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Nº27 APRIL 2014 St u d i e r e n IM GESPRÄCH: EX-PROFI ANKE HUBER IST SPORTLICHE LEITERIN DES PORSCHE TENNIS GRAND PRIX IN STUTTGART. WIR TRAFEN DIE EHEMALIGE NUMMER 4 DER WELT, UND SPRACHEN ÜBER EXTRAVAGANTES INTERIEUR IHRES ERSTEN PORSCHE, DIE LUSTLOSIGKEIT INTERVIEWS ZU GEBEN UND WIE SIE DIE AKTUELLEN SPIELERINNEN DOCH DAZU ÜBERREDET. AU SSE R D E M: WHO THE FUCK SIND »WHO THE FUCK«?, STREETPHOTOGRAPHY AUS NEW YORK, EINE STEILGEHENDE HEILBRONNER FACEBOOK-GRUPPE, GLOCKENGIESSEN, EIN BRIEF AN DIE HEIMAT AUS AUSTRALIEN, EINE HEILBRONNER ABITURKLASSE VON 1922 UND VIELEM MEHR …

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N º4 DAS UNTERLAND AUS DER VOGELPERSPEKTIVE: EIN RUNDFLUG ÜBER UNSERE HEIMAT Nº2 O KT 2 011 DEZ 2011 / JAN 2012 Nº5 FEB 2012 N º1 SEP 2 0 11 HEILBRONNER ANSICHTEN: EIN FOTOGRAFISCHER STREIFZUG IM GESPRÄCH: REINHOLD GALL INNENMINISTER VON BADEN-WÜRTTEMBERG DER KÜHLSCHRANK VON...: FALKEN-KAPITÄN LUIGI CALCE DAS LÄNGSTE INTERVIEW HEILBRONNS: OLIVER MARIA SCHMITT, AUTOR DES »BESTEN ROMANS ALLER ZEITEN«, ÜBER HEILBRONN UND MEHR tei l t, e i l t , N º3 NOV 2011 IM GESPRÄCH: HEILBRONNS OBERBÜRGERMEISTER HELMUT HIMMELSBACH IM GROSSEN INTERVIEW URBAN-ART: DER NECKARSULMER MARC C. WOEHR SORGT MIT SEINER URBANEN KUNST FÜR AUFMERKSAMKEIT DER KÜHLSCHRANK VON...: PATRICIA MAYER UND DEM INSEL HOTEL IM GESPRÄCH: DIE BEATSTEAKS VOR IHREM KONZERT IN HEILBRONN VOLKSABSTIMMUNG ZU STUTTGART 21: REINHOLD GALL BEANTWORTET DIE WICHTIGSTEN FRAGEN WELTREISE: ZWEI HEILBRONNER WOLLEN OHNE FLUGZEUG UM DIE WELT SKULPTUREN-IKONE: FRANZ ERHARD WALTHER ÜBER SEINE AUSSTELLUNG IN DER KUNSTHALLE VOGELMANN EXKLUSIV IM INTERVIEW: 1899 HOFFENHEIM-COACH HOLGER STANISLAWSKI ÜBER BADISCHEN DIALEKT UND KÜHE MELKEN. GEFÄHRLICHER EINSATZ: DER HEILBRONNER MATTHIAS MARQUART HAT IN AFGHANISTAN EIN DURCH UND DURCH KORRUPTES LAND VORGEFUNDEN. FASCHING! FASCHING! FASCHING!: DIE NARREN SIND WIEDER LOS. weilt, B I L D U N G ENERGIE BIKEPOLO IM OLGA-COURT: EIN ACTIONVIDEO ÜBER EINE SPORTART, DIE IN HEILBRONN IM KOMMEN IST heilt. Z E I T A RM U T REBELLION Nº1 Nº 6 MRZ 2012 Nº2 Nº 7 APR 2012 Nº3 Nº4 INTERVIEW DES MONATS: DER SCHWÄBISCHE KABARETTIST CHRSITOPH SONNTAG FÜLLT INZWISCHEN DIE PORSCHE-ARENA. EIN GESPRÄCH ÜBER ALTE UND NEUE ZEITEN. KULTURBEUTEL: POETRY SLAM IN HEILBRONN. WIR TRAFEN UNTER ANDEREM DEN DEUTSCHSPRACHIGEN MEISTER IM CAFÉ WILHELM. Nº4 Nº 9 INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT STEFFEN MÖLLER. ER IST IN POLEN EIN STAR. WIR SPRACHEN VOR DER EM MIT DEM MULTITALENT ÜBER TIPPS FÜR POLENREISENDE UND PILZESAMMELN. MUSIKKOFFER: BARONS UP! FELIX VON RACKNITZ VERANSTALTET IM SCHLOSS HEINSHEIM ANSPRUCHSVOLLE KONZERTE UND STEHT IN JAGSTHAUSEN BEI DEN BURGFESTSPIELEN AUF DER BÜHNE. JUNI / JULI 2012 Nº5 Nº1 0 AUG 2012 Nº8 MAI 2012 AUSBILDUNG IM UNTERLAND: EIN BESUCH BEI GETRAG, DEN GETRIEBE- UND ZAHNRADEXPERTEN AUS UNTERGRUPPENBACH Gesundheit INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT HERBERT FEUERSTEIN, DEM EHEMALIGEN SIDEKICK VON HARALD SCHMIDT MUSIKKOFFER: EIN GESPRÄCH MIT Ö(ZKAN) ÜBER TÜRKISCHE FOLKLORE, HIP-HOP & ROCKMUSIK HÄLDENRENNEN BEI BRETZFELD: DIE OFFIZIELLE SKATEBOARD-DOWNHILLMEISTERSCHAFT IN EINDRUCKSVOLLEN FOTOGRAFIEN INTERVIEW DES MONATS: MUSEUMSDIREKTOR DR. MARC GUNDEL IM GESPRÄCH BRIEF AN DIE HEIMAT: AUSWANDERER MICHAEL MÜLLER KEHRT AUS SÜDAFRIKA IN DIE LÖWENSTEINER BERGE ZURÜCK HIER SIND DIE INTERVIEW DES MONATS: IM GESPRÄCH MIT DEN BULLINGS, DEN MACHERN DES ALTEN THEATERS MAROKKO – GLOBETROTTER PATRICK ORTWEIN WEISS JETZT: MAN WEISS NIE WORAUF MAN SICH EINLÄSST AUSSTELLUNG IN DER ZIGARRE: ARTBASEL HEAR ME RIGHT HERE – MIT MALEREI, TAGS, GRAFFITI, ZEICHNUNGEN UND PERFORMANCE* FUSSBALL: EIN GESPRÄCH ZUR FUSIONSIDEE IM HEILBRONNER FUSSBALL – MIT HARRY MERGEL, GERD KEMPF & WERNER MENOLD ä nd e uslä KUNSTREGION: VESPA-KULT IN SINSHEIM. ZUM 66. GEBURTSTAG DES SCHICKEN ITALIENERS WIDMET DAS TECHNIKMUSEUM SINSHEIM DEM ROLLER EINE SONDERAUSSTELLUNG. HIER GEHT‘S ZUM QUIZ! FUSSBALL MACHER IM UNTERLAND: MARIJO MARIC WIRD NICHT NUR TRAINER DES NEUGEGRÜNDETEN FC UNION HEILBRONN. ER BETREIBT AUCH EINE FUSSBALLSCHULE. KINDER Nº6 Nº11 SEP 2012 Nº7 Nº 1 2 OKT 2012 Nº8 Nº13 NOV 2012 Nº9 N º1 4 DEZ 2012 / JAN 2013 Nº10 Nº15 FEB 2013 KULTURBEUTEL: EIN SNEAKER-FACHGEPLÄNKEL MIT MÄNNERN, DIE MEHR SCHUHE ALS IHRE FRAUEN BESITZEN. KULTURBEUTEL: POETRY SLAM IN HEILBRONN. WIR TRAFEN UNTER ANDEREM DEN DEUTSCHSPRACHIGEN MEISTER IM CAFÉ WILHELM. KUNSTREGION: VESPA-KULT IN SINSHEIM. ZUM 66. GEBURTSTAG DES SCHICKEN ITALIENERS WIDMET DAS ECHNIKMUSEUM SINSHEIM EM ROLLER EINE SONDERAUSSTELLUNG. INTERVIEW DES MONATS: THOMAS STROBL ÜBER SEINEN SCHWIEGERVATER, JUNGSOZIALISTEN UND ELEKTROBEATS KUNSTREGION: DAS »FALSCHE HASENMAHL« & DIE »TO BE SUPPOSED TO DO SOMETHING«-AUSSTELLUNG IM FOTOGRAFISCHEN RÜCKBLICK IM GESPRÄCH: OTTFRIED FISCHER DER PRACHTBAYER ERZÄHLT DEN UNTERSCHIED ZWISCHEN FANS DES FC BAYERN UND 1860 MÜNCHEN UND ERKLÄRT WIESO BAD TÖLZ NICHT ZU ÖSTERREICH GEHÖRT, WIE ES HEC-FANS IMMER MEINEN EIN BRIEF AN DIE HEIMAT AUS COSTA RICA SEGELFLIEGEN IN DER REGION IM GESPRÄCH: ULRICH KIENZLE DER JOURNALIST A. D. ÜBER SEIN INTERVIEW MIT SADDAM HUSSEIN UND DIE GEMEINSAMKEITEN VON SCHWABEN UND ARABERN STUTTGART STAMMHEIM: EINE FOTOSTRECKE HINTER GITTERN HEILBRONNS THEATERINTENDANT AXEL VORNAM KENNT SEIN ERFOLGSGEHEIMNIS NICHT IM GESPRÄCH: TED BAUER DER HEILBRONNER VERTRITT JAMES GILL, EINEN DER GRÖSSTEN POP-ART-KÜNSTLER UNSERER ZEIT AU S „ F O R E V E R YO U N G “ A L P H AV I L L E RIDERS ON THE STORM: DJ ASHLEY AAMES VERANSTALTET DIE BESTEN DRUM´N´BASS-PARTYS DER STADT WIRTSCH A FT PIERRE GATTINGER ERZÄHLT DIE GESCHICHTE DES MOBILAT-CLUB ESS EN & T R INKEN WELTREISE: ZWEI HEILBRONNER WOLLEN OHNE FLUGZEUG UM DIE WELT SC H A F F E , SC H A F F E H Ä U S L E BAU E ! JUG E N D BABEL WORLD: DER CHINESE DU ZEHNJUN STELLT BABELARTIGE STADTLANDSCHAFTEN IM ZKM-KARLSRUHE AUS Nº11 Nº16 MÄRZ 2013 Nº12 N º1 7 APRIL 2013 Nº13 Nº18 MAI 2013 Nº14 N º1 9 JUNI / JULI 2013 Nº15 Nº20 AUG 2013 IM GESPRÄCH: POLIZEICHEF ROLAND EISELE ÜBER DEN POLIZISTENMORD VOM APRIL 2007 UND DEN NAHENDEN NSU-PROZESS IM GESPRÄCH: POLIZEICHEF ROLAND EISELE ÜBER DEN POLIZISTENMORD VOM APRIL 2007 UND DEN NAHENDEN NSU-PROZESS BRIEF AN DIE HEIMAT: ÜBER DAS ARBEITEN FÜR DIE KANADISCHE ÖLINDUSTRIE BEI -40 GRAD IM GESPRÄCH: HEC-KAPITÄN LUIGI CALCE ÜBER SEINE DEUTSCHLAND-TOUR, ERNST RUPP UND VERLETZUNGEN MUSIKKOFFER: YEN STEHEN VOR DEM DURCHBRUCH - EIN BAND-PORTRAIT IM GESPRÄCH: SCHAUSPIELERIN ALEXANDRA KAMP ÜBER BEKNACKTE SONGTEXTE, OHRWÜRMER UND BERLIN KUNSTREGION: WUNDERBARE SCHWARZWEISS FOTOGRAFIEN VON ROBERT HÄUSSER BRIEF AN DIE HEIMAT: ÜBER DAS ARBEITEN FÜR DIE KANADISCHE ÖLINDUSTRIE BEI -40 GRAD KUNSTREGION: DESIGN IKONEN I M GE SPR ÄCH: STEFAN KUNTZ ÜBER DAS DFB-POKALSPIEL DES 1. FC KAISERSLAUTERN GEGEN NECKARSULM KU N ST R E GI ON : STREET ART AUS BERLIN UND SHAOLIN MÖNCHE H A N DA R B EI T AROUND THE WORLD: DER HEILBRONNER PATRICK ORTWEIN BLICKT AUF ÜBER EIN JAHR WELTREISE ZURÜCK WO H L F Ü H L E N HERRENWAHL: NICOLAI KÖPPEL ERINNERT SICH AN SEINE ERSTEN TANZSCHRITTE ZURÜCK 9. MAI HANIX PRÄSENTIIERT »MASHED POTATOES« IM MOBILAT: LIVEBANDS, LESUNG & DJ MIT KAÉLA, WUNDERBARE KATZE, NICOLAI KÖPPEL & ASHLEY AAMES KULTURBEUTEL: POETRY SLAM IN HEILBRONN. WIR TRAFEN UNTER ANDEREM DEN DEUTSCHSPRACHIGEN MEISTER IM CAFÉ WILHELM. AUTO Nº19 N º 24 DEZ 2013 N E C K A R N E CK AR : MIT TEXTEN VON MARK TWAIN UND HANS CHRISTIAN ANDERSEN Nº16 Nº17 Nº18 Nº2 3 NOV 2013 Nº20 I M G E S P R Ä C H: TOMISLAV MARIC ÜBER SEIN CO-TRAINER DASEIN BEIM VFB STUTTGART, DEN UNSINN IM FUSSBALL ZU PLANEN UND BERUFSVERKEHR AUF DER A81 KU N ST R E G I O N : HEILBRONNER MUSEEN IM ZEICHEN DES TURMES + aktuelle Informationen zum Kometen Ison I M G E SP R Ä C H : EX-GREENPEACE-CHEF GERD LEIPOLD UND SCHAUSPIELR WALTER SITTLER ÜBER IHR BUCH "ZEIT, SICH EINZUMISCHEN" M E I N E P L ATTE N K I STE : SARAH HORNSBY MAG ES ROCKIG, FOLKIG UND MELANCHOLISCH B R I E F A N D I E H E I M AT: DIESMAL AUS KOPENHAGEN HIMMEL FOTOST R E C K E : CANCUN MEXICO - AM RANDE DES TOURISMUS Nº21 Nº22 Nº23 Nº24 Nº25

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Nº26 MÄRZ 2014 IM G ESPRÄCH: TV-MODERATORIN UND AUTORIN KATRIN BAUERFEIND ÜBER ZEUGEN JEHOVAS, SCHWÄBISCHE LIEBLINGSWÖRTER UND RAUCHERCAFÉS IN HEILBRONN S TA D T O B E R H A U P T KULTURB EUTEL: RALPH UND ALEXANDRA MUNZ ÜBER DIE BEVORSTEHENDE SCHLIESSUNG DES HIP ISLAND, STECKER ZIEHENDE BÜRGERMEISTER UND IHRE STRANDBAR ALS WAHLKAMPFTHEMA MUSIKKOF F ER : ROCKSTAR UND FUSSBALLFAN THEES UHLMANN ÜBER SEINE LIEBE ZU ST. PAULI, EINEN GUTEN RUF IN SCHLECHTEN KREISEN UND OMAS AN DER SUPERMARKTKASSE Nº26

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Watch out! HANIX gibts jetzt auf Papier! Ab dem 7. April 2014 Das HANIX-»Best-of«-Magazin mit dem Besten der Ausgaben 1 bis 25 Gedruckt in einem Etablissement in deiner Nähe! Oder einfach bestellen unter: info@hanix-magazin.de

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E D I TO R I A L »Alle Regeln, die man dem Studierenden vorschreiben könnte, fassen sich in der einen zusammen: Lerne nur, um selbst zu schaffen.« (Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, deutscher Philosoph) Liebe Leserinnen, liebe Leser, Heilbronn mausert sich zur Wissensstadt. Immer mehr Studenten von Nah und Fern werden durch die attraktiven Lehrangebote, die von den hiesigen Hochschulen angeboten werden, angezogen. In den kommenden Jahren werden weitere hinzukommen. Grund genug für uns den Themenschwerpunkt dieser Ausgabe dem Studieren zu widmen. Eine Frau, die für die rasante Entwicklung des Hochschulstandortes Heilbronn federführend mitverantwortlich ist, ist Nicole Graf, die Leiterin der DHBW in Heilbronn. Wir trafen die Wirtschaftswissenschaftlerin am Bildungscampus für ein ausführliches Interview. Seit Anfang des Jahres besteht eine Kooperation der Hochschule Heilbronn mit dem Villa College auf den Malediven. Ohne Professor Doktor Christian Buer, dem Leiter des Studienganges Tourismuswirtschaft, wäre diese Zusammenarbeit nicht zustande gekommen. Dank ihm dürfen bald einige Heilbronner Studenten ihr Auslands- oder Praxissemester an paradiesischen Traumstränden absolvieren. Prof. Dr. Buer erzählte uns, wie die Kooperation zustande kam. Wir haben neben dem Lehrpersonal natürlich auch Studenten getroffen. Zum Beispiel Christian Gerber, der Sport- und Dienstleistungsmanagement an der DHBW studiert. Er zeigte uns seine Lieblingsplätze an der Uni und in der Stadt. Reporterin Maria Sanders traf drei Studenten in der Heilbronner Innenstadt und ließ diese, entsprechend deren Studiengängen, die Heilbronner City und deren Angebote testen. Fotograf Mehmet Filiz lichtete nicht nur Nicole Graf und Christian Gerber ab, sondern verbrachte auch einen Tag auf dem Bildungscampus, um eine architektonische Fotostrecke zu produzieren. Diese und weitere Geschichten rund um das Thema Studieren sind ab Seite 82 nachzulesen. Für das Interview des Monats trafen wir die ehemalige Weltranglisten Vierte im Tennis, Anke Huber. Inzwischen ist Huber zweifache Mutter und kümmert sich hauptsächlich um ihre Familie. Ganz vom Tennis ist sie aber nicht losgekommen. Sie fungiert seit 2002 als sportliche Leiterin des Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart. Ab dem 17. April spielen die besten Spielerinnen der Welt in der Porsche Arena wieder um ein hohes Preisgeld und einen schnittigen Sportwagen aus Zuffenhausen. Wir trafen Anke Huber im Porsche Museum, um über ihre beiden gewonnenen Sportwagen, die Unlust auf Interviews und ihren Kontakt zu Steffi Graf zu sprechen. Mitte März eröffneten die »Who the Fuck«-Jungs die »Pauline«, einen Techno- und Houseclub, in der Heilbronner Paulinenstraße. Wir trafen die drei Musikenthusiasten und sprachen bei Falafel und Tee über ihre Motivation, Partys im Bierkrug und das Dimensions Festival. Deren und viele weitere Heilbronner Köpfe und Geschichten gibt es in dieser Ausgabe. Und jetzt ab in den Hörsaal! Euer HANIX-Team. Who the Fuck sind »Who the Fuck«?: Ferdinand, Steffen und Manuel (v. links) eröffneten kürzlich die »Pauline« und bereichern mit dem Club die elektronische Musiklandschaft in Heilbronn. Mitverantwortlich für das beste WTATurnier der Welt: Im Jahresrhythmus wird der Porsche Tennis Grand Prix von den Spielerinnen zum beliebtesten Turnier gewählt. Mitverantwortlich dafür ist Anke Huber, die sportliche Leiterin des Turniers. Wir trafen Sie zum Interview.

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BEDIENUNG DES MAGAZINS IM GESPRÄCH : EX-P RO FI AN KE HU BE R IST SP ORTL IC HE LE ITE RI N DE S PO RS CH E TE NN IS GR AN D PR IX IN ST UT TGART. W IR TR AF EN DI E EH EM AL IG E NU M M ER 4 DE R W ELT, UN D SP RACH EN ÜB ER EXTR AVAGA NT ES IN TE RI EU R IH RE S ER ST EN PO RS CH E, DI E LU ST LO SIG KE IT IN TE RV IEWS ZU GE BE N UN D W IE SIE DI E AKTU EL LE N SP IEL ER IN NE N DO CH DA ZU ÜB ER RE DE T. Studieren AU SS ER DE M : W HO TH E FU CK SIN D »W HO TH E FU CK«?, ST RE ET PH OTOGR AP HY AU S NE W YO RK , EIN E ST EILGE HE ND E HE ILB RO NN ER FACE BO OK-G RU PP E, GLOC KE NGI ES SE N, EIN BR IEF AN DI E HE IM AT AU S AU ST RA LIE N, EIN E HE ILB RO NN ER AB ITU RK LA SS E VO N 19 22 UN D VI EL EM M EH R …

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Über dem Magazin befindet sich eine Funktionsleiste. Das Briefsymbol ermöglicht Weiterempfehlungen auf diversen sozialen Netzwerken Wir mögen unser Bildergalerie-Feature. Hinter diesem Fotos-Icon, das auf den entsprechenden Seiten einfliegt und blinkt, verbergen sich weitere Fotos. Einfach draufklicken. Wenn dieses Icon hereinfliegt und blinkt, weist es darauf hin, dass bei einem Klick auf das Film-Icon der auf der Seite hinterlegte Film startet. Ab und an werden vorgelesene Texte oder O-Töne aus Interviews ins Magazin integriert. Das Ton-Icon steht hierfür. Wie immer startet die Funktion bei einem Klick auf das Icon. Eigentlich selbsterklärend. Blinkt und leuchtet dieses Icon ist davon auszugehen, dass sich dahinter gute Musik verbirgt Wem die Vollbildansicht nicht ausreicht, kann in der oberen Funktionsleiste über die Vergrößerungslupe noch weiter ins Magazin hinein zoomen. Mit der Schlagwortsuche lassen sich gesuchte Artikel leicht finden. Das gesuchte Wort muss aus mindestens drei Buchstaben bestehen. Mit einem Klick auf dieses Icon gelangt man direkt zum Inhaltsverzeichnis.Dieses Icon ist jeweils auf der ersten Seite eines Beitrages zu finden. Jeweils an beiden Seitenrändern sind die Navigationspfeile. Einfach drauf klicken, um umzublättern. Per Doppelklick auf eine Seite wird ebenfalls umgeblättert. Oder man zieht mit der gedrücktem rechten Maustaste die Seiten von außen nach innen um einen animierten Blättereffekt zu erhalten. Unser Magazin lässt sich nur mit der jeweils aktuellsten Version des Flash-Players genießen. Kostenloser download hier: http://get.adobe.com/de/flashplayer/ Uns auf der kostenlosen »keosk«-App zu finden ist, zugegeben, nicht ganz einfach. Hinterlegt ist HANIX im Keosk hier: SHOP -> MAGAZINE -> LIFESTYLE -> ALTERNATIV

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I N H A LT HANIX Nº27 18 S ANDRA M I A SSA R MEINE PLATTENKISTE 20 TAPE - A RT HEIMATLIEBE 42 D E R KOP F IS T RU N D , . . . KENFM ÜBER: Sandra Miassar, (Mit)Macherin des Complex23, mag schon immer düstere Musik und Massive Attack. Wir zeigen fotografische Liebesgrüße an und aus unserer Heimatregion. Diesmal mit Tape-Art auf Mülltonnen, vielen Bären und Frühlingsblumen. Journalist Ken Jebsen fragt sich diesmal, wieso so wenige Menschen sich trauen eigenständig zu denken und sich ihre eigene, unabhängige Meinung zu bilden. Denn der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. WH O TH E FU C K MUSIKKOFFER DU BIS T AUS H EILBRONN ... KULTURBEUTEL 76 I M G E S P RÄCH: A N K E H UB E R INTERVIEW DES MONATS Drei Jungs sind dafür verantwortlich, dass es in Heilbronn nun eine weitere Alternative für elektronische Musik fernab des Bling-BlingHouse gibt. »Pauline« heisst ihr neuer Club. Die Macher erzählen uns darüber und wie für sie eine gute Party aussehen und organisiert sein muss. Im März gründete Sara Müller aus Heimweh eine Facebook-Gruppe. »Du bist aus Heilbronn, wenn ...« hat inzwischen fast 9 000 Mitglieder und ist so etwas, wie das neue kollektive Gedächtnis der Stadt. Wir sprachen die Wahlschweizerin. Dank ihr fühlen sich die besten Tennisspielerinnen der Welt in Stuttgart so wohl. Anke Huber ist sportliche Leiterin des Porsche Tennis Grand Prix und erzählte uns über ihren Job und extravagantes Porsche-Interieur.

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K AY O N E & R A I N E R M O R I T Z STADTLEBEN / LANDLEBEN 14 & 16 Z U WA H R , U M S C H Ö N Z U S E I N 82 STUDIEREN TITELTHEMA VATERKOLUMNE V E TA L I A MITTAGSTISCHTEST »Wir müssen Professoren und Studenten wieder etwas abverlangen. Wir müssen vor allem darauf achten, wieder Stürmer in und für diese Gesellschaft auszubilden und nicht allein Schiedsrichter. Wir haben zig Schiedsrichter in der Gesellschaft ausgebildet, die jedem die Spielregeln erläutern, ohne selber spielen zu können.« Lothar Späth (*1937), Politiker u. Unternehmer, 1978-91 Min.-Präs. Baden-Württemberg, danach u. a. Vorstandsvors. Jenoptik GEO. LINE AS OBJECT & N YC S T R E E T PH OTO G R A PH Y KUNSTREGION G EW I N N M A L W I E D E R ! QUIZ A S I E N & AU S T R A L I E N , W E LT R E I S E BRIEF AN DIE HEIMAT » B U R N S I D E « H E I L B RO N N , 2 0 0 7 VIA ARCHIV LESERBRIEFE & IMPRESSUM ÜBER UNS 38 COV ER I M VE RG LEI C H MUSIKUSS ABITURKLASSE, 1922 HISTORISCHER SCHUSS Uwe Gramlich kennt sich aus in der Musik. Bisher kritisierte er für uns Platten, nun sucht er Plattencover, die sich ähneln. V E R A N S TA LT U N G E N APRIL VERANSTALTUNGSKALENDER

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DAS HANIX TEAM W ER UND W I ES O ? EINE VORSTELLUNG MIT BEWEGGRÜNDEN ROBERT MUCHA HERAUSGEBER & REDAKTION MARCEL KANTIMM HERAUSGEBER, KOORDINATION & SOCIAL MEDIA Es war mein lang gehegter Kindheitstraum, auf die Frage nach meiner Tätigkeit, guten Gewissens »HANIX« antworten zu können. Heilbronn ist besser als sein Ruf und hat deshalb dieses Magazin verdient. WA S I S T H A N I X ? Das m u l t i me di a l e Ma g a z i n f ü r d i e Re gio n He ilb ronn – für Le ser, d i e i n t eres s ier t , k ulture ll aufg e schl osse n un d n eu g ier i g a u f ei n en alte rnative n Blick a uf St adt - . L a n d k reis - u n d S ze ne k ultur s ind . WER MACHT HANIX? He ilbron n e r Me d ien - u n d Ku l t u r s c h affe nd e , d ie i hre Er fah r u n g en u . a . in Ber l in , Münch e n, Stuttg ar t o de r Hamb u r g g es a m m el t h a b e n und nun e twas in i h re r He im a t b e weg en w o l l e n. WA S W I L L H A N I X ? SARAH BAUDENBACHER MEDIABERATERIN Das m u l t i me di a l e Ma g a z i n f ü r L eute und Ge se llsc h aft de r Reg i o n Heil b ro n n will m it s panne nde n , u n t e r h a l t s a m en u n d in f o r mative n Be iträg e n d i e re g i on ale Med ien l a n d s c ha f t be re ich e rn. Ich bin hier geboren und finde es schön, die Stadt und ihre schwäbische Toskana mal ein wenig zu beweihräuchern. HANIX zeigt Heilbronn von einer anderen Seite.

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STEVEN ZULEGER VIDEO MARIA SANDERS REDAKTION & MODERATION FLORIAN GEIGER GRAFIK & REDAKTION Das Pergament, ist das der heil´ge Bronnen, woraus ein Trunk den Durst auf ewig stillt? Erquickung hast du nicht gewonnen, wenn sie dir nicht aus eigner Seele quillt. »HANIX« zeigt unsere Region aus einer neuen Perspektive und kombiniert originelle Ideen mit kompetenter Schreibe. Das hat mir gefallen. Ein neues Magazin ist immer eine großartige Sache, aber live mitzubekommen, wie es heranwächst ist einfach fantastisch! PHILIPP KIONKA FILM & IDEE RAFAELA JECKLE REDAKTION MEHMET FILIZ FOTO So haben die geguckt als ich sagte »Lasst es uns digital machen!« Dann haben wir es getan. Wieso ich mitmache? Ganz einfach: Ich liebe diese Idee! Für mich ist dieses Magazin eine Leidenschaft. Ich wurde entführt, gefesselt, gefoltert und gezwungen mit den schnieckesten Menschen der Stadt zusammen zu arbeiten. Danke dafür!

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RAIMAR SCHURMANN ART DIREKTION KATHRIN LEISTERER ILLUSTRATION LISA HOFMANN GRAFIK Ich liebe Magazine und fand das Konzept super. Und klar – die Herausgeber sind gute Freunde! Alles cool! Konfuzius sagt: »Die Zeit war reif. Ein epochales Magazin für Heilbronn.« Kathrin sagt: »Ich bin dabei!« Ich liebe diese Stadt und bei allem was Heilbronn schöner macht bin ich dabei. SARAH FISCHER FILM & SCHNITT JOSHUA ENDRESZ KOLUMNIST LEO VOLLAND ILLUSTRATION Ich bin der Überzeugung, dass man neues ausprobieren sollte. Ich war sofort Fan der »HANIX«-Idee. Es macht Spaß, dabei mitzuwirken. Ich schreibe für's HANIX weil ich jedem meine Meinung sagen will. Ja, ich empfinde so etwas wie Heimatverbundenheit – und deshalb finde ich toll, wenn in Heilbronn interessante Dinge passieren.

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SASCHA WARTHA REDAKTION PHILIPP SEITZ SOUND ULLA KÜHNLE FOTO Ich bin sehr stolz, an diesem Projekt mitwirken zu dürfen. Darüber hinaus möchte ich dabei sein, Geschichte(n) zu schreiben. Ein multimediales Magazin muss nicht nur gut aussehen und interessant sein sondern auch gut klingen. Die Zeit für so ein Projekt ist in Heilbronn gekommen. Neue Impulse tun der Stadt und der Region gut. Und mir auch. KRIS RAMPMAIER VIDEO MAVINGA PETRASCH NEW YORK VIDEO HARALD RIEGG REDAKTION Videos zu machen ist keine Zauberei, sondern meine Leidenschaft. Ist doch klar, dass New York City dabei sein muss, wenn Heilbronx ein neues Magazin bekommt. Ich bin kein Philosoph! Ich bin ein Kurzgeschichten Schreiber.

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STADTL EBEN: APRIL 2014 B E N E F I Z KO N Z E RT I N D E R L AU B E Mit der Diagnose einer schweren, unheilbaren Krankheit beginnt für Kinder und deren Familie eine der schwersten Phasen des Lebens. Eine richtige medizinische und auch psychische Betreuung ist für alle Angehörigen von großer Notwendigkeit, egal ob während eines Krankenhausaufenthalts, dem Alltag zuhause oder in der Trauerphase. Diese Hilfeleistung wird von den Krankenkassen jedoch nur teilweise übernommen, weswegen im Jahr 2009 die Stiftung »Große Hilfe für kleine Helden« ins Leben gerufen wurde. Dieser Verein vereint in sich alle aktiven Fördervereine wie die Kinderclowns der Heilbronner SLK – Kliniken. Dadurch soll die Zeit der Erkrankung für Kinder möglichst angenehm gestaltet werden. Mitarbeiter der Sozialmedizinischen Familiennachsorge begleiten die betroffenen Familien, um sie zu entlasten und ihnen zu helfen, sich der neuen Situation anzupassen. Auch die ehrenamtlichen Familienpaten des Kinder- und Jugendhospizdienstes der Kinderklinik der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH geben ihr bestes, um seelische Unterstützung zu leisten und passen sich dabei individuell an die Bedürfnisse der Familie an. Da »Große Hilfe für kleine Helden« auch für Fachleute sorgt, Projekte plant und Therapieangebote bereitstellt, werden pro Jahr circa 350 000 Euro benötigt. Dieses Geld wird durch Spenden eingenommen und nun möchte auch die Gartenlaube Heilbronn beitragen. Am 16. Juni findet auf der großen Bühne bei der Gartenlaube auf der »Viehweide« ein Benefizkonzert mit dem momentan sehr populären Prince Kay One, seinem DJ Faruk und dem Sänger und Rapper Emory statt. Die Gartenlaube, die seit etwa 30 Jahren in Heilbronn zu finden ist, hat sich entschlossen alle Einnahmen durch den Ticketverkauf an die Heilbronner Stiftung zu spenden. So wird eine weitere Kooperation der SLK – Kliniken mit den betroffenen Familien sichergestellt und Behandlungen und Betreuung ermöglicht, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden. Prince Kay One ist einer der Juroren von »Deutschland sucht den Superstar« und beginnt sein Konzert um 16:30 Uhr. Danach wird eine After Show Party mit Open End in der Laube stattfinden.

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L ANDLEBEN: APRIL 2014 P A R I S E R WA C H T – L E S U N G VON UND MIT RAINER MORITZ Am 4. April, 19.30 Uhr, Krone Bonfeld Rainer Moritz, Autor und Leiter des Hamburger Literaturhauses, bringt mit zwei druckfrischen Büchern an seiner Seite die Magie dieser Stadt näher. Er schöpft aus den Werken Balzacs, Zolas, Rilkes oder Julien Greens, schlendert mit Marcel Proust durch die Hallen und Passagen, über die Quais und den Montmartre und vorbei an Notre Dame über die Champs-Élysées, geht mit Anne Weber in den Parc des Buttes-Chaumont, mit Peter Handke auf die Place Vendôme, folgt Jacques Prévert an die Seine und Erich Kästner in den Jardin du Luxembourg. Schließlich fährt er mit Raymond Queneau Métro und lässt Undine Gruenter an der Place des Abbesses innehalten. Rainer Moritz, der Heilbronner, der Paris wie seine Westentasche kennt, erzählt und liest vor – auf der Grundlage seiner beiden aktuellen Bücher: »Dicht am Paradies. Spaziergänge durch Pariser Parks und Gärten« (Knesebeck Verlag) und »Ein Rendezvous mit Paris. Literarische Liebeserklärungen« (Reclam Verlag). Ein Muss für alle Frankophilen und für die, die es noch werden. 1958 in Heilbronn geboren, studierte Rainer Moritz Germanistik, Philosophie und Romanistik in Tübingen. Von 1989 bis 2004 arbeitete er im Verlagswesen, zuletzt als Programmgeschäftsführer des Verlags Hoffmann und Campe. Seit 2005 leitet er das Hamburger Literaturhaus. Manch ein Heilbronner hat ein gespaltenes Verhältnis zu ihm: Bevor er die Stadt in einem seiner Bücher beschrieb, nannte er sie »stadtgewordene Langeweile«. Es soll Menschen geben, die sich daran erinnern. Doch seine Lesungen sind zwischenzeitlich auch dort gut besucht. Man hat ihm verziehen, schließlich hat Moritz es zu etwas gebracht. Er ist Kritiker, Übersetzer, Essayist und Autor zahlreicher Bücher, die mal in Paris, mal in Heilbronn spielen, von schönen Buchhandlungen, vom Fußball, vom Schlager oder von Literatur, die wir zum Überleben brauchen, handeln. Bei Piper erschienen sind auch seine Romane »Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe” sowie »Madame Cottard und die Furcht vor dem Glück«.

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SPL ATZ? SBILDUNG E N D E N AU SIE BIET WIR DEN AZUBI-F ILM! Interesse? azubifilm@formatfilm.tv Ihre Ausbildungsplätze werden von uns in einem Film dargestellt und Ihre Botschaften so direkt den Azubis von Morgen präsentiert. Nach dem Erscheinen im Magazin, gehen die Nutzungsrechte zur Zweitverwertung (facebook, Messe-Display etc.) an Sie über. Mehr Infos unter www.formatfilm.tv

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MEINE PL ATTENKISTE: SANDR A MIASSAR PROTOKOLL: ROBERT MUCHA FOTOS: PATRICK LABITZKE SANDRA MIASSAR ERFREUT SICH AN DÜSTERER MUSIK UND M A S S I V E AT TA C K Se it Mai 2 0 1 2 is t d a s C o m pl ex 2 3 fe r tigge s te llt und in d e r Salzs traße a m Sta r t. De r Zusam m en s c h l u s s v i el er k l eine r Pro j e k te zu e ine m k o m ple xe n Ganzen wi rd vo r all e m, n e b e n v i el en a n d eren , g e prägt vo n Sand ra Mias s ar. Aus ve rs c hi edenen Philo sop h i e n e n t s t eht ei n Or t a n d e m Kuns t und Kultur g e le bt wird . Sa ndra ma g Musik un d Te x t e, d i e s ic h m i t d en Untie fe n d e r m e ns ch lich e n Se e le be schä f ti gen un d g e w ä hr t e u n s ein e n Blick in ih re d üs te re Platte nk is te .

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MEINE PL ATTENKISTE: SANDR A MIASSAR Zu meinen absoluten Lieblingsalben gehört »Sleeping with Ghosts« von Placebo. Es erschien 2003 und seit dem begleitet mich dieses Album auch. Es beschäftigt sich viel mit den vermeintlich negativen Dingen des Lebens, seien es Geschichten um Sucht oder Depression. Diese Themen sprechen mich in der Musik eben an. Die letzten beiden Alben fand ich aber nicht mehr so stark. Auf dem vierten Rang stehen bei mir The Sisters of Mercy mit dem Album »First and Last and Always«. Die Gruppe zählt mit ihrer vom Psychedelic Rock und Punk beeinflussten Musik zu den Wegbereitern des Gothic Rock. Das Album erschien bereits 1985. Entdeckt habe ich es im Alter von ungefähr 16 Jahren. Ich mag den Song »Marian« auf dem Album sehr. Darin wird das Thema Düsternis und Frauen aufgegriffen und was diese starken Frauen im positiven aber auch negativen Sinn bewirken können. Das finde ich sehr interessant, dazu die Mischung aus deutschen und englischen Texten, die mich sehr anspricht. Und ich finde den Sänger Andrew Eldritch nicht nur wegen seiner Stimme, sondern vor allem wegen seiner Authentizität sehr cool. Er sieht aus, wie seine Musik. Die Bronzemedaille bekommt von mir das Debütalbum »Dummy« von Portishead. Erschienen ist es 1994. Die Band ist für mich ein Klassiker und ich finde auch Sänge19 rin Beth Gibbons und ihre Stimme toll. Sie hat sich über die Jahre auch absolut weiterentwickelt und geht mit der Zeit. Von Portishead gefällt mir eigentlich jedes Album. Auch das letzte Album »Third« trifft absolut meinen Geschmack. Auf Platz zwei ist Dead can Dance gelandet, die ich auch schon live in der Alten Oper in Frankfurt erleben durfte. Für meinen Geschmack ganz starke Musik und eine beeindruckende Band. Stellvertretend habe ich mir das Album »The Serpent’s Egg« ausgesucht. Einer der bekanntesten Songs der Band ist »The Host of Seraphim«, der auch immer wieder in Filmen auftaucht. Ron Fricke hat den Song zum Beispiel für das ohne Sprache und Erzähler auskommende Kinoereignis »Baraka« verwendet. Fricke gilt als Meister des Zeitraffer und des großen Kinoformats und die Musik von Dead can Dance passt hervorragend zu seinen Produktionen. Den ersten Platz belegt bei mir ganz klar Massive Attack mit dem Album »Mezzanine« von 1998. Ich kann mich an keine besseren Alben erinnern, die ich gehört habe. Nach wie vor ist das Album ungeschlagen. Die Besetzung der Band wechselt auch permanent, was ich sehr spannend finde. Mein Mann hat die Band sogar mal kennengelernt, worauf ich sehr neidisch bin.

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H E I M A T L I E B E IE N VO N ME LI DI KT A & RO BE FOTOGRAFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION EISCAFÉ IM HISTORISCHEN GEMÄUER Wer an warmen Frühlingstagen durch Bad Wimpfens historische Altstadt schlendert, kann sich über die Auswahl an kulinarischem Angebot nicht beschweren. Und die alten Fassaden und Fenster, wie bei diesem Eiscafé in der Salzgasse, sorgen für das passende Ambiente.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION BLAU Das Wahrzeichen Bad Wimpfens ist zweifelsfrei der Blaue Turm in der Ortsmitte. Wenn dazu noch der Himmel wolkenfrei und tiefblau daherkommt, ist die Kulisse samt Hintergrund perfekt.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION BÄR IM WALD Dieser luftbefüllte Winnieh Pooh erweckt den Eindruck, zufrieden durch den Heilbronner Stadtwald auf dem Galgenberg zu spazieren und auf der Suche nach dem Kind zu sein, das ihn verloren hat. Seine gute Laune lässt er sich dadurch nicht vermiesen.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION KARIERTER MEISTER PETZ Auch unweit des Weingutes Drautz unterhalb des Gaffenbergs wurde ein Bär ausgesetzt. Armer Teddy! BÄR ZU VERKAUFEN Und noch ein Plüschbär, der von seinem Besitzer nicht mehr gewollt ist. Immerhin nicht in freier Wildbahn ausgesetzt, sondern auf dem Flohmarkt auf der Theresienwiese zum Verkauf angeboten.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION WANDBEKENNTNIS Von dieser Liebesgeschichte würden wir gerne mehr erfahren. Doch auf dem Eberstädter Flohmarkt war weder von Patrick noch von seiner geilen Blondine vom Kleiderstand etwas zu sehen. Vielleicht schreiben wir die Geschichte demnächst selbst auf. Unsere Phantasie ist schon mal sehr angeregt.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION NICHT PATRICK Kurz dachten wir, wir haben Patrick gefunden, der nicht verstand, dass wir einen leeren Klappstuhl fotografierten. »Der sieht so schön aus«, entgegneten wir. »Ich setze mich drauf, dann ist er noch schöner«, kam die selbstbewusste Antwort von ... jedenfalls nicht Patrick.

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PAULINE Rappelvoll war die »Pauline« zur Eröffnung. Feierwütiges Volk tanzte zu elektronischen Beats in der alt ehrwürdigen Location auf der Paulinenstraße. Manche Besucher älteren Semesters fühlten sich an legendäre Tage im OM zurückerinnert.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION ABRISSVOYEURISMUS Hinter dem Fleischhaus wird immer noch fleißig abgerissen. Zwar ist das alte C&A-Gebäude schon seit Monaten Geschichte, dennoch gibt es immer noch genug zum Zerstören. Bei gutem Wetter kann man faszinierte Rentner entdecken, die am Zaun hängen, und leuchtend große Kinderaugen bekommen, ob der ganzen Bagger und Presslufthämmer. Männerglück, das Frauen nie verstehen werden.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION IM WEINBERG MIT DEM TIEFLADER Die Weinbauern der Stadt kümmern sich nun nach dem Winter wieder verstärkt um ihre Hänge. Mancher kommt dabei mit einem historischen Benz-Tieflader angefahren.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION HALLO, FRÜHLING Inzwischen ist auch der kalendarische Frühling eingekehrt. Wobei es ja gar keinen Winter gab. Nichtsdestotrotz freuen sich die Unterländer über den Lenz und dekorieren ihre Balkone und Gärten mit Blühendem.

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION SÜßE SÜNDE Nach der Arbeit darf bei Sonnenschein im Garten gesündigt werden. Und zwar mit selbstgemachtem Apfelkuchen, dazu Vanillieeis und Butterkeks. Ja kann denn Genuß Sünde sein?

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HEIMATLIEBE: FOTOGR AFISCHE LIEBESGRÜSSE AN DIE REGION BEREUE! Kaum ist der Apfelkuchen vertilgt, kommt auch schon ein Moralapostel um die Ecke, um darauf hinzuweisen, dass es so nichts mit der Freibadfigur in ein paar Wochen wird. »Danke, du Arsch!«, dachten wir und bissen freudlos in unseren geschmacksneutralen Reiskeks.

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» Z U WA H R , U M S C H Ö N ZU SEIN« TEXT: NICOLAI KÖPPEL FOTOS: FOTOLIA Uns e r Vat e rkol u m n is t Nic o l a i Kö p p e l e ntd e ck t, d as s d e r Te ufe l im De tai l steckt. Und s o man c h e s a n d ere d u m m e Ar s ch lo ch auch . An den eigenen Kindern sieht man, wie man älter wird. Und wie einen diese bestenfalls zwei Leute geliebt haben müssen, die man heute viel zu selten anruft. Man bemerkt auch, wer man selbst ist. Und wie bescheuert man ist. Beispiel: Wenn ich meinem Computer sage, er soll die WordDatei mit der brandneuen, noch nicht an die HANIXRedaktion weitergeleiteten Vaterkolumne löschen, dann macht der das. Keine Frage, dann ist sie weg. Muss ich sie noch mal schreiben. Besser wird die davon nicht. Wenn ich meinem Sohn sage, er soll das, was ich gerade gesagt habe, ganz schnell wieder vergessen, merkt er es sich für immer. Auch nicht besser. Ansonsten gibt es zwischen einem Computer und einem Kind diverse Übereinstimmungsmerkmale: das Kostenverhältnis Anschaffung/Unterhalt spottet jeder Beschreibung (wenn auch beim einen andersherum als beim anderen). Weiterhin ist das GIGO-Prinzip bei beiden für den alltäglichen Umgang bestimmend: garbage in, garbage out. Kein Hochleistungsrechner der Welt wird einen von mir gemachten Fehler korrigieren, er speichert ihn einfach ab und gut. Ob ich später weiß, wo er ihn abgespeichert hat, wie die Datei heißt und wie es richtiger gewesen wäre, liegt alleine bei mir. So auch in der Erziehung. Noch ein Beispiel: Mein Sohn und ich bewegen uns im Auto durch den Feierabendverkehr. Der Frühling hat begonnen, alles ist auf den Beinen bzw. den Reifen, und da sind einige darunter, die schon länger nicht mehr regelmäßig am Straßenverkehr teilgenommen haben und die man auch nicht vermisst hat. Ich bin mir nicht bewusst, bei dieser Unternehmung überhaupt den Mund geöffnet zu haben, aber als wir die Stadt verlassen haben und mein Sohn vom Kindersitz aus die Suche nach Bussen und Traktoren eingestellt hat, weil jetzt nur noch öde Landschaft draußen vorbeizieht, lässt er die bisherige Fahrt offenbar vor seinem inneren Ohr Revue passieren und fragt mich in die leicht

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DIE VATERKOLUMNE:ZU WAHR, UM SCHÖN ZU SEIN mit regelmäßigem Motorbrummen untermalte Landstraßenfahrt: »Papa, wer ist denn der Dummsashloch?«. Er fragt das, als hätte er an Bord von Kapitän Ahabs »Pequod« hinter vorgehaltener Hand vom weißen Wal Moby Dick flüstern gehört, und nun will er es aber wirklich wissen, am besten vom Chef. Dass ich in diesem Fall der Chef bin, macht die Sache nicht besser. Was aber antworte ich nun, wenn ich vermeiden will, dass er die Frage am Abend an die Chefin weitergibt, weil ich nicht befriedigend erklären konnte, wer dieser geheimnisvolle »Dummsashloch« war. Wenn ein Elternteil den anderen finster ansieht, das soll das Kind nicht sehen. Das ist nicht gut für sein Bild einer stabilen Beziehung seiner Eltern. Also was sage ich? Variante Eins: »Den kennst du nicht.« Schlecht, denn auch wenn mein Sohn noch in einem Alter ist, in dem er annimmt, dass sich alle Erwachsenen untereinander kennen, hat er doch gleichzeitig auch schon kapiert, dass Papas Freunde auch seine Freunde sind. Ich denke an meinen alten Kumpel Dominik, vor dem mein Sohn ein bisschen Angst hat und der deshalb in den letzten zwei Jahren kaum noch bei uns war. Und außerdem hakt er bei der Antwort ganz sicher bei der Mama nach. Variante Zwei: »Wie? Ach so! Ich hab vorhin drangedacht, ob ich einen Schluck trinken soll, und da hab ich dich gefragt, ob du auch einen Schluck willst: »Du, magst au‘n Schluck?« (sehr schlampig aussprechen, dann geht das schon) Nicht schlecht, denn das installiert eine Realität, deren Gegenteil sich nicht beweisen lässt. Nicht von Mama, nicht einmal von ihm. Und ich kann mich ahnungslos stellen. Und Durst hab ich meistens, und sein Kind wird man ja noch an die Notwendigkeit erinnern dürfen, sich ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen bzw versorgen zu lassen. Gerade jetzt, wo es wieder wärmer wird. Insgesamt also nicht schlecht. Aber: Kind angelogen, ja sogar manipuliert. Und einen Schluck Wasser verweigert, weil man ihn schließlich nie wirklich angeboten hat. Moralisches Kuddelmuddel. Also auch nicht gut. Variante Drei: »Ich hab keine Ahnung, wovon du redest. Sollen wir ein Eis essen?« Fast perfekt. Auch wenn wir Richtung Abendessen unterwegs sind und es unmöglich scheint, einem Dreijährigen sein Lieblingseis so zu verabreichen, dass nicht später irgendwelche himbeerfarbene Flecken auf der Wäsche landen, die man nicht mehr weggeputzt kriegt. Außerdem riecht das Eis lecker, und die herrliche Gattin, die mich ihr eigen nennt, hat eine feine Nase. Ich könnte doppeltes Risiko fahren und zugunsten der sicherlich erfolgreichen »Dummsasholoch«-Vergessenmachung einerseits mein Flecken vermeidendes und –aufputzendes Bestes geben sowie darauf bauen, dass unser Sohn uns nicht verpetzt. Dass das nicht per »Aber nicht der Mama sagen« geht, ist klar. Wenn er lernt, dass er diese Gelenkstellung zwischen uns hat, was das Herausblöken und Fürsichbehalten von Wahrheiten angeht, haben wir ganz schnell ein Balg am Hals, das uns gegeneinander ausspielt, und ich weiß dann sogar, wo er das gelernt hat und muss noch eine Wahrheit mehr verbergen. Und wie es mit Lügen allgemein ist, weiß man ja: das türmt sich auf, das wird dann wie die sich immer verdoppelnde Menge an Reiskörnern auf einem Schachbrett, und am Ende liegt da die Reiswelternte der letzten fünftausend Jahre. Das ist es alles nicht wert, und auf der Matratze im Gästezimmer hol ich mir noch den Hexenschuss. Also eigentlich gar nicht perfekt, diese Variante, sondern vielmehr komplett für den Arsch. Und gegen den Rücken. Es scheint sich nicht vermeiden zu lassen. Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit. Sie muss raus. Es ist für uns alle das Beste. Stolz präsentiere ich: Variante Vier: »Das sagt man zum Beispiel zu jemandem, der einem an einer ganz normalen Kreuzung, wo keine Ampeln sind, die Vorfahrt nimmt, also wenn man selbst von rechts kommt und der andere von links und man dürfte eigentlich fahren, aber der andere ignoriert das oder er merkt es nicht oder er denkt, das darf der nicht, obwohl ich es darf, also ich, der Papa jetzt, und wenn ich dann nicht rechtzeitig gucke und bemerke, dass der andere sich so verhält, wie er sich verhält, sondern erst, wenn es schon fast zu spät ist, und dann guckt der andere auch noch so, dass man weiß, der versucht jetzt, damit durchzukommen und guckt deshalb so, als würde er gar nicht kapieren, was hier abgeht, und man hat nicht die Zeit und die Lust auch nicht, dem das alles zu erklären, zu dem sagt man das dann. Merks dir. Das ist wichtig. Wie heißt das Wort?« Pause an Bord. Dann: »Ich will ein Eis.« Geht doch.

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» G E C OV E RT - S A M E S A M E B U T D I F F E R E N T « TEXT: UWE GRAMLICH Die Ve r p ac k u n g s piel t a u c h i n d e r h e utige n Ze it e ine im m e ns wich tige Rolle meh r Sc h e i n a l s Sein . So ü b t en Platte ncove r auf m ich s ch o n im m e r e inen op tisc h e n Re i z a u s , d er a u c h d a s Inte re s s e we ck te , d ie s e n Inh alt k e nne nzulernen, was zu m an c h er Üb er r a s c h u n g füh r te . A ls e in be s o nd e rs ge lunge ne s Bei sp i el für e i n e p e r f ek t e Ei n hei t vo n Cove r und Mus ik , is t für m ich d as A lbu m ' God' vo n 'R i p R i g & Pa n i c ' , d i e a l l ei n d urch d as Mo tiv d e r Hülle d ie g anze Energie , Wi l dh e i t u n d Ag g res s i v it ä t d ie s e r Mus ik wid e rs pie g e lt. Im Lauf der letzte n Jah r ze h nt e ha t s ic h ein e u nübe rs ch aubare Me ng e vo n Cove rn ang ehä uf t, de re n ve r mein t l i c he Ba n d b rei t e h ie r als ganz, g anz k le ine r Einblick , doch of t nur i n e i n e r Wied er h o l u n g o d er Variatio n, zu s e h e n is t. Viel Sp aß da m i t !

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MUSIKUSS: GECOVERT - DIESML A SCHL ANGEN & AFFEN 16 2009 deep cuts from dark colours CHARMCITYDEVILS 2012 sins ISRATHOUM 2012 black poison and shared wound LYNCH 2012 inferiority complex

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MUSIKUSS: GECOVERT - DIESML A SCHL ANGEN & AFFEN PRIMITIV 2011 instintos primarios RIVAL SONS 2012 head down CHARLIE HUNTER 2008 Baboon Strength GROPE 1994 primates

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MUSIKUSS: GECOVERT - DIESML A SCHL ANGEN & AFFEN PRIMATE 2012 draw back a stump PUSCIFER 2008 viagra remixes RIPRIG&PANIC 1981 GOD ROADSAW 2011 same

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DER KOPF IST RUND, DAMIT DAS DENKEN DIE RICHTUNG ÄNDERN KANN TEXT: KEN JEBSEN FOTOS: ARCHIV Massenmedien wurden nicht erfunden, um die Massen zu informieren; Massenmedien wurden installiert, um Massen zu kontrollieren. Das funktioniert recht simpel. Vor allem in Gesellschaften, in denen Selbstverwirklichung als zentrales Ziel verkauft wird. Als verordnetes Ziel, das jeder Einzelne gefälligst zu erreichen hat. Selbstverwirklichung, wie sie unsere Gesellschaft permanent propagiert, ist im Kern aber nichts anderes als Egoismus in Reinkultur. Das fängt schon vor dem Kindergarten an und geht bis zu Bahre. Wo man hinkommt, wartet irgendein genormter »Eignungstest« auf das Individu42 um. Jeder dieser Tests stresst. Und das soll er auch. In all diesen »Prüfungen« geht es nur am Rande darum, ob Mann/Frau für Job X, Y oder Z auch qualifiziert genug ist. Es geht um das Aufrechterhalten einer Ellbogengesellschaft, in der der ab Werk emphatische Mensch bereit ist, seine Ellenbogen so weit einzusetzen, bis die »Konkurrenz« auf der Strecke bleibt. Nur wer aus Partnern Konkurrenten macht, wird final auch über Leichen gehen. Für das Unternehmen. Darum geht es. Immer. Die Bereitschaft eines freien Menschen, sich permanent testen zu lassen, sagt sehr viel über sein Selbstwertge-

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KENFM ÜBER ...: DER KOPF IST RUND, ...! fühl. Wer sich ohne Murren durch irgendeine Form von Obrigkeit »vermessen« lässt, der ist abhängig vom Urteil Dritter wie ein Junkie von Heroin. Nur so sind Herrschaftssysteme überhaupt möglich. Menschen müssen in diesen Systemen vor allem funktionieren. Zuckerbrot und Peitsche. In unserer Gesellschaft geht es nie um friedliche Co-Existenz, Zusammenarbeit oder Teamdenken. Es geht permanent um das Akzeptieren einer Hierarchie. Einer Hierarchie, die ausschließlich in oben und unten unterscheidet, und die als Haupt-Output Gefügigkeit produziert. Die Karriereleiter als Aufenthaltsort wider Willen. Als Gradmesser für menschlichen »Wert« schlechthin. Wer es wagen sollte, auf einer Sprosse stehend tatsächlich authentische menschliche Züge zu zeigen und einem ins Wanken geratenen Kollegen die Hand reicht, gerät in Gefahr, abzustürzen. Hurra. Nur Schweine machen Scheine! Aber der Schein trügt, denn nur wer in der global agierenden Ausbeutungsmaschine bedingungslos funktioniert, hat auch einen strategischen Wert. Schon gesundheitliches Angeschlagensein, wozu auch schwanger werden zählt, bedeutet mittelfristig, »entsorgt« zu werden. Um uns alle immer schön auf Linie zu halten – Konsum, vor allem Geltungskonsum, ist dabei ein wesentlicher Baustein – ist es nötig, die Gesellschaft als Ganzes medial zu bedampfen. Gehirnwäsche. Schleudergang. 24 Stunden am Tag. Es geht darum, die Oberhoheit über das zu behalten, was man die öffentliche Meinung nennt. Die öffentliche Meinung ist in Wahrheit aber nur die veröffentlichte Meinung. Und wer veröffentlichte bisher? Lange die Kirche, dann der Staat, oder besser die, die diesen Staat und seine Vertreter stellen. Heute haben wir es global mit Massenmedienkonzernen zu tun. Sie werden am Ende des Tages von denselben Personen kontrolliert, die auch die Wirtschaft kontrollieren. 147 Firmen. 85 Personen. Unabhängige Presse gibt es heute höchstens noch sporadisch und im Internet. Das aber ist gefährlich, denn aus jedem Solisten hier kann eine Bewegung werden. Der Staat, und das ist sein Problem, das auch hinter der NSA-Affäre steckt, hat sein Informationsmonopol verloren und will es wiederhaben. Marshall McLuhan hat all das vorausgesagt. In Sachbüchern. Kafka benannte zum Beispiel im Roman »Der Prozess« die Tools des Staates, um die Kontrolle über seine Bürger gar nicht erst zu verlieren, oder wenn nötig, zurückzugewinnen. Bürokratie. Das systematische Erfassen jedes Einzelnen, um ihn bei Bedarf jederzeit aus der Masse isolieren und eliminieren zu können. Dazu muss das Individuum vor allem bereit sein, sich auch als Opfer zu sehen. Wobei wir wieder am Anfang des

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KENFM ÜBER ...: DER KOPF IST RUND, ...! Über KenFM: KenFM ist ein freies Presseportal, eine Plattform, die bewusst eines das Internet um als einziges ganzen Verbreitungsmedium Sendegebiet nutzt, das auf klassische den UKW-Radios deutschsprachigen Raum auszudehnen. KenFM steht für politische Statements und aufwendig produzierte Spezialsendungen. Darüber hinaus führt KenFM jede Woche Interviews zu tagesaktuellen Ereignissen. KenFM wurde jahrelang durch GEZ Gebühren ermöglicht, stieß dabei aber immer häufiger an die Grenzen dessen, was KenFM unter Pressefreiheit verstand. KenFM wird heute ausschließlich von den Usern finanziert. KenFM geht es nicht um die Quote, sondern um Relevanz. KenFM kann heute so arbeiten, da die Redaktion ausschließlich dem User verpflichtet ist und nicht einer Intendanz mit Parteibuch. Die finanzielle Unterstützung der User macht KenFMs Arbeit überhaupt erst möglich. KenFM versteht sich selbst daher auch als das Portal all derer, die KenFM mit ihrem Geld den Auftrag gegeben haben, im Dreck zu wühlen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Weitere Infos und wie man KenFM unterstützen kann: http://www.kenfm.de/unterstuetze-kenfm/ Textes sind. Breche den Menschen in der Zivilisation auf eine Minimalgröße, die Rückgrat nicht mehr zulässt. Halte ihn auf Trapp. Verabreiche ihm medialen Dauerstress. Lass ihn in die Röhre starren, oder aber mache die Bildschirme immer flacher, damit sie zum Programm passen. GEZ finanzierte, und damit kontrollierte Sender in der BRD, sind recht geschickt darin, ihr belangloses Verschleierungsprogramm damit zu rechtfertigen, dass ja immer die Quote entscheiden würde. Diese Quote, basierend auf der Messung weniger Tausend TV-Geräte, sagt nur etwas über jene Menschen aus, die auch bereit sind, sich durch die entsprechende Firma, die GfK, mit so einem Spezial-TV-Gerät ausstatten und damit kontrollieren zu lassen. Die GfK ist der ADAC der Quote! Die ermittelten Zahlen werden in Hinterzimmern interpretiert und können jederzeit manipuliert werden, um zum Beispiel Werbegelder zu generieren. Ob das geschieht? Hier geht es nur um sehr, sehr viel Geld. Fakt ist: Die meisten Menschen sehen über44 haupt nicht mehr fern. Nur eine Minderheit – die mit den GfKGeräten, und von denen auch immer weniger – schalten die GEZ-Gehirnwäsche überhaupt noch ein. Und das ist auch gut so. Der erste Schritt zur Befreiung aus der gesellschaftlichen Bevormundung ist das Abschalten von Propaganda-Sendern. Die Büchse der Pandora steht lange offen. Die Wirtschaftseliten lassen nichts unversucht, um diese Büchse wieder zu schließen. Mündige, wirklich aufgeklärte Bürger und Gesellschaften bedrohen ihre Position in der von ihnen installierten Machtpyramide. Wer Bescheid weiß, widerspricht. Wenn gar nichts mehr geht, wird von oben Angst verbreitet. Terror-Angst vor dem großen Unbekannten. Lange Kommunisten, dann Islamisten, und mit einer Pause schon übermorgen wieder DER Chinese. Das

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KENFM ÜBER ...: DER KOPF IST RUND, ...! Nur dumme Menschen ziehen in den Krieg. Ein gebildeter Mensch wählt den Weg der Diplomatie oder aber schickt als Fan Machiavellis einen dummen Menschen an die Front. Reiche Menschen können ihren Reichtum, und damit deren Macht, nur dann vererben, wenn Erben auch überleben. Erben, die sterben, zum Beispiel in einem »Krieg gegen den Terror«, sind kontraproduktiv da destabilisierend für diese Wirtschaftselite. Und jetzt? Entkoppel dich von den gelenkten Staatsmedien oder den voll embeddeten Mainstreammedien, finanziert durch Werbung. Konsumiere sie, ja! Aber nur gezielt, in kleinen Dosen und aus Gründen der Enttarnung der Propaganda. Lese Bücher und die Berichte unabhängiger Journalisten. Alles wiederholt sich. Geh ins Archiv. Welche Journalisten, Reporter, Berichterstatter dich nicht mit Propaganda bedampfen, fühlst du sehr schnell. Entscheide mit dem Bauch. Der ist dafür besser geeignet, als dein frisierter Kopf. Stelle Fragen. Wem nützt Berichterstattung X? Was soll ich jetzt denken, und warum? Geh‘ anschließend in die Gegenrichtung. Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Bestimme Du die Richtung. globale Einseifen wirkt hilflos, denn wer globalen Warenaustausch propagiert, bekommt immer auch globale Kultur als Feedback. Und siehe da! Wir sind zwar alle irgendwie verschieden, aber nicht verschieden genug, um in jedem Gegenüber, das nicht deckungsgleich ist mit uns, DEN Feind zu erkennen. Das Aufbauen von Feindbildern aber ist das A und O unseres Wirtschaftssystems, um uns die benötigten Ressourcen auch Morgen noch einfach zu holen. Via Krieg. DIE LEIDEN DES JUNGEN OSMAN (UA) Uraufführung von Sema Meray ÖFFNUNGSZEITEN THEATERKASSE Mo. bis Fr. 10 – 19 Uhr, Sa. 10 – 14 Uhr Tel. 07131/56 30 01 oder 56 30 50 www.theater-heilbronn.de

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WHO THE FUCK links nach rechts: Ferdinand, Steffen & Manuel » W H O T H E F U C K « I S » PA U L I N E « ! ? Ne u l i c h i m Fa l a f el b ü d c hen u n s e re s Ve r traue ns . Wir s itze n g e m ütlich a uf ei ne Tas se Te e m i t d rei j u n g en Her ren zus am m e n, d ie in Münch e n, Be rlin u nd eben He ilb ron n b e h ei m a t et s i n d u n d d e ne n e s , tro tz d ie s e r gro ße n Dis tanze n zuei na nde r, g e l i n g t sic h z u k o o rd i n i eren und e twas in d e r K äth ch e ns tad t zu be wegen. Wir sc h aue n in Ihre Ges ic h t er u nd frag e n uns : Was m ach t e ig e ntlich ei ne gute Par ty aus? Do c h z u a l l er er s t wo lle n wir wis s e n: WH O TH E F UCK are you?

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MUSIKKOFFER: WHO THE FUCK HANIX — Who the fuck are you? Wir sind ein Veranstaltungskollektiv bestehend aus zwei Djs, Steffen aka Candy Pollard, der hier in Heilbronn wohnt, Ferdinand aka Karl Ferdinand, den es nach Berlin verschlagen hat und mir, dem Manu, der sich für den Bereich Organisation und Rahmenbedingungen für Partys schaffen, wohnhaft München, verantwortlich zeigt. MANU — HANIX — Wie habt Ihr zueinander gefunden? MANU — Da muss ich mal kurz überlegen. Ursprünglich kommen wir ja alle hier aus der Gegend. Ich glaube wir haben uns alle beim Feiern, seinerzeit im Bukowski kennengelernt, oder Steffen? STEFFEN — Ja, ich war eine Zeit lang Resident DJ im Bukowski, habe da so zwei bis dreimal im Monat aufgelegt. Irgendwann stand dann der Manu neben mir in der DJ Kanzel und hat mich vollgetextet. Der Kontakt blieb über diesen Abend hinaus bestehen und es entwickelte sich recht schnell eine Freundschaft daraus. Manu und Ferdinand kannten sich bereits und wir drei stellten fest, daß uns viele gemeinsame Interessen verbindet, vor allem aber gleiche Ansichten über eine gut funktionierende Party vorhanden waren. Manu begann dann irgendwann im Club Mobilat aktiv zu werden, meine und die Wege des Bukowskis trennten sich nach geraumer Zeit und ich bekam von den beiden Jungs die Möglichkeit bei Ihnen mit einzusteigen. FERDINAND — Wir hatten alle irgendwie schon ordentlich Erfahrungen mit ambitionierten Privat Partys gesammelt, sei es in meinem Fall im Gewölbekeller oder bei Steffen durch spontane Sessions im Wald. Wir erkannten das Potential dahinter und so wuchs der Wunsch zu gegebener Zeit etwas Gemeinsames und Offizielles miteinander umzusetzen. Es wurde damit begonnen Equipment zusammen zu kaufen und so kam dann eines zum anderen HANIX — Ihr habt euch ja längst mit WHO THE FUCK...? im Heilbronner Nightlife etabliert. Wodurch hebt sich eure Veranstaltung von den anderen Elektronischen Partys in Heilbronn ab? MANU — Ich kann mich noch genau daran erinnern. Eines Tages habe ich einen Freund nach einer Nacht im Bukowski nach Hause gefahren. Unterwegs begannen wir uns über die gängigen Partys in Heilbronn zu unterhalten. Dabei ist uns aufgefallen, das die Unterländer Veranstalter oftmals auf die selben Headliner setzen, Abwechslung und neue Impulse rar gesät sind. Mit WHO THE FUCK...? entstand dann das Konzept im Bereich Booking neue INTERVIEW: SASCHA WARTHA FOTOS: ULLA KÜHNLE

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MUSIKKOFFER: WHO THE FUCK Wege zu gehen, Artists mit National sowie Internationalem Ruf zu verpflichten und diese dann quasi als Variable im Namen der Veranstaltung zu präsentieren und somit einen Wiedererkennungswert zu schaffen. STEFFEN — Es hatte einfach den Anschein, das die anderen Veranstalter ein gewisses Risiko scheuen in Heilbronn unbekannte Namen, die sich anderen Orts aber durchaus in den Vordergrund spielten und dementsprechend hohe Gagenforderungen mit sich bringen, zu präsentieren. Wenn du Standard mäßig immer die Leute buchst, die dir den Laden füllen minimierst du zwar dein finanzielles Risiko, bereicherst dadurch die Szene allerdings nicht im geringsten. Diesen Weg wollen wir aber gehen, den Leuten die Sicherheit bieten sagen zu können : »Am Wochenende ist eine WHO THE FUCK...? Kennst du den Artist?« »Nee, aber die buchen eigentlich nur Qualität. Kann man auf jeden Fall hingehen!« MANU — Es ist halt einfach auch ein geiles Feedback, wenn jemand unsere Party besucht bei einem Headliner, der den Leuten auf der Straße im ersten Moment überhaupt kein Begriff ist, später wiederum auf uns zukommt und sagt »Ey, dieser DJ XY vom letzten mal spielt ja bei dem und dem Festival vor 10000 Leuten«. Von dieser Nacht bei WHO THE FUCK...? an ist dieser Künstler dem Besucher sehr wohl ein Begriff, und je intensiver er diesen danach verfolgt, desto mehr taucht er in die eigentliche Szene ein und bekommt ein Gefühl dafür was sich außerhalb Heilbronns denn so tut. FERDINAND — Wir möchten in erster Linie Aufklärung betreiben, den musikalischen Horizont der Menschen erweitern. Die, die dazu bereit sind, können der Veranstaltung vollständig Vertrauen. Wir scheuen ein gewisses Risiko in punkto Booking nicht wenn wir von dem jeweiligen Künstler überzeugt sind. HANIX — Ihr geltet ja als gewissermaßen umtriebig, habt außerhalb der WHO THE FUCK...? Reihe und des Clubs Mobilat weitere Eisen im Feuer. Für die WHO THE FUCK...? Events dient auf jeden Fall das Mobilat als Homebase. Darüber hinaus haben wir allerdings schon in der Neckarlust Events gefahMANU —

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MUSIKKOFFER: WHO THE FUCK ren. Wir arbeiten aktuell an einem Konzept, das wir ausschließlich außerhalb Heilbronns umsetzen werden. Da ich in München wohne ist selbstverständlich der eigene Tellerrand nicht an Heilbronn gekoppelt. Ferdinand ist ja auch schon in Berlin mit Veranstaltungen am Start. FERDINAND — Primär bin ich des Studierens wegen nach Berlin gezogen. Durch das über die letzten Jahre entstandene Netzwerk im Bereich Szene sowie Studenten blieb es für mich eben nicht aus auch in Berlin die ein oder andere Veranstaltung voran zu treiben. HANIX — Überrascht hat einige eure Motivation, etwas in der durchaus charmanten, wenn auch nicht unbedingt nightlifetauglichen Kult-Location, dem BIERKRUG am Heilbronner Bahnhof, etwas zu versuchen. Wie kam es dazu? Haha, der Bierkrug. Das war einfach eine aus der Laune heraus recht spontane Geschichte. Eines Abends sind wir anschließend an einer Party im Bierkrug versumpft. Leicht angeheitert schlug ich dem Betreiber vor dort doch mal eine Party zu machen. Er konnte sich darunter sicherlich nichts vorstellen, meinte nur lapidar »Hajo, über mir ist die Sprachschule. Da ist am Wochenende eh niemand da. Schräg über mir sitzt in diesem Gebäude die Kripo. Die sind am Wochenende genauso wenig da.« Als wir dann an dem Abend begannen unser Equipment aufzubauen und sich morgens plötzlich eine gute Masse an Menschen vor dem Schaufenster aufhielt und auf den Einlass wartete, wurde Ihm glaube ich bewusst was jetzt hier geht. Eine Stunde nach dem die Türe öffnete war dann auch schon das Bier alle. Nachdem am Bahnhof nichts mehr abzugreifen war, wurde kurzerhand ein Taxifahrer an eine Tankstelle geschickt um dort die Reste aufzukaufen. Total skurril, jedoch wirklich mit seinem ureigenem Charme. MANU — HANIX — Locations mit schwierigen Ruf schrecken euch ja nicht zwingend ab, wie man auch am Beispiel PAULINE sehen kann. Erzählt mal etwas über das anstehende Projekt. Leider fehlen uns etwas die Hintergrund Informationen, warum die letzten Jahre kein Veranstalter mit dieser Location glücklich geworden ist. Die unter dem Namen CUBE CLUB bekannten Räumlichkeiten laufen ja über das angrenzende LA PYRAMID und sind meines Erachtens ja prädestiniert für elektronische Club-Abende. Wir haben uns jetzt bis Juni dort eingemietet und können bis zum endgültigen Abriss des Gebäudes, geplant für Mitte des Jahres 2014 unter dem Namen PAULINE aktiv sein. STEFFEN — Wir werden allerdings nicht jedes Wochenende geöffnet haben. Zum einen sind solche Abende ja mit einer Menge an Vorbereitung und dementsprechend Arbeit verbunden. Zum anderen haben diverse Beispiele mit wöchentlichen Veranstaltungen ja gezeigt das Heilbronn dann eben auch schnell gesättigt reagiert. Das werden wir auf jeden Fall vermeiden. MANU — So oder so wird es ein spannendes Jahr für uns. Es stehen auch diverse Einbindungen bei verschiedenen Festivals an. Auf dem von Adolf Hitler erbautem Prora Gelände auf der Insel Rügen wird dieses Jahr ein Festival einer Freundin stattfinden mit dem klangvollen Namen HER MIT DEM SCHÖNEN LEBEN. Dort sind wir für einige Stunden für die Beschallung eines Floors verantwortlich, des weiteren suchten die britischen Veranstalter des kroatischen DIMENSIONS Festivals eine Connection in den Süddeutschen Raum. Wir werden im Vorfeld des Festivals einige der weltweit stattfindenden Launch-Partys, zum Beispiel in München und Heidelberg durchführen. Abseits von unserem Engagement finden diese zum Beispiel in New York, Sydney, Chicago, London Moskau und so weiter statt. Im Gegenzug werden wir auch auf die ein oder andere Weise beim Festival in Kroatien selbst tätig sein. MANU — HANIX — Welche Veränderungen sind für euch über die Jahre im Heilbronner Nightlife zu beobachten? Dadurch, das die Leute immer später erst auf die jeweiligen Partys gehen halten wir die Sperrstunde nicht MANU —

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MUSIKKOFFER: WHO THE FUCK » Je l ä n g e r i c h in Be r lin woh n e , d es t o we n i g e r ve rs t e h e ich d i e s e Re g e l un g h ie r. We m t u t m an b i tt e s c h ön d ad u rch e in e n Ge f a l l e n? « mehr für zeitgemäß. Früher begann eine Party um 23.00 Uhr und man konnte sich gemütlich in die Party hinein finden und hinein steigern. Heute gehen die Leute ja vor 0.30 Uhr gar nicht mehr in den Club. Die Party ist fast vorbei bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Mit einer Angleichung der Sperrstundenregelung könnte man dieser Entwicklung entgegenwirken. FERDINAND — Je länger ich in Berlin wohne, desto weniger verstehe ich diese Regelung hier. Wem tut man bitteschön dadurch einen Gefallen? Ist für die Anwohner nicht sowieso eine ganz andere Zeit entscheidend? Von 5.00 Uhr bis 6.00 Uhr Sperrstunde. Da fährt ja meines Wissens noch nicht einmal die Stadtbahn oder der Linienverkehr. Da haben die Leute ja oft das Problem, das Sie aus dem Club laufen und nicht wissen wie sie jetzt überhaupt nach Hause kommen. MANU — Darüber hinaus empfinde ich die EintrittspreisPolitik der heutigen Zeit als eher hinderlich. Die Menschen gewöhnen sich an günstige Eintrittspreise ohne jedoch dabei die Veranstaltungen differenziert zu betrachten. Da wird dann alles in einen Topf geschmissen und bei einem Betrag ab sagen wir mal 6 Euro alles als teuer wahrgenommen. Da sollte sich in den Köpfen der Leute mal wieder Folgendes festsetzen: Willst du einen guten Wein gehst du nicht um die Ecke zum nächstbesten Discounter und kaufst den günstigsten Fusel der im Regal steht. Da machste dann aber schon ein paar Euro locker.

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MUSIKKOFFER: WHO THE FUCK HANIX — Ist das ein erklärtes Ziel von euch, über kurz oder lang mit Veranstaltungen euren Lebensunterhalt bestreiten zu können? Nein, auf keinen Fall. Wenn man seine Arbeit lange und vor allem auch gut macht ist das Geldverdienen ein positiver Nebeneffekt. Aber aus diesen Beweggründen sollte man nicht damit beginnen Partys zu schmeißen. MANU — Wir haben das eigentlich immer so gehandhabt. Uns zum Beispiel Bookings zu leisten, die man unter dem Aspekt Geld verdienen sicherlich nicht hätten machen dürfen. Wir sind Privat eigentlich recht solide aufgestellt, so das wir überhaupt nicht von Einnahmen abhängig sind. FERDINAND — Meiner Meinung nach merkt man das der Party sehr wohl an, ob Sie dazu dient Geld zu verdienen. Natürlich, das Geld das du investierst möchtest du im Idealfall natürlich wieder zurück. Wenn du etwas zur kulturellen Entwicklung deiner Stadt im Bereich Kunst und Kultur beitragen möchtest, kannst du das aber unmöglich mit Dollarzeichen in den Augen angehen. MANU — »Meiner Meinung nac h me rk t ma n da s der Pa r ty sehr wo hl a n, ob Sie da zu dien t Ge ld z u verdienen. «

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»DU BIST AUS HEILBRONN, WENN ...« INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTOS: PRIVAT Sara Mü l l e r zog vo r ein ig er Zeit nach Zürich . Be ne id e ns we r t, d e nk e n vi ele. Doch Sara p l ag te Heim weh n a c h Hei l b ro nn. Um d e m e ntge g e n zu wirk e n, g r ündete si e e ine Fac e b ook- Gr u p p e. Die Gr u ppe » Du bis t aus He ilbro nn, we nn ...« sollte i hr ein we n i g üb e r d i e Di s t a n z z u i hre r g e lie bte n He im ats tad t h inwe gh e lfe n und wa r n ur für si e u n d i hre Freu n d e g epl ant. Do ch plö tzlich e ntwick e lte s ich d i e Gr up p e zum v i r t ue l l e n Ged ä c ht n i s d er St a d t. Bald 9 000 He ilbro nne r s ind inzw i schen i n de r Gr up p e , um s ic h ü b er i hre K i nd h e its - und Juge nd e rinne r unge n aus zuta uschen und d i e se aufzu f r is c hen . Wi r s p r a ch e n m it d e r Gr uppe ngr ünd e rin Sara, di e jetzt, dan k de r re g e n Tei l n a h m e d er He ilbro nne r, s ch o n vie l we nige r He im weh ha t.

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KULTURBEUTEL: DU BIST AUS HEILBRONN, WENN ... HANIX — Sara, deine Facebook-Gruppe »Du bist aus Heilbronn wenn ...« geht ja ab wie Schmitz Katze. Langsam aber sicher geht die Gruppe auf das 10000ste Mitglied zu. Wie war bis dato die Presseresonanz? Die Heilbronner Stimme hat ja schon berichtet. Gab es weitere Anfragen an dich? Ich wurde schon von der Heilbronner Stimme sowie von Diginights angesprochen. Ihr seid jetzt die Dritten, mit denen ich spreche. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, dass sich die Medien durch eine Facebook-Gruppe für mich interessieren. SARA MÜLLER — HANIX — Hast Du von Gruppenmitgliedern auch persönliche Danksagungen für die Gruppengründung bekommen? Man hat den Eindruck, dass gerade die älteren Generationen, die im Heilbronn der 70er, 80er und 90er Jahre groß geworden und aufgewachsen sind, geradezu nach solch einer »Nostalgie-Seite« gelechzt haben. mich riesig über die positive Resonanz. Ich bekomme immer wieder Nachrichten von den Mitgliedern, wie toll die Gruppe ist. Ich selbst bin auch sehr froh über die Gruppe, mir macht sie einen Riesenspaß. Und das Schönste daran ist, dass mein Erfolg der Allgemeinheit dient. Es freut mich, dass sich die Heilbronner, egal ob jung oder alt, so über die Gruppe freuen und dass sie alte Erinnerungen und Kindheitsträume wieder aufleben lassen und in der Gruppe darüber lebhaft diskutieren und sich austauschen. HANIX — Die Seite unterhält nicht nur, sie bildet auch. Wir haben zum Beispiel erfahren, dass Liliana Matthäus Schülerin auf dem Theodor-Heuss-Gymnasium war und das es 1984 ein tragisches Zugunglück in Heilbronn gab. Hast Du durch die Gruppe nun auch einen größeren Erfahrungsschatz über Heilbronn? Die Menschen sind mir wirklich dankbar, was ich etwas verrückt finde. Ich habe ja nur eine Facebook-Gruppe gegründet. Aber natürlich freue ich SARA MÜLLER — Ja, mein Erfahrungsschatz über Heilbronn habe ich in der Tat durch die vielen Posts in der Gruppe erweitern können. Ich habe durch einige Bilder oder Orte, die ich nicht kannte, einiges dazu gelernt, was mich etwas überrascht hat. Denn obwohl ich 19 Jahre in Heilbronn gelebt habe, wusste ich so vieles über meine SARA MÜLLER —

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KULTURBEUTEL: DU BIST AUS HEILBRONN, WENN ... Heimatstadt noch nicht. Ich freue mich über jeden neuen Beitrag, durch den ich über Heilbronn dazu lerne. HANIX — Welche Posts haben dich am meisten überrascht, verwundert oder beeindruckt? Alle Posts gefallen mir, ehrlich. Denn jeder Einzelne ist für mich besonders und ein Ausdruck von Heimatliebe und Verbundenheit zur Stadt. Das mit den Posts in der Gruppe verhält sich bei mir wahrscheinlich ähnlich, wie bei einer Mutter und ihren eigenen Kindern: Ich mag sie alle gern! SARA MÜLLER — HANIX — Wird die Gruppe noch viele Monate, vielleicht sogar Jahre weiterbestehen oder hast Du geplant sie irgendwann zu schließen? Ich werde sie natürlich nicht schließen, ich bin doch nicht verrückt. Dieser Gedanke ist für mich völlig abwegig. Ich wohne aktuell in der Schweiz und durch die Gruppe habe ich mein Heilbronn immer bei mir. Das möchte ich nicht mehr missen. Ich hoffe, dass die Gruppe noch für lange Zeit bestehen bleibt. SARA MÜLLER — HANIX — Und abschließend noch an die Gruppengründerin die alles entscheidende Frage: Du bist aus Heilbronn wenn, …? SARA MÜLLER — … Du in Heilbronn gelebt hast und Du die Stadt liebst!

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M ITTAGS T ISC H T E ST TEXT: ROBERT MUCHA FOTOS: MEHMET FILIZ We r ke n n t da s Pro b l em n i c ht : Mittags paus e - abe r wo h in zum E s s e n. Desha lb haben w i r u n s d a z u en t s c hl o s s en , e ine n re gio nale n Mittag s tis ch -Te s t zu sta r ten. Die sm al w are n w ir i n d er L er n b a r VE TA LIA in d e r K irch br unne ns traße . Getestet wurde n e b e n d em Ges c hm a c k a u ch d ie Ge s ch wind ig k e it, d ie Fre und lichkei t des Se r vic e -Pe r son a l s , n a t ü r l i c h d er Pre is und auch d ie ind ivid ue lle n Eige nhei ten der L ok ali t ät. Im Tes t h a b en wir u n s für d as um ge k e h r te Sch ulno te n-Sys te m entschi ed en . Da s b ed eu t et , d as s d ie 6,0 d ie Hö ch s tno te is t.

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MITTAGSTISCHTEST: VETALIA - LERNBAR IN DER VOLKSHOCHSCHULE LERNBAR VETALIA KIRCHBRUNNENSTRASSE 12 | 74072 HN T 07131 996533 4,0 Preise 2,70 - 7,20 EUR Geschmack 5,0 Geschwindigkeit 2 Minuten Apfelschorlen-Index (0,33l) 2,20 EUR Individualität Vegetarische Speisen Service

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»GEGO. LINE AS OBJECT« 29. MÄRZ – 29. JUNI 2014 KUNSTMUSEUM STUTTGART Ge r t r u d Go l d s c h m i d t ( Ha m b u r g 1 9 1 2 – 1 9 9 4 C a r a c a s , Ve n e z u e l a ) , g e n a n n t Ge g o , z ä h l t z u d e n b e k a n n t e s t e n Kü n s t l e r i n n e n L a t e i n a m e r i k a s . Si e s t u d i e r t e vo n 1 9 3 2 b i s 1 9 3 8 A rc h i t e k t u r a n d e r Te c h n i s c h e n Ho c h s c h u l e St u t t g a r t b e i Pa u l B o n a t z . Da De u t s c h l a n d f ü r Ge g o a u f g r u n d i h re r j ü d i s c h e n Ab s t a m m u n g z u r Be d ro h u n g w u rd e , e m i g r i e r t e s i e 1 9 3 9 n a c h C a r a c a s , w o s i e b i s z u i h re m To d 1 9 9 4 l e b t e . Ge p r ä g t d u rc h i h r St u d i u m i n t e re s s i e r t e s i c h Ge g o f ü r d i e p h y s i s c h e n u n d s o z i a l e n Be d i n g u n g e n vo n R ä u m e n . In i h re m ze i c h n e r i s c h e n u n d s k u l p t u r a l e n We rk e n t w i c k e l t e s i e e i n e m o d e r n e Vo r s t e l l u n g d e s f l i e ß e n d e n R a u m e s , d e r s ow o h l L e i c h t i g k e i t a l s a u c h Tr a n s p a re n z a u f we i s t . Im Ko n t e x t vo n Mi n i m a l i s m u s , k o n k re t e r u n d k i n e t i s c h e r Ku n s t e n t s t a n d e n , k o n ze n t r i e r t s i c h Ge g o s Fo r m s p r a c h e g a n z a u f d a s Mi t t e l d e r L i n i e . Vi e r Ja h r ze h n t e l a n g e r f o r s c h t e s i e d i e En t f a l t u n g d e r L i n i e z u m Ob j e k t , i n d e m s i e m i t d i e s e r Fl ä c h e n , Vo l u m e n u n d a u s g e d e h n t e Ne t z s t r u k t u re n s c h u f. Di e Sy n t h e s e i h re r Erk e n n t n i s s e u m L i n i e u n d R a u m f i n d e t s i c h i n i h re n » Di b u j o s s i n Pa p e l « ( Ze i c h n u n g e n o h n e Pa p i e r ) . Si e b e s t e h e n a u s Ma t e r i a l i e n w i e Dr a h t , Pl a s t i k t e i l e n u n d L e d e r h ü l s e n , d i e vo n i h r v i r t u o s z u s c h e i n b a r s c h we re l o s e n , g i t t e r a r t i g e n , h ä n g e n d e n Ob j e k t e n ve r a r b e i t e t w u rd e n . Da s Ku n s t m u s e u m St u t t g a r t ze i g t r u n d 1 0 0 We rk e a u s a l l e n S c h a f f e n s p e r i o d e n d e r Kü n s t l e r i n .

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KUNSTREGION: GEGO. LINE AS OBJECT 1987 Plastiknetz, Stahl und Metall, 24 x 24 x 8,5 cm

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KUNSTREGION: GEGO. LINE AS OBJECT 1989 Kupfer,emailliertes Eisen und Plastik, 13,5 x 9,5 x 9 cm

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KUNSTREGION: GEGO. LINE AS OBJECT Kupfer, 1989 emailliertes Eisen und Draht, 8 x 12 cm

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KUNSTREGION: GEGO. LINE AS OBJECT 1983 Bemaltes Eisen und Plastik, 25 x 4,5 cm

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KUNSTREGION: GEGO. LINE AS OBJECT 1977 Stahldraht mit Metallklammern, 90 x 80 x 80 cm

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KUNSTREGION: GEGO. LINE AS OBJECT 1964 Tusche auf Papier, 66,1 x 48,1 cm

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KUNSTREGION: GEGO. LINE AS OBJECT 1966 Ohne Titel, 46,75 x 32 cm

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KUNSTREGION: GEGO. LINE AS OBJECT 1969 Tusche auf Papier, 65,5 x 50,5 cm

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G I A N PA O L O T O S I N »IF YOU EVER GET BORED, JUST OPEN YOUR EYES« Im R a h m e n d e r Po r s c h e Ma c a n Ei n f ü h r u n g s t e l l t d e r S c h we i z e r Fo t o g ra f Gi a n Pa o l o To s i n e i n i g e s e i n e r We rk e vo m 0 7 . Ap r i l b i s 2 5 . Ap r i l i m Po r s c h e z e n t r u m He i l b ro n n a u s . Un t e r d e m Mo t t o » If yo u e ve r g e t b o re d , j u s t o p e n yo u r e ye s « ze i g t d e r S c h we i ze r St re e t - Fo t o g r a f Bi l d e r a u s d e m St r a ß e n a l l t a g d e r p u l s i e re n d e n Gro ß s t a d t m e t ro p o l e Ne w Yo rk . Di e Bi l d e r e n t s t a n d e n i m Wi n t e r 2 0 1 2 w ä h re n d e i n e s m e h r t ä g i g e n Zw i s c h e n s t o p p s i m Bi g Ap p l e . Di e Fo t o g r a f i e i s t f ü r To s i n e i n Mi t t e l u m Ge s c h e h n i s s e , Di n g e u n d Me n s c h e n g e n a u e r z u b e t r a c h t e n u n d ve r s t e h e n z u l e r n e n . Ob e r f l ä c h l i c h e S c h ö n h e i t i n t e re s s i e r t i h n n i c h t . Na t ü r l i c h s e h e n w i r i n Fa r b e - a b e r Se h e n i s t n u r e i n Be s t a n d t e i l u n s e re r Wa h r n e h m u n g vo n Um we l t u n d Au g e n b l i c k e n . » Un t e r St re e t Ph o t o g r a p h y ve r s t e h t m a n d i e u n g e s t e l l t e Do k u m e n t a t i o n d e s L e b e n s vo n Pe r s o n e n a u f d e r St r a ß e . De r u r b a n e R a u m d i e n t a l s Bü h n e , a u f d e n e n d i e Me n s c h e n i h re m A l l t a g n a c h g e h e n . Of t w o h n t d e r St re e t Ph o t o g r a p h y e i n h u m o r i s t i s c h e s El e m e n t i n n e , w a s m i t d e r Do k u m e n t a t i o n d e r ( z w i s c h e n ) m e n s c h l i c h e n Ei g e n heiten einh e r g e h t . Da b e i s t e l l t s i e d a s In d i v i d u u m n i e b l o ß , s o n d e r n ze i g t , w a s d a i s t , d a s u n g e s c h ö n t e L e b e n q u a s i . E s g i b t k e i n e B o t s c h a f t e n i n m e i n e n Bi l d e r n . Fü r m i c h i s t d a s w a h re Fo t o g r a f i e re n d a s Fe s t h a l t e n vo n Mo m e n t e n a u s d e r Re a l i t ä t ( e g a l w a s ) « , s o d e r S c h we i ze r. ÖFFNUNGSZEITEN: MO.-FR. 8-19 UHR // SA. 9-14 UHR WEITERE INFOS: WWW.TOSINARTPHOTO.COM

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KUNSTREGION: GIAN PAOLO TOSIN - NYC STREET PHOTOGR APHY

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KUNSTREGION: GIAN PAOLO TOSIN - NYC STREET PHOTOGR APHY

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KUNSTREGION: GIAN PAOLO TOSIN - NYC STREET PHOTOGR APHY

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KUNSTREGION: GIAN PAOLO TOSIN - NYC STREET PHOTOGR APHY

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KUNSTREGION: GIAN PAOLO TOSIN - NYC STREET PHOTOGR APHY

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KUNSTREGION: GIAN PAOLO TOSIN - NYC STREET PHOTOGR APHY

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KUNSTREGION: GIAN PAOLO TOSIN - NYC STREET PHOTOGR APHY

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»EIN GANZ BESONDERES TENNISPUBLIKUM« TEXT: ROBERT MUCHA FOTOS: PATRICK LABITZKE, PR Für das In t e r v i e w d es Mo n a t s t r a fe n wir d ie e h e m alig e We ltrang lis te n Vi er te i m Te nn i s, A n ke Hu b er. In z wis c hen is t Hube r zwe ifach e Mutte r und k üm mer t si ch haupt säc h l i c h u m ih re Fa m i l i e. Ganz vo m Te nnis is t s ie abe r nich t lo s gekommen. Sie f un g i e r t sei t 2 0 0 2 a l s s po r t l ich e Le ite rin d e s Po rs ch e Te nnis Grand Pri x i n Stuttg ar t. Ab d em 1 7 . Apr il s piel en d ie be s te n Spie le rinne n d e r We lt in der Porsche A re n a w i e d er u m ei n h o h es Pre is g e ld und e ine n s ch nittige n Spo r twa gen a us Zuffen h au se n . Wir t r a f en A n k e Hube r im Po rs ch e Mus e um , um übe r ih re bei den ge wo n n e n e n Spo r t wa g en , d ie Un lus t auf Inte r vie ws und ih re n Ko ntak t zu Stef f i Graf zu s pre ch e n.

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INTERVIEW DES MONATS: ANKE HUBER HANIX — Frau Huber, 1991 haben Sie als erste deutsche Spielerin den Porsche Tennis Grand Prix, damals noch in Filderstadt, gewonnen. Sie waren 16 Jahre alt und durften ihren Gewinn, es war ein Porsche 968 Cabriolet, noch gar nicht selbst steuern. Ist das Auto noch in Ihrem Besitz oder haben Sie es schnell veräußert? Ich hatte es eine Weile, aber da der rote Porsche eine recht extravagante schwarz-grüne Innenausstattung hatte, habe ich ihn irgendwann verkauft. Aber wie Sie schon gesagt haben, damals durfte ich das Auto sowieso noch nicht fahren. ANKE HUBER — HANIX — Wir sitzen hier im Porsche Museum. Ihre beiden Sieger-Porsche wären passende Exponate, um hier ausgestellt zu werden. Einer stand schon für zehn Tage hier im Museum. Natürlich würde ich das auch wieder machen und meinen zweiten Porsche, den ich gewonnen habe und auch noch besitze, zur Verfügung stellen. Denn es ist nicht so, dass ich den Wagen ständig fahren oder anschauen muss. Er steht bei meinen Eltern in der Garage und wird ab und zu mal bewegt, damit er nicht einrostet. ANKE HUBER — HANIX — Wenn man sich durch die Turnierhistorie wühlt, kann man lesen, dass Sie damals bei ihrem ersten von zwei Turniersiegen so begeistert vom Publikum gefeiert wurden, wie keine Spielerin vor und nach Ihnen. Können Sie sich noch an das Finale gegen die legendäre Martina Navratilova erinnern? ANKE HUBER — Es ist vielleicht nicht mehr ganz lebhaft vor Augen, aber natürlich ist dieses Erlebnis für immer in meinem Gedächtnis verankert. Da ich damals noch sehr jung war und man Dinge mit 16 etwas anders aufnimmt als in späteren Jahren, habe ich im Moment des Sieges gar nicht darauf geachtet, was um mich herum alles passiert ist. Ehrlich gesagt war das Ganze für mich ein sehr seltsamer Moment, da ich überhaupt nicht daran geglaubt habe, dass ich gewinnen könnte. Das Besondere war natürlich für das Publikum, dass eine Deutsche gewonnen hat, die noch nicht mal weit weg wohnt. HANIX — 1994 feierten Sie ihren zweiten Sieg in Filderstadt. Im Finale besiegten Sie die Französin Mary Pierce glatt in zwei Sätzen. Neben dem Preisgeld gab es damals ein Porsche 911 Carrera 4 Cabriolet. Das Auto entsprach wohl eher Ihrem persönlichen Geschmack als der Porsche von 1991? Wie vorhin schon gesagt war mir das erste Modell etwas zu extravagant. Der zweite Porsche ist zwar auch rot und hat eine rote Innenausstattung, aber er ist nicht ganz so extrem wie der erste Wagen. ANKE HUBER — HANIX — 1994 verabschiedete sich Martina Navratilova kurz vor ihrem 38. Geburtstag in Filderstadt von der europäischen Tennisbühne. Der Porsche Tennis Grand Prix war und ist also auch eine Bühne für sporthistorische Ereignisse. Wie haben Sie damals kurz vor Ihrem Finale den Abschiedsgruß der Navratilova und die Reaktion des Publikums wahrgenommen und erlebt? ANKE HUBER — Man bekommt das natürlich schon mit, aber wie ich weiß, ist sie ja dann auch noch mal zurückgekommen. Natürlich erlebt man es immer mit, wenn solche Legenden die Bühne verlassen. Sei es damals bei Martina oder auch bei Steffi Graf. In einem Moment vorm Finale ist man aber logischerweise sehr auf sich selbst konzentriert, was mit Sicherheit auch sinnvoll ist. Ich würde also lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich Martinas Abschied damals sehr beschäftigt hat. HANIX — Ist das Publikum des Porsche Tennis Grand Prix von einem besonderen Schlag, verglichen mit anderen Turnieren? Sowohl damals als auch heute ist das Stuttgarter Publikum ein sehr besonderes und unheimlich sport- und tennisbegeistert. In Filderstadt war es auch eine sehr besondere Atmosphäre, weil das Turnier auf sehr engem Raum stattgefunden hat. So war beispielsweise der ANKE HUBER —

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INTERVIEW DES MONATS: ANKE HUBER Centre-Court extrem laut. Aber auch jetzt in der PorscheArena sind die Zuschauer immer voll dabei und gehen gut mit. HANIX — Seit 2006 findet das Turnier nicht mehr in Filderstadt, sondern in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. Sie sind seit 2002 die Sportliche Leiterin des Turniers, das eines von 20 Premier Turnieren auf der WTA-Tour ist. Wie kam es zu diesem Job? ja auch kein richtiger Hauptjob, der mich das komplette Jahr in Anspruch nimmt. Letztendlich bin ich sehr froh damals angerufen worden zu sein, obwohl ich nah daran war »Nein« zu sagen. Es ist aber einfach schön, dem Sport weiterhin verbunden zu sein. HANIX — Können Sie uns ihre Aufgabenfelder als Sportliche Leiterin skizzieren? Eigentlich war es Zufall. Ich habe 2001 mit dem aktiven Sport aufgehört. Ein Jahr später erhielt ich einen Anruf vom damaligen Turnierleiter, der mich fragte, ob ich den Job nicht machen möchte. Mein Ziel war es eigentlich, gar nichts mehr mit dem Tennissport zu tun zu haben und erstmal den Kopf davon freizubekommen. Nach einer gewissen Bedenkzeit und weiteren Anrufen habe ich mich dafür entschieden. Wobei ich auch sagen muss, dass es in den ersten zwei, drei Jahren relativ wenig war, was ich gemacht habe. Hauptsächlich ging es darum, dass ich präsentiere und einfach dabei bin. Das hat sich jetzt natürlich ausgeweitet und es macht mir viel Spaß. Dazu ist es gut mit meiner Familie vereinbar. Es ist ANKE HUBER — Das Ganze hat sich natürlich im Laufe der Jahre etwas verändert. Mittlerweile bin ich hauptsächlich für die Spielerinnen zuständig. Hierbei geht es im Vorfeld darum, ob sie überhaupt teilnehmen möchten und um Gespräche mit dem jeweiligen Management. Während des Turniers achte ich darauf, dass die Spielerinnen ihre entsprechenden »Side Activities« wahrnehmen. Manchmal muss ich die Spielerinnen überhaupt dazu bringen, ihre Aktivitäten wahrzunehmen, was nicht immer ganz einfach ist. Diese Betreuungsaufgabe ist bei unserem Turnier relativ groß, weil hier auch neben dem Turnier sehr viel passiert. ANKE HUBER — HANIX — Fällt es Ihnen als ehemalige Spielerin leichter die jetzigen Spielerinnen zu ihren Verpflichtungen zu bringen?

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INTERVIEW DES MONATS: ANKE HUBER

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INTERVIEW DES MONATS: ANKE HUBER Das ist eine gute Frage. Eigentlich fällt es mir eher schwerer, weil ich weiß, wie ungern ich diese Aktivitäten damals gemacht habe. Ich versuche einfach mich nicht in die Situation der Spielerinnen hinein zu versetzen und dann klappt das auch meistens. Ich bin eben jetzt eher eine Außenstehende und die Verpflichtungen sind ja in aller Regel auch sehr angenehm. Aber wie gesagt, ich habe mich damals auch nicht gern fotografieren lassen und habe ungern Interviews gegeben. Heutzutage gibt es aber auch die Spielerinnen, die solche Sachen sehr gerne machen. ANKE HUBER — HANIX — Von den Spielerinnen der WTA-Tour wurde das Stuttgarter Turnier 2007, 2008, 2010, 2011 und 2012 zum weltweit beliebtesten Turnier gewählt. Wieso fühlen sich die Spielerinnen hier so viel wohler als auf anderen Turnieren? Die Verhältnisse und die Betreuung müssen ja nahezu paradiesisch sein. in den Turnierkalender. Die tollen Trainingsbedingungen sind ebenfalls zu erwähnen und auch dass alle Spielerinnen in der Turnierwoche einen Porsche fahren können. Oft geht es auch nur um Kleinigkeiten oder kleine Besorgungen. Wenn man das mit den Turnieren beispielsweise in den USA vergleicht, ist das hier ein Riesenunterschied dazu. HANIX — Gibt es aus Ihrer Sicht trotzdem noch Luft nach oben und Optimierungsmöglichkeiten oder sind die Grenzen bereits ausgelotet und es geht nur noch darum, das Niveau zu halten? Natürlich kann man immer irgendwelche Kleinigkeiten verbessern, aber ich denke hier geht es auch einfach darum, unser extrem hohes Level zu halten. ANKE HUBER — HANIX — Wieso lohnt es sich für Zuschauer, neben dem hochklassigen Tennissport, der geboten wird, noch den Porsche Tennis Grand Prix zu besuchen? ANKE HUBER — Wir bieten dem Zuschauer sehr viele Mög- Ich glaube das kann man durchaus so sagen. Wir versuchen immer das Beste für die Mädels, und zwar für alle, zu machen. Dies ist mit Sicherheit einer der Unterschiede zu anderen Turnieren, weil leider oft nur die top-gesetzten Spielerinnen erstklassig behandelt werden. Hinzu kommen aber auch noch Dinge wie die unmittelbare Nähe des Hotels zur Halle, dazu passt das Turnier gut ANKE HUBER — lichkeiten. In unserem Village gibt es etliche Verkaufsstände, Aufschlagsmessungen und auch ein extra Kids-Village. Wir haben eine sehr gute Gastronomie und das nicht nur im VIP-Bereich. Jeden Tag gibt es andere Themen wie den Family-Day, den Ladies-Day, den Fitness-Day oder auch den Kids-Day mit speziellen Angeboten. Seit letztem Jahr

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INTERVIEW DES MONATS: ANKE HUBER haben wir den Mini-Grand-Prix. Hier kommen Unter9-jährige, die erfolgreich eines der 16 Qualifikationsturniere in Baden-Württemberg bestritten haben, zusammen. Sie spielen im Laufe des Turnieres einen Mini-Grand-Slam auf vier verschiedenen Belägen aus. Letztendlich muss ein Tennisturnier heute der ganzen Familie etwas bieten und es muss Entertainment sein. Niemand schaut sich heute nur sechs Stunden Tennis an und geht dann wieder nach Hause. Den Besuchern muss einfach etwas geboten werden, was uns, denke ich, sehr gut gelingt. HANIX — Ihre große Konkurrentin war Steffi Graf. Den Porsche Grand Prix, diesbezüglich haben Sie ihr etwas voraus, konnte Steffi Graf allerdings nie gewinnen. Besteht Kontakt zwischen Frau Agassi und ihnen? HANIX — 2011 konnte mit Julia Görges nach Ihnen die Zweite deutsche das Turnier gewinnen. Gibt es Hoffnung, dass 2014 eine Dritte dazu kommt? Oder haben die vier deutschen Teilnehmerinnen, Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Andrea Petkovic und Julia Görges, in diesem Jahr nur geringe Außenseiterchancen? ANKE HUBER — Die Hoffnung ist natürlich da. Angelique Kerber hat letztes Jahr schon gut gespielt und war nah dran. Bei Sabine Lisicki bin ich mir nicht ganz sicher, da sie dieses Jahr noch nicht ihr bestes Tennis gezeigt hat. Das gilt auch für Andrea Petkovic und Julia Görges. HANIX — Zum Abschluss die Frage, wie lange Sie sich Ihre Tätigkeit als Sportliche Leiterin des beliebtesten Damenturniers der Welt noch vorstellen können. Ist bereits ein Ende in Sicht oder macht es soviel Spaß, dass man Anke Huber noch viele Jahre in verantwortlicher Tätigkeit in Stuttgart erleben wird? Es besteht zwischen Steffi und mir überhaupt kein Kontakt. Sie lebt ja auch in den USA und ich hier. Aber wir verstehen uns gut, wenn wir uns dann mal sehen. ANKE HUBER — HANIX — Die letzten beiden Turniere gewann Maria Sharapova souverän. Wer ist in diesem Jahr Ihre persönliche Favoritin auf den Turniersieg? Dieses Jahr ist es ganz schwer zu sagen, da das Feld sehr ausgeglichen ist. Maria hatte nicht den besten Start ins Jahr. Ich denke Li Na und Agnieszka Radwanska sind zwei der Favoritinnen, aber eine wirkliche Prognose kann man dieses Jahr nicht abgeben. ANKE HUBER — Da es momentan sehr gut läuft, auch in Zusammenarbeit mit dem jetzigen Turnierdirektor, kann ich mir das noch ein paar Jahre vorstellen. Zumindest habe ich mir kein Enddatum gesetzt. Da sich alles gut mit meiner Familie vereinbaren lässt und es auch nur um ein paar Wochen im Jahr geht, passt es eben. ANKE HUBER — Prima Klima! Internetbestellungen* liefern wir in Heilbronn per Fahrrad. Schnell und portofrei! * Infos über die Liefergebiete und Lieferzeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

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NICOLE GRAF LEITET DIE DHBW IN HEILBRONN Ein Gespräch über persönliche Lernziele, Studentenpartys und Autonomie ICH STUDIERE; ALSO BIN ICH!? Wie ist das so als Studentin. Frieda Weiss schrieb es auf. HEILBRONNER STUDIS Wir begleiten Heilbronner Studenten zu ihren Lieblingsplätzen STUDENTISCHER WOHNRAUM Ein Wettbewerb soll zeigen, wie Studenten in Heilbronn wohnen könnten STUDIEREN AUF DEN MALEDIVEN Die Hochschule Heilbronn kooperiert mit einem College auf den Trauminseln HOCHSCHÜLER TESTEN HEILBRONN Maria Sanders begleitete drei Studenten zum Stadttest DER BILDUNGSCAMPUS INS BILD GESETZT Eine Fotostrecke von Mehmet Filiz JOSHIS MEINUNG Joshi schreibt diesmal über die richtige Studienfachwahl für den Traumjob

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»ICH SCHREIBE GERNE PRÜFUNGEN« INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTOS: MEHMET FILIZ Ein e Fr au, die f ü r d i e r a s a n t e Entwick lung d e s Ho c h sc h u l st a n d o r t es Hei l b ro n n fe d e r füh re nd m itve ran t w or t l i c h i s t , i s t Ni c o l e Graf, d ie Le ite rin d e r DHBW i n Heil b ro n n . Wi r t r a f en d ie Wir ts ch afts wisse n sc h aft l er i n a m Bil d u n g s c am pus für e in aus füh r l i c h e s In t er v i e w ü b er p er s ö n lich e Le rnzie le , Stu de n t e n p ar t y s , d a s a n g es t reb t e Wach s tum und d ie k om m e n de Au t o n o m i e d er D H BW He ilbro nn s owie d as Füh re n ein er Ho c hs c hu l e

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TITELTHEMA: STUDIEREN H A N I X - Frau Professorin, was war das Letzte, das Sie gelernt haben? Man lernt natürlich auch aus Lebenserfahrung – und das täglich. Richtig formal gelernt habe ich kürzlich niederländisch bei einem Crashkurs. In meiner Jugend habe ich lange Jahre in Holland gewohnt und auch ganz passabel holländisch gesprochen. Ich habe gemerkt, dass Sprachen, wenn man sie nicht regelmäßig anwendet, im Laufe der Zeit verblassen. Es gibt nach wie vor einige Freunde und Bekannte, die in Holland leben, unter anderem eine ältere Dame, von der ich vor vielen Jahren mein erstes Pferd bekommen habe. Immer wenn ich die Dame besuche, merke ich, dass meine Sprachkenntnisse dünner werden. Also habe ich diese Kenntnisse in einem Onlinekurs aufgefrischt. NICOLE GRAF H A N I X - Auch eine kluge und weit gereiste Frau wie Sie lernt also nie aus. Dieter Schwarz hat sich kürzlich in der Heilbronner Stimme zum Thema »lebenslanges Lernen« geäußert. Der Wissensstandort Heilbronn muss seiner Meinung nach weiter vorangetrieben werden, da Heilbronn im Bereich Bildung Schlusslicht sei. Steht es wirklich so schlecht um den Bildungsstand der Heilbronner? grund der Sprachkenntnisse, bildungsschwächer ist. Von daher ist in Heilbronn eine besondere Förderung speziell an den Grundschulen aber auch in den Kindergärten notwendig. H A N I X - Wie zufrieden sind Sie mit der Akademikerstadt Heilbronn? In welchen Belangen sehen Sie noch Handlungsbedarf und umgekehrt: In welchen Punkten braucht sich der aufstrebende Studienstandort Heilbronn nicht verstecken? Ich habe die Aussagen natürlich auch gelesen. Aus meiner Sicht kann sich dieses Statement auf zwei Faktoren beziehen: Zum einen sind wir, was die Ausstattung mit Studienplätzen auf 1.000 Einwohner angeht, tatsächlich Schlusslicht in Baden-Württemberg. Das hat im Übrigen auch die IHK schon mehrmals angesprochen. Dies ist für eine hochdynamische Wirtschaftsregion wie Heilbronn ein großes Dilemma. Die Unternehmen in unserer Region sind in höchstem Maße wettbewerbsfähig. Um diese Fähigkeit beizubehalten, benötigen die Unternehmen kluge Köpfe. Für viele Berufe heute ist eine akademische Ausbildung notwendig, da die Anforderungen, insbesondere durch die Komplexität und die Globalisierung, gestiegen sind. Es heißt, dass wir gegenwärtig eine Verdoppelung des Wissens innerhalb von fünf Jahren haben. Zum anderen hat Heilbronn sozusagen eine Sondersituation. Im Innenstadtbereich hat die Stadt eine Bevölkerung mit nahezu 50 Prozent Migrationshintergrund. Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass dieser Bevölkerungsteil, allein schon aufNICOLE GRAF - Hier muss man zwei Dinge berücksichtigen: Heilbronn ist im Grunde genommen eine alte Hochschulstadt. Die Hochschule Heilbronn ist mittlerweile über 50 Jahre alt. Dadurch, dass die meisten Fachhochschulen sehr stark von Studenten aus der eigenen Region gespeist wurden, gibt es viele Studenten, die in ihrem Elternhaus, das nicht im Innenstadtbereich lag, wohnen. Hinzu kommt, dass die Hochschule Heilbronn ihren Sitz bislang in Sontheim hat. Somit war das Studentenleben nicht so ausgeprägt wie in anderen Städten. Durch den Bildungscampus im Innenstadtbereich hat sich natürlich auch das Bewusstsein, dass man Studenten in Heilbronn hat, geändert. Durch den neuen Innenstadtcampus der HHN, das enorme Wachstum der DHBW und durch unsere Studiengänge, die natürlich in der Region verwurzelt sind, aber auch deutschlandweit nachgefragt werden, sieht man immer mehr, dass es ein studentisches Leben in Heilbronn gibt. So ist unsere Mensa mittlerweile täglich sehr gut besucht und die Studentenzahl, die wir laut erstem Plan 2015 realisieren sollten, ist schon lang erreicht. Was fehlt, sind natürlich noch gastronomische Betriebe, die rund um den Campus herum angesiedelt sind. Das wird aber definitiv entstehen. Was aus meiner Sicht sehr für Heilbronn spricht, ist die Tatsache, dass die Stadt offen ist für neue Bürger und Studenten. Egal, an welcher Stelle ich mit der Politik oder der Öffentlichkeit spreche und diskutiere, immer ist klar zu erkennen, dass sich die Stadt auf Studenten freut und auch bereit ist, dafür zu investieren. NICOLE GRAF H A N I X - Sie sind promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin. Wo haben Sie eigentlich studiert und über welches Thema promoviert? Ich habe mein Studium hauptsächlich berufsbegleitend gemacht. Mit dem Studium angefangen NICOLE GRAF -

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TITELTHEMA: STUDIEREN habe ich an der Universität Frankfurt und konnte bereits frühzeitig Praxiserfahrung in der Wirtschaft beim Mikroelektronik-Bereich von Daimler sammeln. Von da an habe ich dann mein Studium berufsbegleitend vollzogen. Promoviert habe ich zum Thema »Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im internationalen Kontext«. Meine erste berufliche Aufgabe war der Aufbau des Vertriebs in Osteuropa und den postsowjetischen Staaten. Mit damals Mitte 20 war dies natürlich eine gigantische Herausforderung. Damals war ich im Management-Coaching-Programm des Daimler-Konzerns, bei dem ich sehr viel über das Führen großer Strukturen gelernt habe. Davon zehre ich heute noch unheimlich viel. Unsere Ministerin sagt zwar, dass man eine Hochschule nicht wie ein Unternehmen führen sollte, wo ich ihr ausnahmsweise widersprechen muss. Ich denke man sollte eine Hochschule durchaus wie ein Unternehmen führen, was die Strategieentwicklung und Führung angeht. Natürlich sind die Mechanismen im öffentlichen Dienst etwas anders. H A N I X - Was hat ihnen, neben dem Aspekt des sich Bildens, am meisten Spaß am Studieren gemacht? sehr viel gearbeitet worden, aber abends hat man sich dann dementsprechend auch vergnügt. H A N I X - Die DHBW verlangt viel von ihren Studenten. Bleibt den Heilbronner Studenten überhaupt Zeit und Luft ihr studentisches Leben abseits des Campus zu genießen? Ihre Aussage stimmt schon. Wir haben an der DHBW mit dem Intensivstudium eine besondere Form, in der die Studierenden auch in der Semesterphase eine sehr hohe Lern- und Arbeitsbelastung haben. Nichtsdestotrotz ist diese Arbeitsbelastung aber auch vergleichbar mit einer normalen Arbeitswoche von 40 bis 50 Stunden, womit also durchaus auch Zeit für studentisches Privatleben bleibt. NICOLE GRAF H A N I X - Ist diese Intensität Absicht und Kalkül, weil Heilbronn trotz steigender Studentenzahlen noch lange keine Studentenstadt ist? Erst kürzlich konnte man in der Zeitung lesen, wie unzufrieden Heilbronner Studenten mit dem urbanen, studentischen und (sub)kulturellen Angebot der Stadt sind. Ich finde es einfach faszinierend Wissen zu erwerben und ich schreibe total gerne Prüfungen. Mir war immer sehr bewusst, dass es nicht unbedingt nötig ist, einzelne Details zu wissen, sondern es viel mehr Sinn macht den Gesamtkontext zu verstehen. Was mich am meisten am Lernen fasziniert, ist die Erkenntnis, dass, je mehr man lernt, die Erkenntnis steigt, was man alles nicht weiß. Es wird einem bewusst, wie gigantisch das Wissensmeer der heutigen Tage eigentlich ist. Ich gebe meinen Studenten auch immer mit, dass man beim Lernen erkennt, wie weit der Tellerrand denn noch entfernt ist. NICOLE GRAF H A N I X - Haben Sie auch wilde Studentenpartys gefeiert, in WGs gewohnt und das Studentenleben genossen? Oder war das nicht so ihr Ding, sodass Sie sich von Ablenkungen, die das Studentenleben mit sich bringen kann, wenig beeindrucken ließen? Ich denke jeder Student prägt diese Urbanität natürlich mit. Ich kann ihnen mal von unserem Erstsemesterauftakt, der immer im Herbst stattfindet, erzählen. Thommy Aurich veranstaltet jedes Jahr für die Erstsemester eine Kneipentour durch Heilbronn mit dem Bus. Im letzten Jahr konnte ich aus terminlichen Gründen nicht die ganze Tour mitmachen und bin dem Bus dann mit meinem Auto hinterher gefahren. Ich habe dann die Gelegenheit genutzt, immer ein paar Studenten im Auto mitzunehmen und sie zu befragen. Es waren kaum Heilbronner dabei, sondern Leute aus dem Ruhrpott, aus Bayern, aus ländlichen Gegenden aber auch aus Großstädten. Es war keiner dabei der Heilbronn nicht interessant gefunden hätte. Es war also durchaus ein sehr positives Feedback zu unserer Stadt. Es fällt schon auf das viele von außerhalb Heilbronn positiver bewerten als die Einheimischen. NICOLE GRAF H A N I X - Welche Vision haben Sie eigentlich von der Studentenstadt Heilbronn? N I C O L E G R A F - Bei dem Thema »langfristige Ziele« treffen sie bei mir immer den richtigen Nerv. Mittlerweile wissen wir, dass wir eine gigantisch große Bildungsstadt bekommen werden. Ich sage es mal so: Unser neuer Bürgermeister kann sich freuen und sich auf die Kür-Themen konzentrieren. Denn das Thema Bildungsstadt wird sich ganz von alleine entwickeln. Ich bin mir sicher, dass Heilbronn in den nächsten zehn Jahren in der Hochschulszene einen enorm Ehrlich gesagt fehlt mir die WG-Phase komplett. Vielleicht mach ich es irgendwann mal wie der ehemalige Ministerpräsident Teufel, der sich nach seiner Amtszeit wieder immatrikuliert hat. Mit Sicherheit habe ich aber keinen Mangel an Partys, ich habe in meiner Jugendzeit sehr ausgeprägt gefeiert. Denn auch im beruflichen Teil gab es durchaus ausgelassene Feiern. Hier denke ich zum Beispiel an die Events auf der Electronica-Messe in München oder der Cebit in Hannover. Tagsüber ist hier NICOLE GRAF -

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TITELTHEMA: STUDIEREN guten Namen und einen ebenso hohen Bekanntheitsgrad haben wird. Für die DHBW kann ich sagen, dass wir schon jetzt, auch über Deutschlands Landesgrenzen hinweg, sehr bekannt und anerkannt sind. Viele Länder haben auch international erkannt, dass duale Studiengänge ein gutes Mittel gegen das Problem der Akademikerarbeitslosigkeit darstellen können. Mit unserem Portfolio in Heilbronn haben wir in einigen Bereichen zudem Alleinstellungsmerkmale. Hier ist z.B. der Bereich »Food Management« zu nennen. Für den Lebensmittelbereich wollen wir DIE betriebswirtschaftliche Kaderschmiede in Deutschland werden. H A N I X - In Kürze wird der Standort Heilbronn eigenständig und abgekoppelt von der DHBW Mosbach. Welche Bedeutung hat die bald erlangte Autonomität für den Standort Heilbronn? auch mit der Stadt ganz anders agieren und verhandeln. Gerade für unsere »Strategieentwicklung« ist es einfach notwendig, dass wir eine gewisse Handlungsautonomie haben. Ganz eigenständig sind wir aber nicht, was auch gut so ist. Wir werden nach wie vor in das State-University-System der Dualen Hochschule eingebettet sein. Durch das Präsidium sind Standards für alle Standorte geschaffen worden. Es existiert beispielsweise ein einheitliches Branding und die Masse der Studenten, insgesamt sind es dann 35 000 an der DHBW, ist einfach größer. Mit dieser Zahl sind wir übrigens die größte Hochschule in Baden-Württemberg. H A N I X - Welche Auswirkungen erhoffen Sie sich dadurch für das Lehrpersonal aber auch die Studenten in Heilbronn? Die Bedeutung für uns ist sehr hoch. Dadurch können wir mit den anderen Einrichtungen aber NICOLE GRAF - Ich denke schon, dass die größte Bedeutung der Autonomie, in der Führung des eigenen Standortes liegt. Für die Lehrenden selbst hat es nicht so große NICOLE GRAF -

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TITELTHEMA: STUDIEREN Auswirkungen. So waren die Professoren bisher für den Standort Heilbronn berufen und sind dies auch weiterhin. Es verkürzt aber natürlich die Wege. Wenn wir gewisse Projekte angehen, die insbesondere Heilbronn betreffen, haben wir eben nicht noch eine zusätzliche Instanz die wir mit einbinden müssen. Für die Studierenden bedeutet es, dass wir uns wirklich auf das konzentrieren können, was für den Standort Heilbronn und dessen Entwicklung nötig ist. Somit wird auch die Qualität in der Lehre ansteigen. Ein ganz simples Beispiel ist auch das Semesterticket des HNV. Als DHBW Mosbach haben wir daran nicht partizipieren können aber ab Mitte diesen Jahres können wir es unseren Studenten endlich anbieten. H A N I X - Der Bildungscampus, das kann jeder sehen, der daran vorbeifährt, wird aktuell fleißig ausgebaut und erweitert. Wie wird sich der Ausbau personell auf das akademische und studentische Personal auswirken? Wie viele neue Studienplätze und Lehrstellen wird es nach dem Ausbau hier geben? Man muss das Ganze natürlich in Stufen sehen. Momentan haben wir 800 Studenten. Wir haben letztes Jahr eine Kapazitätserweiterung von 15 Anfängerkursen, was dann ungefähr 1.500 Studenten entspricht, genehmigt bekommen. Diese Erweiterung werden wir spätestens in drei Jahren erneut gefüllt haben. Für weiterhin steigende Studierendenzahlen müssten wir anschließend NICOLE GRAF - wieder eine Erweiterung beantragen, und sobald dies politisch und auch von Seiten der Dieter-Schwarz-Stiftung erwünscht und genehmigt ist könnten wir dann weiter wachsen. Ich denke eine Zahl von 2500 Studenten in fünf Jahren ist durchaus realistisch. Die Graduate-School, auch CAS genannt, die im Herbst ihren Betrieb aufnimmt, hat ebenfalls den Anspruch perspektivisch auf circa 2.500 Studenten zu wachsen. Wenn man die Pläne der Hochschule Heilbronn sieht, kann man sagen, dass im Innenstadtbereich in fünf Jahren mehr als 5000 Studierende lernen werden. Was das Personal angeht, haben wir ein ganz klares Mengengerüst. Momentan haben wir 26 fest verbeamtete Professoren und sind natürlich dabei diese Zahl weiter auszubauen, zumal wir insgesamt 33 genehmigte Professorenstellen besetzen dürfen. Als DHBW haben wir aber die Besonderheit, dass wir einen Teil der Lehrenden durch externe Lehrer und Professoren abdecken. Hier haben wir momentan an unserem Standort 300 Lehrkräfte und der Bedarf steigt ständig. Hier werden wir wohl in den nächsten fünf Jahren auf circa 500 externe Lehrkräfte aufstocken. H A N I X - Wir haben erwähnt, dass viele Studenten sich in der Stadt reizvollere Angebote wünschen, wie man sie aus klassischen Studentenstädten wie Heidelberg oder Tübingen kennt. Was kann die Stadt aus ihrer Sicht tun, um die Heilbronner Studenten in diesem Punkt zufriedener zu stellen?

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TITELTHEMA: STUDIEREN Wenn Sie als Stadt die kommunale Verwaltung meinen, muss man klar sagen, dass die Stadt keine Kneipen betreibt und betreiben wird. Ich denke aber es ist möglich und notwendig, die bürokratischen Hürden für beispielsweise neue Gastronomiebetriebe zu senken, beziehungsweise teilweise auch abzubauen. NICOLE GRAF H A N I X - Und welche Maßnahmen ergreift die DHBW selbst, um den Studenten hierbei zu unterstützen? Interessante Vorträge von hochdekorierten Referenten sind schön und gut - aber wird es auch mal ein lautes Campusfest oder Ähnliches geben? Wohnraums zur Folge hat. Das Thema Studentenfeste haben wir von unserer Seite auch massiv gefördert und mit unserem Portal »Hoch3« haben wir eine Plattform, über die auch schon Partys entstanden sind. Ob wir hier auf dem Bildungscampus einmal eine Veranstaltung haben, hängt natürlich auch von der Philosophie der Dieter-SchwarzStiftung ab. Und auch ich bin mir nicht sicher, ob dies förderlich wäre. H A N I X - Zum Einstieg hatten wir gefragt, was das Letzte war, das Sie gelernt haben. Zum Abschluss nun die Frage nach ihrem nächsten Lernziel. Was wollen Sie sich unbedingt noch selbst aneignen, und wie wollen Sie das anstellen? Ich selbst bin hier nicht nur angetreten um tolle Lehrkräfte und Studenten nach Heilbronn zu holen, sondern auch um dafür zu sorgen, dass das studentische Leben ausgebaut, beziehungsweise angesiedelt wird. Eine meiner ersten Aufgaben war es mit etlichen Investoren zu sprechen und ihnen zu sagen, dass wir Studentenwohnheime benötigen. Damals haben wir mit der Firma Böhringer sehr schnell einen Investor gefunden, der die »Paula« und jetzt auch die »Roberta« gebaut hat. Auch die Gewo hat neue Wohnungen geschaffen und weitere Wohnheime sind momentan am Entstehen, zum Beispiel gegenüber der bekannten »Zigarre«. Darüber hinaus erleben wir jetzt einen Quantensprung im Bereich der Semesterplanung. Wir takten diese anders und dadurch können sich zwei Studenten eine Wohnung teilen, was eine Halbierung des benötigten NICOLE GRAF - Tatsächlich habe ich hier einen ganz konkreten Wunsch. Im Bereich Autonomie der DHBW haben wir momentan viel damit zu tun unsere Verwaltungsprozesse selbst gestalten zu dürfen und müssen. Mir ist klar geworden, dass ich auch wissen muss, wie die Kameralistik funktioniert. Deshalb möchte ich mich intensiver in die Verwaltungsmodalitäten des öffentlichen Dienstes einarbeiten. NICOLE GRAF -

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I CH ST U D I E R E , ALSO B I N I C H ? TEXT: FRIEDA WEISS FOTOS: FOTOLIA »Können Sie diese Unterlagen dem Alphabet nach sortieren und dann in mein Fach legen«, fragte sie ihr Chef ungeduldig. Das werde ich gerade noch hinbekommen, du Fuchs, dachte sich meine Freundin und nahm den Papierstapel entgegen. »Der denkt wohl, er sei was Besseres«, sagte sie mir abends am Telefon völlig aufgelöst, »nur, weil er studiert hat, dieser Schnösel.« Diese Momente gibt es oft, in denen sich manche nicht wertgeschätzt fühlen oder sich wegen eines Titels weniger, oder wie hier, mehr wert fühlen. Dabei ist das absoluter Quatsch.

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TITELTHEMA: STUDIEREN »Können Sie diese Unterlagen dem Alphabet nach sortieren und dann in mein Fach legen«, fragte sie ihr Chef ungeduldig. Das werde ich gerade noch hinbekommen, du Fuchs, dachte sich meine Freundin und nahm den Papierstapel entgegen. »Der denkt wohl, er sei was Besseres«, sagte sie mir abends am Telefon völlig aufgelöst, »nur weil er studiert hat.« Diese Momente gibt es oft, in denen sich Menschen nicht wertgeschätzt fühlen oder, wie hier, sich wegen eines Titels mehr oder weniger wert fühlen. Dabei ist das absoluter Quatsch. Zu studieren sagt überhaupt nichts aus. Nur weil jemand studiert oder studiert hat, ist er nicht gleich wer. Ein Studium ist einfach eine Chance, die einem nachträglich ein Meer an Möglichkeiten bietet. Aber selbst das ist relativ. Kommt eben darauf an, was man mit all den Möglichkeiten anfängt. Es gibt nichts Schöneres, als etwas aus eigenem Antrieb heraus nachzugehen. Ich habe erst spät mein Studium begonnen. Mit 25 habe ich in einem Jahr die Fachhochschulreife abgeschlossen, um darauf zu studieren. Ich habe mich für BM entschieden – Betriebswirtschaft mit der Fachrichtung Marketing, und der Vertiefung Kommunikation und Medienmanagement. Hört sich spektakulärer an, als es tatsächlich ist. Dennoch: Ich liebe es. Ich liebe es mich durch die Grundlagen der Betriebswirtschaft zu quälen, die mitunter ziemlich trocken sind, aber halt dazu gehören. Ich liebe es mich mit Medienkampagnen, Marken und Sinnfragen zu beschäftigen, wie: Brauchen wir das alles eigentlich? Die Antwort lautet: Nein, wir brauchen das nicht alles, nutzen es aber trotzdem. Im Endeffekt heißt studieren nichts anderes, als sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen, und Methoden und Werkzeuge an die Hand zu bekommen, um das Ganze strukturiert und wissenschaftlich aufzubereiten. Das ist der ganze Zauber. Hört sich einfach an, nicht? So ist es auch. Das Besondere hier ist vielmehr die eigene Entwicklung. Es geht nicht darum, wie supertoll man jetzt 300 Seiten bis zum Erbrechen auswendig gelernt hat. Sondern es geht darum, wie man mit Rückschlägen, Widerstand, Zweifeln und sogar Ängsten zurechtkommt. Wie man sich in solchen Situationen selber motiviert, organisiert und Prioritäten setzt, und entscheidet, was denn jetzt wirklich wichtig ist. Wie wird man mit einem Rückschlag fertig, eine Prüfung nicht bestanden zu ha91 »Da s Besondere is t die eigene Entwic klu n g .« ben, und nur noch eine Chance zu haben, weil sonst der Härteantrag folgt? Und davon gibt es nur ein bis zwei für das gesamte Studium. Oder der Widerstand beim Lernen, wenn der Stoff einfach nicht ins Hirn will, und man schier durchdrehen könnte. Die Zweifel, ob man es nicht doch lassen sollte? Weil andere schon viel weiter sind mit ihrem Studium, und manche einen echt blöd anschauen. Und am Ende die Angst, ob man es auch wirklich schafft, weil es eben auch nicht einfach ist, zu studieren. Oder einem die Mittel ausgehen. Man braucht Mut und Ausdauer, denn jeder hat andere familiäre, finanzielle, intellektuelle und persönliche Voraussetzungen, die eben eine unterschiedliche Studienentwicklung bedeuten können. Wie geht man damit um? Keiner ist wie der andere. Und genau das ist das Schöne am Studieren. Ob bewusst oder unbewusst. Durch ein Studium lernt man sich noch mal ganz anders kennen, man entwickelt sich persönlich weiter. Ganz gleich, ob es der Weg ist, das Lernen zu lernen, die Auseinandersetzung während einer Projektarbeit konstruktiv zu klären oder einfach, das Miteinander auf dem Campus. Der Mensch reift. Neben Fachwissen werden auch »Soft Skills«, also die sozialen Fähigkeiten einer Person, weiterentwickelt. Von Mensch zu Mensch aber in unterschiedlichem Tempo. Und das ist auch völlig okay. Soft Skills? Das heißt, wie arbeite ich zum Beispiel in einem Team? Bin ich das Alphamännchen, das alle führt, und die meiste Verantwortung trägt? Oder bin ich eher der Ausführende? Wie komme ich mit

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TITELTHEMA: STUDIEREN Kritik klar? Und was mache ich eigentlich, wenn ich jemanden überhaupt nicht riechen kann? Stundenlanges Anschweigen oder gleich die Köpfe einschlagen? Das zu lernen, Dinge zu hinterfragen und sich selbst zu reflektieren - sprich, mal sein eigenes Verhalten kritisch unter die Lupe zu nehmen. All das sind Aspekte, mit denen man sich unter anderem im Studium auseinandersetzt. Nun könne man argumentieren, dass man sich ja auch außerhalb eines Studiums weiterentwickelt. Da braucht man nicht zu studieren. Da sage ich ganz klar: Stimmt, aber anders. Man wächst an seinen Aufgaben, und die sind in einem Studium eben kontinuierlich anspruchsvoll und fordernd. Manchmal echt kräftezehrend. Man hat einen anderen Blickwinkel kennengelernt, und lernt von und durch seine Kommilitonen, Professoren und seiner Umwelt. Es ist einfach anders, und sehr intensiv. Bevor ich mein Studium begonnen hatte, bin ich in viele Rollen geschlüpft, hatte viele Jobs gemacht. Es war gut so. Ich hatte Spaß an meiner Arbeit und bin wirklich dankbar für diese Erfahrungen. Doch irgendwie erfüllte es mich nicht. Da war Verlangen nach mehr. Mehr Horizont, mehr Ideen umsetzen und Talente fördern. Und so geschah es. Ich war dankbar zu studieren und liebte den Prozess der Bewegung und Entwicklung. Am Ende kommt es darauf an, dass du glücklich bist. Was auch immer das für den Einzelnen bedeutet. Um glücklich zu sein, muss man nicht studieren. Es ist nur eine Möglichkeit von vielen mit zahlreichen Für und Wider. Kommt eben darauf an, was man vom Leben will und wo die Reise hingehen soll. Das bestimmt jeder selbst. Und wie sagte der Autor William Somerset Maugham einmal: »Am meisten bereut man, was man nicht getan hat.« Also, mach‘ dein Ding, ob mit oder ohne Studium. »A m E n d e kom m t e s d arau f an , d a ss d u g lü cklich bis t .«

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HEILBRONNER STUDIS Christ i an Ge r b e r is t z u m St u d ieren aus Ro s to ck in d ie Re g io n g e k o m m e n. Er chi llt g e rne au f de r Ter r a s s e d er Un i- Bü ch e re i o d e r am Stad ts e e . Da d e r K affe e i n der Mensa zu dü n n i st, z ieht es i hn a u f ein e n E s pre s s o ö fte r ins Fle is ch h aus . Se in li ebste Klamot t e n store is t d a s L o o m i n d er Eich g as s e . Oft is t C h ris tians Stam m pa rkp la tz i m Park hau s de s Bil d u n g s c a m pu s b el egt, d a e r s ich m o rg e ns aus d e m Be tt quä len muss. »DIE UNI IST TOP, DIE CLUBLANDSCHAFT DER STADT ABER SEHR DÜNN.« Alter: Jahre DHBW Heilbronn & Dienstleistungsmanagement Hochschule: Studiengang: Sport- FOTOS: MEHMET FILIZ Name: Christian Gerber Berlin

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TITELTHEMA: STUDIEREN

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TITELTHEMA: STUDIEREN STUDENTENWOHNEN VON MORGEN SIEGERBEITRÄGE AUS DEM STUDENTISCHEN WETTBEWERB »GRAEFFARCHITEKTURPREIS 2014 – WOHNRAUM 6.3« TEXT: SONJA GLÄSER-KIRMSE FOTOS: STADTSIEDLUNG HEILBRONN Bild linke Seite: 1. Preis Wohnraum Michaela Wengert Bild diese Seite: 1. Preis Wohnraum Sanda Moharic Die am Europaplatz angesiedelte Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (DHBW) - in Verbindung mit der Akademie für innovative Bildung und Management (AIM) und der German Graduate School of Management and Law (GGS) - und die Hochschule Heilbronn, die im Oktober 2012 in der Nachbarschaft einen wichtigen Innenstadtstandort bezogen hat, erfahren derzeit eine sehr positive und rasante Entwicklung. Bis 2019 soll der Hochschulstandort in der Heilbronner Innenstadt für bis zu 6000 zusätzliche Studierende ausgebaut werden. Es ist daher dringend erforderlich, neben dem Ausbau der Infrastruktur und der Räumlichkeiten für den Hochschul-Betrieb auch über das künftige studentische Wohnen nachzudenken. Die in Mannheim ansässige Graeff Container GmbH gehört seit 2012 zur weltweit tätigen Losberger Gruppe, einem der bedeutendsten Hersteller, Verkäufer und Ver97

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TITELTHEMA: STUDIEREN Bild: Preis Wohnraum Nico Washeim mieter von mobilen Raumlösungen. Gemeinsam mit dem Neckarsulmer Architekturbüro vogt.heller architekten und der Stadtsiedlung Heilbronn hat Graeff einen studentischen Wettbewerb ausgelobt mit dem Ziel, Lösungsvorschläge für zeitgemäßen, platzoptimierten, erschwinglichen und nicht zuletzt nachhaltigen Wohnbau für Studenten aufzuzeigen. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thomas Jocher haben 15 Studierende des Master-Studiengangs »Architektur und Stadtplanung« an der Universität Stuttgart an dem Wettbewerb teilgenommen und lehrveranstaltungsbegleitend im Wintersemester 2013/14 Vorschläge für studentisches Wohnen in Graeff-Modulen erarbeitet. Die Ergebnisse wurden von den verantwortlichen Lehrbeauftragten benotet und anschließend von einem 5-köpfigen Preisgericht im Hinblick auf die architektonische Qualität, Funktionalität und räumliche Gliederung sowie die Gestaltung der Inneneinrichtung bewertet. Drei Studierende erhielten die Traumnote 1,0 und sechs Arbeiten wurden von dem Preisgericht mit Urkunden ausgezeichnet. Preisgelder in Höhe von jeweils 1.500 Euro gehen an Sanda Moharic und Michaela Wengert, 1.000 Euro an Nico Washeim.

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Se it A nfang d e s Jah re s be s te h t ei ne Ko o pe ratio n d e r Ho ch s ch ule Hei lbronn m it d e m Villa Co lle ge auf d e n Ma ledi ve n. Oh ne Pro fe s s o r Do k to r Chri sti a n Bue r, d e m Le ite r d e s Stud ie nga nges To uris m us wir ts ch aft, wäre d iese Zusa mm e narbe it nich t zus tand e g e k ommen. Dank ih m d ür fe n bald e inig e Hei lbronne r Stud e nte n ih r Aus land s - oder Pra xis s e m e s te r an parad ie s is ch e n Tra ums tränd e n abs o lvie re n. Pro f. Dr. Buer e r zäh lte uns , wie d ie Ko o pe rat i on zus tand e k am . INTERVIEW: ROBERT MUCHA FOTO: PRIVAT »DIE ERFAHRUNGEN AUF DEN MALEDIVEN WERDEN UNSERE STUDENTEN PRÄGEN« H A N I X - Herr Professor Buer, Anfang des Jahres hat die Hochschule Heilbronn einen Kooperationsvertrag mit dem Villa College auf den Malediven geschlossen. Vom Erstkontakt bis zur Vertragsunterzeichnung vergingen 18 Monate und viele Verhandlungsrunden. Ist dieser Zeitraum eher Standard bei der Anbahnung von internationaler Zusammenarbeit auf akademischem Gebiet, oder war es in diesem Fall ein komplizierteres und langwierigeres Verfahren, bis die Kooperation besiegelt werden konnte? Die Globalisierung macht auch vor der Bildung nicht halt. Innerhalb der EU haben wir das Bildungsprogramm ERASMUS, dass den Austausch von Studierenden und Dozenten im Sinne des Bologna Prozess fördert. Neben den EU-Mitgliedstaaten sind weitere Länder assoziierende Staaten innerhalb des Programmes. Für Staaten, in denen eine vereinfachte Kooperation, abgeleitet aus dem ERASMUS Programm, nicht möglich ist, ist eben eine individuelle Verhandlung notwendig. Um P RO F. D R . C H R I S T I A N B U E R -

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TITELTHEMA: STUDIEREN dieses umfangreiche Programm des Austauschs zu implementieren und aufgrund der eingeschränkten Reisetätigkeit ist ein 12 - 18-monatiger Prozess normal. Der Prozess ist einerseits die Abgleichung der Studienanforderung und die Erfüllung der Bewerber im Sinne der Zulassung zum Bachelor Studium und anderseits die Prozesse der Hochschule Heilbronn zu durchlaufen. Hierbei sind, neben den vertragsrechtlichen Prüfungen, auch die Gremien der Lehre mit einzubinden. H A N I X - Welche Kooperationsfelder gibt es zwischen der Hochschule Heilbronn und dem Villa College? STUDIEREN PROBIEREN SCHNUPPERTAGE DER HOCHSCHULE HEILBRONN AN ALLEN VIER STANDORTEN Es geht um die Implementierung zweier grundständiger Bildungsprogramme (die Red. Bachelor Tourism Management und Bachelor International Business/Intercultural Studies) sowie der Option auf weitere Programme; auch im Master-Bereich. Die Studierenden des Villa College studieren damit das Programm der Hochschule Heilbronn und werden auch in diesem Rahmen den Leistungsnachweis zu erbringen haben. Damit erhalten diese den Abschluss der Hochschule Heilbronn. Weiter geht es um den Austausch von Studierenden und Dozentinnen und Dozenten: Durch die Implementierung des bekannten Studienprogrammes der Hochschule Heilbronn, können Professorinnen und Professoren des bestehenden Angebotes in Heilbronn die Veranstaltungen auf den Malediven begleiten. Auf jeden Fall haben diese die Prüfungsverantwortung in Heilbronn. Dieser Austausch erlaubt Heilbronner Studierenden, das Programm im Auslandsemester inhaltlich gleichlautend auf den Malediven zu studieren. Und schlussendlich geht es auch um die Schaffung der Möglichkeit von Praxissemestern auf den Malediven für die Studierenden der Hochschule Heilbronn; insbesondere aus den jeweiligen Studiengängen. P RO F. D R . C H R I S T I A N B U E R H A N I X - Ziel war es Heilbronner Studienangebote zu identifizieren, die in einem nächsten Schritt in die Malediven exportiert werden können. Ab dem kommenden Sommer werden die ersten Studenten auf den Malediven ihr Studium des Tourismusmanagements aufnehmen. Ein Jahr später ist dann auch die Einschreibung für das Studienangebot der Internationalen Betriebswirtschaft möglich. Weshalb waren diese beiden Studiengänge für das Villa College am attraktivsten? 2014 MITTWOCH, 23. APRIL DONNERSTAG, 24. APRIL FREITAG, 25. APRIL Campus Heilbronn – Sontheim Campus Heilbronn – Am Europaplatz Campus Künzelsau Reinhold-Würth-Hochschule Campus Schwäbisch Hall Tourismus ist ein etablierter Wirtschaftszweig auf den Malediven. IBIS hat den Schwerpunkt Interkultur und Arabischer Raum. Beides P RO F. D R . C H R I S T I A N B U E R -

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TITELTHEMA: STUDIEREN dient zur wirtschaftlichen Verflechtung der Malediven. H A N I X - Nicht nur die Zielgruppe vor Ort – Studierende von den Malediven, Sri Lanka und Malaysia – soll in den Genuss eines Studiums am Villa College kommen. Auch Heilbronner Studierende haben im Rahmen eines Austauschstudiensemesters die Möglichkeit, kostenfrei auf den Malediven zu studieren – oder aber im Rahmen ihres verpflichtenden Praxissemesters in dort ansässige touristische Unternehmen hinein zu schnuppern. Wir können uns vorstellen, dass Sie sich vor Bewerbungen der Heilbronner Studierenden kaum retten können. Oder täuschen wir uns diesbezüglich? paradiesischem Umfeld in kleinen Seminargruppen und Vorlesungen und Exkursionen an Traumstränden oder haben wir falsche Vorstellungen vom Studieren auf den Malediven? Die Hochschule Heilbronn bzw. die Fakultät International Business, in denen die beiden Bachelor-Programme angeboten werden, hat bereits über 100 internationale Partnerhochschulen. Dies verteilt sich nach den Interessen sehr gut. Der Vorteil beim Villa College liegt darin, dass Studenten aus Heilbronn die Möglichkeit haben, das Praxis- und Studiensemester dort zu verbringen. Die Villa Group agiert als globaler Unternehmer im Bereich, Incoming, Trading, Transport & Shipping, mit eigener Airline und natürlich Hotellerie. Dies gibt den Studierenden beider Studiengänge die Möglichkeit, bei unseren Partnern ab dem 4. Semester zu studieren. Dies bedeutet, dass erst, wenn das Villa College das 4. Semester anbietet, ein aktiver Austausch zum Studieren möglich ist. Für Praxissemester werden aber bereits gegenwärtig Angebote formuliert. P RO F. D R . C H R I S T I A N B U E R H A N I X - Sicher werden auch Studenten des Villa College nach Heilbronn kommen, um hier ihren akademischen Erfahrungsschatz zu erweitern. Wie viele Studenten von der Trauminsel erwarten Sie hier in Heilbronn? Ich selbst habe seit der Initiierung des Programmes in Vorlesungen vor Ort mitgewirkt. Die Studierenden auf den Malediven sind nicht nur engagiert, sondern auch sehr wissbegierig und können mit einem komplexen Denken sehr gut umgehen. Dies bedeutet, dass unsere Studierenden dort den Ansprüchen unserer Programme gerecht werden. Die Vorlesungsgruppen in der Spezialisierung sind verbleichbar wie bei uns. Wir gehen von Gruppengrößen von rund 10-25 Studenten aus. Ich denke, dass die Studierenden also durchaus »das Paradies« haben werden, da Sie unmittelbar mit der Praxis vor Ort in Verbindung kommen. Die Traumstrände werden die Studierenden ebenso genießen können, wie das intensive Treiben auf der Hauptinsel Male, in denen über 106 000 Menschen wohnen. Dort wird auch der Unterricht stattfinden. Was sie umfangreich mitnehmen können, ist durch die komplexen Strukturen, die auf den Malediven herrschen, ein integratives Tourismussystem zu erkennen. Die Erfahrungen werden prägen! P RO F. D R . C H R I S T I A N B U E R H A N I X - Welche Wichtigkeit diese Kooperation für die Malediven hat, zeigte die Präsenz einiger Regierungsvertreter, wie z.B. der Minister der Ressorts Wirtschaft, Transport und Kommunikation, Tourismus und Bildung, die sich bei der Vertragsunterzeichnung die Ehre gaben. Haben Sie vor der Reise mit einem solch großen und honorigen Empfangskomitee gerechnet oder waren Sie davon selbst überrascht? Dies kann ich Ihnen heute noch nicht beantworten. Die Problematik dieses Austausches sind die damit verbundenen Kosten. Angedacht ist, dass das Villa College bzw. die Villa Group hierzu Stipendien erteilen wird. Wir gehen davon aus, dass wir bis zu fünf Studierende pro Semester haben werden. Dies ist aber eine Prognose, die sich im Laufe der Entwicklung der nächsten beiden Jahre bestätigen muss. P RO F. D R . C H R I S T I A N B U E R H A N I X - Sie selbst waren Teil einer siebenköpfigen Delegation Heilbronner Hochschullehrer, die das Villa College besucht haben. Was können Heilbronner Studenten vor Ort erwarten? Studieren in Ich habe diese Präsenz nicht erwartet, aber diese hat mich auch nicht überrascht. Meine ersten Gespräche über diesen Austausch führte ich mit dem heutigen Wirtschaftsminister der Malediven. Ich hatte stets von der Regierung und den Akteuren der Malediven eine starke Unterstützung. P RO F. D R . C H R I S T I A N B U E R H A N I X - Man ist geneigt zu glauben, dass in erster Linie Heilbronner Studienangebote für die Malediven interessant sind. Ist es aber auch denkbar, dass Angebote des Villa College nach Heilbronn exportiert werden? Und falls ja, um welche Studiengänge könnte es sich hierbei aus ihrer Sicht handeln? Zurzeit gibt es keine Studienangebote auf den Malediven, die für einen Export hier nach Heilbronn infrage kämen. P RO F. D R . C H R I S T I A N B U E R -

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»HAUPTSACHE M A N F Ü H LT SICH WOHL« HEILBRONN AUS STUDENTENSICHT TEXT: MARIA SANDERS FOTOS: PATRICK LABITZKE »Darf`s noch was sein«, fragt die Dame hinter der Kaffeebar und dreht ihren Kopf zu Iris Thalhammer, die direkt vor der Theke im Café Schümli wartet. »Einen Kaffee zum Mitnehmen«, sagt Thalhammer und lächelt die Bardame freundlich an. Die Maschine rattert, es riecht nach frisch gemahlenen Kaffeebohnen und laute Gespräche sind zu hören. »Vorsicht«, ruft eine Frau von hinten. Iris Thalhammer macht einem Satz zur Seite. Überrascht schaut sie der Kellnerin mit dem Tablett in der Hand hinterher. »Es ist viel los«, stellt die angehende Foodmanagerin fest, und blickt auf die besetzten Stühle im Café drinnen, wie draußen in der Fußgängerpassage. KULINARISTIK Eine n e u e Stadt b a h n , ei n n eu er Bildun g sc amp u s , ei n e n eu e Al l ee – in He i l b ron n t u t s i c h w a s . Die St adt i st i n Be weg u n g , a b er a uch g e n ug für d i e St u d en t en ? Wir hab e n m i t d rei Ho c hs c hü l er n a us un t e r sc h i e d l ic h en St u d i en g ä n ge n ge s proc h e n . Si e ha b en u n s vo n s ic h und ih re m St uden t en l eb en in He ilbron n e r zäh l t , u n d w ie s i e die Sta dt se l b st er l eb en . Iris Thalhammer ist vom Fach. Sie studiert Foodmanagement und Kulinaristik im zweiten Semester an der Dualen Hochschule in Heilbronn. Ursprünglich kommt die 26-Jährige aus dem bayerischen Chiemgau, nahe der österreichischen Grenze. In Würzburg ist sie zur Schule gegangen und aufgewachsen. In München absolvierte sie ihre erste Ausbildung zur Hotelfachfrau, arbeitete anschließend darin für drei Jahre in der Schweiz, und leitete sogar ein Restaurant. »Heute vermisse ich den Job«, sagt die Studentin, »doch damals wusste ich, dass ich das nicht mein ganzes Leben lang machen wollte.« Gastronomie und Privatleben lassen sich schwer vereinbaren. Als Hotelfachfrau oder Restaurantfachfrau hat man immer eine abwechslungsreiche Aufgabe und man arbeitet mit Menschen zusammen. Nachteilig sind allerdings die Arbeitszeiten. Wenn andere Freizeit haben, müssen Hotel- und Restaurantfachangestellte arbeiten. »Ich bin gerne bereit, viel zu arbeiten«, erklärt sie, »doch etwas Privatleben wäre schon schön.« BIOGEMÜSE- UND KRÄUTERHANDEL Sie jobbte, machte Praktika im Medienbereich und in der Kunstszene. Doch das war für sie auch nicht das Wahre. Bis sie ihr Vater fragte, ob sie sich nicht vorstellen könnte, in seinem Biogemüse- und Kräuterhandel mit einzusteigen. Ihre erste Reaktion war: »Auf gar keinen Fall.« Sie nippt an ihrem Kaffeebecher, und überlegt. »Im Endeffekt hatte ich meinen hauptsächlichen Unterhalt doch wieder nebenher in der Gastro verdient«, sagt sie mit leicht bayerischem Dialekt. Also ließ sie sich das Angebot ihres Vaters noch mal den Kopf gehen, und willigte schließlich mit ihm als Praxispartner ein.

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TITELTHEMA: STUDIEREN Matthias Kohlenberger gerade Fotos gemacht«, will er wissen, aber mehr amüsiert als ernst. Er ist der Sicherheitsdienst vom Schmuckladen gegenüber. Neugierig ist er, plaudert ein wenig, bis er schließlich fragt: »Darf ich auch aufs Foto.« Nach ein, zwei Aufnahmen wünscht er noch einen »schönen Tag«, und zieht glücklich ab. Wenn Iris Thalhammer nicht arbeiten und auch nicht lernen muss, geht sie gerne aus. Ein bis zwei Mal die Woche ist sie abends bei Freunden oder sie gehen etwas Trinken. Pfeffer Lebensmittel, Hans im Glück oder Biomammut sind Locations in Heilbronn, in denen sie sich gerne aufhält oder einkauft. »Ich schätze die Qualität der Waren und gehe gern dort hin«, sagt sie. Den Kaffeegeschmack im Kaffeehaus Hagen beschreibt sie sogar als »sensationell«. Wie läuft ein duales Studium eigentlich ab? Auf jeden Fall sehr abwechslungsreich. Drei Monate in Vollzeit an der Dualen Hochschule studieren. Danach geht es wieder für drei Monate im Betrieb arbeiten. »Da wird es nicht langweilig.« Langeweile kommt auch bei Matthias Kohlenberger nicht auf. Er studiert Betriebswirtschaft und Dienstleistungsmanagement mit der Vertiefung Sportmanagement im vierten Semester. NACHTLEBEN »Jetzt bin ich gespannt«, sagt sie und schaut neugierig durch ihre verspiegelte Sonnenbrille. Mit Zeigefinger und Daumen hält sie den Kaffeepappbecher in der linken Hand und versucht einen Schluck des heißen Milchkaffees zu trinken. Ihr Studium gefällt ihr gut: » Davon bin ich mehr als überzeugt«, so die Studentin. Die Vorteile sind klar: Geld verdienen, direkter Praxisbezug und sofortige Umsetzung der Theorie. »Der Kaffee ist übrigens gut«, fügt sie hinzu. »Marketing gefällt mir sehr gut«, sagt die junge Studentin, »weil ich das derzeit im Unternehmen direkt anwende.« Aber auch Ernährungslehre, Warenkunde und Gesundheiterhaltung findet sie spannend. Ihre Lieblingskurse sind »Lebensmittel Handel« und »Kulturgeschichte & Gastlichkeit«. »Es geht um die Trends, wie sich Esskultur entwickelt hat und welche Auswirkungen das auf die Unternehmen hat«, sagt Thalhammer und lehnt sich gegen das große, bunte Holzschaukelpferd in der Fußgängerzone. SCHMUCKLADEN Es gibt Parks, Fitnessstudios, die Kletterarena und andere Einrichtungen, in denen man sich sportlich betätigen kann. Aus sportlicher Perspektive hat Heilbronn also ein hervorragendes Angebot. Doch was der gebürtige Freiburger ein wenig bedauert, ist der schwache Zusammenhalt der Studenten. »Wir verstehen uns alle super«, sagt Kohlenberger, »aber es gibt hier kein richtiges Nachtleben, das junge Leute zusammenbringt.« In Stuttgart gäbe es die Theodor-Heuss-Straße und in Heilbronn? Der angehende Sportmanager fühlt sich wohl in Heilbronn, doch wirklich halten, tut ihn hier nichts. Deswegen kann er sich nach seinem Studium einen guten Job in einer anderen Stadt oder eine Weltreise vorstellen. »Auf jeden Fall muss es etwas sein, dass mich erfüllt und ich anderen Menschen etwas mitgeben kann.« Matthias Kohlenberger ist zufrieden mit seiner Studiengangwahl. Der Student aus Leingarten war schon immer sehr sportlich. Als Teenager spielte er Fußball und mit 14 kam er zum Klettern. Als er sich in Sachen Berufswahl entscheiden musste, stand für ihn fest: »Es muss was mit Sport sein.« »Hallo«, ruft plötzlich ein Mann in einer schwarzen Uniform. Das Interview wird unterbrochen. »Werden hier

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TITELTHEMA: STUDIEREN Pascal Schumann Iris Thalhammer LEIDENSCHAFT Der 25-jährige studiert Betriebswirtschaft und Dienstleistungsmanagement mit der Vertiefung Sportmanagement an der Dualen Hochschule in Heilbronn. Sport betreibt er nicht nur selber gerne, er interessiert sich auch für Sport in anderen Zusammenhängen. »Ich bin froh um die Sportkomponente«, beschreibt der Student sein betriebswirtschaftliches Studium. »Es ist ein Bereich, der immer wichtiger wird und vielfältige Arbeitsfelder bietet.« Sei es Sport im Verein, im Bereich Gesundheitsprävention oder in Unternehmen. Seine große Leidenschaft gilt dem Klettern. Vier bis fünf Mal die Woche geht er nach der Vorlesung direkt in die Kletterarena in Heilbronn und verbringt dort zwei bis vier Stunden. Als Trainer oder aktiver Kletterer. »Ich kann mich gut auf eine Sache konzentrieren und diese konsequent umsetzen«, beschreibt Kohlenberger seine Fähigkeit, die ihm beim Klettern ebenso nützlich war, wie beim Lernen für die Prüfungen. EIN PAAR STRASSEN WEITER... schaut sich die neusten Shirts an der Stange an. »Ich gehe gerne einkaufen«, sagt der 19-Jährige und geht dabei die Kleiderbügel durch. Pascal Schumann studiert Betriebswirtschaftslehre und Dienstleistungsmanagement mit der Vertiefung Konsumgüterhandel in Heilbronn. »Mein Studiengang passt zu mir«, sagt Schumann, der eine Vorliebe für Bekleidung hat. Ihm ist es wichtig, was er morgens anzieht. Deswegen kann das Styling am Wochenende schon mal gut eine Stunde dauern. »Hauptsache man fühlt sich wohl«, so der Student. Seinen Modegeschmack beschreibt er selbst als »ziemlich ausgefallen«. Am liebsten geht er mit seiner Freundin oder seiner besten Freundin in Regensburg oder in Heilbronn, einkaufen. Pascal Schumann befindet sich im vierten Semester. Den praktischen Teil absolviert er alle drei Monate in der Kaufland-Ausbildungsfiliale in Cham, einem rund 16.500-Seelendorf in der Oberpfalz und nahe der tschechischen Grenze. Von Heilbronn ist er begeistert: »Ich finde die Stadt viel attraktiver, als Cham.« Hier gibt es viel mehr Lokale und Einkaufsmöglichkeiten. »Das reinste Paradies.« ... steht Pascal Schumann im Klamottenladen Novacane in der Sülmerstraße, dem ehemaligen Burnside, und

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BILDUNGSCAMPUS

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TITELTHEMA: STUDIEREN Seit dem Wintersemester 2011/2012 hat der Bildungscampus Heilbronn seinen Betrieb aufgenommen. Ermöglicht wurde der Bau des Bildungscampus insbesondere durch das Engagement der Dieter Schwarz Stiftung, die die Baukosten geschultert hat und sich über 15 Jahre hinweg an den Personal-, Raum- und Sachkosten der Hochschul-Außenstelle beteiligen wird. Zudem hat die Stadt Heilbronn den Bau des Campus mit einem einmaligen Zuschuss unterstützt, um den Hochschulstandort Heilbronn zu stärken. Nach den Entwürfen des Stuttgarter Architekturbüros Glück und Partner sind vier nahezu quadratische Gebäude, jeweils mit Innenhof, entstanden, die sich in zwei Reihen über das Gelände verteilen. Jede Einrichtung des Bildungscampus hat ihr eigenes Haus. Unser Fotograf Mehmet Filiz hat sich umgesehen.Sed que et plaut licidipid FOTOS: MEHMET FILIZ

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Kreativzentru Heilbronn „Wir halten kreative Köpfe in Heilbronn und fördern junge Unternehmer/innen und Ideen“ (Philipp Kionka / FormatFilm) Räume zu vermieten Unser Kontakt Kreativzentrum Heilbronn Salzstrasse 27 • 74072 Heilbronn • www.kreativzentrum-heilbronn.de • kionka@formatfilm.tv Kreativzentrum Heilbronn

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JOSHIS MEINUNG Studenten sind Leute, die nach der Schule einen Beruf studieren. Studieren ist lernen. Bedeutet also, Studenten lernen einen Beruf nach der letzten Klasse, manchmal auch erst später, sodass sie in dem Beruf arbeiten können, den sie sich ausgesucht haben. Man muss ja Geld verdienen, um zu überleben, also um Essen und Trinken zu kaufen, ein Dach über dem Kopf zu bezahlen. Wenn man kein Geld hat, dann hat man auch kein Haus und ohne Haus oder Wohnung ist man obdachlos. Also arm. Dann hat man kein Dach über dem Kopf und keine Nahrung. Das ist sehr schlimm und traurig. Naja, mal zurück zum Thema, zu den Studenten. Studieren kann man, wenn man Abi oder was Ähnliches gemacht hat, also kann das nicht jeder machen. Das ist vielleicht auch gut so, wenn ich mir überlege, jeder aus meiner Klasse dürfte Arzt werden und Leute operieren, dann ist das keine so tolle Überlegung. Da denk ich an einen bestimmten Mitschüler und stell mir vor ... Na, da käme wohl kein Patient lebend wieder aus dem Krankenhaus, nach Hause. Mama hat auch mal studiert, sie sagt, viele von den Leuten dort gehen studieren, weil sie dann noch nicht arbeiten müssen und viele Partys feiern können. Ist wohl auch so. Jedenfalls hat es Mama da bestimmt gefallen, die hat auch in England studiert und da gab es auch so englische Kneipen auf dem UniversitätsPausenhof. Für die verschiedenen Berufe gibt es Fächer, die man studieren muss, um den Beruf dann am Ende zu bekommen. Ich erklär mal so den Grundberuf ... Also ok, los: beim Beruf Arzt muss man Medizin studieren und für Tierarzt dann Tiermedizin, als Kunstmaler ist das Fach Kunst. Wie lange es dauert, bis man anfangen kann zu studieren, ist, glaub ich, in jedem Bundesland anders. Hier in Baden-Württemberg muss man, wenn man aufs Gymnasium geht, vorher 12 Jahre zur Schule gehen, wenn man auf die Realschule geht, dann muss man danach noch woanders weiter zur Schule gehen, bevor man studieren

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TITELTHEMA: STUDIEREN kann. In anderen Bundesländern ist das vielleicht nicht ganz so, davon hab ich jedenfalls null Ahnung. Was ich weiß ist, dass man mehr Auswahl hat, was man mal arbeitet, wenn man Abitur gemacht hat und dann eben auch studieren kann. Wenn man unbedingt Lehrer werden will oder Architekt, dann geht das halt nur mit studieren, da kann man keine Lehre machen. Nach dem Abi kann man also entweder einen Beruf lernen in einer Ausbildung oder halt studieren. Das ist ja wichtig, dass man einen Beruf macht, den man mag, schließlich muss man das jeden Tag machen und dann sollte man auch zufrieden sein mit seinem Beruf. Ich weiß noch nicht, was ich mal werden will, da ist ja noch viel Zeit, bis ich mich da entscheiden muss. Jetzt ist ja erst die Grundschule und ich muss noch lange in die Schule gehen und die doofen Hausaufgaben machen. Wenn ich Lehrer wäre, würde ich die zuerst mal abschaffen. Feuerwehr will ich nicht sein, da verdient man ja nicht dauerhaft, weil es ja nicht jeden Tag in allen Häusern brennt oder eine Katze auf dem Baum sitzt und die Oma so verzweifelt ist, dass sie die Feuerwehr ruft, um die Katze vom Baum zu retten. Erfinder fände ich gut, das ist aber ja eigentlich kein richtiger Beruf, das kann eher ein Hobby sein. So richtig leben kann man davon wohl nur, wenn man das achte Weltwunder erfindet. Was würde mir denn jeden Tag Spaß machen? Computerspiele erfinden vielleicht. Dann müsste ich Programmierer werden. Mama findet das glaub ich nicht so toll, die hat so Leute als Kollegen. Vielleicht einfach nur die Idee zu Spielen überlegen, so Sachen einfach ausdenken, das wäre was. Fantasie habe ich genug und ich träum gern den ganzen Tag vor mich hin. Das mach ich jetzt auch! Jo, Leute, darum war es das auch schon wieder. Bis zum nächsten Mal! Tschöö, Euer Joshi!

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»MIT GOTTES SEGEN« FOTOS: PATRICK LABITZKE

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SPIEGELREFLEX: MIT GOTTES SEGEN Die Karlsruher Glockengießerei Bachert produziert und restauriert Glocken in langer Familientradition. Seit 1745 widmet sich das Unternehmen dem Glockenguss und hat seit dem etliche Gotteshäuser weltweit mit neuen Glocken versorgt. Dabei hat sich an der Art und Weise der Produktion bis heute wenig verändert. Arbeitsabläufe, wie sie schon Friedrich Schiller in »Das Lied von der Glocke« beschrieben hat, haben sich dabei bis heute bewährt.

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SPIEGELREFLEX: MIT GOTTES SEGEN

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QU IZ D ICH GLÜ CK L I C H !

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EINE FR AGE: QUIZ HANIX Nº27 FRAGE: IN WELCHEN BEIDEN JAHREN GEWANN ANKE HUBER DEN PORSCHE TENNIS GRAND PRIX IN FILDERSTADT?? NIE ZUVOR SOLLEN DIE ZUSCHAUER IN FILDERSTADT, WO DER PORSCHE TENNIS GRAND PRIX SEINEN URSPRUNG HAT, EINER SIEGERIN SO ZUGEJUBELT HABEN, WIE ANKE HUBER BEI IHREM ERSTEN SIEG ALS 16-JÄHRIGE IM FINALE GEGEN DIE LEGENDÄRE MARTINA NAVRATILOVA. WENIGE JAHRE SPÄTER KONNTE HUBER IHREN ZWEITEN PORSCHE EINHEIMSEN. IM FINALE BEZWANG SIE MARY PIERCE. Porsche Zentrum Heilbronn PORSCHE ZENTRUM SNYGG. PORSCHE TENNIS PEARLS DIAMOND 5 x 2 Tickets 3 x 20€-Gutschein 5 x 2 Tickets 1 x 50 € Gutschein Zusammen mit dem Porsche Zentrum Heilbronn verlosen wir Eintrittskarten für das Porsche Museum in Stuttgart. Obendrauf gibt es schicke Schlüsselbänder. Snygg ist umgezogen und zur Feier verlosen wir drei Gutscheine im Wert von je 20 Euro. Die neue snyggAdresse: Sülmerstraße 5 in Heilbronn. Weltklasse-Tennis in Stuttgart und ihr könnt dabei sein. Wir verlosen mit dem Porsche Tennis Grand Prix 10 Eintrittskarten für die Porsche Arena. Ob ihr den Gutschein für ein Abendessen, süffige Cocktails oder ausgiebiges Frühstücken einlöst bleibt euch überlassen. Lasst es euch schmecken im »Pearls«. WER MEINT, DIE LÖSUNG ZU KENNEN, SCHICKT DIESE PER MAIL AN: QUIZ@HANIX-MAGAZIN.DE; BETREFF: ADVANTAGE HANIX EINSENDESCHLUSS IST DER 14. APRIL 2014. DER RECHTSWEG IST AUSGESCHLOSSEN. ALLE GEWINNER WERDEN SCHRIFTLICH BENACHRICHTIGT. DIE RICHTIGE ANTWORT AUF DIE FRAGE DES VORANGEGANGENEN QUIZ LAUTET: 16. MÄRZ 2014

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DEUTSCHLAND, EIN LAND DER (VIEL)FRESSER ! TEXT: RAFAELA JECKLE FOTO: PRIVAT

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NEIG´SCHMECKT: DEUTSCHE (VIEL)FRESSER Raf ae l a Je c kle w u n d er t e s i c h s ehr übe r d e uts ch e (Fr)e s s g e wo h nhe i t e n , al s Sie d ie h ies ig e Gr il l k ultur, Ke s s e lg ulas ch und Spanfe rke l ke n n e n l er n t e. So g a r Fr a u e n s to pfte n d ie Fle is ch g e rich te zum Te i l oh ne Bes t ec k in s ic h hine in. Inzwis ch e n h at R afae la Je c kl e an de u t s c hen Fres s g el a g en Ge falle n g e fund e n. Heutzutage ist der ideale Körper eine Trophäe, dem magere Diäten an Stelle von fettreicher Nahrung verabreicht werden. Das ist schade, vor allem für gefräßige Leute, die mit den Augen essen und die es lieben ihren Mund zu verschmieren. Für diese Spezies sind raffinierte Gerichte der modernen Welt nichts. Deswegen ist es toll in Heilbronn zu leben, weil man hier wie ein Vielfraß essen kann. Der Vielfraß ist eine Raubtierart aus der Familie der Marder und seine Lieblingsbeschäftigung ist es, sich den Magen voll zu schlagen. Der Begriff Vielfraß wird für die Tiere verwendet, die einen übertrieben fleischlastigen Speiseplan haben. Diese Tiere sind in der Lage viele Kilo Fleisch pro Tag zu essen, sogar viel mehr als deren eigenes Körpergewicht. Die Deutschen, vor allem die Schwaben, sind Liebhaber der guten Küche und deswegen nenne ich sie Fresser. Viele sind Künstler am Ofen und Herd. Es ist ein Land voll von Bäckereien, Metzgereien und vor allem Grillenthusiasten. In Deutschland dürfen auch die Frauen wie größe männliche Exemplare am Esstisch zuschlagen! Was bedeutet das? Sie dürfen mit den Händen essen und alles, was ihren Weg kreuzt, schuldlos schlucken ohne dem Unsinn zu folgen und Kalorien zu zählen. Obwohl es auch viele Vegetarier hier gibt, ist ein echtes gastronomische Abenteuer in der Region vollständiger, wenn die Person gerne Fleisch isst. Touristenziele zwischen Heilbronn und Stuttgart bieten viel mehr an als die berühmten Würste. Die Deutschen sind Experten in der Herstellung und Vorbereitung des Fleisches als Lebensmittel. Und das Beste ist, dass die Portionen großzügig ja sogar zu groß sind und den Durchmes141 ser der Teller oftmals überlappen. Es gibt Schnitzel, die so groß sind, wie Gullideckel. Als die Deutschen die Küche verließen und entschieden, ihre fleischlastigen Mahlzeiten zumindest zwischen März und Oktober im Garten vorzubereiten, transformierten sie den Akt der Röstung eines Fleischstückes in eine Art Religion. Diese Art der Essenszubereitung erinnert an die Steinzeit oder das Mittelalter und die Mahlzeiten sind unbeschreiblich lecker. Die Schwaben sitzen dann um ein Schwein, das sie am Spieß drehen, oder um große Eisentöpfe, die an Hexenkessel erinnern und lecken sich ihre Lippen und naschen und feiern mit ihrer Familie und Freunden. Ich habe diese Art zu Essen durch Frank, unseren Trauzeugen, kennengelernt. Und jedes Mal wenn ich einen Fuß in seinen Garten setze, weiß ich, dass wir Menschen verschiedener Nationalitäten treffen werden und zusammen, wie primitive Primaten, die saftigen Fleischstücke zu verspeisen, um am Ende mit übervollen Mägen und fettigen Fingern zufrieden um ein Feuer zu sitzen. Die letzte Spanferkelparty bei Frank wurde gehalten, weil er seine Lizenz als Flugzeugpilot feiern wollte. Um hoch in die Luft zu fliegen, so meinte Frank, sollte man einen vollen Magen haben und mit Freunden ein ganzes Schwein verspeisen. Diese mittelalterliche Essenserfahrung bewies mir, dass Deutschland ein Land der Vielfraße ist. Hier gibt es kein Mangel an Appetit auf Fleisch, kein Mangel an Ideen und Freude, um es zuzubereiten. Und man darf sich ungeniert zusammen vollfressen. Ich freue mich schon auf die nächste Spanferkelparty bei Frank. Aus welchem Grund auch immer sie stattfinden wird.

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NEIG´SCHMECKT: WENN SIE DIE TYPISCHEN GERICHTE DER VIELFRASSE AUSPROBIEREN MÖCHTEN, LESEN SIE DIE REZEPTE: KESSELGULASCH FÜR CA. 10 PERSONEN 1,5 kg Känguru 1,5 kg Hirsch 3 große Gemüsezwiebeln fein gewürfelt 2 Packungen Kidney Bohnen mittel (a 300g) 1kg Tomaten 1 Packung Mais groß (400 – 500 g) 3 Paprika rot 1,5 kg festkochende Kartoffeln gewürfelt SPANFERKEL Z U TAT E N : 1 Packung Schweineschmalz ca. 250 g Ca. 3 Liter Wasser nzahl) GEWÜRZMISCHUNG: 0 kg (je nach Personena 1 Spanferkel mit ca. 10-2 le Ca. 20-30 kg Holzkoh Ca. 100 Gramm Salz ZUBEREITUNG : 150 Gramm Paprikapulver 50 Gramm Salz e s. Über einer Grillwann 20 Gramm schwarzer Pfeffer 15 Gramm gemahlener Kümmel 15 Knoblauchzehen 15 Gramm Pulver - Chili Jalapeno oder Piri Piri oder Gewürz scharf ZUBEREITUNG: glichkeiten des Grillen Es gibt verschiedene Mö s Spanferkels posiem Feuer, das seitlich de wie unsere) oder über ein (so r). tioniert wird (siehe Bilde dass sie viel die Kohle so angeheizt, rillwanne wird zunächst Bei einer G n und mit auf einen Spieß gezoge t. Das Spanferkel wird Wärme abgib an der Wirbelsäule inen, sowie in der Mitte n Vorder- und Hinterbe de tschen). Das InneSpieß nicht hin- und herru g befestigt. (Es darf am richti uch mit einer anschließend wird der Ba rkels wird gut gesalzen, re des Fe das Feurkel mit dem Spieß über nden. Dann wird das Fe Schnur zugebu . Das das Ferkel automatisch einen Motor dreht sich er gehängt. Durch zen werden, damit n Abständen nachgesal ein muss in regelmäßige Schw r Regel dauert es gut gewürzt wird. In de er und Fett verliert und es Wass Spanferkel tig gebraten ist. Zudem , bis das Spanferkel fer 4-5 Stunden rvieren. Frisch, wenn alle lsalat oder Krautsalat se kann man Brot, Kartoffe schmeckt es am besten. an der Haut knabbern, Thai Chili 12-14 Liter Inhalt. Zuerst wird der Kessel über die Feuerstelle gehangen und das Schweineschmalz hinzu gegeben. Wenn das Schweineschmalz flüssig ist und zu kochen beginnt, werden die Zwiebeln hinzugegeben. Öfter umrühren, damit die Zwieb eln schön gleichmäßig angeröstet werden. Wenn die Zwiebeln gold-gelb sind, wird das Fleisch eingebracht. Das Fleisch schar f anbraten (bis es durch ist). Danach die komplette Gewürzmischu ng über das Fleisch geben und gut umrühren. Anschließend die Kidneybohnen, Tomaten, Mais, Paprika hinzugeben. Das Ganz e mit Wasser auffüllen, je nach Topfgröße 2-3 Liter, alles gut umrühren und ca. 1 Stunde kochen, eventuell noch mal Wasser hinzugeben, dann die Kartoffeln hinzugeben und nochmals ca. 30 – 60 Minuten kochen. Tipp: Das Gulasch schmeckt am 2. Tag noch besser. Benutzt wird eine Feuerstelle und ein Kessel mit ca.

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EIN BRIEF VON MARCEL REHDER GELESEN VON: NICOLAI KÖPPEL L I E B E H E I M AT, es ist nun schon 387 Tage, ein paar zerquetschte Stunden, Minuten und Sekunden her, seit wir von Heilbronn losgezogen sind. Aber so genau will das keiner wissen. Die meiste Zeit wissen wir eh nicht genau, was für eine Uhrzeit gerade ist. Von den Wochentagen ganz zu schweigen. In dieser Zeit waren wir jedenfalls in Indien, Nepal, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Singapur und sind über Indonesien, nach Australien. Etwas viel für ein Jahr? Das ist eine gute Frage. Wir denken wir würden es so oder so ähnlich aber wieder machen. All der Schweiss, Stress, Geld, Streitereien und Nerven. Es hat sich gelohnt. Nun sitzen wir in der Minenarbeiterstadt Karratha im Nordwesten von Australien auf einem einfachen, aber günstigen Campingplatz. Wir brauchen zwischendurch mal wieder 240 australische Volt, eine richtige Dusche und saubere Klamotten. Auf den günstigen oder kostenlosen Campingplätzen gibt es meistens nur ein Plumsklo. Auch "Bushtoilet" genannt. Wir werden manchmal gefragt, was wir am besten fanden. Prinzipiell hat jedes Land seine schönen und hässlichen Seiten gehabt, sagen wir dann meist. Das will aber genausowenig einer hören. Genauso wenig den Verweis auf den Blog, wo man darüber lesen kann (vorrausgesetzt sie können Deutsch). Also erzählen wir dann meist doch etwas. Irgendwie macht es uns ja auch stolz. Kann man schon sein, oder? Ausserdem gab es selbstverständlich Highlights. Aber wo soll man da nur anfangen? Wie in unserem letzten Brief, blieb es dabei, dass Indien mit einem Kontrast nach dem anderen aufwartete und uns bereits am Anfang unserer Reise einiges an Nerven abverlangte. So wurde man auch im Land der Spiritualität gnadenlos abgezockt oder herrablassend behandelt. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen scheint bei einem großen Teil der Bevölkerung etwas gestört zu sein und bei fast allen Bewohnern des Landes dreht es sich nur um Geld. Von der Korruption, welche für viele Inder ein Grund ist ihre Heimat für immer zu verlassen, um z.B. in Australien ihr Glück zu versuchen, ganz zu schweigen. Das romantisch-verklärte Bild über ständig meditierende und Yoga übende Inder, gibt es oft nur auf Postkarten aus Goa. Indien ist anders. So negativ das nun alles klang, so positiv und faszinierend kann das Land auch sein. Herzliche Mitreisende in Zügen, die all ihr Englisch hervorholten um mit uns zu sprechen und Kinder die mit uns ermüdend lange Schere-Stein-Papier spielen wollten. Ehrliche Passanten, die mitbekamen, dass uns ein Händler gerade über den Tisch ziehen wollte und sich unverhofft lautstark für uns einsetzten oder Gehbehinderte auf einem Rollbrett, mit Handflächen verhornter als die Fußsohlen der meisten Westler, der uns den dankbarsten Blick gezeigt hat, den wir je gesehen haben. Für ein etwas abgenutztes Longsleeve... Nepal war einst ein Teil Indiens. Dennoch sind die Menschen anders. Geprägt durch ihre Umgebung.

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BRIEF AN DIE HEIMAT: ASIEN & AUSTR ALIEN STECKBRIEF Na me: M ARC E L R E H D E R Alt er : 27 JAH R E Reis eziel: W E LT Auf ent halt ab Februar 2 0 13 Tropisch warm am Fuße der Berge und kalt und zugig in den Bergen. Das Land bietet ein faszinierendes Spektrum an Klimazonen. Bis hin zur Todeszone hoch oben auf dem Mount Everest. Die Natur ist einfach atemberaubend. Aufgrund dessen und auch aufgrund der Leute, die wir auf dem Annapurna Circuit kennengelernt haben, ist es nach wie vor eines unserer Highlights. Wenn nicht sogar DAS Highlight. 12 Tage zu Fuß bis hoch auf den Torong-La Pass auf 5460 Metern durch mehrere Klimazonen ließen viel Zeit zum Denken und die Busfahrten im Gebirge teilweise ganz schön Angst. Nachdem einige unserer Mitreisenden während des Treks in Nepal immer wieder von Myanmar geschwärmt haben, änderten wir unsere Pläne zum ersten Mal und so ging es nach einem kurzen Stop in Bangkok für das Visum, nach Myanmar. Der Besuch bei dem immerzu Betelnuss kauenden Volk hat sich gelohnt und hatte eine bessere Infrastruktur als wir zuvor dachten. Seit mittlerweile rund einem Jahr kann man die lokale Währung Kyat per Kredikkarte am Geldautomaten abheben und man ist nicht mehr gezwungen den gesamten Betrag den man im Land ausgeben möchte in makellosen US-Dollar Scheinen mitzuführen. Das Land ist noch nicht so vom Tourismus versaut und so war das eine ganz eigene Erfahrung. Mit vielen interessierten Blicken und offenem Auftreten. Wir hoffen, dass diese Besonderheit dem Land noch lange erhalten bleibt und gleichzeitig ist auch klar, dass der Wandel bereits im Gange ist. Wer spüren möchte, wie Südostasien vor geschätzten zwei Jahrzehnten war, sollte die Chance so bald wie möglich nutzen und sich Myanmar anschauen. Im Norden von Thailand gönnten wir uns eine zweiwöchige Auszeit vom Rumreisen. Es wurde ein bisschen zu einem Wiedertreffen mit alten und neuen Freunden. Kevin, den wir aus Leingarten kennen, war auf dem Weg zurück nach Australien. Mit ihm genossen wir den ruhigen Norden Thailands und trafen in Chiang Mai auch noch Richard, mit dem wir zusammen den Trek in Nepal gemacht haben, bevor wir nach Laos weiterreisten. Und auch wenn die mittlerweile einsetzende Regenzeit uns den einen oder anderen Tag in Laos vermieste, bot dieses Land alles was ein Backpackerherz begehrt. Trotzt strengeren Kontrollen und Schließung sämtlicher Bars am Fluss von Vang Vieng ist nach wie vor etwas los. Wer massive Drogen und Alkoholexzesse, wie vor ein paar Jahren erwartet, wird enttäuscht werden. Das wurde stark entschärft. Was für Vang Vieng aber hofentlich eine Chance bietet und die Natur in den Vordergrund rücken lässt. Diese braucht sich keineswegs vor der Unberührtheit des Nordens oder der Kulturreiseziele im Süden von Laos verstecken. Denn gerade diese Natur verleitet uns zur Aussage, dass wir gerne wieder kommen würden, um noch mehr zu sehen. Kambodschas Grenzer begrüßten uns mit erfundenen Gebühren und wir antworteten mit Hartnäckigkeit und Diskussionen, bis sie sich wenigstens auf einen Nachlass einließen. Es ging turbulent weiter mit Höhen und Tiefen. Wir waren erst skeptisch, aber wir genossen das Yoga und die Meditation im Hariharalaya Retreat Centre und möchten die Erfahrungen nicht missen müssen. Nach diesem Hoch kam der Fall und Marcel wurde vom Dengue-Fieber ausgeknockt. Die Nachfolgenden zwei Wochen Sightseeing und Reisen wurden dadurch nicht einfacher. Kaum war Marcel einigermaßen auf den Beinen, fingen wir uns Bettwanzen ein und kratzten uns unentwegt. Trotz all der Widrigkeiten ließen wir uns die grausame Geschichte und vielfältige Kultur Kambodschas nicht entgehen. Mittlerweile hatten sich unsere Pläne abermals geändert. Wir hatten den Plan über Vietnam nach China zu reisen und von Hong Kong nach Australien zu fliegen. Das würde aber bedeuten, dass wir weiterhin in der Regenzeit reisen würden. Der Regen in Kambodscha machte einfach keinen Spass und so kam es, dass ein günstiger Flug nach Singapur uns weiter nach Indonesien brachte. Die Regenzeit war dort noch nicht angekommen. Der Plan ging auf und die westliche Oase Singapur begrüßte uns mit Sonnenschein und vereinzelten Wolken. Singapur ist nicht billig. Das Preisniveau liegt wohl ähnlich wie wenn man eine Städtereise in Deutschland machen würde. Was Singapur aber für uns so spannend machte, war das multikulturelle Flair mit asiatischem Touch. Indonesien mit seiner Vielfältigkeit war unser letzter Stop in Asien. Leider ist oft nur Bali bekannt.

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BRIEF AN DIE HEIMAT: ASIEN & AUSTR ALIEN Das Mallorca der Australier. Dabei ist es mit seinen vielen Inseln und den unterschiedlichsten Kultureinflüssen eines der vielfältigsten Ländern die wir bereist haben. Es scheint uns unmöglich es in wenigen Sätzen zu beschreiben. Die Erlebnisse waren alle Anstrengungen wert. Von mehrstündigen Fußmärschen bei Nacht auf Vulkane, über Schwefelabbau im Krater, mehrtägigen Bootstouren zwischen den Inseln, Komodowaranen und Tauchgängen runter auf mehr als 25 Meter Tiefe mit atemberaubenden Korallenriffen im Komodo Nationalpark war alles dabei. Zwei Monate Indonesien und wir haben nur einen Bruchteil gesehen. Ein weiteres Highlight auf unserer Reise. So, nun waren es doch wieder jede Menge Aufzählungen. Am Ende ist jedoch alles sehr Objektiv und von einigen Faktoren abhängig. Wer in ein Land kommt und erwartet, dass man den Spass serviert bekommt, der wird sicher das eine oder andere Mal Enttäuschungen hinnehmen müssen. Egal ob man viel Geld in eine Reise investiert oder besonders wenig. Die eigene Einstellung und das Auftreten sowie die Motivation spielen unserer Meinung nach die größte Rolle. Es gab Tage und Wochen, in denen wir einfach nicht den Nerv hatten und müde waren vom vielen Reisen. Dann wird einem auch das ganze Land möglicherweise nicht gefallen. Manchmal trifft man aber auch großartige Menschen und die machen ein Land plötzlich um so großartiger. Geld spielt dabei eine geringere Rolle. Geld macht reisen manchmal einfacher und kompfortabler. Manchmal aber auch einsamer. Wenn man Gesellschaft sucht, ist man in einem kleinen Straßenrestaurant besser aufgehoben als in einem teuren Restaurnt bei dem die Tische diskret weit auseinander ste146 hen, dass man seine Tischnachbarn nicht mehr hört und schon gar nicht erst ins Gespräch kommt. Ein weiterer Versuch, den wir unternommen haben und jedem nur wärmstens empfehlen können, war Couchsurfing (http://www.couchsurfing.com). Man findet kaum eine bessere Möglichkeit die fremde Kultur eines Landes besser kennenzulernen. Es liegt ganz an einem selbst, was man aus seiner Zeit macht. Wer sich vor anderen verschließt verpasst am Meisten. Denn die beste Zeit hatten wir, wenn wir unseren Spass mit möglichst vielen teilen konnten. In Nepal mit Gabriella, Kate, Richard und den anderen. In Thailand und Laos mit dem Besuch aus der Heimat oder in Indonesien mit Sascha und Fanny. Diese Tatsache lässt uns immer öfter spüren, dass wir genauso unsere Freunde und Familie in der Heimat vermissen und man weiss plötzlich mehr denn je zu schätzen, was man zusammen erlebt hat. Wir sind nun schon seit rund vier Monaten in Australien und haben zweieinhalb Monate Arbeit in einer Fabrik hinter uns, die Fertigsalate für die zwei größten Supermärkte im Land produziert. Es war Arbeit, ja. Es war anstrengend. Es war sogar kalt, denn wir haben in einem Kühlhaus gearbeitet. Aber es wurde auch gut bezahlt und so konnten wir endlich nach vielen Nachtschichten in einer kalten Fabrikhalle mit unserem eigens ausgebauten Mitsubishi-Van losziehen. Hier oben im Norden ist es noch recht heiss und feucht, während im Süden von Western Australia der Sommer sich langsam aber sicher verabschiedet. Das bedeutet die Backpacker werden auch Richtung Norden ziehen um nach Jobs zu suchen, wenn es im Süden nichts mehr gibt. Wir sind früh dran. Mit Absicht. Wir wollen nochmal arbeiten um unsere Reisekasse aufzustocken. Unser Plan war anfangs den ganzen Weg von Perth über den Norden bis nach Sydney mit dem Auto zu fahren. Inzwischen bekommen wir ein Gefühl für die Distanzen und darüber hinaus auch das Gefühl, dass wir bald weiter in die USA und dann nach Lateinamerika wollen. Denn auch wenn wir es nicht für möglich hielten, haben wir vermehrt das Gefühl die altgewohnten Gesichter, Freunde und Familie in Heilbronn und seiner Umgebung wieder sehen zu wollen.

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AUS DEM VIA ARCHIV PINNBOARD VIA GRAFIK Der Burnside-Shop beauftragte uns, nach unserer Ausstellung im Basementizid in der Sülmer City, zwei Wände im Laden zu bemalen. Das Thema konnten wir frei wählen und wir entschieden uns, mit der Grafik Bezug auf die jeweilige Funktion der Stelle im Shop zu nehmen: »Hier gibs Schuhe. Un hier gibssu uns dein Geld, Alter.« Burnside Heilbronn, 2007 LEO VOLLAND Leo Volland, Mitgründer von Via Grafik, ist in Heilbronn aufgewachsen ehe er nach dem Abi zum Malen, Studieren und Leben nach Wiesbaden gezogen ist.

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LESER B R IEFE Liebes HANIX-Team, lieber Oliver Maria Schmitt! Allerbesten Dank für den Text »Damit Schwarzbronn gewinnt«. Endlich waren in der Region auch mal kritische, wenn auch satirische Töne zum Oberbürgermeisterwahlkampf zu lesen. Ich habe mich köstlichst amüsiert und bin fast unterm Tisch gelegen bei der Lektüre. »Wartberg21« - köstlich. Selten so über einen Text in einem regionalen Medium gelacht. KL AUS KURMANN, HEILBRONN gelesen hatte und auch in der Vergangenheit öfter ins Magazin geschaut hat. Freut mich, das ihr relevanter werdet. FA B I A N F Ö H N E R , STUTTGART Hallo liebes HANIX-Team, ein Lob für Eure ausgewogene und auch lustige Berichterstattung zum Wahlkampf. Kritische Fragen, persönliche Portraits, sarkastische Untertöne und Videos von allen fünf Kandidaten. Dazu die Fotostrecke aus der Machtzentrale Heilbronns. Super Aufbereitung des Themenschwerpunktes »Stadtoberhaupt«. Macht weiter so. CL AUDIA SEIFER, HEILBRONN Liebes HANIX-Magazin, danke für das Lesenswerte Interview mit Alexandra und Ralph Munz zum Thema »Hip Island«. Ich hatte mich sehr gewundert, dass ich im Interview erfahren musste, dass die beiden von keinem der OB-Kandidaten angesprochen wurden, obwohl Harry Mergel und Martin Diepgen sich mit erhobenem Daumen vor dem Hip Island haben ablichten lassen. J O C H E N P L A P P, FLEIN Hey HANIX, unterhaltsame und lesenswerte Interviews habt ihr da mit Thees Uhlmann und Katrin Bauerfeind geführt. Ich wusste gar nicht, dass Thees so ein krasser Fußballfan ist und das die Bauerfeind geborene Schwäbin ist. Weiter so, ihr Leute! M E L I D E M M E T, HEILBRONN Hallo liebe Redaktion, nach dem öffentlichen Bekenntnis von Dieter Schwarz zu Harry Mergel als dessen Oberbürgermeisterkandidaten, hat der Wahlkampf auch überregional einige Wellen geschlagen. So berichtete auch die »Stuttgarter Zeitung« und ich hatte den Eindruck, dass der Autor vorab Eure Beiträge

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I MP RESSU M Verlag und Redaktion 74ELF Marcel Kantimm & Robert Mucha GbR Kastanienweg 12 74080 Heilbronn E-Mail: info@hanix-magazin.de Herausgeber Marcel Kantimm Robert Mucha Chefredakteur Robert Mucha (V.i.S.d.P.) Redaktionelle Mitarbeiter Rafaela Jeckle, Maria Sanders, Frieda Weiss, Leo Volland, Anette Geisler (Stadtarchiv Heilbronn), Sascha Wartha, Valerie Grübele, Joshua Endresz, Ken Jebsen, Nicolai Köppel, Marcel Rehder, Sonja Gläser-Kirmse, Uwe Gramlich E-Mail: redaktion@hanix-magazin.de Videoredaktion Philipp Kionka, Sarah Fischer, Mavinga Petrasch, Steven Zuleger, Eldon Phillips, Bryan Henao Bildredaktion Mehmet Filiz, Ulla Kühnle, Patrick Labitzke, Meli Dikta, Gian Paolo Tosin, Nico Washeim, Michaela Wengert, Sandra Moharic Artdirektion Raimar Schurmann Grafik & Illustration Lisa Hofmann, Florian Geiger, Kathrin Leisterer Audio Philipp Seitz (ANT Studio) IT-Support Martin Riemer (Easy NetworX / www.easy-networx.de) Vermarktung & Sales Sarah Baudenbacher sarah.baudenbacher@HANIXmagazin.de Marcel Kantimm (verantw.) marcel.kantimm@ HANIX-magazin.de Robert Mucha robert.mucha@ HANIX-magazin.de Verlagskoordination / Administration / Social Media Marcel Kantimm Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers bzw. der Redaktion wieder. Für die Richtigkeit von Angaben, Daten, Behauptungen etc. in den Beiträgen kann der Herausgeber bzw. die Redaktion keine Verantwortung übernehmen. Haftung für Links: Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer Homepage und machen uns diese Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf www.HANIX-magazin.de angebrachten Links. Herausgeber und Redaktion übernehmen keinerlei Haftung für die hier angebotenen Informationen.

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DER HISTORISCHE SCHUSS TEXT UND FOTO: STADTARCHIV HEILBRONN Heute ist es mehr als selbstverständlich, dass auch Mädchen studieren. Vor rund 100 Jahren war das eher ungewöhnlich. Und auch die Grundvoraussetzung für ein Studium – die »Reifeprüfung« abzulegen – war für Mädchen mit mehr Schwierigkeiten verbunden, als für Jungs. So führte die Höhere Mädchenschule in Heilbronn nicht zum Abitur, sodass Mädchen dafür den »Umweg« über den Wechsel an ein Jungengymnasium nehmen mussten. In Heilbronn wählte Lina Marquardt als erste Schülerin diese – damals noch mit etlichen bürokratischen Hürden verbundene – Möglichkeit und legte im Jahr 1905 das Abitur am humanistischen Karlsgymnasium ab. Anschließend studierte sie Medizin, was ganz typisch für diese erste Abiturientinnenbzw. Studentinnengeneration war. Während es am Karlsgymnasium in den Folgejahren zur Normalität wurde, dass auch immer einige Mädchen das Abitur machten, dauerte es bis 1912, als mit Helene Ehrmann das erste Heilbronner Mädchen am naturwissenschaftlich-mathematische Realgymnasium (heute Robert-Mayer-Gymnasium) die »Reifeprüfung« bestand. So ist unser Historischer Schuss aus dem Jahr 1922 sehr bezeichnend: Nur ein Mädchen findet sich unter den Absolventen des Realgymnasiums – und das auch nicht ganz freiwillig. Trude Victor sollte die elterliche Lederfabrik übernehmen und dafür Chemie studieren – obwohl sie sich mit Naturwissenschaften und Mathematik eher schwer tat. Viel lieber wollte sie schreiben und journalistisch tätig sein. Mehr über Trude Victor, die – trotz erzwungener Emigration in die USA – als Victoria Wolff zu einer erfolgreichen Schriftstellerin wurde, erzählt unter anderem die Dauerausstellung »Heilbronn historisch!« im Otto Rettenmaier Haus / Haus der Stadtgeschichte (Eichgasse 1). Der Text und das Bild wurden wie immer vom Stadtarchiv Heilbronn zur Verfügung gestellt.

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Abiturklasse am Realgymnasium, 1922

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V E R A N S TA LT U N G E N IM APRIL März Galerie Rieker Zwei Künstler aus Katalonien: Enrique Asensi und Jaume Ribas »Pedra i Foc« (»Stein und Licht«) Während der Bildhauer Enrique Asensi (*1950) seine zumeist aus zwei Materialien (z.B. Stahl und Stein) bestehenden apollinisch ausgeglichen wirkenden Skulpturen mehrmals in der Galerie Rieker präsentierte, haben die abstrakten Bilder von Jaume Ribas (*1944) hier Premiere. Die warmen Farben und fragilen Lineaturen seiner Bilder zeugen vom Licht und der Poesie des Mediterranen. 15. März – 15. Juni noch hochmusikalisch. So möchte Professor Marcus das Haus nutzen, um sich mit Freunden zur Hausmusik zu treffen. Mrs. Wilberforth, die selbst keine Chance auslässt, um zu musizieren und zu singen, ist entzückt. Erst recht als sie aus dem Zimmer des Professors und seiner Mitstreiter Boccherinis Streichquartett A-Dur in schönster Vollendung hört. Das müssen wahre Virtuosen sein! Die gutgläubige Dame ahnt nicht, dass die Musik lediglich von der Schallplatte kommt. Das angebliche Streicherkollegium ist nämlich ein Ganovenquartett, das dieses Haus als Zentrale für den Überfall auf einen Geldtransporter nutzen will und auch Mrs. Wilberforth eine wichtige Funktion bei der Umsetzung des Plans zugedacht hat … 1. April Ebene 3 im Kulturforum K3 Light-in-Rush - Ausstellung abstrakter Fotografien der Fotokünstlerin Aline Zoller Eintauchen in eine magische Welt aus wundervollen Farben und geheimnisvollen Formen. Die individuellen und für das Motiv angefertigten Beleuchtungsinstallationen verwandeln die unterschiedlichsten Objekte in traumhafte Fotografien. Motive und Farben, die wie gemalt erscheinen. Lassen Sie sich inspirieren. 1. April Ebene 3 im Kulturforum K3 Kommunales Kino 2. April Harmonie, Wilhelm-Maybach-Saal Stefan Glowacz »Aufbruch ins Abenteuer« Multivisions-Live-Show Theater Heilbronn, Komödienhaus Ladykillers - Kriminalkomödie von Elke Körver und Maria Caleita nach William Rose in einer Bearbeitung von Axel Schneider. Margaret Wilberforth, eine liebenswürdige alte Dame, lebt zusammen mit ihrem Papagei Mr. Gordon im einsamsten Haus der Stadt. Gern hätte sie mehr Gesellschaft und möchte deshalb ein Zimmer untervermieten. Doch weil das Haus direkt am Güterbahnhof steht, winken alle Interessenten ab. Umso erfreuter ist Mrs. Wilberforth, als sich eines Tages der smarte Professor Marcus entschließt, bei ihr einzuziehen. Dieser Herr entspricht so ganz dem Geschmack der Lady: Er ist gebildet und zudem Schwindelerregende Höhen, bodenlose Schluchten, Felswände, die noch kein Mensch vor Glowacz erklommen hat. Und er sucht nach immer neuen Herausforderungen. Expeditionen an die extremsten Stellen unserer Erde – das sind die Regionen, die er aufsucht, die ihn magisch anziehen und anstacheln zu seinen Erstbegehungen. Er berichtet von Orten, an denen nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Zeigt Bilder von Felsen, die kaum ein Mensch je berührt hat, und präsentiert Aufnahmen von Wegen, auf denen kaum ein Mensch gegangen ist. Glowacz Live-Show ist ein besonderes Zeugnis von einer Welt der Abenteuer und Entdeckungen inmitten unberührter Natur, aber auch ein Bericht mit nachdenklichen Blicken hinter die Kulissen.

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL 2. April 3. April Intersport Veranstaltungscenter redblue Martin Rütter: Der tut nix! Mobilat OUT OF THE DARK Unser geliebter Hund, »Der tut nix!«, und zwar nichts von dem, was wir von ihm wollen. Die heimlichen Herrscher dieses Planeten residieren in Körbchen und stolzieren auf vier Beinen. Doch Rütter enttarnt sie alle, die Schlawiner, die Schlitzohren und die Scharlatane – und zwar an beiden Enden der langen Leine. In der Fortsetzung seines Live-Programms beschreitet der Pfoten-Papst unbeirrt den Weg der Aufklärung. Er lüftet weiterhin das Geheimnis der Kastration, die viel mehr als nur heiße Luft produziert. Er entlarvt die Schwanzwedler als territorial-aggressive Weicheier. Er taucht ein in die Psyche von Zwei- und Vierbeinern. Das alles tiefgründig informativ, fachlich fundiert, aber wie immer auch zum Bellen komisch. Martin Rütter, »Der tut nix!«, er markiert nur das Revier – und zwar für Hund UND Mensch… 2. April Gothic, Darkwave, EBM, Industrial, Mittelalter, 80ies 3. April Theater Heilbronn, Großes Haus Otello - Oper von Giuseppe Verdi Gastspiel des Oldenburgischen Staatstheaters Jazzclub Cave 61 Konzert + Session: Brazil/Latin mit The Windwalkers Die Mannheimer Latin-Jazz Formation um den kolumbianischen Percussionisten Mario Maradei Gonzalez blickt nun auf drei erfolgreiche Bandjahre zurück. Das Sextett besticht zum einen durch kraftvolle Grooves, knackige Themen und mitreißende Soli und zum anderen durch relaxte karibische Themen, die meist durch einen Gedanken an die Heimat des Bandleaders Gonzalez entstanden sind. Die Rhythmusgruppe greift auf eine breite Palette an traditionellen lateinamerikanischen & afrikanischen Rhythmen zurück und verbindet diese mit funky-jazzigen Sounds. 2. April Rasende, tödliche Eifersucht - in keiner anderen Oper der Musikgeschichte wird die Eifersucht musikalisch so illustriert und vorgeführt wie in Verdis Otello: Wie man sie weckt und instrumentalisiert und wie dieses Gift anfängt den Betroffenen zu beherrschen, zu quälen und keinen klaren, geschweige denn einen guten Gedanken zulässt. Weil der Feldherr Otello nach siegreicher Rückkehr aus der Schlacht nicht den Fähnrich Jago, sondern den jungen Cassio zum Hauptmann macht, wächst in Jago die kalte, berechnende Wut. Er fasst einen teuflischen Plan, wie er seinen Konkurrenten Cassio ausschalten und sich gleichzeitig an Otello rächen kann. Mit einer geschickt eingefädelten Intrige pflanzt er das giftige Kraut Eifersucht in Otellos Herz. Zunächst macht er Cassio betrunken und verwickelt ihn in eine entwürdigende Rauferei, in deren Folge der frisch gebackene Hauptmann gleich wieder degradiert wird. Dann rät er Cassio, doch bei Desdemona, Otellos schöner Frau, um Fürsprache bei ihrem Mann zu bitten. Gleichzeitig spielt er den miesesten Trumpf in dem Intrigenspiel: Er deutet Otello an, dass Desdemona ihm untreu sein könnte. Otellos Misstrauen ist geweckt und das Gift beginnt zu wirken. Er traut seiner Frau, deren Liebe er doch eben noch ganz stark fühlte, nicht mehr. 3. April Experimenta Heilbronner Architekturgespräche in der RegionVortrag Prof. Matthias Sauerbruch — BERLIN Sauerbruch Hutton Theaterschiff Die Lebensart – oder: »Wias halt isch!« Erweiterung der Experimenta Heilbronn und andere Projekte Die Zukunft des Bauens ist nicht die Neuschöpfung, sondern die Fortentwicklung und Transformation des Vorhandenen. Dabei respektieren Architekten vorhandene Strukturen, betrachen sie aus aktueller Perspektive und denken mit ihren eingriffen Architektur weiter. Gibt es so etwas wie den schwäbischen Volkscharakter? Thema des Abends ist jedenfalls das weite Feld der regionalen Verhaltensregeln, der Lebensführung, der Weltsicht und eines gültigen Wertekanons, also eine vergnügliche Spurensuche nach schwäbischer Eigenart. Sie spiegelt sich in sorgsam ausgewählten exemplarischen Alltagssituationen. Darin begegnen typische schwäbische Stammesvertreter als Vermieter, als sparsame Haushälter, als WellnessSkeptiker, als Kraftfahrer, als Hilflose in der digitalen

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Auf der kostenlosen »keosk«-App im iTunes Store findet ihr HANIX hier: MAGAZINE > LIFESTYLE > ALTERNATIV GEHTS

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL Welt und in anderen Rollen. Lauter Klischees? Nein, eher Realsatire! 4. April Stauwehrhalle tsb-rockt eine gute Zeit freuen. Außerdem haben wir als Spezialgast Waldo The Funk auf der Bühne der gerade an seinem Debutalbum arbeitet und sich freut seine Gassenhauer mal wieder im Ländle zu spielen. Resident J Bower (Don Melo) ist natürlich auch dabei mit musikalischem Allerlei aus den Londoner Record Shops. 4. April Nach dem tollen Erfolg im Jahr 2013 stand schnell fest das es auch 2014 eine neue Auflage von »tsb-rockt« geben wird. Dies und aufgrund dessen, dass der Verein sein 60jähriges Bestehen feiert, wurde die Veranstaltung auf 2 Tage ausgeweitet. Der Samstag gehört wieder der unglaublich guten Band »Rock's Off«. Freitags wurde eine Band verpflichtet die national bekannt ist, und öfters in den Top 10 der deutschen Charts zu finden sind. Zudem haben sie für ihr letztes Album zwei Mal Gold bekommen. Gemeint ist die aussergewöhnliche Band »Glasperlenspiel«. Als Support Band für den Freitag konnte zudem »Dezemberkind« aus Stuttgart gewonnen werden, die 2011 einen Newcomer Songcontest gewonnen haben. 4. April Jazzclub Cave 61 Jazz Ensemble Baden Württemberg Kaffeehaus Hagen »Marlene« von Pam Gems Sie sind alles andere als eine einfach mal so zusammengewürfelte Band aus Jazzpreisträgern des Landes Baden Württemberg. Nein vielmehr präsentieren sie sich als ein homogenes und eigenständig klingendes Ensemble in dem sich 5 Individualisten zusammen gefunden haben um einen gemeinsamen und eigenen Sound zu erschaffen. Durch die doch sehr unterschiedlichen musikalischen Vorlieben und Backgrounds und die unterschiedlichen Kompositionen der einzelnen Mitglieder, entsteht eine abwechslungsreiche Mischung aus diversen Stilrichtungen, die einen geschlossenen und unverwechselbaren Bandsound erzeugen. 5. April mit den Liedern & Songs der Marlene Dietrich mit Cornelia Bielefeldt, Isabelle Arnold, Ursula Schill Regie und musikalische Leitung: Nicolas Kemmer 4. April Intersport Veranstaltungscenter redblue redblue meets Klassik: »Chill Out Konzert« Mobilat BUM TSCHAK HADE (MPM/Köln) J BOWER (WSP/Köln) LIVE: WALDO THE FUNK (WSP/Freiburg) Bei der 5. BUM TSCHAK haben wir Superproducer und Sneakerking Hade zu Gast! Seine Beats zieht er durch den Fluxkompensator und braut daraus eine obergärige Mischung aus Juke, Footwork, Chicago House und UK Bassmusik. Zusammen mit seinem Partner DWFL hat er bei MPM das unglaubliche Album »The HealthiestMan In Chicago« veröffentlicht, das Dank massiven Supports von DJ Oneman (Rinse FM) in der Londoner Bassmusikszene heftig einschlug. Finesse wie Humor und dabei immer einen in der Hinterhand, mit dem niemand gerechnet hätte.... Wenn Hade vorebeikommt, erwartet man also am besten das Unerwartete und kann sich in jedem Fall auf Das GlassDuo Anna und Arek Szafraniec spielt die Himmelsmusik, zu der schon Mozarts Zuhörer in Verzückung gerieten. Die Klänge aus geriebenem Glas erinnern so sehr an himmlische Sphären, dass man im 19. Jahrhundert allen Ernstes glaubte, ein andauerndes Hören dieser Musik müsse Spieler und Zuhörer der Realität entrücken. Die Musik des virtuosen GlassDuos aber ist durchaus bodenständig: altbekannte und populäre Stücke wie »Schwanensee« und »Peer Gynt Suite« in völlig neuer Gestalt. Klänge zum Verlieben. 5. April Kulturkeller Kalla Wefel »Nur die Zukunft ist gewiss!« Wer einen wirklich vergnüglichen Abend erleben will, der sich jenseits aller festgefahrener Humorschienen bewegt und Mario Barth für ein nationales Unglück hält, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, Wefels brandneues multimediales Kabarett zu erleben. Es ist das erste ganzheitliche Kabarettprogramm mit nachhaltiger

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL Wirkung, denn im Eintrittspreis enthalten ist eine auf Wunsch beurkundete telepathische Ausbildung zu einem Traumberuf wie Astrologe, Bachblütentherapeut, FengShui-Berater, Chop-Suey-Berater, Yogalehrer, aber auch zu unseriösen Berufen wie Politiker, Investmentbanker, Betriebswirt oder Unternehmensberater. 5. April ich kann sie nicht mehr finden. Als gäbe es ein schwarzes Loch, das, sobald ich mich umdrehe, alles verschlingt«, erklärt der Opa seinem Enkel. Er kennt seine Diagnose: Alzheimer. »Eines Tages wird es mich verschlungen haben. Es ist stärker als ich.« Janek muss jetzt stark sein, für sich und seinen Opa. Er sorgt, lernt und trainiert jetzt vor allem für ihn. Und die Freundschaft zu seiner neuen Mitschülerin Anna macht manches leichter ... 6. April Ebene 3 im Kulturforum K3 Hawelka Hawelka - Grenzgänger zwischen Blues und Pop. In der Singer - Songwriter Tradition, mit deutschen Texten, erzaubern sie ihr Publikum mit viel Poesie, Virtuosität, treibenden Beats und Indie - Pop, sowie Polka und Blues. Am Samstag stellen sie ihre hochgelobte neue CD vor. 5. April Ebene 3 im Kulturforum K3 Tango Argentino Tanzabend Mobilat Vom Türsteher was auf die Ohren Tango ist Sehnsucht, Geheimnis, Leidenschaft und Erotik. Wer vom Tango einmal berührt ist, der wird infiziert sein und der Sucht dieses Tanzes nachgeben müssen. Wer selbst nicht tanzen mag, kann bei einem gemütlichen Glas Wein auch einfach nur zuhören und zuschauen, wie andere Tango tanzen. Zuschauer und Mittänzer sind herzlich eingeladen! 7. April Die Rosinen der 80er 6. April Complex23 Kaffeeklatsch mit Kind Theater Heilbronn, Kammerspiele »Am Horizont« - Schauspiel von Petra Wüllenweber Janeks Opa war 1968 Mitglied der Deutschen OlympiaMannschaft im Schwimmen. Der Junge ist stolz auf seinen Großvater, mit dem er viel Zeit verbringt. Denn jetzt wird Janek, der auch recht talentiert ist, von ihm im Delphinschwimmen trainiert. Bald stehen die ersten Meisterschaften an. Doch sobald Janek daran denkt, wird ihm ganz flau im Magen. Außerdem hat er große Probleme in der Schule. In Englisch schreibt er eine Sechs nach der anderen. Das darf seine Mutter nicht wissen. Die hat ohnehin nach der Trennung vom Vater ganz andere Sorgen. Janek liebt seinen Opa und teilt alle Probleme mit ihm. Aber als sein Opa eines Tages in das Arbeitszimmer seines Vaters einzieht, ist der Junge doch sauer. Niemand hat ihn gefragt. Und überhaupt: Soll das etwa heißen, dass sein Vater jetzt wirklich nie mehr wieder zurückkommt? So nach und nach stellt sich heraus, warum der Großvater nicht mehr allein leben kann. Er wird immer vergesslicher. Zunächst wirkt es noch wie Schusseligkeit, wenn er mit dem Bademantel ins Kino will. Dann sind es Gegenstände, die er nicht mehr findet, Verabredungen, an die er sich nicht erinnert. »Sie verschwinden einfach, Alle Mamas, Papas, Omas, Opas, Onkel und Tanten sind herzlich willkommen zum Kaffee trinken und Kuchen essen in gemütlicher Atmosphäre. Damit die Erwachsenen (den Kuchen) auch entsprechend genießen können, gibt es für die Kleinen eine gemütliche Spielecke, zum toben, spielen und lesen. Eintritt frei 10. April Kulturkeller Andreas Kehlenbeck »Romantissimo« - Klavierabend mit Werken von Chopin, Schumann, Liszt, und Rachmaninow. Andreas Kehlenbeck absolvierte sein Studium mit Auszeichnung am »Mozarteum« in Salzburg bei Alexej Lubimow. Bereits als 19-jähriger trat er im Jahre 2000 in der St. Petersburger Philharmonie mit Beethovens 3. Klavierkonzert auf. 2005 erschien seine erste Solo-CD mit Werken von Chopin, Liszt und Prokofieff. Sein Repertoire umfasst Werke von der Barockzeit bis in die Moderne, er wagt dabei gerne und bewusst den Spagat zwischen der »Historischen Aufführungspraxis« am Hammerklavier bis hin zur zeitgenössischen Klaviermusik.

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL 11. April 11. April Complex23 Ausstellungseröffnung: Kounterpart – AAAAND IT`S DONE – Rapid Design Prototypes Mobilat »Let there be Rock II« Daniel Glaser (alias Kounterpart), der hauptberuflich als Medien- und Bewegtbildgestalter arbeitet, erforscht die Ästhetik unterschiedlichster Materialien, Objekte und Formen mit Hilfe vielseitiger, technischer Hilfsmittel. Seine frühe Leidenschaft für abstrakte Malerei und minimalistische Videos entwickelte sich über die vergangenen acht Jahre zu einer interdisziplinären Arbeitsweise. Er setzt 3D-, Grafik- und Animationstools, digitale Fotografie und Videoprojektion ein, um Inhalte in Visuelles zu übersetzen, das sich zwischen Grafik-Design und Kunst bewegt. Die Ausstellung auf den Triangel-Ausstellungsflächen im Complex 23 zeigt Auftragsarbeiten und jüngste Experimente in Form von freiem Grafik-Design, fotografischen Arbeiten und Videostils, die teils in sehr kurzen, intensiven Prozessen entstanden sind: Rapid Design Prototypes. Inspiration bezieht Kounterpart aus seiner direkten Umwelt. Wiederkehrende Begriffe in Thematik und Konzept sind unter anderem »Konstruktion/Dekonstruktion«, »Chaos/ Ordnung«, »Geometrie« und »Raster«. Er nutzt Grundelemente der Komposition, wie Form, Farbe und Licht aber auch Textur und Bildstörungen, um immer neue, fast haptische Bildwelten gezielt oder durch kontrollierten Zufall zu erschaffen. Der Entstehungsprozess der Arbeiten ist oft ebenso wichtig wie das gestalterische Ergebnis. Neben rein digital erzeugten Elementen kommen unterschiedliche Papiere, Kunststoffe, Tinte, Flüssigkeiten und mehr zum Einsatz. Das Endergebnis sind Drucke, Fotografien, Bewegtbilder oder medienübergreifende Arbeiten. 11. April Mit JenZ (Ex-Stereo Total) & Manu (Paisley Club) Ein musikalischer Trip durch die letzten 60 Jahre der Rockgeschichte. RocknRoll, Rock, Beat, Garage, Punk, New Wave, Stoner Rock, Hardrock, Indie, Alternative, Metal… 12. April Mobilat RIDERS ON THE STORM : BERLIN RUSH Edition Drum & Bass satt. Am Samstag, den 12. April 2014 öffnen sich die Türen des altehrwürdigen Mobilats für eine neue Episode RIDERS ON THE STORM. Unter dem Titel BERLIN RUSH präsentieren wir euch dieses mal einen Block DnB straight outta Berlin city. Die Hauptstadt ist mit drei Djs vertreten, dazu haben wir ein Ending des Abends gestaltet von ZOMBEATZ sowie ein weiteres Killer warmup der Heilbronner ME2YOU CREW. Und wir freuen uns sehr Ihn einmal wieder in unserer Mitte begrüßen zu dürfen: KRYPTOMEDIC hosted den Abend zusammen mit unserem MASO. 12. April Jazzclub Cave 61 Frederik Köster »Die Verwandlung« Kaffeehaus Hagen »Eine unvergessliche Nacht« oder »Holt mich hier raus« Komödie von Jean –Marie Chevret mit Cornelia Bielefeldt & Tina Hummel Regie: Nicolas Kemmer Für jeden kreativen Geist ist es alle paar Jahre an der Zeit, sich selbst zu überprüfen, überflüssigen Ballast abzuwerfen und nach neuen Inhalten zu suchen. Geht diese menschliche Neuaufstellung bei einem Musiker auch noch mit einer künstlerischen Verwandlung einher, dann darf man etwas Großes erwarten. Das neue Album des Trompeters trägt nicht umsonst den Titel »Die Verwandlung«. Neue Band, neuer Sound, neue Philosophie. Der Trompeter wollte wieder stärker die spielerischen Momente seiner Musik betonen und sich nicht so sehr ein konzeptionelles Korsett anlegen lassen. Mental schwebte ihm das aktuelle Wayne Shorter Quartet vor.

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL 12. April Kulturbühne Kapelle im Schloss Brackenheim STACIE COLLINS & The Al-Mighty Three (USA) Roots Rock from Nashville, Tennessee Southern Roots Rock in den Koordinaten Blues, Boogie, Rock'n Roll, Country Rock und - wenn man den derzeit allumfassenden populären Begriff verwenden möchte - die dreckige, rohe Seite von Americana – so könnte man die Musik von Stacie Collins beschreiben. Was allerdings für die quirlige Powerfrau samt Band in der Region kaum nötig ist, haben sie doch bereits mehrfach kräftige Eindrücke bei Blue Rose Konzerten hinterlassen. Im Laufe ihrer Karriere hat sich Stacie Collins ganz offenkundig nicht nur zu einer strammen Rocklady mit enormen Shouterqualitäten gemausert, sondern auch ihr schneidendes Spiel auf der Harmonica kultiviert und das gemeinsame Songwriting mit ihrem Mann Al Collins auf eine breitere Basis gestellt. Das aktuelle Album »Shinin‘ Live« ist die längst überfällige erste Live-Veröffentlichung der immer so leidenschaftlich und authentisch auftretenden Musikerin, die mit Ihrer Band »The Al Mighty Three« sicher auch in Brackenheim alle Register ihrer Schaffenskunst ziehen. 13. April zu legen. Daraus entstehen komplexe Arrangements, die einen unweigerlich nach dem Rest des Orchesters suchen lassen. Eine energiegeladene, Tradition und Moderne verbindende, Performance, die ihm mittlerweile eine grosse Aufmerksamkeit beschert hat, mit Berichten auf BBC und in der NME sowie zahllosen Auftritten quer durch eine Vielzahl von Ländern. 14. April Kulturkeller Literatur am Montag: Hermann Löns (1866 - 1914) Ein/e Schauspieler/in liest aus den Werken des deutschen Schriftstellers. Anne-Gabriele Michaelis erzählt aus dem Leben und Werk von Hermann Löns. 17. April Kaffeehaus Hagen »Völlig ausgebucht« von Becky Mode 25 Personen - ein Schauspieler - eine turbulente Komödie. Die feine Gesellschaft ist es, die hier unter die Lupe und gleichwohl auf den Arm genommen wird. 17. April Ebene 3 im Kulturforum K3 Hiss - Polka 'n Roll Kaffeehaus Hagen »Zwei wie Bonnie & Clyde« (…denn sie wissen nicht, wo sie sind!) Gaunerkomödie von Tom Müller & Sabine Misiorny mit Isabelle Arnold und Philippe Kemmer Regie: Cornelia Bielefeldt 14. April Mit Polka n' Roll, einer Mischung aus Polka, Text Mex, Cajun, Blues, Country und Rock begeistern HISS jedes Jahr am Gründonnerstag das Publikum im Club Ebene3. In diesem Jahr hören wir vertraute Klänge aus der Ferne und exotische Rhythmen von Daheim, Taiga-Twist und Texas-Tango. Harte Kerle singen von großen Gefühlen, Sehnsucht und Wurst, von Liebe, Hass und Tanzmusik. 17. April Complex23 Konzert: Flamenco Thief (UK) + Rosario Tetto (HN) Complex23 Turbojugend Heilbronn e.V. Craig Sutton aus Bristol/UK aka The Flamenco Thief spielt Flamenco – aber alles andere als im klassischen Stil. Er verbindet traditionelle flamenco-eske Gitarrentechnik mit modernen Elementen sowohl aus Ska und Punk, verwendet aber auch Metal- und Stonerrock-Riffs sowie Hip Hop-Beats. All das kreiert er ausschliesslich allein mit seiner Gitarre und einer Loopstation, mit der er jede einzelne Schicht des Stücks live einspielt oder auch mal auf dem Klangkörper des Instruments »eintrommelt«, aufnimmt, wieder abspielt um darüber eine weitere Spur erklärt die Welt an Hand sinnfälliger und geräuschvoller Beispiele. Heute: FreakOutParty 19. April Mobilat God Save The Queen Brit Pop mit Andrew & Thilo

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL 19. April 20. April Complex23 »Radana`s Jazz« Mobilat Dimensions Launch Party w/ MUSK, DJ Richard by Who The Fuck Aus Radana's Blues wurde Radana`s Jazz und wie der Name schon sagt, es wird gejazzt mit einem Hauch von Blues und ganz viel Soul. In den hauptsächlich eigenen Stücken singt Radana über das Leben und Lieben, erzählt vom Finden und Verlieren und macht deutlich, dass Vergeben von Geben kommt- musikalisch in höchster Qualität getragen von Steff an der Gitarre. Wenn Ihr also einen gemütlichen, von leisen aber beswingten Tönen untermalten Abend verbringen möchtet, dann hört einfach mal vorbei. 19. April Theater Heilbronn, Kammerspiele Tortuga - Schauspiel von Paul Steinmann Tortuga ist nicht nur eine berühmte Pirateninsel in der Karibik, die den Freibeutern im 17. Jahrhundert als Versteck diente. Tortuga heißt in diesem amüsanten Schauspiel für junge Leute auch das Schiff, das eine Piratin zum Kapitän hatte: Mary-Anne O’Malley. Das Stück erzählt die abenteuerliche und ungeheuerliche Mär von dieser Frau. Sie war nicht klug nur wie ein Mann, nein, sie war doppelt schlau«. Als Tochter einer alleinstehenden Frau im 17. Jahrhundert hatte sie kaum Chancen. Deshalb gibt ihre Mutter sie als Sohn aus, verpasst ihm den Namen William und lässt das Kind von der Großmutter erziehen. Als diese stirbt, sucht sich Mary-Anne schon mit 13 Jahren eine Arbeit, wieder als Junge. Später heuert sie als Schiffsjunge auf einem Kriegsschiff an, immer mit der Angst im Nacken, entdeckt zu werden, was damals mit dem Tod bestraft worden wäre. Sie lernt das Fechten und erweist sich darin als äußerst talentiert. Dem Schiffskoch gibt sie sich zu erkennen, sie verlieben sich, gehen heimlich von Bord und eröffnen eine Hafenkneipe. Doch der Koch hat ein schwaches Herz, stirbt früh, und MaryAnne verwandelt sich wieder in William O’Malley und heuert auf einem Sklavenschiff an, das von dem berühmten Piraten Calico Jack angegriffen wird. Auf dessen Schiff möchte sie mitsegeln, weil sie frei sein und ein kurzweiliges Leben führen will. Dank ihrer Klugheit machen die Piraten von eine fette Beute nach der anderen und wählen Mary-Anne als Frau zum Kapitän der Tortuga … Das Dimensions Festival bringt dieses Jahr zum dritten mal die Speerspitze der vorwärtsdenkenden Künstler der elektronischen Musik in einem abgelegenen Fort an der kroatischen Adriaküste zusammen. Ob mit den alten Helden von UNDERGROUND RESISTANCE, der Band DARKSIDE oder anderen Größen wie , Moodyman, Theo Parrish oder Caribou, wird auch in diesem Jahr in der Nähe von Pula wieder das 'Who Is Who' aus House, Techno und Abseitigerem auf ein musikbegeistertes Publikum treffen. Wir sind mit dabei! Nach unseren Launch Partys in Heidelberg mit Ben UFO und München mit San Soda schließen wir unsere kleine Serie an Launch Partys in Heilbronn mit gleich zwei bekannten Gästen ab: mit Musk gibt es einen Live Act zu hören und auf dem anderen Floor begrüßen wir DJ Richard aus dem Hause White Material. Buntes Programm von House bis hin zu Techno - here we go! Extra: ihr könnt für das Festival zwei Free Tickets im Wert von jeweils 170,- Euro gewinnen! Checkt einfach unsere Facebook Page! Cheerio. 20. April Complex23 musikalische Stummfilmbegleitung: Anla Courtis (Arg) Zum zweiten Mal beehrt uns Anla Courtis, 1972 geborener Musiker aus Buenos Aires, Mitglied von L’Autopsie a révélé que la cause de la mort était l’Autopise, Strountes und anderen, Filmkomponist und Gründungsmitglied der Gruppe Reynols (die es schafften, in 11 Jahren sagenhafte 56 CDs und Alben zu veröffentlichen) . Darüber hinaus hat er mit Künstlern wie Pauline Oliveros, Lee Ranaldo (Sonic Youth), Otomo Yoshihide, Jim O’Rourke, Damo Suzuki (Can), Yoshimi (Boredoms), Eddie Prevost (AMM), Rick Bishop (Sun City Girls) und Kawabata Makoto (Acid Mothers Temple) zusammengearbeitet und damit an über 200 Alben musikalisch mitgewirkt, sowie Tourneen durch Japan, Europa, die Vereinigten Staaten, Ozeanien und Lateinamerika absolviert. Seine Musik hat einen stark experimentellen Charakter und wird getragen von seiner hochqualifizierten technischen und musikalischen Fähigkeit, Live Elektronik, Band-Manipulationen, Synthesizer, Computer-Werkzeuge und Feldaufnahmen

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL mit traditionellen Instrumenten zu verbinden, dazu kommen noch selbstgebaute, seltsame und eher untypische Instrumente, wie z.B. die »unstringed guitar«. Heute abend wird er den argentinischen Film »El ultima Malon« von Alcides Greca aus dem Jahr 1917 musikalisch untermalen, einem einzigartigen filmischen Dokument über den letzten Aufstand der argentinischen Mocovi-Indianer von 1904. In einer für diese Zeit höchst ungewöhnlichen Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm sind einige der Mocovies, die in der Rebellion kämpften, als Schauspieler zu sehn, einschließlich des »Cacique« (Häuptling) Mariano López, ausserdem aber gibt es dazu wunderbare Aufnahmen aus dem echten Leben der Mocavies in deren angestammten Gebieten. 20. April im Schatten ich – zu zwein. Und ich werd dein Geist, du wirst mein Körper sein.« Wegen der Briefe, die Roxane jetzt von Christian bekommt, verliebt sie sich nicht nur in seine Schönheit, sondern auch in seine vermeintlich wunderbare Seele. Wie lange lässt sich diese Täuschung aus Liebe aufrechterhalten? 24. April Complex23 Film: Faust – eine deutsche Volkssage – (D 1926) Theater Heilbronn, Großes Haus Cyrano de Bergerac - Schauspiel von Edmond de Rostand Faust – eine deutsche Volkssage ist ein deutsches Filmepos von Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahr 1926. Er ist geprägt vom dominanten Spiel Emil Jannings', den Bauten von Robert Herlth und Walter Röhrig sowie seiner Beleuchtung. Erzengel Michael und Mephisto schließen einen Pakt, nach dem Mephisto die Erde gehören würde, wenn es ihm gelingt, die Seele von Faust zu erringen… 24. April Cyrano de Bergerac ist in der ganzen Stadt berühmtberüchtigt wegen seiner spitzen Zunge und seines scharfen Degens. Er ist ein »Künstler, Sänger, Fechter, Verseschmied«. Wenn ihm etwas nicht gefällt, dann sagt er es laut und deutlich in geschliffenen Worten. Das bringt ihm nicht nur Respekt, sondern auch eine Menge Feinde ein. Besonders vor einer Sache sollte man sich hüten, um Cyranos aufbrausendes Temperament nicht zu reizen. Man darf ihn nicht auf seine Nase ansprechen. Mutter Natur hat ihn mit so einem großen Zinken ausgestattet, dass man diesen unweigerlich als Provokation empfinden muss. Einzig sich selbst gestattet Cyrano den Spott über sein überdimensioniertes Riechorgan. Jeden anderen fordert er bei der kleinsten Anspielung sofort zum Duell. »Wer nur sein Schnupftuch zieht, der zieht sein Leichentuch.« Cyrano macht seine Nase so zu schaffen, dass er sich die Liebe verbietet. Schon lange betet er die schöne Roxane an, aber er traut sich nicht, sich ihr zu offenbaren. Er kann es gar nicht fassen, dass sie ihn eines Tages um ein Rendezvous bittet. Doch schnell verschwindet seine Hoffnung, denn sie möchte nur, dass er Christian, einen überaus attraktiven jungen Mann, der im gleichen Regiment dient wie er, in seine Obhut nimmt. Auch wenn es Cyrano schwerfällt, willigt er aus Liebe zu Roxane ein. Allerdings merkt er rasch, dass Christian nicht der Hellste ist. So leiht ihm denn Cyrano seinen Verstand: »Wir gehen – im Lichte du, Kaffeehaus Hagen »Nichts Schöneres« Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art. Anrührender und urkomischer Monolog von Oliver Bukowski. 25. April Kaffeehaus Hagen »Shirley Valentine« – Premiere – oder »Die heilige Johanna der Einbauküche«. Komödie von Willy Russel mit Cornelia Bielefeldt 25. April Kulturbühne Kapelle im Schloss Brackenheim »Das Kabarett - Konzert« Junge Wilde oder alte Meister? Jacket oder Jeans? Klavier oder Les Paul? Timm Beckmann und Tobias Janssen sind ['pro:c-dur] und mögen das Wörtchen »oder» offenbar gar nicht und ersetzen es ganz einfach durch »und». Rock und Klassik, Konzert und Spaß, Können und Kabarett. Die beiden studierten Musiker werfen in ihrem Bühnenprogramm Klassik und Rock in einen Topf, durchqueren die Musikgeschichte mit gefährlichem Halbwissen und spielen dem Besucher fröhlich ein E für ein U vor, ohne auf irgendwelche Konventionen Rücksicht zu nehmen. Sie rocken und philosophieren, sie klassiken und parodie-

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL ren, am Flügel, mit E-Gitarre und dem ganzen Charme großer kleiner Jungs. Der gemeinsame Nenner von Klassik und Rock ist Sound, der Spaß daran und Können am Instrument. Das alles bringen [’pro:c-dur] spielerisch leicht auf die Bühne, dazu Witz, Wortakrobatik und Interaktion mit dem Publikum. Ein wunderbarer Abend also für Musikliebhaber mit Humor, Kabarettfans mit Rockerseele und Operngänger ohne Scheuklappen. 25. April 25. April Mobilat CHANNEL ZERO hip hop - funk - soul - prog - psych – soundtracks dj tollschock & thilo metzger 25. April Ebene 3 im Kulturforum K3 The Lazy Jacks Complex23 Theater Puellarum mit »Verzeihung, halten Sie mal die Axt?« Lesung, Schauspiel und Musik, Schaurig komische Geschichten zum Hören und Sehen Nichts ist so, wie es scheint. Oder etwa doch? Wem kann man trauen? Und wem nicht? Hier wird in Geschichten, Liedern und Gedichten verschiedener Autoren von schaurig-komischen Begebenheiten erzählt. Skurril, mit einem Hang zum Makaberen. Bitterböse, komisch und rabenschwarz. Eine Mordsunterhaltung! »Verzeihung, halten Sie mal die Axt« ist ein buntes Programm aus Geschichten, Liedern und Gedichten zum Fürchten, Wundern und Drüberlachen von Roald Dahl, E.W. Heine, Georg Kreisler und vielen anderen, liebevoll zusammengestellt und in Szene gesetzt durch das Theater Puellarum. Es singen und spielen (in alphabetischer Reihenfolge): Anita Cyprowski, Rolf Führinger, Stephanie Lauppe 25. April Lazy Jacks - dieser Name steht für Groove Jazz vom Feinsten, garniert mit einer ordentlichen Portion Funk und einer Prise Soul. Neben Stücken von Roy Hargrove bis Jamie Cullum hat die Band auch eine Reihe neuer Kompositionen im Gepäck - erlaubt ist, was grooved! Unter dem Motto Lazy Jacks play Lazy Jacks präsentieren wir neben groovigen Arrangements auch neue »Originals« aus der Feder der Bandmitglieder! 26. April Complex23 Electronic Performance: Syl Kougaï Theater Heilbronn, Großes Haus Relache - Heute keine Vorstellung Musiktheaterabend von Erik Satie Eine Kooperation des Theaters Heilbronn und des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. »Relâche« heißt im Französischen »Die Show fällt aus« oder »Das Theater ist geschlossen«. Das Wort ist gleichzeitig Titel eines Balletts von Francis Picabia, zu dem Erik Satie die Musik geschrieben hat. Der Titel war als dadaistischer Scherz gedacht, bewahrheitete sich aber dann bei der Uraufführung. Wie in den vergangenen vier gemeinsamen Projekten wird auch bei »Relâche« Musik in Szene gesetzt, die sonst nur konzertant zur Aufführung kommt. Erik Satie, seine politische Gesinnung sowie die Gesellschaft seiner Zeit stehen hierbei im Mittelpunkt. Die drei Labels, krux-records, Phonocake und Crazy Language präsentieren in Zusammenarbeit einzigartige Electronica aus Frankreich. Zu Gast aus Montpellier ist Syl Kougaï der sich mit seinem Sound jenseits jeglicher Konventionsraster bewegt. Er präsentiert als Komponist und Performer Maschinenmusik in Reinstform und nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise in eine künstliche Klangwelt bestehend aus übernatürlichen und überraschenden Klängen. Vibrierend, wild, mitreissend. Definitiv etwas Besonderes für Neugierige und Liebhaber musikalischer Kühnheit. Visuell, in Echtzeit interpretiert wird Syl Kougaï`s Live Set von dem Heilbronner Visualisten Wü (aka Wüsuals). 26. April Mobilat Wortsport Lounge LIVE: Hiob & Morlockk Dilemma [Kapitalismus Jetzt Tour 2014] Hiob & Morlockk Dilemma präsentieren ihr drittes gemeinsames Werk: »Kapitalismus Jetzt«. Nach zahlreichen Solo-Projekten und Kolaborationen mit anderen Größen des deutschsprachigen Untergrunds, haben sich die beiden Ausnahmetalente endlich wieder zusammengefunden,

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VER ANSTALTUNGEN: APRIL um ein weiteres monumentales Album zu produzieren. »Kapitalismus Jetzt« ist eine Berg- und Talfahrt durch die spätkapitalistische Realität. Mit beißender Ironie und technischer Brillianz entlarven die beiden Rapper die Lebenslügen der modernen Welt. Zwischen Kaviar, Schampus und Orgien bleibt aber auch Platz zum Innehalten. Es sind die Momente hemmungsloser Selbstreflexion, die das Album zu einem abwechslungsreichen Gesamtkunstwerk machen. Eigene Fehler und Überzeugungen werden auf den Prüfstand gestellt – die vielleicht stärksten Momente auf »Kapitalismus Jetzt«. Hiob & Morlockk Dilemma sind Urgesteine im deutschen Untergrund-Rap. SzeneGrößen wie Dexter, Audio 88 & Yassin, sowie Sylabil Spill arbeiteten bereits mit den zwei Künstlern zusammen. Doch auch mit den ganz großen Namen standen sie auf der Bühne: Im vergangenen Jahr traten sie unter anderem mit Creutzfeld & Jakob, Curse, den Stieber Twins und der US-Legende KRS One auf. Das Album »Kapitalismus Jetzt« erscheint am 28. März 2014. 26. April Jazzclub Cave 61 Randi Tytingvåg-Trio (Norwegen) Randi Tytingvåg ist eine der großen Versprechungen des Musikwunderlandes Norwegen. 2001 beendete sie Ihr Jazzstudium in London und debütierte noch im gleichen Jahr beim Mai Jazz Festival in Norwegen. 2004 wurde sie in ihrer Heimatstadt Stavanger zur Künstlerin des Jahres gekürt und kurz darauf veröffentlichte sie bereits ihr Debutalbum. Inzwischen hat sie vier eigene Produktionen eingespielt und die Kritiken wurden von Mal zu Mal enthusiastischer, ja überschlagen sich förmlich vor Begeisterung. 30. April Theater Heilbronn, Foyer Kammerspiele Literarische Mittagspause: Jane Smiley »Tausend Morgen« zum Schauspiel »König Lear« von William Shakespeare

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D I E N Ä C H ST E AUSGA BE H A N I X ER SC H E IN T A M 30. A P R IL 2 0 1 4