist, um Kinder zu b e k o m m e n u n d g ro ß z u z i e h en. Ganz anders als in vielen Teilen Bra s i l i e n s . De s h a l b i s t s i e ve r w under t, dass es hier relativ wenig Kinder gibt . Fü r u n s b e s c h re i b t s i e d i e Unterschiede zwischen Kindeser ziehung in i h re m He im a t l a n d u n d i h re r neuen Heimat. Und sie ermutigt die Unt e r l ä n d e r, m e h r K i n d e r z u b ekommen. Es ist sehr Schade, dass Deutschland eines der Länder mit der niedrigsten Geburtenrate ist, weil das Land der perfekte Ort zu sein scheint, um Kindheit zu leben. Nur 16,5% der deutschen Bevölkerung sind Kinder. Mit seinen 13,1 Millionen Jugendlichen hat Deutschland unter allen europäischen Staaten den niedrigsten Prozentsatz an Kindern in der Bevölkerung. Deutschland, die Wiege der Märchen mit seinen traumhaften Burgen, Wäldern und der typischen Architektur, die Häuser aussehen lässt, wie Puppenhäuser, überzeugt jeden erwachsenen Brasilianer, dass es keinen Platz gibt der sich besser eignet um schwanger zu werden und Kinder zu erziehen. Aber trotz der tollen Struktur, entscheiden sich viele Paare wenig Kinder zu haben. Das ist schade, denn Heilbronn und vor allem die Dörfer im Landkreis bieten eine Umgebung der Superlative für Kinder. Hier können Kinder 100 Prozent ihre Kindheit genießen. Es gibt eine Menge Annehmlichkeiten in der Region, um Kinder zu bekommen. Ob es kostenlose Kindergärten sind oder das Kindergeld. Aber trotz der Sicherheiten, der tollen Struktur und der Sicherheit, die hier im Stadt- und Landkreis herrscht, haben die Paare wenige Kinder. Viele wählen lieber ein Haustier statt den Storch auf die Reise zu schicken, damit er die Kinder bei ihren Familien abliefern kann. Die deutschen Frauen bekommen Kinder sehr spät, meistens sind sie bereits über 30 Jahre alt. In Brasilien werden die meisten Paare vor dem 30. Geburtstag Eltern. Wir Brasilianer sind auch überzeugt davon, dass eine Familie mehr als nur ein Kind haben sollte. Dadurch werden Kinder schon in der Familie daran gewöhnt, mit den Geschwistern zu teilen und sie lernen, dass sie nicht immer alle Aufmerksamkeit für sich selbst bekommen. Was in Brasilien leider sehr rückständig ist, ist der Umgang und die Pflege hilfsbedürftiger Kinder, die beispielsweise eine Behinderung haben. Ich sehe viele Kinder mit Behin185 derungen in der Region. In Brasilien sind kaum behinderte Kinder im öffentlichen Bild zu sehen. Das liegt daran, dass in Brasilien Kinder mit Behinderungen von der Gesellschaft isoliert werden. Ich war sehr froh als ich die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Heilbronn erlebt habe. Es gibt eine Struktur der Überwachung und Pflege, um die Achtung und Freude am Leben dieser Kinder zu gewährleisten. Ein weiteres Phänomen, das meine Aufmerksamkeit, vor allem in der Stadt, erlangte, ist die Existenz von eineiigen Zwillingen. Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht wenigstens ein Zwillingspaar in den Straßen sehe. Laut einer Studie von der Vrije Universität in Holland, ist die Geburt von Zwillingen häufiger bei Müttern über 35 Jahren zu erleben. Durch hormonelle Veränderungen seien sie prädestinierter für die Bildung mehrerer Eizellen während eines Zyklus´. So komme ich zu dem Schluss, dass dies der einzige Grund sein kann, warum es so viele Zwillinge in Heilbronn gibt. Unsere Kinder sind unsere Zukunft, sie gestalten die Welt, in der wir morgen leben. Um eine bessere Zukunft zu gewährleisten, ist es sehr wichtig, in Kinder zu investieren. Vor allem in die Bildung des Nachwuchses. Und das macht Deutschland gut. Die Qualität an öffentlichen Schulen ist hier sehr gut. Ganz anders als in Brasilien, wo die öffentlichen Bildungseinrichtungen stark zu wünschen lassen. Die direkte Einmischung des Staates, um sicherzustellen, dass Kinder die Schule besuchen, ist sensationell. In Brasilien gibt es eigentlich auch die Schulpflicht aber wir haben noch eine große Anzahl an Kindern, die Analphabeten sind. Denn es gibt keinen wirksamen Plan der Strafverfolgung und der Zustand der Armut nötigt die Kinder, zu früh zu arbeiten oder sogar in den Straßen zu betteln, statt zur Schule zu gehen. Die Wahl der linksgerichteten Regierung

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NEIG´SCHMECKT: KINDER IN DEUTSCHL AND von Präsident Luis Inacio Lula da Silva brachte eine große Verbesserung der Situation der Bildung mit sich. Es wurde ein Stipendien-Programm ins Leben gerufen, das einen existenzsichernden Lohn auszahlt, um Familien zu ermöglichen, dass sie ihre Kinder zur Schule schicken können. Die Struktur des Bildungssystems in Deutschland ist auch sehr unterschiedlich aus Brasilien. Hier wird das Geld in Steuern investiert ist in der Tat in der Bildung eingesetzt und die Kinder haben Zugang zur kostenlosen Qualität der Schule, die einen großen Vorteil in Bezug auf Brasilien ist, weil es in meinem Land keine qualitativ öffentlichen Schulen gibt. Wer in Brasilien eine gute Schulbildung für sein Kind möchte, kommt um eine Privatschule nicht herum. Das einzige, was mich hier am deutschen Bildungssystem wirklich aufregt, ist das Modell der weiterführenden Schulen, verteilt auf drei Arten: Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Brasilien folgt einer Lehrmethode, bei der alle Kinder das Recht haben, das Gymnasium zu besuchen. Man wiederholt das gleiche Schuljahr bis man bereit für den nächsten Schritt ist und letztendlich haben alle die Chance, die Prüfungen abzulegen und das Abitur zu machen. Brasilien hat zwar viele positive Eigenschaften in Bezug auf die kindliche Entwicklung, sei es das tropische Klima, eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, einem leichten und fröhlichen Leben, wo Kinder ohne den Druck von Haben und Sein, aber mit der Chance zu spielen und zu lernen aufwachsen können. Trotzdem: Immer wenn ich aus Brasilien nach Heilbronn zurückkehre, sehe ich, dass die Verhältnisse hier Lichtjahre entfernt von den brasilianischen ist. Ich bin gerade aus Brasilien zurückgekehrt und ich erinnerte mich, dass soziale Unterschiede dafür verantworlich sind, eine glückliche oder unglückliche Kindheit in Brasilien zu verleben. Während ich mit meinem kleinen Bruder glückliche Erlebnisse am Strand hatte, sahen wir auch direkt vor der Tür unseres Hauses Kinder, die in absoluter Armut leben mussten. Ein Junge im Alter von etwa sieben Jahren war auf der Suche nach Nahrung in Mülltonnen. Mein Herz war gebrochen und meine Nacht damals sehr unruhig. Nicht der Kuchen, den ich ihm gegeben habe, auch nicht das Geld, das ich ihm spendete, konnte ihm helfen. Meine Nächstenliebe hat sein trauriges Elend nicht gelöst. Mit dem Geld hat er vielleicht den Hunger gestillt oder sich vielleicht Drogen gekauft, um den Schmerz zu vergessen. So wachsen tausend kleine Kinder in Brasilien auf. Ohne Chance ein Bürger der Zukunft zu werden. Und warum? Wegen Korruption, wegen des mangelnden Interesses der Regierung, das Bildungssystem zu überarbeiten. Hier in Deutschland, wo Kinder eine Wiege der Poesie haben können, verstehen die Menschen die Ungeheuerlichkeit der Elternschaft nicht. Wacht auf Heilbronner und Heilbronnerinnen. Ruft die Störche und füllt diese alte Welt mit jungen Seelen. Denn hier ist ein toller Platz Kinder aufzuziehen.

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KLEINANZEIGEN

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AROUND THE WORLD MIT PATRICK ORTWEIN Z W I S C H E N H Ä N G E M AT T E N , W E L L E N G A N G U N D F I S C H FA N G TEXT: PATRICK ORTWEIN FOTOS: PATRICK ORTWEIN

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ARO UND THE WORLD: K APVERDEN Da baumelt ein Mann zwischen zwei Palmen in einer Hängematte. Ein schöner Anblick. Ein Anblick, der Urlaubsstimmung suggeriert. Ein angenehmer Anblick für all jene deren Neid noch nicht wie ein kräftiger Schluck saure Milch einen unweigerlichen Brechreiz hervorgerufen hat. Denn dieser Mann tut seit drei Monaten nichts anderes. Die Tatsache dass er sich inmitten einer westafrikanischen Grossstadt mit all den dazu gehörigen Unannehmlichkeiten befindet, scheint ihn nicht aus der Ruhe zu bringen. Da sind zwei Kinder die ihm versuchen ein paar Francs abzubetteln, eine Frau mit einem Korb voller Mangos und Bananen auf dem Kopf, die sie ihm unter akrobatischen Verrenkungen versucht darzubieten. Doch der Mann strahlt eine grössere Indolenz aus, als man erwarten könnte wenn man volltrunken das "Monument de la Renaissance Africaine" nach der politischen Lage im Land befragt. Jedoch nicht ganz so viel wie dieses wiederum repräsentiert. Er erweckt im Allgemeinen den Eindruck wenig Anteilnahme am Tagesgeschehen zu haben. Er scheint alles zu haben das er braucht und bewegt sich nur hin und wieder um eine Flasche Bier zum Mund zu führen, oder eine neue Zigarette anzuzünden. Nein, es handelt sich nicht um eine Geschichte über Sozialschmarotzer. Unser Exempel hier leistet zwar in der Tat keinen Beitrag zum Bruttonationaleinkommen, zieht allerdings auch keinerlei Vorteile aus einem Sozialsystem. Der Mann hat sich aus der Gesellschaft ausgeklinkt, vielleicht nie an ihr teilgenommen, und lebt autark. Oder wenn man so will - von der Hand in den Mund. Er ist ein Mann in seinen fünfzigern, vielleicht auch älter. Sein grauer Bart (alles andere als gepflegt) und seine braungebrannte, durch raues Seewetter stark in Mitleidenschaft gezogene Haut, lassen keinen eindeutigen Schluss zu. Was wir von ihm halten in189 teressiert ihn im Übrigen kaum. Seine Füsse berühren unseren Boden nicht. Er schwebt unter uns, ist da, und irgendwie auch nicht. Schliesslich liegt er ja in einer Hängematte. Während die Welt um ihn herum Kopf steht. Sich Problemen stellt, sie schafft, sie versucht wieder aus dem Weg zu räumen, um Platz für neue zu schaffen. Umherirrt, wer weiss wohin!? Nach etwas strebt - vielleicht nach Ruhe? In Abgasen erstickt, nach Luft ringt, weiter rennt und niemals stillsteht, um den Motor nicht abzuwürgen der die Welt antreibt. Die Geschäftigkeit. Ein Wort, das man nicht unbedingt mit unserem Mann in der Hängematte assoziiert. Denn er baumelt, lässt seine Seele baumeln. Möglicherweise ersucht er ein Gefühl in der Wiege der Hängematte, um dem nachzujagen, das ihm hier abhanden kommt. Hier, das heisst an Land. Er sucht das Gefühl, das ihm jenes verrostete, 40 Jahre alte Stück Metall suggeriert, auf dem sein Blick in stoischer Ruhe verweilt. Und dessen Anker sich im Hafen vor ihm, von Algen und Muscheln bedeckt, in den schlammigen Grund gebohrt hat. Seine Yacht. Sein Zuhause! Der Cocon aus dem er gekrochen kam, um mal wieder Landluft zu schnuppern, ein kühles Bier zu trinken, seine Vorräte an Zigaretten, Wasser und Lebensmittel aufzufüllen. Oder einfach nur um das Treiben der Menschen zu beobachten. Einen latenten Gegenpol zu ihrer Geschäftigkeit darzustellen. Stillschweigend. Aus der Hängematte hat schliesslich noch niemand protestiert. Möglicherweise wartet er auch nur auf besseren Wind, um die Stadt und die schwarze Wolke aus Abgasen und verbranntem Müll in die sie gehüllt ist, hinter sich zu lassen. Seine Segel zu setzen und endlich wieder diese frische Brise im Gesicht zu spüren, die ihm von fernen Orten zugetragen wird. Gleichsam ihn fernen Orten zuträgt. Genaugenommen wartet er nicht. Er verweilt. Wohl wissend dass er nicht gegen die Natur arbeiten kann. Dass er auf sie angewiesen ist, sie sich die

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AROUND THE WORLD: K APVERDEN Zeit unterwirft und dieser die Bedeutung draussen im offenen Meer, im Zusammenspiel zweier Elemente, abringt. Es ist schliesslich klar, dass es der Wind ist, der sein Zuhause über das Wasser gleiten lässt und unser Kapitän in der Hängematte nicht zu jenen gehört, die gleich von einem Motor Gebrauch machen wenn der Wind einmal aussetzt. Denn er hat keinen. Er kann sich keinen leisten, ist auf den Wind, ergo, auf die Natur, angewiesen. Ob sich das die Menschen in dieser Stadt der pervertierten Verhältnisse von Zeit und Natur, in der ersteres Mittel findet um sich zweites zu unterwerfen, wohl auch gelegentlich vor Augen halten? Dort, wo die Natur als Randerscheinung und die Zeit als omnipotent wahrgenommen wird. Ist auch dort bekannt dass der Mensch nach wie vor von der Natur abhängig sein kann? Nun, das bleibt letztlich jedem selbst überlassen. Es ist darüber hinaus gut möglich dass unser Seemann die Zeit nicht mehr als physikalische Grösse sieht wie es der westlichen Denke zu Eigen ist, und nicht mehr nach Minuten, Stunden, Tagen und Wochen unterscheidet. Sondern nunmehr einzig nach der Intensität des Meeres und dem Wandel von Tag und Nacht. Dem Moment an dem die Sonne sich aus der Symbiose löst, die sie zuvor mit dem Horizont einging und ein neuer Tag anbricht. Bis schliesslich wieder alles um ihn dunkel wird und die Wassermassen in ihrer Schwärze kaum vom Himmel unterscheidbar sind, er sich von seiner Umgebung in scheinbar endloser Dunkelheit eingeschlossen sieht. Ein Kreislauf der erst zu Ende geht, wenn Land in Sicht und der nächste Hafen angesteuert ist. Die Zeit dazwischen erscheint ihm so lange, wie die Wetterverhältnisse ihm das Leben schwer machen, oder Naturschauspiele es versüssen. Das Fahrtensegeln - triviale Begrifflichkeit, oder Lebensphilosophie? Der Begriff des Fahrtensegelns umfasst sowohl eintägige Segeltörns mit festem Start- und Zielhafen, als auch Weltumsegelungen von mehreren Jahren, sowie alles was zwischen diesen Extremen liegt und von nicht-kompetitivem Charakter ist. Was für die Einen Wochenend- oder Urlaubsbeschäftigung, also Entspannung vom Alltag bedeutet, ist für die anderen der Alltag. Die Yacht ihr Zuhause, das Navigieren ihr Beruf. Je nach Ausstattung der Yacht kann es entweder ein entspanntes Sonnenbad bedeuten, während der Autopilot das Steuer übernimmt, ein Radar auf etwaige Gefahren hinweist und der Kurs durch ein Computerprogramm berechnet, mit Hilfe von GPS geprüft wird. Oder der Skipper navigiert 24/7 mit einer alten Holzbarre, zieht zwischendurch ein Strich vom Meridian ausgehend auf der Karte um den Kurs im Verhältnis von derzeitigem Standpunkt zum Ziel zu berechnen. Springt dann wieder raus, lässt sich von einer Welle kräftig durchspülen, nimmt die Barre in die Hand und versucht völlig durchnässt den (hoffentlich richtig berechneten) Kurs Richtung Ziel, und sich an Bord, zu halten. Ein extremes Beispiel.

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Auch wenn der Luxus hinsichtlich der Ausstattung an Board der jeweiligen Yachten divergiert, die Motivation ist die Selbe. Das Meer ist das Selbe. Mit all seinen Reizen. Und Gefahren. Erstere Bootsbesitzer werden von den Vagabunden der Weltmeere mit minimalistischer Ausstattung gerne "Casino flottant" (schwimmende Spielbank) genannt. Von manchen low-budget Seglern, die sich ihre Nächte an Deck um die Ohren schlagen, wohl nicht gänzlich ohne Neid. Und doch muss der Kapitän eines besser ausgestatteten Schiffs ebenso vertraut sein mit dem Navigieren ohne technische Hilfsmittel. Was wenn alle Technik von einem Moment auf den anderen entfällt? Wenn kein System mehr vor Felsen warnt, die vor der Küste emporragen, an welchen das Boot wie ein Glas an der Wand zerschellt wenn es aufläuft. Den "sens-marin" kann man nicht erkaufen und das Meer gibt stets die Regeln vor. Die Verantwortung an Bord bleibt folglich, egal welche Ausstattung, die Selbe. Die Einen nehmen sie ernster, checken durch einen 360 Grad Rundumblick alle 15 Minuten ihre Umgebung nach anderen Schiffen. Andere, weniger gewissenhafte, tun dies ein letztes Mal um 22 Uhr, ehe sie das Steuer festbinden, sich einen kleinen Screwdriver gönnen und sich schlafen legen. In der Hoffnung nicht durch den Zusammenprall mit einem grösseren Schiff unsanft aus dem Traum (und letztlich aus der Koje) gerissen zu werden. Neben zahlreichen anderen, gibt es 5

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AROUND THE WORLD: K APVERDEN Hauptgefahren die in jedem Fall vermieden werden sollten: Die Küste, Feuer an Bord, fehlgeleitete Manöver, Kollision und letztlich Mann über Board. Eine der Gefahren, die am unscheinbarsten ist und dennoch des Öfteren im Tode endet. Beispielfälle zeugen teilweise von Fehlern, welchen vorgebeugt werden könnte. So ging vor Mallorca eine Frau über Bord, die sich zum Urinieren über die Reling hing und zu allem Übel noch alleine an Bord war. Sie wurde dank der Nähe zur Küste und viel Glück gefunden und gerettet. Man darf also darüber lachen. Neben diesen Gefahren gibt es noch zahlreiche andere Horrorszenarien, wie etwa ein Knock-out durch umschlagendes Hauptsegel (unweigerlich verbunden mit "Mann über Bord"), oder beim Ankerlass abgehackte Hände, was eher eine Seltenheit darstellt. Neben Einhaltung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen gilt es als Imperativ für die Crew den Lebensstil zu ökonomisieren. Wasservorräte, Benzin, Lebensmittel und Luxusgüter einzuschränken, die Natur dabei zum eigenen Vorteil zu nutzen. Da isst man bei einer mehrwöchigen Atlantiküberquerung schon mal den eigens geangelten Fisch Tag-ein, Tag-aus. Um, im schlimmsten Falle, immer genug Lebensmittel an Board zu haben. Zumindest bietet das Angeln eine gelungene Abwechslung für jene, denen der Anblick endloser Weiten, oder gewisser Crew-Mitglieder, nach einigen Tagen unerträglich wird. So schreibt das Meer Geschichten von Menschen die sich inmitten der Nacht, mitsamt der Vorräte, auf dem Rettungsboot davongemacht haben, weil sie die Ausweglosigkeit ihres Zustands nicht ertragen konnten. Wo flüchtet man hin mit einer Nussschale, mitten auf dem Atlantik? Jene die es versucht haben konnte man leider nie mehr dazu befragen. Es scheint manchen Menschen eine unerträgliche Leichtigkeit zu sein, in den endlosen Weiten des Meeres, sich und seinen Gedanken überlassen zu werden. Für all jene, die diesen Anblick nicht müde werden und sich auf dem Meer zuhause fühlen, ist die Lebensphilosophie des Segelns zur praktizierten Lebenskultur geworden. Bernhard, 62, aus der Schweiz und Erwan, 38 aus Frankreich, sind zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Und das nicht nur hinsichtlich ihrer Ausstattung an Bord. Doch haben sie eines gemein. Für beide ist das Segeln der Mittelpunkt ihres Lebens. Während Bernhard, ehemaliger Bankdirektor, das Paradebeispiel für einen "Aussteiger" darstellt, der seit nunmehr 3 Jahren den Atlantik und Mittelmeerraum besegelt und derzeit auf den Kapverden lebt, hatte Erwan nie wirklich Lust... sagen wir mal "einzusteigen". In der Bretagne mit dem Segeln groß geworden, lebte er in Afrika, Europa und der Karibik. Bese-

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AROUND THE WORLD: K APVERDEN gelte zum Arbeiten die besser bezahlten Inseln der Antillen, oder arbeitete gar segelnd als Navigator auf fremden Yachten. Seit über 15 Jahren besitzt Erwan sein eigenes Segelboot und lebte eher minimalistisch dort, wo er gemütlich den Anker fallen lassen konnte, seinen Fisch fangen und Zugang zu Wasser hatte. Jetzt wendet sich das Blatt. Erwan wird Vater, baut auf Santiago (eine von 9 bewohnten Inseln auf den Kapverden) ein Haus und sein Segelboot steht zum Verkauf. Bislang diente es ihm als Zuhause und schließlich als Einnahmequelle indem er Tagestörns mit Touristen machte. Während Bernhard sich sicher ist, er könne "niemals zurück in das alte Leben", gibt Erwan dieses Stück Freiheit, das sein bisheriges Leben bisher massgebend prägte, nun auf. Mit dem Vorhaben, vielmehr dem Versprechen an sich selbst, niemals dem Meer fern zu sein. Es bleibt dennoch die Überlegung, falls sein Boot nicht innerhalb der nächsten Monate verkauft wird, mitsamt seiner Familie nochmals den Atlantik zu überqueren und auf den Antillen zu arbeiten. Es ist selbstredend dass er diese Reise nicht nur auf sich nimmt, um ein Polster für die Zukunft zu schaffen. Mit Frau und Kind stellt die Atlantiküberquerung keine ungefährliche Herausforderung dar. Nicht gänzlich vorausschaubare Wetterverhältnisse und schlaflose Nächte an Deck (sein Boot gehört zu jenen spärlich ausgestatteten) während einer zwei- bis dreiwöchigen Reise. Das ist neben aller Freude am Segeln, keine spaßige Aussicht. Erwan formulierte es mit den Worten: "Tu vois, la voile, c´est un plaisir, mais souvent c´est la galère" ("weißt du, Segeln ist eine Freude, aber des öfteren kann es eine Schinderei sein"). In der Härte, so sagt man, spürt man das Leben am intensivsten. Ob beim Klettern, Surfen, Fallschirmspringen, oder anderen Sportarten für welche man sich in das Unbekannte, Wilde stürzt. Der Reiz liegt stets in der Erfahrung einer ungezähmten Natur. Bernhard gehört nicht zu jenen Seglern, die sich im Sturm am wohlsten fühlen. Dann wenn es gilt, auf eine 6 Meter hohe Welle zuzuhalten und im Angesicht der peitschenden Wassermassen Gott zu einer Schlägerei herauszufordern. Er geniesst sein Leben und die Natur, verdienterweise, in gemütlichem Stil und wird sich auf den Kapverden wohl ein wenig länger niederlassen (ein Phänomen das man auf dieser Insel des Öfteren antrifft). Ehe er aufbricht, um weiter die Weltmeere zu besegeln. Wohin? Das ist das schöne daran. Die Entscheidung hinsichtlich des Ziel und die Spontanität der Abreise, liegt ganz bei ihm. die Umsetzung indes, im Wohlwollen der Natur.

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F R O M N E W Y O R K T O H E I L B R O N X S H O OT I N G H O O P S Im Gre e n i c h Vi l l a g e g i b t e s e i n en ber ühmten Basketball-Platz. Seinen Namen, »T h e C a g e « , h a t d e r C o u r t we il er käfigar tig von einem Maschendra htzaun umg e b e n i s t . Im » C a g e « h a b e n auch schon NBA-Legenden wie »Dr.J« gespielt. De r » K ä f i g « h a t a u c h Au s t r a l i e r Thai Neave motiver t. Monate war er in NYC un t e r we g s u m » Ho o p s « z u f o t ografieren. So ist eine phantastische Fotoreihe ent s t a n d e n . Vo n d e r Bro n x n a c h Queens, von Harlem-Uptown bis ins tiefste Bro o k l y n w a r e r m i t d e r K a m e ra unter wegs. Der Traum des 30-jährigen: Eine Fot o a u s s t e l l u n g vo r d e m b e r ü h mten Madison Square Garden! Unser HANIXTe a m u m Ma v i n g a h a t Thai Neave exklusiv in NYC begeleiet.

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AUS DEM VIA ARCHIV pinnBoard VIA GRAFIK Im Rahmen der Ausstellung "Archicooking" in Breslau wurden wir im Jahr 2007 als eines der wenigen NichtArchitekten Kollektive unter vielen internationalen Büros gebeten, einen Beitrag zu konzipieren. Mein Kollege Lars Herzig hat es mit diesem Gartenhaus, das in Mitten der Einkaufsmeile Breslaus platziert worden war, auf die Spitze getrieben, wohin der kleinbürgerliche Traum vom eigenen kleinen Reich so führen kann. Vor Ort gebaut haben das Haus Studenten ganz nett! - auch mal leo Volland Leo Volland, Mitgründer von Via Grafik, ist in Heilbronn aufgewachsen ehe er nach dem Abi zum Malen, Studieren und Leben nach Wiesbaden gezogen ist.

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Gartenhaus, Breslau, 2007

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L E SERBRIEFE Liebe HANIX-Redaktion, gut hat sie mir gefallen, eure Fußballausgabe. Während der EM habe ich immer wieder reingeschaut Besonders gefreut hab ich mich über das Interview mit Maurizio Gaudino, dessen Spielerkarriere ich aufmerksam verfolgt hatte. Ganz gleich ob er in Deutschland, England oder Mexico gespielt hat. Macht weiter so. Ich bleibe euch gewogen KirK Gieselmann, mannheim Hallo ihr Fußballexperten! Ich spare mir jetzt die ganze Lobhudelei. Die bekommt ihr wahrscheinlich auch ohne mich zu genüge zu hören. Ihr macht da einen ganz feinen Job. Was mich viel mehr treibt, euch zu schreiben, ist das letzte Cover. Ich muss diese Diego-MaradonnaActionfigur haben. Wo bekomme ich sowas her? Wie teuer ist der Spaß? Und: gibt es auch die Zidane-headbutted-Materazzi-zu-Boden Szenerie als Actionfiguren-Doppelpack? B a st i a n s i e G m u n d, stuttGart Hallo HANIXE! Ich war bei eurer letzten Releaseveranstaltung bei Pfeffer am Markt. Zufällig bin ich über den Marktplatz gelaufen und habe eine Menschenmenge vor dem kleinen Lebensmittelladen gesehen und Livemusik vernommen. Also habe ich mich dazu gesellt und es nicht bereut. Viele nette Gespräche und am Ende sogar schottischen Square-Dance zu live gespielter Geigenmusik getanzt. Vielen Dank für den wunderbaren Abend. Vielleicht schneie ich bald wieder zufällig herein. F l i p Ko e s t e r , heilBronn Guten Tag! Ich habe mir "Ziemlich beste Freunde" im Open-Air-Kino angeschaut und bin durch euren Trailer, der vor dem Film ausgestrahlt wurde, auf euch aufmerksam geworden. Ich hatte noch nie etwas von euch gehört und war ziemlich überrascht, dass es so ein Magazin in Heilbronn gibt. Toll. Ich habe auch in ein paar ältere Ausgaben reingeblättert und bin wirklich angetan von eurer Arbeit. Aber so wie es mir ging, geht es sicherlich vielen. Deshalb ein kleiner Tipp, ohne neunmalklug wirken zu wollen: Ihr müsst mehr Werbung für euch machen! ronny daBrinGhausen, heilBronn

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IMP R E S S U M Verlag und Redaktion 74ELF Marcel Kantimm & Robert Mucha GbR Salzstraße 27 74076 Heilbronn info@hanix-magazin.de Herausgeber Marcel Kantimm, Robert Mucha Chefredakteur Robert Mucha (V.i.S.d.P.) Redaktionelle Mitarbeiter Rafaela Jeckle, Leo Volland, Peter Wanner (Stadtarchiv Heilbronn), Peter Gusdek, Christian Kieselmann, Parthena Iakovidou, Claudia Küpper, Monika Schiefer, Michael Müller, Patrick Ortwein, Erona, Raffaella, Saliha, Justin, Denis, Rojin, Rabia, Samema, Zeliha, Andrea, Savya, Eren, Colin, Revera, Mike, Naomi, Anna, Carmen, Amine, Max, Arhan, Korey E-Mail: redaktion@hanix-magazin.de Videoredaktion Philipp Kionka (Leitung), Robert Beutelsbacher, Sarah Fischer, Chris Rampmaier, Mavinga Petrasch (New York), Antonio Cuna, Isabelle Jakob Stefan Dittrich, Lisa Maria Klotz, Ben Sommerfeld, Nicolai Köppel Bildredaktion Mehmet Filiz, Ulla Kühnle, Patrick Labitzke Artdirektion Raimar Schurmann Grafik & Illustration Florian Geiger, Kathrin Leisterer, Via Grafik, Lisa Hofmann Audio Philipp Seitz (ANT Studio) IT-Support (Easy NetworX / www.easy-networx.de) PR & Netzwerk Philipp Kionka (KK Media / www.kk-media.de), Florian Hettenbach Technischer Ansprechpartner: info@kk-media.de Vermarktung & Sales HETTENBACH GMBH & CO KG WERBEAGENTUR GWA Werderstraße 134 74074 Heilbronn: Jessica Zippan Telefon: 07131 - 79 30 121 Fax: 07131 - 79 30 229 Mail: zippan@hettenbach.de www.hettenbach.de www.hanix-mediadaten.de Verlagskoordination & Administration Marcel Kantimm Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers bzw. der Redaktion wieder. Für die Richtigkeit von Angaben, Daten, Behauptungen etc. in den Beiträgen kann der Herausgeber bzw. die Redaktion keine Verantwortung übernehmen. Haftung für Links: Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer Homepage und machen uns diese Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf www.hanix-magazin.de angebrachten Links. Herausgeber und Redaktion übernehmen keinerlei Haftung für die hier angebotenen Informationen. FÜR UNTERWEGS HANIX gibts auch für iPhone oder iPad über die kostenlose "keosk"-App im Appstore.

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DER HISTORISCHE SCHUSS TEXT UND FOTO: STADTARCHIV HEILBRONN Ein frühes Kinderbild aus den Beständen des Heilbronner Stadtarchivs zeigt den Maler Walter Maisak, der 1912 in Böckingen geboren wurde. Maisak studierte an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste und hielt in seinen Gemälden auch zeitgeschichtliche Ereignisse fest.  Ein Beispiel dafür wird ebenso in der neuen Ausstellung "Heilbronn historisch!" zu sehen sein wie weitere Kinderbilder aus der Frühzeit der Fotografie. Ein ausführliches Lebensbild von Walter Maisak findet sich in den "Heilbronner Köpfen" (Band 6).  Der Text und das Bild wurden vom Stadtarchiv Heilbronn zur Verfügung gestellt. Weitere Einblicke in die Geschichte der Stadt gibt es auf www. stadtarchiv-heilbronn.de und im neuen Haus der Stadtgeschichte, das am 28. Juli 2012 eröffnet wird. 

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Kinderbild; um 1914

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V E R A N S TA LT U N G E N IM AUGUST Juli Haus der Stadtgeschichte "Heilbronn historisch!" In der neuen Dauerausstellung "Heilbronn historisch! Menschen, Plätze, Geschichten" im neu eröffneten Haus der Stadtgeschichte (Eichgasse 1, Deutschhof ) bekommen Interessierte allen Alters ab sofort Einblicke, wie die Großstadt am Neckar zu dem wurde, was sie heute ist. Multimediale Ausstellungseinheiten zeichnen dabei die wichtigsten historischen Ereignisse nach - vom Frühmittelalter über die Industrialisierung bis zur Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg und ihrem Wiederaufbau. Originalexponate aus den verschiedenen Jahrhunderten, Film-, Bild- und Tondokumente lassen die Epochen lebendig werden. Für Kinder gibt es eigene Elemente mit spielerischem Zugang. Ausstellungslotsen als Ansprechpartner sowie Führungen - auch zu Einzelthemen - machen mit der Ausstellung vertraut. Öffnungszeiten: Täglich außer Montag, 10.00 bis 17.00 Uhr, Dienstag bis 19.00 Uhr. Eintritt: kostenfrei. Das Werk von OTTO MUELLER, einem der bedeutendsten Vertreter des Expressionismus und Mitglied der "Künstlergruppe Brücke", ist erstmals im Südwesten Deutschlands zu sehen. Mehr als 120 Arbeiten aus den Jahren 1902-1929 zeigt die KUNSTHALLE VOGELMANN vom 21. Juli bis 28. Oktober 2012 in Heilbronn, darunter Gouachen, Aquarelle, Pastelle, Zeichnungen, Lithographien, Holzschnitte sowie ausgewählte Gemälde aus öffentlichem und privatem Besitz. Eintritt 6 EUR August Café Daneben / Complex 23 Stefan Diettrich - Konzert (ernst) Oktober Kunsthalle Vogelmann OTTO MUELLER - Wegbereiter und Mitglied der "Künstlergruppe Brücke" 202 Stefan Dittrich erzählt Lieder und singt Geschichten über die Liebe, über Hofnarren und Dromedare! Er ergießt sich, öffnet und schließt sich! Und das alles auf einer Bühne! Erscheine zahlreich und bringe deine internetsüchtigen Freunde mit! Jippiiieee! Start: 21.00 Uhr - Eintritt: 4 EUR!

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VER ANSTALTUNGEN: AUGUST bis 5. August Genossenschasftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg "Open-Air-Kino" In einer Leserumfrage wurde das Open-Air-Kino-Heilbronn im September 2010 auf den ersten Platz in der Kategorie Kunst- und Kulturevents gewählt. In diesem Jahr findet das bereits 11. Open- Air- Kino- Heilbronn von Freitag, 20.Juli 2012, bis Sonntag, 5.August 2012, statt. Die 17 Nächte stehen wie immer unter dem Motto "sehen hören erleben". Präsentiert werden Kino-Highlights der vergangenen Monate, musikalische und tänzerische Einlagen und Gaumenschmaus in stilvoller Atmosphäre im Innenhof der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg. Täglich ab 19.30 Uhr geöffnet. Filmstart 21.45 Uhr - Eintritt 7 EUR - 8,50 EUR 4. August 5. August Neckarlust "Titten, Techno und Trompeten - Der letzte Akt!" Mobilat "Strictly Rub a Dubwars Weekender" "Brutal war's! - Völlig abgespaced! - Ich war schweißgebadet! - Fuck, war das geil! - Puhh, erstmal chillen jetzt! - Heute geht nichts mehr! - Alter!" so lässt sich vermutlich am besten der Zustand nach einer der mittlerweile 16 Partys unter dem Motto TTT beschreiben. An dieser Stelle nochmal ein fettes Dankeschön an alle, die uns bis zum Schluss mit voller Leidenschaft begleitet und unterstützt haben! Wer sich jetzt wundert, dass die letzte TTT nicht schon im März statt gefunden hat, liegt nicht ganz falsch. So war es ursprünglich geplant und daran wollten sich auch alle halten. Doch da der Abriss der Neckarlust jetzt offiziell im August stattfindet, fühlen sich die Macher verpflichtet, der Neckarlust nochmal einen gewaltigen Rave zu bescheren. Grund genug, um hierfür nochmal Spencer Parker einzuladen. Musikalisch leistete der London Underground Star bereits grandiose Beiträge auf Labels wie Rekids, Tsuba, Saved oder auf Josh Winks Aushängeschild Ovum. Und wer schon im März mit uns feierte, weiß ja was ihn erwartet! Support bekommt er drinnen von Frank Nova, Michael Mutterkorn und Caillou. Auf ein allerletztes! ... Versprochen! Einlass: 23.00 Uhr Direkt vor der wohlverdienten Sommerpause präsentieren wir Euch mit dem STRICTLY RUB A DUBWARS WEEKENDER noch ein absolutes Highlight und ein ganzes Wochenende voller Summerfeelings und dem feinsten aus der großen weiten Welt der Dubwize Music. Damit auch wirklich alle auf Ihre Kosten kommen wurde sich bemüht, das Line Up so vielseitig wie nur möglich zu gestalten. Doch alle Acts versprechen eines: STRICTLY RUB A DUB STYLES! Aus dem fernen Toronto / Kanada reist Mr. MARCUS VISIONARY an, seines Zeichens Part der infamous "Digital Soundboy" Familie um Shy Fx und Konsorten. Der Mann tourt seit über zwei Dekaden durch die ganze Welt und repräsentiert wie kaum ein anderer den Reggae Jungle und Dubstep Sound. Einmal mehr wird ein absoluter Weltstar in Sachen Bassmusik präsentiert. Aus Deutschlands Dancehall Capitol Stuttgart kommen die Jungs von Reggae Bash Intl. Bereits seit 2009 mischen sie die hiesige Szene auf und sind u.a. verantwortlich für die erfolgreiche Eventreihe WUK&WILD. Ein weiteres Schmankerl wird der Live Auftritt des Duos P&P SOUND FOUNDATION werden. Mit diversen Effekgeräten bestückt werden Euch die beiden Ihre Definition

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VER ANSTALTUNGEN: AUGUST einer Live Dub Session präsentieren. Eines darf natürlich auf einem Event wie diesem nicht fehlen, und zwar das DUBWARS SOUNDSYSTEM (aka Ridick, Redrum & MC Remedy). Der offizielle Anlass zur Gründung war wohl der Auftritt beim letztjährigen Summer Jam Festival in Köln. Und so reist das Trio seitdem quer durch die Republik und versorgt die Meute mit Ihrer Definition von Dubwize Musik. Ebenfalls aus Stuttgart beehren uns JAY VEE & PIWI, die bereits seit über zehn Jahren in der Kesselstadt hinter den Decks stehen. Mit LUCKY BREAK betreiben die beiden ein über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Label für Breakbeats und so kam Ihnen schon die Ehre zu teil, von der englischen Radio-Legende Annie Nightingale von BBC Radio 1 für einen Mix in Ihre Sendung eingeladen zu werden. Heute werden auch Sie ein Set in Sachen Dubwize Music zum Besten geben. Auch für die Roots Reggae & Dub Heads wird bestens gesorgt sein den darum werden sich in gewohnt gekonnter Manier CONSCIOUS HIFI kümmern. Wer die Crew schon erlebt hat weiß, das Reggae & Dub Musik nicht nur gespielt sondern zelebriert und gelebt werden! Es erwartet Euch ein Wochenende vollgepackt mit dem besten aus Reggae, Dub, Dancehall, Dubstep & Drum'n'Bass und vielen kleinen Specials, das ganze an zwei Tagen, in zwei Städten und in zwei Clubs! Free your Mind, Dubwars is coming to town! Einlass 21.30 Uhr - Eintritt 6 EUR  März überzeugt. Sein einzigartiger Sound aus straffem Techno und treibenden Tech House Beats sind die perfekten Zutaten für eine lange Nacht. Mit 4 Decks und diversen Live-Elementen, die er verwendet, ist es nur noch schwer einen Track vom anderen getrennt zu erkennen. So wie jedes DJ-Set von Robin zu einem neuem Abenteuer gerät, endet das Treiben auf jeder Tanzfläche in treibendem Trance. Seit drei Jahren ist er Resident und Mitveranstalter von Partyersatzamt, und heute freuen wir uns in Heilbronn auf ihn, Matthias Engelmann und Jano Phil & Maso für eine schöne Brise Drum 'n' Bass... Einlass: 23 Uhr August Ottilienberg/Eppingen "Ottilienberg Festival" Auch in diesem Jahr findet auf dem Ottilienberg in Eppingen ein vielleicht kleines, sicher aber feines Fest statt. Beginnen wird der musikalische Event gegen 15 Uhr, das Ende liegt in den Händen der Besucher- geplant ist auf jeden Fall Musik bis zum Morgengrauen. Tollschock, Zombeatz, Riddim Rollaz, Winklerwho, Sibel u.v.m. werden wie im letzten Jahr auf zwei Flors die Szene der alternativen Musik mit Tönen und Klängen beglücken. Getränke aller Art liefert das kleine, sicher aber feine Data. Außerdem wird gezündelt! Totes Tier oder auch eiweißfreie Kost sollte jeder, klassisch schwäbisch, selbst mitbringen. Eingeladen sind alle Heilbronner und Nicht-Heilbronner, die sich zu den Tag- und Nachtschwärmern zählen und die sich freuen tanzend den Sommer zu genießen. Weitere Informationen wie eine genaue Wegbeschreibung zum idyllischen Berg samt Burgruine entnehmt ihr den bald ausliegenden Flyern. Diese findet man in den berühmtberüchtigten "Schuppen" wie z.B. dem Data oder im Complex 23. Oder natürlich, man muss ja jede Welle mitnehmen, auf Facebook. Start gegen 15 Uhr - Eintritt frei August 15. August Bukowski "GROOVE ON: ROBIN RAUBVOGEL" Kaffeehaus Hagen "Liebe verhasste Mama" Robin Raubvogel aus der Booking-Schmiede um Mousse T, Peppermint Jam, hat uns bei seiner Buko-Premiere im Sheldon Levine hat sich von seiner Mutter losgesagt, weil

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VER ANSTALTUNGEN: AUGUST er ihr die Schuld am Scheitern seiner Ehe gibt, und ist nach Kalifornien verschwunden. Doch vor der Mutterliebe gibt es kein Entrinnen: Hartnäckig verfolgt die Witwe ihren Sohn mit Briefen, bis ihre Korrespondenz zu einem Dialog der Abrechnung wird. Doch als Sheldon wochenlang nichts mehr von seiner Mutter hört, beginnt er sich Sorgen zu machen. Dass sie ihn endlich loslassen und ihren Guru heiraten will, ist wiederum ihm nicht geheuer. Sheldon droht heimzukommen, das Spiel beginnt neu mit getauschten Rollen... Mrs. Sheldon wandelt sich von der braven Hausfrau zur Köchin im tibetanischen Kloster, bis sie schließlich ihre eigene TV-Show hat und ihr Tanzlehrer bei ihr einzieht - nur Sheldon, kommt nicht voran, bis er nach einem Nervenzusammenbruch endlich seine wahre Berufung findet und Psychotherapeut wird. Zuletzt liegt Mrs. Levine bei ihrem Sohn auf der Couch... "Liebe verhasste Mama" ist eine herrlich überdrehte Mutter-SohnGroteske: sehr amerikanisch, sehr bissig und vor allem sehr komisch! Beginn: 20.45 Uhr - Eintritt 15 EUR onalen Künstlern die Möglichkeit gegeben werden, sich gemeinsam mit anderen überregionalen und internationalen Künstlern zu präsentieren. Dadurch soll die Eingebundenheit der regionalen Szene in ein großes Ganzes dargestellt werden. So gibt es auch in diesem Jahr wieder einen bunten Strauß an Musik aus der Region und darüber hinaus auf die Ohren. Wir empfehlen: Hingehen! Einlass: Freitag ab 16 Uhr, Samstag ab 12 Uhr Brunch mit Künstlern, ab 17 Uhr Musik - Eintritt: Kostenlos 24.August Mobilat "Ein Kuchen für Liebhaber akustischer Klangnaschwerke" Mit dem Ziel, der Welt die lokale elektronische Musikszene vorzustellen, veröffentlicht das Dresdner Netlabel Phonocake seit neun Jahren digitale Musikdateien von Musikern aus Dresden und Umgebung sowie von Freunden rund um den Globus. Am 24.8.2012 kann jeder der Interesse an facettenreicher, elektronischer Musik hat am Kuchen naschen und sich mit wohltuend bis aufreibendem Soundzuckerzeug den Bauch vollschlagen. Für die visuelle Abrundung des Festmahls zeichnet sich Carlsson verantwortlich, der sich im Reich der abstrakten MotionGraphics pudelwohl fühlt und dabei gerne die Grenzen zwischen Zwei- und Dreidimensionalität verschwimmen lässt. Haute Cuisine der Videoprojektion sozusagen. Einlass 21.30 Uhr - Kulturbeitrag 5 EUR August Pfühlpark "Bat Night - Nacht der Fledermäuse" - Abendführung des NABU Heilbronn für kleine 17. 18. August Nachtschwärmer Bad Rappenau "31. Römersee Open Air" Im Jahr 2000 wurde der Römersee Kulturverein e.V. in Bad Rappenau von einer Gruppe Jugendlicher gegründet, um das seit vielen Jahren stattfindende Römersee Open Air vor dem Aussterben zu bewahren. Derzeit engagieren sich etwa 15 junge Menschen ehrenamtlich an der Planung und Durchführung des Festivals. Ziel ist es jedes Jahr das Römersee Open Air in Bad Rappenau auf die Beine zu stellen. Auf dem Römersee Open Air soll regi- Wenn es dämmert, spüren wir mit unseren Bat-Detektoren die kleinen Kobolde der Nacht auf, um sie dann bei ihrer rasanten Jagd zu beobachten. Bevor es aber soweit ist, erhält man viele Informationen zum Thema Fledermaus und es ist für reichlich Spiel und Spaß gesorgt (z.B. Motte Motte, Gummibärchenspiel). Führung mit Dipl.-Biologe Alexander Habermeier für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren.  Beginn 19.30 Uhr

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D I E N Ä C H ST E AU SGA B E H A N I X E R SC H E I N T A M 3 1 . AU G U ST